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	<title>Bettruhestudie &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Bettruhestudie &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>DLR: 60 Tage liegen bleiben für die Wissenschaft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-60-tage-liegen-bleiben-fuer-die-wissenschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2024 19:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Sensorimotor Countermeasures Study]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Terrestrische Astronautinnen und Astronauten für Bettruhestudie gesucht. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 10. April 2024. 10. April 2024 &#8211; Astronautinnen und Astronauten, die auf die Erde zurückkehren, werden direkt nach der Landung umsorgt: Ein ganzes Team assistiert beim Aussteigen aus der Raumkapsel, richtet auf, stützt, führt erste Untersuchungen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Terrestrische Astronautinnen und Astronauten für Bettruhestudie gesucht. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 10. April 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BettruhestudieimenvihabDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bettruhestudie im :envihab. Das Bett ist zum Kopf hin um sechs Grad geneigt. Dabei verschieben sich die Flüssigkeiten im Körper fast genauso wie bei Astronautinnen und Astronauten im All. Die SMC-Studie im :envihab, dem luft- und raumfahrtmedizinischen Labor in Köln, startet im September 2024. Sie untersucht vor allem die sensomotorischen Beeinträchtigungen nach Aufenthalten im Weltraum und mögliche Gegenmaßnahmen. (Bild: DLR)" data-rl_caption="" title="Bettruhestudie im :envihab. Das Bett ist zum Kopf hin um sechs Grad geneigt. Dabei verschieben sich die Flüssigkeiten im Körper fast genauso wie bei Astronautinnen und Astronauten im All. Die SMC-Studie im :envihab, dem luft- und raumfahrtmedizinischen Labor in Köln, startet im September 2024. Sie untersucht vor allem die sensomotorischen Beeinträchtigungen nach Aufenthalten im Weltraum und mögliche Gegenmaßnahmen. (Bild: DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="149" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BettruhestudieimenvihabDLR26.jpg" alt="Bettruhestudie im :envihab Das Bett ist zum Kopf hin um sechs Grad geneigt. Dabei verschieben sich die Flüssigkeiten im Körper fast genauso wie bei Astronautinnen und Astronauten im All. Die SMC-Studie im :envihab, dem luft- und raumfahrtmedizinischen Labor in Köln, startet im September 2024. Sie untersucht vor allem die sensomotorischen Beeinträchtigungen nach Aufenthalten im Weltraum und mögliche Gegenmaßnahmen. (Bild: DLR)" class="wp-image-138110"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bettruhestudie im :envihab. Das Bett ist zum Kopf hin um sechs Grad geneigt. Dabei verschieben sich die Flüssigkeiten im Körper fast genauso wie bei Astronautinnen und Astronauten im All. Die SMC-Studie im :envihab, dem luft- und raumfahrtmedizinischen Labor in Köln, startet im September 2024. Sie untersucht vor allem die sensomotorischen Beeinträchtigungen nach Aufenthalten im Weltraum und mögliche Gegenmaßnahmen. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">10. April 2024 &#8211; Astronautinnen und Astronauten, die auf die Erde zurückkehren, werden direkt nach der Landung umsorgt: Ein ganzes Team assistiert beim Aussteigen aus der Raumkapsel, richtet auf, stützt, führt erste Untersuchungen durch. Was aber, wenn die Landung nicht auf der Erde, sondern auf dem Mond oder dem Mars stattfindet? Dort hilft erst einmal niemand. Die Raumfahrenden sind auf sich alleine gestellt – mit all den Folgen, die ein längerer Aufenthalt in Schwerelosigkeit mit sich bringt: Schwindel, Stolpern, Koordinationsstörungen. Das kann eine Mission gefährden. Damit das nicht passiert, erforscht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mögliche Gegenmaßnahmen in einer <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/bettruhestudie/" data-wpel-link="internal">Bettruhestudie</a>. Wer ab September 2024 mitmachen möchte, kann sich noch bewerben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinlegen, um die Raumfahrt voranzubringen? „Die Teilnehmenden liegen nicht nur 60 Tage im Bett. Das Bett ist außerdem zum Kopf hin um sechs Grad geneigt. Das heißt, der Kopf liegt niedriger als die Füße“, erklärt Dr. Edwin Mulder, Studienleiter am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln. „Bei dieser Neigung verschieben sich die Flüssigkeiten im Körper fast genauso wie bei Astronautinnen und Astronauten im Weltall.“ Ohne die Erdanziehungskraft fließt mehr Flüssigkeit in die obere Körperhälfte und weniger in die Beine. Der Druck im Kopf steigt, durch die körperliche Inaktivität bauen Muskeln und Knochen ab, der Gleichgewichtssinn ist verwirrt und das Herz-Kreislauf-System verändert sich – und das sind nur einige Folgen von Aufenthalten in der Schwerelosigkeit, die sich auch in Bettruhestudien zeigen. In der aktuellen SMC-Studie (Sensorimotor Countermeasures Study), die wieder in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA durchgeführt wird, geht es vor allem um sensomotorische Beeinträchtigungen nach Aufenthalten im Weltraum und mögliche Gegenmaßnahmen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EssenimLiegenDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Essen im Liegen. Während der 60 Tage im Bett werden alle Tätigkeiten im Liegen erledigt. Dazu gehört auch das Essen. Die Probandinnen und Probanden bekommen im :envihab im Rahmen der SMC-Studie Mahlzeiten, die für ihren individuellen Bedarf exakt berechnet sind. (Bild: DLR)" data-rl_caption="" title="Essen im Liegen. Während der 60 Tage im Bett werden alle Tätigkeiten im Liegen erledigt. Dazu gehört auch das Essen. Die Probandinnen und Probanden bekommen im :envihab im Rahmen der SMC-Studie Mahlzeiten, die für ihren individuellen Bedarf exakt berechnet sind. (Bild: DLR)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EssenimLiegenDLR26.jpg" alt="Essen im Liegen Während der 60 Tage im Bett werden alle Tätigkeiten im Liegen erledigt. Dazu gehört auch das Essen. Die Probandinnen und Probanden bekommen im :envihab im Rahmen der SMC-Studie Mahlzeiten, die für ihren individuellen Bedarf exakt berechnet sind. (Bild: DLR)" class="wp-image-138112"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Essen im Liegen. Während der 60 Tage im Bett werden alle Tätigkeiten im Liegen erledigt. Dazu gehört auch das Essen. Die Probandinnen und Probanden bekommen im :envihab im Rahmen der SMC-Studie Mahlzeiten, die für ihren individuellen Bedarf exakt berechnet sind. