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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Canberra &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>ESA-Weltraumnetzwerk verfolgt DART-Asteroideneinschlag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2022 09:35:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Augen werden nach oben gerichtet sein, wenn die NASA das 550 kg schwere DART-Raumfahrzeug absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in einen Asteroiden in der Umlaufbahn einschlagen lässt. Das Estrack-Netzwerk aus Bodenstationen der ESA, Europas „Augen am Himmel“, wird sich besonders auf den vom Menschen gebauten Impaktor konzentrieren und ihn verfolgen, während er sich seinem 160 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Alle Augen werden nach oben gerichtet sein, wenn die NASA das 550 kg schwere DART-Raumfahrzeug absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in einen Asteroiden in der Umlaufbahn einschlagen lässt. Das Estrack-Netzwerk aus Bodenstationen der ESA, Europas „Augen am Himmel“, wird sich besonders auf den vom Menschen gebauten Impaktor konzentrieren und ihn verfolgen, während er sich seinem 160 Meter großen, beweglichen Ziel im weltweit ersten Test der Asteroidenablenkung nähert. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA 20. September 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DARTimpactingESAScienceOffice.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="DART-Raumfahrzeug schlägt in Asteroiden ein - künstlerische Darstellung. (Bild: ESA – Science Office)" data-rl_caption="" title="DART-Raumfahrzeug schlägt in Asteroiden ein - künstlerische Darstellung. (Bild: ESA – Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DARTimpactingESAScienceOffice26.jpg" alt=""/></a><figcaption>DART-Raumfahrzeug schlägt in Asteroiden ein &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild:<br>ESA – Science Office)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">20. September 2022 &#8211; Der angepeilte Asteroid Dimorphos stellt keine Bedrohung für die Erde dar, und keine Sorge &#8211; der kinetische Aufprall von DART kann den Asteroiden nicht auf eine erdnahe Bahn bringen. Mit diesem Experiment soll die Umlaufbahn des Asteroiden leicht verändert werden, damit die Wissenschaftler*innen mehr über die Ablenkungsmöglichkeiten erfahren, falls ein gefährlicher Asteroid entdeckt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verfolgen Sie den Einschlag <a href="https://watch.esa.int/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">live</a>, während die Daten von DART an Bodenstationen auf der ganzen Welt, einschließlich der ESA-Station New Norcia in Australien, übertragen werden. Das NASA-Programm beginnt um Mitternacht MESZ und wird auf ESA Web TV mit Beiträgen des Hera-Missionsteams der ESA ausgestrahlt. Verfolgen Sie die Updates der ESA Mission Control, zu der Estrack und das Space Safety Programm gehören, über <a href="https://x.com/esaoperations" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">@esaoperations auf Twitter</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DimorphosscaleRomesColosseumESAScienceOffice2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Größenvergleich Asteroid Dimorphos / Kolosseum Rom. (Bild: ESA - Science Office)" data-rl_caption="" title="Größenvergleich Asteroid Dimorphos / Kolosseum Rom. (Bild: ESA - Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DimorphosscaleRomesColosseumESAScienceOffice26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Größenvergleich Asteroid Dimorphos / Kolosseum Rom. (Bild: ESA &#8211; Science Office)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Einschlag auf einem Asteroiden, bevor ein Asteroid auf uns trifft</strong><br>Der Double Asteroid Redirection Test (DART) der NASA saust derzeit durch den Weltraum zu einem Paar von durch Schwerkraft gebundenen Asteroiden in einer Umlaufbahn um die Sonne. Das binäre Asteroidensystem ist unter dem Namen Didymos bekannt, und der kleinere „Minimond“ des Paares, Dimorphos, wird der erste Asteroid im Sonnensystem sein, der zum Ziel eines vom Menschen gebauten „kinetischen Impaktors“ wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AftercrashcomesHeraESAScienceOffice2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nach der Kollision kommt HERA. (Bild: ESA - Science Office)" data-rl_caption="" title="Nach der Kollision kommt HERA. (Bild: ESA - Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AftercrashcomesHeraESAScienceOffice26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Nach