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	<title>CTAO-Süd &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>CTAO-Süd &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>AES Andes gibt Einstellung des nahe an Paranal geplanten Industrieprojekts INNA bekannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aes-andes-gibt-einstellung-des-nahe-an-paranal-geplanten-industrieprojekts-inna-bekannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2026 19:13:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>AES Andes hat angekündigt, sich aus dem Megaprojekt INNA zurückzuziehen, das in der Nähe des Paranal-Observatoriums der Europäischen Südsternwarte (ESO) geplant war. Die ESO begrüßt diese Ankündigung und geht davon aus, dass das Projekt bald aus dem chilenischen Umweltprüfungsverfahren (SEA) zurückgezogen wird, wodurch offiziell bestätigt würde, dass INNA nicht weiterverfolgt wird.Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">AES Andes hat angekündigt, sich aus dem Megaprojekt INNA zurückzuziehen, das in der Nähe des Paranal-Observatoriums der Europäischen Südsternwarte (ESO) geplant war. Die ESO begrüßt diese Ankündigung und geht davon aus, dass das Projekt bald aus dem chilenischen Umweltprüfungsverfahren (SEA) zurückgezogen wird, wodurch offiziell bestätigt würde, dass INNA nicht weiterverfolgt wird.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2602/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESO/Press Release 2602</a>, 2. Fedruar 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße Bildquelle A. Ghizzi Panizza/ESO" data-rl_caption="" title="Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße Bildquelle A. Ghizzi Panizza/ESO" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-150448" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße</em><br><em><mark>Bildquelle <a href="https://albertoghizzipanizza.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">A. Ghizzi Panizza</a>/ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn die Absage bestätigt ist, werden wir erleichtert sein, dass der INNA-Industriekomplex nicht in der Nähe von Paranal gebaut wird“, sagte ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. „Aufgrund seines geplanten Standorts würde das Projekt eine große Gefahr für den dunkelsten und klarsten Himmel der Erde und für die Leistungsfähigkeit der modernsten astronomischen Einrichtungen weltweit darstellen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">AES Andes, eine Tochtergesellschaft des US-Unternehmens AES Corporation, <a href="https://www.aesandes.com/en/press-release/aes-andes-focus-renewables-and-storage-discontinues-green-hydrogen-development" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gab am Freitag, dem 23. Januar, bekannt</a>, dass sie beschlossen habe, INNA, ein Projekt für grünen Wasserstoff und grünes Ammoniak, einzustellen, um sich stattdessen auf ihr Portfolio an erneuerbaren Energien zu konzentrieren. Eine <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2506/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">detaillierte technische Analyse der ESO im letzten Jahr</a> ergab, dass INNA den dunklen Himmel über Paranal und die Funktionsfähigkeit der dortigen Anlagen schwerwiegend und irreversibel beeinträchtigen würde. Die größten Auswirkungen, von denen Einrichtungen wie das Very Large Telescope (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLT</a>), das VLT Interferometer (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlti/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLTI</a>), das Extremely Large Telescope (<a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a>) und <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/ctao/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CTAO</a>-South betroffen wären, würden durch Lichtverschmutzung, Mikrovibrationen, Staub und eine Zunahme der Luftturbulenzen in der Region verursacht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall INNA und der <a href="https://www.eso.org/public/images/INNA-map-EN/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">vorgeschlagene Standort</a> verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, klare Schutzmaßnahmen in der Umgebung von astronomischen Observatorien zu ergreifen. Solche Maßnahmen sind unerlässlich, damit astronomische Observatorien ihren Betrieb fortsetzen können, insbesondere in einer Region, die aufgrund der außergewöhnlichen Dunkelheit des Himmels über Nordchile weithin als weltweit bester Standort für optische Astronomieanlagen gilt. „Wir werden weiterhin eng mit lokalen, regionalen und nationalen Behörden zusammenarbeiten, um den dunklen Himmel über Nordchile zu schützen, ein unersetzliches Naturerbe, das für unser Verständnis des Universums von entscheidender Bedeutung ist und Weltklasse-Astronomie zum Nutzen Chiles und der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft ermöglicht“, sagt Itziar de Gregorio-Monsalvo, Vertreterin der ESO in Chile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es war unglaublich beruhigend zu sehen, dass sich so viele Menschen in Chile und auf der ganzen Welt im Rahmen des INNA-Projekts intensiv für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels einsetzen und sich aktiv dafür stark machen“, sagt Barcons. „Wir sind aufrichtig dankbar für dieses Engagement und diese Solidarität. Es gibt uns Zuversicht, dass wir durch unsere Zusammenarbeit den dunklen und ruhigen Himmel in Chile und anderswo weiterhin schützen können – für die astronomische Forschung und für die Menschheit.