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	<title>Cäsium-Uhr &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Cäsium-Uhr &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Navigationssatellit vom Typ GloNaSS-M gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/navigationssatellit-vom-typ-glonass-m-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2016 14:17:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Cäsium-Uhr]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Navigationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Plessezk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom Startplatz 43/4 des Kosmodroms Plessezk aus brachte eine Sojus-2.1b-Trägerrakete am 7. Februar 2016 einen neuen Satelliten für das russische Globale Navigations-Satelliten-System (Globalnaja Nawigationnaja Sputnikowaja Sistema, GloNaSS) in den Weltraum. Erstellt von Thomas Weyrauch. Quelle: Interfax, Kommersant, NPP KP Kvant, Reschetnjow, Roskosmos, TASS, ZSKB-Progress. Der Start wurde von den russischen Raketentruppen durchgeführt und sollte nach [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vom Startplatz 43/4 des Kosmodroms Plessezk aus brachte eine Sojus-2.1b-Trägerrakete am 7. Februar 2016 einen neuen Satelliten für das russische Globale Navigations-Satelliten-System (Globalnaja Nawigationnaja Sputnikowaja Sistema, GloNaSS) in den Weltraum.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.   Quelle: Interfax, Kommersant, NPP KP Kvant, Reschetnjow, Roskosmos, TASS, ZSKB-Progress.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/MORG0181kosmos2514modrussia.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/MORG0181kosmos2514modrussia260.jpg" alt=""/></a><figcaption><br><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start wurde von den russischen Raketentruppen durchgeführt und sollte nach ursprünglichen Planungen bereits im Dezember 2015 stattfinden. Es war für das Jahr 2016 der erste Satellitenstart in Plessezk. Der Raketenhersteller spricht vom 29. Start einer Sojus-2.1b seit 2006.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ausschließlich mit Flüssigkeitstriebwerken für den Vortrieb ausgestattete Sojus-Rakete mit der Seriennummer 15000-030 hob nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos exakt um 1:21 Uhr MEZ ab. Nach dem planmäßigen Verlassen der Startrampe um 3:21 Uhr Ortszeit (Moskauer Zeit) brachten die Kerosin mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden, von ZSKB-Progress gebauten Raketenstufen der Sojus die aus Fregat-Oberstufe von NPO Lawotschkin und dem Navigationssatelliten bestehende Orbitaleinheit auf eine Übergangsbahn, in der sie um 1:31 Uhr MEZ ausgesetzt wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSC6602kosmos2514modrussia.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSC6602kosmos2514modrussia260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sojus 2.1b auf dem Startplatz 43/4 in Plessezk<br>(Bilder: russisches Verteidigungsministerium)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine erste kurze Brennphase der Oberstufe war dann vorgesehen, um die Übergangsbahn in einen Parkorbit umzuwandeln. Eine Transferbahn mit einem niedrigen Perigäum sowie einem Apogäum in der Höhe des vorgesehenen Arbeitsorbits über 19.000 Kilometer über der Erde hatte die Orbitaleinheit nach einer zweiten Brennphase der Oberstufe zu erreichen. Ein dritter Triebwerkseinsatz der Oberstufe hatte zuletzt den Einschuss in die Zielbahn zu erledigen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSC6662kosmos2514modrussia.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSC6662kosmos2514modrussia260.jpg" alt=""/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Navigationssatellit wurde schließlich rund dreieinhalb Stunden nach dem Abheben von der Oberstufe abgetrennt und gelangte nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums auf die vorgesehene Bahn. Die US-amerikanische Weltraumüberwachung nennt einen 19.132 x 19.158 km-Orbit mit einer Neigung von 64,8 Grad gegen den Erdäquator. Das Bahnverfolgungs- und Satellitenkontrollzentrum der russischen Luft- und Weltraumverteidigungskräfte (Voyska Vozdushno-Kosmicheskoy Oborony, VKO &#8211; Russisch: Войска воздушно-космической обороны, ВКО) German Titow alias Golizyno 2 in Krasnoznamensk westlich von Moskau übernahm nach dem Aussetzen die Kontrolle des Satelliten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSC6668kosmos2514modrussia.