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	<title>Erststart &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Erststart &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Der Schuss war laut genug &#8230; !</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2018 21:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Jungfernflug der Falcon Heavy ein Kommentar von Andreas Weise Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: RN. Um es vorweg zu sagen: Nein, ich bin kein SpaceX-Freak. Ich bin auch kein Falcon-Nerd, der jedes Detail einer „Nine“ oder „Heavy“ im Schlaf aufsagen kann. Ich habe mich nicht detailliert mit der Geschichte einer gewissen space-x-igen Raumfahrtfirma [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zum Jungfernflug der Falcon Heavy ein Kommentar von Andreas Weise</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise.</a> Quelle: RN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_1.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Falcon-Heavy-Start am 6. Februar 2018 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um es vorweg zu sagen: Nein, ich bin kein SpaceX-Freak. Ich bin auch kein Falcon-Nerd, der jedes Detail einer „Nine“ oder „Heavy“ im Schlaf aufsagen kann. Ich habe mich nicht detailliert mit der Geschichte einer gewissen space-x-igen Raumfahrtfirma beschäftigt. Auch glaube ich nicht, dass Elon Musk die Reinkarnation von Iron Man ist. Und schon gar nicht ist er der Techno-Messias, der uns alle retten wird, weil Prof. Stephen Hawking meinen soll: Wir müssten schnell in den nächsten 100 Jahren auf den Mars auswandern. Allerdings habe ich Musks Biographie im Schrank – und auch gelesen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich verfolge mit Interesse die Diskussionen in den einschlägigen Threads über SpaceX in <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon</a>.          Dabei sehe ich mich als Amateur im Bereich der Raketentechnologie. Den Marsprojekten stehe ich kritisch gegenüber, obwohl sie mich faszinieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und natürlich staune ich darüber, was ich so bei manchem <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=420.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Berliner Raumcon-Stammtisch</a> über die SpaceX-Raketenentwicklung und über die neusten Akkus für Tesla-Autos erzählt bekomme. Dabei ist mir der Hype um die neue „Superrakete“ Falcon Heavy nicht entgangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 6. Februar 2018 war nun der lang angekündigte und von vielen Fans herbeigefieberte Höhepunkt: Der Demo-Flight der Heavy. Ich war rechtzeitig durch den Berliner Berufsverkehr zu Hause angekommen und hatte zuerst auf einen Start um 19:30 Uhr gewartet. Dann ein Blick in Raumcon. Ah, der Start ist verschoben auf 21:45 Uhr. Im Computer lief der SpaceX-Stream. Zum Start wurde dann der Fernsehsender WELT (ehemals N24) zugeschaltet. Diese Übertragung hinkte dem Live-Stream via Internet knappe 10 Sekunden hinterher. Dafür erklärte bei WELT Prof. Ulrich Walter dem nicht so raumfahrtkundigen Zuschauer das Geschehen. Ulrich Walter hatte einmal folgende Entwicklung vorausgesagt: In seinem Buch „Höllenritt durch Raum und Zeit“ im Kapitel 28 (ab Seite 169) „Die Mär vom cleveren Raketen-Recycling“ vermutete Walter, dass Musk mit seinem Raketenrückführungskonzept finanziell scheitern wird. Und an die Mitbewerber gewandt schrieb er: „…Allen anderen Raketenbauern kann ich daher nur raten: Lasst die Finger von dieser Art Raketen-Recycling.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück zur TV-Übertragung. Es wurde sehr viel mit Superlativen herum geworfen:  „Raumfahrtgeschichte“ werde geschrieben. Mancher Youtuber ging dann später noch weiter: „Ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte&#8230;“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dagegen war die Mondlandung geradezu ein Klacks, möge man meinen. Nun sei dem großen Teil dieser Jubler verziehen, denn sie haben die Mondlandung nicht selber miterlebt. Es ist halt schon zu lange her. Die WELT verabschiedete sich dann von den Zuschauer mit „… dem Stück Geschichte was wir (Wer ist wir?) gerade geschrieben haben.“ Wenige Sekunden, bevor die Landung der beiden Außenstufen zu sehen gewesen wäre. Dämlicher konnte die Übertragung nicht beendet werden. Inzwischen kannte die ehrliche Begeisterung bei Raumcon keine Grenze mehr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte eigentlich auch eine Übertragung durch PHÖNIX erwartet. Fehlanzeige. Dafür brachte das ZDF in den 19-Uhr-heute-Nachrichten am nächsten Tag (!) einen kurzen Beitrag mit der Kernaussage, dass der Roadster (die Nutzlast) nur noch Weltraumschrott sei. Eine sehr kontraproduktive Berichterstattung also. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun möchte ich versuchen nüchtern zu rekapitulieren, was ich am 6. Februar 2018, kurz vor 10 Uhr abends wirklich gesehen habe: Es startete die zurzeit stärkste Trägerrakete der Welt zu ihrem Jungfernflug. Warum war es die stärkste Rakete? Weil die Russen es nicht mehr können, die NASA es zurzeit nicht mehr kann, die Chinesen es noch nicht können und die Europäer es nicht wollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt 27 Triebwerke arbeiteten beim Start zusammen. Eine großartige Leistung von SpaceX! Die Sowjetische Raumfahrt hatte bekanntlich bei der Synchronisation von so vielen Triebwerken einige negative Erfahrungen gesammelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Jungfernflug, dem Musk selber eine 50/50-Chance fürs Gelingen gegeben hatte, wurde live übertragen. Dabei wurde auch die Übertragung eines möglichen Scheiterns einkalkuliert. Absolute Öffentlichkeit eben. Dabei sind Fehlschläge bei Erststarts nichts Ungewöhnliches. Arianesapce kann sich bestimmt noch an den Flug der ersten „5“ erinnern. Da fällt mir doch gleich die Übertragung des letzten Ariane-5-Fluges ein. Die war so spannend gehalten wie die Meldungen der Wasserstände und Tauchtiefen für die Oderschifffahrt bei Hohenwutzen. Obwohl es eigentlich etwas zu berichten gab… Aber das ist eine andere Geschichte, zeigt aber eine komplett andere Herangehensweise an die Berichterstattung. Bei SpaceX ging dafür die Post ab. Dafür ein ganz großes Lob! So macht Raumfahrt Spaß. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_2.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