“ Seitdem das Projekt im Dezember 2024 bei der SEA eingereicht wurde, haben sich Mitglieder der Astronomiegemeinschaft in Chile, in den ESO-Mitgliedstaaten und darüber hinaus, politische Entscheidungsträger und Behörden auf internationaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene sowie unzählige Mitglieder der Öffentlichkeit für dieses gemeinsame Ziel ausgesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO wird ihre Bemühungen weiter intensivieren, um sicherzustellen, dass der unberührte Himmel über Paranal auch weiterhin das weltweit beste Fenster zur Beobachtung des Universums bleibt. Sie engagiert sich außerdem im umfassenderen <a href="https://www.eso.org/public/announcements/ann25010/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kampf gegen Lichtverschmutzung und Störungen durch Satelliten</a> und trägt so dazu bei, das natürliche Erbe eines dunklen und ruhigen Himmels auf der ganzen Welt für zukünftige Generationen zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (ESO) ermöglicht Wissenschaftlern weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Wohle aller zu erforschen. Wir entwerfen, bauen und betreiben erstklassige Observatorien am Boden, die Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu verbreiten, und fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien und Vereinigtes Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO sowie ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während unsere Teleskope in der chilenischen Atacama-Wüste stehen, einem wunderbaren Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Beobachtung des Himmels. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. In Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und dessen Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie VISTA. Ebenfalls in Paranal wird die ESO den südlichen Teil des Cherenkov Telescope Array Observatory beherbergen und betreiben, das weltweit größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor das ALMA, eine Anlage, die den Himmel im Millimeter- und Submillimeterbereich beobachtet. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir derzeit das „größte Auge der Welt auf den Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und pflegen den Kontakt zu chilenischen Partnern und der Gesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15786.msg583526#msg583526" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue ESO-Analyse bestätigt schwere Beeinträchtigungen durch geplanten Industriekomplex in der Nähe des Paranal</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-eso-analyse-bestaetigt-schwere-beeintraechtigungen-durch-geplanten-industriekomplex-in-der-naehe-des-paranal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2025 22:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>( + Update ) Eine eingehende technische Analyse der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat die Auswirkungen des INNA-Megaprojekts auf die Einrichtungen des Paranal-Observatoriums in Chile untersucht – und die Ergebnisse sind alarmierend. Die Analyse zeigt, dass INNA die Lichtverschmutzung über dem Very Large Telescope (VLT) um mindestens 35 % und über dem Südstandort des Cherenkov Telescope [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">( + Update ) Eine eingehende technische Analyse der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat die Auswirkungen des INNA-Megaprojekts auf die Einrichtungen des Paranal-Observatoriums in Chile untersucht – und die Ergebnisse sind alarmierend. Die Analyse zeigt, dass INNA die Lichtverschmutzung über dem Very Large Telescope (VLT) um mindestens 35 % und über dem Südstandort des Cherenkov Telescope Array Observatory (CTAO-Süd) um mehr als 50 % erhöhen würde. INNA würde auch die Luftturbulenzen in der Region verstärken. Dadurch würden sich die Bedingungen für astronomische Beobachtungen weiter verschlechtern. Außerdem könnten die durch das Projekt verursachten Vibrationen die Funktionsweise einiger astronomischer Einrichtungen, wie des Extremely Large Telescope (ELT), am Paranal-Observatorium ernsthaft beeinträchtigen. <br>Nachtrag einer Pressemitteilung der europäischen Südsternwarte <a href="https://www.eso.org/public/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a> vom 17. März 2025.