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	<title>Delta IV Heavy &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Delta IV Heavy &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Spionagesatellit von Delta IV Heavy gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spionagesatellit-von-delta-iv-heavy-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Schemel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2021 14:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das US-amerikanische Unternehmen United Launch Alliance, kurz ULA, führte am gestrigen Montag, den 26. April 2021 um 22:47 Uhr deutscher Zeit erfolgreich seinen ersten Start für dieses Jahr durch. Zum Einsatz kam mit der Delta IV Heavy das größte Mitglied im Raketenarsenal der ULA. Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: NRO, ULA, USAF. Die Nutzlast, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das US-amerikanische Unternehmen United Launch Alliance, kurz ULA, führte am gestrigen Montag, den 26. April 2021 um 22:47 Uhr deutscher Zeit erfolgreich seinen ersten Start für dieses Jahr durch. Zum Einsatz kam mit der Delta IV Heavy das größte Mitglied im Raketenarsenal der ULA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: NRO, ULA, USAF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210426DeltaIVHeavyNROL82prep2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Delta IV auf ihrer Startrampe, LC-6. Diese wurde ursprünglich in den Sechzigern für das nie realisierte Manned Orbiting Laboratory gebaut und später für polare Starts des Space Shuttle umgerüstet. Infolge der Challenger-Katastrophe kam das bereits fertiggestellte Pad jedoch nie hierfür zum Einsatz. (Bild: ULA)" data-rl_caption="" title="Delta IV auf ihrer Startrampe, LC-6. Diese wurde ursprünglich in den Sechzigern für das nie realisierte Manned Orbiting Laboratory gebaut und später für polare Starts des Space Shuttle umgerüstet. Infolge der Challenger-Katastrophe kam das bereits fertiggestellte Pad jedoch nie hierfür zum Einsatz. (Bild: ULA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210426DeltaIVHeavyNROL82prep26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Delta IV auf ihrer Startrampe, LC-6. Diese wurde ursprünglich in den Sechzigern für das nie realisierte Manned Orbiting Laboratory gebaut und später für polare Starts des Space Shuttle umgerüstet. Infolge der Challenger-Katastrophe kam das bereits fertiggestellte Pad jedoch nie hierfür zum Einsatz.<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlast, NROL-82, ist ein Spionagesatellit für das NRO (National Reconnaissance Office), einem für Satellitenaufklärung zuständigen US-Geheimdienst. Es war der viertletzte Start für die Delta IV, deren kleinere Varianten bereits zugunsten der Atlas V und ihrem Nachfolger, der Vulcan, ausgemustert wurden. Obwohl das Wetter in den Vorhersagen eine eher geringe Startwahrscheinlichkeit voraussagte, konnte die Rakete im ersten Versuch vom Launch Complex-6 der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien aus abheben. Die zwei äußeren Booster der Delta IV wurden planmäßig nach rund vier Minuten abgetrennt, gefolgt von der zentralen Stufe zwei Minuten später. Daraufhin übernahm die zweite Stufe und als nach sieben Minuten nach dem Start die dreiteilige Nutzlastverkleidung abgeworfen wurde, endete die Liveübertragung auf Wunsch des Kunden.<br>Regierungsstellen bestätigten später auf Twitter, dass die Nutzlast erfolgreich ihre angestrebte Umlaufbahn erreicht habe.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210426DeltaIVHeavyNROL82abgehoben2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Delta IV Heavy kurz nach dem Start von der Vandenberg Air Force Base mit dem Pazifik im Hintergrund. (Bild: ULA)" data-rl_caption="" title="Delta IV Heavy kurz nach dem Start von der Vandenberg Air Force Base mit dem Pazifik im Hintergrund. (Bild: ULA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210426DeltaIVHeavyNROL82abgehoben26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Delta IV Heavy kurz nach dem Start von der Vandenberg Air Force Base mit dem Pazifik im Hintergrund.<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem transportierten Satelliten handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen optischen Aufklärungssatelliten der „Kennen“-Baureihe (die wiederum Teil der KH-11-Familie von Spionagesatelliten ist). Nach allem, was man darüber weiß, ähneln diese vom Aufbau her dem Hubble-Teleskop, wobei allerdings die Kameras der Keyhole-Satelliten auf die Erde und nicht hinaus ins All gerichtet sind. Aufgrund einer Kollisionswarnung musste die ursprüngliche Startzeit um eine Minute verschoben werden. Grund war die Umlaufbahn eines Objekts, das der Rakete auf ihrer Flugbahn gefährlich nah hätte kommen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem es beim letzten Start einer Delta IV Heavy zu mehreren Verzögerungen und Abbrüchen infolge von Schäden (infolge von Verschleiß) an der Infrastruktur der Startrampe gekommen war, wurde diese an beiden Weltraumbahnhöfen (Vandenberg und Cape Canaveral) überholt. Offenbar erfolgreich, da es dieses Mal zu keinen bekannten Verzögerungen kam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die vollgetankt 717 Tonnen schwere Delta IV Heavy war dies der 13. Start. Die Rakete setzt als weltweit einzige in allen Stufen ausschließlich flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff ein, der in den drei Hauptstufen von jeweils einem RS-68 verbrannt wird. In der Oberstufe kommt das bewährte RL-10-Triebwerk zum Einsatz, das auch von der Atlas V und dem SLS verwendet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18637.msg509154#msg509154" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL-82 auf Delta IV Heavy</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Delta IV Heavy bringt NROL 71 ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/delta-iv-heavy-bringt-nrol-71-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2019 09:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aerojet Rocketdyne]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
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		<category><![CDATA[VAFB]]></category>
		<category><![CDATA[Vandenberg Air Force Base]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 19. Januar 2019 brachte eine Delta-IV-Heavy-Rakete von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien aus einen neuen geheimen Satelliten in den Weltraum. Beim beförderten Satelliten handelt es sich um einen Aufklärungssatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO), über dessen Funktion von offiziellen Stellen keine Mitteilung gemacht wurde. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Aerojet Rocketdyne, satobs.org, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 19. Januar 2019 brachte eine Delta-IV-Heavy-Rakete von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien aus einen neuen geheimen Satelliten in den Weltraum. Beim beförderten Satelliten handelt es sich um einen Aufklärungssatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO), über dessen Funktion von offiziellen Stellen keine Mitteilung gemacht wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Aerojet Rocketdyne, satobs.org, Sven Grahn, Ted Molczan, ULA, USAF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/1E2CD30AC34NROL71ula1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Delta-IV-Heavy-Start am 19. Januar 2019" data-rl_caption="" title="Delta-IV-Heavy-Start am 19. Januar 2019" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/1E2CD30AC34NROL71ula260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Delta-IV-Heavy-Start am 19. Januar 2019<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Raketenvermarkterin United Launch Alliance (ULA) war es die erste im Jahr 2019 abgewickelte Mission einer von diesem Anbieterkonsortium betriebenen Trägerrakete. Seit Gründung der ULA hat das Konsortium damit nach eigenen Angaben 132 erfolgreiche Trägerstarts abgewickelt. Darunter befanden sich 38 Flüge mit Delta-IV-Raketen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestartet wurde die Rakete mit der Seriennummer D382 von der Startrampe 6 (Space Launch Complex 6, SLC 6) der Luftwaffenbasis Vandenberg (Vandenberg Air Force Base, VAFB) im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. Für die Heavy-Variante der Delta IV war es der elfte Flug insgesamt und der dritte von Vandenberg aus. Bei den beiden vorherigen Flügen von Vandenberg aus wurden 2011 mit NROL 49 alias USA 224 und 2013 mit NROL 65 alias USA 245 wahrscheinlich ähnliche Aufklärungssatelliten gestartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der NROL 71 genannte, mit der Tarnbezeichnung USA 290 versehene neue Satellit wurde also von einer Delta IV Heavy transportiert. Das bedeutet, dass ein zentraler common booster core, die eigentliche Zentralstufe, links und rechts von zwei zusätzlichen common booster cores flankiert war. Die zusätzlichen cores kann man je nach Betrachtungsweise als große Flüssigkeitsboostar, aber auch als Teil der ersten Stufe der Rakete bezeichnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei common booster cores waren mit flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden RS-68A-Triebwerken von Aerojet Rocketdyne ausgerüstet. Auf dem zentrale core saß eine Oberstufe mit einem RL10B-2-Triebwerk sowie zwölf Steuertriebwerken vom Typ MR-106, sämtlich Erzeugnisse von Aerojet Rocketdyne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste der Triebwerke der common booster cores, eines an einem der beiden seitlich angebrachten cores, zündete sieben Sekunden vor dem Abheben. Die anderen beiden RS-68A wurden fünf Sekunden vor dem Abheben gezündet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau1ulawebcast1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Qualm und Flammen nach der Zündung" data-rl_caption="" title="Qualm und Flammen nach der Zündung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau1ulawebcast260.jpg" alt=""/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Anlaufen der RS-68A wurde erneut <a href="https://www.raumfahrer.net/delta-iv-heavy-starts-kuenftig-ohne-feuerwerk/" data-wpel-link="internal">zündfähiges Gasgemisch auf der Startrampe in Brand gesetzt</a>, ohne dass es, soweit bekannt ist, Auswirkungen auf den Ausgang der Mission hatte. Das Ereignis sorgte aber wieder einmal für spektakuläre Bilder und eine deutlich sichtbare Schwarzfärbung der Rakete noch vor dem Verlassen der Startrampe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tatsächliche Abheben der zu Beginn rund 71 Meter hohen Rakete erfolgte um 19:10 Uhr UTC (20:10 Uhr MEZ) am 19. Januar 2019. Dabei war ein kurzer Teil des Startfensters bereits verstrichen – es hatte sich um 19:05 Uhr UTC geöffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen eines Wasserstofflecks, Problemen mit den Bodenanlagen und zu starken Höhenwinden waren frühere Startversuche abgesagt bzw. abgebrochen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Sekunden nach dem Abheben begann die Rakete, ihre Flugbahn in die erforderliche Richtung zu neigen. Rund 82 Sekunden nach dem Abheben passierte die Rakete den Bahnpunkt mit der höchsten dynamischen Druckbelastung (Max-Q).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach rund vier Minuten Flug kam es zur planmäßigen Abtrennung der seitlich montierten common booster cores, und das RS-68A-Hauptriebwerk am zentralen core wurde auf Vollschub heraufgefahren. Es arbeitete dann noch bis zu einem Zeitpunkt rund fünf Minuten und 36 Sekunden nach dem Abheben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau3ulawebcast1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="getrennte Stufen, RL10B-2 mit Düsenverlängerung" data-rl_caption="" title="getrennte Stufen, RL10B-2 mit Düsenverlängerung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau3ulawebcast260.jpg" alt=""/></a><figcaption>getrennte Stufen, RL10B-2 mit Düsenverlängerung<br>(Bild: ULA Webcast)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der MECO für Main Engine Cutoff genannte Brennschluss der Zentralstufe erfolgte, und fünf Minuten und 45 Sekunden nach dem Abheben wurden die Stufen getrennt. Das RL10B-2-Triebwerk der zweiten Stufe zündete zwölf Sekunden nach der Stufentrennung. Die Übertragung im Internet ließ erkennen, wie nach der Stufentrennung und vor der Zündung des RL10B-2 seine Düsenverlängerung ausgefahren wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlastverkleidung, die den Satelliten und die Oberstufe an der Raketenspitze beim Flug durch die dichten Schichten der Atmosphäre schützte, wurde elf Sekunden nach der Zündung des RL10B-2 abgetrennt. Kurz danach wurden die Startübertragung im Internet eingestellt, um allzu neugierige Blicke auf den weiteren Missionsverlauf und die transportierte Nutzlast zu verhindern. Die zuletzt gezeigte Animation zeigte auf der Oberstufe einen Satellit mit einem seitlich angebrachten Solarzellenausleger in Transportkonfiguration – nichts was auf besondere Details von Funktion oder Eigenschaften der Nutzlast schließen ließe.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau4ulawebcast1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Oberstufe und Nutzlast" data-rl_caption="" title="Oberstufe und Nutzlast" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau4ulawebcast260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Oberstufe und Nutzlast &#8211; Illustration<br>(Bild: ULA Webcast)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Luftwaffe gab mit Datum vom 19. Januar 2019 bekannt, dass die Mission der Delta-IV-Heavy-Rakete ein Erfolg war. Die ULA berichtete mit gleichem Datum über einen erfolgreichen Start mit NROL 71, der der Unterstützung der Verteidigung der nationalen Sicherheit (der USA) gewidmet sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Naturgemäß geizen Hersteller, Betreiber und Nutzer von Spionagesatelliten mit Informationen zu ihren Geräten. Nach Starts von US-amerikanischen Raumfahrzeugen für Geheimdienste und Militär werden von offiziellen Stellen oftmals keine Bahnparameter veröffentlicht. Hinsichtlich des mutmaßlichen Orbits von NROL 71 liefern Vergleiche mit früheren Starts von Vandenberg, die bekanntgegebenen Sperrzonen im und unter dem Flugweg der Rakete und Beobachtungen von Amateurbeobachtern Hinweise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allgemein vermutet wird, dass es sich bei NROL 71 um einen optischen Aufklärungs- bzw. Spionagesatelliten handelt, der von Lockheed Martin gebaut wurde. Beobachter entsprechender geheimer Raumfahrtprogramme der USA vermuten, NROL 71 ist der erste Satellit einer Block 5 genannten weiterentwickelten Variante einer als KH-11 bezeichneten Satellitenserie. Verschiedentlich wurde die Erwartung geäußert, der neue Satellit werde auf eine rund 74 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn zu finden sein. Auf Grund dieser Bahn wurden auch Stimmen laut, das es sich um einen Radarsatelliten handeln könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sven Grahn berichtete zwischenzeitlich, er denke, Signale des neuen Erdtrabanten auf 2.242,5 MHz rund 4 Stunden und 18 Minuten nach dem Start empfangen zu haben. Laut Grahn passt das zu dem, was einer Bewegung des Satelliten auf der von Grahn angenommenen Bahn entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">NROL 71 alias USA 290 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.941 und als COSPAR-Objekt 2019-004A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16534.msg442686#msg442686" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL-71 auf Delta IV Heavy von Vandenberg SLC-6</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>EFT-1: Letzte Vorbereitungen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eft-1-letzte-vorbereitungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2014 12:45:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Erststart]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[Lockheed Martin]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungssystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem vor zwei Wochen Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, auf seine Trägerrakete aufgesetzt wurde, haben nun zahlreiche kleinere Vorbereitungen stattgefunden, um bereit für Orions bevorstehenden Erstflug EFT-1 zu sein. Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA. Es war ein weiterer wichtiger Schritt für Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nachdem vor zwei Wochen Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, auf seine Trägerrakete aufgesetzt wurde, haben nun zahlreiche kleinere Vorbereitungen stattgefunden, um bereit für Orions bevorstehenden Erstflug EFT-1 zu sein.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das Orion-Raumschiff passiert das gewaltige Vehicle Assembly Building, während es zum Startplatz gerollt wird. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es war ein weiterer wichtiger Schritt für Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, auf dem langen Weg zu seinem Erstflug Exploration Flight Test 1 (EFT-1): Nachdem es sein turmförmiges Startabbruchssystem erhalten hat, wurde am 12. November das nun komplett fertiggestellte Raumschiff zu dem Startplatz SLC-37 des Weltraumbahnhofs in Cape Canaveral herausgerollt. Dort wurde Orion dann auf die Oberstufe seiner Trägerrakete vom Typ Delta IV Heavy aufgesetzt. Nachdem das Raumschiff schon seit über drei Jahren an verschiedensten Orten gefertigt, zusammengebaut und betankt wurde,  werden nun die letzten Vorbereitungen getroffen, um bereit für den Erstflug am 4. Dezember zu sein.      </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_small_2.jpg" alt="Kennedy Space Center" width="260"/></a><figcaption>
Bergungsausrüstung wird auf der USS Anchorage verladen. 
