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	<title>Diamant &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Diamant &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>DESY: Neue Erkenntnisse zu Diamantregen auf Eisplaneten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2024 18:55:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Forschende am European XFEL entdecken möglichen Ursprung komplexer Magnetfelder &#8211; Diamantregen im Universum vermutlich weiterverbreitet als bisher angenommen. Eine Pressemeldung des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY – ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft. Quelle: DESY 8. Januar 2024. 8. Januar 2024 &#8211; Ein internationales Team von Forschenden unter Leitung von Mungo Frost vom Forschungszentrum SLAC in Kalifornien und unter [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Forschende am European XFEL entdecken möglichen Ursprung komplexer Magnetfelder &#8211; Diamantregen im Universum vermutlich weiterverbreitet als bisher angenommen. Eine Pressemeldung des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY – ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DESY 8. Januar 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DiamondRainComp201EuropeanXFELTobiasWuestefeld2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein internationales Team von Forschenden unter Leitung von Mungo Frost vom Forschungszentrum SLAC in Kalifornien hat am Röntgenlaser European XFEL in Schenefeld neue Erkenntnisse zur Entstehung von Diamantregen auf Eisplaneten wie Neptun und Uranus gewonnen. Die jetzt im Fachjournal Nature Astronomy veröffentlichen Ergebnisse geben auch Hinweise auf die Entstehung der komplexen Magnetfelder dieser Planeten. Die Grafik veranschaulicht das Phänomen des Diamantregens im Inneren des Planeten, bei dem Diamanten durch das umgebende Eis nach unten wandern. Je tiefer die Diamanten in das Innere des Planeten vordringen, desto höher werden Druck und Temperatur. (Bild: European XFEL / Tobias Wüstefeld)" data-rl_caption="" title="Ein internationales Team von Forschenden unter Leitung von Mungo Frost vom Forschungszentrum SLAC in Kalifornien hat am Röntgenlaser European XFEL in Schenefeld neue Erkenntnisse zur Entstehung von Diamantregen auf Eisplaneten wie Neptun und Uranus gewonnen. Die jetzt im Fachjournal Nature Astronomy veröffentlichen Ergebnisse geben auch Hinweise auf die Entstehung der komplexen Magnetfelder dieser Planeten. Die Grafik veranschaulicht das Phänomen des Diamantregens im Inneren des Planeten, bei dem Diamanten durch das umgebende Eis nach unten wandern. Je tiefer die Diamanten in das Innere des Planeten vordringen, desto höher werden Druck und Temperatur. (Bild: European XFEL / Tobias Wüstefeld)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DiamondRainComp201EuropeanXFELTobiasWuestefeld26.jpg" alt="Ein internationales Team von Forschenden unter Leitung von Mungo Frost vom Forschungszentrum SLAC in Kalifornien hat am Röntgenlaser European XFEL in Schenefeld neue Erkenntnisse zur Entstehung von Diamantregen auf Eisplaneten wie Neptun und Uranus gewonnen. Die jetzt im Fachjournal Nature Astronomy veröffentlichen Ergebnisse geben auch Hinweise auf die Entstehung der komplexen Magnetfelder dieser Planeten. Die Grafik veranschaulicht das Phänomen des Diamantregens im Inneren des Planeten, bei dem Diamanten durch das umgebende Eis nach unten wandern. Je tiefer die Diamanten in das Innere des Planeten vordringen, desto höher werden Druck und Temperatur. (Bild: European XFEL / Tobias Wüstefeld)" class="wp-image-137296"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein internationales Team von Forschenden unter Leitung von Mungo Frost vom Forschungszentrum SLAC in Kalifornien hat am Röntgenlaser European XFEL in Schenefeld neue Erkenntnisse zur Entstehung von Diamantregen auf Eisplaneten wie Neptun und Uranus gewonnen. Die jetzt im Fachjournal Nature Astronomy veröffentlichen Ergebnisse geben auch Hinweise auf die