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	<title>Doppelsternsystem &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Doppelsternsystem &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>AstroGeo Podcast: Cygnus X-1, das erste Schwarzes Loch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-cygnus-x-1-wie-findet-man-ein-schwarzes-loch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Oct 2025 13:04:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie beobachtet man etwas, das unsichtbar ist? In dieser Folge erzählt Franzi Konitzer, wie Forschende das erste Schwarze Loch entdeckten – eine helle Röntgenquelle im Sternbild Schwan – und warum der Beweis so lange auf sich warten ließ.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Je nach Masse beenden Sterne ihre Entwicklung auf unterschiedliche Weisen. Ein Stern wie unsere Sonne – eher klein, eher gelb – endet als Weißer Zwerg. Massereichere Sterne hingegen verwandeln sich in Neutronensterne, die dichtesten Gebilde im Universum. Nur den massereichsten Sternen ist das wohl spektakulärste Schicksal vorbehalten: Sie kollabieren zu einem Schwarzen Loch. Weiße Zwerge und Neutronensterne können Astronominnen und Astronomen problemlos im All beobachten – aber Schwarze Löcher? Wie sollte man ein Schwarzes Loch beobachten können, das seinem Namen wirklich alle Ehre macht, da schließlich noch nicht einmal Licht ihm entkommen kann? Schwarze Löcher sind per Definition unsichtbar.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/ag124_rn.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Röntgenbild des Schwarzen Lochs Cygnus X-1 zeigt ein helles blaues Licht in der Mitte, umgeben von einem dunklen Hintergrund. Die blaue Quelle hat ein körniges, leuchtendes Aussehen, das an einen sehr großen, aber leicht unscharfen Stern erinnert." data-rl_caption="" title="Das Röntgenbild des Schwarzen Lochs Cygnus X-1 zeigt ein helles blaues Licht in der Mitte, umgeben von einem dunklen Hintergrund. Die blaue Quelle hat ein körniges, leuchtendes Aussehen, das an einen sehr großen, aber leicht unscharfen Stern erinnert." data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="460" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/ag124_rn.jpg" alt="Das Röntgenbild des Schwarzen Lochs Cygnus X-1 zeigt ein helles blaues Licht in der Mitte, umgeben von einem dunklen Hintergrund. Die blaue Quelle hat ein körniges, leuchtendes Aussehen, das an einen sehr großen, aber leicht unscharfen Stern erinnert." class="wp-image-148557" style="width:411px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/ag124_rn.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/ag124_rn-300x230.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Schwarze Löcher sind unsichtbar – auch auf diesem Röntgenbild ist das Schwarze Loch Cygnus X-1 nicht zu sehen. Es verrät sich über seine Röntgenstrahlung: Weil das Schwarze Loch Materie von seinem Begleitstern abzieht, wird diese hochenergetische Strahlung freigesetzt, während die Materie selbst auf Nimmerwiedersehen ins Schwarze Loch stürzt (Quelle: NASA/CXC/SAO).</figcaption></figure>



<p>Nachdem Forschende im Jahr 1939 die Existenz von Schwarzen Löchern vorhergesagt hatten, blieben diese zunächst ein rein theoretisches Gebilde. Wenn überhaupt, beschäftigten sich Mathematiker und theoretische Physiker damit, vor allem waren das die Liebhaber der Allgemeinen Relativitätstheorie. Astronomen und Astrophysikerinnen hingegen kümmerten sich nicht um Schwarze Löcher – denn noch war sich niemand sicher, dass es sie tatsächlich gibt.</p>



<p>Das sollte sich erst in den 1960er-Jahren ändern. Damals wurde klar, dass Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie nicht nur ein theoretisches Konstrukt ist, sondern sich auch an astronomischen Himmelsobjekten beobachten lässt. Da Schwarze Löcher eine Konsequenz aus der Allgemeinen Relativitätstheorie sind, stellte sich damit die Fragen, ob es sie tatsächlich gibt und falls ja, wie man sie überhaupt beobachten könnte.</p>



<p>In dieser Folge erzählt Franzi, wie Astronominnen und Astronomen das erste Schwarze Loch entdeckt haben: eine helle Röntgenquelle namens Cygnus X-1 im Sternbild Schwan – und warum sie sich trotzdem lange Zeit nicht sicher sein konnten, dass es wirklich existierte.</p>



<p>Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban regelmäßig eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Apple Podcasts</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>


<p><iframe title="AstroGeo Podcast: Cygnus X-1 - wie findet man ein Schwarzes Loch?" height="200" width="100%" style="margin-bottom:0" src="https://astrogeo.de/wp-content/plugins/podlove-web-player/web-player/share_alt.html?config=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fconfig%2Fdefault%2Ftheme%2Fraumfahrernet&#038;episode=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fpublisher%2F3881" frameborder="0" scrolling="no" tabindex="0"></iframe></p>



<p>Frühere Ausgaben des AstroGeo Podcast <a href="https://astrogeo.de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gibt es auf astrogeo.de</a>. AstroGeo ist ein Podcast der Riffreporter eG. Er ist frei verfügbar und entsteht durch die finanzielle Unterstützung seiner Hörerinnen und Hörer. Das geht mit einem monatlichen Abonnement oder einer Spende. Diese und <a href="https://astrogeo.de/unterstuetze-uns/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">jede andere Form der finanziellen Unterstützung</a> hilft dabei, dass der Podcast weiter werbefrei bleibt.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg579563#msg579563" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.msg579564#msg579564" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Schwarze Löcher</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>MPIfR: Zehn neue Neutronensterne für Terzan 5</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mpifr-zehn-neue-neutronensterne-fuer-terzan-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jul 2024 21:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Entdeckung und Untersuchung mehrerer seltener und ungewöhnlicher Pulsare in einem dichten Sternhaufen mit Hilfe von MeerKAT/Südafrika und dem Green-Bank-Teleskop/USA. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn. Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie 16. Juli 2024. 16. Juli 2024 &#8211; Ein internationales Team unter der Leitung von Forschenden des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik, des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie und des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Entdeckung und Untersuchung mehrerer seltener und ungewöhnlicher Pulsare in einem dichten Sternhaufen mit Hilfe von MeerKAT/Südafrika und dem Green-Bank-Teleskop/USA. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie 16. Juli 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/Terzan5USNSFAUINSFNRAOSDagnello.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Im Kugelsternhaufen Terzan 5 - hier in einer künstlerischen Darstellung - wurden zehn exotische Pulsare entdeckt, womit sich die Gesamtzahl der bisher gefundenen Pulsare in diesem Haufen auf 49 erhöht. (Bild: US NSF, AUI, NSF NRAO, S. Dagnello)" data-rl_caption="" title="Im Kugelsternhaufen Terzan 5 - hier in einer künstlerischen Darstellung - wurden zehn exotische Pulsare entdeckt, womit sich die Gesamtzahl der bisher gefundenen Pulsare in diesem Haufen auf 49 erhöht. (Bild: US NSF, AUI, NSF NRAO, S. Dagnello)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/Terzan5USNSFAUINSFNRAOSDagnello26.jpg" alt="Im Kugelsternhaufen Terzan 5 - hier in einer künstlerischen Darstellung - wurden zehn exotische Pulsare entdeckt, womit sich die Gesamtzahl der bisher gefundenen Pulsare in diesem Haufen auf 49 erhöht. (Bild: US NSF, AUI, NSF NRAO, S. Dagnello)" class="wp-image-142738"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Im Kugelsternhaufen Terzan 5 &#8211; hier in einer künstlerischen Darstellung &#8211; wurden zehn exotische Pulsare entdeckt, womit sich die Gesamtzahl der bisher gefundenen Pulsare in diesem Haufen auf 49 erhöht. (Bild: US NSF, AUI, NSF NRAO, S. Dagnello)</figcaption></figure>



<p>16. Juli 2024 &#8211; Ein internationales Team unter der Leitung von Forschenden des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik, des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie und des National Radio Astronomy Observatory hat zehn schnell rotierende Neutronensterne im Kugelsternhaufen Terzan 5 entdeckt. Viele von ihnen befinden sich in ungewöhnlichen und seltenen Doppelsternsystemen, darunter möglicherweise ein rekordverdächtiger Doppelneutronenstern, ein Pulsar in einer extrem elliptischen Umlaufbahn und mehrere „Spinnensysteme“, in denen die Neutronensterne ihre Begleiter verdampfen. Diese Funde in den Daten des MeerKAT-Radioteleskops erhöhen die Anzahl der in diesem sehr dichten Sternhaufen bekannten Millisekunden-Pulsare um mehr als ein Viertel auf insgesamt 49. Das Team hofft, Pulsare in potenziell noch extremeren Doppelsternsystemen zu entdecken. Dazu sollen alle mit MeerKAT von Terzan 5 aufgezeichneten Daten durch Nutzung der enormen Rechenleistung des am MPI für Gravitationsphysik durchgeführten verteilten Rechenprojekts Einstein@Home auf weitere Pulsare durchsucht werden.</p>



<p>„Wir wissen, dass Kugelsternhaufen wie Terzan 5 viele schnell rotierende Neutronensterne beherbergen, und wir wissen auch, dass frühere Beobachtungen dieses Haufens wahrscheinlich einige übersehen haben. Trotzdem haben wir uns sehr gefreut, zehn bisher unbekannte Millisekunden-Pulsare zu entdecken, darunter einige in ungewöhnlichen und extremen Doppelsternsystemen“, sagt Prajwal Voraganti Padmanabh, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut; AEI) in Hannover. „Die Kombination von hochempfindlichen Beobachtungen mit MeerKAT, Archivdaten des Green-Bank-Teleskops aus fast zwei Jahrzehnten und cleveren und effizienten Datenanalysemethoden haben diese Entdeckungen und ihre vollständige Charakterisierung ermöglicht.“</p>



<p>Padmanabh ist Erstautor einer Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlicht wurde. Er begann seine Forschungsarbeit an Pulsaren während seiner Tätigkeit am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn.</p>



<p>Neutronensterne sind kompakte Überreste von Supernova-Explosionen. Sie bestehen aus exotischer, extrem dichter Materie, sind schwerer als unsere Sonne und haben einen Durchmesser von nur etwa 20 Kilometern. Aufgrund ihrer starken Magnetfelder und schnellen Rotation senden sie wie ein kosmischer Leuchtturm gebündelte Radiowellen aus. Wenn die Rotation diese Strahlenbündel regelmäßig auf die Erde richtet, wird der Neutronenstern als pulsierende Radioquelle – als Radiopulsar – sichtbar. Einige dieser Radiopulsare sammeln in Doppelsternsystemen von ihrem Begleiter Materie ein, die sie auf Rotationsperioden von wenigen Millisekunden beschleunigt. Sie werden als Millisekundenpulsare bezeichnet.</p>



<p>Der Kugelsternhaufen Terzan 5 ist einer der Orte mit der höchsten Sternendichte in unserer Milchstraße. In seinem Kernbereich, wo diese Dichte millionenfach höher ist als in der Umgebung unserer Sonne, treffen sich die Sterne und interagieren viel häufiger als anderswo. Dies macht ihn zu einer sehr effizienten „Fabrik“ für Pulsare in außergewöhnlichen Doppelsternen. Vor dieser Studie waren bereits 39 Pulsare in Terzan 5 bekannt; nun kamen zehn weitere hinzu.</p>



<p>Die Forscherinnen und Forscher machten ihre Entdeckungen in Daten des MeerKAT-Radioteleskops. MeerKAT ist eine Anlage von 64 Antennen in der südafrikanischen Karoo mit einer beispiellosen Empfindlichkeit für Quellen am Südhimmel. Im Rahmen des „TRansients and Pulsars using MeerKAT (TRAPUM) Large Survey Project“ beobachtete das Team Terzan 5 zweimal für mehrere Stunden mit jeweils 56 MeerKAT-Antennen. Die Hardware für TRAPUM wurde vom MPIfR finanziert, entworfen und installiert.</p>



<p>„Mittels spezieller Hardware und Software haben wir die Daten der 56 einzelnen MeerKAT-Antennen zu einem virtuellen Teleskop kombiniert, das gleichzeitig fast 300 eng beieinander liegende Himmelspositionen im Bereich von Terzan 5 beobachtet hat“, so Dr. Padmanabh. „Das führt natürlich dazu, dass wir viel mehr Daten auswerten müssen als bei Beobachtungen mit einem einzelnen Teleskop. Aber es hilft uns auch, die Position jedes neuen Pulsars viel genauer zu bestimmen. Das ist bei Einzelteleskopen normalerweise der schwierige Teil, der Monate an zusätzlichen Beobachtungen erfordert.“</p>



<p>Das Team bereitete die Rohdaten vor und suchte dann an den 45 Positionen, die den Zentralbereich von Terzan 5 abdecken, nach Pulsaren. Ihr Arbeitspferd: der Großrechner Atlas am AEI Hannover, der rund 99.000 logische CPU-Kerne in fast 3.200 Servern sowie 400 Grafikkarten mit fast einer Million Kernen für die Datenanalyse bereitstellte. Mit dieser Suche konnten zehn neue Millisekunden-Pulsare aufgespürt werden.</p>



<p>Für jeden in den MeerKAT-Daten an einer genau definierten Himmelsposition gefundenen Pulsar wurde auf die Archivdaten des Green-Bank-Teleskops zurückgegriffen, um zu überprüfen, ob die Entdeckung dort bestätigt werden konnte. „Ohne das Archiv des Green-Bank-Teleskops wären wir nicht in der Lage gewesen, diese Pulsare zu charakterisieren und ihre Astrophysik zu verstehen“, sagt Scott Ransom, Astronom am National Radio Astronomy Observatory (NRAO). Dadurch war man in der Lage, für alle Entdeckungen sogenannte Timing-Modelle zu erstellen. Diese mathematischen Beschreibungen sagen die Ankunftszeit jedes einzelnen der mehreren hundert Milliarden Pulse über die gesamten 19 Jahre Beobachtungszeit präzise voraus.</p>



<p>Um diese Genauigkeit zu erreichen, müssen die Timing-Modelle viele astrophysikalische Eigenschaften berücksichtigen, die die Doppelsysteme mit Pulsaren beschreiben, einschließlich relativistischer Effekte, die sich aus Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie ergeben. Das ermöglichte es den Forschern, die Neutronensterne, ihre Umlaufbahnen, ihre Begleiter und viele andere Eigenschaften genau zu untersuchen und zu überwachen.</p>



<p>&#8222;Alle zehn neu entdeckten Pulsare sind ungewöhnlich und besonders und helfen uns, Kugelsternhaufen und Neutronensterne besser zu verstehen und die allgemeine Relativitätstheorie zu testen. Aber einige von ihnen sind selbst in dieser Gruppe selten und speziell&#8220;, sagt Paulo Freire, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsabteilung &#8222;Radioastronomische Fundamentalphysik&#8220; am MPIfR. &#8222;Diese Systeme sind nur die jüngsten Beispiele für die wunderbaren, exotischen Sternsysteme, die wir mit MeerKAT in diesen dichten Kugelsternhaufen gefunden haben. Zusammen mit jüngsten Beispielen wie dem Objekt NGC 1851E, das das erste Pulsar-Schwarzes-Loch-System darstellen könnte, zeigen uns die Ergebnisse, dass Kugelsternhaufen eine Goldmine voller Möglichkeiten darstellen.&#8220;</p>



<p>Vivek Venkatraman Krishnan vom MPIfR ist Mitautor der vorliegenden Arbeit. Er sucht im Rahmen des ERC Research Grants COMPACT (&#8222;Understanding gravity using a comprehensive search for fast-spinning pulsars and compact binaries&#8220;) ebenfalls nach binären Pulsaren in Kugelsternhaufen. &#8222;Mit COMPACT werden wir ein maßgeschneidertes Suchsystem für Pulsare entwickeln und einsetzen, um noch extremere Versionen dieser Doppelsterne in Kugelsternhaufen zu entdecken&#8220;, sagt er.</p>



<p>Eine der Entdeckungen ist ein Doppelsternsystem, das möglicherweise aus zwei Neutronensternen besteht. Diese Doppelneutronensterne sind sehr selten – gerade einmal 20 von mehr als 3600 bekannten Pulsaren gehören zu dieser besonderen Spezies. Sollten zukünftige Beobachtungen diesen Verdacht bestätigen, wäre das Doppelsystem auch ein Rekordbrecher mit dem am schnellsten rotierenden Pulsar und der längsten Umlaufzeit solcher Objekte. Andererseits könnte es sich bei diesem System auch um einen massereichen Pulsar in Begleitung eines Weißen Zwergs handeln. Ein schwerer Pulsar könnte Aufschluss über die innere Zusammensetzung von Neutronensternen geben.</p>



<p>Die extrem elliptische Umlaufbahn eines anderen neuen Pulsars deutet auf eine Reihe von engen Begegnungen mit anderen Sternen in seiner Vergangenheit hin. Wenn im Gedränge im Zentrum von Terzan 5 Sterne an einem Doppelsternsystem vorbeiziehen, kann ihre Schwerkraft dessen Bahnen stören und sogar seine Komponenten herausschleudern oder deren Plätze einnehmen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/MeerKATantenneGundolfWiechingMPIfR.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Detailansicht eines der Einzelteleskope des MeerKAT-Radioteleskop-Netzwerks. (Bild: Gundolf Wieching / MPIfR)" data-rl_caption="" title="Detailansicht eines der Einzelteleskope des MeerKAT-Radioteleskop-Netzwerks. (Bild: Gundolf Wieching / MPIfR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/MeerKATantenneGundolfWiechingMPIfR26.jpg" alt="Detailansicht eines der Einzelteleskope des MeerKAT-Radioteleskop-Netzwerks. (Bild: Gundolf Wieching / MPIfR)" class="wp-image-142736"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Detailansicht eines der Einzelteleskope des MeerKAT-Radioteleskop-Netzwerks. (Bild: Gundolf Wieching / MPIfR)</figcaption></figure>



