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	<title>Erweiterung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Erweiterung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Soll die Suche nach Aliens ausgeweitet werden?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/soll-die-suche-nach-aliens-ausgeweitet-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2013 10:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sara Seager, Astronomin am Massachusetts Institute of Technology regt in einem neuen Artikel des Fachmagazins &#8222;Science&#8220; dazu an, sich bei der Suche nach Leben im Weltall nicht nur auf erdähnliche Planeten in habitablen Zonen zu beschränken. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: space.com, MIT, Science. Während zu Beginn der Entdeckungsgeschichte von Exoplaneten etwa in der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Sara Seager, Astronomin am Massachusetts Institute of Technology regt in einem neuen Artikel des Fachmagazins &#8222;Science&#8220; dazu an, sich bei der Suche nach Leben im Weltall nicht nur auf erdähnliche Planeten in habitablen Zonen zu beschränken.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen</a>. Quelle: space.com, MIT, Science.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052013122600_small_1.jpg" alt="David A. Aguilar/Harvard Smithsonian Center for Astrophysics)" width="300" height="195"/><figcaption>
Ist Leben auch auf anderen als erdähnlichen Planeten möglich? 
<br>
(Bild: David A. Aguilar/Harvard Smithsonian Center for Astrophysics))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während zu Beginn der Entdeckungsgeschichte von Exoplaneten etwa in der Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts jedem neuen Exemplar noch verstärkte mediale Aufmerksamkeit gewidmet wurde, tauchen heute Meldungen über neu entdeckte Planetensysteme nur noch dann in Zeitungen oder im Fernsehen auf, wenn es sich dabei um in etwa erdgroße, felsige Planeten handelt, deren Umlaufbahnen sich in habitablen Zonen um ihre Heimatsterne befinden. Denn damit ist die Möglichkeit von Leben verbunden und mit solchen Meldungen lässt sich auch eine informationsübersättigte Bevölkerung vielleicht noch beeindrucken. Dieses Konzept ist auch jüngst bei einer Pressekonferenz anlässlich der Entdeckung einiger Planeten durch die Sonde Kepler aufgegangen, bei denen Neuentdeckungen im Sinne der oben genannten Merkmale verkündet wurden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die amerikanische Astronomin Sara Seager vom Massachusetts Institute of Technology hat nun in einem Aufsatz der Fachzeitschrift &#8222;Science&#8220; darauf hingewiesen, dass es durchaus ein Fehler sein könnte, wenn man bei der Suche nach potenziell Leben tragenden Planeten ausschließlich nach erdähnlichen Welten in habitablen Zonen Ausschau hält. Damit würde man sich künstlich viel zu sehr auf einen Typus beschränken und  so vielleicht Planeten außer Acht lassen, die ebenso Träger von Leben sein könnten, obwohl man ihnen dies gar nicht zutraue. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seager weist auch darauf hin, dass es den heute lebenden Astronomen nicht vergönnt sein werde, in ihrer Lebenszeit allzu viele Planeten und deren Atmosphären genau untersuchen zu können. Denn die heutigen Instrumente seien noch nicht in der Lage bei ihren Untersuchungen und Messungen über einen bestimmten, nach galaktischen Maßstäben recht kleinen Radius hinauszugehen. Daher, so Seager, sei man geradezu gezwungen, offener zu sein bei der Suche nach potenziell Leben tragenden Planeten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronomin nennt auch Beispiele für Faktoren, die dafür verantwortlich sein können, dass Planeten inner- oder außerhalb der habitablen Zone um einen Stern Leben tragen könnten. Dazu gehören zum einen die Treibhausgase, die auf Planeten weit draußen für lebensfreundliche Temperaturen sorgen können. Umgekehrt können sehr trockene Planeten auch dann Leben beherbergen, wenn sie nah an ihrem Stern kreisen. Man müsse das Potenzial für Leben bei jedem Planeten einzeln untersuchen, so Seager. Je mehr Planeten man einzeln auf die Möglichkeit von Leben prüfe, je höher sei die Wahrscheinlichkeit, welches zu finden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel auf Raumfahrer.net:</strong></p>



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			</item>
		<item>
		<title>ISS-Modul Harmony umgesetzt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-modul-harmony-umgesetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2007 10:30:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das mit der letzten Shuttle-Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) transportierte Verbindungsmodul Harmony ist mit Hilfe des stationseigenen Roboterarms gestern von einer vorübergehenden Parkposition zu seinem endgültigen Bestimmungsort &#8211; dem äußeren Ende des Labormoduls Destiny &#8211; transportiert worden. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Das in Italien gebaute Verbindungsmodul Harmony (oder auch etwas prosaischer als [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das mit der letzten Shuttle-Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) transportierte Verbindungsmodul <i>Harmony</i> ist mit Hilfe des stationseigenen Roboterarms gestern von einer vorübergehenden Parkposition zu seinem endgültigen Bestimmungsort &#8211; dem äußeren Ende des Labormoduls <i>Destiny</i> &#8211; transportiert worden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a>. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112007113008_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
<i>Harmony</i>
 und 
<i>PMA-2</i>
 hängen am Roboterarm der ISS.
<br>
(Foto: NASA TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das in Italien gebaute Verbindungsmodul <i>Harmony</i> (oder auch etwas prosaischer als <i>Node 2</i> bezeichnet) war von der Raumfähre <i>Discovery</i> im Rahmen der am 23. Oktober gestarteten <a href="https://www.raumfahrer.net/sts-120-statusreport/" data-wpel-link="internal">Mission STS-120</a> zur ISS gebracht worden. Dort wurde das Modul, an das in den kommenden Monaten das europäische Labormodul <i>Columbus</i> und das japanische Labormodul <i>Kibo</i> angedockt werden sollen, zunächst am Verbindungsmodul <i>Unity</i> (= <i>Node 1</i>) befestigt. Der eigentlich für <i>Harmony</i> vorgesehene Standort am äußeren Ende des amerikanischen Moduls <i>Destiny</i> war zu diesem Zeitpunkt noch vom Kopplungsadapter <i>PMA-2</i> und der Raumfähre selbst belegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die <i>Discovery</i> am 5. November von der ISS abgekoppelt und damit den Kopplungsadapter <i>PMA-2</i> frei gemacht hatte, konnte die Umsetzung von <i>Harmony</i> in Angriff genommen werden. In einem ersten Schritt wurde am Montag dieser Woche <i>PMA-2</i> vom Labormodul <i>Destiny</i> getrennt und mit dem <i>Canadarm</i> genannten Roboterarm der Raumstation an einer Seite des neuen Verbindungsmoduls <i>Harmony</i> befestigt (<a href="https://www.raumfahrer.net/iss-vorbereitungen-fuer-columbus-ankunft-laufen/" data-wpel-link="internal"><i>Raumfahrer.net</i> berichtete</a>). <br>Gestern um 09.58 Uhr (MEZ) wurden die ersten von insgesamt 16 motorgetriebenen Haltebolzen gelöst, die <i>Harmony</i> bis dahin am zweiten Verbindungsmodul der Raumstation, <i>Unity</i>, fixiert hatten. Wie schon bei der Umsetzung des Kopplungsadapters <i>PMA-2</i> bediente erneut ISS-Flugingenieur Dan Tani den <i>Canadarm</i> und bewegte <i>Harmony</i> mitsamt des seit Montag daran befestigten <i>PMA-2</i> langsam und vorsichtig zum äußeren Ende des Labormoduls <i>Destiny</i>. <br>Nicht ganz zwei Stunden später, um 11.45 Uhr, besiegelte die Arretierung der letzten Haltebolzen schließlich die neue, dauerhafte Verbindung zwischen <i>Destiny</i>, <i>Harmony</i> und <i>PMA-2</i>. In der kommenden Woche sind noch zwei Außeneinsätze der ISS-Besatzung geplant, um mit der Verbindung mehrerer Versorgungsleitungen zwischen <i>Destiny</i> und <i>Harmony</i> die Inbetriebnahme des neuen Verbindungsmoduls endgültig abzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das neueste ISS-Modul erhöht die Masse der Internationalen Raumstation um mehr als 14 Tonnen. An dem 7,2 Meter langen und 4,4 Meter durchmessenden Modul wird bereits in wenigen Wochen das europäische Forschungslabor <i>Columbus</i> dauerhaft befestigt werden. Der am äußeren Ende von <i>Harmony</i> befestigte Kopplungsadapter <i>PMA-2</i> wird wie bisher auch als Andockstutzen für amerikanische Raumfähren dienen. Zusammen mit dem Labormodul <i>Columbus</i> werden am 6. Dezember im Rahmen der Shuttle-Mission STS-122 auch die europäischen ESA-Astronauten Hans Schlegel und Léopold Eyharts an Bord der Raumfähre <i>Atlantis</i> sein, um das europäische Raumlabor nach dem Andocken an der ISS in Betrieb zu nehmen. Vorrangig zu diesem Zweck wird Léopold Eyharts auch noch nach dem Abkoppeln der <i>Atlantis</i> für zwei weitere Monate auf der Internationalen Raumstation bleiben, bevor im Februar 2008 die erste Komponente des japanischen Laborkomplexes <i>Kibo</i> zur ISS transportiert werden soll. 
</p>
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			</item>
		<item>
		<title>ISS: Vorbereitungen für Columbus-Ankunft laufen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-vorbereitungen-fuer-columbus-ankunft-laufen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 09:53:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Laufe des gestrigen Montags wurde der bisher am Ende des ISS-Labormoduls Destiny angebrachte Kopplungsadapter PMA-2 mit Hilfe des Roboterarms der Raumstation zum neuen Modul Harmony umgesetzt. Mit der für morgen geplanten Umsetzung von Harmony und PMA-2 an das Ende des Labormoduls Destiny werden dann die Vorbereitungen zur Ankunft des europäischen Labormoduls Columbus im Dezember [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-vorbereitungen-fuer-columbus-ankunft-laufen/" data-wpel-link="internal">ISS: Vorbereitungen für Columbus-Ankunft laufen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Laufe des gestrigen Montags wurde der bisher am Ende des ISS-Labormoduls <i>Destiny</i> angebrachte Kopplungsadapter <i>PMA-2</i> mit Hilfe des Roboterarms der Raumstation zum neuen Modul <i>Harmony</i> umgesetzt. Mit der für morgen geplanten Umsetzung von <i>Harmony</i> und <i>PMA-2</i> an das Ende des Labormoduls <i>Destiny</i> werden dann die Vorbereitungen zur Ankunft des europäischen Labormoduls <i>Columbus</i> im Dezember einen entscheidenden Schritt weiter sein.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a>. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13112007105317_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
Der Kopplungsadapter 
<i>PMA-2</i>
 hängt am Roboterarm der ISS.
<br>
(Foto: NASA TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der erst in der vergangenen Woche zu Ende gegangenen Space-Shuttle-Mission STS-120 ist das Verbindungsmodul <i>Harmony</i> zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht und vorläufig am Verbindungsmodul <i>Unity</i> angedockt worden. Um mit dem Roboterarm der ISS zum endgültigen Bestimmungsort am äußeren Ende des Labormoduls <i>Destiny</i> transportiert werden zu können, musste jedoch zuvor der dort bisher angebrachte Kopplungsadapter <i>PMA-2</i> entfernt werden. Diese Operation begann gestern um 10.35 Uhr (MEZ), als ISS-Flugingenieur Dan Tani &#8211; unterstützt von ISS-Kommandantin Peggy Whitson &#8211; vorsichtig den <i>Canadarm2</i> genannten ISS-Roboterarm zum Kopplungsadapter bewegte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der <i>Canadarm</i> den Kopplungsadapter mit einer Masse von 1,5 Tonnen ergriffen hatte, wurde der Befehl zur automatischen Lösung von insgesamt 16 Haltebolzen, mit denen <i>PMA-2</i> bisher an <i>Destiny</i> befestigt war, gegeben. Um 11.12 Uhr schließlich war die Verbindung zwischen den beiden ISS-Komponenten getrennt, und Dan Tani konnte den Kopplungsadapter vorsichtig mit Hilfe des Roboterarms an seine neue Position am äußeren Ende des Verbindungsmoduls <i>Harmony</i> bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Knapp zwei Stunden nach Beginn der Operation war mit der Arretierung der letzten vier motorgetriebenen Haltebolzen <i>PMA-2</i> um 12.29 Uhr sicher an seinem neuen Bestimmungsort befestigt. In einer weiteren Umsetzaktion wird <i>Harmony</i> morgen mitsamt dem Kopplungsadapter <i>PMA-2</i> zum äußeren Ende des Labormoduls <i>Destiny</i> umgesetzt werden, wobei erneut der Roboterarm der ISS zum Einsatz kommt. Im Rahmen zweier für den 20. und 24. November geplanten Außeneinsätze sollen Peggy Whitson und Dan Tani schließlich verschiedene Versorgungsleitungen von <i>Destiny</i> und <i>Harmony</i> miteinander verbinden, womit dann die volle Einsatzfähigkeit des neuen Verbindungsmoduls <i>Harmony</i> hergestellt wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gestern umgesetzte Kopplungsadapter <i>PMA-2</i> wird zukünftig &#8211; wie bisher auch schon &#8211; als Andockstutzen für amerikanische Raumfähren und später einmal für die derzeit in Entwicklung befindlichen neuen <i>Orion</i>-Raumkapseln der NASA dienen. Vor allem aber wird die Umsetzung des Verbindungsmoduls <i>Harmony</i> endlich den Weg zur Erweiterung der ISS mit neuen europäischen und japanischen Labormodulen frei machen. Das europäische Labormodul <i>Columbus</i> soll bereits mit der nächsten Shuttle-Mission STS-122 zur ISS transportiert werden. Deren Start ist derzeit für den 6. Dezember vorgesehen. Das japanische Weltraumlabor <i>Kibo</i> soll dann Anfang 2008 im Rahmen der nächsten Shuttle-Missionen folgen. 