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Bein heben, um ein Hindernis zu überwinden: Das kann für Raumfahrende eine Herausforderung sein</strong><br>Das Zusammenspiel von Sinneswahrnehmungen – wie Hören, Sehen oder Fühlen – und motorischen Reaktionen – wie Gehen, Greifen oder Werfen – kann nach Weltraumreisen gestört sein. „Das wirkt sich bei ganz alltäglichen Dingen aus. Etwa, wenn jemand einen Stein sieht und ein Bein heben muss, um ihn zu überwinden“, sagt Andrea Nitsche vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. Sie wählt zwölf Probandinnen und Probanden aus, die sich inklusive Vor- und Nachbereitung für genau 88 Tage in der Kölner Forschungsanlage <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=envihab" data-wpel-link="internal">:envihab</a> aufhalten, damit zukünftige Raumfahrende sicher und koordiniert arbeiten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Studienkampagne im :envihab startet im September 2024, eine zweite im April 2025. Bewerben können sich jeweils Personen zwischen 24 und 55 Jahren, die eine Körpergröße von 1,53 bis 1,90 Meter und einen BMI von 18 bis 30 haben. Sie müssen außerdem gesund sein, Nichtraucher und gut Deutsch sprechen. Für die vollständige Teilnahme gibt es eine Aufwandsentschädigung von 18.000 Euro. Von den 88 Tagen werden 60 im Bett in Kopftieflage verbracht. Drei Monate nach Abschluss der Kampagne finden verpflichtende Nachuntersuchungen statt. Das Auswahlverfahren ist mehrstufig: Über die Webseite dlr-probandensuche.de füllen die Interessierten zuerst einen Fragebogen aus. Es folgen die Teilnahme an einer Online-Informationsveranstaltung, psychologische Fragebögen, Telefoninterviews, medizinische Voruntersuchungen in Köln, ein Bewertungstag und schließlich die Studie.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TglmedUntersuchungenuExperimenteDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Tägliche medizinische Untersuchungen und Experimente. Die Teilnehmenden verbringen bei der SMC-Studie (Sensorimotor Countermeasures Study) 88 Tage im :envihab, davon 60 Tage im Bett. Auf dem Programm stehen tägliche medizinische Untersuchungen und Experimente. Hier werden Veränderungen des Stoffwechsels über die Atemluft gemessen. (Bild: DLR)" data-rl_caption="" title="Tägliche medizinische Untersuchungen und Experimente. Die Teilnehmenden verbringen bei der SMC-Studie (Sensorimotor Countermeasures Study) 88 Tage im :envihab, davon 60 Tage im Bett. Auf dem Programm stehen tägliche medizinische Untersuchungen und Experimente. Hier werden Veränderungen des Stoffwechsels über die Atemluft gemessen. (Bild: DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TglmedUntersuchungenuExperimenteDLR26.jpg" alt="Tägliche medizinische Untersuchungen und Experimente Die Teilnehmenden verbringen bei der SMC-Studie (Sensorimotor Countermeasures Study) 88 Tage im :envihab, davon 60 Tage im Bett. Auf dem Programm stehen tägliche medizinische Untersuchungen und Experimente. Hier werden Veränderungen des Stoffwechsels über die Atemluft gemessen. (Bild: DLR)" class="wp-image-138116"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Tägliche medizinische Untersuchungen und Experimente. Die Teilnehmenden verbringen bei der SMC-Studie (Sensorimotor Countermeasures Study) 88 Tage im :envihab, davon 60 Tage im Bett. Auf dem Programm stehen tägliche medizinische Untersuchungen und Experimente. Hier werden Veränderungen des Stoffwechsels über die Atemluft gemessen. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Teilnehmenden trainieren zum Beispiel Eigenwahrnehmung, Kraft und Ausdauer</strong><br>Während der Kampagne wird die Wirksamkeit verschiedener Gegenmaßnahmen getestet. Die Teilnehmenden bilden vier Gruppen. Eine Gruppe absolviert ein sogenanntes propriozeptives Training in einem „Gravity Bed“, um das Gefühl für Lage, Körperhaltung und Bewegungen aufrechtzuerhalten. Das „Gravity Bed“ ist ein speziell angefertigter Simulator, in dem die Teilnehmenden auf einer Art Luftkissen im Liegen „schweben“. Die Füße werden über Gurte auf ein Kippbrett gepresst, so dass die Teilnehmenden den Eindruck haben zu stehen. Sie müssen sich in dieser Position auch bewegen und schulen so unter anderem ihren Gleichgewichtssinn. Die zweite Gruppe macht zusätzlich ein Kraft- und Ausdauertraining. Die dritte Gruppe erhält eine Muskelstimulation durch elektrische Impulse (EMS). Die vierte Gruppe liegt im Bett und beteiligt sich nicht an einer Gegenmaßnahme. „Diese Kontrollgruppe ist wissenschaftlich sehr wichtig, denn sie zeigt uns, was passiert, wenn man jede Art von Training weglässt. Die Ergebnisse der anderen Gruppen werden am Ende mit dieser Gruppe verglichen“, sagt Edwin Mulder.