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	<title>Chile &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Chile &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Sesam öffne dich: Das Kuppeltor des ELT bewegt sich zum ersten Mal</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sesam-oeffne-dich-die-elt-tueren-bewegen-sich-zum-ersten-mal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2025 08:26:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verfolgen sie die erstmalige Bewegung eines der Kuppeltore des im Bau befindlichen Großteleskops ELT. Ein Video der europäischen Südsternwarte ESO (European Southern Observatory) Quelle: ESO/Videos, 3. November 2025 Da sich der Bau des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO kontinuierlich weiterentwickelt, muss seine Leistungsfähigkeit in jeder Phase sichergestellt werden. Das heutige Bild der Woche ist [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Verfolgen sie die erstmalige Bewegung eines der Kuppeltore des im Bau befindlichen Großteleskops ELT. <br>Ein Video der europäischen Südsternwarte ESO (European Southern Observatory)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/videos/potw2544a/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO/Videos</a>, 3. November 2025</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/The-Extremely-Large-Telescope-doors-move-for-the-first-time.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><em>Credit: ESO/ACe</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Da sich der Bau des Extremely Large Telescope (<a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a>) der ESO kontinuierlich weiterentwickelt, muss seine Leistungsfähigkeit in jeder Phase sichergestellt werden. Das heutige Bild der Woche ist eine Zeitrafferaufnahme eines wichtigen Meilensteins: der ersten Bewegung einer der riesigen Türen der Kuppel.<br>Die <a href="https://elt.eso.org/telescope/dome/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kuppel des ELT</a> und ihre <a href="https://www.youtube.com/watch?v=JNPk3KYd160" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Türen</a> schützen das Teleskop vor den rauen Bedingungen der Atacama-Wüste in Chile. Jede der Türen wird nach ihrer Fertigstellung etwa 650 Tonnen wiegen, einschließlich Laufstegen, Leitungen für Heizung, Lüftung und Klimatisierung sowie anderen bereits installierten Mechanismen. Die Bewegung dieser massiven Türen ist keine leichte Aufgabe, und der in diesem Zeitraffer gezeigte Test, der Anfang Oktober aufgenommen wurde, ist entscheidend, um sicherzustellen, dass alles wie vorgesehen funktioniert.<br>Sobald beide Türen vollständig installiert und betriebsbereit sind, werden sie geschlossen, um eine stabilere und kontrolliertere Umgebung innerhalb der Kuppel für die kommenden Bauphasen zu schaffen. Dazu gehört die Installation kritischer Systeme wie der hydrostatischen Öllager, die eine reibungslose und präzise Bewegung des Teleskops ermöglichen. Sobald das ELT in Betrieb ist, müssen die Türen schnell reagieren, um das Teleskop vor plötzlichen Veränderungen der äußeren Bedingungen zu schützen. Nachts ermöglichen die Türen dem größten Auge am Himmel, den einzigartig dunklen Himmel Chiles zu beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1142.msg580294#msg580294" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO Teleskop ELT</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue ESO-Analyse bestätigt schwere Beeinträchtigungen durch geplanten Industriekomplex in der Nähe des Paranal</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-eso-analyse-bestaetigt-schwere-beeintraechtigungen-durch-geplanten-industriekomplex-in-der-naehe-des-paranal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2025 22:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>( + Update ) Eine eingehende technische Analyse der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat die Auswirkungen des INNA-Megaprojekts auf die Einrichtungen des Paranal-Observatoriums in Chile untersucht – und die Ergebnisse sind alarmierend. Die Analyse zeigt, dass INNA die Lichtverschmutzung über dem Very Large Telescope (VLT) um mindestens 35 % und über dem Südstandort des Cherenkov Telescope [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">( + Update ) Eine eingehende technische Analyse der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat die Auswirkungen des INNA-Megaprojekts auf die Einrichtungen des Paranal-Observatoriums in Chile untersucht – und die Ergebnisse sind alarmierend. Die Analyse zeigt, dass INNA die Lichtverschmutzung über dem Very Large Telescope (VLT) um mindestens 35 % und über dem Südstandort des Cherenkov Telescope Array Observatory (CTAO-Süd) um mehr als 50 % erhöhen würde. INNA würde auch die Luftturbulenzen in der Region verstärken. Dadurch würden sich die Bedingungen für astronomische Beobachtungen weiter verschlechtern. Außerdem könnten die durch das Projekt verursachten Vibrationen die Funktionsweise einiger astronomischer Einrichtungen, wie des Extremely Large Telescope (ELT), am Paranal-Observatorium ernsthaft beeinträchtigen. <br>Nachtrag einer Pressemitteilung der europäischen Südsternwarte <a href="https://www.eso.org/public/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a> vom 17. März 2025.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/austria/news/eso2506/?lang" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO Pressemitteilung 2506de-at</a>, 17. März 2025</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-9641fbb2"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Anmerkung der Raumfahrer.net Redaktion:</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em> &#8222;Diese Pressemitteilung der ESO wurde zum ursprünglichen Veröffentlichungsdatum nicht übernommen. Es erscheint jedoch mehr als angebracht, die Ergebnisse dieser Analyse hier, auch zu diesem Zeitpunkt, zu veröffentlichen und nochmals auf die Gefährdung eines weltweit bedeutenden astronomischen Beobachtungsstandortes hinzuweisen.<br>Weiter hoffen wir dass ausreichend Stimmen ihr Gewicht in die Waagschale werfen um diese Angelegenheit im Sinne der ESO zu bereinigen.</em>&#8222;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Update: </strong>Zu diesem Konflikt gibt es mittlerweile weitere Entwicklungen.</em><br><em>Dem Kongress in Santiago de Chile liegt mittlerweile ein Gesetzesentwurf zur Einrichtung einer Zone zum Schutz des Nachthimmels mit einer Ausdehnung von 70km um die Observatorien am Cerro Paranal und Cerro Armazones vor. Tausende von Astronomen aus der ganzen Welt haben sich für eine Verlagerung des INNA-Projektes eingesetzt.<br>Dagegen stemmen sich die Führungskräfte des Unternehmens AES, und argumentieren dass dies das Ende der INNA-Initiative für grünen Wasserstoff bedeuten würde. Luis Sarrás, Vizepräsident für grünen Wasserstoff von AES Chile, wand ein, ob die Beeinträchtigung der Astronomie angeführt werde um das Projekt zu stoppen; es würde nicht nur dieses Projekt, sondern auch Andere, etwa Bergbauvorhaben betreffen, für die ein hohes Entwicklungsinteresse bestehe. Sarrás erklärte, dass der Vorschlag der Verlagerung des Projekts letztlich dazu führen würde, es abzubrechen, da die Platzierung eines großen Projekts in der Wüste ein komplexer Prozess sei.<br>Quelle: <a href="https://www.terram.cl/astronomia-o-hidrogeno-verde-ley-para-proteger-cielos-nocturnos-se-enfrenta-con-proyecto-de-aes-en-el-congreso/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Artikel in Terram Foundation</a> in spanischer Sprache.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Es ist also nach wie vor wichtig die weltweite Bedeutsamkeit dieses astronomoschen Standortes hervorzuheben.</em></p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-254faae0"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar schlug die ESO <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2501/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">öffentlich Alarm</a> wegen der Bedrohung, die das industrielle Megaprojekt INNA für den <a href="https://www.eso.org/public/images/eso2501b/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">dunkelsten und klarsten Himmel</a> der Welt darstellt, nämlich den des Paranal-Observatoriums der ESO. Das Projekt des Unternehmens AES Andes, einer Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Energieversorgers AES Corporation, umfasst mehrere Energie- und Produktionsanlagen, die sich über eine Fläche von mehr als 3000 Hektar erstrecken, was der Größe einer Kleinstadt entspricht. Der geplante Standort liegt <a href="https://www.eso.org/public/images/INNA-map-EN/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">nur wenige Kilometer</a> von den Paranal-Teleskopen entfernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine vorläufige Analyse ergab damals, dass das INNA-Projekt aufgrund seiner Größe und Nähe zum Paranal ein erhebliches Risiko für astronomische Beobachtungen darstellt. Nun hat eine detaillierte technische Analyse bestätigt, dass die Auswirkungen von INNA verheerend und irreversibel wären.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-unter-Milchstrasse.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kosmischer Regenbogen über dem VLT Dieses ausgefallene Bild der Woche wurde vom Paranal-Observatorium der ESO aus aufgenommen. Der Standort des Very Large Telescope liegt auf einer Höhe von stolzen 2635 Metern, auf dem Gipfel des Cerro Paranal in der nördlichen Atacama-Wüste. Die vier Hauptteleskope des VLT, etwas rechts der Mitte auf diesem Panorama, posieren vor dem ausgedehnten Bogen der Milchstraße, die fast wie ein Regenbogen aus Sternen aussieht. Man erkennt auf dem Bild auch drei der vier Hilfsteleskope. Die Astronomen verwenden unterschiedliche Konfigurationen dieser Hilfsteleskope, die auf Schienen über die Plattform hinweg verfahrbar sind. Können Sie alle drei Hilfsteleskope auf dem Bild ausmachen? Bildnachweis: ESO/P. Horálek" data-rl_caption="" title="Kosmischer Regenbogen über dem VLT Dieses ausgefallene Bild der Woche wurde vom Paranal-Observatorium der ESO aus aufgenommen. Der Standort des Very Large Telescope liegt auf einer Höhe von stolzen 2635 Metern, auf dem Gipfel des Cerro Paranal in der nördlichen Atacama-Wüste. Die vier Hauptteleskope des VLT, etwas rechts der Mitte auf diesem Panorama, posieren vor dem ausgedehnten Bogen der Milchstraße, die fast wie ein Regenbogen aus Sternen aussieht. Man erkennt auf dem Bild auch drei der vier Hilfsteleskope. Die Astronomen verwenden unterschiedliche Konfigurationen dieser Hilfsteleskope, die auf Schienen über die Plattform hinweg verfahrbar sind. Können Sie alle drei Hilfsteleskope auf dem Bild ausmachen? Bildnachweis: ESO/P. Horálek" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="750" height="231" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-unter-Milchstrasse_750x231.jpg" alt="" class="wp-image-148812" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-unter-Milchstrasse_750x231.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-unter-Milchstrasse_750x231-300x92.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Kosmischer Regenbogen über dem VLT</strong><br>Dieses ausgefallene Bild der Woche wurde vom <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Paranal-Observatorium</a> der ESO aus aufgenommen. Der Standort des <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Very Large Telescope</a> liegt auf einer Höhe von stolzen 2635 Metern, auf dem Gipfel des Cerro Paranal in der nördlichen Atacama-Wüste.<br>Die vier Hauptteleskope des VLT, etwas rechts der Mitte auf diesem Panorama, posieren vor dem ausgedehnten Bogen der Milchstraße, die fast wie ein Regenbogen aus Sternen aussieht.<br>Man erkennt auf dem Bild auch drei der vier Hilfsteleskope. Die Astronomen verwenden unterschiedliche Konfigurationen dieser Hilfsteleskope, die auf Schienen über die Plattform hinweg verfahrbar sind. Können Sie alle drei Hilfsteleskope auf dem Bild ausmachen?<br>Bildnachweis: ESO/<a href="https://www.facebook.com/PetrHoralekPhotography" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">P. Horálek</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blendende Lichtverschmutzung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der neuen, detaillierten Analyse würde der Industriekomplex die Lichtverschmutzung über dem <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">VLT</a>, das etwa 11 km vom <a href="https://www.eso.org/public/images/INNA-map-EN/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">geplanten INNA-Standort</a> entfernt ist, um mindestens 35&nbsp;% über die derzeitigen Basiswerte für künstliches Licht erhöhen. Ein weiterer Paranal-Standort, das <a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a> der ESO, würde eine Zunahme der Lichtverschmutzung um mindestens 5&nbsp;% verzeichnen. Diese Zunahme stellt bereits ein Störungsniveau dar, das mit den für astronomische Beobachtungen von Weltklasse erforderlichen Bedingungen unvereinbar ist. Die Auswirkungen auf den Himmel über dem <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/ctao/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">CTAO</a>-Süd, das nur 5 km von INNA entfernt liegt, wären am größten, da die Lichtverschmutzung um mindestens 55&nbsp;% zunehmen würde.<a href="https://www.eso.org/public/germany/news/eso2506/#1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"></a><a href="https://www.eso.org/public/austria/news/eso2506/?lang#1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">[1]</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Mit einem helleren Himmel schränken wir unsere Fähigkeit stark ein, erdähnliche Exoplaneten direkt zu erkennen, lichtschwache Galaxien zu beobachten und sogar</em> <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2505/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Asteroiden zu überwachen</a><em>, die unserem Planete</em><em>n Schaden zufügen könnten</em>“, sagt Itziar de Gregorio-Monsalvo, Vertreterin der ESO in Chile. „<em>Wir bauen die größten und leistungsstärksten Teleskope am besten Ort der Erde für die Astronomie, damit Astronomen weltweit sehen können, was noch niemand zuvor gesehen hat.</em> <em>Die Lichtverschmutzung durch Projekte wie INNA behindert nicht nur die Forschung, sondern raubt uns auch den gemeinsamen Blick auf das Universum.</em>“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die technische Analyse hat sich ein Expertenteam unter der Leitung von Andreas Kaufer, dem Betriebsleiter der ESO, mit <a href="https://craq-astro.ca/un_membre/?lang=en&amp;id=MartinAub%C3%A9" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Martin Aubé</a>, einem weltweit führenden Experten für die Himmelshelligkeit an astronomischen Standorten, zusammengetan, um Simulationen mit den aktuellsten Lichtverschmutzungsmodellen durchzuführen. Als Grundlage für die Simulationen dienten öffentlich zugängliche Informationen, die von AES Andes bei der Einreichung des Projekts zur Umweltverträglichkeitsprüfung bereitgestellt wurden und besagen, dass der Komplex von über 1000 Lichtquellen beleuchtet werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Die von uns ermittelten Werte für die Lichtverschmutzung gehen davon aus, dass bei dem Projekt die modernsten verfügbaren Leuchten so installiert werden, dass die Lichtverschmutzung minimiert wird. Wir befürchten jedoch, dass die von AES geplante Ausstattung mit Lichtquellen nicht vollständig und zweckmäßig ist. In diesem Fall würden unsere bereits alarmierenden Ergebnisse die potenziellen Auswirkungen des INNA-Projekts auf die Helligkeit des Paranal-Himmels unterschätzen</em>“, erklärt Kaufer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er fügt hinzu, dass die Berechnungen von Bedingungen bei klarem Himmel ausgehen. „<em>Wir würden eine noch schlimmere Lichtverschmutzung erhalten, wenn wir bewölkten Himmel berücksichtigen würden</em>“, sagt er. „<em>Obwohl der Paranal die meiste Zeit des Jahres wolkenfrei ist, können viele astronomische Beobachtungen auch bei dünnen Zirruswolken durchgeführt werden – und in diesem Fall wird der Effekt der Lichtverschmutzung verstärkt, da künstliche Lichter in der Nähe stark von den Wolken reflektiert werden.</em>“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-mit-Komet.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Komet C/2024 G3 (ATLAS) geht vom Paranal Observatorium aus gesehen unter Florentin Millour hat diese atemberaubende Weitwinkelansicht des Kometen C/2024 G3 (ATLAS) am 21. Januar vom Paranal-Observatorium der ESO aus in Chile aufgenommen. Das Very Large Telescope befindet sich links oben auf dem Cerro Paranal, während der Komet direkt nach Sonnenuntergang am westlichen Horizont untergeht. Bildnachweis: F. Millour/ESO" data-rl_caption="" title="Komet C/2024 G3 (ATLAS) geht vom Paranal Observatorium aus gesehen unter Florentin Millour hat diese atemberaubende Weitwinkelansicht des Kometen C/2024 G3 (ATLAS) am 21. Januar vom Paranal-Observatorium der ESO aus in Chile aufgenommen. Das Very Large Telescope befindet sich links oben auf dem Cerro Paranal, während der Komet direkt nach Sonnenuntergang am westlichen Horizont untergeht. Bildnachweis: F. Millour/ESO" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="234" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-mit-Komet_350x234.jpg" alt="" class="wp-image-148814" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-mit-Komet_350x234.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-mit-Komet_350x234-300x201.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-mit-Komet_350x234-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Komet C/2024 G3 (ATLAS) geht vom Paranal Observatorium aus gesehen unter</strong><br>Florentin Millour hat diese atemberaubende Weitwinkelansicht des <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/C/2024_G3_(ATLAS)" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kometen C/2024 G3 (ATLAS)</a> am 21. Januar vom <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Paranal-Observatorium</a> der ESO aus in Chile aufgenommen. Das Very Large Telescope befindet sich links oben auf dem Cerro Paranal, während der Komet direkt nach Sonnenuntergang am westlichen Horizont untergeht.<br>Bildnachweis: F. Millour/ESO</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Turbulenzen voraus</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die technische Analyse befasste sich auch mit anderen Auswirkungen des Projekts, wie der Zunahme der atmosphärischen Turbulenzen, den Auswirkungen von Vibrationen auf die empfindliche Teleskopausrüstung und der Staubverschmutzung der empfindlichen Teleskopoptik während der Bauarbeiten. All dies würde die Auswirkungen von INNA auf die astronomischen Beobachtungsmöglichkeiten am Paranal weiter verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem dunklen und klaren Himmel ist das Paranal-Observatorium dank seiner außergewöhnlich gleichmäßigen und stabilen Atmosphäre der weltweit beste Standort für die Astronomie. Es bietet das, was Astronomen als hervorragende „Seeing-Bedingungen“ oder sehr geringes „Flackern“ astronomischer Objekte aufgrund von Turbulenzen in der Erdatmosphäre bezeichnen. Mit INNA könnten sich die besten Sichtbedingungen um bis zu 40&nbsp;% verschlechtern, insbesondere aufgrund der Luftturbulenzen, die durch die Windturbinen des Projekts verursacht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Grund zur Sorge sind die Auswirkungen der durch INNA verursachten Vibrationen auf das VLT-Interferometer (VLTI) und das ELT, die beide extrem empfindlich auf mikroseismische Störungen reagieren. Die technische Analyse zeigt, dass die Windturbinen von INNA diese Mikrovibrationen des Bodens so stark verstärken könnten, dass der Betrieb dieser beiden weltweit führenden astronomischen Einrichtungen beeinträchtigt wird. Auch Staub während der Bauarbeiten ist problematisch, da er sich auf den Teleskopspiegeln absetzt und deren Sicht behindert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Zusammengenommen stellen diese Störungen eine ernsthafte Bedrohung für die aktuelle und langfristige Tragfähigkeit des Paranal als weltweit führendes astronomisches Zentrum dar, da sie zum Verlust wichtiger Entdeckungen über das Universum führen und den strategischen Vorteil Chiles in diesem Bereich gefährden</em>“, sagt de Gregorio-Monsalvo. „<em>Die einzige Möglichkeit, den unberührten Himmel über dem Paranal zu retten und die Astronomie für künftige Generationen zu schützen, ist die Verlegung des INNA-Komplexes</em>.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ferner wird die Infrastruktur von INNA wahrscheinlich die Entwicklung eines Industriezentrums in der Region fördern, was Paranal zu einem unbrauchbaren Standort für astronomische Beobachtungen auf höchstem Niveau machen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Die ESO und ihre Mitgliedstaaten unterstützen die Dekarbonisierung der Ener­gieversorgung uneingeschränkt. Für uns sollte Chile nicht vor der Wahl stehen, entweder die leistungsstärksten astronomischen Observatorien zu beherbergen oder Projekte für grüne Energie zu entwickeln. Beide sind erklärte strategische Prioritäten des Landes und sind voll kompatibel – wenn die verschiedenen Einrichtungen in ausreichendem Abstand voneinander angesiedelt sind</em>“, sagt ESO-Generaldirektor Xavier Barcons.</p>



