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	<title>ChemCam &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>ChemCam &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Curiosity fotografiert zwei Asteroiden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-fotografiert-zwei-asteroiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 18:22:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity hat mittlerweile eine Position eingenommen, von der aus in den nächsten Tagen eine ausführliche Untersuchungskampagne erfolgen soll. Zudem gelang dem Rover im Rahmen einer Beobachtungssequenz zur Untersuchung der Marsatmosphäre die Abbildung von zwei Asteroiden, welche das Ziel einer weiteren Weltraummission der NASA sind. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS, The [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-fotografiert-zwei-asteroiden/" data-wpel-link="internal">Curiosity fotografiert zwei Asteroiden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity hat mittlerweile eine Position eingenommen, von der aus in den nächsten Tagen eine ausführliche Untersuchungskampagne erfolgen soll. Zudem gelang dem Rover im Rahmen einer Beobachtungssequenz zur Untersuchung der Marsatmosphäre die Abbildung von zwei Asteroiden, welche das Ziel einer weiteren Weltraummission der NASA sind.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS, The Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Die von Curiosity in den letzten Wochen zurückgelegte Route. Die bisher letzte Fahrt erfolgte am 23. April, dem Missionstag Sol 609. Im Rahmen dieser Fahrt begab sich der Rover in eine Position, von wo aus sich das für die nächste Bohrung ausgewählte Bodenziel in der Reichweite des Instrumentenarmes befindet. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p>Die kommenden Wochen wird der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> damit verbringen, einen Teilbereich einer mit der Namen &#8222;The Kimberley&#8220; belegten Region im Inneren des Gale-Kraters auf dem Mars zu untersuchen. Neben den <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">wissenschaftlichen Instrumenten</a> des Rovers wird dabei auch erneut ein <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Gesteinsbohrer</a> zum Einsatz kommen, mit dessen Hilfe Material von der Marsoberfläche entnommen und anschließend näher analysiert werden soll. Als die dabei zu untersuchende Region wurde ein Teilstück des südöstlichen Randbereiches des &#8222;Mount Remarkable&#8220;, eines lediglich etwa fünf Meter hohen Hügels am südlichen Rand von &#8222;Kimberley&#8220; ausgewählt (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-eine-weitere-bohrung-steht-bevor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Durch eine Fahrt über eine Distanz von 23,77 Metern näherte sich <i>Curiosity</i> dieser Region am 20. April 2014 bis auf eine Entfernung von nur noch wenigen Metern. Nach dem Abschluss der Fahrt fertigten die Kameras des Rovers eine Vielzahl von Aufnahmen an, welche das potentielle Untersuchungsgebiet zum Ziel hatten. </p>



<p>Anhand dieser Fotos wurde schließlich von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren die Stelle ausgewählt, wo demnächst die nächste Bohrung durchgeführt werden soll. Bei dem gewählten &#8222;Zielgebiet&#8220; handelt es sich um einen flachen Gesteinsaufschluss, welcher sich in einer Entfernung von etwa vier Metern zu dem Rover befand. </p>



<p>Nach dem Abschluss verschiedener Messungen, unter anderem kam hierbei erneut die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> des Rovers zum Einsatz, nahm <i>Curiosity</i> durch eine weitere Fahrt am 23. April eine Position ein, von der aus dieser Bereich der Marsoberfläche in die direkte Reichweite des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-aufbau-des-rovers/#der-instrumentenarm-305f1388-c94a-4eee-a502-eea6b3324b3c" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Instrumentenarmes</a> und des daran befestigten Bohrsystems gelangte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Emily Lakdawalla (The Planetary Society)" width="1026" height="324"/></a><figcaption>
Diese Aufnahmen (von links nach rechts) der rechten Navigationskamera, der 
<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam-34</a>
 und der MastCam-100 zeigen den für die anstehenden Untersuchungen ausgewählten Bereich am südöstlichen Rand des &#8222;Mount Remarkable&#8220;. Alle drei Aufnahmen wurden nach dem Abschluss der Fahrt vom 20. April aus einer Distanz von etwa vier Metern zum Ziel aufgenommen.
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Emily Lakdawalla (The Planetary Society))
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme der linken Navigationskamera, angefertigt am 23. April 2014 um 22:53 MESZ, zeigt die direkt vor dem Rover gelegenen Stelle für die nächste Bohrung. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>In den kommenden Tagen soll mit der eingehenden Untersuchung der Bohrstelle begonnen werden, wobei unter anderem auch die ebenfalls am Instrumentenarm platzierte <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MAHLI-Kamera</a> sowie das gleichfalls dort befindliche <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometer</a> zum Einsatz kommen sollen. Im Rahmen ihrer Arbeiten müssen diese beiden Instrumente sehr dicht über der Marsoberfläche platziert werden, dürfen dabei jedoch eine jeweilige minimale Distanz zu dieser nicht unterschreiten. Besonders ein unvorhergesehener heftiger Bodenkontakt könnte zu ernsthaften Beschädigungen führen. </p>



<p><strong>Die Gefahr eines ungeplanten Bodenkontaktes</strong>
<br>
Durch das für den Einsatz der Instrumente notwendige Entfalten des Instrumentenarmes erfolgt allerdings zugleich auch automatisch eine Gewichtsverlagerung des Rovers, was unter bestimmten Umständen dazu führen könnte, dass der Rover im Rahmen dieses Manövers aufgrund eines unebenen oder &#8222;nicht standsicheren&#8220; Untergrundes ins Rutschen gerät. Dieses definitiv unerwünschte Szenario kann zum Beispiel dann eintreten, wenn eines der sechs Räder des Rovers auf der Kante eines größeren Steins zum Stehen gekommen ist oder der Boden mehr oder weniger stark geneigt und zudem von einer Sandschicht bedeckt wird. </p>



<p>Um die Möglichkeit eines &#8222;Wegrutschens&#8220; des Rovers und eines eventuell dadurch bedingten Bodenkontaktes der Instrumente ausschließen zu können soll durch die Auswertung verschiedener telemetrischer Daten &#8211; welchen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlupf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schlupf</a> wiesen die Räder aufgrund eines lockeren Untergrundes während der letzten Fahrt auf &#8211; und weiterer Fotoaufnahmen &#8211; speziell die MAHLI-Kamera kann eingesetzt werden, um die Räder und den Untergrund  abzubilden &#8211; deshalb zunächst die gegenwärtige &#8222;Standfestigkeit&#8220; des Rovers ermittelt werden. </p>



<p>Sollte die entsprechende Beurteilung positiv ausfallen, so dürften die ersten der vorgesehenen Untersuchungen noch an diesem Wochenende beginnen. Die ersten Schritte der zu absolvierenden Bohrung werden dagegen frühestens in der kommenden Woche erfolgen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Cornell University" width="260"/></a><figcaption>
Durch die Abbildung der Sonne kann der aktuelle Tau-Wert der Atmosphäre ermittelt werden. Diese Aufnahmen fertigte der mittlerweile nicht mehr aktive Marsrover Spirit im Januar 2004 kurz nach seiner erfolgreichen Landung auf der Marsoberfläche an. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Zwei Asteroiden in einer Nacht</strong>
<br>
Während der letzten Tage waren aber nicht nur die in die <i>Curiosity</i>-Mission involvierten Ingenieure und Geologen beschäftigt &#8211; auch die Astronomen und die auf die Marsatmosphäre spezialisierten Wissenschaftler kamen voll und ganz auf ihre Kosten&#8230; 
<br>
Neben der Abbildung der Planetenoberfläche können die Aufnahmen der verschiedenen Kamerasysteme des Rovers auch dazu genutzt werden, um die aktuelle Durchsetzung der Marsatmosphäre mit Staub und Wassereiskristallen zu ermitteln, indem die Kameras zu diesem Zweck den Himmel abbilden. Üblicherweise werden hierfür zu verschieden Zeitpunkten eines Marstages Aufnahmen von der Sonne angefertigt. </p>



<p>Je mehr Staub sich in der Marsatmosphäre befindet oder je niedriger die Sonne über dem Horizont steht, desto mehr wird das Sonnenlicht beim Passieren der Marsatmosphäre gedimmt. Diese <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Opazit%C3%A4t" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Opazität</a>, auch als &#8222;Tau-Wert&#8220; bezeichnet, ist besonders für solche Rover-Missionen von Bedeutung, welche für ihren Betrieb aufgrund einer Ausstattung mit Solarpaneelen ausschließlich auf Sonnenenergie angewiesen sind. </p>



<p>Außerdem lassen sich durch eine langfristig erfolgende Dokumentation der Entwicklung des Tau-Wertes aus Aussagen über verschiedene <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wasserdampfueberschuss-in-der-marsatmosphaere/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">atmosphärische Prozesse</a>, über die Verteilung des Staubes auf dem Mars und über dessen Interaktion zwischen der Planetenoberfläche und der Atmosphäre oder über das allgemeine, von den jeweiligen Jahreszeiten beeinflusste Wettergeschehen tätigen. </p>



<p>In der Nacht des 21. April wurde deshalb die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam</a> des Rovers auf den Nachthimmel ausgerichtet, um die beiden Marsmonde Phobos und Deimos abzubilden. Durch die sich im Rahmen dieser Beobachtungssequenzen verändernde Helligkeit der Monde sollte die zu diesem Zeitpunkt gegebene Opazität der Atmosphäre ermittelt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042014202203_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Texas A&amp;M University" width="260"/></a><figcaption>
Die hier gezeigte Aufnahme zeigt den Marsmond Deimos, drei Hintergrundsterne sowie Vesta und Ceres. Während der Aufnahme war die MastCam auf dem Marsmond ausgerichtet und ist dessen Bewegung über den Nachthimmel &#8222;gefolgt&#8220;. Die &#8222;Strichspuren&#8220;, welche die Sterne sowie die beiden Asteroiden hier hinterlassen, resultieren aus der Belichtungszeit von etwa 12 Sekunden und der sich in diesem Zeitraum ergebenen Bewegung der abgebildeten Objekte. Die im Rahmen der Abbildung erreichte Grenzhelligkeit liegt bei etwa sechs bis sieben 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mag</a>
, was in etwa den Wahrnehmungsmöglichkeiten des menschlichen Auges entspricht. Für einen hypothetischen auf der Marsoberfläche befindlichen Astronauten hätte sich somit ein vergleichbarer Anblick geboten. Der schwarze Kreis, mit dem Deimos in dieser Ansicht umgeben ist, entspricht in etwa dem Bereich, den der Vollmond von der Erde aus betrachtet einnimmt. Im linken Bereich des Bildes sind zudem Aufnahmen des Mondes Phobos und der Planeten Jupiter und Saturn eingefügt, welche ebenfalls in dieser Beobachtungsnacht angefertigt wurden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Texas A&amp;M University)
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Die entsprechende Beobachtungen waren Bestandteil eines Experiments, mit dem die Opazität der Marsatmosphäre während der Nachtstunden am Standort von <i>Curiosity</i> analysiert werden sollte. Während der gegenwärtigen Jahreszeit entwickeln sich vermehrt aus Wassereiskristallen und Wasserdampf bestehende Wolken&#8220;, so Dr. Mark Lemmon von der Texas A&amp;M University in College Station/USA. &#8222;Die beiden primären Beobachtungsziele in dieser Nacht waren dabei die beiden Marsmonde.&#8220; </p>



<p>Allerdings wurden für die damit verbundenen Observationen bewusst ein Beobachtungszeitpunkt ausgewählt, zu dem sich der kleinere der beiden Marsmonde &#8211; <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wo-ist-deimos/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Deimos</a> &#8211; vom Mars aus betrachtet in der unmittelbaren Nähe des Asteroiden (4) Vesta und des Zwergplaneten (1) Ceres befand. Somit konnten im Rahmen dieser Beobachtungskampagne erstmals von der Marsoberfläche aus zwei Objekte abgebildet werden, welche im Bereich des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hauptg%C3%BCrtel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Asteroiden-Hauptgürtels</a> um unsere Sonne kreisen. Neben diesen beiden Kleinkörpern und den zwei Marsmonden konnte die MastCam von <i>Curiosity</i> im Rahmen dieser Beobachtungssequenz neben diversen Hintergrundsternen auch die beiden Planeten Jupiter und Saturn abbilden.  </p>



<p><strong>Die Mission DAWN</strong>
<br>
Sowohl <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/vestas-verborgene-sehenswuerdigkeiten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Vesta</a> als auch <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wasserdampf-beim-zwergplaneten-ceres/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Ceres</a> sind übrigens die beiden Hauptziele der ebenfalls von der NASA geleiteten Mission <i>DAWN</i>. Nach dem Abschluss der Untersuchungen bei Vesta im September 2012 begab sich diese Asteroidensonde auf den Weg zu Ceres. Der Zwergplanet soll im März 2015 erreicht und anschließend über mehrere Monate hinweg aus einen engen Orbit erkundet werden. Die jetzt durch den Rover <i>Curiosity</i> angefertigten Aufnahmen werden allerdings keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf der <i>DAWN</i>-Mission haben. Außer den Positionen dieser beiden Objekte und deren aktuellen Helligkeit lassen sich daraus keine weiteren wissenschaftlich relevanten Informationen gewinnen. 
<br>
<strong>Status Curiosity</strong>
<br>
Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 611 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> mit seinen Kamerasystemen 143.252 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. Insgesamt hat der Rover zudem mittlerweile mehr als 6.200 Meter auf der Marsoberfläche zurückgelegt. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-eine-weitere-bohrung-steht-bevor/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity: Eine weitere Bohrung steht bevor</a> (21. April 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-untersucht-die-region-kimberley/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity untersucht die Region Kimberley</a> (9. April 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/trotz-problem-mit-dem-mro-curiosity-faehrt-weiter/" data-wpel-link="internal">Trotz Problemen mit dem MRO: Curiosity fährt weiter</a> (17. März 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-zwei-laengere-fahrten-im-rueckwaertsgang/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Zwei längere Fahrten im Rückwärtsgang</a> (22. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-ueberschreitet-die-fuenf-kilometer-marke/" data-wpel-link="internal">Curiosity überschreitet die Fünf-Kilometer-Marke</a> (12. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-setzt-seine-untersuchungen-fort/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity setzt seine Untersuchungen fort</a> (8. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-hat-die-sandduene-ueberquert/" data-wpel-link="internal">Curiosity hat die Sanddüne überquert</a> (7. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-hat-dingo-gap-erreicht/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity hat Dingo Gap erreicht</a> (1. Februar 2014)</li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.3390" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Curiosity setzt seine Untersuchungen fort</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-setzt-seine-untersuchungen-fort/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Feb 2014 13:37:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
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		<category><![CDATA[Planetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Siding Spring]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der erfolgreichen Passage einer Sanddüne setzt der Marsrover Curiosity seine Untersuchungen fort. Außerdem hat sich der Rover vor wenigen Tagen als Astrofotograf betätigt und ein Foto von unserem Heimatplaneten angefertigt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS, UMSF-Forum. Bereits am 24. Januar 2014 hatten sich die Leiter der Mission des von der US-amerikanischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach der erfolgreichen Passage einer Sanddüne setzt der Marsrover Curiosity seine Untersuchungen fort. Außerdem hat sich der Rover vor wenigen Tagen als Astrofotograf betätigt und ein Foto von unserem Heimatplaneten angefertigt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS, UMSF-Forum.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022014143738_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022014143738_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Die im Rahmen der Überquerung der bei Dingo Gap befindlichen Sanddüne von dem Rover Curiosity zurückgelegte Strecke. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits am 24. Januar 2014 hatten sich die Leiter der Mission des von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebenen Marsrovers <i>Curiosity</i> dazu entschieden, den Rover von seinem ursprünglich vorgesehenen Kurs abweichen zu lassen und stattdessen eine mit dem Namen &#8222;Dingo Gap&#8220; belegten Formation anzusteuern. Am 6. Februar überquerte der Rover schließlich eine etwa einen Meter hohe Sanddüne, welche die Durchfahrt bei der Dingo Gap auf voller Breite versperrte. Nach dem Abschluss dieser Fahrt, bei der innerhalb von 28 Minuten eine Strecke von 7,28 Metern überbrückt wurde, hatte der Rover mit seinen beiden vorderen Rädern wieder &#8222;sicheres Terrain&#8220; erreicht (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-hat-die-sandduene-ueberquert/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>In den folgenden Stunden wurden neben den aktuellen Telemetriedaten des Rovers auch erste Aufnahmen zur Erde übermittelt, welche das jetzt erreichte Gelände im Detail zeigten. Auf den Aufnahmen der vorderen Gefahrenerkennungskameras zeigte sich dabei, dass sich unmittelbar neben dem rechten Vorderrad eine venenartige Struktur durch den Marsboden zieht. </p>



