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	<title>CDA &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>CDA &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>FU Berlin: Entdeckung von Biosignaturen im All</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2024 21:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bedingungen auf Saturnmond Enceladus im Labor simuliert. Eine Pressemitteilung der Freien Universität Berlin. Quelle: Freie Universität Berlin 14. Mai 2024. 14. Mai 2024 &#8211; Im Jahr 2018 wurden in Eispartikeln des Saturnmonds Enceladus sehr große organische Moleküle entdeckt. Noch ist unklar, ob sie auf die Existenz von Leben hindeuten oder auf andere Weise entstanden sind. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Bedingungen auf Saturnmond Enceladus im Labor simuliert. Eine Pressemitteilung der Freien Universität Berlin.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Freie Universität Berlin 14. Mai 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PIA17184Enceladus30Nov2010NASAJPLCaltechSpaceScienceInstitute1k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Enceladus im Blick der Raumsonde Cassini am 30. November 2010. (Bild: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)" data-rl_caption="" title="Enceladus im Blick der Raumsonde Cassini am 30. November 2010. (Bild: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PIA17184Enceladus30Nov2010NASAJPLCaltechSpaceScienceInstitute26.jpg" alt="Enceladus im Blick der Raumsonde Cassini am 30. November 2010. (Bild: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)" class="wp-image-139743"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Enceladus im Blick der Raumsonde Cassini am 30. November 2010. (Bild: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">14. Mai 2024 &#8211; Im Jahr 2018 wurden in Eispartikeln des Saturnmonds <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/enceladus/" data-wpel-link="internal">Enceladus</a> sehr große organische Moleküle entdeckt. Noch ist unklar, ob sie auf die Existenz von Leben hindeuten oder auf andere Weise entstanden sind. Eine aktuelle Studie könnte helfen, diese Frage zu beantworten. Bedingungen, die zur Entstehung oder Aufrechterhaltung von Leben in extraterrestrischen Ozeanen führen können, könnten demnach molekulare Spuren in Eiskörnern hinterlassen. Die Arbeiten wurden an der Freien Universität Berlin durchgeführt &#8211; der leitende Wissenschaftler Dr. Nozair Khawaja ist gerade an die Universität Stuttgart gewechselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wiege des Lebens auf der Erde befand sich vermutlich in einem Heißwasser-Schlot auf dem Grund des Ozeans. „In der Forschung sprechen wir auch von einem Hydrothermal-Feld“, erklärt Dr. Nozair Khawaja vom Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) der Universität Stuttgart. „Es gibt gute Hinweise darauf, dass in solchen Feldern Bedingungen herrschen, die für die Entstehung oder Aufrechterhaltung einfacher Lebensformen wichtig sind.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise gibt es derartige Schlote auch auf einem Himmelskörper, der nach kosmischen Maßstäben nicht weit von unserem Heimatplaneten entfernt ist: dem Saturnmond Enceladus. Der Trabant misst ungefähr 500 Kilometer im Durchmesser, seine Oberfläche ist mit einer 30 Kilometer dicken Hülle aus Eis bedeckt. Im Jahr 2005 entdeckten Wissenschaftler*innen über seinem Südpol eine riesige Wolke aus Eispartikeln. Drei Jahre später durchflog die NASA-Raumsonde <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/cassini/" data-wpel-link="internal">Cassini</a> diese Wolke. Die Messinstrumente der Sonde offenbarten Erstaunliches: Die Zusammensetzung der Partikel deutete mit großer Sicherheit darauf hin, dass unter Enceladus‘ Eisdecke ein Ozean aus flüssigem Wasser vorhanden sein muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Enceladus-Meer enthält organische Moleküle</strong><br>Khawaja hat die Daten der Cassini-Mission zusammen mit dem Planetologen Professor Frank Postberg von der Freien Universität (FU) Berlin genauer analysiert. „In den Jahren 2018 und 2019 sind wir dabei auf verschiedene organische Moleküle gestoßen, darunter auch solche, die typischerweise Bausteine biologische Verbindungen sind.