<figure class="wp-block-video aligncenter"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Geminids-time-lapse-2.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Vom 14. bis 16. Dezember 2012 war der Meteorstrom der Geminiden über dem Paranal-Observatorium der ESO in spektakulärer Weise zu sehen.</strong><br>Die Geminiden sind ein Meteorstrom von Sternschnuppen, die vom Sternbild der Zwillinge ausgehen. Jedes Jahr bewegt sich die Erde durch die Umlaufbahn des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon und der Staub erzeugt die leuchtenden Lichtpunkte, wenn sie in der Atmosphäre verglühen. Dank des dunklen Himmels bietet Paranal einen unvergleichlichen Blick auf dieses und andere astronomische Phänomene.<br>Bildnachweis: ESO/Gianluca Lombardi (<a href="http://www.glphoto.it/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">glphoto.it</a>)</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bürgerbeteiligungsprozess</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der vollständige technische Bericht wird den chilenischen Behörden im Laufe dieses Monats im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens (<a href="https://www.sea.gob.cl/en/guias-sobre-participacion-ciudadana-pac" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">PAC</a>) bei der Umweltverträglichkeitsprüfung von INNA vorgelegt und zu diesem Zeitpunkt vor Ablauf der Frist am 3. April veröffentlicht. Zusätzlich zu dieser Pressemitteilung veröffentlicht die ESO vorab eine <a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/pdf/eso2506a.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Zusammenfassung des Berichts</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die wir von den chilenischen und weltweiten Forschungsgemeinschaften sowie von unseren ESO-Mitgliedstaaten erhalten haben. Wir danken auch den chilenischen Behörden für die Prüfung dieser Angelegenheit. Wir sind mehr denn je entschlossen, zusammenzuarbeiten, um den unersetzlichen Himmel über Paranal zu schützen</em>“, schließt Barcons.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endnoten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[1] Die Basiswerte beziehen sich auf die aktuelle künstliche Himmelshelligkeit, die durch künstliche Beleuchtung verursacht wird. Die Berechnungen der Himmelshelligkeit wurden im sichtbaren Licht (im V-Band mit einer Wellenlänge von 550 nm) und unter der Annahme einer Beobachtungsrichtung von 45 Grad über dem Horizont in Richtung Süden durchgeführt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (ESO) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie z. B. VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das&nbsp;<a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie in Heidelberg</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/pdf/eso2506a.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Zusammenfassung der technischen Analyse der ESO zu den Auswirkungen des INNA-Projekts</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/images/archive/category/paranal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Fotos vom Paranal</a>&nbsp;</li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/images/?search=AES+Andes" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">INNA-Infografiken</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/news/eso2501/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pressemitteilung vom Januar</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15786.msg580058#msg580058" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO</a></li>
</ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Geminids-time-lapse-2.mp4" length="8795534" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Tausende Augen richten sich auf den Himmel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tausende-augen-richten-sich-auf-den-himmel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 18:57:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
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		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[4MOST]]></category>
		<category><![CDATA[AIP]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[MPIA]]></category>
		<category><![CDATA[optische Fasern]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrograf]]></category>
		<category><![CDATA[VISTA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>4MOST SIEHT DAS ERSTE LICHT. Am Wochenende hat das 4-Meter-Multi-Objekt-Spektroskopie-Teleskop (4MOST) seine ersten Testbeobachtungen erfolgreich abgeschlossen. Eine Mitteilung der europäischen Südsternwarte ESO (European Southern Observatory). Quelle: ESO Announcement 25007, 21. Oktober 2025 4MOST ist am ESO-Teleskop „Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy” (VISTA) in Chile installiert und ist das größte Instrument seiner Art zur [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/tausende-augen-richten-sich-auf-den-himmel/" data-wpel-link="internal">Tausende Augen richten sich auf den Himmel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">4MOST SIEHT DAS ERSTE LICHT. Am Wochenende hat das 4-Meter-Multi-Objekt-Spektroskopie-Teleskop (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/surveytelescopes/vista/4most/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">4MOST</a>) seine ersten Testbeobachtungen erfolgreich abgeschlossen. <br>Eine Mitteilung der europäischen Südsternwarte <a href="https://www.eso.org/public/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a> (European Southern Observatory).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/announcements/ann25007/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO Announcement 25007</a>, 21. Oktober 2025</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="400" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4MOST_ann25007a_400x300.jpg" alt="" class="wp-image-148752" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4MOST_ann25007a_400x300.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4MOST_ann25007a_400x300-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Bild zeigt das VISTA-Teleskop der ESO und sein 4MOST-Instrument.<br>Herkunftsnachweis<strong>:</strong> AIP/A. Saviauk</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">4MOST ist am ESO-Teleskop „Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy” (<a href="https://www.eso.org/public/germany/teles-instr/paranal-observatory/surveytelescopes/vista/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">VISTA</a>) in Chile installiert und ist das größte Instrument seiner Art zur Erforschung des südlichen Sternenhimmels. Es soll in den ersten fünf Jahren seines Betriebs das Licht von mehr als 25 Millionen verschiedenen Objekten erfassen und analysieren, um unter anderem die Geschichte unserer Galaxie zu ergründen, die Geheimnisse der Dunklen Materie zu erforschen und die Entstehung von Sternen zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Instrument ist so konzipiert, dass es das Licht von Tausenden von kosmischen Objekten gleichzeitig einfängt, wobei mehr als 2400 dünne optische Fasern verwendet werden, die jeweils etwa so dick wie ein menschliches Haar sind. Dieses Licht wird dann auf drei separate Spektrografen gelenkt, die es in bis zu 18&nbsp;000 Farbkomponenten (im sichtbaren Lichtbereich von Violett bis Rot) aufspalten und uns so einzelne <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/technology/spectroscopy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Spektren</a> liefern. Anhand dieser Spektren können Astronominnen und Astronomen die Eigenschaften der beobachteten kosmischen Quellen analysieren, darunter ihre chemische Zusammensetzung, Geschwindigkeit oder Entfernung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Forschende haben schon lange auf ein Instrument wie 4MOST gewartet</em>“, sagt Joar Brynnel, 4MOST-Projektleiter am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP), dem Institut, das das Instrumentenkonsortium geleitet hat. Die Anzahl der Objekte, die es gleichzeitig beobachten kann, das große Sichtfeld (entspricht der Fläche von 16 Vollmonden) und die große Anzahl von Spektralfarben, die es gleichzeitig registrieren kann, machen das Instrument so einzigartig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Es handelt sich hier um eine grundlegende Veränderung unserer Arbeit bei der ESO. Normalerweise beobachtet man mit einem Instrument jeweils nur die Ziele einer einzigen wissenschaftlichen Studie</em>“, sagt Vincenzo Mainieri, ESO-Projektwissenschaftler für 4MOST. Aufgrund der großen Anzahl von Fasern kann das Instrument jedoch Quellen aus vielen verschiedenen wissenschaftlichen Projekten gleichzeitig beobachten. Er fährt fort: „<em>4MOST kann 10 oder mehr wissenschaftliche Studien parallel in einer einzigen Beobachtung bedienen. Auf diese Weise lässt sich die wissenschaftliche Leistung des Instruments maximieren</em>.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4MOST_ann25007b.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="284" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4MOST_ann25007b_400x284.jpg" alt="" class="wp-image-148754" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4MOST_ann25007b_400x284.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4MOST_ann25007b_400x284-300x213.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Am 18. Oktober nutzte das Instrument 4MOST erstmals seine 2400 Fasern, um das Licht verschiedener kosmischer Objekte zu analysieren. Der Spektrograf, der am VISTA-Teleskop der ESO installiert ist, beobachtete einen großen Ausschnitt des Himmels, der zwei markante Objekte enthielt: die Sculptor-Galaxie und den Kugelsternhaufen NGC 288. Dieses Bild zeigt das sechseckige Sichtfeld von 4MOST und die vielen Objekte (markiert mit verschiedenfarbigen Punkten für verschiedene Objekttypen), die es bei seinen ersten Testbeobachtungen analysiert hat. 4MOST hat für jedes dieser einzelnen Objekte ein Spektrum aufgenommen, sodass wir ihre Eigenschaften wie chemische Zusammensetzung oder Temperatur untersuchen können.<br>Herkunftsnachweis<strong>:</strong> AIP/Background: Harshwardhan Pathak/Telescope Live</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese neuartige Technik wird nicht nur den Blick auf unsere eigene Galaxie erhellen, sondern auch Beobachtungen von mehreren Galaxien in größerer Entfernung ermöglichen, um zu verstehen, wie sie entstehen und sich entwickeln. Durch die Beobachtung entfernter Galaxien wird 4MOST auch zu einem besseren Verständnis der Dunklen Materie beitragen, einer unsichtbaren Form von Materie, die Galaxien und den Raum zwischen ihnen durchdringt. Das Instrument dient auch zur Erforschung der Entwicklung des Universums selbst, um zu untersuchen, wie es sich im Laufe der Zeit ausdehnt und verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">4MOST hat den Platz der VISTA-Infrarotkamera (<a href="https://web.archive.org/web/20250907173931/https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/surveytelescopes/vista/camera/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VIRCAM</a>) eingenommen, die seit 2008 Vermessungen für das VISTA-Teleskop durchgeführt hat. Da es sich bei 4MOST um einen Spektrografen handelt, ein Instrument, das sich grundlegend von einer Kamera unterscheidet, musste VISTA für den Einsatz dieses Instruments komplett aufgerüstet werden. „<em>Wir mussten viele Komponenten des Teleskops austauschen, um unser Instrument einzubauen. Wir haben neue große Optiken für das Teleskop, neue technische Kameras zur Steuerung des Teleskops und dann das Instrument selbst</em> <em>eingebaut</em>“, sagt Brynnel. „<em>Die Aufrüstung des VISTA-Teleskops für die neuen Komponenten wurde von der ESO im Vorfeld der </em><a href="https://www.eso.org/sci/publications/announcements/sciann17713.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external"><em>Ankunft von 4MOST</em></a> vorbereitet“, erklärt Jean-François (Jeff) Pirard, ESO-Projektleiter für 4MOST. „<em>Das Teleskop wurde im ersten Halbjahr 2025 wieder in Betrieb genommen, gerade rechtzeitig, um das neue 4MOST-Instrument</em><em> in Empfang zu nehmen.</em>“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Beobachtungen mit 4MOST, die einen Bereich des Himmels umfassten, in dem sich die <a href="https://www.spektrum.de/alias/wunder-des-weltalls/sculptor-galaxie-ngc-253-und-kugelsternhaufen-ngc-288/1635974" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Sculptor-Galaxie und der Sternhaufen NGC 288</a> befinden, zeigen die Fähigkeit dieses hochmodernen Instruments, mehrere Ziele mit einem erstaunlich großen Sichtfeld und zahlreichen optischen Fasern zu beobachten. Im ersten Durchlauf sammelte 4MOST Spektren von verschiedenen Sternen in unserer Milchstraße und von mehr als tausend nahen und fernen Galaxien und demonstrierte damit seine beeindruckenden Kapazitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Roelof de Jong, leitender Forscher bei 4MOST und Leiter der Abteilung Milchstraße am AIP, bemerkt: „<em>Es ist unbeschreiblich, die ersten Spektren unseres neuen Instruments zu sehen. Die Daten sehen von Anfang an fantastisch aus und sind ein gutes Zeichen für all die verschiedenen wissenschaftlichen Projekte, die wir durchführen wollen. Dass wir Licht, das manchmal Milliarden von Lichtjahren zurückgelegt hat, in einer Glasfaser von der Größe eines Haares einfangen können, ist einfach unglaublich. Eine beeindruckende Leistung, die nur durch ein herausragendes Entwicklungsteam möglich wurde. Ich kann es kaum erwarten, bis das System jede Nacht in Betrieb ist</em>.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4MOST ist beobachtungsbereit (Videozusammenstellung)</strong></p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4MOST-ready-for-observations-video-compilation.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Video zeigt 4MOST, installiert am VISTA-Teleskop der ESO in der chilenischen Atacama-Wüste und bereit für Beobachtungen. Das Teleskop wurde komplett aufgerüstet, um das Instrument in Betrieb nehmen zu können. Hier sehen wir alle Modifikationen und Installationen für VISTA fertiggestellt, die drei Spektrographen (schwarze Kästen) an ihrem Platz und mit den Glasfasern verbunden, und 4MOST bereit für den ersten Einsatz.<br>Herkunftsnachweis: AIP/A. Saviauk</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das 4MOST- Instrument wird von einem Konsortium aus 30 Universitäten und Forschungsinstituten in Europa und Australien unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) entwickelt, gebaut und wissenschaftlich betrieben. Die wichtigsten am Bau und Betrieb des Instruments beteiligten Institute sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP), Deutschland</li>



<li>Macquarie University / Australian Astronomical Optics (AAO), Australien</li>



<li>Centre de Recherche Astrophysique de Lyon (CRAL), Frankreich</li>



<li>Europäische Südsternwarte (ESO)</li>



<li>Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA), Deutschland</li>



<li>Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE), Deutschland</li>



<li>Nederlandse Onderzoekschool Voor Astronomie (NOVA), Niederlande</li>



<li>Universität Cambridge, Institut für Astronomie (IoA), Vereinigtes Königreich</li>



<li>Universität Hamburg (UHH), Hamburger Sternwarte, Deutschland</li>



<li>Universität Heidelberg, Zentrum für Astronomie (ZAH), Deutschland</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.aip.de/en/news/4most-first-light/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">AIP-Pressemitteilung zum ersten Licht mit 4MOST</a></li>



<li><a href="https://www.4most.eu/cms/home/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">4MOST-Konsortiums-Webseiten</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/surveytelescopes/vista/4most/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">4MOST-Seiten auf der öffentlichen ESO-Internetseite</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/blog/4most/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Weitere Informationen zu 4MOST im ESO-Blog</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1105.msg579986#msg579986" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">VISTA</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4MOST-ready-for-observations-video-compilation.mp4" length="28745905" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Der dunkelste und klarste Himmel der Welt ist durch ein industrielles Megaprojekt gefährdet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-dunkelste-und-klarste-himmel-der-welt-ist-durch-ein-industrielles-megaprojekt-gefaehrdet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2025 18:22:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Atacama]]></category>
		<category><![CDATA[Cerro Armazones]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[ELT]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtverschmutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachthimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Paranal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 24. Dezember reichte AES Andes, eine Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Energieversorgers AES Corporation, ein Projekt für einen riesigen Industriekomplex zur Umweltverträglichkeitsprüfung ein. Dieser Komplex bedroht den makellosen Himmel über dem Paranal-Observatorium der ESO in der chilenischen Atacama-Wüste, dem dunkelsten und klarsten aller astronomischen Observatorien der Welt. Das industrielle Megaprojekt soll nur 5 bis 11 Kilometer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 24. Dezember reichte AES Andes, eine Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Energieversorgers AES Corporation, ein Projekt für einen riesigen Industriekomplex zur Umweltverträglichkeitsprüfung ein. Dieser Komplex bedroht den makellosen Himmel über dem Paranal-Observatorium der ESO in der chilenischen Atacama-Wüste, dem dunkelsten und klarsten aller astronomischen Observatorien der Welt. Das industrielle Megaprojekt soll nur 5 bis 11 Kilometer von den Teleskopen in Paranal entfernt entstehen, was astronomische Beobachtungen unumkehrbar beeinträchtigen würde, insbesondere aufgrund der Lichtverschmutzung, die während der gesamten Betriebsdauer des Projekts entsteht. Durch die Verlegung des Komplexes könnte einer der letzten wirklich unberührten dunklen Himmel der Erde gerettet werden. Eine Pressemitteilung der ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESO, <a href="https://www.eso.org/public/austria/news/eso2501/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pressemitteilung eso2501de-at</a>, 10. Januar 2025</p>