<br>
(Bild: Kennedy Space Center)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorbereitungen sind weit weniger spektakulär und PR-wirksam als der Rollout zum Startplatz, aber dennoch für einen reibungslosen Ablauf des Fluges unabdingbar. So wurden etwa am 20. November die Batterien installiert, die Orion während des Erstfluges mit Strom versorgen werden. Da diese Batterien nur eine begrenzte Lebensdauer haben, wurden sie so spät wie möglich montiert. Auch wurde das so genannte „Flight Readiness Review“ für Orion von der NASA und der Herstellerfirma Lockheed Martin abgeschlossen. Diese rigorose Überprüfung der Systeme des Raumschiffs, des Flugablaufs und der unterstützenden Elemente stellt sicher, dass Orion bereit für seinen Erstflug ist. Doch nicht nur an der Ostküste der Vereinigten Staaten am Cape Canaveral, sondern auch im Westen sind die Vorbereitungen auf EFT-1 im vollen Gange. Nach dem Flug wird Orion hoffentlich sanft im pazifischen Ozean landen. Zwar befindet sich bei EFT-1 noch keine Besatzung an Bord der Kapsel, dafür aber wichtige Daten, die während des Fluges von verschiedenen Instrumenten gesammelt werden. Diese machen es erforderlich, dass die Kapsel mithilfe eines Schiffes geborgen und an Land gebracht werden muss. Dieser Vorgang wurde bereits mehrmals geübt, nun bereitet man sich am Hafen von San Diego in Kalifornien auf die tatsächliche Bergung von Orion nach EFT-1 vor. Es wurde die nötige Ausrüstung, um Orion aus dem Wasser zu befördern, auf den Bergungsschiffen USS Anchorage und USNS Salvor verladen, sie sind jetzt bereit, in See zu stechen.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion wird innerhalb des Mobile Service Towers des Startplatzes auf den Flug vorbereitet.  
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch muss natürlich vor dem Start sichergestellt werden, dass sämtliche Systeme an Bord von Orion einwandfrei funktionieren. Um das zu überprüfen, ist es der zuverlässigste Weg, Tests der einzelnen Systeme vorzunehmen. Zu diesen Systemen gehören etwa die Kommunikationssysteme des Raumschiffs, die mithilfe der TDRS-Satelliten (Tracking and Data Relay Satellite) Befehle empfangen und Daten zu den Bodenstationen senden sollen. Diese Systeme wurden am 19. November aktiviert und während des sogenannten „Live Sky Test“ getestet. Außerdem wurden am 24. November die elektrischen Systeme getestet, die die pyrotechnischen Elemente des Raumschiffes zünden sollen. Bei diesen Komponenten handelt es sich um kleine, mit Sprengstoff gefüllte Bolzen, die ausgebrannte Stufen oder Verkleidungen abwerfen sollen. Orion besitzt solche Bolzen an der Verkleidung und der Verbindung mit der Oberstufe. Des weiteren wurden inzwischen die Tore des Mobile Service Towers geöffnet, in dem die Vorbereitungen an Orion und der Delta IV Heavy stattfinden, der Start von EFT-1 ist weiterhin um 13:05 MESZ am 4. Dezember geplant.     </p>



<p class="wp-block-paragraph">Orion wird das neue Raumschiff der NASA sein. Während die kommerziellen Partner der NASA für den Transport von Fracht und Astronauten zur ISS im Erdorbit zuständig sind, wird das auch MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle) genannte Raumschiff Astronauten zu verschiedenen Zielen jenseits des Low Earth Orbits (LEO) transportieren. So kann eine intensivere Erkundung des Weltalls als je zuvor stattfinden. Mit der Entwicklung von Orion wurde bereits im Rahmen des 2010 gestrichenen Constellation-Programms begonnen. So konnte die Entwicklung an einem Raumschiff, an dem bereits mit Hochdruck gearbeitet wurde, fortgeführt werden.                    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion während EFT-1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuellen Planungen zufolge soll es im Dezember 2014 dann soweit sein: Orion startet auf einer Rakete des Typs Delta IV Heavy zu seinem Erstflug EFT-1. Dieser Flug beinhaltet zwei Erdumrundungen, dabei wird sich Orion bis zu 5.500 km von der Erde entfernen, und auf über 32.000 km/h beschleunigt. Eine solche Entfernung und Geschwindigkeit wurde von keinem praktisch oder theoretisch bemannbaren US-Raumschiff seit 1972 erreicht. Auf dem Flug sollen der Strahlungsschutz, der Hitzeschild, die Avionik, die Fallschirme und das Abwerfen von Verkleidungen und des Rettungssystems getestet werden. Der nächste Testflug nicht später als im November 2018, EM-1 für Exploration Mission 1 genannt, wird der Erstflug des neuen Space Launch Systems (SLS) sein, und ein unbemanntes MPCV, das mit dem neuen, auf dem ATV basierenden europäischen Servicemodul ausgrüstet sein soll, um den Mond führen.                    </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10723.165#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EFT-1 Delta IV Heavy mit Orion</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff *Orion*</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EFT-1: Ab zum Startplatz</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eft-1-ab-zum-startplatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Nov 2014 12:11:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Fallschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[KSC]]></category>
		<category><![CDATA[LAS]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem die Montage des Startabbruchsystem abgeschlossen wurde, wurde am Mittwoch das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA zu dem Startplatz für seinen Erstflug transportiert: Orion. Seine Trägerrakete vom Typ Delta IV Heavy ist bereits fertiggestellt, vor kurzem wurde eine Simulation des Countdowns durchgeführt. Orions zukünftiger Träger, das Space Launch System, macht ebenfalls einen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nachdem die Montage des Startabbruchsystem abgeschlossen wurde, wurde am Mittwoch das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA zu dem Startplatz für seinen Erstflug transportiert: Orion. Seine Trägerrakete vom Typ Delta IV Heavy ist bereits fertiggestellt, vor kurzem wurde eine Simulation des Countdowns durchgeführt. Orions zukünftiger Träger, das Space Launch System, macht ebenfalls einen Schritt in Richtung Erstflug mit Modifikationen der Endmontagehalle, genannt VAB, und der Produktion weiterer Flughardware.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA, NSF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Links das Aufsetzen des ersten gewölbten Paneels, rechts die Montage des letzten. Über ihm ist der LAS-Turm zu erkennen.  
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es war ein langer Weg für Orion, dem neuen Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, bis es bereit für seinen Erstflug Exploration Flight Test 1 (EFT-1) war: Nachdem im September 2011 in den Hallen der Michoud Assembly Facility mit dem Bau der Druckkabine der Kapsel begonnen wurde, genoss die Kapsel von Juli 2012 bis September dieses Jahres eine langwierige Vorbereitung im Operations and Checkout Building im Kennedy Space Center in Florida. Dann konnte im September 2014 das erste Mal seit 1991 ein neues Raumschiff aus der Konstruktionshalle herausgerollt werden. Orion wurde darauf zur Betankung in die Payload Hazardous Servicing Facility (PHSF) gebracht, bevor im Oktober 2014 das Launch Abort System (LAS) in einem weiteren Gebäude montiert wurde. Diese Komponente besteht aus einem Turm, der über dem Raumschiff befestigt wurde, und mehreren gewölbten Paneelen, die die Kapsel seitlich umschließen. Bei einem bemannten Flug von Orion soll das LAS einmal die Kapsel von einer möglichen Gefahr wegbefördern, bei EFT-1 wird es jedoch bis auf den Jettinson-Motor inaktiv bleiben.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion nach den letzten Arbeiten, nun bereit zum Rollout. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dieser Montage wurden noch mehrere kleinere Arbeiten abgeschlossen, wie etwa die Installation von Befestigungsmitteln an den Paneelen des LAS, diese wurden auch mit einer Hitzeschutzschicht bedeckt und die Gerüste rund um das Raumschiff, die zu der Montage des LAS benötigt wurden, wurden entfernt. Danach wurde noch ein Test durchgeführt, der prüfen sollte, wie viel trockenes Säuberungsgas in Orion zwischen den LAS-Paneelen und der Kapsel hereingepumpt werden muss, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit die Außenhülle der Kapsel beschädigt. Orion wurde gewogen und auf den KAMAG-Transporter gehoben. Das Raumschiff ist nun endgültig bereit für EFT-1, es wurde danach einer der letzten Schritte bis zum Start unternommen: Der Transport zu seiner Trägerrakete auf den Startplatz.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion kommt an dem Startplatz SLC-37 an. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Rollout sollte ursprünglich bereits am Montag stattfinden, schlechtes Wetter in Form von starkem Wind und Blitzen verhinderte ihn jedoch. Am Dienstag war zum Glück das Wetter am KSC wesentlich besser. Der Rollout fand bei Nacht statt, um 20:30 Uhr Ortszeit (2:30 Uhr MESZ) hat der Rollout begonnen, um 2:30 (8:30 MESZ) war er beendet. Die etwa 35 Kilometer lange Route führte PR-wirksam an dem Vehicle Assembly Building (VAB) und der Startrampe LC-39B des KSC vorbei, die bei zukünftigen Orion-Flügen zum Einsatz kommen werden. Der letzte Halt des Rollouts war dann SLC-37, der Startplatz, auf dem die Delta IV-Heavy Trägerrakete momentan darauf vorbereitet wird, Orion ins All zu befördern. Die letzten Meter brachten Orion in eine Struktur am SLC-37 namens Mobile Service Tower (MST), in dem Orion an einen Kran befestigt wird. Wenig später wurde Orion dann hochgehoben und auf der Oberstufe platziert, nun wird das Raumschiff mit den Systemen der Rakete verbunden, der Start ist weiterhin für den 4. Dezember um 13:05 MESZ geplant.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion wird mit der Oberstufe der Delta IV-Heavy Trägerrakete verbunden. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Rakete wurde ebenfalls lange vorbereitet. Nach der Fertigung in Decatur im US-Bundesstaat Alabama erreichten die einzelnen Stufen der Rakete im Frühjahr 2014 die Horizontal Integration Facility des Startplatzes LC-37. Dort wurden sie auf den Flug vorbereitet und miteinander verbunden. Anfang Oktober wurde dann die fertige Delta IV-Heavy auf die Startrampe herausgerollt und aufgerichtet. Nun befindet auch sie sich im MST, in dem letzte Vorbereitungen getroffen werden. Eine von diesen ist das Wet Dress Rehearsal (WDR), eine vollständige Simulation des Countdowns der Rakete. Dieses WDR beinhaltete sogar eine vollständige Betankung der Delta IV-Heavy mit den Treibstoffen flüssiger Sauerstoff (LOX) und flüssigem Wasserstoff (LH2). So konnte das Startpersonal sämtliche Abläufe prüfen und trainieren, die auch bei dem tatsächlichen Countdown zu EFT-1 durchgeführt werden. Als nächstes wurde Orion dann mit der Oberstufe der Delta verbunden, es folgen demnächst die Integration der Systeme, diverse weitere Simulationen und ein Launch Readiness Review (LRR), eine letzte Überprüfung, ob man bereit für den Start ist, der Rakete und des Raumschiffs. Eine ähnliche Überprüfung, der Flight Test Readiness Review (FTRR), fand bereits statt. Seine Bedeutung ist jedoch im Vergleich zum LRR eher gering, da er nur die beteiligten NASA-Einrichtungen betraf.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Orion wird das neue Raumschiff der NASA sein. Während die kommerziellen Partner der NASA für den Transport von Fracht und Astronauten zur ISS im Erdorbit zuständig sind, wird das auch MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle) genannte Raumschiff Astronauten zu verschiedenen Zielen jenseits des Low Earth Orbits (LEO) transportieren. So kann eine intensivere Erkundung des Weltalls als je zuvor stattfinden. Mit der Entwicklung von Orion wurde bereits im Rahmen des 2010 gestrichenen Constellation-Programms entwickelt. So konnte die Entwicklung an einem Raumschiff, an dem bereits mit Hochdruck gearbeitet wurde, fortgeführt werden.               </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_5.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion während EFT-1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuellen Planungen zufolge soll es im Dezember 2014 dann soweit sein: Orion startet auf einer Rakete des Typs Delta IV Heavy zu seinem Erstflug EFT-1. Dieser Flug beinhaltet zwei Erdumrundungen, dabei wird sich Orion bis zu 5.500 km von der Erde entfernen, und auf über 32.000 km/h beschleunigt. Eine solche Entfernung und Geschwindigkeit wurde von keinem praktisch oder theoretisch bemannbaren US-Raumschiff seit 1972 erreicht. Auf dem Flug sollen der Strahlungsschutz, der Hitzeschild, die Avionik, die Fallschirme und das Abwerfen von Verkleidungen und des Rettungssystems getestet werden. Der nächste Testflug nicht später als im November 2018, EM-1 für Exploration Mission 1 genannt, wird der Erstflug des neuen Space Launch Systems (SLS) sein, und ein unbemanntes MPCV, das mit dem neuen, auf dem ATV basierenden europäischen Servicemodul ausgrüstet sein soll, um den Mond führen.         </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese neue Schwerlastrakete, das SLS, ist noch nicht bereit für ihren Erstflug, sie wird momentan noch entwickelt. Eine dieser Entwicklungsarbeiten besteht darin, das gewaltige VAB für den Zusammenbau dieser neuen, großen Rakete zu modifizieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_6.jpg" alt="NASA/KSC" width="260"/></a><figcaption>
Das gewaltige VAB von außen. 
