<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>EPFL &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/epfl/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Thu, 21 Aug 2025 00:11:20 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>EPFL &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>SWISSto12: Expansion und weitere Produktionsflächen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/swissto12-expansion-und-weitere-produktionsflaechen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2024 20:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[EPFL]]></category>
		<category><![CDATA[HummingSat]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Reinraum]]></category>
		<category><![CDATA[Renens]]></category>
		<category><![CDATA[Satellitenkommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[SWISSto12]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=138065</guid>

					<description><![CDATA[<p>SWISSto12 vergrößert mit einer zusätzlichen Produktionsfläche von 1.200 m2 einschließlich eines großen Reinraums den bestehenden 4.500 m2 großen Standort in Renens (Schweiz). Das Unternehmen vergrößert seine Belegschaft auf über 125 Beschäftigte an seinen Standorten in der Schweiz, Europa und den USA. Eine Pressemitteilung von SWISSto12. Quelle: SWISSto12 via Business Wire 19. März 2024. Renens, Schweiz [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/swissto12-expansion-und-weitere-produktionsflaechen/" data-wpel-link="internal">SWISSto12: Expansion und weitere Produktionsflächen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">SWISSto12 vergrößert mit einer zusätzlichen Produktionsfläche von 1.200 m<sup>2</sup> einschließlich eines großen Reinraums den bestehenden 4.500 m<sup>2</sup> großen Standort in Renens (Schweiz). Das Unternehmen vergrößert seine Belegschaft auf über 125 Beschäftigte an seinen Standorten in der Schweiz, Europa und den USA. Eine Pressemitteilung von SWISSto12.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: SWISSto12 via Business Wire 19. März 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Renens, Schweiz &#8211;(BUSINESS WIRE)&#8211; <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/swissto12/" data-wpel-link="internal">SWISSto12</a>, eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen im Luft-und Raumfahrtsektor in Europa und ein führender Hersteller von Satelliten- und Hochfrequenzprodukten, kündigt seine weitere globale Expansion an. Das Unternehmen hat sich an seinem Hauptsitz in der Schweiz eine zusätzliche Produktionsfläche gesichert, so dass sich sein bestehender Standort auf 5.700 m<sup>2</sup> vergrößert. Außerdem hat SWISSto12 mehrere neue Satcom-Ingenieure in sein wachsendes Team aufgenommen, das seit Anfang 2024 um 25% auf über 125 Beschäftigte an den Standorten in der Schweiz, Europa und den USA angewachsen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SWISSto12 wurde unlängst als eines der “10 Hottest Satellite Companies” der Welt nominiert. Diese Branchenanerkennung folgt auf die Bekanntgabe des Unternehmens, im vierten Quartal 2023 Kundenaufträge für Hochfrequenz-Subsysteme und HummingSat-Satelliten im Umfang von über 200 Millionen Euro erhalten zu haben, unter anderem von den führenden Satellitenbetreibern Inmarsat (Viasat) und Intelsat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Branchenveteran Peter Bach Andersen arbeitet seit November 2023 zusammen mit Kollegen von Dänemark aus für das SWISSto12-Team. Peter Bach Anderson war zuvor elf Jahre bei Cobham Satcom in Kongens Lyngby (Dänemark) tätig, wo er die Entwicklung neuer HF-, Mikrowellen- und Antennentechnologien leitete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peter Bach Andersen, Principal SatCom Systems Engineer, sagte: “Dänemark ist ein weltweit anerkanntes Zentrum für Luft- und Raumfahrt- sowie SatCom-Technik. SWISSto12 hat die Zusammenarbeit mit einer Reihe von bedeutenden Experten in der Region in den Bereichen Hochfrequenztechnik und Entwicklung aufgenommen, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Swissto12 bei seinen spannenden Satcom-Projekten.