<figure class="wp-block-image size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/potw2124a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein Himmelsbogen zum Anfassen. (Bild: ESO)" data-rl_caption="" title="Ein Himmelsbogen zum Anfassen. (Bild: ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="606" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/potw2124a_606x300.jpg" alt="" class="wp-image-146276" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/potw2124a_606x300.jpg 606w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/potw2124a_606x300-300x149.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/potw2124a_606x300-600x297.jpg 600w" sizes="(max-width: 606px) 100vw, 606px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der dunkle Himmel über dem Paranal-Observatorium der ESO, in dem das Very Large Telescope (VLT) der ESO untergebracht ist, bietet atemberaubende Ausblicke, die so klar und voller Sterne sind, dass man sie fast berühren könnte. Auf einer Plattform des VLT stehend, streckt ESO-Fotobotschafter Petr Horálek seine Hand nach einem auffälligen Objekt am Himmel aus. Man könnte diesen hellen Körper, wie viele andere am Himmel, für einen Stern halten, aber in Wirklichkeit handelt es sich um einen Planeten in unserem Sonnensystem: den Gasriesen Jupiter.<br>Näher an der Erde sind im Hintergrund die vier Unit Telescopes (UTs) zu sehen, aus denen das VLT besteht. Jedes UT verfügt über einen 8,2-Meter-Spiegel, und im Zusammenspiel sorgen sie für einen der schärfsten Blicke auf das Universum. Die vier UTs werden von vier kleineren, beweglichen Hilfsteleskopen (ATs) begleitet, die über 1,8-Meter-Spiegel verfügen.<br>Die chilenische Atacama-Wüste beweist einmal mehr ihren Wert als idealer Standort für das VLT der ESO. Die Abgeschiedenheit des Observatoriums bedeutet, dass es nur sehr wenig bis gar keine Lichtverschmutzung gibt, was für die Astronomie von entscheidender Bedeutung ist und zudem atemberaubende Ausblicke ermöglicht.<br>Ein Himmelsbogen zum Anfassen. (Bild: ESO)</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein unersetzliches Erbe für die Menschheit</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Seit seiner Einweihung im Jahr 1999 hat das Paranal-Observatorium, das von der Europäischen Südsternwarte (ESO) gebaut und betrieben wird, zu bedeutenden Durchbrüchen in der Astronomie geführt, wie z. B. dem ersten Bild eines Exoplaneten und der Bestätigung der beschleunigten Expansion des Universums. Der Nobelpreis für Physik im Jahr 2020 wurde für die Erforschung des supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße verliehen, bei der die Paranal-Teleskope eine entscheidende Rolle spielten. Das Observatorium ist für Astronomen weltweit von großer Bedeutung, auch für die in Chile, wo die astronomische Gemeinschaft in den letzten Jahrzehnten erheblich gewachsen ist. Darüber hinaus wird auf dem nahe gelegenen Cerro Armazones das Extremely Large Telescope (ELT) der ESO errichtet, das größte Teleskop seiner Art weltweit – eine revolutionäre Einrichtung, die unser Wissen über unser Universum dramatisch verändern wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Nähe des industriellen Megaprojekts AES Andes zu Paranal stellt ein erhebliches Risiko für den unberührtesten Nachthimmel der Welt dar“,</em> betonte ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. <em>„Staubemissionen während des Baus, erhöhte atmosphärische Turbulenzen und insbesondere Lichtverschmutzung werden die Möglichkeiten für astronomische Beobachtungen, in die die Regierungen der ESO-Mitgliedstaaten bisher Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Euro getätigt haben, irreparabel beeinträchtigen.“</em></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die beispiellosen Auswirkungen eines Megaprojekts</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt umfasst einen Industriekomplex von mehr als 3000 Hektar, was in etwa der Größe einer Stadt oder eines Stadtteils wie Valparaiso in Chile oder Garching bei München entspricht. Es umfasst den Bau eines Hafens, von Ammoniak- und Wasserstoffproduktionsanlagen sowie Tausender Stromgeneratoren in der Nähe des Paranal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank ihrer atmosphärischen Stabilität und der geringen Lichtverschmutzung ist die Atacama-Wüste ein einzigartiges natürliches Labor für astronomische Forschung. Diese Eigenschaften sind für wissenschaftliche Projekte, die sich mit grundlegenden Fragen wie dem Ursprung und der Entwicklung des Universums oder der Suche nach Leben und der Bewohnbarkeit anderer Planeten befassen, von entscheidender Bedeutung.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein Aufruf zum Schutz des chilenischen Himmels</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Chile und insbesondere Paranal sind ein ganz besonderer Ort für die Astronomie – der dunkle Himmel ist ein Naturerbe, das über die Landesgrenzen ausstrahlt und der gesamten Menschheit zugutekommt“,</em> sagte Itziar de Gregorio, Vertreterin der ESO in Chile.<em> „Es ist von entscheidender Bedeutung, alternative Standorte für dieses Megaprojekt in Betracht zu ziehen, die einen der wichtigsten astronomischen Schätze der Welt nicht gefährden.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verlegung dieses Projekts ist nach wie vor die einzige wirksame Möglichkeit, um irreversible Schäden am einzigartigen Himmel von Paranal zu verhindern. Diese Maßnahme wird nicht nur die Zukunft der Astronomie sichern, sondern auch einen der letzten wirklich unberührten dunklen Himmel auf der Erde bewahren.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Endnoten</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><a></a>[1] Eine <a href="https://academic.oup.com/mnras/article/519/1/26/6936422" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Studie</a> von Falchi et al., die 2023 in den <em>Monthly Notices of the Royal Astronomical Society</em> veröffentlicht wurde, verglich die Lichtverschmutzung an allen 28 großen astronomischen Observatorien. Sie ergab, dass Paranal der dunkelste Ort unter ihnen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lichtverschmutzung an den wichtigsten astronomischen Observatorien der Welt.</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/eso2501b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Lichtverschmutzung an den wichtigsten astronomischen Observatorien der Welt. (Grafik: Falchi et al. 2023/ESO)" data-rl_caption="" title="Lichtverschmutzung an den wichtigsten astronomischen Observatorien der Welt. (Grafik: Falchi et al. 2023/ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="404" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/eso2501b_300x404.jpg" alt="" class="wp-image-146278" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/eso2501b_300x404.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/01/eso2501b_300x404-223x300.jpg 223w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Lichtverschmutzung an den wichtigsten astronomischen Observatorien der Welt. (Grafik: Falchi et al. 2023/ESO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Grafik zeigt die Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf alle 28 großen astronomischen Observatorien, wobei das Paranal-Observatorium der ESO der dunkelste Standort unter ihnen ist. Sie stammt aus einer Studie von Falchi et al., die 2023 in den „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ veröffentlicht wurde. Sie verwendet eine logarithmische Skala und vergleicht die Helligkeit direkt über den Observatorien mit der natürlichen Hintergrundhelligkeit (1 % bedeutet, dass es 1 % mehr Lichtverschmutzung gibt, 100 % bedeutet, dass es 100 % mehr Lichtverschmutzung gibt, also doppelt so viel wie ohne künstliche Lichtquellen). Beachten Sie, dass einige Observatorien zweimal aufgeführt sind: So weist beispielsweise Armazones, wo sich das Extremely Large Telescope der ESO befindet, während des Baus des Teleskops (als eine provisorische Unterkunft für die Arbeiter vorhanden war) eine höhere Lichtverschmutzung auf.<br>Diese Darstellung ist eine leicht angepasste Version von Abbildung 1 aus der Studie von Falchi et al. Hier werden die Standorte auf der vertikalen Achse angezeigt und die Beschriftungen auf der horizontalen Achse wurden zur besseren Lesbarkeit geändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Schönheit des Nachthimmels über Paranal</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Night sky beauty over Paranal" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/4NWKqV-lqK0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Schönheit des Nachthimmels offenbart sich über dem Cerro Paranal, wo sich das Very Large Telescope (VLT) befindet. Die Kleine und die Große Magellansche Wolke sind am Horizont zu sehen, während Meteore über den Himmel schießen. All dies wurde in diesem Zeitraffer während der ESO Ultra High Definition Expedition eingefangen.<br>(Bild/Video: ESO/B.Tafreshi</em>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15786.msg570666#msg570666" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>NASA begrüßt Chile als neuen Unterzeichner des Artemis-Abkommens</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-begruesst-chile-als-neuen-unterzeichner-des-artemis-abkommens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2024 09:28:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[AA]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis Accords]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Chile unterzeichnete das Artemis-Abkommen am Freitag während einer Zeremonie, die von NASA-Administrator Bill Nelson am Hauptsitz der Behörde in Washington ausgerichtet wurde. Chile ist damit die 47. Nation und das siebte südamerikanische Land, das sich zur verantwortungsvollen Erforschung des Weltraums für die gesamte Menschheit verpflichtet. Eine Pressemitteilung der NASA. Quelle: NASA, 25. Oktober 2024 Washington, [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Chile unterzeichnete das Artemis-Abkommen am Freitag während einer Zeremonie, die von NASA-Administrator Bill Nelson am Hauptsitz der Behörde in Washington ausgerichtet wurde. Chile ist damit die 47. Nation und das siebte südamerikanische Land, das sich zur verantwortungsvollen Erforschung des Weltraums für die gesamte Menschheit verpflichtet. Eine Pressemitteilung der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: NASA, 25. Oktober 2024</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/chile-signs-accords.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Von links nach rechts: der chilenische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Juan Gabriel Valdés, die chilenische Ministerin für Wissenschaft, Technologie, Wissen und Innovation, Aisén Etcheverry Escudero, der NASA-Administrator Bill Nelson und die stellvertretende Staatssekretärin im US-Außenministerium für Ozeane und internationale Umwelt- und Wissenschaftsangelegenheiten, Jennifer R. Littlejohn, posieren für ein Foto nach der Unterzeichnung des Artemis-Abkommens am Freitag, den 25. Oktober 2024, im Mary W. Jackson NASA-Hauptquartier in Washington. Die Republik Chile ist das 47. Land, das die Artemis-Vereinbarungen unterzeichnet hat, die eine Reihe praktischer Grundsätze für die Zusammenarbeit der am Artemis-Programm der NASA teilnehmenden Länder bei der Erforschung des Weltraums festlegen. (Bild: NASA/Keegan Barber)" data-rl_caption="" title="Von links nach rechts: der chilenische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Juan Gabriel Valdés, die chilenische Ministerin für Wissenschaft, Technologie, Wissen und Innovation, Aisén Etcheverry Escudero, der NASA-Administrator Bill Nelson und die stellvertretende Staatssekretärin im US-Außenministerium für Ozeane und internationale Umwelt- und Wissenschaftsangelegenheiten, Jennifer R. Littlejohn, posieren für ein Foto nach der Unterzeichnung des Artemis-Abkommens am Freitag, den 25. Oktober 2024, im Mary W. Jackson NASA-Hauptquartier in Washington. Die Republik Chile ist das 47. Land, das die Artemis-Vereinbarungen unterzeichnet hat, die eine Reihe praktischer Grundsätze für die Zusammenarbeit der am Artemis-Programm der NASA teilnehmenden Länder bei der Erforschung des Weltraums festlegen. (Bild: NASA/Keegan Barber)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/chile-signs-accords_532x320.jpg" alt="Astronaut arbeitet auf der Mondoberfläche - künstlerische Darstellung. (Grafik: NASA)"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Von links nach rechts: der chilenische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Juan Gabriel Valdés, die chilenische Ministerin für Wissenschaft, Technologie, Wissen und Innovation, Aisén Etcheverry Escudero, der NASA-Administrator Bill Nelson und die stellvertretende Staatssekretärin im US-Außenministerium für Ozeane und internationale Umwelt- und Wissenschaftsangelegenheiten, Jennifer R. Littlejohn, posieren für ein Foto nach der Unterzeichnung des Artemis-Abkommens am Freitag, den 25. Oktober 2024, im Mary W. Jackson NASA-Hauptquartier in Washington. Die Republik Chile ist das 47. Land, das die Artemis-Vereinbarungen unterzeichnet hat, die eine Reihe praktischer Grundsätze für die Zusammenarbeit der am Artemis-Programm der NASA teilnehmenden Länder bei der Erforschung des Weltraums festlegen.<br>(Bild: NASA/Keegan Barber)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Washington, 25. Oktober 2024 &#8211; „Heute begrüßen wir die Unterzeichnung des Artemis-Abkommens durch Chile und sein Bekenntnis zu den gemeinsamen Werten aller Unterzeichner bei der Erforschung des Weltraums“, sagte Nelson. „Die Vereinigten Staaten haben lange Zeit die Sterne von Chiles großer Atacama-Wüste aus studiert. Jetzt werden wir gemeinsam, sicher und verantwortungsbewusst zu den Sternen aufbrechen und neue Möglichkeiten für die internationale Zusammenarbeit und die Artemis-Generation schaffen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aisén Etcheverry, Ministerin für Wissenschaft, Technologie, Wissen und Innovation, unterzeichnete die Artemis-Vereinbarung im Namen Chiles. Jennifer Littlejohn, stellvertretende Staatssekretärin im Büro für Ozeane und internationale Umwelt- und Wissenschaftsangelegenheiten des US-Außenministeriums, und Juan Gabriel Valdés, Botschafter Chiles in den Vereinigten Staaten, nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Unterzeichnung ist ein wichtiger Meilenstein für Chile, zumal sich unsere Regierung verpflichtet hat, die technologische Entwicklung als eine der wichtigsten Säulen unserer nationalen Strategie voranzutreiben“, sagte Etcheverry. „Chile hat die Möglichkeit, sich an der Konzeption und Entwicklung von weltweit führenden wissenschaftlichen und technologischen Projekten zu beteiligen. Darüber hinaus ermöglicht uns diese Zusammenarbeit, einen Beitrag zu Bereichen wissenschaftlicher Exzellenz zu leisten, in denen Chile über hervorragendes Fachwissen verfügt, wie z. B. Astrobiologie, Geologie und Mineralogie, die alle für die Erforschung und Besiedlung des Weltraums von entscheidender Bedeutung sind.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor hatte Nelson auch die Dominikanische Republik im NASA-Hauptquartier empfangen, um die Unterzeichnung des Artemis-Abkommens durch das Land am 4. Oktober zu würdigen. Sonia Guzmán, Botschafterin der Dominikanischen Republik in den Vereinigten Staaten, übergab dem NASA-Administrator das unterzeichnete Artemis-Abkommen. Mike Overby, amtierender stellvertretender Ministerialdirektor, Büro für Ozeane und internationale Umwelt- und Wissenschaftsangelegenheiten, US-Außenministerium, und andere NASA-Beamte nahmen an der Veranstaltung teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2020 haben die Vereinigten Staaten, angeführt von der NASA und dem US-Außenministerium, und sieben weitere Erstunterzeichnerstaaten das Artemis-Abkommen geschlossen, in dem eine Reihe von Grundsätzen zur Förderung der fruchtbaren Nutzung des Weltraums für die Menschheit festgelegt wurde. Die Artemis-Vereinbarungen stützen sich auf den Weltraumvertrag und andere Abkommen, darunter das Registrierungsübereinkommen, das Rettungs- und Rückführungsabkommen sowie bewährte Praktiken und Normen für verantwortungsvolles Verhalten, die von der NASA und ihren Partnern unterstützt werden, einschließlich der Veröffentlichung wissenschaftlicher Daten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verpflichtungen des Artemis-Abkommens und die Bemühungen der Unterzeichner, die Umsetzung dieser Grundsätze voranzutreiben, unterstützen die sichere und nachhaltige Erforschung des Weltraums. Es wird erwartet, dass in den kommenden Wochen und Monaten weitere Länder unterzeichnen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen über die Artemis-Abkommen finden Sie hier: <a href="https://www.nasa.gov/artemis-accords/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nasa.gov/artemis-accords/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Übersetzung: DeepL.com / Stefan Goth</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18196.msg567979#msg567979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA &#8211; Artemis Accords</a></li>
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		<item>
		<title>AIP: 4MOST-Meilenstein &#8211; Erste große Lieferung nach Chile</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aip-4most-meilenstein-erste-grosse-lieferung-nach-chile/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 12:45:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[4MOST]]></category>
		<category><![CDATA[AIP]]></category>
		<category><![CDATA[Babelsberg]]></category>
		<category><![CDATA[Cable Wrap System]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Paranal]]></category>
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		<category><![CDATA[VISTA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein bedeutender Meilenstein für das 4MOST-Projekt: Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) beginnt mit der ersten großen Lieferung den Versand des 4MOST-Instruments nach Chile. Eine Pressemitteilung des AIP. Quelle: AIP 29. Februar 2024. 29. Februar 2024 &#8211; Am Donnerstag, den 29. Februar, startet mit dem Cable Wrap System das größte Teilsystem von 4MOST seine Reise [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein bedeutender Meilenstein für das 4MOST-Projekt: Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) beginnt mit der ersten großen Lieferung den Versand des 4MOST-Instruments nach Chile. Eine Pressemitteilung des AIP.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: AIP 29. Februar 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/4MOSTCableWrapSystemeingepacktAIPASaviauk2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das 4MOST-Cable-Wrap-System, eingepackt fürs Verschiffen. (Bild: AIP/A. Saviauk)" data-rl_caption="" title="Das 4MOST-Cable-Wrap-System, eingepackt fürs Verschiffen. (Bild: AIP/A. Saviauk)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/4MOSTCableWrapSystemeingepacktAIPASaviauk26.jpg" alt="Das 4MOST-Cable-Wrap-System, eingepackt fürs Verschiffen. (Bild: AIP/A. Saviauk)" class="wp-image-137235"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das 4MOST-Cable-Wrap-System, eingepackt fürs Verschiffen. (Bild: AIP/A. Saviauk)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">29. Februar 2024 &#8211; Am Donnerstag, den 29. Februar, startet mit dem Cable Wrap System das größte Teilsystem von <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/4most/" data-wpel-link="internal">4MOST</a> seine Reise von Potsdam zum Paranal-Observatorium der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Entscheidung, das Cable Wrap System frühzeitig zu verschicken, markiert einen entscheidenden Schritt für das Projekt. Das von uns und der ESO eingehend getestete Subsystem, das alle Anforderungen erfüllt, wird am VISTA-Teleskop noch vor den nächsten großen 4MOST-Transporten nach Paranal installiert &#8222;, sagt 4MOST-Projektleiter Joar Brynnel. &#8222;Die proaktive Herangehensweise schafft nicht nur Platz in der AIP-Integrationshalle, sondern beschleunigt auch den gesamten Zeitplan und gewährleistet eine rechtzeitige Integration und Inbetriebnahme.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Seecontainer mit sorgfältig verpackten und vor Staub sowie Feuchtigkeit geschützten Komponenten werden an den Speditionspartner DSV übergeben. Ausgestattet mit einem Kran zur schnellen Verladung gelangen die Container mit einem großen LKW zum Hamburger Hafen, wo sie auf ein Transportschiff nach Chile verladen werden. Die fünfwöchige Reise unter anderem durch den Panamakanal wird dann auf Lastwagen über die Panamerikanische Autobahn fortgesetzt und endet mit der Lieferung des Cable Wrap Systems an das Paranal-Observatorium.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Rotation von Sternen und anderen Himmelsobjekten während des gesamten Nachtverlaufs genau zu verfolgen, benötigt das 4MOST-Instrument eine präzise Verbindung zu einer beträchtlichen Anzahl von elektrischen Kabeln, optischen Fasern und Kühlflüssigkeitsleitungen. Zur Sicherung dieser Verbindungen während der Beobachtung dient das Cable Wrap System. Das System besteht aus einem Elektromotor, der Energieketten in zwei c-förmigen Kanälen antreibt und so die Kabel und Fasern effektiv organisiert, führt und gleichzeitig schützt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Container4MOSTCableWrapVerladungAIP2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Container, 4MOST-Cable Wrap Verladung. (Bild: AIP)" data-rl_caption="" title="Container, 4MOST-Cable Wrap Verladung. (Bild: AIP)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Container4MOSTCableWrapVerladungAIP26.jpg" alt="Container, 4MOST-Cable Wrap Verladung. (Bild: AIP)" class="wp-image-137237"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Container, 4MOST-Cable Wrap Verladung. (Bild: AIP)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Auslieferung des Cable Wrap System bedeutet einen entscheidenden Schritt in Richtung der Ausschöpfung des vollen Potenzials von 4MOST. Während wir uns dem vollen wissenschaftlichen Betrieb im Jahr 2025 nähern, sind wir weiterhin bestrebt, die Grenzen der astronomischen Erforschung neu zu definieren. Das außergewöhnliche Instrument wird viele wissenschaftliche Ziele ermöglichen und insbesondere vier wichtige weltraumgestützte, großflächige Himmelsdurchmusterungen von vorrangigem europäischem Interesse ergänzen: Gaia, Euclid, eROSITA und PLATO. Die erste fünfjährige Durchmusterung von 4MOST besteht aus 10 Durchmusterungen, die das Konsortium entwickelte sowie 15 Programmen aus der ESO-Gemeinschaft&#8220;, fasst Roelof de Jong, Forschungsleiter des 4MOST-Projekts, zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">4MOST ist ein Gemeinschaftsprojekt eines Konsortiums bestehend aus 15 Instituten in Deutschland, Australien, Frankreich, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz und Großbritannien unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP). 4MOST wurde von der ESO ausgewählt, um die astronomische Gemeinschaft mit einem hochmodernen fasergespeisten spektroskopischen Durchmusterungsinstrument auszustatten. 4MOST wird in der Lage sein, gleichzeitig Spektren von etwa 2400 Objekten zu erfassen, die über ein hexagonales Sichtfeld von 4,2 Quadratgrad am Himmel verteilt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Video der finalen Testphase und ersten Lieferung: 4MOST Testing and First Shipment</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="4MOST Testing and First Shipment" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/IN__wXps5Rg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>4MOST Testing and First Shipment</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend des 8. März 2024 findet eine Spezialausgabe der Babelsberger Sternennächte zum 4MOST-Projekt mit einem Vortrag von Andreas Kelz live auf dem AIP-Campus Babelsberg statt.<br><a href="https://www.aip.de/de/calendar/1827/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aip.de/de/calendar/1827/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1105.msg559374#msg559374" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">VISTA</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Erste Segmente des weltweit größten Teleskopspiegels nach Chile verschifft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erste-segmente-des-weltweit-groessten-teleskopspiegels-nach-chile-verschifft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Dec 2023 21:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[ELT]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
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		<category><![CDATA[Paranal]]></category>