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/austria/news/eso2506/?lang" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO Pressemitteilung 2506de-at</a>, 17. März 2025</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-9641fbb2"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Anmerkung der Raumfahrer.net Redaktion:</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em> &#8222;Diese Pressemitteilung der ESO wurde zum ursprünglichen Veröffentlichungsdatum nicht übernommen. Es erscheint jedoch mehr als angebracht, die Ergebnisse dieser Analyse hier, auch zu diesem Zeitpunkt, zu veröffentlichen und nochmals auf die Gefährdung eines weltweit bedeutenden astronomischen Beobachtungsstandortes hinzuweisen.<br>Weiter hoffen wir dass ausreichend Stimmen ihr Gewicht in die Waagschale werfen um diese Angelegenheit im Sinne der ESO zu bereinigen.</em>&#8222;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Update: </strong>Zu diesem Konflikt gibt es mittlerweile weitere Entwicklungen.</em><br><em>Dem Kongress in Santiago de Chile liegt mittlerweile ein Gesetzesentwurf zur Einrichtung einer Zone zum Schutz des Nachthimmels mit einer Ausdehnung von 70km um die Observatorien am Cerro Paranal und Cerro Armazones vor. Tausende von Astronomen aus der ganzen Welt haben sich für eine Verlagerung des INNA-Projektes eingesetzt.<br>Dagegen stemmen sich die Führungskräfte des Unternehmens AES, und argumentieren dass dies das Ende der INNA-Initiative für grünen Wasserstoff bedeuten würde. Luis Sarrás, Vizepräsident für grünen Wasserstoff von AES Chile, wand ein, ob die Beeinträchtigung der Astronomie angeführt werde um das Projekt zu stoppen; es würde nicht nur dieses Projekt, sondern auch Andere, etwa Bergbauvorhaben betreffen, für die ein hohes Entwicklungsinteresse bestehe. Sarrás erklärte, dass der Vorschlag der Verlagerung des Projekts letztlich dazu führen würde, es abzubrechen, da die Platzierung eines großen Projekts in der Wüste ein komplexer Prozess sei.<br>Quelle: <a href="https://www.terram.cl/astronomia-o-hidrogeno-verde-ley-para-proteger-cielos-nocturnos-se-enfrenta-con-proyecto-de-aes-en-el-congreso/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Artikel in Terram Foundation</a> in spanischer Sprache.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Es ist also nach wie vor wichtig die weltweite Bedeutsamkeit dieses astronomoschen Standortes hervorzuheben.</em></p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-254faae0"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar schlug die ESO <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2501/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">öffentlich Alarm</a> wegen der Bedrohung, die das industrielle Megaprojekt INNA für den <a href="https://www.eso.org/public/images/eso2501b/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">dunkelsten und klarsten Himmel</a> der Welt darstellt, nämlich den des Paranal-Observatoriums der ESO. Das Projekt des Unternehmens AES Andes, einer Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Energieversorgers AES Corporation, umfasst mehrere Energie- und Produktionsanlagen, die sich über eine Fläche von mehr als 3000 Hektar erstrecken, was der Größe einer Kleinstadt entspricht. Der geplante Standort liegt <a href="https://www.eso.org/public/images/INNA-map-EN/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">nur wenige Kilometer</a> von den Paranal-Teleskopen entfernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine vorläufige Analyse ergab damals, dass das INNA-Projekt aufgrund seiner Größe und Nähe zum Paranal ein erhebliches Risiko für astronomische Beobachtungen darstellt. Nun hat eine detaillierte technische Analyse bestätigt, dass die Auswirkungen von INNA verheerend und irreversibel wären.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-unter-Milchstrasse.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kosmischer Regenbogen über dem VLT Dieses ausgefallene Bild der Woche wurde vom Paranal-Observatorium der ESO aus aufgenommen. Der Standort des Very Large Telescope liegt auf einer Höhe von stolzen 2635 Metern, auf dem Gipfel des Cerro Paranal in der nördlichen Atacama-Wüste. Die vier Hauptteleskope des VLT, etwas rechts der Mitte auf diesem Panorama, posieren vor dem ausgedehnten Bogen der Milchstraße, die fast wie ein Regenbogen aus Sternen aussieht. Man erkennt auf dem Bild auch drei der vier Hilfsteleskope. Die Astronomen verwenden unterschiedliche Konfigurationen dieser Hilfsteleskope, die auf Schienen über die Plattform hinweg verfahrbar sind. Können Sie alle drei Hilfsteleskope auf dem Bild ausmachen? Bildnachweis: ESO/P. Horálek" data-rl_caption="" title="Kosmischer Regenbogen über dem VLT Dieses ausgefallene Bild der Woche wurde vom Paranal-Observatorium der ESO aus aufgenommen. Der Standort des Very Large Telescope liegt auf einer Höhe von stolzen 2635 Metern, auf dem Gipfel des Cerro Paranal in der