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	<title>entfaltbares Modul &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>entfaltbares Modul &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Noch ein ISS-Modul &#8211; BEAM fertiggestellt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/noch-ein-iss-modul-beam-fertiggestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2015 19:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Fertigstellung des Bigelow Aerospace Expandable Activity Module (BEAM) hat am 12. März 2015 einen wichtigen Meilenstein hinter sich gelassen. Im Bigelow-Werk in Las Vegas, Nevada, wurde das fertige Modul zusammen mit der NASA präsentiert und an die Raumfahrtbehörde übergeben. Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: NASA, Bigelow Aerospace. Auf dem Weg zum Langzeit-Test eines [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Fertigstellung des Bigelow Aerospace Expandable Activity Module (BEAM) hat am 12. März 2015 einen wichtigen Meilenstein hinter sich gelassen. Im Bigelow-Werk in Las Vegas, Nevada, wurde das fertige Modul zusammen mit der NASA präsentiert und an die Raumfahrtbehörde übergeben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: NASA, Bigelow Aerospace.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16032015201252_small_1.jpg" alt="NASA, Stefanie Schierholz" width="260"/><figcaption>
NASA-Associate Administrator William Gerstenmaier (links) und Jason Crusan, Direktor der Advanced Exploration Systems Division der NASA, neben dem gepackten BEAM im Bigelow-Werk in Las Vegas.    
<br>
(Bild: NASA, Stefanie Schierholz)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg zum Langzeit-Test eines auffaltbaren Weltraummoduls an Bord der Internationalen Raumstation ISS geht es in den Endspurt. Im zweiten Halbjahr  2015 soll das jetzt bei Bigelow fertiggestellte Testmodul mit dem achten Versorgungsflug durch SpaceX zur ISS gebracht werden. Momentan steht der Starttermin auf dem 02. September 2015. Das Testmodul wird bis dahin noch einige Prüfungen bei der NASA zu absolvieren haben.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">BEAM hat im gepacktem Zustand einen Durchmesser von 2,4 Metern und passt damit in den Trunk, so der offene Stauraum im Fachjargon, eines Dragon-Versorgungsfrachters. Der Trunk befindet sich im nicht unter Druck stehenden Zylinder unterhalb der druckbeaufschlagten Dragonkapsel, an dem auch die Solarzellenausleger und Wärmetauscher angebracht sind. In ihm werden vorzugsweise Außenbordinstrumente der ISS transportiert.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">BEAM wiegt 1,36 Tonnen. Angesichts der üblichen Nutzlast von rund 2,5 Tonnen in einem Dragon-Frachter auf einer Falcon 9v1.1-Rakete  ist das eine erhebliche Masse. Der NASA scheint diese Fracht jedoch wichtig genug zu sein, markiert die Technologie in ihren Augen einen großen Schritt hin  zu leichteren und damit hinsichtlich Gewichts-Volumen-Verhältnis (start-)kostengünstigeren Konstruktionen im Raumschiffbau. Grundlegende Forschungen wurden von der NASA bereits bis in die 1990er Jahre getätigt. Die Weiterentwicklung wurde 2000 aber auf Bigelow Aerospace übertragen. Der BEAM-Entwicklungsauftrag wurde im Jahr 2013 vereinbart und hat ein Volumen von 17,8 Mio. US-Dollar.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16032015201252_small_2.jpg" alt="Bigelow Aerospace" width="260"/><figcaption>
So könnte es aussehen &#8211; BEAM am Tranquility-Modul. Die Flugversion hat allerdings eine weiße Außenhaut. Im 90-Grad-Winkel dazu die (geschlossene) Aussichtskuppel &#8222;Cupola&#8220;. 