<p>Ähnliche Strukturen wurden bereits im Jahr 2011 von dem ebenfalls von der NASA betriebenen Marsrover <i>Opportunity</i> bei der Untersuchung des westlichen Randbereiches des Endeavour-Kraters entdeckt. Die damaligen Analysen ergaben, dass es sich hierbei um Risse im Boden handelt, welche mit relativ großer Mengen an Kalzium und Schwefel gefüllt sind. Diese beiden Stoffe traten dabei in einem Verhältnis auf, welches sich am besten mit dem wasserhaltigen Mineral <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Calciumsulfat" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Calciumsulfat</a> vereinbaren lässt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022014143738_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022014143738_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Direkt neben dem rechten Vorderrad des Rovers befindet sich eine längliche, venenartige Struktur. Die hier gezeigte Aufnahme wurde unmittelbar nach der Überquerung der Sanddüne mit der vorderen rechten Gefahrenerkennungskamera angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Dieses Mineral kann sich nur durch die Einwirkung von flüssigem Wasser bilden und ablagern. In der Natur tritt es &#8211; abhängig von der in der Kristallstruktur eingebundenen Menge an Wasser &#8211; in unterschiedlichen Formen auf. Die Messungen des Marsrovers <i>Opportunity</i> ließen die an den Untersuchungen beteiligten Wissenschaftler zu dem Schluss gelangen, dass es sich bei den untersuchten Strukturen um &#8222;Adern&#8220; aus Gips handelt (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/rover-opportunity-entdeckt-gipsadern-im-marsboden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p><strong>Aktuelle Untersuchungen durch Curiosity</strong>
<br>
Auch bei der jetzt durch <i>Curiosity</i> entdeckten Struktur dürfte es sich um Frakturen im Boden handeln, welche mit verschiedenen Mineralen aufgefüllt sind. Am heutigen Tag sollen zwei der Instrumente des Marsrovers <i>Curiosity</i>, die an dessen Instrumentenarm montierte <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MAHLI-Kamera</a> und das ebenfalls dort befindliche <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometer</a>, dazu genutzt werden, um die Natur dieser Mineralien genauer zu untersuchen. </p>



<p>In den frühen Morgenstunden des folgenden Missionstages soll dann ein weiteres der insgesamt <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">zehn wissenschaftliche Instrumenten</a>, die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ChemCam</a>, eingesetzt werden, um auf der umliegenden Marsoberfläche nach Anzeichen für Bodenfrost zu suchen. Im Anschluss an diese Untersuchung wird die ChemCam dann zwei mit den Namen &#8222;Collett&#8220; und &#8222;Mussell&#8220; belegte Bodenformationen analysieren, welche sich direkt neben den venenartigen Strukturen befinden. </p>



<p>Im Anschluss an diese Arbeiten soll der Rover die Formation Dingo Gap endgültig durchfahren und dabei weitere rund 40 Meter zurücklegen. Die im Anschluss an diese Fahrt anzufertigenden Aufnahmen sollen am kommenden Montag genutzt werden, um die darauf folgende Fahrt zu planen, welche dann wahrscheinlich am Dienstag durchgeführt werden wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022014143738_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022014143738_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Texas A&amp;M University" width="260"/></a><figcaption>
Auf dieser Aufnahme der linken Mastkamera ist unser Heimatplanet erkennbar. Unmittelbar darunter befindet sich der Mond. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Texas A&amp;M University)
</figcaption></figure></div>



<p>Außerdem soll mit dem Tunable Laser Spectrometer, einem der drei Messinstrumente des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-sam-instrument/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">SAM-Instrumentenkomplexes</a>, eine erneute, diesmal während der Nachtstunden durchzuführende Analyse der Marsatmosphäre erfolgen (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-immer-noch-kein-methan-auf-dem-mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a> über frühere Messungen). </p>



<p><strong>Ein Foto von unserem Heimatplaneten</strong>
<br>
Neben seinen derzeitigen wissenschaftlichen Aktivitäten hat sich der Marsrover <i>Curiosity</i> vor wenigen Tagen zudem auch als &#8222;Astrofotograf&#8220; betätigt und seine Hauptkamera, die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam</a>, am 31. Januar 2014 etwa 80 Minuten nach Sonnenuntergang auf den Nachthimmel des Mars gerichtet. </p>



<p>Auf den dabei angefertigten Aufnahmen ist unser Heimatplanet als kleiner, leuchtender Punkt knapp über dem Marshorizont erkennbar. Höher aufgelösten Versionen dieses Fotos finden Sie auf <a class="a" href="https://science.nasa.gov/photojournal/bright-evening-star-seen-from-mars-is-earth/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">dieser Seite</a> des JPL-Photojournals. Neben der Erde ist auf diesen Aufnahmen auch der Mond erkennbar. Zum Zeitpunkt der Aufnahme betrug der Abstand zwischen dem Mars und der Erde etwa 159.579.000 Kilometer. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022014143738_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022014143738_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Texas A&amp;M University" width="260"/></a><figcaption>
Die noch höher auflösende rechte Mastkamera, die 
<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam-100</a>
, konnte sogar den Erdmond abbilden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Texas A&amp;M University)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei diesen Fotos handelt es sich jedoch keineswegs um &#8222;sentimentale Spielereien&#8220; der beteiligten Wissenschaftler. Vielmehr verfügen diese Aufnahmen, mit denen die Leistungsfähigkeit dieses Kamerasystems für astronomische Beobachtungen unter Beweis gestellt wurde, über einen wissenschaftlichen Hintergrund. </p>



<p>Bereits in wenigen Monaten wird sich der Komet C/2013 A1 (Siding Spring) dem Mars nähern und diesen am 19. Oktober 2014 in einer Distanz von lediglich rund 138.000 Kilometern passieren. Neben den drei derzeit aktiven Marsorbitern der NASA und der Europäischen Weltraumagentur ESA soll dann auch der Marsrover <i>Curiosity</i> zur Untersuchung dieses Kometen eingesetzt werden (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-vorbereitung-auf-den-komet-siding-spring/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 537 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von mehr als 4.920 Metern auf der Oberfläche des Mars zurückgelegt. Seit dem Erreichen unseres Nachbarplaneten haben die Kamerasysteme von <i>Curiosity</i> zudem mehr als 118.300 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-hat-die-sandduene-ueberquert/" data-wpel-link="internal">Curiosity hat die Sanddüne überquert</a> (7. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-hat-dingo-gap-erreicht/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity hat Dingo Gap erreicht</a> (1. Februar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-aendert-den-kurs/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity ändert den Kurs</a> (25. Januar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsorbiter-mro-fotografiert-curiositys-radspuren/" data-wpel-link="internal">Marsorbiter MRO fotografiert Curiositys Radspuren</a> (10. Januar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-software-upgrade-und-ueberpruefung-der-raeder/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Software-Upgrade und Überprüfung der Räder</a> (22. Dezember 2013)</li></ul>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.3120" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Curiosity hat die Sanddüne überquert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-hat-die-sandduene-ueberquert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2014 04:59:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[APX]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
		<category><![CDATA[Dingo Gap]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[USGS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38354</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity hat eine Sanddüne, welche die Durchfahrt durch die Dingo Gap versperrte, vor wenigen Stunden erfolgreich passiert. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: USGS. JPL, University of Leicester. Vertont von Peter Rittinger. Bereits am 24. Januar 2014 hatten sich die Leiter der Mission des von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebenen Marsrovers Curiosity dazu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity hat eine Sanddüne, welche die Durchfahrt durch die Dingo Gap versperrte, vor wenigen Stunden erfolgreich passiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von R<a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">alph-Mirko Richter</a>. Quelle: USGS. JPL, University of Leicester. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2014-02-09-66621.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07022014055915_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07022014055915_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Während der Fahrt zum Kamm der Düne wurden diverse Aufnahmen angefertigt, mit denen sich nachträglich die Fortschritte während der einzelnen Fahrabschnitte nachvollziehen lassen können. Diese hier gezeigte Aufnahme fertigte die linke Navigationskamera am 4. Februar 2014 an. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits am 24. Januar 2014 hatten sich die Leiter der Mission des von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebenen Marsrovers <i>Curiosity</i> dazu entschieden, den Rover von seinem ursprünglich vorgesehenen Kurs abweichen zu lassen und stattdessen eine mit dem Namen &#8222;Dingo Gap&#8220; belegten Formation anzusteuern. </p>



<p>Als Grund für diese kurzfristige Neuplanung der Route, welche als Fernziel jedoch auch weiterhin die Basis des im Inneren des Gale-Kraters gelegenen Zentralberges Aeolis Mons zum Ziel hat, wird das zukünftig zu passierende Gelände genannt. Hinter &#8222;Dingo Gap&#8220;, so die für die Planung verantwortlichen Missionsmitarbeiter, befindet sich ein Gelände, welches für den  Rover leichter und sicherer zu passieren sein wird als das Terrain auf der ursprünglich vorgesehenen Route. </p>



<p>Um dieses Gebiet zu erreichen und anschließend auch zu durchfahren musste der Rover allerdings zunächst eine in ihrem Zentrum etwa einen Meter hohe Sanddüne überqueren, welche die Durchfahrt bei der Dingo Gap auf voller Breite versperrt und die eine potentielle Gefahr für den Rover dargestellt hat. Am 30. Januar erreichte der Rover schließlich nach mehreren Fahrten über jeweils nur wenige Meter den Rand dieser Düne (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-hat-dingo-gap-erreicht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) und begann unmittelbar darauf mit ausgedehnten Untersuchungen. </p>



<p>Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass es sich bei dieser Düne offenbar um eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Barchan#Sicheld.C3.BCne_.28Barchan.29" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sicheldüne</a> handelt. Dieser Dünentyp ist den Wissenschaftlern auch von der Erde her bekannt. Auf unserem Heimatplaneten treten solche auch als &#8222;Barchan&#8220; bezeichneten Dünen speziell in einer trockenen Umgebung auf und stellen die in solchen Umgebungen am weitesten verbreitete Dünenform dar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07022014055915_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07022014055915_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Zur Dokumentation der Fortschritte während der Fahrt dienen auch die Aufnahmen der hinteren Gefahrenerkennungskameras. Das hier erkennbare &#8222;Chaos&#8220; an Radspuren hat Curiosity seit dem 30. Januar 2014 auf der Vorderseite der Sanddüne hinterlassen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Durch weiterführende Analysen mit <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">verschiedenen Instrumenten</a> wurde zunächst die Zusammensetzung und die &#8222;Tragfähigkeit&#8220; des Sandes ermittelt. Hierbei kamen unter anderem die diversen Kamerasysteme des Rovers, aber auch das <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometer</a>, die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> und das <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-dynamic-albedo-of-neutrons/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">DAN-Instrument</a> zum Einsatz. Eine erste Auswertung der gewonnenen Daten führte zu dem Schluss, dass die Passage dieser Düne von <i>Curiosity</i> wohl ohne größere Probleme zu bewerkstelligen sein wird. </p>



<p>&#8222;Anhand der im Bereich der Dingo Gap gewonnenen Fotos erscheint es so, als ob diese Düne sicher passiert werden kann. Deshalb wurde beschlossen, die Passage durch diese Lücke fortzusetzen&#8220;, so Ken Herkenhoff vom United States Geological Survey (USGS) am 3. Februar 2014. </p>



<p>Am gleichen Tag bewegte sich der Rover jedoch zunächst erst einmal wieder um etwa 1,1 Meter von der Düne weg und führte weitere Analysen des Geländes durch. Hierbei wurden die Instrumente erneut dazu eingesetzt, um sowohl die Zusammensetzung des von den Rädern &#8222;umgegrabenen&#8220; Dünenmaterials als auch die direkt daneben gelegenen, unberührten Bereiche zu untersuchen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07022014055915_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07022014055915_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme wurde am 4. Februar 2014 mit der linken Navigationskamera unmittelbar nach der Erreichen des Dünenkamms angefertigt. Auf der linken Bildhälfte ist das hinter dem Kamm gelegene Gelände der Düne erkennbar. Im Bildhintergrund ist das rund 25 Kilometer entfernt gelegene Randgebirge des Gale-Kraters zu sehen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Da alle bisher gesammelten Daten einschließlich der Telemetriewerte, welche unter anderem Auskunft über den Schlupf der Räder beim Durchfahren der Düne liefern, keine Auffälligkeiten zeigten begann <i>Curiosity</i> bereits am nächsten Tag, dem 4. Februar, mit der schrittweise erfolgenden Überquerung der Düne. </p>



<p>Hierzu wurde der Rover zunächst in die südliche Richtung gesteuert, um den südlichen Rand der Düne zu erreichen. Anschließend wurde eine Drehung um 90 Grad absolviert und <i>Curiosity</i> begann mit seiner Fahrt zum eigentlichen Dünenkamm. </p>



<p>Nach einer absolvierten Strecke von insgesamt 9,26 Metern erreichten die Vorderräder des Rovers schließlich den Kamm der Düne und die Fahrt wurde &#8211; wie vorgesehen &#8211; beendet. In der Folgezeit wurden wieder diverse Aufnahmen der Umgebung von diesem neuen Standort aus angefertigt und bereits kurz darauf zur Erde übermittelt. </p>



<p>Da auch weiterhin alles &#8222;nach Plan&#8220; verlaufen war stand der endgültigen Überquerung der Düne somit nichts mehr im Weg. Die entsprechende Fahrt sollte eigentlich bereits am 5. Februar stattfinden, wurde dann aber doch noch kurzfristig verschoben. Durch den Aufschub der Fahrt um einen weiteren Tag sollten die für die Durchführung der Fahrt verantwortlichen Roverdriver mehr Zeit erhalten, um dieses überaus anspruchsvolle Manöver zu planen und die entsprechenden Kommandosequenzen zu schreiben und zu testen. </p>



<p><strong>Die Sanddüne ist überwunden</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07022014055915_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07022014055915_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahmen der vorderen und hinteren Gefahrenerkennungskameras wurden nach dem Ende der Fahrt am 6. Februar angefertigt und dokumentieren, dass die Düne erfolgreich passiert wurde. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p><i>Curiosity</i> setzte sich schließlich am 6. Februar gegen 12:52 lokaler Marszeit &#8211; dies entspricht 21:02 MEZ &#8211; erneut in Bewegung und überbrückte innerhalb von rund 36 Minuten eine weitere Distanz von mehreren Metern. Nach dem Abschluss dieser Fahrt hatte der Rover mit seinen beiden vorderen Rädern wieder &#8222;sicheres Terrain&#8220; erreicht. </p>



<p>Der Rover kann seine Fahrt jetzt auf einem Gelände fortsetzten, auf dem sich deutlich weniger scharfkantige Steine befinden, welche zu den zuvor beobachteten Beschädigungen der Radlaufflächen führen. Zudem hat <i>Curiosity</i> durch die Überquerung der Düne auch den erfolgreichen Praxisnachweis geliefert, dass er auch trotz seines hohen Gewichts von 899 Kilogramm prinzipiell in der Lage ist, sich auch über eine sandige Oberfläche zu bewegen, ohne sich dabei festzufahren. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 535 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von mehr als 4.900 Metern auf der Oberfläche des Mars zurückgelegt. Seit dem Erreichen unseres Nachbarplaneten haben die Kamerasysteme von <i>Curiosity</i> zudem mehr als 118.300 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



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]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
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		<title>Marsrover Curiosity ändert den Kurs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jan 2014 13:03:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
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		<category><![CDATA[Mars]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Weg zum Aeolis Mons wird der Marsrover Curiosity in den nächsten Tagen etwas von der ursprünglich vorgesehenen Route abweichen. Auf der neuen Route wird der Rover ein Gelände überqueren, welches leichter und sicherer zu passieren ist. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: USGS, The Planetary Society, JPL. Vertont von Peter Rittinger. Während der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf dem Weg zum Aeolis Mons wird der Marsrover Curiosity in den nächsten Tagen etwas von der ursprünglich vorgesehenen Route abweichen. Auf der neuen Route wird der Rover ein Gelände überqueren, welches leichter und sicherer zu passieren ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: USGS, The Planetary Society, JPL. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2014-01-28-71666.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012014140301_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012014140301_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Diese am 21. Januar 2014 mit der MastCam-34 angefertigte Aufnahme zeigt im Hintergrund die Formation &#8222;Dingo Gap&#8220;, welche Curiosity in den nächsten Tagen ansteuern soll. Das im Vordergrund erkennbare Gesteinsfeld wurde mittlerweile umfahren.
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Während der letzten Tage hat sich der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebenen Marsrover <i>Curiosity</i> in kleinen Schritten stetig in die grob südwestliche Richtung bewegt. Vor, während und nach diesen Fahrten wurden diverse Untersuchungen durchgeführt. Nach der bisher letzten Fahrt über eine Distanz von knapp 11 Metern, welche am 23. Januar 2014 erfolgte, wurden so zum Beispiel am gestrigen Tag die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam</a>, die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> und die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MAHLI-Kamera</a> eingesetzt. </p>



<p>Anschließend, so die ursprüngliche Planung, sollte sich der Rover eigentlich um rund 22 weitere Meter in die südliche Richtung bewegen. Diese Fahrt wurde allerdings kurzfristig gestrichen, da sich die an der Mission beteiligten Wissenschaftler und die für die Steuerung von <i>Curiosity</i> verantwortlichen Roverdriver für eine neue Route entschieden haben. </p>



