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	<title>Breeze-M &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Breeze-M &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Comsat Yamal-601 im GEO in Dienst gestellt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/comsat-yamal-601-im-geo-in-dienst-gestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2019 14:11:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russische Kommunikationssatellit Yamal-601 brauchte länger als ursprünglich geplant, um den Geostationären Orbit zu erreichen. Nach seinem Transport in den Weltraum traten Probleme an Bord des Satelliten auf, die ein alternatives Vorgehen beim Transfer des Satelliten in den Geostationären Orbit erforderlich machten. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Gazprom Space Systems, ILS, TASS, Thales [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der russische Kommunikationssatellit Yamal-601 brauchte länger als ursprünglich geplant, um den Geostationären Orbit zu erreichen. Nach seinem Transport in den Weltraum traten Probleme an Bord des Satelliten auf, die ein alternatives Vorgehen beim Transfer des Satelliten in den Geostationären Orbit erforderlich machten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Gazprom Space Systems, ILS, TASS, Thales Alenia Space, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_1.jpg" alt="Roskosmos / Tsenki" width="260"/></a><figcaption>
Proton-M-Start am 30. Mai 2019 
<br>
(Bild: Roskosmos / Tsenki)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start der Proton-Rakete aus der Phase 3-Serie mit der Baunummer 93569 und Yamal-601 an Bord wurde unter der Ägide des internationalen Vermarkters von Proton-Raketen International Launch Service (ILS) abgewickelt. Als Startzeitpunkt für den ersten erfolgreichen Proton-Flug im Jahr 2019 und den 419. insgesamt nennt Chrunitschew 20:42 Uhr Moskauer Zeit am 30. Mai 2019, das ist 17:42 Uhr Weltzeit (UTC). Exakter Startzeitpunkt war 17:41:59,970 Uhr UTC. Der Flug begann von der Rampe 200/39 des in Kasachstan gelegenen russischen Startzentrums Baikonur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Yamal-601 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten und 42 Sekunden nach dem Abheben. Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-M-Rakete von Chrunitschew in Russland gebauten Oberstufe mit der Seriennummer 99564, erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen und dann das Erreichen des vorgesehenen Zielorbits sicherzustellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_2.jpg" alt="Thales Alenia Space" width="260"/></a><figcaption>
Yamal-601 mit testweise ausgekplapptem Antennenreflektor 
<br>
(Bild: Thales Alenia Space)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand rund 9 Stunden und 13 Minuten nach dem Abheben um 5:55 Uhr Moskauer Zeit am 31. Mai 2019 statt. Die Oberstufe führte zur Kollisionsvermeidung nach dem Aussetzen zwei weitere Brennphasen aus, um ihre Bahn wieder abzusenken. Sie befindet sich aktuell auf einer 18,1 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einer Erdferne von rund 34.499 km und einem niedrigsten Bahnpunkt von etwa 5.885 km. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Apogäum &#8211; der erdfernste Bahnpunkt &#8211; des vom Satelliten erreichten Geotransferorbits (GTO) lag nach Daten der US-amerikanischen Weltraumüberwachung  bei 35.726 km, das Perigäum, der der Erde nächstliegende Bahnpunkt bei 6.423 km über der Erde. Die Neigung dieser Bahn gegen den Erdäquator lag bei 17,8 Grad. Im Rahmen der Registrierung des Satelliten beim Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (United Nations Office for Outer Space Affairs, UNOOSA) wurden ein Apogäum von 35.683,5 km, ein Perigäum von 6.451,6 km und eine Bahnneigung von 17,4 Grad festgehalten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_3.jpg" alt="Thales Alenia Space / Alizée Palomba" width="260"/></a><figcaption>
Yamal-601 in Antennentestkammer 
<br>
(Bild: Thales Alenia Space / Alizée Palomba)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als abgetrennte Satellitenmasse nennen Chrunitschew und ILS eine von über 5 Tonnen. Thales Alenia Space, der Hersteller des auf dem Satellitenbus Spacebus  4000C4 basierenden, in Cannes in Frankreich fertiggestellten Raumfahrzeugs, nannte nach dem Start eine Satellitenmasse von 5,4 Tonnen (5.402,6 kg). Es sollte mit mehreren Brennphasen eines größeren an Bord befindlichen Raketentriebwerks, seines Apogäumsmotors vom Typ S400, seine Bahn um die Erde soweit anpassen, dass es eine Position im Geostationären Orbit (GEO) beziehen kann. Dabei traten unerwartete Probleme auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Nachrichtenagentur TASS meldete mit Datum vom 5. Juni 2019, dass der Apogäumsmotor von Yamal-601 nach einer Abweichung des Schubvektors im Verlauf seiner ersten geplanten Brennphase abgeschaltet wurde. Man untersuche nun, ob im weiteren Verlauf nur &#8222;Lageregelungstriebwerke&#8220; oder auch der Apogäumsmotor für Erreichen des GEO verwendet werden sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Brennphase hatte der Satellit seine geplante Ausrichtung verloren, was sehr wahrscheinlich durch den abweichenden Schubvektor verursacht worden war. Ein unerwünschter Schubvektor wiederum könnte beispielsweise durch eine durchgebrannte Düse oder Brennkammer des Apogäumsmotors ausgelöst worden sein. Offizielle Mitteilungen dazu liegen nicht vor. Wegen des Ausrichtungsfehlers versetzte sich der Satellit wie für solche Fälle vorgesehen in einen sogenannten Sicherheitsmodus mit einer definierten Ausrichtung zur Sonne, um die Energieversorgung des Satelliten auf jeden Fall sicherzustellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_4.jpg" alt="Gazprom Space Systems" width="260"/></a><figcaption> Yamal-601 mit teilentfalteten Solarzellenauslegern während der Bahnanhebungsmanöver &#8211; Illustration  </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Thales Alenia Space war ein erstes Manöver im Rahmen einer &#8222;in orbit raising backup strategy&#8220; erfolgreich, berichtete das Unternehmen mit Datum vom 6. Juni 2019. Nach dem rund zwei Stunden dauernden Manöver seien alle Parameter an Bord des Satelliten normal gewesen. Das nun vorgesehene Flugprofil sehe eine mehrfache Wiederholung derartiger Manöver vor. Man rechne damit, die endgültige Position im GEO bei 49 Grad Ost Ende Juni 2019 zu erreichen. Die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten von 15 Jahren werde durch das angepasste Flugprofil nicht beeinflusst, so Thales Alenia Space weiter. Welche Triebwerke im Rahmen des angepassten Flugprofils eingesetzt wurden, teilte Thales Alenia Space zunächst nicht mit. Der vorgesehene Betreiber von Yamal-601, das russische Unternehmen Gazprom Space Systems, berichtete am gleichen Tag, dass für das am 6. Juni 2019 um 12.27 Uhr Moskauer Zeit begonnene Manöver Triebwerke mit niedrigem Schub zum Einsatz kamen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_5.jpg" alt="Gazprom Space Systems" width="260"/></a><figcaption> Yamal-601 mit ausgefalteten Antennen und Solarzellenauslegern in Betriebsposition &#8211; Illustration  <br> (Bilder: Gazprom Space Systems) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Juni 2019 wurde Yamal-601 auf einer Bahn mit einem Apogäum von 35.790,9 km, einem Perigäum von 12.231 km und einer Neigung gegen den Erdäquator von rund 10,2 Grad beobachtet. Am 17. Juni 2019 befand sich der Satellit auf einem Orbit mit einem Apogäum von rund 35.704 km, einem Perigäum von etwa 27.878 km und einer Bahnneigung von annähernd 1,78 Grad. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gazprom Space Systems meldete schließlich mit Datum vom 26. Juni 2019, dass das angepasste Bahnanhebungsprogramm unter Nutzung kleinerer Triebwerke erfolgreich umgesetzt werden konnte. Am 24. Juni 2019 habe Yamal-601 eine Position bei 48,8 Grad Ost im GEO eingenommen. Dort seien die Solarzellenausleger (vollständig) entfaltet und die Antennen der Kommunikationsnutzlast ausgeklappt worden. Außerdem habe der Satellit eine Lage im Raum mit stabiler Ausrichtung in Richtung Erde eingenommen. Tests der Satellitensysteme bestätigten die Funktionsbereitschaft des Raumflugkörpers. Anschließend erfolgte die Übergabe der Kontrolle des Satelliten durch Thales Alenia Space an das Raumflugkontrollzentrum von Gazprom Space Systems in Schelkowo, wo Hersteller und Betreiber des Satelliten gemeinsame eine weitere Testphase einleiteten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst an einer Testposition im GEO stationiert standen für den Satelliten ausführliche Tests der maximal 7,3 Kilowatt leistenden Kommunikationsnutzlast an. Diese endeten am 19. Juli 2019 mit der vollständigen Übertragung der Überwachung und Steuerung des Satelliten von Thales Alenia Space an Gazprom Space Systems. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Regelbetrieb bestreitet der Satellit an einer Position von 49 Grad Ost im GEO. Der neue Satellit ist unter anderem als Ersatz und Nachfolger für Yamal-202, der seit dem 24. November 2003 um die Erde kreist, gedacht. Ein Umzug von zuvor via Yamal-202 ausgestrahlten Diensten auf den neuen Satelliten ist zwischenzeitlich erfolgt. Damit hat Gazprom Space Systems auch weiterhin die Möglichkeit zur Bereitstellung von Funkverbindungen zur Übertragung von Telefongesprächen und Daten im C-Band für Nutzer in Teilen Russlands einschließlich Kaliningrad, dem Ural und Westsibiriens, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, in Teilen Europas sowie des Nahen Ostens und Südostasiens. Im K<sub>a</sub>-Band kann der Satellit außerdem Nutzern auf russischem Territorium Kommunikationsdienste und Zugriff auf das Internet mit hoher Geschwindigkeit zur Verfügung stellen. Der maximale Datendurchsatz des Satelliten soll dabei rund 30 Gigabit pro Sekunde erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal-601 (Russisch: Ямал-601) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.307 und als COSPAR-Objekt 2019-031A Die Breeze-M-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.308 und als COSPAR-Objekt 2019-031B. Der Abwurftank der Breeze-M ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.309 und als COSPAR-Objekt 2019-031C.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Proton-M bringt Blagowest 13L ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-m-bringt-blagowest-13l-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2018 07:49:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein weiterer Kommunikationssatellit für das russische Verteidigungsministerium wurde am 21. Dezember 2018 mit einer Proton-M-Rakete von Chrunitschew vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus in den Weltraum gebracht. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Interfax-AVN, lenta.ru, racurs.ua, Reschetnjow, RIAN, Roskosmos, Russisches Verteidigungsministerium, Tass, Thales Alenia Space. Um 1:20 Uhr MEZ bzw. 0:20 Uhr UTC (3:20 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein weiterer Kommunikationssatellit für das russische Verteidigungsministerium wurde am 21. Dezember 2018 mit einer Proton-M-Rakete von Chrunitschew vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus in den Weltraum gebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Interfax-AVN, lenta.ru, racurs.ua, Reschetnjow, RIAN, Roskosmos, Russisches Verteidigungsministerium, Tass, Thales Alenia Space.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018084942_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018084942_small_1.jpg" alt="A. Alpatov / A. Pantyukhin / Yuzhny CC" width="260"/></a><figcaption> Proton-M-Start am 21. Dezember 2018  <br> (Bild: A. Alpatov / A. Pantyukhin / Yuzhny CC) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 1:20 Uhr MEZ bzw. 0:20 Uhr UTC (3:20 Uhr Moskauer Zeit) am 21. Dezember 2018 hob die inklusive Breeze-M-Oberstufe vierstufige Proton-M mit dem Erzeugniscode 8K82KM in der Version ФIII (Phase 3) von der Startplattform 81/24 in Baikonur ab. Als exakte Startzeit wird 3:20:00.020 Uhr Moskauer Zeit genannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kommando- und Messzentrum der russischen Weltraumstreitkräfte German Titow alias Golizyno 2 in Krasnoznamensk westlich von Moskau erfasste gegen 1:25 Uhr MEZ das Projektil und überwachte den Flug der insgesamt 418. gestarteten Proton-Rakete (bzw. den 2. im Jahre 2018).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach rund zehn Minuten Flug wurde die Orbitaleinheit bestehend aus Satellit und Oberstufe um 1:30 Uhr MEZ von der Proton-Rakete abgetrennt. Neun Stunden und zwei Minuten nach dem Abheben wurde der Satellit für das russische Verteidigungsministerium dann schließlich von der Oberstufe mit dem Erzeugniscode 14С43 im vorgesehenen Orbit ausgesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Oberstufe wurde anschließend mittels zweier zusätzlicher Brennphasen aus dem Zielorbit für ihre Nutzlast herausgebracht, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax-AVN mit Bezug auf das russische Verteidigungsministerium. In der Meldung vom 21. Dezember 2018 spricht die Agentur davon, die Oberstufe sei in einen Friedhofsorbit rund 36.000 Kilometer über der Erde transferiert worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellitenhersteller meldete am 21. Dezember 2018, der unmittelbar im Geostationären Orbit (GEO) ausgesetzte Satellit funktioniere wie vorgesehen, er habe sich an der Sonne orientiert ausgerichtet, Antennen- und Solarzellenausleger seien entfaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnächst soll das Raumfahrzeug eine fixe Position im Geostationären Orbit einnehmen, wohin es seine eigenen Triebwerke bringen können. Nach dem Start erhielt der Kommunikationssatellit in der Serie der russischen Kosmos-Satelliten die Nummer 2.533. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018084942_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018084942_small_2.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/></a><figcaption>