der Kollision kommt HERA. (Bild: ESA &#8211; Science Office)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Einschlag fliegt die ESA-Mission Hera zu dem getroffenen Felsen, um eine gründliche Analyse des entstandenen Kraters, der Masse des Asteroiden und vieles mehr vorzunehmen und aus diesem großartigen Experiment eine verständliche und wiederholbare Technik zur Planetenverteidigung zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings hängt all dies davon ab, ob DART sein Ziel trifft. Das Raumfahrzeug wird mit einer Geschwindigkeit von 22.000 km/h durch den Weltraum rasen und sich in einer Entfernung von 11 Millionen Kilometern von der Erde einem beweglichen Objekt nähern, das etwa so groß ist wie die Cheops-Pyramide &#8211; alles andere als eine leichte Aufgabe also.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAsMalargueetrackingstationESAUKugel2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESAs Bahnverfolgungsstation Malargüe (Bild: ESA/U. Kugel)" data-rl_caption="" title="ESAs Bahnverfolgungsstation Malargüe (Bild: ESA/U. Kugel)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAsMalargueetrackingstationESAUKugel26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESAs Bahnverfolgungsstation Malargüe (Bild: ESA/U. Kugel)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">DART wird sogar erst in der letzten Stunde vor dem Einschlag in der Lage sein, Dimorphos von dem größeren zentralen Asteroiden zu unterscheiden, wobei es mithilfe seines hochentwickelten bordeigenen Leit-, Navigations- und Kontrollsystems selbstständig zu seinem unbekannten Ziel manövriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Estrack, das Netzwerk der ESA zur Kommunikation mit Satelliten, unterstützt die NASA in den Wochen vor dem Einschlag, indem es DART verfolgt, Daten über seinen Status, seinen Standort und seine Geschwindigkeit liefert &#8211; insbesondere während der letzten 12 Stunden, in denen ein Live-Stream von Bildern auf die Erde gesendet wird. Diese können von unzähligen Personen weltweit „live“ verfolgt werden, um eine permanente Überwachung zu gewährleisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Riesige Antennen sorgen für eine ultrapräzise Navigation</strong><br>Die 35 Meter große Deep Space-Antenne der ESA in Malargüe, Argentinien, liefert seit Mai ultrapräzise Messungen der Position von DART und ist in den Monaten vor dem Einschlag regelmäßig für die Mission im Einsatz.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAtracksworld1stasteroiddeflectionESA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Estrack-Netzwerk verfolgt DART - Infografik. (Grafik: ESA)" data-rl_caption="" title="Estrack-Netzwerk verfolgt DART - Infografik. (Grafik: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAtracksworld1stasteroiddeflectionESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Estrack-Netzwerk verfolgt DART &#8211; Infografik. (Grafik: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit den NASA-Antennen in Canberra, Australien, und Goldstone in Kalifornien bildet die Station ein geografisches Dreieck auf der Erde. Durch die gleichzeitige Verfolgung von DART von jedem Standort aus lassen sich seine Position, Richtung und Geschwindigkeit äußerst präzise bestimmen. Diese Methode der Verfolgung ist als Delta-DOR (Delta &#8211; Differential One-Way Range) bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltraumantenne der ESA in Australien hat ebenfalls monatlich Statusberichte von DART empfangen. Diese Berichte werden vom Raumfahrzeug per Downlink zur Erde gesendet und enthalten Details über den Status, den Standort und alle empfangenen Befehle &#8211; wichtige Informationen für die Mission Control der NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten zehn Tagen vor dem Einschlag hat sich die Überwachung noch weiter intensiviert, da das Estrack-Netzwerk der ESA die Lücken im Deep Space Network der NASA durch tägliche Kontakte mit dem Raumfahrzeug schließt. Diese „Überflüge“, d. h. der Zeitraum, in dem das Raumfahrzeug sichtbar ist und mit der Antenne am Boden kommuniziert, dauern jeden Tag etwa eine Stunde, solange bis DART die letzte Phase seiner Mission beginnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Volltreffer: Der erste Non-Fiction „Film“ über die Ablenkung eines Asteroiden wird live übertragen</strong><br>In den letzten Stunden seines Lebens wird DART ständig Bilder zur Erde senden, die zeigen, wie sich das Ziel von einer verschwommenen Masse zu einem kleinen Asteroiden wandelt und dramatisch näher kommt und größer wird, bis zum… Volltreffer! Dies wird der erste Non-Fiction Film sein, der einen tatsächlichen Einschlag auf einem Asteroiden zeigt, und es ist wichtig, dass alle Szenen bei uns ankommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für den Erfolg der Mission ist es entscheidend, dass es während der Endphase von DART keine Lücken in der Übertragung gibt. Daher werden Antennen auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und alle Lücken im Deep Space Network der NASA schließen &#8211; wir dürfen die Verbindung zu DART nicht für einen Moment verlieren“, erklärt Daniel Firre, DART Serviceleiter der ESA.