<br>
(Bild: Bigelow Aerospace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An der ISS angekommen, wird BEAM am Tranquility Modul angedockt. Bevor es aufgeblasen wird, stehen eingehende Systemtests an. Entfaltet wird es einen etwa 16 Kubikmeter großen und begehbaren  Raum bieten. BEAM wird mindestens zwei Jahre als Testmodul dienen. Währenddessen werden die ISS-Besatzungsmitglieder als auch Ingenieure am Boden BEAM überwachen. Die Astronauten werden BEAM zudem regelmäßig betreten, um Messungen vorzunehmen und seinen Zustand zu überprüfen. Insbesondere möchte man Erfahrung über das Verhalten einer entfaltbaren, weichen Struktur unter den thermischen Bedingungen des Weltraums sammeln, ebenso wie über die Strahlungsresistenz und die Robustheit der mehrlagigen Außenhaut gegenüber Einschlägen von Mikrometeoriten und Weltraumschrott.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Keine unüberwindbaren Probleme beim BEAM-Versuch vorausgesetzt, hat die NASA große Pläne mit entfaltbaren Weltraummodulen. Im erdnahen Orbit könnte der revolutionäre Ansatz kommerziell genutzte Plattformen ermöglichen. Mit Blick auf Langzeitmissionen zum Mars oder andere Ziele jenseits des erdnahen Orbits möchte man im kommenden Jahrzehnt neue Technologien auch im Mondorbit testen. Dabei geht es nicht nur um die notwendige Technik, sondern auch um Abläufe und notwendige Fähigkeiten und Ressourcen, um längere Zeit unabhängig von einer Versorgung von der Erde aus operieren zu können.           </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/bigelow-baut-entfaltbares-testmodul-fuer-die-iss/" data-wpel-link="internal"> Bigelow baut entfaltbares Testmodul für die ISS</a> </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3535.195" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bigelow</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auch Energija arbeitet an entfaltbarem Stationsmodul</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/auch-energija-arbeitet-an-entfaltbarem-stationsmodul/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2013 15:22:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es könnte noch auf der Internationalen Raumstation zum Einsatz kommen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RussianSpaceWeb. Vertont von Peter Rittinger. Begonnen wurden die Entwicklungsarbeiten um 2011 in Koroljow, nahe Moskau. Für die Raumfahrt ist die Ballontechnik alter Zeiten eine neue Technologie. Zum einen bietet sie die Chance, mit vergleichsweise wenig Masse größere Volumina nutzen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Es könnte noch auf der Internationalen Raumstation zum Einsatz kommen. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: RussianSpaceWeb. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-08-24-86749.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082013172231_small_1.jpg" alt="Energija" width="260"/><figcaption>
Studie eines entfaltbaren ISS-Moduls von Energija 
<br>
(Bild: Energija)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Begonnen wurden die Entwicklungsarbeiten um 2011 in Koroljow, nahe Moskau. Für die Raumfahrt ist die Ballontechnik alter Zeiten eine neue Technologie. Zum einen bietet sie die Chance, mit vergleichsweise wenig Masse größere Volumina nutzen zu können, zum anderen soll sie aber die gleiche Sicherheit für ihre Bewohner bieten wie Module mit fester Hülle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher handelt es sich offenbar lediglich um eine Energija-Entwicklung ohne offiziellen Auftrag. Anstelle eines zweiten konventionellen Wissenschafts- und Energiemoduls NEM wäre möglicherweise auch ein entfaltbares Modul denkbar. Vorgesehen sind ein kleinformatiges Testmodul sowie später ein größeres Modul. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenwärtig wird die Station allerdings erst einmal auf die Ankunft des Mehrzweck-Labormoduls Naúka vorbereitet. Auch gehen die Tests mit hochauflösenden Kameras der Firma <a class="a" href="https://earthdaily.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">UrtheCast</a> in die letzte Phase. Vor kurzem wurden bereits die Montagearbeiten im Unterwasserbecken geprobt. Beide HD-Kameras sollen mit Progress-M 21M im November zur Station gelangen. </p>
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		<title>Bigelow: Ziel ist ein Mond-Habitat</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bigelow-ziel-ist-ein-mond-habitat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2013 14:38:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen einer längeren Studie wurden etwa 20 kommerzielle Raumfahrtfirmen durch die NASA kontaktiert, um herauszufinden, was diese über den Erdorbit hinaus leisten können und wollen. Erste Ergebnisse der Studie wurden auf einer Pressekonferenz am 23. Mai mit Bigelow Aerospace (BA) vorgestellt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: New Space Watch. Hauptakteure auf dem Briefing [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen einer längeren Studie wurden etwa 20 kommerzielle Raumfahrtfirmen durch die NASA kontaktiert, um herauszufinden, was diese über den Erdorbit hinaus leisten können und wollen. Erste Ergebnisse der Studie wurden auf einer Pressekonferenz am 23. Mai mit Bigelow Aerospace (BA) vorgestellt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: New Space Watch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052013163842_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052013163842_small_1.jpg" alt="Bigelow Aerospace" width="400" height="309"/></a><figcaption>
Bigelow Alpha soll 2016 zusammengebaut werden. 