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JahrzehntelangeErfahrungmitBettruhestudienDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Jahrzehntelange Erfahrung mit Bettruhestudien. Dr. Edwin Mulder (rechts) leitet die Bettruhestudien im DLR. Bei den aktuellen Studien, wie auch bei der SMC-Studie (Sensorimotor Countermeasures Study), stehen mögliche Langzeitmissionen zum Mond oder Mars im Mittelpunkt der Forschung. (Bild: DLR)" data-rl_caption="" title="Jahrzehntelange Erfahrung mit Bettruhestudien. Dr. Edwin Mulder (rechts) leitet die Bettruhestudien im DLR. Bei den aktuellen Studien, wie auch bei der SMC-Studie (Sensorimotor Countermeasures Study), stehen mögliche Langzeitmissionen zum Mond oder Mars im Mittelpunkt der Forschung. (Bild: DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JahrzehntelangeErfahrungmitBettruhestudienDLR26.jpg" alt="Jahrzehntelange Erfahrung mit Bettruhestudien Dr. Edwin Mulder (rechts) leitet die Bettruhestudien im DLR. Bei den aktuellen Studien, wie auch bei der SMC-Studie (Sensorimotor Countermeasures Study), stehen mögliche Langzeitmissionen zum Mond oder Mars im Mittelpunkt der Forschung. (Bild: DLR)" class="wp-image-138114"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Jahrzehntelange Erfahrung mit Bettruhestudien. Dr. Edwin Mulder (rechts) leitet die Bettruhestudien im DLR. Bei den aktuellen Studien, wie auch bei der SMC-Studie (Sensorimotor Countermeasures Study), stehen mögliche Langzeitmissionen zum Mond oder Mars im Mittelpunkt der Forschung. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zuordnung erfolgt zufällig. Für alle gilt, dass tägliche medizinische Untersuchungen und Experimente auf dem Programm stehen und dass wirklich jede Tätigkeit im Liegen erledigt wird: Körperhygiene, Toilettengang, mögliche Freizeitaktivitäten, Essen. Die Probandinnen und Probanden bekommen frisch zubereitete, ausgewogene Mahlzeiten, die für ihren individuellen Bedarf auf Gramm und Milliliter berechnet sind. Die Teilnehmenden dürfen das :envihab während der 88 Tage nicht verlassen. Sie können sich aber im Bett von ihren Einzelzimmern in einen Gemeinschaftsraum schieben lassen für gemeinsame Aktivitäten wie Brettspiele oder Fernsehen. Die 88 Tage beinhalten eine zweiwöchige Rehabilitation nach der Bettphase. Mit Unterstützung von Physiotherapeuten und Trainern bilden sich alle körperlichen Auswirkungen der Bettruhe wieder zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das DLR führt schon seit den 1980er Jahren Bettruhestudien durch. Wir wissen, dass das Mitmachen keine Kleinigkeit ist, sondern eine echte Herausforderung“, sagt Edwin Mulder. „Unsere Teilnehmenden, die wir terrestrische Astronautinnen und Astronauten nennen, wachsen in den drei Monaten zu einer Gemeinschaft zusammen. Und die meisten empfinden es als etwas Besonderes, an einer Studie teilzunehmen, die wichtig für den Erfolg von zukünftigen Raumfahrtmissionen ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3365.msg560746#msg560746" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DLR</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESA-Bettruhestudie geht in die nächste Runde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-bettruhestudie-geht-in-die-naechste-runde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2020 18:48:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bettruhestudie]]></category>
		<category><![CDATA[envihab]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie reagiert der menschliche Körper auf das Leben im Weltraum? Dieser Frage gehen wir mit der Erweiterung unserer Bettruhestudie nach – ohne aus dem Bett zu steigen! Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. In der Schwerelosigkeit nimmt die Muskel- und Knochendichte ab, die Augen verändern sich und Flüssigkeiten verlagern sich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie reagiert der menschliche Körper auf das Leben im Weltraum? Dieser Frage gehen wir mit der Erweiterung unserer Bettruhestudie nach – ohne aus dem Bett zu steigen! Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/ScienceWoGravBedrestESA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/ScienceWoGravBedrestESA26.jpg" alt="Bettruhestudien zur Simulation von verschiedenen Gesichtspunkten der Raumfahrt. (Grafik: ESA)"/></a><figcaption>Bettruhestudien zur Simulation von verschiedenen Gesichtspunkten der Raumfahrt. (Grafik: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schwerelosigkeit nimmt die Muskel- und Knochendichte ab, die Augen verändern sich und Flüssigkeiten verlagern sich zum Gehirn – denn unsere Körper sind an das Leben auf der Erde angepasst und nicht für die Raumfahrt konzipiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Suche nach Möglichkeiten zur Erhaltung der Gesundheit im Weltraum ist ein  großer Teil der astronautischen Raumfahrtforschung. Dabei gilt: Je mehr  Testpersonen, desto besser. Allerdings ist die Beförderung von Menschen ins Weltall kostspielig und aufwendig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bettruhestudien ermöglichen die Simulation von verschiedenen Gesichtspunkten der Raumfahrt, indem Freiwillige für eine längere Zeit im Bett verweilen. Dabei liegen sie in einer Kopf-Tieflage von 6 Grad. Eine Schulter muss dabei das Bett  ständig berühren &#8211; auch bei Mahlzeiten, Duschen und Toilettenpausen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Zusammenarbeit mit&nbsp;<a href="https://www.medes.fr/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Medes in Toulouse</a> und der medizinischen Forschungseinrichtung <a href="https://www.dlr.de/de/me/forschung-und-transfer/forschungsinfrastruktur/envihab-koeln" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">:envihab</a> des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums DLR wurden bereits zahlreiche Bettruhestudien durchgeführt. Im slowenischen Planica geht es nun im <a href="https://www.ijs.si/ijsw/V001/JSI" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Jožef-Stefan-Institut</a> weiter, wenn eine neue Runde von 60-Tage-Studien in Toulouse und in Planica durchführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Standort von Planica ist sehr gut geeignet, da es sich im Hochgebirge  befindet und somit ein geringerer Luftdruck herrscht. Dies entspricht weitgehend der Situation zukünftiger Lebensräume auf dem Mond, was zu einer besseren Simulation beiträgt. Das Zentrum erleichtert den Forschern, die Umweltbedingungen, wie z.B. den Sauerstoffgehalt im  Untersuchungsraum, zu optimieren. Raumfahrzeuge und Weltraumhabitate enthalten weniger Sauerstoff – deshalb sind Studien mit freiwilligen Probanden unter sauerstoffarmen Bedingungen (Hypoxie) von großer Bedeutung für die Konzeption von künftigen Weltraummissionen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/CentrifugeAtMedesCNESRBarranco2010.