<p>Am heutigen Tag sollen stattdessen zunächst &#8222;Fernerkundungen&#8220; mit den Kamerasystemen und verschiedene direkte Untersuchungen von in der unmittelbaren Umgebung gelegenen Zielen auf der Planetenoberfläche durchgeführt werden. Hierbei sollen neben der Mikroskopkamera und dem ChemCam-Spektrometer auch das <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometer</a> zum Einsatz kommen. </p>



<p><strong>Eine neue Route</strong>
<br>
Für den morgigen Tag ist dann eine weitere Fahrt vorgesehen, welche diesmal über eine Distanz von rund 24 Metern in die <i>westliche</i> Richtung führen soll. In dieser Richtung befindet sich das &#8222;neue&#8220; Ziel von <i>Curiosity</i> &#8211; eine kleine &#8222;Lücke&#8220; zwischen zwei flachen Erhebungen auf der Marsoberfläche. Diese mit dem Namen &#8222;Dingo Gap&#8220; belegte Formation befindet sich rund 75 Meter vom aktuellen Standort entfernt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012014140301_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012014140301_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Emily Lakdawalla (The Planetary Society)" width="260"/></a><figcaption>
Hinter der in dieser Übersicht mit &#8222;gap&#8220; beschrifteten Formation &#8222;Dingo Gap&#8220; wird Curiosity auf ein Gelände treffen, welches leichter zu passieren ist als das Gelände auf der ursprünglich vorgesehenen Route, welche vom aktuellen Standort (Sol 521) aus in die südwestliche Richtung zeigte. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Emily Lakdawalla (The Planetary Society))
</figcaption></figure></div>



<p>Als Grund für diese kurzfristige Neuplanung der Route, welche als Fernziel allerdings auch weiterhin die Basis des im Inneren des Gale-Kraters gelegenen Zentralberges Aeolis Mons zum Ziel hat, wird das zukünftig zu passierende Gelände genannt. Hinter &#8222;Dingo Gap&#8220;, so die für die Planung verantwortlichen Missionsmitarbeiter, befindet sich ein Gelände, welches für den  Rover leichter und sicherer zu passieren sein wird als das Gelände auf der ursprünglich vorgesehenen Route, welche vom aktuellen Standort aus in die grob südwestliche Richtung zeigte. </p>



<p>Am 27. Januar soll schließlich mit dem Tunable Laser Spectrometer, einem der drei Messinstrumente des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-sam-instrument/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">SAM-Instrumentenkomplexes</a>, eine erneute Analyse der Marsatmosphäre durchgeführt werden (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-immer-noch-kein-methan-auf-dem-mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a> über frühere Messungen). </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 523 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von mehr als 4.800 Metern auf der Oberfläche des Mars zurückgelegt. Seit dem Erreichen unseres Nachbarplaneten haben die Kamerasysteme von <i>Curiosity</i> zudem mehr als 114.200 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsorbiter-mro-fotografiert-curiositys-radspuren/" data-wpel-link="internal">Marsorbiter MRO fotografiert Curiositys Radspuren</a> (10. Januar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-software-upgrade-und-ueberpruefung-der-raeder/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Software-Upgrade und Überprüfung der Räder</a> (22. Dezember 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-messung-der-strahlenbelastung-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Messung der Strahlenbelastung auf dem Mars</a> (11. Dezember 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-neue-erkenntnisse-der-mission/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity: Neue Erkenntnisse der Mission</a> (10. Dezember 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-chemcam-ueber-100-000-laserpulse/" data-wpel-link="internal">Curiositys ChemCam: Über 100.000 Laserpulse</a> (9. Dezember 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-hat-seine-arbeit-wieder-aufgenommen/" data-wpel-link="internal">Curiosity hat seine Arbeit wieder aufgenommen</a> (26. November 2013)</li></ul>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.3015" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Curiositys ChemCam: Über 100.000 Laserpulse</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiositys-chemcam-ueber-100-000-laserpulse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 18:42:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit der Landung des Marsrovers Curiosity auf unserem Nachbarplaneten hat dessen ChemCam-Instrument mittlerweile mehr als 100.000 Laserpulse auf dessen Oberfläche abgegeben. Durch die Analyse der dabei gewonnenen Daten ergibt sich ein Einblick in die chemische Zusammensetzung der Oberfläche und es werden Rückschlüsse über deren Entstehungsgeschichte ermöglicht. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Bereits seit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Seit der Landung des Marsrovers Curiosity auf unserem Nachbarplaneten hat dessen ChemCam-Instrument mittlerweile mehr als 100.000 Laserpulse auf dessen Oberfläche abgegeben. Durch die Analyse der dabei gewonnenen Daten ergibt sich ein Einblick in die chemische Zusammensetzung der Oberfläche und es werden Rückschlüsse über deren Entstehungsgeschichte ermöglicht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122013194232_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122013194232_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, UNM" width="260"/></a><figcaption>
Dieses aus mehreren Einzelaufnahmen des Teleskops der ChemCam zusammengesetzte Mosaik zeigt die Gesteinsformation Ithaca und die Stelle, auf die der 100.000ste Laserimpuls abgegeben wurde. Die Entfernung zwischen ChemCam und Bodenziel lag in diesem Fall bei 4,04 Metern. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, UNM)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits seit dem August 2012 untersucht der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde betriebene Rover <i>Curiosity</i> die Umgebung seines Landegebietes auf dem Mars. Bei einem der dabei eingesetzten <a href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">zehn wissenschaftlichen Instrumenten</a> handelt es sich um die <a href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">ChemCam</a>, so die Abkürzung für das &#8222;Chemistry and Camera Instrument&#8220;. </p>



<p>Durch den &#8222;Beschuss&#8220; der Marsoberfläche mit einem Laser wird ein Teil der dort befindlichen Gesteine oder Böden verdampft. Die von dem so erzeugten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Plasma_(Physik)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Plasma</a> ausgehenden Lichtemissionen werden von einer Teleskopoptik aufgefangen und über einen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtwellenleiter" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Lichtwellenleiter</a>, es handelt sich hierbei um ein fast sechs Meter langes Glasfaserkabel, zuerst zu einem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Demultiplexer" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Demultiplexer</a> und von dort aus zu drei Spektrometern weitergeleitet. </p>



<p>Diese Spektrometer analysieren die Lichtintensität der so empfangenen verschiedenen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spektrallinie" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Emissionslinien</a>, woraus die beteiligten Wissenschaftler direkt auf die in der untersuchten Bodenprobe enthaltenen chemischen Elemente schließen können. Dabei können die einfallenden Lichtwellen mit insgesamt 6.144 verschiedenen Spektralkanälen, welche über eine Auflösung von jeweils 0,09 bis 0,30 Nanometern verfügen, unterschieden werden. </p>



<p>Typischerweise werden die zu analysierenden Oberflächenbereichen bei diesen Untersuchungen gleich an mehreren Punkten &#8222;beschossen&#8220;, wobei jeder einzelne Punkt der Marsoberfläche in der Regel mit 30 Laserpulsen bearbeitet wird. </p>



<p>Mittlerweile hat die ChemCam über 102.000 solcher Laserpulse abgesetzt. Insgesamt wurden im Rahmen dieser Arbeiten bisher mehr als 420 verschiedene Bodenziele untersucht. Mit einem in das Instrument integrierten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schmidt-Cassegrain-Teleskop" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schmidt-Cassegrain-Teleskop</a> wurden zudem bis zum heutigen Tag über 1.600 Aufnahmen der Marsoberfläche angefertigt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122013194232_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122013194232_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Eine durch die MastCam des Rovers erstellte Farbaufnahme von Ithaca. Der umrahmte Bereich zeigt die Stellen, an denen die ChemCam zum Einsatz kam. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Die an der Mission beteiligten Wissenschaftler können auf diese Weise die Vielfältigkeit der Gesteine und Böden dokumentieren, welche die Oberfläche des Mars im Operationsgebiet des Rovers bedecken und dadurch auch auf die geologischen Prozesse schließen, welche zu deren Bildung geführt haben. </p>



<p>&#8222;Diese Materialien bestehen aus Staub, durch den Wind verfrachtete Sandpartikel, durch Wassereinflüsse veränderte Sedimente, sulfathaltige Venen und magmatische Gesteine, bei denen es sich eventuell um Auswurfmaterial handelt, welches aus anderen Regionen des Mars stammen könnte&#8220;, so Horton Newsom von der University of New Mexico in Albuquerque/USA. </p>



<p><strong>Untersuchung von Ithaca</strong> <br>Der Laserpuls Nummer 100.000 wurde bereits am 30. Oktober 2013 abgegeben und war Bestandteil einer Serie von insgesamt 300 Pulsen, mit denen zehn verschiedenen Bereiche einer mit dem Namen &#8222;Ithaca&#8220; belegten Gesteinsformation untersucht wurden. Hierbei stellte sich letztendlich heraus, dass dieses Grundgestein offenbar vulkanischen Ursprungs ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122013194232_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122013194232_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, UNM" width="300" height="225"/></a><figcaption>
Ein durch die ChemCam-Analysen gewonnenes Spektrum von Ithaca, welches sich hierdurch als ein Basaltgestein zu erkennen gab. Die identifizierten Elemente zeigen eine für den Mars typische Zusammensetzung aus Silizium, Magnesium, Aluminium, Calcium, Natrium, Kalium, Sauerstoff und Titan. Zusätzlich wurden auch Chrom und Mangan nachgewiesen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, UNM)
</figcaption></figure></div>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 478 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von mehr als 4.500 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. Die bisher letzte Fahrt erfolgte vor etwa 13 Stunden und führte diesmal lediglich über eine Distanz von etwa sechs Metern. Seit dem Erreichen unseres Nachbarplaneten haben die Kamerasysteme von <i>Curiosity</i> 105.101 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.2895" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Curiosity hat die Weihnachtsferien beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-hat-die-weihnachtsferien-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 20:10:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
		<category><![CDATA[MAHLI]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36291</guid>

					<description><![CDATA[<p>Während der letzten Wochen waren die Aktivitäten des Marsrovers aufgrund der Weihnachtsfeiertage stark eingeschränkt. Mittlerweile hat der Rover seine Fahrt jedoch fortgesetzt und ist wieder im vollen Umfang mit der Untersuchung der Marsoberfläche beschäftigt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Bereits wenige Stunden nach unserem bisher letzten Statusbericht vom 19. Dezember 2012 hat der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Während der letzten Wochen waren die Aktivitäten des Marsrovers aufgrund der Weihnachtsfeiertage stark eingeschränkt. Mittlerweile hat der Rover seine Fahrt jedoch fortgesetzt und ist wieder im vollen Umfang mit der Untersuchung der Marsoberfläche beschäftigt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter.</a> Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012013211047_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012013211047_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Der von Curiosity bis zum 3. Januar 2013, dem Sol 147 der Mission, zurückgelegte Weg. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits wenige Stunden nach unserem bisher letzten Statusbericht vom 19. Dezember 2012 hat der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> seine Fahrt fortgesetzt. Am 20. Dezember, dem <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" data-wpel-link="external">Sol</a> 133 der Mission, überbrückte der Rover dabei eine Distanz von rund 22 Metern in die südwestliche Richtung. Der im Rahmen dieser Fahrt erreichte Bereich von &#8222;Yellowknife Bay&#8220;, einer seichten Vertiefung innerhalb des Gale-Kraters, wurde während der folgenden zwei Wochen ausführlich mit den diversen Instrumenten des Rovers untersucht. </p>



<p>Die mit dem formellen Namen &#8222;Grandma&#8217;s House&#8220; belegte Region wurde dabei mehrfach mit den verschiedenen Kamerasystemen des Rovers abgebildet. Aufnahmen der Navigationskameras des Rovers hatten dabei speziell den Horizont zum Ziel. Die so gewonnenen Bilder wurden von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern dazu genutzt, um nach Anzeichen für das Auftreten von Staubteufeln zu suchen. Außerdem dienten diese Aufnahmen dazu, um das aktuelle Wettergeschehen wie zum Beispiel die Wolkenbildung, die Zugrichtung dieser Wolken sowie die Verteilung und Dichte von Staubpartikeln in der Atmosphäre über dem Gale-Krater zu studieren. Des weiteren lieferten die Instrumente REMS, RAD und DAN kontinuierlich Daten. </p>



<p>Speziell die MastCam wurde zudem während der letzten Wochen dazu eingesetzt, um verschiedene hochaufgelöste Panoramen der Umgebung anzufertigen. Auf den dabei gewonnenen Bildern entdeckten die Wissenschaftler bei der anschließend erfolgten Auswertung eine Region, welche ihr besonderes Interesse erweckte, und die sich zudem nur wenige Meter vom aktuellen Standort <i>Curiositys</i> entfernt befand. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012013211047_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012013211047_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Snake River ist in dieser Mosaikaufnahme, welche am 20. Dezember 2012 mit den Navigationskameras des Rovers angefertigt wurde, unterhalb der Bildmitte zu erkennen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei dieser mit dem Namen &#8222;Snake River&#8220; belegten Formation handelt es sich um eine schmale, leicht gewundene Gesteinsformation, welche über eine dunklere Färbung als die Umgebung verfügt, und die zudem leicht über den im Untergrund befindlichen Sand herausragt. </p>



<p>Am 3. Januar 2013, dem Sol 147 der Mission, beendete <i>Curiosity</i> seine durch die Weihnachtsfeiertage und dem anschließenden Jahreswechsel bedingte &#8222;Zwangspause&#8220; &#8211; die an der Mission beteiligten Wissenschaftler und Ingenieure befanden sich in dieser Zeit größtenteils in einem wohlverdienten Urlaub &#8211; und setzte seine Fahrt fort. Am Ende dieser Fahrt, welche über eine Distanz von knapp drei Metern führte, befand sich der Rover unmittelbar vor der besagten gewundenen Gesteinsformation. </p>



<p>In den folgenden Tagen wurde dieser Bereich der Marsoberfläche sowohl mit der ChemCam untersucht als auch mehrfach durch die Mikroskopkamera MAHLI abgebildet. Im Anschluss an die so getätigten Untersuchungen wurde hier am gestrigen Sol 150 auch erstmals ein am Instrumentenarm des Rovers befindliches Hilfsgerät &#8211; das &#8222;Dust Removal Tool&#8220; (DRT) eingesetzt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012013211047_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012013211047_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme der MAHLI-Kamera vom Sol 150 zeigt den durch das DRT gereinigten Bereich der Marsoberfläche. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Hierbei handelt es sich um eine Bürste, mit der die zu untersuchenden Gesteinsformationen auf der Marsoberfläche von der obersten Staubschicht befreit werden können. Eine solche Staubschicht, welche unter Umständen seit Jahrmillionen den auf dem Mars auftretenden Umweltbedingungen &#8211; einschließlich der einfallenden Strahlung &#8211; ausgesetzt war, könnte zum Beispiel die Messergebnisse des APX-Spektrometers verfälschen. Im Operationsbetrieb wird die Bürste auf den zu reinigenden Oberflächenbereich aufgesetzt und durch einen Motor in eine rotierende Bewegung versetzt. Der dabei von einer Staubschicht zu &#8222;reinigende&#8220; Bereich der Marsoberfläche weist einen Durchmesser von rund 45 Millimetern auf. </p>



<p>In den nächsten Tagen wollen die an der Mission beteiligten Wissenschaftler anhand der bisher gewonnenen Daten ein Ziel auf der Marsoberfläche auswählen, bei dem dann auch erstmals der ebenfalls am Instrumentenarm befestigte Gesteinsbohrer des Rovers eingesetzt werden wird. </p>