<br>
(Bild: Bigelow Aerospace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hauptakteure auf dem Briefing waren William Gerstenmaier (NASA) und Robert Bigelow (BA). Bigelow Aerospace hatte die Studie der ersten Phase 40 Tage vor Ablauf der Frist fertiggestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während man den möglichen Beitrag kommerzieller Unternehmen zur Infrastruktur im erdnahen Weltraum als bedeutend ansieht, versucht man nun, mit dieser Studie darüber hinaus gehende Ambitionen und Möglichkeiten zu evaluieren. Hierbei stellte Robert Bigelow fest, dass sein primäres Ziel auf lange Sicht eine bewohnbare Station auf dem Mond ist. Dazu würden in naher Zukunft Tests mit entfaltbaren Habitaten auf der Erde beginnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine erste Raumstation im erdnahen Orbit soll bereits 2016 aufgebaut werden, wenn dafür bemannte Raumschiffe zur Verfügung stünden. Die Station Bigelow Alpha solle (zunächst) aus zwei BA-330-Modulen bestehen, von denen das erste unbemannt gestartet und über einen gewissen Zeitraum erprobt würde. Danach solle die erste (zweiköpfige) Besatzung starten und ankoppeln. Im Verlaufe der Mission solle die Station für den bemannten Betrieb sowie die Ankopplung des zweiten Moduls vorbereitet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob eine kommerzielle Station wie Bigelow Alpha die ISS ersetzen könne, antwortete Gerstenmaier, die Aufgaben einer solchen Station würden nicht mit denen der ISS übereinstimmen. Er sehe kommerzielle Anwendungen für eine kommerzielle Station. Er erwarte, dass die Internationale Raumstation bis 2028 betrieben würde. Damit könne man kommerziellen Anbietern einen Anreiz zur Entwicklung und Vervollkommnung ihrer Transportsysteme bieten. Zur Frage des Monds als neuem &#8211; altem NASA-Ziel äußerte Gerstenmaier, Asteroiden und der Mars genössen Priorität, man wolle aber durchaus allgemeine, umfassende Lösungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3535.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bigelow</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bigelow baut entfaltbares Testmodul für die ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bigelow-baut-entfaltbares-testmodul-fuer-die-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jan 2013 17:53:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bauauftrag]]></category>
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		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bigelow Aerospace und die NASA haben einen Vertrag unterzeichnet, der vorsieht, dass Bigelow ein entfaltbares Testmodul für die Internationale Raumstation entwickelt und baut. Der Vertrag hat einen Kostenrahmen von 17,8 Millionen US-Dollar. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NewSpaceWatch, NASA, Bigelow, Raumcon. Bigelow hat bereits zuvor geäußert, dass man aufbauend auf bisherigen Erfahrungen in der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/bigelow-baut-entfaltbares-testmodul-fuer-die-iss/" data-wpel-link="internal">Bigelow baut entfaltbares Testmodul für die ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Bigelow Aerospace und die NASA haben einen Vertrag unterzeichnet, der vorsieht, dass Bigelow ein entfaltbares Testmodul für die Internationale Raumstation entwickelt und baut. Der Vertrag hat einen Kostenrahmen von 17,8 Millionen US-Dollar.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: NewSpaceWatch, NASA, Bigelow, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09012013185337_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09012013185337_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ein spezielles Servicemodul transportiert um 2017 vielleicht das etwa 10 t schwere entfaltbare Nachfolgemodul zur ISS (Impression). 