<p>Nachdem das Team die Zahl der bekannten Pulsare in Terzan 5 schon um mehr als ein Viertel gesteigert hat, plant es bereits, weitere zu finden. Die Suche wird erweitert auf Pulsare in Doppelsystemen, deren Umlaufzeiten deutlich kürzer sind als die der bisher entdeckten. Die Forscher beabsichtigen, mit der Hilfe des verteilten freiwilligen Computerprojekts Einstein@Home alle mit MeerKAT gewonnenen Daten von Terzan 5 zu analysieren. Das Projekt, das von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am AEI Hannover geleitet wird, hat bereits mehr als 90 neue Neutronensterne entdeckt. Mit MeerKAT soll der Kugelsternhaufen Terzan 5 auch bei höheren Radiofrequenzen beobachtet werden, was die Chancen auf neue Entdeckungen weiter erhöhen dürfte.</p>



<p>„Nach allem, was wir über Terzan 5 wissen, erwarten wir, dass er noch viele weitere extreme Doppelsternsysteme beherbergt, von denen jedes ein potenzielles Labor für die Überprüfung der Einsteinschen Relativitätstheorie ist“, schließt Prajwal Voraganti Padmanabh. „Wer weiß, vielleicht ist das nächste, was wir in diesem erstaunlichen Kugelsternhaufen finden, etwas so Exotisches wie ein Paar Millisekunden-Pulsare oder ein Millisekunden-Pulsar, der ein Schwarzes Loch umkreist?“</p>



<p><strong>Hintergrundinformation</strong><br>Das vom South African Radio Astronomy Observatory (SARAO) betriebene MeerKAT ist das größte Radioteleskop der südlichen Hemisphäre und eines von zwei Vorläuferinstrumenten des SKA-Projekts in Südafrika. Das in der Karoo-Wüste gelegene Radioteleskop wird demnächst durch eine zusätzliche Anzahl von Parabolantennen zum &#8222;MeerKAT+&#8220; erweitert. Dieses wird später schrittweise in das SKAO-Teleskop für einen mittleren Frequenzbereich (SKA-MID) integriert, dessen Bau bereits begonnen hat und bis 2028 andauern wird. Die ersten wissenschaftlichen Beobachtungen von MeerKAT+ haben bereits 2023 während der Testphase des Teleskops begonnen.</p>



<p>TRAPUM (TRAnsients and PUlsars with MeerKAT) ist eines der Large Survey Proposals, die mit dem MeerKAT-Teleskop durchgeführt werden. Es handelt sich um ein internationales Kollaborationsprojekt, das von der Universität Manchester und dem MPIfR geleitet wird, und an dem Institutionen wie das INAF, das National Radio Astronomy Observatory (NRAO) und das South African Radio Astronomy Observatory (SARAO) beteiligt sind.</p>



<p>Das National Radio Astronomy Observatory ist eine Einrichtung der National Science Foundation, im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung von Associated Universities, Inc. Das Green Bank Observatory ist eine Einrichtung der National Science Foundation, die im Rahmen eines Kooperationsabkommens von Associated Universities, Inc. betrieben wird.</p>



<p>Autoren der Veröffentlichung sind P. V. Padmanabh, S. M. Ransom, P. C. C. Freire, A. Ridolfi, J. D. Taylor, C. Choza, C. J. Clark, F. Abbate, M. Bailes, E. D. Barr, S. Buchner, M. Burgay, M. E. DeCesar, W. Chen, A. Corongiu, D. J. Champion, A. Dutta, M. Geyer, J. W. T. Hessels, M. Kramer, A. Possenti, I. H. Stairs, B. W. Stappers, V. Venkatraman Krishnan, L. Vleeschower und L. Zhang. Paulo Freire, Ewan Barr, Weiwei Chen, David Champion, Arunima Dutta, Michael Kramer und Vivek Venkatraman Krishnan sind Mitarbeiter am MPIfR. Der Erstautor, Prajwal Voraganti Padmanabh, sowie Alessandro Ridolfi und Federico Abbate sind ebenfalls mit dem MPIfR affiliiert.</p>



<p><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>Discovery and timing of ten new millisecond pulsars in the globular cluster Terzan 5<br>P. V. Padmanabh et al., Astronomy &amp; Astrophysics (A&amp;A), Volume 686, A166 (Juni 2024)<br><a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/06/aa49303-24/aa49303-24.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/06/aa49303-24/aa49303-24.html</a></p>



<p>Discovery and timing of ten new millisecond pulsars in the globular cluster Terzan 5<br>P. V. Padmanabh et al., arXiv Preprint<br><a href="https://arxiv.org/abs/2403.17799" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2403.17799</a></p>


<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=648.msg564030#msg564030" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Neutronensterne, Pulsare, Magnetare</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mpifr-zehn-neue-neutronensterne-fuer-terzan-5/" data-wpel-link="internal">MPIfR: Zehn neue Neutronensterne für Terzan 5</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>HITS: Der Gleichklang Schwarzer Löcher</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hits-der-gleichklang-schwarzer-loecher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jul 2023 21:58:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Sie sind geheimnisvoll, aufregend und unheimlich anziehend: Schwarze Löcher gehören zu den mysteriösesten Objekten im Universum. Mit Gravitationswellendetektoren ist es inzwischen möglich, das Geräusch hörbar zu machen, das zwei Schwarze Löcher beim Verschmelzen erzeugen. Bisher wurden etwa 70 solcher Geräusche, sogenannte „Chirps“, aufgezeichnet. Eine Pressemitteilung des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS). Quelle: HITS 31. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sie sind geheimnisvoll, aufregend und unheimlich anziehend: Schwarze Löcher gehören zu den mysteriösesten Objekten im Universum. Mit Gravitationswellendetektoren ist es inzwischen möglich, das Geräusch hörbar zu machen, das zwei Schwarze Löcher beim Verschmelzen erzeugen. Bisher wurden etwa 70 solcher Geräusche, sogenannte „Chirps“, aufgezeichnet. Eine Pressemitteilung des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: HITS 31. Juli 2023.</p>



<p>31. Juli 2023 &#8211; Ein Forscherteam des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) prognostiziert nun, dass in diesem “Stimmenmeer“ die Chirps bevorzugt in zwei bestimmten Frequenzbereichen auftreten. Die Studie wurde im Fachjournal „The Astrophysical Journal Letters“ veröffentlicht.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HITS31072023titleimage.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Wellen in der Raumzeit um verschmelzende binäre Schwarze Löcher in einer numerischen Relativitätssimulation. (Bild: Deborah Ferguson, Karan Jani, Deirdre Shoemaker, Pablo Laguna, Georgia Tech, MAYA Collaboration)" data-rl_caption="" title="Wellen in der Raumzeit um verschmelzende binäre Schwarze Löcher in einer numerischen Relativitätssimulation. (Bild: Deborah Ferguson, Karan Jani, Deirdre Shoemaker, Pablo Laguna, Georgia Tech, MAYA Collaboration)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HITS31072023titleimage26.jpg" alt="Wellen in der Raumzeit um verschmelzende binäre Schwarze Löcher in einer numerischen Relativitätssimulation. (Bild: Deborah Ferguson, Karan Jani, Deirdre Shoemaker, Pablo Laguna, Georgia Tech, MAYA Collaboration)" class="wp-image-129477"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Wellen in der Raumzeit um verschmelzende binäre Schwarze Löcher in einer numerischen Relativitätssimulation. (Bild: Deborah Ferguson, Karan Jani, Deirdre Shoemaker, Pablo Laguna, Georgia Tech, MAYA Collaboration)</figcaption></figure>



<p>Die Entdeckung der Gravitationswellen, wie sie bereits von Einstein vor hundert Jahren postuliert wurden, führte 2017 zum Nobelpreis für Physik und leitete den Beginn der Gravitationswellenastronomie ein. Wenn zwei Schwarze Löcher stellarer Masse verschmelzen, senden sie Gravitationswellen mit ansteigender Frequenz aus, das sogenannte „Chirp“-Signal, das auf der Erde hörbar gemacht werden kann. Aus der Beobachtung dieser Frequenzentwicklung (dem „Chirp“) können Forschende auf die so genannte „Chirp-Masse&#8220; schließen, die mathematische Kombination der beiden einzelnen Massen der Schwarzen Löcher.</p>



<p>Bislang nahm man an, dass verschmelzende Schwarze Löcher eine beliebige Masse haben können. Die Computermodelle des HITS-Teams legen jedoch nahe, dass einige von ihnen Standardmassen haben, die dann zu universellen Chirps führen. „Die Existenz von universellen Chirp-Massen verrät uns nicht nur, wie Schwarze Löcher entstehen&#8220;, sagt Fabian Schneider, Leiter der Studie am HITS. „Sie lässt auch Rückschlüsse darauf zu, welche Sterne in Supernovae explodieren.&#8220; Darüber hinaus bietet sie Einblicke in den Supernova-Mechanismus, in mit Unschärfe behaftete Kern- und Sternphysik und ermöglicht es Forschenden, die beschleunigte kosmologische Expansion des Universums zu messen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HITS31072023eso1230a2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung eines Massenaustauschs bei einem massereichen Doppelstern. (Bild: ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink)" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung eines Massenaustauschs bei einem massereichen Doppelstern. (Bild: ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HITS31072023eso1230a26.jpg" alt="Künstlerische Darstellung eines Massenaustauschs bei einem massereichen Doppelstern. (Bild: ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink)" class="wp-image-129473"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung eines Massenaustauschs bei einem massereichen Doppelstern. (Bild: ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink)</figcaption></figure>



<p><strong>„Gravierende Folgen für das Schicksal der Sterne“</strong><br>Stellare Schwarze Löcher mit etwa der drei- bis hundertfachen Masse unserer Sonne sind die Endpunkte von massereichen Sternen, die nicht in Supernovae explodieren, sondern zu Schwarzen Löchern kollabieren. Deren Vorläufer, die zu Verschmelzungen führen, entstehen ursprünglich in Doppelsternsystemen und erleben mehrere Episoden des Massenaustauschs zwischen den Komponenten. Beide stammen von Sternen, die ihre Hülle verloren haben. „Der Verlust der Hülle hat gravierende Folgen für das Schicksal der Sterne. Es erleichtert zum Beispiel die Explosion in einer Supernova und führt zu universellen Massen von Schwarzen Löchern, wie sie unsere Simulationen jetzt vorhersagen&#8220;, sagt Philipp Podsiadlowski von der Universität Oxford, Zweitautor der Studie und derzeit Klaus Tschira Gastprofessor am HITS.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HITS31072023MassesDeadStarsLIGOVirgoKAGRA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Massen im stellaren Friedhof (Maßeinheit: Sonnenmasse). Die Abbildung zeigt abgeleitete Gravitationsmassen von Neutronensternen und Schwarzen Löchern aufgrund elektromagnetischer (EM) Aufzeichnungen und Gravitationswellendetektoren (LIGO-Virgo-KAGRA). Die Pfeile verbinden zwei verschmelzende kompakte Objekte und ihre verschmolzenen Überreste anhand ausgesendeter Gravitationswellen. (Visualisierung: LIGO-Virgo-KAGRA / Aaron Geller / Northwestern)" data-rl_caption="" title="Massen im stellaren Friedhof (Maßeinheit: Sonnenmasse). Die Abbildung zeigt abgeleitete Gravitationsmassen von Neutronensternen und Schwarzen Löchern aufgrund elektromagnetischer (EM) Aufzeichnungen und Gravitationswellendetektoren (LIGO-Virgo-KAGRA). Die Pfeile verbinden zwei verschmelzende kompakte Objekte und ihre verschmolzenen Überreste anhand ausgesendeter Gravitationswellen. (Visualisierung: LIGO-Virgo-KAGRA / Aaron Geller / Northwestern)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HITS31072023MassesDeadStarsLIGOVirgoKAGRA26.jpg" alt="Massen im stellaren Friedhof (Maßeinheit: Sonnenmasse). Die Abbildung zeigt abgeleitete Gravitationsmassen von Neutronensternen und Schwarzen Löchern aufgrund elektromagnetischer (EM) Aufzeichnungen und Gravitationswellendetektoren (LIGO-Virgo-KAGRA). Die Pfeile verbinden zwei verschmelzende kompakte Objekte und ihre verschmolzenen Überreste anhand ausgesendeter Gravitationswellen. (Visualisierung: LIGO-Virgo-KAGRA / Aaron Geller / Northwestern)" class="wp-image-129475"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Massen im stellaren Friedhof (Maßeinheit: Sonnenmasse). Die Abbildung zeigt abgeleitete Gravitationsmassen von Neutronensternen und Schwarzen Löchern aufgrund elektromagnetischer (EM) Aufzeichnungen und Gravitationswellendetektoren (LIGO-Virgo-KAGRA). Die Pfeile verbinden zwei verschmelzende kompakte Objekte und ihre verschmolzenen Überreste anhand ausgesendeter Gravitationswellen. (Visualisierung: LIGO-Virgo-KAGRA / Aaron Geller / Northwestern)</figcaption></figure>



<p>Der „stellare Friedhof&#8220; – eine Sammlung aller bekannten Massen der Überreste von massereichen Sternen, d.h. Neutronensternen und Schwarzen Löchern – wächst rasch an, weil die Gravitationswellendetektoren zunehmend empfindlicher werden und weil auch an anderen Observatorien weiter nach solchen Objekten gesucht wird. Dabei scheint es eine Lücke in der Verteilung der Chirp-Massen bei verschmelzenden binären Schwarzen Löchern zu geben, und es gibt Hinweise, dass besonders viele Verschmelzungen mit 8 und 14 Sonnenmassen auftreten. Diese Merkmale entsprechen den vom HITS-Team vorhergesagten universellen Chirps. „Jede Auffälligkeit in der Verteilung der Massen von Schwarzen Löchern und Chirps verrät uns viel darüber, wie sich diese Objekte gebildet haben&#8220;, sagt Eva Laplace, die dritte Autorin der Studie.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HITS31072023chirpmassdistribution.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Verteilung von Chirp-Massen bei allen bisher beobachteten Verschmelzungen binärer Schwarzer Löcher. Das obere Feld zeigt die Rohdaten und die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Chirp-Massen für die einzelnen Fälle, das untere ein Model, das unter Einbeziehung aller bisherigen Beobachtungen abgeleitet wurde. Die Lücke bei den Chirp-Massen für 10–12 Sonnenmassen und die bislang identifizierten Eigenschaften bei ungefähr 8, 14, 27 und 45 Sonnenmassen sind angegeben. (Originalabbildung: Abbott et al. 2021)" data-rl_caption="" title="Die Verteilung von Chirp-Massen bei allen bisher beobachteten Verschmelzungen binärer Schwarzer Löcher. Das obere Feld zeigt die Rohdaten und die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Chirp-Massen für die einzelnen Fälle, das untere ein Model, das unter Einbeziehung aller bisherigen Beobachtungen abgeleitet wurde. Die Lücke bei den Chirp-Massen für 10–12 Sonnenmassen und die bislang identifizierten Eigenschaften bei ungefähr 8, 14, 27 und 45 Sonnenmassen sind angegeben. (Originalabbildung: Abbott et al. 2021)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HITS31072023chirpmassdistribution26.jpg" alt="Die Verteilung von Chirp-Massen bei allen bisher beobachteten Verschmelzungen binärer Schwarzer Löcher. Das obere Feld zeigt die Rohdaten und die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Chirp-Massen für die einzelnen Fälle, das untere ein Model, das unter Einbeziehung aller bisherigen Beobachtungen abgeleitet wurde. Die Lücke bei den Chirp-Massen für 10–12 Sonnenmassen und die bislang identifizierten Eigenschaften bei ungefähr 8, 14, 27 und 45 Sonnenmassen sind angegeben. (Originalabbildung: Abbott et al. 2021)" class="wp-image-129471"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Verteilung von Chirp-Massen bei allen bisher beobachteten Verschmelzungen binärer Schwarzer Löcher. Das obere Feld zeigt die Rohdaten und die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Chirp-Massen für die einzelnen Fälle, das untere ein Model, das unter Einbeziehung aller bisherigen Beobachtungen abgeleitet wurde. Die Lücke bei den Chirp-Massen für 10–12 Sonnenmassen und die bislang identifizierten Eigenschaften bei ungefähr 8, 14, 27 und 45 Sonnenmassen sind angegeben. (Originalabbildung: Abbott et al. 2021)</figcaption></figure>



<p><strong>Nicht in unserer Galaxie: massereiche Schwarze Löcher aus Doppelsternsystemen</strong><br>Seitdem die Verschmelzung von Schwarzen Löchern zum ersten Mal beobachtet wurde, hat sich herausgestellt, dass es noch wesentlich massereichere gibt als die in unserer Milchstraße. Dies liegt daran, dass sie von Sternen stammen, deren chemische Zusammensetzung sich von der in unserer Galaxie unterscheidet. Sterne, die in engen Doppelsternsystemen ihre Hülle verlieren, bilden – unabhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung – Schwarze Löcher von &lt;9 und &gt;16 Sonnenmassen, aber fast keine dazwischen, wie das Team am HITS herausfand.</p>