Blagowest-Kommunikationssatellit &#8211; Künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Satelliten handelt es sich um das dritte Exemplar aus einer neuen Serie von vier Kommunikationssatelliten für das russische Verteidigungsministerium. Für die neben Ka- auch Q-Band-Transponder tragenden Satelliten wurde die Bezeichnung Blagowest bzw. Blagovest vergeben sowie der russische Erzeugniscode 14F149.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gebaut wurde Blagowest 13L von Reschetnjow alias JSC Information Satellite Systems (JSC ISS) mit Sitz in Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk. Das dreiachsstabilisierte Raumfahrzeug basiert auf dem Satellitenbus Ekspress 2000 (russisch Экспресс 2000) von Reschetnjow. Seine Auslegungsbetriebsdauer beträgt 15,25 Jahre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufgabe von Blagowest 13L ist es, Daten mit hoher Geschwindigkeit an Nutzer des russischen Militärs auszuliefern, ihnen die Möglichkeit für Telefon- und Videokonferenzen zu geben und sie mit breitbandigem Zugriff auf das Internet zu versorgen. Blagowest (russisch БЛАГОВЕСТ) bedeutet „gute Nachrichten“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Satelliten der Blagowest-Serie besitzen eine Kommunikationsnutzlast mit wesentlichen Bestandteilen vom französisch-italienischen Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space (TAS). 2015 beschrieb Reschetnjow die Kommunikationsnutzlast als Gemeinschaftsentwicklung mit TAS („Provider APS JSC ISS jointly with TAS“). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neueren Berichten zufolge handelt es sich bei der Kommunikationsnutzlast um eine Eigenentwicklung von Reschetnjow. Allerdings hieß es noch 2017 in einer Präsentation von Reschetnjow, Kommunikationsausrüstung für vier Blagowest-Satelliten 11L bis 14L komme von TAS („Provider of RTR equipment TAS“). In einem Dokument von TAS aus dem Jahre 2014 werden bezüglich Blagowest unter anderem „Q-Band Input Filters“ genannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Blagowest 13L  (Благовест №13Л) alias Kosmos 2.533 ist katalogisiert als COSPAR-Objekt 2018-107A. Die Breeze-M-Oberstufe ist katalogisiert als COSPAR-Objekt 2018-107B. Der sogenannte Donut-Tank, ein abtrennbarer Zusatztank der Oberstufe, ist katalogisiert als COSPAR-Objekt 2018-107C. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 28. Dezember 2018:</strong>
<br>
Im Internet wurden zwischenzeitlich einige Meldungen russischer Quellen veröffentlicht, nach denen die Breeze-M-Oberstufe vor Aussetzen des Satelliten nicht so gearbeitet hat wie geplant. Beispielsweise schrieb die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti am 27. Dezember 2018 unter Bezug auf eine nicht näher identifizierte Quelle aus der Raumfahrtindustrie, der Orbit von Kosmos 2.533 müsse wegen eines kleineren Fehlers der Breeze-M-Oberstufe justiert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut RIA Novosti habe ihr Informant mitgeteilt, der Orbit von Kosmos 2.533 sei etwas niedriger ausgefallen als geplant. Wegen der Treibstoffreserven an Bord sei das aber nicht kritisch, und der Satellit könne den Fehler (mit seinen eigenen Triebwerken) ausgleichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16604.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"> Blagowest Nr. 13L auf Proton-M/Briz-M von Baikonur</a> </li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Proton-M bringt Blagowest 12L ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-m-bringt-blagowest-12l-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2018 16:05:34 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42381</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein weiterer Kommunikationssatellit für das russische Verteidigungsministerium wurde am 19. April 2018 mit einer Proton-M-Rakete von Chrunitschew vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus in den Weltraum gebracht. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Reschetnjow, Roskosmos, Thales Alenia Space. Um 0:12 Uhr MESZ bzw. 1:12 Uhr Moskauer Zeit (4:12 Uhr Ortszeit Kasachstan) am 19. April [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein weiterer Kommunikationssatellit für das russische Verteidigungsministerium wurde am 19. April 2018 mit einer Proton-M-Rakete von Chrunitschew vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus in den Weltraum gebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Reschetnjow, Roskosmos, Thales Alenia Space.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 0:12 Uhr MESZ bzw. 1:12 Uhr Moskauer Zeit (4:12 Uhr Ortszeit Kasachstan) am 19. April 2018 hob die inklusive Breeze-M-Oberstufe vierstufige Proton-M mit dem Erzeugniscode 8K82KM von der Startplattform 81/24 ab. Das Kommando- und Messzentrum der russischen Weltraumstreitkräfte German Titow alias Golizyno 2 in Krasnoznamensk westlich von Moskau erfasste wenig später das Projektil und überwachte den Flug der insgesamt 417. gestarteten Proton-Rakete. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042018180534_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042018180534_small_1.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/></a><figcaption>
LKW mit Blagowest 12L beim Verlassen des Herstellerwerks 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach rund zehn Minuten Flug wurde die Orbitaleinheit bestehend aus Satellit und Oberstufe um 0:22 Uhr MESZ von der Proton-Rakete abgetrennt. Neun Stunden und zwei Minuten nach dem Abheben wurde der Satellit für das russische Verteidigungsministerium dann schließlich von der Oberstufe mit dem Erzeugniscode 14С43 im vorgesehenen Orbit abgetrennt. Der Satellitenhersteller meldete am 19. April 2018, dass der unmittelbar im Geostationären Orbit (GEO) ausgesetzte Satellit funktioniere wie vorgesehen und sich an der Sonne orientiert ausgerichtet habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnächst soll das Raumfahrzeug eine fixe Position im Geostationären Orbit einnehmen, wohin es seine eigenen Triebwerke bringen können. Nach dem Start erhielt der Kommunikationssatellit in der Serie der russischen Kosmos-Satelliten die Nummer 2.526. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042018180534_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042018180534_small_2.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/></a><figcaption>
Der Vorgänger Blagowest 11L bei Reschetnjow 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Satelliten handelt es sich um das zweite Exemplar aus einer neuen Serie von vier Kommunikationssatelliten für das russische Verteidigungsministerium. Für die neben K<sub>a</sub>&#8211; auch Q-Band-Transponder tragenden Satelliten wurde die Bezeichnung Blagowest bzw. Blagovest vergeben sowie der russische Erzeugniscode 14F149.  <br>Gebaut wurde Blagowest 12L von Reschetnjow alias JSC Information Satellite Systems (JSC ISS) mit Sitz in Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk. Am 2. März 2018 hatte er nach Angaben seines Herstellers das Startzentrum in Kasachstan erreicht. Das neue dreiachsstabilisierte Raumfahrzeug basiert auf dem Satellitenbus Ekspress 2000 (russisch Экспресс 2000) von Reschetnjow. Seine Auslegungsbetriebsdauer beträgt 15,25 Jahre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufgabe von Blagowest 12L ist es, Daten mit hoher Geschwindigkeit an Nutzer des russischen Militärs auszuliefern, ihnen die Möglichkeit für Telefon- und Videokonferenzen zu geben und sie mit breitbandigem Zugriff auf das Internet zu versorgen. Blagowest (russisch БЛАГОВЕСТ) bedeutet „gute Nachrichten“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Satelliten der Blagowest-Serie besitzen eine Kommunikationsnutzlast mit wesentlichen Bestandteilen vom französisch-italienischen Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space (TAS). 2015 beschrieb Reschetnjow die Kommunikationsnutzlast als Gemeinschaftsentwicklung mit TAS („Provider APS JSC ISS jointly with TAS“). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neueren Berichten zufolge handelt es sich bei der Kommunikationsnutzlast um eine Eigenentwicklung von Reschetnjow. Allerdings hieß es noch 2017 in einer Präsentation von Reschetnjow, Kommunikationsausrüstung für vier Blagowest-Satelliten 11L bis 14L komme von TAS („Provider of RTR equipment TAS“). In einem Dokument von TAS aus dem Jahre 2014 werden bezüglich Blagowest unter anderem „Q-Band Input Filters“ genannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16158.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Blagowest Nr.12L auf Proton-M/Bris-M von Baikonur</a> </li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Proton-M bringt AsiaSat 9 ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-m-bringt-asiasat-9-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Oct 2017 10:20:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Asiasat]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Proton Medium]]></category>
		<category><![CDATA[SSL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. September 2017 startete eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe in Baikonur, um den Kommunikationssatelliten AsiaSat 9 in den Weltraum zu transportieren. Nach rund neuneinviertel Stunden Flug wurde der Satellit im All ausgesetzt. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AsiaSat, Chrunitschew, ILS, Roskosmos, SS/L. Der Anbieter der Trägerrakete International Launch Services (ILS) sprach von der dritten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 28. September 2017 startete eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe in Baikonur, um den Kommunikationssatelliten AsiaSat 9 in den Weltraum zu transportieren. Nach rund neuneinviertel  Stunden Flug wurde der Satellit im All ausgesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AsiaSat, Chrunitschew, ILS, Roskosmos, SS/L.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption> Proton-M mit AsiaSat 9 auf der Startrampe</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption> und unmittelbar nach dem Abheben  <br> (Bilder: Roskosmos) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anbieter der Trägerrakete International Launch Services (ILS) sprach von der dritten kommerziellen Mission einer ILS-Proton im Jahr 2017, und vom 96. Start einer von ILS vermarkteten Proton-Rakete insgesamt. Laut ILS sind jetzt mit dem Erstflug der Proton im Jahr 1965 zusammen 416 Proton-Raketen geflogen, für AsiaSat hat ILS mit AsiaSat 9 eigenen Angaben zufolge nun fünf Satelliten ins All befördert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Abheben der von Chrunitschew in Russland hergestellten, rund 58,2 Meter hohen Rakete erfolgte am 28. September 2017 um 18:52 Uhr und 16 Sekunden UTC (21:52 Uhr und 16 Sekunden Moskauer Zeit) von der Rampe Nr. 39 des in Kasachstan gelegenen Kosmodroms Baikonur. Die drei unsymmetrisches Dimetyhlhydrazin (UDMH) und Stickstofftetroxid (N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>) verbrennenden Stufen der Proton-M brachten die Orbitaleinheit bestehend aus Chrunitschews Breeze-M-Oberstufe und Nutzlast an der Raketenspitze nach neun Minuten und 42 Sekunden Flug auf eine suborbitale Bahn. Deshalb musste die erste Brennphase der Oberstufe zunächst den Einschuss in eine stabile Umlaufbahn besorgen. Vorgesehen war eine 168 x 179 km Parkbahn mit einer Neigung von 51,6 Grad gegen den Erdäquator. 