<p>&#8222;Über die Feiertage haben wir keine Überraschungen erlebt&#8220;, so Richard Cook, Projekt-Manager der <i>Curiosity</i>-Mission vom JPL. &#8222;Und mittlerweile fährt <i>Curiosity</i> wieder. Das Gebiet, in dem sich der Rover gerade befindet, scheint gut geeignet zu sein für unsere erste Bohrung.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012013211047_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012013211047_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech " width="260"/></a><figcaption>
Eine schematische Darstellung des am Ende des Instrumentenarms befestigten Aufsatzes und der dort befindlichen Geräte. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech )
</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem Abschluss der damit verbundenen Tests, der daraus resultierenden Untersuchung des von der Marsoberfläche entnommenen Materials und weiteren ausführlichen Studien der gegenwärtig erreichten Region wird sich <i>Curiosity</i> während des Jahres 2013 vornehmlich in die südwestliche Richtung bewegen und sich dabei langsam der Basis des im Inneren des Gale-Kraters gelegenen Zentralberges annähern. Im Verlauf der weiteren Mission soll der Rover an diesem Berg Stück für Stück emporsteigen und dabei die dort zuvor von verschiedenen Marsorbitern beobachteten geschichteten Gesteinsablagerungen ausführlich untersuchen. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem Sol 151 der Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von 702 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. Dabei haben die Kamerasysteme des Rovers mittlerweile über 36.100 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.1785" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Curiosity erreicht Yellowknife Bay</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-erreicht-yellowknife-bay/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Dec 2012 19:39:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenproben]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[MastCam]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35298</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity hat durch mehrere in den letzten Tagen erfolgte Fahrten den Rand einer mit dem Namen Yellowknife Bay belegten Oberflächenformation auf dem Mars erreicht. Hier soll in den kommenden Tagen erstmals der Gesteinsbohrer des Rovers benutzt werden, um weitere Bodenproben von der Marsoberfläche zu entnehmen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, UMSF-Forum. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity hat durch mehrere in den letzten Tagen erfolgte Fahrten den Rand einer mit dem Namen Yellowknife Bay belegten Oberflächenformation auf dem Mars erreicht. Hier soll in den kommenden Tagen erstmals der Gesteinsbohrer des Rovers benutzt werden, um weitere Bodenproben von der Marsoberfläche zu entnehmen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, UMSF-Forum.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122012203915_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122012203915_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="968" height="216"/></a><figcaption>
Die mit dem Namen &#8222;Shaler&#8220; belegte Gesteinsformation. Durch die Betrachtung mit einer Rot-Cyan- oder Rot-Grün-Brille wird mit dieser 3D-Aufnahme ein räumlicher Eindruck der Landschaft vermittelt. In der Mitte des unteren Bildrandes ist der Schatten von Curiositys Kameramast erkennbar. Die für die Erstellung des Bildes verwendeten 14 Einzelaufnahmen wurden am 7. Dezember 2012 durch die Navigationskameras des Rovers erstellt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122012203915_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122012203915_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="308" height="238"/></a><figcaption>
Diese Karte zeigt die Strecke, die der Marsrover Curiosity seit seiner Landung auf dem Mars bis zum 10. Dezember 2012, dem Sol 123, zurückgelegt hat. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach der Beendigung der Untersuchungen an der Oberflächenformation &#8222;Rocknest&#8220; und der Fortsetzung seiner Fahrt am 16. November 2012 (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-marsrover-curiosity-faehrt-wieder-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>), erreichte der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> am 6. Dezember, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a> 120 der Mission, eine weitere Stelle mit offen zutage liegenden, geschichteten Grundgestein. </p>



<p>Nach der Vollendung der an diesem Tag durchgeführten Fahrt wurde die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam</a> &#8211; hierbei handelt es sich um eine der wissenschaftlichen Kameras des Rovers &#8211; dazu genutzt, um die einzelnen Gesteinsschichten dieser formell mit dem Namen &#8222;Shaler&#8220; belegten Gesteinsformation im Detail abzubilden. Außerdem wurde eines der Analyseinstrumente eingesetzt, um die chemische Zusammensetzung der dort befindlichen Gesteine zu ermitteln. Zu diesem Zweck &#8222;feuerte&#8220; die dafür verwendete <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> mehrere Laserpulse auf die Gesteinsformation ab. Das dabei verdampfte Oberflächenmaterial wurde anschließend durch ein in dieses Instrument integriertes Spektrometer analysiert. </p>



<p>Im Anschluss an diese Untersuchungen setzte <i>Curiosity</i> seine Fahrt bereits am darauffolgenden Tag fort, um sich weiter in Richtung auf die Oberflächenformation &#8222;Yellowknife Bay&#8220; zu bewegen. Hierbei wurde zunächst ein in die nordöstliche Richtung zielender Kurs eingeschlagen, welcher im Verlauf der anschließenden Fahrten in die nördliche Richtung verlagert wurde. Eine der dabei erfolgenden Fahrten, die Fahrt vom 10. Dezember (Sol 123), führte dabei über eine Entfernung von rund 19 Metern. Allerdings fiel sie damit um etwa 30 Prozent geringer aus als ursprünglich geplant. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122012203915_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122012203915_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="339" height="158"/></a><figcaption>
Die geschichteten Gesteinsablagerungen der Oberflächenformation &#8222;Shaler&#8220; wurden am Sol 120 durch die MastCam abgebildet. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Vor dem Beginn einer jeden Fahrt legen die für die Steuerung des Rovers verantwortlichen &#8222;Roverdriver&#8220; bestimmte Sicherheitsparameter fest. Welche maximale Neigung darf der Rover während einer Fahrt zum Beispiel aufweisen? Wie hoch darf der Schlupf der Räder bei dieser Fahrt ausfallen? Sobald die Navigationssoftware des Rovers erkennt, dass diese Vorgaben überschritten sind, wird der Fahrbetrieb automatisch eingestellt. Der am 10. Dezember erfolgte Fahrtabbruch kam dadurch zustande, dass der Rover im Rahmen seiner Fahrt aufgrund der Unebenheit des passierten Geländes eine größere Neigung einnahm als ursprünglich vorausberechnet. </p>



<p>&#8222;Der Rover bewegt sich gegenwärtig über ein Gelände, welches anders gestaltet ist als die zuvor überquerten Regionen&#8220;, so Rick Welch, einer der Missionsmanager der <i>Curiosity</i>-Mission vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena/Kalifornien, von wo aus die Aktivitäten des Rovers gesteuert werden. &#8222;Dies hat zur Folge, dass der Rover dabei auch anders reagiert. Wir befinden uns immer noch in einer Lernphase und dies hat zur Folge, dass wir den Rover in diesem Terrain vorsichtiger und langsamer bewegen müssen als wir es uns eigentlich wünschen.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122012203915_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122012203915_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="303" height="310"/></a><figcaption>
Der von Curiosity bis zum heutigen Tag, dem Sol 125, zurückgelegte Weg. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p>Mit veränderten Sicherheitsparametern, welche der Unebenheit des Geländes Rechnung trugen, konnte <i>Curiosity</i> seine Fahrt jedoch bereits am darauffolgenden Tag fortsetzen. Am Ende des gestrigen Tages stand der Rover dabei unmittelbar vor der Oberflächenformation &#8222;Yellowknife Bay&#8220;. Im Verlauf einer am heutigen Tag,m dem Sol 125, erfolgten Fahrt konnte <i>Curiosity</i> erfolgreich den etwa 50 Zentimeter tiefen Abstieg zu Yellowknife Bay bewältigen. </p>



<p>In diesem Gebiet, so die aktuellen Planungen, soll noch vor den Weihnachtsfeiertagen erstmals der am Ende des Roboterarms des Rovers befestigte <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Gesteinsbohrer</a> eingesetzt werden. Das &#8222;Powder Acquisition Drill System&#8220; (kurz &#8222;PADS&#8220;) kann 1,6 Zentimeter durchmessende und bis zu fünf Zentimeter tiefe Löcher in die Marsoberfläche oder in die dort abgelagerten Gesteine bohren. Das im Rahmen eines solchen Bohrvorganges pulverisierte Marsgestein kann anschließend durch die verschiedenen Analyseinstrumente des Rovers eingehend untersucht werden. </p>



<p>Erst nach dem Abschluss dieses ersten PADS-Einsatzes und weiteren ausführlichen Untersuchungen der gegenwärtig erreichten Region wird sich <i>Curiosity</i> zu Beginn des Jahres 2013 in die südwestliche Richtung bewegen und sich dabei langsam der Basis des im Inneren des Gale-Kraters gelegenen Zentralberges annähern. Im Rahmen der weiteren Mission soll der Rover an diesem Berg Stück für Stück emporsteigen und dabei die dort beobachteten geschichteten Gesteinsablagerungen ausführlich untersuchen. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a> 125 der Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von 622 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. Dabei haben die Kamerasysteme des Rovers mittlerweile über 29.700 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) übermittelt. Diese Bilder sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122012203915_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122012203915_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="1004" height="197"/></a><figcaption>
Ein  Schwarz-Weiß-Mosaik von Shaler, erstellt durch die Navigationskamera des Rovers. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.1620" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>



<p></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Curiosity entnimmt seine zweite Bodenprobe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-entnimmt-seine-zweite-bodenprobe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Oct 2012 11:45:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
		<category><![CDATA[CHIMRA]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35168</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity hat am vergangenen Freitag eine zweite Bodenprobe von der Marsoberfläche entnommen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Vertont von Peter Rittinger. Bereits am 7. Oktober 2012, dem Sol 61 der Mission, entnahm der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover Curiosity eine erste Bodenprobe von der Marsoberfläche (Raumfahrer.net berichtete). Diese Probe [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity hat am vergangenen Freitag eine zweite Bodenprobe von der Marsoberfläche entnommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-10-19-76338.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14102012134536_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14102012134536_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="1012" height="288"/></a><figcaption>
Die Einzelaufnahmen für dieses Panorama wurden am 5. Oktober 2012 mit der Navigationskamera des Rovers angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits am 7. Oktober 2012, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a> 61 der Mission, entnahm der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> eine erste Bodenprobe von der Marsoberfläche (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-erste-probenentnahme-verlief-erfolgreich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Diese Probe sollte genutzt werden, um das <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">CHIMRA-Probenentnahmesystem</a> des Rovers von eventuell von der Erde mitgeführten Rückständen zu reinigen und so zu verhindern, dass die Ergebnisse späterer Messungen, welche mit den im Inneren des Rovers befindlichen Analysegeräten durchgeführt werden sollen, verfälscht werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14102012134536_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14102012134536_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="328" height="245"/></a><figcaption>
Eine Detailaufnahme des Plastikteils, angefertigt am 12. Oktober 2012 (Sol 65) von der am Instrumentenarm befestigten Mikroskopkamera MAHLI. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Während der Entnahme der ersten Bodenprobe durch den Rover entdeckten die Mitarbeiter der Mission auf dokumentierenden Bildaufnahmen ein auffälliges Objekt. Der helle, glänzende Farbton und die Form dieses lediglich etwa acht Millimeter langen Objektes legten nahe, dass es sich hierbei offensichtlich nicht um einen natürlichen Bestandteil der Marsoberfläche handeln konnte. Vielmehr musste es sich um ein Objekt handeln, welches von dem Rover stammt. </p>



<p>Unmittelbar nach der Entdeckung dieses Objektes entschieden sich die für die Durchführung der <i>Curiosity</i>-Mission verantwortlichen Mitarbeiter des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA dazu, sämtliche Bewegungen und Aktivitäten des Roboterarmes und der daran montierten Instrumente aus Sicherheitsgründen vorerst einzustellen. Sollte es sich bei diesem Objekt um ein Bestandteil des Rovers handeln, so der Hintergedanke, so könnte dessen Ablösung eventuell für gravierende strukturelle Probleme sprechen, welche sich bei zukünftigen Bewegungen des Armes noch deutlicher bemerkbar machen und eventuell zu einem Versagen des Armes führen könnten. 
<br>
Weitere Aufnahmen mit der <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam</a> und einem in die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> integrierten Remote Micro Imager (kurz &#8222;RMI&#8220;) &#8211; beide Instrumente sind am <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-aufbau-des-rovers/#der-kameramast-dd9c617d-c1d7-4f59-b783-d2f38ed3afeb" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Kameramast</a> des Rovers befestigt &#8211; zeigten, dass es sich bei dem Objekt um ein semitransparentes Stück Plastik handelt. </p>



<p>Sehr wahrscheinlich, so der Schluss der Missionsmitarbeiter, war dieses Plastikteil ursprünglich ein Bestandteil des für die Landung des Rovers auf der Marsoberfläche verwendeten SkyCranes, welches im Rahmen der Landeprozedur auf dem Rover zum Liegen kam und erst jetzt auf die Planetenoberfläche gefallen war. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14102012134536_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14102012134536_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="299" height="299"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme der Navigationskamera, angefertigt am 13. Oktober 2012 um 00:42 MESZ, zeigt die Stellen auf der Marsoberfläche, an der die beiden Bodenproben entnommen wurden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p><i>Curiosity</i> nahm daraufhin am 10. Oktober, dem Sol 64 der Mission, seine Arbeit wieder auf und leitete diese erste Bodenprobe wie vorgesehen durch die verschiedenen Siebe und Kammern des CHIMRA-Systems. Am darauffolgenden Tag wurde die Bodenprobe wieder aus dem CHIMRA entfernt und auf die Marsoberfläche befördert. Die Auswertung der im Rahmen dieses Prozesses angefertigten Bilder und die Telemetriewerte des Rovers zeigten, dass alle Einzelschritte wie vorgesehen durchgeführt werden konnten. </p>



<p>Daraufhin entnahm <i>Curiosity</i> am Sol 66 eine zweite Bodenprobe, welche am gerade zu Ende gegangenen Sol 67 ebenfalls in das CHIMRA-System eingeleitet wurde. Die Entnahmestelle dieser Probe befindet sich unmittelbar neben der ersten Entnahmestelle. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass beide Proben über eine identische Zusammensetzung verfügen. Auch diese zweite Probe soll ausschließlich für die Reinigung des CHIMRA-Systems genutzt werden. Die Entnahme einer dritten Probe, welche dann auch erstmals dem <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-chemin-spektrometer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">CheMin-Spektrometer</a> im Inneren des Rovers zugeführt werden soll, ist nach dem derzeitigen Planungsstand für die nächste Woche vorgesehen. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem Sol 68 der Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von 484 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. Dabei haben die Kamerasysteme des Rovers mittlerweile über 18.500 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des JPL in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Bilder sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-10-19-76338.mp3" length="5974915" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Weitere Laser-Attacken auf dem Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/weitere-laser-attacken-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2012 17:53:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenproben]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach ihrem erfolgreichen Einsatz am 19. August 2012 hat die ChemCam des Marsrovers Curiosity mittlerweile weitere Ziele aufs Korn genommen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, LANL. Vertont von Peter Rittinger. Bereits am vergangenen Sonntag, dem 19. August 2012 wurde erstmals der Laser der ChemCam, einem der 10 wissenschaftlichen Instrumente an Bord des Marsrovers [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach ihrem erfolgreichen Einsatz am 19. August 2012 hat die ChemCam des Marsrovers Curiosity mittlerweile weitere Ziele aufs Korn genommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, LANL. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-08-27-49134.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082012195342_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082012195342_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP" width="800" height="400"/></a><figcaption>
Diese Grafik zeigt die Emissionslinien verschiedener chemischer Elemente, welche in dem Stein &#8222;Coronation&#8220; vorhanden sind. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits am vergangenen Sonntag, dem 19. August 2012 wurde erstmals der Laser der <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ChemCam</a>, einem der <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">10 wissenschaftlichen Instrumente</a> an Bord des Marsrovers <i>Curiosity</i>, in Betrieb genommen. Das Ziel der im Rahmen dieser Untersuchung &#8222;abgefeuerten&#8220; 30 Laserpulse war der etwas über sieben Zentimeter durchmessende Gesteinsbrocken &#8222;Coronation&#8220;, welcher von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern zuvor unter der Bezeichnung &#8222;N165&#8220; geführt wurde (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-laserstrahlen-auf-dem-mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Mittlerweile liegen erste Ergebnisse dieser Untersuchung vor. Demzufolge handelt es sich bei N165 um ein Basaltgestein. <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Basalt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Basalt</a> wurde bereits im Rahmen früherer Oberflächenmissionen auf dem Mars nachgewiesen und es ist mittlerweile bekannt, dass dieses sich im Rahmen vulkanischer Aktivitäten bildende Gestein auf unserem Nachbarplaneten relativ häufig anzutreffen ist. </p>



<p>&#8222;Viel interessanter ist jedoch die Tatsache, dass der Felsen offenbar von einer Staubschicht bedeckt ist&#8220;, so Roger C. Wiens, der für dieses Instrument hauptverantwortliche Wissenschaftler. &#8222;Während der ersten Laserpulse detektierte die ChemCam Spitzen von Wasserstoff und Magnesium, welche während der späteren Laserpulse nicht mehr beobachtet werden konnten. Dies könnte bedeuten, dass die Gesteinsoberfläche mit einer Schicht aus Staub oder einem anderem Material bedeckt ist.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082012195342_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082012195342_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, MSSS" width="298" height="256"/></a><figcaption>
Sechs vom RMI-Instrument der ChemCam angefertigte Einzelbilder der Region Goulburn. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, LANL, CNES, IRAP, MSSS)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem ersten Einsatz des Lasers, welcher ein Bestandteil der mehrere Wochen andauernden Kommissionierungsphase des Rovers war, trat der ChemCam-Laser in den folgenden Tagen erneut in Aktion. Das dabei angepeilte Ziel war die Region &#8222;Goulburn&#8220;. Während der letzten <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-landung-auf-dem-mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Phase der Landung</a><i>Curiositys</i> auf dem Mars wurde der Rover durch einen SkyCrane in der Luft gehalten. Die zu diesem Zeitpunkt vier noch aktiven Triebwerke des SkyCranes bliesen mit ihrem Schub Sand- und Staubablagerungen von der Marsoberfläche weg und legten an vier Stellen das darunter liegende Grundgestein des Mars frei. Eines dieser so frei gelegten Areale wurde von dem Mitarbeitern der <i>Curiosity</i>-Mission mit dem Namen Goulburn versehen. 
<br>
Goulburn befindet sich etwa fünf bis sechs Meter links des ursprünglichen Landeortes des Rovers. Das nebenstehende Bild zeigt eine Aufnahme dieser Region, welche durch die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Mastkamera</a> des Rovers angefertigt wurde. Bei den sechs eingefügten Schwarz-Weiß-Bilder handelt es sich um Aufnahmen des in die ChemCam integrierten &#8222;Remote Micro Imager&#8220; (kurz &#8222;RMI&#8220;). Jede dieser Aufnahmen deckt eine Fläche mit einem Durchmesser von etwa 10 bis 12 Zentimetern ab, wobei Details der Oberfläche mit einer Auflösung von bis zu 0,5 Millimetern erkennbar sind. Nach der Anfertigung der RMI-Aufnahmen wurde der Laser der ChemCam erneut aktiviert, um die chemische Zusammensetzung der Zentren der Bereiche 2, 3 und 4 zu analysieren. Im Rahmen dieser Analysen sandte der ChemCam-Laser rund 470 weitere Pulse aus. </p>