<br>
(Bild: NASA/KSC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu muss man verstehen, dass es sich bei dem VAB um ein riesiges, würfelförmiges Gebäude handelt. Es wurde in den 1960er Jahren für die Apollo-Mondmissionen errichtet, danach vom Space Shuttle weitergenutzt. Bei einem solchen Alter ist es durchaus verständlich, dass nun Renovierungsarbeiten erfolgen müssen, um für die nächsten Jahrzehnte gerüstet zu sein. Einige Arbeiten wurden bereits durchgeführt: Es wurden sämtliche Plattformen in dem High Bay 3 genannten Abschnitt entfernt, das Design neuer Plattformen getestet, fast 250 km alte Kabel wurden entfernt und werden momentan durch neue ersetzt, die Türen wurden erneuert und altes Equipment entfernt. Auch befinden sich bereits die ersten neuen Plattformen in der Produktion, sie sollen Anfang nächsten Jahres im VAB angebracht werden. Nun wurde ein weiterer Schritt hin zu einem modernisierten VAB gemacht: Ein 175-Tonnen Kran wurde auf den Boden herabgelassen, um auch ihn zu modernisieren.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_7.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Der 175-Tonnen Kran wird auf den Boden des VAB herabgelassen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesen Kränen handelt es sich um Meisterwerke der Technik: Sie können mehrere dutzende Tonnen schwere Raketenkomponenten millimetergenau durch die gesamte Halle tragen und platzieren. Sie sind mehrere Meter lang und breit und fahren auf Schienen unter der Decke des VABs. Trotzdem werden auch sie alt und müssen modernisiert werden. Deswegen wurde am 18. September ein Kran, der 175 Tonnen tragen kann, langsam auf eine Stahlstruktur am Boden des VABs abgesetzt. Das hört sich natürlich einfacher an, als es in der Realität war. Tatsächlich musste wegen dem hohen Gewicht des Krans ein noch größerer 325-Tonnen Kran eingesetzt werden. Geländer und Steige mussten demontiert werden, um den Kran nicht zu behindern. Eine unterstützende Stahlstruktur musste am Boden unter dem Kran positioniert werden. Nun haben die Modifikationen am Kran begonnen. Ein neues Steuerungssystem und eine neue Kabine sollen die alten Komponenten ersetzen, die inzwischen 45 Jahre alt sind. Alte Kabel und Verbindungen werden entfernt, neue eingebaut. Die Räder des Krans sollen neue Kugellager erhalten, Farbe und Asbest werden entfernt, neue Motoren, Leitern und Steige installiert. So wird der Kran auch die heutigen Gesundheits- und Arbeitsschutzvorschriften erfüllen. Abgeschlossen sollen diese Arbeiten im März 2015 sein. Die beiden 325-Tonnen Kräne wurden bereits vor einigen Jahren modernisiert, es gibt bereits vorläufige Planungen, auch die beiden 250-Tonnen Kräne zu modernisieren.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_8.jpg" alt="NASA/MAF" width="260"/></a><figcaption>
Mehrere Tankzylinder in der MAF. 
<br>
(Bild: NASA/MAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Entwicklung des Space Launch Systems selbst macht stetig Fortschritte, und zwar mit der Produktion weiterer Flughardware, also von Komponenten, die tatsächlich bei dem Erstflug des SLS zum Einsatz kommen werden. Bereits im August wurden in der Michoud Assembly Facility (MAF) nahe New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana mithilfe des Segmented Ring Tool sämtliche Tankringe hergestellt, die für die erste Hauptstufe des SLS benötigt werden. Die gesamte MAF erhält momentan High-Tech Fertigungsmaschinen, um die Hauptstufe des SLs zu fertigen, ihren Höhepunkt fand diese Vorgehensweise im September, als das Vertical Assembly Center (VAC) eröffnet wurde, eine gewaltige High-Tech Schweißgerätschaft, die alle Komponenten zu einer fertigen Hauptstufe verschweißen soll. Momentan finden am VAC noch Validierungsarbeiten statt. Nun wurde das nächste Exemplar Flughardware in der MAF fertiggestellt.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_9.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_9.jpg" alt="Bildquelle" width="260"/></a><figcaption>
Der Zylinder der Triebwerkssektion wird aus dem VWC gehoben. 
<br>
(Bild: NASA/MAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es handelt sich dabei um die Triebwerkssektion der Hauptstufe. Unter diesem Bauteil befinden sich die vier RS-25 Haupttriebwerke des SLS, oben ist es mit dem LH2 (flüssiger Wasserstoff)-Tank der Hauptstufe verbunden. Sie besteht aus einem Metallzylinder und einem Tankring, der Zylinder wurde am 30. Oktober mithilfe des Vertical Weld Centers (VWC) fertiggestellt. Das VWC ist eine drei Stockwerke hohe, 150 Tonnen schwere Schweißgerätschaft, die Metallplatten biegt und die Enden mithilfe von Rührreibschweißen miteinander verbindet, einer State-of-the-art Fertigungstechnologie. So können alle benötigten zylindrischen Bauteile des SLS gefertigt werden, Tankzylinder, Zwischenstufen oder eben die besagte Triebwerkssektion. Diese wird in der ersten SLS-Hauptstufe zum Einsatz kommen, sie soll Ende 2016/Anfang 2017 zuerst strukturell getestet und testgezündet werden und dann bei der Mission EM-1 das SLS beim Erstflug antreiben.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des SLS wird eine Testzündung des RS-25 Haupttriebwerks noch dieses Jahr sein. Es wurde inzwischen ein RS-25 wieder auf dem A-1 Teststand des Stennis Space Centers installiert, nachdem es kleinere Probleme mit verunreinigten Treibstoffleitungen gab. Nach langer Verzögerung durch Risse im Treibstoff soll im März 2015 dann endlich der QM-1 Feststoffbooster testgezündet werden. Daneben soll dieses Jahr auch noch das Critical Design Review (CDR) der Rakete abgeschlossen werden, eine rigorose Designprüfung.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_10.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_10.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das SLS während des Fluges- Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Launch System ist der neue Schwerlastträger der NASA. Er basiert zu großen Teilen auf dem 2011 außer Dienst gestellten Space Shuttle: So werden die Hauptstufe aus dem External Tank des Shuttles, die 5-Segmente Booster aus den SRBs und die RS-25 Triebwerke aus den SSMEs entwickelt. Es wird drei Varianten des SLS geben: Die Block I Version wird lediglich die DCSS (Delta Cyrogenic Second Stage) als Oberstufe haben. Mit ihr soll der Erstflug EM-1 erfolgen. Block IA wird über die wesentlich stärkere EUS (Exploration Upper Stage)-Oberstufe verfügen. Bei Block II handelt es sich um die stärkste Variante des SLS, seine Oberstufe wird die EUS sein; die Feststoffbooster werden durch verbesserte Booster ersetzt, ihr Konzept ist jedoch noch nicht festgelegt, obwohl bereits verschiedene Vorschläge zu neuen Flüssig- oder Feststoffboostern existieren. Der Erstflug von SLS Block IA ist nicht vor 2020, der von SLS Block II nicht vor 2030 zu erwarten, weil  der Kongress –obwohl er als Befürworter des SLS gilt- sich weigert, das Etat der NASA zu erhöhen, um so auch ein höheres Budget für das SLS und Orion zu ermöglichen. Mit dem SLS sind nicht nur Raumsondenmissionen zu den äußeren Planeten des Sonnensystems und ihren Monden möglich, sondern auch bemannte Flüge zu Asteroiden oder sogar zum Mars.           </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10723.165#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EFT-1 Delta IV Heavy mit Orion</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff *Orion*</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9355.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Launch System &#8211; Planung und Processing</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11552.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">                            Space Launch System (SLS) &#8211; Kosten/Nutzen/Meinungen/künftige Entwicklung</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EFT-1: Fliegen Sie mit!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eft-1-fliegen-sie-mit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2014 15:45:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[LASF]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[Testflug]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=39769</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur NASA macht stetig Fortschritte bei der Entwicklung ihrer neuen Schwerlastrakete Space Launch System und den Vorbereitungen des Erstflugs ihres neuen Raumschiffs Orion, genannt EFT-1. Für diesen Flug bietet sie Weltraumenthusiasten einen besonderen Dienst an: Sie können sich auf einer Internetseite dafür registrieren, dass ihre Namen an Bord von Orion während [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur NASA macht stetig Fortschritte bei der Entwicklung ihrer neuen Schwerlastrakete Space Launch System  und den Vorbereitungen des Erstflugs ihres neuen Raumschiffs Orion, genannt EFT-1. Für diesen Flug bietet sie Weltraumenthusiasten einen besonderen Dienst an: Sie können sich auf einer Internetseite dafür registrieren, dass ihre Namen an Bord von Orion während EFT-1 sind.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA, NSF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Links das Aufsetzen eines Paneels des Boost Protective Cover, rechts nach der Montage. Über dem Boost Protective Cover ist der LAS-Turm zu erkennen.  
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der historische Erstflug EFT-1 (Exploration Flight Test 1) des neuen Raumschiffs der NASA, genannt Orion, rückt immer näher. So wurde im letzten Monat das Raumschiff fertiggestellt und betankt. Danach wurde Orion in ein Gebäude namens Launch Abort System Facility (LASF) gebracht, in dem es sein Startabbruchsystem (LAS) empfangen wird. Diese turmförmige Komponente soll bei bemannten Flügen von Orion einmal die Kapsel in Sicherheit befördern, falls ein Gefahrfall eintritt. Bei EFT-1 wird das LAS bis auf den Jettinson-Motor, dessen einzige Aufgabe es ist, das LAS wegzuziehen, jedoch inaktiv bleiben. Inzwischen wurde in der LASF der LAS-Turm auf Orion aufgesetzt. Als nächstes wurde eine gewölbte aerodynamische Verkleidung, genannt Boost Protective Cover (BPC), unterhalb des LAS-Turms angebracht. Das BPC ist in drei Paneele aus Fiberglas aufgeteilt. Nach einigen weiteren Vorbereitungen wird Orion dann endgültig fertiggestellt sein und bereit für den Rollout aus der LASF hinaus sein. Orion wird dann auf die Delta IV Heavy-Trägerrakete aufgesetzt werden, die im Moment innerhalb des Mobile Service Towers auf dem Startplatz LC-37 des Weltraumbahnhofs in Cape Canaveral für ihren Flug vorbereitet wird. Dieses Aufsetzen soll Mitte November erfolgen, der Start der Rakete zu EFT-1 dann am 4. Dezember.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Dieses Zertifikat in Form eines &#8222;Boarding Pass&#8220; bestätigt die Teilnahme an der Aktion. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesem historischen Erstflug von Orion können Sie nun mitfliegen. Natürlich nicht persönlich, aber zumindest Ihr Name kann an Bord von Orion sein und so mit in das Weltall fliegen. Teilnehmer können sich online auf einer NASA-Seite registrieren lassen, selbstverständlich kostenlos. Die Namen sämtlicher Teilnehmer werden dann auf einem Mikrochip an Bord Orions gespeichert. Für mindestens 999.999.999 Teilnehmer ist Platz, bis jetzt wurden bereits über 900.000 Namen eingesendet. Die Besonderheit an dieser Idee der NASA ist, dass Ihr Name nach der Einsendung nicht nur bei EFT-1, sondern auch bei zukünftigen Missionen von Orion oder von Sonden/Landern zum Mars ebenfalls mitfliegt. Wenn Sie interessiert sind, können sie sich hier anmelden und mit Ihrem Namen mitfligen: <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/orion-spacecraft/" target="_blank" data-wpel-link="external">Link zur Internetseite</a>Einsendeschluss ist der 31. Oktober, danach fliegt Ihr Name zwar auf künftigen Missionen von Orion oder zum Mars mit, jedoch nicht mehr bei EFT-1.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Orion wird das neue Raumschiff der NASA sein. Während die kommerziellen Partner der NASA für den Transport von Fracht und Astronauten zur ISS im Erdorbit zuständig sind, wird das auch MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle) genannte Raumschiff Astronauten zu verschiedenen Zielen jenseits des Low Earth Orbits (LEO) transportieren. So kann eine intensivere Erkundung des Weltalls als je zuvor stattfinden. Mit der Entwicklung von Orion wurde bereits im Rahmen des 2010 gestrichenen Constellation-Programms entwickelt. So konnte die Entwicklung an einem Raumschiff, an dem bereits mit Hochdruck gearbeitet wurde, fortgeführt werden.           </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion während EFT-1 &#8211; Illustration 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuellen Planungen zufolge soll es im Dezember 2014 dann soweit sein: Orion startet auf einer Rakete des Typs Delta IV Heavy zu seinem Erstflug EFT-1. Dieser Flug beinhaltet zwei Erdumrundungen, dabei wird sich Orion bis zu 5.500 km von der Erde entfernen, und auf über 32.000 km/h beschleunigt. Eine solche Entfernung und Geschwindigkeit wurde von keinem praktisch oder theoretisch bemannbaren US-Raumschiff seit 1972 erreicht. Auf dem Flug sollen der Strahlungsschutz, der Hitzeschild, die Avionik, die Fallschirme und das Abwerfen von Verkleidungen und des Rettungssystems getestet werden. Der nächste Testflug nicht später als im November 2018, EM-1 für Exploration Mission 1 genannt, wird der Erstflug des neuen Space Launch Systems (SLS) sein, und ein unbemanntes MPCV, das mit dem neuen, auf dem ATV basierenden europäischen Servicemodul ausgrüstet sein soll, um den Mond führen.           </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Der Vibrationstisch wird in die Space Power Facility geliefert. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch beginnen bereits erste Vorbereitungen für Orion-Flüge nach EFT-1, obwohl dieser Flug noch gar nicht stattgefunden hat. So wurde ein gewaltiger Vibrationstisch in die Space Power Facility in Sandusky im Bundesstaat Ohio geliefert. Dieser über sieben Meter breite Tisch ist in der Lage, über 20.000 Newton an Vibrationen zu simulieren. Dazu verfügt er insgesamt über vier Hydraulikkolben in waagerechter Lage und über 16, die senkrecht positioniert sind. Mit diesem Tisch sollen die Vibrationen simuliert werden, die auf Orion während des Starts, des Fluges und eines Startabbruchs mithilfe des LAS wirken werden. Dieser Tisch ist jedoch nur die neueste Ergänzung zu den beeindruckenden anderen Testeinrichtungen in der Space Power Facility, wie etwa der stärksten Akustiktestkammer der Welt oder der weltgrößten Vakuumkammer. Die ersten Tests werden mit dem europäischen Servicemodul von Orion erfolgen, das von dem Servicemodul des europäischen ATV-Raumtransporters abgeleitet ist und in Bremen gebaut werden soll. Bis jetzt sind fünf Orion-Vibrationstests geplant, der erste soll im Frühling nächsten Jahres stattfinden. Sie sind als Vorbereitung für Orions Mission nach EFT-1 geplant, EM-1 (Exploration Mission 1).    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_small_5.jpg" alt="NASA/Michoud" width="260"/></a><figcaption>
Der Tankring und der Tankzylinder werden in das VAC gehoben. 