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bigelow hat bereits zuvor geäußert, dass man aufbauend auf bisherigen Erfahrungen in der Lage sei, ein solches Modul innerhalb von zwei Jahren zu fertigen. Bereits seit 2011 existiert eine vertragliche Vereinbarung, in deren Rahmen Bigelow ohne finanzielle Unterstützung an diesem Projekt gearbeitet hat. Zuvor diskutierten beide Seiten bereits eine Erweiterung der ISS durch ein entfaltbares Modul. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bigelow hatte die Technologie im Jahr 2000 von der NASA übernommen und in der Folgezeit weiter entwickelt. 2006 und 2007 wurden zwei Testmodule namens Genesis I und II gestartet. Seitdem strebt die Firma die Installation einer kommerziellen Raumstation mit mehreren großen entfaltbaren Modulen an und ist dazu einige Allianzen eingegangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit mit der NASA geschieht in beiderseitigem Nutzen. Zum einen könnte Bigelow vor Installation der eigenen Raumstation die Technologie im Einsatz erproben. Die NASA hingegen könnte mit einem oder gar mehreren entfaltbaren Modulen deren Eignung als Lebensraum bei längeren Flügen untersuchen und dabei auch noch Geld sparen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2010 wurden verschiedene Konzepte im Rahmen einer Technologieinitiative vorgestellt. So sollte vor 2015 ein kleines Testmodul an der ISS angekoppelt werden, welches im Rahmen des CRS-Vertrages von einem der anderen kommerziellen Partner der NASA, SpaceX oder Orbital, zur Station transportiert würde. Hier böte es vor allem zusätzlichen Stauraum, könnte aber vollständig in den Betrieb der Station eingebunden werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09012013185337_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09012013185337_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das entfaltbare Jumbo-Modul verfügt über ein größeres Volumen als das US-Labormodul Destiny. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hauptuntersuchungsgegenstand wäre auf jeden Fall die neuartige Außenwand, die gänzlich ohne feste Bestandteile oder Metall auskommen soll. Dazu wurde ein Mehrlagenkonzept entwickelt, das bis zu 20 verschiedene Schichten umfasst, von denen etwa die Hälfte als Schild gegen Mikrometeoriten dient. Das Testmodul könnte etwa 20 m³ Raum umfassen und an Tranquility angedockt werden. Es würde in gefaltetem Zustand zur ISS transportiert, anschließend umgedockt und aufgeblasen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das eigentliche Ziel ist aber ein größeres Modul mit einem Rauminhalt bis zu 200 m³, einer Länge von rund siebeneinhalb Metern und einem ebenso großen Durchmesser in entfaltetem Zustand. Im Inneren verliefe eine feste Röhre, die möglicherweise aus Kohlefaserverbundstoff gefertigt wäre. Um diese herum wäre beim Start die zusammengefaltete Außenhülle gruppiert, so dass beides unter eine gewöhnliche Nutzlastverkleidung passt. Der Innenraum der Röhre ist in drei Sektionen eingeteilt, eine Schleuse, einen zentralen Raum und ein Abteil für die Druckgastanks des Entfaltungssystems. Dem Modul vorangesetzt wäre ein Antriebs- und Steuerungsmodul, das noch zu entwickeln wäre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Planungen von 2010 sahen vor, dass das große Modul bis 2015 an einem dritten Knotenmodul angekoppelt wird, welches zuvor aus einem ISS-Reservemodul entwickelt und gestartet werden sollte. Alternativ wurde die Kopplung an Tranquility-Nadir vorgesehen, wobei die Cupola zuvor nach Unity-Nadir verlegt werden könnte. Nun könnte zumindest dieser Plan mit zwei Jahren Verzögerung verwirklicht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kleinere BEAM (Bigelow Expandable Activity Module) soll nun aber realisiert werden und könnte bis 2015 ins All gelangen. Dabei wäre ein Transport im Rumpfteil eines Dragon-Raumschiffes denkbar. Einzelheiten sind derzeit noch nicht offiziell bei NASA oder Bigelow einsehbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3535.