		<category><![CDATA[Physik Instrumente]]></category>
		<category><![CDATA[Safran Reosc]]></category>
		<category><![CDATA[Schott]]></category>
		<category><![CDATA[VDL ETG Projects BV]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=134922</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Konstruktion des Extremely Large Telescope (ELT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die ersten 18 Segmente des Hauptspiegels (M1) wurden an die ESO geliefert und nach Chile verschifft. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON 18. Dezember 2023. 18. Dezember 2023 &#8211; Nach ihrer Ankunft in Chile werden [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/erste-segmente-des-weltweit-groessten-teleskopspiegels-nach-chile-verschifft/" data-wpel-link="internal">Erste Segmente des weltweit größten Teleskopspiegels nach Chile verschifft</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Konstruktion des Extremely Large Telescope (ELT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die ersten 18 Segmente des Hauptspiegels (M1) wurden an die ESO geliefert und nach Chile verschifft. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 18. Dezember 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2319aESOACenteio2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild, das im Dezember 2023 in einer Lagerhalle in der Nähe von Poitiers, Frankreich, aufgenommen wurde, zeigt ein Segment des Hauptspiegels des Extremely Large Telescope der ESO zusammen mit seinem Stützsystem, verpackt und bereit, seine 10 000 km lange Reise nach Chile anzutreten. Dort werden die Segmente mit einer dünnen Schicht reflektierenden Silbers beschichtet und in Vorbereitung auf die Installation am Teleskop gelagert. Jedes Segment hat einen Durchmesser von fast 1,5 Metern und eine Dicke von 5 Zentimetern. Die Oberflächen wurden mit einer Genauigkeit von zehn Nanometern poliert – 10 000 Mal dünner als ein menschliches Haar. Der 39-Meter-Spiegel des ELT wird aus 798 dieser Segmente bestehen, plus 133 zusätzliche Segmente, um die Neubeschichtung zu erleichtern. (Foto: ESO/A. Centeio)" data-rl_caption="" title="Dieses Bild, das im Dezember 2023 in einer Lagerhalle in der Nähe von Poitiers, Frankreich, aufgenommen wurde, zeigt ein Segment des Hauptspiegels des Extremely Large Telescope der ESO zusammen mit seinem Stützsystem, verpackt und bereit, seine 10 000 km lange Reise nach Chile anzutreten. Dort werden die Segmente mit einer dünnen Schicht reflektierenden Silbers beschichtet und in Vorbereitung auf die Installation am Teleskop gelagert. Jedes Segment hat einen Durchmesser von fast 1,5 Metern und eine Dicke von 5 Zentimetern. Die Oberflächen wurden mit einer Genauigkeit von zehn Nanometern poliert – 10 000 Mal dünner als ein menschliches Haar. Der 39-Meter-Spiegel des ELT wird aus 798 dieser Segmente bestehen, plus 133 zusätzliche Segmente, um die Neubeschichtung zu erleichtern. (Foto: ESO/A. Centeio)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2319aESOACenteio26.jpg" alt="Dieses Bild, das im Dezember 2023 in einer Lagerhalle in der Nähe von Poitiers, Frankreich, aufgenommen wurde, zeigt ein Segment des Hauptspiegels des Extremely Large Telescope der ESO zusammen mit seinem Stützsystem, verpackt und bereit, seine 10 000 km lange Reise nach Chile anzutreten. Dort werden die Segmente mit einer dünnen Schicht reflektierenden Silbers beschichtet und in Vorbereitung auf die Installation am Teleskop gelagert. Jedes Segment hat einen Durchmesser von fast 1,5 Metern und eine Dicke von 5 Zentimetern. Die Oberflächen wurden mit einer Genauigkeit von zehn Nanometern poliert – 10 000 Mal dünner als ein menschliches Haar. Der 39-Meter-Spiegel des ELT wird aus 798 dieser Segmente bestehen, plus 133 zusätzliche Segmente, um die Neubeschichtung zu erleichtern. (Foto: ESO/A. Centeio)" class="wp-image-134927"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Bild, das im Dezember 2023 in einer Lagerhalle in der Nähe von Poitiers, Frankreich, aufgenommen wurde, zeigt ein Segment des Hauptspiegels des Extremely Large Telescope der ESO zusammen mit seinem Stützsystem, verpackt und bereit, seine 10 000 km lange Reise nach Chile anzutreten. Dort werden die Segmente mit einer dünnen Schicht reflektierenden Silbers beschichtet und in Vorbereitung auf die Installation am Teleskop gelagert. Jedes Segment hat einen Durchmesser von fast 1,5 Metern und eine Dicke von 5 Zentimetern. Die Oberflächen wurden mit einer Genauigkeit von zehn Nanometern poliert – 10 000 Mal dünner als ein menschliches Haar. Der 39-Meter-Spiegel des ELT wird aus 798 dieser Segmente bestehen, plus 133 zusätzliche Segmente, um die Neubeschichtung zu erleichtern. (Foto: ESO/A. Centeio)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">18. Dezember 2023 &#8211; Nach ihrer Ankunft in Chile werden die Segmente zur ELT Technical Facility am Paranal-Observatorium der ESO in der Atacama-Wüste des Landes transportiert, wo sie für ihre zukünftige Installation auf der Hauptstruktur des Teleskops beschichtet werden. Da M1 nicht physisch als ein Stück hergestellt werden kann, wird er aus 798 individuellen Segmenten in einem großen hexagonalen Muster bestehen. Zusätzlich werden 133 weitere produziert, um das Erneuern der Beschichtung später zu erleichtern. Mit einem Durchmesser von mehr als 39 Metern wird er der größte Teleskopspiegel der Welt sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Polieren, die letzte Stufe des Herstellungsprozesses für M1-Segmente, wurde von dem weltweit führenden Anbieter von optischen Systemen, Safran Reosc, in der Nähe von Poitiers in Zentralfrankreich durchgeführt. Zur Bewältigung dieser heiklen Aufgabe wurde ein Gebäude komplett renoviert. Dabei entwickelte Safran Reosc neue automatisierte Arbeitsabläufe und Messverfahren, um sicherzustellen, dass das Polieren den hohen Standards für das ELT der ESO entspricht. Die Oberflächenunregelmäßigkeiten des Spiegels liegen bei weniger als 10 Nanometern, was weniger als einem Tausendstel der Breite eines menschlichen Haares entspricht. Um dieses Qualitätsniveau zu erreichen, verwendete Safran Reosc eine Technik namens Ionenstrahlpolierung, bei der ein Ionenstrahl die Spiegeloberfläche überstreicht und Unregelmäßigkeiten Atom für Atom entfernt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2319cESOACenteio2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Foto, das in einem Lager in der Nähe von Poitiers, Frankreich, aufgenommen wurde, zeigt, wie die ersten Segmente des Hauptspiegels des Extremely Large Telescope der ESO auf einen Transportcontainer verladen werden und ihre 10 000 km lange Reise nach Chile antreten. Die Segmente umfassen Glasstücke mit einem Durchmesser von fast 1,5 Metern und einer Dicke von nur 5 Zentimetern und müssen daher mit äußerster Sorgfalt behandelt werden. (Foto: ESO/A. Centeio)" data-rl_caption="" title="Dieses Foto, das in einem Lager in der Nähe von Poitiers, Frankreich, aufgenommen wurde, zeigt, wie die ersten Segmente des Hauptspiegels des Extremely Large Telescope der ESO auf einen Transportcontainer verladen werden und ihre 10 000 km lange Reise nach Chile antreten. Die Segmente umfassen Glasstücke mit einem Durchmesser von fast 1,5 Metern und einer Dicke von nur 5 Zentimetern und müssen daher mit äußerster Sorgfalt behandelt werden. (Foto: ESO/A. Centeio)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2319cESOACenteio26.jpg" alt="Dieses Foto, das in einem Lager in der Nähe von Poitiers, Frankreich, aufgenommen wurde, zeigt, wie die ersten Segmente des Hauptspiegels des Extremely Large Telescope der ESO auf einen Transportcontainer verladen werden und ihre 10 000 km lange Reise nach Chile antreten. Die Segmente umfassen Glasstücke mit einem Durchmesser von fast 1,5 Metern und einer Dicke von nur 5 Zentimetern und müssen daher mit äußerster Sorgfalt behandelt werden. (Foto: ESO/A. Centeio)" class="wp-image-134929" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2319cESOACenteio26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2319cESOACenteio26-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Foto, das in einem Lager in der Nähe von Poitiers, Frankreich, aufgenommen wurde, zeigt, wie die ersten Segmente des Hauptspiegels des Extremely Large Telescope der ESO auf einen Transportcontainer verladen werden und ihre 10 000 km lange Reise nach Chile antreten. Die Segmente umfassen Glasstücke mit einem Durchmesser von fast 1,5 Metern und einer Dicke von nur 5 Zentimetern und müssen daher mit äußerster Sorgfalt behandelt werden. (Foto: ESO/A. Centeio)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl bisher nur 18 Segmente verschickt wurden, werden in Kürze viele weitere von Safran Reosc an die ESO geliefert. Am 1. November 2023 verließ das 100. Segment die Produktionslinie und trat in die umfassende Inspektionsphase ein, die vor der endgültigen Lieferung stattfindet. Weiterhin hat Safran Reosc eine Produktionsrate von mehr als vier Segmenten pro Woche erreicht, mit einer erwarteten baldigen Steigerung auf fünf pro Woche, eine bemerkenswerte Leistung für die Serienproduktion von äußerst präzisen Optiken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bau des ELT der ESO erforderte die enge Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen in Europa und Chile mit den Teams der ESO, was zeigt, dass das Teleskop ein wirklich internationales Unterfangen ist. Die Spiegelsegmente wurden von der deutschen Firma SCHOTT in ihrer Anlage in Mainz, Deutschland, gegossen, bevor sie zur Politur nach Frankreich zu Safran Reosc geliefert wurden. Andere Unternehmen, die an den Arbeiten an den Segmentbaugruppen beteiligt waren, sind: das niederländische Unternehmen VDL ETG Projects BV, das die empfindlichen Segmentstützen produzierte; das deutsch-französische Konsortium FAMES, das die 4500 Nanometer-genauen Sensoren entwickelte und herstellte, um die relative Position jedes Segments zu überwachen; und die deutsche Firma Physik Instrumente, die die 2500 Aktuatoren entwarf und herstellte, die in der Lage sind, das Segment mit Nanometer-Präzision zu positionieren. Die Firma DSV hat die schwierige Aufgabe übernommen, die Teile zu transportieren.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/img6499Safran2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Segmente des Hauptspiegels M1 des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO warten in den Anlagen von Safran Reosc in Frankreich auf ihre Fertigstellung. 798 sechseckige Segmente werden am ELT zusammenarbeiten und als ein riesiger Spiegel mit einem Durchmesser von 39 Metern fungieren. Um die Herausforderung zu meistern, innerhalb von sieben Jahren eine so große Anzahl von polierten Segmenten zusammen mit 133 Ersatzteilen zu liefern, muss Safran Reosc eine Spitzenproduktionsrate von fünf Spiegeln pro Woche erreichen. (Foto: Safran)" data-rl_caption="" title="Die Segmente des Hauptspiegels M1 des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO warten in den Anlagen von Safran Reosc in Frankreich auf ihre Fertigstellung. 798 sechseckige Segmente werden am ELT zusammenarbeiten und als ein riesiger Spiegel mit einem Durchmesser von 39 Metern fungieren. Um die Herausforderung zu meistern, innerhalb von sieben Jahren eine so große Anzahl von polierten Segmenten zusammen mit 133 Ersatzteilen zu liefern, muss Safran Reosc eine Spitzenproduktionsrate von fünf Spiegeln pro Woche erreichen. (Foto: Safran)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/img6499Safran26.jpg" alt="Die Segmente des Hauptspiegels M1 des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO warten in den Anlagen von Safran Reosc in Frankreich auf ihre Fertigstellung. 798 sechseckige Segmente werden am ELT zusammenarbeiten und als ein riesiger Spiegel mit einem Durchmesser von 39 Metern fungieren. Um die Herausforderung zu meistern, innerhalb von sieben Jahren eine so große Anzahl von polierten Segmenten zusammen mit 133 Ersatzteilen zu liefern, muss Safran Reosc eine Spitzenproduktionsrate von fünf Spiegeln pro Woche erreichen. (Foto: Safran)" class="wp-image-134931"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Segmente des Hauptspiegels M1 des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO warten in den Anlagen von Safran Reosc in Frankreich auf ihre Fertigstellung. 798 sechseckige Segmente werden am ELT zusammenarbeiten und als ein riesiger Spiegel mit einem Durchmesser von 39 Metern fungieren. Um die Herausforderung zu meistern, innerhalb von sieben Jahren eine so große Anzahl von polierten Segmenten zusammen mit 133 Ersatzteilen zu liefern, muss Safran Reosc eine Spitzenproduktionsrate von fünf Spiegeln pro Woche erreichen. (Foto: Safran)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die 18 polierten Spiegelsegmente haben Frankreich letzte Woche verlassen und befinden sich nun auf ihrer Reise von über 10.000 km zum Baustellenort des ELT in der Atacama-Wüste. Von dort aus wird das ELT der ESO die größten astronomischen Herausforderungen unserer Zeit bewältigen und bisher unvorstellbare Entdeckungen machen, sobald es später in diesem Jahrzehnt in Betrieb genommen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" data-type="link" data-id="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/img9115Safran2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nachdem die Segmente des Hauptspiegels M1 des Extremely Large Telescope (ELT) poliert wurden, werden sie auf einem Trägersystem wie diesem montiert. Die abschließende Inspektion der Halterung erfolgt hier, in den Anlagen von Safran Reosc in Frankreich, vor der Lieferung nach Chile, wo das Teleskop in der Atacama-Wüste gebaut wird. Zusammen wiegen jedes Spiegelsegment des bald größten Auges am Himmel der ESO und ihre Halterungen 250 Kilogramm. (Foto: Safran)" data-rl_caption="" title="Nachdem die Segmente des Hauptspiegels M1 des Extremely Large Telescope (ELT) poliert wurden, werden sie auf einem Trägersystem wie diesem montiert. Die abschließende Inspektion der Halterung erfolgt hier, in den Anlagen von Safran Reosc in Frankreich, vor der Lieferung nach Chile, wo das Teleskop in der Atacama-Wüste gebaut wird. Zusammen wiegen jedes Spiegelsegment des bald größten Auges am Himmel der ESO und ihre Halterungen 250 Kilogramm. (Foto: Safran)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/img9115Safran26.jpg" alt="Nachdem die Segmente des Hauptspiegels M1 des Extremely Large Telescope (ELT) poliert wurden, werden sie auf einem Trägersystem wie diesem montiert. Die abschließende Inspektion der Halterung erfolgt hier, in den Anlagen von Safran Reosc in Frankreich, vor der Lieferung nach Chile, wo das Teleskop in der Atacama-Wüste gebaut wird. Zusammen wiegen jedes Spiegelsegment des bald größten Auges am Himmel der ESO und ihre Halterungen 250 Kilogramm. (Foto: Safran)" class="wp-image-134933"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Nachdem die Segmente des Hauptspiegels M1 des Extremely Large Telescope (ELT) poliert wurden, werden sie auf einem Trägersystem wie diesem montiert. Die abschließende Inspektion der Halterung erfolgt hier, in den Anlagen von Safran Reosc in Frankreich, vor der Lieferung nach Chile, wo das Teleskop in der Atacama-Wüste gebaut wird. Zusammen wiegen jedes Spiegelsegment des bald größten Auges am Himmel der ESO und ihre Halterungen 250 Kilogramm. (Foto: Safran)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie z. B. VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1142.msg557071#msg557071" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO Teleskop ELT</a></li>
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		<item>
		<title>Entdeckungsreise durch den Kosmos: Ausstellungsschiff MS Wissenschaft legt in Köln an</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/entdeckungsreise-durch-den-kosmos-ausstellungsschiff-ms-wissenschaft-legt-in-koeln-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2023 14:12:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität zu Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsjahr 2023 – Unser Universum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 31. Juli bis 2. August macht das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft Halt in Köln und lädt Besucher*innen auf Entdeckungstour durch das Universum ein. Der Eintritt ist frei. Mit dabei ist auch ein Ausstellungsstück des Instituts für Astrophysik der Universität zu Köln. Eine Presseinformation der Universität zu Köln. Quelle: Universität zu Köln 25. Juli 2023. 25. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vom 31. Juli bis 2. August macht das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft Halt in Köln und lädt Besucher*innen auf Entdeckungstour durch das Universum ein. Der Eintritt ist frei. Mit dabei ist auch ein Ausstellungsstück des Instituts für Astrophysik der Universität zu Köln. Eine Presseinformation der Universität zu Köln.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität zu Köln 25. Juli 2023.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ModellevonObservatorienUnizuKoelnLucasLabadie.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Verkleinerte Modelle von Observatorien sind unter anderem in der Ausstellung zu sehen. (Bild: Lucas Labadie)" data-rl_caption="" title="Verkleinerte Modelle von Observatorien sind unter anderem in der Ausstellung zu sehen. (Bild: Lucas Labadie)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ModellevonObservatorienUnizuKoelnLucasLabadie60.jpg" alt="Verkleinerte Modelle von Observatorien sind unter anderem in der Ausstellung zu sehen. (Bild: Lucas Labadie)" class="wp-image-129310" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ModellevonObservatorienUnizuKoelnLucasLabadie60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ModellevonObservatorienUnizuKoelnLucasLabadie60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ModellevonObservatorienUnizuKoelnLucasLabadie60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Verkleinerte Modelle von Observatorien sind unter anderem in der Ausstellung zu sehen. (Bild: Lucas Labadie)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">25. Juli 2023 &#8211; Von der Erde über ferne Exoplaneten bis hin zum Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße: Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft nimmt seine Besucher*innen unter dem Motto „Wissenschaftsjahr 2023 – Unser Universum“ mit auf eine Reise durch den Kosmos. Mehrere der über 30 interaktiven Exponate an Bord werden von Forschungseinrichtungen aus der Region zur Verfügung gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Exponat der Universität zu Köln wird veranschaulicht, wie mit Infrarotteleskopie die Entstehung von Planeten, Sternen und Galaxien beobachtet werden kann. Zu sehen sind verkleinerte Modelle von Observatorien, die in Zukunft von Astronom*innen zur Erforschung des unsichtbaren Infrarot-Universums genutzt werden sollen und ähnlich wie das James Webb Weltraumteleskop eindrucksvolle Bilder und Einblicke geben werden. Allerdings von der Erde aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Termin:</strong><br>Montag 31. Juli bis Mittwoch 2. August 2023, 10 bis 19 Uhr<br>MS Wissenschaft „Wissenschaftsjahr 2023 – Unser Universum“<br>Anlegestelle: Mülheim, Kohlplatz, Höhe Peter-Müller-Straße<br>Kostenlose Führungen durch die Ausstellung: Täglich 11 und 17 Uhr</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern des Wissenschaftsschiffs vermitteln, welcher technische Aufwand nötig ist, um mehr über die Weiten des Alls zu erfahren“, sagt Professor Dr. Lucas Labadie. Die Forschung seiner Arbeitsgruppe trägt zum Bau des METIS-Instruments des „Extremely Large Telescope“ bei. Das nur circa 15 Zentimeter große Ausstellungsmodell des „Extremely Large Telescope“ hat im Original eine Höhe von 80 Metern. Das entspricht etwa der Höhe des Kölner Messeturms. Der Hauptspiegel des Teleskops wird einen Durchmesser von 40 Meter haben und 15 Mal mehr Licht sammeln als sein Vorgängermodell, das „Very Large Telescope“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe des Astrophysikers Professor Dr. Dominik Riechers spielt eine zentrale Rolle im Aufbau des CCAT/FYST Submillimeter-Teleskops. Dieses ist auch als Modell zu sehen und wird nächstes Jahr in 5600 Meter Höhe auf dem Cerro Chajnantor in der chilenischen Atacama-Wüste in Betrieb genommen. Es wird das weltweit höchste Observatorium seiner Art. &#8222;Durch die dünne Atmosphäre in dieser Höhe und die Trockenheit der Wüste werden Beobachtungen in diesem Bereich erst möglich und werden nicht mehr durch den Wasserdampf der Atmosphäre gestört,&#8220; erklärt Professor Riechers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zeigt die Ausstellung, wie sich unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen von der Astrophysik bis zur Kunstgeschichte mit dem Weltraum beschäftigen. So illustrieren die verschiedenen Exponate, wie vielfältig die Erforschung des Universums ist und welche Erkenntnisse aus der Wissenschaft auch eine Bedeutung für unseren Alltag haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MS Wissenschaft tourt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch Deutschland. Wissenschaft im Dialog (WiD) realisiert die Ausstellung mit Unterstützung der hinter WiD stehenden Wissenschaftsorganisationen. Die Exponate kommen direkt aus der Forschung und werden zur Verfügung gestellt von Instituten wie der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und DFG-geförderten Projekten, Hochschulen sowie weiteren Partnern. Die Ausstellung wird für Besucher*innen ab zwölf Jahren empfohlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=380.msg551826#msg551826" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt-Museen und Ausstellungen</a></li>
</ul>
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		<title>Das Extremely Large Telescope der ESO ist zur Hälfte fertiggestellt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-extremely-large-telescope-der-eso-ist-zur-haelfte-fertiggestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jul 2023 21:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Atacama]]></category>
		<category><![CDATA[Cerro Armazones]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