<br>
Zwei weitere Brennphasen besorgten anschließend einerseits eine weitere Anhebung der Flugbahn, und andererseits einen Abbau der Neigung der Bahn gegen den Erdäquator. In der erreichten vorläufigen Bahn wurde dann der Zusatztank der Oberstufe, APT für additional propellant tank oder wegen seiner Form auch Donut-Tank genannt, abgeworfen. Nach Daten der US-amerikanischen Weltraumüberwachung gelangte der Tank auf eine 49,7 Grad gegen den Erdäquator geneigte Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt 328 Kilometer und einem erdfernsten Bahnpunkt von 15.008 Kilometern über der Erde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
AsiaSat 9 (vorne) auf Breeze-M-Oberstufe (hinten) in Baikonur 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die vierte Brennphase der Breeze-Oberstufe bewirkte vor allem eine weitere Bahnanhebung. Die fünfte Brennphase war dann insbesondere einem deutlichen Abbau der Bahnneigung und dem Erreichen des Absetzorbits für die Nutzlast gewidmet. Rund neun Stunden und 13 Minuten nach dem Start wurde AsiaSat 9 dann am 29. September 2017 gegen 4:05 Uhr UTC (7:05 Uhr Moskauer Zeit) auf der vorgesehenen Übergangsbahn ausgesetzt, berichtete die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos. Die zu erreichende Bahn war 23,4 Grad gegen den Erdäquator geneigt, der der Erde nächstliegenden Bahnpunkt lag rund 4.065 Kilometer über der Erde, der erdfernste Bahnpunkt bei 35.786 Kilometern über der Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Oberstufe wurde anschließend durch Spezialisten des Bahnverfolgungs- und Satellitenkontrollzentrums der russischen Luft- und Weltraumverteidigungskräfte (Voyska Vozdushno-Kosmicheskoy Oborony, VKO &#8211; Russisch: Войска воздушно-космической обороны, ВКО) German Titow alias Golizyno 2 in Krasnoznamensk westlich von Moskau in einen Friedhofsorbit mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt in über 34.000 Kilometern und einem erdfernsten Bahnpunkt in über 35.000 Kilometern über der Erde gesteuert. Dazu waren zwei zusätzliche Brennphasen der Oberstufe erforderlich. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_4.jpg" alt="AsiaSat" width="260"/></a><figcaption> Montage der beiden Xenon-Tanks von AsiaSat 9</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_5.jpg" alt="AsiaSat" width="260"/></a><figcaption> auf zwei Seiten des Zentralrohrs <br> (Bilder: Asiasat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei AsiaSat 9 handelt es sich um ein von Space Systems/Loral (SS/L) aus Palo Alto im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien auf Basis des Satellitenbus´ 1300E für den Kommunikationssatellitenbetreiber AsiaSat aus Hong Kong entworfenes und gebautes Raumfahrzeug. Die Startmasse des Raumfahrzeugs mit einer Auslegungsbetriebsdauer von mindestens 15 Jahren betrug laut ILS 6.140 Kilogramm. Der künftige Betreiber AsiaSat nennt als abgetrennte Masse 6.141 Kilogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der dreiachsstabilisierte Satellit ist dazu gedacht, von einer Position bei 122 Grad Ost im Geostationären Orbit (GEO) rund 35.786 Kilometer über der Erde aus Empfänger im asiatisch-pazifischen Raum mit digitalen Fernsehausstrahlungen, Mobilfunk- und Videodiensten sowie Netzwerkverbindungen zu versorgen. Gedacht ist AsiaSat 9 außerdem als Nachfolger von AsiaSat 4. AsiaSat 4 – Auslegungsbetriebsdauer 15 Jahre &#8211; kreist seit dem 12. April 2003 um die Erde (NORAD 27.718, COSPAR 2003-014A). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechend ihrer Aufgaben ist die Kommunikationsnutzlast von AsiaSat 9 mit einem K<sub>a</sub>-Band-System sowie 32 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern mit einer Bandbreite von jeweils 54 Megahertz und 28 C-Band-Transpondern mit einer Bandbreite von jeweils 36 Megahertz ausgestattet. Bei Betriebsende sollen die beiden Solarzellenausleger, die zur Versorgung der Kommunikationsnutzlast und der übrigen elektrischen Systeme an Bord des Satelliten dienen, laut AsiaSat noch eine elektrische Leistung von 20.765 Watt bereitstellen können.
<br>
Der Hersteller von  AsiaSat 9 teilte mit Datum vom 29. September 2017 mit, dass die ersten Manöver des Satelliten nach seinem Aussetzen im All erfolgreich verlaufen sein sollen. Die Solarzellenausleger des Satelliten hätten sich zum vorgesehenen Zeitpunkt entfaltet. Eine erste Brennphase des Apogäumsmotors an Bord von AsiaSat 9 war laut SS/L für den 30. September 2017 geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Bahnanhebung und für die Ausbildung einer annähernden Kreisbahn des Satelliten auf der Höhe des GEO dient AsiaSat 9 ein sogenannter Apogäumsmotor am Heck. Der mit Monomethylhydrazin (MMH) und einer Mischung von Stickstoffoxiden (MON-3, Stickstofftetroxid mit 3% Stickstoffmonooxid) betriebene Motor besitzt einen Nominalschub im Bereich zwischen 400 und 500 Newton. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_6.jpg" alt="Asiasat" width="260"/></a><figcaption>
Lecktest an 22N-Triebwerk für AsiaSat 9 &#8211; im Hintergrund weitere Triebwerke mit Schutzabdeckungen 
<br>
(Bild: Asiasat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Lageregelung sowie das Halten oder Verändern der Position des Satelliten besitzt der Satellit außerdem eine Anzahl von 22 Newton starken, MMH und MON-3 verwendenden Zweistofftriebwerken (vermutlich von Moog) sowie vier elektrische Triebwerke des Typs SPT-100 (SPT steht für stationary plasma thruster) bzw. SPD-100 vom russischen Konstruktionsbüro Fackel bzw. Fakel aus Kaliningrad. Sie sind paarweise an beweglichen Auslegern montiert. Die elektrischen Triebwerke verwenden das Edelgas Xenon als auszustoßende Stützmasse. Sie haben einen Schub von jeweils nur 83 Millinewton (80 Millinewton bei 1,5 kW Leistungseingang), lassen sich jedoch sehr ausdauernd einsetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 10. Oktober 2017:</strong>
<br>
Asiasat berichtete mit Datum vom 9. Oktober 2017, dass AsiaSat 9 an diesem Tag an seiner künftigen Einsatzposition angekommen sei. Der Satellit stehe bei 122 Grad Ost im GEO, wo er laut Plan mindestens für 15 Jahre kommerziell betrieben werden solle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">AsiaSat 9 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.942 und als COSPAR-Objekt 2017-057A. Die Breeze-M-Oberstufe der Trägerrakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.943 und als COSPAR-Objekt 2017-057B. Der Abwurftank der Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.944 und als COSPAR-Objekt 2017-057C. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15744.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asiasat 9 auf Proton-M/Bris-M von Baikonur</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hispasats Amazonas 1 im Friedhofsorbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hispasats-amazonas-1-im-friedhofsorbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jun 2017 15:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[2004-031A]]></category>
		<category><![CDATA[Amazonas 1]]></category>
		<category><![CDATA[AMZ1]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Hisapsat 55W-1]]></category>
		<category><![CDATA[Hispasat]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton Medium]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=8674</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der spanische Kommunikationssatellitenbetreibers Hispasat teilte am 23. Juni 2017 mit, dass sein Kommunikationssatellit Amazonas 1 in einen Friedhofsorbit gesteuert und dort abgeschaltet worden ist. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Astrium, ESA, Hispasat, ILS, Raumfahrer.net. Die Manöver von Amazonas 1, die ihn in einen Friedhofsorbit bringen sollten, hatten am 19. Juni 2017 begonnen. Nach Angaben [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der spanische Kommunikationssatellitenbetreibers Hispasat teilte am 23. Juni 2017 mit, dass sein Kommunikationssatellit Amazonas 1 in einen Friedhofsorbit gesteuert und dort abgeschaltet worden ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Astrium, ESA, Hispasat, ILS, Raumfahrer.net.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-3a934b8a"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/amazonas1hispasat.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/amazonas1hispasat260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Amazonas 1 im All &#8211; Illustration<br>(Bild: Hispasat)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Manöver von Amazonas 1, die ihn in einen Friedhofsorbit bringen sollten, hatten am 19. Juni 2017 begonnen. Nach Angaben von Hispasat wird man mit der erreichten neuen Bahn, die in rund 300 Kilometern Höhen-Abstand zum Niveau des Geostationären Orbits (GEO) liegt, den Bestimmungen der Internationalen Telekommunikationsunion (ITU) und des Weltraumschrott-Koordinierungskomitees der Raumfahrtorganisationen hinsichtlich der abzuwickelnden Schritte beim Erreichen des Einsatzendes eines geostationären Kommunikationssatelliten gerecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. Juni 2017 erhielt der Amazonas 1 nach Maßnahmen zur Passivierung sein letztes Kommando zur endgültigen Abschaltung vom Hispasat-Kontrollzentrum Arganda del Rey in der Nähe der spanischen Hauptstadt Madrid. Im Rahmen der Passivierung werden üblicher Weise in Tanks und Leitungen verbliebener Treibstoff und Druckgase abgelassen, Akkumulatoren von ihrer Stromversorgung getrennt und entladen, sowie vorher nicht benutzte redundante pyrotechnische Komponenten – das können zum Beispiel Ventile sein &#8211; ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Amazonas 1 kreist seit dem 4. August 2004 nach Start auf einer vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarkteten Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe um die Erde. Kurz nach Erreichen der vorgesehenen Einsatzposition und Beginn einer IOT für in-orbit testing genannten Test- und Inbetriebnahmephase am 16. August 2004 wurde ein schleichender Druckverlust in einem seiner Oxidatortanks für sein chemisches Antriebssystem festgestellt. Wegen des vermutlich <a href="https://www.raumfahrer.net/ersatz-fuer-amazonas-1-bestellt/" data-wpel-link="internal">auf Grund eines fehlerhaften Ventils</a> verursachten Druckverlusts war eine Verkürzung der möglichen Nutzbarkeit des Satelliten als gegeben zu betrachten und sicher, dass das dreiachstabilisierte Raumfahrzeug seine Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren nicht erreichen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst nahm man an, das sich Amazonas 1 trotz des nicht geplanten Verlusts von Stickstofftretoxid sicher zehn Jahre einsetzen lassen würde. Später (2008) vermutete man, nicht mehr als fünf Betriebsjahre realisieren zu können. Schließlich konnte sich der Satellit aber doch über reichlich zwölf Jahre lang kommerziell nutzen lassen. Den Großteil seiner Einsatzzeit verbrachte Amazonas 1 im GEO an einer Position bei 61 Grad West. Ab 2014 stand der Satellit nach einer Vereinbarung mit Intelsat bei 55 Grad West im GEO. Dort wurde er zuletzt auch als Hispasat 55W-1 bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Hispasat war Amazonas 1 ein Meilenstein bei der Entwicklung des Geschäfts in Lateinamerika. Der Satellit wurde zur Verbindung und Versorgung von Empfängern in allen Teilen Amerikas, in Europa und in Nordafrika eingesetzt. Zur Erfüllung seiner Aufgaben war das von Airbus bzw. Astrium auf Basis des Satellitenbus Eurostar-3000S aufgebaute Raumfahrzeug mit 27 C- und 36 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgestattet worden (19 C- und 32 K<sub>u</sub>-Band-Transponder gleichzeitig betreibbar), sowie insbesondere mit einem erstmals im All benutzten <a href="https://www.esa.int/esapub/br/br226/br226.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">AmerHis</a> genannten Kommunikationssystem auf Basis des DVB-Prozessors <a href="https://www.google.at/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjVhb62h-DuAhVGpIsKHVEzAfYQFjABegQIAhAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.researchgate.net%2Fprofile%2FJosep-Sala-Alvarez%2Fpublication%2F259187412_The_ALCATEL_9343_DVB-OBP_Product_AN_On-Board_Processor_for_Digital_Television_and_Internet_Data%2Flinks%2F0c96052a444c6b0b30000000%2FThe-ALCATEL-9343-DVB-OBP-Product-AN-On-Board-Processor-for-Digital-Television-and-Internet-Data.pdf&amp;usg=AOvVaw19QB64o8JKW2oo-LmqJrMf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Alcatel 9343 DVB</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Zeitpunkt des Starts von Amazonas 1 war auch der Einsatz von Lithiumionen-Akkumulatoren zur Stromspeicherung innovativ. Der Satellit war nach dem ebenfalls von Astrium gebauten Eutelsat W3A der zweite Kommunikationssatellit weltweit, der Lithiumionen-Akkumulatoren im Weltraum nutzte. Amazonas 1 besitzt Akkumulatoren des Typs VES 140, die SAFT in seiner Fabrik im französischen Bordeaux produziert und in der Niederlassung Pontiers entworfen, zusammengesetzt und getestet hatte. Zur Ladung der Akkumulatoren und Versorgung der übrigen elektrischen Systeme der Kommunikationsnutzlast und des raumflugtechnischen Teils des Satelliten dienten zwei Solarzellenausleger mit einer elektrischen Leistung von nominal 9,5 Kilowatt bei Betriebsende, von denen die Kommunikationsnutzlast maximal 7,4 Kilowatt benötigte. Die Ausleger geben dem Satelliten eine Spannweite von rund 35 Metern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Startmasse von Amazonas 1 lag bei 4.545 Kilogramm, seine Leermasse bei 2.121 Kilogramm. Amazonas 1 (AMZ1) alias Hisapsat 55W-1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.393 und als COSPAR-Objekt 2004-031A.</p>