“ Die Daten wurden mit einem niedrig auflösenden Messinstrument von Cassini aufgezeichnet. Dennoch könnten sie darauf hindeuten, dass der Ozean auf dem Saturnmond Enceladus voll von organischen Molekülen ist. „Und das bedeutet möglicherweise, dass dort chemische Reaktionen ablaufen, die irgendwann zu Leben führen könnten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Forscher*innen vermuten auch auf dem Grund des Enceladus-Meeres Hydrothermalfelder. Unklar war bislang, ob die entdeckten organischen Moleküle in diesen Feldern entstanden sind. Khawaja hat nun zusammen mit seinen Mitarbeiter*innen Lucia Hortal und Thomas Sullivan nach einer Möglichkeit gesucht, diese Frage zu beantworten. „Dazu haben wir an der FU Berlin im Labor die Parameter eines möglichen Hydrothermalfelds auf Enceladus simuliert“, sagt Khawaja, der gerade von der Freien Universität Berlin an die Universität Stuttgart gewechselt ist. „Dann haben wir untersucht, welche Auswirkungen diese Bedingungen auf eine einfache Kette von Aminosäuren haben.“ Aminosäuren sind die Grundbausteine von Proteinen und die Basis sämtlichen Lebens, wie wir es kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Testapparatur herrschten Temperaturen von 80 bis 150 Grad Celsius und ein Druck von 80 bis 100 bar &#8211; etwa hundertmal höher als auf der Erdoberfläche. Unter diesen extremen Verhältnissen veränderten sich die Aminosäureketten mit der Zeit auf charakteristische Weise. Doch lassen sich diese Änderungen mit den Messinstrumenten auf Raumsonden überhaupt nachweisen? Anders gefragt: Hinterlassen sie eine unverwechselbare Signatur, die man in den Daten von Cassini (oder auch künftiger Raummissionen) finden können müsste?</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CassinisCosmicDustAnalyzerCDADLRCCBY3080.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Cosmic Dust Analyzer (CDA) der Raumsonde Cassini. (Bild: DLR (CC-BY 3.0))" data-rl_caption="" title="Der Cosmic Dust Analyzer (CDA) der Raumsonde Cassini. (Bild: DLR (CC-BY 3.0))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CassinisCosmicDustAnalyzerCDADLRCCBY3026.jpg" alt="Der Cosmic Dust Analyzer (CDA) der Raumsonde Cassini. (Bild: DLR (CC-BY 3.0))" class="wp-image-139740"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Cosmic Dust Analyzer (CDA) der Raumsonde Cassini. (Bild: DLR (CC-BY 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hydrothermalfelder hinterlassen Spuren in den Messdaten</strong><br>Das Messinstrument an Bord der Cassini-Raumsonde, der sogenannte Cosmic Dust Analyzer, analysiert Staub- und Enceladus-Eispartikel im All, die mit Geschwindigkeiten von bis zu 20 Kilometern pro Sekunde unterwegs sind. Der High-Speed-Crash führt dazu, dass das Material verdampft und die Moleküle in ihm zertrümmert werden. Die Bruchstücke verlieren dabei Elektronen und sind dann positiv geladen. Sie lassen sich mit einer negativ geladenen Elektrode anziehen und treffen dort dann umso früher ein, je leichter sie sind. Wenn man die Laufzeit aller Bruchstücke misst, erhält man ein sogenanntes Massenspektrum. Daraus kann man dann Rückschlüsse auf das Ursprungsmolekül ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Labor lässt sich diese Messmethode nur mit großem Aufwand anwenden. „Wir haben stattdessen erstmals für Eispartikel, die hydrothermal verändertes Material enthielten, eine alternative Messmethode namens LILBID genutzt“, erklärt Khawaja. „Sie liefert ganz ähnliche Massenspektren wie das Cassini-Instrument. Damit haben wir unsere Aminosäurekette vor und nach dem Versuch vermessen. Dabei sind wir auf charakteristische Signale gestoßen, die durch die Reaktionen in unserem simulierten Hydrothermalfeld hervorgerufen wurden.“ Die Forschenden werden dieses Experiment nun mit weiteren organischen Molekülen unter erweiterten geophysikalischen Bedingungen im Enceladus-Ozean wiederholen. Ihre Ergebnisse ermöglichen es, die Cassini-Daten (oder auch die Daten künftiger Missionen) auf solche Signaturen zu durchforsten. Falls man sie findet, wäre das ein weiterer Hinweis auf die Existenz eines Hydrothermalfeldes auf Enceladus. Damit stiege auch die Wahrscheinlichkeit, dass auf Enceladus Leben entstehen und überdauern kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5764.msg561601#msg561601" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Leben im Sonnensystem</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Spektakulärer Besuch bei Enceladus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spektakulaerer-besuch-bei-enceladus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Mar 2008 19:33:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12. März 2008 flog Cassini dichter als je zuvor an Enceladus vorbei. Die ersten Daten wurden bereits ausgewertet und bringen mehrere Überraschungen. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA JPL. Cassini näherte sich dem Saturnmond Enceladus bei diesem Vorbeiflug von Norden her an. Dabei konnten hochauflösende Fotos vom Nordpol des Mondes gemacht werden. Wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 12. März 2008 flog Cassini dichter als je zuvor an Enceladus vorbei. Die ersten Daten wurden bereits ausgewertet und bringen mehrere Überraschungen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA JPL.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-0d0f2cdd"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31032008213322_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31032008213322_small_1.jpg" alt="NASA/JPL/Space Science Institute" width="403" height="258"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Die Region um den Nordpol von Enceladus. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Space Science Institute)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Cassini</i> näherte sich dem Saturnmond Enceladus bei diesem Vorbeiflug von Norden her an. Dabei konnten hochauflösende Fotos vom Nordpol des Mondes gemacht werden. Wie auf diesen deutlich erkennbar, ist diese Region geologisch viel älter als die Südhalbkugel und von Kratern übersät.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Bilder zeigen uns sehr detailliert, wie sich der Nordpol des Mondes vom Süden unterscheidet – das ist wichtig für das Verständnis der komplexen geologischen Geschichte dieses Mondes“, erklärte Carolyn Porco, Leiterin des Cassini Imaging Teams. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 50 Kilometern Entfernung war dies der bisher nächste Vorbeiflug an Enceladus. Dabei sollte die Raumsonde sogar durch die Fontänen, die aus den sogenannten „Tigerstreifen“ austreten, fliegen. Kurz nach der größten Annäherung tauchte <i>Cassini</i> in den Schatten des Mondes ein, sodass es unmöglich war, hochauflösende Aufnahmen vom Südpol, an dem sich die Geysire befinden, zu machen. Dafür konnte sich die Raumsonde auf andere Messungen konzentrieren: </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Instrumente <i>Ion and Neutral Mass Spectrometer (INMS)</i> und <i>Cosmic Dust Analyzer (CDA)</i> untersuchten Teilchen in der Umgebung des Mondes. Doch bei letzterem verhinderte ein Software-Problem, dass Daten während der größten Annäherung gesammelt werden konnten. Beim Umschalten zwischen zwei verschiedenen Software-Versionen trat ein Fehler auf. Dennoch wurden von den anderen Instrumenten wertvolle Daten gesammelt. Außerdem wird es nach bisherigen Planungen noch sieben weitere Vorbeiflüge an Enceladus geben. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-c8acab8a"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31032008213322_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31032008213322_small_2.jpg" alt="NASA/JPL/Space Science Institute" width="318" height="310"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Die Temperaturverteilung um Enceladus´ Südpol. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Space Science Institute)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Auswerten der Daten waren die Wissenschaftler überrascht: Die gefundenen Chemikalien ähnelten der Zusammensetzung eines Kometen. Neben flüchtigen Gasen, Wasserdampf, Kohlendioxid und Kohlenmonoxid wurden auch organische Moleküle entdeckt. Während des Fluges durch die Fontänen wurde ein noch stärkerer Anstieg der Dichte dieser Teilchen als erwartet gemessen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem <i>Composite Infrared Spectrometer (CIRS)</i> wurde die Temperaturverteilung um den Südpol von Enceladus in hoher Auflösung erfasst. Dabei wurden bei den „Tigerstreifen“ Temperaturen über -93 °C gemessen, das ist um 17 Grad höher als bisher bekannt war und um ganze 93 Grad wärmer als der Rest des Mondes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese spektakulären neuen Daten werden uns helfen, zu verstehen, was die Geysire auf Enceladus antreibt. Die überraschend hohen Temperaturen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht allzu tief unter der Oberfläche flüssiges Wasser gibt“, meinte John Spencer, der zum Team des <i>CIRS</i> gehört. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Letzten Dienstag, am 25. März 2008, flog Cassini in 1.000 Kilometern Entfernung zum 43. Mal am größten Saturnmond Titan vorbei.</p>
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