<p>Beim Verschmelzen implizieren die universellen Massen der Schwarzen Löcher von etwa 9 und 16 Sonnenmassen logischerweise universelle Chirp-Massen, also universelle Töne. „Bei der Aktualisierung meiner Vorlesung über Gravitationswellenastronomie fiel mir auf, dass an den Observatorien für Gravitationswellen erste Hinweise auf ein Fehlen beziehungsweise eine Häufung von Chirp-Massen festgestellt wurden. Und zwar genau bei den in unseren Modellen vorhergesagten universellen Massen&#8220;, sagt Fabian Schneider. „Da die Zahl der beobachteten Verschmelzungen von Schwarzen Löchern bislang recht gering ist, muss sich erst noch herausstellen, ob dieses Signal in den Daten nur statistischer Zufall ist&#8220;.</p>



<p>Wie auch immer das Ergebnis künftiger Gravitationswellenbeobachtungen ausfallen wird: Die Ergebnisse werden Forschenden helfen, besser zu verstehen, woher die singenden schwarzen Löcher in diesem Stimmenmeer kommen.</p>



<p><strong>Über das HITS</strong><br>Das HITS (Heidelberger Institut für Theoretische Studien) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitbegründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als privates, gemeinnütziges Forschungsinstitut gegründet. Es betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Zu den Hauptforschungsrichtungen zählen komplexe Simulationen auf verschiedenen Skalen, Datenwissenschaft und -analyse sowie die Entwicklung rechnergestützter Tools für die Forschung. Die Anwendungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Ein wesentliches Merkmal des Instituts ist die Interdisziplinarität, die in zahlreichen gruppen- und disziplinübergreifenden Projekten umgesetzt wird. Die Grundfinanzierung des HITS wird von der Klaus Tschira Stiftung bereitgestellt.</p>



<p><strong>Publikation</strong><br>Fabian R. N. Schneider, Philipp Podsiadlowski, and Eva Laplace: Bimodal Black Hole Mass Distribution and Chirp Masses of Binary Black Hole Mergers. The Astrophysical Journal Letters, 950, 2, DOI 10.3847/2041-8213/acd77a, <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/acd77a" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/acd77a</a>;</p>



<p>Für das Projekt wurden Fördermittel des Europäischen Forschungsrats (ERC) im Rahmen des Programms der Europäischen Union für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ bereitgestellt (Finanzhilfevereinbarung Nr. 945806).</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
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		<title>AIP: Entdeckung eines Weißen-Zwerg-Pulsars wirft Licht auf Sternentwicklung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aip-entdeckung-eines-weissen-zwerg-pulsars-wirft-licht-auf-sternentwicklung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jun 2023 04:15:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Entdeckung einer seltenen Art von Sternensystem in zwei unabhängigen Studien der Universität Warwick und des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) liefert neue Erkenntnisse über die Vorhersagen des Dynamomodells für die Sternentwicklung. Eine Pressemitteilung des AIP. Quelle: AIP 15. Juni 2023. 15. Juni 2023 &#8211; Der neue Weiße-Zwerg-Pulsar, ein extrem enges Doppelsternsystem aus einem Weißen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Entdeckung einer seltenen Art von Sternensystem in zwei unabhängigen Studien der Universität Warwick und des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) liefert neue Erkenntnisse über die Vorhersagen des Dynamomodells für die Sternentwicklung. Eine Pressemitteilung des AIP.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: AIP 15. Juni 2023.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1627aMGarlickUofWarwickESO2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung eines Weißen-Zwerg-Pulsars. In diesem Doppelsternsystem beschleunigt ein sich schnell um seine eigene Achse drehender Weißer Zwerg (rechts) Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit. Diese hochenergetischen Teilchen erzeugen Strahlungsschübe, die auf den ihn begleitenden Roten Zwergstern (links) treffen und das gesamte System vom Radio- bis zum Röntgenbereich pulsieren lassen. (Bild: M. Garlick/University of Warwick/ESO)" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung eines Weißen-Zwerg-Pulsars. In diesem Doppelsternsystem beschleunigt ein sich schnell um seine eigene Achse drehender Weißer Zwerg (rechts) Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit. Diese hochenergetischen Teilchen erzeugen Strahlungsschübe, die auf den ihn begleitenden Roten Zwergstern (links) treffen und das gesamte System vom Radio- bis zum Röntgenbereich pulsieren lassen. (Bild: M. Garlick/University of Warwick/ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1627aMGarlickUofWarwickESO60.jpg" alt="Künstlerische Darstellung eines Weißen-Zwerg-Pulsars. In diesem Doppelsternsystem beschleunigt ein sich schnell um seine eigene Achse drehender Weißer Zwerg (rechts) Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit. Diese hochenergetischen Teilchen erzeugen Strahlungsschübe, die auf den ihn begleitenden Roten Zwergstern (links) treffen und das gesamte System vom Radio- bis zum Röntgenbereich pulsieren lassen. (Bild: M. Garlick/University of Warwick/ESO)" class="wp-image-127925" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1627aMGarlickUofWarwickESO60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1627aMGarlickUofWarwickESO60-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung eines Weißen-Zwerg-Pulsars. In diesem Doppelsternsystem beschleunigt ein sich schnell um seine eigene Achse drehender Weißer Zwerg (rechts) Elektronen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit. Diese hochenergetischen Teilchen erzeugen Strahlungsschübe, die auf den ihn begleitenden Roten Zwergstern (links) treffen und das gesamte System vom Radio- bis zum Röntgenbereich pulsieren lassen. (Bild: M. Garlick/University of Warwick/ESO)</figcaption></figure>



<p>15. Juni 2023 &#8211; Der neue Weiße-Zwerg-Pulsar, ein extrem enges Doppelsternsystem aus einem Weißen und einem Roten Zwergstern, die gemeinsam in die Sonne passen würden, ist erst das zweite bekannte seiner Art.</p>



<p>Weiße Zwerge sind extrem verdichtete Sternreste mit der Masse unserer Sonne aber der geringen Größe unseres Planeten Erde. Sie entstehen, wenn ein Stern mit geringer Masse seinen gesamten Brennstoff verbrannt hat, seine äußeren Schichten verliert und sein Inneres stark kontrahiert. Sie werden auch als „stellare Fossilien“ bezeichnet und bieten Einblicke in verschiedene Aspekte der Sternentwicklung.</p>



<p>Pulsare hingegen sind seit den 1960er Jahren bekannt und man kennt mehr als 3000 davon. Dabei handelt es sich um schnell rotierende, stark magnetische Neutronensterne, in denen geladene Teilchen durch ultrastarke elektrische Felder aus der Oberfläche gerissen und auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. In Folge dessen senden sie Strahlung, also Licht, aus, und das vom Radio- bis in den Röntgen- oder sogar Gammabereich. Wegen der schnellen Rotation der Sterne treffen jeweils kurze Pulse der Strahlung an der Erde ein, womit sich die Namensgebung – Pulsar – begründet.</p>



<p>Zur großen Überraschung der wissenschaftlichen Gemeinschaft wurde im Jahr 2016 erstmals das Pulsarphänomen auf einem Weißen Zwerg beobachtet. Die Überraschung lag darin, dass in diesem Stern, AR Scorpii, weder die extrem schnelle Rotation noch die starken elektrischen Felder der eigentlichen Pulsare vorhanden waren. Der Weiße Zwergstern jedoch war in einem sehr engen Doppelsternsystem anzutreffen und wurde von seinem unmittelbaren Nachbarn, einem sonnenähnlichen Roten Zwergstern, durch Injektion in sein Magnetfeld mit Teilchen versorgt. Dadurch wird das Pulsarphänomen von außen entfacht und der rote Begleitstern wie mit einem Stroboskop bestrahlt, so dass das gesamte System in regelmäßigen Abständen dramatisch heller und schwächer wird. Die beiden Sterne, der Weiße und der Rote Zwerg, sind so eng benachbart, dass sie in unsere Sonne hineinpassen würden.</p>



<p>Entscheidend ist das Vorhandensein eines starken Magnetfeldes, dessen Ursache Astrophysikerinnen und Astrophysiker jedoch nicht kennen. Eine Schlüsseltheorie, die die starken Magnetfelder erklärt, ist das „Dynamomodell“ – es besagt, dass Weiße Zwerge Dynamos, elektrische Generatoren, in ihrem Kern haben, so wie die Erde, nur viel stärker. Um diese Theorie zu überprüfen, mussten Forschende jedoch nach anderen Weißen-Zwerg-Pulsaren suchen, um zu sehen, ob ihre Vorhersagen zutreffen.</p>



<p>In zwei neuen Studien, die parallel in Nature Astronomy und Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlicht wurden, beschreibt ein internationales Team unter Beteiligung des AIP den neu entdeckten Weißen-Zwerg-Pulsar J1912-4410 (eRASSU J191213.9-441044). Er ist 773 Lichtjahre von der Erde entfernt und dreht sich in fünf Minuten einmal um die eigene Achse, also 300-mal schneller als unser Planet. Der Weiße-Zwerg-Pulsar hat eine ähnliche Größe wie die Erde, aber eine Masse, die mindestens so groß ist wie die der Sonne. Das bedeutet, dass ein Teelöffel Weißer Zwerg etwa 15 Tonnen wiegen würde. Weiße Zwerge beginnen ihr Leben bei extrem hohen Temperaturen, bevor sie über Milliarden von Jahren abkühlen. Die niedrige Temperatur von J1912-4410 deutet auf ein hohes Alter hin.</p>



<p>Die Studie bestätigt, dass es weitere Weiße-Zwerg-Pulsare gibt, wie von früheren Modellen vorhergesagt. Es gab noch weitere Vorhersagen des Dynamomodells, die durch die Entdeckung von J1912-4410 bestätigt wurden. Aufgrund ihres hohen Alters sollten die Weißen Zwerge in dem Pulsarsystem kühl sein. Ihre Begleiter sollten nahe genug sein, dass die Anziehungskraft des Weißen Zwerges in der Vergangenheit stark genug war, um dem Begleiter Masse zu entziehen, was dazu führt, dass sie sich schnell drehen. Alle diese Annahmen treffen auf den neu entdeckten Pulsar zu: Der Weiße Zwerg ist kühler als 13.000 Kelvin, hat eine hohe Rotationsfrequenz von etwa fünf Minuten, und die Anziehungskraft des Weißen Zwerges hat eine starke Wirkung auf den Begleiter.</p>



<p>Ein Team nutzte Daten von Gaia und WISE, um Kandidaten zu finden, und konzentrierte sich auf solche, die ähnliche Eigenschaften wie AR Scorpii aufweisen. Nachdem sie ein paar Dutzend Kandidaten beobachtet hatten, fanden sie einen mit sehr ähnlichen Lichtvariationen wie AR Scorpii. Eine Folgebeobachtung mit anderen Teleskopen ergab, dass dieses System etwa alle fünf Minuten ein Radio- und Röntgensignal in Richtung Erde sendet. Ein anderes Team nutzte Daten des Röntgenteleskops eROSITA auf dem Satelliten Spektrum-Röntgen-Gamma, um enge Weißer-Zwerg/Roter-Zwerg-Paare zu finden. Beide Teams schlossen sich zusammen, um ihre neue Entdeckung weiter zu untersuchen.</p>



<p>„Wir freuen uns sehr, dass wir das Objekt in der mit SRG/eROSITA durchgeführten Röntgendurchmusterung gefunden haben“, bemerkt Dr. Axel Schwope, Leiter der Gruppe Röntgenastronomie am AIP und Erstautor der in Astronomy &amp; Astrophysics erschienen Studie. „Die Folgeuntersuchung mit dem ESA-Satelliten XMM-Newton zeigte die Pulsationen im hochenergetischen Röntgenbereich, der letzte fehlende Beweis, um das Objekt als Weißen-Zwerg-Pulsar zu identifizieren. Damit bestätigten wir die ungewöhnliche Natur des neuen Objekts und etablierten die Weißen-Zwerg-Pulsare als eine neue Klasse, wenn auch derzeit nur mit zwei Vertretern.“</p>



<p>Dr. Ingrid Pelisoli vom Institut für Physik der Universität Warwick und Erstautorin der Nature-Studie, fügt hinzu: „Der Ursprung von Magnetfeldern ist eine große offene Frage in vielen Bereichen der Astronomie, und dies gilt insbesondere für Weiße Zwerge. Die Magnetfelder in Weißen Zwergen können mehr als eine Million Mal stärker sein als das Magnetfeld der Sonne, und das Dynamomodell hilft zu erklären, warum. Die Entdeckung von J1912-4410 ist ein entscheidender Schritt nach vorn in diesem Bereich.“</p>



<p><strong>Über das AIP</strong><br>Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.</p>



<p><strong>Originalveröffentlichungen</strong><br>X-ray properties of the white dwarf pulsar eRASSU J191213.9−441044. A. Schwope, T. R. Marsh, A. Standke, I. Pelisoli, S. Potter, D. Buckley, J. Munday, V. Dhillon. A&amp;A 674 L9 (2023), doi.org/10.1051/0004-6361/202346589, <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/abs/2023/06/aa46589-23/aa46589-23.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/abs/2023/06/aa46589-23/aa46589-23.html</a>;<br>Pelisoli, I., Marsh, T.R., Buckley, D.A.H. et al. A 5.3-min-period pulsing white dwarf in a binary detected from radio to X-rays. Nat Astron (2023), doi.org/10.1038/s41550-023-01995-x, <a href="https://www.nature.com/articles/s41550-023-01995-x" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41550-023-01995-x</a>.</p>



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		<title>Dunkles Paar – Massive, sich berührende Sterne werden als Schwarze Löcher kollidieren</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dunkles-paar-massive-sich-beruehrende-sterne-werden-als-schwarze-loecher-kollidieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Apr 2023 22:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelsternsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Gravitationswellen]]></category>
		<category><![CDATA[Gravitationswellendetektor]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Magellansche Wolke]]></category>
		<category><![CDATA[Raumzeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei massive, sich berührende Sterne in einer Nachbargalaxie sind auf dem besten Weg, zu Schwarzen Löchern zu werden, die bei ihrem Zusammenstoß starke Wellen im Raumzeitkontinuum auslösen könnten. Das zeigt eine Studie von Wissenschaftlern des University College London und der Universität Potsdam. Eine Medieninformation der Universität Potsdam (UP). Quelle: UP, 27. April 2023. In der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Zwei massive, sich berührende Sterne in einer Nachbargalaxie sind auf dem besten Weg, zu Schwarzen Löchern zu werden, die bei ihrem Zusammenstoß starke Wellen im Raumzeitkontinuum auslösen könnten. Das zeigt eine Studie von Wissenschaftlern des University College London und der Universität Potsdam. Eine Medieninformation der Universität Potsdam (UP).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.uni-potsdam.de/de/nachrichten/detail/2023-04-27-dunkles-paar-massive-sich-beruehrende-sterne-werden-als-schwarze-loecher-kollidieren" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">UP</a>, 27. April 2023. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm_2023_041_binarystar-4k_ucl_dasilva_artikel_b4aece8a45.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="181" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm_2023_041_binarystar-4k_ucl_dasilva_artikel_b4aece8a45_350x181.jpg" alt="" class="wp-image-125830" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm_2023_041_binarystar-4k_ucl_dasilva_artikel_b4aece8a45_350x181.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm_2023_041_binarystar-4k_ucl_dasilva_artikel_b4aece8a45_350x181-300x155.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Doppelsternsystem auf dem Weg zur Verschmelzung von Schwarzen Löchern. Der kleinere und heißere Stern mit 32 Sonnenmassen (links) verliert aktuell Material an seinen 55 Sonnenmassen schweren Begleiter. Foto : UCL / J. daSilva</figcaption></figure>



<p>In der im Journal „Astronomy &amp; Astrophysics“ veröffentlichten Studie betrachteten die beiden Nachwuchswissenschaftler ein bekanntes Doppelsternsystem, also zwei Sterne, die um einen gemeinsamen Schwerpunkt rotieren, und analysierten Daten von verschiedenen Teleskopen am Boden und im All. Sie fanden heraus, dass die Sterne aus der Nachbargalaxie „Kleine Magellansche Wolke“ miteinander im Kontakt stehen und Material austauschen, wobei der eine Stern den anderen „nährt“. Sie umkreisen sich alle drei Tage und sind die massivsten bisher bekannten Doppelsterne.</p>



<p>Vergleicht man die Ergebnisse mit theoretischen Modellen der Entwicklung von Doppelsternsystemen, so wird der Stern, der derzeit Material verliert, zuerst zu einem Schwarzen Loch kollabieren und nach einiger Zeit beginnen, Material von seinem Sternbegleiter abzusaugen. Der Begleiter wird daraufhin ebenfalls zu einem Schwarzen Loch. Diese Schwarzen Löcher werden sich innerhalb weniger Millionen Jahre bilden und einander für viele Milliarden Jahre umkreisen, um schließlich mit einer solchen Kraft zu kollidieren, dass sie Gravitationswellen – Verschiebungen im Raumzeitkontinuum – erzeugen.</p>



<p>Doktorand Matthew Rickard, leitender Autor der Studie vom University College London, sagt: „Dank der Gravitationswellendetektoren Virgo und LIGO wurden in den letzten Jahren Dutzende verschmelzender Schwarzer Löcher entdeckt. Bisher haben wir jedoch noch keine Sterne beobachtet, die zu Schwarzen Löchern dieser Größe kollabieren und in einer Zeitspanne verschmelzen, die kürzer ist als das Alter des Universums. Unser am besten passendes Entwicklungsmodell legt nahe, dass diese Sterne in 18 Milliarden Jahren zu Schwarzen Löchern verschmelzen werden. Die Entdeckung von Sternen auf diesem Entwicklungspfad so nah an unserer Galaxis bietet uns eine hervorragende Gelegenheit, noch mehr über die Entstehung dieser Systeme zu erfahren.“</p>



