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	<title>DLR &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>DLR &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Doch kein Berliner Start-up mit Ionen-Antrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/start-up_ionenantrieb-doch_nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 04:56:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Ulrich Köhler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Beitrag vom 01.04.2026: … April, April! Quelle: Recherche Doch keine interplanetaren Flüge mit Ionentriebwerken aus Adlershof …. . Es war nur geträumt …! Ja, es ist heute nicht mehr so einfach, sich etwas auszudenken. Lustige Geschichtchen über Mondlander und Flugpläne werden von der Wirklichkeit so schnell eingeholt, bevor man sie zu Papier gebracht hat. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Zum Beitrag vom 01.04.2026: … April, April!</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Recherche</p>





<p>Doch keine interplanetaren Flüge mit Ionentriebwerken aus Adlershof …. . Es war nur geträumt …!</p>



<p>Ja, es ist heute nicht mehr so einfach, sich etwas auszudenken. Lustige Geschichtchen über Mondlander und Flugpläne werden von der Wirklichkeit so schnell eingeholt, bevor man sie zu Papier gebracht hat. Also greift man in die berühmte Mottenkiste und erzählt einen uralte, (fast) wahre Geschichte. Nur ist diese eben etwas durcheinander. Sortieren wir einmal:</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="260" height="88" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/roterkreis-1.png" alt="" class="wp-image-151504"/><figcaption class="wp-element-caption">Logo Gruppe Roter Kreis</figcaption></figure>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex">
<p>„Roter Kreis“ ist kein Start-up sondern war eine Arbeitsgruppe im DEFA-Studio für Spielfilme in Potsdam-Babelsberg. Es war eine Form, die es so im DDR-Filmbetrieb gab.</p>
</div>



<p>Den ehemaligen Flugplatz Johannisthal gab es tatsächlich auf dem heutigen Campus Adlershof, wo sich jetzt DLR und BESSY II befinden. Allerdings ist der genannte Berliner Raketenflugplatz, eröffnet 1930, in Berlin-Tegel, wo u.a. Nebel, Ley und Winkler tätig waren. Dort fanden auch der genannte erste erfolgreiche Brennversuch eines Raketenmotors mit flüssigen Brennstoffen ohne Explosionen(!) satt.</p>



<p>Die Zeitung Kurier (DER KURIER) war eine in West-Berlin erschienene Tageszeitung. Sie ist nicht zu verwechseln mit der heutigen Tageszeitung Berliner Kurier.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Testobjekt_gross.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Testobjekt_klein.png" alt="" class="wp-image-151289"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild aus DER KURIER vom 01.05.1959</figcaption></figure>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex">
<p>DER KURIER war ein Kind des Kalten Krieges. In seiner Ausgabe vom 01.05.1959 war folgendes auf der Titelseite mit besagtem Foto zu lesen: <em>„FEHLSTART IN DER ZONE! [Gemeint ist im verächtlich machenden Jargon die DDR]. In der Nacht vom 27. zum 28. April sollte die erste in der Sowjetzone gebaute Rakete gestartet werden. Der Versuch wurde jedoch ohne Angaben von Gründen abgeblasen. Unter größten Schwierigkeiten entstand diese Aufnahme.“</em></p>
</div>



<p>Die Ost-Berliner Tageszeitung Junge Welt konterte genüsslich ebenfalls im Propaganda-Deutsch der damaligen Zeit am 07.05.1959: „Wir wollen unseren Lesern nicht die großartige und einmalige Entdeckung des Westberliner „Kurier“ vorenthalten, der „unter größten Schwierigkeiten“ fotografierte …. . Das ist eine ganz gewöhnliche Attrappe für den utopischen DEFA-Farbfilm „Der schweigende Stern“ und steht völlig unbewacht auf dem Flugplatzgelände in Berlin-Johannisthal.“</p>



<p>Kurioser Weise war diese unbedeutende Zeitungsente dem Magazin DER SPIEGEL in seiner Ausgabe vom 23.06.1959 unter dem Titel „Die Ost-Venusier“ auch einen Erwähnung wert. In dem Artikel wurde dann aber auch gleich eine Brücke zum eigentlichen Film „Der Schweigende Stern“ geschlagen, in dem es um einen Flug zur Venus geht. Der Film wurde übrigens auch in der alten Bundesrepublik, leicht gekürzt, unter dem etwas irreführenden Titel „Raumschiff Venus antwortet nicht“ gezeigt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kurier1959_gross-1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kurier1959klein.png" alt="" class="wp-image-151480"/></a><figcaption class="wp-element-caption">ZLB-Lesegerät <br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p>Und was war mit dem Corpus Delicti? Wir haben im Archiv des Filmmuseums Potsdam nachgefragt. Dort befindet sich im Bestand, ein großes (H x B x T: 159 x 108,5 x 97 cm) und ein kleines (53 x 34 x 37 cm) Modell des Venus-Film-Raumschiffes „Kosmokrator“. Es ist davon auszugehen, das bei den Dreharbeiten in Johannisthal das größere Modell (1,59 Meter Höhe) verwendet wurde. Durch geschickte Schnitttechnik erscheint dieses Modell im Film natürlich größer. Das Geschick von Tricktechniker Ernst Kunstmann ließ die Rakete in der Szene riesig erscheinen. Und sie besitzt im Film … einen Ionenantrieb. Und das 1959!</p>



<p>Wie das Bild entstanden ist, bleibt ein Rätsel. Man könnte meinen, es wäre aus dem Film direkt herauskopiert worden. Dieser war aber noch nicht fertig abgedreht. Und wie man daraus dann eine derartig infantile Geschichte auf die Titelseite gebracht hat, ist heute unbegreiflich.</p>



<p>Was bleibt ist eine Zeitungsente.</p>



<p>Dank an die Zentral- und Landesbibliothek Berlin für die Unterstützung bei der Suche nach den entsprechenden Textstellen in KURIER und Junge Welt.</p>



<p>Dank Frau Belger vom Filmmuseum Potsdam / Sammlungen, Institut der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.</p>



<p>Dank auch an Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin-Adlershof, der ohne die Cover-Story zu kennen ehrlich auf alle Fragen geantwortet hat.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13527.225ionen" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetenerforschung: Konzepte und zukünftige Missionen</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Berliner Start-up entwickelt Ionen-Antrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/start-up_ionenantrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 22:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Ionenantrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Start-Up]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Köhler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interplanetare Raumfahrt soll kostengünstiger werden. Quelle: Recherche Es scheint auf dem Anwendungssektor der Raumfahrt zu brummen. Viel versprechend sind dabei Kleinträger wie Spectrum von Isar Aerospace oder die Rakete von Rocket Factory Augsburg (RFA). Diese sind aber bislang hauptsächlich für den erdnahen Orbit konzipiert. Das Berliner Start-up „Roter Kreis“ will entgegen dem allgemeinen Mainstream weiter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Interplanetare Raumfahrt soll kostengünstiger werden.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Recherche</p>





<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="300" height="131" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Ionenantrieb_NASA2.png" alt="" class="wp-image-151298" style="aspect-ratio:2.28976704141656;width:385px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Schema Ionenantrieb<br>Bild: NASA</figcaption></figure>



<p>Es scheint auf dem Anwendungssektor der Raumfahrt zu brummen. Viel versprechend sind dabei Kleinträger wie Spectrum von Isar Aerospace oder die Rakete von Rocket Factory Augsburg (RFA). Diese sind aber bislang hauptsächlich für den erdnahen Orbit konzipiert. Das Berliner Start-up „Roter Kreis“ will  entgegen dem allgemeinen Mainstream weiter hinaus, und zwar interplanetar. Gemunkelt wird von der Venus. Um den Nachteil chemischer Antriebe bei derartigen langen Wegstrecken auszugleichen, bastelt man auf dem ehemaligen Flugplatz Berlin-Johannisthal an einem Flugkörper mit Ionenantrieb.</p>



<p>Raumfahrer.net setzte sich übrigens schon vor über 20 Jahren mit dieser innovativen Antriebsform auseinander. Dazu unserer damaliger Beitrag: <a href="https://www.raumfahrer.net/der-ionenantrieb/" data-wpel-link="internal">https://www.raumfahrer.net/der-ionenantrieb/</a></p>



<p>Der Ort Johannisthal konnte nicht besser gewählt sein: Schließlich gab es vor fast genau 95 Jahren hier den ersten erfolgreichen Brennversuch eines Raketenmotors mit flüssigen Brennstoffen ohne Explosionen(!). Auch befindet sich hier in unmittelbarer Nähe der Berliner Standort des DLR und das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie mit seiner Synchrotronlichtquelle BESSY II. Die besten Voraussetzungen, will man meinen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Testobjekt_gross.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Testobjekt_klein.png" alt="" class="wp-image-151289"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild: Zeitung Kurier</figcaption></figure>



<p>Die Berliner Tageszeitung Kurier veröffentlichte ein, zugegeben, etwas grobkörniges Foto des ersten Versuchsmodells mit dem Hinweis, dass ein erster Probelauf für den 27. oder 28.04. geplant sei. Welche finanziellen Unterstützer dahinterstehen, war bei Redaktionsschluss noch nicht eindeutig zu erkennen. Der Spruch „Ohne Moos nix los!“ ist allgemeingültig.</p>



<p>Aber gab es in Berlin nicht schon einmal ein Start-up, das versprach kostengünstig auf dem Mond zu landen? Und über Jahre hinweg wurde dieser Traum in den Medien aufrechterhalte.</p>



<p>Warum also nicht auch auf diesem Gebiet?</p>



<p>Um diese neue Entwicklung etwas genauer einzuordnen, sprach Raumfahrer.net (RN) mit Ulrich Köhler (U.K.) vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin Adlershof und fragten nach seiner Meinung.</p>



<p><em>RN: Die aktuelle Raumfahrt beschäftigt sich hauptsächlich mit „irdischen“ Problemen. Fernerkundung, Kommunikation, Nutzlasttransport u.s.w.. Viele Start-ups drängen hier auf den Markt, um eine kosteneffizientere Preisgestaltung zu ermöglichen. Sogar der Mond ist im Blickfeld solcher Dienstleister. Fällt dabei der interplanetare Raum „hinten runter“?</em></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Ulrich_Koehler_Ionen-1.png" alt="" class="wp-image-151303"/><figcaption class="wp-element-caption">Ulrich Köhler / DLR <br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p><em>U.K.: In der Aufzählung für die Raumfahrt, die sich „irdischen“ Themen annimmt, fehlt das Thema Sicherheit und Militär. Die Startups versuchen, korrekt, kosteneffizienter zu sein als institutionelle Anbieter wie NASA, ESA, JAXA usw. Das tun sie, weil sie mit ihrem Geschäftsmodell Geld verdienen möchten. Und wenn aus der Sicht der institutionellen Anbieter Raumfahrt mit diesen Startups (bei SpaceX kann allerdings längst nicht mehr von einem Startup gesprochen werden, auch nicht bei Blue Origin) günstiger ist als mit den eigenen Modellen und genauso zuverlässig – dann werden sie im Erdorbit und auch mit Flügen zum Mond Erfolg haben und ergo Geld verdienen, ihr Modell weiterentwickeln und versuchen, weiter und mehr Geld zu verdienen. Sollten sie sich von Deep-Space-Missionen versprechen, mit ihren Entwicklungen ebenfalls gutes Geld verdienen zu können, dann werden sie ihre Dienste anbieten und ggf. ausgewählt werden (NASA CLPS!) Wenn sie nicht zuverlässig liefern können, werden sie wieder vom Markt verschwinden oder besser und noch günstiger werden müssen.</em></p>



<p><em>RN: Wird es in naher Zukunft möglich sein, interplanetare Forschung an private Dienstleister zu vergeben?</em></p>



<p><em>U.K.: Denkbar ist es auf jeden Fall. Ob sie es in der erforderlichen Qualität und Zuverlässigkeit anbieten und dabei auch günstiger sein können als die institutionellen Anbieter mit ihrer enormen Erfahrung, bleibt abzuwarten.</em></p>



<p><em>RN: Und welche Ziele könnten das sein? Der Mars ist ja für die privaten Player (Musk und Co.) bereits ein ausgemachtes Ziel. Sollten sich weitere Akteure nicht auf andere, in unserer Nachbarschaft befindliche Ziele konzentrieren? Zum Beispiel die Venus? Frei nach Kennedys Mond-Rede: „… nicht, weil es leicht ist, sondern weil es schwer ist. …&#8220;</em></p>



<p><em>U.K.: Das lässt sich gegenwärtig m.E. nicht seriös beantworten. Angebot und Nachfrage… Die Venus dürfte jedenfalls mittelfristig kein Ziel für die astronautische Raumfahrt sein. Und die nächsten drei robotischen Missionen sind gegenwärtig für die 30er-Jahre in Entwicklung. Also kein gutes Geschäftsmodell, meiner Ansicht nach.</em></p>



<p><em>RN: Welche Bedeutung kommt hierbei nicht-chemischen Antrieben, zum Beispiel Ionentriebwerken, zu. Es gab ja bereits einige vielversprechende Einsätze für geostationäre Umlaufbahnen.</em></p>



<p><em>U.K.: Ionenantriebe haben ihre Zuverlässigkeit und in mancher Hinsicht technische Überlegenheit längst jenseits des Erdorbits unter Beweis gestellt (SMART-1, Dawn). Für den LEO habe ich nicht das Wissen, diese Frage in der erforderlichen Tiefe beantworten zu können. Für robotische Deep-Space-Missionen wird der Ionenantrieb mit Sicherheit immer einer Kosten-Nutzen-Missionsdauer-Manövrierbarkeit-Abwägung im Vergleich zum chemischen Antrieb standhalten müssen, und entsprechen wird das Missionsmanagement mit den Betreibern der wiss. Nutzlasten entscheiden.</em></p>



<p><em>RN: Vielen Dank.</em></p>



<p>(Das Interview führte Andreas Weise per Mail am 09.-10.03.26)</p>



<p>Wir resümieren: Ionenantrieb ja, interplanetare Flüge mit Fragezeichen und Ziel Venus eher unwahrscheinlich. Bleibt trotzdem den Akteuren alles Gute zu wünschen. Damit hier nicht nur geträumt wird.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13527.225ionen" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetenerforschung: Konzepte und zukünftige Missionen</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meteor, Meteorit und Meteoroid: Leuchtphänomen am Abendhimmel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/meteor-meteorit-und-meteoroid-leuchtphaenomen-am-abendhimmel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 19:18:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Abend des 8. März 2026 wurde kurz vor 19 Uhr in vielen Regionen in Deutschland eine Feuerkugel gesichtet. Meteoroide verglühen meistens in der Atmosphäre, gelegentlich erreichen Bruchstücke die Erdoberfläche. Dann spricht man von Meteoriten. Funde von Meteoriten haben einen hohen wissenschaftlichen Wert. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Quelle: DLR [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/meteor-meteorit-und-meteoroid-leuchtphaenomen-am-abendhimmel/" data-wpel-link="internal">Meteor, Meteorit und Meteoroid: Leuchtphänomen am Abendhimmel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Abend des 8. März 2026 wurde kurz vor 19 Uhr in vielen Regionen in Deutschland eine Feuerkugel gesichtet. Meteoroide verglühen meistens in der Atmosphäre, gelegentlich erreichen Bruchstücke die Erdoberfläche. Dann spricht man von Meteoriten. Funde von Meteoriten haben einen hohen wissenschaftlichen Wert. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/meteor-meteorit-meteorid-leuchtphaenomen-am-abendhimmel" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> DLR / Pressemitteilungen</a>, 9. März 2026</p>



<p>Das Leuchtphänomen, das am Sonntag, 8. März 2026, kurz vor 19 Uhr Mitteleuropäische Zeit im Nordwesten und Westen Deutschlands am Nachthimmel gesichtet wurde, war ein Meteor. Planetengeologe Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erläutert das Phänomen: „Ein Meteor ist die Leuchtspur eines kleinen Gesteinskörpers, der mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringt. Durch die hohe Geschwindigkeit von bis zu 230.000 Kilometer pro Stunde heizen sich diese kleinen Gesteinskörper, die auch Meteoroide genannt werden, stark auf. Meistens verglühen sie in der Atmosphäre.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild) Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt. Credit: ESO/M. Zamani" data-rl_caption="" title="Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild) Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt. Credit: ESO/M. Zamani" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151131" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild)</mark><br>Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt.<br><mark>Credit: <a href="https://mahdizamani.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO/M. Zamani</a></mark></em></figcaption></figure>



<p>Die Leuchtspur wird bei kleinen Meteoren als Sternschnuppe bezeichnet. Sie entsteht, weil die Luft des Eindringkanals zu einem hell glühenden Plasma erhitzt wird. Meteoroide verglühen in der Hochatmosphäre in 110 bis 60 Kilometern Höhe. Bei größeren Objekten – etwa ab Basketballgröße – verglühen die Meteoroide nicht vollständig. Das Leuchtphänomen ist dann auch stärker und man spricht von Feuerkugeln oder Boliden. Das ist das, was am Abend des 8. März 2026 beobachtet wurde. Der Meteoroid zerplatzt, weil die Luft vor ihm zusammengepresst wird und Druck ausübt. Der Knall ist auf der Erde zu hören. Die Feuerkugel endet in etwa 50 Kilometer Höhe und Fragmente des zerborstenen Meteoroiden fallen als Meteorite mit Geschwindigkeiten von 150 bis 200 Kilometer pro Stunde oder mehr auf die Erde. Ab einem Durchmesser von einem Meter sprechen die Astronomen von Asteroiden.</p>



<p><strong>Wie oft passiert das?</strong><br>Ulrich Köhler vom DLR-Institut für Weltraumforschung in Berlin erklärt: „Meteoroiden in Form von Sternschnuppen sehen wir im Jahr sehr oft, beispielsweise beim Meteorschwarm der Perseiden im Hochsommer. Dann können bis zu zwei Sternschnuppen pro Minute auftreten. Täglich dringen mehr als zehn Tonnen Meteoroiden in die Atmosphäre ein. Fast alles davon verglüht in der Hochatmosphäre. Von größeren Meteoroiden fallen nur sehr selten Meteoriten auf die Erdoberfläche. Die meisten Meteorite, die auf die Erde fallen, stürzen unbemerkt in die Ozeane der Erde. Ein- bis zweimal im Jahrzehnt fallen Bruchstücke von Meteoroiden – Meteorite – zu Boden, auch auf das deutsche Bundesgebiet. Nicht immer können diese Meteorite geborgen werden. Nach dem Zerplatzen und dem Ende der Feuerkugel fallen die Bruchstücke in einem sogenannten Dunkelflug aus rund 50 Kilometer Höhe auf Parabelbahnen zur Erde. Manchmal gelingt es, den Punkt einzugrenzen, an dem die Fragmente auf die Erde fallen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.youtube.com/shorts/iAwzG5F3Tyc?t=82&amp;feature=share&amp;cbrd=1&amp;ucbcb=1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="225" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR.jpg" alt="" class="wp-image-151134" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR.jpg 225w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Video: Meteoriteneinschlag auf der Erde – Proben aus dem Sonnensystem</mark><br>Was ist ein Meteor und was sind Meteoriten? Was geschieht bei ihrem Eintritt in die Erdatmosphäre? Womit muss man rechnen, wenn ein Meteoriteneinschlag auf der Erde auftritt? Welche Informationen liefern Meteoriten der Forschung? Ulrich Köhler vom DLR-Institut für Weltraumforschung liefert Informationen zum Thema Meteoriteneinschlag auf der Erde.<br><mark>Credit: © <a href="https://www.dlr.de/de/service/impressum" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR. Alle Rechte vorbehalten</a></mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Woher kommen Meteoroiden, Meteore und Meteoriten?</strong><br>Ulrich Köhler: „Bei Meteoriten handelt es sich um Bruchstücke von Asteroiden. Das sind Himmelskörper, die bei der Entstehung der Planeten des Sonnensystems übriggeblieben sind. Sie umkreisen die Sonne zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Werden sie auf ihrer Bahn um die Sonne durch Schwerkrafteinflüsse gestört oder ihre Bahn ändert sich durch Kollisionen untereinander, können sie ins innere Sonnensystem vordringen. Kreuzt sich ihre Bahn dann mit der der Erde, kann es passieren, dass sie in die Erdatmosphäre eindringen und einen Meteor oder – wenn es größere Körper sind – eine Feuerkugel bilden. Fragmente können als Meteorite die Erdoberfläche erreichen. Meteorite sind oft viereinhalb Milliarden Jahre alt. Es gibt zahlreiche Sammlungen von Meteoriten in den Museen der Welt. In Deutschland befindet sich die größte Meteoritensammlung im Museum für Naturkunde Berlin.“</p>