ein Start vom KSC, zwei Landungen dort 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Außenstufen sind bilderbuchmäßig gelandet. Es sah aus, wie in einer Computersimulation. Aber es war keine Fake-News. Es war Realität. Eigentlich wurde relativ wenig auf den eigentlichen Grund der Rückführung der Stufen eingegangen. Es geht um die Wiederverwendung und damit um Kostensenkung. Kein anderer Raketenhersteller kann derzeit bei dieser Disziplin in einer Liga mitspielen. Jedenfalls nicht in dieser Größenordnung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX wird hier anderen Anbieter sehr viel Kopfschmerzen bereiten. Hat die hochgezüchtete Wegwerfrakete langfristig eine Zukunft? Irgendwie sehe ich hier Parallelen mit den Autobauern. Neue E-Autos gegen hochgezüchtete Diesel-Technologie. Wer ist da in welcher Sackgasse? Es geht um Steuergelder, Arbeitsplätze, Staatsaufträge und so weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX zeigt hier, dass sie eine neue Technologie, die vorher niemand für möglich gehalten hat, beherrschen. Und das in einer Präzision wie ein Uhrwerk. Ein Außenstehender hält das alles schon für normal. Ein Scheitern von SpaceX wird fast schon ausgeschlossen obwohl ein Fehlstart nichts Ehrenrühriges wäre. Das Alles ist mit eisernem Willen und dem Engagement der Mitarbeiter &#8211; das waren die jungen Leute, die beim Start im Hintergrund zu Recht so laut gejubelt haben &#8211; erreicht. Qualitätsmanagement, Entwicklungsstrategie, Planung … Man fragt sich, wie die das machen. Die sind so richtig super innovativ und das ist sehr zu bewundern! Dass die Rückführung der Zentralstufe nicht funktioniert hat, ist nur eine Randnotiz. SpaceX wird auch das in den Griff bekommen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/TeslaRoadsterImAll.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_3.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Tesla-Roadster im All 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Aber die Nutzlast hat nicht richtig funktioniert!“ Diese Meldung, dass das Space-Auto angeblich nicht die richtige Bahn einschlägt, ist das typische Suchen nach dem Haar in der Suppe durch unsere Medien. Dabei wird bewusst unterschlagen, dass es um den erfolgreichen Start eines neuen Raketentyps ging und nicht um ein Auto im Weltall. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Werbegag mit dieser schon etwas verrückten Nutzlast war etwas für die Fans. Motto: Alles ist möglich. Es ging um die Simulation einer Nutzlast, die ebenso ein Zementblock hätte sein können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Raumfahrtgeschichte geschrieben wurde? Sie wurde auf alle Fälle fortgeschrieben. Nicht mehr und nicht weniger. Und in der Geschichte der Menschheit als Gesamtheit ist dieses Ereignis wohl eher zu vernachlässigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber eigentlich hat mich nur eine Sache wirklich beeindruckt und zum tiefgreifenden Nachdenken angeregt. SpaceX hat in einer geradezu rasanten Geschwindigkeit die technologische Entwicklung der Raumfahrt vorangetrieben. SpaceX hat eine Strategie und setzt diese konsequent und in einer Präzision um, die einfach nur verblüfft. Das ist freilich nur durch die Finanzkraft des Unternehmens möglich. Aber Unternehmen kommt eben von unternehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein charismatischer, visionärer und unkonventioneller Vordenker in Gestalt von Elon Musk. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ lautet ein bekanntes Zitat. Aber das stimmt nicht. Und das nicht nur in Bezug auf die Raumfahrt.  Wie machen es denn die Mitbewerber? In Russland „bastelt“ man seit einer gefühlten Ewigkeit an der Angara herum. Bei der NASA erfindet man gerade die Saturn V in Gestalt des SLS wieder neu. Das entsprechende Ingenieurwissen muss sich dabei nach dem Abbruch von Apollo- und Shuttle-Programm zum Teil wieder erarbeitet werden.  Aber es sind ja nur Steuergelder die hier zum wiederholten Male ausgegeben werden. Und in Europa schaut man jedes Jahr wie das Kaninchen auf die Schlange, wenn die Finanztöpfe in der ESA-Ministerratskonferenz neu verteilt werden. Die Entwicklungsgeschichte der Ariane 6 ist hier das Beispiel. Man könnte glauben, es ginge nur um Geldverteilung, um den einzelnen nationalen Firmen etwas vom Kuchen abzugeben, und nicht darum, ein Produkt mit einer konkreten Zielsetzung zu schaffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Markt wird es schon richten. Nein! Wird er nicht! Steuerfinanzierung zwingt nicht unbedingt zum Erfolg. Beispiele aus anderen Bereichen stehen hier Pate. Die Liste ist sehr lang. A400M, NH90, Eurofighter – alles tolle Technologieprojekte, die nicht so funktionieren, wie sie sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Versagen von Ingenieur-, Projektierungs- und Planungsleistung findet man eben nicht nur am BER oder am Stuttgarter Bahnhof. Beispiele gibt es im Kleinen wie im Großen. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Regierungsviertel ist ebenso beschämend, wie das 90-Meter-Loch auf der A20 nördlich von Neubrandenburg. Der Ausfall von unseren supermodernen ICE-Sprintern gleich bei der Premiere der neuen Bahnstrecke Berlin-München wird bei uns fast schon als normal angesehen.  Es wäre auch ein Wunder, wenn es sofort funktioniert hätte. Würde morgen jemand sagen, in der Elbphilharmonie wäre die Haustechnik nicht in Ordnung, ich würde es ohne darüber nachzudenken sofort glauben…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was macht SpaceX da anders? </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX ist zum Erfolg verdammt. Das scheint ganz andere Energien freizusetzen. Die Mitarbeiter sind hoch motiviert. Und Effektivität bestimmt das Handeln. Es scheint, dass eine Strategie wie ein Masterplan abgearbeitet wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das macht mir Angst. Nicht Angst vor SpaceX sondern Angst davor, dass WIR den Schuss nicht gehört haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche SpaceX noch viele bahnbrechende Erfolge. Erfolge, die uns den Spiegel vorhalten. Warum nicht wir?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15666.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tesla auf Falcon Heavy (2x♺) Jungfernflug vom LC-39A CC</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SpaceX startet Falcon Heavy</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-falcon-heavy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 22:43:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Falcon Heavy hat den Erdorbit erreicht, die Booster sind an Land gelandet. Das Schicksal der Zentralstufe ist unklar. Der Tesla kreist noch im Erdorbit, soll im Laufe der Nacht Richtung Mars geschossen werden. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX Webcast. Heute um 21:45 MEZ ist die Falcon Heavy-Trägerrakete von SpaceX das erste Mal [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Falcon Heavy hat den Erdorbit erreicht, die Booster sind an Land gelandet. Das Schicksal der Zentralstufe ist unklar. Der Tesla kreist noch im Erdorbit, soll im Laufe der Nacht Richtung Mars geschossen werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX Webcast.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_small_1.jpg" alt="SpaceX Webcast" width="260"/></a><figcaption>
Falcon Heavy hebt ab 
<br>
(Bild: SpaceX Webcast)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Heute um 21:45 MEZ ist die Falcon Heavy-Trägerrakete von SpaceX das erste Mal gestartet. Die Falcon Heavy ist eine Falcon-9-Trägerrakete mit zwei zusätzlichen Seitenboostern, um noch größere Nutzlasten in den Orbit zu transportieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Nutzlast ist das Elektroauto Tesla Roadster von Elon Musk an Bord. Der Zielorbit für das Auto ist ein Sonnenorbit, auf dem es für Milliarden Jahre kreisen wird. Die zweite Stufe der Falcon Heavy soll eine längere sechsstündige Freiflugphase testen, um sich für US-Militärnutzlasten zu empfehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte von Startplatz 39A am Kennedy Space Center, wo bereits die Saturn-V-Rakete vor langer Zeit zum Mond startete. Nach circa 2:29 Minuten schalteten sich die Seitenbooster ab und trennten wenige Sekunden später sich von der Zentralstufe. Nach circa drei Minuten löste sich auch die Zentralstufe von der Oberstufe. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_small_2.jpg" alt="SpaceX Webcast" width="260"/></a><figcaption>
Synchrone Boosterlandung 
<br>