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		<title>Proton Medium mit anderem Aufbau</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-medium-mit-anderem-aufbau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Mar 2017 09:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Proton Medium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im September 2016 war auf einer Konferenz in Paris eine neue, leichtere Version der russischen Proton-Rakete, genannt Proton Medium, vorgestellt worden. Jetzt wurde bekannt, dass ihre Konstruktion zwischenzeitlich umgeplant wurde. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ILS, Spacenews. Die 2016 bekannt gewordenen Pläne sahen vor, dass bei der Proton Medium als zweite Stufe die in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im September 2016 war auf einer Konferenz in Paris eine neue, leichtere Version der russischen Proton-Rakete, genannt Proton Medium, vorgestellt worden. Jetzt wurde bekannt, dass ihre Konstruktion zwischenzeitlich umgeplant wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ILS, Spacenews.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ProtMed032017ils400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ProtMed032017ils260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Evolution Roton M zu Proton Medium<br>(Bild: International Launch Service (ILS))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die 2016 bekannt gewordenen Pläne sahen vor, dass bei der Proton Medium als zweite Stufe die in bisher üblichen Proton-Raketen als dritte Stufe verwendete in verlängerter Version zum Einsatz kommen sollte, <a href="https://www.raumfahrer.net/chrunitschew-baut-eutelsat-ordert-proton-medium/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>. Jetzt ist vorgesehen, die originale zweite Stufe auch bei der Proton Medium unverändert als zweite Stufe zu benutzen. Darüber hinaus wird bei der Proton Medium den neuen Plänen zufolge auch keine modifizierte, verlängerte erste Stufe zum Einsatz kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Änderungen sollen die erwartete Leistung der Trägerrakete (Satellit der 5-Tonnen-Klasse in einen Geotransferorbit mit einer Geschwindigkeitsdifferenz zum Geostationären Orbit von 1,5 km/s) nicht ändern, bezieht man sich auf vorliegende Infographiken. Der Autor nimmt an, dass die Änderungen maßgeblich zu einer Verkürzung der erforderlichen Entwicklungszeit beitragen sollen. Der International Launch Service (ILS), der voraussichtlich exklusive Vermarkter der Proton Medium, hatte am 7. März 2017 mitgeteilt, dass man mit einem Einsatz der Proton Medium ab 2018 rechne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Meldung vom 7. März 2017 informierte ILS außerdem darüber, dass an einer neuen, rund einen Meter höheren Nutzlastverkleidung mit einem Durchmesser von fünf Metern gearbeitet werde. Entsprechende Machbarkeitsstudien seien bereits abgeschlossen, jetzt stünden Detailplanung, Untersuchungen der Interaktion mit der Trägerrakete sowie statische und dynamische Tests von Strukturbauteilen an. Die vollständige Nutzlastverkleidung wird ebenso getestet werden, außerdem sind Trenn- und Abwurftests sowie Untersuchungen der Akustik innerhalb der Verkleidung vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Verkleidung soll auf der klassischen Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe als auch auf der noch zu realisierenden Proton Medium mit Breeze-M-Oberstufe zum Einsatz kommen. Zur Verfügung stehen soll die Verkleidung laut ILS ab dem ersten Quartal 2020. Entwicklung und Herstellung der Raketen geschehen durch die Firma Chrunitschew aus Russland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurückgestellt wurde die Proton-Variante Proton Light mit stark veränderter erster Stufe. Die Verfolgung dieses Projektes soll wieder aufgenommen werden, wenn die Markteinführungen der Proton Medium und der neuen Nutzlastverkleidung erfolgt sind, und ein Bedarf erkannt wird. Gegenüber dem Branchendienst Spacenews teile Jim Kramer von ILS mit, der Markt für Trägerraketen in der Klasse der Proton Light (die Satelliten der 3-Tonnen-Klasse in einen Geotransferorbit bringen können), sei kleiner als ursprünglich erwartet. Möglicherweise hat man jedoch einfach die aktuelle Leistungsfähigkeit der russischen Industriepartner nicht richtig beurteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10288.msg387826#msg387826" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">International Launch Services (ILS)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7477.msg387540#msg387540" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Proton Traegerrakete</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3428.msg387493#msg387493" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Russische Raumfahrt</a></li></ul>
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		<title>Zeitplan für elektrische Express 80 und 103</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zeitplan-fuer-elektrische-express-80-und-103/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Feb 2017 10:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Reschetnjow]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[RSCC]]></category>
		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 6. Februar 2017 trafen sich Industrie- und Behördenvertreter aus Russland in Moskau, um Fortgang und Fortschritte der Realisierung der beiden Kommunikationssatelliten Express 80 und Express 103 zu besprechen. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Raumfahrer.net, Reschetnjow, Roskosmos, RSCC, Thales Alenia Space. Geleitet wurde die Besprechung von Igor Tschursin, dem stellvertretenden Leiter der russischen föderalen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 6. Februar 2017 trafen sich Industrie- und Behördenvertreter aus Russland in Moskau, um Fortgang und Fortschritte der Realisierung der beiden Kommunikationssatelliten Express 80 und Express 103 zu besprechen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Raumfahrer.net, Reschetnjow, Roskosmos, RSCC, Thales Alenia Space.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geleitet wurde die Besprechung von Igor Tschursin, dem stellvertretenden Leiter der russischen föderalen Agentur für Telekommunikation (<a href="https://rostransnadzor.gov.ru/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rossvyaz</a>). Zur Seite standen ihm Prof. Dr. Nikolai Testojedow, Generaldirektor des Satellitenbauers <a href="https://web.archive.org/web/20220118074657/http://www.iss-reshetnev.com/media/news/news-070217" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Reschetnjow</a> in Schelesnogorsk bei Krasnojarsk in Sibirien, Juri Prochorow, Generaldirektor der russischen föderalen Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, <a href="https://web.archive.org/web/20230129095337/https://eng.rscc.ru/press/master-schedule-build-express-80-and-express-103-s/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">RSCC</a>), und Juri Wlasow, stellvertretender Leiter des staatlichen russischen Raumfahrtunternehmens <a href="https://web.archive.org/web/20220823043642/https://www.roscosmos.ru/23208/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Roskosmos</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zentrale Besprechungsthemen waren Bau, Test und Inbetriebnahme der neuen Satelliten. Im Ergebnis konnte man sich auf einen Zeitplan einigen, der gemeinsam verabschiedet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die RSCC hatte Reschetnjow im Frühjahr 2016 mit dem Bau von Express 80 und Express 103 beauftragt. Als Beginn konkreter Arbeiten an dem Projekt nennt RSCC Dezember 2016. Nach Angaben von Reschetnjow ist der Start von Express 80 und 103 derzeit für Ende des Jahres 2019 eingeplant (RSCC: Ende Q3 2019). Inbetriebnahme und Abnahmetests der beiden Satelliten im All sollen Anfang des Jahres 2020 erfolgen, die Aufnahme des Regelbetriebs laut RSCC Ende des ersten Quartals 2020.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hersteller teilte mit, beide Erdtrabanten entstünden auf Basis des Satellitenbus Express-1000HM. Bereits bekannt war, dass die beiden Satelliten mit Kommunikationsnutzlasten von <a href="https://www.thalesgroup.com/en/worldwide/press-release/thales-alenia-space-supply-payloads-rsccs-express-80-and-express-103" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Thales Alenia Space</a> zusammen auf einer Trägerrakete des Typs Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe gestartet werden sollen, <a href="https://www.raumfahrer.net/reschetnjow-baut-weitere-satelliten-fuer-rscc/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neu ist die Herstellerinformation, dass beide Kommunikationssatelliten mit elektrischen Triebwerken ausgerüstet werden sollen, die insbesondere auch für den Abbau von nach dem Start verbliebener Restinklination (Neigung der Umlaufbahn gegen den Erdäquator) und Anhebung der Umlaufbahnen auf das Niveau des Geostationären Orbits benutzt werden. Erforderlich wird das laut Reschetnjow, weil die Gesamtmasse beider Satelliten die Fähigkeit der Kombination aus Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe übersteigt, Nutzlasten unmittelbar auf eine Bahn auf dem Niveau des Geostationären Orbits zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3875.msg385642#msg385642" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">neue Verträge</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zeitplan-fuer-elektrische-express-80-und-103/" data-wpel-link="internal">Zeitplan für elektrische Express 80 und 103</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>Chrunitschew baut, Eutelsat ordert Proton Medium</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chrunitschew-baut-eutelsat-ordert-proton-medium/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2016 16:15:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus Defence and Space]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[Eutelsat]]></category>
		<category><![CDATA[EUTELSAT 5 West B]]></category>
		<category><![CDATA[Geostar]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[MEV-1]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der in Reston in den USA ansässige Startanbieter International Launch Services, abgekürzt ILS, meldete am 12. Oktober 2016 eine neue Beauftragung durch den europäischen Kommunikationssatellitenbetreiber Eutelsat mit Sitz in Paris. Dieser orderte Starts auf einer Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe und auf einer Proton Medium. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Chrunitschew, Eutelsat, ILS. Auf der bisher [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der in Reston in den USA ansässige Startanbieter International Launch Services, abgekürzt ILS, meldete am 12. Oktober 2016 eine neue Beauftragung durch den europäischen Kommunikationssatellitenbetreiber Eutelsat mit Sitz in Paris. Dieser orderte Starts auf einer Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe und auf einer Proton Medium.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Chrunitschew, Eutelsat, ILS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/qkr3ey8eo95ylroxigqgorbitalatk.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/qkr3ey8eo95ylroxigqgorbitalatk260.jpg" alt="EUTELSAT 5 West B über der Erde - Illustration
(Bild: Orbital ATK)"/></a><figcaption>EUTELSAT 5 West B über der Erde &#8211; Illustration<br>(Bild: Orbital ATK)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der bisher schon oft geflogenen Variante, der Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe, soll EUTELSAT 5 West B ins All gelangen. Das neue Raumfahrzeug mit einer voraussichtlichen Startmasse im Bereich von drei Tonnen basiert auf einem GEOStar genannten Satellitenbus von Orbital ATK und wird mit einer Kommunikationsnutzlast von Airbus Defence and Space ausgerüstet. Es ist zur Positionierung bei 5 Grad West im Geostationären Orbit (GEO) gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EUTELSAT 5 West B wird voraussichtlich zusammen mit einem von Orbital ATK entwickelten Spezialsatelliten gestartet werden. Der Spezialsatellit hört auf den Namen Mission Extension Vehicle 1 (MEV 1) und ist dafür gedacht, Satelliten mit zur Neige gehenden Treibstoffreserven zunächst eine Missionsverlängerung und später einen sicheren Transport in einen Friedhofsorbit zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eutelsat setzt auf Bewährtes und auf Neues</strong><br>Der Start von EUTELSAT 5 West B und des MEV 1 vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan ist derzeit für das vierte Quartal 2018 geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welches Eutelsat-Raumfahrzeug auf der bestellten Proton Medium fliegen wird wurde bisher nicht bekannt. Mitgeteilt wurde allerdings, dass mit dem entsprechenden Start, der ebenfalls von Baikonur aus erfolgen und auf der Startrampe 81/24 beginnen soll, 2019 oder 2020 zu rechnen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Starts werden laut ILS im Rahmen einer Sammelbestellung durch Eutelsat von Oktober 2015 abgewickelt. Die Vereinbarung über mehrere Starts, Multi-Launch Agreement (MLA) genannt, ermöglicht Eutelsat laut ILS Planungsflexibilität bei gleichzeitig garantiertem Zugang zum Weltraum über einen Zeitraum von sieben Jahren. Der erste im Rahmen dieser Vereinbarung abgewickelte Start war der von EUTELSAT 9B am <a href="https://www.raumfahrer.net/proton-m-bringt-eutelsat-9b-mit-edrs-a-ins-all/" data-wpel-link="internal">29. Januar 2016</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kleinere Raketen, größere Stufen</strong><br>Die neue Trägerrakete Proton Medium war zusammen mit einer weiteren neuen Variante namens Proton Light im September 2016 in Paris auf der World Satellite Business Week vorgestellt worden. Beide Varianten sind ohne Oberstufe im Gegensatz zur Proton-M zweistufig und werden die Breeze-M als Oberstufe nutzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ProtonProtonMedProtonLightils.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ProtonProtonMedProtonLightils260.jpg" alt="Unterschiede der Varianten Proton-M, Proton Medium und Proton Light