<p><strong>Woran erkenne ich einen Meteoriten?</strong><br>Ulrich Köhler: „Einen Meteoriten zweifelsfrei zu identifizieren, ist nicht ganz einfach. Ein erster Hinweis für einen Meteoriten ist, wenn das Fundstück eine hohe Dichte aufweist, also für seine Größe ungewöhnlich schwer, kompakt und massiv zu sein scheint. Ist das der Fall, kann man als nächstes mit einem Magneten untersuchen, ob der Stein den Magneten anzieht. Meteoriten haben meist eine matte Oberfläche, glänzen selten wie Metall. Die Kruste von Meteoriten ist meist schwarz oder braun. Sie zeigt Anzeichen von erstarrter Schmelze, die durch den Flug durch die Atmosphäre entsteht. Meteoroiden erhitzen sich so stark, dass die Oberfläche anschmilzt.“</p>



<p><strong>Sind Meteorite gefährlich?</strong><br>Ulrich Köhler: „Meteorite sind weder giftig noch geht von ihnen radioaktive Strahlung aus.“</p>



<p><strong>Wie sollte ich mich verhalten, wenn ich einen Meteoriten finde? Darf ich ihn anfassen?</strong><br>Ulrich Köhler: „Sollte es sich tatsächlich um einen ‚frisch‘ gefallenen Meteoriten handeln, fassen Sie ihn bitte nicht an. Die Säure des Schweißes auf unserer Haut kann zu chemischen Reaktionen mit den Stoffen auf der unmittelbaren Oberfläche des ‚frischen‘ Meteoriten führen und so das wissenschaftliche Ergebnis der Untersuchung des Meteoriten beeinflussen. Meteoriten sind von hohem wissenschaftlichem Wert, wie sie Einblicke in die früheste Zeit unseres Sonnensystems ermöglichen. Beim vermeintlichen Fund eines Meteoriten kontaktiert man am besten eine Forschungseinrichtung wie das DLR. Übrigens, wer einen Meteoriten findet, darf ihn behalten.“</p>



<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.dlr.de/de/wr/aktuelles/meldeadresse-meteoriten" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Meldeadresse für Meteoriten-Fundstücke</a></li>



<li><a href="https://www.dlr.de/de/wr" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR-Institut für Weltraumforschung</a></li>
</ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg584629#msg584629" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall.</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Happy Anniversary, Perseverance! Fünf Jahre Forschung auf dem Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/happy-anniversary-perseverance-fuenf-jahre-forschung-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 09:40:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Perserverance]]></category>
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		<category><![CDATA[MEDA]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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		<category><![CDATA[SuperCAM]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 18. Februar 2021 landete der Marsrover Perseverance im Krater Jezero. Technisch und wissenschaftlich ist die Mission Mars 2020 ein großer Erfolg – und sie dauert noch an. Das DLR ist unter anderem an zwei zentralen Experimenten beteiligt. Eine Veröffentlichung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Quelle: DLR/Aktuelles/Nachrichten/2026, 19. Februar 2026 Seit fünf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/happy-anniversary-perseverance-fuenf-jahre-forschung-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal">Happy Anniversary, Perseverance! Fünf Jahre Forschung auf dem Mars</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 18. Februar 2021 landete der Marsrover Perseverance im Krater Jezero. Technisch und wissenschaftlich ist die Mission Mars 2020 ein großer Erfolg – und sie dauert noch an. Das DLR ist unter anderem an zwei zentralen Experimenten beteiligt. Eine Veröffentlichung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/happy-anniversary-marsrover-perseverance" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> DLR/Aktuelles/Nachrichten/2026</a>, 19. Februar 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-image-1000-5b2423216a3885b81c88136c963e8015.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein besonderes Selfie: Marsrover Perseverance am Felsen „Cheyava Falls“ Perseverance, der Marsrover der NASA, hat am 23. Juli 2024 dieses „Selfie“ aufgenommen, dem 1.218. Marstag (Sol) der Mission. Es besteht aus 62 Einzelbildern. Links vom Rover, mittig im unteren Bilddrittel, befindet sich der pfeilspitzenförmige Felsen mit dem Spitznamen „Cheyava Falls“. Das kleine dunkle Loch im Felsen markiert die Stelle, an der Perseverance eine Kernprobe entnahm. Diese befindet sich nun in einem Probenröhrchen im Inneren des Rovers. Die Untersuchung dieser Probe in Laboren auf der Erde könnte Aufschluss darüber geben, ob es auf dem Mars in ferner Vergangenheit mikroskopisches Leben gab. Der weiße Fleck rechts neben dem Loch zeigt, wo der Rover einen Teil der Oberfläche abgetragen hat, um die Zusammensetzung des Gesteins mit wissenschaftlichen Instrumenten zu untersuchen. Credit: NASA / JPL-Caltech / Malin Space Science Systems (MSSS)" data-rl_caption="" title="Ein besonderes Selfie: Marsrover Perseverance am Felsen „Cheyava Falls“ Perseverance, der Marsrover der NASA, hat am 23. Juli 2024 dieses „Selfie“ aufgenommen, dem 1.218. Marstag (Sol) der Mission. Es besteht aus 62 Einzelbildern. Links vom Rover, mittig im unteren Bilddrittel, befindet sich der pfeilspitzenförmige Felsen mit dem Spitznamen „Cheyava Falls“. Das kleine dunkle Loch im Felsen markiert die Stelle, an der Perseverance eine Kernprobe entnahm. Diese befindet sich nun in einem Probenröhrchen im Inneren des Rovers. Die Untersuchung dieser Probe in Laboren auf der Erde könnte Aufschluss darüber geben, ob es auf dem Mars in ferner Vergangenheit mikroskopisches Leben gab. Der weiße Fleck rechts neben dem Loch zeigt, wo der Rover einen Teil der Oberfläche abgetragen hat, um die Zusammensetzung des Gesteins mit wissenschaftlichen Instrumenten zu untersuchen. Credit: NASA / JPL-Caltech / Malin Space Science Systems (MSSS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-image-1000-5b2423216a3885b81c88136c963e8015-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150716" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-image-1000-5b2423216a3885b81c88136c963e8015-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-image-1000-5b2423216a3885b81c88136c963e8015-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Ein besonderes Selfie: Marsrover Perseverance am Felsen „Cheyava Falls“</mark><br>Perseverance, der Marsrover der NASA, hat am 23. Juli 2024 dieses „Selfie“ aufgenommen, dem 1.218. Marstag (Sol) der Mission. Es besteht aus 62 Einzelbildern. Links vom Rover, mittig im unteren Bilddrittel, befindet sich der pfeilspitzenförmige Felsen mit dem Spitznamen „Cheyava Falls“. Das kleine dunkle Loch im Felsen markiert die Stelle, an der Perseverance eine Kernprobe entnahm. Diese befindet sich nun in einem Probenröhrchen im Inneren des Rovers. Die Untersuchung dieser Probe in Laboren auf der Erde könnte Aufschluss darüber geben, ob es auf dem Mars in ferner Vergangenheit mikroskopisches Leben gab. Der weiße Fleck rechts neben dem Loch zeigt, wo der Rover einen Teil der Oberfläche abgetragen hat, um die Zusammensetzung des Gesteins mit wissenschaftlichen Instrumenten zu untersuchen.<br><mark>Credit: NASA / JPL-Caltech / Malin Space Science Systems (MSSS)</mark></em></figcaption></figure>



<p>Seit fünf Jahren erforscht der NASA-Rover Perseverance nun den Jezero-Krater auf dem Mars. Dort landete er am 18. Februar 2021 – seitdem hat er mehrere Dutzend Kilometer zurückgelegt und eine Vielzahl an Forschungsaufgaben im Jezero-Krater erledigt. Und fertig ist er noch nicht. Nun feiern die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA und alle wissenschaftlich sowie technologisch Beteiligten das fünfjährige Jubiläum des fleißigen Rovers auf dem Roten Planeten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist an wissenschaftlichen Aufgaben und zentralen Instrumenten der Mission Mars 2020 und dem Rover Perseverance beteiligt. Dabei bringt das DLR langjährige Erfahrungen in der Entwicklung, Kalibrierung, Datengewinnung und -auswertung bei der Planetenexploration vor Ort auf der Marsoberfläche ein. Die enge internationale Zusammenarbeit zeigt, wie europäische und US-amerikanische Forschungseinrichtungen gemeinsam grundlegende Fragen zur Geschichte des Mars bearbeiten: War der Planet einst lebensfreundlich? Und finden sich Spuren früher biologischer Aktivität? Was können wir für zukünftige astronautische Marsmissionen lernen?</p>



<p><strong>Stetig und beharrlich unterwegs – Perseverance auf dem Mars</strong><br>Perseverance heißt Beharrlichkeit. Ein Name, der passt. In den Jahren auf der Marsoberfläche hat der Rover schon vier wissenschaftliche Kampagnen vollständig abgeschlossen und befindet sich in seiner fünften. Er hat mehr als 40 Kilometer zurückgelegt und über 30 Gesteins-, Regolith- und Atmosphärenproben gesammelt. Vor allem hat der Rover den Sedimentfächer eines ehemaligen Flussdeltas untersucht – eine geologische Umgebung, die besonders vielversprechend für die Suche nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens auf dem Roten Planeten ist. Perseverance erkundete außerdem den vulkanischen Kraterboden, dann die Sedimente des Flussdeltas und befindet sich gegenwärtig hinter dem Kraterrand von Jezero. Dort gibt es wieder ganz anderes Gestein, das aus der tiefen Kruste des Mars bei der Entstehung des Kraters vor 3,9 Milliarden Jahren nach oben geschleudert wurde. Seit fünf Jahren überträgt Perseverance außerdem regelmäßig hochauflösende Bild-, Spektral- und Umweltdaten vom Mars zur Erde.</p>



<p><strong>Aktivitäten des Rovers im Überblick</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>33 Proben gesammelt (Gestein, Regolith und Atmosphärengase)</li>



<li>Zurückgelegte Strecke: von der Landestelle auf dem Kraterboden über die Sediment-Fächer des Jezero-Deltas, das Jezero-Ufergebiet und den Kraterrand bis in die Region Nili Planum</li>



<li>Untersuchung der geologischen Geschichte des Mars</li>



<li>Dokumentation des Klimas</li>



<li>Bereitstellung der Datenbasis für grundlegende Erkenntnisse über die dynamischen Ursprünge, die Entwicklung und die Bewohnbarkeit eines terrestrischen Planeten wie dem Mars</li>



<li>Erfolgreiche Demonstration der Sauerstoff-Gewinnung durch Spaltung von Kohlenstoff-Dioxidmolekülen aus der Marsatmosphäre</li>
</ul>



<p>Bereits die Landung 2021 war eine technische Meisterleistung: Nach einem siebenminütigen Abbremsmanöver durch die Marsatmosphäre setzte das Landemodul den fast tonnenschweren Rover Perseverance zehn Meter über der Oberfläche an Nylonseilen sanft auf den Marsboden ab. Das gleiche Landemanöver wurde bereits 2012 bei der Landung des Rovers Curiosity („Neugierde“) erfolgreich durchgeführt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-image-1000-f18feebe92853d2fe35fb3c45d1a749d.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das „Gesicht“ von Perseverance: SuperCam und Mastcam-Z am Kopf des Marsrovers Dieses Bild, aufgenommen im Juli 2019 in der Montagehalle des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Kalifornien zeigt eine Nahaufnahme des Mastkopfes der Mars-2020-Rovers Perseverence. Im Mastkopf befindet sich ein Teil des SuperCam-Instruments, dessen Linse in der großen kreisförmigen Öffnung sitzt. In den grauen Kästchen unterhalb sind die beiden Mastcam-Z-Kameras zu sehen. An deren Außenseiten sind die beiden Navigationskameras des Rovers angebracht. Credit: NASA/JPL-Caltech" data-rl_caption="" title="Das „Gesicht“ von Perseverance: SuperCam und Mastcam-Z am Kopf des Marsrovers Dieses Bild, aufgenommen im Juli 2019 in der Montagehalle des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Kalifornien zeigt eine Nahaufnahme des Mastkopfes der Mars-2020-Rovers Perseverence. Im Mastkopf befindet sich ein Teil des SuperCam-Instruments, dessen Linse in der großen kreisförmigen Öffnung sitzt. In den grauen Kästchen unterhalb sind die beiden Mastcam-Z-Kameras zu sehen. An deren Außenseiten sind die beiden Navigationskameras des Rovers angebracht. Credit: NASA/JPL-Caltech" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-image-1000-f18feebe92853d2fe35fb3c45d1a749d-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150718" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-image-1000-f18feebe92853d2fe35fb3c45d1a749d-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-image-1000-f18feebe92853d2fe35fb3c45d1a749d-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Das „Gesicht“ von Perseverance: SuperCam und Mastcam-Z am Kopf des Marsrovers</mark><br>Dieses Bild, aufgenommen im Juli 2019 in der Montagehalle des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Kalifornien zeigt eine Nahaufnahme des Mastkopfes der Mars-2020-Rovers Perseverence. Im Mastkopf befindet sich ein Teil des SuperCam-Instruments, dessen Linse in der großen kreisförmigen Öffnung sitzt. In den grauen Kästchen unterhalb sind die beiden Mastcam-Z-Kameras zu sehen. An deren Außenseiten sind die beiden Navigationskameras des Rovers angebracht.<br><mark>Credit: NASA/JPL-Caltech</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Die große Frage: Beherbergte der Mars einst Leben?</strong></p>



<p>Die nun anstehenden Schritte – zum Beispiel die gegenwärtig zwar ausgesetzte, aber technisch immer noch mögliche Rückführung ausgewählter Proben zur Erde – können die Klärung dieser und weiterer Fragen in den kommenden Jahren weiter voranbringen. Schon vor Ort konnte Perseverance an mindestens einer Stelle einen Hinweis auf mögliche Biosignaturen finden. Dieser kann allerdings nur durch die Untersuchung der an dieser Stelle erbohrten beiden Gesteinsproben auf der Erde verifiziert werden.</p>



<p>Ein besonderes Highlight der fünf Missionsjahre war die Untersuchung eines Felsens mit dem Spitznamen „Cheyava Falls“. Die Untersuchung lieferte einen der bisher stärksten Hinweise auf potenzielles, früheres mikrobielles Leben auf dem Roten Planeten: Der Felsen enthält ein Muster an hellen, von schwarzen, eisen- und phosphathaltigen Rändern umgebenen Flecken aus Kalziumsulfat, die an ein Leopardenfell erinnern. Diese Stoffe deuten auf chemische Reaktionen in einer wässrigen Umgebung hin, die vor Milliarden von Jahren mikrobielles Leben ermöglicht haben könnten. Die Flecken sind wahrscheinlich das Ergebnis von chemischen Prozessen, bei denen das Eisenmineral Hämatit in verwitterten Schichten umgewandelt wurde. Solche Reaktionen und Muster kennt man auch auf der Erde. Dort interpretiert man sie meist als versteinerte Überreste von Mikroorganismen. Obwohl sie als eine der stärksten Biosignaturen gelten, die je auf dem Mars gefunden wurden, ist dies kein definitiver Beweis für Leben. Die Flecken könnten auch durch rein geologische, nicht-biologische Prozesse entstanden sein.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-image-2000-aea2368026d4b0f4e13aafe7a7a9a3b3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mastcam-Z betrachtet ihren Arbeitsbereich am Cheyava-Falls-Felsen Perseverance setzte das Instrument Mastcam-Z am Kopf des Marsrovers ein, um den Arbeitsbereich um die von einem Felsen mit dem Spitznamen „Cheyava Falls“ entnommene Probe zu untersuchen. Ganz links ist ein Bohrloch zu sehen, aus dem der Rover am 21. Juli 2024 eine Probe entnommen hat. Rechts befindet sich der Felsen mit dem Spitznamen „Steamboat Mountain“. Auf jedem ist eine kreisförmige, weiße Abriebstelle erkennbar. Hier hat der Rover mit einem Abriebwerkzeug etwas Oberfläche des Gesteins abgetragen, um die Zusammensetzung genauer zu untersuchen. Die Bilder, aus denen diese Komposition besteht, wurden am 23. Juli 2024, dem 1.217. Tag (Sol) der Mars-2020-Mission, von der Mastcam-Z aufgenommen. Die Arizona State University leitet den Betrieb des Instruments und arbeitete dabei mit Malin Space Science Systems in San Diego an der Entwicklung, Herstellung, Erprobung und dem Betrieb der Kameras sowie mit dem Niels-Bohr-Institut der Universität Kopenhagen an der Entwicklung, Herstellung und Erprobung der Kalibrierung zusammen. Das DLR-Institut für Weltraumforschung in Berlin ist mit einem Forschungsteam maßgeblich an der taktischen und strategischen Planung von Aufnahmen mit dem Kamerasystem beteiligt. Credit: NASA / JPL-Caltech / Malin Space Science Systems (MSSS) / Arizona State University (ASU)" data-rl_caption="" title="Mastcam-Z betrachtet ihren Arbeitsbereich am Cheyava-Falls-Felsen Perseverance setzte das Instrument Mastcam-Z am Kopf des Marsrovers ein, um den Arbeitsbereich um die von einem Felsen mit dem Spitznamen „Cheyava Falls“ entnommene Probe zu untersuchen. Ganz links ist ein Bohrloch zu sehen, aus dem der Rover am 21. Juli 2024 eine Probe entnommen hat. Rechts befindet sich der Felsen mit dem Spitznamen „Steamboat Mountain“. Auf jedem ist eine kreisförmige, weiße Abriebstelle erkennbar. Hier hat der Rover mit einem Abriebwerkzeug etwas Oberfläche des Gesteins abgetragen, um die Zusammensetzung genauer zu untersuchen. Die Bilder, aus denen diese Komposition besteht, wurden am 23. Juli 2024, dem 1.217. Tag (Sol) der Mars-2020-Mission, von der Mastcam-Z aufgenommen. Die Arizona State University leitet den Betrieb des Instruments und arbeitete dabei mit Malin Space Science Systems in San Diego an der Entwicklung, Herstellung, Erprobung und dem Betrieb der Kameras sowie mit dem Niels-Bohr-Institut der Universität Kopenhagen an der Entwicklung, Herstellung und Erprobung der Kalibrierung zusammen. Das DLR-Institut für Weltraumforschung in Berlin ist mit einem Forschungsteam maßgeblich an der taktischen und strategischen Planung von Aufnahmen mit dem Kamerasystem beteiligt. Credit: NASA / JPL-Caltech / Malin Space Science Systems (MSSS) / Arizona State University (ASU)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="526" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-image-2000-aea2368026d4b0f4e13aafe7a7a9a3b3-526x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150724" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-image-2000-aea2368026d4b0f4e13aafe7a7a9a3b3-526x225-1.jpg 526w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-image-2000-aea2368026d4b0f4e13aafe7a7a9a3b3-526x225-1-300x128.jpg 300w" sizes="(max-width: 526px) 100vw, 526px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Mastcam-Z betrachtet ihren Arbeitsbereich am Cheyava-Falls-Felsen</mark><br>Perseverance setzte das Instrument Mastcam-Z am Kopf des Marsrovers ein, um den Arbeitsbereich um die von einem Felsen mit dem Spitznamen „Cheyava Falls“ entnommene Probe zu untersuchen. Ganz links ist ein Bohrloch zu sehen, aus dem der Rover am 21. Juli 2024 eine Probe entnommen hat. Rechts befindet sich der Felsen mit dem Spitznamen „Steamboat Mountain“. Auf jedem ist eine kreisförmige, weiße Abriebstelle erkennbar. Hier hat der Rover mit einem Abriebwerkzeug etwas Oberfläche des Gesteins abgetragen, um die Zusammensetzung genauer zu untersuchen. Die Bilder, aus denen diese Komposition besteht, wurden am 23. Juli 2024, dem 1.217. Tag (Sol) der Mars-2020-Mission, von der Mastcam-Z aufgenommen. Die Arizona State University leitet den Betrieb des Instruments und arbeitete dabei mit Malin Space Science Systems in San Diego an der Entwicklung, Herstellung, Erprobung und dem Betrieb der Kameras sowie mit dem Niels-Bohr-Institut der Universität Kopenhagen an der Entwicklung, Herstellung und Erprobung der Kalibrierung zusammen. Das DLR-Institut für Weltraumforschung in Berlin ist mit einem Forschungsteam maßgeblich an der taktischen und strategischen Planung von Aufnahmen mit dem Kamerasystem beteiligt.<br><mark>Credit: NASA / JPL-Caltech / Malin Space Science Systems (MSSS) / Arizona State University (ASU)</mark></em></figcaption></figure>