(Bild: SpaceX Webcast)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Seitenbooster zündeten anschließend die Triebwerke für einen Boostback-Brennvorgang erneut und flogen zum Startplatz zurück. Die Zentralstufe flog Richtung der Seeplattform &#8222;OCISLY&#8220; (Of course I still love you). DIe Landung der beiden Seitenbooster an Land auf LZ-1 und LZ-2 (LZ = Landezone) erfolgte circa acht Minuten nach dem Start. Bei der Landung der Zentralstufe brach das Signal ab. Ob die Landung gelungen ist, ist zu diesem Zeitpunkt unklar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 8:31 schaltete sich die Oberstufe ab und ein niedriger Erdorbit war erreicht. Nach diesem Ereignis beendete SpaceX den offiziellen Webcast. Nach 28 Minuten sollte die Oberstufe das erste Mal das Triebwerk erneut zünden, was laut Elon Musks Twitteraccount auch gelang. Sechs Stunden nach dem Start, also gegen 03:45 MEZ, soll die Oberstufe erneut wiederzünden und den Tesla Richtung Mars schicken. Den Ausgang dieses Manövers wird man also erst am frühen morgen wissen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_big_3.png" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_small_3.png" alt="SpaceX Webcast" width="260"/></a><figcaption>
Tesla Roadster mit Erde im Hintergrund 
<br>
(Bild: SpaceX Webcast)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor einem Jahr hatte SpaceX angekündigt, mit einer Falcon Heavy einen bemannten Mondflug mit zwei Weltraumtouristen durchzuführen. Dieser Plan wurde laut Elon Musk zurückgestellt, möglicherweise sogar aufgegeben. Eine Qualifizierung der Falcon Heavy für bemannte Flüge wird vorerst nicht mehr angestrebt, stattdessen möchte man alle Energie auf das Nachfolgesystem BFR (Big Falcon Rocket) konzentrieren, das Elon Musk auf dem IAC 2016 und 2017 vorgestellt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Rakete soll vollständig wiederverwendbar sein (inkl. Oberstufe) und deutlich mehr Nutzlast transportieren. Dafür entwickelt SpaceX unter anderem das Raptor-Triebwerk. In einer Telefonkonferenz vor dem Falcon Heavy-Start spekulierte Musk, dass die Oberstufe von BFR &#8211; die eher ein vollwertiges Raumschiff ist &#8211; 2019 erste &#8222;Hüpfer&#8220; machen könnte &#8211; wie es auch einst &#8222;Grasshopper&#8220; gemacht hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15666.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tesla auf Falcon Heavy (2x♺) Jungfernflug vom LC-39A CC</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EFT-1: Erfolgreicher Flug!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eft-1-erfolgreicher-flug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2014 12:57:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Booster]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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		<category><![CDATA[Wiedereintritt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, hat am 5. Dezember erfolgreich seinen Erstflug EFT-1 absolviert. Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA, NASA TV, NSF. Nachdem der gestrige Startversuch wegen Problemen mit einem Ventil des Treibstofftanks abgebrochen wurde, konnte heute pünktlich um 13:05 Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, hat am 5. Dezember erfolgreich seinen Erstflug EFT-1 absolviert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA, NASA TV, NSF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05122014135732_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05122014135732_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Delta IV Heavy Trägerrakete hebt zu dem Start von EFT-1 ab. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der gestrige Startversuch wegen Problemen mit einem Ventil des Treibstofftanks abgebrochen wurde, konnte heute pünktlich um 13:05 Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, zu seinem Erstflug EFT-1 (Exploration Flight Test 1) starten. Unter starker Rauch- und Lärmentwicklung erhob sich die Trägerrakete vom Typ Delta IV Heavy majestätisch von dem Startplatz bei Cape Canaveral. Mit Stichflammen aus den drei RS-68A Triebwerken schoss die Rakete förmlich in den Himmel. Nach etwa drei Minuten wurden die beiden seitlichen Booster abgeworfen, nach fünf Minuten die mittlere Haupstufe. Das Triebwerk der zweiten Stufe zündete erfolgreich, um Orion in seine Umlaufbahn einzuschießen. Die seitlichen Verkleidungen wurden planmäßig abgesprengt, das turmförmige Startabbruchsystem von Orion weggezogen. Kurz darauf wurde das Triebwerk der Oberstufe abgeschaltet, Orion befindet sich nun in einem niedrigen Erdorbit mit einem Erdabstand von minimal 185 und maximal 800 km und dreht sich langsam um seine eigene Achse, damit die Temperatur des Raumschiffs kontrolliert werden kann. Danach wurde die Telemetrie ausgewertet, um sicherzustellen, dass Orion heil im Orbit angekommen und bereit für die nächste Phase der Mission ist: In etwa zwei Stunden sollte das Triebwerk der Oberstufe erneut zünden und Orion weiter von der Erde entfernen, als je ein US-Raumschiff nach 1972 flog.        </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05122014135732_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05122014135732_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ein Foto der Erde, aufgenommen von einer Kamera an Bord von Orion. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz nachdem die erste Erdumrundung abgeschlossen war, zündete das 100 kN starke RL-10 Triebwerk der Oberstufe erneut, um Orion weiter von der Erde zu entfernen. Nach 4 Minuten und 42 Sekunden war diese Zündung beendet, nun befand sich Orion auf einer stark elliptischen Bahn mit einer maximalen Erdentfernung von 5.808 Kilometern, das ist mehr als die 14-fache Bahnhöhe der Internationalen Raumstation ISS. Als Orion auf dieser Umlaufbahn tiefer in den Weltraum vorgedrungen ist, musste das Raumschiff 15 Minuten lang eine Zone starker elektromagnetischer Strahlung passieren, den Van-Allen Gürtel. Die komplexe Bordelektronik widerstand dieser hohen Strahlenbelastung anstandslos. Kurz nach vier Uhr nachmittags erreichte Orion dann den höchsten Punkt seiner Bahn, ab diesem Moment ging es wieder zur Erde zurück. Nur kurze Zeit später wurde die Orion-Kapsel von dem Servicemodul und der Oberstufe abgetrennt. Nochmal passierte Orion den Van-Allen Gürtel, erneut ohne Probleme. Die kleinen Steuertriebwerke der Raumkapsel feuerten währenddessen 10 Sekunden lang, um Orion korrekt für seinen Wiedereintritt in die Erdathmosphäre auszurichten. Mit über 32.000 km/h nähert sich Orion nun unablässig seinem Heimatplaneten.      </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05122014135732_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05122014135732_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Großes Bild: Von den drei Hauptfallschirmen gebremst steuert Orion der Landung entgegen. Kleines Bild: Orion im pazifischen Ozean. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">4 Stunden und 13 Minuten nach dem Start war es dann soweit: Mit dem unteren Hitzeschild voran, der größte seiner Art, der jemals hergestellt wurde, trat die Orion-Kapsel in die Erdathmosphäre ein. Kurz darauf brach planmäßig die Kommunikation mit der Kapsel ab, weil die Signale nicht das heiße Plasma passieren konnten, das die Kapsel während des Wiedereintritt umgab. Doch wenige Minuten später konnte die Kommunikation wiederhergestellt werden, die Kapsel hatte den Wiedereintritt, bei dem sich der Hitzeschutzschild auf über 2.200 °C erhitzte, erfolgreich überstanden. Danach begann der nächste Schritt, um die Kapsel erfolgreich im Pazifik zu landen: Nachdem die Abdeckung des Fallschirm-Abschnittes abgeworfen wurde, konnten sich zwei Bremsfallschirme entfalten. Ihnen folgten dann die drei Hauptfallschirme, die zusammen über die Fläche von drei American football-Felder verfügten und die Kapsel weiter auf etwa 30 km/h abbremsten. Um 17:29 landete Orion dann sanft im pazifischen Ozean, das Bergungsteam war bereits zur Stelle.      </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05122014135732_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05122014135732_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Orion-Kapsel auf dem mit Wasser gefülltem Deck der Anchorage. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz nach der Landung näherte sich ein MH-60 S Helikopter der Kapsel, um die Bergung zu unterstützen. Er stellte fest, dass Orion den Flug heil überstanden hat und aufrecht im Wasser schwimmt. Die Systeme der Kapsel wurden abgeschaltet, während sie genauer inspiziert wurde, um sicherzustellen, dass die Bergungsmannschaft sich der Kapsel gefahrlos nähern kann. Danach wurde die notwendige Ausrüstung an dem Raumschiff angebracht, um es auf ein mit Wasser gefülltes Deck der USS Anchorage zu befördern, dem Bergungsschiff. Inzwischen befindet sich Orion innerhalb der Anchorage auf dem Rückweg an Land. Am Montag soll die Kapsel ausgeladen werden, davor soll noch während der Fahrt zum Hafen von San Diego eine erste Überprüfung der Systeme von Orion erfolgen.      </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie geht`s weiter?</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05122014135732_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05122014135732_small_5.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion mit europäischem Servicemodul während EM-1 -Illustration. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Ankunft in San Diego wird die Orion-Kapsel in einer Transportstruktur verstaut und zurück zum Kennedy Space Center in Florida gebracht. Dort wird diese Kapsel sorgfältig inspiziert und auf ihren nächsten Flug vorbereitet werden, Ascent Abort 2. Bei diesem suborbitalem Flug soll 2018 das turmförmige Startabbruchsystem getestet werden, indem es während eines Raketenfluges die Kapsel von der Rakete weg befördert. Gleichzeitig sind die Daten, die während EFT-1 von zahlreichen Messinstrumenten gesam- melt wurden, für die weiteren Entwicklungsarbeiten von Orion sehr wichtig. Der nächste Orion-Flug ins Weltall wird Exploration Mission 1 (EM-1) nicht später als im November 2018 sein. Diese Mission wird zugleich auch der Jungfernflug des Space Launch Systems sein, der neuen Schwerlastträgerrakete der NASA, und Orion bis zum Mond führen. Auch wird bei diesem Flug ein europäisches Servicemodul zum Einsatz kommen, das Technologien des inzwischen eingestellten Raumtransporters ATV verwendet. Erste Hardware, die bei diesem Flug zum Einsatz kommen soll, existiert bereits sowohl auf Seiten von Orion als auch von dem Space Launch System. 2015 soll offiziell mit der Fertigung des Orion-Raumschiffs für EM-1 in den Hallen der Michoud Assembly Facility bei New Orleans begonnen werden. Spätere Orion-/Space Launch System-Flüge sollen bemannte Missionen zum Mars in den 2030ern vorbereiten.      </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10723.165#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EFT-1 Delta IV Heavy mit Orion</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff *Orion*</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>EFT-1: Letzte Vorbereitungen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eft-1-letzte-vorbereitungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Nov 2014 12:45:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Erststart]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[Lockheed Martin]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungssystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem vor zwei Wochen Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, auf seine Trägerrakete aufgesetzt wurde, haben nun zahlreiche kleinere Vorbereitungen stattgefunden, um bereit für Orions bevorstehenden Erstflug EFT-1 zu sein. Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA. Es war ein weiterer wichtiger Schritt für Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nachdem vor zwei Wochen Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, auf seine Trägerrakete aufgesetzt wurde, haben nun zahlreiche kleinere Vorbereitungen stattgefunden, um bereit für Orions bevorstehenden Erstflug EFT-1 zu sein.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das Orion-Raumschiff passiert das gewaltige Vehicle Assembly Building, während es zum Startplatz gerollt wird. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es war ein weiterer wichtiger Schritt für Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, auf dem langen Weg zu seinem Erstflug Exploration Flight Test 1 (EFT-1): Nachdem es sein turmförmiges Startabbruchssystem erhalten hat, wurde am 12. November das nun komplett fertiggestellte Raumschiff zu dem Startplatz SLC-37 des Weltraumbahnhofs in Cape Canaveral herausgerollt. Dort wurde Orion dann auf die Oberstufe seiner Trägerrakete vom Typ Delta IV Heavy aufgesetzt. Nachdem das Raumschiff schon seit über drei Jahren an verschiedensten Orten gefertigt, zusammengebaut und betankt wurde,  werden nun die letzten Vorbereitungen getroffen, um bereit für den Erstflug am 4. Dezember zu sein.      </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_small_2.jpg" alt="Kennedy Space Center" width="260"/></a><figcaption>
Bergungsausrüstung wird auf der USS Anchorage verladen. 
<br>
(Bild: Kennedy Space Center)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorbereitungen sind weit weniger spektakulär und PR-wirksam als der Rollout zum Startplatz, aber dennoch für einen reibungslosen Ablauf des Fluges unabdingbar. So wurden etwa am 20. November die Batterien installiert, die Orion während des Erstfluges mit Strom versorgen werden. Da diese Batterien nur eine begrenzte Lebensdauer haben, wurden sie so spät wie möglich montiert. Auch wurde das so genannte „Flight Readiness Review“ für Orion von der NASA und der Herstellerfirma Lockheed Martin abgeschlossen. Diese rigorose Überprüfung der Systeme des Raumschiffs, des Flugablaufs und der unterstützenden Elemente stellt sicher, dass Orion bereit für seinen Erstflug ist. Doch nicht nur an der Ostküste der Vereinigten Staaten am Cape Canaveral, sondern auch im Westen sind die Vorbereitungen auf EFT-1 im vollen Gange. Nach dem Flug wird Orion hoffentlich sanft im pazifischen Ozean landen. Zwar befindet sich bei EFT-1 noch keine Besatzung an Bord der Kapsel, dafür aber wichtige Daten, die während des Fluges von verschiedenen Instrumenten gesammelt werden. Diese machen es erforderlich, dass die Kapsel mithilfe eines Schiffes geborgen und an Land gebracht werden muss. Dieser Vorgang wurde bereits mehrmals geübt, nun bereitet man sich am Hafen von San Diego in Kalifornien auf die tatsächliche Bergung von Orion nach EFT-1 vor. Es wurde die nötige Ausrüstung, um Orion aus dem Wasser zu befördern, auf den Bergungsschiffen USS Anchorage und USNS Salvor verladen, sie sind jetzt bereit, in See zu stechen.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion wird innerhalb des Mobile Service Towers des Startplatzes auf den Flug vorbereitet.  