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/CentrifugeAtMedesCNESRBarranco201026.jpg" alt="Humanzentrifuge bei Medes in Toulouse. (Bild: CNES–Rachel Barranco, 2010)"/></a><figcaption>Humanzentrifuge bei Medes in Toulouse. (Bild: CNES–Rachel Barranco, 2010)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An den Standorten in Frankreich, Deutschland und Slowenien befindet sich jeweils eine Zentrifuge. Die Freiwilligen werden mit diesen Zentrifugen einer künstlichen Schwerkraft ausgesetzt. Die künstliche Schwerkraft kann uns dabei helfen, einige der Veränderungen im menschlichen Körper während der Weltraumforschung zu kompensieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wollen Maßnahmen erproben, die die unerwünschten Auswirkungen des  Lebens in Schwerelosigkeit reduzieren“, erklärt Angelique Van Ombergen,  Human-Research-Wissenschaftskoordinatorin bei der ESA. „Wir führen bei der ESA schon lange Bettruhestudien durch. Diese Studie wird uns dabei helfen, unser gesamtes Wissen in die Feinabstimmung und Ausarbeitung einzubringen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">An den Zentrifugen werden spezielle Übungsgeräte angebracht. Die Auswirkungen des alleinigen Zentrifugalspinnens sollen mit den Drehauswirkungen und der Übungen sowie mit den Kontrollgruppen verglichen werden, um sich auf die Erforschung des Mondes und darüber hinaus vorzubereiten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/WaterBedsAtMedesCNESMEDESEGrimault20152k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/WaterBedsAtMedesCNESMEDESEGrimault201526.jpg" alt="Medes-Trockentauchbäder. (Bild: CNES/MEDES–Emmanuel Grimault, 2015)"/></a><figcaption>Medes-Trockentauchbäder. (Bild: CNES/MEDES–Emmanuel Grimault, 2015)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Interessierte Wissenschaftler können nun <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Research/Research_Announcements" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Vorschläge für Experimente einreichen</a>,  die sie mit den mutigen Freiwilligen in der Bettruhestudie, die in den nächsten zwei Jahren beginnen soll, durchführen möchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Trockenes Eintauchen im Wasserbett</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstmals für die ESA wird eine weitere Studie mit Medes mit Trockentauchbädern durchgeführt. 20 weibliche Probanden werden, ähnlich wie in einer Badewanne, für jeweils fünf Tage in einem Container in der Schwebe gehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Trockentauchstudien wird weniger Druck auf den Körper ausgeübt, da sich die Probanden gleichmäßig in der Wanne abstützen und darin schweben &#8211; damit werden die Bedingungen auf der Internationalen Raumstation simuliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir werden zunächst ein erstes Trockentauchprotokoll mit einer ausschliesslich weiblichen Gruppe durchführen, da es kaum Daten zu weiblichen Probanden gibt“, sagt Jennifer Ngo-Anh, Wissenschaftskoordinatorin bei der ESA für  astronautische Raumfahrt. „Zwar werden keine spezifischen Experimente in  dieser ersten Runde durchgeführt, aber wir möchten Daten sammeln, um  das Trockentauchmodell und die Reaktion der Frauen besser zu verstehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftler können sich&nbsp;<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Research/Research_Announcements" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a> für einen Zugriff auf die Daten bewerben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/WaterBedBreakfastCNESRBenoit20192k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/WaterBedBreakfastCNESRBenoit201926.jpg" alt="Frühstück im Wasserbett. (Bild: CNES–Rémi Benoit, 2019)"/></a><figcaption>Frühstück im Wasserbett. (Bild: CNES–Rémi Benoit, 2019)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir erhalten viele Anfragen von Freiwilligen für eine Teilnahme an dieser Studie. Allerdings bereitet die Teilnahme nicht nur Freude. Im Bett zu liegen klingt zwar lustig, aber die Freude lässt sehr schnell nach &#8211; vor allem, wenn Blut abgenommen wird und es um Muskelbiopsien geht. Wir schätzen den Enthusiasmus der Freiwilligen, einen Teil ihres Lebens in den Dienst der Wissenschaft zu stellen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den Ergebnissen solcher Studien profitieren nicht nur Astronauten, sondern auch Menschen auf der Erde, die z.B. für eine längere Zeit bettlägerig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Teilnahme an einer der Bettruhestudien:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst werden uns die Wissenschaftler darüber informieren, welche Experimente sie durchführen möchten. Im nächsten Schritt entscheiden wir, welchen Kriterien die Probanden entsprechen sollen. Im letzten Schritt wählen  die Organisatoren der Studie die Versuchsgruppe aus und veröffentlichen eigene Aufrufe für eine Teilnahme an der Bettruhe- und Trockentauchstudie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Sie daran interessiert sind, einen Beitrag zur Erforschung der astronautischen Raumfahrt zu leisten, können Sie sich auf den entsprechenden Webseiten darüber informieren:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.medes.fr/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Medes</a></li><li><a href="https://www.dlr.de/de/me/forschung-und-transfer/forschungsinfrastruktur/envihab-koeln" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR :envihab</a></li><li><a href="https://www.ijs.si/ijsw/IJS" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Jožef Stefan Institut</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Bitte beachten Sie, dass es für die kommende Runde noch keine aktuellen Ausschreibungen gibt.