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-vorbereitungen-fuer-columbus-ankunft-laufen/" data-wpel-link="internal">ISS: Vorbereitungen für Columbus-Ankunft laufen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>STS 120- Statusreport</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-120-statusreport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 20:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Start der Discovery wird der Ausbau der Internationalen Raumstation (ISS) fortgeführt und diese um das Verbindungsmodul&#160;Harmony&#160;erweitert. Ein Beitrag von Thomas Pallman und Karl Urban Statusreport Nr. 1 (Starttag) Das Space Shuttle Discovery startete wie geplant um 17:38 Uhr&#160;MESZ&#160;vom Startplatz 39A des Kennedy Space Centers. Während der externe Tank mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sts-120-statusreport/" data-wpel-link="internal">STS 120- Statusreport</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Mit dem Start der Discovery wird der Ausbau der Internationalen Raumstation (ISS) fortgeführt und diese um das Verbindungsmodul&nbsp;</strong><em>Harmony</em><strong>&nbsp;erweitert.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Thomas Pallman</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehrenmitglieder/" data-wpel-link="internal">Karl Urban</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 1 (Starttag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery startete wie geplant um 17:38 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;vom Startplatz 39A des Kennedy Space Centers. Während der externe Tank mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff befüllt wurde, sah es noch so aus als würde das Wetter den heutigen Start verhindern. Allerdings zeigte sich im Laufe der Zeit ein immer positiverer Trend und schließlich konnte das Wetterteam grünes Licht für den Start geben. Während der routinemäßigen Inspektionen des externen Tanks entdeckte das Inspektionsteam, dass sich eine etwa 10 Zentimeter dicke Eisschicht an einer Leitung des flüssigen Sauerstoffs gebildet hatte. Nach eingehender Analyse kam man zu dem Ergebnis, das sich das Eis an einer Stelle befindet, wo es schon während der ersten Sekunden durch die Vibrationen des Starts abfallen würde. Dem Start stand daher nichts mehr im Wege und so begab sich das Shuttle auf seinen 8:30 Minuten dazernden Weg in die Umlaufbahn. Nach der ersten groben Sichtung des Filmmaterials zeigte sich das übliche Verhalten des externen Tanks, gegen Ende des Aufstiegs in den Orbit kleinere Stücke Isolierschaum zu verlieren. Alle diese Stücke lösten sich allerdings lange nach der kritischen Flugphase und stellten keinerlei Gefahr für den Orbiter dar. Die detaillierte Analyse der Filmaufnahmen ist derzeit noch in Arbeit.<br>Für die Crew begann direkt nach Abschaltung der Triebwerke die Arbeit. Sie machte Foto- und Filmaufnahmen vom externen Tank, öffneten die Türen der Ladebucht und bereiteten das Shuttle für die anspruchsvolle 14-tägige Mission vor, die mit dem Festmachen des Harmony-Moduls und dem Verlegen des P6-Trägersegmentes ihre Höhepunkte haben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 310 Kilometern. Discovery soll am Donnerstag um 14:35 Uhr MESZ an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 2 (2. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Lord of the Dance&#8220; von John Langstaff geweckt. Das Lied wurde Shuttlekommandantin Pam Melroy gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mithilfe des Orbiter Boom Sensor Systems vollführte die Crew die für den zweiten Flugtag übliche Inspektion des Hitzeschildes an den Flügelkanten und der Nasenkappe durch. Die Arbeiten beanspruchten den Großteil des Tages. Die Inspektion der Flügelkanten benötigte diesesmal etwas mehr Zeit als üblich, da die Ingenieure am Boden einen langsameren und damit detailreicheren Scan der Flügelkanten haben wollten. Vor der Mission wurden bei den verstärkten Carbonpaneelen Probleme mit der Beschichtung festgestellt und durch das langsamere Abtasten der Flügelkanten und der Nase erhoffen dich die Spezialisten am Boden zusätzliche Daten, um den Grund für diese Verschlechterung herauszufinden.<br>Die Besatzung bereitete außerdem den Orbiter auf das heutige Andockmanöver vor. Sie aktivierten verschiedene Werkzeuge, die für das Rendezvous benötigt werden, und fuhren das Orbiter Docking System aus.<br>Es wurden außerdem alle benötigen Werkzeuge für den ersten Außenbordeinsatz am Freitag vorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team besprach die ersten detaillierten Analysen der Filmaufnahmen, die während des Starts gewonnen wurden. Das Team zeigte sich sehr zufrieden mit dem externen Tank. Es löste sich keinerlei Isolierschaum während der kritischen Flugphase vom Tank. Insgesamt verlor der Tank sechs Stücke Isolierschaum, die aber allesamt gegen Ende des Aufstieges abfielen und so keinerlei Gefahr für den Orbiter darstellten.<br>Die erste grobe Analyse der Daten, die während der Inspektion mit dem&nbsp;<em>OBSS</em>&nbsp;gewonnen wurden, zeigte auch keinerlei Auffälligkeiten. Allerdings konnten nicht alle Aufnahmen zur Bodenkontrolle gefunkt werden, da die Besatzung an Bord derzeit mit einigen kleineren Computerproblemen zu kämpfen hat. Sollten die Probleme auch nach dem Andocken noch bestehen, würde die Besatzung die Ressourcen der Raumstation nutzen, um die fehlenden Daten an die Bodenkontrolle zu übermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 325 Kilometern. Discovery soll heute um 14:35 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;an die Raumstation andocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 3 (3. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Dancing in the Moonlight&#8220; von King Harvest. Das Lied wurde Dan Tani gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 14:40 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;dockte das Space Shuttle Discovery unter der Kontrolle von Kommandantin Pam Melroy an die Internationale Raumstation an und läutete so zehn Tage gemeinsamer Arbeiten mit der Besatzung der Expedition 16 ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor der Orbiter an der Station festmachen konnte, stand eine Reihe von Kurskorrekturen auf dem Plan, die das Space Shuttle ca. 182 Meter direkt unterhalb der Raumstation brachten. Dort vollführte Melroy eine 360-Grad-Drehung um die Querachse, dass sogenannte Rendezvous Pitch-Manöver. Dies ermöglichte Clayton Anderson und Juri Malentschenko an Bord der ISS, Fotos von den Hitzschutzkacheln auf der Unterseite des Orbiters zu machen. Die Fotos wurden anschließend an die Bodenstation gesendet, damit Spezialisten die Kacheln auf Schäden überprüfen können. Nach Beendigung des&nbsp;<em>RPM</em>&nbsp;steuerte Melroy das Shuttle in einem Viertelkreis direkt vor die Station und näherte sich langsam dem Andockmechanismus&nbsp;<em>PMA</em>&nbsp;2. Nachdem der Kontakt zwischen beiden Raumfahrzeugen hergestellt war, untersuchten beide Besatzungen den Andockmechanismus auf eventuelle Lecks und öffneten nach Abschluss dieser Arbeiten die Luken zwischen beiden Fahrzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem sich beide Crews begrüßt hatten und von ISS-Kommandantin Peggy Witson das obligatorische Sicherheitsbriefing erhielten, installierte Dan Tani seinen Sojus-Sitz im russischen Fahrzeug und wurde damit offiziell Mitglied der Expedition 16. Clayton Anderson wurde zur gleichen Zeit ein Mitglied der Space Shuttle Crew.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Scott Parazynski und Doug Wheelock begaben sich zur Vorbereitung gegen Ende ihres Arbeitstages in das Quest Airlock, wo sie die Nacht bei geringerem Druck verbringen werden, um so der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen. Die Crew aktivierte außerdem das Station Shuttle Power Transfer System, welches fehlerfrei läuft und dem Shuttle einige wichtige Extra-Tage in der Umlaufbahn ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team zeigte sich sehr zufrieden mit dem derzeitigen Zustand des Orbiters. Nach dem bisherigen Stand haben die Experten am Boden keinerlei auffälligen Stellen am Space Shuttle gefunden. John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Team, war sehr erleichtert, dass der Orbiter in einem solch guten Zustand ist, da es der Crew ermöglicht, sich voll und ganz auf ihre schwere Mission zu konzentrieren. Die Analyse des restlichen Bildmaterials wird derweil unvermindert fortgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 342 Kilometern, angedockt an der Internationalen Raumstation. Die Discovery soll die Raumstation am Sonntag, dem 4. November um 07:34 Uhr MESZ, wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 4 (4. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung wurde gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Rocket Man&#8220; gespielt von Elton John geweckt. Das Lied wurde Doug Wheelock gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wheelock und Scott Parazynski absolvierten gestern erfolgreich den ersten Außenbordeinsatz der Mission. Für Wheelock war es der erste Einsatz, während Parazynski seinen fünften Ausstieg absolvierte. Die Arbeiten, die insgesamt 6 Stunden und 14 Minuten dauerten, führten die beiden Astronauten zuerst zu einer defekten S-Band-Antennenkonstruktion, welche sie demontierten und in der Ladebucht des Space Shuttle verstauten. Anschließend begaben sich die beiden zum P6-Trägersegment, wo sie Verbindungen zwischen dem P6- und Z1-Segment unterbrachen, damit P6 am Sonntag an seine endgültige Position, am Ende des Backbord Trägers, verlegt werden kann. Wheelock und Parazynski begaben sich dann zum Harmony-Modul und entfernten dort Startsperren und elektrische Verbindungen, die das Modul während des Starts sicher in der Ladebucht gehalten bzw. mit Energie versorgt haben. Zusätzlich installierten sie eine Halterung für den Roboterarm. Dies ermöglichte Stephanie Wilson, Clayton Anderson und Daniel Tani mithilfe des Arms der Raumstation, Harmony aus der Ladebucht zu heben und es an seine vorläufige Position an Node 1 festzumachen. Harmony soll, nachdem das Space Shuttle die Station wieder verlassen hat, an seine endgültige Position am US-Labor Destiny verlegt werden. Mit Harmony erhält die Internationale Raumstation mehr als 75 Kubikmeter an zusätzlichem Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team gab heute offiziell bekannt, dass keinerlei detaillierte Inspektion des Hitzeschilds benötigt werde. Damit kann sich die Crew voll und ganz auf ihre Arbeiten in und um die Raumstation konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle befindet sich derzeit, angedockt an der Internationalen Raumstation, in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Discovery soll am Sonntag, dem 4. November, die Station wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 5 (5. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Bellissime Stelle&#8220; von Andrea Bocelli geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Paolo Nespoli gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Harmony wurde gestern offiziell um 14:24 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;von beiden Besatzungen eingeweiht, als ISS-Kommandantin Peggy Whitson und Paolo Nespoli die Luke zum Modul aufmachten und den neuen Lebensraum inspizierten. Bevor die restlichen Astronauten folgen konnten, wurden diverse Luftproben genommen um deren Qualität zu untersuchen. Anschließend begannen die ersten Innenarbeiten. Es müssen ca. 700 Startsicherungen entfernt werden, die das Innere vor den Vibrationen des Starts geschützt haben, sowie die kompletten Belüftungsanlagen, damit das Harmony Modul dauerhaft bewohnbar wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Whitson nutzte die Gelegenheit, um anzumerken, wie passend der Name Harmony für das Node-2-Modul ist. Sie sagte: “Wir glauben, Harmony ist ein guter Name, weil es den Höhepunkt der Arbeit mit den internationalen Partnern repräsentiert und die Module unserer Partner nun angebracht werden können&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem alle wichtigen Arbeiten in Harmony abgeschlossen waren, beantworteten einige Mitglieder des Shuttles und der Station Fragen von verschiedenen Fernsehstationen. Bei einer Frage wurden ISS-Kommandantin Peggy Whitson und Shuttle-Kommandantin Pam Melroy gefragt, was sie zu der historischen Begebenheit sagen, dass zwei Kommandantinnen zur gleichen Zeit im All sind. Melroy antwortete auf diese Frage mit der Hoffnung, &#8222;dass wir irgendwann eine Frau sehen werden, die eine Mission zum Mars leiten wird&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Scott Parazynski und Daniel Tani verbrachten zusätzlich die meiste Zeit des Tages damit, sich auf den zweiten Außenbordeinsatz vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Manager Team der Internationalen Raumstation hat darum gebeten, den morgigen Außenbordeinsatz abzuändern, damit Daniel Tani sich den Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) an der Steuerbordseite des Trägers anschauen kann. Während der letzten Zeit hat die Bodenkontrolle ungewöhnliche Messdaten vom&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;bekommen. Um die Ursache für diese Veränderung festzustellen, wird Daniel Tani eine visuelle Inspektion des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;durchführen, um sicherzustellen, dass sich nicht irgendwelche Komponenten im Rotationsmechanismus verfangen haben und so den Betrieb stören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Space Shuttle soll am Sonntag den 4. November die Internationale Raumstation wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 6 (6. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery um 07:09&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;What a Wonderful World&#8220; gespielt von Louis Armstrong. Das Lied wurde Missionsspezialist Scott Parazynski gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parazynski und Daniel Tani absolvierten erfolgreich den zweiten Außenbordeinsatz der Mission. Die Arbeiten dauerten 6 Stunden und 33 Minuten. Die beiden Astronauten wurden dabei von Paolo Nespoli unterstützt, der die Koordination des Ausstieges aus dem Inneren der Station übernahm.<br>Die erste Aufgabe führte Parazynski und Tani zum P6-Trägersegment. Dort schraubten sie Leitungen ab und lösten Schrauben. Dies ermöglichte dem Roboterarm der Raumstation, der von Stephanie Wilson und Doug Wheelock bedient wurde, P6 zu greifen und von der Station zu lösen. Das Segment wurde anschließend in eine Parkposition gefahren, wo es die Nacht über verbleibt.<br>Tani begab sich nach Abschluss der Arbeiten an P6 zum Ende des Steuerbordträgers, um dort einen Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) zu inspizieren. Das&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;wird dazu benutzt um die Solargeneratoren so zu drehen, dass sie immer optimal zur Sonne stehen. In den letzten zwei Monaten erhielten die Ingenieure ungewöhnliche Daten vom Motor, die auf eine erhöhte Reibung deuten könnten. Tani führte als erstes eine äußere Inspektion des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;durch, konnte aber nichts ungewöhnliches erkennen. Nach Aufforderung der Bodenkontrolle öffnete Tani dann eine Abdeckung und überprüfte das Innere des&nbsp;<em>SARJ</em>. Dort viel ihm eine Art metallischer Abrieb auf. Er nahm eine Probe mithilfe von Isolierband und machte Videoaufnahmen. Spezialisten am Boden sind derzeit dabei, mögliche weitere Schritte zu planen, um die genaue Ursache für den Abrieb zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Astronauten rüsteten außerdem das Harmony-Modul weiter aus. Sie installierten einen zusätzlichen Greifpunkt für den Roboterarm der Raumstation. Außerdem konfigurierten sie die Anschlüsse des S1-Radiators neu, damit der Radiator vom Boden aus ausgefahren werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team konnte heute vermelden, dass der Hitzeschild des Space Shuttle keinerlei Auffälligkeiten hat und einer Landung nach derzeitigem Stand nichts im Weg steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern, angedockt an der Internationalen Raumstation. Discovery soll nach derzeitigem Stand am Sonntag, dem 4. November, die Station wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 7 (7. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 05:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;One by One&#8220; von Wynton Marsalis geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Stephanie Wilson gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Großteil der Besatzung hatte gestern Gelegenheit, sich ein wenig von den Anstrengungen der letzten Tage zu erholen. Der einzige große Punkt auf dem Zeitplan der Crew war die präzise Choreografie zwischen den beiden Roboterarmen, um das P6-Trägersegment an das Ende des Backbordträgers zu bringen. Dazu übergab der Roboterarm der Raumstation das P6-Segment zunächst an den Roboterarm des Space Shuttles. Anschließend wurde der Stationsarm mithilfe der Mobilen Transporter Plattform an das Ende des Backbordträgers, der sogenannten Work Site 8, gefahren. Von dort aus übernahm der Stationsarm wieder das P6-Segment und brachte es in eine Warteposition, wo es die Nacht über verbleiben wird. Der Stationsarm wurde während der Operationen von Clayton Anderson und Daniel Tani gesteuert und der Shuttlearm von Stephanie Wilson und Shuttle-Pilot George Zamka.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich gingen die Arbeiten im Inneren des Harmony-Moduls unvermindert weiter. Es wurde wichtige Lebenserhaltungssysteme installiert und die Avioniksysteme aktiviert.<br>Die Astronauten nahmen sich außerdem Zeit, um Interviews mit verschiedenen Fernsehsendern zu führen.<br>Gegen Ende des Tages begaben sich Scott Parazynski und Doug Wheelock abermals in das Quest Airlock, um sich dort auf den bevorstehenden dritten Außenbordeinsatz vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der anhaltenden Probleme mit dem Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) auf der Steuerbordseite des Trägers der Raumstation und den Entdeckungen von Daniel Tani während des zweiten Außenbordeinsatzes, entschied sich heute das Mission Management Team Außenbordeinsatz Nummer 4 komplett neu zu strukturieren. Anstatt des geplanten vierstündigen Einsatzes, bei dem eine Reparatur einer beschädigten Hitzeschutzkachel demonstriert werden sollte, werden die Astronauten nun eine sehr detaillierte Inspektion des Steuerbord-<em>SARJ</em>&nbsp;durchführen. Der derzeitige Plan sieht vor, sämtliche 21 Isolierabdeckungen abzulösen und nach weiterem metallischen Abrieb zu suchen sowie detaillierte Fotos zu schießen. Es sollen auch Proben von allen gefundenen Teilen gemacht werden, um so ein besseres Bild für die Ursachen des Problems zu bekommen. Bedingt durch den Fakt, dass EVA Nummer 4 nun nicht mehr 4 Stunden dauern soll, sondern volle 6 1/2 Stunden, wurde eine Erweiterung der Mission um einen Tag beschlossen, um so der Besatzung genug Erholung zwischen EVA 4 und 5 zu ermöglichen.<br>Um einen besseren Eindruck zu gewinnen, wie ein normal arbeitender&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;im Inneren aussieht, wurde dem heutigen dritten Außenbordeinsatz eine weitere Aufgabe hinzugefügt. Parazynski und Wheelock werden sich zu dem einwandfrei funktionierenden&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;an der Backbordseite begeben und eine grobe Inspektion durchführen, um so Vergleichswerte zu dem fehlerhaften Steuerbord-<em>SARJ</em>&nbsp;zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit, angedockt an der Internationalen Raumstation, in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Das Space Shuttle soll nach derzeitigem Stand am 5. November die Station wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 8 (8. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 05:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Malaguena Salerosa&#8220; von Chigon geweckt. Das Lied wurde Shuttle-Pilot George Zamka gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer sehr erfolgreicher Außenbordeinsatz liegt hinter der Besatzung. Scott Parazynski und Doug Wheelock verließen für den dritten Außeneinsatz der Mission die Raumstation für 7 Stunden und 8 Minuten.<br>Um zum ersten Arbeitsplatz zu gelangen, mussten sich die beiden Astronauten den gesamten Backbordträger entlang bewegen, um sich dann am P5-Segment zu positionieren und von dort Stephanie Wilson und Daniel Tani, die den Roboterarm der Raumstation kontrollierten, visuelle Hilfestellung zu geben, damit diese das P6-Segment punktgenau an das P5-Segment anbringen konnten.<br>Nachdem beide Segmente Kontakt hatten, zogen die beiden Astronauten vier Schrauben fest und schlossen eine Kralle, um so die beiden Segmente dauerhaft zu verbinden.<br>Anschließend verkabelten sie den P6-Träger mit dem Rest der Raumstation und ermöglichten so der Bodenkontrolle das Ausfahren der Solargeneratoren und des Radiators vorzubereiten.<br>Nach Abschluss der Arbeiten am P6-Segment, begab sich Parazynski zum Backbord Solar Alpha Rotary Joint (SARJ), um dort Abdeckung Nummer 12 zu lösen und das Innere des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;zu inspizieren. Während des letzten Ausstiegs löste Daniel Tani die Abdeckung Nummer 12 am Steuerbord-<em>SARJ</em>&nbsp;und konnte dort metallischen Abrieb entdecken, der auf eine Beschädigung des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;hindeuteten. Die Inspektion des einwandfrei funktionierendem Backbord-<em>SARJ</em>&nbsp;sollte den Spezialisten eine Vergleichsmöglichkeit geben. Als Parazynski die Abdeckung löste, konnte er keinerlei Auffälligkeiten erkennen und beschrieb seinen Eindruck als &#8222;glänzend und sauber&#8220;.<br>Zur gleichen Zeit begab sich Wheelock in die Ladebucht des Space Shuttles, um von dort eine sogenannte Umschalteinheit für das Stomnetz der Station (Main Bus Switching Unit) zu holen. Diese Einheit installierte er dann auf einer externen Plattform, wo sie bis zu einem zukünftigen Einsatz gelagert wird.<br>Dank der schnellen Arbeit konnten die beiden Astronauten noch ein paar zusätzliche Aufgaben erledigen, indem sie Halterungen installierten, die die Arbeit bei zukünftigen Außeneinsätzen erleichtern.<br>Nach Abschluss aller Arbeiten begann die Besatzung im Inneren der Station mithilfe der Bodenkontrolle damit, die Solargeneratoren am P6-Segment wieder auszufahren. Beim Ausfahren des 2B-Generators stießen sie auf keinerlei Probleme. Anschließend widmeten sie sich dem 4B-Generator. Doch nachdem die Paneele zu 80% ausgefahren waren, verhakten sich scheinbar einige Paneele mit der Stromführung. Um größere Schäden am Generator zu verhindern, stellte die Besatzung sofort das Ausfahren der Paneele ein und dokumentierten das Problem mit Fotos und Videoaufnahmen. Die Arbeiten am Solargenerator wurden für den Rest des Tages eingestellt, damit Experten am Boden das weitere Vorgehen beraten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team berät derzeit das weitere Vorgehen in der Mission aufgrund der neu aufgetretenen Probleme mit dem 4B-Solargenerator. Ursprünglich war EVA Nummer 4 für Arbeiten an den Solargeneratoren vorgesehen, falls diese Probleme zeigen sollten. EVA 4 wurde allerdings umgestaltet, um auf Probleme mit dem Steuerbord Solar Alpha Rotary Joint zu reagieren. Die Beratungen drehen sich derzeit darum, ob man EVA Nummer 4 erneut umgestalten soll, um Zeit für Arbeiten am 4B-Array einzuplanen. Auch eine weitere Verlängerung der Mission wollte man zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen. Allerdings stellte der Leitende Space Station Programm Manager Mike Suffredini klar, dass sich die Station derzeit in einer guten Konfiguration befindet und kein sofortiges Handeln von Nöten ist. Man habe genug Zeit, um das Problem zu analysieren und Lösungen zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Space Shuttle soll nach derzeitigem Stand am 5. November die Station wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 9 (9. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte gestern die Besatzung um 05:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Nel Blu Dipinto di Blu&#8220; gespielt von Domenico Modugno. Das Lied wurde Missionsspezialist Paolo Nespoli gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein turbulenter Tag liegt hinter den Astronauten. Der Tag sah ursprünglich vor, dass sich die Astronauten auf den vierten Außenbordeinsatz vorbereiten sollten. Doch die Mission Manager änderten den Zeitplan erneut und verlegten den vierten Einsatz auf Freitag. Die Entscheidung erfolgte aufgrund der Probleme mit dem 4B-Solargenerator. Anstatt, wie bisher geplant, den vierten Ausstieg der Mission für die detaillierte Inspektion des Steuerbord Solar Alpha Rotary Joint zu nutzen, wollen die Mission Manager nun den Ausstieg komplett für die Reparatur des 4B-Solargenerators verwenden. Die Entscheidung erfolgte aufgrund von Befürchtungen von Experten, dass die Beschädigung des Solargenerators sich in bestimmten Situationen verschlimmern und letztlich zur Unbrauchbarkeit des Generators führen könnte. Der Außeneinsatz wurde um einen Tag auf Freitag verschoben, damit das EVA-Planungsteam genug Zeit bekommt, einen detaillierten Reparaturplan zu entwerfen. Derzeit denken die Experten darüber nach, das Orbiter Boom Sensor System in Kombination mit dem Roboterarm der Raumstation zu nutzen, um Scott Parazynski zur beschädigten Stelle zu bringen und dort Reparaturen ausführen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten die Reparaturen erfolgreich ausgeführt werden, dann würde das Space Shuttle, wie ursprünglich vor der Mission geplant, am 4. November die&nbsp;<em>ISS</em>&nbsp;wieder verlassen. Falls die Reparaturen während des vierten Ausstieges nicht erfolgreich absolviert werden, dann würden die Teams am Boden versuchen einen weiteren Tag zur Mission hinzuzufügen, um in einem fünften Ausstieg den Solargenerator zu reparieren. In jedem Fall werden die Aufgaben des ürsprünglich geplanten fünften Ausstiegs, der von der ISS Besatzung durchgeführt wird, auf die Zeit nach dem Abkoppeln des Space Shuttles verlegt. Die Inspektion des Solar Alpha Rotary Joint wird auf unbestimmte Zeit verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Tages erhielt die Crew einen Anruf des italienischen Präsidenten Napolitano, der sich mit Shuttle-Kommandantin Pam Melroy und Missionsspezialist Paolo Nespoli über das Harmony-Modul unterhielt, das in Italien gebaut wurde.<br>Die&nbsp;<em>ISS</em>-Besatzung und die Shuttle-Besatzung hielten außerdem noch eine gemeinsame Pressekonferenz ab und beantworteten Fragen von diversen Reporten in den USA und in Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe ca. 345 Kilometern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 10 (10. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 05:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;The Lion Sleeps Tonight&#8220; von Robert John geweckt. Das Lied wurde für die gesamte Crew im Namen des Training Teams gespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten an Bord des Station-Shuttle-Komplexes bereiteten gestern alle benötigten Werkzeuge für die Reparatur des 4B-Solargenerators vor. Allerdings verlegten die Mission Manager den Außenbordeinsatz von Freitag auf Samstag, um dem Planungsteam am Boden mehr Zeit zu geben, einen detaillierten Plan für die Reparatur zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die derzeitige Theorie über die Beschädigung an den Paneelen ist, dass sich einer der drei Führungsdrähte in einer Öse verfangen hat und so den Riss im Paneel initiierte. Während des Ausstieges wird Sott Parazynski versuchen, den Draht wieder zu lösen und den Riss mit Metallstreifen zu reparieren, die die Crew während des gestrigen Tages aus dem Blech eines Racks gebaut hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doug Wheelock wird sich während des Ausstieges direkt an der Basis des P6-Segmentes befinden und von dort aus die Abstände zu den Solarpaneelen beobachten, um zu verhindern das Parazynski zu nahe an den Solargenerator kommt und Gefahr läuft, Metallteile an den Paneelen zu berühren und eventuell einen elektrischen Schlag zu bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Vorbereitungen für den Außeneinsatz erhielten die Astronauten kurz Gelegenheit, mit dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten George H. W. Bush und seiner Frau Barbara zu reden. Bush erhielt eine Führung durch das Johnson Space Centers und dessen Flugkontrollräume für das Shuttle und die Internationalen Raumstation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung schloss auch die Arbeiten im Harmony-Modul erfolgreich ab. Harmony wird an seinem jetzigem Platz verbleiben, bis das Space Shuttle die Raumstation verlassen hat. Erst dann wird das Modul zusammen mit dem PMA-2-Andockmechanismus an seine endgültige Position am US-Labor Destiny verlegt und ermöglicht so, das europäische und das japanische Labor an die Station anzubringen. Harmony wird in Zukunft auch als Anlegestelle für das Space Shuttle dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Das Space Shuttle soll nach derzeitigen Planungen am Montag den 5. November die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 11 (11. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew an Bord des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 06:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;World&#8220; von Five for Fighting geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Doug Wheelock gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung konzentrierte sich auf die Prozeduren des vierten Außenbordeinsatzes und bereitete den Roboterarm der Raumstation auf seinen Einsatz vor. Die Bodenkontrolle in Houston sandte Kommandos zur Raumstation, um den Stationsarm zur sogenannten Work Site 3 am Zentrum der Station zu fahren. Dadurch konnte Daniel Tani das Orbiter Boom Sensor System (OBSS) aus der Ladebucht des Space Shuttles heben, um es anschließend an den Roboterarm des Space Shuttles zu übergeben, wo das&nbsp;<em>OBSS</em>&nbsp;die Nacht über verblieb. Die Bodenkontrolle ließ dann den Stationsarm wieder zurück zur sogenannten Work Site 8 am Ende des Backbordträgers fahren.<br>Im Inneren der Station bereiteten sich Scott Parazynski und Doug Wheelock auf ihren Einsatz vor, indem sie zusammen mit dem Rest der Besatzung und den Experten am Boden sämtliche Einzelheiten des Ausstieges durchgingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ISS-Kommandantin Peggy Whitson und Missionsspezialist Clayton Anderson kümmerten sich zusätzlich noch um Computerhardware, die gebraucht wird, nachdem das&nbsp;<em>Harmony</em>-Modul an seine permanente Position am US-Labor&nbsp;<em>Destiny</em>&nbsp;verlegt worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Tages begaben sich Parazynski und Wheelock in das&nbsp;<em>Quest</em>-Airlock Modul, um dort bei geringerem Luftdruck zu schlafen. Diese Prozedur wird angewandt, um Stickstoff aus dem Blutkreislauf zu lösen, da die Astronauten sonst Gefahr laufen würden, während des Ausstieges von der gefährlichen Taucherkrankheit betroffen zu sein.<br>Bis auf den bevorstehenden Reparatureinsatz hat die Besatzung zum jetzigen Zeitpunkt sämtliche Ziele der Mission erfüllt. Sie installierten das&nbsp;<em>Harmony</em>-Modul an seiner vorläufigen Position am&nbsp;<em>Unity</em>-Modul und verlegten das P6-Trägersegment vom Zentrum der Raumstation an den äußeren Rand des Backbordträgers. Damit würde nach dem heutigen Außenbordeinsatz einer Rückkehr des Space Shuttles zur Erde nichts mehr im Weg stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Der Orbiter soll nach derzeitigem Stand am 5. November um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Station wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 12 (12. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten an Bord des Shuttle-Stations-Komplexes wurden gestern um 06:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Star-Wars-Titelsong geweckt. Der Song wurde Missionsspezialist Scott Parazynski gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 7 Stunden und 19 Minuten schlossen Scott Parazynski und Doug Wheelock erfolgreich den vierten Außenbordeinsatz der Mission ab. Der Ausstieg, der nur innerhalb dreier Tage geplant wurde, verlief ohne Probleme und so konnte Mike Suffredini, Space Station Programm Manager, am Ende des Tages einen (beinahe) voll funktionstüchtigen 4B-Solargenerator präsentieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor jedoch lag eine Menge Arbeit vor den beiden Astronauten. Nachdem die beiden das&nbsp;<em>Quest&nbsp;</em>-Airlock verlassen hatten, begab sich Scott Parazynski an das Ende des Orbiter Boom Sensor Systems, welches vom Arm der Raumstation gehalten wurde. Wheelock begab sich an das untere Ende des 4B-Solargenerators, während Parazynski von Daniel Tani und Stephanie Wilson mithilfe des Stationsarms zu den beschädigten Paneelen gefahren wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort angekommen erkannte Parazynski, dass sich die Drähte an den Paneelen vollkommen verknotet hatten. Nach kurzer Absprache mit der Bodenkontrolle trennte Parazynski die Drähte durch und installierte Stabilisierungen aus Aluminium und Draht, die die Besatzung in den letzten zwei Tagen gebaut hatte, um die beschädigten Stellen zu unterstützen. Nachdem alle Schadstellen behoben wurden, begannen die Astronauten im Inneren der Raumstation damit, das 4B-Array weiter auszufahren. Um frühzeitig auf neue Probleme reagieren zu können, wurden die Paneele jeweils nur eine halbe Box weit ausgefahren. Insgesamt 15 Minuten und 13 Kommandos später war das 4B-Array dann, zur Freude aller Beteiligten, vollständig ausgefahren. Derek Hassman, der leitende Stations-Flugdirektor kommentierte die erfolgreiche Operation mit den Worten: &#8222;Einer der zufriedenstellendsten Tage, die ich je im Kontrollzentrum hatte&#8220;. Nachdem das Problem mit den P6-Solargeneratoren aus dem Weg geräumt ist, steht nun dem Abkoppeln am Montagmorgen nichts mehr im Wege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Discovery soll am Montag um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 13 (13. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 07:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;The Presence of the Lord&#8220;, geschrieben von Kurt Carr und aufgezeichnet von Byron Cage, geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Stephanie Wilson gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Luken zwischen beiden Raumfahrzeugen wurden gestern geschlossen und beendeten damit elf Tage gemeinsamer Arbeit zwischen der Shuttlebesatzung und der ISS-Besatzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor jedoch transferierte die Crew noch letzte Gegenstände zum Space Shuttle und genoss ein wenig Freizeit. Insgesamt wurden ca. 993 Kilogramm während der Mission transferiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer bewegenden Zeremonie verabschiedeten sich dann beide Besatzungen voneinander und schlossen anschließend um 21:03 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Luken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Aufenthaltes des Space Shuttles Discovery erhielt die Raumstation mit dem neuen Modul&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;eine wichtige Erweiterung und ermöglicht so die Ankunft des europäischen und japanischen Moduls. Die Crew verlegte auch das P6-Trägersegment an seine endgültige Position am Ende des Backbordträgers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das 4B-Array des P6-Trägers, das in einem spektakulären Außenbordeinsatz von Scott Parazynski und Doug Wheelock repariert wurde, liefert wieder wie geplant Strom. Die Experten am Boden arbeiten derzeit noch an letzten Tests, bevor sie den Strom für die Stationssysteme nutzen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Discovery soll heute um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Station verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 14 (14. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung des Space Shuttles Discovery gestern um 08:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Roll me Away&#8220; von Bob Seger. Das Lied wurde für Pilot George Zamka gespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery legte um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>, unter der Kontrolle von Zamka, von der Internationalen Raumstation ab. Zamka steuerte Discovery nach dem Abdockmanöver langsam auf eine Distanz von ca. 120 Metern und initiierte dort eine komplette Umrundung der Internationalen Raumstation. Dies gab den Astronauten an Bord des Shuttles Gelegenheit, das Äußere der Station zu dokumentieren. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf das neue Harmony-Modul, sowie auf das P6-Trägersegment gelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem das Shuttle die Raumstation komplett umrundet hatte, benutze Zemka die Steuerdüsen des Shuttles, um den Orbiter weiter von der Station zu entfernen. Ein wenig später zündeten erneut die Steuerdüsen, um beide Raumfahrzeuge endgültig voneinander zu trennen.<br>Die Crew machte sich anschließend daran, sich auf die bevorstehende Landung am Mittwoch vorzubereiten. Scott Parazynski, Stephanie Wilson und Paolo Nespoli nutzten den Roboterarm, um mithilfe des Orbiter Boom Sensor System (OBSS) das Hitzeschild des Orbiters ein letztes Mal auf Schäden zu untersuchen. Sie untersuchten die verstärkten Karbonpaneele an den Flügelkanten sowie der Nasenkappe und sendeten die Daten an die Bodenkontrolle, wo sie zurzeit noch ausgewertet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung berichtete außerdem, dass ein Fenster auf der Kommandanten Seite von einem Mikrometeoriten getroffen wurde. Die Crew machte Fotos des Schadens und übersandte auch diese zum Boden. Den Rest des Tages genoss die Besatzung ein wenig Freizeit, um sich ein wenig für die kommende Landung auszuruhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team ist derzeit noch dabei, die Daten der&nbsp;<em>OBSS</em>-Inspektion auszuwerten, allerdings konnten auf keiner der bisherigen Aufnahmen irgendwelche Auffälligkeiten entdeckt werden. Auch der Schaden am Fenster des Kommandanten wurde analysiert und stellt keinerlei Problem dar. Solche Treffer passieren bei fast jeder Mission und aus diesem Grund werden alle Fenster nach einer Mission ausgewechselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 346 Kilometern. Discovery soll am Mittwoch um 19:02 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;in Florida landen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 15 (15. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 08:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Space Truckin&#8220; von Deep Purple geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Clayton Anderson gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten an Bord waren den Tag über damit beschäftigt, den Orbiter auf die bevorstehende Landung vorzubereiten. Kommandantin Pam Melroy, Pilot George Zamka und Missionsspezialistin Stephanie Wilson starteten eine Auxiliary Power Unit, um die Steuerflächen des Orbiters auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Anschließend wurde jede Düse des Reaction Control Systems (RCS) erfolgreich getestet. Das RCS wird genutzt, um die Lage des Space Shuttles zu kontrollieren, solange es sich in der oberen Atmosphäre befindet und die Luftdichte noch nicht ausreicht, um die Steuerflächen zu nutzen.<br>Der Rest der Besatzung verstaute alle nicht mehr benötigten Gegenstände im Middeck des Space Shuttles und baute den Spezialsitz für Clayton Anderson auf. Der Spezialsitz soll Anderson helfen, nach dem langen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit die G-Kräfte die während der Landung auftreten besser zu verkraften.<br>Die Crew nahm sich zusätzlich noch eine kleine Auszeit, um mit Reportern am Boden zu reden, bevor sie am Ende des Tages die KU-Antenne einfuhr und so keinerlei Fernsehbilder mehr vom Shuttle übertragen werden konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team konnte vermelden, dass das Hitzeschild des Space Shuttle in einwandfreien Zustand ist und hat grünes Licht für die Landung am heutigen Tag gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 16 (Landung)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten an Bord des Space Shuttle heute zum letzten Mal um 08:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Chitty Chitty Bang Bang&#8220; von Sherman and Sherman. Das Lied wurde Kommandantin Pam Melroy gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 15 Tagen im All landete das Space Shuttle Discovery um 19:01 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;sicher auf der Landebahn 33 des Kennedy Space Centers und beendete damit erfolgreich eine der schwierigsten Missionen im Shuttle-Programm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Clayton Anderson endete, mit der Landung, seine 152 Tage andauernde Mission an Bord der Internationalen Raumstation.<br>Während der Mission des Space Shuttles brachte die Crew ein neues Modul zur Raumstation. Das Harmony getaufte Node-2-Modul, wird als Heimat für die Laboratorien der europäischen und japanischen Weltraumbehörden dienen und stellt damit einen wichtigen Schritt im Ausbau der ISS dar. Die Astronauten reparierten zusätzlich bei einem spektakulären Außenbordeinsatz einen defekten Solargenerator, nachdem sie das P6-Trägersegment von seinem alten Platz am Z1-Träger zum neuen am Ende des Backbordträgers verlegt hatten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" width="480" height="720" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102007004851_big_1.jpg" alt="" class="wp-image-25324" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102007004851_big_1.jpg 480w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102007004851_big_1-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /><figcaption>Start der Discovery zur Mission STS-120</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während für die Shuttlebesatzung ihre Mission nun beendet ist, fängt für die Expedition 16 an Bord der Internationalen Raumstation eine sehr herausfordernde Zeit an. Die ISS-Besatzung wird in den kommenden vier Wochen, in einer Serie von Außenbordeinsätzen, das Harmony-Modul an das US-Laboratorium Destiny verlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann die nächste Space-Shuttle-Mission starten. STS-122 soll nach derzeitigem Stand am 6. Dezember starten. Mit an Bord des Space Shuttles Atlantis wird der Deutsche Hans Schlegel sein, der zusammen mit Kommandant Stephen Frick, Pilot Alan Poindexter und den Missionsspezialisten Stanley Love, Rex Walheim sowie Leland Melvin, das Columbus Weltraumlabor der europäischen Weltraumbehörde zur Internationalen Raumstation bringen wird. STS-122 wird außerdem den Franzosen Leopold Eyharts zur ISS bringen, der Daniel Tani als Expedition 16-Crewmitglied ersetzten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Missions-Zusammenfassung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit STS-120 startete das Space Shuttle Discovery zu einer der komplexesten Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS). So soll das Verbindungsmodul&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;(<em>Node 2</em>) zur Station gebracht werden. Daneben soll eines der großen Solarmodule an seinen endgültigen Platz transportiert werden.</p>
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		<title>Raumfähre Endeavour sicher gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumfaehre-endeavour-sicher-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2007 21:38:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die amerikanische Raumfähre Endeavour hat trotz einer Beschädigung am Hitzeschutzschild die Mission STS-118 mit einer perfekten Landung auf dem Kennedy Space Center in Florida beendet. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Zwölf Tage und knapp 18 Stunden nach dem Start zur Internationalen Raumstation (ISS) setzten die Räder des Hauptfahrwerks der Raumfähre Endeavour um 18.32 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die amerikanische Raumfähre <i>Endeavour</i> hat trotz einer Beschädigung am Hitzeschutzschild die Mission STS-118 mit einer perfekten Landung auf dem Kennedy Space Center in Florida beendet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a>. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21082007233852_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
Landung der Raumfähre 
<i>Endeavour</i>
.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwölf Tage und knapp 18 Stunden nach dem Start zur Internationalen Raumstation (ISS) setzten die Räder des Hauptfahrwerks der Raumfähre <i>Endeavour</i> um 18.32 Uhr (MESZ) sicher auf der Rollbahn des Kennedy Space Center auf. Mit der aufgrund des Hurrikans &#8222;Dean&#8220; um einen Tag vorgezogenen Landung geht eine weitere Mission zum Aufbau der ISS erfolgreich zu Ende. Für den einzigen Wermutstropfen und sicherlich auch für leicht angespannte Stimmung bei der Shuttle-Crew wie den NASA-Verantwortlichen am Boden sorgte eine Beschädigung des Hitzeschildes der <i>Endeavour</i>, die während des Starts der Raumfähre am 8. August (Ortszeit) erfolgte. <br>Ursprünglich hätte die Landung einen Tag später erfolgen sollen. Doch die NASA befürchtete, dass der momentan über Mexiko hinwegziehende Hurrikan &#8222;Dean&#8220; eventuell auch Texas hätte erreichen können, was im ungünstigsten Fall eine Evakuierung des Johnson Space Center in Houston  bedeutet hätte. Die Landung der <i>Endeavour</i> hätte zwar auch dann mit Hilfe eines Ausweichkontrollzentrums auf dem Gelände des Kennedy Space Center in Florida kontrolliert werden können, doch wären dort weniger umfassende Monitoring-Möglichkeiten und andere Ressourcen vorhanden gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beschädigung des Hitzeschutzschildes durch beim Start vom externen Tank der Raumfähre gelöstes Isolationsmaterial oder Eis hat sich &#8211; wie in aufwändigen Simulationen vor der Landung berechnet &#8211; offensichtlich als nicht kritisch herausgestellt. Dennoch wird die NASA nach eigenen Angaben fünf Optionen prüfen, wie die verbleibenden drei externen Tanks gleicher Bauart noch sicherer gemacht werden können, damit das Risiko einer erneuten Beschädigung der Raumfähren bei den drei nächsten Flügen weiter vermindert werden kann. Ab der Mission STS-124 &#8211; derzeit für April 2008 angesetzt &#8211; kommt dann ein modifizierter externer Tank zum Einsatz, der das Risiko einer Beschädigung der Raumfähren beim Start durch herabfallendes Isolationsmaterial bzw. Eis aufgrund verschiedener konstruktiver Änderungen deutlich vermindern soll. Derzeit wird trotz des Vorfalls bei der nun abgeschlossenen Mission nach Angaben der NASA weiterhin davon ausgegangen, dass der 23. Oktober als Startdatum für die nächste Shuttle-Mission STS-120 sich wenn überhaupt nur unwesentlich nach hinten verschieben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen detaillierten Einblick in den Verlauf der heute erfolgreich beendeten Mission STS-118 können Sie sich in unseren <a href="https://www.raumfahrer.net/sts-118-statusreport/" data-wpel-link="internal">täglichen Missionsberichten dieser Shuttle-Mission</a> verschaffen.       </p>