<p>Das DLR ist im internationalen Missionsteam von Mars 2020 und Rover Perseverance vertreten. So ist das DLR-Institut für Weltraumforschung in Berlin maßgeblich an der taktischen und strategischen Planung von Aufnahmen mit dem Kamerasystem Mastcam-Z beteiligt. Zudem wirken die Expertinnen und Experten an der wissenschaftlichen Auswertung und Prozessierung der Bilddaten mit. In die Bildverarbeitung fließen Erfahrungen aus Missionen wie zum Beispiel Mars Express, Dawn oder dem Lander MASCOT an Bord von Hayabusa2 ein. Diese Expertise ermöglicht es, dreidimensionale Geländemodelle zu erstellen, geologische Strukturen präzise zu analysieren und geeignete geografische Ziele für weiterführende Untersuchungen auszuwählen.</p>



<p>Darüber hinaus ist das Berliner DLR-Institut am operationellen Betrieb und an der Analyse von Messungen des Instruments SuperCam beteiligt – das mit der darunter angebrachten Mastcam-Z am Mastkopf von Perseverance sozusagen das „Gesicht des Rovers“ bildet. SuperCam nutzt verschiedene spektroskopische Methoden zur Analyse des Marsbodens, wobei zwei dieser Methoden einen gepulsten Laser zur Anregung verschiedener physikalischer Phänomene nutzen. Hinzu kommt die sogenannte passive Reflektions-Spektroskopie. Die verschiedenen rein optischen Methoden erlauben es, dass das SuperCam-Instrument Stellen im Abstand von mehreren Metern um den Rover herum geochemisch und mineralogisch analysiert.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-image-1000-e77c542ffc416f12fd13b38617758c1e.jpeg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mastcam-Z Detailaufnahme des Flugmodels der Mastcam-Z vor der Auslieferung und Montage am JPL der NASA im Mai 2019. Es ist ein Mehrfarben-Stereo-Bildgebungssystem an Bord des NASA-Marsrovers Perseverance. Es nutzt zwei fokussierbare und zoomfähige Kameras am Kopf des Roverhalses und erstellt Bilder im für das menschliche Auge sichtbaren Bereich (Rot, Grün, Blau, kurz RGB) sowie im ultravioletten und infraroten Bereich, die beide knapp außerhalb des menschlichen Sehspektrums aufzunehmen. Die Kameras liegen hier – im Vergleich zu ihrer finalen Montage am Fernerkundungsmast des Marsrovers Perseverance – auf dem Kopf. Das Taschenmesser ist etwa 10 Zentimeter lang und dient als Größenreferenz. Credit: Malin Space Science Systems (MSSS) / Arizona State University (ASU)" data-rl_caption="" title="Mastcam-Z Detailaufnahme des Flugmodels der Mastcam-Z vor der Auslieferung und Montage am JPL der NASA im Mai 2019. Es ist ein Mehrfarben-Stereo-Bildgebungssystem an Bord des NASA-Marsrovers Perseverance. Es nutzt zwei fokussierbare und zoomfähige Kameras am Kopf des Roverhalses und erstellt Bilder im für das menschliche Auge sichtbaren Bereich (Rot, Grün, Blau, kurz RGB) sowie im ultravioletten und infraroten Bereich, die beide knapp außerhalb des menschlichen Sehspektrums aufzunehmen. Die Kameras liegen hier – im Vergleich zu ihrer finalen Montage am Fernerkundungsmast des Marsrovers Perseverance – auf dem Kopf. Das Taschenmesser ist etwa 10 Zentimeter lang und dient als Größenreferenz. Credit: Malin Space Science Systems (MSSS) / Arizona State University (ASU)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-image-1000-e77c542ffc416f12fd13b38617758c1e-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150722" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-image-1000-e77c542ffc416f12fd13b38617758c1e-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-image-1000-e77c542ffc416f12fd13b38617758c1e-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Mastcam-Z</mark><br>Detailaufnahme des Flugmodels der Mastcam-Z vor der Auslieferung und Montage am JPL der NASA im Mai 2019. Es ist ein Mehrfarben-Stereo-Bildgebungssystem an Bord des NASA-Marsrovers Perseverance. Es nutzt zwei fokussierbare und zoomfähige Kameras am Kopf des Roverhalses und erstellt Bilder im für das menschliche Auge sichtbaren Bereich (Rot, Grün, Blau, kurz RGB) sowie im ultravioletten und infraroten Bereich, die beide knapp außerhalb des menschlichen Sehspektrums aufzunehmen. Die Kameras liegen hier – im Vergleich zu ihrer finalen Montage am Fernerkundungsmast des Marsrovers Perseverance – auf dem Kopf. Das Taschenmesser ist etwa 10 Zentimeter lang und dient als Größenreferenz.<br><mark>Credit: Malin Space Science Systems (MSSS) / Arizona State University (ASU)</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Mastcam-Z verschafft 3D-Blick auf eine uralte Flusslandschaft des Mars</strong><br>Mastcam-Z ist das hochauflösende, zoombare (daher das „Z“ im Namen) Kamerasystem des Rovers. Es befindet sich am Mast in etwa zwei Metern Höhe über dem Marsboden – vergleichbar mit der Augenhöhe eines stehenden Menschen – und besteht aus zwei Kameras im Abstand von 24,2 Zentimetern, die stereoskopische 3D-Aufnahmen ermöglichen. Das System liefert Panorama-Farbbilder, Videos und detailreiche Nahaufnahmen mit einer maximalen Auflösung von 1.600 mal 1.200 Pixel. Je nach Entfernung können Strukturen im Submillimeterbereich sichtbar gemacht werden. Die Zoomfunktion erlaubt es, auch weiter entfernte geologische Ziele präzise zu untersuchen. Für zusätzliche wissenschaftliche Untersuchungen verfügen die beiden Mastcam-Z-Kameras jeweils über ein Filterrad hinter der Optik. Die multispektralen Bilder helfen der Forschung dabei, die Marslandschaft auf die Vielfalt ihrer Zusammensetzung hin zu untersuchen. Die vom DLR mitverantwortete Planung der Bildsequenzen ist entscheidend, um wissenschaftlich relevante Strukturen im ehemaligen Flussdelta des Jezero-Kraters systematisch zu dokumentieren.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-image-1000-7fca2f033f214481b3bd2ee666353d9d.jpeg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="SuperCam Die SuperCam an Bord des Rovers Perseverance untersucht die Zusammensetzung von Gesteinen und Böden auf der Marsoberfläche mithilfe einer Kamera, eines Lasers und unterschiedlichen spektroskopischen Methoden. Sie kann die chemische und mineralische Zusammensetzung von Stellen auf dem Roten Planeten bestimmen, die nur ein paar Millimeter groß sind – und das aus einer Entfernung von über sieben Metern. Dieses Instrument wurde vom Los Alamos National Laboratory (LANL), USA, und dem Institut de Recherche en Astrophysique et Planétologie (IRAP) / Centre National d’Etudes Spatiales (CNES) in Frankreich entwickelt. Das DLR ist am operationellen Betrieb und an der Analyse von Messungen der SuperCam beteiligt. Credit: CNES" data-rl_caption="" title="SuperCam Die SuperCam an Bord des Rovers Perseverance untersucht die Zusammensetzung von Gesteinen und Böden auf der Marsoberfläche mithilfe einer Kamera, eines Lasers und unterschiedlichen spektroskopischen Methoden. Sie kann die chemische und mineralische Zusammensetzung von Stellen auf dem Roten Planeten bestimmen, die nur ein paar Millimeter groß sind – und das aus einer Entfernung von über sieben Metern. Dieses Instrument wurde vom Los Alamos National Laboratory (LANL), USA, und dem Institut de Recherche en Astrophysique et Planétologie (IRAP) / Centre National d’Etudes Spatiales (CNES) in Frankreich entwickelt. Das DLR ist am operationellen Betrieb und an der Analyse von Messungen der SuperCam beteiligt. Credit: CNES" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-image-1000-7fca2f033f214481b3bd2ee666353d9d-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150720" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-image-1000-7fca2f033f214481b3bd2ee666353d9d-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-image-1000-7fca2f033f214481b3bd2ee666353d9d-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>SuperCam</mark><br>Die SuperCam an Bord des Rovers Perseverance untersucht die Zusammensetzung von Gesteinen und Böden auf der Marsoberfläche mithilfe einer Kamera, eines Lasers und unterschiedlichen spektroskopischen Methoden. Sie kann die chemische und mineralische Zusammensetzung von Stellen auf dem Roten Planeten bestimmen, die nur ein paar Millimeter groß sind – und das aus einer Entfernung von über sieben Metern. Dieses Instrument wurde vom Los Alamos National Laboratory (LANL), USA, und dem Institut de Recherche en Astrophysique et Planétologie (IRAP) / Centre National d&#8217;Etudes Spatiales (CNES) in Frankreich entwickelt. Das DLR ist am operationellen Betrieb und an der Analyse von Messungen der SuperCam beteiligt.<br><mark>Credit: CNES</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>SuperCam – chemische und mineralogische Analyse per Laser</strong><br>Die SuperCam, das „Zyklopenauge“ von Perseverance, kombiniert Kamera, Laser und mehrere Messprinzipien, um die chemische und mineralogische Zusammensetzung von Gesteinen und Böden zu bestimmen. Selbst aus einer Entfernung von über sieben Metern kann das Instrument Material analysieren, das nur wenige Millimeter groß ist.<br>Die vom Rover gewonnenen Daten geben Aufschluss über Entstehungsbedingungen und mögliche biologische Signaturen. DLR-Expertinnen und -Experten sind an der Erfassung und Auswertung der Spektraldaten beteiligt und tragen dazu bei, die untersuchten Stellen auf dem Mars umfangreich zu charakterisieren, vielversprechende Stellen für Aufnahmen von Bodenproben auszuwählen und diese mit möglichst vielen In-situ-Daten in Kontext zu setzen. Das DLR-Team in Berlin hat einzigartige Laborexperimente aufgebaut, die es erlauben, insbesondere die Marsdaten der SuperCam besser zu verstehen und auszuwerten.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/7-image-1000-70820939c2a8c0cc8d437faaa5624fba.gif" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Anklicken: Animation der Marswetterstation MEDA Einer von zwei Windsensoren ragt aus dem Mast des NASA-Marsrovers Perseverance heraus. Diese Sensoren sind Teil des Mars Environmental Dynamics Analyzer (MEDA), dem Wetterinstrumentarium des Marsrovers Perseverance. Credit:NASA/JPL-Caltech" data-rl_caption="" title="Anklicken: Animation der Marswetterstation MEDA Einer von zwei Windsensoren ragt aus dem Mast des NASA-Marsrovers Perseverance heraus. Diese Sensoren sind Teil des Mars Environmental Dynamics Analyzer (MEDA), dem Wetterinstrumentarium des Marsrovers Perseverance. Credit:NASA/JPL-Caltech" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/7-image-1000-70820939c2a8c0cc8d437faaa5624fba.jpg" alt="" class="wp-image-150729" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/7-image-1000-70820939c2a8c0cc8d437faaa5624fba.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/7-image-1000-70820939c2a8c0cc8d437faaa5624fba-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Anklicken: Animation der Marswetterstation MEDA</mark><br>Einer von zwei Windsensoren ragt aus dem Mast des NASA-Marsrovers Perseverance heraus. Diese Sensoren sind Teil des Mars Environmental Dynamics Analyzer (MEDA), dem Wetterinstrumentarium des Marsrovers Perseverance.<br><mark>Credit:NASA/JPL-Caltech</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>MEDA – eine mobile Wetterstation auf dem Mars</strong><br>Außerdem unterstützt das DLR bei der Kalibrierung von Sensoren und auch der Datenauswertung des Mars Environmental Dynamics Analyzers (MEDA), der das Marswetter erfasst. Mit MEDA verfügt Perseverance über eine umfassende Umweltmessstation. Sensoren an Mast und Rumpf des Rovers erfassen Windgeschwindigkeit und -richtung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie Eigenschaften von Staubpartikeln in der Atmosphäre des Roten Planeten. Die kontinuierlichen Messungen liefern einen regelmäßigen „Mars-Wetterbericht“ aus dem Jezero-Krater. Das DLR-Institut für Weltraumforschung ist an der Kalibrierung einzelner Sensoren sowie an der wissenschaftlichen Analyse der Daten beteiligt. Diese Informationen sind nicht nur für das Verständnis des heutigen Klimas wichtig, sondern auch für die Planung weiterer Missionen – etwa im Hinblick auf Staubbelastung und andere atmosphärische Bedingungen, denen zukünftige Rover und auch Menschen auf der Marsoberfläche ausgesetzt sein werden.</p>



<p><strong>Heimat und Arbeitsort des Rovers im Blick von Mars Express</strong><br>Bereits vor der Landung von Perseverance hat die ESA-Raumsonde Mars Express – an der das DLR mit der hochauflösenden Stereokamera HRSC (High Resolution Stereo Camera) beteiligt ist – Aufnahmen und digitale Geländemodelle des Jezero-Kraters geliefert. Die HRSC an Bord von Mars Express kartierte die Region dreidimensional und dokumentierte das verzweigte Kanalsystem des ehemaligen Flussdeltas. Diese Daten aus der Umlaufbahn des Mars-Express-Orbiters lieferten im Vorfeld der Mission Mars 2020 wichtige geologische Informationen zur Auswahl des Landegebiets für Perseverance und bilden bis heute den großräumigen Kontext für die Untersuchungen durch den Rover vor Ort.</p>



<p><strong>Ein Video mit einem simulierten Überflug über den Krater Jezero auf dem Mars ist in der Originalveröffentlichung auf der Seite des DLR verfügbar</strong> (bitte nach unten scrollen): <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/happy-anniversary-marsrover-perseverance" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Flug über den Krater Jezero &#8211; Landestelle der Mission Mars 2020</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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		<title>Erinnert: Sigmund Jähn wäre heute 89 Jahre alt geworden.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erinnert-an-sigmund-jahn-89/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 06:49:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Salut 6]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus 29]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=150558</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sigmund Jähn wurde am 13. Februar 1937 in Morgenröthe-Rautenkranz (Vogtland) geboren. Er flog als erster Deutscher in den Weltraum. Am 21.September 2019 starb er in Strausberg (Brandenburg). Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum: Verwandte Artikel:</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-medium-font-size advgb-dyn-47209f90">Sigmund Jähn wurde am 13. Februar 1937 in Morgenröthe-Rautenkranz (Vogtland) geboren.</p>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size advgb-dyn-b9bcef0f"><strong>Er flog als erster Deutscher in den Weltraum.</strong></p>



<p class="has-text-align-center">Am 21.September 2019 starb er in Strausberg (Brandenburg).</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="500" height="500" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/jaehn1_500.webp" alt="" class="wp-image-150567" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/jaehn1_500.webp 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/jaehn1_500-300x300.webp 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/jaehn1_500-150x150.webp 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/jaehn1_500-120x120.webp 120w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption class="wp-element-caption">(Bild: Uwe Titscher / 2008)</figcaption></figure>



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		<item>
		<title>Team Bremen gewinnt 500.000 Euro Preisgeld bei ESA-Wettbewerb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/team-bremen-gewinnt-500-000-euro-preisgeld-bei-esa-wettbewerb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Dec 2025 14:24:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[DFKI]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[LUNA Halle]]></category>
		<category><![CDATA[Regolith]]></category>
		<category><![CDATA[Space Resources Challenge]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumrobotik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=149577</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Aufgabe der aktuellen ESA Space Resources Challenge war es, Technologien für die Aufbereitung von Mondstaub (Regolith) zu entwickeln. Aus Regolith können zum Beispiel Sauerstoff und Baumaterialien direkt vor Ort auf dem Mond gewonnen werden. Das DLR und das DFKI treten zusammen als Team BREMEN bei dem Wettbewerb an und testeten Ihr System in der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Aufgabe der aktuellen ESA Space Resources Challenge war es, Technologien für die Aufbereitung von Mondstaub (Regolith) zu entwickeln. Aus Regolith können zum Beispiel Sauerstoff und Baumaterialien direkt vor Ort auf dem Mond gewonnen werden. Das DLR und das DFKI treten zusammen als Team BREMEN bei dem Wettbewerb an und testeten Ihr System in der LUNA-Halle in Köln.<br>Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2025/team-bremen-startet-bei-der-esa-space-resources-challenge-2025" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR / Pressemitteilungen</a>, 9. Dezember 2025</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-image-2000-cca23fc2cd51f8eccdb0dba92f8d181d.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Team BREMEN während der ESA Space Resources Challenge 2025 in der LUNA-Halle beim DLR in Köln Das System, bestehend aus dem mobilen Rover „Coyote III“ (links) und einer stationären Aufbereitungseinheit (rechts), kann Mondstaub sammeln und sortieren. Aus Mondstaub sollen zukünftig Ressourcen wie Sauerstoff und Baumaterialien direkt vor Ort auf dem Mond gewonnen werden können. Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten" data-rl_caption="" title="Team BREMEN während der ESA Space Resources Challenge 2025 in der LUNA-Halle beim DLR in Köln Das System, bestehend aus dem mobilen Rover „Coyote III“ (links) und einer stationären Aufbereitungseinheit (rechts), kann Mondstaub sammeln und sortieren. Aus Mondstaub sollen zukünftig Ressourcen wie Sauerstoff und Baumaterialien direkt vor Ort auf dem Mond gewonnen werden können. Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-image-2000-cca23fc2cd51f8eccdb0dba92f8d181d-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149568" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-image-2000-cca23fc2cd51f8eccdb0dba92f8d181d-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-image-2000-cca23fc2cd51f8eccdb0dba92f8d181d-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Team BREMEN während der ESA Space Resources Challenge 2025 in der LUNA-Halle beim DLR in Köln<br>Das System, bestehend aus dem mobilen Rover „Coyote III“ (links) und einer stationären Aufbereitungseinheit (rechts), kann Mondstaub sammeln und sortieren. Aus Mondstaub sollen zukünftig Ressourcen wie Sauerstoff und Baumaterialien direkt vor Ort auf dem Mond gewonnen werden können.<br>Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten</figcaption></figure>



<p>Die Tests der zweiten ESA Space Resources Challenge sind vorbei. Team BREMEN (Benefication of REgolith and Mobile Excavation) gewinnt das Preisgeld in Höhe von 500.000 Euro. Vereint im Team BREMEN haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) Technologien für die Aufbereitung von Mondstaub (Regolith) entwickelt.</p>