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch muss natürlich vor dem Start sichergestellt werden, dass sämtliche Systeme an Bord von Orion einwandfrei funktionieren. Um das zu überprüfen, ist es der zuverlässigste Weg, Tests der einzelnen Systeme vorzunehmen. Zu diesen Systemen gehören etwa die Kommunikationssysteme des Raumschiffs, die mithilfe der TDRS-Satelliten (Tracking and Data Relay Satellite) Befehle empfangen und Daten zu den Bodenstationen senden sollen. Diese Systeme wurden am 19. November aktiviert und während des sogenannten „Live Sky Test“ getestet. Außerdem wurden am 24. November die elektrischen Systeme getestet, die die pyrotechnischen Elemente des Raumschiffes zünden sollen. Bei diesen Komponenten handelt es sich um kleine, mit Sprengstoff gefüllte Bolzen, die ausgebrannte Stufen oder Verkleidungen abwerfen sollen. Orion besitzt solche Bolzen an der Verkleidung und der Verbindung mit der Oberstufe. Des weiteren wurden inzwischen die Tore des Mobile Service Towers geöffnet, in dem die Vorbereitungen an Orion und der Delta IV Heavy stattfinden, der Start von EFT-1 ist weiterhin um 13:05 MESZ am 4. Dezember geplant.     </p>



<p class="wp-block-paragraph">Orion wird das neue Raumschiff der NASA sein. Während die kommerziellen Partner der NASA für den Transport von Fracht und Astronauten zur ISS im Erdorbit zuständig sind, wird das auch MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle) genannte Raumschiff Astronauten zu verschiedenen Zielen jenseits des Low Earth Orbits (LEO) transportieren. So kann eine intensivere Erkundung des Weltalls als je zuvor stattfinden. Mit der Entwicklung von Orion wurde bereits im Rahmen des 2010 gestrichenen Constellation-Programms begonnen. So konnte die Entwicklung an einem Raumschiff, an dem bereits mit Hochdruck gearbeitet wurde, fortgeführt werden.                    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112014134510_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion während EFT-1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuellen Planungen zufolge soll es im Dezember 2014 dann soweit sein: Orion startet auf einer Rakete des Typs Delta IV Heavy zu seinem Erstflug EFT-1. Dieser Flug beinhaltet zwei Erdumrundungen, dabei wird sich Orion bis zu 5.500 km von der Erde entfernen, und auf über 32.000 km/h beschleunigt. Eine solche Entfernung und Geschwindigkeit wurde von keinem praktisch oder theoretisch bemannbaren US-Raumschiff seit 1972 erreicht. Auf dem Flug sollen der Strahlungsschutz, der Hitzeschild, die Avionik, die Fallschirme und das Abwerfen von Verkleidungen und des Rettungssystems getestet werden. Der nächste Testflug nicht später als im November 2018, EM-1 für Exploration Mission 1 genannt, wird der Erstflug des neuen Space Launch Systems (SLS) sein, und ein unbemanntes MPCV, das mit dem neuen, auf dem ATV basierenden europäischen Servicemodul ausgrüstet sein soll, um den Mond führen.                    </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10723.165#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EFT-1 Delta IV Heavy mit Orion</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff *Orion*</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>NASAs Space Launch System fehlen 400 Millionen Dollar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasas-space-launch-system-fehlen-400-millionen-dollar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Aug 2014 18:59:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erststart]]></category>
		<category><![CDATA[Feststoffbooster]]></category>
		<category><![CDATA[MSFC]]></category>
		<category><![CDATA[RS-25]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerlastrakete]]></category>
		<category><![CDATA[SLS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Report des Government Accountability Office (GAO), einer Organisation, die die Verwendung von Steuergeldern in den USA überprüft, berichtet, dass der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) 400 Millionen Dollar fehlen, um ihre große neue Rakete, das Space Launch System (SLS) innerhalb des aktuell vorgesehenen Zeitplans zu entwickeln. Davon unberührt macht die Entwicklung dieser Rakete weiterhin [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Report des Government Accountability Office (GAO), einer Organisation, die die Verwendung von Steuergeldern in den USA überprüft, berichtet, dass der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) 400 Millionen Dollar fehlen, um ihre große neue Rakete, das Space Launch System (SLS) innerhalb des aktuell vorgesehenen Zeitplans zu entwickeln. Davon unberührt macht die Entwicklung dieser Rakete weiterhin Fortschritte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: Florida Today, GAO, NASA, NSF, The Huntsville Times.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04082014205922_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04082014205922_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
SLS im Fluge &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das GAO überwacht für den Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika die Verwendung von Steuergeldern. Der vor rund anderthalb Wochen herausgegebene Bericht des GAO hält fest, dass im Budget für das SLS 400 Millionen Dollar fehlen, um das SLS gemäß des Zeitplans zu realisieren. Nach Angaben von NASA-Offiziellen besteht ein 90-prozentiges Risiko, dass der Erstflug des SLS nicht wie geplant 2017 stattfinden kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gegenwärtige Schätzung für die Entwicklungskosten liegt bei 12 Milliarden Dollar. Es besteht nun die Gefahr, dass das SLS entweder teurer als diese Summe wird oder dass sich der Erstflug verzögert. Ähnliche Kosten- und Zeitplanprobleme – wenn auch größeren Ausmaßes &#8211; haben Präsident Obama veranlasst, vor rund vier Jahren das Constellation-Programm zu streichen. Ursachen für die aktuellen Probleme sind die Entscheidung der NASA, den Zeitplan für die Entwicklung der Hauptstufe der neuen Rakete zu straffen, und Schwierigkeiten mit Komponenten, die nicht speziell für das SLS konstruiert wurden waren, wie beispielsweise der aus dem Constellation-Programm übernommene 5-Segmente-Feststoffbooster.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04082014205922_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04082014205922_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