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSC6668kosmos2514modrussia260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sojus-2.1b-Start am 7. Februar 2016<br>(Bilder: russisches Verteidigungsministerium)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Telemetriedaten vom Satelliten sprechen dafür, dass der neue Erdtrabant wie vorgesehen funktioniert und eine an Erde und Sonne orientierte stabile Lage eingenommen hat. Der Hersteller des Satelliten spricht von einem guten Zustand des Raumfahrzeugs im All und davon, dass alle mechanisch zu bewegenden Baugruppen erfolgreich entfaltet oder ausgeklappt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nach dem Start als Kosmos 2.514 bezeichnete Satellit vom Typ GloNaSS-M mit dem Erzeugniscode 14F113 und drei Cäsium-Atomuhren an Bord ist nicht unbedingt der letzte Satellit seiner Baulinie, der in einen Erdorbit gebracht wurde. Im Gegensatz zu neu entwickelten Modellen (GloNaSS-K1, GloNaSS-K2) besitzt das von Reschetnjow Informational Satellite Systems in Schelesnogorsk bei Krasnojarsk in Sibirien gebaute Raumfahrzeug mit einer Startmasse von mindestens 1.415 Kilogramm einen Satellitenbus mit einem großen zentralen druckbeaufschlagten Gerätebehälter. Nach Angaben von Reschetnjow sind in Schelesnogorsk derzeit noch acht auf dem Bus Uragan-M basierende GloNaSS-M-Raumfahrzeuge eingelagert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/glonassmjsciss260-1.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/glonassmjsciss260-1.jpg" alt=""/></a><figcaption>GloNaSS-M-Satellit &#8211; Illustration<br>(Bild: Reschetnjow)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue dreiachsstabilisierte Raumfahrzeug mit der GloNaSS-M Nummer 51 wird Kosmos 2.419 ersetzen. Letzterer kreist seit dem 25. Dezember 2005 um die Erde. Am 17. Oktober 2015 versagte Kosmos 2.419 alias GloNaSS 714, der seine Auslegungsbetriebsdauer von sieben Jahren deutlich überschritten hatte und von zahlreichen technischen Problemen betroffen war, nachhaltig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ersatz für Kosmos 2.419 erreichte im November 2015 das Kosmodrom Plessezk. Die Inbetriebnahme des neuen Erdtrabanten im All an der Position 17 in der Ebene 3 der GloNaSS-Satellitenkonstellation hat zwischenzeitlich begonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kosmos 2.514 alias GloNaSS 751 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.330 und als COSPAR-Objekt 2016-008A. Die Fregat-M-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.331 und als COSPAR-Objekt 2016-008B.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14032.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Glonass-M#51 (oder 751) auf Sojus 2.1b</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4142.msg352938#msg352938" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GloNaSS (Globalnaja Nawigationnaja Sputnikowaja Sistema)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>USA: Navigationssatellit GPS 2F-12 im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/usa-navigationssatellit-gps-2f-12-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Feb 2016 18:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 5. Februar 2016 wurde der US-amerikanische Navigationssatellit GPS 2F-12 auf einer Atlas-V-Rakete in 401-Konfiguration nach einer Startverschiebung von rund 48 Stunden ins All gebracht. Erstellt von Thomas Weyrauch. Quelle: Boeing, GPS.gov, ULA, USAF. Anvisiert war zuvor ein Start der 61. Atlas-V-Mission am 3. Februar 2016. Wegen elektrischen Verbindungen in der Rakete, die man noch [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 5. Februar 2016 wurde der US-amerikanische Navigationssatellit GPS 2F-12 auf einer Atlas-V-Rakete in 401-Konfiguration nach einer Startverschiebung von rund 48 Stunden ins All gebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.   Quelle: Boeing, GPS.gov, ULA, USAF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/201602160205FYF873922ulaviausaf1000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/201602160205FYF873922ulaviausaf260.jpg" alt=""/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anvisiert war zuvor ein Start der 61. Atlas-V-Mission am 3. Februar 2016. Wegen elektrischen Verbindungen in der Rakete, die man noch einmal überprüfen wollte, entschied man sich für einen Aufschub.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start der Rakete mit der Seriennummer AV-057 erfolgte dann am 5. Februar 2016 um 14:38 Uhr MEZ von der Rampe LC-41 der Cape Canaveral Air Force Station (CCAFS) in Florida zu Beginn eines 19 Minuten langen Startfensters. Vor Ort war es 8:38 Uhr morgens.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gps2f12lau1ula1000.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gps2f12lau1ula260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Atlas-V-Start am 5. Februar 2016<br>(Bilder: ULA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Atlas-V-Rakete der United Launch Alliance (ULA) flog (zum 31. Mal) in der 401-Konfiguration, die Nutzlast, der Navigationssatellit, war also unter einer Nutzlastverkleidung aus Kompositmaterial mit vier Metern Durchmesser untergebracht (4), es kamen keine Feststoffbooster zum Einsatz (0) und die Centaur-Oberstufe war mit einem Triebwerk ausgerüstet (1).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 17 Sekunden nach dem Abheben neigte sich die Rakete aus vertikaler Lage in Richtung des zu erreichenden Orbits. Etwas über 78 Sekunden nach dem Start durchbrach das Projektil die Schallmauer. 