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bigelow</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/bigelow-baut-entfaltbares-testmodul-fuer-die-iss/" data-wpel-link="internal">Bigelow baut entfaltbares Testmodul für die ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neues von Genesis-1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neues-von-genesis-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Aug 2006 10:27:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Normalbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Privatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30404</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die private Raumfahrtfirma Bigelow Aerospace gab vor einigen Tagen bekannt, dass die erste aufblasbare Station der Welt jetzt in einer weitgehend stabilen Fluglage ist. Der bisherige Erfolg gibt Hoffnung für die Pläne der Zukunft. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Bigelow Aerospace. Nach der Behebung einiger Fehler konnte das Lagekontrollsystem der Station endlich in Betrieb [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/neues-von-genesis-1/" data-wpel-link="internal">Neues von Genesis-1</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die private Raumfahrtfirma Bigelow Aerospace gab vor einigen Tagen bekannt, dass die erste aufblasbare Station der Welt jetzt in einer weitgehend stabilen Fluglage ist. Der bisherige Erfolg gibt Hoffnung für die Pläne der Zukunft.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Bigelow Aerospace.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082006122725_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082006122725_small_1.jpg" alt="Bigelow Aerospace" width="260"/></a><figcaption>
Über den Wolken: Ein Bild der Außenkamera mit der aufgeblasenen Außenhülle, den Sonnenpaneelen und der Erde im Hintergrund. 
<br>
(Bild: Bigelow Aerospace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Behebung einiger Fehler konnte das Lagekontrollsystem der Station endlich in Betrieb genommen werden und hat seitdem die erhebliche Taumelbewegung der Station drastisch reduziert: Anfänglich rotierte <i>Genesis 1</i> in sechs Minuten einmal um sich selbst, jetzt nur noch einmal pro Orbit, wobei eine solche Erdumkreisung etwa 100 Minuten dauert. Die endgültige Fluglage soll in wenigen Tagen erreicht sein; die Station ist dann so ausgerichtet, dass immer die selbe Seite zur Erde weist, was auch die Kommunikation mit der Bodenstation erheblich verbessern soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wem solche &#8222;Fortschritte&#8220; bereits derart selbstverständlich erscheinen, dass Organisationen wie NASA und ESA darüber schon gar nicht mehr berichten würden, dem sei in Erinnerung gerufen, dass <i>Genesis 1</i> das erste echte Weltraumprojekt einer privaten Raumfahrtfirma ist und darüber hinaus ein Technologieträger ersten Ranges: <i>Genesis 1</i> ist nicht wie bisherige Raumstationen aus starren, schweren Segmenten aufgebaut, sondern besteht aus einem leichten Stützgerüst, um das herum eine flexible Hülle einfach <i>aufgeblasen</i> wird. Die NASA hatte die Technologie der aufblasbaren Raumstation schon in den 1980er-Jahren entwickelt, aber aus Kostengründen nicht weiter verfolgt. Robert T. Bigelow lizenzierte die Technik von der NASA, um seine Weltraumtourismus-Pläne darauf aufzubauen. Der Prototyp <i>Genesis 1</i> ist nun der erste Schritt dahin.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082006122725_small_2.jpg" alt="Bigelow Aerospace" width="550" height="196"/><figcaption>
Die Dnepr kommt aus ihrem Loch: Nach Art von Interkontinentalraketen startete die ehemalige SS-18 mit Genesis-1 an der Spitze aus einem getarnten Raketensilo, dessen geöffneten Deckel man in dieser Fotomontage unten am Boden gut erkennen kann. 