<p>Acht Teams waren bei der ESA Space Resources Challenge 2025 gegeneinander in der LUNA-Halle in Köln angetreten. In der LUNA-Halle können künftige astronautische und robotische Mondmissionen vorbereitet werden. Die Anlage ist ein gemeinsames Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Europäischen Weltraumorganisation ESA am DLR-Standort Köln.</p>



<p>Die Aufgabe der aktuellen ESA Space Resources Challenge war es, Technologien für die Aufbereitung von Mondstaub, in der Fachsprache Regolith genannt, zu entwickeln. Aus Regolith können zum Beispiel Sauerstoff und Baumaterialien direkt vor Ort auf dem Mond gewonnen werden. Ziel ist es, künftig eine nachhaltige und unabhängige Versorgung künftiger Astronautinnen und Astronauten sicherzustellen.</p>



<p id="6b478fb9-d4ce-4840-ae4f-9e2a1a93687b"><strong>Mobiler Rover zur Gewinnung von Ressourcen aus Mondstaub</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-image-2000-564473d0a0d24d4a252c1d9719e17d6b.jpeg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mobiler Mondrover „Coyote III“ Coyote III soll bei zukünftigen astronautischen Mondmissionen Regolith (Fachbegriff für Mondstaub) sammeln. Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)" data-rl_caption="" title="Mobiler Mondrover „Coyote III“ Coyote III soll bei zukünftigen astronautischen Mondmissionen Regolith (Fachbegriff für Mondstaub) sammeln. Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-image-2000-564473d0a0d24d4a252c1d9719e17d6b-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149570" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-image-2000-564473d0a0d24d4a252c1d9719e17d6b-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-image-2000-564473d0a0d24d4a252c1d9719e17d6b-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Mobiler Mondrover „Coyote III“<br>Coyote III soll bei zukünftigen astronautischen Mondmissionen Regolith (Fachbegriff für Mondstaub) sammeln.<br>Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)</figcaption></figure>



<p>Das Ausgangszenario: Wir schreiben die 2040er Jahre. Auf dem Mond sind dauerhaft Menschen stationiert. Mondrohstoffe werden direkt vor Ort abgebaut und genutzt. Um Ressourcen wie Sauerstoff oder Metalle effizient zu gewinnen, müssen die Astronautinnen und Astronauten Regolithpartikel zuvor nach Größen sortieren.</p>



<p>Für dieses Zukunftsszenario vereint Team BREMEN schon heute zwei starke Partner: das DLR-Institut für Raumfahrtsysteme mit seiner Expertise im Bereich Sammlung und Verarbeitung von Materialien auf Himmelskörpern wie Asteroiden oder dem Mond sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das eng mit der Universität Bremen kooperiert. Das DFKI hat eine weltweit anerkannten Kompetenz in der Weltraumrobotik. Gemeinsam entwickeln sie ein modulares System bestehend aus dem mobilen Rover „Coyote III“, der das Regolith sammelt und dann zu einer stationären Aufbereitungseinheit bringt, wo es nach Größe sortiert und für die weitere Verarbeitung vorbereitet wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-image-2000-e2990835c512bfa0cad2e63ce544d78f.jpeg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Rover übergibt das gesammelte Regolith an eine stationäre Aufbereitungseinheit Hier werden die Gesteinsteilchen nach Größen sortiert, um in einem späteren Schritt Ressourcen wie Sauerstoff oder Metalle aus dem Material zu gewinnen. Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)" data-rl_caption="" title="Der Rover übergibt das gesammelte Regolith an eine stationäre Aufbereitungseinheit Hier werden die Gesteinsteilchen nach Größen sortiert, um in einem späteren Schritt Ressourcen wie Sauerstoff oder Metalle aus dem Material zu gewinnen. Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-image-2000-e2990835c512bfa0cad2e63ce544d78f-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149572" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-image-2000-e2990835c512bfa0cad2e63ce544d78f-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-image-2000-e2990835c512bfa0cad2e63ce544d78f-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Rover übergibt das gesammelte Regolith an eine stationäre Aufbereitungseinheit<br>Hier werden die Gesteinsteilchen nach Größen sortiert, um in einem späteren Schritt Ressourcen wie Sauerstoff oder Metalle aus dem Material zu gewinnen.<br>Credit: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)</figcaption></figure>



<p>„Unser Ziel ist es, Technologien zu entwickeln, die einen nachhaltigen Aufenthalt auf dem Mond ermöglichen. Dafür braucht es Lösungen, die sich direkt vor Ort bewähren – und genau das testen wir in diesem Wettbewerb. Unser System hat sehr gut funktioniert und wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen“, sagt Dr. Paul Zabel, Projektleiter am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme.</p>



<p>„Robotik ist der Schlüssel, um Menschen im All zu entlasten. Mit unserem Rover ‚Coyote III‘&nbsp;konnten wir demonstrieren, wie ein mechanisch robuster, geländegängiger und modular erweiterbarer Roboter zuverlässig Daten sammelt, auswertet und sich sicher und effizient auf mondähnlichem Terrain bewegen kann“, ergänzt Dr. Mehmed Yüksel, Leiter der Abteilung Space Robotics am DFKI.</p>



<p id="dd1409fb-0be0-4ce9-ab99-dd4cc0c62dac"><strong>Team BREMEN im internationalen Wettbewerb</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/4-image-2000-6965f1ca861dc6491ad6807764f0aae6.jpeg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Teammitglieder beobachten den Test in der LUNA-Halle aus dem Leitstand Die anfallenden Daten nutzt Team BREMEN im Anschluss des Tests für die Auswertung. Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten" data-rl_caption="" title="Die Teammitglieder beobachten den Test in der LUNA-Halle aus dem Leitstand Die anfallenden Daten nutzt Team BREMEN im Anschluss des Tests für die Auswertung. Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/4-image-2000-6965f1ca861dc6491ad6807764f0aae6-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149575" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/4-image-2000-6965f1ca861dc6491ad6807764f0aae6-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/4-image-2000-6965f1ca861dc6491ad6807764f0aae6-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Teammitglieder beobachten den Test in der LUNA-Halle aus dem Leitstand<br>Die anfallenden Daten nutzt Team BREMEN im Anschluss des Tests für die Auswertung.<br>Credit: © DLR. Alle Rechte vorbehalten</figcaption></figure>



<p>Neben Team BREMEN aus Deutschland sind Teams aus Polen, Kanada, Dänemark und Großbritannien beim Wettbewerb dabei. Jedes Team bringt seine Expertise in Robotik, Materialwissenschaft und Weltraumtechnik ein.</p>



<p>Bremen gilt als „City of Space“ und profitiert von seiner einzigartigen Forschungs- und Industrieinfrastruktur. Neben dem DLR und DFKI sind zahlreiche Unternehmen und Hochschulen in Bremen angesiedelt, die im Bereich Raumfahrt, Robotik und Hightech forschen.</p>



<p id="c179273c-46d2-4cd3-8102-61ea0b61ea52"><strong>Weiterführende Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://src.esa.int/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ESA Space Rescources Challenge</a></li>



<li><a href="https://src.esa.int/bremen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Team BREMEN bei der ESA Space Resources Challenge</a></li>



<li>DLR-Standorte <a href="https://www.dlr.de/de/das-dlr/standorte-und-bueros/bremen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Bremen</a> und <a href="https://www.dlr.de/de/das-dlr/standorte-und-bueros/koeln" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Köln</a></li>



<li><a href="https://www.dlr.de/de/irs" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR-Institut für Raumfahrtsysteme</a></li>



<li><a href="https://www.dfki.de/web" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz</a></li>
</ul>



<p><strong>Über die ESA Space Rescources Challenge</strong></p>



<p>ESA Space Resources Challenge ist eine 2021 von ESA und und dem European Space Resources Innovation Centre (ESRIC) ins Leben gerufene Initiative zur Förderung von Innovationen. Sie soll dazu anregen, innovative Lösungen für das europäische Raumfahrtprogramm zu entwickeln. Der Wettbewerb ermutigt Industrie und Forschungseinrichtungen, sich um einen Preis zu bewerben. Die ESA Space Resources Challenge soll dazu beitragen, Innovation zu fördern, indem sie die internationale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Forschungsorganisationen zur Weiterentwicklung von Weltraumressourcen anregt. Der Wettbewerb läuft noch bis November 2025. Dann werden die Gewinner-Teams bekanntgegeben. Das insgesamt beste Team erhält Preisgeld der ESA im Wert von 500.000 Euro für weitere Forschungsarbeiten. Das beste Team in der Kategorie „Sortierung des Regoliths“ erhält von der Luxembourg Space Agency (LSA) und ESRIC bis zu 250.000 Euro.</p>



<p><strong>Über LUNA</strong></p>



<p>Die LUNA Analog Facility in Köln ist eine weltweit einzigartige Anlage zur Vorbereitung künftiger astronautischer und robotischer Mondmissionen. In der LUNA-Halle befindet sich unter anderem eine 700 Quadratmeter große simulierte Mondoberfläche. Sie ist gefüllt mit „Mondstaub“, der dem echten Regolith täuschend ähnlich ist. Steine und Felsen sind der Mondgeologie nachempfunden und ein Sonnensimulator erzeugt Lichtverhältnisse wie auf dem Mond. Ein um drei Meter abgesenkter Bereich erlaubt etwa das Testen von Bohrtechniken. Auf einer verstellbaren Rampe können künftig Versuche mit einer schrägen Ebene durchgeführt werden.</p>



<p>Das „Gravity Offloading System“ wird demnächst die Schwerkraft des Monds nachbilden: Dazu werden an der Decke Laufwagen und Seilsysteme installiert, sodass sich Astronautinnen und Astronauten oder Rover wie auf dem Mond mit einem Sechstel ihres eigenen Gewichts bewegen. Seit einigen Monaten steht das FLEXhab, ein Wohnbereich für astronautische Missionen, bereit. Als weiteres externes Modul wird das Forschungsgewächshaus EDEN LUNA angebunden. LUNA ist am 25. September 2024 offiziell eröffnet worden. Das Land NRW fördert das Gemeinschaftsprojekt von DLR und ESA mit 25 Millionen Euro.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3365.msg581902#msg581902" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DLR</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20305.msg581919#msg581919" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA &#8211; LUNA Simulationsanlage in Köln</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Endmontage von Ariane-Oberstufentriebwerk Vinci künftig in Lampoldshausen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/endmontage-von-ariane-oberstufentriebwerk-vinci-kuenftig-in-lampoldshausen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2025 07:31:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ariane 6]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anke Kaysser-Pyzalla]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane]]></category>
		<category><![CDATA[ArianeGroup]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Lampoldshausen]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfstand P4.1]]></category>
		<category><![CDATA[Vernon]]></category>
		<category><![CDATA[Vinci]]></category>
		<category><![CDATA[Walther Pelzer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Vinci-Oberstufentriebwerk der Ariane-6-Rakete wird in Zukunft in Lampoldshausen montiert werden. Die entsprechende Vereinbarung wurde am 24. Oktober 2025 unterzeichnet. Das DLR und ArianeGroup haben sich gemeinsam für diesen Schritt eingesetzt.Eine Pressemitteilung des deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Quelle: DLR Pressemitteilung, 24. Oktober 2025 In Zukunft wird ArianeGroup Deutschland das Oberstufentriebwerk der Trägerrakete [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Vinci-Oberstufentriebwerk der Ariane-6-Rakete wird in Zukunft in Lampoldshausen montiert werden. Die entsprechende Vereinbarung wurde am 24. Oktober 2025 unterzeichnet. Das DLR und ArianeGroup haben sich gemeinsam für diesen Schritt eingesetzt.<br>Eine Pressemitteilung des deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt <a href="https://www.dlr.de/de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR</a>.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2025/endmontage-von-ariane-oberstufentriebwerk-vinci-kuenftig-in-lampoldshausen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR Pressemitteilung</a>, 24. Oktober 2025</p>



<p>In Zukunft wird ArianeGroup Deutschland das Oberstufentriebwerk der Trägerrakete Ariane 6 – Vinci – in Lampoldshausen fertigen. Am dortigen Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird die Endmontage des Triebwerks, also der Zusammenbau der Einzelteile wie Turbopumpen, Ventile und Schubkammer zum fertigen Triebwerk stattfinden. Im Anschluss führt die DLR-Einrichtung Raumfahrtantriebe die finalen Tests für das Vinci-Triebwerk am Prüfstand P4.1 durch. Es wird auf seine Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sowie die Einsatzbereitschaft für den Flug geprüft. Das DLR und ArianeGroup haben sich gemeinsam für diesen Schritt eingesetzt und die entsprechende Vereinbarung vorbereitet. Sie wurde am 24. Oktober 2025 von ArianeGroup Deutschland und ArianeGroup Frankreich sowie dem DLR in Lampoldshausen unterschrieben.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/vinci-triebwerk-lampoldshausen.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/vinci-triebwerk-lampoldshausen_400x225.jpg" alt="" class="wp-image-148801" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/vinci-triebwerk-lampoldshausen_400x225.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/vinci-triebwerk-lampoldshausen_400x225-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Das Vinci-Triebwerk der Ariane-6-Rakete am Prüfstand P4.1. in Lampoldshausen</strong><br>Das Vinci-Oberstufentriebwerk der Ariane-6-Rakete wird in Zukunft in Lampoldshausen gefertigt werden. Am dortigen Standort des DLR wird die Endmontage des Triebwerks, also der Zusammenbau der Einzelteile wie Turbopumpen, Ventile und Schubkammer zum fertigen Triebwerk stattfinden. Im Anschluss führt die DLR-Einrichtung Raumfahrtantriebe die finalen Tests für das Vinci-Triebwerk am Prüfstand P4.1 durch, der zusammen mit dem Triebwerk im Bild zu sehen ist. Die entsprechende Vereinbarung wurde am 24. Oktober 2025 unterzeichnet.<br>Credit: <a href="https://www.dlr.de/de/service/impressum" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">© DLR. Alle Rechte vorbehalten</a></figcaption></figure>



<p><strong>Bündelung von Integration und Tests</strong></p>



<p>Damit wird die gesamte Endproduktion und Systemintegration wie auch die Flugabnahmetests des Vinci-Triebwerks von Frankreich (Vernon) nach Deutschland verlagert. Der Einbau des Triebwerks in die Oberstufe der Ariane 6 erfolgt wie bislang in Bremen.</p>



<p>Der DLR-Standort Lampoldshausen ist das europäische Testzentrum für Raumfahrtantriebe – und damit von zentraler Bedeutung für Europas unabhängigen Zugang zum All“, betonte die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla. „Mit unserer einzigartigen Infrastruktur und dem großen Engagement unserer Teams leisten wir hier einen entscheidenden Beitrag zur Zukunft der europäischen Raumfahrt. Die enge Zusammenarbeit von DLR und ArianeGroup in Lampoldshausen zeigt, wie Wissensaustausch, Transfer und industrielle Fertigung ineinandergreifen. Gemeinsam arbeiten wir an der Weiterentwicklung dieses außergewöhnlichen Raumfahrtstandorts – und stärken damit nicht nur Deutschlands, sondern auch Europas Rolle im Weltraum.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/vinci-triebwerk-unterzeichnung.jpeg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/vinci-triebwerk-unterzeichnung_400x225.jpg" alt="" class="wp-image-148803" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/vinci-triebwerk-unterzeichnung_400x225.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/vinci-triebwerk-unterzeichnung_400x225-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Endmontage von Ariane-Oberstufentriebwerk Vinci künftig in Lampoldshausen</strong><br>In Zukunft wird ArianeGroup Deutschland das Oberstufentriebwerk der Trägerrakete Ariane 6 – Vinci – in Lampoldshausen fertigen. Das DLR und ArianeGroup haben sich gemeinsam für diesen Schritt eingesetzt. Die entsprechende Vereinbarung wurde am 24. Oktober 2025 von ArianeGroup Deutschland und ArianeGroup Frankreich sowie dem DLR in Lampoldshausen unterschrieben. Von links: Philippe Clar, Director Space Transportation Programmes ArianeGroup, Jens Franzeck, Chief Industrial Officer ArianeGroup, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR, Pierre Godart, Chief Financial Officer ArianeGroup, Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Generaldirektor der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, Toni Tolker-Nielsen &#8211; ESA Director of Space Transportation.<br>Credit: <a href="https://www.dlr.de/de/service/impressum" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">© DLR. Alle Rechte vorbehalten</a></figcaption></figure>



<p>„Wir haben allen Grund zur Freude“, sagte Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Generaldirektor der Deutschen Raumfahrtagentur DLR. „Diese Vereinbarung ist der Startschuss für Integration und Tests von Vinci aus einem Guss. Es ist kraftvolles Bekenntnis zum Hochtechnologiestandort Deutschland. Wir sichern nicht nur hochqualifizierte Arbeitsplätze, sondern stärken auch unsere technologische Souveränität. Vinci ist ein wichtiger Motor für Europas Zugang zum All und ein Turbo für unsere Innovationskraft.“</p>



<p>Jens Franzeck, Chief Industrial Officer (CIO) von ArianeGroup, sagte: „Das Vinci-Triebwerk ist ein großartiges Beispiel für die deutsch-französische DNA von ArianeGroup. Die Konzeption des Triebwerks und wichtige technologische Bausteine kommen aus Vernon in der Normandie. Die Entwicklung und die Produktion der Schubkammern findet im Kompetenzzentrum Ottobrunn bei München statt. Die Integration der Vinci-Triebwerke in Lampoldshausen ist Ausdruck der guten Zusammenarbeit mit dem DLR und der Europäischen Weltraumorganisation ESA und unterstreicht unser Bekenntnis zu einem souveränen und vereinten Europa in der Raumfahrt.“</p>



<p><strong>Das Oberstufentriebwerk Vinci</strong></p>



<p>Deutschland hat sich an der Entwicklung der Ariane-6-Rakete mit rund 800 Millionen Euro beteiligt. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR koordiniert dieses deutsche ESA-Budget.</p>



<p>Der Vinci-Antrieb ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit der Ariane-6-Oberstufe aus Bremen. Diese zeichnet sich durch eine lange Lebensdauer, die Möglichkeit, das Triebwerk mehrmals zu zünden und die Verwendung der effizientesten Treibstoffkombination aus flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff aus. Damit kann die Ariane 6 eine Vielzahl unterschiedlicher Missionen fliegen und dabei auch mehrere Nutzlasten in einem Start transportieren.</p>



<p><strong>Kompetenzzentrum für Europas Raumfahrtantriebe</strong></p>



<p>Der DLR-Standort Lampoldshausen ist das europäische Kompetenzzentrum für Raumfahrtantriebe und damit ein Schlüsselstandort für den unabhängigen Zugang Europas zum Weltraum. Seit mehr als sechs Jahrzehnten betreibt die DLR-Einrichtung Raumfahrtantriebe hier einzigartige Prüfstände und Testanlagen für Flüssigkeitsraketentriebwerke – von der Forschung bis zur Flugqualifikation. Ein herausragendes Beispiel für die Leistungsfähigkeit des Standorts ist das Vinci-Oberstufentriebwerk der Ariane 6. Es wurde am Prüfstand P4.1 in Lampoldshausen unter realen Höhenbedingungen für den Erstflug der Ariane 6 qualifiziert – eine in Europa einzigartige Kompetenz. Mit der künftigen Endmontage und den Abnahmetests des Vinci-Triebwerks in Lampoldshausen wird die enge Verzahnung von Entwicklung, Integration und Test weiter gestärkt. Damit festigt der Standort seine Rolle als zentrales Test- und Entwicklungszentrum für Europas Raumfahrtantriebe und als strategischer Baustein der europäischen Raumfahrtinfrastruktur.</p>