Entstehung der komplexen Magnetfelder dieser Planeten. Die Grafik veranschaulicht das Phänomen des Diamantregens im Inneren des Planeten, bei dem Diamanten durch das umgebende Eis nach unten wandern. Je tiefer die Diamanten in das Innere des Planeten vordringen, desto höher werden Druck und Temperatur. (Bild: European XFEL / Tobias Wüstefeld)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">8. Januar 2024 &#8211; Ein internationales Team von Forschenden unter Leitung von Mungo Frost vom Forschungszentrum SLAC in Kalifornien und unter Beteiligung von DESY-Forschenden hat am Röntgenlaser European XFEL in Schenefeld neue Erkenntnisse zur Entstehung und Häufigkeit von Diamantregen auf Eisriesen wie Neptun, Uranus oder Exoplaneten außerhalb unseres Sonnensystems gewonnen. Die jetzt im Fachjournal „Nature Astronomy“ veröffentlichen Ergebnisse geben auch Hinweise auf die Entstehung der komplexen Magnetfelder dieser Planeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon bei früheren Arbeiten an Röntgenlasern hatten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler herausgefunden, dass sich bei Drücken und Temperaturen, die im Inneren der großen Gasplaneten herrschen, aus Kohlenstoffverbindungen Diamanten bilden können. Diese würden dann als Edelstein-Regen aus den höheren Schichten weiter ins Innere der Planeten sinken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein neues Experiment am European XFEL hat nun gezeigt, dass sich aus Kohlenstoffverbindungen schon bei geringerem Druck und niedrigeren Temperaturen als bislang vermutet Diamanten bilden. Für die eisigen Gasplaneten in unserem Sonnensystem bedeutet das: Der Diamantregen bildet sich schon in geringerer Tiefe als gedacht, und könnte so deren Magnetfeld stärker beeinflussen. Zudem sollte Diamantregen auch auf Gasplaneten möglich sein, die kleiner sind als Neptun und Uranus und als „Mini-Neptune“ bezeichnet werden. Mini-Neptune sind die häufigsten Exoplaneten außerhalb unseres Sonnensystems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem sich die Diamanten gebildet haben, können diese bei ihrem Weg nach unten in die tieferen Schichten Gas und Eis mitreißen und so Ströme von leitendem Eis verursachen. Ströme leitender Flüssigkeiten wirken wie eine Art Dynamo, durch den sich die Magnetfelder von Planeten bilden. „Diamantregen hat also wahrscheinlich Einfluss auf die Entstehung der komplexen Magnetfelder von Uranus und Neptun“, so Frost.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Kohlenstoffquelle nutzte die Gruppe eine Kunststofffolie aus der Kohlenwasserstoffverbindung Polystyren. Diese setzten sie sehr hohem Druck und Temperaturbedingungen aus, so wie sie im Inneren der Planeten herrschen. Zunächst steigerten sie den Druck, indem sie die Folie zwischen die Spitzen von zwei Diamanten klemmten. Diese sogenannten Diamantstempelzellen funktionieren wie ein Mini-Schraubstock. Anschließend setzten sie die Folie den Röntgenblitzen des European XFEL aus, um sie auf mehr als 2200 Grad Celsius zu erwärmen. Diese Temperaturen herrschen tief im Inneren der Eisplaneten. Anschließend nutzten die Forscher die Röntgenpulse um zu beobachten, wann und wie sich die Diamanten bilden. Druck und Temperatur geben dabei Aufschluss darüber in welcher Tiefe der Planeten die Edelsteine entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem internationalen Forscherteam gehören Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von European XFEL, den deutschen Forschungszentren DESY in Hamburg und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf HZDR sowie weiteren Forschungseinrichtungen und Universitäten aus verschiedenen Ländern an. DESY und HZDR sind Mitgliedsinstitute des European XFEL-Nutzerkonsortiums HIBEF, das maßgeblich zu dieser Forschung beigetragen hat. „Durch diese internationale Zusammenarbeit haben wir am European XFEL große Fortschritte erzielt und bemerkenswerte neue Erkenntnisse über Eisplaneten gewonnen“, so Frost.