<br>
(Bild: NASA/Michoud)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesem Flug soll Orion dann nicht mehr auf einer Delta IV-Heavy  starten, sondern auf dem neuen Schwerlastträger der NASA, dem Space Launch System (SLS). Diese Rakete muss jedoch erst noch entwickelt werden. Zu diesen Entwicklungsarbeiten gehört unter anderem auch die Bereitstellung von den Geräten, mit denen das SLS gefertigt werden soll. Dafür existieren in der Michoud Assembly Facility (MAF) im Bundesstaat New Orleans bereits zahlreiche state-of-the-art-Gerätschaften. Zu diesen gehören etwa das Enhanced Robotic Weld Tool, mit dem die kuppelförmigen Tankdome für die Hauptstufe des SLS gefertigt werden sollen. Das Vertical Weld Center soll dagegen die eigentlichen Tankzylinder und das Segmented Ring Tool die Verbindungsringe zwischen den Zylindern und den Tankdomen produzieren. Alle diese Geräte arbeiten mit Rührreibschweißen, einer hochmodernen Fertigungstechnologie, die zwei Metallteile durch die Reibungswärme eines rotierenden Metallstifts miteinander verschweißt. Sie stehen dennoch alle im Schatten des Vertical Assembly Centers (VAC), einem gewaltigen, turmartigen Konstrukt, in dem Tankdome, Tankringe und Tankzylinder zu den Tanks der Hauptstufe des SLS miteinander verbunden werden. Das VAC wurde erst vor Kurzem eröffnet, es muss daher noch geprüft werden, ob es erwartungsgemäß operieren kann. Dazu wurden ein fertiger Tankzylinder und ein Tankring in das VAC befördert. Sie werden in Kürze miteinander verschweißt werden, das Ergebnis wird danach überprüft. So kann sichergestellt werden, dass das VAC wie gewünscht funktioniert, bevor die ersten Tanks für den Erstflug des SLS in ihm gefertigt werden.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben diesen Schweißarbeiten in der MAF soll dieses Jahr noch eine Testzündung des Haupttriebwerks des SLS stattfinden, dem RS-25. Außerdem soll das Critical Design Review(CDR), eine rigorose Designprüfung, der gesamten Rakete abgeschlossen werden. Anfang nächsten Jahres soll dann nach langer Verschiebung wegen Rissen im festen Treibstoff ein Feststoffbooster testgezündet werden, wie er beim SLS zum Einsatz kommen soll.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102014174519_small_6.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das SLS während des Fluges- Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Launch System ist der neue Schwerlastträger der NASA. Er basiert zu großen Teilen auf dem 2011 außer Dienst gestellten Space Shuttle: So werden die Hauptstufe aus dem External Tank des Shuttles, die 5-Segmente Booster aus den SRBs und die RS-25 Triebwerke aus den SSMEs entwickelt. Es wird drei Varianten des SLS geben: Die Block I Version wird lediglich die DCSS (Delta Cyrogenic Second Stage) als Oberstufe haben. Mit ihr soll der Erstflug EM-1 erfolgen. Block IA wird über die wesentlich stärkere EUS (Exploration Upper Stage)-Oberstufe verfügen. Bei Block II handelt es sich um die stärkste Variante des SLS, seine Oberstufe wird die EUS sein; die Feststoffbooster werden durch verbesserte Booster ersetzt, ihr Konzept ist jedoch noch nicht festgelegt, obwohl bereits verschiedene Vorschläge zu neuen Flüssig- oder Feststoffboostern existieren. Der Erstflug von SLS Block IA ist nicht vor 2020, der von SLS Block II nicht vor 2030 zu erwarten, weil  der Kongress –obwohl er als Befürworter des SLS gilt- sich weigert, das Etat der NASA zu erhöhen, um so auch ein höheres Budget für das SLS und Orion zu ermöglichen. Mit dem SLS sind nicht nur Raumsondenmissionen zu den äußeren Planeten des Sonnensystems und ihren Monden möglich, sondern auch bemannte Flüge zu Asteroiden oder sogar zum Mars.       </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10590.msg306150#new" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Send Your Name Into space</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10723.165#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EFT-1 Delta IV Heavy mit Orion</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff *Orion*</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9355.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Launch System &#8211; Planung und Processing</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11552.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Launch System (SLS) &#8211; Kosten/Nutzen/Meinungen/künftige Entwicklung</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EFT-1: Zwei Rollouts</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eft-1-zwei-rollouts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2014 16:42:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Fallschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[LASF]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[RS-25]]></category>
		<category><![CDATA[SLS]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=39781</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Vorbereitungen für den Erstflug von Orion, dem neuen Raumschiffs der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, gehen weiter voran. So wurde das Raumschiff aus einer Halle zu der Installation des Startabbruch-Systems transportiert. Orions Trägerrakete wurde ebenfalls herausgerollt, und zwar zum Startplatz. Bei der Entwicklung des zukünftigen Trägers von Orion, dem Space Launch System, gibt es [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Vorbereitungen für den Erstflug von Orion, dem neuen Raumschiffs der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, gehen weiter voran. So wurde das Raumschiff aus einer Halle zu der Installation des Startabbruch-Systems transportiert. Orions Trägerrakete wurde ebenfalls herausgerollt, und zwar zum Startplatz. Bei der Entwicklung des zukünftigen Trägers von Orion, dem Space Launch System, gibt es dagegen Probleme: Es wurden in den Leitungen eines Triebwerksteststands Verunreinigungen gefunden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA, NSF, ATK.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion wird aus der PHSF herausgerollt. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor etwa drei Wochen geschah ein historischer Moment, als das neue Raumschiff der NASA, genannt Orion, aus der Konstruktionshalle, dem Operations and Checkout-Building im Kennedy Space Center, herausgerollt wurde. Es wurde dabei in die Payload Hazardous Servicing Facility (PHSF) transportiert, um betankt zu werden. Inzwischen ist diese Betankung mit Ammoniak, Hydrazin und Heliumgas abgeschlossen. Deshalb konnte am 29. September erneut ein Rollout Orions stattfinden, dieses Mal aus der PHSF hinaus, von wo aus das Raumschiff in ein weiteres Gebäude gefahren wurde, die Launch Abort System Facility (LASF). Dort wird Orion sein Startabbruch-System erhalten, genannt LAS für Launch Abort System. Dieses System wurde bereits Ende 2013 fertiggestellt, es wird jedoch bis auf den Jettinson-Motor bei der EFT-1 (Exploration Flight Test 1) Mission inaktiv bleiben. Die Montage des LAS wird gegen Mitte November abgeschlossen sein, danach wird das dann vollständige Orion-Raumschiff auf die Delta IV Heavy-Trägerrakete aufgesetzt. Der Start von EFT-1, Orions Erstflug, ist momentan für den 4. Dezember um 13:05 MEZ geplant.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Der LAS-Tower wird in der LASF auf Orion aufgesetzt. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Launch Abort System (LAS) handelt es sich um einen der am ausführlichsten getesten Komponenten des Orion-Raumschiffs. Seine Entwicklung begann noch im Rahmen des Constellation-Programms, das inzwischen gestrichen wurde. Das LAS soll bei bemannten Missionen  dazu dienen, die Orion-Kapsel mitsamt der Besatzung so schnell wie möglich wegzubefördern, falls es zu einer gefährlichen Situation durch Probleme mit der Rakete kommt. Für diesen Zweck verfügt das LAS über drei verschiedene Feststoffmotoren: </p>



<p class="wp-block-paragraph">-Den großen Abort-Motor, der tatsächlich bei einem Startabbruch Orion „wegschießen“ würde    </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211; den Jettinson-Motor, der das gesamte LAS nach dem Einsatz nach oben hin „wegzieht“    </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211; den Lageregelungsmotor (Attitude Control Motor), der für die korrekte Fluglage des Systems zuständig ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle diese Motoren sind mitsamt ihrem festen Treibstoff in einem zylinderförmigen „tower“ (Turm) integriert. Unterhalb dieses towers befindet sich dann die Orion-Kapsel in einer aerodynamischen, gewölbten Verkleidung.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ein Mock-Up der Orion-Kapsel mit dem LAS wird auf Pad Abort 1 vorbereitet.  