<p>Obwohl sich das Areal von Goulburn etwa doppelt so weit von der ChemCam entfernt befindet wie N165 konnte das Instrument auch bei dieser zweiten Untersuchung klare Daten sammeln, welche in ihrer Qualität nicht schlechter sind als die Daten, welche unter entsprechenden Testbedingungen im Vorfeld der <i>Curiosity</i>-Mission auf der Erde gesammelt wurden. 
<br>
Entsprechend erfreut sind die an diesem Instrument beteiligten Wissenschaftler: &#8222;Wir sind am Jubeln&#8220;, so Roger C. Wiens. &#8222;Einfach alles an dieser Mission ist erstaunlich und verläuft perfekt. Und dies gilt auch für unser Instrument.&#8220; </p>



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<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Curiosity: Laserstrahlen auf dem Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-laserstrahlen-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2012 06:25:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast auf den Tag genau zwei Wochen nach der Landung von Curiosity auf dem Roten Planeten ist am Sonntag zum ersten Mal der ChemCam-Laser des Mars-Rovers abgefeuert worden, um die chemische Zusammensetzung eines Gesteinsbrockens zu ermitteln. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL. Der etwa faustgroße Gesteinsbrocken, dem das Rover-Team den schönen Namen &#8222;Coronation&#8220; (dt. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Fast auf den Tag genau zwei Wochen nach der Landung von <i>Curiosity</i> auf dem Roten Planeten ist am Sonntag zum ersten Mal der <i>ChemCam</i>-Laser des Mars-Rovers abgefeuert worden, um die chemische Zusammensetzung eines Gesteinsbrockens zu ermitteln.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20082012082550_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20082012082550_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Aufnahme des Gesteinsbrockens, der zum ersten Ziel der 
<i>ChemCam</i>
 wurde.
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Der etwa faustgroße Gesteinsbrocken, dem das Rover-Team den schönen Namen &#8222;Coronation&#8220; (dt. &#8222;Krönung&#8220;) gegeben hat, wurde gestern vom an der Spitze des Kameramastes angebrachten <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" data-wpel-link="internal">&#8222;Chemistry and Camera Instrument&#8220; (<i>ChemCam</i>)</a> in&#8217;s Visier genommen. Innerhalb von zehn Sekunden wurden 30 Laserpulse mit einer Dauer von jeweils fünf milliardstel Sekunden auf das gut drei Meter vom Rover entfernte Ziel abgefeuert. Mit jedem &#8222;Schuss&#8220; wurde in das Zielgebiet eine extreme Leistung von mehr als eine Millionen Watt eingebracht &#8211; allerdings jeweils nur für einen unvorstellbar kurzen Moment.Mit Hilfe der Laser-Energie wurden die Atome des Gesteinsbrockens im Zielgebiet so weit angeregt, dass sich ein wenig Gesteinsmaterial kurzzeitig in ein ionisiertes, glühendes Plasma verwandelte &#8211; und das von diesem glühenden Plasma ausgesandte Licht wurde anschließend von dem kleinen <i>ChemCam</i>-Teleskop aufgefangen und durch die drei Spektrometer des Instruments analysiert. Dabei untersuchen die Spektrometer das aufgefangene Licht bei mehr als 6.000 verschiedenen Wellenlängen im ultravioletten, sichtbaren und infraroten Bereich. Diese auf der Erde schon länger im Einsatz befindliche Untersuchungsmethode ist damit zum ersten Mal während einer interplanetaren Forschungsmission angewendet worden &#8211; eine von mehreren Premieren, die uns im Rahmen der <i>Curiosity</i>-Mission noch erwarten.  <br>Durch die spektrale Untersuchung des Lichtes ist es möglich, aus der Ferne die chemische Zusammensetzung des anvisierten Areals auf der Marsoberfläche zu bestimmen. Beim ersten Laser-Schuss ging es gestern hauptsächlich darum, die Funktionsfähigkeit von <i>ChemCam</i> zu überprüfen. &#8222;Es ist überraschend, dass die Daten [des ersten <i>ChemCam</i>-Einsatzes auf dem Mars] in Hinblick auf das <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Signal-Rausch-Verh%C3%A4ltnis" target="_blank" data-wpel-link="external">Signal-Rausch-Verhältnis</a> noch besser sind als bei den Tests auf der Erde&#8220;, kann der stellvertretende Projektwissenschaftler Sylvestre Maurice vom Institut de Recherche en Astrophysique et Planetologie (<a href="https://www.irap.omp.eu/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">IRAP</a>) im französischen Toulouse feststellen. Während der <i>Curiosity</i>-Mission soll die <i>ChemCam</i> regelmäßig zum Einsatz kommen. </p>



<p><strong>Das erste Fahrtziel für <i>Curiosity</i> steht fest</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20082012082550_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20082012082550_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Das erste Fahrtziel von 
<i>Curiosity</i>
.
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Nachdem die ersten zwei Wochen auf dem Mars mit Software-Updates, Instrumenten- und Komponententests sowie ersten Aufnahmen der unmittelbaren Umgebung erfolgreich absolviert worden sind, steht für <i>Curiosity</i> in den kommenden Tagen mit den ersten kurzen Probefahrten ein weiterer extrem wichtiger Funktionstest an. Gleichzeitig hat sich das Missionsteam auf ein erstes Fahrtziel festgelegt. </p>



<p>Bevor der Rover seine Landezone endgültig verlassen wird, werden die vier steuerbaren Front- und Heckräder des Rovers &#8211; das mittlere Räderpaar ist starr montiert &#8211; einzeln auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Anschließend soll ein erster, kurzer Testparcours absolviert werden: nach einer Vorwärtsfahrt von drei Metern wird der Rover eine 90-Grad-Kurve fahren und anschließend zwei Meter zurücksetzen. &#8222;Es wird in den nächsten Wochen eine Reihe von Premieren für <i>Curiosity</i> geben, aber die erste Bewegung seiner Räder, das erste Mal, wenn unser rollendes Labor auf dem Mars sich tatsächlich bewegt &#8211; das wird etwas Besonderes sein&#8220;,  so fasst der JPL-Missionsmanager Michael Watkins die Bedeutung der anstehenden Testfahrt zusammen. </p>



<p>Das erste Fahrtziel für den Mars-Rover ist mittlerweile ebenfalls bekanntgegeben worden: <i>Curiosity</i> soll zu einem rund 400&nbsp;Meter entfernt in süd-südöstlicher Richtung gelegenen Gebiet fahren, dem die Wissenschaftler den Namen &#8222;Glenelg&#8220; gegeben haben. An dieser Stelle der Marsoberfläche treffen drei verschiedene Oberflächenarten zusammen, darunter geschichtete Gesteinsformationen, die für die Geologen ein attraktives Ziel der ersten Bohraktion auf dem Mars darstellen. </p>



<p>Die Bohrung selbst wird vom sogenannten &#8222;Powder Acquisition Drill System&#8220; (PADS) durchgeführt werden. Der Bohrer ist Teil des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" data-wpel-link="internal">Probenentnahmesystems</a>, das am Roboterarm des Rovers angebracht ist. Er kann Löcher mit einem Durchmesser von 1,6&nbsp;Zentimetern bis zu fünf Zentimeter tief in Gestein bohren. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL-Rover Curiosity</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Curiosity: Neue Fotos und erreichte Meilensteine</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-neue-fotos-und-erreichte-meilensteine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2012 23:37:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Antenne]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
		<category><![CDATA[Gale-Krater]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[MastCam]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35043</guid>

					<description><![CDATA[<p>In den letzten zwei Tagen hat der Mars-Rover Curiosity einige wichtige Meilensteine auf dem Weg zur vollen Einsatzfähigkeit erreicht. Daneben wurden neue und hochauflösende Fotos von Curiosity zur Erde übertragen, darunter auch ein erstes farbiges 360-Grad-Panorama der Landestelle. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL. Vertont von Peter Rittinger. Bisher verläuft die Curiosity-Mission seit der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-neue-fotos-und-erreichte-meilensteine/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Neue Fotos und erreichte Meilensteine</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den letzten zwei Tagen hat der Mars-Rover <i>Curiosity</i> einige wichtige Meilensteine auf dem Weg zur vollen Einsatzfähigkeit erreicht. Daneben wurden neue und hochauflösende Fotos von <i>Curiosity</i> zur Erde übertragen, darunter auch ein erstes farbiges 360-Grad-Panorama der Landestelle.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-08-13-79513.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10082012013734_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10082012013734_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Ausschnitt des ersten farbigen 360&nbsp;Grad-Panoramas.
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Bisher verläuft die <i>Curiosity</i>-Mission seit der Landung am Montagmorgen auf unserem äußeren Nachbarplaneten bilderbuchmäßig: &#8222;<i>Curiosity</i> funktioniert weiterhin reibungslos und hat alle geplanten Aktionen für den gestrigen Tag ausgeführt&#8220;, so Mike Watkins, Missionsmanager des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA auf der Pressekonferenz am Donnerstagabend (MESZ). Mehrere wissenschaftliche Instrumente und Kameras an Bord des Rovers wurden zwischenzeitlich ersten Tests unterzogen, die allesamt ohne Beanstandungen absolviert wurden. </p>



<p>Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der Hochgewinn-Antenne sowie dem Aufrichten des 1,10&nbsp;Meter hohen Kameramastes sind mittlerweile zwei weitere wichtige Meilensteine auf dem Weg zur vollen Einsatzbereitschaft des Rovers erreicht worden. Die schwenkbare, auf dem Rover-Deck montierte sechseckige Hochgewinn-Antenne erlaubt es, Status- und Telemetriedaten von <i>Curiosity</i> direkt zur Erde sowie Befehlssequenzen vom Missionskontrollzentrum in Pasadena (Kalifornien) direkt zum Rover zu senden. Damit gibt es nun drei voneinander unabhängige Kommunikationskanäle unterschiedlicher Leistungsfähigkeit zwischen dem Rover-Kontrollzentrum und <i>Curiosity</i>. Mehr dazu können Sie in unserem Artikel <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-kommunikation-mit-der-erde/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Kommunikation mit der Erde</a> erfahren. </p>



<p>Mittlerweile laufen auch die Vorbereitungen für einen umfassenden &#8222;Software-Tausch&#8220; im <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-computersystem/" data-wpel-link="internal">Rover-Bordcomputer</a>. Die bisher aktive &#8211; und nun nicht mehr erforderliche &#8211; Software zur Steuerung des Fluges von der Erde zum Mars sowie des Landevorgangs wird in den kommenden Tagen schrittweise durch eine Software ersetzt, die für die anstehenden Bodenoperationen von <i>Curiosity</i> optimiert ist. </p>



<p>Das Aufrichten des Kameramastes war Voraussetzung für die Inbetriebnahme der dort angebrachten vier Navigations- und zwei <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" data-wpel-link="internal">hochauflösenden Mast-Kameras</a> wie auch der sogenannten <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" data-wpel-link="internal"><i>ChemCam</i></a>; weiterhin ist auch die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-wetterstation-rems/" data-wpel-link="internal">Wetterstation <i>REMS</i></a> an ihm befestigt. Nach dem Aufrichten des Kameramastes haben die dort angebrachten Navigationskameras eine ganze Reihe von Aufnahmen des Rovers und seiner Umgebung fabriziert, die mittlerweile mit Hilfe der beiden US-amerikanischen Mars-Orbiter <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/mars-odyssey-2001/" data-wpel-link="internal"><i>Mars Odyssey</i></a> sowie <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mro-ein-orbiter-mit-den-augen-eines-landers/" data-wpel-link="internal"><i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (MRO)</a> zur Erde übertragen worden sind.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10082012013734_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10082012013734_small_2.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Hochauflösendes Selbstportrait von 
<i>Curiosity</i>
 (Ausschnitt zeigt die Hochgewinn-Antenne).
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Neue und beeindruckende Bilder aus dem Gale-Krater</strong>
<br>
Das gestern veröffentlichte Selbstportrait von <i>Curiosity</i> zeigt unter anderem große Teile des Rover-Decks in beeindruckender Auflösung und Schärfe. Auf der aus mehreren Einzelaufnahmen zusammengesetzten Ansicht des Rovers sind unter anderem relativ viele, bis zu etwa einem Zentimeter große Geröllstücke und kleine Steine zu sehen, die auf dem Rover-Deck liegen. Offensichtlich sind sie <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-landung-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal">während der Landung</a> durch die Triebwerke des <i>Sky Cranes</i> aufgewirbelt worden. Die Mitarbeiter des EDL-Teams (= &#8222;Entry, Descent and Landing&#8220;, dt. &#8222;Eintauchen, Abstieg und Landung&#8220;) hatten derartig viele und große Geröllstücke vom Mars-Boden nach der Landung nicht auf dem Rover-Deck vermutet &#8211; möglicherweise ein Zeichen dafür, dass die auf dem Mars-Boden liegenden Geröllstücke und kleinen Steine leichter sind als angenommen. Ein Problem für die Funktionsfähigkeit der auf dem Rover-Deck angebrachten Geräte und Instrumente stellen sie jedoch nach bisherigem Erkenntnisstand nicht dar. </p>



<p>Ein anderes Highlight war ohne Frage das erste farbige 360-Grad-Panorama der Umgebung von <i>Curiosity</i>. Das Panorama setzt sich aus 130 Vorschaubildern zu je 144&nbsp;x&nbsp;144&nbsp;Pixel zusammen, die von der 34&nbsp;Millimeter Mast-Kamera aufgenommen wurden. Vor der Veröffentlichung wurden das Panorama etwas aufgehellt, da es an der Landestelle von <i>Curiosity</i> zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits Nachmittag und deshalb nicht mehr besonders hell war. </p>



<p>Sehr gut sind auf dieser Aufnahme links und rechts im Mars-Boden die grau eingefärbten Furchen zu sehen, die die Abgase der Triebwerke des <i>Sky Cranes</i> während des Landevorgangs verursacht haben. In der Bildmitte ist am oberen Rand die Basis des &#8222;Mount Sharp&#8220; genannten zentralen Kraterhügels zu sehen. Im Laufe der kommenden Wochen und Monate wird <i>Curiosity</i> zum Fuß des Kraterhügels fahren, um dort Sedimentschichten näher zu untersuchen. An den Bildrändern sind &#8211; aufgrund der großen Entfernung in leichten Dunst gehüllt &#8211; die Wände des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-gale-krater/" data-wpel-link="internal">Gale-Kraters</a> zu sehen. Relativ nah beim linken Bildrand ist auch die sechseckige Hochgewinn-Antenne des Rovers erkennbar, und etwa in der Mitte des Panoramas wirft der Kopf des Kamera-Mastes von <i>Curiosity</i> einen deutlich identifizierbaren Schatten auf dem Mars-Boden. </p>



<p>Eine Vielzahl weiterer Fotos von <i>Curiosity</i> können Sie in unserer <a class="a" href="https://media.raumfahrer.net/index.php?/category/551" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mediengalerie</a> entdecken. Immer aktuelle Neuigkeiten und interessante Diskussionen rund um den Fortgang der neuesten Rover-Mission auf dem Mars finden Sie auch in dem <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"><i>Curiosity</i>-Diskussionsthread</a> in unserem RaumCon-Forum.               </p>
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		<title>Die Instrumente des Marsrovers Curiosity</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jul 2012 22:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die Durchführung seiner wissenschaftlichen Analysen und der Erfüllung der mit dieser Mission verbundenen wissenschaftlichen Zielsetzungen wurde der Marsrover Curiosity mit insgesamt zehn wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet, welche über ein Gesamtgewicht von rund 80 Kilogramm verfügen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter Der 899 Kilogramm schwere Marsrover Curiosity ist für die Erfüllung seiner wissenschaftlichen Aufgabenstellungen mit zehn [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Für die Durchführung seiner wissenschaftlichen Analysen und der Erfüllung der mit dieser Mission verbundenen wissenschaftlichen Zielsetzungen wurde der Marsrover Curiosity mit insgesamt zehn wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet, welche über ein Gesamtgewicht von rund 80 Kilogramm verfügen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a></p>



<p>Der 899 Kilogramm schwere Marsrover <em>Curiosity</em> ist für die Erfüllung seiner wissenschaftlichen Aufgabenstellungen mit zehn Instrumenten ausgestattet, welche über ein Gesamtgewicht von rund 80 Kilogramm verfügen. Seine beiden Vorgänger, die baugleichen Marsrover <em>Spirit</em> und <em>Opportunity</em>, verfügten dagegen über jeweils lediglich fünf Instrumente mit einem Gesamtgewicht von jeweils 6,8 Kilogramm. Die Instrumente <em>Curiositys</em>, welche sich in ihren Aufgabenbereichen teilweise gegenseitig ergänzen beziehungsweise kombiniert eingesetzt werden, lassen sich in vier Gruppen unterteilen.</p>