RS-25 Triebwerk Nummer 0525 auf  dem A-1-Teststand 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Report der GAO hält jedoch auch fest, dass die NASA bei der Entwicklung sichtbare Fortschritte macht. Ein Beispiel für diese Fortschritte ist, dass das Triebwerkstestprogramm für die in der Hauptstufe des SLS verwendeten RS-25-Triebwerke begonnen hat. Letzte dienten schon als Haupttriebwerke des Space Shuttles, sie wurden aus den Orbitern ausgebaut und müssen für ihren Einsatz im SLS modifiziert werden. Vor rund zwei Wochen wurde das RS-25 Nummer 0525 für Triebwerkstests im Teststand A-1 des Stennis Space Centers installiert. Das Triebwerk 0525 ist allerdings ein Entwicklungstriebwerk, das nie bei einer Space Shuttle-Mission zum Einsatz kam. Mit den Triebwerkstests, die in den kommenden Wochen beginnen sollen, möchte man Daten bezüglich der neuen Triebwerks-Kontrolleinheit und anderer Modifikationen sammeln.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04082014205922_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04082014205922_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Diffusor bei Tests am MSFC 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ein neuartiger Diffusor für das SLS wurde getestet. Ein Diffusor ist ein Bauteil, das bei der Kontrolle des Drucks von flüssigem Raketentreibstoff in Treibstofftanks hilft, und der Verteilung des zur Bedrückung benutzen Gases im Tank dient. Ein solches Bauteil ist bei Raketen nicht unüblich, jedoch unterscheidet sich der Diffusor für das SLS, entwickelt am Marshall Space Flight Center (MSFC) in Huntsville, erheblich von den bisher verwendeten. Er ist wesentlich kleiner und ermöglicht durch seinen niedrigeren Platzverbrauch, dass mehr Treibstoff in die Tanks gefüllt werden kann. Dadurch kann die Nutzlast erhöht werden. Die ersten Tests des Diffusors sind bereits abgeschlossen, weitere sollen folgen. Bei den absolvierten Tests hat man den Diffusor an eine Testvorrichtung angeschlossen und Geschwindigkeitsdaten gesammelt, um die beim Entwurf des Diffusors eingesetzten Computermodelle zu verbessern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das SLS soll künftig als neue Schwerlastrakete der NASA dienen. Unter anderem will man auf ihr das Orion- bzw. MPCV-Raumschiff zu verschiedenen Zielen jenseits niedriger Erdumlaufbahnen (low earth orbits, LEOs) starten. Derzeit ist geplant, Ende 2017 mit der Mission EM-1 den Erstflug durchzuführen. Dabei soll ein unbemanntes MPCV mit einem europäischen Servicemodul am Mond vorbei fliegen. 2021 soll ein ähnlicher Flug bemannt stattfinden, und es wird darüber nachgedacht, bei diesem Flug einen zuvor eingefangenen Asteroiden anzufliegen und zu untersuchen. Der Erstflug der Orion MPCV-Kapsel soll noch dieses Jahr stattfinden. Eine Rakete vom Typ Delta-IV-Heavy soll bei der Mission EFT-1 die unbemannte Raumkapsel bis auf einen Abstand von rund 5.500 km von der Erde schicken.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Verbesserte Falcon 9 erfolgreich gestartet (Updates)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/verbesserte-falcon-9-erfolgreich-gestartet-updates/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2013 16:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste Falcon 9 der gestreckten und mit neuen Triebwerken ausgestatteten Version 1.1 hob gegen 18.00 Uhr MESZ vom Startplatz Vandenberg ab und beförderte den kanadischen Satelliten CASSIOPE als Hauptnutzlast in eine erdnahe Umlaufbahn. Vier Updates: 18.52 Uhr, 19.38 Uhr, 21.35 Uhr und 21.50 Uhr. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceX, CSA, NSF, Jeff [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die erste Falcon 9 der gestreckten und mit neuen Triebwerken ausgestatteten Version 1.1 hob gegen 18.00 Uhr MESZ vom Startplatz Vandenberg ab und beförderte den kanadischen Satelliten CASSIOPE als Hauptnutzlast in eine erdnahe Umlaufbahn. <b>Vier Updates: 18.52 Uhr, 19.38 Uhr, 21.35 Uhr und 21.50 Uhr.</b></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatze</a>l. Quelle: SpaceX, CSA, NSF, Jeff Foust, Raumcon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Rakete ist eine Weiterentwicklung der zuvor fünfmal erfolgreich eingesetzten Falcon 9. Sie verfügt über stärkere Triebwerke vom Typ Merlin 1D, die Anordnung der 9 Triebwerke der ersten Stufe wurde verändert und beide Stufen wurden gestreckt, so dass sie größere Tanks mit größerer Treibstoffmenge aufnehmen können. Ebenfalls unerprobt ist die gut 13 Meter lange und 5,20 m durchmessende Carbon-Nutzlastverkleidung, unter der nun auch relativ große Raumfahrzeuge Platz finden.  <br>In den letzten Wochen waren umfangreiche Tests vorgenommen worden. Diese betrafen den neuen Startplatz, die Abläufe zur Startvorbereitung und -durchführung sowie die Qualifikation der Triebwerke und der gesamten Erststufe. Zuletzt hatte man zwei Testzündungen auf dem Startplatz vorgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Triebwerke der alten Version waren im 3-mal-3-Quadrat angeordnet. Die neue Konfiguration besteht aus einem regelmäßigen Achteck, wobei alle äußeren Triebwerke auf die gleiche Weise mit der Struktur der Stufe verbunden sind. Dadurch wird nicht nur die Fertigung vereinheitlicht und vereinfacht sondern auch die Kraftübertragung gleichmäßiger. In der Mitte befindet sich das zentrale Triebwerk. Zwischen den Triebwerken existieren Fangvorrichtungen, welche die jeweils benachbarten Triebwerke beim Defekt eines Triebwerkes schützen sollen. Damit erhält man auch bei der neuen Rakete die Möglichkeit, bei einem Triebwerksausfall noch immer den geplanten Orbit erreichen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der ebenfalls verlängerten zweiten Stufe verreichtet ein einzelnes Merlin 1D in einer für den Betrieb im Vakuum angepasster Bauweise seinen Dienst. Durch die Erweiterungen bzw. Modifikationen erreicht man bei der neuen Falcon 9 v1.1 eine höhere Nutzlastkapazität. Sie liegt bei etwa 13,15 t in einen erdnahen Orbit mit geringer Bahnneigung bzw. 4,85 t für einen geostationären Transferorbit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Falcon 9 v1.1 ist zudem für eine Wiederverwendung vorbereitet. Beim heutigen Jungfernflug soll getestet werden, ob man nach Trennung von der zweiten Stufe drei Triebwerke für ein Bremsmanöver erneut zünden kann. Dazu muss sich die Erststufe im Flug drehen. Gelingt das Manöver und übersteht die Stufe den anschließenden Fall, will man kurz vor Erreichen der Meeresoberfläche ein weiteres Bremsmanöver mit dem zentralen Triebwerk absolvieren, bei dem die Stufe im Idealfall unmittelbar vor dem Eintauchen in das Wasser die Geschwindigkeit Null erreicht. Zur Beobachtung sind mehrere Schiffe und ein Flugzeug in der Nähe des geplanten Eintauchpunktes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptnutzlast, CASSIOPE (CAscade, SmallSat and IOnospheric Polar Explorer), stammt aus Kanada und ist ein Satellit zur Erforschung der irdischen Ionosphäre. Er verfügt über verschiedene Messgeräte, so ein Massenspektrometer, einen Elektronenteilchenmesser, eine Kamera zur Beobachtung der Aurora, einen Empfänger für Radiowellen, ein Instrument zur Messung kohärenter Strahlung, einen Magnetfeldmesser sowie ein GPS-Versuchsinstrument. Weitere Nutzlasten sind die Kleinsatelliten CUSat 1 und 2 (Nanosat 4A/4B), DANDE (Nanosat 5/Drag and Atmospheric Neutral Density Explorer), drei Kalibrierungskugeln für Radarsignale POPACS 1, 2 und 3 (Polar Orbiting Passive Atmospheric Calibration Spheres) sowie SNAPS. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Starts wurde kurz bestätigt, dass die Triebwerke der Erststufe erneut gezündet hatten. Alles Weitere können Sie bei Raumfahrer.net lesen, wenn es Informationen zum Aussetzen der Satelliten bzw. zum Landeversuch der Erststufe gibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Aktualisierung (18.52 Uhr):</strong> <br>Bereits 18.21 Uhr wurde von der kanadischen Weltraumagentur CSA die erfolgreiche Abtrennung von CASSIOPE per Twitter bestätigt. Vor wenigen Minuten hatte man auch erstmals Kontakt mit dem Satelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Aktualisierung (19.38 Uhr):</strong> <br>Mittlerweile wurden Informationen weiter gegeben, die erste Stufe habe nach der Abtrennung von der zweiten Stufe die korrekte Fluglage eingenommen, drei Triebwerke erneut gezündet und damit den Flug verlangsamt und GPS-Daten über ihre Position zur Bodenstation gefunkt. Eines der beiden Schiffe, die zur Begutachtung und eventuellen Bergung vorgesehen sind, befindet sich inzwischen auf dem Weg zur vermeinlichen Eintauchposition der Erststufe. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Aktualisierung (21.35 Uhr):</strong> <br>Wie Elon Musk, CEO von SpaceX vor wenigen Minuten mitteilte, haben beide Zündungen funktioniert. So klappte das Wenden und das Bremsmanöver wohl wie gewünscht. Erst nach der Zündung des mittleren Triebwerks in der Endphase trat ein Problem auf. Die Stufe rotierte um die Längsachse. Dies überstieg das Steuerungsvermögen der Lageregelung. Der Treibstoff wurde an den Rand der Tankwand &#8222;zentrifugiert&#8220; und das Triebwerk wurde nicht ausreichend versorgt. Letzten Endes ist die Stufe abgestürzt, aber da man weiß woran es lag, kann man es beim nächsten Mal in den Griff bekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4. Aktualisierung (21.50 Uhr):</strong> <br>Die Wiederzündung der zweiten Stufe verlief anormal. Diese verblieb in einem niedrigeren Orbit als geplant. Ansonsten arbeiteten beide Stufen etwas besser als angenommen. Für den nächsten Flug einer Falcon 9, bei dem ein Satellit in einen Transferorbit für die Geostationäre Bahn transportiert werden soll, ist eine zweite Zündung aber notwendig. Das Problem wurde aber offenbar erkannt. Dennoch sind Verzögerungen um ein paar Wochen möglich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den nächsten beiden Missionen werden keine Versuche zur Wiederverwendung unternommen, da man die volle Performance für das Erreichen der Zielbahnen der Nutzlasten verwenden möchte. Zudem benötigen die Techniker nun natürlich etwas Zeit, die notwendigen Veränderungen an der ersten Stufe zu entwickeln und vorzunehmen. Der nächste Versuch könnte beim CRS-3-Flug Anfang nächsten Jahres unternommen werden, dann auch mit Landebeinen. Wenn man es bis dahin aber nicht schafft, wird man die Frachtmission zur ISS nicht verschieben. Diese Informationen von einer kurzfristig angesetzten Telefon-Pressekonferenz mit SpaceX erreichten die interessierte Öffentlichkeit via Twitter. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11267.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Falcon 9 v1.1 Jungfernflug mit CASSIOPE</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10338.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wiederverwendbarkeit und Landefähigkeit der Falcon-Familie</a></li></ul>
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		<title>1. Zyklon-4-Start erst Ende 2015</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/1-zyklon-4-start-erst-ende-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2013 07:51:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschub]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das brasilianisch-ukrainische Joint Venture Alcantara Cyclon Space (ACS) arbeitet weiter an der Vorbereitung des Starts eines neuen Raketentyps vom Startgelände Centro de Lançamento de Alcântara (CLA). Ende 2015 soll eine Zyklon-4-Rakete vom näher als Kourou am Äquator liegenden Startgelände abheben. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ACS, AEB, Aviation Week. Im Gebiet des seit rund [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das brasilianisch-ukrainische Joint Venture Alcantara Cyclon Space (ACS) arbeitet weiter an der Vorbereitung des Starts eines neuen Raketentyps vom Startgelände Centro de Lançamento de Alcântara (CLA). Ende 2015 soll eine Zyklon-4-Rakete vom näher als Kourou am Äquator liegenden Startgelände abheben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: ACS, AEB, Aviation Week.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29092013095154_small_1.jpg" alt="ACS" width="260" height="183"/><figcaption>
Zyklon 4 im Flug &#8211; Illustration  
<br>
(Bild: ACS)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gebiet des seit rund 30 Jahren existierenden Startgeländes im brasilianischen Bundesstaat Maranhão entsteht eine neue Startrampe und andere für den neuen Raketentyp notwendige Infrastruktur. Die Arbeiten dazu sind nach Angaben von ACS zu rund 48% erledigt, wofür von Seiten der beteiligten Regierungen Brasiliens und der Ukraine umgerechnet rund 300 Millionen US-Dollar ausgegeben wurden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29092013095154_small_2.jpg" alt="ACS" width="260"/><figcaption>
Zyklon 4 &#8211; Schnittzeichnung 
<br>
(Bild: ACS)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Juristische Auseinandersetzungen mit der ortsansässigen Bevölkerung und  Finanzierungsschwierigkeiten verzögerten das Projekt um mittlerweile rund 3 Jahre. Im Mai 2013 entschieden sich Brasilien und die Ukraine, die für Entwicklung und Umsetzung der neuen Startanlage zur Verfügung zu stellenden finanziellen Mittel von umgerechnet 487 auf 918 Millionen US-Dollar aufzustocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ACS will die Arbeiten an der Startanlage in Alcântara 2014 abschließen, damit die Anlieferung einer ersten flugfähigen Zyklon-4-Rakete Anfang 2015 erfolgen kann. Die laut ACS-Vorstandsmitglied Sergej Gutschenkow zu rund 76% komplettierte Zyklon 4 hat rund 73% der geplanten Testzeit überstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende 2015 könnte die erste Zyklon 4 in Brasilien abheben. Geplant ist, dass die Rakete bei ihrem Qualifizierungsflug eine Reihe von Kleinsatelliten, darunter auch ein Raumfahrzeug aus Japan, auf niedrige Erdumlaufbahnen bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Nutzlastkapazität der dreistufigen Zyklon 4 für einen niedrigen Orbit in rund 200 Kilometern über der Erde werden derzeit maximal 5.685 Kilogramm genannt. In einen