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlreiche Tests des LAS haben bereits im Rahmen des Constellation-Programms stattgefunden. Darunter befanden sich zahlreiche Testzündungen der einzelnen Motoren und strukturelle Belastungstests. Der größte Test des LAS fand im Mai 2010 auf der White Sands Missile Range mit Pad Abort 1 statt. Bei diesem Test konnte erstmals das gesamte LAS erprobt werden, indem ein Mockup einer Orion-Kapsel mithilfe des LAS von dem Boden in den Himmel geschossen wurde. Nach diesem erfolgreichen Test konzentrierten sich die meisten Arbeiten auf das LAS von EFT-1. Als Vorbereitung für den nächsten großen Test, Ascent Abort 2 Ende 2018, wird das Critical Design Review (CDR), eine rigorose Designprüfung, des Abort-Motors gegen Sommer 2015 stattfinden. Bei dem Ascent Abort-Test wird eine Orion-Kapsel auf einer kleinen Rakete gestartet und nach einer gewissen Zeit das LAS während des Fluges gezündet. Die Rakete soll eine Peacekeeper sein, es wird darüber nachgedacht, die Orion-Kapsel von EFT-1 erneut zu verwenden, sofern es ihr Zustand zulässt.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Delta IV Heavy Trägerrakete wird aufgerichtet. Hinter ihr ist der MST zu erkennen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Vorbereitung der Trägerrakete von Orion bei EFT-1, einer Delta IV Heavy, macht Fortschritte. Nachdem alle Stufen der Rakete getestet, vorbereitet und miteinander verbunden wurden, konnte die Delta IV Heavy am Abend des 30. Septembers aus der Horizontal  Integration Facility (HIF) zum Startplatz LC-37 auf der Cape Canaveral Air Force Station herausgerollt werden. Getragen wurde die über 50 m lange Rakete dabei von einem Elevating Platform Transporter. Am Morgen des nächsten Tages wurde daraufhin die mächtige Rakete mithilfe des Fixed Pad Erectors vorsichtig aufgerichtet. Die Delta IV Heavy befindet sich nun innerhalb des Mobile Service Towers (MST), in dem nun letzte Vorbereitungen abgeschlossen werden und auch die Nutzlast, also Orion mit dem LAS, mit der Oberstufe verbunden werden wird. Wenige Stunden vor dem Start am 4. Dezember  wird der Mobile Service Tower weggefahren. Genauso wie das Stacking in der HIF wurde auch der Rollout und die Aufrichtung der Rakete nicht von der NASA, sondern von der Betreiberfirma ULA durchgeführt. Die NASA kontrollierte lediglich alle Vorgänge.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Orion wird das neue Raumschiff der NASA sein. Während die kommerziellen Partner der NASA für den Transport von Fracht und Astronauten zur ISS im Erdorbit zuständig sind, wird das auch MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle) genannte Raumschiff Astronauten zu verschiedenen Zielen jenseits des Low Earth Orbits (LEO) transportieren. So kann eine intensivere Erkundung des Weltalls als je zuvor stattfinden. Mit der Entwicklung von Orion wurde bereits im Rahmen des 2010 gestrichenen Constellation-Programms entwickelt. So konnte die Entwicklung an einem Raumschiff, an dem bereits mit Hochdruck gearbeitet wurde, fortgeführt werden.        </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_small_5.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion während EFT-1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuellen Planungen zufolge soll es im Dezember 2014 dann soweit sein: Orion startet auf einer Rakete des Typs Delta IV Heavy zu seinem Erstflug EFT-1. Dieser Flug beinhaltet zwei Erdumrundungen, dabei wird sich Orion bis zu 5.500 km von der Erde entfernen, und auf über 32.000 km/h beschleunigt. Eine solche Entfernung und Geschwindigkeit wurde von keinem praktisch oder theoretisch bemannbaren US-Raumschiff seit 1972 erreicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Flug sollen der Strahlungsschutz, der Hitzeschild, die Avionik, die Fallschirme und das Abwerfen von Verkleidungen und des Rettungssystems getestet werden. Der nächste Testflug nicht später als im November 2018, EM-1 für Exploration Mission 1 genannt, wird der Erstflug des neuen Space Launch Systems (SLS) sein, und ein unbemanntes MPCV, das mit dem neuen, auf dem ATV basierenden europäischen Servicemodul ausgrüstet sein soll, um den Mond führen.        </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_small_6.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das RS-25 Nummer 0525 wird auf dem A-1 Teststand installiert. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung dieses neuen Schwerlastträgers, dem Space Launch System (SLS), bereitet der NASA leider ein paar Probleme. Neben der Verzögerung der ersten Testzündung des neuen 5-Segmente Feststoffboosters, genannt QM-1, gibt es nun auch Probleme auf dem A-1 Teststand des Stennis Space Centers im Bundesstaat Mississippi. Dort soll das Haupttriebwerk des SLS, das RS-25, getestet werden. Bei diesem Triebwerkstyp handelt es sich um die Haupttriebwerke des Space Shuttle-Orbiters, sie wurden ausgebaut und modifiziert. Um diese Modifikationen, die vor allem den neuen Triebwerkscontroller und eine Steigerung des Maximalschubs auf 109 % betrafen, zu testen, wurde im Juli bereits ein RS-25 Triebwerk auf dem A-1 Teststand installiert. Bei dem Triebwerk handelte es sich um SSME Nummer 0525, ein Triebwerk, das nie in den Weltraum flog, sondern nur zu Entwicklungsarbeiten genutzt wurde.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_small_7.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Computergrafik der Anschlussstelle des RS-25 Triebwerks. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich ist man davon ausgegangen, dass die erste Testzündung dieses Triebwerks im Herbst dieses Jahres stattfinden könnte. Doch nun wurde an dem A-1 Teststand ein Problem entdeckt, das die NASA an diesem Ziel hindert. Das Problem besteht darin, dass in einer Treibstoffleitung Verunreinigungen gefunden wurden. Bei der Treibstoffleitung handelt es sich um eine LOX (flüssiger Sauerstoff)-Zuleitung, die etwa 9 Meter lang ist. Bei den Verunreinigungen handelt es sich um Textilfasern, wahrscheinlich von einem Reinigungslappen aus Baumwolle.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst wurde versucht, die Fasern zu entfernen, was nicht gelang. Bei einem dieser Reinigungsversuche wurden dann auch zahlreiche Metallpartikel in dem Rohr entdeckt. Da diese eine nicht akzeptable Testbedingung darstellten, wurden verschiedene Optionen zur Lösung des Problems vorgeschlagen. Da es in dem Rohr einen Filter gibt, wurde zuerst vorgeschlagen, nur die Rohrleitung hinter dem Filter zu ersetzen. Jedoch konnte mit dieser Vorgehensweise nicht sichergestellt werden, dass Partikel trotzdem den Filter überwinden. Deshalb wird nun eine recht zeitaufwendige Prozedur durchgeführt: Die gesamte, 9 m lange Leitung wird entfernt und durch ein neues Exemplar ersetzt. Dafür muss auch das bereits installierte RS-25 Triebwerk wieder entfernt werden. Jedoch sind die Probleme verglichen mit den Rissen bei QM-1 vergleichsweise gering und dürften bald gelöst sein. Es gilt deshalb als nicht unwahrscheinlich, dass der erste Triebwerkstest noch 2014 stattfinden kann. Da der Erstflug von SLS bereits um fast ein Jahr verschoben wurde, werden die Probleme am A-1 Teststand auch keine weitere Verzögerung von EM-1 bedeuten. Auch sollen sie nicht davon ablenken, dass es in letzter Zeit große Entwicklungsfortschritte am SLS gab.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102014184252_small_8.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das SLS während des Fluges- Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Launch System ist der neue Schwerlastträger der NASA. Er basiert zu großen Teilen auf dem 2011 außer Dienst gestellten Space Shuttle: So werden die Hauptstufe aus dem External Tank des Shuttles, die 5-Segmente Booster aus den SRBs und die RS-25 Triebwerke aus den SSMEs entwickelt. Es wird drei Varianten des SLS geben: Die Block I Version wird lediglich die DCSS (Delta Cyrogenic Second Stage) als Oberstufe haben. Mit ihr soll der Erstflug EM-1 erfolgen. Block IA wird über die wesentlich stärkere EUS (Exploration Upper Stage)-Oberstufe verfügen. Bei Block II handelt es sich um die stärkste Variante des SLS, seine Oberstufe wird die EUS sein; die Feststoffbooster werden durch verbesserte Booster ersetzt, ihr Konzept ist jedoch noch nicht festgelegt, obwohl bereits verschiedene Vorschläge zu neuen Flüssig- oder Feststoffboostern existieren. Der Erstflug von SLS Block IA ist nicht vor 2020, der von SLS Block II nicht vor 2030 zu erwarten, weil  der Kongress –obwohl er als Befürworter des SLS gilt- sich weigert, das Etat der NASA zu erhöhen, um so auch ein höheres Budget für das SLS und Orion zu ermöglichen. Mit dem SLS sind nicht nur Raumsondenmissionen zu den äußeren Planeten des Sonnensystems und ihren Monden möglich, sondern auch bemannte Flüge zu Asteroiden oder sogar zum Mars.    </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10723.165#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EFT-1 Delta IV Heavy mit Orion</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff *Orion*</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9355.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Launch System &#8211; Planung und Processing</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11552.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Launch System (SLS) &#8211; Kosten/Nutzen/Meinungen/künftige Entwicklung</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EFT-1: Finale Phase der Vorbereitungen hat begonnen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eft-1-finale-phase-der-vorbereitungen-hat-begonnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2014 10:17:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
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		<category><![CDATA[KSC]]></category>
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		<category><![CDATA[ULA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde steht kurz vor dem Erstflug ihres neuen Raumschiffs Orion, genannt Exploration Flight Test 1 (EFT-1). So hat das Stacking der Trägerrakete Delta IV Heavy begonnen, die bei diesem Flug verwendet werden soll. Auch die Nutzlast, das Raumschiff Orion, ist bereit für den Flug. Auch das andere System, mit dem die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde steht kurz vor dem Erstflug ihres neuen Raumschiffs Orion, genannt Exploration Flight Test 1 (EFT-1). So hat das Stacking der Trägerrakete Delta IV Heavy begonnen, die bei diesem Flug verwendet werden soll. Auch die Nutzlast, das Raumschiff Orion, ist bereit für den Flug. Auch das andere System, mit dem die NASA tiefer als je zuvor in den Weltraum vordringen will, macht Fortschritte: Der Schwerlastträger Space Launch System (SLS).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA, NSF, ULA, KUKA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_1.jpg" alt="Kennedy Space Center" width="260"/></a><figcaption>
Ein historischer Moment: Orion wird aus dem Neil Armstrong O&amp;C Building herausgerollt. 
<br>
(Bild: Kennedy Space Center)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. September 2014 geschah etwas, was seit dem Rollout des Space Shuttles Endeavour aus der Fabrik in Palmdale 1991 nicht mehr passiert ist: Ein neues, einsatzbereites US- Raumschiff wurde aus der Konstruktionshalle herausgerollt. Es handelte sich um das neue Raumschiff der NASA, genannt Orion. Bei der Konstruktionshalle handelt es sich um das geschichtswürdige Neil Armstrong Operations and Checkout Building im Kennedy Space Center (KSC), in dem bereits die Apollo-Raumschiffe für ihre Missionen vorbereitet wurden. Das Raumschiff, bestehend aus dem kapselförmigen Crewmodul, das mit Plastikfolie verhüllt war, und dem zylindrischen Servicemodul, wurde zur Betankung in die PHSF (Payload Hazardous Serving Facility) transportiert, bevor es Ende September zum Startplatz für die Installation des Launch Abort-System (LAS) gebracht wird. Dieses System, das für gewöhnlich die Kapsel bei einer Gefahrensituation von der Trägerrakete wegbefördert, wird bei dem unbemannten  Erstflug jedoch inaktiv bleiben.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das fast fertigestellte Orion-Raumschiff im O&amp;C Bulding. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits vor drei Jahren, am 9. September 2011 begann die Konstruktion dieses Raumschiffes in der Michoud Assembly Facility. Dabei wurden erste Aluminiumteile der Druckkabine gewölbt und miteinander verschweißt. Fertiggestellt wurde diese Druckkabine, in der sich bei späteren Missionen mit anderen Orion-Kapseln einmal die Astronauten aufhalten sollen, am 22. Juni 2012. Danach wurde die Druckkabine von der MAF in das Operations and Checkout (O&amp;C) Building des KSC gebracht, wo sie am 29. Juni mit einer Zeremonie von über 450 Leuten empfangen wurde. Im O&amp;C  Building fanden daraufhin die Installation der Avionik, des Reaction Control Systems (RCS), der Fallschirme und zusätzlicher Komponenten sowie verschiedene Tests und Simulationen statt. Darüber hinaus wurden 2012 die ersten Kacheln des oberen Hitzeschilds gefertigt. Im Oktober 2013 wurden das erste Mal die Computersysteme zum Leben erweckt, am 5. Dezember erreichte der runde, untere Hitzeschild das KSC. Der Turm des Launch Abort Systems (LAS), bei dem jedoch nur der Jettinson-Motor aktiv sein wird, wurde am 2. Dezember fertiggestellt. Es folgte am 22. Januar 2014 das Servicemodul, das Orion während EFT-1 mit Energie versorgen wird. Im Juni 2014 wurde der untere Hitzeschild an Orion angebracht, im Juli wurde das Crewmodul mit dem Servicemodul verheiratet. Nachdem im August der obere Hitzeschild angebracht wurde, wurde Orion am 5. September 2014 fertiggestellt.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_3.jpg" alt="NASA/Kim Shifflet" width="260"/></a><figcaption> Die Ankunft der Hauptstufe (in der Mitte) in der HIF.  (Bild: NASA/Kim Shifflet)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In die Umlaufbahn befördert wird Orion bei seinem Erstflug von einer Trägerrakete des Typs Delta IV Heavy. Die Booster dieser Rakete, die etwa 40 m in der Länge und 4 m im Durchmesser messen und von je einem RS-68A Triebwerk mit etwa 3.000 kN Startschub angetrieben werden, kamen bereits im März dieses Jahres in der Integrationshalle an. Gefertigt wurden sie in Decatur, Alabama. Im Mai folgten die Hauptstufe, die dieselben Eckdaten wie die Booster hat, und die DCSS-Oberstufe, die etwa 14 m lang ist und über ein RL-10 B2 Triebwerk mit 110 kN Vakuumschub verfügt. Alle Stufen verwenden die Treibstoffkombination LH2 (flüssiger Wasserstoff) und LOX (flüssiger Sauerstoff). So handelt es sich bei der Delta IV Heavy, die für gewöhnlich Satelliten des Militärs oder des Verteidigungsministeriums befördert, um die leistungsfähigste Rakete, die momentan im Einsatz ist. Nun wurde das Stacking, das Verbinden der einzelnen Stufen miteinander, abgeschlossen.      </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die DCSS-Oberstufe wird in der HIF mit der Hauptstufe der Delta IV Heavy verbunden. 