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		<category><![CDATA[ELT]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Observatorium]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=129114</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Extremely Large Telescope (ELT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) ist ein revolutionäres bodengebundenes Teleskop mit einem 39 Meter großen Hauptspiegel und wird das größte Teleskop der Welt für sichtbares und infrarotes Licht sein: das weltweit größte Auge am Himmel. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON 11. Juli 2023. 11. Juli 2023 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="das-extremely-large-telescope-elt-der-europaischen-sudsternwarte-eso-ist-ein-revolutionares-bodengebundenes-teleskop-mit-einem-39-meter-grossen-hauptspiegel-und-wird-das-grosste-teleskop-der-welt-fur-sichtbares-und-infrarotes-licht-sein-das-weltweit-grosste-auge-am-himmel-eine-pressemitteilung-des-eso-science-outreach-network-eson--f2bf5691-1986-4822-851e-5fb3cffcf549">Das Extremely Large Telescope (ELT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) ist ein revolutionäres bodengebundenes Teleskop mit einem 39 Meter großen Hauptspiegel und wird das größte Teleskop der Welt für sichtbares und infrarotes Licht sein: das weltweit größte Auge am Himmel. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 11. Juli 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2310a2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nachtaufnahme des im Bau befindlichen ELT auf dem Cerro Armazones Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Webcam-Aufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen. Der Sternenhintergrund wird dominiert vom Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie, und den Großen und Kleinen Magellanschen Wolken, zwei Zwerggalaxien, die unsere Galaxie umkreisen. (Bild: ESO)" data-rl_caption="" title="Nachtaufnahme des im Bau befindlichen ELT auf dem Cerro Armazones Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Webcam-Aufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen. Der Sternenhintergrund wird dominiert vom Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie, und den Großen und Kleinen Magellanschen Wolken, zwei Zwerggalaxien, die unsere Galaxie umkreisen. (Bild: ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2310a26.jpg" alt="Nachtaufnahme des im Bau befindlichen ELT auf dem Cerro Armazones Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Webcam-Aufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen. Der Sternenhintergrund wird dominiert vom Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie, und den Großen und Kleinen Magellanschen Wolken, zwei Zwerggalaxien, die unsere Galaxie umkreisen. (Bild: ESO)" class="wp-image-129120"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Nachtaufnahme des im Bau befindlichen ELT auf dem Cerro Armazones. Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Webcam-Aufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen. Der Sternenhintergrund wird dominiert vom Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie, und den Großen und Kleinen Magellanschen Wolken, zwei Zwerggalaxien, die unsere Galaxie umkreisen. (Bild: ESO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">11. Juli 2023 &#8211; Der Bau dieses technisch komplexen Projekts schreitet zügig voran. Das ELT hat nun den Meilenstein der Fertigstellung von 50 % überschritten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Teleskop befindet sich auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste, wo Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker derzeit in rasantem Tempo die Struktur der Teleskopkuppel zusammensetzen. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teleskopspiegel und andere Komponenten werden von Unternehmen in Europa gebaut, wo die Arbeiten ebenfalls gut vorankommen. Das ELT der ESO wird ein bahnbrechendes optisches Design mit fünf Spiegeln haben, darunter ein riesiger Hauptspiegel (M1), der aus 798 sechseckigen Segmenten besteht. Mehr als 70 % der Rohlinge und Halterungen für diese Segmente sind inzwischen hergestellt worden, während M2 und M3 gegossen sind und gerade poliert werden. Die Fortschritte bei M4, einem adaptiven, flexiblen Spiegel, der seine Form tausendmal pro Sekunde anpasst, um durch Luftturbulenzen verursachte Verzerrungen zu korrigieren, sind besonders beeindruckend: Alle sechs dünnen Flügel sind vollständig fertiggestellt und werden in ihre strukturelle Einheit integriert. Darüber hinaus wurden alle sechs Laserquellen, eine weitere Schlüsselkomponente des adaptiven Optiksystems des ELT, hergestellt und zur Erprobung an die ESO geliefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle anderen Systeme, die für die Fertigstellung des ELT benötigt werden, einschließlich des Kontrollsystems und der für die Montage und Inbetriebnahme des Teleskops erforderlichen Ausrüstung, machen ebenfalls gute Fortschritte in ihrer Entwicklung oder Produktion. Darüber hinaus befinden sich alle vier ersten wissenschaftlichen Instrumente, mit denen das ELT ausgestattet sein wird, in der letzten Entwurfsphase und einige stehen kurz vor dem Beginn der Fertigung. Darüber hinaus ist der größte Teil der unterstützenden Infrastruktur für das ELT jetzt am oder in der Nähe des Cerro Armazones vorhanden. So ist zum Beispiel das technische Gebäude, das unter anderem für die Lagerung und Beschichtung der verschiedenen ELT-Spiegel verwendet wird, vollständig errichtet und eingerichtet, während eine Photovoltaikanlage, die den ELT-Standort mit erneuerbarer Energie versorgt, im vergangenen Jahr in Betrieb genommen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bau des ELT der ESO wurde vor neun Jahren mit einem ersten Spatenstich eingeleitet. Der Gipfel des Cerro Armazones wurde 2014 abgeflacht, um Platz für das Riesenteleskop zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fertigstellung der verbleibenden 50 % des Projekts wird jedoch voraussichtlich wesentlich schneller vonstattengehen als der Bau der ersten Hälfte des ELT. Die erste Hälfte des Projekts umfasste den langwierigen und sorgfältigen Prozess der Fertigstellung des Designs der überwiegenden Mehrheit der Komponenten, die für das ELT hergestellt werden sollen. Darüber hinaus mussten für einige Elemente, wie z. B. die Spiegelsegmente und die sie tragenden Komponenten und Sensoren, detaillierte Prototypen erstellt und umfangreiche Tests durchgeführt werden, bevor sie in Serie produziert werden konnten. Darüber hinaus wurde der Bau durch die COVID-19-Pandemie beeinträchtigt, sodass der Standort für mehrere Monate geschlossen werden musste und sich die Produktion vieler Teleskopkomponenten verzögerte. Da die Produktionsprozesse nun wieder vollständig aufgenommen und optimiert wurden, wird die Fertigstellung der restlichen Hälfte des ELT voraussichtlich nur noch fünf Jahre dauern. Dennoch ist der Bau eines so großen und komplexen Teleskops wie des ELT nicht frei von Risiken, bis es fertiggestellt ist und funktioniert.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2310b2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Drohnenaufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen. Die Menschen, die am unteren Bildrand zu sehen sind, geben dem Foto ein Gefühl von Größe und zeigen, wie groß die Kuppel des ELT sein wird. Hinter dem Teleskop sehen wir den Schatten des Cerro Armazones, der auf die Wüstenlandschaft projiziert wird. (Bild: ESO)" data-rl_caption="" title="Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Drohnenaufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen. Die Menschen, die am unteren Bildrand zu sehen sind, geben dem Foto ein Gefühl von Größe und zeigen, wie groß die Kuppel des ELT sein wird. Hinter dem Teleskop sehen wir den Schatten des Cerro Armazones, der auf die Wüstenlandschaft projiziert wird. (Bild: ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2310b26.jpg" alt="Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Drohnenaufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen. Die Menschen, die am unteren Bildrand zu sehen sind, geben dem Foto ein Gefühl von Größe und zeigen, wie groß die Kuppel des ELT sein wird. Hinter dem Teleskop sehen wir den Schatten des Cerro Armazones, der auf die Wüstenlandschaft projiziert wird. (Bild: ESO)" class="wp-image-129122"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Drohnenaufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen.
Die Menschen, die am unteren Bildrand zu sehen sind, geben dem Foto ein Gefühl von Größe und zeigen, wie groß die Kuppel des ELT sein wird. Hinter dem Teleskop sehen wir den Schatten des Cerro Armazones, der auf die Wüstenlandschaft projiziert wird.
(Bild: ESO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generaldirektor der ESO, Xavier Barcons, sagt: „Das ELT ist das größte der nächsten Generation bodengestützter optischer und Nahinfrarot-Teleskope und dasjenige, das in seiner Konstruktion am weitesten fortgeschritten ist. Angesichts der Herausforderungen, die große, komplexe Projekte mit sich bringen, ist es keine Kleinigkeit, 50 % der Arbeiten abzuschließen. Dies war nur möglich dank des Engagements aller Beschäftigten der ESO, der kontinuierlichen Unterstützung durch die ESO-Mitgliedstaaten und des Engagements unserer Partner aus der Industrie und den Instrumentenkonsortien. Ich bin sehr stolz, dass das ELT diesen Meilenstein erreicht hat.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ELT der ESO, das 2028 seine wissenschaftlichen Beobachtungen aufnehmen soll, wird sich mit astronomischen Fragen befassen, wie zum Beispiel: Sind wir allein im Universum? Sind die Gesetze der Physik universell? Wie sind die ersten Sterne und Galaxien entstanden? Es wird unser Wissen über unser Universum dramatisch verändern und uns veranlassen, unseren Platz im Kosmos neu zu überdenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endnoten</strong><br>Die prozentuale Fertigstellung des ELT wird anhand des „Earned Value“ geschätzt, einer Projektmanagement-Kennzahl, die zur Bewertung des Projektfortschritts unter Berücksichtigung von Zeitplan und Kosten verwendet wird. Derzeit hat das ELT den Projektplan zu 50 % erfüllt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2310c2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Drohnenaufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen. Die Basis der Teleskopstruktur ist in der Mitte des Rahmens sichtbar. (Bild: ESO)" data-rl_caption="" title="Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Drohnenaufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen. Die Basis der Teleskopstruktur ist in der Mitte des Rahmens sichtbar. (Bild: ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2310c26.jpg" alt="Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Drohnenaufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen. Die Basis der Teleskopstruktur ist in der Mitte des Rahmens sichtbar. (Bild: ESO)" class="wp-image-129124"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Bild, aufgenommen Ende Juni 2023, zeigt eine Drohnenaufnahme der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste. Dort sind Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker gerade dabei, die Struktur der Teleskopkuppel in einem rasanten Tempo zu montieren. Die Stahlkonstruktion, die sich jeden Tag sichtbar verändert, wird bald die für Teleskopkuppeln typische runde Form annehmen.
Die Basis der Teleskopstruktur ist in der Mitte des Rahmens sichtbar.
(Bild: ESO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die ESO</strong><br>Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie z. B. VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1142.msg551740#msg551740" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO Teleskop ELT</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erste Ergebnisse von ESO-Teleskopen zu den Folgen des Asteroideneinschlags von DART</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erste-ergebnisse-von-eso-teleskopen-zu-den-folgen-des-asteroideneinschlags-von-dart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2023 14:04:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben zwei Teams von Astronomen und Astronominnen die Nachwirkungen der Kollision zwischen der NASA-Raumsonde Double Asteroid Redirection Test (DART) und dem Asteroiden Dimorphos beobachtet. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON 21. März 2023. 21. März 2023 &#8211; Der kontrollierte Einschlag war ein Test [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben zwei Teams von Astronomen und Astronominnen die Nachwirkungen der Kollision zwischen der NASA-Raumsonde Double Asteroid Redirection Test (DART) und dem Asteroiden Dimorphos beobachtet. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 21. März 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303aESOOpitometal2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Serie von Bildern, die mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO aufgenommen wurde, zeigt die Entwicklung der Trümmerwolke, die bei der Kollision der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos ausgestoßen wurde. Das erste Bild wurde am 26. September 2022, kurz vor dem Einschlag, aufgenommen, das letzte fast einen Monat später am 25. Oktober. In diesem Zeitraum haben sich verschiedene Strukturen entwickelt: Brocken, Spiralen und ein langer Schweif aus Staub, der von der Sonnenstrahlung fortgetragen wird. Der weiße Pfeil in jedem Bild markiert die Richtung der Sonne. Dimorphos umkreist einen größeren Asteroiden namens Didymos. Der weiße horizontale Balken entspricht 500 Kilometern, aber die Asteroiden sind nur 1 Kilometer voneinander entfernt, so dass sie auf diesen Bildern nicht zu erkennen sind. Die Streifen im Hintergrund, die Sie hier sehen, sind auf die scheinbare Bewegung der Hintergrundsterne während der Beobachtungen zurückzuführen, während das Teleskop das Asteroidenpaar verfolgte. (Bild: ESO/Opitom et al.)" data-rl_caption="" title="Diese Serie von Bildern, die mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO aufgenommen wurde, zeigt die Entwicklung der Trümmerwolke, die bei der Kollision der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos ausgestoßen wurde. Das erste Bild wurde am 26. September 2022, kurz vor dem Einschlag, aufgenommen, das letzte fast einen Monat später am 25. Oktober. In diesem Zeitraum haben sich verschiedene Strukturen entwickelt: Brocken, Spiralen und ein langer Schweif aus Staub, der von der Sonnenstrahlung fortgetragen wird. Der weiße Pfeil in jedem Bild markiert die Richtung der Sonne. Dimorphos umkreist einen größeren Asteroiden namens Didymos. Der weiße horizontale Balken entspricht 500 Kilometern, aber die Asteroiden sind nur 1 Kilometer voneinander entfernt, so dass sie auf diesen Bildern nicht zu erkennen sind. Die Streifen im Hintergrund, die Sie hier sehen, sind auf die scheinbare Bewegung der Hintergrundsterne während der Beobachtungen zurückzuführen, während das Teleskop das Asteroidenpaar verfolgte. (Bild: ESO/Opitom et al.)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303aESOOpitometal26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Serie von Bildern, die mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO aufgenommen wurde, zeigt die Entwicklung der Trümmerwolke, die bei der Kollision der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos ausgestoßen wurde.<br>Das erste Bild wurde am 26. September 2022, kurz vor dem Einschlag, aufgenommen, das letzte fast einen Monat später am 25. Oktober. In diesem Zeitraum haben sich verschiedene Strukturen entwickelt: Brocken, Spiralen und ein langer Schweif aus Staub, der von der Sonnenstrahlung fortgetragen wird. Der weiße Pfeil in jedem Bild markiert die Richtung der Sonne.<br>Dimorphos umkreist einen größeren Asteroiden namens Didymos. Der weiße horizontale Balken entspricht 500 Kilometern, aber die Asteroiden sind nur 1 Kilometer voneinander entfernt, so dass sie auf diesen Bildern nicht zu erkennen sind.<br>Die Streifen im Hintergrund, die Sie hier sehen, sind auf die scheinbare Bewegung der Hintergrundsterne während der Beobachtungen zurückzuführen, während das Teleskop das Asteroidenpaar verfolgte. (Bild: ESO/Opitom et al.)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">21. März 2023 &#8211; Der kontrollierte Einschlag war ein Test für die Planetenabwehr, bot den Astronomen aber auch die einzigartige Gelegenheit, anhand des ausgestoßenen Materials mehr über die Zusammensetzung des Asteroiden zu erfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. September 2022 kollidierte die DART-Raumsonde mit dem Asteroiden Dimorphos in einem kontrollierten Test unserer Fähigkeiten zur Ablenkung von Asteroiden. Der Einschlag fand 11 Millionen Kilometer von der Erde entfernt statt, nahe genug, um mit vielen Teleskopen im Detail beobachtet zu werden. Alle vier 8,2-Meter-Teleskope des VLT der ESO in Chile haben die Nachwirkungen des Einschlags beobachtet, und die ersten Ergebnisse dieser VLT-Beobachtungen wurden nun in zwei Publikationen veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Asteroiden sind einige der grundlegendsten Relikte, aus denen alle Planeten und Monde in unserem Sonnensystem entstanden sind“, sagt Brian Murphy, Doktorand an der Universität von Edinburgh in Großbritannien und Mitautor einer der Studien. Die Untersuchung der Materialwolke, die nach dem Einschlag von DART ausgestoßen wurde, kann uns daher Aufschluss darüber geben, wie unser Sonnensystem entstanden ist. „Einschläge zwischen Asteroiden kommen natürlich vor, aber man weiß es nie im Voraus“, fährt Cyrielle Opitom fort, ebenfalls eine Astronomin an der Universität von Edinburgh und Hauptautorin eines der Artikel. „DART ist eine wirklich großartige Gelegenheit, einen kontrollierten Einschlag zu untersuchen, fast wie in einem Labor.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Opitom und ihr Team verfolgten die Entwicklung der Trümmerwolke einen Monat lang mit dem Instrument Multi Unit Spectroscopic Explorer (MUSE) am VLT der ESO. Sie stellten fest, dass die ausgeworfene Wolke blauer war als der Asteroid selbst vor dem Einschlag, was darauf hindeutet, dass die Wolke aus sehr feinen Partikeln bestehen könnte. In den Stunden und Tagen nach dem Einschlag entwickelten sich weitere Strukturen: Klumpen, Spiralen und ein langer Schweif, der von der Sonnenstrahlung fortgestoßen wurde. Die Spiralen und der Schweif waren röter als die ursprüngliche Wolke und könnten daher aus größeren Partikeln bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MUSE ermöglichte es dem Team von Opitom, das Licht der Wolke in ein regenbogenartiges Muster aufzubrechen und nach den chemischen Fingerabdrücken verschiedener Gase zu suchen. Insbesondere suchten sie nach Sauerstoff und Wasser aus dem Eis, das durch den Einschlag freigelegt wurde. Aber sie fanden nichts. „Man geht nicht davon aus, dass Asteroiden nennenswerte Mengen an Eis enthalten, so dass die Entdeckung einer Spur von Wasser eine echte Überraschung gewesen wäre“, erklärt Opitom. Sie suchten auch nach Spuren des Treibstoffs des DART-Raumschiffs, fanden aber keine. „Wir wussten, dass es weit hergeholt war“, sagt sie, „denn die Menge an Gas, die in den Tanks des Antriebssystems zurückbleiben würde, wäre nicht sehr groß. Außerdem wäre ein Teil des Gases bereits so weit verstreut gewesen, dass wir es mit MUSE nicht mehr nachweisen konnten, als wir mit der Beobachtung begannen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderes Team unter der Leitung von Stefano Bagnulo, einem Astronomen am Armagh Observatory and Planetarium in Nordirland, UK, untersuchte, wie der DART-Einschlag die Oberfläche des Asteroiden verändert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn wir die Objekte in unserem Sonnensystem beobachten, schauen wir auf das Sonnenlicht, das von ihrer Oberfläche oder ihrer Atmosphäre gestreut wird und dabei teilweise polarisiert wird“, erklärt Bagnulo. Das bedeutet, dass die Lichtwellen nicht mehr zufällig, sondern entlang einer bevorzugten Richtung schwingen. „Wenn wir verfolgen, wie sich die Polarisation mit der Ausrichtung des Asteroiden relativ zu uns und der Sonne verändert, können wir die Struktur und Zusammensetzung seiner Oberfläche erkennen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303bESOMKornmesser2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese künstlerische Illustration zeigt den Auswurf einer Trümmerwolke nach dem Zusammenstoß der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos. Das Bild wurde mit Hilfe der Nahaufnahmen von Dimorphos erstellt, die die DRACO-Kamera auf der DART-Sonde unmittelbar vor dem Einschlag gemacht hat. Die DART-Sonde kollidierte mit einer Geschwindigkeit von über 6 Kilometern pro Sekunde (etwa 22 000 Kilometer pro Stunde) mit Dimorphos. Nach dem Einschlag beobachteten mehrere Teleskope die Entwicklung der Trümmerwolke, darunter das Very Large Telescope der ESO. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-rl_caption="" title="Diese künstlerische Illustration zeigt den Auswurf einer Trümmerwolke nach dem Zusammenstoß der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos. Das Bild wurde mit Hilfe der Nahaufnahmen von Dimorphos erstellt, die die DRACO-Kamera auf der DART-Sonde unmittelbar vor dem Einschlag gemacht hat. Die DART-Sonde kollidierte mit einer Geschwindigkeit von über 6 Kilometern pro Sekunde (etwa 22 000 Kilometer pro Stunde) mit Dimorphos. Nach dem Einschlag beobachteten mehrere Teleskope die Entwicklung der Trümmerwolke, darunter das Very Large Telescope der ESO. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303bESOMKornmesser26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese künstlerische Illustration zeigt den Auswurf einer Trümmerwolke nach dem Zusammenstoß der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos. Das Bild wurde mit Hilfe der Nahaufnahmen von Dimorphos erstellt, die die DRACO-Kamera auf der DART-Sonde unmittelbar vor dem Einschlag gemacht hat. Die DART-Sonde kollidierte mit einer Geschwindigkeit von über 6 Kilometern pro Sekunde (etwa 22 000 Kilometer pro Stunde) mit Dimorphos. Nach dem Einschlag beobachteten mehrere Teleskope die Entwicklung der Trümmerwolke, darunter das Very Large Telescope der ESO. (Bild: ESO/M. Kornmesser)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bagnulo und seine Kollegen nutzten den FOcal Reducer/low dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am VLT, um den Asteroiden zu beobachten, und stellten fest, dass die Polarisation nach dem Einschlag plötzlich abnahm. Gleichzeitig nahm die Gesamthelligkeit des Systems zu. Eine mögliche Erklärung ist, dass der Einschlag mehr ursprüngliches Material aus dem Inneren des Asteroiden freigelegt hat. „Vielleicht war das durch den Einschlag ausgehobene Material von Natur aus heller und weniger polarisierend als das Material auf der Oberfläche, weil es nie dem Sonnenwind und der Sonnenstrahlung ausgesetzt war“, sagt Bagnulo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Möglichkeit ist, dass der Einschlag Partikel auf der Oberfläche zerstört hat und dadurch viel kleinere Partikel in die Trümmerwolke geschleudert wurden. „Wir wissen, dass kleinere Fragmente unter bestimmten Umständen das Licht besser reflektieren und weniger gut polarisieren“, erklärt Zuri Gray, ebenfalls Doktorand am Armagh Observatory and Planetarium.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studien der von Bagnulo und Opitom geleiteten Teams zeigen das Potenzial des VLT, wenn seine verschiedenen Instrumente zusammenarbeiten. Zusätzlich zu MUSE und FORS2 wurden die Folgen des Einschlags mit zwei weiteren VLT-Instrumenten beobachtet, und die Analyse dieser Daten ist noch nicht abgeschlossen. „Diese Forschungsarbeiten nutzten eine einmalige Gelegenheit, als die NASA einen Asteroiden rammte“, fasst Opitom zusammen, „und können daher von keiner zukünftigen Einrichtung wiederholt werden. Das macht die Daten, die mit dem VLT zum Zeitpunkt des Einschlags gewonnen wurden, extrem wertvoll für ein besseres Verständnis der Natur von Asteroiden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Die im ersten Teil dieser Pressemitteilung vorgestellten Forschungsarbeiten wurden in der Veröffentlichung „Morphology and spectral properties of the DART impact ejecta with VLT/MUSE“ vorgestellt, die in Astronomy &amp; Astrophysics (doi: 10.1051/0004-6361/202345960) erscheint. Der zweite Teil dieser Veröffentlichung bezieht sich auf die Studie „Optical spectropolarimetry of binary asteroid Didymos-Dimorphos before and after the DART impact“, die in Astrophysical Journal Letters (doi:XXX) erscheinen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team, das die erste Studie durchgeführt hat, besteht aus C. Opitom (Institute for Astronomy, University of Edinburgh, UK [Edinburgh]), B. Murphy (Edinburgh), C. Snodgrass (Edinburgh), S. Bagnulo (Armagh Observatory &amp; Planetarium, UK [Armagh]), S. F. Green (School of Physical Sciences, The Open University, UK), M. M. Knight (United States Naval Academy, USA), J. de Léon (Instituto de Astrofísica de Canarias, Spanien), J.- Y. Li (Planetary Science Institute, USA), und D. Gardener (Edinburgh).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team, das die zweite Studie durchgeführt hat, besteht aus S. Bagnulo (Armagh), Z. Gray (Armagh), M. Granvik (Department of Physics, University of Helsinki, Finnland [Helsinki]; Asteroid Engineering Laboratory, Luleå University of Technology, Schweden), A. Cellino (INAF &#8211; Osservatorio Astrofisico di Torino, Italien), L. Kolokolova (Department of Astronomy, University of Maryland, USA), K. Muinonen (Helsinki), O. Muñoz (Instituto de Astrofísica de Andalucía, CSIC, Spanien), C. Opitom (Edinburgh), A. Penttila (Helsinki), und Colin Snodgrass (Edinburgh).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Johns Hopkins Applied Physics Lab hat das DART-Raumschiff gebaut und betrieben und leitet die DART-Mission für das Planetary Defense Coordination Office der NASA als ein Projekt des Planetary Missions Program Office der Behörde. LICIACube ist ein Projekt der italienischen Raumfahrtbehörde (ASI), das von Argotec durchgeführt wird. Für weitere Informationen über die DART-Mission besuchen Sie <a href="https://science.nasa.gov/planetary-defense-dart/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/planetary-defense-dart/</a> oder <a href="https://dart.jhuapl.edu" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://dart.jhuapl.edu</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die ESO</strong><br>Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie zwei Durchmusterungsteleskope, VISTA, das im Infraroten arbeitet, und das VLT Survey Telescope für sichtbares Licht. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Forschungsarbeiten:</strong><br><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2303/eso2303a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Bagnulo et al., Astrophysical Journal Letters</a><br><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2303/eso2303b.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Opitom et al., Astronomy &amp; Astrophysics Letters</a></p>