(Bild: ILS)"/></a><figcaption>Unterschiede der Varianten Proton-M, <br>Proton Medium und Proton Light<br>(Bild: ILS)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proton Medium wird eine gegenüber der Proton-M verlängerte erste Stufe aufweisen und als zweite Stufe eine verlängerte, angepasste Variante der dritten Stufe der Proton-M bekommen. Für die Proton Light könnte ebenfalls eine verlängerte erste Stufe Verwendung finden, bei der aber der Wegfall von zwei der ursprünglich sechs Außentanks samt Triebwerken von einem zusätzlichen zweiten Tank in der in der zentralen Struktur kompensiert wird. Als zweite Stufe könnte wiederum eine verlängerte, angepasste Variante der dritten Stufe der Proton-M fungieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das russische Unternehmen Chrunitschew, Hersteller aller Varianten der Proton-Rakete, und Mehrheitseigner von ILS, meldete, die beiden neuen Varianten seien exklusiv für für den Transport von für den GEO vorgesehene kommerzielle Nutzlasten mit Startmassen zwischen drei und fünf Tonnen gedacht. Die Vermarktung der neuen Raketen soll laut Chrunitschew ausschließlich durch ILS erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einen elliptischen Geotransferorbit (GTO), aus dem heraus der GEO mit einem Geschwindigkeitsunterschied von rund 1,5 km/s zu erreichen ist, kann die aktuelle Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe laut ILS bei Verwendung einer vier Meter durchmessenden Nutzlastverkleidung mindestens rund 6,3 Tonnen Nutzlast transportieren. Unter den gleichen Bedingungen soll eine Proton Medium künftig mindestens rund fünf Tonnen Nutzlast in einen GTO bewegen können. Mit der Proton Light sollen es mindestens 3,6 Tonnen sein, verspricht ILS.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3428.msg372494#msg372494" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Russische Raumfahrt</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10288.msg375485#msg375485" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">International Launch Services (ILS)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4216.msg375648#msg375648" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">neue Verträge</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/chrunitschew-baut-eutelsat-ordert-proton-medium/" data-wpel-link="internal">Chrunitschew baut, Eutelsat ordert Proton Medium</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Intelsat 31 alias DLA 2 auf Proton-M gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/intelsat-31-alias-dla-2-auf-proton-m-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2016 09:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[2016-035A]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[DirecTV]]></category>
		<category><![CDATA[DLA 2]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat 31]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[LS-1300]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[SS/L]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=12886</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 9. Juni 2016 hob pünktlich um 9:10 Uhr MESZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 81/24 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten Intelsat 31 für den in London ansässigen Kommunikationssatellitenbetreiber Intelsat ins All zu befördern. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Chrunitschew, ILS, Intelsat, Roskosmos, Space Systems/Loral. Der Start erfolgte um 10:10 Uhr Moskauer Zeit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/intelsat-31-alias-dla-2-auf-proton-m-gestartet/" data-wpel-link="internal">Intelsat 31 alias DLA 2 auf Proton-M gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 9. Juni 2016 hob pünktlich um 9:10 Uhr MESZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 81/24 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten Intelsat 31 für den in London ansässigen Kommunikationssatellitenbetreiber Intelsat ins All zu befördern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Chrunitschew, ILS, Intelsat, Roskosmos, Space Systems/Loral.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-7136b30d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/3216826213rosc1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/3216826213rosc260.jpg" alt="Proton-M-Start mit Intelsat 31 - vor dem Abheben ... "/></a><figcaption>Proton-M-Start mit Intelsat 31 &#8211; vor dem Abheben &#8230;<br><br></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte um 10:10 Uhr Moskauer Zeit am 9. Juni 2016 einen Tag nach dem zuletzt anvisierten Termin. Die Verzögerung war Folge von technischen Problemen mit den Bodenanlagen. Eine elektrische Komponente musste getauscht, Leitungen und Steckverbinder überprüft werden. Die Arbeiten waren innerhalb eines Tages erledigt, und dem Start stand nichts mehr im Weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestartet wurde dann im Namen des Unternehmens International Launch Services, abgekürzt ILS. ILS kümmert sich um die Vermarktung von kommerziellen Starts mit Proton-Raketen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Reston in den Vereinigten Staaten von Amerika. Hauptanteilseigner ist der staatliche russische Raketenbauer Chrunitschew. Er stellt die Proton-Raketen und die oft verwendeten Breeze-Oberstufen her.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-caea871c"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/5582851580rosc1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/5582851580rosc260.jpg" alt="... und im Flug
(Bilder: Roskosmos)"/></a><figcaption>&#8230; und im Flug<br>(Bilder: Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Proton jetzt leichter und leistungsfähiger</strong><br>Die von Chrunitschew in Russland gebaute Rakete (russischer Erzeugniscode 8К82КМ) kam zum ersten mal in einer weiter verbesserten Variante zum Einsatz. Sie besaß wie üblich drei Raketenstufen, mit denen sie die Orbitaleinheit, bestehend aus der Oberstufe Breeze-M (Erzeugniscode 14С43) und dem Satelliten unter einer gemeinsamen Verkleidung, auf den Weg brachte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Phase IV nennt sich die neue Bauvariante der Proton. Bei ihr kommen verstärkt Komposit-Materialien zum Einsatz. Bauteile aus Metall bestehen jetzt zum Teil aus leichteren, aber stabileren Aluminiumstrukturen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-c455faf8"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31ISDLA228May6intelsat1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31ISDLA228May6intelsat260.jpg" alt="Intelsat 31 am 6. Mai 2016 auf Breeze-M-Oberstufe in Baikonur
(Bild: Intelsat)"/></a><figcaption>Intelsat 31 am 6. Mai 2016 auf <br>Breeze-M-Oberstufe in Baikonur<br>(Bild: Intelsat)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Neue aus Komposit-Material gefertigte Bauteile machen die zweite Stufe unempfindlicher gegen Windlasten. Für die Tanks der dritten Stufe werden jetzt andere Legierungen verwendet. Die Instrumentenbucht der dritten Stufe besteht nun aus Komposit-Material, das nun auch in größerem Umfang in der Nutzlastverkleidung – Erzeugniscode 14C75 &#8211; genutzt wird. Gewichtsvorteile ergeben sich außerdem durch ein leichteres Telemetriesystem in der Oberstufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Transportkapazität der Rakete wurde durch die Konstruktionsänderungen laut ILS um rund 150 Kilogramm gesteigert. In einen für geostationäre Kommunikationssatelliten üblichen Standard-Geotransferorbit kann eine Phase-IV-Proton eine Nutzlast von rund 6.300 Kilogramm transportieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erfüllung hochfliegender Pläne</strong><br>Nach knapp 9 Minuten und 41 Sekunden Flugzeit wurde die Orbitaleinheit von der dritten Stufe der Proton abgetrennt. Eine erste Zündung der Breeze-M-Oberstufe brachte die Orbitaleinheit in einen Parkorbit. Nach weiteren vier Brennphasen der Breeze-M-Oberstufe wurde der Satellit schließlich gegen 1:40 Uhr Moskauer Zeit bzw. 0:40 Uhr MESZ am 10. Juni 2016 rund 15 Stunden und 30 Minuten nach dem Abheben im All ausgesetzt. Erste Telemetriedaten vom Satelliten sind am Boden empfangen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erreichte Apogäum, der von der Erde am weitesten entfernte Bahnpunkt, lag nach Mitteilung der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos im Bereich von 65.000 Kilometern über der Erde. Das Apogäum fiel also wie geplant aus. Der der Erde nächstliegende Bahnpunkt der vorgesehenen Übergangsbahn liegt laut ILS bei 3.503 Kilometern über der Erde, die geplante Inklination, die Neigung der Bahn gegen den Erdäquator, bei 29,6 Grad.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-8806bc63"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31DSCN0149intelsat1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31DSCN0149intelsat260.jpg" alt="Triebwerke am Heck von Intelsat 31 "/></a><figcaption>Triebwerke am Heck von Intelsat 31<br><br><br></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Endgültige Bahndaten liegen noch nicht vor. Sie werden mit Spannung erwartet, da beispielsweise die russische Nachrichtenagentur Interfax gemeldet hatte, eines der vier Triebwerke der zweiten Stufe der Proton-Rakete habe neun Sekunden zu früh abgeschaltet. Deshalb sei die erste Brennphase der Breeze-M-Oberstufe über 30 Sekunden länger ausgefallen als geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bahnverfolgungsdaten deuten darauf hin, dass die zweite Stufe nach ihrer Abtrennung nicht so weit flog und früher auf dem Erdboden auftraf als erwartet. Die Daten sprechen außerdem für eine 34,7 Sekunden längere erste Breeze-Brennphase und ein Geschwindigkeitsdefizit bei Brennschluß der dritten Proton-Stufe von 28,2 Meter pro Sekunde. Offizielle Mitteilungen der beteiligten Unternehmen und Organisationen über Probleme und einer vom geplanten Orbit abweichenden Umlaufbahn liegen bis dato nicht vor.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-ef7c986d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31DSCN0155intelsat1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31DSCN0155intelsat260.jpg" alt="Intelsat 31 in Gesamtansicht
(Bilder: Intelsat)"/></a><figcaption>Intelsat 31 in Gesamtansicht<br>(Bilder: Intelsat)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwergewicht für Kommunikation und TV</strong><br>Der mit 10 C- und 72 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgerüstete Intelsat 31 besitzt eine Masse von 6.450 Kilogramm (Masse unbetankt 3.386 Kilogramm). Das dreiachsstabilisierte Raumfahrzeug ist für eine Position bei 95 Grad West im Geostationären Orbit (GEO) in etwa 35.786 Kilometern über der Erde gedacht. Dort soll es in Kolokation mit Intelsat 30 alias DLA 1, der seit dem 16. Oktober 2014 um die Erde kreist, und Galaxy 3C, seit dem 15. Juni 2002 im All, betrieben werden. Die Postion im GEO wird der neue Satellit unter Nutzung eigener Triebwerke erreichen können. Ausgestattet ist er mit chemischen und elektrischen Triebwerken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von seiner künftigen Position aus soll Intelsat 31 Kunden in Süd- und Lateinamerika sowie der Karibik mit einer großen Bandbreite von Kommunikationsdiensten versorgen. Die C-Band-Transponder sind der Erweiterung Intelsats C-Band-Infrastruktur für Lateinamerika gewidmet. Mit der K<sub>u</sub>-Band-Nutzlast unter der Bezeichnung DLA-2 will man eine redundante Versorgung für die Ausstrahlungen von DIRECTV Lateinamerika für Empfänger in Südamerika und der Karibik realisieren.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Die erwartete Lebensdauer des neuen Erdtrabanten liegt nach Angaben seines Herstellers bei mindestens 15 Jahren. Gebaut wurde Intelsat 31 von Space Systems/Loral in Palo Alto im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. Er basiert auf dem Satellitenbus 1300.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-b17c7ebd"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/isdla1and2artssl.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/isdla1and2artssl260.jpg" alt="Intelsat 31 im All - Illustration
(Bild: Space Systems/Loral)"/></a><figcaption>Intelsat 31 im All &#8211; Illustration<br>(Bild: Space Systems/Loral)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Versorgung der Satellitensysteme und der Kommunikationsnutzlast ist Intelsat 31 mit zwei Solarzellenauslegern mit je sechs Elementen ausgestattet. Sie geben ihm eine Spannweite von rund 32,4 Metern. Für die Kommunikationsnutzlast können sie nach Angaben von Intelsat rund 20 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen. Der Speicherung elektrischer Energie an Bord dienen Lithium-Ionen-Akkumulatorensätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Transport von Intelsat 31 in den Weltraum erfolgte beim 3. Flug einer Proton-Rakete im Jahr 2016, und dem 412. Flug einer Proton-Rakete insgesamt. 93 Proton-Raketen kamen damit unter der Ägide der ILS zum Einsatz. Mit Intelsat 31 befinden sich jetzt 12 für Intelsat auf einer von ILS vermarkteten Proton-Rakete beförderte Satelliten im All. Außerdem handelt es sich um den 28. von Space Systems/Loral gebauten Satelliten, der auf einer Proton-Rakete gestartet worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 11. Juni 2016:</strong><br>Mittlerweile liegen Katalog- und Bahndaten vor. Intelsat 31 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.581 und als COSPAR-Objekt 2016-035A. Der Satellit wurde in einem 29,57 Grad geneigten 3.365 x 65.061 km Orbit beobachtet. Nach Angaben von ILS wurde der anvisierte Orbit mit hoher Präzision erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Breeze-M-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.582 und als COSPAR-Objekt 2016-035B. Die Oberstufe wurde auf einer 31,03 Grad geneigten 1.839 x 63.713 km Bahn gesichtet. Ihr vorher abgetrennter Zusatztank ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.583 und als COSPAR-Objekt 2016-035C. Er fliegt auf einer 50,81 Grad geneigten 357 x 14.031 km Bahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14350.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Intelsat 31 auf Proton-M/Breeze-M</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Reschetnjow baut weitere Satelliten für RSCC</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/reschetnjow-baut-weitere-satelliten-fuer-rscc/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 May 2016 19:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Express]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[RSCC]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[TAS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russische Satellitenbauer Reschetnjow wird für die russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) die beiden Kommunikationssatelliten Express 80 und Express 103 bauen, gab Reschetnjow am 13. Mai 2016 bekannt. Erstellt von Thomas Weyrauch. Quelle: good-paper.com, hdbox.ws, Reschetnjow, RSCC, ruaviation.com Nach Angaben von Reschetnjow werden beide Satelliten auf dem hauseigenen Bus Express-1000 basieren. Die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der russische Satellitenbauer Reschetnjow wird für die russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) die beiden Kommunikationssatelliten Express 80 und Express 103 bauen, gab Reschetnjow am 13. Mai 2016 bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.    