<p>Co-Autor Daniel Pauli, Doktorand an der Universität Potsdam, ergänzt: „Dieses Kontakt-Doppelsternsystem ist das massivste, was bisher beobachtet wurde. Der kleinere und heißere Stern besitzt 32 Sonnenmassen und verliert aktuell Material an seinen 55 Sonnenmassen schweren Begleiter.“<br>In ihrer Studie haben die Wissenschaftler verschiedene Wellenlängenbereiche des Doppelsternsystems spektroskopisch vermessen, von ultraviolettem über sichtbares bis hin zu infrarotem Licht. Dazu verwendeten sie unter anderem Daten des NASA Hubble Space Telescope (HST) und des Multi Unit Spectroscopic Explorer (MUSE) vom ESO Very Large Telescope in Chile. Mit diesen Daten haben sie die Radialgeschwindigkeit der Sterne, die angibt wie schnell sie sich zu uns hin oder von uns wegbewegen, sowie ihre Massen, Helligkeiten, Temperaturen und Umlaufbahnen bestimmt. Schließlich passten sie diese Parameter mit einem Entwicklungsmodell an.</p>



<p>Ihre spektroskopische Analyse zeigt, dass die äußere Hülle des kleineren Sterns durch den größeren Stern aufgesaugt wurde. Sie beobachteten auch, dass die Radien beider Sterne die Roche-Grenze, also die Region um einen Stern, in der Material durch die Gravitation an den Stern gebunden ist, überschreiten. Die Beobachtung belegt, dass Material vom kleineren Stern auf den Begleiter übergeht.</p>



<p>Zur künftigen Entwicklung der Sterne erklärt Rickard: „Der kleinere Stern wird in nur 700.000 Jahren zu einem Schwarzen Loch kollabieren, entweder in einer spektakulären Supernova-Explosion oder auch ohne Explosion aufgrund seiner Masse. Für etwa drei Millionen Jahre werden beide unbequeme Nachbarn sein, bevor das erste Schwarze Loch anfängt, Masse von seinem Begleiter anzuziehen und sich an ihm ‚zu rächen‘.“<br>Pauli, der die Modellierungen durchgeführt hat, fügt hinzu: „Nach nur 200.000 Jahren, einem astronomischen Augenblick, wird der Begleitstern ebenfalls zu einem Schwarzen Loch kollabieren. Die beiden massereichen Sterne werden einander weiterhin für einige Milliarden Jahre umkreisen. Langsam werden sie durch die Abgabe von Gravitationswellen Energie verlieren, bis sie sich immer schneller im Sekundentakt umkreisen und schließlich in 18 Milliarden Jahren miteinander verschmelzen, während sie über Gravitationswellen enorme Energiemengen freisetzen.“</p>



<p>Link zur Publikation: M. J. Rickard and D. Pauli, <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.aanda.org/component/article?access=doi&amp;doi=10.1051/0004-6361/202346055" target="_blank" data-wpel-link="external">A low-metallicity massive contact binary undergoing slow Case A mass transfer: A detailed spectroscopic and orbital analysis of SSN 7 in NGC 346 in the SMC</a>, Astronomy &amp; Astrophysics, </p>



<p>Pressemeldung des University College London: <a href="https://www.ucl.ac.uk/news/2023/apr/most-massive-touching-stars-ever-found-will-eventually-collide-black-holes" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.ucl.ac.uk/news/2023/apr/most-massive-touching-stars-ever-found-will-eventually-collide-black-holes</a></p>



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		<title>AIP: Magnetische schwergewichtige Sterne brauchen Gesellschaft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aip-magnetische-schwergewichtige-sterne-brauchen-gesellschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2023 08:47:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
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		<category><![CDATA[O-Typ-Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Spektropolarimetrie]]></category>
		<category><![CDATA[Supernovae]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forschende des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP), der Europäischen Südsternwarte (ESO) und des Kavli-Instituts und des Instituts für Physik des MIT haben entdeckt, dass Magnetfelder in Mehrfachsternsystemen mit mindestens einem schweren, heißen blauen Stern viel häufiger vorkommen als bisher von Fachleuten angenommen. Eine Pressemitteilung des AIP. Quelle: AIP 28. März 2023. 28. März 2023 &#8211; [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-834d60bf">Forschende des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP), der Europäischen Südsternwarte (ESO) und des Kavli-Instituts und des Instituts für Physik des MIT haben entdeckt, dass Magnetfelder in Mehrfachsternsystemen mit mindestens einem schweren, heißen blauen Stern viel häufiger vorkommen als bisher von Fachleuten angenommen. Eine Pressemitteilung des AIP.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: AIP 28. März 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GiAnd5mAIPMKueker.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Magnetosphäre ist der Bereich um einen Stern, in dem sein Magnetfeld geladene Teilchen beeinflusst. In der Simulation stellen die weißen Linien die Magnetfeldlinien dar, die die Magnetosphäre bilden. Die Magnetpole befinden sich oben und unten. Je heller die Farbe des abgebildeten Gases, desto höher die Dichteverteilung. Eine Gasscheibe ist als Konzentration der Gasdichteverteilung in der (magnetischen) Äquatorialebene sichtbar. (Bild: AIP/M. Küker)" data-rl_caption="" title="Die Magnetosphäre ist der Bereich um einen Stern, in dem sein Magnetfeld geladene Teilchen beeinflusst. In der Simulation stellen die weißen Linien die Magnetfeldlinien dar, die die Magnetosphäre bilden. Die Magnetpole befinden sich oben und unten. Je heller die Farbe des abgebildeten Gases, desto höher die Dichteverteilung. Eine Gasscheibe ist als Konzentration der Gasdichteverteilung in der (magnetischen) Äquatorialebene sichtbar. (Bild: AIP/M. Küker)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GiAnd5mAIPMKueker26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Magnetosphäre ist der Bereich um einen Stern, in dem sein Magnetfeld geladene Teilchen beeinflusst. In der Simulation stellen die weißen Linien die Magnetfeldlinien dar, die die Magnetosphäre bilden. Die Magnetpole befinden sich oben und unten. Je heller die Farbe des abgebildeten Gases, desto höher die Dichteverteilung. Eine Gasscheibe ist als Konzentration der Gasdichteverteilung in der (magnetischen) Äquatorialebene sichtbar. (Bild: AIP/M. Küker)</figcaption></figure>



<p>28. März 2023 &#8211; Die Ergebnisse verbessern erheblich das Verständnis massereicher Sterne und ihre Rolle als Vorläufer von Supernovaexplosionen.</p>



<p>Blaue, sogenannte O-Typ-Sterne gehören zu den massereichsten Sternen in unserem Universum mit einer Masse von mehr als dem 18-fachen unserer Sonne. Zwar sind sie selten, aber so heiß und leuchtstark, dass vier der 90 hellsten von der Erde aus sichtbaren Sterne zu dieser Kategorie gehören. Sie sind von außerordentlicher Bedeutung, weil sie energiereiche physikalische Prozesse in Gang setzen, die die Struktur ganzer Galaxien beeinflussen und die Regionen zwischen den Sternen chemisch anreichern. In diesen Bereichen mit aktiver Sternentstehung, wie den Spiralarmen einer Galaxie, oder in Galaxien, die gerade kollidieren oder verschmelzen, findet man normalerweise O-Typ-Sterne. Solche massereichen Sterne sind für magnetische Studien von besonderem Interesse, da sie ihre Entwicklung explosionsartig als Supernova beenden und ein kompaktes Objekt wie einen Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch als Überrest hinterlassen.</p>



<p>Doppelsterne sind Systeme aus zwei Sternen, die durch die Schwerkraft aneinander gebunden sind und sich gegenseitig umkreisen. Wenn beide Komponenten Sterne vom Typ O sind, kann das Doppelsternsystem zu einem kompakten Objekt werden. Am Ende ihres Lebens erzeugen sehr massereiche Sterne ein Schwarzes Loch, während die weniger massereichen Sterne vom Typ O als Neutronensterne enden, wenn sie als Supernova &#8222;sterben&#8220;. Aus den Doppelsternen können also zwei Neutronensterne, ein Neutronenstern und ein Schwarzes Loch oder zwei Schwarze Löcher entstehen. Die Umlaufbahnen dieser Objekte verringern sich durch die Emission von Gravitationswellen und können von Gravitationswellendetektoren beobachtet werden.</p>



<p>Wie die Sonne haben auch massereiche Sterne stellare Winde – einen energiereichen Strom von geladenen Teilchen. Dieses Plasma reagiert auf das Magnetfeld des Sterns. Dadurch entsteht eine Struktur, eine Magnetosphäre, die alle Sterne und Planeten mit Magnetfeldern besitzen, einschließlich der Erde, die dadurch vor energiereicher kosmischer Strahlung geschützt ist. Das Plasma, das sich mit Tausenden von Kilometern pro Sekunde bewegen kann, ist dabei extremen Zentrifugalkräften ausgesetzt. Eine wissenschaftliche Theorie ist, dass dieser magnetische Mechanismus die eng gebündelte Explosion massereicher Sterne verursacht, und damit für langanhaltende Gammastrahlenausbrüche, Röntgenblitze und andere Phänomene in Zusammenhang mit Supernovae von Bedeutung ist.</p>



<p>Eine theoretische Erklärung für den Einfluss von Magnetfeldern auf Supernovae oder lang andauernde Gammastrahlenausbrüche wurde zwar schon vor Jahrzehnten vorgeschlagen, aber seither wurde nur von elf Sternen vom Typ O berichtet, die Magnetfelder aufweisen. Mit Ausnahme eines Sterns handelte es sich bei allen um Einzelsterne oder weite Doppelsterne. Diese Tatsache war sehr rätselhaft, da frühere Studien gezeigt hatten, dass über 90 % der Sterne vom Typ O in Mehrfachsystemen mit zwei oder mehr Sternen entstehen. In der Tat waren viele Astronominnen und Astronomen über die relativ geringe Anzahl von Magnetfeldnachweisen bei massereichen Sternen verwirrt, da sie einige der beobachteten physikalischen Eigenschaften von Mehrfachsystemen nicht interpretieren konnten, ohne die Wirkung eines Magnetfeldes zu berücksichtigen.</p>



<p>Um diese Diskrepanz zu beheben, führten die Autorinnen und Autoren der neuen Studie eine magnetische Untersuchung durch, bei der sie archivierte spektropolarimetrische Beobachtungen von Sternsystemen mit mindestens einer Komponente vom Typ O verwendeten. Die Spektropolarimetrie misst die Polarisation des Lichts, die Aufschluss über das Vorhandensein eines Magnetfelds in einem Stern gibt. Sie verwendeten Daten der hochauflösenden Spektropolarimeter HARPS, das am 3,6-Meter-Teleskop der ESO auf La Silla/Chile installiert ist, und ESPaDOnS am Canada-France-Hawaii-Teleskop auf Mauna Kea. Um die Daten zu analysieren, entwickelten sie ein spezielles, ausgeklügeltes Verfahren zur Messung des Magnetfeldes.</p>



<p>„Zu unserer Überraschung zeigten die Ergebnisse eine sehr hohe Häufigkeit des Magnetismus in diesen Mehrfachsystemen. In 22 der 36 untersuchten Systeme wurden definitiv Magnetfelder nachgewiesen, während nur drei Systeme keinerlei Anzeichen eines Magnetfeldes aufwiesen“, erklärt Dr. Silva Järvinen, Wissenschaftlerin in der Abteilung Sternphysik und Exoplaneten am AIP. „Die große Anzahl von Systemen mit magnetischen Komponenten gibt Rätsel auf, deutet aber wahrscheinlich darauf hin, dass die Tatsache, dass diese Sterne sich als Doppelsternsysteme entwickelt haben, eine entscheidende Rolle bei der Erzeugung von Magnetfeldern in massereichen Sternen spielt, und zwar durch Wechselwirkungen zwischen den Systemkomponenten, wie z. B. Massentransfer zwischen den Sternen oder sogar durch eine Verschmelzung zweier Sterne. Diese Arbeit ist auch die erste Beobachtungsbestätigung für das zuvor vorgeschlagene theoretische Szenario, wie das Magnetfeld eines Sterns seinen Tod beeinflusst und eine schnellere und heftigere Supernovaexplosion verursacht“, fährt Dr. Swetlana Hubrig fort.</p>



<p><strong>Über das AIP</strong><br>Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.</p>



<p><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>S Hubrig, S P Järvinen, I Ilyin, M Schöller, R Jayaraman, Are magnetic fields universal in O-type multiple systems?, Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, 2023.<br>DOI: doi.org/10.1093/mnras/stad730<br><a href="https://academic.oup.com/mnras/article/521/4/6228/7085749?login=false" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://academic.oup.com/mnras/article/521/4/6228/7085749</a></p>



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<ul class="wp-block-list">
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</ul>
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		<title>MPE: Helium-Brennen auf Weißem Zwergstern entdeckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mpe-helium-brennen-auf-weissem-zwergstern-entdeckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2023 17:18:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[[HP99] 159]]></category>
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		<category><![CDATA[Röntgenstrahlung]]></category>
		<category><![CDATA[SN Ia]]></category>
		<category><![CDATA[SN Iax]]></category>
		<category><![CDATA[Weißer Zwerg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=123949</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Weißer Zwergstern kann als Supernova explodieren, wenn seine Masse die Grenze von etwa 1.4 Sonnenmassen überschreitet. Ein Team unter Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik fand nun ein Doppelsternsystem, in dem Materie von dem Begleiter des Weißen Zwerges auf diesen einströmt. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE). Quelle: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mpe-helium-brennen-auf-weissem-zwergstern-entdeckt/" data-wpel-link="internal">MPE: Helium-Brennen auf Weißem Zwergstern entdeckt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Weißer Zwergstern kann als Supernova explodieren, wenn seine Masse die Grenze von etwa 1.4 Sonnenmassen überschreitet. Ein Team unter Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik fand nun ein Doppelsternsystem, in dem Materie von dem Begleiter des Weißen Zwerges auf diesen einströmt. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) 22. März 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RoentgenquelleAkkretionsscheibeHeliumFBodensteinerESO.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung einer Röntgenquelle: In der Akkretionsscheibe um einen Weißen Zwergstern zeigen sich Spuren von Helium. (Komposition: F. Bodensteiner; Hintergrundbild: ESO)" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung einer Röntgenquelle: In der Akkretionsscheibe um einen Weißen Zwergstern zeigen sich Spuren von Helium. (Komposition: F. Bodensteiner; Hintergrundbild: ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RoentgenquelleAkkretionsscheibeHeliumFBodensteinerESO26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung einer Röntgenquelle: In der Akkretionsscheibe um einen Weißen Zwergstern zeigen sich Spuren von Helium. (Komposition: F. Bodensteiner; Hintergrundbild: ESO)</figcaption></figure>



<p>22. März 2023 &#8211; Gefunden wurde das System aufgrund der Kernfusion, die das übergeströmte Gas nahe der Oberfläche des Weißen Zwerges erleidet, wodurch helle, sog. superweiche Röntgenstrahlung ausgesandt wird. Das ungewöhnliche an dieser Quelle ist, dass nicht Wasserstoff überströmt und verbrennt, sondern Helium. Die gemessene Leuchtkraft deutet darauf hin, dass die Masse des Weißen Zwerges langsamer anwächst als bisher für möglich gehalten, wodurch sich die Anzahl der von explodierenden Weißen Zwergen verursachten Supernovae besser verstehen lässt.</p>



<p>Explodierende Weiße Zwerge gelten nicht nur als die Hauptquelle von Eisen im Universum, sie sind auch ein wichtiges Instrument für die Kosmologie: als sog. Typ Ia Supernovae (SN Ia) werden alle in etwa gleich hell, so dass man die Entfernung ihrer Wirts-Galaxien sehr genau bestimmen kann. Allerdings bleibt auch nach vielen Jahren intensiver Forschung unklar, unter welchen Umständen die Masse eines Weißen Zwergs bis zur sogenannten Chandrasekhar-Grenze anwachsen kann.</p>



<p>Als mit ROSAT Anfang der 1990er Jahre superweiche Röntgenquellen mit stabilem Wasserstoff-Brennen auf ihrer Oberfläche als neue Objekt-Klasse etabliert wurden, galten diese eine Zeitlang als potentielle Kandidaten für die Vorläufer von SN Ia. Der Schönheitsfehler dieser Quellen ist aber ihr Wasserstoff-Reichtum: Supernovae vom Typ Ia zeigen keine Spur von Wasserstoff.</p>



<p>Doppelsternsysteme, in denen ein Weißer Zwerg Helium akkretiert und stabil an seiner Oberfläche verbrennt, werden seit über 30 Jahren vorhergesagt, wurden aber bisher nie beobachtet. Ein internationales Team unter Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) hat nun eine Röntgenquelle gefunden, deren optisches Spektrum komplett von Helium dominiert ist. „Die superweiche Röntgenquelle [HP99] 159 ist bereits seit den 1990er Jahren bekannt, als sie zuerst mit ROSAT, später mit XMM-Newton und jetzt mit eROSITA beobachtet wurde,&#8220; führt Jochen Greiner aus, der die Analysen zu dieser Quelle am MPE leitet. „Wir konnten sie nun als optische Quelle in der Großen Magellanschen Wolke identifizieren und fanden in ihrem Spektrum hauptsächlich Emissionslinien von Helium, die aus der Akkretionsscheibe stammen.&#8220;</p>