<figure class="wp-block-video"><video controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303bESOMKornmesser.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><em>Diese Animation zeigt, wie sich die Polarisation des vom Asteroiden Dimorphos reflektierten Sonnenlichts nach dem Einschlag der NASA-Raumsonde DART verändert hat. Zu Beginn des Videos wird unpolarisiertes Sonnenlicht &#8211; dargestellt durch wackelige blaue Linien, die in beliebige Richtungen schwingen &#8211; von der Oberfläche des Asteroiden reflektiert. Dabei wird es polarisiert und die reflektierten Wellen schwingen nun in eine bevorzugte Richtung. Der Indikator unten rechts zeigt den Grad der Polarisierung des reflektierten Sonnenlichts an.<br>Der DART-Einschlag schleuderte eine Trümmerwolke aus und nach der Kollision nahm der Polarisationsgrad ab, wie mit dem FORS2-Instrument am Very Large Telescope der ESO zu sehen ist. Dieser Rückgang der Polarisation könnte auf die Freilegung von ursprünglicherem Material aus dem Inneren von Dimorphos oder auf den Auswurf von kleinen Partikeln zurückzuführen sein, die während des Einschlags entstanden sind. (Animation: ESO/M. Kornmesser)</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18794.msg546189#msg546189" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DART auf Falcon 9 (B1063.3) von Vandenberg</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303bESOMKornmesser.mp4" length="19143711" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Die ESO feiert 60 Jahre internationaler Zusammenarbeit mit der Aufnahme einer wundersamen Sternenfabrik</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-eso-feiert-60-jahre-internationaler-zusammenarbeit-mit-der-aufnahme-einer-wundersamen-sternenfabrik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2022 19:31:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[#ESO60years]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
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		<category><![CDATA[Konusnebel]]></category>
		<category><![CDATA[NGC 2264]]></category>
		<category><![CDATA[Sternentstehung]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<category><![CDATA[William Herschel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 60 Jahren ermöglicht die Europäische Südsternwarte (ESO) Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt, die Geheimnisse des Universums zu entdecken. Wir begehen diesen Meilenstein mit einem neuen Bild des Konusnebels, einer Sternenfabrik, die mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen wurde. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON 10. November 2022. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Seit 60 Jahren ermöglicht die Europäische Südsternwarte (ESO) Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt, die Geheimnisse des Universums zu entdecken. Wir begehen diesen Meilenstein mit einem neuen Bild des Konusnebels, einer Sternenfabrik, die mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen wurde. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 10. November 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215aKonusnebelESO.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Konusnebel ist Teil einer Sternentstehungsregion im Weltall, NGC 2264, in etwa 2500 Lichtjahren Entfernung. Sein säulenartiges Aussehen ist ein perfektes Beispiel für die Formen, die sich in riesigen Wolken aus kaltem molekularem Gas und Staub entwickeln können, die für die Entstehung neuer Sterne bekannt sind. Dieser faszinierende neue Blick auf den Nebel wurde mit dem FOcal Reducer and Low Dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen und anlässlich des 60-jährigen Bestehens der ESO veröffentlicht. (Bild: ESO)" data-rl_caption="" title="Der Konusnebel ist Teil einer Sternentstehungsregion im Weltall, NGC 2264, in etwa 2500 Lichtjahren Entfernung. Sein säulenartiges Aussehen ist ein perfektes Beispiel für die Formen, die sich in riesigen Wolken aus kaltem molekularem Gas und Staub entwickeln können, die für die Entstehung neuer Sterne bekannt sind. Dieser faszinierende neue Blick auf den Nebel wurde mit dem FOcal Reducer and Low Dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen und anlässlich des 60-jährigen Bestehens der ESO veröffentlicht. (Bild: ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215aKonusnebelESO26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Konusnebel ist Teil einer Sternentstehungsregion im Weltall, NGC 2264, in etwa 2500 Lichtjahren Entfernung. Sein säulenartiges Aussehen ist ein perfektes Beispiel für die Formen, die sich in riesigen Wolken aus kaltem molekularem Gas und Staub entwickeln können, die für die Entstehung neuer Sterne bekannt sind. Dieser faszinierende neue Blick auf den Nebel wurde mit dem FOcal Reducer and Low Dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen und anlässlich des 60-jährigen Bestehens der ESO veröffentlicht. (Bild: ESO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">10. November 2022 &#8211; Am 5. Oktober 1962 unterzeichneten fünf Länder die Konvention zur Gründung der <a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>. Heute, sechs Jahrzehnte später, bringt die ESO mit Unterstützung von 16 Mitgliedstaaten und strategischen Partnern Wissenschaftler und Ingenieure aus der ganzen Welt zusammen, um in Chile moderne bodengestützte Observatorien zu entwickeln und zu betreiben, die bahnbrechende astronomische Entdeckungen ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der ESO veröffentlichen wir dieses bemerkenswerte neue Bild des Konusnebels, das Anfang dieses Jahres mit einem der ESO-Teleskope aufgenommen und von ESO-Mitarbeitern ausgewählt wurde. Es gehört zu einer größeren Kampagne zum sechzigjährigen Bestehen der ESO, die Ende 2022 sowohl unter dem Hashtag #ESO60years in den sozialen Medien als auch mit lokalen Veranstaltungen in den ESO-Mitgliedsländern und anderen Ländern stattfindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diesem neuen Bild steht die sieben Lichtjahre lange Säule des Konusnebels im Mittelpunkt, die Teil der größeren Sternentstehungsregion NGC 2264 ist und im späten 18. Jahrhundert von dem Astronomen William Herschel [1] entdeckt wurde. Am Himmel finden wir diesen hornförmigen Nebel im Sternbild Monoceros (Das Einhorn), ein überraschenderweise passender Name.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Entfernung von weniger als 2500 Lichtjahren ist der Konusnebel relativ nah an der Erde, was ihn zu einem gut untersuchten Objekt macht. Aber dieser Anblick ist dramatischer als alle bisherigen, denn er zeigt die dunkle und undurchdringliche Wolkendecke des Nebels auf eine Art und Weise, die an ein mythologisches Wesen erinnert.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215c2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild aus dem Digitized Sky Survey (DSS) zeigt die Himmelsregion um den Konusnebel. Der neblige Bereich in der Mitte des Bildes ist NGC 2264, ein Areal des Himmels, das den Weihnachtsbaum-Sternhaufen und den darunter liegenden Konusnebel (ganz in der Mitte des Bildes) umfasst. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: D. De Martin)" data-rl_caption="" title="Dieses Bild aus dem Digitized Sky Survey (DSS) zeigt die Himmelsregion um den Konusnebel. Der neblige Bereich in der Mitte des Bildes ist NGC 2264, ein Areal des Himmels, das den Weihnachtsbaum-Sternhaufen und den darunter liegenden Konusnebel (ganz in der Mitte des Bildes) umfasst. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: D. De Martin)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215c26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Bild aus dem Digitized Sky Survey (DSS) zeigt die Himmelsregion um den Konusnebel. Der neblige Bereich in der Mitte des Bildes ist NGC 2264, ein Areal des Himmels, das den Weihnachtsbaum-Sternhaufen und den darunter liegenden Konusnebel (ganz in der Mitte des Bildes) umfasst. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: D. De Martin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konusnebel ist ein perfektes Beispiel für die säulenartigen Formen, die in den riesigen Wolken aus kaltem molekularem Gas und Staub entstehen und für die Entstehung neuer Sterne bekannt sind. Diese Art von Säulen entsteht, wenn massereiche, neu entstandene helle blaue Sterne Sternwinde und intensive ultraviolette Strahlung abgeben, die das Material aus ihrer Umgebung wegblasen. Während dieses Material weggeschleudert wird, wird das weiter von den jungen Sternen entfernte Gas und der Staub zu dichten, dunklen und hohen säulenartigen Formen komprimiert. Dieser Prozess trägt zur Entstehung des dunklen Konusnebels bei, der von den leuchtenden Sternen in NGC 2264 weg zeigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diesem Bild, das mit dem FOcal Reducer and Low Dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am VLT der ESO in Chile aufgenommen wurde, ist Wasserstoffgas in Blau und Schwefelgas in Rot dargestellt. Die Verwendung dieser Filter lässt die ansonsten hellen blauen Sterne, die auf die jüngste Sternentstehung hinweisen, fast golden erscheinen und kontrastiert mit dem dunklen Kegel wie Wunderkerzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Bild ist nur ein Beispiel für die vielen faszinierenden und beeindruckenden Beobachtungen, die die ESO-Teleskope in den letzten 60 Jahren gemacht haben. Während dieses Bild für die Öffentlichkeitsarbeit aufgenommen wurde, widmet die ESO die überwältigende Mehrheit ihrer Teleskope wissenschaftlichen Beobachtungen, die es uns ermöglicht haben, das erste Bild eines Exoplaneten einzufangen, das schwarze Loch im Zentrum unserer Heimatgalaxie zu untersuchen und Beweise dafür zu finden, dass sich die Expansion unseres Universums beschleunigt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215bESOIAUSkyandTelescope2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Karte zeigt die Lage des Konusnebels im Sternbild Monoceros (Das Einhorn), in rot. Die Grafik zeigt die meisten Sterne, die unter guten Bedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar sind. (Grafik: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)" data-rl_caption="" title="Diese Karte zeigt die Lage des Konusnebels im Sternbild Monoceros (Das Einhorn), in rot. Die Grafik zeigt die meisten Sterne, die unter guten Bedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar sind. (Grafik: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215bESOIAUSkyandTelescope26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Karte zeigt die Lage des Konusnebels im Sternbild Monoceros (Das Einhorn), in rot. Die Grafik zeigt die meisten Sterne, die unter guten Bedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar sind. (Grafik: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aufbauend auf unserer 60-jährigen Erfahrung in der Entwicklung, Entdeckung und Zusammenarbeit in der Astronomie wird die ESO weiterhin neue Wege in Astronomie, Technologie und internationaler Zusammenarbeit beschreiten. Mit unseren aktuellen Einrichtungen und dem kommenden Extremely Large Telescope (ELT) der ESO werden wir uns weiterhin mit den größten Fragen der Menschheit über das Universum beschäftigen und ermöglichen somit ungeahnte Entdeckungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endnoten</strong><br>[1] William (Wilhelm) Herschel verstarb im Jahre 1822, also vor genau 200 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Dieses Bild entstand im Zuge des Cosmic-Gems-Programms der ESO (wörtlich „kosmische Edelsteine“), einer Initiative zur Erstellung von astronomischen Aufnahmen von wissenschaftlich interessanten und optisch ansprechenden Objekten mit ESO-Teleskopen für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Programm nutzt Teleskopzeit, die für wissenschaftliche Beobachtungen nicht geeignet wäre. Die gesammelten Daten können auch für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden und werden Astronom*innen daher auch über das wissenschaftlichen Archiv der ESO zur Verfügung gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronom*innen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken. Außerdem fördern wir die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedsländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie zwei Durchmusterungsteleskope, VISTA, das im Infraroten arbeitet, und das VLT Survey Telescope für sichtbares Licht. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15786.msg540262#msg540262" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/die-eso-feiert-60-jahre-internationaler-zusammenarbeit-mit-der-aufnahme-einer-wundersamen-sternenfabrik/" data-wpel-link="internal">Die ESO feiert 60 Jahre internationaler Zusammenarbeit mit der Aufnahme einer wundersamen Sternenfabrik</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asteroid Day 2022: Das Large Synoptic Survey Telescope (LSST)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-2022-das-large-synoptic-survey-telescope-lsst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2022 16:07:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Vera C. Rubin Observatory]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=115560</guid>