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(Bild: Bigelow Aerospace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Und das Projekt verlief bisher erstaunlich erfolgreich: Sowohl der Start mit einer russischen <i>Dnepr</i>-Rakete (eine umgebaute SS-18 aus der Zeit des Kalten Krieges, die aus einem Raketensilo startet) verlief am 12. Juli einwandfrei, und dann auch das Aufblasen der Hülle. Insgesamt fünf Jahre wird die Station sich schätzungsweise im Orbit halten, den harten Bedingungen des Weltraums ausgesetzt, und Telemetriedaten und Bilder zur Erde übertragen, um Erfahrungen für zukünftige Projekte zu sammeln.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082006122725_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082006122725_small_3.jpg" alt="Bigelow Aerospace" width="300" height="225"/></a><figcaption>
Die aufblasbare Hülle von innen: Die Wände mit Logos tapeziert, von links kommt eine Spielkarte in&#8217;s Bild. 
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(Bild: Bigelow Aerospace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere die Bilder sind für Bigelow noch aus einem anderen Grund sehr wichtig: Der reinen Erprobungsstation <i>Genesis 1</i> soll noch eine zweite Station <i>Genesis 2</i> folgen, die schon erste kommerzielle Ziele verfolgt: Jeder, der will, kann für kleine persönliche Gegenstände oder Fotos einen Platz an Bord von <i>Genesis 2</i> buchen. Gesetzt den Fall, deren Start mit einer <i>Dnepr</i> verläuft wieder fehlerfrei, werden Webcams an Bord der neuen Station permanent Bilder der unter Schwerelosigkeit frei umhertreibenden Gegenstände zur Erde übertragen, die im Internet veröffentlicht werden. Bigelow garantiert jedem Kunden, dass innerhalb von 90 Tagen sein gebuchter Gegenstand mindestens einmal deutlich erkennbar zu sehen sein wird &#8211; wenn nicht, kann der Kunde sein Geld zurück fordern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082006122725_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082006122725_small_4.jpg" alt="Bigelow Aerospace" width="300" height="222"/></a><figcaption>
In dieser Box haben Bigelow-Mitarbeiter ausgewählte Gegenstände deponiert. 
<br>
(Bild: Bigelow Aerospace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Hülle von <i>Genesis 1</i> fliegen schon jetzt etliche Gegenstände und Fotos herum, die aber von Bigelow-Mitarbeitern beigesteuert wurden &#8211; und die Bilder dieser Gegenstände, die teilweise auf der <a href="	https://web.archive.org/web/20070927001249/http://www.bigelowaerospace.com/out_there/view_photos.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Bigelow-Homepage</a> veröffentlicht werden, sollen quasi als Appetitanreger für die Buchung von Flügen an Bord der Schwesterstation dienen. Nach dem Motto: &#8222;Das könnte Ihr altes Matchbox-Auto sein&#8230;&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start von <i>Genesis 2</i> hat sich schon mehrfach nach hinten verschoben: Ursprünglich für September geplant, dann auf Dezember verschoben, gab Bigelow jetzt bekannt, dass der Start wegen der Weihnachtsfeiertage erst im Januar 2007 erfolgen soll. Die Firma gab ferner bekannt, dass es nach <i>Genesis 2</i> keine weitere Gelegenheit geben wird, eigene Gegenstände in den Weltraum fliegen zu lassen. Als Buchungsschluss wurde der 31. Oktober 2006 festgelegt. Nach dem erfolgreichen Start von <i>Genesis 2</i> will Robert Bigelow seine weiteren Pläne bekannt geben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082006122725_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082006122725_small_5.jpg" alt="Bigelow Aerospace" width="300" height="222"/></a><figcaption>
Die linke Hälfte dieser Box enthält mexikanische Springbohnen. Die rechte Hälfte enthält ein magnetisches Experiment: Unzählige frei fliegende Stahlkugeln werden in regelmäßigen Abständen von einem Magneten angezogen und fügen sich jedesmal in anderer Form zusammen  
