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	<title>DMSP &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>DMSP &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>DMSP F19: Steuerung vom Boden aus bleibt unmöglich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dmsp-f19-steuerung-vom-boden-aus-bleibt-unmoeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2016 19:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommando]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. Februar 2016 verlor die US-amerikanische Luftwaffe die Möglichkeit, ihren polaren Wettersatelliten DMSP F19 vom Boden aus zu steuern. Zwischenzeitlich durchgeführte Untersuchungen brachten die Erkenntnis, dass die Steuerungsmöglichkeit nicht wiederzugewinnen ist. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: USAF. Kommunikation als Einbahnstraße Die mit der Überwachung und Steuerung des Satelliten befassten Ingenieure und Techniker der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 11. Februar 2016 verlor die US-amerikanische Luftwaffe die Möglichkeit, ihren polaren Wettersatelliten DMSP F19 vom Boden aus zu steuern. Zwischenzeitlich durchgeführte Untersuchungen brachten die Erkenntnis, dass die Steuerungsmöglichkeit nicht wiederzugewinnen ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: USAF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/5d3dmsp150422FZZ999004usaf800-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/5d3dmsp150422FZZ999004usaf260-1.jpg" alt="DMSP F19 im All - Illustration
(Bild: USAF)"/></a><figcaption>DMSP F19 im All &#8211; Illustration<br>(Bild: USAF)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kommunikation als Einbahnstraße<br></strong> Die mit der Überwachung und Steuerung des Satelliten befassten Ingenieure und Techniker der staatlichen US-amerikanischen Wetterbehörde (NOAA, National Oceanic and Atmospheric Administration) mussten am 11. Februar 2016 feststellen, dass an den Satelliten gefunkte Kommandos nicht mehr ausgeführt wurden &#8211; <a href="https://www.raumfahrer.net/wettersatellit-dmsp-f19-laesst-sich-nicht-mehr-steuern/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>. Telemetriedaten mit Informationen über den Zustand des Raumfahrzeugs des militärischen Wettersatellitenprogramms mit der Bezeichnung Defense Meteorological Satellite Program (DMSP) und seiner Ausrüstung sowie Daten der an Bord befindlichen Instrumente zur Wetterbeobachtung lieferte DMSP F19 jedoch weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach jüngsten Informationen der US-Luftwaffe (United States Air Force, USAF) vom 25. Juli 2016 hat sie ihre Bemühungen, den Satelliten wieder unter Kontrolle zu bekommen, zwischenzeitlich eingestellt. Die Arbeitsgruppe zur Untersuchung der Störung an Bord des Satelliten hat ihre Arbeit nach Angaben der USAF abgeschlossen. Eine Reparatur sei nicht möglich, weitere Aktionen hinsichtlich der Steuerbarkeit von DMSP F19 werde es nicht geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lange Lagerung – Kurze Standzeit<br></strong> Der Erdtrabant basiert wie zahlreiche Vorgänger auf dem Satellitenbus TIROS-N. Es war bereits in den 1990iger Jahren gebaut worden und dann lange von seinem Hersteller Lockheed Martin Space Systems in Denver eingelagert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/__trashed-3/" data-wpel-link="internal">3. April 2014</a> kreist DMSP F19 um die Erde. Die ihm zugedachte Auslegungsbetriebsdauer beträgt fünf Jahre. Bislang empfange man noch taktisch nutzbare Echtzeit-Wetterdaten vom Satelliten, der sich in einer sicheren und stabilen Konfiguration befände, berichtete die USAF. Die Qualität der erfassten und gesendeten Daten nimmt ab, da sich die Ausrichtungsgenauigkeit des Satelliten über die Zeit verschlechtert. Die USAF rechnet damit, dass die aus der Erdumlaufbahn gefunkten Daten von DMSP F19 irgendwann nicht mehr sinnvoll zu nutzen sein werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unzureichende Redundanz<br></strong> Bei den Untersuchungen der Anomalie wurde schnell