					<description><![CDATA[<p>Beim technischen Briefing des Asteroid Day 2022 gab Mario Juric, Professor für Astronomie an der University of Washington und Direktor des dortigen DiRAC (Institute for Data-intensive Astrophysics and Cosmology) einen Ausblick auf das Large Synoptic Survey Telescope (LSST). Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar. Das Large Synoptic Survey Telescope ist ein seit 2011 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-2022-das-large-synoptic-survey-telescope-lsst/" data-wpel-link="internal">Asteroid Day 2022: Das Large Synoptic Survey Telescope (LSST)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim technischen Briefing des Asteroid Day 2022 gab Mario Juric, Professor für Astronomie an der University of Washington und Direktor des dortigen DiRAC (Institute for Data-intensive Astrophysics and Cosmology) einen Ausblick auf das Large Synoptic Survey Telescope (LSST).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_0043_KM_1k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mario Juric (Bild: Kirsten Müller)" data-rl_caption="" title="Mario Juric (Bild: Kirsten Müller)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_0043_KM_26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mario Juric (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Large Synoptic Survey Telescope ist ein seit 2011 im Bau befindliches Spiegelteleskop, das auf dem 2682 Meter hohen El-Peñón-Gipfel des Cerro Pachón im nördlichen Chile errichtet wird. Mit einem Bildwinkel mit einem Durchmesser von 3,5° wird es in der Lage sein, den Himmel komplett in drei Nächten zu fotografieren. Erstmals wird 2023 Licht durch den Strahlengang des Teleskops fallen und das LSST wird Mitte 2024 seine volle Operationsbereitschaft erreichen..</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betrieben wird das LSST von der LSST Corporation, einer US-amerikanischen Non-Profit-Organisation mit Sitz in Tucson, Arizona. Die Gelder zum Bau und Betrieb werden von verschiedenen US-amerikanischen Institutionen und Universitäten bereitgestellt. Zu Ehren der 2016 verstorbenen US-amerikanischen Astronomin Vera Rubin wurde das LSST in NSF Vera C. Rubin Observatory umbenannt. Dabei steht das Kürzel NSF für einen der Geldgeber, und zwar die National Science Foundation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das LSST besteht aus drei Spiegeln mit einem Primärspiegel von 8,4 m Durchmesser. Sekundär- und Tertiärspiegel mit jeweils Spiegeldurchmessern von 5,0 m respektive 3,4 m sind in das Teleskop integriert. Aufgenommen wird der Sichtbereich in unterschiedlichen Spektren mit einer Digitalkamera mit 3,2-Milliarden Pixel, in die je nach Spektralbereich verschiedene Farbfilter eingesetzt werden. Diese Digitalkamera mit einem Gewicht von ungefähr 2,8 t wird automatisch den Himmel aufnehmen und dabei eine Datenmenge von bis zu 30 Terabyte pro Nacht verarbeiten. Jährlich fallen so Datenmengen von 6000 Terabyte an. Aufnahmen von Lichtobjekten bis zu 24 mag sind möglich. Nach einer geplanten Betriebszeit von 10 Jahren fallen so 60 Petabyte an Daten an. Dabei werden bei 30 Billionen Observationen 40 Milliarden Himmelsobjekte kartographiert. Diese Datenmenge kann nur vollautomatisiert aufgenommen, verarbeitet und analysiert werden. Dabei wird die erwartete Bewegung jedes einzelnen Lichtobjekts vorausbestimmt und mit späteren Aufnahmen verglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Durchmusterung des Himmels mit dem LSST will man die größte Erhebung von bekannten Objekten im Sonnensystem in der Geschichte erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher sind ungefähr 25,500 erdnahe kosmische Kleinkörper (NEO &#8211; Near-Earth Objects) bekannt. Diese Zahl will man durch das LSST auf 100.000 erhöhen. Bei den bisherigen bekannten Objekten im Asteroidengürtel (MBA – Main Belt Asteroid) liegt die Anzahl bei ca. 1.000.000. In der Gruppe der Jupiter-Trojaner sind bisher ungefähr 10.000 bekannt. Geschätzt wird, das sich diese Zahl auf 280.000 erhöht. Die Gruppe der Transneptunischen Objekte (TNO – Trans Neptunian Objects) wird sich von ungefähr 4.000 auf 40.000 erhöhen. Bei den Kometen wird sich die Zahl von 4.000 bekannten Objekten auf 10.000 Objekte mehr als verdoppeln. Bisher haben Wissenschaftler zwei interstellare Objekte auf ihrem Weg durch unser Sonnensystem entdeckt. Mit dem LSST erhofft man sich die Anzahl auf über 10 zu erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser automatisierten Kartographierung werden natürlich auch die Bahnparameter errechnet werden können. So wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, der Erde gefährliche Objekte frühzeitig zu entdecken und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Überdies ist geplant, mit Google eine sich ständig aktualisierende Sternkarte jedermann zugänglich zu machen.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg537652#msg537652" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li></ul>
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		<title>SOFIA in Chile gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sofia-in-chile-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2022 17:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SOFIA, das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist am 18. März 2022 um 11:08 Uhr Ortszeit auf dem internationalen Flughafen von Santiago de Chile gelandet. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut. Quelle: Universität Stuttgart. 18. März 2022 &#8211; In den nächsten zwei Wochen wird [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">SOFIA, das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist am 18. März 2022 um 11:08 Uhr Ortszeit auf dem internationalen Flughafen von Santiago de Chile gelandet. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Stuttgart.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20220318110811dsi.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20220318110811dsi26.jpg" alt=""/></a><figcaption>SOFIA landet am internationalen Flughafen von Santiago de Chile. (Foto: DSI)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">18. März 2022 &#8211; In den nächsten zwei Wochen wird die fliegende Sternwarte von dort aus mit FIFI-LS, dem Ferninfrarotspektrometer der Universität Stuttgart, Himmelsobjekte beobachten, die nur von der südlichen Hemisphäre aus zu sehen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Langzeitprojektes LMC+ soll von Chile aus die Sternentstehungsrate in der Großen Magellansche Wolke (Large Magellanic Cloud, LMC) untersucht werden, die zusammen mit der Kleinen Magellanschen Wolke zu den direkten galaktischen Nachbarn unserer Milchstraße zählt. Mit dem FIFI-LS-Instrument soll SOFIA nun die erste Karte des ionisierten Kohlenstoffs in der LMC erstellen, der ein guter Indikator für die Sternentstehungsrate in Galaxien ist. Als Zwerggalaxien mit einem geringeren Anteil schwerer Elemente gleichen die Magellanschen Wolken in gewisser Weise den ersten Galaxien, die sich in unserem Universum gebildet haben. Da die LMC unserer eigenen Galaxie so nahe ist, können Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sie mit SOFIA sehr detailliert untersuchen und so auch Rückschlüsse auf die kleinskaligen physikalischen Strukturen in weit entfernten Galaxien ableiten. SOFIA hilft auf diese Weise Beobachtungen von Phänomenen zu erklären, die wegen der Rotverschiebung von Galaxien in großen Entfernungen, mit großen Radioteleskopen, wie ALMA gemacht werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LMCrevealedESOVMCSurvey.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LMCrevealedESOVMCSurvey26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Optische Aufnahme der Großen Magellansche Wolke (Large Magellanic Cloud, LMC). (Foto: ESO/VMC Survey)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Chilenische und die Deutsche Astronomische Gemeinschaft verbindet eine lange Tradition, nicht nur weil die Europäische Südsternwarte (ESO) ihre Teleskope in Chile stationiert und ihren Hauptsitz in Garching bei München hat“, so Alfred Krabbe, Leiter des Deutschen SOFIA Instituts (DSI) der Universität Stuttgart, welches den SOFIA-Betrieb auf deutscher Seite koordiniert und sicherstellt. „An dem LMC+ Programm sind deutsche Astronomen ebenso beteiligt wie auch Monica Rubio, Professorin für Astronomie der Universität von Chile“, so Krabbe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frühere Beobachtungskampagnen von der Südhalbkugel &#8211; zum Beispiel von Neuseeland oder Französisch-Polynesien aus &#8211; nahmen üblicherweise mehr als 5 Wochen in Anspruch. Dieser erste Besuch von SOFIA in Chile ist im Vergleich dazu ein Kurzeinsatz, da dieses Mal mit FIFI-LS nur ein Instrument geflogen wird und nur acht Flüge geplant sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Bei diesem Kurzeinsatz in Chile ist der logistische Aufwand für das SOFIA Team deutlich reduziert und wir steigern so die Effizienz unseres Observatoriums&#8220;, sagt Michael Hütwohl, Leiter des DSI-Teams in Palmdale, Kalifornien, wo SOFIA normalerweise stationiert ist. „Mit insgesamt zehn Personen werden wir vor Ort in Chile dafür sorgen, dass Teleskop und Instrument einwandfrei funktionieren.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NQVT9937DSI.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NQVT9937DSI26.jpg" alt=""/></a><figcaption>SOFIA am Terminal des internationalen Flughafes von Santiago de Chile. (Foto: DSI)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu den Beobachtungen der Großen Magellanschen Wolke wird SOFIA unter anderem versuchen, den Lithiumgehalt im frühen Universum zu messen. Dazu will das SOFIA-Team den Halo unserer eigenen Galaxie untersuchen, in dem sich Wolken aus neutralem Wasserstoff befinden. Seit ihrer Entstehung sind diese Wolken relativ ungestört und geben somit einen direkten Hinweis auf die Eigenschaften des ursprünglichen Gases, das im frühen Universum existiert hat. Da es eine erhebliche Diskrepanz zwischen der nach der Urknalltheorie vorhergesagten Lithiumhäufigkeit zu bisherigen astronomischen Messungen gibt, könnte sich eine erfolgreiche Lithium Beobachtung durch SOFIA auf unser Verständnis der fundamentalen Physik und des frühen Universums auswirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem soll SOFIA zum Beispiel die kompakte Sternentstehungsgalaxie NGC 4254 beobachten, um in Kombination mit vorhandenen Daten anderer Observatorien ein genaues Bild des komplexen interstellaren Mediums zu erstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über SOFIA</strong><br>SOFIA, das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR; Förderkennzeichen 50OK0901, 50OK1301, 50OK1701 und FKZ 50 OK 2002 und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deutscher Seite vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert, auf amerikanischer Seite von der Universities Space Research Association (USRA). Die Entwicklung der deutschen Instrumente ist finanziert mit Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des DLR.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="SOFIA Arrives at the Santiago International Airport" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/WfIzP8xqBp8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption><em>SOFIA landet am internationalen Flughafen von Santiago de Chile.</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1149.msg530047#msg530047" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Stratosphären-Observatorium SOFIA</a></li></ul>
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		<title>ESO und internationale Partner appellieren an UN, dunklen und stillen Himmel der Erde zu schützen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eso-und-internationale-partner-appellieren-an-un-dunklen-und-stillen-himmel-der-erde-zu-schuetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2022 13:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
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		<category><![CDATA[Chile]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine internationale Kooperation unter Beteiligung der ESO hat dem UN-Komitee zur friedlichen Nutzung des Weltraums (COPUOS) ein neues Papier vorgelegt, mit dem ein besserer Schutz des dunklen, stillen Himmels angestrebt wird. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie. Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie. 7. Februar 2022 &#8211; Das Papier wurde heute auf der Sitzung des wissenschaftlichen und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine internationale Kooperation unter Beteiligung der ESO hat dem UN-Komitee zur friedlichen Nutzung des Weltraums (COPUOS) ein neues Papier vorgelegt, mit dem ein besserer Schutz des dunklen, stillen Himmels angestrebt wird. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/paranalvistaPHoralekESO2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/paranalvistaPHoralekESO26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hoch auf einem chilenischen Berg gelegen, profitiert das Paranal-Observatorium der ESO von der atemberaubenden Aussicht auf die umgebende Atacama-Wüste und – noch wichtiger! – vom klaren und wunderschönen Himmel. Diese Fotografie der Anlage zeigt eine besonders farbenfrohe Szene, in der die untergehende Sonne den Himmel mit wunderbaren Tönen von Pink, Orange, Violett, Blau und Gelb einfärbt. (Bild: P. Horálek/ESO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">7. Februar 2022 &#8211; Das Papier wurde heute auf der Sitzung des wissenschaftlichen und technischen COPUOS-Unterausschusses zur Diskussion angenommen. Zum ersten Mal wurde der dunkle und stille Himmel als formeller Tagesordnungspunkt von den UN vorgelegt. Das Papier, das von Chile, Spanien und der Slowakei unterstützt wird, ermutigt die internationale Gemeinschaft, die weltweiten astronomischen Beobachtungsmöglichkeiten vor zerstörerischen und schädlichen künstlichen Störungen zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachthimmel bietet dem glücklichen Betrachter eine reiche Sternenpracht, aber im Lauf der letzten Jahrzehnte hat sich ihre Qualität in Folge von wachsender bodenbasierter Lichtverschmutzung verschlechtert. Nun taucht eine neue Bedrohung auf: die große Anzahl von Satelliten, die in erdnahe Umlaufbahnen gebracht werden. Bis zu 100.000 Satelliten könnten in den kommenden zehn Jahren in diese Umlaufbahnen gelangen. Auch wenn sie für globale Kommunikationsnetzwerke wichtig sind, können diese Satelliten die Astronomie aufgrund ihrer bloßen Anzahl, ihrer Helligkeit am Himmel und ihrer allgegenwärtigen Funkstrahlung stören. Sie können insbesondere solche Messungen beeinträchtigen, die Beobachtungen in der Dämmerung erfordern, wie etwa die Suche nach erdbedrohenden Asteroiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den 2030er Jahren könnten möglicherweise jederzeit mehr als 5000 Satelliten über einem typischen Observatorium in den mittleren Breiten nachweisbar sein. Das wird auf allen Weitfeld-Bildern, die in der Dämmerung aufgenommen wurden, erkennbar sein, außer auf denen, die mit den kleinsten optischen Teleskopen gemacht wurden. Große Satelliten-Konstellationen stellen auch eine Herausforderung für die Radioastronomie dar. Die schiere Anzahl neuer Satelliten wird zu Tausenden zusätzlicher Funksender führen, die die Messungen hochempfindlicher Radioteleskope beeinflussen. Es besteht ein eindeutiger Bedarf an besserer globaler Koordination, Richtlinien und Gesetzen zum Schutz des dunklen Himmels, aber auch für einen funkstillen Himmel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Papier, das dem COPUOS-Unterausschuss präsentiert wurde, skizziert vier Hauptmaßnahmen gegen die Auswirkungen von Satelliten auf astronomische Observatorien: anerkennen, dass boden- und weltraumgestützte astronomische Forschung eine wesentliche Rolle bei der Erkundung des Weltalls spielen; die Aufmerksamkeit der Regierungen auf den Schaden lenken, der durch die unkontrollierte Ausdehnung von künstlichem Licht in der Nacht entsteht; unterstützen der Annahme einer ganzen Reihe freiwilliger Leitlinien zu bewährten Verfahren für die Betreiber von Satelliten-Konstellationen; sicherstellen, dass die „Auswirkungen von Satelliten-Konstellationen auf astronomische Einrichtungen“ auf die Agenda des wissenschaftlich-technischen Unterausschusses gesetzt werden, bis das Problem zufriedenstellend gelöst ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Papier wurde von der ESO, der Internationalen Astronomischen Union (IAU) und dem Square Kilometre Array Observatory (SKAO) gemeinsam unterzeichnet und wird auf der 59. Sitzung des COPUOUS Scientific and Technical Subcommittee diskutiert. Dieses wird internationalen Delegierten die Gelegenheit geben, mögliche zukünftige Maßnahmen zum Schutz des dunklen und stillen Nachthimmels zu verarbeiten, zu diskutieren und zu skizzieren. Die Diskussion ist ein zentraler Schritt, um internationale Gesetzgeber in globale Schutzmaßnahmen für die Astronomie einzubeziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein internationaler Ansatz ist essentiell für den Schutz des dunklen und stillen Himmels. Gemeinsame Anstrengungen von Regierungen, Industrie und Astronomen sind erforderlich. Auch Privatpersonen, deren Zugang zum Himmel aus wichtigen kulturellen Gründen erhalten bleiben soll, können an der Kampagne mitwirken. Die ESO, ein ständiger Beobachter bei COPUOS, hat sich konsequent für politische Maßnahmen zum Schutz des dunklen und stillen Himmels eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist für die ESO von entscheidender Bedeutung, Mitglied von COPUOS zu sein, denn dort können wir uns bei politischen Entscheidungsträgern für die Astronomie einsetzen“, sagt Andrew Williams, ESO-Beauftragter für Außenbeziehungen, der die ESO bei COPUOS vertritt. „Mit der Aufnahme des dunklen und stillen Himmels als Tagesordnungspunkt, haben wir dieses Problem in den Vordergrund gerückt und sichergestellt, dass Regierungen weltweit die Bedürfnisse der astronomischen Gemeinschaft hören.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Empfehlungen, die in dem Papier skizziert werden, stützen sich auf einen neuen Bericht von der Dark und Quiet Skies Working Group, einem internationalen Zusammenschluss unter der Leitung der IAU, an dem ESO-Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Politikexperten und -expertinnen beteiligt sind. Der Bericht untersucht, wie politische Maßnahmen umgesetzt werden können, um die Auswirkungen von Satelliten-Konstellationen auf die Astronomie zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir hoffen, dass der wissenschaftliche und technische COPUOS-Unterausschuss die vier vorgeschlagenen Maßnahmen annimmt“, sagt ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. „Dies wird uns der gesetzlichen, globalen Änderung näherbringen, die nötig ist, um das Erbe unseres Nachthimmels zu bewahren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mitteilung bei der ESO:</strong><br><a href="https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann22001/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann22001/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=323.msg527175#msg527175" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lichtverschmutzung</a></li></ul>
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		<title>ESO-Instrument entdeckt erdnächstes Schwarzes Loch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eso-instrument-entdeckt-erdnaechstes-schwarzes-loch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2020 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
		<category><![CDATA[Sternsystem]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=6870</guid>