<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.dlr.de/de/ar/themen-missionen/raumfahrttechnologien/traegersysteme/ariane-6" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Website der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR zur Ariane-6-Rakete</a></li>



<li><a href="https://www.dlr.de/de/forschung-und-transfer/projekte-und-missionen/ariane-programm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sonderseite zum Ariane-Programm</a></li>



<li><a href="https://www.dlr.de/de/ra" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR-Einrichtung Raumfahrtantriebe</a></li>



<li><a href="https://www.dlr.de/de/das-dlr/standorte-und-bueros/lampoldshausen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR-Standort Lampoldshausen</a></li>
</ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16681.msg580042#msg580042" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane 6 / ESA Programmatik</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sentinel-4 liefert erste Einblicke zu Luftschadstoffen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sentinel-4-liefert-erste-einblicke-zu-luftschadstoffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 11:06:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Copernicus]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Meteosat]]></category>
		<category><![CDATA[Ozon]]></category>
		<category><![CDATA[Schwefeldioxid]]></category>
		<category><![CDATA[Sentinel-4]]></category>
		<category><![CDATA[Stickstoffdioxid]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=148744</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die neue Copernicus-Sentinel-4-Mission hat ihre ersten Bilder geliefert, die Konzentrationen von Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid und Ozon in der Atmosphäre zeigen. Obwohl es sich um vorläufige Bilder handelt, stellen sie einen wichtigen Meilenstein für die Fähigkeit Europas dar, die Luftqualität aus einer geostationären Umlaufbahn in 36 000 Kilometern Höhe über der Erde zu überwachen.Ein Beitrag der europäischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die neue Copernicus-Sentinel-4-Mission hat ihre ersten Bilder geliefert, die Konzentrationen von Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid und Ozon in der Atmosphäre zeigen. Obwohl es sich um vorläufige Bilder handelt, stellen sie einen wichtigen Meilenstein für die Fähigkeit Europas dar, die Luftqualität aus einer geostationären Umlaufbahn in 36 000 Kilometern Höhe über der Erde zu überwachen.<br>Ein Beitrag der europäischen Raumfahrtagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Copernicus/Sentinel-4/Sentinel-4_offers_first_glimpses_of_air_pollutants" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA/Applications/Observing the Earth/Copernicus/Sentinel-4</a>, 21. Oktober 2025</p>



<p>Das im Juli 2025 gestartete Ultraviolett-Sichtbar-Nahinfrarot-Spektrometer Sentinel-4 ist auf dem ersten Meteosat-Satelliten der dritten Generation untergebracht. Diese Dual-Mission-Architektur ermöglicht eine effiziente Nutzung des Satelliten, indem sie meteorologische und atmosphärische Zusammensetzungsüberwachungsfunktionen auf einer einzigen Plattform kombiniert.<br>Das Sentinel-4-Spektrometer befindet sich noch in der Inbetriebnahmephase für seine Betriebsdauer – daher sind die ersten Bilder, die unten zu sehen sind, nur ein erster Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird. Sentinel-4 misst das von der Erdoberfläche und der Atmosphäre reflektierte Sonnenlicht und ermittelt dabei die spektralen Signaturen oder „Fingerabdrücke“ von Spurengasen und Aerosolen in der Atmosphäre. Im Gegensatz zu anderen Satellitensensoren, die die Erde in geringerer Höhe von Pol zu Pol umkreisen, arbeitet Sentinel-4 in einer geostationären Umlaufbahn und beobachtet kontinuierlich dieselbe Region – Europa und Nordafrika – von einer festen Position aus.</p>



<figure class="wp-block-video aligncenter"><video height="432" style="aspect-ratio: 768 / 432;" width="768" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/2506_045_AR_EN.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Sicht von Copernicus Sentinel-4 auf die Stickstoffdioxidkonzentration<br>Credit: ESA/ARG Medialab; Licence: ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p><em>Diese Animation zeigt, wie das Ultraviolett-, Sichtbar- und Nahinfrarot-Spektrometer (UVN) von Copernicus Sentinel-4, das auf dem Satelliten Meteosat Third Generation Sounder (MTG-S1) montiert ist, Stickstoffdioxid über Europa und Nordafrika beobachten kann (NO2-Daten freundlicherweise zur Verfügung gestellt von CAMS). Stickstoffdioxid ist ein Spurengas, das in unserer Atmosphäre entsteht, wenn fossile Brennstoffe verbrannt werden. Das UVN-Spektrometer an Bord von MTG-S1 umkreist die Erde in einer geostationären Umlaufbahn. Es ist die erste Mission zur Überwachung der Luftqualität in Europa aus dieser Umlaufbahn, was bedeutet, dass es seine Position – 36 000 km von der Erdoberfläche entfernt – über dem Äquator beibehält, während sich die Erde dreht. Das Instrument misst das von der Erdoberfläche und der Atmosphäre reflektierte Sonnenlicht sowie das direkt von der Sonne kommende Licht. Wenn Licht durch die Atmosphäre dringt, hinterlassen Spurengase eine Signatur oder einen „Fingerabdruck“ auf dem Licht, das den Satelliten erreicht. Diese Signaturen werden vom UVN-Spektrometer aufgelöst und zur Abschätzung der Menge der in der Atmosphäre vorhandenen Spurengase genutzt.</em></p>



<p>Von diesem Beobachtungspunkt aus kann Sentinel-4 jede Stunde dieselbe Region scannen und nahezu in Echtzeit Aktualisierungen zu wichtigen Bestandteilen der Atmosphäre liefern.<br>Ben Veihelmann, Wissenschaftler der Sentinel-4-Mission der ESA, sagte: „Sentinel-4 ist die erste europäische Mission, die stündliche Beobachtungen der Luftqualität liefern wird. Durch die Erfassung schneller Veränderungen der Luftverschmutzung ist Sentinel-4 ein Meilenstein für die Überwachung und Vorhersage der Luftqualität über Europa.“<br>Sobald das Instrument betriebsbereit ist, wird es regelmäßig die Konzentrationen von Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid, Ozon, Formaldehyd, Glyoxal und Aerosolen kartieren. Diese Daten werden in den Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienst eingespeist.<br>In der Zwischenzeit hat die Mission bereits einige Datensätze geliefert, die alle auf den ersten Messungen vom 8. Oktober basieren.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_nitrogen_dioxide_from_Sentinel-4_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="800" height="398" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_nitrogen_dioxide_from_Sentinel-4_pillars_800x398.jpg" alt="" class="wp-image-148734" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_nitrogen_dioxide_from_Sentinel-4_pillars_800x398.jpg 800w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_nitrogen_dioxide_from_Sentinel-4_pillars_800x398-300x149.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_nitrogen_dioxide_from_Sentinel-4_pillars_800x398-768x382.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Erstes Bild der durch Sentinel-4 ermittelten Stickstoffdioxidbelastung<br>Credit: contains modified Copernicus Sentinel data (2025), processed by IUP-Bremen/DLR/ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p>Didier Martin, Projektleiter für Sentinel-4 bei der ESA, sagte: „Wir sind sehr glücklich über diese ersten vorläufigen Ergebnisse, und mein Dank gilt allen, die an dieser Mission beteiligt sind.<br>„Zunächst einmal, und das ist wohl das Wichtigste, bestätigen sie, dass Sentinel-4 in gutem Zustand ist und dass die Kalibrierung und die Datenverarbeitungsketten auf dem richtigen Weg sind. Das bedeutet im Wesentlichen, dass es auf dem besten Weg ist, Europas erste Mission zu werden, die sich der stündlichen Messung von Luftschadstoffen auf dem gesamten Kontinent widmet.“<br>Das erste Bild (im Banner und oben) zeigt troposphärisches Stickstoffdioxid mit deutlichen Verschmutzungs-Hotspots entlang der Mittelmeerküste und über der italienischen Poebene.<br>Es ist zu beachten, dass Sentinel-4 kein Stickstoffdioxid über bewölkten Gebieten messen kann, weshalb das Bild in bestimmten Bereichen der Karte keine Konzentrationen anzeigt. Das Bild auf der rechten Seite zeigt die Wolkenbedeckung zum Zeitpunkt der Aufnahme.<br>Als wichtiger Luftschadstoff, der bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, beispielsweise in Fahrzeugmotoren, Kraftwerken und Heizungsanlagen, freigesetzt wird, kann sich die Konzentration von Stickstoffdioxid schnell ändern. Es ist nicht nur selbst giftig, sondern trägt auch zur Bildung sekundärer Schadstoffe wie Ozon und Feinstaub bei, die beide schwerwiegende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt haben.<br>Dieses Bild wurde mit Beiträgen des <a href="https://www.iup.uni-bremen.de/deu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Instituts für Umweltphysik der Universität Bremen</a> und des <a href="https://www.dlr.de/en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt</a> erstellt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_sulphur_dioxide_from_Sentinel-4_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_sulphur_dioxide_from_Sentinel-4_pillars_400x400.jpg" alt="" class="wp-image-148737" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_sulphur_dioxide_from_Sentinel-4_pillars_400x400.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_sulphur_dioxide_from_Sentinel-4_pillars_400x400-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_sulphur_dioxide_from_Sentinel-4_pillars_400x400-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_sulphur_dioxide_from_Sentinel-4_pillars_400x400-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Erstes Bild der durch Sentinel-4 ermittelten Schwefeldioxidbelastung<br>Credit: contains modified Copernicus Sentinel data (2025), processed by BIRA/DLR/ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p>Das zweite Bild zeigt die vertikale Säulendichte von Schwefeldioxid. Eine deutliche Wolke ist zu sehen, die aus dem Ätna in Italien aufsteigt und über das Meer in südöstlicher Richtung driftet. Während der Ätna derzeit relativ ruhig ist, werden in Zeiten erhöhter vulkanischer Aktivität in der Regel viel größere Wolken beobachtet.<br>Neben den natürlichen Emissionen von Vulkanen wird Schwefeldioxid auch durch menschliche Aktivitäten freigesetzt, insbesondere durch Schiffe, die hochschwefelhaltige Kraftstoffe verbrennen, und durch Kraftwerke, die Braunkohle verwenden. Schwefeldioxid ist an sich giftig und trägt zur Bildung sekundärer Schadstoffe wie Feinstaub bei, die erhebliche Gesundheits- und Umweltrisiken darstellen.<br>Dieses Bild wurde mit Beiträgen des <a href="https://www.aeronomie.be/en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Königlich-Belgischen Instituts für Weltraum-Aeronomie</a> und des <a href="https://www.dlr.de/en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt</a> bearbeitet.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_ozone_from_Sentinel-4_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_ozone_from_Sentinel-4_pillars_400x400.jpg" alt="" class="wp-image-148739" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_ozone_from_Sentinel-4_pillars_400x400.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_ozone_from_Sentinel-4_pillars_400x400-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_ozone_from_Sentinel-4_pillars_400x400-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/First_image_of_ozone_from_Sentinel-4_pillars_400x400-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Erstes Bild der durch Sentinel-4 ermittelten Ozonbelastung<br>Credit: contains modified Copernicus Sentinel data (2025), processed by DLR/ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p>Das dritte Bild zeigt eine vertikale Ozonsäule. Während Ozon in der Stratosphäre eine wichtige Rolle beim Schutz des Lebens auf der Erde vor schädlicher UV-Strahlung spielt, wirkt Ozon in der unteren Atmosphäre als Schadstoff, der zu schlechter Luftqualität und Atemwegsproblemen beiträgt.<br>Die Ozonwerte liegen hier insgesamt im erwarteten Bereich. Die großräumige Verteilung mit einem Maximum über dem Balkan und Griechenland und einem Minimum über dem Baltikum stimmt mit den Mustern überein, die am selben Tag von älteren Instrumenten wie GOME-2 auf den MetOp-Satelliten und Tropomi auf dem Sentinel-5-Precursor-Satelliten erfasst wurden.<br>Dieses Bild wurde mit Beiträgen des <a href="https://www.dlr.de/en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt</a> verarbeitet.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Europe_and_North_Africa_from_Sentinel-4_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="274" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Europe_and_North_Africa_from_Sentinel-4_pillars_400x274.jpg" alt="" class="wp-image-148741" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Europe_and_North_Africa_from_Sentinel-4_pillars_400x274.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Europe_and_North_Africa_from_Sentinel-4_pillars_400x274-300x206.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Europa und Nordafrika aufgenommen von Sentinel-4<br>Credit: contains modified Copernicus Sentinel data (2025), processed by ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p>Das letzte Bild, das Europa und einen Teil Nordafrikas zeigt, basiert auf den ersten von Sentinel-4 gemessenen Strahlungsspektren der Erde. Die Messungen wurden in Falschfarben verarbeitet, wobei Rot, Grün und Blau zugewiesen wurden, und zeigen wie erwartet Land, Ozeane und Wolken.<br>Simonetta Cheli, Direktorin der Erdbeobachtungsprogramme der ESA, sagte: „Wir sind sehr stolz darauf, gemeinsam mit unseren wichtigsten Partnern – der Europäischen Kommission und Eumetsat – sowie unseren engagierten Teams aus der Industrie zu dieser wichtigen Mission beitragen zu können. Dies ist ein eindrucksvoller Beweis für die Kraft der Zusammenarbeit.<br>Die Mission befindet sich noch in der Inbetriebnahmephase, aber diese ersten Ergebnisse zeigen deutlich, dass alles gut funktioniert. Diese ersten Einblicke sind äußerst ermutigend.<br>Wir freuen uns nun darauf, dass Copernicus Sentinel-4 in den kommenden Monaten voll einsatzfähig wird und dass seine Daten die Bewertung der Luftqualität verbessern und wichtige Informationen für die Vorhersage von Umweltverschmutzungen liefern werden.“</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20602.msg579946#msg579946" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MTG-S1 mit Sentinel-4 auf Falcon 9 (B1085.9)</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/2506_045_AR_EN.mp4" length="3568159" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Ariane 6 – made in Germany</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ariane-6-made-in-germany/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 09:21:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ariane 6]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ArianeGroup]]></category>
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		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Enrichment Technology Company]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch Guyana]]></category>
		<category><![CDATA[Kohlefaser]]></category>
		<category><![CDATA[Lampoldshausen]]></category>
		<category><![CDATA[MT Aerospace]]></category>
		<category><![CDATA[Vinci]]></category>
		<category><![CDATA[Vulcain 2.1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im 16. Jahrhundert entwickelte der deutsche Feuerwerkshersteller Johann Schmidlap eine der ersten zweistufigen Raketen, und die Stufentechnik der Raketentechnik wird auch heute noch verwendet, um Raketen wie die Ariane 6 in die Umlaufbahn zu bringen. Als einer der größten Geldgeber des Ariane-6-Programms führt Deutschland das Erbe Schmidlaps fort, indem es 20,8 % der Finanzierung übernimmt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im 16. Jahrhundert entwickelte der deutsche Feuerwerkshersteller Johann Schmidlap eine der ersten zweistufigen Raketen, und die Stufentechnik der Raketentechnik wird auch heute noch verwendet, um Raketen wie die Ariane 6 in die Umlaufbahn zu bringen. Als einer der größten Geldgeber des Ariane-6-Programms führt Deutschland das Erbe Schmidlaps fort, indem es 20,8 % der Finanzierung übernimmt und mehrere Teile für die europäische Schwerlastrakete liefert.<br>Ein Beitrag der europäischen Raumfahrtagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Transportation/Ariane/Ariane_6_made_in_Germany" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA/Enabling&amp;Support/SpaceTransportation/Ariane</a>, 17. Oktober 2025</p>



<p>Die Oberstufe der Ariane 6 wird auf dem Prüfstand P5.2 im DLR-Zentrum für Triebwerks- und Stufentests in Lampoldshausen getestet. Der Prüfstand simuliert die Betriebsbedingungen eines Fluges vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana, mit Ausnahme von Vakuum und Mikrogravitation.<br>Diese Artikelserie befasst sich mit den Teilen und Komponenten, die für den Bau der Ariane-6-Rakete benötigt werden und von Unternehmen aus den 13 ESA-Mitgliedstaaten geliefert werden, die am Ariane-6-Programm beteiligt sind. Gemeinsam bringen sie ihr gesamtes Know-how ein, um unter der Leitung des Hauptauftragnehmers ArianeGroup, der auch die Ariane-6-Rakete entworfen hat, Europas Schwerlastträger zu bauen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_made_in_Germany_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="462" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_made_in_Germany_pillars_260x462.jpg" alt="" class="wp-image-148707" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_made_in_Germany_pillars_260x462.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_made_in_Germany_pillars_260x462-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit ESA: Ariane 6 – made in Germany</figcaption></figure>



<p><em>Ariane 6 ist Europas Flaggschiff unter den Schwerlastraketen. Modular, vielseitig und leistungsstark, wurde sie durch die Zusammenarbeit von Unternehmen, Institutionen und unzähligen Einzelpersonen in ganz Europa ermöglicht, die ihr Fachwissen und ihr Engagement eingebracht haben. Als einer der größten Beitragszahler zum Ariane-6-Programm stellt Deutschland 20,8 % der Finanzierung bereit und liefert mehrere Teile für Europas Schwerlastrakete.</em></p>



<p><strong>Leichtgewichtige Metalle</strong></p>



<p>MT Aerospace ist für die Herstellung der oberen und mittleren Tankverbindungsstrukturen, der oberen und mittleren Stufentanks, Teile des Vulcain 2.1-Triebwerks sowie der vorderen und hinteren Verkleidungen für die Booster verantwortlich. Zusammen machen diese Komponenten etwa 10 % der Trägerrakete aus.<br>Die Tanks der oberen und mittleren Stufe sowie die Strukturen zwischen den Tanks bestehen aus Aluminium-Lithium, einer leichten Legierung, die maximale Haltbarkeit bei minimalem Gewicht bietet. MT Aerospace hat außerdem ein innovatives Verfahren zur Formung von Komponenten eingeführt, bei dem künstliche Intelligenz in den „Kugelstrahlprozess” integriert wird, bei dem das Metall durch wiederholtes Beschlagen verbessert wird, um die Leistung zu steigern und die Kosten der neuen Trägerrakete zu senken.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/MT_Aerospace_production_hall_for_Ariane_6_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/MT_Aerospace_production_hall_for_Ariane_6_pillars_350x200.jpg" alt="" class="wp-image-148711" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/MT_Aerospace_production_hall_for_Ariane_6_pillars_350x200.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/MT_Aerospace_production_hall_for_Ariane_6_pillars_350x200-300x171.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit MT Aerospace: MT Aerospace Produktionshalle der Ariane 6</figcaption></figure>



<p><em>Die Produktionshalle von MT Aerospace in Augsburg, Deutschland, in der Tanks für die europäische Schwerlastrakete Ariane 6 hergestellt werden. Die Tanks der Ober- und Kernstufe sowie die Strukturen zwischen den Tanks bestehen aus Aluminium-Lithium, einer leichten Legierung, die maximale Haltbarkeit bei minimalem Gewicht bietet. MT Aerospace führte außerdem ein innovatives Verfahren zur Formung von Bauteilen ein, bei dem künstliche Intelligenz in den „Kugelstrahlprozess” integriert wird, bei dem das Metall durch wiederholtes Beschlagen verbessert wird, um die Leistung zu steigern und die Kosten der neuen Trägerrakete zu senken. MT Aerospace ist für die Herstellung der oberen und mittleren Tanktrennwände, der Tanks für die obere und mittlere Stufe, Teile des Vulcain-2.1-Triebwerks sowie der vorderen und hinteren Verkleidungen für die Booster verantwortlich. Zusammen machen diese Komponenten etwa 10 % der Trägerrakete aus.</em></p>