Quelle: good-paper.com, hdbox.ws, Reschetnjow, RSCC, ruaviation.com</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Reschetnjow werden beide Satelliten auf dem hauseigenen Bus Express-1000 basieren. Die Kommunikationsnutzlasten beider Satelliten will Reschetnjow wie bei zahlreichen Vorgängerprojekten vom französisch-italienischen Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space (TAS) beziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Integration der beiden Raumfahrzeuge soll bei Reschetnjow in Schelesnogorsk bei Krasnojarsk in Sibirien erfolgen. Gestartet werden die Satelliten voraussichtlich zusammen auf einer Proton-M-Rakete. Raketen dieses Typs haben Doppelstarts mit auf dem Bus Express-1000 basierenden Satelliten bereits erfolgreich absolviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruaviation.com hatte Anfang des Jahres berichtet, RSCC-Generaldirektor Juri Prochorow habe geäußert, die Tatsache, dass die Proton-M-Raketen und die Breeze-M-Oberstufen in Russland hergestellt würden, sei hinsichtlich der Entscheidung über das vorzusehende Trägersystem von großer Bedeutung. Der stellvertretende RSCC-Direktor Alexander Ganin soll laut gleicher Quelle angekündigt haben, in naher Zukunft würden alle Proton-Raketen zwei Satelliten (für RSCC) auf einmal transportieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Weltraum will RSCC die Satelliten zur Herstellung von Kommunikationsverbindungen zu mobilen und stationären Endgeräten, zur Ausstrahlung von digitalen Fernseh- und Radioprogrammen sowie der Bereitstellung von breitbandigen Internet- und Datenverbindungen für Nutzer auf russischem Territorium verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bezeichnungen der Satelliten legen ihre künftigen Postionen im Geostationären Orbit (GEO) nahe. Express 80 könnte an einer Position bei 80 Grad Ost im GEO zum Einsatz kommen, Express 103 bei 103 Grad Ost im GEO Verwendung finden. Bei 80 Grad Ost steht derzeit Express-AM 22, der seit Ende 2003 im All ist und dort den eigentlich schon ausgemusterten Express-AM 2, gestartet 2005, nicht mehr geostationär, ergänzt. Express-AM 3, seit Mitte 2005 im Weltraum, ist bei 103 Grad Ost stationiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Wettbewerb um den Bau der Satelliten hatte sich Reschetnjow zusammen mit TAS offenbar gegen ein Konsortium namens Energia SAT aus dem russischen Raumfahrtunternehmen Energia und Airbus Defence and Space durchgesetzt. Der Preisvorteil des Angebots von Reschetnjow bewegt sich angeblich im Bereich von 1,2 Milliarden Rubel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Gesamtauftragswert werden inoffiziellen Quellen zufolge 14 Milliarden Rubel genannt, umgerechnet aktuell rund 19 Millionen Euro. 15,5 Milliarden Rubel (~20,9 Millionen Euro) soll RSCC maximal zu zahlen bereit gewesen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4216.msg362896#msg362896" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">neue Verträge</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Express-AMU 1 von Proton-M ins All transportiert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/express-amu-1-von-proton-m-ins-all-transportiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Dec 2015 09:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus Defence and Space]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Briz-M]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[Eutelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Express]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[RSCC]]></category>
		<category><![CDATA[Satellitenbus Eurostar E3000]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=10044</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 24. Dezember 2015 startete von der Rampe 200/39 des Raumfahrtzentrums Baikonur eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Express-AMU 1 für die Russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) in den Weltraum zu bringen. Autor: Thomas Weyrauch. Quelle: Airbus Defence and Space, Chrunitschew, Eutelsat, Roskosmos, RSCC. Der Start wurde nicht unter der Ägide [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/express-amu-1-von-proton-m-ins-all-transportiert/" data-wpel-link="internal">Express-AMU 1 von Proton-M ins All transportiert</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Am 24. Dezember 2015 startete von der Rampe 200/39 des Raumfahrtzentrums Baikonur eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Express-AMU 1 für die Russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) in den Weltraum zu bringen.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.    Quelle: Airbus Defence and Space, Chrunitschew, Eutelsat, Roskosmos, RSCC.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/1956911333exmu1rosc.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/1956911333exmu1rosc260.jpg" alt="" class="wp-image-10047"/></a><figcaption>Proton-M-Start am 24. Dezember 2015<br> (Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start wurde nicht unter der Ägide des internationalen Vermarkters von Proton-Raketen International Launch Service (ILS) abgewickelt, RSCC hat den Start des Satelliten unmittelbar beim Raketenhersteller Chrunitschew beauftragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als exakten Startzeitpunkt für den 7. erfolgreichen Proton-Flug im Jahr 2015 und den 409. insgesamt nennt Chrunitschew 0:31 Uhr und 18,969 Sekunden Moskauer Zeit am 25.12. (23:31 Uhr und 18,969 Sekunden MEZ am 24.12.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Express-AMU 1 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 10 Minuten nach dem Abheben. Anschließend war es Aufgabe der ebenfalls von Chrunitschew gebauten Oberstufe, erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen und dann das Erreichen des vorgesehenen Zielorbits sicherzustellen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ExpressAMU1Airbusimage800airbus.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ExpressAMU1Airbusimage260airbus.jpg" alt="" class="wp-image-10050"/></a><figcaption>Express-AMU 1 beim Hersteller<br> (Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand rund 9 Stunden und 12 Minuten nach dem Abheben um 9:43 Uhr Moskauer Zeit und 19,322 Sekunden am 25. Dezember 2015 statt (7:43 Uhr MEZ und 19,322 Sekunden). Er verlief nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde&nbsp;<a href="https://web.archive.org/web/20220823113510/https://www.roscosmos.ru/21901/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Roskosmos</a>&nbsp;sauber und auf der vorgesehenen Bahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13493.msg348924#msg348924" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chrunitschew</a>&nbsp;gab allerdings zwischenzeitlich Daten heraus, nach denen das Apogäum &#8211; der erdfernste Bahnpunkt &#8211; und das Perigäum &#8211; der der Erde nächstliegende Bahnpunkt &#8211; des erreichten Orbits merklich niedriger als geplant ausfielen. Nach Berechnungen von Chrunitschew geriet das Apogäum 1.654,56 km niedriger als beabsichtigt, und das Perigäum 640,39 km niedriger als vorgesehen. Möglicherweise liegt hier aber nur ein Irrtum hinsichtlich der präsentierten Daten vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten, der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus Defence and Space, ist jetzt für Überwachung und Steuerung des Satelliten zuständig. Er wird sich um die erforderlichen Bahnanhebungsmanöver und eine Positionierung im Geostationären Orbit (GEO) rund 35.786 Kilometer über der Erde kümmern und den raumflugtechnischen Teil sowie die Kommunikationsnutzlast intensiven Tests unterziehen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/expressamu1containerairbus500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/expressamu1containerairbus260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Express-AMU 1 in Toulouse vor dem Transport nach Baikonur<br>(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Flug in den GEO wurde der Satellit mit einem Apogäumsmotor ausgestattet. Außerdem besitzt der Erdtrabant für Bahnanpassungen und Lageregelung 14 zehn Newton starke Zweistofftriebwerke des Typs S10-21 von Airbus Defence and Space.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Inbetriebnahmephase mit den erforderlichen Tests werden Überwachung und Kontrolle des zur Versorgung des europäischen Teils von Russland und Gebieten südlich der Sahara gedachten Satelliten an RSCC übergeben. Im Februar 2016 soll dann die Ausstrahlung von Radio- und Fernsehprogrammen und die Bereitstellung der vorgesehenen Kommunikationsdienste beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der Kapazitäten des Satelliten wurde von RSCC bereits an Eutelsat vergeben. Dieses europäische Unternehmen will den Satelliten unter der Bezeichnung EUTELSAT 36C vermarkten, und so die Kapazitäten von EUTELSAT 36A absichern und erweitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bau von Express-AMU 1 wurde im Rahmen des Zehn-Jahres-Plans von 2006-2015 am 22. Oktober 2005 mit dem russischen Regierungsdekret Nr. 635 beschlossen. Zur Finanzierung des Satelliten bediente man sich in Russland Krediten der Aktiengesellschaft Gazprombank (&#8222;Gazprombank (Joint Stock Company)&#8220;, abgekürzt Bank GPB (JSC)). Als künftige Betreiberin des bei 36 Grad Ost im GEO einzusetzenden Raumfahrzeugs mit einer Startmasse von rund 5.900 Kilogramm wurde RSCC beauftragt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ExpressAMU1smartairbus600.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="147" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ExpressAMU1smartairbus260.jpg" alt="" class="wp-image-10054"/></a><figcaption>Express-AMU 1 im All &#8211; Illustration <br>(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bestellt hatte RSCC den damals auf eine Startmasse von rund 5.700 Kilogramm veranschlagten Satelliten bei Airbus Defence and Space bzw. Astrium im Mai 2013. Der Auftragswert wurde seinerzeit auf etwa 6,35 Milliarden Rubel bzw. rund 210 Millionen US-Dollar beziffert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den geplanten Anforderungen gerecht zu werden, wurde der auf dem Satellitenbus Eurostar 3000 basierende Express-AMU 1 mit einer über 15 kW leistenden Kommunikationsnutzlast mit 18 K<sub>a</sub>-Band und 52 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgerüstet, und auf eine Betriebsdauer von 15 Jahren ausgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Unternehmensteil von Airbus Defence and Space in Spanien war zuständig für Entwurf und Konstruktion der vier ausklappbaren Antennenreflektoren von Express-AMU 1. Einer der Reflektoren besitzt einen Durchmesser von rund 2,8 Metern und ist damit nach Angaben seines Herstellers der größte derartige in Europa gefertigte Reflektor.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/amu1png2rscc.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/amu1png2rscc260.jpg" alt="" class="wp-image-10049"/></a><figcaption>Express-AMU 1 &#8211; Illustration
(Bild: RSCC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls in Spanien entstand Kommunikationshardware, die auf dem sogenannten &#8222;top floor&#8220; oder &#8222;top deck&#8220;, der Seite des Satellitengrundkörpers, die im Regelbetrieb ständig Richtung Erdoberfläche ausgerichtet ist, untergebracht ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herstellung der Verkabelung für die Kommunikationsnutzlast und umfangreiche Tests von Nutzlastbestandteilen nahm Airbus Defence and Space in seinem Werk in Barajas, einem Stadtteil von Spaniens Hauptstadt Madrid, vor. In der Kommunikationsnutzlast kommen u.a. auch Komponenten von NEC aus Japan zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der endgültige Zusammenbau und notwendige Abschlusstests des Satelliten erfolgten im Airbus-Werk Toulouse in Frankreich. Im November 2015 verließ ein Transport mit Express-AMU 1 Toulouse, und erreichte nach wenigen Tagen das in Kasachstan gelegene Kosmodrom Baikonur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Express-AMU 1 alias EUTELSAT 36C wird voraussichtlich katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.191 und als COSPAR-Objekt 2015-082A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13493.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Express-AMU 1 auf Proton-M / Breeze-M</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Inmarsat 5 F3 auf Proton-M gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/inmarsat-5-f3-auf-proton-m-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2015 09:10:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Boeing]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[GTO]]></category>
		<category><![CDATA[I-5 F3]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Inmarsat]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. August 2015 startete von der Rampe 200/39 des russischen, auf kasachischem Boden gelegenen Raumfahrtzentrums Baikonur eine vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarktete Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Inmarsat 5 F3 für Inmarsat in den Weltraum zu bringen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boeing, Chrunitschew, Harris, ILS, Inmarsat, Raumfahrer.net, Roskosmos. Nach [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 28. August 2015 startete von der Rampe 200/39 des russischen, auf kasachischem Boden gelegenen Raumfahrtzentrums Baikonur eine vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarktete Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Inmarsat 5 F3 für Inmarsat in den Weltraum zu bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Boeing, Chrunitschew, Harris, ILS, Inmarsat, Raumfahrer.net, Roskosmos.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/I5F3lauILSinmarsat800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/I5F3lauILSinmarsat300.jpg" alt="" class="wp-image-17800" width="300" height="169"/></a><figcaption>Proton-M-Start mit Inmarsat 5 F3 an Bord