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TrackingdownunderDODonnellESACCBYSA302k.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESA-Bahnverfolgungsstation New Norcia (Bild: D. O’Donnell/ESA – CC BY-SA 3.0)" data-rl_caption="" title="ESA-Bahnverfolgungsstation New Norcia (Bild: D. O’Donnell/ESA – CC BY-SA 3.0)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TrackingdownunderDODonnellESACCBYSA3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Bahnverfolgungsstation New Norcia (Bild: D. O’Donnell/ESA – CC BY-SA 3.0)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA-Station New Norcia in Australien wird während dieser letzten Phase, die 12 Stunden vor dem Einschlag beginnt und bis einige Stunden danach andauert, kontinuierlich aktualisierte Daten und Bilder der Mission liefern. Die Daten von DART werden 11 Millionen Kilometer zurückgelegt haben, bevor sie bei der 35-Meter-Schüssel in Australien ankommen &#8211; und das alles in etwa einer halben Minute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere riesige Schüssel in Australien wird mit DART in Verbindung stehen, während es auf Dimorphos einschlägt. In den letzten Minuten werden Daten vom DRACO-Instrument an Bord eingespeist. Diese Daten werden von den Wissenschaftler*innen verwendet, um die Masse des Asteroiden, die Art der Oberfläche und den Einschlagsort abzuschätzen“, erklärt Suzie Jackson, New Norcia Station Manager.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Daten von DART werden außerdem in der Mission Control der NASA zur Anpassung von Missionsparametern verwendet, und es ist wirklich wichtig, dass die Informationen so zeitnah wie möglich ankommen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AIDAcollaborationESAScienceOffice15.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Zusammenarbeit bei der Asteroiden-Forschung. (Bild: ESA – Science Office)" data-rl_caption="" title="Zusammenarbeit bei der Asteroiden-Forschung. (Bild: ESA – Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AIDAcollaborationESAScienceOffice26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Zusammenarbeit bei der Asteroiden-Forschung. (Bild: ESA – Science Office)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Italienischer Cubesat wird Zeuge des Einschlags sein</strong><br>Was DART uns nicht zeigen kann, ist das visuelle Ergebnis des Einschlags auf dem Asteroiden. Das Raumfahrzeug wird nach Beendigung seiner Arbeit zerstört und die Kommunikation zur Erde wird beendet. Spannend ist auch, dass ein schuhkartongroßer CubeSat der italienischen Raumfahrtagentur (ASI) mit DART unterwegs sein wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 14 kg schwere LICIACube wird sich fünfzehn Tage vor dem Aufprall von DART trennen, um Bilder vom Einschlag und der daraus resultierenden Wolke aus ausgeworfener Materie aufzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Näher an Hera</strong><br>Um den Einschlag von DART vollständig nachvollziehen zu können, wird die ESA-Mission Hera, sobald sich der Staub gelegt hat, im Jahr 2024 starten und zwei Jahre später im Asteroidensystem Didymos ankommen, um eine hochauflösende visuelle, laser- und funkwissenschaftliche Kartierung des Asteroidenmondes durchzuführen und die Folgen des Einschlags zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Hera gestartet ist, das Didymos-Paar erreicht hat und seine Daten nach Hause sendet, also somit diesen beeindruckenden ersten Test der Planetenverteidigung vollendet, wird das Estrack-Netzwerk der ESA wie immer diese entscheidenden Weltraumdaten zurück zur Erde bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einschlag von DART in den Asteroiden Dimorphos wird ab Mittelnacht am 27.9 live auf NASA TV und auf der <a href="https://www.nasa.gov/live/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Website</a> übertragen. Die Öffentlichkeit kann auch über die Social-Media-Konten der NASA auf Facebook, <a href="https://x.com/nasa" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Twitter</a> und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=nmMRMIE3MGw" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">YouTube</a> live dabei sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18794.msg538065#msg538065" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DART auf Falcon 9 (B1063.3) von Vandenberg</a></li></ul>