nördlichen Atacama-Wüste. Die vier Hauptteleskope des VLT, etwas rechts der Mitte auf diesem Panorama, posieren vor dem ausgedehnten Bogen der Milchstraße, die fast wie ein Regenbogen aus Sternen aussieht. Man erkennt auf dem Bild auch drei der vier Hilfsteleskope. Die Astronomen verwenden unterschiedliche Konfigurationen dieser Hilfsteleskope, die auf Schienen über die Plattform hinweg verfahrbar sind. Können Sie alle drei Hilfsteleskope auf dem Bild ausmachen? Bildnachweis: ESO/P. Horálek" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="750" height="231" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-unter-Milchstrasse_750x231.jpg" alt="" class="wp-image-148812" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-unter-Milchstrasse_750x231.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-unter-Milchstrasse_750x231-300x92.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Kosmischer Regenbogen über dem VLT</strong><br>Dieses ausgefallene Bild der Woche wurde vom <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Paranal-Observatorium</a> der ESO aus aufgenommen. Der Standort des <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Very Large Telescope</a> liegt auf einer Höhe von stolzen 2635 Metern, auf dem Gipfel des Cerro Paranal in der nördlichen Atacama-Wüste.<br>Die vier Hauptteleskope des VLT, etwas rechts der Mitte auf diesem Panorama, posieren vor dem ausgedehnten Bogen der Milchstraße, die fast wie ein Regenbogen aus Sternen aussieht.<br>Man erkennt auf dem Bild auch drei der vier Hilfsteleskope. Die Astronomen verwenden unterschiedliche Konfigurationen dieser Hilfsteleskope, die auf Schienen über die Plattform hinweg verfahrbar sind. Können Sie alle drei Hilfsteleskope auf dem Bild ausmachen?<br>Bildnachweis: ESO/<a href="https://www.facebook.com/PetrHoralekPhotography" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">P. Horálek</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blendende Lichtverschmutzung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut der neuen, detaillierten Analyse würde der Industriekomplex die Lichtverschmutzung über dem <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">VLT</a>, das etwa 11 km vom <a href="https://www.eso.org/public/images/INNA-map-EN/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">geplanten INNA-Standort</a> entfernt ist, um mindestens 35&nbsp;% über die derzeitigen Basiswerte für künstliches Licht erhöhen. Ein weiterer Paranal-Standort, das <a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a> der ESO, würde eine Zunahme der Lichtverschmutzung um mindestens 5&nbsp;% verzeichnen. Diese Zunahme stellt bereits ein Störungsniveau dar, das mit den für astronomische Beobachtungen von Weltklasse erforderlichen Bedingungen unvereinbar ist. Die Auswirkungen auf den Himmel über dem <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/ctao/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">CTAO</a>-Süd, das nur 5 km von INNA entfernt liegt, wären am größten, da die Lichtverschmutzung um mindestens 55&nbsp;% zunehmen würde.<a href="https://www.eso.org/public/germany/news/eso2506/#1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"></a><a href="https://www.eso.org/public/austria/news/eso2506/?lang#1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">[1]</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Mit einem helleren Himmel schränken wir unsere Fähigkeit stark ein, erdähnliche Exoplaneten direkt zu erkennen, lichtschwache Galaxien zu beobachten und sogar</em> <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2505/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Asteroiden zu überwachen</a><em>, die unserem Planete</em><em>n Schaden zufügen könnten</em>“, sagt Itziar de Gregorio-Monsalvo, Vertreterin der ESO in Chile. „<em>Wir bauen die größten und leistungsstärksten Teleskope am besten Ort der Erde für die Astronomie, damit Astronomen weltweit sehen können, was noch niemand zuvor gesehen hat.</em> <em>Die Lichtverschmutzung durch Projekte wie INNA behindert nicht nur die Forschung, sondern raubt uns auch den gemeinsamen Blick auf das Universum.</em>“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die technische Analyse hat sich ein Expertenteam unter der Leitung von Andreas Kaufer, dem Betriebsleiter der ESO, mit <a href="https://craq-astro.ca/un_membre/?lang=en&amp;id=MartinAub%C3%A9" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Martin Aubé</a>, einem weltweit führenden Experten für die Himmelshelligkeit an astronomischen Standorten, zusammengetan, um Simulationen mit den aktuellsten Lichtverschmutzungsmodellen durchzuführen. Als Grundlage für die Simulationen dienten öffentlich zugängliche Informationen, die von AES Andes bei der Einreichung des Projekts zur Umweltverträglichkeitsprüfung bereitgestellt wurden und besagen, dass der Komplex von über 1000 Lichtquellen beleuchtet werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Die