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir freuen uns, dass dieses für die Planetenforschung wichtige Ergebnis mit der von DESY für HIBEF konzipierten Diffraktionsplatform für Hochdruckexperimente und dem AGIPD Detektor ermöglicht wurde“, sagt DESY-Wissenschaftler Cornelius Strohm, einer der Autoren der Veröffentlichung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>M. Frost et al., Diamond Precipitation Dynamics from Hydrocarbons at Icy Planet Interior Conditions, “Nature Astronomy”, 2024, DOI:10.1038/s41550-023-02147-x<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41550-023-02147-x" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41550-023-02147-x</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Jena: Forschende entwickeln Diamantstruktur für die Erforschung des Klimawandels</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jena-forschende-entwickeln-diamantstruktur-fuer-die-erforschung-des-klimawandels/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 18:10:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die für 2027 geplante Satellitenmission FORUM der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) möchte den Wärmehaushalt der Erde analysieren, um so globale Erwärmung und Weltklimasystem besser zu verstehen. Für das Spektrometer an Bord des Satelliten haben Forschende aus Jena eine neuartige Diamantenstruktur entwickelt, die präzise Messungen im extrem-fernen Infrarotbereich ermöglicht. Eine Pressemeldung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die für 2027 geplante Satellitenmission FORUM der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) möchte den Wärmehaushalt der Erde analysieren, um so globale Erwärmung und Weltklimasystem besser zu verstehen. Für das Spektrometer an Bord des Satelliten haben Forschende aus Jena eine neuartige Diamantenstruktur entwickelt, die präzise Messungen im extrem-fernen Infrarotbereich ermöglicht. Eine Pressemeldung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF 14. Dezember 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LogoFORUMMissionESA1k8.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Logo der FORUM-Mission. (Grafik: ESA) Im kreisrunden Logo mit schwarzem Hintergrund steht oben das ESA-Logo, außerhalb dessen bildet ein mint-grüner Kreis den Rahmen des restlichen Logos. In der unteren Hälfte sieht man einen Teil der Erdkugel mit Europa und Asien in mint-grün sowie blauer Nordsee bzw. Nord-Atlantik sowie Mittelmeer. Darüber verläuft in Richtung der Längengrade ein gelb-orange-roter Streifen, daraus kommen ungefähr im Bereich des Nordpols drei rote gewundene Pfeile, an angedeuteten Schichten von Wolken oder Dunst wird ein kleinerer roter gewundener Pfeil Richtung Erde reflektiert, ein weiterer wird in den Weltraum abgestrahlt. Unterhalb des ESA-Logos steht das Wort &quot;forum&quot;, in weißer Schrift, kleingeschrieben. Rechts ist der Satellit mit drei, sternförmig angeordneten Solarpaneelen und einem hexagonalen Grundkörper sowie einigen symbolhaft dargestellten Instrumenten, zum Betrachter zeigend, in mint-grün dargestellt." data-rl_caption="" title="Logo der FORUM-Mission. (Grafik: ESA) Im kreisrunden Logo mit schwarzem Hintergrund steht oben das ESA-Logo, außerhalb dessen bildet ein mint-grüner Kreis den Rahmen des restlichen Logos. In der unteren Hälfte sieht man einen Teil der Erdkugel mit Europa und Asien in mint-grün sowie blauer Nordsee bzw. Nord-Atlantik sowie Mittelmeer. Darüber verläuft in Richtung der Längengrade ein gelb-orange-roter Streifen, daraus kommen ungefähr im Bereich des Nordpols drei rote gewundene Pfeile, an angedeuteten Schichten von Wolken oder Dunst wird ein kleinerer roter gewundener Pfeil Richtung Erde reflektiert, ein weiterer wird in den Weltraum abgestrahlt. Unterhalb des ESA-Logos steht das Wort &quot;forum&quot;, in weißer Schrift, kleingeschrieben. Rechts ist der Satellit mit drei, sternförmig angeordneten Solarpaneelen und einem hexagonalen Grundkörper sowie einigen symbolhaft dargestellten Instrumenten, zum Betrachter zeigend, in mint-grün dargestellt." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LogoFORUMMissionESA26.jpg" alt="Logo der FORUM-Mission. (Grafik: ESA)" class="wp-image-135128"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Logo der FORUM-Mission. (Grafik: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">14. Dezember 2023 &#8211; Die Erde gerät ins Schwitzen – buchstäblich. Die Jahre 2018 und 2022 gehörten zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Ein wichtiges Puzzlestück bei der Untersuchung der globalen Erwärmung ist dabei die Abstrahlung von Wärme von der Erde ins Weltall. »Der Klimawandel wird durch ein Ungleichgewicht im Strahlungshaushalt der Erde verursacht«, erklärt Dr. Falk Eilenberger, Forscher am Fraunhofer IOF. »Das Problem: Klimagase reduzieren die Menge an Wärme, die von der Erde ins Weltall abgestrahlt wird. Die Folge: Es wird hier unten zunehmend wärmer. Dieser Prozess ist jedoch äußerst komplex und wird von Faktoren wie der Verteilung der Gase, der Wolkenbildung und den Strömungen in der Atmosphäre beeinflusst«, so der Forscher weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um eben diese komplexen Mechanismen besser zu verstehen, will die ESA voraussichtlich 2027 die Mission FORUM starten. Mit einem Satelliten soll der Strahlungshaushalt der Erde lokal genau aufgenommen werden. »Im übertragenen Sinne heißt das: FORUM ist ein Satellit gewordenes Fieberthermometer mit extremer Präzision«, versinnbildlicht Eilenberger. Für die »Fiebermessung« kommt auf dem Satelliten ein Spektrometer zum Einsatz. Dieses zeichnet die Wärmestrahlung der Erde im extrem-fernen Infrarotbereich auf – das heißt von ca. 10 bis 100 Mikrometer (µm). Die wesentliche Schlüsselkomponente hierbei ist der Strahlteiler des Spektrometers.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DiamantenstrukturunterRasterelektronenmikroskopFraunhoferIOF2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Forschende des Fraunhofer IOF betrachten die Diamantenstruktur unter dem Rasterelektronenmikroskop. (Bild: Fraunhofer IOF)" data-rl_caption="" title="Forschende des Fraunhofer IOF betrachten die Diamantenstruktur unter dem Rasterelektronenmikroskop. (Bild: Fraunhofer IOF)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DiamantenstrukturunterRasterelektronenmikroskopFraunhoferIOF26.jpg" alt="Forschende des Fraunhofer IOF betrachten die Diamantenstruktur unter dem Rasterelektronenmikroskop. (Bild: Fraunhofer IOF)" class="wp-image-135126"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Forschende des Fraunhofer IOF betrachten die Diamantenstruktur unter dem Rasterelektronenmikroskop. (Bild: Fraunhofer IOF)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geätzte Diamantenstruktur fungiert als Strahlteiler im Interferometer</strong><br>Genau hier spielen das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF sowie das Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität eine entscheidende Rolle: Für eben diesen Strahlteiler haben Forschende beider Institute eine innovative Diamantmikrostruktur für die hochpräzise Messung von Spektren im extrem-fernen Infrarotbereich entwickelt und gefertigt. Dabei kommt eine spezielle Technologie zum Einsatz, bei der mikroskopische Pyramiden in einen Diamanten geätzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">»Für die extreme Bandbreite, die von FORUM aufgenommen werden soll, brauchen wir einen Strahlteiler, der über den gesamten Spektralbereich durchsichtig ist«, erläutert Falk Eilenberger, der die Abteilung für Mikro- und Nanostrukturierte Optik am Fraunhofer IOF leitet. Er fährt fort: »Es gibt kein optisches Material, das diese Eigenschaft hat – außer Diamant.« Entsprechend nutzten die Forschenden einen Diamanten von der ungefähren Größe einer Kreditkarte (~43mm x 64 mm). Dessen glänzende (und später zusätzlich beschichte) Oberfläche fungiert als Strahlteiler. Und hier wartet schon die nächste Herausforderung, denn: »Es darf aber nur eine Oberfläche des Diamanten glänzen«, erklärt Eilenberger. »Unser Job war es also, die zweite Oberfläche zu entspiegeln.