festgestellt, dass es ein Problem mit der Stromversorgung im Bereich der Kommandoempfänger an Bord des Satelliten gibt. Eine redundant ausgelegte Elektronikeinheit zur Dekodierung der aus Sicherheitsgründen verschlüsselt an den Satelliten gefunkten Kommandos ist nach Angaben der USAF vollständig ausgefallen. Wegen der nicht mehr funktionierenden Stromversorgung kam die eingebaute Redundanz der Dekodiereinheit nicht zum Tragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weltraumschrott generierende Ereignisse, die im Zusammenhang mit DMSP F19 stehen, sind laut USAF bisher nicht beobachtet worden. Ganz sicher aber wird der Satellit selbst bald als Weltraumschrott enden. Wegen der fehlenden Steuerungsmöglichkeit vom Boden wird sich die Bahn des Satelliten nicht beeinflussen lassen, was bedeutet, dass man ihn nicht aktiv aus seinem ehemaligen Arbeitsorbit herausschicken kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unkontrolliert in ungewisse Zukunft<br></strong> Bestimmungen über die Vermeidung von Weltraumschrott erfordern die vollständige Abschaltung elektrischer Stromversorgungssysteme, wenn Satelliten außer Dienst gestellt werden. So hofft man Explosionsereignisse zu verhindern, bei denen Weltraumschrott entsteht, welcher eine Gefahr für andere Raumfahrzeuge darstellt. Für DMSP F19 fallen vom Boden aus anzustoßende Passivierungsmaßnahmen, z.B. die Trennung der Solarzellenausleger von den nachladbaren Akkumulatoren oder das Ablassen von übriggebliebenem Resttreibstoff, aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der primäre aktive Teil der DMSP-Konstellation besteht derzeit aus den Raumfahrzeugen DMSP F17 und DMSP F18. DMSP F17 ist seit dem 4. November 2006 im All unterwegs. DMSP F18 wurde am 18. Oktober 2009 in den Weltraum transportiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die im All befindliche DMSP-Konstellation besteht aktuell aus nur noch fünf statt sechs Satelliten. Sie alle haben ihre Auslegungsbetriebsdauer überschritten – zum Teil deutlich. Im Regelfall sollten zwei Satelliten Routineaufgaben wahrnehmen, zwei Satelliten als unmittelbar verfügbare Reserve bereitstehen, und sich zwei weitere bedarfsweise für taktische Aufgaben verwenden lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DMSP F19 alias USA 249 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.630 und als COSPAR-Objekt 2014-015A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11938.msg264513#msg264513" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DMSP F19 auf Atlas V 401</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Wettersatellit DMSP F19 lässt sich nicht mehr steuern</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wettersatellit-dmsp-f19-laesst-sich-nicht-mehr-steuern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 11:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[DMSP]]></category>
		<category><![CDATA[Lockheed Martin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der US-amerikanische militärische Wettersatellit DMSP F19 nimmt keine Kommandos mehr an. Seit dem 11. Februar 2016 reagiert der erst am 3. April 2014 gestartete Satellit nicht mehr auf Befehle vom Boden. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NOAA, NRO, Spacenews, USAF. DMSP F19 ist Bestandteil einer langen Reihe von stetig weiterentwickelten Satelliten. Er gehört zur [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der US-amerikanische militärische Wettersatellit DMSP F19 nimmt keine Kommandos mehr an. Seit dem 11. Februar 2016 reagiert der erst am 3. April 2014 gestartete Satellit nicht mehr auf Befehle vom Boden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: NOAA, NRO, Spacenews, USAF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/5d3dmsp150422FZZ999004usaf800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/5d3dmsp150422FZZ999004usaf260.jpg" alt="DMSP Block-5D3-Satellit im All - Illustration