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Emile de Rijk, CEO von SWISSto12, sagte: “SWISSto12 setzt seinen Expansionskurs fort, um die außergewöhnliche Kundennachfrage nach unseren Hochfrequenz-Subsystemen und HummingSat &#8211; dem ersten kommerziellen GEO SmallSat &#8211; zu decken. In Dänemark haben wir Zugang zu einem der europaweit führenden Pools von Talenten in den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnik sowie SatCom. Die Erweiterung unseres Hauptsitzes in Renens um eine neue Produktionsfläche und einen neuen zusätzlichen Reinraum treibt unsere Anstrengungen zur Industrialisierung und Skalierung unserer Produktlinien und Produktionskapazitäten weiter voran.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">SWISSto12 wird auf der Satellite 2024 in Washington (DC) vom 18. bis 21. März 2024 auf dem Stand Nr. 1408 ausstellen. Am 19. März wird SWISSto12-CEO Emile de Rijk auf der Satellite 2024 einen Vortrag zum Thema “Assuring Quality-of-Service at Sea: Maritime Satellite Connectivity” halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über SWISSto12</strong><br>SWISSto12 ist ein führender Hersteller von fortschrittlichen HF-Nutzlasten und -systemen, darunter der HummingSat, ein kleiner, aber leistungsstarker geostationärer Telekommunikationssatellit, der in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (European Space Agency, ESA) im Rahmen ihres öffentlich-privaten Partnerschaftsprogramms entwickelt wurde. Die HF-Produkte und -Nutzlasten des Unternehmens profitieren von einzigartigen und patentierten 3D-Drucktechnologien und zugehörigen Designs von Hochfrequenzprodukten (HF-Produkten), die leichte, kompakte, hochleistungsfähige und wettbewerbsfähige HF-Funktionen bieten. Neben seinem Raumfahrtportfolio ist das Unternehmen auch in Telekommunikations- und Überwachungsanwendungen für die Luftfahrtindustrie tätig. SWISSto12 hat sich in Europa und den USA wirtschaftlich erfolgreich entwickelt und gehört heute zu den am schnellsten wachsenden Luft- und Raumfahrtunternehmen in Europa. SWISSto12 ging 2011 als Spin-off aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (École Polytechnique Fédérale de Lausanne, EPFL) hervor, befindet sich in Privatbesitz und wird von prominenten schweizerischen und europäischen Investoren unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20190.msg560728#msg560728" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Swissto12</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/swissto12-expansion-und-weitere-produktionsflaechen/" data-wpel-link="internal">SWISSto12: Expansion und weitere Produktionsflächen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufräumen im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aufraeumen-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2020 18:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[ClearSpace]]></category>
		<category><![CDATA[ClearSpace-1]]></category>
		<category><![CDATA[EPFL]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Vespa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=5603</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die ESA-Mission ClearSpace-1 wird die erste Müllabfuhr im All sein. Die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gang. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. Das bei einem internationalen Wettbewerb ausgewählte Konsortium unter Leitung des Schweizer Startups ClearSpace arbeitet derzeit an detaillierten Bauplänen für einen „Abschleppwagen“, der 2025 in den Orbit starten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/aufraeumen-im-all/" data-wpel-link="internal">Aufräumen im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ESA-Mission <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Clean_Space/ESA_commissions_world_s_first_space_debris_removal" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ClearSpace-1</a> wird die erste Müllabfuhr im All sein. Die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gang. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2019/12/ClearSpace1esa-e1577026050205.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/ClearSpace1esaBB.jpg" alt="ClearSpace-1 mit Vespa (Vega Secondary Payload Adapter) Oberstufe über der Erde – Illustration