&nbsp;</p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg472066#msg472066" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>DLR sucht Probanden für Bettruhe-Studie</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-sucht-probanden-fuer-bettruhe-studie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2007 09:23:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bettruhestudie]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsproblem]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31104</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Aufenthalt in der Schwerelosigkeit ist für Astronauten mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbunden. Zum einen kommt es durch das Nichtvorhandensein der Schwerkraft und der daraus resultierenden fehlenden mechanischen Belastung zu einem Abbau von Knochen- und Muskelmasse und zum anderen wird das Immunsystem durch verschiedene Stressreize in seiner Funktion geschwächt. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: DLR. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Aufenthalt in der Schwerelosigkeit ist für Astronauten mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbunden. Zum einen kommt es durch das Nichtvorhandensein der Schwerkraft und der daraus resultierenden fehlenden mechanischen Belastung zu einem Abbau von Knochen- und Muskelmasse und zum anderen wird das Immunsystem durch verschiedene Stressreize in seiner Funktion geschwächt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehrenmitglieder/" data-wpel-link="internal">Karl Urban.</a> Quelle: DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliche Veränderungen wurden auch im Simulationsmodell für Schwerelosigkeit, der Bettruhe in 6 Grad-Kopftieflage, beobachtet. Unter Zuhilfenahme dieses Modells versucht man Maßnahmen zu entwickeln, die diesen gesundheitlichen Folgen der Schwerelosigkeit entgegenwirken können. In Bezug auf den Knochen zeigt das alkalische Mineralsalz Kaliumbikarbonat, als Ergänzung zur heute üblichen Ernährungsweise, in mehreren Untersuchungen einen positiven Einfluss auf den Knochen. Der Schwächung des Immunsystems könnte mit einer Gabe von Osteopontin, einer Substanz, die in der Muttermilch vorkommt, und immunstimulierend sowie entzündungshemmend wirkt, entgegengewirkt werden.  <br> In einer geplanten Studie soll daher untersucht werden, inwiefern dem Knochenabbau und den verringerten Immunfunktionen in Bettruhe durch die Gabe von Kaliumbikarbonat und Osteopontin entgegengewirkt werden kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Zweck sollen in drei zusammenhängenden Versuchsreihen von je 33 Tagen stationär acht Probanden untersucht werden. Die Studienphasen innerhalb einer Versuchsreihe unterteilen sich in 6 Tage Eingewöhnung, 21 Tage Bettruhe und 6 Tage Erholung im Stoffwechsellabor des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Köln. Die 21 Tage Bettruhe werden in den einzelnen Versuchsreihen mit einer Kaliumbikarbonatgabe und einer Kombinationsgabe von Osteopontin + Kaliumbikarbonat ergänzt. Eine dritte Versuchsreihe mit alleiniger Bettruhe dient als Kontrollphase. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Proband dieser Studie müssen sie alle 3 Versuchsreihen absolvieren. Folgende <strong>Details und Voraussetzungen</strong> zur Teilnahme sind zu beachten:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>gesunde Männer zwischen 19 und 35 Jahren, Nichtraucher, keine Leistungssportler</li><li>Körpergewicht: 65 &#8211; 85 kg</li><li>Körpergröße: 180 ± 10 cm</li><li>Positiv absolvierte medizinische und psychologische Einschlussuntersuchung</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ort</strong>: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Linder Höhe, 51147 Köln, stationär<br><strong>Zeitraum</strong>: 3x 33 Tage im Zeitraum von Februar 2008 bis Oktober 2009 (jeweils in den Semesterferien)<br><br><strong>Aufwandsentschädigung</strong>: 10.000 Euro<br><br>Interessierte können sich beim DLR Köln unter 02203/ 601- 2670 (Frau G. Böhme) oder 02203 / 601 – 3110 (Frau E. Huth) melden.</p>
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		<title>Ins Bett für die Weltraummedizin</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ins-bett-fuer-die-weltraummedizin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2003 15:48:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bettruhestudie]]></category>
		<category><![CDATA[CNES]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[NASDA]]></category>
		<category><![CDATA[Organismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bettruhe ist in. Zumindest unter Weltraummedizinern. In Berlin laufen derzeit die letzten Vorbereitungen für die BedRest-Studie, die Mitte Februar beginnt. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA. Und in Toulouse wurden jetzt erste Ergebnisse der längsten und komplexesten europäischen Bettruhestudie vorgelegt, die 2001 und 2002 stattfand. Die Studie wurde von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bettruhe ist in. Zumindest unter Weltraummedizinern. In Berlin laufen derzeit die letzten Vorbereitungen für die BedRest-Studie, die Mitte Februar beginnt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022003164819_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Per Computertomographie wurde regelmäßig die Knochendichte der Versuchspersonen bestimmt. Dabei kam ein neues Verfahren zum Einsatz, die so genannte periphere quantitative Computertomographie (pQST). Mit diesem Verfahren lassen sich Dichte und geometrische Eigenschaften der Knochen mit hoher räumlicher Auflösung darstellen.