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		<title>Wenn Webb zu Hause anruft &#8211; geht die ESA ran</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wenn-webb-zu-hause-anruft-geht-die-esa-ran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2021 17:36:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das leistungsstärkste Teleskop, das jemals in den Weltraum gebracht wurde, steht kurz vor dem Start. Die ESA wird dabei sein, um seine ersten Signale einzufangen. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA. 20. Dezember 2021 &#8211; Das James-Webb-Weltraumteleskop wurde in fast 30-jähriger Zusammenarbeit zwischen der ESA, der NASA und der kanadischen Weltraumagentur entwickelt, um [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das leistungsstärkste Teleskop, das jemals in den Weltraum gebracht wurde, steht kurz vor dem Start. Die ESA wird dabei sein, um seine ersten Signale einzufangen. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JWSTArtesa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JWSTArtesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>James-Webb-Weltraumteleskop im All &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">20. Dezember 2021 &#8211; Das James-Webb-Weltraumteleskop wurde in fast 30-jähriger Zusammenarbeit zwischen der ESA, der NASA und der kanadischen Weltraumagentur entwickelt, um Licht in die Ursprünge des Kosmos zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Webb-Teleskop soll frühestens am 24. Dezember mit einer Ariane-5-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana starten. Es wird in einem direkten Tansfer zu seinem Zielorbit in mehr als 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde fliegen. Die 10-Meter-Antenne in Malindi, Kenia, ist Teil des kooperativen Bodenstations-Netzes der ESA namens Estrack und wird vom Boden aus den ersten Kontakt mit dem Weltraumteleskop herstellen und das wichtige &#8222;erste Signal&#8220; erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Signal sagt mehr als tausend Worte</strong><br>Die erste Botschaft, die das Webb-Teleskop nach Hause schickt, wird als Spitze im Spektrum auf einem Monitor in der Bodenstation in Malindi erscheinen – quasi Webb&#8217;s „erste Worte“. Solche Radiowellen-Signale sind unsere einzige Möglichkeit, Kommandos zu senden und Daten zur Erde zu schicken.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MalindistationESACCBYSAIGO3l0.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MalindistationESACCBYSAIGO3l026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Bodenstation in Malindi. (Bild: ESA &#8211; CC BY-SA IGO 3.l0)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach diesem ersten Signal wird eine Flut von weiteren Informationen gesendet, die den Flugingenieur*innen Auskunft über den Zustand des Raumfahrzeugs nach der Belastung durch den Start geben und es dem Team im Kontrollzentrum der ESA in Deutschland und dem Team der Italienischen Raumfahrtagentur (ASI) in Malindi ermöglichen, Kommandos und wichtige Missionsinformationen an das Webb-Missionskontrollzentrum der NASA weiterzuleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das globale Netz von Bodenstationen der ESA, Estrack, stellt diese wichtige Verbindung sicher. Mit einem Durchmesser von 10 Metern und einer relativ flexiblen Ausrichtung wird die Malindi-Station von der ESA in Zusammenarbeit mit ASI für die Start- und frühen Betriebsphasen einer Mission genutzt, bei denen sich eine Rakete oder ein Satellit noch recht schnell in Erdnähe am Horizont bewegen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/UltraprecisenavESA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/UltraprecisenavESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Wie schnell bewegt sich ein Raumfahrzeug entlang der &#8222;Sichtlinie&#8220;, d. h. von der Erde weg oder auf die Erde zu? Bodenstationen ermitteln dies mithilfe der Doppler-Verschiebung. (Infografik: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Station liegt in der Nähe des Äquators – wie auch der europäische Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana. Beim Start von diesem Ort aus erhalten die Raketen durch die dort herrschende schnellere Erdrotation einen zusätzlichen Schub.