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(Bild: Bigelow Aerospace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Ankündigung könnte spannend werden. Denn das Fernziel von Bigelow ist ein &#8222;Hotel Orbit&#8220; von gleicher Machart, aber der dreifachen Größe der <i>Genesis</i>-Stationen. Weltraumtouristen sollen Flüge zu diesem Hotel buchen und einen oder mehrere Tage in der Gesellschaft von Gleichgesinnten verbringen können &#8211; und das bestimmt nicht zu den exorbitanten Preisen, die in den letzten Jahren einige betuchte Personen gezahlt haben und noch zahlen, um mal ein paar Tage an Bord der <i>MIR</i> oder <i>ISS</i> zu verbringen. Das Transportmittel zu diesem Hotel steht noch nicht fest &#8211; vielleicht das geplante, orbitalflugfähige <i>SpaceShipThree</i> der ebenfalls privaten Raumfahrtfirma Scaled Composites?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verwandte Artikel:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/genesis-1-ein-aufblasbares-wohnmodul-im-orbit/" data-wpel-link="internal">Der Start von <i>Genesis 1</i></a></p>
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		<title>Vorsichtiger Optimismus für MARSIS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vorsichtiger-optimismus-fuer-marsis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Dec 2004 12:55:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Express]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[entfaltbares Modul]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[MARSIS]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Radarantenne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=29553</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenige Wochen vor der für Mitte Januar 2005 erwarteten Entscheidung, ob die MARSIS-Radarantenne an Bord des europäischen Orbiters Mars Express entfaltet werden kann, scheint vorsichtiger Optimismus erlaubt. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: Raumfahrer.net. Eines der aufregendsten wissenschaftlichen Instrumente an Bord von Mars Express ist MARSIS (= Mars Advanced Radar for Subsurface and Ionosphere Sounding). [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wenige Wochen vor der für Mitte Januar 2005 erwarteten Entscheidung, ob die <i>MARSIS</i>-Radarantenne an Bord des europäischen Orbiters <i>Mars Express</i> entfaltet werden kann, scheint vorsichtiger Optimismus erlaubt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a>. Quelle: Raumfahrer.net.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der aufregendsten wissenschaftlichen Instrumente an Bord von <i>Mars Express</i> ist <i>MARSIS (= <strong>M</strong>ars <strong>A</strong>dvanced <strong>R</strong>adar for <strong>S</strong>ubsurface and <strong>I</strong>onosphere <strong>S</strong>ounding)</i>. Dabei handelt es sich um ein Radar, das mit Hilfe einer 40 Meter langen Antenne (die sich erst in der Marsumlaufbahn entfaltet) Wasservorkommen im Marsboden bis hinab in eine Tiefe von einigen Kilometern finden soll. Um dies zu erreichen sendet das Gerät niederfrequente Radiowellen aus, die zwar größtenteils bereits von der Marsoberfläche reflektiert werden, von denen ein Teil jedoch in den Boden gelangt und dort erst zurückgeworfen wird, wenn die Radiowellen auf Grenzschichten zwischen verschiedenen Materialien treffen. Die wichtigste Aufgabe von <i>MARSIS</i> wird die Suche nach Wasser oder Wassereis im Marsboden sein, aber quasi als Nebeneffekt werden die Wissenschaftler des <i>MARSIS</i>-Teams an der Universität <i>La Sapienza</i> in Rom mit Hilfe dieses Radars auch neue Erkenntnisse über die so genannte Ionosphäre des Mars gewinnen, da die Radarsignale auf ihrem Weg durch diese obere Atmosphärenschicht von den dort befindlichen elektrisch geladenen Teilchen teilweise zurückgeworfen werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05122004135509_small_1.jpg" alt="" width="350" height="262"/><figcaption>
Auf diesem in Toulouse während der Endmontage aufgenommenen Foto ist eine der beiden 
<i>MARSIS</i>
-Antennen hinter einer weißen Abdeckung gut zu erkennen. Zum Entfalten klappt die Abdeckung mitsamt der Antenne um 90° nach unten, so dass die Antenne sich entfalten kann. Für diesen Vorgang reicht alleine die während des Faltens in der Antenne gespeicherte Energie &#8211; ähnlich wie bei einer zusammengedrückten Feder &#8211; aus.