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>ClearSpace-1 mit Vespa (Vega Secondary Payload Adapter) Oberstufe über der Erde – Illustration<br> (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das bei einem internationalen Wettbewerb ausgewählte Konsortium unter Leitung des Schweizer Startups <a href="https://clearspace.today/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ClearSpace</a> arbeitet derzeit an detaillierten Bauplänen für einen „Abschleppwagen“, der 2025 in den Orbit starten soll. Mit seinen Greifarmen soll der Jäger ClearSpace-1 defekte Satelliten und größere Trümmer einsammeln und aus der Erdumlaufbahn entfernen, um die Gefahr weiterer Kollisionen und das Risiko für aktive Satelliten zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir müssen aktiv werden, wenn die Umlaufbahnen der Erde nutzbar bleiben sollen“, sagt Holger Krag, Leiter des <a href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/Schutz_unseres_Heimatplaneten" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Programms Weltraumsicherheit der ESA</a>. Die Zentrale des Space Safety Programme ist im Satellitenkontrollzentrum der ESA, dem <a href="https://www.esa.int/About_Us/ESOC" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESOC</a> in Darmstadt angesiedelt. Im Herbst 2019 musste Krags Crew ein  Ausweichmanöver für den ESA-Forschungssatelliten Aeolus steuern. Einer der Starlink-Satelliten des privaten US-Unternehmens SpaceX war auf Kollisionskurs mit dem Erdbeobachtungs-Satelliten der Europäischen Weltraumagentur. Bei einem Zusammenprall wären weitere tausende Schrottteile entstanden, deren bereits hohe Zahl das sichere Navigieren und Operieren im Erdorbit immer schwieriger macht und die wichtige Infrastruktur im All und Forschungsmissionen der Weltraumagenturen gefährdet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/DistriofdebrisaroundEarthesa600.gif" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/DistriofdebrisaroundEarthesa260.gif" alt="Darstellung von Weltraummüll im Erdorbit. (Animation: ESA)"/></a><figcaption>Darstellung von Weltraummüll im Erdorbit. (Animation: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schon jetzt, so Holger Krag, vagabundieren rund 30 000 Objekte größer als zehn Zentimeter in den Erdumlaufbahnen. Oberhalb einer Größe von einem Zentimeter Durchmesser sind es über 900 000 Bruchstücke und zählt man die kleinen Schrotteile oberhalb des Ein-Millimeter-Bereiches, kommen gar über 150 Millionen Fragmente zusammen. Allesamt Rückstände früherer Missionen, ausgediente Oberstufen und inaktive Satelliten, die bei Zusammenstößen in einem Kaskadeneffekt immer neuen Weltraummüll entstehen lassen. „Die Trümmermenge wächst jedes Jahr gewaltig“, sagt der ESA-Wissenschaftler. Und mit der steigenden Zahl an Raumfahrtmissionen meist von privaten Betreibern, die Konstellationen aus tausenden Minisatelliten im Low Earth Orbit platzieren, könnte die Gefahr von Kollisionen und weiterer Trümmerbildung nochmals rasant steigen. Zumal mangelt es bisher an einem Datenaustausch. Holger Krag  mahnt ein „Management des Verkehrs im Orbit“ an. Er arbeitet daran, „dass wir bis zur internationalen Space Debris Konferenz 2021 in Darmstadt erste Ideen vorweisen können“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission Clear-Space-1, Teil der <a href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/ESA_und_UN-Kooperation_zur_Reduzierung_von_Weltraummuell" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Clean Space Initiative</a> der ESA, soll dabei zur wegweisenden Lösung für das Müllproblem werden. Die Initialzündung „für eine nachhaltige Raumfahrt“, hofft der Leiter des ESA-Programms Space Safety. In Zusammenarbeit mit dem kommerziellen Konsortium unter der Leitung des Schweizer Startup ClearSpace will die ESA erstmals eine Technologie zur aktiven Müllentsorgung im All testen und finanziell tragbar machen für private und staatliche Nutzer. Die Missionen des Abschleppwagens für Weltraumschrott sollen bezahlbar sein. „Die Mission soll einem zukünftigen Markt den Weg ebnen“, betont Krag.