(Bild: USAF)" width="275" height="179"/></a><figcaption>DMSP Block-5D3-Satellit im All &#8211; Illustration<br>(Bild: USAF)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">DMSP F19 ist Bestandteil einer langen Reihe von stetig weiterentwickelten Satelliten. Er gehört zur letzten Entwicklungsstufe und ist ein Block-5D3-Modell. Unter den Block-5-Modellen ist er Nummer 30, von der Variante D die Nummer 19, von der Version D3 die Nummer 5. DMSP steht für Defense Meteorological Satellite Program, übersetzt etwa Militärisches Wettersatellitenprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raumfahrzeug basiert wie zahlreiche Vorgänger auf dem Satellitenbus TIROS-N. Es war bereits in den 1990iger Jahren gebaut worden und dann lange bei Lockheed Martin Space Systems in Denver eingelagert. Vor dem Start wurden Teile von ihm und der Instrumentenausstattung erneuert bzw. ersetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hauptinstrument des über 518 Millionen US-Dollar teuren Satelliten ist eines von Northrop Grumman namens Operational Linescan System (OLS), das Wolkenbilder im Bereich des sichtbaren Lichts und im Infraroten anfertigen kann. Das Instrument wurde so ausgelegt, dass es in 12 Stunden den gesamten Erdball abtasten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem ebenfalls von Northrop Grumman hergestellten Gerät mit der Bezeichnung Special Sensor Microwave Imager &amp; Sounder (SSMIS) kann die Intensität von Niederschlägen und Stürmen bestimmt und die Bodenfeuchte und -Temperatur gemessen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie seine letzten drei Vorgänger trägt DMSP F19 außerdem Instrumente mit den Bezeichnungen Laser Threat Warning Sensor alias Special Sensor F (SSF), Precipitation Electron/Proton Spectrometer alias Special Sensor J5 (SSJ/5), Special Sensor Ionospheric Plasma Drift/Scintillation Monitor (SSI/ES-3), Special Sensor Magnetometer (SSM), Special Sensor Ultraviolet Limb Imager (SSULI) und Special Sensor Ultraviolet Spectrographic Image (SSUSI).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Instrumentenphalanx von DMSP F19 ist derzeit nutzlos. Nach Angaben der US-Luftwaffe werden in den DMSP-Wettervorhersageinformationen aktuell keine Daten von DMSP F19 verwendet. Mit den Telemetriedaten vom Satelliten allerdings wird gearbeitet. Man versucht, sie zu analysieren und so auf die Ursache des Problems an Bord des Satelliten zu schließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als sich das Problem am 11. Februar 2016 bemerkbar machte, ging man im zuständigen Kontrollzentrum in Suitland im US-amerikanischen Bundesstaat Maryland zunächst davon aus, es mit einem Fehlverhalten der Bodenanlagen zu tun zu haben. Ein Blick auf eintreffende Telemetriedaten vom Satelliten führte aber zügig zu der Einschätzung, dass man es mit einem ausgefallenen Untersystem eines Funkempfängers an Bord des Satelliten zu tun hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telemetriedaten weisen auf einen nicht erwarteten Temperaturanstieg um 10 Grad (Celsius) in dem Untersystem hin. Arbeitet dieses Untersystem nicht wie vorgesehen, sind Empfang und Verarbeitung von Kommandos zur Steuerung der raumflugtechnischen Systeme und der Beobachtungsnutzlast des Satelliten nicht möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund vier Stunden nach dem Abbruch des Kommandoempfangs erklärte die US-Luftwaffe einen Nofall-Status. Auf Signale, die während der folgenden vier Kommunikationssitzungen an den auf annähernd kreisförmiger, sonnensynchroner, 98,8 Grad gegen den Erdäquator geneigter Bahn in rund 850 Kilometern Höhe um die Erde ziehenden Satelliten gesendet wurden, erfolgten keinerlei Reaktionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Einfluss des im All nicht vollständig entfalteten Solarzellenauslegers von DMSP F19 auf seine Mission war nach dem Start als unwahrscheinlich angesehen worden. Von einem Einfluss des Fehlers beim Entfalten auf die aktuellen Schwierigkeiten mit dem Satelliten wurde bisher nicht berichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. März 2016 teilte ein Vertreter auf Anfrage des Branchendienstes Spacenews mit, man sei dabei, einen 30-Tage-Plan abzuarbeiten, an