<p><strong>Kamerasysteme:</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/instrumentenanordnung_curiosity_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/instrumentenanordnung_curiosity_a.jpg" alt="" width="300" height="169"/></a><figcaption>Curiosity verfügt über 10 wissenschaftliche Instrumente, welche im Rahmen der mindestens 23 Monate dauernden Mission für die Untersuchung des Landegebietes eingesetzt werden.<br>(Bild: NASA, JPL-Caltech)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Die &#8222;Mast Camera&#8220; (kurz MastCam) ist die Hauptkamera des Rovers und bildet praktisch dessen Augen. Mit den beiden Optiken der MastCam können mittels verschiedener Filtersysteme Farbbilder der Marsoberfläche erstellt werden. Aus den angefertigten Aufnahmen lassen sich unter anderem <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Falschfarbenfotografie" target="_blank" data-wpel-link="external">Falschfarbenaufnahmen</a> erstellen, welche es den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern ermöglichen werden, Unterschiede in der mineralogischen Zusammensetzung des Bodens hervorzuheben. Anhand der durch die MastCam angefertigten Aufnahmen werden die Wissenschaftler die näher zu untersuchenden Oberflächenstrukturen bestimmen.</li><li>Der &#8222;Mars Hand Lens Imager&#8220; (MAHLI) ist das am Roverarm befestigte Mikroskop des Rovers. Mit ihm sollen Detailaufnahmen des Bodens und der Gesteinsformationen auf der Marsoberfläche angefertigt werden, bevor diese von anderen Instrumenten näher analysiert werden.</li><li>Der &#8222;Mars Descent Imager&#8220; (MARDI) ist an der Unterseite <em>Curiositys</em> befestigt und wird dessen Landung auf dem Mars ab einer Höhe von weniger als 3,7 Kilometern bis zum Aufsetzen auf der Planetenoberfläche bildlich dokumentieren. Während der Mission werden die MARDI-Aufnahmen des weiteren dazu genutzt, um die im Rahmen einer Fahrt direkt überquerten Oberflächenstrukturen abzubilden und so zu untersuchen.</li></ul>



<p><strong>Spektrometer:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Das &#8222;Alpha Particle X-Ray Spectrometer&#8220; (APXS) kann im Rahmen seiner Messungen die chemische und mineralogische Zusammensetzung der untersuchten Objekte ermitteln. Besonders empfindlich ist das APXS dabei für den Nachweis salzformender Elemente wie zum Beispiel Schwefel, Chlor oder Brom.</li><li>Das &#8222;Chemistry &amp; Camera&#8220;-Instrument (ChemCam) besteht aus einem Laser, einem Spektrometer und einem speziellen Teleskop und kann die Zusammensetzung von Gesteinen aus einer Entfernung von bis zu sieben Metern im Detail ermitteln. Zu diesem Zweck wird die Oberfläche des zu untersuchenden Objektes mit einem leistungsstarken Laserstrahl verdampft. Die Teleskopkamera fängt das Licht der so freigesetzten Gase und Plasmen ein, welche anschließend von dem Spektrometer der ChemCam analysiert werden. Mit der ChemCam ist es somit möglich, unterschiedliche Gesteinsarten relativ schnell zu identifizieren und erst anschließend den gesamten Rover für weitere Untersuchungen zu diesen Gesteinen zu steuern.</li><li>Bei dem &#8222;Chemistry &amp; Mineralogy X-RayDiffraction/ X-Ray Fluorescence Instrument&#8220; (CheMin) handelt es sich um ein Analyselabor für die Untersuchung der chemischen und mineralogischen Zusammensetzung der Marsoberfläche. Zuvor gesammelte und in spezielle Probenkammern beförderte Bodenproben werden dazu mit einer Röntgenquelle bestrahlt und anschließend mit einem speziellen CCD-Sensor analysiert. Die so gewonnenen Daten können Aufschlüsse über eine zuvor erfolgte Interaktion der Proben mit Wasser und eventuell vorhandene biologische Signaturen liefern.</li><li>Das &#8222;Sample Analysis at Mars&#8220; (SAM) ist mit einem Gesamtgewicht von rund 38 Kilogramm das schwerste und zugleich auch leistungsfähigste Instrument <em>Curiositys</em>. Mittels dreier kombinierter Sensorensysteme soll das Gerät ermitteln, inwieweit der Mars einstmals als Habitat für primitive Lebensformen geeignet war oder ob dies eventuell auch heute noch der Fall sein könnte. Einhergehend mit dieser Zielsetzung liegt die Hauptaufgabe von SAM in der Identifizierung und Analyse von organischen Verbindungen. Außerdem dient das Instrument dem Nachweis von leichteren Elementen auf der Marsoberfläche und der Ermittlung der Isotopenverhältnisse in der Planetenatmosphäre.</li></ul>



<p><strong>Strahlungsmessgeräte:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Der &#8222;Radiation Assessment Detector&#8220; (RAD) ist ein Strahlendetektor, welcher die in der Planetenatmosphäre und auf der Oberfläche des Mars auftretende Strahlung ermitteln soll. Aufgrund der auf dem Mars auftretenden Strahlenwerte gilt es als unwahrscheinlich, dass eventuell vorhandene Lebensformen direkt auf der Planetenoberfläche existieren können. Die Strahlung dürfte auch zu einer Zersetzung eventueller biologischer Signaturen führen. RAD soll deshalb auch feststellen, ab welcher Tiefe unter der Oberfläche organische Komponenten dauerhaft existieren könnten. Als einziges der zehn Instrumente <em>Curiositys</em> lieferte RAD bereits während des Fluges zum Mars wissenschaftliche Daten. Aus diesen Datensätzen lässt sich die Strahlenbelastung ableiten, der ein zukünftiger Astronaut auf dem Weg zum Mars ausgesetzt sein wird.</li><li>Das &#8222;Dynamic Albedo of Neutrons&#8220;-Instrument (DAN) ist ein Neutronendetektor. DAN soll die Verteilung von im Marsboden befindlichen wasserstoffhaltigen Verbindungen bis zu einer Tiefe von etwa einem Meter ermitteln.</li></ul>



<p><strong>Wetterstation:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Bei der &#8222;Rover Environmental Monitoring Station&#8220; (REMS) handelt es sich um eine Wetterstation, welche während der gesamten Missionsdauer von mindestens einem Marsjahr in regelmäßigen Abständen diverse meteorologische Daten wie die vorherrschenden Windgeschwindigkeiten und -richtungen, Lufttemperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit ermitteln wird. Auf diese Weise erhalten die an der Mission beteiligten Atmosphärenforscher einen tieferen Einblick in das über ein Marsjahr ablaufende Wettergeschehen im Bereich des Operationsgebietes des Rovers. In Kombination mit den Daten von weiteren Marsorbitern, Rovern und Landern kann so auch das Verständnis des allgemeinen marsianischen Wettergeschehens und der Entwicklung der Marsatmosphäre immens verbessert werden.</li></ul>



<p>Mit diesen Instrumenten sind die <em>Curiosity</em> zur Verfügung stehenden Möglichkeiten für wissenschaftliche Analysen allerdings keineswegs ausgeschöpft.</p>



<p><strong>Weitere Hilfskameras:</strong></p>



<p>Zusätzlich zu diesen 10 wissenschaftlichen Instrumenten ist <em>Curiosity</em> noch mit verschiedenen Kameras ausgestattet, welche eigentlich primär für die Navigation des Rovers vorgesehen sind. Vier Navigationskameras, welche unmittelbar neben den Optiken der MastCam am Kameramast montiert sind, und weitere vier Gefahrenerkennungskameras &#8211; zwei am Vorderteil und zwei am Hinterteil der &#8222;Warm Electronics Box&#8220; (WEB), der zentralen Grundstruktur des Rovers &#8211; liefern den für die Steuerung <em>Curiositys</em> verantwortlichen Roverdrivern des Jet Propulsion Laboratory (JPL) Aufnahmen der unmittelbaren Umgebung des Rovers. Diese Schwarz-Weiß-Bilder können aufgrund der Kameraanordnung zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stereoskopie" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">stereoskopischen Aufnahmen</a> kombiniert werden, welche einen räumlichen Eindruck der Umgebung vermitteln. Auch diese Bilder werden von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern für die Auswahl ihrer näher zu untersuchenden Ziele verwendet.</p>



<p><strong>Hilfsinstrumente am Roboterarm:</strong></p>



<p>Am Ende des 1,9 Meter langen, an der Vorderseite des Rovers befestigten Roboterarms (Fachbezeichnung &#8222;Sample Acquisition, Processing, and Handling&#8220;, kurz &#8222;SA/SPaH&#8220;) befindet sich ein fast 60 Zentimeter durchmessender und rund 33 Kilogramm schwerer, drehbarer Aufsatz. Neben dem APXS-Spektrometer und der MAHLI-Kamera sind an diesem Aufsatz drei weitere Geräte montiert, welche der indirekten Untersuchung der Marsoberfläche und der Entnahme von Bodenproben dienen.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Das &#8222;Dust Removal Tool&#8220; (DRT) ist eine Bürste, mit dem die zu untersuchenden Gesteinsformationen von der obersten Staubschicht befreit werden können. Eine solche Staubschicht, welche unter Umständen seit Jahrmillionen den auftretenden Umweltbedingungen &#8211; einschließlich der einfallenden Strahlung &#8211; ausgesetzt war, könnte zum Beispiel die Messergebnisse des APXS-Spektrometers verfälschen.</li><li>Bei dem &#8222;Powder Acquisition Drill System&#8220; (PADS) handelt es sich um einen Bohrer. Dieser kann 1,6 Zentimeter durchmessende und bis zu fünf Zentimeter tiefe Löcher in die Planetenoberfläche oder in Gesteine bohren.</li><li>Bei dem &#8222;Collection and Handling for Interior Martian Rock Analysis&#8220; (CHIMRA) handelt es sich dagegen um eine Konstruktion, welche mittels einer kleinen Schaufel Bodenproben entnehmen und in verschiedenen, mit Sieben versehene Auffangbehälter verteilen kann. Diese Proben, welche zuvor zum Beispiel mittels des Bohrers an die Oberfläche befördert wurden, werden anschließend an die im Inneren der WEB befindlichen Instrumente SAM und CheMin weitergeleitet.</li></ul>



<p><strong>Atmosphärenuntersuchung beim Abstieg durch die Marsatmosphäre:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Bei dem &#8222;Mars Science Laboratory Entry Descent and Landing Instrument&#8220; (MEDLI) handelt es sich um ein in dem Hitzeschild der Abstiegsstufe integriertes Sensorpaket. Insgesamt 14 Sensoren werden während des mehrminütigen Abstieges durch die Marsatmosphäre die in unterschiedlichen Höhen durch die Reibungshitze erzeugte Temperatur und die dort auftretenden Druckverhältnisse registrieren und aufzeichnen. Neben der Verfeinerung der aktuellen Atmosphärenmodelle der Marsatmosphäre werden diese Daten auch in die Planungen für weitere Missionen auf der Marsatmosphäre einfließen. Die Daten werden unter anderem dazu dienen, um die bei zukünftigen Marslandungen verwendeten Hitzeschilde und Landefallschirme noch effizienter zu gestalten.</li></ul>



<p><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10155.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL Rover Curiosity auf Atlas V (541)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.630" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li></ul>



<p></p>
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		<item>
		<title>Die ChemCam</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jul 2012 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der ChemCam handelt es sich um ein neu entwickeltes Spektrometer, mit dessen Hilfe die verschiedenen auf der Marsoberfläche befindlichen chemischen Elemente direkt nachgewiesen werden können. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter Das &#8222;Chemistry and Camera Instrument&#8220; (kurz &#8222;ChemCam&#8220;) des Marsrovers Curiosity setzt sich aus einem Hochleistungslaser, einem aus drei Spektrografen bestehenden Spektrometer und einem Schmidt-Cassegrain-Teleskop [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" data-wpel-link="internal">Die ChemCam</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei der ChemCam handelt es sich um ein neu entwickeltes Spektrometer, mit dessen Hilfe die verschiedenen auf der Marsoberfläche befindlichen chemischen Elemente direkt nachgewiesen werden können.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/chemcam_in_action_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/chemcam_in_action_a.jpg" alt="" width="300" height="178"/></a><figcaption>Diese künstlerische Darstellung zeigt, wie die ChemCam einen Felsen mit einem Laserstrahl &#8222;beschießt&#8220;.<br>(Bild: NASA, JPL-Caltech)</figcaption></figure></div>



<p>Das &#8222;Chemistry and Camera Instrument&#8220; (kurz &#8222;ChemCam&#8220;) des Marsrovers <em>Curiosity</em> setzt sich aus einem Hochleistungslaser, einem aus drei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spektrograf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Spektrografen</a> bestehenden Spektrometer und einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schmidt-Cassegrain-Teleskop" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Schmidt-Cassegrain-Teleskop</a> zusammen und ist aufgrund seiner bereits in mehreren Dokumentationsvideos gezeigten &#8222;Laserattacken&#8220; auf die Marsoberfläche wohl das markanteste wissenschaftliche Instrument des Rovers. Im Gegensatz zu den diversen Videos, in denen die ausgestrahlten Laserimpulse im sichtbaren Licht dargestellt werden, sind diese Laserstrahlen der ChemCam für das menschliche Auge allerdings nicht sichtbar.</p>



<p>Unabhängig davon werden die an der <em>Curiosity</em>-Mission beteiligten Wissenschaftler mittels der ChemCam in der Lage sein, den Marsboden sowie die darauf befindlichen Felsen und Gesteinsaufschlüsse mit einem Laserstrahl zu &#8222;beschießen&#8220; und dadurch deren chemische Zusammensetzung aus einer Entfernung von mindestens 1,5 Metern bis hin zu sieben Metern mit einer extrem hohen Genauigkeit zu analysieren. Der Laser und das Teleskop sind an der Spitze des <a href="https://www.raumfahrer.net/der-aufbau-des-rovers/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Kameramastes</a>, des &#8222;Remote Sensing Mast&#8220;, in einer Höhe von 2,1 Metern über der Marsoberfläche in der 37 Zentimeter breiten, so genannten &#8222;Mast Unit&#8220; untergebracht. Die drei einzelnen Spektrometer und die Elektronik des Instrumentenkomplexes sind dagegen im Inneren der &#8222;Warm Electronics Box&#8220; (kurz &#8222;WEB&#8220;), der zentralen Struktur des Rovers, in der &#8222;Body Unit&#8220; platziert.</p>



<p>Der aus einem Laser und einem Spektrometer zusammengesetzte Gerätekomplex trägt die Bezeichnung &#8222;Laser-Induced Breakdown Spectrometer&#8220; (&#8222;LIBS&#8220;) und ist für die Analyse der auf der Marsoberfläche befindlichen chemischen Elemente zuständig. Hierfür wird ein Laserstrahl abgesetzt, durch ein Teleskop fokussiert und so auf einen lediglich 0,3 bis 0,6 Millimeter durchmessenden Punkt auf der Marsoberfläche ausgestrahlt. Der Laserstrahl erzeugt dabei extrem kurze und relativ schwache Laserimpulse mit einer Dauer von jeweils lediglich fünf Nanosekunden und einer Energie von jeweils 14 Millijoule. Durch ein in einem kurzen Zeitraum erfolgendes wiederholtes Abstrahlen dieser Einzelimpulse und das starke Fokussieren wird allerdings eine Wärmeleistung von mehr als 10 Megawatt pro Quadratmillimeter auf der Oberfläche erreicht. Durch die so erzeugte Wärme wird der oberste Bereich der bestrahlten Oberflächenformation verdampft. Die von dem so erzeugten <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Plasma_(Physik)" target="_blank" data-wpel-link="external">Plasma</a> abgestrahlten Lichtemmissionen werden von der 11 Zentimeter durchmessenden Teleskopoptik aufgefangen und über einen <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtwellenleiter" target="_blank" data-wpel-link="external">Lichtwellenleiter</a>, einem fast sechs Meter langen Glasfaserkabel, zu einem <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Demultiplexer" target="_blank" data-wpel-link="external">Demultiplexer</a> weitergeleitet.</p>



<p>Dieser im Inneren der WEB befindliche Demultiplexer verteilt das so empfangene Licht auf das aus drei Einzelinstrumenten bestehende optische Spektrometer. Auf diese Weise kann ein Spektralbereich des Lichtes untersucht werden, welcher sich vom UV-Bereich des Lichts über das sichtbare Licht bis hin zu dessem nahen Infrarotbereich erstreckt (von 240 bis 336 Nanometer, 380 bis 470 Nanometer und 470 bis 850 Nanometer). Das Spektrometer analysiert die Lichtintensität der so empfangenen verschiedenen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spektrallinie" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Emissionslinien</a>, woraus die beteiligten Wissenschaftler direkt auf die in der untersuchten Bodenprobe enthaltenen chemischen Elemente schließen können. Dabei können die einfallenden Lichtwellen mit insgesamt 6.144 verschiedenen Spektralkanälen, welche über eine Auflösung von jeweils 0,09 bis 0,30 Nanometern verfügen, unterschieden werden.</p>