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/HKrag7thEuroConfonSpaceDebrisESAJürgenMai2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/HKrag7thEuroConfonSpaceDebrisESAJürgenMai26.jpg" alt="Holger Krag bei der 7. Internationalen Konferenz. (Bild: ESA / Jürgen Mai)"/></a><figcaption>Holger Krag bei der 7. Internationalen Konferenz. (Bild: ESA / Jürgen Mai)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel ist dabei nicht, alle Trümmer aus den Umlaufbahnen zu beseitigen,  sondern vorerst vor allem die großen, kritischen Schrottteile, die bei einer Kollision weitere hunderttausend kleine verursachen würden. „Die  Großen sind die Quelle für Kleine“, sagt Krag. Studien der ESA und der NASA belegen, dass dies, neben der Müllvermeidung, eine wichtige Maßnahme ist, um die Orbitalumgebung zu stabilisieren. Die ESA hat das Projekt ADRIOS (Active Debris Removal / In-Orbit Servicing) ins Leben gerufen. Das Team von ADRIOS steht mit technischer Expertise und Rat der Mission ClearSpace-1 und dem privaten Konsortium zur Seite, um den Erfolg der ersten Müllabfuhr-Technologie zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 120 Millionen Euro kostet die Mission. „Das ESA-Team“, so Krag, „stellt im  Gleichklang mit dem Fortgang der Arbeiten das Geld dafür bereit“. Und auch das erste Objekt, dass der Mülljäger von ClearSpace einfangen und entsorgen soll, wird ein ausgedientes Raumfahrtobjekt der Europäischen  Raumfahrtagentur sein: Der Vespa (Vega Secondary Payload Adapter) Adapter, der nach dem Flug mit der ESA-Trägerrakete Vega 2013 auf einer Umlaufbahn von rund 800 x 660 Kilometer Höhe verblieb. Mit 100 Kilogramm ein relativ kleines Objekt von schlichter Form und robuster Konstruktion. „Ein gutes Übungsobjekt für den Anfang“, sagt Krag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der von ClearSpace entwickelte Jäger soll sich dem Schrottteil nähern,  es mit seinen Roboterarmen einfangen und in eine sehr niedrige  Umlaufbahn bringen, von wo aus beide innerhalb kurzer Zeit in der  Atmosphäre verglühen sollen. Das ist der Plan. Umsetzen will ihn das  Schweizer Spin-Off-Unternehmen, das von einen erfahrenen Weltraummüll-Forscherteam der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) gegründet wurde. Luc Piguet ist einer der drei Gründer und CEO von ClearSpace. <br>Entstanden ist die Idee, sagt er, aus eigener Erfahrung heraus. 2009 startete ein Team der EPFL den Swiss Cube &#8211; einen Nanosatelliten &#8211; für  Forschungszwecke in den Erdorbit in 700 Kilometer Höhe. „Genau in den  kritischen Space-Debris-Bereich. Mehrfach gab es Kollisionswarnungen“,  berichtet der Elektroingenieur, der auch am „Executive Program“ der Stanford University teilgenommen hat. 2012 entschied sich das Team, den Swiss Cube zurückzuholen, „aber niemand wollte dafür zahlen“, sagt Piguet. Und es gab kein Müllabfuhrunternehmen im All, das diese Aufgabe übernehmen konnte. Noch nicht. Warum also nicht selbst etwas entwickeln? Im Orbit aufzuräumen, „dafür sahen wir einen großen Bedarf“, sagt der 48-Jährige. 2017 gründete er daher mit der Raumfahrtingenieurin Muriel Richard und der Industriedesignerin Catherin Johnson ClearSpace. „Das Service Offer Request (SOR) für In-Orbit Servicing/Debris Removal der ESA kam für uns zum richtigen Zeitpunkt“, so Piguet. Bei dem Wettbewerb überzeugten die Schweizer. <br>ClearSpace ist mittlerweile auf 12 Mitarbeiter und Externe sowie ein siebenköpfiges Team an der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne und an anderen Universitäten in der Schweiz angewachsen. Hinzu kommt ein Konsortium aus erfahrenen internationalen Unternehmen aus den acht an der ESA Mission beteiligten europäischen Staaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der großen Herausforderungen der Mission ist die Technik, sagt Luc Piguet. Der ClearSpace-Jäger muss das Objekt mit Hilfe von Sensoren orten, präzise ansteuern und sich soweit nähern, dass die vier Greifarme das Trümmerteil oder den ausgedienten Satelliten einfangen können ohne jedoch mit ihm zu kollidieren. Schwierig wird es bei Objekten, die unkontrolliert rotieren. „Wir müssen zugreifen, bevor wir direkten Kontakt haben und erst dann ziehen wir den Weltraumschrott an unsere Basiseinheit heran und fixieren ihn dort“, erklärt er. Die Greiftechnik ist neu, ausprobieren lässt sie sich erst beim ersten Probelauf und Rendez-Vous mit Vespa im All. „Wir tragen eine große Verantwortung, dass dieses Verfahren funktioniert“, weiß Piguet. Zudem  