von uns ermittelten Werte für die Lichtverschmutzung gehen davon aus, dass bei dem Projekt die modernsten verfügbaren Leuchten so installiert werden, dass die Lichtverschmutzung minimiert wird. Wir befürchten jedoch, dass die von AES geplante Ausstattung mit Lichtquellen nicht vollständig und zweckmäßig ist. In diesem Fall würden unsere bereits alarmierenden Ergebnisse die potenziellen Auswirkungen des INNA-Projekts auf die Helligkeit des Paranal-Himmels unterschätzen</em>“, erklärt Kaufer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er fügt hinzu, dass die Berechnungen von Bedingungen bei klarem Himmel ausgehen. „<em>Wir würden eine noch schlimmere Lichtverschmutzung erhalten, wenn wir bewölkten Himmel berücksichtigen würden</em>“, sagt er. „<em>Obwohl der Paranal die meiste Zeit des Jahres wolkenfrei ist, können viele astronomische Beobachtungen auch bei dünnen Zirruswolken durchgeführt werden – und in diesem Fall wird der Effekt der Lichtverschmutzung verstärkt, da künstliche Lichter in der Nähe stark von den Wolken reflektiert werden.</em>“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-mit-Komet.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Komet C/2024 G3 (ATLAS) geht vom Paranal Observatorium aus gesehen unter Florentin Millour hat diese atemberaubende Weitwinkelansicht des Kometen C/2024 G3 (ATLAS) am 21. Januar vom Paranal-Observatorium der ESO aus in Chile aufgenommen. Das Very Large Telescope befindet sich links oben auf dem Cerro Paranal, während der Komet direkt nach Sonnenuntergang am westlichen Horizont untergeht. Bildnachweis: F. Millour/ESO" data-rl_caption="" title="Komet C/2024 G3 (ATLAS) geht vom Paranal Observatorium aus gesehen unter Florentin Millour hat diese atemberaubende Weitwinkelansicht des Kometen C/2024 G3 (ATLAS) am 21. Januar vom Paranal-Observatorium der ESO aus in Chile aufgenommen. Das Very Large Telescope befindet sich links oben auf dem Cerro Paranal, während der Komet direkt nach Sonnenuntergang am westlichen Horizont untergeht. Bildnachweis: F. Millour/ESO" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="234" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-mit-Komet_350x234.jpg" alt="" class="wp-image-148814" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-mit-Komet_350x234.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-mit-Komet_350x234-300x201.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Paranal-mit-Komet_350x234-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Komet C/2024 G3 (ATLAS) geht vom Paranal Observatorium aus gesehen unter</strong><br>Florentin Millour hat diese atemberaubende Weitwinkelansicht des <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/C/2024_G3_(ATLAS)" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kometen C/2024 G3 (ATLAS)</a> am 21. Januar vom <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Paranal-Observatorium</a> der ESO aus in Chile aufgenommen. Das Very Large Telescope befindet sich links oben auf dem Cerro Paranal, während der Komet direkt nach Sonnenuntergang am westlichen Horizont untergeht.<br>Bildnachweis: F. Millour/ESO</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Turbulenzen voraus</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die technische Analyse befasste sich auch mit anderen Auswirkungen des Projekts, wie der Zunahme der atmosphärischen Turbulenzen, den Auswirkungen von Vibrationen auf die empfindliche Teleskopausrüstung und der Staubverschmutzung der empfindlichen Teleskopoptik während der Bauarbeiten. All dies würde die Auswirkungen von INNA auf die astronomischen Beobachtungsmöglichkeiten am Paranal weiter verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem dunklen und klaren Himmel ist das Paranal-Observatorium dank seiner außergewöhnlich gleichmäßigen und stabilen Atmosphäre der weltweit beste Standort für die Astronomie. Es bietet das, was Astronomen als hervorragende „Seeing-Bedingungen“ oder sehr geringes „Flackern“ astronomischer Objekte aufgrund von Turbulenzen in der Erdatmosphäre bezeichnen. Mit INNA könnten sich die besten Sichtbedingungen um bis zu 40&nbsp;% verschlechtern, insbesondere aufgrund der Luftturbulenzen, die durch die Windturbinen des Projekts verursacht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Grund zur Sorge sind die Auswirkungen der durch INNA verursachten Vibrationen auf das VLT-Interferometer (VLTI) und das ELT, die beide extrem empfindlich auf mikroseismische Störungen reagieren. Die technische Analyse zeigt, dass die Windturbinen von INNA diese Mikrovibrationen des Bodens so stark verstärken könnten, dass der Betrieb dieser beiden weltweit führenden astronomischen Einrichtungen beeinträchtigt wird. Auch Staub während der Bauarbeiten ist problematisch, da er sich auf den Teleskopspiegeln absetzt und deren Sicht behindert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Zusammengenommen stellen diese Störungen eine ernsthafte Bedrohung für die aktuelle und langfristige Tragfähigkeit des Paranal als weltweit führendes astronomisches Zentrum dar, da sie zum Verlust wichtiger Entdeckungen über das Universum führen und den strategischen Vorteil Chiles in diesem Bereich gefährden</em>“, sagt de Gregorio-Monsalvo. „<em>Die einzige Möglichkeit, den unberührten Himmel über dem Paranal zu retten und die Astronomie für künftige Generationen zu schützen, ist die Verlegung des INNA-Komplexes</em>.