dessen Ende man die Kontrolle über DMSP F19 wiedererlangt haben will. Ob das gelingt, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf die Entfernung nicht abzuschätzen. Aussagen über entsprechende Wahrscheinlichkeiten wurden keine bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben des Luftwaffensprechers ist es aktuell zu früh, Maßnahmen zur Außerdienststellung des Satelliten in Erwägung zu ziehen. Unklar ist indes, wie diese aussehen können, wenn der Satellit auch weiterhin nicht kommandiert werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausfall des aktuell jüngsten Satelliten der DMSP-Konstellation hat nach Angaben der US-Luftwaffe keine unmittelbar nachteiligen Folgen für die Nutzer der von der Konstellation bereitgestellten Daten. Der seit 2006 um die Erde kreisende DMSP F17, zuletzt als Reservesatellit vorgehalten, wurde reaktiviert, um den Ausfall zu kompensieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die im All befindliche DMSP-Konstellation besteht aktuell aus nur noch fünf statt sechs Satelliten. Im Regelfall sollten zwei Satelliten Routineaufgaben wahrnehmen, zwei Satelliten als unmittelbar verfügbare Reserve bereitstehen, und sich zwei weitere bedarfsweise für taktische Aufgaben verwenden lassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/201306130605FIN001014dmsp5d2usaf1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/201306130605FIN001014dmsp5d2usaf260.jpg" alt="DMSP Block-5D2-Satellit über der Erde - Illustration
(Bild: USAF)"/></a><figcaption>DMSP Block-5D2-Satellit über der Erde &#8211; Illustration<br>(Bild: USAF)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">DMSP F13, ein am 24. März 1995 gestartetes Block-5D2-Modell, war am 2. Februar 2015 nach einer Akkuexplosion ausgefallen. DMSP F14, der letzte noch eingesetzte Block-5D2-Satellit, ist seit dem 4. April 1997 im All. Am 12. Dezember 1999 gelangte mit DMSP F15 das erste Block-5D3-Modell auf einen Erdorbit. DMSP F16 umkreist die Erde seit dem 18. Oktober 2003, DMSP F17 seit dem 4. November 2006 und DMSP F18 seit dem 18. Oktober 2009.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DMSP S20 sollte Planungen vom Frühjahr 2015 zufolge frühestens im Jahre 2020 in den Weltraum transportiert werden. Aktiv würde er sodann als DMSP F20 bezeichnet werden. Das S in der Bezeichnung steht für Spare bzw. Ersatz, das F für Flight bzw. Flug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich hat sich der US-Kongress jedoch entschieden, für den Start des Satelliten keine finanziellen Mittel bereit zu stellen und das DMSP zu einem Ende kommen zu lassen. Ob die Entscheidung angesichts des Schicksals von DMSP F19 aufrecht erhalten wird, bleibt abzuwarten. Im Rahmen seiner Auslegungsbetriebsdauer hätte sich DMSP F19 mindestens bis ins Jahr 2019 hinein sicher einsetzen lassen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste geplante Start eines polaren Wettersatelliten für die US-Luftwaffe ist aktuell für frühestens 2017 geplant. Der entsprechende Satellit ist ein Prototyp einer neuen Satellitenserie, der sich durch seine Instrumentenausstattung und die Art der lieferbaren Wetterdaten von den DMSP-Satelliten unterscheidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DMSP F19 alias USA 249 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.630 und als COSPAR-Objekt 2014-015A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11938.msg355612#msg355612" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DMSP F19 auf Atlas V 401</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>USA: Wettersatellit DMSP F19 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/__trashed-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Apr 2014 15:05:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
		<category><![CDATA[Centaur]]></category>
		<category><![CDATA[DMSP]]></category>