<br>
(Bild: NASA/Daniel Casper)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Stacking fand in der Horizontal Integration Facility (HIF) des Betreibers ULA in Cape Canaveral statt. Die einzelnen Stufen wurden nach der Ankunft in Cape Canaveral inspiziert, bevor sie für das Stacking bereit waren. Der erste Booster wurde im Juni seitlich mit der Hauptstufe verbunden, der zweite im August. Die Oberstufe wurde noch in das Delta Operations Center gebracht, bevor sie am 29. August in der HIF ankam. Auf die Hauptstufe aufgesetzt und mit ihr verbunden wurde sie am 12. September. Das gesamte Stacking geschah in horizontaler Ausrichtung und wurde von ULA ausgeführt, überwacht wurde es von der NASA. Am Montag wird der Rollout der Delta IV Heavy aus der HIF zum Startplatz stattfinden. Dabei wird die Rakete noch ohne Orion mithilfe eines Elevating Platform Transporters zu dem Erector des Startplatzes LC-37 transportiert, wo sie danach aufgerichtet wird. Das soll am Dienstag geschehen. Danach befindet sich die Delta IV Heavy an dem Mobile Service Tower (MST), in dem die Nutzlast, also Orion mit dem LAS, Mitte November auf die Oberstufe aufgesetzt wird. Der Start von EFT-1 ist gegenwärtig für den 4. Dezember um 13:05 MESZ geplant.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_5.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion während des URT-3 Bergungstests. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Bergung der Orion-Kapsel nach der Landung im Pazifischen Ozean am Ende dieses Fluges zu trainieren, haben die NASA, Lockheed Martin und die US Navy vom 12. bis zum 19. September einen dritten Bergungstest erfolgreich durchgeführt, genannt URT-3 für Underway Recovery Test 3. Genauso wie die zwei vorherigen Tests, URT-1 im Februar und URT-2 im August, fand dieser Test vor der Küste San Diegos in Kalifornien statt. Anders als bei den vorherigen Tests wurde nicht neue Ausrüstung erprobt, sondern bereits vorhandene eingesetzt. Die Auswahl dieser Ausrüstung basierte auf den Daten und den Erfahrungen, die bei den vorherigen Tests gesammelt wurden. URT-3 lief derart ab, dass ein Mock-Up der Orion-Kapsel am 11. September auf die USNS Salvor, ein Seenotrettungsschiff, verladen wurde. Am 12. September stach die Salvor in See, um die Back-Up Bergungsmethode zu testen: Mithilfe eines Kranes an Bord wurde Orion aus dem Wasser gezogen. Dieser Test wurde mehrmals wiederholt, auch in raueren Gewässern, um die Belastungsgrenzen des Krans zu testen. Bei diesem Test wurden ein Ring um die Kapsel, vier Leinen zur besseren Kontrolle beim Herausziehen und eine Art Korb, bestehend aus 10 Leinen um Orion herum, getestet. Am 15. September wurde das Mock-Up der USS Anchorage für weitere Tests übergeben. Bei diesen kam die bekannte Methode, Orion mithilfe mehrerer Leinen und mehrerer Schlauchboote auf ein mit Wasser gefülltes Deck der Anchorage zu ziehen, zum Einsatz. Da die Tests erfolgreich verliefen, sind Offizielle der NASA zuversichtlich, dass die Bergung von Orion während der realen EFT-1 Mission gelingen wird.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_6.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das Vertical Assembly Center während der Eröffnungszeremonie. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Start des Orion-Raumschiffs wird nicht mehr auf einer Delta IV Heavy, sondern auf dem neuen Schwerlastträger der NASA erfolgen: Dem Space Launch System. Bis der Erstflug dieser neuen Rakete stattfindet, werden vermutlich noch etwa vier Jahre vergehen. An der Entwicklung von ihr wird dennoch schon fieberhaft gearbeitet. So hat die NASA am 12. September das Vertical Assembly Center (VAC) eröffnet. Dabei handelt es sich um die größte Gerätschaft zum Schweißen auf der gesamten Welt. Das VAC ist etwa 50 m hoch, etwa 23 m breit und steht in der Michoud Assembly Facility (MAF) in New Orleans. In ihm werden die Tankdome, die Tankzylinder und die Tankringe der gewaltigen Hauptstufe des SLS mithilfe von Rührreibschweißen miteinander verbunden. Auch wird in dem VAC die Inspektion der Schweißnähte sowie die Fertigung der Tankzylinder stattfinden. Dafür sollen große Aluminiumplatten gewölbt und an den Enden miteinander verschweißt werden. Im Moment wird das VAC noch zu Validierungszwecken getestet. Das VAC ist aber nur eine von zahlreichen High-Tech Maschinen in der MAF, die zur Fertigung des SLS genutzt werden sollen. So gibt es etwa schon das Segmented Ring Tool, mit dem die Tankringe gefertigt werden sollen. Diese verbinden die Tankdome mit den Tankzylindern; sämtliche Tankringe für den Erstflug des SLS wurden bereits gefertigt. Das Enhanced Robotic Weld Tool wird dagegen die kuppelförmigen Tankdome der Hauptstufe des SLS produzieren. Alle diese Geräte arbeiten mit Rührreibschweißen, einer State-of-the-art Fertigungstechnologie, die zwei Bauteile mithilfe der Reibungswärme von einem rotierenden Metallstift verschweißt.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_7.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Zwei Techniker begutachten die untere Verkleidung des QM-1 Boosters. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Alle diese Gerätschaften sollen dazu dienen, die Hauptstufe des SLS zu fertigen. Sie wird etwa 60 m in der Höhe und 8,4 m im Durchmesser messen. Ihr Zweck ist es, in zwei Tanks die Treibstoffe LH2 und LOX aufzubewahren, die am unteren Ende der Hauptstufe von den vier RS-25 Triebwerken verbrannt werden. Um zusätzlichen Schub zu produzieren und so diese Hauptstufe zu unterstützen, verfügt das SLS über zwei Feststoffbooster, die seitlich an der Hauptstufe befestigt werden. Sie basieren auf den SRBs des Shuttles, sind jedoch um ein Segment verlängert. Diese fünfsegmentigen Feststoffbooster haben Anfang August das Critical Design Review, eine rigorose Designprüfung, bestanden, sodass nun die Arbeiten zur Zertifizierung dieser Booster beginnen können. Ein Bestandteil dieser Arbeiten besteht darin, einen solchen Feststoffbooster Anfang nächsten Jahres am Boden zu zünden. Für diesen Test, genannt QM-1 für Qualification Motor 1, hat die NASA am 26. August einen sogenannten Hotfire-Test der hinteren Verkleidung durchgeführt. In ihr befindet sich ein komplexes Hydrauliksystem, mit dem die Düse des Boosters ausgerichtet und so der Schubstrahl gesteuert werden kann. Bei dem Hotfire-Test wurde nun der Hydrazin-Motor dieses Systems gestartet und mit ihm die Hydraulik getestet, ohne dass tatsächlich der Feststoffmotor des Boosters gezündet wurde. Diese finale Phase der Tests soll sicherstellen, dass sämtliche Systeme bereit für QM-1 sind.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_8.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ein Boostersegment für QM-1 wird transportiert. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Test sollte ursprünglich bereits 2013 stattfinden, der Booster war bereits vollständig zusammengebaut. Jedoch wurden kleine Risse in dem festen Treibstoff des hinteren Boostersegments gefunden. Um einen reibungslosen Ablauf des Boostertests zu gewährleisten, hat die Herstellerfirma ATK ein Ersatzsegment gefertigt. Dieses zweite Segment hatte aber ebenfalls Risse in dem Treibstoff. Deshalb hat ATK eine umfangreiche Untersuchung angeordnet. Als Ursache wird das neue Material der Hülle des Boosters genannt, die auf das giftige Material Asbest verzichtet. Nachdem in einem weiteren Testsegment erneut Risse gefunden wurden, konnte im  März 2014 Entwarnung gegeben werden, als bei einem Testsegment, das mithilfe eines neuen Herstellungsprozesses gefertigt wurde, keine Risse gefunden wurden. Daraufhin gab die NASA ein zweites Segment namens PSA-2 in Auftrag, dass mit diesem neuen Herstellungsprozess gefertigt werden soll. Wenn dieses ebenfalls keine Risse haben sollte, können Ersatzsegmente für QM-1 mit dem neuen Prozess gebaut werden. Im Moment werden die Risse in den vorhandenen Segmenten genauer untersucht und PSA-2 für die Befüllung mit Treibstoff gegen Mitte November vorbereitet.     </p>



<p class="wp-block-paragraph">Orion wird das neue Raumschiff der NASA sein. Während die kommerziellen Partner der NASA für den Transport von Fracht und Astronauten zur ISS im Erdorbit zuständig sind, wird das auch MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle) genannte Raumschiff Astronauten zu verschiedenen Zielen jenseits des Low Earth Orbits (LEO) transportieren. So kann eine intensivere Erkundung des Weltalls als je zuvor stattfinden. Mit der Entwicklung von Orion wurde bereits im Rahmen des 2010 gestrichenen Constellation-Programms entwickelt. So konnte die Entwicklung an einem Raumschiff, an dem bereits mit Hochdruck gearbeitet wurde, fortgeführt werden.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_9.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_9.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption> Orion während EFT-1 &#8211; Illustration  <br> (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuellen Planungen zufolge soll es im Dezember 2014 dann soweit sein: Orion startet auf einer Rakete des Typs Delta IV Heavy zur Mission EFT-1. Dieser Flug beinhaltet zwei Erdumrundungen, dabei wird sich Orion bis zu 5.500 km von der Erde entfernen, und auf über 32.000 km/h beschleunigt. Eine solche Entfernung und Geschwindigkeit wurde von keinem praktisch oder theoretisch bemannbaren US-Raumschiff seit 1972 erreicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Flug sollen der Strahlungsschutz, der Hitzeschild, die Avionik, die Fallschirme und das Abwerfen von Verkleidungen und des Rettungssystems getestet werden. Der nächste Testflug nicht später als im November 2018, EM-1 für Exploration Mission 1 genannt, wird der Erstflug des neuen Space Launch Systems (SLS) sein, und ein unbemanntes MPCV, das mit dem neuen, auf dem ATV basierenden europäischen Servicemodul ausgrüstet sein soll, um den Mond führen.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_10.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_10.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das SLS während des Fluges- Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Launch System ist der neue Schwerlastträger der NASA. Er basiert zu großen Teilen auf dem 2011 außer Dienst gestellten Space Shuttle: So werden die Hauptstufe aus dem External Tank des Shuttles, die 5-Segmente Booster aus den SRBs und die RS-25 Triebwerke aus den SSMEs entwickelt. Es wird drei Varianten des SLS geben: Die Block I Version wird lediglich die DCSS (Delta Cyrogenic Second Stage) als Oberstufe haben. Mit ihr soll der Erstflug EM-1 erfolgen. Block IA wird über die wesentlich stärkere EUS (Exploration Upper Stage)-Oberstufe verfügen. Bei Block II handelt es sich um die stärkste Variante des SLS, seine Oberstufe wird die EUS sein; die Feststoffbooster werden durch verbesserte Booster ersetzt, ihr Konzept ist jedoch noch nicht festgelegt, obwohl bereits verschiedene Vorschläge zu neuen Flüssig- oder Feststoffboostern existieren. Der Erstflug von SLS Block IA ist nicht vor 2020, der von SLS Block II nicht vor 2030 zu erwarten, weil der Kongress sich weigert, das Etat der NASA zu erhöhen, um so auch ein höheres Budget für das SLS und Orion zu ermöglichen. Mit dem SLS sind nicht nur spektakuläre Raumsondenmissionen zu den äußeren Planeten des Sonnensystems und ihren Monden möglich, sondern auch bemannte Flüge zu Asteroiden oder sogar zum Mars. So kann eine neue Ära der Erkundung des Weltraums erfolgen, umfassender als je zuvor.     </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10723.165#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EFT-1 Delta IV Heavy mit Orion</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff *Orion*</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9355.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Launch System &#8211; Planung und Processing</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11552.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">                    Space Launch System (SLS) &#8211; Kosten/Nutzen/Meinungen/künftige Entwicklung</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Orion-Flugtest auf Dezember 2014 verschoben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/orion-flugtest-auf-dezember-2014-verschoben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2014 19:50:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[EFT-1]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obwohl man bei der Produktion des Orion-Testmodells und der Trägerrakete Delta IV gut im Zeitplan ist, wird der Start des Exploration Flight Test 1 (EFT-1) von September auf Dezember 2014 verschoben. Bei der Begründung bleibt die NASA kryptisch und verweist lediglich darauf, dass dadurch andere Starts begünstigt werden. Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: NASA, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Obwohl  man bei der Produktion des Orion-Testmodells und der Trägerrakete Delta IV gut im Zeitplan ist, wird der Start des Exploration Flight Test 1 (EFT-1) von September auf Dezember 2014 verschoben.  Bei der Begründung bleibt die NASA kryptisch und verweist lediglich darauf, dass dadurch andere Starts begünstigt werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: NASA, NSF, SFN, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032014205008_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Zwei der drei Delta IV Heavy Booster auf dem Weg zur Horizontal Integration Facility der United Launch Alliance nahe des Space Launch Complex 37 der Cape Canaveral Air Force Station 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der Startverschiebung um rund drei Monate arbeitet das Orion-Team auf eine Fertigstellung des Raumschiffs zum zuletzt anvisierten Starttermin  im September/Oktober 2014 hin. Das ist allein schon aus Gründen der Zeitplanung für das zweite Orion-Raumschiff notwendig, an dem zum Teil die gleichen Spezialisten arbeiten (werden).  Es startet voraussichtlich im Dezember 2017 auf dem dann verfügbaren Space Launch System zur unbemannten  Exploration Mission 1 (EM-1). 2020 oder 2021 ist mit EM-2 der erste bemannte Orion-Flug geplant. Doch auch wenn durch die Einhaltung der ursprünglichen Planung bei EFT-1 die Personalverfügbarkeit für das Projekt EM-1 nicht zum Engpass wird, könnte Stress aufkommen, weil die Ergebnisse des EFT-1 verspätet für den Critical Design Review zur Verfügung stehen.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum gegenwärtigen EFT-1-Produktionsstatus:                </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Im März sind in der Cape Canaveral Air Force Station der mittlere und der Steuerbord-Booster der Delta IV Heavy angekommen. Der verbleibende dritte Booster wird noch in der United Launch Alliance-Fabrik in Decatur, Alabahma, fertiggestellt. Er soll zusammen mit der Oberstufe im April am Cape ankommen.  </li><li>Das Service-Modul  wurde bereits im Januar komplettiert und den notwendigen Start- und Flugbelastungstest ausgesetzt. Diese Tests wurden früher als geplant abgeschlossen. Bei dieser Ausführung des Service-Moduls handelt es sich weitgehend um einen Dummy, der lediglich die Stromversorgung via Batterie sicherstellt, denn viele der späteren Versorgungsaggregate sind für den relativ kurzen Testflug nicht notwendig. Das Service-Modul für die Flüge ab 2017 wird gegenwärtig aus dem europäischen Automatic Transfer Vehicle ATV heraus für die Orion entwickelt.   </li><li>In der Orion-Kapsel, dem Crew-Modul, wurden fast alle Avionik-und sonstige elektronische Komponenten installiert. Die insgesamt 59 Systeme  werden gegenwärtig schrittweise einzeln getestet (functional testing), bevor das Gesamtsystem zusammengeschaltet und einem Leistungstest unterzogen wird (performance testing).  </li><li>Diese Tests des Crew-Moduls werden im April abgeschlossen sein. Danach wird das neu entwickelte Hitzeschild angebracht. Noch im Frühling ist der Zusammenbau von Orion-Kapsel, Service-Modul und Rettungsystem (launch abort system)  vorgesehen. </li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032014205008_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Das Service-Modul der Orion kurz vor Anbringen der Verkleidung 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der EFT-1 besteht aus zwei  Erdumkreisungen mit einem erdfernsten Punkt bei rund 5.800 Kilometern. Während des mehrstündigen Flugs können jene Systeme, die am wichtigsten für die Sicherheit künftiger Besatzungen sind, getestet werden.  Der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre erfolgt mit rund 32.000 Kilometern pro Stunde und wird am neuen Hitzeschild Temperaturen bis 2.200 Grad Celsius erzeugen. Ein erfolgreicher Hitzeschildtest ist entscheidend für das gesamte Projekt. Seit der Rückkehr der Apollo-Kapseln vom Mond wurden vergleichbare Extreme nicht mehr erreicht.   