<p><strong>Helium unter Druck</strong></p>



<p>Die Enrichment Technology Company hat die Heliumtanks aus Kohlefaser für Ariane 6 entworfen, entwickelt, qualifiziert und hergestellt. Die Tanks werden in beiden Stufen der Rakete eingesetzt. Mit einer Höhe von etwas mehr als einem Meter und einem Durchmesser von 80 cm fasst jeder Tank 374 Liter Helium und kann bei Drücken betrieben werden, die bis zu 400-mal so hoch sind wie der atmosphärische Druck auf der Erde. Das einzigartige „Typ-IV”-Design besteht aus einer mit Kohlenstoff ummantelten Kunststoffauskleidung und wiegt deutlich weniger als herkömmliche Metalltanks.<br>Im Gegensatz zu flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff, die als Treibstoff für die Rakete dienen, ist Helium ein nicht reaktives Gas. Es wird verwendet, um die Treibstofftanks unter Druck zu setzen und den flüssigen Sauerstoff und Wasserstoff in die Brennkammer zu drücken. Außerdem wird es in den Kühlsystemen der Ariane 6 eingesetzt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_helium_tank_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="276" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_helium_tank_pillars_350x276.jpg" alt="" class="wp-image-148713" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_helium_tank_pillars_350x276.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_helium_tank_pillars_350x276-300x237.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit Enrichment Technology Company: Ariane 6 Helium Tank</figcaption></figure>



<p><em>Die Enrichment Technology Company hat die Heliumtanks aus Kohlefaser für die Ariane 6 entworfen, entwickelt, qualifiziert und hergestellt. Die Tanks werden in beiden Stufen der Rakete eingesetzt. Mit einer Höhe von etwas mehr als einem Meter und einem Durchmesser von 80 cm fasst jeder Tank 374 Liter Helium und kann bei Drücken betrieben werden, die bis zu 400-mal so hoch sind wie der atmosphärische Druck auf der Erde. Das einzigartige „Typ-IV”-Design besteht aus einer mit Kohlenstoff ummantelten Kunststoffauskleidung und wiegt deutlich weniger als herkömmliche Metalltanks.<br>Im Gegensatz zu flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff, die als Treibstoff für die Rakete dienen, ist Helium ein nicht reaktives Gas. Es wird verwendet, um die Treibstofftanks unter Druck zu setzen und den flüssigen Sauerstoff und Wasserstoff in die Brennkammer zu drücken. Außerdem wird es in den Kühlsystemen der Ariane 6 eingesetzt.</em></p>



<p><strong>Bereitstellen des Antriebs</strong></p>



<p>Ariane 6 wird unter der Verantwortung der ArianeGroup entwickelt und gebaut, zu der sowohl französische als auch deutsche Tochtergesellschaften gehören. Die deutsche Niederlassung fertigt die Schubkammer für die Triebwerke Vinci und Vulcain 2.1. Die deutsche und die französische Niederlassung der ArianeGroup arbeiten gemeinsam an der Herstellung der Hilfsantriebseinheit, die die Tanks der Oberstufe unter Druck setzt und das Vinci-Triebwerk für die Wiederzündung vorbereitet. Sie kann auch zum Verlassen der Umlaufbahn der Oberstufe am Ende der Mission verwendet werden und unterstützt damit den Zero-Debris-Ansatz der ESA.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Vinci_engine_thrust_chamber_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Vinci_engine_thrust_chamber_pillars_260x347.jpg" alt="" class="wp-image-148715" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Vinci_engine_thrust_chamber_pillars_260x347.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Vinci_engine_thrust_chamber_pillars_260x347-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit ESA: Schubkammer des Vinci Triebwerks</figcaption></figure>



<p><em>Die Schubkammer des Vinci-Triebwerks, entwickelt von EADS Ottobrunn, jetzt ArianeGroup. Das Vinci-Triebwerk ist das 180-kN-Schubtriebwerk für die Oberstufe der Ariane-6-Rakete. Es kann während eines Fluges mehrfach gezündet werden, sodass mehrere Nutzlasten in unterschiedliche Umlaufbahnen gebracht werden können.</em></p>



<p><strong>Wo alles zusammengefügt wird</strong></p>



<p>Nachdem die zahlreichen Komponenten der Ariane 6 hergestellt wurden, wird die Oberstufe in der Montagehalle der ArianeGroup in Bremen zusammengebaut. In dieser Hightech-Anlage werden die Tanks und Treibstoffleitungen der Oberstufe perfekt vorbereitet. Sauberkeit ist dabei von entscheidender Bedeutung, da bereits ein einziger Fingerabdruck eine katastrophale Reaktion im Flüssigsauerstofftank auslösen könnte.<br>Zusätzlich zum üblichen Verschrauben und Verbinden der Raketenteile wird am Standort Bremen ein neuartiges Verfahren zum Anbringen der Schaumstoffisolierung an der Oberstufe eingesetzt. Bei diesem Verfahren raut ein Laser, der über 2000 Mal stärker ist als ein Laserpointer, die Metallaußenseite auf, bevor ein Roboterarm die Schaumisolierung gleichmäßig auf die Oberfläche sprüht. Diese Isolierung ist unerlässlich, um den flüssigen Wasserstoff auf –250 °C und den flüssigen Sauerstoff auf –180 °C gekühlt zu halten, selbst wenn die Temperaturen auf der Startrampe in Französisch-Guayana über 30 °C liegen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_complete_upper_stage_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="390" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_complete_upper_stage_pillars_260x390.jpg" alt="" class="wp-image-148717" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_complete_upper_stage_pillars_260x390.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ariane_6_complete_upper_stage_pillars_260x390-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit ESA: Komplette Oberstufe der Ariane 6</figcaption></figure>



<p>Nach der Montage wird die Oberstufe auf einer 8 km langen Strecke zum Bremer Hafen transportiert, wo sie auf das Segelschiff Canopée verladen wird, das nach Französisch-Guayana fährt. Um die Bremer Bürger nicht zu belästigen, wird die 18 Tonnen schwere und 5,4 m breite Oberstufe mitten in der Nacht transportiert. Aber wenn Sie Pech haben, könnten Sie auf dem Heimweg von der Nachtschicht oder aus dem Club hinter einer Rakete im Stau stecken bleiben.</p>



<p><em>Dieses im Oktober 2020 bei der ArianeGroup in Bremen integrierte „hot-firing model” der kompletten Ariane-6-Oberstufe ist nach umfangreichen Funktionstests voll einsatzfähig. Sein neues wiederzündbares Vinci-Triebwerk ist an zwei Flüssigwasserstoff- und Flüssigsauerstofftanks angeschlossen und mit allen Leitungen, Ventilen sowie elektronischen und hydraulischen Instrumenten und Steuerungssystemen ausgestattet.</em></p>



<figure class="wp-block-video"><video height="432" style="aspect-ratio: 768 / 432;" width="768" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/2402_021_AR_EN.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Credit ESA/Manuel Pédoussaut/zetapress: Rakete in Bewegung</figcaption></figure>



<p><em>Zeitrafferaufnahme der Oberstufe der ersten Ariane-6-Rakete beim Verlassen der Montagehalle der ArianeGroup in Bremen am 31. Januar 2024.<br>Die Oberstufen für Ariane 6 werden in Bremen montiert, wo die Treibstofftanks, das Vinci-Triebwerk und die einzigartige Hilfsturbine zusammengebaut werden, um Treibstoff, Druck, Strom und Schub für den Transport der Satelliten in ihre erforderliche Umlaufbahn bereitzustellen. Die Ober- und Hauptstufe bilden den zentralen Kern der Ariane 6 und werden per Schiff zum europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana transportiert. Die beiden Stufen werden horizontal miteinander verbunden, bevor sie die letzten Kilometer zum Startplatz transportiert und aufgerichtet werden. Sobald sie aufrecht stehen, werden für den ersten Flug der Ariane 6 zwei Booster hinzugefügt, die sich bereits in Französisch-Guayana befinden. Zuletzt werden die obere Verbundstoffverkleidung – eine Nasenkonus, die sich vertikal in zwei Teile teilt – und die Nutzlasten auf der Startrampe angebracht.<br>Die Ariane 6 ist eine völlig neue Konstruktion, die als Nachfolgerin der Ariane 5 als europäisches Schwerlast-Trägersystem entwickelt wurde. Mit der Wiederzündungsfähigkeit der Oberstufe der Ariane 6 wird die Startkapazität Europas auf die Anforderungen verschiedener Nutzlastmissionen zugeschnitten, beispielsweise auf die Inbetriebnahme von Satellitenkonstellationen. Diese autonome Fähigkeit, die Erdumlaufbahn und den Weltraum zu erreichen, unterstützt Europas Navigations-, Erdbeobachtungs-, Wissenschafts- und Sicherheitsprogramme. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der europäischen Raumtransportkapazitäten wird durch das anhaltende Engagement Tausender talentierter Menschen in den 22 Mitgliedstaaten der ESA ermöglicht.</em></p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11849.msg579851#msg579851" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Trägerrakete Ariane 6</a></li>
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		<item>
		<title>Rotations-Detonations-Triebwerke</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rotations-detonations-triebwerke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Oct 2025 17:35:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Deflagration]]></category>
		<category><![CDATA[Detonation]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Druckwelle]]></category>
		<category><![CDATA[Raketentriebwerk]]></category>
		<category><![CDATA[RDE]]></category>
		<category><![CDATA[Rotating Detonation Engine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rotations-Detonations-Triebwerke, im Englischen Rotating Detonation Engine (kurz: RDE), basieren auf der kontrollierten Detonation der Treibstoffe. Sie sind dadurch potentiell effizienter als klassische Raketentriebwerke. Das DLR am Standort in Lampoldshausen arbeitet intensiv an diesem Themenfeld, um mögliche Anwendungen zu erproben.Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR,Raketenantriebstechnologie, 17. September 2024 Detonationen sind [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Rotations-Detonations-Triebwerke, im Englischen Rotating Detonation Engine (kurz: RDE), basieren auf der kontrollierten Detonation der Treibstoffe. Sie sind dadurch potentiell effizienter als klassische Raketentriebwerke. Das DLR am Standort in Lampoldshausen arbeitet intensiv an diesem Themenfeld, um mögliche Anwendungen zu erproben.<br>Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/ra/ueber-uns/abteilungen/raketenantriebstechnologie/verbrennungsdynamik/rotations-detonations-triebwerke" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> DLR,Raketenantriebstechnologie</a>, 17. September 2024</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/image-2000-458ffdc8fb0adaff089ec1431344be48.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild Copyright DLR: Test des Rotations-Detonations-Triebwerks" data-rl_caption="" title="Bild Copyright DLR: Test des Rotations-Detonations-Triebwerks" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="281" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/image-2000-458ffdc8fb0adaff089ec1431344be48_500x281.jpg" alt="" class="wp-image-148585" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/image-2000-458ffdc8fb0adaff089ec1431344be48_500x281.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/image-2000-458ffdc8fb0adaff089ec1431344be48_500x281-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild Copyright DLR: Test des Rotations-Detonations-Triebwerks</figcaption></figure>



<p>Detonationen sind thermodynamisch betrachtet effizienter als die allgemein bekanntere Deflagration (klassische Verbrennung). Während die klassische Verbrennung in Raketentriebwerken bei konstantem Druck oder sogar unter leichtem Druckverlust abläuft, erhöht sich der Druck bei einer Detonation stark. Ein Raketentriebwerk, das auf einem Detonations-Triebwerk beruht, wäre somit theoretisch in der Lage einen signifikanten Effizienzgewinn und somit Leistungssteigerung zu erreichen. Aus diesem Grund steigt in den letzten Jahren das Interesse an Detonations-Triebwerken sowohl für Gasturbinen im Energiebereich als auch im Raketentriebwerksbereich stark an. Ein vielversprechender Ansatz ist dabei das sogenannte Rotations-Detonations-Triebwerk, bei dem Detonationswellen fortlaufend in einer ringförmigen Brennkammer in einem Zylinderspalt umlaufen und somit einen quasi-stationären Schub erzeugen.</p>



<p><strong>Neues Forschungsgebiet für Verbrennungen in einer Brennkammer</strong></p>



<p>Die Gruppe &#8222;Verbrennungsdynamik&#8220; der Abteilung Raketenantriebstechnologie hat sich zum Ziel gesetzt, Expertise zur Auslegung, Betrieb und Untersuchung von Rotations-Detonations-Triebwerken für Raketenantriebe zu gewinnen.</p>



<p>In einem ersten Schritt wurde eine kleinskalige, kapazitiv gekühlte Ringbrennkammer ausgelegt und gefertigt. Die Brennkammer aus Kupferlegierung hat einen Außendurchmesser von 68 mm und aufgrund der modularen Bauweise können unterschiedliche Konfigurationen getestet werden. Kapazitativ gekühlte Brennkammern besitzen keine Kühlkanäle und funktionieren damit wie ein Wärmespeicher.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Rotationsdetonationstriebwerk" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/uH7zrRiQN6o?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>Video: Versuchskampagnen des Rotations-Detonations-Triebwerkes</em><br><em>In rund 100 Heißläufen an den Prüfständen M3.1 und M11 ist das Rotations-Detonations-Triebwerk getestet worden. Hauptsächlich wurde dabei die Treibstoffkombination aus Wasserstoff und Sauerstoff untersucht. In einigen Versuchen wurde ebenfalls gasförmiges Methan als Treibstoff eingesetzt.</em><br><em>Credit: <a href="https://www.dlr.de/de/service/impressum" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR (CC BY-NC-ND 3.0)</a></em></figcaption></figure>



<p><strong>Erste Ergebnisse in Testkampagnen gewonnen</strong></p>



<p>Das beschriebene Experiment wurde bisher in rund 100 Heißgasversuchen an den <a href="https://www.dlr.de/de/ra/forschung-transfer/forschungs-testinfrastruktur/forschungsinfrastruktur/technikum-m3-1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Prüfständen M3.1</a> und <a href="https://www.dlr.de/de/ra/forschung-transfer/forschungs-testinfrastruktur/pruefstaende-fuer-raumfahrtantriebe/pruefstandskomplex-m11-1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">M11</a> getestet. Dabei wurde hauptsächlich die Treibstoffkombination aus Wasserstoff und Sauerstoff untersucht. In einigen Versuchen wurde ebenfalls gasförmiges Methan als Treibstoff eingesetzt. Die Massenströme wurden zwischen 15 g/s und circa 250 g/s variiert. Dies demonstriert somit die Drosselbarkeit von Rotations-Detonations-Triebwerken.</p>



<p>Aufgrund der kapazitiven Kühlung liegen die Versuchszeiten bei maximal 1,5&nbsp;Sekunden. Bei der Detonationsgeschwindigkeit von mehreren Kilometern pro Sekunde entstehen Wellenfrequenzen im Ringspalt im Kilohertz-Bereich, sodass sogar bei kurzen Versuchszeiten gewährleistet ist, dass eine Welle in dieser Zeit mehrere Tausend Mal umläuft.</p>



<p>Die sehr hohe Umlaufgeschwindigkeit und kurze Dauer der Druckwellen stellt eine große Herausforderung an die Messtechnik zur Untersuchung der Wellendynamik dar. So wurde für die Auflösung der Druckwellen ein neues Messsystem verwendet, das Drucksignale mit bis zu 4 MHz aufzeichnen kann. Insbesondere werden die umlaufenden Wellen mit einer Hochgeschwindigkeitskamera mit 180.000 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet.</p>



<p>Durch den Einsatz dieser Messtechnik kann die Anzahl der Wellen, deren Geschwindigkeit und Laufrichtung in Abhängigkeit der Betriebsbedingungen analysiert werden. So wurde beispielsweise ein Zustand identifiziert, bei welchem drei gleichmäßig umlaufende Wellen über mehrere Perioden stabil existieren. Die Geschwindigkeit dieser Wellen ist hierbei höher als 2.000 m/s. Die Auswertung weiterer Testbedingungen einer erst kürzlich abgeschlossenen Testkampagne soll weitere Einblicke in die Wellendynamik bringen.</p>



<p>Aufgrund der erarbeiteten Expertise des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe zur Forschung an Roations-Detonations-Triebwerken in Bezug auf Raketenantriebe, den vorhandenen Testkapazitäten und der langjährigen Erfahrung mit Messystemen für hochdynamische Verbrennungsprozesse, wurden Kooperationen mit mehreren nationalen und internationalen Partnern etabliert.</p>



<p><strong>Publikationen</strong></p>



<p>AIAA SciTech Forum<br><a href="https://elib.dlr.de/198217/1/ISTS%20Exp%20Investig%202023-a-2-05.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Experimental Investigation of a Small-Scale Oxygen-Hydrogen Rotating Detonation Rocket Combustor</a></p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20124.msg579596#msg579596" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Rotating Detonation Rocket Engine</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ZARM: Effizientere Sauerstoffproduktion im All dank Magnetismus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zarm-effizientere-sauerstoffproduktion-im-all-dank-magnetismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2025 17:40:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Elektrolyse]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetismus]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Photoelektrolyse]]></category>
		<category><![CDATA[Sauerstoff]]></category>
		<category><![CDATA[ZARM]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Durchbruch für Lebenserhaltungssysteme im Weltraum – einfach, weil Wasser magnetisch ist. Eine Pressemitteilung des ZARM. Quelle: ZARM. 18. August 2025. 18. August 2025 &#8211; Seit Beginn der astronautischen Raumfahrt in den 1960er Jahren gibt es eine Herausforderung, für die es bis heute keine einfache Lösung gibt: die zuverlässige und effiziente Herstellung von Sauerstoff im [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Durchbruch für Lebenserhaltungssysteme im Weltraum – einfach, weil Wasser magnetisch ist. Eine Pressemitteilung des ZARM.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ZARM. 18. August 2025.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Oemer-Akay_experiment-setup_ZARM-Universitaet-Bremen_5184x3456.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ömer Akay war für die Durchführung der Experimente im Bremer Fallturm des ZARM zuständig, Copyright: ZARM, Universität Bremen" data-rl_caption="" title="Ömer Akay war für die Durchführung der Experimente im Bremer Fallturm des ZARM zuständig, Copyright: ZARM, Universität Bremen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Oemer-Akay_experiment-setup_ZARM-Universitaet-Bremen_450x300.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ömer Akay war für die Durchführung der Experimente im Bremer Fallturm des ZARM zuständig, Copyright: ZARM, Universität Bremen</figcaption></figure>



<p>18. August 2025 &#8211; Seit Beginn der astronautischen Raumfahrt in den 1960er Jahren gibt es eine Herausforderung, für die es bis heute keine einfache Lösung gibt: die zuverlässige und effiziente Herstellung von Sauerstoff im Weltraum. Auf der Internationalen Raumstation (ISS) übernehmen diese Aufgabe derzeit schwere, wartungs- und energieintensive Systeme – keine ideale Lösung für Langzeitmissionen zum Mond oder Mars. In einer heute in Nature Chemistry veröffentlichten Studie stellt ein internationales Forschungsteam des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen, der „University of Warwick“ und des „Georgia Institute of Technology“ eine bemerkenswert einfache und elegante Alternative vor. Durch den Einsatz von Magnetismus soll die zukünftige Sauerstoffproduktion leichter und nachhaltiger gestalten werden.</p>



<p>Sauerstoffgewinnung im All geschieht meist durch Wasserelektrolyse. Dabei wird Wasser mithilfe von elektrischer Spannung in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. In der Schwerelosigkeit haften die entstehenden Gasblasen jedoch an den Elektroden oder bleiben in der Flüssigkeit „gefangen“ – im Gegensatz zur Erde, wo sie einfach aufsteigen und aus der Flüssigkeit entweichen. Das erschwert die Trennung von Gas und Flüssigkeit erheblich und macht den Prozess deutlich energieintensiver. Um Gase und Flüssigkeit zu trennen, werden auf der ISS derzeit komplexe Systeme aus Zentrifugen mit vielen Bauteilen eingesetzt. Diese Systeme sind jedoch schwer, wartungsaufwendig und verbrauchen viel Energie. Alles das macht sie für künftige Langzeitmissionen ungeeignet, bei denen jedes Kilogramm Equipment beim Start entscheidend ist und jedes Watt Strom im Weltall zählt.</p>