92 Sekunden nach dem Start war die Flugphase mit der höchsten aerodynamischen Belastung überstanden und die erste Stufe setzte den Flug, angetrieben von einem RD AMROSS RD-180-Triebwerk russischer Herkunft, das hochreines Kerosin mit flüssigem Sauerstoff verbrennt, fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stufentrennung zwischen erster und zweiter Stufe erfolgte rund vier Minuten und zehn Sekunden nach dem Abheben und die Centaur genannte zweite Stufe der Rakete zündete zu einer rund zwölfeinhalb Minuten langen ersten Brennphase.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/160205FZZ999001ulaviausaf1000.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/160205FZZ999001ulaviausaf260.jpg" alt=""/></a><figcaption><br><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während dieser Brennphase wurde, nachdem eine ausreichende Flughöhe erreicht war, die Verkleidung abgeworfen, welche die Nutzlast beim Aufstieg durch die Atmosphäre schützt. Am Ende der Brennphase kurz nach der 17. Flugminute war eine elliptische Parkbahn erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Brennphase der zweiten Stufe begann knapp drei Stunden später. Das flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende RL10C-1-Triebwerk von Pratt &amp; Whitney Rocketdyne aus den USA in der zweiten Stufe arbeitete dabei etwa eine Minute und 27 Sekunden. Nach der zweiten Brennphase war eine annähernd kreisförmige Bahn rund 20.440 Kilometer über der Erde mit einer Bahnneigung gegen den Erdäquator von 55 Grad erreicht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/201602160204FYF873761ulaviausaf1000.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/201602160204FYF873761ulaviausaf260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Rollout zur Startanlage am 4. Februar 2016<br>(Bilder: ULA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der GPS-Satellit mit einer Startmasse im Bereich von 1.630 kg und einer Lebenserwartung zwischen zwölf und fünfzehn Jahren wurde dann rund drei Stunden und 23 Minuten nach dem Start auf einer Bahn ausgesetzt, die im wesentlichen seinem Arbeitsorbit entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Grund des direkten Bahneinschusses war es nicht erforderlich, einen Apogäumsmotor für das Raumfahrzeug vorzusehen, was sich in dessen vergleichsweise geringen Masse widerspiegelt (zum Vergleich: die Startmasse der Satelliten der Vorgängergeneration GPS 2R betrug 2.032 kg).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Bahnmanöver können insgesamt 16 kleine Hydrazin-Triebwerke eingesetzt werden, für die der auf dem Bus AS-4000 basierende Satellit rund 145 Kilogramm Treibstoff mitführt. Die 12 Triebwerke mit einem Nominalschub von einem amerikanischen Pfund und vier Triebwerke mit einem Nominalschub von fünf amerikanischen Pfund zersetzen das Hydarzin (N<sub>2</sub>H<sub>4</sub>) im Betrieb katalytisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GPS 2F-12 ist der zwölfte von Boeing gebaute in den Weltraum transportierte Navigationssatellit und zugleich der letzte aus der 2F-Serie. Wie seine Serienvorgänger aus der Fabrik in El Segundo im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien besitzt er zwei Rubidium- und eine Cäsium-Uhr. Nach Angaben von Boeing ist die Genauigkeit der von GPS 2F-Staelliten ausgestrahlten Navigationssignale doppelt so hoch wie die der Vorgängergeneration GPS 2R.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/110726FGB484001usaf600.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/110726FGB484001usaf260.jpg" alt=""/></a><figcaption>GPS-IIF-Satellit im All &#8211; Illustration<br>(Bild: USAF)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das L5-Signal kann der Zivilluftfahrt robustere Signale liefern und das Militär wird von M-Code genannten Signalen und an Störungsversuche anpassbarer Sendeleistung profitieren, glaubt der Hersteller des Satelliten. Ein weiterer Vorteil gegenüber älteren US-amerikanischen Navigationssatelliten soll auch die Möglichkeit des schnellen Änderns der auf den Rechnern an Bord des Satelliten laufenden Software sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Konstellation der GPS-Satelliten wird GPS 2F-12 als SVN70 / PRN04 künftig voraussichtlich die Position 1 in der Ebene F besetzen. (SVN steht für Space Vehicle Number &#8211; es handelt sich um eine fortlaufende Nummerierung, prn steht für pseudo-random noise &#8211; ein Signal, das neben weiteren Informationen eine spezifische Satellitennummer innerhalb der GPS-Konstellation enthält.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist die Einsatzbereitschaft von GPS 2F-12 im All schließlich hergestellt, unterstützt er eine Ausbaustufe bei der neuerlichen Modernisierung von GPS mit der Ausstrahlung des zivilen L2C-Signals und verbesserten militärischen Navigationssignalen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GPS 2F-12 wird voraussichtlich katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.328 und als COSPAR-Objekt 2016-007A. Der Satellit wird außerdem vermutlich auch unter der Tarnbezeichnung USA-266 gelistet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13984.msg348925#msg348925" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GPS 2F-12 auf Atlas 5 401</a></li></ul>
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