<p>Damit ist das Problem der SN Ia-Vorläufer aber noch nicht gelöst: theoretische Modelle sagen vorher, dass etwa 2-5% der Materie des Helium-Begleitsternes von der SN Ia-Explosion mitgerissen und in die Umgebung geschleudert werden. Diese Menge Helium wurde bei den meisten bisher beobachteten Supernovae Ia aber nicht gefunden. Es gibt allerdings eine Unterklasse mit kleinerer Leuchtkraft, die SN Iax, bei denen die Explosion schwächer ausfällt, und deshalb weniger Helium weggeblasen wird.</p>



<p>Das jetzt entdeckte System [HP99] 159 könnte nach derzeitigem Wissen in solch einer SN Iax enden, da die Messungen hier darauf hinweisen, dass kontinuierliches Helium-Brennen in Weißen Zwergen auch bei geringeren Überstrom-Raten möglich ist als theoretisch vorhergesagt. Die gemessene Leuchtkraft ist bei [HP99] 159 ungefähr zehnmal kleiner als bei der gängigen Akkretionsrate erwartet, wobei gleichzeitig die gemessene Röntgentemperatur exakt im erwarteten Bereich für stabiles Heliumbrennen liegt. Da frühere Messungen darauf hindeuten, dass die Leuchtkraft seit etwa 50 Jahren gleich geblieben ist, dürfte eine große Spannbreite an Akkretionsraten für derartige Explosionen in Frage kommen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpektrumHP99159MPE.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Niedrig aufgelöstes optisches Spektrum von [HP99] 159, aufgenommen mit dem SALT/RSS-Spektrographen. Die Hauptlinien sind markiert; sie sind alle auf Helium zurückzuführen. (Die beiden „bkg&quot;-Beschriftungen sind Residuen aus der Entfernung von Himmelslinien). Die beiden kleinen Bilder zeigen, dass an zwei Stellen, wo He- und H-Linien nahe beieinander liegen, das Signal von He II und nicht von Wasserstoff stammt. (Bild: MPE)" data-rl_caption="" title="Niedrig aufgelöstes optisches Spektrum von [HP99] 159, aufgenommen mit dem SALT/RSS-Spektrographen. Die Hauptlinien sind markiert; sie sind alle auf Helium zurückzuführen. (Die beiden „bkg&quot;-Beschriftungen sind Residuen aus der Entfernung von Himmelslinien). Die beiden kleinen Bilder zeigen, dass an zwei Stellen, wo He- und H-Linien nahe beieinander liegen, das Signal von He II und nicht von Wasserstoff stammt. (Bild: MPE)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpektrumHP99159MPE26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Niedrig aufgelöstes optisches Spektrum von [HP99] 159, aufgenommen mit dem SALT/RSS-Spektrographen. Die Hauptlinien sind markiert; sie sind alle auf Helium zurückzuführen. (Die beiden „bkg&#8220;-Beschriftungen sind Residuen aus der Entfernung von Himmelslinien). Die beiden kleinen Bilder zeigen, dass an zwei Stellen, wo He- und H-Linien nahe beieinander liegen, das Signal von He II und nicht von Wasserstoff stammt. (Bild: MPE)</figcaption></figure>



<p>„Sterne ohne Wasserstoffhülle wie der in [HP99] 159 gefundene Begleitstern stellen eine wichtige Zwischenphase dar, die im Lebenszyklus von ca. 30 % aller Doppelsterne vorkommen sollte&#8220;, sagt Julia Bodensteiner von der ESO, die sich seit ihrer Masterarbeit am MPE mit massereichen Sternen beschäftigt. „Es sollte viele derartige Sterne geben, allerdings konnten bisher nur wenige beobachtet werden.&#8220; Das Team hofft nun, mit eROSITA noch weitere, ähnliche Quellen in den beiden Magellanschen Wolken zu finden. Dies sollte es erlauben, die Bedingungen für die Vorläufer von SN Ia noch besser einzugrenzen.</p>



<p><strong>Veröffentlichung:</strong><br>J. Greiner et al.<br>A helium-burning white dwarf binary as a supersoft X-ray <br>Nature 22 March 2023<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41586-023-05714-4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41586-023-05714-4</a></p>



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		<title>Die verjüngende Wirkung von Planeten auf ihre Sterne</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-verjuengende-wirkung-von-planeten-auf-ihre-sterne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 21:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
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		<category><![CDATA[XMM-Newton]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Planeten können ihre Wirtssterne dazu zwingen, sich jünger als für ihr Alter typisch zu verhalten. Dies zeigt eine neue Studie mehrerer Systeme, die von Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) mit Hilfe des Chandra-Röntgenobservatoriums der NASA durchgeführt wurde. Dies könnte der bisher beste Beweis dafür sein, dass einige Planeten offenbar den Alterungsprozess ihrer Wirtssterne [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Planeten können ihre Wirtssterne dazu zwingen, sich jünger als für ihr Alter typisch zu verhalten. Dies zeigt eine neue Studie mehrerer Systeme, die von Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) mit Hilfe des Chandra-Röntgenobservatoriums der NASA durchgeführt wurde. Dies könnte der bisher beste Beweis dafür sein, dass einige Planeten offenbar den Alterungsprozess ihrer Wirtssterne verlangsamen. Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: AIP 2. November 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HeisserJupitersArtNASACXCMWeiss2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Illustration eines heißen Jupiters, der seinen Wirtstern umkreist. Im Hintergrund ist der zweite Stern des Doppelsternsystems zu sehen. (Bild: NASA/CXC/M. Weiss)" data-rl_caption="" title="Künstlerische Illustration eines heißen Jupiters, der seinen Wirtstern umkreist. Im Hintergrund ist der zweite Stern des Doppelsternsystems zu sehen. (Bild: NASA/CXC/M. Weiss)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HeisserJupitersArtNASACXCMWeiss600.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Illustration eines heißen Jupiters, der seinen Wirtstern umkreist. Im Hintergrund ist der zweite Stern des Doppelsternsystems zu sehen. (Bild: NASA/CXC/M. Weiss)</figcaption></figure>



<p>2. November 2022 &#8211; Während der „Anti-Aging-Effekt“ von heißen Jupitern, d.h. riesigen gasförmigen Exoplaneten, die einen Stern in Merkur-Entfernung oder näher umkreisen, schon früher beobachtet wurde, dokumentieren neue Beobachtungen nun zum ersten Mal den Effekt systematisch und liefern somit den bisher stärksten Nachweis für dieses exotische Phänomen.</p>



<p>„In der Medizin braucht man viele Menschen, die an einer Studie teilnehmen, um zu wissen, ob die Effekte real sind oder eine Art Ausreißer“, sagt Nikoleta Ilic, Doktorandin in der Abteilung Sternphysik und Exoplaneten am AIP und Erstautorin der Studie. „Das gleiche gilt manchmal auch für die Astronomie, und diese Studie gibt uns die Gewissheit, dass diese heißen Jupiter die Sterne, die sie umkreisen, tatsächlich jünger wirken lassen, als sie sind.“</p>



<p>Ein heißer Jupiter kann seinen Wirtsstern durch Gezeitenkräfte beeinflussen, so dass sich der Stern schneller dreht, als wenn er keinen solchen Planeten hätte. Diese schnellere Rotation kann dazu führen, dass der Wirtsstern aktiver wird und mehr Röntgenstrahlung erzeugt, was auf ein jüngeres Alter des Sterns hindeuten kann.</p>



<p>Wie beim Menschen gibt es jedoch viele Faktoren, die die Vitalität eines Sterns bestimmen können. Alle Sterne verlangsamen mit zunehmendem Alter ihre Rotation und Aktivität und erleben weniger Ausbrüche. Da es schwierig ist, das Alter der meisten Sterne genau zu bestimmen, war es für Astronominnen und Astronomen bisher schwierig festzustellen, ob ein Stern ungewöhnlich aktiv ist, weil er von einem nahen Planeten beeinflusst wird, der ihn jünger erscheinen lässt, als er ist, oder weil er tatsächlich jung ist.</p>



<p>Die Forscherinnen gingen dieses Problem an, indem sie Doppelsternsysteme untersuchten, bei denen die Sterne weit voneinander entfernt sind, aber nur einer von ihnen von einem heißen Jupiter umkreist wird. Astronominnen und Astronomen wissen, dass sich die Sterne in den Doppelsternsystemen, genau wie menschliche Zwillinge, gleichzeitig bilden. Der Abstand zwischen den Sternen ist viel zu groß, als dass sie sich gegenseitig beeinflussen könnten oder als dass der heiße Jupiter den anderen Stern beeinflussen könnte. Das bedeutet, dass sie den planetenfreien Stern im System als „Kontrollproband“ verwenden können.</p>



<p>„Es ist fast so, als würde man Zwillinge in einer Studie verwenden, bei der ein Zwilling in einer völlig anderen Umgebung lebt, die sich auf ihre Gesundheit auswirkt“, erklärt Mitautorin Prof. Dr. Katja Poppenhäger, Leiterin der Abteilung Sternphysik und Exoplaneten am AIP. „Indem wir einen Stern mit einem nahegelegenen Planeten mit seinem Zwilling ohne einen solchen vergleichen, können wir die Unterschiede im Verhalten der gleichaltrigen Sterne untersuchen.“</p>



<p>Das Team beobachtete die von den Sternen ausgesandte Röntgenstrahlung mit den Weltraumteleskopen Chandra und XMM-Newton, um zu bestimmen, wie „jung“ ein Stern ist. Sie suchten nach Anzeichen für den Einfluss ihrer Planeten auf die Sterne, indem sie fast drei Dutzend Systeme im Röntgenlicht studierten. Sie fanden heraus, dass die Sterne mit heißen Jupitern tendenziell heller im Röntgenlicht und damit aktiver waren als ihre Begleitsterne ohne heiße Jupiter.</p>



<p>„In früheren Fällen gab es einige sehr faszinierende Hinweise, aber jetzt haben wir endlich den statistischen Beweis, dass einige Planeten tatsächlich ihre Sterne beeinflussen und sie jung halten“, so Mitautorin Marzieh Hosseini, ebenfalls AIP-Forscherin. „Wir hoffen, dass künftige Studien dazu beitragen werden, mehr Systeme zu entdecken, um diesen Effekt besser zu verstehen.“</p>



<p><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>Tidal star–planet interaction and its observed impact on stellar activity in planet-hosting wide binary systems. N. Ilic, K. Poppenhaeger, S. Marzieh Hosseini, 2022, MNRAS, 513, 3, 4380, doi.org/10.1093/mnras/stac861, <a href="https://academic.oup.com/mnras/article/513/3/4380/6564186?login=false" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://academic.oup.com/mnras/article/513/3/4380/6564186</a>, <a href="https://arxiv.org/abs/2203.13637" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2203.13637</a>, pdf: <a href="https://arxiv.org/pdf/2203.13637" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/pdf/2203.13637</a>.</p>



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		<title>Astronomen entdecken Mikronovae, eine neue Art von Sternexplosion</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astronomen-entdecken-mikronovae-eine-neue-art-von-sternexplosion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2022 15:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelsternsystem]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Kernfusion]]></category>
		<category><![CDATA[Nova]]></category>
		<category><![CDATA[NTT]]></category>
		<category><![CDATA[TESS]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<category><![CDATA[Weißer Zwerg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Team von Astronominnen und Astronomen hat mit Hilfe des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) eine neue Art von Sternexplosion beobachtet – eine Mikronova. Diese Ausbrüche ereignen sich auf der Oberfläche bestimmter Sterne und können in nur wenigen Stunden eine Menge an Sternmaterial von jeweils rund 3,5 Milliarden Mal der Cheops-Pyramide von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="ein-team-von-astronominnen-und-astronomen-hat-mit-hilfe-des-very-large-telescope-vlt-der-europaischen-sudsternwarte-eso-eine-neue-art-von-sternexplosion-beobachtet-eine-mikronova-diese-ausbruche-ereignen-sich-auf-der-oberflache-bestimmter-sterne-und-konnen-in-nur-wenigen-stunden-eine-menge-an-sternmaterial-von-jeweils-rund-35-milliarden-mal-die-cheopspyramide-von-gizeh-verbrennen--2f5dddf2-8535-4a85-962b-1abef37d2342">Ein Team von Astronominnen und Astronomen hat mit Hilfe des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) eine neue Art von Sternexplosion beobachtet – eine Mikronova. Diese Ausbrüche ereignen sich auf der Oberfläche bestimmter Sterne und können in nur wenigen Stunden eine Menge an Sternmaterial von jeweils rund 3,5 Milliarden Mal der Cheops-Pyramide von Gizeh verbrennen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte (ESO).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/germany/news/eso2207/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2207a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2207a_400x250.jpg" alt=""/></a><figcaption>Diese künstlerische Darstellung zeigt ein Zwei-Sterne-System, in dem Mikronovae auftreten können. Die blaue Scheibe, die um den hellen Weißen Zwerg in der Mitte des Bildes herumwirbelt, besteht aus Material, hauptsächlich Wasserstoff, das von seinem Begleitstern entwendet wurde. Im Zentrum der Scheibe nutzt der Weiße Zwerg seine starken Magnetfelder, um den Wasserstoff zu seinen Polen zu leiten. Wenn das Material auf die heiße Oberfläche des Sterns fällt, löst es eine Mikronova-Explosion aus, die von den Magnetfeldern an einem der Pole des Weißen Zwerges eingegrenzt wird.<br><strong>Herkunftsnachweis</strong>: ESO/M. Kornmesser, L. Calçada</figcaption></figure></div>



<p>20. April 2022. „Wir haben erstmalig ein Phänomen entdeckt und identifiziert, das wir als Mikronova bezeichnen“, erklärt Simone Scaringi, Astronom an der Durham University in Großbritannien, der die heute in Nature veröffentlichte Studie über diese Explosionen geleitet hat. „Dieses Ereignis stellt unser Verständnis davon in Frage, wie thermonukleare Explosionen in Sternen ablaufen. Bisher dachten wir, wir wüssten das, aber diese Entdeckung zeigt einen völlig neuen Mechanismus auf“, fügt er hinzu.</p>



<p>Mikronovae sind extrem starke Ereignisse, aber in astronomischen Maßstäben klein; sie sind viel weniger energiereich als die als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nova_(Stern)" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Novae</a> bekannten Sternexplosionen, die Astronomen seit Jahrhunderten kennen. Beide Arten von Explosionen ereignen sich auf Weißen Zwergen, toten Sternen mit einer Masse, die etwa der unserer Sonne entspricht, aber so klein wie die Erde sind.</p>



<p>Ein Weißer Zwerg in einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelstern" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Doppelsternsystem</a> kann seinem Begleitstern Material, vor allem Wasserstoff, entreißen, wenn sie nahe genug beieinander sind. Wenn dieses Gas auf die sehr heiße Oberfläche des Weißen Zwergsterns fällt, werden die Wasserstoffatome explosionsartig zu Helium fusioniert. Bei Novae finden diese thermonuklearen Explosionen auf der gesamten Sternoberfläche statt. „Solche Detonationen lassen die gesamte Oberfläche des Weißen Zwerges brennen und mehrere Wochen lang hell leuchten“, erklärt Mitautorin Nathalie Degenaar, Astronomin an der Universität von Amsterdam, Niederlande.</p>



<p>Mikronovae sind ähnliche Explosionen, die kleiner und schneller sind und nur einige Stunden dauern. Sie treten bei einigen Weißen Zwergen mit starken Magnetfeldern auf, die Material in Richtung der magnetischen Pole des Sterns schleudern. „Wir haben jetzt zum ersten Mal gesehen, dass die Wasserstofffusion auch lokal begrenzt stattfinden kann. An der Basis der Magnetpole einiger Weißer Zwerge kann der Wasserstoffbrennstoff festgehalten werden, so dass die Fusion nur an diesen Magnetpolen stattfindet“, sagt Paul Groot, Astronom an der Radboud Universität in den Niederlanden und Mitautor der Studie.</p>



<p>„Das führt dazu, dass Mikrofusionsbomben gezündet werden, die etwa ein Millionstel der Stärke einer Novaexplosion haben, daher der Name Mikronova“, so Groot weiter. Auch wenn der Begriff »mikro« vermuten lässt, dass es sich um kleine Ereignisse handelt, sollte man sich nicht täuschen: Ein einziger dieser Ausbrüche kann etwa 20 000 000 Billionen kg Material verbrennen, das entspricht etwa 3,5 Milliarden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cheops-Pyramide" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Cheops-Pyramiden von Gizeh</a>.</p>



<p>( -> <em>Wir verwenden Billionen für eine Million Millionen (1.000.000.000.000 oder 10<sup>12</sup>) und Milliarden für tausend Millionen (1.000.000.000 oder 10<sup>9</sup>). Das Gewicht der Cheops-Pyramide von Gizeh in Kairo, Ägypten beträgt etwa 5.900.000.000 kg</em>).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2207b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2207b_400x250.jpg" alt=""/></a><figcaption>Diese künstlerische Darstellung zeigt ein Zwei-Sterne-System mit einem Weißen Zwerg (im Vordergrund) und einem Begleitstern (im Hintergrund), in dem Mikronovae auftreten können. Der Weiße Zwerg entzieht seinem Begleiter Material, das in Richtung seiner Pole geschleudert wird. Wenn das Material auf die heiße Oberfläche des Weißen Zwergs fällt, löst es eine Mikronova-Explosion aus, die an einem der Pole des Sterns stattfindet.<br><strong>Herkunftsnachweis</strong>: Mark Garlick (<a href="https://www.markgarlick.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.markgarlick.com/</a>)</figcaption></figure></div>