muss die Technologie möglichst wenig kosten, damit sich genügend  Nachahmer finden. Für das Aufräumen im All sieht er einen großen Markt. „Es gibt heute schon 2000 ausgediente Satelliten, die entsorgt werden sollten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Künftige Missionen müssen so geplant werden, dass kein Weltraummüll mehr entsteht, betont Holger Krag. Zwar ist jedes Land für seine Gesetzgebung verantwortlich, doch er geht davon aus, dass sich etwas ändern muss und wird. „Wer seine Missionen nicht nachhaltig plant, muss künftig für das Aufräumen zahlen. Die ESA will die Technologie dafür liefern und zeigen, dass es geht. Wir wollen den Stein ins Rollen bringen“, sagt Krag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong> Film zum Thema Space Debris</strong>:</p>



<figure class="wp-block-video aligncenter"><video height="432" style="aspect-ratio: 766 / 432;" width="766" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1704001Eesaidsenseonirixelccbysa30igo-1.m4v"></video><figcaption>Video: ESA/ID&amp;Sense/ONiRiXEL, CC BY-SA 3.0 IGO</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/aufraeumen-im-all/" data-wpel-link="internal">Aufräumen im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1704001Eesaidsenseonirixelccbysa30igo-1.m4v" length="82686959" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>IGLUNA – Habitat im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/igluna-habitat-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jan 2020 14:38:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[EPFL]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[IGLUNA]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://h117294.web171.dogado.net/?p=1142</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das vom Swiss Space Center koordinierte ESA_Lab@CH Projekt IGLUNA geht in die zweite Runde. IGLUNA &#8211; a space habitat: remote operations &#8211; hat im September 2019 begonnen und wird im Sommer 2020 in Luzern getestet. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. In diesem Studienjahr entwickeln 15 internationale Studententeams ihre Technologien [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/igluna-habitat-im-all/" data-wpel-link="internal">IGLUNA – Habitat im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das vom Swiss Space Center koordinierte ESA_Lab@CH Projekt <a href="https://space-innovation.ch/2019/05/06/igluna-2020-call-for-proposals/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" label=" (öffnet in neuem Tab)" data-wpel-link="external">IGLUNA</a> geht in die zweite Runde. IGLUNA &#8211; a space habitat: remote operations &#8211; hat im September 2019 begonnen und wird im Sommer 2020 in Luzern getestet. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/Feldkampagne19ZermattIGLUNAPBalicki.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/Feldkampagne19ZermattIGLUNAPBalicki26.jpg" alt="IGLUNA Feldkampagne 2019 in Zermatt. (Bild: IGLUNA Peter Balicki)"/></a><figcaption>IGLUNA Feldkampagne 2019 in Zermatt. (Bild: IGLUNA Peter Balicki)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Studienjahr entwickeln 15 internationale Studententeams ihre Technologien zum Thema Weltraum-Habitat mit dem Ziel, ihre Projekte im Juli diesen Jahres ferngesteuert vom <a href="https://www.verkehrshaus.ch/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" label=" (öffnet in neuem Tab)" data-wpel-link="external">VERKEHRSHAUS der Schweiz</a> aus zu testen. Dieses interuniversitäre Projekt folgt auf die <a href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Switzerland_-_Deutsch/Testlauf_im_Gletschereis" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" label=" (öffnet in neuem Tab)" data-wpel-link="external">erste IGLUNA-Ausgabe</a>, die im letzten Sommer in Zermatt erfolgreich abgeschlossen wurde.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">IGLUNA versammelt auch weiterhin
Studenten aus aller Welt, die an einem gemeinsamen interdisziplinären
Projekt arbeiten. Nachdem IGLUNA 2019 im Juni letzten Jahres
erfolgreich zu einer Feldkampagne auf dem Klein Matterhorn Gletscher
in Zermatt geführt wurde, unterstützt die ESA diese Initiative
erneut, um sie auf die nächste Stufe zu bringen. 