(Bild: ILS/Inmarsat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Flugzeit von rund 15,5 Stunden (15 Stunden und 31 Minuten nach Angaben der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos) wurde der Satellit erfolgreich auf der vorgesehenen Erdumlaufbahn ausgesetzt. Die Mission war die 3. erfolgreiche einer von ILS vermarkteten Proton im Jahre 2015, sowie die 90. einer von ILS vermarkteten Proton insgesamt. Bezogen auf alle jemals gestarteten Proton-Raketen war es der 4. Satellit von Inmarsat auf einer Proton und die 405. Mission dieses Raketengrundtyps insgesamt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als exakter Startzeitpunkt wird 14:44 Uhr und 00 Sekunden Moskauer Zeit genannt (13:44 Uhr und 00 Sekunden MESZ). Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Inmarsat 5 F3 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten und 42 Sekunden später um 14:53 Uhr Moskauer Zeit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/121576581rosc.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/121576581rosc260.jpg" alt="" class="wp-image-17799" width="260" height="390" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/121576581rosc260.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/121576581rosc260-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>Proton-M mit Inmarsat 5 F3 im Flug
(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-Rakete von Chrunitschew gebauten Oberstufe, mit insgesamt fünf Brennphasen erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen, und dann das Erreichen des vorgesehenen supersynchronen Zielorbits (SSTO, super-synchronous transfer orbit) sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand um 6:15 Uhr Moskauer Zeit am 29. August 2015 statt (5:15 Uhr MESZ) und verlief nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos sauber und auf der vorgesehenen Bahn. Der Raketenhersteller Chrunitschew nannte ein Aussetzten rund 18,9 Sekunden vor dem geplanten Zeitpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den ausgesetzten Satelliten meldete Chrunitschew folgende Orbitparameter in Ist geschätzt / Soll / Abweichung:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Periode &#8211; Zeit für einen Erdumlauf [h:m:s]<br>22:59:21,0 / 22:59:22,5 / 0:0:1,4</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inklination &#8211; Neigung der Bahn gegen den Erdäquator<br>26° 51&#8242; 44&#8243; / 26° 44&#8242; 57&#8243; / 0° 6&#8242; 47&#8243;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perigäum &#8211; erdnächster Bahnpunkt [km]<br>4.331,08 / 4.345,12 / 14,05</p>



<p class="wp-block-paragraph">Apogäum &#8211; erdfernster Bahnpunkt [km]<br>65.020,01 / 65.006,92 / 13,09</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten, der US-amerikanische Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing, bestätigte das planmäßige Funktionieren des in Boeings Werk in El Segundo im Bundesstaat Kalifornien gebauten Raumfahrzeugs, nachdem es im All ausgesetzt worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der erreichten supersynchronen Übergangsbahn muss sich Inmarsat 5 F3 nun mit eigener Kraft in den Geostationären Orbit (GEO) manövrieren. Damit das gelingen kann, wird der 445 Newton starke, High Performance Apogee Thruster (HiPAT) genannte Apogäumsmotor vom Typ R-4D-15 von Aerojet Rocketdyne an Bord des Satelliten mehrere Brennphasen absolvieren müssen. Die Tanks des Satelliten wurden mit rund 2.200 kg Treibstoffen befüllt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07inmarsat-5-3F-Gross.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07inmarsat5f3tsenki300.jpg" alt="" class="wp-image-17797" width="300" height="200"/></a><figcaption>Inmarsat 5 F3 auf Breeze-M-Oberstufe in Baikonur
(Bild: Tsenki)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Inmarsat 5 F3 ist ein auf dem Satellitenbus Boeing 702HP basierendes Raumfahrzeug. Als künftiger Betreiber des bei 180 bzw. 179,7 Grad West im GEO einzusetzenden Erdtrabanten mit einer Startmasse von rund 6.100 kg (ausgesetzte Masse laut ILS 6.070 kg, Masse bei Betriebsbeginn im GEO 3.750 kg) fungiert Inmarsat, ein Unternehmen, das bereits seit Jahrzehnten von Boeing gebaute Raumfahrzeuge einsetzt, um insbesondere auf und über den Weltmeeren verkehrenden Fahrzeugen und in abgelegenen Regionen der Erde mobilen Menschen Kommunikationsverbindungen zur Verfügung zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Erdtrabant ist der dritte einer Serie von vier Satelliten (inkl. eines Reservesatelliten), mit denen Inmarsat eine weltweite Abdeckung der angebotenen Dienste erreichen möchte. Boeing spricht in einer Präsentation von August 2014 von einer Konstellation aus drei Satelliten mit einer Option auf weitere zwei. Nach Angaben von Inmarsat aus dem Jahre 2013 investiert Inmarsat in das Satellitensystem rund 1,2 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inmarsat-5-Satelliten sollen das neue, Global Xpress genannte Kommunikationsnetzwerk von Inmarsat unterstützen. Kunden in den Bereichen Luft- und Seefahrt, Regierung, Energieerzeugung und aus anderen Gewerben könnten laut Inmarsat von mobilen Breitbandkommunikationsverbindungen profitieren. Die dafür an Bord der Satelliten untergebrachten Kommunikationsnutzlasten besitzen hinsichtlich der sogenannten Global Payload jeweils 89 K<sub>a</sub>-Band-Transponder. Ist Global Xpress vollständig, soll es 216 auf die eingebundenen Satelliten verteilte Ausleuchtzonen umfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pro Satellit sind unter dem Titel High Capacity Payload (HCP) zusätzlich sechs unabhängig von einander ansteuerbare und hinsichtlich ihrer Ausrichtung änderbare Ausleuchtzonen möglich. Jede dieser Ausleuchtzonen kann dabei von 130 Watt starken Wanderfeldröhrenverstärkern in der Kommunikationsnutzlast versorgt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Inmarsat5satelliteBoeing.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Inmarsat5satelliteBoeing300.jpg" alt="" class="wp-image-17803" width="300" height="212"/></a><figcaption>Inmarsat-5-Raumfahrzeug über der Erde &#8211; Illustration
(Bild: Boeing)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die für die HCP erforderlichen Antennen an Bord lieferte die US-amerikanische Harris Corporation. Sie werden von Harris als Gimbal Dish Antenna (GDA) bezeichnet, was soviel wie schwenkbare Antennenschüssel bedeutet. Die HCPs sind laut Boeing so gestaltet, das mit ihnen im Bedarfsfall das Wideband Global Satcom (WGS, ursprünglich Wideband Gapfiller Satellites) genannte Satellitenkommunikationssystem des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums verstärkt werden kann. Dessen Raumfahrzeuge wurden ebenfalls von Boeing gebaut und besitzen eine ähnliche Grundkonstruktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechend der Auslegungsbetriebszeit der Satelliten will Inmarsat auch den Inmarsat 5 F3 mindestens 15 Jahre lang einsetzen. Einen ressourcensparenden Betrieb des Satelliten werden elektrische, Xenon ausstoßende Lageregelungstriebwerke eines XIPS für xenon ion propulsion system genannten Antriebssystems ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Lageregelung und Bahnerhalt verfügt der Satellit außerdem über vier axiale chemische Triebwerke mit einem Nominalschub von 22 Newton und 4 radiale chemische Triebwerke mit einem Nominalschub von 10 Newton.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Versorgung des Satelliten mit Strom finden zwei Solarzellenausleger mit jeweils fünf Segmenten Verwendung, die zu Beginn der Mission maximal rund 15 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen und bei Missionsende immer noch rund 13,8 Kilowatt. Sie geben dem Satelliten eine Spannweite von rund 33,8 Metern. Der Speicherung elektrischer Energie an Bord dienen zwei Lithium-Ionen-Akkumulatorensätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inmarsat 5 F3 wird voraussichtlich katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.882 und als COSPAR-Objekt 2015-042A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13532.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Inmarsat-5 F3 auf Proton-M/Briz-M</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Erster Proton-Start 2015 wurde ein Erfolg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erster-proton-start-2015-wurde-ein-erfolg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2015 09:35:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[702HP]]></category>
		<category><![CDATA[Boeing]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[HiPAT]]></category>
		<category><![CDATA[I-5 F2]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Inmarsat]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 1. Februar 2015 startete von der Rampe 200/39 des russischen, auf kasachischem Boden gelegenen Raumfahrtzentrums Baikonur eine vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarktete Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Inmarsat 5 F2 für Inmarsat in den Weltraum zu bringen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boeing, Chrunitschew, Harris, ILS, Inmarsat, Roskosmos. Nach einer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 1. Februar 2015 startete von der Rampe 200/39 des russischen, auf kasachischem Boden gelegenen Raumfahrtzentrums Baikonur eine vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarktete Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Inmarsat 5 F2 für Inmarsat in den Weltraum zu bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boeing, Chrunitschew, Harris, ILS, Inmarsat, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="266" height="178"/></a><figcaption>
Proton mit Inmarsat 5 F2 nach dem Aufrichten &#8230; 
<br>
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; kurz nach dem Abheben &#8230; 
<br>
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Flugzeit von rund 15,5 Stunden (laut ILS 15 Stunden 31 Minuten) wurde der Satellit erfolgreich auf der vorgesehenen Erdumlaufbahn ausgesetzt. Die Mission war die erste einer von ILS vermarkteten Proton im Jahre 2015 und gleichzeitig die erste in 2015 überhaupt, sowie die 88. einer von ILS vermarkteten Proton insgesamt. Bezogen auf alle jemals gestarteten Proton-Raketen war es die 402. Mission dieses Raketentyps.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als exakter Startzeitpunkt wird 15:31 Uhr und 00 Sekunden Moskauer Zeit genannt (13:31 Uhr und 00 Sekunden MEZ). Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Inmarsat 5 F2 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten und 42 Sekunden später um 15:40 Uhr Moskauer Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-Rakete von Chrunitschew gebauten Oberstufe, mit insgesamt fünf Brennphasen erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen, und dann das Erreichen des vorgesehenen supersynchronen Zielorbits (SSTO, super-synchronous transfer orbit) sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand um 7:02 Uhr Moskauer Zeit am 2. Februar 2015 statt (5:02 Uhr MEZ) und verlief nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos sauber und auf der vorgesehenen Bahn. Der Raketenhersteller Chrunitschew nannte ein Aussetzten rund 19,4 Sekunden vor dem geplanten Zeitpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den ausgesetzten Satelliten meldete Chrunitschew folgende Orbitparameter in Ist geschätzt / Soll / Abweichung:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und im Flug.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Periode &#8211; Zeit für einen Erdumlauf [h:m:s]22:57:9,1 / 22:59:22,5 / 0:2:13,4</p>



<p class="wp-block-paragraph">Große Halbachse des erreichten Orbits [km]



<p class="wp-block-paragraph">41.002,91 / 41.047,02 / 44,11</p>



<p class="wp-block-paragraph">Exzentrizität0,7395027 / 0,7389306 / 0,0005721</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inklination &#8211; Neigung der Bahn gegen den Erdäquator</p>



<p class="wp-block-paragraph">26 °39 &#8217;53 &#8220; / 26 °44 &#8217;57 &#8220; / 0 °5 &#8218;4 &#8222;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perigäum &#8211; erdnächster Bahnpunkt [km]4.310,15 / 4.345,12 / 34,97</p>



<p class="wp-block-paragraph">Apogäum &#8211; erdfernster Bahnpunkt [km]



<p class="wp-block-paragraph">64.953,68 / 65.006,92 / 53,24</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten, der US-amerikanische Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing, bestätigte das planmäßige Funktionieren des in Boeings Werk in El Segundo im Bundesstaat Kalifornien gebauten Raumfahrzeugs, nachdem es im All ausgesetzt worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der erreichten supersynchronen Übergangsbahn muss sich Inmarsat 5 F2 nun mit eigener Kraft in den Geostationären Orbit (GEO) manövrieren. Damit das gelingen kann, wird der 445 Newton starke, High Performance Apogee Thruster (HiPAT) genannte Abpogäumsmotor vom Typ R-4D-15 von Aerojet Rocketdyne an Bord des Satelliten mehrere Brennphasen absolvieren müssen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_small_4.jpg" alt="Inmarsat" width="260"/></a><figcaption>
Inmarsat 5 F2 (links) und 5 F1 (rechts) beim Hersteller  
<br>
(Bild: Inmarsat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Inmarsat 5 F2 ist ein auf dem Satellitenbus Boeing 702HP basierendes Raumfahrzeug. Als künftiger Betreiber des bei 55 Grad West im Geostationären Orbit einzusetzenden Erdtrabanten mit einer Startmasse von rund 6.104 kg (ausgesetzte Masse laut ILS 6.070 kg, Leermasse 3.663 kg) fungiert Inmarsat, ein Unternehmen, das bereits seit Jahrzehnten von Boeing gebaute Raumfahrzeuge einsetzt, um insbesondere auf und über den Weltmeeren verkehrenden Fahrzeugen und in abgelegenen Regionen der Erde mobilen Menschen Kommunikationsverbindungen zur Verfügung zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nun seit wenigen Tagen im All die Erde umrundende Trabant ist der zweite einer Serie von vier Satelliten (inkl. eines Resveresatelliten), mit denen Inmarsat eine weltweite Abdeckung der angebotenen Dienste erreichen möchte. Boeing spricht in einer Präsentation von August 2014 von einer Konstellation aus drei Satelliten mit einer Option auf weitere zwei. Nach Angaben von Inmarsat aus dem Jahre 2013 investiert Inmarsat in das Satellitensystem rund 1,2 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inmarsat-5-Satelliten sollen das neue, Global Xpress genannte Kommunikationsnetzwerk von Inmarsat unterstützen. Kunden in den Bereichen Luft- und Seefahrt, Regierung, Energieerzeugung und aus anderen Gewerben könnten laut Inmarsat von mobilen Breitbandkommunikationsverbindungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s profitieren. Die dafür an Bord der Satelliten untergebrachten Kommunikationsnutzlasten besitzen hinsichtlich der sogenannten Global Payload jeweils 89 K<sub>a</sub>-Band-Transponder. Ist Global Xpress vollständig, soll es 216 auf die eingebundenen Satelliten verteilte Ausleuchtzonen umfassen.