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		<category><![CDATA[Tiros-N]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der US-amerikanische militärische Wettersatellit DMSP F19 gelangte am 3. April 2014 in den Weltraum. Der Start erfolgte von der Luftwaffenbasis Vandenberg (VAFB) im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien aus an Bord einer Rakete des Typs Atlas V 401. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NRO, NOAA, ULA, USAF. Die Rakete mit der Seriennummer AV-044 der United Launch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der US-amerikanische militärische Wettersatellit DMSP F19 gelangte am 3. April 2014 in den Weltraum. Der Start erfolgte von der Luftwaffenbasis Vandenberg (VAFB) im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien aus an Bord einer Rakete des Typs Atlas V 401.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: NRO, NOAA, ULA, USAF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/avdmsp19l3ula.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/avdmsp19l3ula260.jpg" alt="Atlas V startet mit DMSP F19 von der VAFB
(Bild: ULA)"/></a><figcaption>Atlas V startet mit DMSP F19 von der VAFB<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rakete mit der Seriennummer AV-044 der United Launch Alliance hob am 3. April 2014 um 16:46 Uhr und 30 Sekunden MESZ von der Startrampe SLC-3E in Vandenberg ab. Nach rund 18 Minuten Flug wurde die Nutzlast, der von Lockheed Martin gebaute Wettersatellit DMSP F19, dann in der vorgesehenen Erdumlaufbahn ausgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einschuss in den Zielorbit erfolgte direkt nach einer einzigen Brennphase der Centaur-Oberstufe. Anvisiert war ein kreisförmiger, sonnensynchroner Orbit in 852,8 Kilometern Höhe über der Erde mit einer Neigung gegen den Erdäquator von 98,87 Grad. Für einen Erdumlauf werden dort rund 101 Minuten benötigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die mögliche Transportkapazität des Centaur mit dem Transport des rund 1.230 Kilogramm schweren DMSP F19 nicht ausgeschöpft wurde, könnte die Oberstufe unter Verwendung von in ihren Tanks noch vorhandenem Treibstoff erhebliche zusätzliche Bahnänderungen durchführen. In wie weit solche geplant waren oder bereits ausgeführt wurden, wurde bis dato nicht mitgeteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise wird der Centaur auf einen heliozentrischen Orbit gebracht. Eine Warnung an Luftfahrzeugführer (Notice to Airmen, NOTAM), die für einen gezielten Wiedereintritt der Oberstufe nach dem Aussetzen des Satelliten in die Erdatmosphäre sprechen könnte, wurde nicht herausgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DMSP F19 ist Bestandteil einer langen Reihe von stetig weiterentwickelten Satelliten, er ist konkret ein Block-5D3-Modell. Unter den Block-5-Modellen ist er Nummer 30, von der Variante D die Nummer 19, von der Version D3 die Nummer 5. DMSP steht für Defense Meteorological Satellite Program, übersetzt etwa Militärisches Wettersatellitenprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das jetzt gestartete Raumfahrzeug basiert wie zahlreiche Vorgänger auf dem Satellitenbus TIROS-N. Es war bereits in den 1990igern Jahren gebaut worden und dann lange bei Lockheed Martin Space Systems in Denver eingelagert. Vor dem Start wurden Teile von ihm und der Instrumentenausstattung erneuert bzw. ersetzt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DMSPBlock5D3NRO800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DMSPBlock5D3NRO260.jpg" alt="DMSP Block-5D3-Satellit im All - Illustration
(Bild: NRO)"/></a><figcaption>DMSP Block-5D3-Satellit im All &#8211; Illustration<br>(Bild: NRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hauptinstrument des über 518 Millionen US-Dollar teuren Satelliten ist eines von Northrop Grumman namens Operational Linescan System (OLS), das Wolkenbilder im Bereich des sichtbaren Lichts und im Infraroten anfertigen kann. Das Instrument wurde so ausgelegt, dass es in 12 Stunden den gesamten Erdball abtasten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem ebenfalls von Northrop Grumman hergestellten Gerät mit der Bezeichnung Special Sensor Microwave Imager &amp; Sounder (SSMIS) lässt sich die Intensität, die Schwere von Niederschlägen und Stürmen bestimmen und die Bodenfeuchte und -Temperatur messen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie seine letzten drei Vorgänger trägt DMSP F19 außerdem Instrumente mit den Bezeichnungen Laser Threat Warning Sensor alias Special Sensor F (SSF), Precipitation Electron/Proton Spectrometer alias Special Sensor J5 (SSJ/5), Special Sensor Ionospheric Plasma Drift/Scintillation Monitor (SSI/ES-3), Special Sensor Magnetometer (SSM), Special Sensor Ultraviolet Limb Imager (SSULI) und Special Sensor Ultraviolet Spectrographic Image (SSUSI).