<p>Diese neuen Mikronovae fordern das Verständnis der Astronominnen und Astronomen über Sternexplosionen heraus und kommen möglicherweise häufiger vor als bisher angenommen. „Das zeigt, wie dynamisch das Universum ist. Diese Ereignisse können tatsächlich recht häufig vorkommen, aber weil sie so schnell sind, ist ihre Beobachtung schwierig“, erklärt Scaringi.</p>



<p>Das Team stieß zum ersten Mal auf diese mysteriösen Mikroexplosionen, als es die Daten des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Transiting_Exoplanet_Survey_Satellite" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Transiting Exoplanet Survey Satellite</a> (TESS) der NASA analysierte. „Bei der Durchsicht der von NASA TESS gesammelten astronomischen Daten entdeckten wir etwas Ungewöhnliches: einen hellen optischen Lichtblitz, der einige Stunden anhielt. Bei der weiteren Suche fanden wir mehrere ähnliche Signale“, sagt Degenaar.</p>



<p>Das Team beobachtete mit TESS drei Mikronovae: zwei davon stammten von bekannten Weißen Zwergen, aber der dritte erforderte weitere Beobachtungen mit dem <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-instr/x-shooter/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">X-Shooter</a>-Instrument am VLT der ESO, um seinen Status als Weißer Zwerg zu bestätigen.</p>



<p>„Mit Hilfe des Very Large Telescope der ESO konnten wir feststellen, dass alle diese optischen Blitze von Weißen Zwergen erzeugt wurden“, sagt Degenaar. „Diese Beobachtung war entscheidend für die Interpretation unserer Ergebnisse und für die Entdeckung der Mikronovae“, fügt Scaringi hinzu.</p>



<p>Die Entdeckung der Mikronovae erweitert das Repertoire der bekannten Sternexplosionen. Das Team möchte nun weitere dieser schwer zugänglichen Ereignisse erfassen, was groß angelegte Durchmusterungen und schnelle Folgemessungen erfordert. „<a href="https://www.eso.org/public/blog/capricious-cosmos/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die schnelle Reaktion</a> von Teleskopen wie dem VLT oder dem <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/lasilla/ntt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">New Technology Telescope</a> der ESO und die Vielzahl der verfügbaren Instrumente werden es uns ermöglichen, diese mysteriösen Mikronovae im Detail zu entschlüsseln“, so Scaringi abschließend.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p>Diese Forschungsergebnisse wurden in einem Artikel mit dem Titel “Localised thermonuclear bursts from accreting magnetic white dwarfs” (doi: 10.1038/s41586-022-04495-6) vorgestellt, der in Nature erscheint. Ein Folgeartikel mit dem Titel “Triggering micronovae through magnetically confined accretion flows in accreting white dwarfs” wurde zur Veröffentlichung in Monthly Notices of the Royal Astronomical Society angenommen.</p>



<p>Das Team besteht aus S. Scaringi (Centre for Extragalactic Astronomy, Department of Physics, Durham University, UK [CEA]), P. J. Groot (Fachbereich Astrophysik, Radboud Universität, Nĳmegen, Niederlande [IMAPP] und Südafrikanisches Astronomisches Observatorium, Kapstadt, Südafrika [SAAO] und Fachbereich Astronomie, Universität Kapstadt, Südafrika [Kapstadt]), C. Knigge (School of Physics and Astronomy, University of Southampton, Southampton, UK [Southampton]), A.J. Bird (Southampton) , E. Breedt (Institute of Astronomy, University of Cambridge, UK), D. A. H. Buckley (SAAO, Cape Town, Department of Physics, University of the Free State, Bloemfontein, South Africa), Y. Cavecchi (Instituto de Astronomía, Universidad Nacional Autónoma de México, Ciudad de México, México), N. D. Degenaar (Anton Pannekoek Institute for Astronomy, University of Amsterdam, Amsterdam, Niederlande), D. de Martino (INAF-Osservatorio Astronomico di Capodimonte, Naples, Italien), C. Done (CEA), M. Fratta (CEA), K. Iłkiewicz (CEA), E. Koerding (IMAPP), J.- P. Lasota (Nicolaus Copernicus Astronomical Center, Polnische Akademie der Wissenschaften, Warschau, Polen und Institut d&#8217;Astrophysique de Paris, CNRS et Sorbonne Universités, Paris, Frankreich), C. Littlefield (Department of Physics, University of Notre Dame, USA und Department of Astronomy, University of Washington, Seattle, USA [UW]), C. F. Manara (Europäische Südsternwarte, Garching, Deutschland [ESO]), M. O&#8217;Brien (CEA), P. Szkody (UW), F. X. Timmes (School of Earth and Space Exploration, Arizona State University, Arizona, USA, Joint Institute for Nuclear Astrophysics &#8211; Center for the Evolution of the Elements, USA).</p>



<p>Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.raumfahrer.net/glossary/eso/" data-wpel-link="internal">ESO</a>) befähigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die <a href="https://www.raumfahrer.net/glossary/eso/" data-wpel-link="internal">ESO</a> wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der <a href="https://www.raumfahrer.net/glossary/eso/" data-wpel-link="internal">ESO</a> und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die <a href="https://www.raumfahrer.net/glossary/eso/" data-wpel-link="internal">ESO</a> Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie zwei Durchmusterungsteleskope, VISTA, das im Infraroten arbeitet, und das VLT Survey Telescope für sichtbares Licht. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>
</div>



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<p><strong>Videos</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Micronovae – a New Kind of Stellar Explosion (ESOcast 254 Light)" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/XouB5QYnAVM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption><em>Astronomen und Astronominnen haben eine neue Art von Explosion entdeckt, die bei Weißen Zwergen in Doppelsternsystemen auftritt. Dieses Video fasst die Entdeckung zusammen.<br><strong>Herkunftsnachweis:</strong> ESO</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Artist’s animation of a micronova" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/_zIMVjqj6VY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption><em>Dieses Video zeigt eine künstlerische Animation einer Mikronova-Explosion. Die blaue Scheibe, die um den hellen Weißen Zwerg in der Mitte des Bildes herumwirbelt, besteht aus Material, hauptsächlich Wasserstoff, das von seinem Begleitstern entwendet wurde. Im Zentrum der Scheibe nutzt der Weiße Zwerg seine starken Magnetfelder, um den Wasserstoff zu seinen Polen zu leiten. Wenn das Material auf die heiße Oberfläche des Sterns fällt, löst es eine Mikronova-Explosion aus, die von den Magnetfeldern an einem der Pole des Weißen Zwerges eingegrenzt wird.<br><strong>Herkunftsnachweis:</strong> ESO/L. Calçada, M. Kornmesser</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Artist&#039;s animation of a binary with a white dwarf" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/pPD7c9Ep8Vc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption><em>Diese künstlerische Animation zeigt ein Doppelsternsystem, bei dem eine der Komponenten ein normaler Stern und die andere ein Weißer Zwerg ist, der von einer Scheibe aus Gas und Staub umgeben ist. Ein Weißer Zwerg in einem Doppelsternsystem kann Material, hauptsächlich Wasserstoff, von seinem Begleitstern entziehen, wenn sie nahe genug beieinander sind.<br><strong>Herkunftsnachweis:</strong> ESO/M. Kornmesser</em></figcaption></figure>
</div>
</div>



<p>Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das Haus der Astronomie in Heidelberg.</p>



<p><strong>Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2207/eso2207a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Forschungsartikel (Nature)</a></li><li><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2207/eso2207b.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Folgeartikel (MNRAS)</a></li><li><a href="https://www.eso.org/public/images/archive/category/paranal/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Fotos vom VLT</a></li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=632.msg530965#msg530965" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weisse Zwerge</a></li></ul>
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		<title>Heftige Explosion auf „Vampirstern“</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/heftige-explosion-auf-vampirstern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2022 17:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
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		<category><![CDATA[Vampirstern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forschende der TU Dortmund haben mit den MAGIC (Major Atmospheric Gamma Imaging Cherenkov)-Teleskopen auf der Kanareninsel La Palma sehr energiereiche Gammastrahlen von einer wiederkehrenden Nova in der Milchstraße entdeckt. Eine Medieninformation der TU Dortmund. Quelle: TU Dortmund. 19. April 2022 &#8211; Es handelt sich dabei um die erste Nova, bei der solch energiereiche Strahlungen nachgewiesen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Forschende der TU Dortmund haben mit den MAGIC (Major Atmospheric Gamma Imaging Cherenkov)-Teleskopen auf der Kanareninsel La Palma sehr energiereiche Gammastrahlen von einer wiederkehrenden Nova in der Milchstraße entdeckt. Eine Medieninformation der TU Dortmund.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: TU Dortmund.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TransfervonMaterialsuperbossacomMPP2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TransfervonMaterialsuperbossacomMPP26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Künstlerische Darstellung des Transfers von Material von einem Roten Riesen zu einem Weißen Zwerg. So könnte auch RS Ophiuchi vor der Nova-Explosion ausgesehen haben. (Bild: https://superbossa.com / MPP)</figcaption></figure></div>



<p>19. April 2022 &#8211; Es handelt sich dabei um die erste Nova, bei der solch energiereiche Strahlungen nachgewiesen wurden. Das Ereignis könnte neue Erkenntnisse über diese Art von Explosionen und die mögliche Rolle liefern, die sie bei der Erzeugung der mysteriösen hochenergetischen kosmischen Strahlung spielen, die unsere Milchstraße durchdringt. Die Ergebnisse der Forscher*innen wurden jüngst in der renommierten Fachzeitschrift Nature Astronomy publiziert.</p>



<p>Wenn ein Stern stirbt, dehnt er sich zunächst zu einem Roten Riesenstern aus und kollabiert dann zu einer Sternenleiche, einem Weißen Zwerg. Dieser besteht aus einem sehr dichten Material: ein Teelöffel davon würde etwa eine Tonne wiegen. Unter bestimmten Umständen können diese Sternleichen noch einmal gigantische Explosionen hervorrufen: Wenn der Weiße Zwerg einen Begleiter hat, der seinerseits in die Phase des Roten Riesen übergeht, kann der Wasserstoff aus den ausgedehnten äußeren Schichten des Riesen der enormen Anziehungskraft des dichten Zwergs erliegen und sich auf dessen Oberfläche ansammeln. Der „tote“ Stern entzieht dem aktiven Stern also Gas und wird deshalb auch „Vampirstern“ genannt. Vereinzelt kann es in solchen Systemen sogar zu Kernexplosionen auf der Oberfläche kommen, die einen Großteil des Wasserstoffs und der Fusionsprodukte ins All schleudern. Da die Explosion extrem hell ist, wird der Vorgang auch „stella nova“ (neuer Stern, kurz „Nova“) genannt. In manchen Fällen wiederholt sich der Gastransfer und damit auch der Nova-Ausbruch. Das wird als wiederkehrende Nova bezeichnet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MAGICTeleskopsystemUrsLeutenegger2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MAGICTeleskopsystemUrsLeutenegger26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das MAGIC-Teleskopsystem bei der Beobachtung des Novaausbruchs von RS Ophiuchi in der Nacht der Entdeckung der sehr energiereichen Gammastrahlen (11. August 2021). (Foto: Urs Leutenegger)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Extrem energiereiche Gammastrahlen</strong><br>Eine dieser wiederkehrenden Novae ist das Objekt RS Ophiuchi in unserer Milchstraße, für das die nächste Explosion im vergangenen Jahr erwartet worden war. Am 8. August 2021 konnten Teleskope dann tatsächlich das Licht der Explosion entdecken. Einen Tag später richteten Astronom*innen der MAGIC-Kollaboration, einem internationalen Zusammenschluss von rund 160 Wissenschaftler*innen, ihre Teleskope auf die laufende Eruption aus. Bei den Teleskopen handelt es sich um ein System aus zwei bildgebenden Luft-Tscherenkov-Teleskopen mit 17 m Durchmesser. Dank der guten Beobachtungsbedingungen auf La Palma und der einzigartigen Empfindlichkeit des MAGIC-Systems konnten bei der Nova extrem energiereiche Gammastrahlen nachgewiesen werden, die auf Beschleunigungen von Protonen zurückgeführt werden konnten. „Die Beobachtung von Himmelsobjekten bei derartig großen Energien öffnet einzigartige Fenster ins extreme Universum. Wir können so die Prozesse, bei denen im Universum Teilchen auf Energien beschleunigt werden, die deutlich größer sind als in irdischen Experimenten, im Detail studieren“, erklärt Dr. Dominik Elsässer von der Fakultät Physik und Mitglied im Lenkungsausschuss der MAGIC-Kollaboration.</p>



<p>Novaausbrüche sind für sich genommen weniger energiereich als ihre Schwestern – Supernovae, bei denen ein ganzer Stern in einer Explosion zerrissen wird – kommen aber viel häufiger vor. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Großteil der hochenergetischen kosmischen Strahlung, die die Milchstraße durchdringt, zwar wahrscheinlich aus anderen Quellen stammt, dass aber Novae anscheinend überraschend effizient lokale Regionen mit einer Überdichte an kosmischer Strahlung in ihrer Nachbarschaft erzeugen. Um solche explosiven Ereignisse vollständig zu verstehen, sind weitere Beobachtungen erforderlich. Die Arbeitsgruppen an der TU Dortmund beteiligen sich daran insbesondere mit Detektorsimulationen sowie der Entwicklung von intelligenter Analysesoftware. Seit Januar 2022 widmen sich außerdem Forschende der TU Dortmund, der Ruhr-Uni Bochum und der Universität Wuppertal im Sonderforschungsbereich (SFB) 1491 dem Verständnis der Vorgänge bei der kosmischen Wechselwirkung von verschiedenen Materieformen. „Erst das interdisziplinäre Zusammenspiel aus Teilchenphysik, Astrophysik, Plasmaphysik und Datenwissenschaften macht fundamentale Durchbrüche möglich“, sagt Prof. Wolfgang Rhode, Professor für Astroteilchenphysik an der TU Dortmund und Co-Sprecher des SFB 1491.</p>



<p><strong>Originalpublikation:</strong><br>Proton acceleration in thermonuclear nova explosions revealed by gamma rays<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41550-022-01640-z" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41550-022-01640-z</a><br>DOI: 10.1038/s41550-022-01640-z</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=468.msg530933#msg530933" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Gamma Ray Bursts (GRBs)</a></li></ul>
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		<title>MAGIC-Teleskope beobachten Sternexplosion</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/magic-teleskope-beobachten-sternexplosion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2022 17:38:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die MAGIC-Teleskope haben die Nova RS Ophiuchi bei extrem hoher Energie im Gammabereich beobachtet. Die Gammastrahlung geht von Protonen aus, die in der Schockwelle nach der Explosion auf höchste Energien beschleunigt werden. Damit liegt nahe, dass Novae auch eine Quelle für die allgegenwärtige kosmische Strahlung im Universum sind: Diese besteht überwiegend aus Protonen, die mit [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die MAGIC-Teleskope haben die Nova RS Ophiuchi bei extrem hoher Energie im Gammabereich beobachtet. Die Gammastrahlung geht von Protonen aus, die in der Schockwelle nach der Explosion auf höchste Energien beschleunigt werden. Damit liegt nahe, dass Novae auch eine Quelle für die allgegenwärtige kosmische Strahlung im Universum sind: Diese besteht überwiegend aus Protonen, die mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durchs All rasen. Die Arbeit ist in Nature Astronomy erschienen. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Physik.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Max-Planck-Institut für Physik.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RSOphiuchisuperbossacomMPP2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RSOphiuchisuperbossacomMPP26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Doppelstern-System RS Ophiuchi: Vom Roten Riesen strömt Materie auf den Weißen Zwerg. Die neu hinzugekommenen Sternhüllen explodieren etwa alle 15 Jahre in einer hellen Nova. (Illustration: superbossa.com/MPP)</figcaption></figure></div>



<p>14. April 2022 &#8211; Licht an, Licht aus – so könnte man das Verhalten der Nova beschreiben, die auf den Namen RS Ophiuchi (RS Oph) hört. Alle etwa 15 Jahre kommt es im Sternbild des Schlangenträgers zu einer dramatischen Explosion. Geburtsort einer Nova sind Systeme, in denen zwei sehr unterschiedliche Sterne in einer parasitären Paarbeziehung leben: Ein weißer Zwerg, ein kleiner, ausgebrannter und ungeheuer dichter Stern – ein Teelöffel seiner Materie wiegt ungefähr 1 Tonne – umkreist einen roten Riesen, einen alten Stern, der bald verglühen wird.</p>



<p>Der sterbende Riesenstern füttert den Weißen Zwerg mit Materie: Er stößt seine äußere Wasserstoffschicht ab, das Gas strömt auf den nahen Weißen Zwerg. Dieser Materiefluss hält an, bis der Winzling sich &#8222;überfrisst&#8220; und zu heiß wird. Die Temperatur und der Druck in den neu gewonnen Sternhüllen sind dann so groß, dass sie in einer gigantischen thermonuklearen Explosion weggeschleudert werden. Der Zwergstern bleibt dabei erhalten und der Kreislauf beginnt von Neuem – bis sich das Spektakel wiederholt.</p>



<p><strong>Explosion im hohen Energiebereich</strong><br>Dass bei solchen Explosionen hohe Energien im Spiel sind, war vermutet worden. Die beiden MAGIC-Teleskope zeichneten Gammastrahlen mit dem Wert von 250 Gigaelektronenvolt (GeV) auf, mit die höchsten Energien, die je bei einer Nova gemessen wurden. Zum Vergleich: Die Strahlung ist hundert Milliarden Mal energiereicher als das sichtbare Licht.</p>