<br>
Während die NASA zunächst keine konkrete Begründung für die Startverschiebung lieferte, melden die Informationsdienste NASASpaceflight und Spaceflight Now , dass die US Air Force mit dem Start zweier  Satelliten für das Geosynchronous Space Situational Awareness (GEO SSA) System den Vorrang bekommt.  Und während die NASA noch vom 04. Dezember als Starttermin ausgeht, denkt man bei der USAF laut dieser Dienste an dem 15. Dezember.                  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/orion-kapsel-absolviert-belastungstests/" data-wpel-link="internal">Orion-Kapsel absolviert Belastungstests</a> </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/orion-testflug-im-juli-2013/" data-wpel-link="internal">Orion-Testflug im Juli 2013</a> </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10723.150#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EFT-1 Delta IV Heavy mit Orion     </a> </li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.300#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung          </a> </li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11422.120#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Orion MPCV / ATV-SM &#8211; Raumschiff          </a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/orion-flugtest-auf-dezember-2014-verschoben/" data-wpel-link="internal">Orion-Flugtest auf Dezember 2014 verschoben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>US-Aufklärungssatellit gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/us-aufklaerungssatellit-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2013 13:39:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36987</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 28. August 2013 startete gegen 20.03 Uhr MESZ der Satellit NROL 65 an der Spitze einer Delta 4 Heavy in eine sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceflightNow, Skyrocket, Raumcon. Der Satellit der Serie Keyhole 11 ist mit einem Teleskop mit 2,4 Meter durchmessenden Primärspiegel ausgerüstet und erreicht eine theoretische Auflösung von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 28. August 2013 startete gegen 20.03 Uhr MESZ der Satellit NROL 65 an der Spitze einer Delta 4 Heavy in eine sonnensynchrone Erdumlaufbahn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: SpaceflightNow, Skyrocket, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013153934_small_1.jpg" alt="ULA" width="260"/><figcaption>
Delta 4 Heavy beim Start 
<br>
(Bild: ULA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit der Serie Keyhole 11 ist mit einem Teleskop mit 2,4 Meter durchmessenden Primärspiegel ausgerüstet und erreicht eine theoretische Auflösung von 15 Zentimetern. Bewegungen der Luft verwischen das Bild allerdings. Die hochauflösenden Sensoren erfassen dennoch Bilder der Erdoberfläche zu Aufklärungs- bzw. Spionagezwecken sehr detailliert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Über Datenrelaissatelliten in hochelliptischen Umlaufbahnen oder im Geostationäern Orbit können die Daten fast in Echtzeit an Bodenstationen zur Auswertung übermittelt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Satelliten der Keyhole-11-Serie kommen seit 1976 zum Einsatz, Keyhole 11-16 ist der fünfzehnte mit deutlichen Verbesserungen gegenüber seinen Vorgängern, die Masse liegt mittlerweile bei etwa 17 Tonnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Details der Ausrüstung und der Bahn sind geheim. Allerdings lässt der Startort Vandenberg vermuten, dass eine Bahn mit relativ hoher Bahnneigung angestrebt wurde. Eine sonnensynchrone Bahn ist wahrscheinlich, da sie jeweils gleiche Beleuchtungsbedingungen beim Überflug eines bestimmten Areals bietet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11735.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Delta IV-Heavy mit NROL-65 alias USA 245</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/us-aufklaerungssatellit-gestartet/" data-wpel-link="internal">US-Aufklärungssatellit gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Orion Fallschirmtest erfolgreich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/orion-fallschirmtest-erfolgreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jul 2012 17:12:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[SLS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34982</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die NASA hat am Mittwoch einen weiteren Fallschirmtest durchgeführt über der Wüste von Arizona in Vorbereitung auf den ersten orbitalen Flug, der für 2014 geplant ist. Orion soll später Astronauten tiefer ins All bringen, als jemals zuvor. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA. Ein Flugzeug vom Typ C-17 warf gestern eine Testversion des Orion-Raumschiffes [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA hat am Mittwoch einen weiteren Fallschirmtest durchgeführt über der Wüste von Arizona in Vorbereitung auf den ersten orbitalen Flug, der für 2014 geplant ist. Orion soll später Astronauten tiefer ins All bringen, als jemals zuvor.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Flugzeug vom Typ <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/McDonnell_Douglas_C-17" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">C-17</a> warf gestern eine Testversion des Orion-Raumschiffes aus 7.600 Metern Höhe ab. Es ist der zweite Fallschirm-Test gewesen, der eine Kapsel genutzt hat, welche in Form und Größe der finalen Orion-Kapsel entspricht. Die ersten Stabilisierungsfallschirme wurden zwischen 4.500 und 6.000 Metern ausgelöst, gefolgt vom Pilotschirm, der die drei großen Hauptfallschirme aus der Kapsel gezogen hat. Orion glitt dann mit 8 Metern pro Sekunde zu Boden, weit langsamer als die maximal zulässige Landegeschwindigkeit.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;<i>Verteilt über das ganze Land arbeiten NASA und Industrie zusammen am fortschrittlichsten Raumschiff, das jemals entwickelt wurde, führen Falltests und Wasserungen durch, entwickeln Software und Computersysteme und bereiten den Weg für künftige Explorationen</i>&#8222;, sagt William Gerstenmaier, NASA-Administrator für bemannte Raumfahrt und Leiter der Missionskontrolle am NASA-Hauptquartier in Washington. &#8222;<i>Der heutige Fallschirmtest ist eine Erinnerung an den Fortschritt, der bei Orion und seiner ultimativen Mission gemacht wird &#8211; die NASA in die Lage zu versetzen, Menschen zu Asteroiden und schließlich zum Mars zu schicken.</i>&#8222;. 
<br>
Die Fallschirme von Orion haben sogenannte Reffleinen. Diese halten die Öffnung der Fallschirme zunächst klein, um die Belastung bei der Abbremsung im Rahmen zu halten. Im Laufe des Falls werden diese Leinen durch pyrotechnische Sprengladungen getrennt und der Fallschirm kann sich zu seiner vollen Größe entfalten. Hauptziel dieses Tests war die Überprüfung im Fehlerfall, dass die Reffleinen zu früh getrennt werden oder reißen. Die Fallschirme müssen sich auch in diesem Fall ordnungsgemäß öffnen. Im nebenstehendem Video sieht man die Auswirkungen vom sofortigen Entfalten.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">2014 wird eine unbemannte Orion Kapsel an Bord der Delta IV Heavy vom Cape Canaveral Startgelände in Florida gestartet. Die geplante hoch elliptische Bahn reicht bis 6.000 Kilometer und damit 15 Mal höher als die Bahnhöhe der Internationalen Raumstation. Ziel ist die Simulation eines Wiedereintritts mit hohen Geschwindigkeiten, ähnlich wie sie beim Apollo-Programm bei der Rückkehr vom Mond durchgeführt werden musste. Der erste bemannte Start von Orion ist zur Zeit für 2017 geplant an Bord der neuen Schwerlastrakete SLS. Diese wird im Laufe der stufenweisen Entwicklung schließlich leistungsfähiger werden als die bisher größte gebaute Rakete, die Saturn V. Ein genaues Ziel für die ersten Missionen ist allerdings bis heute nicht formuliert worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.msg229883#msg229883" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Orion-Hardware: Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/orion-fallschirmtest-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">Orion Fallschirmtest erfolgreich</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stärkste Rakete der Welt mit NROL-15: Ziel unbekannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/staerkste-rakete-der-welt-mit-nrol-15-ziel-unbekannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 11:57:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34913</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn das Wetter am Freitag mitspielt, startet um 12:13 Uhr die amerikanische Schwerlastrakete vom Typ Delta-IV Heavy. Mit an Bord befindet sich eine geheime militärische Nutzlast. Das Netz ist voller Spekulationen über das Ziel dieser Mission. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: satobs.org, ulalaunch.com, nasaspaceflight.com, bisbos.com. Wenn die stärkste Version der Delta-IV auf der Startplattform [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/staerkste-rakete-der-welt-mit-nrol-15-ziel-unbekannt/" data-wpel-link="internal">Stärkste Rakete der Welt mit NROL-15: Ziel unbekannt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wenn das Wetter am Freitag mitspielt, startet um 12:13 Uhr die amerikanische Schwerlastrakete vom Typ Delta-IV Heavy. Mit an Bord befindet sich eine geheime militärische Nutzlast. Das Netz ist voller Spekulationen über das Ziel dieser Mission.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: satobs.org, ulalaunch.com, nasaspaceflight.com, bisbos.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062012135714_small_1.jpg" alt="bisbos.com" width="379" height="258"/><figcaption>
Künstlerische Darstellung des Misty Tarnsatelliten 
<br>
(Bild: bisbos.com)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die stärkste Version der Delta-IV auf der <a class="a" href="http://maps.google.com/maps?ll=28.531986,-80.566821&amp;spn=0.01,0.01&amp;t=h&amp;q=28.531986,-80.566821" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Startplattform 37</a> von Cape Canaveral für einen Start vorbereitet wird, ist der militärische Nachrichtendienst (NRO) der USA nicht weit weg. Denn die größten Satelliten im Erdorbit sind nur selten zivil und der Bedarf, mehr als 23 Tonnen in die Umlaufbahn zu schicken resultierte in der Entwicklung der Delta IV Heavy als Nachfolger der mittlerweile veralteten Titan IV. Anfang der 80er Jahre noch orientierten sich alle Spionagesatelliten an der Nutzlastkapazität des Space Shuttles, das als eierlegende Wollmilchsau konkurrenzlos günstig alle amerikanischen Nutzlasten befördern sollte.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sichtweise veränderte sich nach dem Unglück der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/STS-51-L" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Challenger</a> dramatisch und führte zur Einstellung der Bauarbeiten der Shuttle-Startanlagen an der Westküste der USA. Die daraus resultierende Unfähigkeit, größere Nutzlasten in hoch inklinierte Orbits zu fliegen, führte zur Entwicklung dieser neuen Generation von Schwerlast-Raketen, welche die für das Shuttle geplanten und gebauten Nutzlasten autonom starten können. Seit 2004 hob die Delta IV Heavy vier Mal von Florida und einmal vom Luftwaffenstützpunkt in Vandenberg, Kalifornien, jener ursprünglich für Shuttle Starts an der Ostküste vorgesehene Startanlage, ab.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062012135714_small_2.jpg" alt="bisbos.com" width="382" height="253"/><figcaption>
Der geheime Satellit wird unter der Nutzlastverkleidung angeliefert für die Montage auf der Delta IV Heavy 
<br>
(Bild: ulalaunch.com)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um der geheimen Nutzlast auf die Spur zu kommen, bedient man sich einerseits der niedrigen NROL-Zahl (15), welche auf einen ursprünglich geplanten Start Anfang des Jahrtausendes hindeutet, andererseits kann man auf Grund der Wahl der großen Delta-IV Heavy Rakete auf eine schwere militärische Nutzlast schließen. Kombiniert liegt der Schluss nahe, dass es sich um einen Satelliten aus der &#8222;Misty&#8220;-Reihe handelt. Diese sind vermutlich von den Hubble-ähnlichen KH-11 Aufklärungssatelliten abgeleitet, jedoch 25% schwerer. Der erste Satellit dieser Art wurde noch vom Space Shuttle in den Orbit transportiert und hatte unbestätigten Informationen zu Folge ein Gewicht von 17 Tonnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei jener <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/STS-36" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">STS-36 Mission</a> startete die Atlantis mit 62° in die höchste Inklination des gesamten Shuttle-Programmes. War der Satellit die ersten Wochen noch gut vom Boden aus zu beobachten, sowohl optisch als auch mit Radar, so verschwand er von einem Tag auf den anderen und ließ nur eine kleine Trümmerwolke zurück. Doch war der Satellit keineswegs zerstört. Das Militär täuschte diese Tatsache nur vor und verschob den ursprünglichen Orbit von Misty-1 um 3° in der Inklination und 800 km in der Höhe. Doch das wurde erst in den 90er Jahren bekannt, als der Satellit dort unerwartet wieder auftauchte. In der Zwischenzeit, so vermutet man, war Misty-1 der erste Satellit mit einer Tarnvorrichtung.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich spannend verfuhr Amerika mit Misty-2, der auf einer Titan IV in den Orbit gelangte. Jahrelang verfolgte man ein Objekt in der Annahme, es sei Misty-2. Doch in der Praxis sah man die ganze Zeit nur einen Köder mit ähnlicher Leuchtstärke wie die originale Nutzlast. Das kam erst ans Licht, nachdem sich das Objekt bei solaren Protuberanzen wie ein Objekt verhielt, welches nur wenige Hundert Kilogramm wiegen kann.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Welches Ziel verfolgt man nun mit dem am Freitag anstehenden Start von Misty-3? Um die Frage zu beantworten muss zunächst das weiterentwickelte Triebwerk der Delta IV angesprochen werden. Im Normalfall sollte die Delta IV Heavy mehr als ausreichend dimensioniert sein um Titan-IV Nutzlasten in den Orbit zu bringen. Dennoch entschied man sich im Pentagon für die 200 Millionen Dollar teure Weiterentwicklung des RS-68 Haupttriebwerkes, welches die Leistungsfähigkeit der Delta IV Heavy weiter steigert und bei diesem Start zum ersten mal als RS-68A zum Einsatz kommen soll.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062012135714_small_3.png" alt="nasaspaceflight.com" width="371" height="229"/><figcaption>
Das gesperrte Seegebiet deutet auf einen Start in den geostationären Orbit hin. Doch das könnte nur Fassade sein. 