</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11938.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DMSP F19 auf Atlas V 401</a></li></ul>
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		<title>Dritter Startversuch für US-Militärsatellit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dritter-startversuch-fuer-us-militaersatellit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2003 07:22:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DMSP]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Satellit]]></category>
		<category><![CDATA[Titan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DMSP F16 heißt der wohl unglücklichste Satellit der vergangenen Jahre. Seit 2001 musste er auf Grund anhaltender technischer Probleme auf sein Debut warten. Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: spaceflightnow.com. Der US-Satellit DMSP F16, Bestandteil des Defense Meteorological Satellite Program (DMSP) steht seit gestern das dritte mal binnen fast drei Jahren auf dem Launchpad. Ursprünglich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><i>DMSP F16</i> heißt der wohl unglücklichste Satellit der vergangenen Jahre. Seit 2001 musste er auf Grund anhaltender technischer Probleme auf sein Debut warten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: spaceflightnow.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082003092208_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Der Satellit erreicht den so genannten 
<i>clean room</i>
 am Launchpad, wo er auf die Rakete montiert wird.
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(Bild: USAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Satellit <i>DMSP F16</i>, Bestandteil des <i>Defense Meteorological Satellite Program</i> (<i>DMSP</i>) steht seit gestern das dritte mal binnen fast drei Jahren auf dem Launchpad. Ursprünglich sollte er bereits im Januar 2001 mit einer Trägerrakete des Typs <i>Titan 2</i> ins All gebracht werden. Eine Serie von Problemen verhinderte damals den Start. Kaum ein Jahr später entdeckten Ingenieure eine ernste Fehlfunktion des Antriebssystems, während der Satellit erneut auf seinem designierten Träger platziert wurde, welcher selbst gerade betankt worden war. Nun setzt man seitens der NASA und dem Initiator des Projekts, der US Air Force, zum dritten Startverusch an. Diesmal hoffen die Verantwortlichen auf einen glückvolleren Verlauf bis zum Start von der <i>Vandenberg Air Force Base</i> und darüber hinaus. Erst gestern erfolgte die Montage des Satelliten auf die auf dem <i>Space Launch Complex 4-West</i> bereit gestellte <i>Titan 2</i>.
<br>
Der weitere Verlauf der Planungen sieht eine Reihe von abschließenden Tests sowie die Betankung des Satelliten um den 25. August vor. Die Rakete selbst erhält ihren Treibstoff aus Sicherheitsgründen erst rund eine Woche vor dem Start. Jener soll am 14. September stattfinden. Erfährt das Projekt bis dahin kein unglückliches Déjà-vu, so öffnet sich ab 18:17 Uhr MESZ ein zehnminütiges Startfenster, welches man unbedingt zu nutzen gedenkt. &#8222;Seine Zeit ist gekommen&#8220;, sagte Chuck Spice, technischer Controller in <i>Vandenberg</i>. &#8222;Es ist noch viel zu tun&#8220;, fuhr er gestern in einer Pressekonferenz fort. &#8222;Wir haben noch nicht den Punkt erreicht, bis zu dem wir beim letzten Male kamen. Wenn wir das System erst einmal betankt haben, werde ich beginnen, mich besser zu fühlen.&#8220;</p>
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