«</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DiamantalsStrahlteilerFraunhoferIOF2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein Diamant von der ungefähren Größe einer Kreditkarte fungiert als Strahlteiler. (Bild: Fraunhofer IOF)" data-rl_caption="" title="Ein Diamant von der ungefähren Größe einer Kreditkarte fungiert als Strahlteiler. (Bild: Fraunhofer IOF)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DiamantalsStrahlteilerFraunhoferIOF26.jpg" alt="Ein Diamant von der ungefähren Größe einer Kreditkarte fungiert als Strahlteiler. (Bild: Fraunhofer IOF)" class="wp-image-135124"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein Diamant von der ungefähren Größe einer Kreditkarte fungiert als Strahlteiler. (Bild: Fraunhofer IOF)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Herkömmliche Entspiegelungsverfahren, wie sie etwa bei Brillengläsern zum Einsatz kommen, sind für diese Anwendung ungeeignet, da sie aus Schichten verschiedener Materialien bestehen und nicht über den gesamten Spektralbereich transparent sind. Die Forschenden haben daher einen speziellen Ätzprozess entwickelt, um die erforderlichen Strukturen in den Diamanten einzubringen. Dafür ließen sie sich von der Natur inspirieren – und zwar vom Auge der Motte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nach dem Vorbild der Natur: Mottenaugen als Inspiration</strong><br>»Mottenaugen sind breitbandig entspiegelt«, erörtert Eilenberger. »Sie erreichen diese Entspiegelung durch mikroskopisch kleine Pyramiden auf der Oberfläche. Das Fraunhofer IOF hat dieses Vorbild aus der Natur bereits vor einigen Jahren für Optiken im sichtbaren übernommen. Wir haben diesen Ansatz für die FORUM-Mission nun auf die Diamantstrahlteiler angewandt.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl das Konzept damit schon länger am Fraunhofer IOF zum Einsatz kommt, sind die Anforderungen für eine Anwendung im Fall der FORUM-Mission extrem, wie der Forscher weiter ausführt: »Nicht zuletzt da Diamant – bekannt als eines der härtesten Materialen der Welt – nur sehr schwer zu strukturieren ist. Die extreme Bandbreite bedarf weiterhin Pyramiden mit extremer Formtreue. Wir mussten also einen Ätzprozess entwickeln, der Strukturen der notwendigen Form exakt und reproduzierbar erzeugt.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gelungen ist dies den Forschenden mithilfe eines reaktiven Ionenätzprozess, maskiert durch eine Elektronenstrahllithographisch aufgebrachte Maske. Im Ergebnis erreichten sie eine Entspiegelungseffizienz von mehr als 96% durch eine Strukturtiefe von mehr als 7 Mikrometern und eine präzise definierte Flankensteilheit. Hier waren die Kolleginnen und Kollegen vom Institut für Angewandte Physik (IAP) der Universität Jena maßgeblich beteiligt: »Ohne diese absolut exzellente Zusammenarbeit und die hervorragende Ätz-Technologieentwicklung des IAP, wäre die Strukturierung des Diamanten nicht möglich oder so erfolgreich gewesen«, sagt Eilenberger.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>»Diamonds are photonics’ best friend«: Potential als optischer Werkstoff</strong><br>Für Falk Eilenberger und sein Team zeigt die Entwicklung insgesamt große Potentiale in der Verwendung von Diamant als optischem Werkstoff auf: »Dieses Projekt zeigt auch, dass wir das Potential von Diamant als optischem Werkstoff erst durch eine Nanostrukturierung wirklich nutzen können«, erklärt er. Er erläutert weiter, dass Diamant das einzige optische Material ist, das vom ultravioletten Licht bis zum tiefen Infrarot nutzbar ist. »Durch seine hohe Festigkeit und Wärmeleitfähigkeit eignet er sich auch exzellent als Material für Hochleistungslaseroptiken. Im Gegensatz zu klassischen Laseroptiken kann Diamant selbst extremste Umgebungsbedingungen klaglos überstehen.