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ferner wird die Infrastruktur von INNA wahrscheinlich die Entwicklung eines Industriezentrums in der Region fördern, was Paranal zu einem unbrauchbaren Standort für astronomische Beobachtungen auf höchstem Niveau machen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Die ESO und ihre Mitgliedstaaten unterstützen die Dekarbonisierung der Ener­gieversorgung uneingeschränkt. Für uns sollte Chile nicht vor der Wahl stehen, entweder die leistungsstärksten astronomischen Observatorien zu beherbergen oder Projekte für grüne Energie zu entwickeln. Beide sind erklärte strategische Prioritäten des Landes und sind voll kompatibel – wenn die verschiedenen Einrichtungen in ausreichendem Abstand voneinander angesiedelt sind</em>“, sagt ESO-Generaldirektor Xavier Barcons.</p>



<figure class="wp-block-video aligncenter"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Geminids-time-lapse-2.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Vom 14. bis 16. Dezember 2012 war der Meteorstrom der Geminiden über dem Paranal-Observatorium der ESO in spektakulärer Weise zu sehen.</strong><br>Die Geminiden sind ein Meteorstrom von Sternschnuppen, die vom Sternbild der Zwillinge ausgehen. Jedes Jahr bewegt sich die Erde durch die Umlaufbahn des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon und der Staub erzeugt die leuchtenden Lichtpunkte, wenn sie in der Atmosphäre verglühen. Dank des dunklen Himmels bietet Paranal einen unvergleichlichen Blick auf dieses und andere astronomische Phänomene.<br>Bildnachweis: ESO/Gianluca Lombardi (<a href="http://www.glphoto.it/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">glphoto.it</a>)</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bürgerbeteiligungsprozess</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der vollständige technische Bericht wird den chilenischen Behörden im Laufe dieses Monats im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens (<a href="https://www.sea.gob.cl/en/guias-sobre-participacion-ciudadana-pac" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">PAC</a>) bei der Umweltverträglichkeitsprüfung von INNA vorgelegt und zu diesem Zeitpunkt vor Ablauf der Frist am 3. April veröffentlicht. Zusätzlich zu dieser Pressemitteilung veröffentlicht die ESO vorab eine <a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/pdf/eso2506a.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Zusammenfassung des Berichts</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die wir von den chilenischen und weltweiten Forschungsgemeinschaften sowie von unseren ESO-Mitgliedstaaten erhalten haben. Wir danken auch den chilenischen Behörden für die Prüfung dieser Angelegenheit. Wir sind mehr denn je entschlossen, zusammenzuarbeiten, um den unersetzlichen Himmel über Paranal zu schützen</em>“, schließt Barcons.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endnoten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>[1] Die Basiswerte beziehen sich auf die aktuelle künstliche Himmelshelligkeit, die durch künstliche Beleuchtung verursacht wird. Die Berechnungen der Himmelshelligkeit wurden im sichtbaren Licht (im V-Band mit einer Wellenlänge von 550 nm) und unter der Annahme einer Beobachtungsrichtung von 45 Grad über dem Horizont in Richtung Süden durchgeführt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (ESO) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie z. B. VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das&nbsp;<a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie in Heidelberg</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/pdf/eso2506a.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Zusammenfassung der technischen Analyse der ESO zu den Auswirkungen des INNA-Projekts</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/images/archive/category/paranal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Fotos vom Paranal</a>&nbsp;</li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/images/?search=AES+Andes" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">INNA-Infografiken</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/news/eso2501/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pressemitteilung vom Januar</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15786.msg580058#msg580058" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO</a></li>
</ul>
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