<p>Die Verwendung von drei fast baugleichen Spektrografen (die differenzierten Unterschiede bestehen lediglich in der Verwendung unterschiedlicher Gitter und Spiegelbeschichtungen) vereinfachte nicht nur die Konstruktion des gesamten Systems. Zusätzlich wird dadurch auch eine gewisse Redundanz des Gesamtinstrumentes gewährleistet, da viele der zu detektierenden chemischen Elemente in Spektralbereichen nachgewiesen werden können, welchen von mindestens zwei der verwendeten Spektrometer abgedeckt werden. Die ChemCam kann somit auch nach dem eventuellen Ausfall von einem oder sogar zwei der drei verwendeten Spektrometer erfolgreich weiterbetrieben werden. Die ChemCam ist dazu ausgelegt, um speziell die Elemente Natrium, Magnesium, Aluminium, Silizium, Kalzium, Kalium, Titan, Mangan, Eisen, Wasserstoff, Kohlenstoff, Sauerstoff, Lithium, Strontium und Barium nachzuweisen. Bei einer Entfernung von bis zu sieben Metern zu der zu untersuchenden Probe werden etwa 50 bis 75 Laserpulse benötigt, um die Anteile dieser Elemente mit der gewünschten Genauigkeit von 10 Prozent zu bestimmen. Des weiteren gehen die beteiligten Wissenschaftler davon aus, dass auch der Nachweis der Elemente Schwefel, Stickstoff, Phosphor, Beryllium, Nickel, Zirkonium, Kupfer, Rubidium und Cäsium möglich ist, sofern sich diese Elemente in einer ausreichenden Konzentration in den zu untersuchenden Bodenproben befinden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/datengewinnung_chemcam_msl_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/datengewinnung_chemcam_msl_a.jpg" alt="" width="300" height="217"/></a><figcaption>Der schematische Aufbau und die Funktionsweise der ChemCam.<br>(Bild: ChemCam, LANL, IRAP, CNES)</figcaption></figure></div>



<p>Aufgrund der Montage am oberen Ende des über eine Bewegungsfreiheit von 360 Grad verfügenden Kameramastes ist es den beteiligten Wissenschaftlern möglich, in einem relativ kurzen Zeitraum eine Vielzahl von Bodenproben in der Umgebung <em>Curiositys</em> auf deren chemische Zusammensetzung hin zu untersuchen, ohne dass der Rover diese Bereiche dabei direkt ansteuern muss. Nach einer ersten Analyse kann dann entschieden werden, welche Bereiche der Oberfläche gegebenenfalls weiteren, eingehenderen Analysen mit den anderen Instrumenten des Rovers unterzogen werden sollen. Diese Selektion der weiteren Ziele muss dabei nicht unbedingt unmittelbar durch die an der Mission beteiligten Wissenschaftler erfolgen. Vielmehr kann sie auch direkt von dem Rover getroffen werden, wobei dieser dabei allerdings von den zuvor vorgegebenen Parametern der Wissenschaftler abhängig sein wird (eine sinngemäße Kommandosequenz: &#8222;<em>Curiosity</em>: Sobald die ChemCam eine Gesteinsformation entdeckt, welches mindestens 20 Prozent Eisen enthält, steuerst Du diese direkt an und beginnst eine autonome Untersuchung mit der Mikroskopkamera.&#8220;).</p>



<p>Dabei ergibt sich auch die Möglichkeit, Proben zu analysieren, welche sich aufgrund der Beschaffenheit der Marsoberfläche und einer eventuellen Unpassierbarkeit des Geländes außerhalb der unmittelbaren Reichweite von <em>Curiosity</em> oder dessen Roboterarms befinden. Des weiteren kann der Laser der ChemCam &#8211; genauso wie auch eine an dem Roboterarm montierte Bürste &#8211; dazu genutzt werden, um die oberste Schicht der Marsoberfläche punktuell von Staubablagerungen zu &#8222;reinigen&#8220;, welche zum Beispiel die nachfolgenden Messungen des APXS-Spektrometer verfälschen oder Aufnahmen mit der Mikroskopkamera behindern könnte. Weitere Aufgaben der ChemCam bestehen in der Analyse von Erosionseffekten, der Detektierung von Wassereis- und Frostablagerungen direkt auf der Marsoberfläche sowie der schnellen Erkennung von dort befindlichen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hydrogencarbonate" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Hydrogencarbonaten</a>.</p>



<p>Einen weiteren mechanischen Bestandteil der ChemCam bildet der neben dem Laser und dem Teleskop ebenfalls im Kameramast-Komplex untergebrachte &#8222;Remote Micro Imager&#8220; (&#8222;RMI&#8220;), welcher der ChemCam zu dem Namenszusatz &#8222;Camera&#8220; verhalf. Der RMI verfügt über einen CCD-Bildsensor mit einer Auflösung von 1024 × 1024 Pixeln und einem Sichtfeld von 20 x 20 Zentimetern bei einer Entfernung von 10 Metern zum angepeilten Ziel. Das Instrument wird dazu genutzt, um den von der ChemCam zu untersuchenden Bereich der Marsoberfläche im Detail abzubilden und dabei in einen näheren wissenschaftlichen Kontext zu versetzen. Aus einer Entfernung von 10 Metern zum avisierten Ziel kann der RMI dabei immer noch Strukturen auflösen, welche lediglich etwa einen Millimeter groß ausfallen. Für die Erstellung der Aufnahmen benutzt der RMI das Teleskop der ChemCam.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/testaufnahme_rmi_big.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/testaufnahme_rmi_a.jpg" alt="" width="299" height="147"/></a><figcaption>Linkes Bild: Loch nach 50 Laserpulsen. Rechtes Bild: Loch nach 150 Laserpulsen.<br>(Bild: ChemCam, LANL, IRAP, CNES)</figcaption></figure></div>



<p>Der RMI kann dabei gegebenenfalls auch unabhängig von einer Aktivierung des Lasers Aufnahmen von dem Gebiet erstellen, welches sich im Blickfeld des Teleskops befindet. Der verwendete CCD-Sensor, welcher übrigens bereits bei den ESA-Missionen <em>SMART-1</em>, <em>Rosetta</em> und <em>Mars Express</em> zum Einsatz kam, und die verwendete Elektronikeinheit sind dazu qualifiziert, um in einem Temperaturbereich zwischen minus 130 bis hin zu plus 30 Grad Celsius zu arbeiten. Der maximale Temperaturbereich, in dem das Instrument überlebensfähig ist, liegt dagegen sogar zwischen minus 150 bis hin zu plus 50 Grad Celsius.</p>



<p>Tests haben gezeigt, dass durch das Abfeuern von 50 Laserpulsen auf ein aus lockerem Material zusammengesetztes Oberflächenziel ein etwa 1,4 Millimeter großes Loch in die zu untersuchende Bodenprobe &#8222;gebrannt&#8220; wird. Durch das Abfeuern von 150 Pulsen entsteht dagegen bereits ein 1,8 Millimeter großes Loch. Die beiden nebenstehenden Aufnahmen zeigen diese Löcher. Sie wurden im Rahmen dieser Tests von dem RMI aus einer Entfernung von rund neun Metern angefertigt.</p>



<p>Typischerweise beginnt der Einsatz der ChemCam nach der Ausrichtung auf das zu untersuchende Ziel mit der Aktivierung eines thermoelektischen Kühlelementes, mit dem die CCD-Sensoren der drei Einzelspektrometer im Inneren der WEB auf Betriebstemperatur gebracht werden. Anschließend führt das Instrument einen Selbstdiagnose-Test durch, um seine volle Einsatzfähigkeit zu bestätigen. Sobald die Funktionalität aller elektronischer und mechanischer Komponenten bestätigt wurde, wird auch der Laser auf die erforderliche Betriebstemperatur erwärmt. Dieser operiert optimalerweise in einem Temperaturbereich zwischen minus 10 bis hin zu Null Grad Celsius. Da im Inneren der Mast Unit normalerweise Temperaturen um die minus 40 Grad Celsius vorherrschen, dauert es bis zu 15 Minuten, um die optimale Betriebstemperatur zu erreichen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/funktionsweise_chemcam_msl_big.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/funktionsweise_chemcam_msl_a.jpg" alt="" width="300" height="318"/></a><figcaption>Die einzelnen Arbeitsschritte während der Arbeit der ChemCam.<br>(Bild: ChemCam, LANL, IRAP, CNES)</figcaption></figure></div>



<p>Als nächstes erfasst ein Laserpointer den anzupeilenden Zielpunkt. Anschließend fertigt der RMI eine Serie von typischerweise acht Bildern des Ziels an. Vier Aufnahmen mit jeweils 1024 x 1024 Pixeln geben das Ziel dabei in einem größeren Kontext wieder. Vier weitere Aufnahmen zeigen lediglich das unmittelbare Zielgebiet mit einer Auflösung von 128 x 128 Pixeln. Anschließend wird der Laser aktiviert, wobei pro Sekunde zwischen einem und 10 Laserpulsen erzeugt und abgestrahlt werden. Im Normalfall liegt die Wiederholungsrate bei etwa drei Laserpulsen pro Sekunde.</p>



<p>Nach der erfolgreichen Weiterleitung der durch das Teleskop empfangenen Spektraldaten an die Spektrometer wird das Ziel erneut durch den RMI abgebildet. Anschließend wird die ChemCam bis zu ihrem nächsten Einsatz deaktiviert. Das wissenschaftliche Team der ChemCam geht davon aus, dass das Instrument während der <em>Curiosity</em>-Mission pro <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Sol</a> durchschnittlich etwa 12x zum Einsatz kommen wird.</p>



<p>Der gesamte ChemCam-Komplex verfügt ein Gewicht von rund 9 Kilogramm. Für die Auswertung der im Rahmen eines einzelnen Messvorganges gesammelten Spektren wird ein Zeitraum von weniger als sechs Minuten benötigt. Bei der ChemCam handelt es sich somit um eine wesentliche Innovation innerhalb der Planetenforschung, denn bei früheren Missionen auf der Marsoberfläche war es im günstigsten Fall erst nach Tagen, oftmals sogar erst nach Wochen oder Monaten möglich, die genaue chemische Zusammensetzung der Planetenoberfläche zu bestimmen.</p>



<p>&#8222;Wir führten eine Menge neuer Ideen zusammen, um dieses Instrument zu verwirklichen. Es war sehr spannend zu verfolgen, wie diese innovativen Ideen sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt haben&#8220;, so Roger C. Wiens, der für die ChemCam verantwortliche Wissenschaftler vom Los Alamos National Laboratory (LANL) im US-Bundesstaat New Mexico.</p>



<p>Bei dem ChemCam-Instrument handelt es sich um eine kooperative Entwicklung der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA und des Centre d&#8217;Etude Spatiale des Rayonnements (CESR), einer französischen Weltraumforschungseinrichtung nahe der südfranzösischen Stadt Toulouse. Das Los Alamos National Laboratory war dabei für die Entwicklung der im Inneren der WEB platzierten Komponenten verantwortlich. Das für die Weiterleitung der Lichtwellen verwendete Glasfaserkabel wurde am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien entwickelt. Die in der Masteinheit des Rovers befindlichen Bauteile wurden dagegen vom CESR beigesteuert. Die ersten Konzeptvorschläge für die ChemCam wurden bereits im Jahr 2001 entwickelt.</p>



<p>Sie wünschen eventuell weiter Informationen zu diesem Instrument des Marsrovers <em>Curiosity</em>? Die offizielle, englischsprachige Internetseite der ChemCam finden Sie <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.msl-chemcam.com/" target="_blank" data-wpel-link="external">hier</a>. Aber bestimmt können Sie auch im Forum unserer Internetseite den aktuell verfügbaren Stand der Mission und speziell der ChemCam verfolgen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/nav/dot01.gif" alt="" width="11" height="10"> Verwandte Webseiten</h4>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.lpi.usra.edu/meetings/lpsc2009/pdf/1461.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Wiens et al., 2009: Calibration of ChemCam</a></li><li><a href="https://science.nasa.gov/mission/msl-curiosity/science-instruments/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA: Chemistry &#038; Camera (ChemCam)</a></li><li><a href="https://www.msl-chemcam.com/?menu=inc&amp;page_consult=textes&amp;rubrique=64&amp;sousrubrique=224&amp;soussousrubrique=0&amp;art=259&amp;titre_url=ChemCam%20-%20How%20does%20ChemCam%20work%3F&amp;step=2" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MSL ChemCam: How does ChemCam work?</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20120114212530/https://www.lanl.gov/news/releases/mars_mission_laser_tool_heads_to_jpl_newsrelease.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Los Alamos Laboratory: Mars mission laser tool heads to JPL</a></li></ul>



<h4 class="wp-block-heading"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/nav/dot01.gif" alt="" width="11" height="10"> Diskussion zu diesem Artikel</h4>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10155.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL Rover Curiosity auf Atlas V (541)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.630" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Aufbau des Rovers</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-aufbau-des-rovers/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jun 2012 22:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
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		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Radioisotopengenerator]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einer Länge von 3,1 Metern, einer Breite von 2,7 Metern, einer Höhe von 2,1 Metern und einer Masse von 899 Kilogramm gleicht der Marsrover Curiosity in Bezug auf seine Abmessungen und sein Gewicht einem kompakt ausfallenden Personenkraftwagen. Er ist etwa doppelt so groß und fast fünfmal schwerer als seine beiden Vorgänger Spirit und Opportunity. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p id="mit-einer-lange-von-31-metern-einer-breite-von-27-metern-einer-hohe-von-21-metern-und-einer-masse-von-899-kilogramm-gleicht-der-marsrover-curiosity-in-bezug-auf-seine-abmessungen-und-sein-gewicht-einem-kompakt-ausfallenden-personenkraftwagen-er-ist-etwa-doppelt-so-gross-und-fast-funfmal-schwerer-als-seine-beiden-vorganger-spirit-und-opportunity--245107c1-c893-40cb-a32b-783684cfe5d0">Mit einer Länge von 3,1 Metern, einer Breite von 2,7 Metern, einer Höhe von 2,1 Metern und einer Masse von 899 Kilogramm gleicht der Marsrover Curiosity in Bezug auf seine Abmessungen und sein Gewicht einem kompakt ausfallenden Personenkraftwagen. Er ist etwa doppelt so groß und fast fünfmal schwerer als seine beiden Vorgänger Spirit und Opportunity.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a></p>



<p><strong>Inhalt</strong></p>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#das-web-18b4aedb-3926-437e-a39b-bc88523fb22c">Das WEB</a></li><li><a href="#die-energiequelle-5271cd87-a49c-4e5b-a052-41078166b4a5">Die Energiequelle</a></li><li><a href="#die-rader-4cf2658d-df1b-4fcf-850d-94e4b97d8fb5">Die Räder</a></li><li><a href="#das-rover-equipment-deck-78ba6116-e60c-4cc4-b1a4-a22f42abfb0f">Das Rover Equipment Deck</a></li><li><a href="#der-kameramast-dd9c617d-c1d7-4f59-b783-d2f38ed3afeb">Der Kameramast</a></li><li><a href="#der-instrumentenarm-305f1388-c94a-4eee-a502-eea6b3324b3c">Der Instrumentenarm</a></li><li><a href="#die-hazcams-3933d17c-bb13-4899-98ce-758798a1532b">Die HazCams</a></li></ul></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="das-web-18b4aedb-3926-437e-a39b-bc88523fb22c"><strong>Das WEB</strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/aufbau_curiosity_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/aufbau_curiosity_a.jpg" alt="" width="300" height="212"/></a><figcaption>Der zentrale Bestandteil des Rovers Curiosity wird durch die Warm Electronic Box gebildet. In deren Innerem und um diese herum sind alle entscheidenden elektronischen und mechanischen Komponenten angeordnet.<br>(Bild: NASA, JPL)</figcaption></figure></div>



<p>Der zentrale Bestandteil der Roverstruktur wird durch die sogenannte &#8222;Warm Electronics Box&#8220; (kurz &#8222;WEB&#8220;) gebildet. Dieses aus einer Titanlegierung bestehende und zugleich wärmeisolierte Grundgehäuse garantiert die strukturelle Integrität <em>Curiositys</em> und schützt die verschiedenen in seinem Inneren befindlichen elektronischen Komponenten, zu denen unter anderem das Computersystem, die Elektronik der Funkanlage und verschiedene Analyseinstrumente gehören, vor den auf der Marsoberfläche herrschenden unwirtlichen Umweltbedingungen.</p>



<p><strong>Das Temperaturmanagement</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/praesentation_hrs_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/praesentation_hrs_a.jpg" alt="" width="300" height="180"/></a><figcaption>Bereits im Jahr 2008 konnten Techniker und Ingenieure des JPL einen Teil des für Curiosity verwendeten Wärmeausgleichsystems präsentieren.<br>(Bild: NASA, JPL-Caltech)</figcaption></figure></div>