<p><strong>Die Lösung: Magnetismus.</strong></p>



<p>Das internationale Forschungsteam konnte zeigen, dass Magnetfelder die Gasblasen in Schwerelosigkeit gezielt von den Elektroden weglenken und somit die Trennung von Gas und Flüssigkeit deutlich vereinfachen können. Mithilfe von handelsüblichen Dauermagneten entwickelten die Forschenden ein passives System, das die Blasen automatisch zu bestimmten Sammelpunkten leitet – ganz ohne bewegliche Teile oder zusätzlichen Energiebedarf.</p>



<p>Dabei kamen zwei sich ergänzende Ansätze zum Einsatz: Einer nutzt die natürliche Reaktion von Wasser auf Magnetfelder in Schwerelosigkeit, um Gasblasen zu lenken. Der andere erzeugt durch die Wechselwirkung von Magnetfeldern und den bei der Elektrolyse entstehenden elektrischen Strömen eine Drehbewegung in der Flüssigkeit. Diese sorgt dafür, dass sich Gas und Flüssigkeit voneinander trennen, ähnlich, wie bei den mechanischen Zentrifugen auf der ISS, jedoch unter Verwendung magnetischer Kräfte anstelle mechanischer Rotation.</p>



<p>Die heute veröffentlichten Ergebnisse basieren auf vier Jahren gemeinsamer Forschungsarbeit. Álvaro Romero-Calvo vom Georgia Institute of Technology entwickelte bereits 2022 die Grundidee und führte erste Berechnungen und Simulationen durch. Anschließend arbeitete er an der Weiterentwicklung eines Systems, das Wasser mithilfe magnetischer Effekte in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Um die Theorie experimentell zu belegen, entwickelten Katharina Brinkert (bis 2024 University of Warwick, jetzt ZARM) und ihr Team spezielle elektro- und photoelektrochemische Versuchsaufbauten für den Einsatz in der Schwerelosigkeit. „Wir konnten zeigen, dass es für die Trennung von Wasserstoff und Sauerstoff keine Zentrifugen oder mechanische Bauteile braucht – nicht einmal zusätzliche Energie. Das System funktioniert vollkommen passiv und ist sehr wartungsarm“, erklärt Brinkert.</p>



<p>Ömer Akay war für die Durchführung der Experimente im Bremer Fallturm des ZARM zuständig und trug die Ergebnisse für die Veröffentlichung zusammen: „Unsere Elektrolysezellen ermöglichen die Sauerstoff- und Wasserstoffproduktion aus Wasser in Schwerelosigkeit mit einer Effizienz, die der auf der Erde sehr nahe kommt.“</p>



<p><strong>Erfolgreiche Tests in Mikrogravitation</strong></p>



<p>Die Experimente bestätigten, dass magnetische Kräfte die Ablösung und Bewegung der Gasblasen deutlich verbessern und die Effizienz der Elektrolysezellen um bis zu 240 Prozent steigern können. Damit wird ein langjähriges ingenieurtechnisches Problem der Raumfahrt gelöst – und der Weg für leichtere, robustere und nachhaltigere Systeme zur Lebenserhaltung im All geebnet. Als nächster Schritt soll das System auf Höhenforschungsraketen weiter getestet werden.</p>



<p>Das Projekt wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der US-Raumfahrtbehörde NASA gefördert.</p>



<p><strong>Weitere Informationen</strong>:</p>



<p><strong>Link zur Veröffentlichung: </strong><a href="https://www.nature.com/articles/s41557-025-01890-0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41557-025-01890-0</a></p>



<p><strong>Wissenschaftlicher Kontakt:</strong></p>



<p>Katharina Brinkert (Co-Direktorin des ZARM und Leiterin des Forschungsteams „Photoelektrokatalyse”)<br><em>katharina.brinkert(at)zarm.uni-bremen.de</em><br>Ömer Akay<br><em>oemer.akay(at)zarm.uni-bremen.de</em></p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8586.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8586.msg577881#msg577881" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Fallturm Bremen (ZARM)</a></li>
</ul>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>ZARM: Flammenausbreitung im Weltall: Auf der ISS finden zurzeit Experimente zur Feuersicherheit statt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zarm-flammenausbreitung-im-weltall-auf-der-iss-finden-zurzeit-experimente-zur-feuersicherheit-statt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2025 17:24:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Brandschutz]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Verbrennung]]></category>
		<category><![CDATA[ZARM]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=147774</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie verhält sich Feuer in der Schwerelosigkeit – und was bedeutet das für künftige Raumfahrtmissionen im Orbit um die Erde, zum Mond oder sogar Mars? Ein Forschungsteam des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Universität Bremen und der Gifu University in Japan, in Kooperation mit der japanischen Raumfahrtagentur JAXA und der Deutschen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zarm-flammenausbreitung-im-weltall-auf-der-iss-finden-zurzeit-experimente-zur-feuersicherheit-statt/" data-wpel-link="internal">ZARM: Flammenausbreitung im Weltall: Auf der ISS finden zurzeit Experimente zur Feuersicherheit statt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie verhält sich Feuer in der Schwerelosigkeit – und was bedeutet das für künftige Raumfahrtmissionen im Orbit um die Erde, zum Mond oder sogar Mars? Ein Forschungsteam des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Universität Bremen und der Gifu University in Japan, in Kooperation mit der japanischen Raumfahrtagentur JAXA und der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, geht genau diesen Fragen nach. Mit einer aufwändigen Experimentreihe an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) untersuchen die Wissenschaftler:innen die Flammbarkeit von Materialien unter reduzierter Schwerkraft und unterschiedlichen atmosphärischen Bedingungen. Die Experimentdaten sollen helfen, die Brandausbreitung in Mikrogravitation besser zu verstehen und so die Sicherheit von Astronaut:innen zu verbessern. Eine Pressemitteilung des ZARM.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ZARM. 18. August 2025.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/csm_ISS_experiment_on_fire_safety_1__copyright_JAXA_1911ed4298_1200x1200.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Draufsicht der Verbrennung einer 2 Millimeter dicken PMMA-Probe unter Mikrogravitation im Solid Combustion Experiment Module (SCEM) an Bord der ISS. Die Bläschen im Bild sind die Oberfläche der bereits überbrannten Probe. Bild: JAXA" data-rl_caption="" title="Draufsicht der Verbrennung einer 2 Millimeter dicken PMMA-Probe unter Mikrogravitation im Solid Combustion Experiment Module (SCEM) an Bord der ISS. Die Bläschen im Bild sind die Oberfläche der bereits überbrannten Probe. Bild: JAXA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/csm_ISS_experiment_on_fire_safety_1__copyright_JAXA_1911ed4298_300x300.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Draufsicht der Verbrennung einer 2 Millimeter dicken PMMA-Probe unter Mikrogravitation im Solid Combustion Experiment Module (SCEM) an Bord der ISS. Die Bläschen im Bild sind die Oberfläche der bereits überbrannten Probe.<br>Bild: JAXA</figcaption></figure>



<p>29. August 2025 &#8211; In insgesamt 16 Versuchen wird zurzeit auf der ISS untersucht, wie sich ein Feuer entlang unterschiedlich strukturierter Materialproben in Schwerelosigkeit ausbreitet. Die Forschenden sind insbesondere an der Ausbreitung der Flammen in Abhängigkeit von der Sauerstoffkonzentration in der Umgebungsluft interessiert – und das hat einen ganz pragmatischen Grund. Für geplante astronautische Raumfahrtmissionen ist vorgesehen, den Luftdruck an Bord zu senken. Das hat zwei Vorteile: Außeneinsätze (EVAs) lassen sich schneller vorbereiten und Raumfahrzeuge können mit geringerer Masse gebaut werden – was Kosten und Treibstoff spart. Bei geringerem Druck muss jedoch der Sauerstoffanteil in der Atemluft steigen, damit die Astronaut:innen noch genug Sauerstoff aufnehmen können – von derzeit etwa 21 % auf bis zu 35 %. Und genau das erhöht das Brandrisiko erheblich.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/csm_ISS_experiment_on_fire_safety_3__copyright_JAXA_132eede218_1200x1200.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Seitenansicht der Verbrennung einer 2 mm dicken PMMA-Probe unter Mikrogravitation im Solid Combustion Experiment Module (SCEM) an Bord der ISS. Die Probe wurde am rechten Ende entzündet und die Flammen bewegen sich entgegen der erzwungenen Luftströmung auf der Probe fort. Die grüne Hintergrundbeleuchtung stammt von einer LED. Bild: JAXA" data-rl_caption="" title="Seitenansicht der Verbrennung einer 2 mm dicken PMMA-Probe unter Mikrogravitation im Solid Combustion Experiment Module (SCEM) an Bord der ISS. Die Probe wurde am rechten Ende entzündet und die Flammen bewegen sich entgegen der erzwungenen Luftströmung auf der Probe fort. Die grüne Hintergrundbeleuchtung stammt von einer LED. Bild: JAXA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/csm_ISS_experiment_on_fire_safety_3__copyright_JAXA_132eede218_300x300.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Seitenansicht der Verbrennung einer 2 mm dicken PMMA-Probe unter Mikrogravitation im Solid Combustion Experiment Module (SCEM) an Bord der ISS. Die Probe wurde am rechten Ende entzündet und die Flammen bewegen sich entgegen der erzwungenen Luftströmung auf der Probe fort. Die grüne Hintergrundbeleuchtung stammt von einer LED.<br>Bild: JAXA</figcaption></figure>



<p>Unter erhöhter Sauerstoffkonzentration können selbst Materialien, die unter irdischen Umständen als nicht brennbar gelten, in der Schwerelosigkeit Feuer fangen. Hinzu kommt, dass sich Brände deutlich schneller ausbreiten. Diese Erkenntnisse haben die Forschenden bereits durch Schwerelosigkeitsexperimente im Fallturm Bremen gewonnen. Die aktuell laufenden Versuche auf der ISS liefern nun weitere aufschlussreiche und vor allem realitätsnahe Daten, um die Mechanismen der Flammenausbreitung besser zu verstehen und darauf aufbauend Methoden zu entwickeln, um Brände verhindern zu können. Im Vergleich zum Fallturm bietet die ISS deutlich längere Versuchszeiten, sodass dickere Materialproben untersucht werden können. „Die Erkenntnisse aus diesen Experimenten sind essenziell, um das Risiko zukünftiger Raumflüge realistisch bewerten zu können“, sagt Projektleiter Florian Meyer.</p>



<p>Das Projekt wird gefördert durch die deutsche Raumfahrtagentur im DLR (FKZ: 50WM2456).</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3785.msg577722#msg577722" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** &lt;Forschung &amp; Forschungseinrichtungen&gt;</a></li>
</ul>
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		<title>NASA und Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt erweitern Zusammenarbeit bei der Artemis-Kampagne</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-und-deutsches-zentrum-fuer-luft-und-raumfahrt-erweitern-zusammenarbeit-bei-der-artemis-kampagne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 16:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Strahlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während der Paris Air Show am 16. Juni unterzeichnete die amtierende NASA-Administratorin Janet Petro eine Vereinbarung mit dem DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) zur Fortsetzung der Partnerschaft in der Weltraummedizinforschung. Diese erneuerte Zusammenarbeit baut auf früheren Bemühungen zur Strahlenminderung bei bemannten Raumflügen auf. Während die NASA die Ziele der Trump-Vance-Regierung für die Erforschung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Während der Paris Air Show am 16. Juni unterzeichnete die amtierende NASA-Administratorin Janet Petro eine Vereinbarung mit dem DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) zur Fortsetzung der Partnerschaft in der Weltraummedizinforschung. Diese erneuerte Zusammenarbeit baut auf früheren Bemühungen zur Strahlenminderung bei bemannten Raumflügen auf. Während die NASA die Ziele der Trump-Vance-Regierung für die Erforschung des Mondes und des Mars vorantreibt, ist die Minimierung der Strahlenbelastung im Weltraum einer der Schlüsselbereiche, in denen die Behörde daran arbeitet, Besatzungen auf Langzeitmissionen zu schützen. Eine Pressemitteilung der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: NASA, 16. Juni 2025.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/dlr-signing-for-release.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die amtierende NASA-Administratorin Janet Petro und Anke Kaysser-Pyzalla, Vorsitzende des Vorstands des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), unterzeichneten am 16. Juni 2025 eine Vereinbarung zur Fortsetzung ihrer Partnerschaft im Bereich der Weltraummedizinforschung. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird das DLR neue Strahlungssensoren an Bord des Raumschiffs Orion während der Artemis-II-Mission der NASA bereitstellen. Artemis II soll spätestens im April 2026 starten und wird der erste Testflug mit Besatzung im Rahmen von Artemis sein. Bild: DLR" data-rl_caption="" title="Die amtierende NASA-Administratorin Janet Petro und Anke Kaysser-Pyzalla, Vorsitzende des Vorstands des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), unterzeichneten am 16. Juni 2025 eine Vereinbarung zur Fortsetzung ihrer Partnerschaft im Bereich der Weltraummedizinforschung. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird das DLR neue Strahlungssensoren an Bord des Raumschiffs Orion während der Artemis-II-Mission der NASA bereitstellen. Artemis II soll spätestens im April 2026 starten und wird der erste Testflug mit Besatzung im Rahmen von Artemis sein. Bild: DLR" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/dlr-signing-for-release_450x300.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die amtierende NASA-Administratorin Janet Petro und Anke Kaysser-Pyzalla, Vorsitzende des Vorstands des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), unterzeichneten am 16. Juni 2025 eine Vereinbarung zur Fortsetzung ihrer Partnerschaft im Bereich der Weltraummedizinforschung. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird das DLR neue Strahlungssensoren an Bord des Raumschiffs Orion während der Artemis-II-Mission der NASA bereitstellen. Artemis II soll spätestens im April 2026 starten und wird der erste Testflug mit Besatzung im Rahmen von Artemis sein.<br>Bild: DLR</figcaption></figure>



<p>16. Juni 2025 &#8211; Paris &#8211; Mit dieser Vereinbarung wird das DLR sein Know-how im Bereich der bemannten Raumfahrt nutzen und im Rahmen der Artemis-II-Mission der NASA neue Strahlungssensoren an Bord des Raumschiffs Orion bereitstellen, wobei es auf früheren Arbeiten in diesem Bereich während der Artemis-I-Mission aufbauen wird. Artemis II soll spätestens im April 2026 starten und wird der erste Testflug mit Besatzung im Rahmen von Artemis sein.<br>„Im Einklang mit den historischen Vereinbarungen, die die NASA im Rahmen von Artemis mit internationalen Partnern geschlossen hat, freue ich mich, heute eine neue gemeinsame Vereinbarung zwischen der NASA und dem DLR zu unterzeichnen, um die Strahlenforschung an Bord von Artemis II zu ermöglichen“, sagte die amtierende NASA-Administratorin Janet Petro. „Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist ein wertvoller Partner im Rahmen von Artemis. Es hat bereits zuvor mit der NASA zusammengearbeitet, um Technologien zu testen, die für unser Verständnis der Strahlenbelastung von Menschen an Bord eines Orion-Raumschiffs im Rahmen von Artemis I von entscheidender Bedeutung sind, und stellt im Rahmen von Artemis II einen CubeSat zur Verfügung. Nach einem produktiven Treffen zwischen Präsident Trump und Bundeskanzler Merz Anfang dieses Monats freue ich mich darauf, unsere großartige Partnerschaft mit Deutschland weiter auszubauen.“<br>Während der geplanten 10-tägigen Reise der Artemis II-Mission um den Mond und zurück werden vier der neu entwickelten M-42 Extended (M-42 EXT) Strahlungsdetektoren des DLR an Bord sein und wichtige Daten zur Sicherheit der Astronauten liefern. Dieses Gerät der nächsten Generation steht für eine neue Phase der Forschung, in der die NASA und das DLR weiterhin zusammenarbeiten, um die Gesundheit der Menschen im Weltraum zu schützen.<br>Unter der Führung von Präsident Trump hat die amerikanische Artemis-Kampagne die Ambitionen der NASA neu entfacht und internationale Zusammenarbeit und bahnbrechende Innovationen angestoßen. Die fortgesetzte Partnerschaft mit dem DLR und der Einsatz seiner fortschrittlichen M-42 EXT-Strahlungsdetektoren an Bord von Artemis II sind Beispiele dafür, wie die Trump-Vance-Regierung eine goldene Ära der Erforschung und Innovation anführt, die amerikanische Astronaut*innen auf den Weg zum Mond, zum Mars und darüber hinaus bringt.<br>„Um wirksame Schutzmaßnahmen gegen die Auswirkungen der Weltraumstrahlung auf den menschlichen Körper zu entwickeln, sind umfassende und kohärente Strahlungsmessungen im Weltraum unerlässlich“, sagt Anke Pagels-Kerp, Bereichsvorstand für Raumfahrt beim DLR. „Ende 2022 beförderte Artemis I 12.000 passive und 16 aktive Detektoren in den Mannequins Helga und Zohar, die im Rahmen des MARE-Projekts des DLR an Bord des Raumschiffs Orion flogen. Diese lieferten wertvolle Daten – die ersten kontinuierlichen Strahlungsmessungen, die jemals außerhalb der niedrigen Erdumlaufbahn aufgezeichnet wurden. Wir freuen uns nun darauf, gemeinsam mit der NASA den nächsten Schritt zu gehen und unsere verbesserten Strahlungsdetektoren auf der Artemis-II-Mission um den Mond zu schicken.“<br>Im Rahmen der Artemis-Kampagne wird die Behörde gemeinsam mit unseren kommerziellen und internationalen Partnern eine langfristige Präsenz auf dem Mond für wissenschaftliche Erkundungen aufbauen, lernen, wie man fernab der Heimat lebt und arbeitet, und sich auf die zukünftige Erforschung des Mars durch den Menschen vorbereiten.</p>



<p>Weitere Informationen zu Artemis finden Sie unter: <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/artemis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nasa.gov/humans-in-space/artemis/</a></p>