<p>MAGIC beobachtete die Nova nach Meldungen von Instrumenten, die auf andere Wellenlängen spezialisiert sind. &#8222;Der dramatische Ausbruch der Nova RS-Oph zeigt, dass sich die kurze Reaktionszeit der MAGIC-Teleskope auszahlt: Sie brauchen höchstens 30 Sekunden, um sich auf ein neues Ziel auszurichten&#8220;, sagt David Green, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Physik und einer der Autoren der Beitrags.</p>



<p>Nach der Explosion breiteten sich mehrere Stoßfronten im Sternwind des Roten Riesen und im interstellaren Medium aus, welches das Doppelstern-System umgibt. Diese Schockwellen sind ein natürlicher Teilchenbeschleuniger, also ein riesiges Kraftwerk, das Teilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit bringt. Die kombinierten Messdaten legen nahe, dass die Gammastrahlen von energiereichen Protonen, Kernen von Wasserstoffatomen, ausgehen.</p>



<p><strong>Beschleunigte Protonen Teil der kosmischen Strahlung</strong><br>&#8222;Damit kommen Nova-Ausbrüche auch als Quelle für die kosmische Strahlung in Frage&#8220;, erklärt David Green. &#8222;Allerdings spielen sie dabei eher die Rolle von Lokalmatadoren. Das heißt, sie tragen nur in ihrer unmittelbaren Umgebung zur kosmischen Strahlung bei. Die Hauptakteure der kosmischen Strahlung sind Supernova-Überreste. Die Schockwellen, die von dieser Art Sternexplosion ausgehen, sind bedeutend heftiger als bei einer Nova.&#8220;</p>



<p>Um das komplizierte Zusammenspiel von energiereichen Himmelsereignissen und dem interstellaren Medium in der Milchstraße vollständig zu verstehen, brauchen wir weitere Beobachtungen wie die aktuell veröffentlichten. Die MAGIC-Kollaboration wird daher auch in Zukunft Ausschau nach „unruhigen“ Objekten in unserer Galaxie – und darüber hinaus – halten.</p>



<p><strong>Publikation</strong><br>Proton acceleration in thermonuclear nova explosions revealed by gamma rays<br>The MAGIC Collaboration<br>Nature Astronomy<br>DOI: 10.1038/s41550-022-01640-z<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41550-022-01640-z" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41550-022-01640-z</a></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Nova explosion in a binary star system" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/zYmd8EETy74?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption><em>Das Doppelsternsystem RS Ophiuchi besteht aus einem Roten Riesen und einem Weißen Zwerg. Der sterbende Riesenstern füttert den Weißen Zwerg mit Materie: Er stößt seine äußere Wasserstoffschicht ab, das Gas strömt auf den nahen Weißen Zwerg. Dieser Materiefluss hält an, bis der Winzling sich &#8222;überfrisst&#8220; und zu heiß wird. Die Temperatur und der Druck in den neu gewonnen Sternhüllen sind dann so groß, dass sie in einer gigantischen thermonuklearen Explosion weggeschleudert werden. Der Zwergstern bleibt dabei erhalten und der Kreislauf beginnt von Neuem – bis sich das Spektakel wiederholt.</em></figcaption></figure>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=468.msg530755#msg530755" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Gamma Ray Bursts (GRBs)</a></li></ul>
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		<title>System mit &#8222;nächstgelegenem schwarzen Loch&#8220; enthält kein schwarzes Loch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/system-mit-naechstgelegenem-schwarzen-loch-enthaelt-kein-schwarzes-loch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2022 21:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
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		<category><![CDATA[HR 6819]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
		<category><![CDATA[Telescopium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 2020 meldete ein Team unter der Leitung von Astronomen und Astronominnen der Europäischen Südsternwarte (ESO) das der Erde am nächsten gelegene schwarze Loch, das sich in nur 1000 Lichtjahren Entfernung im System HR 6819 befindet. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden jedoch von anderen Forschenden angefochten, darunter auch von einem internationalen Team an der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Jahr 2020 meldete ein Team unter der Leitung von Astronomen und Astronominnen der Europäischen Südsternwarte (ESO) das der Erde am nächsten gelegene schwarze Loch, das sich in nur 1000 Lichtjahren Entfernung im System HR 6819 befindet. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden jedoch von anderen Forschenden angefochten, darunter auch von einem internationalen Team an der KU Leuven in Belgien. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESON.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HR6819ESOLCalcada2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HR6819ESOLCalcada26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Neue Untersuchungen mit Daten des Very Large Telescope und des Very Large Telescope Interferometer der ESO haben ergeben, dass HR 6819, von dem bisher angenommen wurde, dass es sich um ein Dreifachsystem mit einem schwarzen Loch handelt, in Wirklichkeit ein System aus zwei Sternen ohne schwarzes Loch ist. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, ein Team der KU Leuven-ESO, vermuten, dass sie dieses Doppelsternsystem in einem kurzen Moment beobachtet haben, nachdem einer der Sterne die Atmosphäre seines Begleiters abgesaugt hatte, ein Phänomen, das oft als „stellarer Vampirismus“ bezeichnet wird. Diese künstlerische Darstellung zeigt, wie das System aussehen könnte. Es besteht aus einem abgeflachten Stern mit einer Scheibe um ihn herum (ein Be-„Vampir“-Stern; Vordergrund) und einem Stern vom Typ B, dem die Atmosphäre entzogen wurde (Hintergrund). (Bild: ESO/L. Calçada)</figcaption></figure></div>



<p>2. März 2022 &#8211; In einer heute veröffentlichten Arbeit haben sich diese beiden Teams zusammengeschlossen, um zu berichten, dass es in HR 6819 tatsächlich kein schwarzes Loch gibt, sondern dass es sich stattdessen um ein Zwei-Sterne-„Vampir“-System in einem seltenen und kurzlebigen Stadium seiner Entwicklung handelt.</p>



<p>Die ursprüngliche Studie über HR 6819 fand sowohl bei der Presse als auch bei Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen große Beachtung. Thomas Rivinius, ein in Chile ansässiger ESO-Astronom und Hauptautor der Studie, war nicht überrascht von der Reaktion der Fachwelt auf ihre Entdeckung des schwarzen Lochs. „Es ist nicht nur normal, sondern sollte auch so sein, dass Ergebnisse hinterfragt werden“, sagt er, „und ein Ergebnis, das Schlagzeilen macht, erst recht.“</p>



<p>Rivinius und seine Kollegen und Kolleginnen waren davon überzeugt, dass die beste Erklärung für die Daten, die sie mit dem 2,2-Meter-Teleskop der MPG/ESO gewonnen hatten, darin bestand, dass HR 6819 ein Dreifachsystem war, bei dem ein Stern alle 40 Tage ein schwarzes Loch umkreist und ein zweiter Stern in einer viel weiteren Umlaufbahn. Aber eine Studie unter der Leitung von Julia Bodensteiner, damals Doktorandin an der KU Leuven, Belgien, schlug eine andere Erklärung für dieselben Daten vor: HR 6819 könnte auch ein System mit nur zwei Sternen auf einer 40-tägigen Umlaufbahn sein und überhaupt kein schwarzes Loch aufweisen. Dieses alternative Szenario würde voraussetzen, dass einer der Sterne „abgetragen“ wurde, was bedeutet, dass er zu einem früheren Zeitpunkt einen großen Teil seiner Masse an den anderen Stern verloren hat.</p>



<p>„Wir hatten die Grenze der vorhandenen Daten erreicht, so dass wir eine andere Beobachtungsstrategie anwenden mussten, um zwischen den zwei von den beiden Teams vorgeschlagenen Szenarien zu entscheiden“, sagt die KU Leuven-Forscherin Abigail Frost, die die neue Studie leitete, die heute in Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlicht wurde.</p>



<p>Um das Rätsel zu lösen, arbeiteten die beiden Teams zusammen, um neue, schärfere Daten von HR 6819 mit dem Very Large Telescope (VLT) und dem Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der ESO zu erhalten. „Das VLTI war die einzige Einrichtung, die uns die entscheidenden Daten liefern konnte, die wir brauchten, um zwischen den beiden Erklärungen zu unterscheiden“, sagt Dietrich Baade, Autor sowohl der ursprünglichen HR 6819-Studie als auch des neuen Artikels in Astronomy &amp; Astrophysics. Da es keinen Sinn machte, dieselbe Beobachtung zweimal anzufordern, schlossen sich die beiden Teams zusammen und konnten so ihre Ressourcen und ihr Wissen bündeln, um die wahre Natur dieses Systems zu ergründen.</p>



<p>„Die Szenarien, nach denen wir suchten, waren ziemlich klar, sehr unterschiedlich und mit dem richtigen Instrument leicht zu unterscheiden“, sagt Rivinius. „Wir waren uns einig, dass es in dem System zwei Lichtquellen gibt. Die Frage war also, ob sie einander eng umkreisen, wie im Szenario des abgestreiften Sterns, oder weit voneinander entfernt sind, wie im Szenario des schwarzen Lochs.“</p>



<p>Um zwischen den beiden Vorschlägen zu unterscheiden, verwendeten die Astronomen und Astronominnen sowohl das GRAVITY-Instrument des VLTI als auch das Instrument Multi Unit Spectroscopic Explorer (MUSE) am VLT der ESO.</p>



<p>„MUSE bestätigte, dass es keinen hellen Begleiter in einer weiteren Umlaufbahn gab, während die hohe räumliche Auflösung von GRAVITY in der Lage war, zwei helle Quellen aufzulösen, die nur durch ein Drittel der Entfernung zwischen Erde und Sonne getrennt waren“, sagt Frost. „Diese Daten erwiesen sich als das letzte Teil des Puzzles und erlaubten uns die Schlussfolgerung, dass HR 6819 ein Doppelsternsystem ohne schwarzes Loch ist.“</p>



<p>„Unsere beste Interpretation bisher ist, dass wir dieses Doppelsternsystem in einem Moment erwischt haben, kurz nachdem einer der Sterne die Atmosphäre von seinem Begleitstern abgesaugt hatte. Dies ist ein häufiges Phänomen in engen Doppelsternsystemen, das in der Presse manchmal als »stellarer Vampirismus« bezeichnet wird“, erklärt Bodensteiner, der jetzt ein Fellow bei der ESO in Deutschland und ein Autor der neuen Studie ist. „Während der abgebende Stern einen Teil seines Materials verlor, begann der empfangende Stern, sich schneller zu drehen.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LageDreifachsystemHR6819ESOIAUSkyandTelescope2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LageDreifachsystemHR6819ESOIAUSkyandTelescope26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Diese Abbildung zeigt die Lage des Systems HR 6819 in der Konstellation Telescopium. Die Karte zeigt die meisten der Sterne, die unter guten Bedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar sind, und das System selbst ist mit einem roten Kreis markiert. Die beiden Sterne in HR 6819 können von der südlichen Hemisphäre aus in einer dunklen, klaren Nacht ohne Fernglas oder Teleskop beobachtet werden. (Bild: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)</figcaption></figure></div>



<p>„Es ist extrem schwierig, eine solche Phase nach dem Austausch zu erfassen, da sie so kurz ist“, fügt Frost hinzu. „Das macht unsere Ergebnisse für HR 6819 sehr aufregend, denn er ist ein perfekter Kandidat, um zu untersuchen, wie dieser Vampirismus die Entwicklung massereicher Sterne beeinflusst und damit auch die Entstehung der damit verbundenen Phänomene wie Gravitationswellen und heftige Supernovaexplosionen.“</p>



<p>Das neu gebildete gemeinsame Team von Leuven und ESO plant nun, HR 6819 mit dem GRAVITY-Instrument des VLTI genauer zu beobachten. Die Forschenden werden eine gemeinsame Studie über das System im Laufe der Zeit durchführen, um seine Entwicklung besser zu verstehen, seine Eigenschaften einzugrenzen und dieses Wissen zu nutzen, um mehr über andere Doppelsternsysteme zu erfahren.</p>



<p>Was die Suche nach schwarzen Löchern angeht, bleibt das Team optimistisch. „Stellare schwarze Löcher sind aufgrund ihrer Beschaffenheit nach wie vor sehr schwer zu finden“, sagt Rivinius. „Aber Schätzungen in Größenordnungen deuten darauf hin, dass es allein in der Milchstraße Dutzende bis Hunderte von Millionen schwarzer Löcher gibt“, fügt Baade hinzu. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Astronomen oder Astronominnen sie entdecken.</p>



<p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Diese Forschungsarbeit wurde in der Publikation „HR 6819 is a binary system with no black hole: Revisiting the source with infrared interferometry and optical integral field spectroscopy“ (DOI: <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2022/03/aa43004-21/aa43004-21.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">10.1051/0004-6361/202143004</a>) in der Zeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics erschienen.</p>



<p>Das Projekt wurde vom Europäischen Forschungsrat (ERC) im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 der Europäischen Union gefördert (Finanzierungsvereinbarung Nummer 772225: MULTIPLES; PI: Hugues Sana).</p>



<p>Das Team besteht aus A. J. Frost (Institut für Astronomie, KU Leuven, Belgien [KU Leuven]), J. Bodensteiner (Europäische Südsternwarte, Garching, Deutschland [ESO]), Th. Rivinius (Europäische Südsternwarte, Santiago, Chile [ESO Chile]), D. Baade (ESO), A. Mérand (ESO), F. Selman (ESO Chile), M. Abdul-Masih (ESO Chile), G. Banyard (KU Leuven), E. Bordier (KU Leuven, ESO Chile), K. Dsilva (KU Leuven), C. Hawcroft (KU Leuven), L. Mahy (Königliches Observatorium von Belgien, Brüssel, Belgien), M. Reggiani (KU Leuven), T. Shenar (Anton Pannekoek Institut für Astronomie, Universität Amsterdam, Niederlande), M. Cabezas (Astronomisches Institut, Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, Prag, Tschechische Republik [ASCR]), P. Hadrava (ASCR), M. Heida (ESO), R. Klement (The CHARA Array of Georgia State University, Mount Wilson Observatory, Mount Wilson, USA) und H. Sana (KU Leuven).</p>



<p>Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie zwei Durchmusterungsteleskope, VISTA, das im Infraroten arbeitet, und das VLT Survey Telescope für sichtbares Licht. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p>Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p><strong>Forschungsarbeit</strong><br><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2204/eso2204a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2204/eso2204a.pdf</a></p>



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		<title>Todesspirale: Schwarzes Loch dreht sich auf die Seite</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/todesspirale-schwarzes-loch-dreht-sich-auf-die-seite/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2022 06:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
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		<category><![CDATA[Polarimetrie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein internationales Team von Astronomen, unter anderem von der Universität Freiburg und dem Leibniz-Institut für Sonnenphysik (KIS), hat herausgefunden, dass die Rotationsachse eines Schwarzen Lochs in einem Doppelsternsystem um mehr als 40 Grad gegenüber der Achse der Sternbahn geneigt ist. Diese Erkenntnis stellt die derzeitigen theoretischen Modelle zur Entstehung Schwarzer Löcher in Frage und wurde [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein internationales Team von Astronomen, unter anderem von der Universität Freiburg und dem Leibniz-Institut für Sonnenphysik (KIS), hat herausgefunden, dass die Rotationsachse eines Schwarzen Lochs in einem Doppelsternsystem um mehr als 40 Grad gegenüber der Achse der Sternbahn geneigt ist. Diese Erkenntnis stellt die derzeitigen theoretischen Modelle zur Entstehung Schwarzer Löcher in Frage und wurde in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Eine Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Sonnenphysik (KIS), Freiburg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Leibniz-Institut für Sonnenphysik (KIS).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MAXIJ1820070RHynes2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MAXIJ1820070RHynes26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Künstlerische Darstellung des Röntgendoppelsystems MAXI J1820+070 mit einem Schwarzen Loch (kleiner schwarzer Punkt im Zentrum der Gasscheibe) und einem Begleitstern (rot). (Grafik: R. Hynes)</figcaption></figure></div>



<p>25. Februar 2022 &#8211; Die Astronomen haben zum ersten Mal zuverlässig einen großen Unterschied zwischen der Rotationsachse des Schwarzen Lochs und der Achse der Umlaufbahn des Doppelsternsystems gemessen. Der Unterschied zwischen den Achsen, den die Forscher bei einem Doppelsternsystem namens MAXI J1820+070 gemessen haben, betrug mehr als 40 Grad.</p>



<p>Bei Raumsystemen mit kleineren Objekten, die um einen massereichen Zentralkörper kreisen, ist die eigene Rotationsachse dieses Körpers oft in hohem Maße mit der Bahnachse seiner Satelliten ausgerichtet. Dies gilt auch für unser Sonnensystem: Die Planeten umkreisen die Sonne in einer Ebene, die ungefähr mit der Äquatorebene der Sonne zusammenfällt. Die Neigung der Rotationsachse der Sonne gegenüber der Umlaufachse der Erde beträgt nur sieben Grad.</p>