<br>
(Bild: ESA / Elmann-Larsen)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Und in Toulouse wurden jetzt erste Ergebnisse der längsten und komplexesten europäischen Bettruhestudie vorgelegt, die 2001 und 2002 stattfand. Die Studie wurde von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA in Zusammenarbeit mit den Agenturen Frankreichs (CNES) und Japans (NASDA) im französischen Institut für Weltraummedizin (MEDES) in Toulouse durchgeführt.     
<br>
Wie wirkt sich – in Abhängigkeit von der Aufenthaltsdauer im Kosmos – Schwerelosigkeit auf den menschlichen Organismus aus? Das ist die entscheidende Frage. Sie zu beantworten ist unter terrestrischen Gravitationsbedingungen nicht ganz leicht. Mit einer Ausnahme: Das Bettruhemodell ist bestens geeignet, um jene schleichenden Veränderungen zu beobachten, wie sich Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper auswirken kann. Mit anderen Worten: Bettruhestudien stellen ideale Möglichkeiten dar, um kosmische Langzeitaufenthalte in der Schwerelosigkeit unter terrestrischen Schwerebedingungen zu simulieren.   Der wochenlange Aufenthalt im Bett hat in vielerlei Hinsicht nahezu dieselben physiologischen Folgen wie ein langer Weltraumflug. Ganz besonders gilt dies für die Veränderungen in der Muskulatur und in den Knochen. Hier zeigt sich bei Astronauten auf Langzeitmissionen und bei bettlägerigen Patienten dasselbe Phänomen: Durch mangelnde Beanspruchung der Muskulatur kommt es zu Muskelschwund. Und die biomechanische Unterforderung des Skeletts führt dann zu Knochenschwund. Das Hauptziel der Langzeit-Bettruhestudie in der Raumfahrtklinik in Toulouse bestand daher zum einen darin, die typischen Veränderungen in Muskeln und Knochen zu ermitteln, die bei langen Raumflügen auftreten. Zum anderen sollten Methoden getestet werden, mit denen man diesen Veränderungen begegnen kann.        
<br>
<strong>Ein Vierteljahr in der Horizontalen</strong>
<br>
725 Männer zwischen 25 und 45 hatten sich beworben, um in Toulouse für die Zukunft der Raumfahrt das Bett zu hüten. Nach intensiven psychologischen und medizinischen Check-ups wurden schließlich 25 Testpersonen ausgewählt. Die Studie, an der mehr als 60 europäische und japanische Wissenschaftler beteiligt waren, bestand aus zwei viermonatigen Versuchskampagnen. Die erste Kampagne mit 14 Probanden lief von August bis Dezember 2001, die zweite mit 11 Probanden von März bis Juli 2002.     
<br>
Den Testpersonen wurde strikte Bettruhe verordnet: 90 Tage lang mussten sie – weitgehend isoliert von der Außenwelt – permanent das Bett hüten. Dabei lagen die Füße etwas höher als der Kopf. Mit dieser Kopftieflage von -6° können bestimmte Effekte der Schwerelosigkeit noch besser simuliert werden, beispielsweise die Flüssigkeitsverteilung im Körper.       
<br>
<strong>Trotz Bettruhe volles Programm</strong>
<br>
Die Studienteilnehmer wurden in drei Gruppen unterteilt. Eine Gruppe trainierte – selbstverständlich liegend – mit einem neuen Fitnessgerät, dem so genannten Flywheel, das im Auftrag der ESA entwickelt wurde. Eine weitere Gruppe erhielt Medikamente (Biphosphonate), die den Abbau von Knochensubstanz aufhalten. Und eine Kontrollgruppe schließlich hütete einfach nur das Bett. So konnten die Wissenschaftler Vergleiche zwischen den Gruppen anstellen und die Wirksamkeit der Maßnahmen beurteilen.    
<br>
Daneben erwartete die Versuchspersonen ein anspruchsvoller Untersuchungsmarathon: Neben Belastungstests, Knochendichtemessungen mittels moderner Computertomographie und Magnetresonanzaufnahmen standen Muskelbiopsien und umfangreiche biochemische Analysen auf dem Programm.         </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022003164819_small_2.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
(Bild: ESA / Elmann-Larsen)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erste Ergebnisse</strong>Wie die ersten Ergebnisse der Langzeit-Bettruhestudie belegen, haben die Testpersonen insgesamt an Muskel- und Knochenmasse verloren. Bei der medikamentös behandelten Gruppe war ein geringerer Knochenschwund zu beobachten. Mit dem Flywheel-Fitnessgerät wurden beim Muskeltraining bemerkenswerte Erfolge erzielt: Diejenigen, die nur zwei bis drei Mal wöchentlich wenige Minuten trainiert hatten, verfügten nach dreimonatiger Bettruhe noch über 90 Prozent ihrer Sprungkraft. Die Probanden der anderen beiden Gruppen hingegen hatten mehr als 70 Prozent ihrer Sprungkraft verloren. Einen Knochenabbau konnte aber auch das Flywheel-Training nicht unterbinden.    