<br>
Pro Satellit sind unter dem Titel High Capacity Payload (HCP) zusätzlich sechs unabhängig von einander ansteuerbare und hinsichtlich ihrer Ausrichtung änderbare Ausleuchtzonen möglich. Jede dieser Ausleuchtzonen kann dabei von 130 Watt starken Wanderfeldröhrenverstärkern in der Kommunikationsnutzlast versorgt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_small_5.jpg" alt="Boeing" width="260"/></a><figcaption>
Inmarsat-5-Satellit über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Boeing)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die für die HCP erforderlichen Antennen an Bord lieferte die US-amerikanische Harris Corporation. Sie werden von Harris als Gimbal Dish Antenna (GDA) bezeichnet, was soviel wie schwenkbare Antennenschüssel bedeutet. Die HCPs sind laut Boeing so gestaltet, das mit ihnen im Bedarfsfall das Wideband Global Satcom (WGS, ursprünglich Wideband Gapfiller Satellites) genannte Satellitenkommunikationssystem des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums verstärkt werden kann. Dessen Raumfahrzeuge wurden ebenfalls von Boeing gebaut und besitzen eine ähnliche Grundkonstruktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechend der Auslegungsbetriebszeit der Satelliten will Inmarsat auch den Satelliten 5 F2 mindestens 15 Jahre lang einsetzen. Einen ressourcensparenden Betrieb des Satelliten werden unter anderem elektrische, Xenon ausstoßende Lageregelungstriebwerke eines XIPS für xenon ion propulsion system genannten Antriebssystems ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Versorgung des Satelliten mit Strom finden zwei Solarzellenausleger mit jeweils fünf Segmenten Verwendung, die zu Beginn der Mission maximal rund 15 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen und bei Missionsende immer noch rund 13,8 Kilowatt. Sie geben dem Satelliten eine Spannweite von rund 33,8 Metern. Der Speicherung elektrischer Energie an Bord dienen zwei Lithium-Ionen-Akkumulatorensätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inmarsat 5 F2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.384 und als COSPAR-Objekt 2015-005A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/proton-m-startet-mit-inmarsat-5-f1/" data-wpel-link="internal">Proton-M startet mit Inmarsat 5 F1</a> 8. Dezember 2013</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/inmarsat-5-start-der-satelliten-auf-proton-m-raketen/" data-wpel-link="internal">Inmarsat 5: Start der Satelliten auf Proton-M-Raketen</a> 2. August 2011</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/inmarsat-4f3-in-geosynchronem-orbit-angekommen/" data-wpel-link="internal">Inmarsat 4F3 in geosynchronem Orbit angekommen</a> 11. September 2008</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/inmarsat-4-f3-gestartet/" data-wpel-link="internal">Inmarsat 4 F3 gestartet</a> 19. August 2008</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13254.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Inmarsat 5 F2 auf Proton-M / Breeze-M</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/erster-proton-start-2015-wurde-ein-erfolg/" data-wpel-link="internal">Erster Proton-Start 2015 wurde ein Erfolg</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thales baut, Arianespace startet Telkom 3S</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/thales-baut-arianespace-startet-telkom-3s/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Sep 2014 10:04:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[Arianespace]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[C-Band]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Indonesien]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Ku-Band]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[TAS]]></category>
		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Ersatzsatellit für Telkom 3, Telkom 3S, wird vom französisch-italienischen Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space (TAS) gebaut. Arianespace soll ihn anschließend in den Weltraum transportieren. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Arianespace, Telkom, Thales Alenia Space. Telkom 3, ein Kommunikationssatellit für den Betreiber PT Telekomunikasi Indonesia (Telkom) war nach seinem Start auf einer russischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Ersatzsatellit für Telkom 3, Telkom 3S, wird vom französisch-italienischen Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space (TAS) gebaut. Arianespace soll ihn anschließend in den Weltraum transportieren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Arianespace, Telkom, Thales Alenia Space.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telkom 3, ein Kommunikationssatellit für den Betreiber PT Telekomunikasi Indonesia (Telkom) war nach seinem Start auf einer russischen Proton-M-Rakete und dem Versagen der Breeze-M-Oberstufe auf einer unbrauchbaren, deutlich zu niedrigen Umlaufbahn gestrandet (266 x 5.015 Kilometer, Bahnneigung gegen den Erdäquator 49,91 Grad). Da für das für eine Nutzung im Geostationären Orbit gedachte Raumfahrzeug mit der NORAD-Katalognummer 38.744 und der COSPAR-Bezeichnung 2012-044A keine Einsatzmöglichkeit bestand, wurde für Telkom die Beschaffung eines Ersatzsatelliten erforderlich.
<br>
Telkom 3 hätte im Weltraum Telkom 2 ersetzen sollen, wenn dessen Auslegungsbetriebsdauer erreicht worden wäre bzw. seine Treibstoffvorräte zu Neige gegangen sind. Für Telkom schien der Verlust von Telkom 3 im August 2012 nicht unmittelbar kritisch. The Jakarta Post schrieb am 8. August 2012, von der Auslegungsbetriebsdauer von Telkom 2, gestartet am 16. November 2005, sei noch etwas übrig. Der Hersteller von Telkom 2, die Orbital Sciences Corporation, versah den Satelliten mit einer Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-184edccb"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14092014120416_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14092014120416_small_1.jpg" alt="Thales Alenia Space" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Telkom 3S im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Thales Alenia Space)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mindestens 15 Jahre soll sich auch der von TAS zu bauende, auf dem Satellitenbus Spacebus 4000B2 basierende Telkom 3S einsetzen lassen. TAS war schon an der Konstruktion von Telkom 3 beteiligt. Für den gestrandeten, in Russland von Reschetnjow integrierten Satelliten hatte TAS die Kommunikationsnutzlast geliefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telkom 3S wird TAS mit 24 C-Band-Transpondern, 8 Transpondern für das erweitere C-Band und 10 für das K<sub>u</sub>-Band ausstatten. Die Nutzlastleistung beziffert TAS auf 6,3 Kilowatt, die voraussichtliche Startmasse des betankten Satelliten auf rund 3.500 Kilogramm.
<br>
Neben der Lieferung des Satelliten und seiner Inbetriebnahme wurde TAS auch mit der Lieferung von Ausrüstung für das entsprechende Satellitenkontrollzentrum und der Ausbildung dort tätiger indonesischer Ingenieure beauftragt. Nach Angaben von Telkom hat der Auftrag an TAS einen Wert von 199,7 Millionen US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über den neuen Satelliten plant Telkom die Ausstrahlung von hochauflösenden Fernsehprogrammen und die Bereitstellung von Diensten für Mobilfunk und Internetanbindung. Von einer Position bei 118 Grad Ost im Geostationären Orbit aus will man C-Band-Nutzer in Indonesien und dem Südosten Asiens, Nutzer des erweiterten C-Bands in Indonesien und Malaysia sowie K<sub>u</sub>-Band-Nutzer exklusiv in Indonesien erreichen. <br>Der Start von Telkom 3S ist nach aktuellen Planungen für das vierte Quartal 2016 vorgesehen. Arianespace wurde beauftragt, den Satelliten von Kourou in Französisch-Guayana aus auf einer Ariane-5-ECA-Rakete in den Weltraum zu transportieren, teilte der Startanbieter am 9. September 2014 mit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Proton-Doppelstart mit Express-AT 1 und 2</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-doppelstart-mit-express-at-1-und-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2014 16:17:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Express-AT 1]]></category>
		<category><![CDATA[Express-AT 2]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[RSCC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38406</guid>

					<description><![CDATA[<p>Stapelsat-Start: Am 16. März 2014 brachte eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe die beiden Kommunikationssatelliten Express-AT 1 und 2 für die Russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) in den Weltraum. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Chrunitschew, Reschetnjow, Roscosmos, RSCC. Der zweite Flug einer Proton-M im Jahr 2014 und dem 395. einer Proton insgesamt begann [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/proton-doppelstart-mit-express-at-1-und-2/" data-wpel-link="internal">Proton-Doppelstart mit Express-AT 1 und 2</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Stapelsat-Start: Am 16. März 2014 brachte eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe die beiden Kommunikationssatelliten Express-AT 1 und 2 für die Russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) in den Weltraum.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Chrunitschew, Reschetnjow, Roscosmos, RSCC.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014171739_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014171739_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Proton-M-Start mit Express-AT 1 und 2 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Flug einer Proton-M im Jahr 2014 und dem 395. einer Proton insgesamt begann um 00:08 Uhr MEZ am 16. März 2014 mit der Zündung der sechs mit flüssigem unsymmetrischen Dimetyhlhydrazin (UDMH) und Stickstofftetroxid (N2O4) betriebenen Haupttriebwerke der ersten Stufe auf der Rampe der Startanlage Startplatz 81/24. Rund zwei Sekunden nach der Zündung hob die von Chrunitschew in Russland gebaute Proton-M mit den beiden unter der Nutzlastverkleidung unmittelbar aufeinander gesetzten Express-AT 1 und 2 ab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Stufen der Proton-M brachten die aus der Oberstufe Breeze-M und den beiden Kommunikationssatelliten als Nutzlast bestehende Orbitaleinheit auf eine Bahn, die durch eine erste Zündung der auch von Chrunitschew konstruierten und ebenfalls mit UDMH und N2O4 arbeitenden Breeze-M-Oberstufe in einen Parkorbit rund 181 Kilometer über der Erde verwandelt wurde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014171739_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014171739_small_2.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/></a><figcaption>
Express-AT 1 und 2 im Transportcontainer 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Folge sorgten weitere Brennphasen der Oberstufe für zusätzlichen Vortrieb und weitere Bahnanhebungen, und wechselten mit langen Freiflugphasen. Nach Abschluss der vierten Brennphase der Oberstufe wurde Express-AT 1 gegen 09:10 Uhr MEZ neun Stunden und zwei Minuten nach dem Start ausgesetzt. Eine weitere Freiflugphase folgte, und schließlich konnte Express-AT 2 gegen 9:28 Uhr MEZ neun Stunden und 20 Minuten nach dem Start ausgesetzt werden. Nach Angaben des Herstellers der beiden Satelliten haben sie ihre Solarzellenausleger und Antennen nach dem Aussetzen entfaltet und funktionieren auf den erreichten annähernd geosynchronen Bahnen wie geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kommunikationssatellit Express-AT 1 brachte 1.726 Kilogramm Startgewicht auf die Waage (Reschetnjow 2014: 1.800 Kilogramm). Mit elektrischer Energie versorgt wird Express-AT 1 über zwei Solarzellenausleger aus jeweils drei Elementen mit Galliumarsenid-Zellen von OAO NPP KVANT aus Moskau. Der Stromspeicherung dienen Lithiumionen-Akkumulatorensätze vom Typ Saft VS 180 aus Frankreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Solarzellenausleger können zusammen rund 5.880 W elektrische Leistung generieren, um die raumflugtechnischen Systeme des Satelliten und seine maximal 5.600 Watt benötigende Kommunikationsnutzlast mit einer Masse von rund 360 Kilogramm zu versorgen. Letztere wurde von Thales Alenia Space (TAS) gebaut und umfasst 36 K<sub>u</sub>-Band-Transponder, von den sich 32 gleichzeitig betreiben lassen. 8 der Transponder dienen der Reserve. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014171739_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014171739_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Oberstufe und Satelliten vor dem Schließen der Nutzlastverkleidung 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Transponder von Express-AT 1 will RSCC u.a. Nutzer in Sibirien mit verschiedenen hochaufgelösten Fernsehprogrammen und mit VSAT-Diensten versorgen. In dieser Funktion wird Express-AT 1 Nachfolger des seit dem 22. November 1998 im All befindlichen, mit 8 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgestatteten Bonum 1 an der Position von 56 Grad Ost im Geostationären Orbit, und für den seit dem 10. Oktober 1999 um die Erde kreisenden DirecTV 1R. 
<br>
Express-AT 1 wurde von Reschetnjow Informational Satellite Systems mit Sitz in Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk basierend auf dem Satellitenbus Express-1000H (Ekspress-1000N) konstruiert. Der Hersteller nannte für den verwendeten Satellitenbus jüngst außerdem die Bezeichnung Express-1000HTB. Neben chemischen Triebwerken besitzt der für 15 Jahre Einsatz ausgelegte Satellit auch elektrische Triebwerke des Typs SPT-100 bzw. SPD-100 vom russischen Konstruktionsbüro Fackel bzw. Fakel aus Kaliningrad, deshalb befanden sich beim Start an Bord von Express-AT 1 neben 30 Kilogramm Hydrazin auch 110 Kilogramm des Edelgases Xenon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014171739_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17032014171739_small_4.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/></a><figcaption>
Express-AT 1 und 2 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der ebenfalls von Reschetnjow Informational Satellite Systems gebaute Express-AT 2 basiert auf der Express 1000A bzw. Ekspress 1000K-Plattform, bei der die Satellitenkomponenten um eine zylinderförmige, lasttragende Struktur herum montiert sind, welche den Doppelstart mit unmittelbar aufgesetztem Express-AT 1 ermöglichte. Auch Express-AT 2 besitzt chemische und elektrische Triebwerke (SPT-100), betankt wurde er ebenfalls mit 30 Kilogramm Hydrazin und 110 Kilogramm Xenon. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommunikationsnutzlast von Express-AT 2 besteht aus 16 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern sowie zusätzlichen 4 als Reserve. Sie hat einen Strombedarf von rund 2.850 Watt und ist ein Erzeugnis von TAS. Die Versorgung der Satellitensysteme mit elektrischem Strom übernehmen zwei Solarzellenausleger mit Galliumarsenid-Zellen von OAO NPP KVANT und gegebenenfalls Akkumulatorensätze vom Typ Saft VS 180. Der beim Start 1.427 Kilogramm (Reschetnjow 2014: 1.250 Kilogramm) schwere Express-AT 2 hat eine angestrebte Gesamtlebensdauer von 15 Jahren. 
<br>
Um Kunden in Regionen Russlands im fernen Osten mit hochaufgelösten Fernsehprogrammen und VSAT-Diensten zu versorgen, wird er nach Abschluss einer Testphase im All an einer Position von 140 Grad Ost im Geostationären Orbit stationiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldung bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tas-baut-nutzlasten-fuer-drei-russische-komsats/" data-wpel-link="internal">TAS baut Nutzlasten für drei russische Komsats</a> 24. September 2010</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12171.msg283031#msg283031" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Express AT1 + AT2 auf Proton mit Breeze-M</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/proton-doppelstart-mit-express-at-1-und-2/" data-wpel-link="internal">Proton-Doppelstart mit Express-AT 1 und 2</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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