<br>
(Foto: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden wie eine Ziehharmonika zusammengestauchten, je 20 Meter langen Antennen sollten eigentlich schon vor Monaten entfaltet werden. Nach dem Start von <i>Mars Express</i> durchgeführte Simulationen führten jedoch zu der Befürchtung, dass die Antennen beim Entfalten zurückschwingen und dadurch die Raumsonde beschädigen könnten. Monatelang wurden ständig neue Simulationen durchgeführt, um das Risiko so genau wie möglich einschätzen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <i>Mars Express</i>-Projektleiter Dr. Rudolf Schmidt schilderte den aktuellen Stand der Dinge auf Anfrage von <i>Raumfahrer.net</i> folgendermaßen: &#8222;Die Untersuchungen sind beinahe abgeschlossen und wir werden spätestens Mitte Januar eine Entscheidung treffen. Gegenwärtig sieht es so aus, dass die Booms [= die Antennen, Anmerk. der Red.] mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit während der Entfaltung den Satelliten treffen. Der Aufprall ist eher sanft aber wir müssen doch sicherstellen, dass keine unerwünschten Nebenwirkungen zurückbleiben. Daher benötigen wir noch die Zeit bis Januar.&#8220; Diese relativ optimistische Aussage lässt darauf hoffen, dass <i>MARSIS</i> im kommenden Jahr doch noch in Betrieb geht. Als frühestmöglichen Termin nennt die ESA Mitte März 2005. Während der Antennen-Entfaltung &#8222;darf der Satellit nicht länger als 40 Minuten im Marsschatten sein, [was] mit dem Ladezustand der Batterien zu tun [hat]&#8220;, so Rudolf Schmidt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die beiden <i>MARSIS</i>-Antennen vom amerikanischen <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.jpl.nasa.gov/" target="_blank" data-wpel-link="external"><i>Jet Propulsion Laboratory (JPL)</i></a> der NASA geliefert worden sind, wurden dort während der vergangenen fünf Monate übrigens auch die meisten Simulationen und Tests ausgeführt. Doch nicht nur in diesem Bereich gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen ESA und NASA. Auch bei der Übermittlung der Aufnahmen und Messdaten von <i>Mars Express</i> zur Erde kann das <i>Mars Express</i>-Team auf die Unterstützung der amerikanischen Kollegen zählen. <br> Da die ESA derzeit nur über eine Bodenstation in Australien verfügt, deren 35 Meter-Antenne für die Kommunikation mit <i>Mars Express</i> geeignet ist, hilft die NASA mit ihren drei über den Globus verteilten Bodenstationen des <i>Deep Space Network</i> aus: &#8222;Routinemäßig [laufen für <i>Mars Express</i>] zwei Bodenstation, sehr oft ist eine davon eine 70 Meter-Antenne vom JPL, ein weiterer Beweis für die gute Zusammenarbeit mit der NASA&#8220;, so Rudolf Schmidt weiter. Dennoch werden insbesondere durch die hochauflösende Stereokamera <i>HRSC</i> &#8222;mehr Daten erzeugt als der Satellit zur Erde übertragen kann, auch die Mars-Weltrekordtelemetrierate von bis zu 230 kBit/Sek. reicht nicht aus.&#8220; Diese Situation führt zu &#8222;Verteilungskämpfen&#8220; zwischen den verschiedenen Wissenschaftlerteams der insgesamt sechs Instrumente, denn natürlich möchte jedes Team möglichst viele der Daten &#8222;seines&#8220; Instrumentes zur Erde bekommen. Die für 2009 angedachte nächste Mars-Mission der ESA wird also angesichts immer weiter steigender Datenmengen dringend einen breiteren Datenkanal zur Erde benötigen, wenn die Ergebnisse der Marsforschung auch ihre Empfänger erreichen sollen.</p>
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