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während das NASA-eigene System von Datenrelais-Satelliten in der Umlaufbahn – das Tracking and Data Relay Satellite System (TDRSS) – mit neu gestartete Missionen kommunizieren kann, können nur Bodenstationen wie die des Estrack-Netwerks der ESA und des entsprechenden Netzwerks der NASA den Webb-Flugingenieur*innen die wichtigen Informationen liefern, die am Starttag benötigt werden, nämlich sogenannte „Tracking-Daten“ wie Winkel-, Entfernungs- und Geschwindigkeitsmessungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vom Start bis zum L2</strong><br>Etwa 23 Minuten nach dem Start wird die Ariane-5-Trägerrakete am Himmel über Malindi erscheinen, wobei sie über dem westlichen Horizont fliegt und weiterhin ihre wertvolle Fracht trägt. Nur fünf Minuten später trennt sich Webb von der Rakete und tritt seinen Alleinflug ins All an.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAcatchesWebbsfirstcallesa.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAcatchesWebbsfirstcallesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die ESA wird Webb&#8217;s erstes Signal empfangen. (Infografik: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als bei den meisten Missionen beginnt das Webb-Teleskop mit der Aussendung seines Signals nach dem Abwurf der Raketenverkleidung (des sog. Fairings), kurz vor der Abtrennung des Weltraumobservatoriums. Das bedeutet, dass das Estrack-Team der ESA bereits vor der Abtrennung von der Rakete mit dem Empfang von Signalen des Webb-Teleskops rechnen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es kann sein, dass wir einige Minuten nach der Trennung des Raumfahrzeugs von der Ariane 5 das Signal kurzzeitig verlieren. Zu diesem Zeitpunkt schalten wir von der Verfolgung der Trägerrakete auf die Verfolgung des Weltraumteleskops um“, erklärt Daniel Firre, Leiter des Bodensegments der ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jwstlaunchtimelineatEuropesSpaceportesa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jwstlaunchtimelineatEuropesSpaceportesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Zeitschiene für den Webb-Start. (Infografik: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Malindi-Antenne hat sozusagen zwei Köpfe oder ‚Gehirne‘, von denen immer nur eines die Antenne steuern kann. Die jeweiligen Systeme erhalten ihre Befehle dann entweder vom Startbetreiber Arianespace oder vom Webb-Tracking-Computer. Um umzuschalten, halten wir die Antenne für ein paar Sekunden an und stecken das Kabel buchstäblich von einem Kontrollsystem auf das andere um, wobei die Bewegung für etwa 20 Sekunden unterbrochen wird.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem Zeitpunkt der Trennung von der Raketen-Oberstufe wird Malindi drei Phasen der Kommunikation mit dem Raumfahrzeug haben; zunächst ist die ESA-Station in der ersten Stunde nach der Trennung in einer Art „Privatgespräch“ mit Webb. Danach schließt sich die Deep Space Antenna der NASA in Canberra an und Malindi dient als Backup. Wenn die Sonde von Canberra aus nicht mehr zu sehen ist, übernimmt Malindi noch einmal das Kommando, bevor die NASA-Station in Madrid weitermacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Immer ein Auge auf die Ariane 5</strong><br>Auch nach der Abtrennung von Webb verfolgt die Station in Malindi weiterhin die Oberstufe der Ariane-Rakete, bis zu etwa einer Stunde und 20 Minuten nach dem Start. Die Antenne verfolgt die Rakete nicht primär – sie verfolgt in diesem Zeitraum Webb – allerdings schweben die beiden Objekte relativ nahe beieinander am Himmel. Da sich Webb in der Nähe der Raketenoberstufe befindet, verbleibt die Ariane bis zum Ende ihrer Mission innerhalb der „Antennenkeule“ von Malindi. Die Mission der Rakete endet mit der „vollständigen Entleerung des Raketenoberstufentanks“ – ganz im Sinne der globalen Richtlinien zur Vermeidung von Weltraummüll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Start bis zur Abtrennung, von der Signalerfassung bis zu den ersten wissenschaftlichen Daten, die von dieser außerordentlich spannenden Mission geliefert werden, ist die ESA dabei, um diese Mission zu unterstützen und dazu beizutragen, die geheimnisvollen Ursprünge des Kosmos zu ergründen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19070.msg524585#msg524585" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">James Webb Space Telescope (JWST) auf Ariane5 VA256</a></li></ul>
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