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er fährt fort: »Wir möchten mit dem Projekt auch zeigen, dass nanostrukturierter Diamant das Material der Zukunft für Optiken im extremen Bereich ist. Mit unseren Prozessen sind wir exzeptionell aufgestellt diese Zukunft zu gestalten: Diamant-Metaoptiken, waferskalige Diamant-Magnetfeld-Sensoren, Resonante-Diamant-Spiegel und vieles mehr. Man könnte sagen: Diamonds are photonics’ best friend.«</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erfolgreiche Übergabe nach vier Jahren Entwicklungsarbeit</strong><br>Die FORUM-Mission markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Erforschung des Klimawandels sowie der Anwendung von Diamantstrukturen in der Raumfahrttechnologie. Insgesamt hat das Jenaer Forschungsteam – bestehend aus Mitarbeitenden des Fraunhofer IOF sowie des IAP – vier Jahre an der Entwicklung der neuartigen Diamantenstruktur gearbeitet. Die Entwicklungsarbeit erfolgt in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber OHB SE sowie der ESA als Missionsträger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der flugtaugliche Strahlteiler zur Anwendung im Rahmen der FORUM-Mission wurde im Dezember 2023 nun an <a href="https://www.raumfahrer.net/ohb-liefert-instrument-fuer-neunte-earth-explorer-mission-der-esa/" data-type="link" data-id="https://www.raumfahrer.net/ohb-liefert-instrument-fuer-neunte-earth-explorer-mission-der-esa/" data-wpel-link="internal">OHB</a> übergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20094.msg557245#msg557245" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Erdbeobachtungssatellit FORUM</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>RFA startet von Kourou aus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rfa-startet-von-kourou-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jun 2023 06:58:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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		<category><![CDATA[Startplatz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=128136</guid>

					<description><![CDATA[<p>Verbindliche Vereinbarung für Starts vom Startplatz „Diamant&#8220; unterzeichnet. Eine Pressemitteilung der Rocket Factory Augsburg AG. Quelle: Rocket Factory Augsburg 21. Juni 2023. Paris, Frankreich – 21. Juni 2023. Der Startdienstleister Rocket Factory Augsburg AG (RFA) hat mit der französischen Raumfahrtagentur CNES eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet, um vom Weltraumbahnhof Kourou (CSG) in Französisch-Guayana starten zu können. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Verbindliche Vereinbarung für Starts vom Startplatz „Diamant&#8220; unterzeichnet. Eine Pressemitteilung der Rocket Factory Augsburg AG.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Rocket Factory Augsburg 21. Juni 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RFAtolaunchfromKourou2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="RFA ONE-Start von der Diamant-Rampe in Kourou - künstlerische Darstellung. (Bild: RFA)" data-rl_caption="" title="RFA ONE-Start von der Diamant-Rampe in Kourou - künstlerische Darstellung. (Bild: RFA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RFAtolaunchfromKourou26.jpg" alt="RFA ONE-Start von der Diamant-Rampe in Kourou - künstlerische Darstellung. (Bild: RFA)" class="wp-image-128135"/></a><figcaption class="wp-element-caption">RFA ONE-Start von der Diamant-Rampe in Kourou &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: RFA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Paris, Frankreich – 21. Juni 2023. Der Startdienstleister Rocket Factory Augsburg AG (<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=rfa" data-wpel-link="internal">RFA</a>) hat mit der französischen Raumfahrtagentur CNES eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet, um vom Weltraumbahnhof Kourou (CSG) in Französisch-Guayana starten zu können. RFA wird im Jahr 2025 vom Startplatz ELM-Diamant aus seine Transportdienstleistungen anbieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Zugang zu dem europäischen Weltraumbahnhof wird der Startdienstleister RFA in der Lage sein, seinen Kunden alle Inklinationen von äquatorial