<br>
(Bild: USAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise plant man also ein Ablenkungsmanöver neuen Ausmaßes. Schaut man sich das gesperrte Seegebiet im Osten der Startanlage an, deutet alles auf einen Start in einen niedrig inklinierten Orbit von 28,5° und suggeriert damit eine Nutzlast für den geostationären Orbit. Dort wäre Misty-3 allerdings nicht zu gebrauchen. In Anbetracht dieser Tatsache gibt es jetzt mehrere Möglichkeiten, die Öffentlichkeit zu verwirren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">1.) Nach dem Start in den niedrigen Erdorbit wird Misty-3 ausgesetzt, aktiviert seinen Tarnmodus (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hobbyastronom-identifiziert-tarnkappensatellit/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>), manövriert sich selbst in eine höhere Inklination und die Oberstufe macht sich dann mit einer Dummy-Nutzlast auf in den geostationären Orbit und täuscht dort das Aussetzen der Primärnutzlast vor. Ob die Delta IV Heavy trotz Ihres verbesserten Triebwerkes eine solche Mission fliegen kann, ist unbekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2.) Die zweite Stufe bringt sich nach Abtrennung der Hauptnutzlast lediglich in eine Transferbahn zum geostationären Orbit und täuscht damit einen Fehlstart vor. Diese Variante es weniger wahrscheinlich, möchte doch keine Nation der Welt freiwillig einen Fehlschlag veröffentlichen, selbst wenn es in Wahrheit keiner war.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">3.) Die Oberstufe bringt sich sofort nach Abtrennung in einen solaren Orbit, wie bereits geschehen nach dem Aussetzen des Minishuttles X-37b. Nach Aktivierung eines Tarnmodus bei der Primärnutzlast blieben alle Orbitteile unauffindbar und der genaue Standort von Misty-3 damit ebenfalls wie gewünscht unbekannt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn jedes dieser Szenarien das Triebwerksupgrade erklärt, bleibt abzuwarten, ob eine dieser Vermutungen zutrifft, oder eine ganz andere Idee dahinter steckt. Fest steht dagegen, dass Hobby-Astronomen aus aller Welt bereits großes Engagement im Auffinden der X-37B, die ebenfalls in einen geheimen Orbit startete, gezeigt haben. Vielleicht finden Sie nach einiger Zeit tatsächlich dann den wahren Orbit von Misty-3. Sobald es soweit ist, werden wir Sie natürlich an dieser Stelle informieren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Start der Delta-IV Heavy wird es wieder einen deutschen Livestream geben am Freitag ab 11:50 Uhr auf <a class="a" href="https://spacelivecast.de/myportal/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">spacelivecast.de</a>.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10904.msg228646#msg228646" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Delta IV Heavy mit NROL-15</a></li></ul>
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		<title>Delta-IV-Heavy-Starts künftig ohne Feuerwerk</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/delta-iv-heavy-starts-kuenftig-ohne-feuerwerk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 21:16:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[RS-68]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserstoff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Betreiber der Raketen vom Typ Delta-IV-Heavy und der Lieferant ihrer Triebwerke arbeiten an Verfahren, die das Auftreten von Verbrennungserscheinungen um die startende Rakete, ausgelöst durch Ansammlungen von Wasserstoffgas, künftig verhindern sollen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: AVIATION WEEK. Das Wasserstoffgas wird beim Anlassen der drei mit flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff betriebenen RS-68-Triebwerke [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Betreiber der Raketen vom Typ Delta-IV-Heavy und der Lieferant ihrer Triebwerke arbeiten an Verfahren, die das Auftreten von Verbrennungserscheinungen um die startende Rakete, ausgelöst durch Ansammlungen von Wasserstoffgas, künftig verhindern sollen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch.</a> Quelle: AVIATION WEEK.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082011231650_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082011231650_small_1.jpg" alt="USAF/Joe Davila" width="260"/></a><figcaption>
Delta-IV-Heavy-Start am 20. Januar 2011, SLC-6 VAFB 
<br>
(Bild: USAF/Joe Davila)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wasserstoffgas wird beim Anlassen der drei mit flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff betriebenen RS-68-Triebwerke der Delta-IV-Heavy frei. Wolken des Gase können von den laufenden Triebwerken entzündet werden und sorgten in der Vergangenheit für spektakuläre Verbrennungserscheinungen, die auch Spuren auf den Oberflächen des abhebenden Projektils hinterließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Sekunden vor dem Start werden bei der Einstellung der Zusammensetzung des Treibstoffgemischs nicht unerhebliche Mengen Wasserstoff durch die Triebwerke ausgestoßen. Auf der Startrampe montierte Funkenwerfer sollen die unmittelbare Verbrennung des freiwerdenden Wasserstoffs sicherstellen, waren bei den bisherigen Starts der Delta-IV-Heavy jedoch nicht in der Lage, die angefallenen Mengen Wasserstoff zuverlässig zu entzünden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man vermutet, dass die große Menge Wasserstoff in Kombination mit der geometrischen Konfiguration der Rakete und ihrem zunächst gemächlichen Aufsteigen Gastaschen entstehen lässt, die dann direkt an der Rakete abbrennen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher war es üblich, die Triebwerke der drei gebündelten Common Booster Cores (CBC) gleichzeitig anzulassen. Die United Launch Alliance (ULA), Betreiberin der Rakete, und Pratt &amp; Whitney Rocketdyne (PWR), der Triebwerkslieferant, haben sich überlegt, bei künftigen Starts das Treibwerk des mittleren CBCs einige Sekunden vor den anderen Triebwerken zu starten, damit dessen Flamme anschließend die Verbrennung von freiwerdendem Wasserstoff unterstützen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus plant man spätere Entwurfsänderungen. Unter anderem könnten Modifikationen an der zeitlichen Abfolge der Betätigung von für den Anlassvorgang relevanten Ventilen vorgenommen werden. Auch eine alternative Methode zum Herunterkühlen der Triebwerke vor dem Start unter Verwendung von kaltem Helium zieht man in Betracht. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mediengalerie:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://media.raumfahrer.net/index.php?/category/536" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Delta IV</a></li></ul>
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		<title>Orion-Testflug im Juli 2013</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/orion-testflug-im-juli-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 10:54:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Lockheed Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserlandung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NASA und Lockheed Martin planen einen ersten mehrstündigen unbemannten Testflug des neuen Mehrzweck-Raumschiffs Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV). Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, NasaSpaceflight, Raumcon. Dabei soll ein drittes Testmodell der Orion mehrere Erdumrundungen absolvieren und anschließend im Pazifik wassern. Da bis dahin keine spezielle Trägerrakete für das Raumfahrzeug zur Verfügung steht, soll der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">NASA und Lockheed Martin planen einen ersten mehrstündigen unbemannten Testflug des neuen Mehrzweck-Raumschiffs Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, NasaSpaceflight, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09082011125457_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09082011125457_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Einheit aus Rettungssystem, Kommandokapsel und Technikabteil nebst Nutzlastverkleidung 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei soll ein drittes Testmodell der Orion mehrere Erdumrundungen absolvieren und anschließend im Pazifik wassern. Da bis dahin keine spezielle Trägerrakete für das Raumfahrzeug zur Verfügung steht, soll der Flug auf einer Delta IV Heavy starten. Orion wird dabei noch nicht über Solarzellenpaneele verfügen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenwärtig werden sowohl Vorbereitungen für den Bau des Raumschiffs als auch für die Schaffung einer Managementstruktur für den Flug vorgenommen. Das Mission Operations Directorate (MOD) der NASA will bis Oktober entsprechende Posten in Denver, Houston und Florida eingerichtet haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher verfügt Lockheed Martin über zwei Testmodelle der Orion-Kapsel. Das erste hat gerade Wasserungstests in Langley absolviert, das zweite befindet sich zu Vibrations- und Belastungstests in Denver. Hier sind demnächst Akkustiktests des Gespanns aus Kapsel und Rettungssystems (LAS = Launch Abort System) vorgesehen. Alle Erfahrungen sollen in den Bau des dritten Modells, das für den Orion Test Flight 1 geplant ist, einfließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dessen Rohbau beginnt mit ersten Schweißarbeiten am 22. August und soll bis März 2012 weitgehend abgeschlossen sein. Dann wird das Raumschiff ans Kennedy Space Center in Florida transportiert, getestet, fertiggestellt und auf die Mission vorbereitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch diskutiert wird, ob man bei diesem ersten Testflug bereits das LAS aufsetzt. Darin sieht Lockheed Martin eine Möglichkeit, am Entwicklungsstand der Dragon-Kapsel von SpaceX vorbeizuziehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff Orion</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6345.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zukunft der bemannten (US-)Raumfahrt</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9355.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Launch System (SLS)</a></li></ul>
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		<title>Lockheed Martin bringt sich in Erinnerung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lockheed-martin-bringt-sich-in-erinnerung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 16:48:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Firma ist Hauptauftragnehmer für die Orion-Kapsel, die ursprünglich im Rahmen des Constellation-Programms der NASA entwickelt werden sollte. Zwischenzeitlich als &#8222;Rettungsboot&#8220; im Gespräch will man nun zu ursprünglichen Zielen zurück. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Universe Today. Vertont von Peter Rittinger. Dazu existiert ein Plan, ab 2013 jährlich einen Orion-Flug mit immer höher gesteckten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Firma ist Hauptauftragnehmer für die Orion-Kapsel, die ursprünglich im Rahmen des Constellation-Programms der NASA entwickelt werden sollte. Zwischenzeitlich als &#8222;Rettungsboot&#8220; im Gespräch will man nun zu ursprünglichen Zielen zurück.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Universe Today. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-04-29-35745.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27042011184812_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27042011184812_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Bodentesteinheit (Ground Test Article) bei Überprüfungen in Denver 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu existiert ein Plan, ab 2013 jährlich einen Orion-Flug mit immer höher gesteckten Zielen zu absolvieren. Zunächst könnte der Start mit einer Delta IV Heavy geschehen, später mit einem im Auftrag der NASA zu entwickelnden Schwerlastträger. Hier ist aber zuerst die Politik gefordert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung eines Explorationsraumschiffes, mit dem man weit über den Erdorbit hinausgehen will, findet parallel zum CCDev-Wettbewerb statt, in dessen Rahmen zwar kleinere Summen veranschlagt werden, die Publicity allerdings gegenwärtig großen Auftrieb hat. Zum einen wurden die Unternehmen und Fördergelder der zweiten Runde vertraglich festgelegt, zum anderen rühren die beteiligten Unternehmen laut die Werbetrommel und überbieten sich gegenseitig in mehr oder weniger realistisch erscheinenden Ankündigungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeit für Lockheed Martin, sich zu Wort zu melden. Ein erstes Modell der Orion-Kommandokapsel für Druck-, Temperatur- und Vibrationstests wird gerade auf Herz und Nieren geprüft. Die Druck- und Temperaturtests liefen bereits erfolgreich, die Vibrationstests stehen im Herbst an, mit etwa einjähriger Verspätung. Aufgrund von Budgetkürzungen hat Lockheed Martin die Stärke der am Projekt arbeitenden Belegschaft um 1.500 gekürzt. Dies trifft auch den erst in Entwicklung befindlichen Serviceteil des Raumschiffes, in dem Energieversorgung, Thermoregulierung, Kommunikationssysteme und Antrieb untergebracht werden sollen. Für die Entwicklung der für Langzeitmissionen notwendigen Solarzellenpaneele benötigt man mehrere Hundert Millionen US-Dollar, um die Arbeiten beschleunigen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund scheinen die zeitlichen Planungen für die Erprobung des Raumschiffs schwer realisierbar zu sein. 2013 will man eine Orionkapsel auf eine Höhe von 10.000 Kilometern bringen, um einen Wiedereintritt mit einer Geschwindigkeit zu erproben, die 80% der bei einer Rückkehr vom Mond erreichten entspricht. 2014 möchte man einen Flugabbruch in großer Höhe durchführen. Ein Jahr später soll dann eine komplette Mission unbemannt geflogen werden. 2016 schließlich soll der Testzeitraum mit einem ersten bemannten Flug abgeschlossen werden, möglicherwiese sogar mit Mondvorbeiflug. Dazu wäre eine stark elliptische Erdumlaufbahn mit einem Apogäum von etwa 400.000 Kilometern geeignet. Der Flug könnte etwa eine Woche dauern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum Juli dieses Jahres soll das erste Testmodell aber zunächst einmal mit Türen, Fenstern und einem oberflächlichen Hitzeschutz versehen werden, damit die Kapsel wie ein Raumfahrzeug wirkt. Im Inneren stecken aber weiterhin Masseattrappen und Platzhalter für das noch zu entwickelnde Interieur. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg180694#msg180694" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Orion-Thread ab 25. März 2011</a></li></ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-04-29-35745.mp3" length="4722604" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Delta IV &#8211; Technische Daten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/delta-iv-technische-daten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV M+]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=62848</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier finden Sie die technischen Daten der Delta IV. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: ULA. Delta IV Medium Stufen 2 Höhe 63 m Durchmesser 5 m Startschub 3.312,8 kN Startmasse 249.500 kg Max. Nutzlast 8.120 kg (LEO), 4.210 kg (GTO) Erster Start 11.3.2003 Letzter Start im Einsatz Treibstoff flüssiger Sauerstoff/flüssiger Wasserstoff Triebwerke 1. Stufe: [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/delta-iv-technische-daten/" data-wpel-link="internal">Delta IV &#8211; Technische Daten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Hier finden Sie die technischen Daten der Delta IV.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: ULA.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Delta IV Medium</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>63 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>5 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>3.312,8 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>249.500 kg</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>8.120 kg (LEO), 4.210 kg (GTO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>11.3.2003</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>im Einsatz</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>flüssiger Sauerstoff/flüssiger Wasserstoff</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>1. Stufe: RS-68<br>2. Stufe: RL10-B2</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Delta IV Medium+ (4,2)</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2 + 2 Booster</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>63 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>5 m (ohne Booster)</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>4.966 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>10.430 kg (LEO), 5.845 kg (GTO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>20.11.2002</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>im Einsatz</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>Booster: fest<br>1. und 2. Stufe: flüssiger Sauerstoff/flüssiger Wasserstoff</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>Booster: GEM-60<br>1. Stufe: RS-68<br>2. Stufe: RL10-B2</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Delta IV Medium+ (5,2)</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2 + 2 Booster</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>65 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>5 m (ohne Booster)</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>4.966 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>7.980 kg (LEO), 4.640 kg (GTO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>noch nicht geflogen</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>Booster: fest<br>1. und 2. Stufe: flüssiger Sauerstoff/flüssiger Wasserstoff</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>Booster: GEM-60<br>1. Stufe: RS-68<br>2. Stufe: RL10-B2</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Delta IV Medium+ (5,4)</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2 + 4 Booster</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>63 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>5 m (ohne Booster)</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>6.619,2 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>11.475 kg (LEO), 6.555 kg (GTO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>6.12.2009</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>im Einsatz</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>Booster: fest<br>1. und 2. Stufe: flüssiger Sauerstoff/flüssiger Wasserstoff</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>Booster: GEM-60<br>1. Stufe: RS-68<br>2. Stufe: RL10-B2</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Delta IV Heavy</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2 + 2 Booster</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>71 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>5 m (ohne Booster)</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>9.938,4 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>23.040 kg (LEO), 13.130 kg (GTO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>21.12.2004</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>im Einsatz</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>flüssiger Sauerstoff/flüssiger Wasserstoff</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>Booster: RS-68<br>1. Stufe: RS-68<br>2. Stufe: RL10-B2</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/delta-IV/" data-wpel-link="internal">Delta IV &#8211; Allgemeine Informationen</a></li><li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Delta-IV-Raketenstarts" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Delta IV &#8211; Startliste</a></li></ul>
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	</channel>
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