<br>
Ein Resultat hat die Wissenschaftler überrascht: Bei einigen Versuchspersonen war unabhängig von der Behandlungsmethode kein Knochenschwund zu beobachten. Offenbar ist Bettruhe nicht zwangsläufig mit Knochenabbau verbunden, ein Ergebnis, das auch mit Blick auf die Behandlung bettlägeriger Patienten auf der Erde interessant ist.         
<br>
<strong>Fortsetzung folgt</strong>
<br>
Die anstehende Berliner BedRest-Studie soll nun unter anderem klären helfen, weshalb manche Menschen Knochenmasse verlieren und andere nicht. Außerdem soll ein neues Trainingsgerät auf seine Tauglichkeit für den Einsatz im Weltraum überprüft werden, das möglicherweise auch dem Knochenschwund besser entgegenwirkt. Die Studie wird im Auftrag der ESA vom Zentrum für Muskel- und Knochenforschung (ZMK) am Universitätsklinikum Benjamin Franklin in Berlin durchgeführt. Bereits am 14. Februar sollen dort die ersten „terrestrischen Astronauten“ ihren achtwöchigen Dienst in den Betten der Versuchsstation antreten. </p>
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		<title>Gesucht: männliche Marspioniere</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gesucht-maennliche-marspioniere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2003 13:11:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bettruhestudie]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Knochenschwund]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Testpersonen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=28247</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Berlin werden zurzeut &#8222;terrestrische Astronauten&#8220; rekrutuert, um den ersten bemannten Flug zum Mars vorzubereiten. Ein Beitrag von meiklampmann. Quelle: ESA. Für eine Studie zu den Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den Muskel- und Knochenapparat sucht das Zentrum für Muskel- und Knochenforschung (ZMK) in Kooperation mit der Europäischen Weltraumagentur ESA zwanzig körperlich stabile und willenstarke Männer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In Berlin werden zurzeut &#8222;terrestrische Astronauten&#8220; rekrutuert, um den ersten bemannten Flug zum Mars vorzubereiten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von meiklampmann. Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine Studie zu den Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den Muskel- und Knochenapparat sucht das Zentrum für Muskel- und Knochenforschung (ZMK) in Kooperation mit der Europäischen Weltraumagentur ESA zwanzig körperlich stabile und willenstarke Männer zwischen 20 und 45 Jahren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Bewerbern, die das Rennen schließlich machen, stehen acht Wochen strenges Dauerliegen auf der Isolierstation bevor: Durch strikte Bettruhe sollen in der &#8222;Berliner Bed Rest Studie&#8220; die Bedingungen der Schwerelosigkeit simuliert werden. Die Studie wird am Benjamin Franklin Klinikum der Freien Universität Berlin durchgeführt und läuft Mitte Februar an.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Topfit zum Mars</strong>
<br>
Im Rahmen ihres Erkundungsprogramms Aurora arbeitet die ESA an der Entwicklung von Technologien, die bis 2030 einen Menschheitstraum erfüllen sollen: den bemannten Flug zum Mars. Doch bevor der erste Mensch seinen Fußabdruck im Staub des Roten Planeten hinterlassen kann, sind neben technischen auch eine Fülle physiologisch- und medizinischer Probleme zu bewältigen. Der Trip zum Mars bedeutet für die Astronauten einen möglicherweise jahrelangen Aufenthalt in Schwerelosigkeit. Die Folgen dieser enormen körperlichen Belastung können die gesamte Mission zum Scheitern bringen, wenn die Astronauten bei der Ankunft nicht mehr fit genug sind, um ihre Aufgaben auf dem Roten Planeten zu erfüllen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hauptproblem: Muskel- und Knochenschwund</strong>
<br>
Zu einem besonderen Problem kann der Muskel- und Knochenschwund werden, der sich bei Langzeitaufenthalten in der Schwerelosigkeit einstellt. Durch die zu geringe Belastung des Bewegungsapparates bildet sich die Muskulatur zurück, vor allem die Muskeln der Beine, des Beckenbereichs und des unteren Rückens. Zugleich kommt es durch die Muskelatrophie und mangelnde Beanspruchung zum Abbau von Knochenmasse. Die Berliner Bettruhestudie des ZMK soll daher helfen, genauer zu verstehen, wie Muskelabbau und Knochenschwund wechselseitig wirken. Außerdem wird ein neuartiges Trainingsgerät eingesetzt, das durch Vibration den Muskel- und Knochenaufbau stimuliert.  Am Universitätsklinikum Benjamin Franklin wird das Gerät bereits erfolgreich genutzt. Nun soll geprüft werden, ob diese Methode auch bei Langzeitmissionen im All verhindern kann, dass Muskulatur und Knochen schlapp machen. Schließlich sollen die ersten Menschen ihren Fuß auf den Mars setzen können, ohne Knochenbrüche zu riskieren  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eiserne Disziplin gefordert</strong>
<br>
Den Testpersonen, die schließlich für die Berliner Studie ausgewählt werden, steht ein Programm bevor, das eisernes Durchhaltevermögen erfordert. Sie müssen acht Wochen nonstop im Liegen verbringen und dabei jede größere Kraftentwicklung in den unteren Extremitäten vermeiden. Geduscht wird ebenfalls im Liegen und selbst der Abort wird in der Waagerechten aufgesucht. Die Probanden werden &#8211; von der Außenwelt isoliert &#8211; in Zweibettzimmern untergebracht und rund um die Uhr videoüberwacht. Private persönliche Kontakte müssen während des gesamten virtuellen Fluges unterbleiben.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wer aufsteht, fliegt raus</strong>Wer sich als Studienteilnehmer qualifizieren will, muss daher einige Hürden nehmen. &#8222;Die Probanden müssen sehr ähnliche körperliche und mentale Eigenschaften aufweisen wie Astronauten, die ins All fliegen&#8220;, so Professor Dieter Felsenberg, der die Bettruhestudie leitet. Neben einem guten Gesundheitszustand und psychischer Stabilität ist die Fähigkeit gefordert, Grenzsituationen durchzustehen. Das Auswahlverfahren ist streng. &#8222;Nur etwa einer von hundert Bewerbern kommt schließlich als Testperson in Frage&#8220;, erklärt Professor Felsenberg.  