<p>&#8222;Die Erwartung, dass die Rotationsachse der Sonne mit der Umlaufachse der Erde übereinstimmt, gilt weitgehend nicht für bizarre Objekte wie Röntgendoppelsterne mit schwarzen Löchern. Die schwarzen Löcher in diesen Systemen sind durch einen kosmischen Kataklysmus entstanden &#8211; den Kollaps eines massereichen Sterns. Jetzt sehen wir, wie das Schwarze Loch Materie von dem nahen, leichteren Begleitstern mitreißt, der das Gravitationszentrum des Systems umkreist. Wir sehen helle optische und Röntgenstrahlung als letzten Seufzer des einfallenden Materials und auch Radioemission von den relativistischen Jets, die aus dem System ausgestoßen werden&#8220;, sagt Juri Poutanen, Professor für Astronomie an der Universität Turku (UTU), Finnland, und Hauptautor der Veröffentlichung.</p>



<p>Indem sie diese Jets im Radio- und Röntgenbereich verfolgten, konnten die Forscher die Richtung der Rotationsachse des Schwarzen Lochs sehr genau bestimmen. Als die Gasmenge, die vom Begleitstern auf das Schwarze Loch fällt, später abzunehmen begann, wurde das System dunkler, und ein Großteil des Lichts im System kam vom Begleitstern. Auf diese Weise konnten die Forscher die Neigung der Umlaufbahn mit spektroskopischen Techniken messen, die fast mit der Neigung der Auswürfe übereinstimmte. Die 3D-Orientierung der Umlaufbahn im Weltraum wurde durch eine kritische Messung des Positionswinkels des Systems am Himmel (in Bezug auf die Richtung nach Norden) mit Hilfe der polarimetrischen Technik bestimmt.</p>



<p>&#8222;Die hochpräzisen polarimetrischen Instrumente und Techniken, die am KIS gemeinsam mit der UTU entwickelt wurden, liefern neue Informationen über die Geometrie und Physik von Exoplaneten, Asteroiden, interstellaren Magnetfeldern, Weißen Zwergen und jetzt auch Schwarzen Löchern, da Lichtwellen durch Streuung und Magnetfelder polarisiert werden. Unser in dieser Studie verwendetes Polarimeter DIPol-UF ist einzigartig in seiner Fähigkeit, die optische Polarisation mit der Präzision und Genauigkeit von wenigen Teilen pro Million zu messen. Die Bestimmung der Bahnorientierung von Schwarzen Löchern anhand der Polarisation eröffnet einen neuen Weg zum Verständnis ihrer Entstehung und Physik&#8220;, sagt Prof. Dr. Svetlana Berdyugina von der Universität Freiburg und dem Leibniz-Institut für Sonnenphysik, die am KIS Projekte zur Hochpräzisionspolarimetrie leitet und Mitautorin der Studie ist.</p>



<p>Der gefundene Unterschied von mehr als 40 Grad zwischen der Bahnachse und dem Spin des Schwarzen Lochs war völlig unerwartet. Wissenschaftler sind bisher oft davon ausgegangen, dass dieser Unterschied sehr gering ist, wenn sie das Verhalten von Materie in einem gekrümmten Zeitraum um ein Schwarzes Loch modelliert haben. Die neue Erkenntnis zwingt die Wissenschaftler dazu, die Modelle um eine neue Dimension zu erweitern.</p>



<p>Die Ergebnisse werden in der Zeitschrift Science veröffentlicht und bieten neue Einblicke in die Entstehung von Schwarzen Löchern und die Entwicklung solcher Systeme, da eine solch extreme Fehlausrichtung in vielen Szenarien für die Entstehung von Schwarzen Löchern und die Entwicklung von Doppelsternen kaum vorkommt.</p>



<p>Die entscheidende Erkenntnis wurde mit dem polarimetrischen Instrument DIPol-UF gewonnen, das gemeinsam vom Leibniz-Institut für Sonnenphysik und der Universität Turku gebaut und am Nordic Optical Telescope (NOT) eingesetzt wurde, das der Universität Turku gemeinsam mit der Universität Aarhus in Dänemark gehört. Finanziert wurde das Instrument durch das ERC Advanced Grant HotMol unter der Leitung von Prof. Dr. Svetlana Berdyugina.</p>



<p><strong>Veröffentlichung</strong><br>Science <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.abl4679" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Black hole spin–orbit misalignment in the x-ray binary MAXI J1820+070</a></p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.msg528403#msg528403" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Schwarze Löcher</a></li></ul>
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		<title>HD265435 auf dem Weg zur Supernova</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hd265435-auf-dem-weg-zur-supernova/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2021 07:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelsternsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Supernova]]></category>
		<category><![CDATA[TESS]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Potsdam]]></category>
		<category><![CDATA[Weißer Zwerg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Weg zur Supernova – tränenförmiges Sternsystem offenbart sein Schicksal. Eine Medieninformation der Universität Potsdam (UP). Quelle: Universität Potsdam. 13. Juli 2021 &#8211; Astronomen ist die seltene Sichtung zweier Sterne gelungen, die spiralförmig ihrem Ende zusteuern, indem sie die verräterischen Zeichen eines tränenförmigen Sterns bemerkten. Aktuelle Forschungsergebnisse, die von einem internationalen Team unter Beteiligung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf dem Weg zur Supernova – tränenförmiges Sternsystem offenbart sein Schicksal. Eine Medieninformation der Universität Potsdam (UP).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Universität Potsdam.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2021058ProgenitorUniWarwickMarkGarlick2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2021058ProgenitorUniWarwickMarkGarlick26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Künstlerische Darstellung des HD265435 Systems in 30 Millionen Jahren, mit dem kleineren Weißen Zwergstern, der den Heißen Unterzwergstern zu einer Tränenform verzerrt. (Bild: University of Warwick/Mark Garlick)</figcaption></figure></div>



<p>13. Juli 2021 &#8211; Astronomen ist die seltene Sichtung zweier Sterne gelungen, die spiralförmig ihrem Ende zusteuern, indem sie die verräterischen Zeichen eines tränenförmigen Sterns bemerkten. Aktuelle Forschungsergebnisse, die von einem internationalen Team unter Beteiligung der Universität Potsdam in „Nature Astronomy“ veröffentlicht wurden, bestätigen, dass sich die beiden Sterne im frühen Stadium einer Spirale befinden, die wahrscheinlich in einer Supernova vom Typ Ia enden wird. Dieser Supernova-Typ hilft den Astronomen zu bestimmen, wie schnell das Universum expandiert. Hauptautorin Dr. Ingrid Pelisoli, die heute an der Universität Warwick forscht, war während der Arbeit an der aktuellen Veröffentlichung bei Prof. Dr. Stephan Geier am Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam tätig.</p>



<p>Das internationale Team von Astronomen und Astrophysikern unter Leitung der University of Warwick entdeckte ein seltenes Doppelsternsystem, das auf eine Supernova zusteuert. Die tragische Tropfenform des Systems wird durch einen massereichen Weißen Zwerg in der Nähe verursacht, der den anderen Stern mit seiner intensiven Schwerkraft verzerrt, was auch der Katalysator für eine eventuelle Supernova sein wird. Das Sternsystem gehört damit zu den wenigen bereits entdeckten, in denen eines Tages ein Weißer Zwergstern seinen Kern wieder entzünden wird.</p>



<p>Das Doppelsternsystem HD265435 befindet sich in etwa 1.500 Lichtjahren Entfernung und besteht aus einem Heißen Unterzwergstern und einem Weißen Zwergstern, die sich in etwa 100 Minuten eng umkreisen. Weiße Zwerge sind „tote“ Sterne, die ihren gesamten Brennstoff verbrannt haben und in sich zusammengefallen sind, was sie klein und extrem dicht macht. Man geht davon aus, dass eine Supernova vom Typ Ia entsteht, wenn der Kern eines Weißen Zwergsterns wieder aufflammt und eine thermonukleare Explosion auslöst. Es gibt zwei Szenarien, in denen dies geschehen kann. Im ersten Fall gewinnt der Weiße Zwerg genug Masse, um das 1,4-Fache der Sonnenmasse zu erreichen, was als Chandrasekhar-Limit bekannt ist. HD265434 passt in das zweite Szenario, bei dem die Gesamtmasse eines Sternsystems aus mehreren Sternen nahe oder über dieser Grenze liegt. Bisher wurden nur wenige andere Sternsysteme entdeckt, die diesen Grenzwert erreichen und zu einer Supernova vom Typ Ia führen werden.</p>



<p>Hauptautorin Dr. Ingrid Pelisoli von der University of Warwick, Fachbereich Physik erklärt: „Wir wissen nicht genau, wie diese Supernovae explodieren, aber wir wissen, dass es geschehen muss, weil wir sehen, dass es anderswo im Universum passiert. Eine Möglichkeit ist, dass der Weiße Zwerg genug Masse aus dem Heißen Unterzwerg akkumuliert. Während die beiden einander umkreisen und sich annähern, beginnt Materie aus dem Heißen Unterzwerg zu entweichen und auf den Weißen Zwerg überzugehen. Eine andere Möglichkeit ist, dass sie Energie durch Gravitationswellenemissionen verlieren und sich dadurch näher kommen, bis sie verschmelzen. Sobald der Weiße Zwerg bei beiden Methoden genug Masse gewinnt, wird er zur Supernova.“</p>



<p>Von 2018 bis 2020 war die Astrophysikerin Ingrid Pelisoli an der Universität Potsdam in der Arbeitsgruppe von Prof. Stephan Geier tätig. Auch er freut sich über die gelungene Beobachtung: „Die charakteristische Tränenform dieses Doppelsternsystems führt zu einer ebenso typischen Variation seiner Helligkeit. Diese Variation ist allerdings meist so klein, dass sie mit bodengebundenen Teleskopen nur schwer aufzuspüren ist. Die deutlich bessere Sensitivität des TESS-Weltraumteleskops ermöglichte uns diese Entdeckung.“ Ihre Forschung wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Science and Technology Facilities Council (UK) gefördert.</p>



<p><strong>Link zur Publikation</strong>: Ingrid Pelisoli et al., <a href="https://www.nature.com/articles/s41550-021-01413-0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">A hot subdwarf–white dwarf super-Chandrasekhar candidate supernova Ia progenitor</a>, Nature Astronomy, 2021. </p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=469.msg515468#msg515468" rel="noreferrer noopener" aria-label="(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" data-wpel-link="internal">Supernovae</a></strong></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Blickpunkt: Sterne</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/im-blickpunkt-sterne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Dec 2020 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelsternsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Gravitationswellen]]></category>
		<category><![CDATA[MPA]]></category>
		<category><![CDATA[Sternentwicklung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=64091</guid>

					<description><![CDATA[<p>Selma E. de Mink zur Direktorin am MPI für Astrophysik ernannt. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik (MPA). Quelle: Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA). Zum 1. Januar 2021 tritt Selma E. de Mink ihre neue Direktorenstelle am Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) an. Sie leitet ab diesem Jahr die Abteilung für stellare Astrophysik am Institut und verstärkt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/im-blickpunkt-sterne/" data-wpel-link="internal">Im Blickpunkt: Sterne</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Selma E. de Mink zur Direktorin am MPI für Astrophysik ernannt. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astrophysik (MPA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SdeMinkprivat.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Selma de Mink, neue Direktorin am MPA (Bild: privat)" data-rl_caption="" title="Selma de Mink, neue Direktorin am MPA (Bild: privat)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SdeMinkprivat26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Selma de Mink, neue Direktorin am MPA<br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p>Zum 1. Januar 2021 tritt Selma E. de Mink ihre neue Direktorenstelle am Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) an. Sie leitet ab diesem Jahr die Abteilung für stellare Astrophysik am Institut und verstärkt damit die Erforschung der Sterne: Leben, Tod und was danach kommt. De Mink ist gebürtige Niederländerin und in ihrem Heimatland weiterhin mit der Universität von Amsterdam verbunden. Sie kommt damit zurück nach Europa, nachdem sie in den USA eine Professur an der Harvard University innehatte.</p>



<p>Sterne sind das Hauptforschungsinteresse von Selma de Mink. In diesen nuklearen Fabriken werden alle schweren Elemente produziert, aus denen wir bestehen, von Kohlenstoff und Sauerstoff bis hin zu viel schwereren Elementen wie Eisen. Sterne führen ein aufregendes Leben; sie interagieren mit ihrer Umgebung nicht nur durch Strahlung, sondern auch durch Winde und beenden ihr Leben oft in spektakulären Explosionen.</p>



<p>Eine Spezialität von Selma E. de Mink: Doppelsterne, also Sterne, die nicht allein sind, sondern sich in einem gebundenen System befinden. Im vergangenen Jahrzehnt wurde den Astrophysikern klar, dass alle massereichen Sterne Doppelsternsysteme bilden, was zu einem enormen Interessenschub führte. Dies wurde durch die ersten Entdeckungen verschmelzender Schwarzer Löcher durch Gravitationswellen noch verstärkt, wobei massereiche Doppelsterne die wahrscheinlichsten Quellen dieser neuen Art von Wellen sind.</p>



<p>Je nach ihrer Masse beenden Sterne ihr Leben in mehr oder weniger energiereichen Explosionen und hinterlassen einen kompakten Überrest. Während unsere Sonne als Weißer Zwerg endet, bilden massereichere Sterne Neutronensterne oder sogar Schwarze Löcher &#8211; und im Fall von massereichen Doppelsternen auch ein doppeltes Schwarzes-Loch-System. Obwohl dieses Ergebnis sehr selten ist und es noch seltener ist, ein doppeltes Schwarzes-Loch-System bei der Verschmelzung zu erwischen, sind Astrophysiker begeistert von dem neuen Fenster, das die Gravitationswellenastronomie in das Universum geöffnet hat.</p>



<p>Gravitationswellen sind zwar viel schwieriger nachzuweisen als elektromagnetische Strahlung, aber sie werden nicht durch Staub behindert – sie durchdringen alles. Mit neuen Gravitationswellendetektoren, die derzeit geplant und entwickelt werden, könnten wir in der Lage sein, Ereignisse, die diese Wellen aussenden, über die gesamte Geschichte des Universums hinweg zu &#8222;hören&#8220;. Um genaue Vorhersagen darüber treffen zu können, was sie nachweisen können, müssen Astrophysiker die Physik hinter der Entstehung von Doppelsternsystemen verstehen – und dafür müssen sie auch alle anderen Endergebnisse verstehen. Und um das Ergebnis zu verstehen, muss man zuerst die Entwicklung nachvollziehen, die zu diesem Ende geführt hat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SternePaarESOMKornmesserSEdeMink.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die heißesten und hellsten Sterne treten oft als Paar auf. In vielen dieser Doppelsternsysteme gibt es einen Materietransfer von einem Stern auf den anderen, wie hier in dieser künstlerischen Darstellung gezeigt. (Bild: ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink)" data-rl_caption="" title="Die heißesten und hellsten Sterne treten oft als Paar auf. In vielen dieser Doppelsternsysteme gibt es einen Materietransfer von einem Stern auf den anderen, wie hier in dieser künstlerischen Darstellung gezeigt. (Bild: ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SternePaarESOMKornmesserSEdeMink26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die heißesten und hellsten Sterne treten oft als Paar auf. In vielen dieser Doppelsternsysteme gibt es einen Materietransfer von einem Stern auf den anderen, wie hier in dieser künstlerischen Darstellung gezeigt.<br>(Bild: ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink)</figcaption></figure></div>



<p>Deshalb haben die Evolutionswege von Sternen, insbesondere die, die zur Emission von Gravitationswellen führen, für Selma de Mink in ihrer Forschung am MPA eine hohe Priorität. Mit ihrer Gruppe – für die sie derzeit Mitarbeiter sucht – wird sie Computersimulationen und Beobachtungen aus Himmelsdurchmusterungen nutzen, um die Details von Sternen in der Blütezeit ihres Lebens zu untersuchen. Beobachtungen von Veränderlichen, wie z.B. massive Datenmengen von automatischen Durchmusterungen, werden Informationen über den Tod von Sternen liefern. Daraus wird ihre Gruppe dann Vorhersagen über das „Leben nach dem Tod“ der Sterne treffen können.</p>



<p>Selma de Mink studierte Physik und Mathematik an der Universität Utrecht und schloss dort 2010 ihre Promotion mit einer Arbeit über &#8222;Stellar evolution at low metallicity&#8220; ab. Ihre Postdoc-Positionen führten sie an die Universität Bonn, das Space Telescope Science Institute in Baltimore und das California Institute for Technology &amp; Carnegie Observatories, Pasadena, bevor sie 2014 Professorin an der Universität Amsterdam und 2019 an der Harvard University wurde.</p>



<p>Ihre Arbeit wurde mit vielen Preisen und Auszeichnungen gewürdigt, darunter das Hubble- und das Einstein-Stipendium der NASA in den Jahren 2010 und 2013, ein ERC-Starting Grant im Jahr 2016 und der MERAC-Preis in Theoretischer Astrophysik 2017 der Europäischen Astronomischen Gesellschaft. Im Jahr 2019 wurde sie zum Mitglied der Young Scientific Academy in den Niederlanden gewählt. Sie hat mehr als 100 referierte Arbeiten veröffentlicht, die über 8000 Mal zitiert wurden.</p>



<p>Die Verbindung von Theorie und Beobachtungen ist von zentraler Bedeutung für Selma de Mink und Garching ist hierfür gut geeignet. Hier befindet sich eines der größten Zentren für Astronomie in Europa, das Experimentatoren, Theoretiker und viele Experten mit unterschiedlichem Hintergrund an einem Ort zusammenbringt. Sterne beziehen sich auf so viele Aspekte in der Astronomie und Physik, dass de Mink stark auf Interaktionen mit den anderen Gruppen und Abteilungen baut, die auf dem Campus konzentriert sind. Sie genießt es, Gruppen mit kritischer Masse zu bilden und freut sich auf viele anregende Diskussionen über die Rolle von Sternen in der kosmischen Geschichte.</p>



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