<p>Zum einen erfolgt dabei eine gewisse Abschirmung der Roverelektronik gegenüber der auf der Planetenoberfläche auftretenden Strahlenbelastung. Zum anderen dient die WEB aber auch dazu, die in ihrem Inneren angeordneten Bauteile gegen die während des Missionsverlaufes zu erwartenden tiefen Außentemperaturen und speziell gegen die dabei innerhalb eines Marstages auftretenden Temperaturschwankungen von über 100 Grad Celsius zu schützen. Abhängig von der jeweiligen Tages- und Jahreszeit werden die in der unmittelbaren Umgebung von <em>Curiosity</em> auftretenden Temperaturen in einem Bereich zwischen plus 30 Grad Celsius bis hin zu minus 127 Grad Celsius schwanken. Ohne weitere Schutzmaßnahmen würden sich diese Temperaturunterschiede wohl bereits innerhalb kürzester Zeit nicht nur für die Batterien des Rovers als absolut &#8222;tödlich&#8220; herauskristallisieren.</p>



<p>Um diese innerhalb weniger Stunden auftretenden Temperaturunterschiede auszugleichen und die verschiedenen elektronischen Komponenten zu jedem Zeitpunkt der Mission auf einen möglichst optimalen Temperaturwert zu halten &#8211; angestrebt wird hierbei ein dauerhafter Wert von über minus 40 Grad Celsius -, befindet sich im Inneren der WEB ein ausgeklügeltes Leitungssystem, welches eine Gesamtlänge von fast 61 Metern aufweist. Durch die Leitungen dieses als &#8222;Heat Rejection and Recovery System&#8220; (kurz &#8222;HRS&#8220;) bezeichneten Systems wird eine Flüssigkeit gepumpt, welche &#8211; vergleichbar mit dem Kühlsystem eines Personenkraftwagens &#8211; das Innere der WEB auf einer konstanten &#8222;Betriebstemperatur&#8220; halten soll. Bei der hierfür eingesetzten Flüssigkeit handelt es sich um das Kältemittel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trichlorfluormethan" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">CFC-11</a>, auch bekannt unter der Bezeichnung Freon-11. Im Bedarfsfall wird das Freon dabei durch ein spezielles elektrisches Heizsystem erwärmt. Allerdings gestaltet sich diese Vorgehensweise einer aktiven Beheizung als relativ &#8222;energieintensiv&#8220;. Daher soll in erster Linie die aufgrund des natürlichen Zerfalls der im Inneren des Radioisotopengenerators befindlichen Plutoniumisotope freigesetzte Wärme dazu genutzt werden, um das Kühlmittel mit der nötigen Wärmeenergie zu versorgen.</p>



<p>Durch dieses Wärmekontrollsystem soll jedoch nicht nur eine Unterkühlung des Inneren der WEB verhindert werden. Zugleich ist das System auch dazu ausgelegt, um das Innere der Warm Electronics Box vor einer zeitweiligen, eventuell durch die Wärmeabgabe des MMRTG ausgelösten, auftretenden Überhitzung zu schützen und dabei überschüssige Wärmeenergie aus dem Inneren der WEB abzuleiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="die-energiequelle-5271cd87-a49c-4e5b-a052-41078166b4a5"><strong>Die Energiequelle</strong></h4>



<p>Als Energiequelle dient <em>Curiosity</em> ein Radioisotopengenerator, ein sogenannter MMRTG. Dieser <a href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-energieversorgung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Generator</a>, welcher über eine Abmessung von 67 x 64 Zentimetern verfügt, ist an der Rückseite des Rovers platziert.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="die-rader-4cf2658d-df1b-4fcf-850d-94e4b97d8fb5"><strong>Die Räder</strong></h4>



<p>An den beiden Längsseiten der WEB befinden sich zwei Rohrgestänge, welche mittels einer durch den Schwerpunkt des Rovers verlaufende Achse miteinander verbunden sind. Diese Konstruktion bildet das Fahrgestell, das sogenannte &#8222;Rocker Bogie Suspension System&#8220;, an dem die Räder des Rovers befestigt sind. Aufgrund der Konstruktion des Fahrgestells und des Durchmessers der Räder &#8211; jedes der insgesamt sechs Räder weist einen Durchmesser von 51 Zentimetern auf &#8211; verfügt <em>Curiosity</em> auf einem ebenen Untergrund über eine Bodenfreiheit von 66 Zentimetern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="das-rover-equipment-deck-78ba6116-e60c-4cc4-b1a4-a22f42abfb0f"><strong>Das Rover Equipment Deck</strong></h4>



<p>Die Oberseite der WEB wird durch das &#8222;Rover Equipment Deck&#8220; (kurz &#8222;RED&#8220;) gebildet, welches sich 1,1 Meter über der Planetenoberfläche befindet. Auf der Oberseite des RED sind verschiedene Instrumente &#8211; zum Beispiel der Strahlendetektor RAD &#8211; platziert. Des Weiteren befinden sich hier im hinteren Bereich die drei Antennen (HGA, LGA und UHF-Antenne), mittels derer <em>Curiosity</em> mit seinem Kontrollzentrum in Pasadena/Kalifornien kommuniziert. Außerdem sind auf dem RED verschiedene Kalibrierungsscheiben platziert, welche der Feinjustierung der verschiedenen Kamerasysteme und der Kalibrierung dienen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="der-kameramast-dd9c617d-c1d7-4f59-b783-d2f38ed3afeb"><strong>Der Kameramast</strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/kopfteil_kameramast_curiosity_big.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/kopfteil_kameramast_curiosity_a.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der obere Teil des Curiosity-Kameramastes.<br>(Bild: NASA, JPL-Caltech)</figcaption></figure></div>



<p>Im vorderen rechten Bereich des RED befindet sich der Kameramast (Fachbezeichnung &#8222;Remote Sensing Mast&#8220;) des Rovers, welcher erst nach der erfolgreichen Landung auf dem Mars entfaltet werden wird. Im Kopfteil dieses etwa einen Meter hohen Mastes sich zwei der wesentlichen wissenschaftlichen Instrumente des Rovers platziert.</p>



<p>An der Spitze des Mastes ist in der nebenstehenden Aufnahme die Öffnung der ChemCam erkennbar. Durch die kreisrunde Optik dieses Instruments wird ein Laserstrahl ausgesandt, mit dessen Hilfe die Zusammensetzung von Gesteinen ermittelt werden kann, welche sich dabei bis zu sieben Meter von dem Rover entfernt befinden. Auf diese Weise ist eine &#8222;Fernuntersuchung&#8220; potentieller Forschungsziele möglich. Auch aufgrund der Resultate dieser Untersuchungen wird anschließend von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern entschieden, ob ein potentiell interessantes Ziel einer näheren Untersuchung unterzogen werden soll.</p>



<p>Unterhalb der ChemCam sind zwei viereckige Öffnungen sichtbar, bei denen es sich um die beiden Objektive der MastCamera handelt. Diese aus zwei Einzelinstrumenten bestehenden &#8222;MastCam&#8220; bildet die Hauptkamera des Rovers. Mittels verschiedener Farbfilter kann dieses Kamerasystem die Umgebung nicht nur in einer hohen bildlichen Auflösung, sondern zudem auch in Echtfarben darstellen. Durch die Verwendung verschiedener Farbfilter kann die Kamera dabei auch sogenannte &#8222;Falschfarbenaufnahmen&#8220; erzeugen, durch denen Auswertung sich Rückschlüsse auf die chemische und mineralogische Zusammensetzung der abgebildeten Objekte ziehen lassen.</p>



<p>Bei den vier runden Öffnungen rechts und links der MastCam-Objektive handelt es sich um die Optiken der sogenannten Navigationskameras. Mit Hilfe dieser vier identischen &#8222;NavCams&#8220; kann die Umgebung des Rovers mit einer Auflösung von jeweils 1024 x 1024 Pixeln aufgezeichnet werden. Die Optiken dieser Kameras weisen eine Brennweite von 15 Millimetern auf und können die Umgebung mit einem Sichtfeld von 45 Grad aus einer Distanz von mindestens 50 Zentimetern erfolgreich abbilden. Die so erstellten Aufnahmen werden von der für die Fortbewegung des Rover zuständigen, zum Großteil autonom arbeitenden &#8222;Drive-Software&#8220; für die Erstellung der weiteren Fahrtroute verwendet. Zu diesem Zweck können die zeitgleich von jeweils einer rechts und einer links platzierten NavCam angefertigten Aufnahmen zu Stereoaufnahmen kombiniert werden, um das vorausliegende Gelände in 3D darzustellen.</p>



<p>Weiter unten am Mast sind die Sensoren der &#8222;Rover Environmental Monitoring Station&#8220; (REMS) platziert. Hierbei handelt es sich um eine Wetterstation, welche verschiedene Parameter des aktuellen Wettergeschehens (Windgeschwindigkeiten und -richtungen, Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit) aufzeichnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="der-instrumentenarm-305f1388-c94a-4eee-a502-eea6b3324b3c"><strong>Der Instrumentenarm</strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/roboterarm_curiosity_test2010_big.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/roboterarm_curiosity_test2010_a.jpg" alt="" width="300" height="397"/></a><figcaption>Curiositys Roboterarm bei einem am 3. Juni 2011 erfolgten Systemtest im Reinraum des JPL, wo die Endmontage des Rovers erfolgte.<br>(Bild: NASA, JPL-Caltech)</figcaption></figure></div>



<p>An der Vorderseite des Rovers befindet sich ein Roboterarm, an dessen Spitze zwei weitere Instrumente und verschiedene der Probenuntersuchung und -aufbereitung dienende Hilfsinstrumente befestigt sind. Dieser als &#8222;Sample Acquisition, Processing, and Handling&#8220; (kurz &#8222;SA/SPaH&#8220;) bezeichnete Arm verfügt über eine ähnliche Bewegungsfreiheit wie ein aus Schulter-, Ellbogen- und Handgelenk bestehender menschlicher Arm. <em>Curiositys</em> aus einer Titanlegierung angefertigte Roboterarm verfügt dabei über zwei Gelenke in der &#8222;Schulter&#8220;, ein Gelenk im &#8222;Ellbogen&#8220; und nochmals zwei Gelenke im &#8222;Handgelenk&#8220;. Jedes dieser fünf Gelenke wird durch einen eigenständigen, kältetoleranten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aktuator" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Aktuator</a> gesteuert. Im voll ausgestreckten Zustand erreicht der eigentliche Roboterarm eine Länge von 1,9 Metern.</p>



<p>Am Ende des Roboterarms ist ein fast 60 Zentimeter durchmessender und rund 33 Kilogramm schwerer, drehbarer Aufbau befestigt. Die beiden darin untergebrachten Instrumente, das APXS-Spektrometer und das Mikroskop des Rovers, können somit Oberflächenziele analysieren, welche bis zu maximal 2,2 Meter von der Vorderseite <em>Curiositys</em> entfernt sind. Zusätzlich sind in diesem Kopfstück drei weitere Hilfsgeräte platziert, welche ebenfalls der Untersuchung der Marsoberfläche dienen. Es handelt sich hierbei um einen Gesteinsbohrer, eine Bürste und um das so genannte &#8222;Collection and Handling for Interior Martian Rock Analysis&#8220;-System (kurz &#8222;CHIMRA&#8220;). Das CHIMRA setzt sich aus einer kleinen Baggerschaufel, mehreren Sieben und verschiedenen Auffangbehältern zusammen. Die durch das CHIMRA gesammelten Proben der Marsoberfläche werden im Bedarfsfall von dort zu zwei in der Warm Electronics Box angeordnete Instrumenten, es handelt sich um SAM und CheMin, geleitet und von diesen näher analysiert.</p>



<p>Um eine erfolgreiche Platzierung der verschiedenen Instrumente auf der Marsoberfläche zu gewährleisten, muss der Roboterarm trotz seiner Länge und des an seinem Ende lastenden Gewichtes in der Lage sein, millimetergenaue Bewegungen auszuführen. Brett Kennedy, einer der an der <em>Curiosity</em>-Mission beteiligten Ingenieure des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien, erläutert diese Herausforderung folgendermaßen: &#8222;Dieser Arm muss präzise genug arbeiten können, um eine Aspirin-Tablette in einem Fingerhut zu platzieren.&#8220;</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="die-hazcams-3933d17c-bb13-4899-98ce-758798a1532b"><strong>Die HazCams</strong></h4>



<p>An den vier Ecken der WEB ist jeweils eine so genannte &#8222;Hazard Avoidance Camera&#8220; (kurz &#8222;HazCam&#8220;) platziert. Diese &#8222;Gefahrenerkennungskameras&#8220; versorgen den Rover mit Informationen über die Gestalt und Formation des unmittelbar vor und hinter dem Rover liegenden Geländes. Jede dieser vier Kameras ist mit einem Fisheye-Objektiv ausgestattet und bildet die Umgebung bei einer fest eingestellten Brennweite von 5,58 Millimetern mit einem Sichtfeld von 120 x 120 Grad in Form von Schwarz-Weiß-Aufnahmen ab. Aus den durch die rechte und linke vordere beziehungsweise hintere HazCam angefertigte Aufnahmen generiert eine spezielle Software 3D-Aufnahmen des unmittelbar vorausliegenden Geländes. Diese 3D-Bilder werden von der Navigationssoftware des Rovers – parallel zu den auf vergleichbare Weise erstellten Aufnahmen der Navigationskameras &#8211; dazu genutzt, um eventuell auftretenden Geländehindernissen bei der weiteren Fahrt selbstständig auszuweichen. Die Auflösung der HazCams ist ausreichend, um das umliegende Gelände zu diesem Zweck bis zu einer Entfernung von bis zu drei Metern ausreichend aufzulösen.</p>



<p><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10155.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL Rover Curiosity auf Atlas V (541)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.630" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neuer Marsrover mit Kameramast ausgestattet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neuer-marsrover-mit-kameramast-ausgestattet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 09:21:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ChemCam]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NASAs in Bau befindlicher Marsrover Curiosity ist innerhalb einer Woche um rund einen Meter gewachsen. Er wurde von Ingenieuren mit seinem Kameramast versehen, berichtete das US-amerikanische Labor für Strahlantrieb (JPL) aus Pasadena am 23. Juli 2010. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA/JPL. Vertont von Peter Rittinger. Mit dem aufgestellten Mast ausgestattet ist Curiosity jetzt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">NASAs in Bau befindlicher Marsrover Curiosity ist innerhalb einer Woche um rund einen Meter gewachsen. Er wurde von Ingenieuren mit seinem Kameramast versehen, berichtete das US-amerikanische Labor für Strahlantrieb (JPL) aus Pasadena am 23. Juli 2010.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA/JPL. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-07-26-41589.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072010112123_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072010112123_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Das untere Mastende wird auf den Grundkröper des Rovers gesetzt 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Mit dem aufgestellten Mast ausgestattet ist Curiosity jetzt rund zwei Meter hoch. An der Spitze des Mastes befindet sich eine Anzahl Kameras. </p>



<p>Zwei Navigationskameras (Navcams) sind zur Erfassung von Bildern zum Zwecke der Fahrwegplanung und der Steuerung der Fahrt des Rovers vorgesehen. Die Schwarzweiß-Geräte sind Stereokameras, deren einzelne Komponenten jeweils ein Blickfeld von 45 Grad haben. Sie werden zusammen mit den Kameras zur Vermeidung von Kollisionen (Hazcams), die vorn und hinten am Hauptkörper des Rovers platziert sind, zum Einsatz kommen. </p>



<p>Zwei weitere Kameras (Mastcams), die zwischen 2,1 Metern und unendlich scharf abbilden können, sollen für wissenschaftliche Zwecke Farbbilder der Umgebung des Rovers aufnehmen. Die eine der beiden Kameras hat eine Brennweite von rund 34 Millimetern und ein Blickfeld von 15 Grad, sie wird auch als Mastcam-34 oder M-34 bezeichnet. Die andere Kamera, auch Mastcam-100 oder M-100 genannt, zeichnet sich durch eine Brennweite von rund 100 Millimetern und ein Blickfeld von 5,1 Grad aus. Die Mastcams wurden mit Kunststofffolie vor Beschädigungen bei den Montagearbeiten     geschützt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072010112123_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072010112123_small_2.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Der Kamerakopf an der Mastspitze
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Eine mit einem Laser für 5 Nanosekunden lange Impulse mit einer Energie von rund 17 Millijoule zur Beleuchtung ausgerüstete Kamera (Chemcam) ist zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung der Umgebung des Rovers gedacht. Das von Umgebungsmaterial reflektierte Laserlicht sammelt das Instrument mit einem Teleskop mit einer Brennweite von 110 Millimetern. Die im weißen quaderförmigen Gehäuse an der Spitze des Kameramastes untergebrachte Chemcam ist zur Zeit mit einer Schutzabdeckung versehen. Ein roter Deckel schützt die Chemcam vor Beschädigungen und Verunreinigungen. </p>



<p>Nach den derzeitigen Planungen soll Curiosity mit seiner Fahrt über den Roten Planeten und dessen Erforschung im Jahre 2012 beginnen. Der Start des Rovers auf einer Atlas-V-Rakete ist für Herbst 2011 geplant. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL Rover Curiosity</a></li></ul>
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