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünfzehn Teams aus zehn Ländern
wurden für die Durchführung dieser Mission ausgewählt. Der
Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf der Entwicklung von Technologien,
die für das Leben in einer extremen Umgebung (wie auf anderen
Himmelskörpern oder auf der Erde) erforderlich sind &#8211; mit der
Herausforderung, die Module fernzusteuern. Während die Studentinnen
und Studenten ihre Module auf einem Berg in der Nähe von Luzern
installieren, werden sie ihre Experimente vom VERKEHRSHAUS aus
betreiben und durchführen, mit begrenztem Zugang zum Testgelände,
wie bei Weltraummissionen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/KickoffmitCNicollierIGLUNAEBuchs.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/KickoffmitCNicollierIGLUNAEBuchs26.jpg" alt="IGLUNA Kick-off Gespräch mit Astronaut Claude Nicollier (Bild: IGLUNA/Eva Buchs)"/></a><figcaption>IGLUNA Kick-off Gespräch mit Astronaut Claude Nicollier (Bild: IGLUNA/Eva Buchs)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studierenden kommen aus
verschiedenen Disziplinen und werden sechs Forschungsthemen abdecken,
um Habitate für extremen Umweltbedingungen zu entwickeln. Mehrere
Teams konzentrieren sich auf lebenserhaltende Systeme wie Nahrungs-
und Wasserproduktion, während andere Teams die Struktur des Habitats
entwickeln. Weitere Teams befassen sich mit dem menschlichen
Wohlbefinden, dem Kommunikationssystem und dem Energiemanagement.
Schließlich werden die Studierenden ihre wissenschaftliche
Experimente vor Ort durchführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom 11. bis zum 13. September trafen sich die Teams auf dem Campus
der <a href="https://www.epfl.ch/en/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">EPFL</a> in Lausanne, um ihre
Projekte zu starten und gemeinsam auf die Feldkampagne im Juli 2020
hinzuarbeiten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/KickoffEPFLIGLUNAPBalicki.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/KickoffEPFLIGLUNAPBalicki26.jpg" alt="Angeregte Diskussionen beim Kick-off Event an der EPFL (Bild: IGLUNA/Peter Balicki)"/></a><figcaption>Angeregte Diskussionen beim Kick-off Event an der EPFL (Bild: IGLUNA/Peter Balicki)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">So wird ein Team beispielsweise Fasern für Textilien und
Baukonstruktionen aus dem Boden herstellen, damit andere sie vor Ort
als Baumaterial verwenden können. Mit diesem kollaborativen Aspekt,
dem Nachhaltigkeitsziel, der technologischen Herausforderung und
Fernsteuerung will IGLUNA die Studenten mit der Vielfalt und den
Anforderungen von Weltraumprojekten und deren terrestrischen
Anwendungen vertraut machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausgewählte Institutionen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Stiftung MELiSSA, Belgien<br>&#8211; Ecole Polytechnique Fédérale de
Lausanne EPFL, Schweiz<br>&#8211; Zürcher Hochschule für Angewandte
Wissenschaften ZHAW, Schweiz<br>&#8211; Sapienza Universität Rom,
Italien<br>&#8211; Technische Universität Warschau, Polen<br>&#8211;
Massachusetts Institute of Technology MIT, USA<br>&#8211; Brandenburgische
Technische Universität BTU, Deutschland<br>&#8211; RWTH Aachen,
Deutschland<br>&#8211; Fachhochschule Windesheim, Niederlande<br>&#8211;
Politecnico Milano, Italien<br>&#8211; Technische Universität Berlin TU,
Deutschland<br>&#8211; Technische Universität Tallinn, Estland<br>&#8211;
Aristoteles-Universität Thessaloniki, Griechenland<br>&#8211; Universität
Bern, Schweiz<br>&#8211; Universität von Strathclyde, Vereinigtes
Königreich</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg468419#msg468419" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/igluna-habitat-im-all/" data-wpel-link="internal">IGLUNA – Habitat im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