<br>
Jedem virtuellen Astronauten werden ein Telefon, ein eigenes Fernsehrgerät und ein PC mit Internetanschluss zur Verfügung gestellt. Außerdem winkt eine Aufwandentschädigung von 5000 Euro pro Mann. Gezahlt wird allerdings nur, wenn der Proband die Studienbedingungen streng einhält. Wer schummelt, produziert falsche Ergebnisse, die dann auf andere Programme übertragen werden. Das kann schließlich für die Astronauten fatale Folgen haben. Die Einhaltung strikter Bettruhe ist daher oberstes Gebot.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Professor Felsenberg bringt es auf den Punkt:&#8220;Wer aufsteht, fliegt raus&#8220;.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Langzeitfolgen haben die Testpersonen nicht zu befürchten. Etwa eine Woche nach dem Aufstehen ist die Alltagstauglichkeit aus medizinisch-physiologischer Sicht weitgehend wieder hergestellt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ernsthafte Interessenten können sich beim zentralen Rekrutierungsbüro des Zentrums für Muskel und Knochenforschung (ZMK) bewerben:  Telefon: 030 &#8211; 8445-4261  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zur Studie und zu den Teilnahmebedingungen:  www.medizin.fu-berlin.de</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bettruhestudie abgeschlossen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-54/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2002 22:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bettruhestudie]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensimulation]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Organismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=7003</guid>

					<description><![CDATA[<p>Langzeitraumflüge haben beträchtliche Auswirkungen auf den Organismus der Astronauten, in erster Linie Veränderungen in Knochen und Muskeln. Ein Beitrag von meiklampmann, bearbeitet von Star-Light. Quelle: ESA. Um den Anforderungen langer Einsätze auf der Internationalen Raumstation gerecht zu werden und künftige interplanetare Missionen vorzubereiten, arbeiten die Raumfahrtagenturen gemeinsam an der Entwicklung präventivmedizinischer Methoden, so genannter &#8222;Gegenmaßnahmen&#8220;, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-54/" data-wpel-link="internal">Bettruhestudie abgeschlossen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Langzeitraumflüge haben beträchtliche Auswirkungen auf den Organismus der Astronauten, in erster Linie Veränderungen in Knochen und Muskeln.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von meiklampmann, bearbeitet von Star-Light. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/SchwerstarbeitimLiegenESA400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/SchwerstarbeitimLiegenESA260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Schwerstarbeit im Liegen: das Training am Flywheel. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Anforderungen langer Einsätze auf der Internationalen Raumstation gerecht zu werden und künftige interplanetare Missionen vorzubereiten, arbeiten die Raumfahrtagenturen gemeinsam an der Entwicklung präventivmedizinischer Methoden, so genannter &#8222;Gegenmaßnahmen&#8220;, mit denen die schädlichen Folgen von Raumflügen verringert werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Zweck haben die Europäsche Weltraumorganisation (ESA) und die Raumfahrtagenturen Frankreichs (CNES) und Japans (NASDA) eine Bodensimulation der Auswirkungen langer Aufenthalte in der Schwerelosigkeit unter Verwendung des Bettruhemodells durchgeführt, bei dem die Versuchspersonen strenge Bettruhe mit dem Kopf in -6 Grad Tieflage einhalten müssen. Die Studie wurde am französischen Institut für Raumfahrtmedizin und Physiologie in Toulouse durchgeführt und gliederte sich in zwei Abschnitte von je vier Monaten: der erste von August bis Dezember 2001 und der zweite von März bis Juli 2002. Um zu schlüssigen wissenschaftlichen Ergebnissen zu gelangen, sollte eine homogene Gruppe männlicher Versuchspersonen im Alter von 25 bis 45 Jahren gebildet werden. Aus den insgesamt 725 Bewerbern wurden unter Durchführung von 123 ärztlichen Untersuchungen letztlich 25 Versuchspersonen &#8211; 24 Franzosen und ein Belgier &#8211; im Alter von 26 bis 41 Jahren ausgewählt. Unter ihnen befinden sich Geschichts- und Erdkundelehrer, ein Bauarbeiter, ein Briefträger, ein Gärtner, ein Buchhalter und ein Handy-Verkäufer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Studie mussten sich die Versuchspersonen zahlreichen Untersuchungen wie Belastungstests, Messungen der Knochendichte und Magnetresonanzaufnahmen unterziehen. Ferner wurden Muskelbiopsien und biochemische Analysen von Urin- und Blutproben durchgeführt. Im Anschluss an die Studie werden die Versuchspersonen nach 45 Tagen, drei Monaten, sechs Monaten und einem Jahr gezielten ärztlichen Kontrolluntersuchungen unterzogen und müssen nach zwei Jahren einen abschließenden Fragebogen beantworten. Alle 25 Versuchspersonen der beiden Abschnitte haben die Studie erfolgreich beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten <a href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Austria/Ins_Bett_fuer_die_Weltraummedizin" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ergebnisse</a> und Schlussfolgerungen der Studie werden im Januar 2003 in Toulouse (Frankreich) auf einem wissenschaftlichen Seminar erörtert.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-54/" data-wpel-link="internal">Bettruhestudie abgeschlossen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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