					<description><![CDATA[<p>sg: Link auf Forumsthread, fb</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Unsichtbares Objekt besitzt zwei mit dem Auge sichtbare Begleitsterne. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/eso2007aESOLCalcada2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/eso2007aESOLCalcada26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Diese künstlerische Darstellung zeigt die Umlaufbahnen der Objekte im Dreifachsystem HR 6819. Dieses System besteht aus einem inneren Doppelsternsystem mit einem Stern (Umlaufbahn in blau) und einem neu entdeckten Schwarzen Loch (Umlaufbahn in rot) sowie einem dritten Objekt, einem weiteren Stern, in einer größeren Umlaufbahn (ebenfalls in blau).<br>Ursprünglich glaubte das Team, es gäbe nur zwei Objekte, nämlich die beiden Sterne, in dem System. Als sie ihre Beobachtungen analysierten, waren sie jedoch verblüfft, als sie einen dritten, bisher unentdeckten Körper in HR 6819 entdeckten: ein Schwarzes Loch, das erdnächste, jemals gefundene. Das Schwarze Loch ist unsichtbar, aber es verrät seine Anwesenheit durch seine Anziehungskraft, die den leuchtenden inneren Stern in eine Umlaufbahn zwingt. Die Objekte in diesem inneren Paar haben ungefähr die gleiche Masse und kreisförmige Umlaufbahnen.<br>Die Beobachtungen mit dem FEROS-Spektrographen am 2,2-Meter-Teleskop der ESO in La Silla zeigten, dass der innere sichtbare Stern das Schwarze Loch alle 40 Tage umkreist, während der zweite Stern sich in großer Entfernung von diesem inneren Paar befindet. (Bild: ESO/L. Calçada)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Gruppe von Astronomen der Europäischen Südsternwarte (ESO) und anderer Institute hat ein Schwarzes Loch entdeckt, das nur 1000 Lichtjahre von der Erde entfernt liegt. Das Schwarze Loch ist näher an unserem Sonnensystem als jedes andere bisher gefundene und ist Teil eines Dreifachsystems, das mit dem bloßen Auge sichtbar ist. Das Team fand den Nachweis für das unsichtbare Objekt, indem es seine beiden Begleitsterne mit dem 2,2-Meter-Teleskop MPG/ESO am La-Silla-Observatorium der ESO in Chile nachverfolgte. Sie sagen, dass dieses System nur die Spitze des Eisbergs sein könnte, da in Zukunft noch viele weitere ähnliche Schwarze Löcher gefunden werden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Wir waren völlig überrascht, als wir feststellten, dass dies das erste Sternsystem mit einem Schwarzen Loch ist, das man mit bloßem Auge sehen kann</em>“, sagt Petr Hadrava, emeritierter Wissenschaftler an der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag und Mitverfasser der Forschungsarbeit. Das System befindet sich im Sternbild Telescopium und ist uns so nahe, dass seine Sterne von der Südhalbkugel aus in einer dunklen, klaren Nacht ohne Fernglas oder Teleskop beobachtet werden können. „<em>Dieses System enthält das der Erde nächstgelegene Schwarze Loch, von dem wir wissen</em>“, sagt der ESO-Wissenschaftler Thomas Rivinius, der die heute in Astronomie &amp; Astrophysik veröffentlichte Studie leitete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team beobachtete das System mit der Bezeichnung HR 6819 ursprünglich als Teil einer Studie über <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelstern" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Doppelsternsysteme</a>. Als sie ihre Beobachtungen analysierten, waren sie jedoch verblüfft, als sie einen dritten, bisher unentdeckten Körper in HR 6819 entdeckten: ein <a href="https://supernova.eso.org/exhibition/0414/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Schwarzes Loch</a>. Die Beobachtungen mit dem <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/lasilla/mpg22/feros/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">FEROS</a>-Spektrographen am <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/lasilla/mpg22/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">MPG/ESO-2,2-Meter-Teleskop</a> in La Silla zeigten, dass einer der beiden sichtbaren Sterne alle 40 Tage ein unsichtbares Objekt umkreist, während der zweite Stern sich in großer Entfernung von diesem inneren Paar befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dietrich Baade, emeritierter Astronom an der ESO in Garching und Mitautor der Studie, sagt: „<em>Die Beobachtungen, die zur Bestimmung des Zeitraums von 40 Tagen notwendig waren, mussten über mehrere Monate verteilt werden. Dies war nur dank des bahnbrechenden Service-Beobachtungsschemas der ESO möglich, bei dem die Beobachtungen von ESO-Mitarbeitern im Namen der Wissenschaftler, die sie benötigen, durchgeführt werden</em>“.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/eso2007bESOIAUSkyandTel2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/eso2007bESOIAUSkyandTel26.jpg" alt="Diese Abbildung zeigt die Lage des Dreifachsystems HR 6819, das das erdnächste Schwarze Loch in der Konstellation Telescopium umfasst. Die Karte zeigt die meisten der Sterne, die unter guten Bedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar sind, und das System selbst ist mit einem roten Kreis markiert. Während das Schwarze Loch unsichtbar ist, können die beiden Sterne in HR 6819 von der Südhalbkugel in einer dunklen, klaren Nacht ohne Fernglas oder Teleskop beobachtet werden. (Bild: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)"/></a><figcaption>Diese Abbildung zeigt die Lage des Dreifachsystems HR 6819, das das erdnächste Schwarze Loch in der Konstellation Telescopium umfasst. Die Karte zeigt die meisten der Sterne, die unter guten Bedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar sind, und das System selbst ist mit einem roten Kreis markiert. Während das Schwarze Loch unsichtbar ist, können die beiden Sterne in HR 6819 von der Südhalbkugel in einer dunklen, klaren Nacht ohne Fernglas oder Teleskop beobachtet werden. (Bild: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das verborgene Schwarze Loch in HR 6819 ist eines der allerersten gefundenen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Loch#Stellare_Schwarze_L%C3%B6cher" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Schwarzen Löcher mit stellarer Masse</a>, die nicht gewaltsam mit ihrer Umgebung interagieren und daher wirklich schwarz erscheinen. Aber die Forscher konnten seine Anwesenheit ausmachen und seine Masse berechnen, indem sie die Umlaufbahn des Sterns im inneren Paar untersuchten. „<em>Ein unsichtbares Objekt mit einer Masse, die mindestens viermal so groß ist wie die der Sonne, kann nur ein Schwarzes Loch sein</em>“, folgert Rivinius, der in Chile ansässig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Astronomen haben bisher nur ein paar Dutzend Schwarze Löcher in unserer Galaxie entdeckt, die fast alle in starker Interaktion mit ihrer Umgebung stehen und ihre Anwesenheit durch die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6ntgendoppelstern" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Freisetzung starker Röntgenstrahlung</a> in dieser Wechselwirkung verraten. Wissenschaftler schätzen jedoch, dass im Laufe der Lebenszeit der Milchstraße viel mehr Sterne zu Schwarzen Löchern kollabierten, als diese ihr Leben beendeten. Die Entdeckung eines stillen, unsichtbaren Schwarzen Lochs in HR 6819 gibt Hinweise darauf, wo sich die vielen versteckten Schwarzen Löcher in der Milchstraße befinden könnten. „<em>Es muss Hunderte von Millionen Schwarzer Löcher geben, aber wir wissen nur von sehr wenigen. Wenn wir wissen, wonach wir suchen müssen, sollten wir besser in der Lage sein, sie zu finden</em>“, sagt Rivinius. Baade fügt hinzu, dass die Suche nach einem Schwarzen Loch in einem Dreifachsystem so nahe beieinander bedeutet, dass wir nur „<em>die Spitze eines aufregenden Eisbergs</em>“ sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon jetzt glauben die Astronomen, dass ihre Entdeckung Aufschluss über ein zweites System geben könnte. „<em>Wir erkannten, dass ein anderes System, genannt LB-1, ebenfalls ein solches Dreifachsystem sein könnte, auch wenn wir mehr Beobachtungen benötigen würden, um dies sicher sagen zu können</em>“, sagt Marianne Heida, eine Postdoc-Stipendiatin der ESO und Mitautorin der Arbeit. „<em>LB-1 ist etwas weiter von der Erde entfernt, aber astronomisch gesehen immer noch ziemlich nah, was bedeutet, dass wahrscheinlich noch viel mehr dieser Systeme existieren. Wenn wir sie finden und untersuchen, können wir viel über die Entstehung und Entwicklung dieser seltenen Sterne lernen, die ihr Leben mit mehr als etwa der achtfachen Masse der Sonne beginnen und in einer Supernova-Explosion enden, die ein Schwarzes Loch hinterlässt.</em>“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entdeckungen dieser Dreifachsysteme mit einem inneren Paar und einem fernen Stern könnten auch Hinweise auf die heftigen kosmischen Verschmelzungen liefern, die <a href="https://www.eso.org/public/news/eso1733/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Gravitationswellen</a> freisetzen, die stark genug sind, um auf der Erde entdeckt zu werden. Einige Astronomen glauben, dass diese Verschmelzungen in Systemen mit einer ähnlichen Konfiguration wie HR 6819 oder LB-1 stattfinden können, bei denen das innere Paar jedoch aus zwei Schwarzen Löchern oder aus einem Schwarzen Loch und einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neutronenstern" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Neutronenstern</a> besteht. Das entfernte äußere Objekt kann das innere Paar durch Gravitation so beeinflussen, dass es eine Verschmelzung und die Freisetzung von Gravitationswellen herbeiführt. Obwohl HR 6819 und LB-1 nur ein Schwarzes Loch und keine Neutronensterne haben, könnten diese Systeme den Wissenschaftlern helfen zu verstehen, wie es zu Sternkollisionen in Dreifachsternsystemen kommen kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/eso2007cESODigiSkySurvey2DavideDeMartin2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/eso2007cESODigiSkySurvey2DavideDeMartin26.jpg" alt="Diese Weitwinkelaufnahme zeigt die Himmelsregion im Sternbild Telescopium, in der HR 6819 zu finden ist, ein Dreifachsystem aus zwei Sternen und dem Schwarzen Loch, das der Erde am nächsten ist. Diese Ansicht wurde aus Bildern erstellt, die Teil des Digitized Sky Survey 2 sind. Während das Schwarze Loch unsichtbar ist, können die beiden Sterne in HR 6819 von der Südhalbkugel in einer dunklen, klaren Nacht ohne Fernglas oder Teleskop beobachtet werden. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: Davide De Martin)"/></a><figcaption>Diese Weitwinkelaufnahme zeigt die Himmelsregion im Sternbild Telescopium, in der HR 6819 zu finden ist, ein Dreifachsystem aus zwei Sternen und dem Schwarzen Loch, das der Erde am nächsten ist. Diese Ansicht wurde aus Bildern erstellt, die Teil des Digitized Sky Survey 2 sind. Während das Schwarze Loch unsichtbar ist, können die beiden Sterne in HR 6819 von der Südhalbkugel in einer dunklen, klaren Nacht ohne Fernglas oder Teleskop beobachtet werden. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: Davide De Martin)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Forschung wurde in dem heute in <em>Astronomy &amp; Astrophysics</em> veröffentlichten Artikel &#8222;A naked-eye triple system with a nonaccreting black hole in the inner binary&#8220; vorgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team besteht aus Th. Rivinius (Europäische Südsternwarte, Santiago, Chile), D. Baade (Europäische Südsternwarte, Garching, Deutschland [ESO Deutschland]), P. Hadrava (Astronomisches Institut, Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, Prag, Tschechische Republik), M. Heida (ESO Deutschland) und R. Klement (The CHARA Array of Georgia State University, Mount Wilson Observatorium, Mount Wilson, USA).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (engl. European Southern Observatory, kurz ESO) ist die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt. Die Organisation hat 16 Mitgliedsländer: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz und die Tschechische Republik. Hinzu kommen das Gastland Chile und Australien als strategischer Partner. Die ESO führt ein ehrgeiziges Programm durch, das sich auf die Planung, den Bau und den Betrieb leistungsfähiger bodengebundener Beobachtungseinrichtungen konzentriert, die es Astronomen ermöglichen, wichtige wissenschaftliche Entdeckungen zu machen. Auch bei der Förderung internationaler Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Astronomie spielt die Organisation eine maßgebliche Rolle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO verfügt über drei weltweit einzigartige Beobachtungsstandorte in Chile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Auf dem Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope (VLT) und das weltweit führende Very Large Telescope Interferometer sowie zwei Durchmusterungsteleskope: VISTA im Infrarotbereich und das VLT Survey Telescope (VST) für sichtbares Licht. Am Paranal wird die ESO zukünftig außerdem das Cherenkov Telescope Array South beherbergen und betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlenobservatorium der Welt. Die ESO ist zusätzlich einer der Hauptpartner bei zwei Projekten auf Chajnantor, APEX und ALMA, dem größten astronomischen Projekt überhaupt. Auf dem Cerro Armazones unweit des Paranal errichtet die ESO zur Zeit das Extremely Large Telescope (ELT) mit 39 Metern Durchmesser, das einmal das größte optische Teleskop der Welt werden wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



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