<p><em>Übersetzung: DeepL.com / Stefan Goth</em></p>



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		<title>Vor 50 Jahren: Start von Helios 1 zur Erforschung der Sonne</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vor-50-jahren-start-von-helios-1-zur-erforschung-der-sonne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Dec 2024 18:16:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Kalender]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
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		<category><![CDATA[Titan IIIE-Centaur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 10. Dezember 1974 startete die NASA Helios 1, die erste von zwei Raumsonden, die die Sonne aus nächster Nähe beobachten sollten. In einem der größten internationalen Projekte dieser Zeit stellte die Bundesrepublik Deutschland das Raumfahrzeug zur Verfügung, das Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, war für die Beteiligung der USA verantwortlich, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 10. Dezember 1974 startete die NASA Helios 1, die erste von zwei Raumsonden, die die Sonne aus nächster Nähe beobachten sollten. In einem der größten internationalen Projekte dieser Zeit stellte die Bundesrepublik Deutschland das Raumfahrzeug zur Verfügung, das Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, war für die Beteiligung der USA verantwortlich, und das Lewis Research Center der NASA, das heutige Glenn Research Center in Cleveland, lieferte die Trägerrakete. Ausgestattet mit 10 Instrumenten näherte sich Helios 1 am 15. März 1975 zum ersten Mal der Sonne, wobei er näher an ihr vorbeiflog und sich schneller bewegte als alle vorherigen Raumsonden. Helios 2, das 1976 gestartet wurde, flog noch näher an der Sonne vorbei. Beide Raumsonden übertrafen die für sie vorgesehene Lebensdauer von 18 Monaten bei weitem und lieferten von ihren einzigartigen Aussichtspunkten noch nie dagewesene Daten. Eine Pressemitteilung der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: NASA, John J. Uri, 10. Dezember 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/helios-1-1-preflight_1536x2226.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das vollständig montierte Helios-1-Raumschiff, bereit zum Start. (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Das vollständig montierte Helios-1-Raumschiff, bereit zum Start. (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/helios-1-1-preflight_320x464.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das vollständig montierte Helios-1-Raumschiff, bereit zum Start.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p>10. Dezember 2024 &#8211; Das westdeutsche Unternehmen Messerchmitt-Bölkow-Blohm baute die beiden Helios-Sonden, die ersten nicht-sowjetischen und nicht-amerikanischen Raumfahrzeuge in einer heliozentrischen Umlaufbahn, für die westdeutsche Raumfahrtbehörde DFVLR, das heutige DLR. Jede der 370 kg schweren Helios-Sonden trug 10 US-amerikanische und westdeutsche Instrumente mit einem Gesamtgewicht von 72 kg, um die Sonne und ihre Umgebung zu untersuchen. Zu den Instrumenten gehörten Hochenergie-Teilchendetektoren zur Messung des Sonnenwindes, Magnetometer zur Untersuchung des Magnetfeldes der Sonne und der Schwankungen der elektrischen und magnetischen Wellen sowie Mikrometeoroidendetektoren. Nach der Aktivierung und Überprüfung steuerten die Bediener im deutschen Kontrollzentrum bei München die Sonde und sammelten die Rohdaten. Um die Sonnenstrahlung gleichmäßig zu verteilen, drehte sich die Sonde einmal pro Sekunde um ihre Achse, und optische Spiegel auf ihrer Oberfläche reflektierten den Großteil der Wärme.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/helios-1-3-spacecraft-encapsulation_800x1029.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Arbeiter kapseln eine Helios-Sonnensonde in ihrer Nutzlastverkleidung ein. (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Arbeiter kapseln eine Helios-Sonnensonde in ihrer Nutzlastverkleidung ein. (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/helios-1-3-spacecraft-encapsulation_320x412.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Arbeiter kapseln eine Helios-Sonnensonde in ihrer Nutzlastverkleidung ein.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p>Der Start von Helios 1 erfolgte am 10. Dezember 1974 um 2:11 Uhr EST vom Startkomplex 41 auf dem Cape Canaveral Air Force, jetzt Space Force Station, mit einer Titan IIIE-Centaur-Rakete. Dies war der erste erfolgreiche Flug dieser damals leistungsstärksten Rakete der Welt, nachdem die Centaur-Oberstufe beim ersten Start der Rakete am 11. Februar 1974 versagt hatte. Der erfolgreiche Start von Helios 1 schuf Vertrauen in die Titan IIIE-Centaur, die 1976 für den Start der Viking-Orbiter und -Lander zum Mars und 1977 für den Start der Mariner-Jupiter-Saturn-Raumsonde, die später in Voyager umbenannt wurde, benötigt wurde, um ihre Reise durch das äußere Sonnensystem zu beginnen. Die Centaur-Oberstufe brachte Helios 1 auf eine Sonnenumlaufbahn mit einer Periode von 190 Tagen, wobei das Perihel, also der sonnennächste Punkt, genau in der Umlaufbahn des Merkurs lag. Die Ingenieure aktivierten die 10 Instrumente der Raumsonde innerhalb weniger Tage nach dem Start und erklärten die Sonde am 16. Januar 1975 für voll einsatzbereit. Am 15. März erreichte Helios 1 mit 44,9 Millionen Kilometer seine geringste Entfernung zur Sonne, näher als jede andere Raumsonde zuvor &#8211; Mariner 10 hielt den bisherigen Rekord während seiner drei Merkurbegegnungen. Helios 1 stellte mit einer Geschwindigkeit von 238.000 Kilometern pro Stunde im Perihel auch einen Geschwindigkeitsrekord für Raumsonden auf. Teile der Sonde erreichten eine Temperatur von 127 Grad Celsius, aber die Instrumente funktionierten weiterhin ohne Probleme. Während des zweiten Periheliums am 21. September erreichten die Temperaturen 132 Grad, was den Betrieb einiger Instrumente beeinträchtigte. Helios 1 arbeitete weiter und lieferte brauchbare Daten, bis sowohl der Hauptempfänger als auch der Reserveempfänger ausfielen und die hochempfindliche Antenne nicht mehr auf die Erde gerichtet war. Die Bodenkontrolleure deaktivierten die Sonde am 18. Februar 1985, und der letzte Kontakt wurde am 10. Februar 1986 hergestellt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/helios-1-4-titan-3e-centaur-with-helios-1-lc-41_1000x1279.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Helios 1 sitzt auf seiner Titan IIIE-Centaur-Rakete auf dem Startkomplex 41 des Cape Canaveral Air Force, jetzt Space Force Station, in Florida. (Bild: NASA) http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Titan_3E_Centaur_with_Helios_1.jpg" data-rl_caption="" title="Helios 1 sitzt auf seiner Titan IIIE-Centaur-Rakete auf dem Startkomplex 41 des Cape Canaveral Air Force, jetzt Space Force Station, in Florida. (Bild: NASA) http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Titan_3E_Centaur_with_Helios_1.jpg" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/helios-1-4-titan-3e-centaur-with-helios-1-lc-41_320x409.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Helios 1 sitzt auf seiner Titan IIIE-Centaur-Rakete auf dem Startkomplex 41 des Cape Canaveral Air Force, jetzt Space Force Station, in Florida.<br>(Bild: NASA)<br>http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Titan_3E_Centaur_with_Helios_1.jpg</figcaption></figure>



<p>Helios 2 startete am 15. Januar 1976 und folgte einer ähnlichen Bahn wie sein Vorgänger, die ihn jedoch noch näher an die Sonne heranführte. Am 17. April näherte sie sich der Sonne bis auf 43,5 Millionen Kilometer und erreichte dabei einen neuen Rekord von 241.000 Kilometern pro Stunde. In dieser Entfernung erfuhr die Sonde 10 % mehr Sonnenwärme als ihre Vorgängerin. Am 3. März 1980 fiel der Downlink-Sender von Helios 2 aus, was dazu führte, dass die Sonde keine brauchbaren Daten mehr lieferte. Die Kontrolleure schalteten die Sonde am 7. Januar 1981 ab. Die Wissenschaftler setzten die Daten der Helios-Instrumente in Beziehung zu ähnlichen Daten, die von anderen Raumsonden wie den Interplanetaren Überwachungsplattformen Explorers 47 und 50 in der Erdumlaufbahn, den Pioneer-Sonnenorbitern und Pioneer 10 und 11 im äußeren Sonnensystem gesammelt wurden. Zusätzlich zu ihren Sonnenbeobachtungen untersuchten Helios 1 und 2 die Staub- und Ionenschweife der Kometen C/1975V1 West, C/1978H1 Meier und C/1979Y1 Bradfield. Die Informationen der Helios-Sonden haben unser Wissen über die Sonne und ihre Umgebung erheblich erweitert und weitere Fragen aufgeworfen, die spätere Raumsonden aus einzigartigen Blickwinkeln zu beantworten versuchten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/helios-1-9-spacecraft-illustration-from-honeysuckle_549x422.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Illustration einer Helios-Sonde im Flug, mit allen Auslegern. Kredit: NASA" data-rl_caption="" title="Illustration einer Helios-Sonde im Flug, mit allen Auslegern. Kredit: NASA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/helios-1-9-spacecraft-illustration-from-honeysuckle_416x320.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Illustration einer Helios-Sonde im Flug, mit allen Auslegern.<br>Kredit: NASA</figcaption></figure>



<p>Die gemeinsame ESA/NASA-Mission Ulysses untersuchte die Sonne aus der Perspektive über ihren Polen. Nach dem Start von der Raumfähre Discovery im Rahmen von STS-41 am 6. Oktober 1990 nutzte Ulysses die Schwerkraft des Jupiters, um aus der Ekliptikebene auszuschwenken und zunächst von Juni bis November 1994 die Südpolregion der Sonne zu überfliegen und anschließend von Juni bis September 1995 die Nordpolregion. Ulysses setzte seine einzigartigen Studien während mehrerer weiterer Vorbeiflüge an den Polen bis zum 30. Juni 2009 fort, fast 19 Jahre nach dem Start und mehr als das Vierfache seiner erwarteten Lebensdauer. Die am 12. August 2018 gestartete Parker Solar Probe der NASA hat sich der Sonne immer weiter genähert und ist sogar durch die Korona geflogen, um den Entfernungsrekord von Helios 2 zu brechen. Die Parker Solar Probe erreichte ihr erstes Perihel von 15 Millionen Meilen am 5. November 2018, wobei ihre nächste Annäherung an die Sonnenoberfläche von nur 6,21 Millionen Kilometern, nur 4,5 Prozent der Entfernung zwischen Sonne und Erde, für den 24. Dezember 2024 geplant ist. Der ESA Solar Orbiter startete am 10. Februar 2020 und nahm im November 2021 den wissenschaftlichen Betrieb auf. Zu seinen 10 Instrumenten gehören Kameras, die die höchstauflösenden Bilder der Sonne einschließlich ihrer Polarregionen aus einer Entfernung von bis zu 41,8 Millionen Kilometern geliefert haben.</p>



<p><em>Übersetzung: DeepL.com / Stefan Goth</em></p>



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		<title>Raumfahrt-Preis „Silberner Meridian 2024“ wurde verliehen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumfahrt-preis-silberner-meridian-2024-wurde-verliehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2024 18:19:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt Concret]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrtpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Silberner Meridian]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=145685</guid>

					<description><![CDATA[<p>In diesem Jahr ging der Preis für Wissenschaft, Management und Institutionen an Dr. Franziska Zeitler, Abteilungsleiterin Innovation &#38; Neue Märkte beim DLR, sowie in der Kategorie Publizistik und Bildung an Tasillo Römisch aus Mittweida. Autor: Andreas Weise, Quelle: Raumfahrt Concret. Neubrandenburg &#8211; 9. November 2024 &#8211; Die Laudationen für die Preisträger bringen wir im folgenden [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In diesem Jahr ging der Preis für <em>Wissenschaft, Management und Institutionen</em> an <strong>Dr. Franziska Zeitler</strong>, Abteilungsleiterin Innovation &amp; Neue Märkte beim DLR, sowie in der Kategorie <em>Publizistik und Bildung</em> an <strong>Tasillo Römisch </strong>aus Mittweida.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: Andreas Weise, Quelle: Raumfahrt Concret.</p>



<p>Neubrandenburg &#8211; 9. November 2024 &#8211; Die Laudationen für die Preisträger bringen wir im folgenden Beitrag. Pressetext und Laudationen-Texte wurden uns freundlicherweise vom Sekretär der Verleihungsinitiative zur Verfügung gestellt. Bilder sind von Raumfahrer.net (Andreas Weise).</p>



<p class="has-text-align-center"><em><strong>Preisträger 2024 in der Kategorie „Wissenschaft, Management und Institutionen“</strong></em></p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Frau Dr. Franziska Zeitler</strong></p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Deutsche Raumfahrtagentur im DLR</strong></p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Laudatio</strong></p>



<p>Liebe Besucherinnen und Besucher der 39. Neubrandenburger Tage der Raumfahrt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/11/Bild2-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Frau Dr. Franziska Zeitler (mitte) (Bild: Andreas Weise)" data-rl_caption="" title="Frau Dr. Franziska Zeitler (mitte) (Bild: Andreas Weise)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/11/Bild2_320x564.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Frau Dr. Franziska Zeitler (mitte)<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure>



<p>Ich freue mich, Ihnen das Ergebnis der diesjährigen Wahl des Preisträgers bzw. Preisträgerin mitteilen zu dürfen. Es ist mir eine besondere Ehre, dass der „Silberne Meridian“ erstmals an eine Frau verliehen wird!</p>



<p>Herzlichen Glückwunsch Frau Dr. Franziska Zeitler!</p>



<p>In der Kategorie „Wissenschaft, Management und Institutionen“ wurden Sie zur Preisträgerin des „Silbernen Meridian 2024“ gewählt!</p>



<p>Welche Tätigkeit übt Frau Dr. Zeitler aus und warum hat Sie diese Auszeichnung bekommen? Ab dem Jahr 2005 startete Frau Dr. Zeitler beim DLR, wo Sie im Bereich Technologiemarketing, die Markteinführung wissenschaftlicher Technologien, insbesondere das Konzept: „Road2Market“ entwickelte. 2013 wechselte Sie in die Strategieabteilung des DLR als Innovationsmanagerin. Seit dem Jahr 2015 leitet Fr. Dr. Zeitler die Abteilung „Innovation und neue Märkte“ in der Deutschen Raumfahrtagentur.</p>



<p>Um einen beiderseitigen Technologietransfer (Spin-in/ Spin-off) zu ermöglichen, entwickelte Fr. Dr. Zeitler im Auftrag des Vorstands der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR die Initiative „INNOspace“. Dazu gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>der INNOspace Masters Wettbewerb</li>



<li>die INNOspaceEXPO „ALL.TÄGLICH!“</li>
</ul>



<p>und die drei branchenübergreifenden Netzwerke:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Space2Motion</li>



<li>Space2Agriculture</li>



<li>Space2Health </li>
</ul>



<p>mit etwa 600 Mitgliedern aus Forschung und Industrie</p>



<p>Die zentrale Motivation von Frau Dr. Zeitler besteht darin, Wissen und Technologien durch Transfers aus der Raumfahrt für terrestrische, industrielle Anwendungen, aber auch für unser alltägliches Leben nutzbar zu machen. Hier sind Ideen und Visionen gefragt, die in der Raumfahrt, aber auch für Erdanwendungen nützlich sind und im besten Fall zur Marktreife führen.</p>



<p>Hier einige Beispiele die durch Innovationen entstanden sind:</p>



<p>Es wurde ein Exoskelett entwickelt, das den Astronauten feinmotorische Fähigkeiten in der Schwerelosigkeit ermöglicht. Auf der Erde hilft das Exoskelett Schlaganfallpatienten die motorischen Fähigkeiten wiederzuerlangen.</p>



<p>Eine „Elektronische Nase“ um Viren und Bakterien auf der ISS zu untersuchen. Diese kann ebenso für die Feststellung von Atemwegserkrankungen in Krankenhäusern eingesetzt werden und sogar Coronaviren detektieren.</p>



<p>Es gibt einen Technologietransfer zwischen der Raumfahrt und Mobilitätskonzepten, wie z, B Smart City und autonomes Fahren.</p>



<p>Die Raumfahrt stellt viele nützliche Information als „Spin off“ für die Landwirtschaft aber auch die Umwelt zur Nutzung bereit, wie beispielsweise, optimierte Flächennutzung, Ertragsprognosen oder Frühwarnsysteme für Extremwetterlagen.</p>



<p>In der Micro Gravity, also Schwerelosigkeit, sind Verbesserungen von Wirkstoffen oder Materialien möglich, die auf der Erde so nicht möglich sind.</p>



<p>Diese Beispiele zeigen uns, wie wichtig der Austausch von Ideen und der Dialog sind, bzw. welchen Stellenwert die Aufgabe von Fr. Dr. Zeitler hat.</p>



<p>Fr. Dr. Zeitler hat mit ihren Ideen maßgeblich den Bereich „INNOspace“ geprägt. Sie ist für das DLR, aber auch weit darüber hinaus zum Gesicht für den Technologietransfer und Outreach geworden. Sie und ihr Team haben jungen Menschen die Faszination Weltraum, durch Schul- und Jugendprojekte nähergebracht und erlebbar gemacht.</p>



<p>Ihr Slogan beim DLR, Fr. Dr. Zeitler, lautet: <em>„Für die Erde ins All“</em>. Es könnte aber auch: „<em>Für den Menschen ins All</em>“ lauten, denn die eben genannten Beispiele haben der Menschheit Nutzen gebracht. Wir sind gespannt, welche Innovationen künftig auf uns zu kommen?</p>



<p>Frau Dr. Zeitler Sie sind zweifellos eine herausragende Persönlichkeit, die diesen wertvollen Preis europäischer Raumfahrtvereine und -freunde verdient hat.</p>



<p class="has-text-align-center"><em><strong>Preisträger 2024 in der Kategorie „Publizistik und Bildung“</strong></em></p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Herr Tasillo Römisch, Mittweida</strong></p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Laudatio</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/11/Bild3-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Herr Tasillo Römisch (links) (Bild: Andreas Weise)" data-rl_caption="" title="Herr Tasillo Römisch (links) (Bild: Andreas Weise)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/11/Bild3_320x490.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Herr Tasillo Römisch (links)<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure>



<p>Tasillo „Tassi“ Römisch vorstellen zu wollen, hieße Eulen nach Athen tragen. „Der Mann, der nie im All war“, so der Titel eines Films über ihn, ist der großen Gemeinde der Raumfahrtinteressierten mehr als bekannt. Es gibt wohl weltweit nur wenige Menschen die ihre Begeisterung für die Raumfahrt und ihre diesbezügliche Sammlerleidenschaft derart exzessiv zum Nutzen aller Raumfahrtfreunde ausleben. Die Raumfahrtsammlung von Tasillo Römisch ist ein einzigartiges Archiv zum Thema und die weltgrößte Sammlung seiner Art.</p>



<p>Seine Liebe zur Raumfahrt entdeckte Tasillo Römisch 1969 mit der Mondlandung.&nbsp;1974 begann er Vorträge über Raumfahrt zu halten und sammelte zunächst Briefmarken, Presseveröffentlichungen und Fotos, später dann zielgerichtet originale Objekte und Artefakte der Raumfahrt. Bis heute haben sich schätzungsweise 100.000 unterschiedliche Exemplare angesammelt. Tasillo Römisch steht mit seiner unfassbar großen Sammlung mehrfach im Guinness-Buch der Rekorde.</p>



<p>Diese Sammlerleistung mag für das Guinness-Buch ausreichen. Auf die Nominierten-Liste des „Silbernen Meridians“ gelangte Tasillo Römisch jedoch deshalb, weil er seine Sammlung, sein umfangreiches Wissen und seine weltweiten Kontakte der Öffentlichkeit von Anfang an zur Verfügung gestellt hat. Neben seinem Museum vermittelt der weltraumbegeisterte Geschäftsmann heute mit seiner weltweit einzigen privaten Astronautenagentur Raumfahrer für Vorträge, besorgt auf Anfrage historisches Bildmaterial zur Weltraumfahrt aus seinem Archiv und ist anerkannter Experte im Bereich Space Memorabilien. Er hat eine Unzahl von Ausstellungen organisiert, kuratiert und ausgestattet. An der Hochschule Mittweida hatte Tasillo Römisch einen Lehrauftrag zur Raumfahrtgeschichte. Erwähnt werden müssen darüber hinaus die von ihm organisierten Space-Reisen, mit denen er sein Publikum an die „Heiligen Stätten“ der Raumfahrt führt, die nicht jedem zugänglich sind.</p>



<p>Aufgrund dieser Lebensleistung ist Tasillo Römisch ein würdiger Preisträger. Die große Gemeinde der Raumfahrtenthusiasten wünscht dem Preisträger, dass es ihm gelingen möge, sein Lebenswerk möglichst geschlossen in wertschätzende Hände zu geben.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/11/Bild1-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Preisträger (Frau Dr. Franziska Zeitler, vorne und Herr Tasillo Römisch, zweiter v.r.) und Mitglieder der Verleihungsinitiative. (Bild: Andreas Weise)" data-rl_caption="" title="Preisträger (Frau Dr. Franziska Zeitler, vorne und Herr Tasillo Römisch, zweiter v.r.) und Mitglieder der Verleihungsinitiative. (Bild: Andreas Weise)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/11/Bild1_449x320.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Preisträger (Frau Dr. Franziska Zeitler, vorne und Herr Tasillo Römisch, zweiter v.r.) und Mitglieder der Verleihungsinitiative. (Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16351.msg568723#msg568723" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Deutscher Raumfahrtpreis Silberner Meridian</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/raumfahrt-preis-silberner-meridian-2024-wurde-verliehen/" data-wpel-link="internal">Raumfahrt-Preis „Silberner Meridian 2024“ wurde verliehen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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