sonnensynchronen 400-Kilometer-Orbit &#8211; übliche Nutzung u.a. durch Erdbeobachtungssatelliten &#8211; sollen 3.910 Kilogramm Nutzlast befördert werden können, und in einen Geotransferorbit, von dem aus Raumfahrzeuge den Geostationären Orbit &#8211; typisch für Kommunikationssatelliten &#8211; erreichen können, noch 1.600 Kilogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich zielte die neue Rakete nicht auf Nutzlasten für den Geostationären Orbit. Der Hype um moderne Konstruktionen von Satelliten mit elektrischen Antrieben könnte nach langen Jahren immer schwerer werdender Kommunikationssatelliten wieder einen Trend zu leichteren Raumfahrzeugen bewirken, weshalb die künftigen Zyklon-4-Betreiber hoffen, solche Satelliten starten zu können. Man hat nun vor, die in einen Geotransferorbit transportierbare Nutzlastmasse schrittweise auf rund 2.200 Kilogramm anzuheben. So will man gewährleisten, dass man um einen Anteil an den Startaufträgen für die sogenannten all-electric Satelliten werben kann. Seinen Kunden möchte man dann zwischen 50 und 55 Millionen US-Dollar für einen Start berechnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuell bei Juschnoje in der Ukraine in der Entwicklung befindliche  Zyklon 4 setzt bei der ersten und zweiten Stufe auf Entwürfe, die denen der sowjetischen Zyklon 2 und Zyklon 3 ähneln. Die dritte Stufe der Zyklon 4 ist eine völlige Neukonstruktion, in der Technologie wie bei ukrainischen Raketen der Typen Dnepr und Zenit zum Einsatz kommen soll. Die Auslegung der dritten Stufe erfolgt so, dass sie in der Lage sein wird, fünf Brennphasen zu absolvieren, wofür ihr insgesamt rund 9 Tonnen Betriebsstoffe zur Verfügung stehen.</p>
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		<title>Falcon-1-Fehlschlag war menschliches Versagen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/falcon-1-fehlschlag-war-menschliches-versagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Apr 2006 15:45:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
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		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie SpaceX jetzt bekannt gab, beruhte der Fehlstart der ersten Falcon 1 im März nicht auf einem Konstruktionsfehler der Rakete, sondern auf einer Nachlässigkeit der Startmannschaft. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Space.com. 25 Sekunden nach dem Start am 24. März fing die erste Stufe der Rakete Feuer. Dadurch wurde das helium-basierte System, welches die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wie SpaceX jetzt bekannt gab, beruhte der Fehlstart der ersten Falcon 1 im März nicht auf einem Konstruktionsfehler der Rakete, sondern auf einer Nachlässigkeit der Startmannschaft.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Space.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042006174548_small_1.jpg" alt="SpaceX" width="260"/><figcaption>
Nahaufnahme der brennenden 1. Stufe der 
<i>Falcon 1</i>
. 
<br>
(Bild: Thom Rogers/SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">25 Sekunden nach dem Start am 24. März fing die erste Stufe der Rakete Feuer. Dadurch wurde das helium-basierte System, welches die Treibstoff-Tanks unter Druck setzt, beschädigt und zerstört. Nur wenige Sekunden später fiel durch den Druckabfall im Tank das Haupttriebwerk der Stufe aus. Damit war der erste Flug einer Falcon-1 vorzeitig beendet. Die Trümmer der Rakete fielen auf ein Riff des Kwajalein-Atolls in der näheren Umgebung des Startplatzes. Die Nutzlast der Rakete, ein Experimentalsatellit namens <i>FalconSat-2</i>, durchschlug das Dach einer Lagerhalle und blieb schließlich just in der Nähe jenes Transportcontainers liegen, mit dem er nach Kwajalein gebracht worden war. Der Satellit war von Kadetten der U.S. Air Force-Akademie gebaut worden und hatte einen Wert von immerhin 700.000 US-Dollar. <br>Elon Musk (34), ehemaliger Internet-Unternehmer und jetzt Chairman von SpaceX, dem Hersteller der <i>Falcon-1</i>, teilte nun bei einer Pressekonferenz mit, dass das Versagen der Rakete keineswegs auf einem Konstruktionsfehler der Rakete beruhte, sondern auf menschlichem Versagen, genauer gesagt, auf einem Fehler eines der erfahrensten Techniker des Unternehmens am Tag vor dem Start. Nähere Angaben hierzu lehnte Musk ab, da er nicht einer laufenden Untersuchung des Pentagons als dem Kunden dieser Mission vorgreifen wolle. <br>Andere Quellen behaupten, dass der Techniker in der Nacht vor dem Start an der Flugelektronik der Rakete gearbeitet habe. Dazu habe er einen kleinen Treibstoff-Anschlussstutzen lösen müssen. Als er mit seiner eigentlichen Arbeit fertig war, habe er allerdings vergessen, den Stutzen wieder fest anzuziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hätte das Startteam der Rakete nicht schon vor dem Start den Druckabfall durch das Leck bemerken müssen? Den Flugkontrolleuren war nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Eine sorgfältige Auswertung der aufgezeichneten Daten des Starts zeigte allerdings im Nachhinein sehr wohl, dass die <i>Falcon-1</i> schon vier Minuten vor dem Start etwas Treibstoff verloren hatte. Musk: &#8222;Wenn wir zur rechten Zeit auf den richtigen Datenstrom gesehen hätten, hätten wir es sehen müssen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz des Fehlschlags sieht Elon Musk den Startversuch vom 24. März als teilweisen Erfolg. Das Hauptziel sei schließlich nicht gewesen, den Experimentalsatelliten in seinen geplanten Orbit zu bringen. Man habe vielmehr erste Flugerfahrung mit der <i>Falcon-1</i> sammeln wollen. Und da die Rakete immerhin 25 Sekunden lang planmäßig geflogen sei (und zumindest die erste Flugphase <i>jeder</i> Orbitalrakete dauert stets nur wenige Minuten), könne man also nicht von einem vollständigen Fehlschlag reden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für zukünftige Starts kündigte Musk einige Verbesserungen an, unter anderem eine weitere Automatisierung des Status-Überwachungssystems der Rakete, ohne dass sich dadurch die Startkosten der Rakete von nur 6,7 Mio. US-Dollar erhöhen sollen. Musk sieht weder bei seinen Kunden noch bei seinen Mitarbeitern noch bei sich selbst Anzeichen, nach dem Fehlschlag nun das Unternehmen &#8222;Falcon-1&#8220; aufzugeben. &#8222;Wir sehen dies als ein langfristiges Projekt. Wir denken nicht daran, aufzugeben, nur weil wir ein paar Probleme haben. Wir geben auch dann nicht auf, wenn wir eine Menge Probleme haben. Wir werden es durchstehen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Sprecher des Pentagons bekräftigte auf derselben Pressekonferenz diese Sichtweise und bestätigte die Absicht, den Experimentalsatelliten <i>TacSat-1</i> mit dem nächsten Start der <i>Falcon-1</i> irgendwann im Herbst dieses Jahres in den Erdorbit zu schicken.</p>
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