bis polar anzubieten. Damit erweitert RFA sein Portfolio an Umlaufbahnen, die den Kunden zur Verfügung stehen, um Umlaufbahnen mit geringer Neigung wie GTO, MEO, GEO, Mond- und sogar interplanetarische Missionsprofile. Dadurch wird eine noch flexiblere und präzisere Bedienung aller Arten von Missionen zur Erdbeobachtung, Konnektivität oder sogar ganzer Konstellationen möglich. Im Rahmen des offenen Ausschreibungsverfahrens von CNES zur Öffnung des Weltraumbahnhofs Kourou (CSG) für kommerzielle Startdienstleister wird die <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=RFA+ONE" data-wpel-link="internal">RFA ONE</a> ab 2025 vom CSG aus starten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem erfolgreichen Abschluss des ersten europäischen Oberstufentests mit gestufter Verbrennung im Mai 2023 bestätigt die RFA mit der Sicherung des ELM-Diamant-Startkomplexes auch ihre kommerzielle Führungsposition. Mit dieser zweiten Startrampe der RFA wird das Unternehmen in der Lage sein, alle Missionsprofile für die ESA und ihre Mitgliedsstaaten als institutionelle Kunden zu bedienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Durch die Sicherung des Diamant-Startplatzes ermöglicht es uns diese Vereinbarung, unseren Kunden GTO, MEO, GEO und sogar lunare und interplanetarische Flugprofile anzubieten. Durch den Start von Kourou, dem europäischen Weltraumbahnhof, können wir die ESA und ihre Mitgliedsstaaten als institutionelle Kunden für jedes von ihnen gewünschte Missionsprofil bedienen. Zusammen mit unserem erfolgreichen Heißbrandtest der Oberstufe – eine Premiere in Europa – haben wir einmal mehr unsere technische und kommerzielle Führungsposition in Europa bestätigt&#8220;, sagte Jörn Spurmann, Chief Commercial Officer bei RFA. &#8222;Kurz vor dem letzten Start der Ariane 5 ist diese Zusammenarbeit ein klares Bekenntnis zur Zukunft der europäischen Raumfahrt von Kourou aus. Wir sind sehr stolz darauf, vom historischen Startplatz Diamant zu starten, wo die europäische Raumfahrt ihre lange und erfolgreiche Geschichte begann. Wir freuen uns darauf, sie fortzusetzen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;CNES ist stolz darauf, diese Vereinbarung mit RFA zu unterzeichnen, die die Entscheidung von RFA bestätigt, vom ELM-Diamant-Standort am europäischen Weltraumbahnhof der CSG zu starten&#8220;, sagte Dr. Paolo Baiocco, Senior Project Manager für Mikro-Mini-Trägerraketen bei CNES. &#8222;Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der RFA, um die Startaktivitäten in Kourou weiter auszubauen. Dies ist ein wichtiger Schritt für die europäische Raumfahrt&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang wurde die Startrampe in Kourou nur von der CNES für ihre Diamant-Rakete in den 1970er Jahren genutzt. Nun soll der Startkomplex einem neuen Zweck zugeführt werden, ganz in der Tradition, den Zugang zum Weltraum durch innovative und bahnbrechende Unternehmen zu öffnen. Als ein solches ist RFA nun eines der ersten NewSpace-Unternehmen, das die Möglichkeit erhält, die Anlage zu nutzen. Die neue Startrampe wird in den kommenden Jahren aufgerüstet und ausgestattet, so dass sie ab 2025 für Starts genutzt werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17958.msg550559#msg550559" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Rocket Factory Augsburg (RFA)</a></li>
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		<title>JGU: Farbzentren in Diamanten dienen als Gyroskope</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jgu-farbzentren-in-diamanten-dienen-als-gyroskope/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Nov 2021 15:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Diamant]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität Mainz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachweis erbracht: Farbzentren in Diamanten lassen sich als Gyroskope einsetzen. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 3. November 2021 &#8211; Drehen wir unseren Kopf, realisiert unser Gehirn diese Drehung vor allem über den visuellen Eindruck – also über das, was wir sehen. Technische Geräte dagegen setzen auf Gyroskope, sprich Rotationssensoren. Wichtig [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nachweis erbracht: Farbzentren in Diamanten lassen sich als Gyroskope einsetzen. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/quantumhimgyroskopAndreyJarmola13.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/quantumhimgyroskopAndreyJarmola26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Experimenteller Aufbau des Diamant-Gyroskops mit Diamantsensor, Diodenlaser und Fotodetektor. (Grafik: Andrey Jarmola)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">3. November 2021 &#8211; Drehen wir unseren Kopf, realisiert unser Gehirn diese Drehung vor allem über den visuellen Eindruck – also über das, was wir sehen. Technische Geräte dagegen setzen auf Gyroskope, sprich Rotationssensoren. Wichtig sind diese unter anderem für die Navigation. So detektiert beispielsweise beim Autopiloten im Flugzeug ein Gyroskop die drei verschiedenen Rotationsarten, die das Flugzeug ausführen kann: Es kann rollen, also einen Flügel nach unten und den anderen nach oben drehen, die Nase nach oben beziehungsweise unten ziehen oder sich relativ zum Erdboden drehen. Wichtig sind Gyroskope auch in Fahrzeugen am Boden, etwa in autonom fahrenden Autos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Dmitry Budker publizierte bereits 2012 ihre Idee, Farbzentren in Diamanten als Gyroskope zu nutzen. Nun konnten die Forschenden den praktischen Nachweis dafür erbringen. Ihre Ergebnisse haben sie kürzlich im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Farbzentren in Diamant bereits zur Messung von Magnetfeldern genutzt</strong><br>„Wir und andere Gruppen nutzen diese Farbzentren bereits seit einigen Jahren zur Messung von Magnetfeldern“, erläutert Budker, Physiker an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und am Helmholtz-Institut Mainz (HIM), das neben der Universität auch vom GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt getragen wird. „Die Messung von Rotationen funktioniert prinzipiell auch wie bei einem Magnetometer, allerdings ergeben sich dabei einige Herausforderungen.“ So muss der Sensor schwankende magnetische Felder ignorieren, um die Rotationen messen zu können. Diesem Problem konnten Budker und sein Team jedoch beikommen. Einerseits nutzen sie für die Gyroskopie statt der Elektronenspins die Kernspins, die ein wesentlich kleineres magnetisches Moment und deshalb eine geringere Sensitivität für Magnetfelder besitzen. Andererseits konnten die Wissenschaftler externe Magnetfelder weitgehend abschirmen und trotzdem intern ein sehr stabiles Bias-Magnetfeld zur Erzeugung des Messeffekts aufrechterhalten, welches auch kaum auf Temperaturschwankungen reagiert. Sollten schwankende Magnetfelder im Außenraum auftreten, „sehen“ die Farbzentren diese nicht. Fragestellungen und Herausforderungen rund um dieses Magnetfeld widmete sich Dr. Peter Blümler von der JGU. Die Experimente und der erste Nachweis gelangen allerdings Dr. Andrey Jarmola und Budkers ehemaligem Doktoranden, Dr. Sean Lourette, an der University of California in Berkeley.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit berichten die Forscher in ihrer Veröffentlichung über zwei Neuerungen. Erstens konnten sie ihre Idee aus dem Jahre 2012 realisieren und erstmalig Farbzentren von Diamanten als Gyroskop nutzen. Zweitens erarbeiteten sie einen technischen Weg, um dies zu realisieren. Bis in die alltägliche Anwendung sind allerdings noch weitere Herausforderungen zu meistern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Veröffentlichung:</strong><br>Andrey Jarmola et al.<br><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.abl3840" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Demonstration of diamond nuclear spin gyroscope</a><br>Science Advances, 22. Oktober 2021<br>DOI: 10.1126/sciadv.abl3840</p>
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