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		<title>STS 118- Statusreport</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-118-statusreport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2007 08:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Status Report]]></category>
		<category><![CDATA[Endeavour]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
		<category><![CDATA[STS-118]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Start der Endeavour wird der Ausbau der Internationalen Raumstation (ISS) fortgeführt und diese um die Trägerkomponente&#160;S5 Truss&#160;erweitert Ein Beitrag von Thomas Pallmann&#160;und&#160;Karl Urban Missions-Zusammenfassung Die Endeavour-Mission ist die erste dieser Raumfähre, die seit dem&#160;Columbia-Unglück&#160;stattfindet. Mit ihr werden neben dem integralen Bestandteil&#160;S5 Truss&#160;des Rückgrats der ISS mit einem&#160;Spacehab-Modul auch einige Tonnen Versorgungsgüter an Bord [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Mit dem Start der Endeavour wird der Ausbau der Internationalen Raumstation (ISS) fortgeführt und diese um die Trägerkomponente&nbsp;</strong><em>S5 Truss</em><strong>&nbsp;erweitert</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Thomas Pallmann</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehrenmitglieder/" data-wpel-link="internal">Karl Urban</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Missions-Zusammenfassung</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Endeavour-STS118-Rampe-Big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Endeavour-STS118-Rampe-Small.jpg" alt="" class="wp-image-64247" width="300" height="200" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Endeavour-STS118-Rampe-Small.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Endeavour-STS118-Rampe-Small-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption>Endeavour auf der Startrampe
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Endeavour-Mission ist die erste dieser Raumfähre, die seit dem&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/STS-107" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Columbia-Unglück</a>&nbsp;stattfindet. Mit ihr werden neben dem integralen Bestandteil&nbsp;<em>S5 Truss</em>&nbsp;des Rückgrats der ISS mit einem&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spacehab" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><em>Spacehab</em></a>-Modul auch einige Tonnen Versorgungsgüter an Bord der Station gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung besteht aus:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Scott Kelly (2. Flug), Kommandant</li><li>Charles Hobaugh (2. Flug), Pilot</li><li>Barbara Morgan (1. Flug), Missionsspezialistin</li><li>Richard Mastracchio (2. Flug), Missionsspezialist</li><li>Tracy Caldwell (1. Flug), Missionsspezialistin</li><li>Dafydd Williams (2. Flug), Missionsspezialist (CSA/Kanada)</li><li>Alvin Drew (1. Flug), Missionsspezialist</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Barbara Morgan wird als Lehrerin das&nbsp;<em>Teacher in Space</em>-Project fortführen, das nach dem tragischen Tod der sieben Insassen der Challenger 1986 bisher nicht wieder aufgenommen worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 1 (Starttag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 00:36 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;hob das Space Shuttle Endeavour planmäßig zum ersten Mal seit 2002 von der Startrampe 39A des Kennedy Space Centers ab. Der 8:30 Minuten lange Aufstieg verlief reibungslos. Während der letzten viereinhalb Jahre bekam das Space Shuttle Endeavour etliche neue Geräte spendiert. So ist die STS-118-Mission die erste Mission, die vollständig auf das&nbsp;<em>TACAN</em>-Navigationssystem zur Landung verzichtet und nur auf&nbsp;<em>GPS</em>&nbsp;setzt. Außerdem übernahm ein neues System die vollständige Überwachung der Haupttriebwerke, um so Beschädigungen der Triebwerke noch besser entgegen zu wirken. Eine weitere Premiere feiert das&nbsp;<em>SSPTS</em>&nbsp;(Station-Shuttle Power Transfer System), dass Energie von der Raumstation zum Space Shuttle transferieren soll und es dem Shuttle so ermöglicht, eine längere Zeit an der Station angedockt zu bleiben.<br>Aufseiten der Crew durfte Barbara Morgan endlich, nach 21 Jahren, ihren ersten Shuttle-Flug feiern. Für das Teacher in Space-Programm der Nasa wurde sie als Ersatz von Christa McAuliffe für die STS-51L-Mission im Jahr 1986 ausgewählt.<br>Neben den Premieren gibt es auch einen Abschied. Das Spacehab-Modul in der Ladebucht des Space Shuttle befindet sich auf seinem letzten Flug und wird nach STS-118 ausgemustert.<br>Später am Tag öffnete die Besatzung die Türen der Ladebucht und bereitete den Orbiter auf möglicherweise 14 Tage im Weltraum vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 310 Kilometern. Endeavour soll nach derzeitigem Stand am Freitag um 19:53 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 2 (2. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 14:37 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Where my Heart will Take me&#8220; von Russell Watson geweckt. Das Lied wurde Rick Mastracchio gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Flugtag beinhaltet für die Crew routinemäßig zwei Hauptaufgaben. Die wichtigste Arbeit besteht in der Untersuchung des Hitzeschildes am Orbiter. Diese Aufgabe übernahmen Charles Hobaugh, Tracy Caldwell und Rick Mastracchio. Sie untersuchten mithilfe des&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;die Flügelkanten und die Nasenkappe auf Schäden, die während des Aufstiegs in die Umlaufbahn entstanden sein könnten. Dave Williams und Barbara Morgan lösten etwa zur Hälfte der Untersuchung Caldwell und Hobaugh ab.<br>Parallel arbeitete die restliche Besatzung daran, das Space Shuttle für das heutige Rendezvous mit der Internationalen Raumstation vorzubereiten. Es wurde die Center Line Kamera installiert, die Kommandant Scott Kelly als Navigationshilfe während des Andockmanövers dient. Ebenso wurde der Andockring ausgefahren.<br>Auf dem Mitteldeck des Space Shuttle bereitete man währenddessen die Weltraumanzüge vor, die während des ersten Außenbordeinsatzes am Samstag zum Einsatz kommen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem perfekten Start von Endeavour hat das Mission Management Team nur mit einem kleineren Problem zu kämpfen. In der Nacht zum Flugtag 2 versagte ein Drucksensor, der die Heizungen an einem der fünf Tanks für flüssigen Sauerstoff kontrolliert. Das Versagen dieses Sensors löste einen Alarm mitten in der Nacht aus und unterbrach den Schlaf der Crew. Die Mission selber ist durch den Ausfall nicht bedroht, allerdings bedeutet es für die Crew ein mehr an Arbeit, da sie die Heizungen ca. alle 45 Minuten manuell ein und ausschalten müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 320 Kilometern. Endeavour soll nach derzeitigem Stand um 19:53 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 3 (3. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Missionskontrolle in Houston weckte um 13:36 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour mit dem Lied &#8222;Mr. Blue Sky&#8220; vom Electric Light Orchestra. Das Lied wurde Shuttle-Kommandant Scott Kelly gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 20:02 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;dockte das Space Shuttle an die Internationale Raumstation an und läutete damit mindestens sieben Tage gemeinsamer Arbeit mit der Besatzung an Bord der Raumstation ein.<br>Zuvor jedoch leitete die Besatzung das Rendezvous mit dem Terminal Intercept-Manöver ein, das den Orbiter direkt unter die Raumstation brachte. Als sich das Shuttle ca. 200 Meter unterhalb der Station befand, initiierte Kommandant Kelly das Rendezvous Pitch-Manöver, damit die Besatzung an Bord der Raumstation Fotos von der Unterseite des Orbiters machen konnte. Anschließend steuerte Kelly das Space Shuttle in einem Halbkreis vor die Station und näherte sich langsam dem Andockmechanismus. Nach erfolgtem Kontakt zwischen beiden Raumfahrzeugen begannen beide Besatzungen damit, die Dichtigkeit zwischen Shuttle und Station zu überprüfen.<br>Um 22:04 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;war es dann soweit und die Luken zwischen Endeavour und der ISS wurden geöffnet. Nachdem sich beide Besatzungen begrüßt hatten, unterrichtete ISS-Kommandant Fyodor Yurchikhin die Shuttle-Besatzung über die Prozeduren, die im Falle eines Notfalles durchzuführen sind.<br>Später am Tag wurde das&nbsp;<em>SSPTS</em>&nbsp;(Station-Shuttle Power Transfer System) aktiviert und funktionierte auf Anhieb. Die Flugingenieure am Boden wollen das&nbsp;<em>SSPTS</em>&nbsp;für mindestens 24 Stunden beobachten und dann zusammen mit den Managern der Mission entscheiden, ob die Mission um 3 Tage verlängert wird.<br>Des Weiteren benutzten Tracy Caldwell und Rick Mastracchio den Roboterarm des Space Shuttle und hoben das S5-Trägersegment aus der Ladebucht. Sie übergaben anschließend das Segment an den Roboterarm der Raumstation, der von Charles Hobough und Expedition-15-Flugingenieur Clay Anderson bedient wurde. Die beiden brachten S5 in eine Warteposition für den ersten Außenbordeinsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des letzten Treffens des Missions Management Teams wurde eine detaillierte Inspektion einiger Hitzeschutzkachel auf der Unterseite des Space Shuttle für Flugtag Nummer 5 angeordnet, nachdem man während der Analyse des Filmmaterials vom Start nach etwa 50 Sekunden einen kleineren Einschlag auf der Unterseite sehen konnte. Zuerst ging man davon aus, dass es sich um Isolierschaum handelt. Allerdings zeigte die Analyse der Radar Telemetrie, das es sich viel Wahrscheinlicher um Eis gehandelt hat. Eis ist allerdings viel gefährlicher als Isolierschaum, da es eine höhere Dichte hat. Deshalb möchte man mithilfe der detaillierten Inspektion an Flugtag 5 sicher gehen, dass die durch das Eis entstandenen Schäden kein Risiko für die Besatzung darstellen.<br>Gestern wurde auch bekannt, dass das Space Shuttle direkt nach Erreichen der Umlaufbahn sehr dicht an Weltraumschrott vorbei geflogen ist. Es handelte sich dabei um ein altes Teil einer Delta-II Rakete, die den Orbiter um knapp einen Kilometer verfehlt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Sollten sich die Programm-Manager gegen eine Verlängerung der Mission entscheiden, dann würde Endeavour am Freitag die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 4 (4. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten des Space Shuttle Endeavour wurden mit dem Lied &#8222;Gravity&#8220; von John Meyer um 13:38 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;geweckt. Das Lied wurde Charles Hobough gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rick Mastracchio und Dave Williams haben um 18:28 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;für ihren ersten Außenbordeinsatz die Internationale Raumstation verlassen. Ihre erste Aufgabe führte sie direkt zum S5-Trägersegment, wo sie Hobough, der den Roboterarm der Raumstation kontrollierte, assistierten, um das Segment an die Raumstation festzumachen. Anschließend befestigten sie S5 endgültig an die Raumstation, indem sie Schrauben festmachten und die permanenten Strom- und Datenverbindungen herstellten, sowie verschiedene Startsperren entfernten.<br>Nachdem alle Arbeiten am S5-Trägersegment erledigt waren, widmeten sich die beiden dem Radiator am P6-Segment und überwachten dessen Einziehen. P6 wird bei einer späteren Mission an das Ende des Backbord-Trägers umgesetzt.<br>Während des ganzen Außenbordeinsatzes, der insgesamt 6 Stunden und 17 Minuten dauerte, wurde das&nbsp;<em>SSPTS</em>&nbsp;(Station-Shuttle Power Transfer System) deaktiviert um eventuellen Störungen vorzubeugen. Es soll heute wieder aktiviert werden.<br>Außerdem versagte während des Ausstieges der primäre Command und Control Computer im amerikanischen Segment der Station. Das System regierte darauf aber wie geplant und die Ersatzcomputer übernahmen sofort die Kontrolle. Die Ingenieure gehen von einem Softwarefehler aus und untersuchen die Logdateien auf Hinweise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team führt seine Analysen der während der ersten Tage gewonnenen Daten fort. Bei der Analyse der Videoaufnahmen von den Feststoffraketen des Space Shuttle konnten die Spezialisten erkennen, dass es sich bei dem Einschlag auf der Unterseite des Orbiters nicht um Eis handelte. Es war Isolierschaum vom externen Tank, der, bevor er das Shuttle getroffen hat, eine Strebe traf und dann in viele kleine Teile zerbrach. Der Schaden befindet sich unter dem rechten Flügel, zwischen dem rechten Fahrwerk und der Tür für die Zugangsleitung des flüssigen Sauerstoffs. Nach erster, grober Analyse der Schäden, die durch den Aufprall entstanden, kamen die Spezialisten zu dem Ergebnis, dass das Space Shuttle jederzeit sicher wieder zur Erde zurückkehren könne, falls dies in einem Notfall nötig wäre. John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Team, machte jedoch klar, dass man erst zu einem endgültigen Ergebnis kommen würde, nachdem man die beschädigte Stelle mithilfe des Orbiter Boom Sensor System untersucht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern, angedockt an die Internationale Raumstation. Nach derzeitigem Stand soll das Shuttle die Raumstation am Freitag verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 5 (5. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung wurde mit dem Lied &#8222;Up!&#8220; von Shania Twain geweckt. Der Weckruf erfolgte um 13:07 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;und wurde Missionsspezialist Dave Williams gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Shuttle-Kommandant Scott Kelly und die Missionsspezialisten Tracy Caldwell und Barbara Morgan führten mithilfe des&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;eine detaillierte Inspektion des Hitzeschildes der Endeavour durch. Sie untersuchten fünf verschiedene Stellen mit einem Laser und hochauflösenden Kameras. Durch diese Aufnahmen können die Experten am Boden die Schäden nachmodellieren und so ein besseres Verständnis für eventuelle Probleme erlangen.<br>Neben der Inspektion transferierte der Rest der Besatzung Versorgungsgüter aus dem Spacehab zur Raumstation. Außerdem bereiteten Mastracchio und Williams ihre Weltraumanzüge für den zweiten Ausstieg vor und werden die Nacht wieder im Quest Airlock verbringen, um den Stickstoffpegel im Blut zu senken. Dies ist notwendig, da sonst bei dem geringen Druck in den Raumanzügen der Stickstoff in den gasförmigen Zustand übergehen könnte und so die sehr gefährliche Taucherkrankheit auslösen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Treffens des Mission Management Team wurde beschlossen, dass die Mission aufgrund der guten Ergebnisse mit dem&nbsp;<em>SSPTS</em>&nbsp;(Station-Shuttle Power Transfer System) um drei Tage verlängert wird. Die Entscheidung fiel auch für einen vierten Außenbordeinsatz.<br>Bei der ersten Analyse der während der detaillierten Inspektion gewonnenen Daten, konnten die Spezialisten am Boden bereits vier der fünf verdächtigen Stellen als harmlos einstufen. Alleine bei dem Schaden unter dem rechten Flügel, zwischen dem rechten Fahrwerk und der Luke zu den Zugangsleitungen des flüssigen Sauerstoffs, sind weitergehende Untersuchungen erforderlich. Dank der dreidimensionalen Daten, die der Laser des&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;gewonnen hat, werden die Ingenieure am Boden den Schaden komplett rekonstruieren und diesen dann in einer Testanlage denselben Bedingungen aussetzen, wie sie auch beim Wiedereintritt auftreten. Das Ergebnis dieses Tests wird maßgeblich die Entscheidung, ob eine Reparatur erforderlich ist, beeinflussen. John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Team, erklärte, dass keine Reparaturen durchgeführt würden, wenn dies nicht unbedingt erforderlich ist. Arbeiten an der Unterseite des Shuttles bringen immer die Gefahr mit sich, weitere Schäden zu verursachen. Eine endgültige Entscheidung für das weitere Vorgehen wird heute oder morgen erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Nachdem die Mission um drei Tage verlängert wurde, soll das Shuttle am Montag, dem 20. August, die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 6 (6. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Missionskontrolle in Houston weckte die Besatzung des Space Shuttle Endeavour um 12:46 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Outta Space&#8220; von Billy Preston. Das Lied wurde für Alvin Drew gespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rick Mastracchio und Dave Williams absolvierten erfolgreich ihren zweiten Außenbordeinsatz und ersetzten das defekte Gyroskop Nummer 3 (CMG-3). CMG-3 zeigte im Oktober letzten Jahres ungewöhnliche Vibrationen und wurde letztlich als fehlerhaft eingestuft und nicht mehr benutzt.<br>Die Arbeiten dauerten insgesamt 6 Stunden und 28 Minuten. Es war der 90. Einsatz, um Arbeiten an der Station durchzuführen. Das defekte Gyroskop wurde außerhalb der Station angebracht und wird von einer späteren Shuttle-Mission zurück zur Erde gebracht.<br>Während des gesamten Ausstieges unterstützten Shuttle-Kommandant Scott Kelly, Pilot Charles Hobough sowie die Missionsspezialisten Tracy Caldwell und Barbara Morgan die Arbeit von Mastracchio und Williams. Der Rest der Crew transferierte weiterhin Versorgungsgüter vom Spacehab-Modul zur Internationalen Raumstation. Sobald alle Güter zur Station gebracht wurden, wird das Spacehab mit nicht mehr benötigten Gegenständen und Experimenten von der Raumstation wieder gefüllt, die dann zur Erde zurückgebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analysen des Schadens an der Unterseite des Space Shuttles gehen weiter. Erste Modelle wurden erstellt und zeigten, dass der Schaden an einer der Kacheln bis zur sogenannten Fillerbar herunterreicht und nicht wie vorher befürchtet bis zum Strain Isolation Pad oder gar bis zur Aluminiumstruktur des Orbiters. Die Fillerbar wird zwischen den Hitzeschutzkacheln eingesetzt um eine Bewegung der Kacheln zu verhindern und besitzt eine gewisse Hitzetoleranz. Die entscheidende Analyse der beschädigten Kacheln in der sogenannten Arc Jet Facility steht aber noch aus, sodass das Mission Management Team (MMT) derzeit noch zu keiner endgültigen Entscheidung gekommen ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, hat der Vorsitzende des MMT, John Shannon, das Planungsteam beauftragt, eine mögliche Reparatur zu planen, damit, falls die Ergebnisse aus den Arc Jet Tests auf eine nötige Reparatur hinweisen, man ohne Zeitverlust diese durchführen kann. Der bevorzugte Astronaut für eine solche Reparatur wäre Rick Mastracchio, da er bereits an den Tests der Reparaturmechanismen für die Hitzeschutzkacheln beteiligt war und so über die meiste Erfahrung verfügt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Es soll am Montag die Raumstation verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 7 (7. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 12:07 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit einem ungewöhnlichen Weckruf geweckt. Die Nichten und Neffen von Tracy Caldwell gratulierten ihr mit &#8222;Happy Birthday Tracy&#8220; zum Geburtstag. Caldwell wurde gestern 38 Jahre alt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein abwechslungsreicher Tag für beide Besatzungen an Bord des Space Shuttles und der Raumstation liegt hinter ihnen. Die erste Aufgabe wartete in Form der externen Ladeplattform Nummer 3 (ESP-3). Dazu benutzten Tracy Caldwell und Barbara Morgan den Roboterarm des Space Shuttle und hoben die&nbsp;<em>ESP-3</em>&nbsp;aus der Ladebucht.&nbsp;<em>ESP-3</em>&nbsp;wiegt etwas über drei Tonnen und ist damit schwerer als das S5-Trägersegment. Die Plattform ist außerdem die erste ihrer Art, die ohne Hilfe eines Außenbordeinsatzes installiert werden konnte. Doch bevor&nbsp;<em>ESP-3</em>&nbsp;installiert wurde, mussten Caldwell und Morgan die Plattform an den Roboterarm der Raumstation übergeben. Dieser wurde von Expedition-15-Flugingenieur Clay Anderson und Shuttle-Pilot Charles Hobaugh bedient. Es gab zwar einige kleinere Probleme mit dem Roboterarm, aber letztendlich konnte die Plattform sicher an die Raumstation angebracht werden.<br>Verschiedene Besatzungsmitglieder nahmen sich zusätzlich zu ihren Aufgaben noch Zeit, um mit Reportern der großen amerikanischen Fernsehsender zu reden. Außerdem verwandelten sie das&nbsp;<em>Destiny</em>-Labor in ein Klassenzimmer und beantworteten Fragen von Schülern, die sich im Discovery Center in Idaho versammelt hatten.<br>Die Bodenkontrolle vollführte erfolgreich mithilfe der Crew ein sogenanntes Detailed Test Objective (DTO). Der Test sollte zeigen, dass man gefahrlos die Lagekontrolle der Raumstation direkt von den Steuerdüsen des Space Shuttle an die Kontrollgyroskope der Raumstation übergeben kann. Die Standardprozedur bisher sah vor, zuerst die Lagekontrolle an das russische Segment mit seinen Steuerdüsen zu übergeben und erst dann an die Gyroskope. Die letzte Shuttle-Mission hat jedoch gezeigt, dass diese Option unter Umständen nicht zur Verfügung steht. Durch das erfolgreiche&nbsp;<em>DTO</em>&nbsp;steht nun der Bodenkontrolle in Houston eine weitere Option offen.<br>Gegen Ende des Tages begaben sich Rick Mastracchio und Clayton Anderson, für die Nacht, ins Quest Airlock in Vorbereitung auf den dritten Weltraumausstieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Manager der Mission diskutierten weiterhin den Schaden an der Unterseite des Shuttles. Erste Ergebnisse eines Strömungstests geben Grund zum Optimismus. Die Computersimulation zeigte, dass wahrscheinlich zu keinem Zeitpunkt während des Wiedereintritts Temperaturen an dem Schaden auftreten, die das Space Shuttle gefährden könnten. Selbst wenn man die Fillerbar, die ebenfalls hitzebeständig ist, rausrechnet und man sich damit fast auf der Außenhülle des Orbiters befindet, würde die Sicherheit der Besatzung nicht gefährdet sein. Das Ergebnis aus dem Strömungstest ist allerdings nur eine grobe Annäherung, da hier ein vereinfachtes Modell des Schadens zugrunde gelegt wurde. Das Ergebnis des eigentlich entscheidenden Tests in der Arc Jet Facility steht immer noch aus.<br>Sollte das Ergebnis des Arc Jet Tests in dieselbe Richtung gehen wie die Computersimulation, dann würde der Vorsitzende des Mission Management Team, John Shannon, eine Reparatur nur anordnen, um eine eventuell komplizierte Reparatur am Boden und damit eine längere Downtime des Orbiters zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Endeavour soll am kommenden Montag die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 8 (8. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">MCC Houston weckte um 12:07 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;die Besatzung des Space Shuttle Endeavour mit dem Lied &#8222;Good Morning World&#8220;. Das Lied wurde geschrieben und gesungen von Barbara Morgans Sohn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Missionsspezialist Rick Mastracchio und ISS-Flugingenieur Clayton Anderson haben gestern die Raumstation für den dritten Außenbordeinsatz der Mission verlassen. Allerdings mussten die Arbeiten nach 5 Stunden und 28 Minuten abgebrochen werden, da sich an der Oberfläche des linken Handschuhs von Mastracchio ein kleiner Riss zeigte. Der Riss reichte bis zur zweiten von insgesamt fünf Schichten im Handschuh und von daher war Mastracchio zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Trotzdem entschied sich die Bodenkontrolle zur Sicherheit, den Ausstieg abzubrechen. Anderson und Mastracchio waren zu diesem Zeitpunkt bereits über eine Stunde vor ihrem Zeitplan und schafften es deshalb trotz des Abbruches, alle Hauptziele des Ausstieges zu erfüllen.<br>Sie versetzten eine Baugruppe der S-Band-Antenne vom P6-Trägersegment zum P1-Träger. Anschließend installierten sie einen Transponder an P1 und nahmen einen anderen Transponder aus dem P6-Träger heraus.<br>Danach assistierten die beiden dem Shuttlepilot Charles Hobaugh und ISS-Flugingenieur Oleg Kotov beim versetzten von sogenannten Crew Equipment Translation Aid Carts (CETA), die es Astronauten während Arbeiten außerhalb der Station erleichtern sollen, zu den verschiedenen Orten der Station zu gelangen.<br>Die einzige Arbeit, die beide Astronauten nicht erfüllen konnten, war das Bergen eines Materialexperimentes. Bei diesem Experiment werden verschiedene Materialien den harschen Bedingungen des Alls ausgesetzt und deren Effekte auf das Material dokumentiert (MISSE = Materials ISS Experiment).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um maximale Flexibilität zu erhalten, änderten die Manager der Shuttle-Mission den Zeitplan und verlegten den vierten Weltraumausstieg von Freitag auf Samstag. Dies gibt den Teams am Boden und der Besatzung in der Umlaufbahn die Möglichkeit sich besser auf eine mögliche Reparatur des Schadens an der Unterseite des Orbiters vorzubereiten, auch wenn diese vielleicht nicht nötig sein sollte. Das Mission Management Team erhielt außerdem die ersten Ergebnisse aus der Arc Jet Facility. Der Test zeigte, dass sich der Schaden während des Wiedereintritts durchaus erweitern kann und höhere Temperaturen an den Kacheln auftreten, allerdings sind die auftretenden Temperaturen keine Gefahr für das Space Shuttle. Bevor jedoch eine endgültige Entscheidung getroffen wird, ordnete das Management Team einen weiteren Test in der Arc Jet Facility an. Dieser Test wird eine vereinfachte Version des Schadens nutzen, um die Analysen der Computersimulationen, die dieselbe vereinfachte Version des Schadens benutzte, zu verifizieren. John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Teams, erklärte, dass er damit rechne, morgen alle nötigen Daten für eine endgültige und fundierte Entscheidung beisammen zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Es soll die Internationale Raumstation am Montag wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 9 (9. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 11:37 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Times Like These&#8220; von den Foo Fighters geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Rick Mastracchio gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Besatzungen hatten gestern einen vergleichsweise ruhigen Tag. Der Transfer von Versorgungsgütern dominierte die Arbeit der Astronauten und Kosmonauten. Sie ist zu mehr als der Hälfte geschafft.<br>Barbara Morgan und Alvin Drew nahmen sich Zeit und beantworteten Fragen von Schülern, die sich im Challenger Center for Space Science Education versammelt hatten. Beide Astronauten beantworteten außerdem noch Fragen von Associated Press, Reuters und Idaho Public Television.<br>Morgan wurde zusätzlich noch von ihrer alten Schule aus Idaho per Amateurfunk kontaktiert und beantwortete die Fragen der Schüler. Morgan arbeitete an der McCall-Donnelly Grundschule von 1975-1978 und 1979-1998.<br>Zusätzlich versammelten sich beide Besatzungen, um das Vorgehen für den vierten Weltraumausstieg mit der Bodenkontrolle durchzusprechen. Zum Zeitpunkt der Konferenz wurden die Besatzungen auch auf eine mögliche Reparatur des Hitzeschildes vorbereitet. Der Zeitplan sah außerdem ein wenig Freizeit für die Besatzungen vor, die diese zu einem gemeinsamen Essen nutzten.<br>Kurz vor der geplanten Schlafenszeit wurden die Besatzungen darüber informiert, dass das&nbsp;<em>MMT</em>&nbsp;darüber entschieden hat, keine Reparatur am Hitzschild durchzuführen. Der vierte Außenbordeinsatz wird demnach komplett für Arbeiten an der Raumstation genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Analyse aller zur Verfügung stehenden Daten und einer langen Sitzung entschied das Mission Management Team keine Reparatur am Schaden an der Unterseite des Shuttles durchzuführen. Das&nbsp;<em>MMT</em>&nbsp;kam einstimmig zu dem Ergebnis, dass der Schaden kein Risiko für die Sicherheit der Besatzung darstellt. Allerdings gab es eine abweichende Meinung, ob man die Reparatur trotzdem durchführen sollte. Das Orbiter Project Team vom Johnson Space Center war der Auffassung, dass man die Reparatur trotzdem durchführen sollte, um eine längere Reparatur am Boden zu vermeiden.<br>Das&nbsp;<em>MMT</em>&nbsp;diskutierte zusätzlich noch den anrollenden Hurrikan Dean, dessen Ausläufer eventuell am Landetag des Space Shuttle Florida erreichen könnten. Außerdem könnte er die Arbeiten der Bodenkontrolle in Houston beeinträchtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit, angedockt an die ISS, in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Das Shuttle soll am Montag die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 10 (10. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weckruf kam um 11:08 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>. Als Lied wurde von der Bodenkontrolle &#8222;Black Horse and the Cherry Tree&#8220; gespielt von KT Tunstall, ausgewählt. Der Song wurde Tracy Caldwell gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gesamte Besatzung war wiederum den Großteil des Tages mit Transferoperationen beschäftigt. Sie nahm sich aber Zeit für die traditionelle Pressekonferenz, an der beide Besatzungen teilnehmen. Während der Pressekonferenz wurde Shuttlekommandant Scott Kelly gefragt, ob er mit der Entscheidung des Mission Management Teams (MMT) einverstanden ist, die beschädigte Stelle am Orbiter nicht zu reparieren. Kelly erklärte, dass er und seine Crew zu 100% hinter der Entscheidung des&nbsp;<em>MMT</em>&nbsp;stehen. Er betonte, dass gerade der lange Entscheidungsprozess ihn zur Überzeugung gebracht hat, dass die richtige Entscheidung getroffen wurde. Er wäre viel nervöser gewesen, wenn der Schaden einfach ohne Test und Analysen als ungefährlich eingestuft worden wäre.<br>Während des restlichen Tages bereiteten sich Dave Williams und Clayton Anderson auf den nächsten Außenbordeinsatz vor. Der Ausstieg am Samstag dient verschiedensten Aufgaben, die zukünftige Missionen entlasten soll. Welche Aufgaben einen höheren Stellenwert bekommen, werden die Experten am Boden entscheiden, um maximale Flexibilität für den Zeitplan des Space Shuttle sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Treffen des MMT war eines der großen Themen, der heranrollende Hurrikan Dean. Dean soll bald in den Golf von Mexico vorstoßen und könnte zu einem der stärksten Hurrikane der letzten Jahre werden. Da der Hurrikan eventuell das Kontrollzentrum in Houston bedroht und man deshalb das Johnson Space Center evakuieren müsste, arbeitet man derzeit an verschiedensten Szenarien, um die Shuttle-Mission sicher zu einem Ende zu bringen. Eines der Szenarien beinhaltet, die Mission um einen Tag zu verkürzen und das Space Shuttle am Dienstag, bevor der Hurrikan eintrifft, landen zu lassen. Eine andere Option wäre, die Shuttle-Systeme aus dem Kennedy Space Center in Florida zu überwachen und das Shuttle von dort aus am Mittwoch die Mission beenden zu lassen. Alternativ könnte man auch das Shuttle, dank des&nbsp;<em>SSPTS</em>, länger an der Raumstation angedockt lassen und abwarten bis Hurrikan Dean abgezogen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Je nach Entscheidung des MMT könnte das Space Shuttle, wegen Hurrikan Dean, bereits am Sonntag von der Raumstation abkoppeln. Der normale Zeitplan sieht derzeit das Abdocken für Montag vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 11 (11. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 11:03 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Learn To Fly&#8220; von den Foo Fighters geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Alvin Drew gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Clayton Anderson und Dave Williams absolvierten den vierten und letzten Außenbordeinsatz der Mission. Der ursprüngliche Einsatz sollte 6 Stunden dauern, wurde aber vom EVA-Planungsteam um zwei Stunden gekürzt, um beiden Besatzungen genug Zeit zu geben die Luken zwischen beiden Raumfahrzeugen noch am selben Tag zu schließen.<br>Bei ihrem Einsatz installierten die beiden eine externe kabellose Daten-Antenne und brachten eine Halterung für das Orbiter Boom Sensor System (OBSS) an der Raumstation an. Die Halterung wird für die STS-124 Mission im April benötigt, da das japanische Weltraumlabor zu groß ist, um sowohl das Labor als auch das&nbsp;<em>OBSS</em>&nbsp;mitzunehmen. Daher wird die STS-123 Mission ihr&nbsp;<em>OBSS</em>&nbsp;an der Station lassen. Anderson und Williams brachten außerdem noch zwei Materialexperimente zurück in die Station. Beide Astronauten konnten zusätzlich noch einen Blick auf Hurrikan Dean werfen und kommentierten dessen Anblick mit einem langen &#8222;Wow&#8220;.<br>Nachdem ihre Arbeiten außerhalb der Station beendet waren und sie sich wieder sicher im Inneren der Station befanden, gingen direkt die Vorbereitungen zum Schließen der Luken los. Die Luken wurden um 23:10 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;geschlossen, nachdem sich beide Besatzungen herzlich verabschiedeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung, heute schon die Raumstation zu verlassen und auf eine Landung am Dienstag hinzuarbeiten, soll dem Team am Boden ermöglichen die STS-118 Mission zu beenden, bevor Hurrikan Dean ein Problem für die Bodenkontrolle in Houston wird. Sollte die Wettervorhersage darauf hindeuten, dass Hurrikan Dean sich Richtung Houston bewegt, dann würde Flugdirektor Steve Stich, der für den Wiedereintritt und die Landung verantwortlich ist, alle drei Landeplätze am Dienstag für das Space Shuttle aktivieren und versuchen, am Dienstag zu landen. Für den Fall, dass man am Dienstag wegen schlechten Wetters an allen drei Orten nicht landen kann, würde eine Notfall-Mannschaft nach Florida entsandt, um von dort gegebenenfalls die Mission zu einem Ende zu bringen.<br>Sollte sich allerdings zeigen, dass der Hurrikan in eine Richtung zieht, die Houston nicht gefährdet, dann würde man versuchen, am Dienstag nur in Florida zu landen und erst am Mittwoch die anderen Landeplätze in Erwägung ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Die Endeavour soll um 13:57 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;die Raumstation verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 12 (12. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 10:37 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Teacher, Teacher&#8220; von 38 Special geweckt. Das Lied wurde der Lehrerin im All, Barbara Morgan, gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach fast neun Tagen gemeinsamer Arbeit an der Raumstation legte das Space Shuttle Endeavour um 13:57 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;von der Internationalen Raumstation ab. Sobald sich das Shuttle ca. 122 Meter von der Raumstation entfernt hatte, zündete die Besatzung die Steuerdüsen um 14:23 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;und noch einmal um 14:53 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;und entfernte sich so von der Raumstation. Auf den sogenannten Fly-Around wurde verzichtet, um die Besatzung nicht zu stark mit Arbeit zu belasten.<br>Nachdem beide Steuermanöver absolviert wurden, widmeten sich Rick Mastracchio und Tracy Caldwell sofort dem Roboterarm des Space Shuttle und starteten die letzte Inspektion des Hitzeschildes mithilfe des Orbiter Boom Sensor Systems. Die Aufnahmen werden von den Experten am Boden ausgewertet, um Schäden, die durch Mikrometeoriten und Weltraumschrott entstanden sein könnten, zu finden.<br>Nach erfolgreicher Inspektion konnte sich die Besatzung ein wenig Freizeit gönnen, damit sie ausgeruht in die unmittelbaren Landevorbereitungen gehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team beobachtete weiterhin Hurrikan Dean und seinen Weg. Die aktuellen Wettervorhersagen geben Grund zu Optimismus, da der Hurrikan scheinbar südlich an Houston vorbeiziehen wird. Für den Dienstag werden aufgrund der aktuellen Wetterlage der Landeplatz in Florida und der Landeplatz in Kaliforniern aktiviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Die Landung soll am Dienstag erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 13 (13. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung um 11:37 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Flying&#8220; gespielt vom Long John Baldry Trio. Das Lied wurde Missionsspezialist Dave Williams gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung des Space Shuttle Endeavour absolvierte den letzten vollständigen Tag im All. Sie konzentrierte sich den Großteil des Tages darauf, das Shuttle auf den kommenden Wiedereintritt vorzubereiten, indem sie die Steuerflächen auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüften und das Reaction Control System testeten. Shuttle-Kommandant Scott Kelly und Pilot Charles Hobaugh benutzten außerdem ein spezielles Computerprogramm und trainierten mit dessen Hilfe die Landung.<br>Der Rest der Crew verstaute alle nicht zur Landung benötigten Gegenstände.<br>Barbara Morgan, Dave Williams und Scott Kelly nahmen sich noch die Zeit, um Fragen von Schulkindern aus Williams&#8216; Heimatbezirk zu beantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Experten am Boden haben ihre Analysen der Daten, die während der letzten Inspektion des Hitzeschildes vom Orbiter Boom Sensor System gemacht wurden, beendet und gaben grünes Licht für die Landung am heutigen Dienstag.<br>Auch Hurrikan Dean bereitet den Managern keinerlei Sorge mehr. Der Weg, den der Hurrikan nimmt, wird das Kontrollzentrum in Houston mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht beeinflussen. Aus diesem Grund entschied sich Entry Flight Direktor Steve Stich, den ganz normalen Landezyklus zu wählen und heute nur in Florida zu landen. Sollte das Wetter in Florida eine Landung unmöglich machen, dann würde Stich einen Tag warten und erst Morgen wieder versuchen die Besatzung nach Hause zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 14 (Landung)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung der STS-118 Mission wurde ein letztes Mal von der Bodenkontrolle in Houston um 10:36 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Homeward Bound&#8220; von Simon &amp; Garfunkel geweckt. Der Song wurde der gesamten Besatzung gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 12 Tagen und 18 Stunden landete das Space Shuttle Endeavour planmäßig um 18:32 Uhr MESZ auf der Landebahn 15 des Kennedy Space Centers. Damit endete der 119. Flug eines Space Shuttles. Die Mission war für die Besatzung, bestehend aus Kommandant Scott Kelly, Pilot Charles Hobaugh und den Missionspezialisten Tracy Caldwell, Rick Mastracchio, Dave Williams, Barbara Morgan und Alvin Drew, sehr ereignisreich. Sie hatten mit Problemen am Hitzeschild des Space Shuttle zu kämpfen und mussten ihre Mission um einen Tag kürzen, damit sie Hurrikan Dean aus dem Weg gehen konnten.<br>Ein wichtiger Schritt für das gesamte Bauprogramm der Raumstation, der auf dieser Mission getan wurde, war die erfolgreiche Aktivierung des Station-Shuttle Power Transfer Systems (SSPTS). Es wird zukünftigen Besatzungen ermöglichen, länger an der Raumstation angedockt zu bleiben und so zusätzliche wertvolle Zeit für den Ausbau der Raumstation zu gewinnen.<br>Mit der Landung endete auch für Barbara Morgan ihre erste Shuttle-Mission, auf die sie 21 Jahre warten musste. Mit ihrem erfolgreichen Flug hat nun auch endlich das Teacher-in-Space-Programm eine gute Wendung genommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Space Shuttle-Mission soll schon im Oktober starten und wird eine Schlüsselmission für die Internationale Raumstation. In der Ladebucht der STS-120-Mission wird sich das Node 2-Modul mit dem Namen Harmony befinden. Mit diesem Modul wird es nach langer Verzögerung nun endlich möglich, die beiden Weltraumlaboratorien Columbus und Kibo an die Internationalen Raumstation anzubringen. Das europäische Modul Columbus soll bereits im Dezember zur Raumstation gebracht werden und das japanische Labor im April nächsten Jahres.</p>
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		<title>STS 116- Statusreport</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-116-statusreport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Dec 2006 10:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Mission STS-116 der&nbsp;</strong><em>Discovery</em><strong>&nbsp;bedeutet den fortgesetzten Ausbau der ISS</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Thomas Pallmann</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 1 (Starttag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit zwei Tagen Verspätung startete das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;am Sonntag um 02:47 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;in den schwarzen Nachthimmel über Florida. Dieser Start war gleich in zweifacher Hinsicht ein Meilenstein für das Shuttleprogramm. Zum Ersten war es der erste Nachtstart seit über vier Jahren und zum zweiten war es der letzte geplante Start eines Shuttles von der Startrampe 39B des Kennedy Space Centers. Die Startrampe wird nun von den Nasa-Technikern umgebaut, damit in Zukunft aus Florida die Missionen des&nbsp;<em>Constellation</em>-Programmes der Nasa starten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 8:30 Minuten lange Ritt in den Orbit verlief nach derzeitigem Erkenntnisstand ohne Zwischenfälle. Die Experten der Nasa fanden nach ersten, schnellen Analysen keine Anhaltszeichen für ein Ablösen von Isolierschaum während der kritischen Flugphase bis T+2 Minuten. Die detaillierte Analyse aller gewonnenen Daten wird allerdings noch einige Tage in Anspruch nehmen. Zusätzlich wird die Crew des Space Shuttle Discovery mit Hilfe des&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;die Beschaffenheit des Hitzeschildes am zweiten Flugtag genauestens unter die Lupe nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Space Shuttle Crew, bestehend aus dem Kommandanten Mark Polansky, Pilot Wiliam Oefelein, Joan Higginbotham, Robert Curbeam, Nicholas Patrick, Expedition-14-Crew-Mitglied Sunita Williams und&nbsp;<em>ESA</em>-Astronaut Christer Fuglesang, sollen am Montag um 22:47 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;an der Internationalen Raumstation andocken, um eine Zahl von sehr schwierigen Aufgaben beim Aufbau der&nbsp;<em>ISS</em>&nbsp;zu erfüllen. Die Crew wird neben dem Installieren eines neuen Trägersegments die komplette Stromversorgung der Raumstation neu verlegen, um so den Weg für das Anbringen weiterer Solarzellenpaneele zu ebnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 334 Kilometern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 2 (2. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurde gestern um 16:48 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Here Comes The Sun&#8220; von den Beatles geweckt. Das Lied wurde Shuttle-Kommandant Mark Polansky gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptaufgabe der Astronauten war die mittlerweile routinemäßige Untersuchung des Hitzeschildes des Orbiters. Dazu nahm die Crew zuerst mit dem Roboterarm das&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;(OBSS) aus der Ladebucht und untersuchte mit den Sensoren am Ende des 15 Meter langen Auslegers die verstärkten Karbonpaneele an den beiden Flügelkanten und anschließend die Karbonkappe an der Nase des Orbiters. An beiden Stellen treten während des Wiedereintrittes die höchsten Temperaturen auf und deshalb müssen diese Stellen besonders gründlich untersucht werden. Nach Abschluss dieser Aufgabe verstauten die Astronauten das OBSS und untersuchten dann mit den Kameras am Roboterarm die Crewkabine, sowie die Steuerdüsen am Orbiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Inspektion des Hitzeschildes bereiteten Bob Curbeam und Christer Fuglesang ihre Weltraumanzüge für ihren ersten Weltraumausstieg vor. Desweiteren konfigurierte die Crew Instrumente für das Rendezvous mit der Internationalen Raumstation, am Montagabend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im täglichen&nbsp;<em>Mission Management Team</em>&nbsp;Briefing teilte John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Teams, der versammelten Presse mit, dass das Verhalten des externen Tanks während des Aufstiegs in die Umlaufbahn den Erwartungen der Techniker entsprach. Man habe genau wie bei den letzten Missionen kleinere Bruchstücke von Isolierschaum entdecken können, allerdings traten alle entdeckten Bruchstücke außerhalb der von der Nasa als kritisch eingestuften Zeitspanne von T+10 Sekunden bis T+2 Minuten auf. Entscheidend für die Freigabe des Orbiters für den Wiedereintritt seien aber die Inspektionen der Crew, die heute gemacht wurden. Shannon rechnete damit, dass frühestens Dienstag eine Entscheidung über die Sicherheit des Hitzeschildes getroffen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern.&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;soll nach derzeitigem Stand heute um 23:05 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;andocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 3 (3. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten an Bord der&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurden gestern um 16:18 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Beep Beep&#8220; von Louis Prima geweckt. Das Lied wurde Sunita Williams gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl die Besatzung der Internationalen Raumstation, als auch des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;war die meiste Zeit des Tages mit den Vorbereitungen für das Andocken des Orbiters an die Raumstation beschäftigt. Das Rendezvous wurde um 17:35 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Zünden der Steuerdüsen, dem so genannten Terminal Initiation Burn, eingeleitet. Eine Reihe von Kurskorrekturen brachte dann das Shuttle in eine Position ca. 183 Meter unterhalb der Raumstation. Von dort aus initiierte Shuttle-Kommandant Mark Polansky das so genannte&nbsp;<em>Rendezvous Pitch Manöver</em>&nbsp;(RPM). Dieses Manöver, welches das Shuttle um 360 Grad um seine Querachse rotiert, erlaubte es Thomas Reiter und Michail Tjurin, etwa 300 Fotos vom Hitzeschild an der Unterseite des Orbiters zu machen. Nach Abschluss des&nbsp;<em>RPM</em>&nbsp;zündete Polansky die Steuerdüsen, um das Space Shuttle in einem Halbkreis direkt vor die Raumstation zu bringen. Anschließend näherte er sich vorsichtig der Raumstation und dockte schließlich um 23:12 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;an der Raumstation an. Nach der routinemäßigen Untersuchung der Dichtigkeit der Andocksysteme öffneten sich um 00:54 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Luken und beide Besatzungen konnten sich herzlich begrüßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Begrüßung und dem üblichen Sicherheitsbriefing machten sich beiden Crews wieder an die Arbeit, um das P5-Trägersegment aus der Ladebucht des Space Shuttles zu heben. Doch bevor sie sich an diese Aufgabe machen konnten, hatte die Bodenkontrolle in Houston noch eine wichtige Aufgabe, die die Crew erfüllen musste. In der Nacht nach der Inspektion des Hitzeschildes mit Hilfe des&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;registrierten Sensoren im Flügel der linken Tragflächen eine kleine Vibration. Die Experten in Houston gingen von einem kleinen Einschlag eines Mikrometeoriten oder von Weltraumschrott aus und baten deshalb die Crew, mit den Kameras am Roboterarm der Raumstation eine Überprüfung der gemeldeten Stellen durchzuführen. Es konnten keinerlei Schäden am Flügel festgestellt werden und die Experten gaben von daher Entwarnung. Anschließend konnte das P5-Trägersegment aus der Ladebucht entnommen und an den Roboterarm der Raumstation übergeben werden. Dort wurde das P5-Segment in eine Warteposition gebracht, damit dieses beim heutigen Weltraumausstieg installiert werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">John Shannon, Vorsitzender des&nbsp;<em>Mission Management Teams</em>&nbsp;(MMT), brachte im täglichen Briefing des&nbsp;<em>MMT</em>&nbsp;alle auf den neuesten Stand über die Auswertung der gewonnenen Daten während der Inspektion am 2. Flugtag und den Fotos während des RPM. Auf den Fotos, die während des RPM gemacht wurden, konnten die Techniker leichte Schäden an den Hitzeschutzkacheln im Bereich der Türen, die das Space Shuttle mit dem externen Tank verbinden, erkennen. Man vermutet aber, dass die Schäden nur oberflächlich sind und deshalb kein Problem darstellen werden. Man werde aber noch genaue Analysen durchführen, um wirklich sicher zu gehen. Außerdem trat, etwas unterhalb der Tür, eine Art cellophanartige Schutzfolie aus die dazu genutzt wird, damit während des Aufenthaltes des Shuttles auf der Startrampe kein Stickstoff aus der Tür austreten kann. Der Stickstoff wird als Schutzgas benutzt damit kein Wasserstoff mit Sauerstoff in Kontakt kommen kann und so ein explosives Gemisch bilden könnte. Für den Wiedereintritt ist diese Schutzfolie aber kein Hindernis, da sie sehr früh und schnell verglühen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 354 Kilometern. Discovery soll nach derzeitigem Stand wieder am Montag um 20:54 Uhr MEZ abdocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 4 (4. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Crew gestern um 16:47 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem ABBA-Song &#8222;Waterloo&#8220;. Das Lied wurde Christer Fuglesang gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bob Curbeam und Christer Fuglesang absolvierten erfolgreich ihren ersten Außenbordeinsatz und montierten das P5-Trägerelement an die Internationale Raumstation, die dadurch zwei Tonnen an Masse zunahm. Da keine passenden Kamerawinkel zu Verfügung standen, mussten Curbeam und Fuglesang die Besatzung innerhalb der Raumstation anleiten, damit diese mithilfe des Roboterarmes das P5 Segment perfekt ausrichten konnten. Beide Astronauten waren bei der Installation von P5 so schnell, das sie zahlreiche zusätzliche Aufgaben erfüllen konnten. Darunter fiel das Austauschen einer defekten Kamera, das Entfernen von Startsperren, die das P5 Segment während des Startes fest in der Ladebucht der Discovery gehalten haben, sowie die Verkabelung mit dem bestehenden Träger und das Öffnen eines Verschlusses an den das P6 Segment nächstes Jahr angeschlossen wird, wenn es von seiner jetzigen Position an seine endgültige Position verschoben wird. Der Weltraumausstieg begann um 21:31 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;und endete um 04:07&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;und war damit 6 Stunden und 36 Minuten lang. Für Bob Curbeam war es bereits der vierte Ausstieg in seiner Karriere und es war der allererste Einsatz für Christer Fuglesang. Beide Astronauten werden am Donnerstag ihren zweiten Einsatz in dieser Mission absolvieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des&nbsp;<em>Mission Management Team</em>&nbsp;Briefing gab es gute Nachrichten zu vermelden. Nach Analyse aller gewonnenen Daten der letzten drei Tage kamen die Experten der Nasa zu dem Schluss, dass der Hitzeschild des Space Shuttles in gutem Zustand ist und eine Rückkehr zur Erde jederzeit möglich ist. Eine detaillierte Inspektion des Hitzeschildes, welche am 5. Flugtag in den Plan hätte eingefügt werden müssen, ist nicht nötig. Die Manager des Raumstation Programm versuchen unterdessen ein von Christer Fuglesang, während des Außenbord Einsatzes, verlorenes Verlängerungsstück für das so genannte&nbsp;<em>Pistol Grip Tool</em>&nbsp;mit Radar zu verfolgen und eine Gefahr für die Raumstation oder den Orbiter auszuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an die Internationale Raumstation in einer Höhe von ca. 357 Kilometern. Discovery soll nach derzeitigem Stand am Montag um 20:54 Uhr&nbsp;<em>MEZ&nbsp;</em>abdocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 5 (5. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten an Bord des Space Shuttles&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurden gestern um 16:17 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Song &#8222;Suavemente&#8220;, gespielt von Elvis Crespo, geweckt. Der Song wurde Joan Higginbothom gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Besatzungen verbrachten heute sechs Stunden damit, das Solarzellenpaneel auf der rechten Seite des P6-Trägers einzufahren. Dabei stießen sie immer wieder auf Probleme, sodass sie das Paneel nur zu etwas mehr als der Hälfte einfahren konnten. Zum Glück war dies ausreichend, um das&nbsp;<em>SARJ</em>-System an den Solarzellenträgern des P4-Tägersegments zu aktivieren und zum ersten Mal das Kühlsystem im Trägersegment in Betrieb zu nehmen. Das&nbsp;<em>SARJ</em>-System rotiert die Solarzellenpaneele von P4 und vollführt dabei eine 360-Grad-Bewegung, um immer einen optimalen Winkel zur Sonne zu gewährleisten. Das P6-Solarzellenpaneel musste deshalb eingefahren werden, da es ansonsten die Bewegung des P4-Paneels blockiert hätte. Beim Einfahren des P6-Solarzellenträgers zeigten sich immer wieder zwei Symptome. Das erste Problem war, dass sich das Solarzellenpaneel nicht korrekt gefaltet hatte. Dieses Problem konnte man allerdings umgehen, indem man die Struktur wieder ein Stück ausfuhr und dann erneut einzog. Das zweite Problem war etwas komplizierter und führte schließlich zum Abbruch der Bemühungen. Bei diesem Problem verhakte sich ein Führungsdraht immer an einer bestimmten Stelle und verhinderte so ein korrektes Einziehen des Solarzellenflächen. Die Experten in Houston untersuchen deshalb diverse Methoden, wie man dieses Problem lösen könnte, da man die Solarzellenträger im optimalen Fall komplett einziehen will, damit man P6 in einer zukünftigen Mission an seine endgültige Position am P5 Trägersegment verschieben kann. Zu den Plänen, die derzeit diskutiert werden, gehört auch ein möglicher vierter Weltraumausstieg am 9. oder 10. Flugtag. Bis eine solche Entscheidung getroffen wird, fahren die Bodenkontrolle und die Besatzungen im All mit ihrem derzeitigen Plan fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es fand heute kein&nbsp;<em>Mission Management Team</em>&nbsp;Briefing statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an die Internationale Raumstation in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach derzeitigem Stand soll das Space Shuttle am Montag um 20:54 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;von der Raumstation abdocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 6 (6. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Discoverys</em>&nbsp;Crew wurde gestern um 16:17 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Under Pressure&#8220; von der Gruppe Queen geweckt. Das Lied wurde Astronaut Bob Curbeam gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bob Curbeam und Christer Fuglesang komplettierten ihren zweiten Weltraumausstieg und verkabelten dabei die erste Hälfte der Raumstation, Kanäle zwei und drei, neu. Der Außenbordeinsatz begann um 20:41 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;und endete um 01:41 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;und war damit eine komplette Stunde kürzer als erwartet. Bevor die beiden Astronauten jedoch die Verbindung neu verlegen konnten, musste die Bodenkontrolle in Houston zuerst in ca. der Hälfte der Raumstation den Strom abdrehen. Dazu gehörten die Beleuchtung, Kommunikationsgeräte, Ventilatoren und diverse Computer. Dies war ein kritischer Moment für die Raumstation, da man für ein paar Stunden sämtliche Redundanz verlor. Nachdem Curbeam und Fuglesang alle Verbindungen neu verlegt hatten, begann die Bodenkontrolle um 22:45 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;damit, zum allerersten Mal den Hauptschaltkasten der Raumstation zu aktivieren. Um 23:30 Uhr begann dann das erste der beiden Kühlsysteme damit, überschüssige Hitze in den Weltraum abzugeben. Bevor jedoch beide Astronauten wieder in die Raumstation zurückkehrten, verlegten sie noch zwei kleine Handkarren und installierten einen Hitzeschutz am Roboterarm der Raumstation. Sie brachten außerdem mehrere Werkzeugtaschen an der Raumstation an, damit diese Werkzeuge für zukünftige Weltraumausstiege zu Verfügung stehen. Beim dritten Außenbordeinsatz werden Bob Curbeam und Sunita Williams die zweite Hälfte der Raumstation in Angriff nehmen und damit den Weg für weitere Solargeneratoren und Weltraumlaboratorien, wie z. B. das europäische Labor Columbus, ebnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an die Internationale Raumstation in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach derzeitigem Stand soll das Space Shuttle am Montag um 20:54 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;abdocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 7 (7. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurden die Astronauten gestern um 15:52 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Low Rider&#8220; von der Gruppe War geweckt. Das Lied wurde Shuttle-Pilot Bill Oefelein gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach all den anstrengenden Tagen, die hinter den Astronauten liegen, gab die Bodenkontrolle in Houston der Crew des Space Shuttle einen halben Tag frei, um neue Kraft für die noch bevorstehenden Aufgaben zu sammeln. Die Besatzung verbrachte die meiste Zeit damit Transfergüter von und zur Internationalen Raumstation zu bringen. Sie unterstützen außerdem die Experten am Boden, um weitere Erkenntnisse über das nicht vollständig eingefahrene Solarzellenpaneel zu erlangen. Man vermutet, dass sich ein Führungsdraht in einer Öse verhedert hat und so ein korrektes Falten der einzelnen Solarpaneele verhindert. Die Bodenkontrolle in Houston unternahm einen Versuch, das Problem zu lösen, indem sie die Sonnensegel in eine Kippbewegung versetzen, um eine Wellenbewegung in den Paneelen zu induzieren. Leider löste sich der Führungsdraht nicht und man verschob weitere Lösungsversuche auf den heutigen Tag. Eine Entscheidung über einen möglichen vierten Weltraumausstieg wurde noch nicht getroffen. Die Expedition 14 Crew verbrachte den Großteil des Tages damit, Wartungsarbeiten durchzuführen. Die Crews nutzten außerdem die Gelegenheit mit verschiedenen Medienvertretern zu reden. Christer Fuglesang und Thomas Reiter sprachen außerdem mit der schwedischen Kronprinzessin Victoria über ihre Erlebnisse im All.<br>Derzeit übernimmt das Space Shuttle die Lagesteuerung der Internationalen Raumstation. Während des zweiten Weltraumausstieges gab es Probleme mit den Gyroskopen, als diese wieder in Betrieb genommen wurden. Experten in Houston vermuten, dass die Störung durch eine erhöhte Bremswirkung der Erdatmosphäre, bedingt durch die starke Sonnenaktivität der letzten Tage zu erklären ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach derzeitigem Stand soll das Shuttle am Montag um 20:54 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;abdocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 8 (8. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurde gestern um 15:52 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Fanfare of the Common Man&#8220;, gespielt vom Londoner Philharmonie-Orchester, geweckt. Das Lied wurde Nicholas Patrick gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Missionsspezialist Bob Curbeam und&nbsp;<em>ISS</em>&nbsp;Flugingenieurin Sunita Williams verließen für den dritten Außenbordeinsatz das Innere der Raumstation und verlegten die restlichen Kabel der Raumstation neu. Im Prinzip war es eine Kopie der Arbeiten, die während des zweiten Weltraumausstieges vollführt wurden. Diesmal schalteten die Experten in Houston die Stromkanäle eins und vier aus, damit Curbeam und Williams gefahrlos die Steckverbindungen neu anbringen konnten. Um 22:18 Uhr MEZ fuhr die Bodenkontrolle problemlos wieder die Systeme hoch. Mit Abschluss dieser Arbeiten befindet sich nun die Internationale Raumstation in ihrer endgültigen Verkabelung und ist nun bereit in zukünftigen Missionen neue Solargeneratoren und neue Laboratorien aufzunehmen. Beide Astronauten installierten noch eine Halterung am Roboterarm der Raumstation und positionierten einige Schutzpaneele gegen Mikrometeoriten am&nbsp;<em>Zvezda</em>&nbsp;Service Modul. Diese Paneele werden in einem zukünftigen Außenbordeinsatz installiert.<br>Anschließend widmeten sich beide Astronauten dem nur halb eingefahrenen Solarzellenpaneel. Sie positionierten sich unterhalb des Paneels und versetzten es mit Rüttelbewegung in Schwingung. Experten am Boden hofften, dass sich durch die starke Bewegung der Führungsdraht wieder lösen würde und so ein ordentliches Falten der Paneele wieder möglich wäre. Dies klappte auch beim ersten Versuch und das Solarpaneel konnte weiter eingefahren werden, allerdings verhakte sich der Führungsdraht an einer anderen Stelle erneut. Leider hatten die Astronauten nicht mehr genug Zeit und mussten weitere Versuche einstellen und den Einsatz beenden. Der Außeneinsatz dauerte insgesamt 7 Stunden und 31 Minuten und endete um 03:56 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Missions-Manager einigten sich auf einen zusätzlichen Weltraumausstieg. Dieser vierte Einsatz wird am Montag erfolgen und sich komplett auf das P6- Solarzellenmodul konzentrieren. Aufgrund der guten Ergebnisse, die Curbeam und Williams am Ende des dritten Ausstieges erreichten, sind die Experten in Houston zuversichtlich, dass man am Montag das Sonnensegel komplett einziehen kann. Für die Space-Shuttle-Crew bedeutet dieser zusätzliche Tag, dass sie am Dienstag von der Internationalen Raumstation abdocken werden und ihren ersten Landeversuch am Freitag unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach derzeitigem Stand soll das Space Shuttle am Dienstag von der Internationalen Raumstation abdocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 9 (9. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten an Bord des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurden gestern um 15:17 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Schöne, blaue Donau&#8220; von der Wiener Philharmonie geweckt. Das Lied wurde dem schwedischen Astronauten Christer Fuglesang gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war ein relativ ruhiger Tag für die Besatzungen. Der Fokus lag auf dem Transfer von Versorgungsgütern von und zur Raumstation. Alle Transferoperationen werden von Joan Higginbotham geleitet. Nach Abschluss des Tages waren etwa 92% aller Transfergüter an ihren Bestimmungsorten. Das Space Shuttle ist mit 2.364 Kilogramm an Gütern zur Internationalen Raumstation geflogen und wird mit etwa 1.688 Kilogramm, an nicht mehr benötigten Ausrüstungsgegenständen, wieder zur Erde zurückkehren. Die Crew bereitete sich außerdem auf den heutigen vierten Weltraumausstieg vor. Dieser vierte Einsatz wird von Bob Curbeam und Christer Fuglesang durchgeführt. Für Curbeam wird es sein vierter Außeneinsatz in dieser Mission sein und er wird damit einen neuen US-Rekord aufstellen. Er wird der erste Shuttle-Astronaut sein, der vier Außeneinsätze während einer einzigen Mission durchgeführt hat. Shuttle-Pilot William Oefelein wird Curbeam und Fuglesang bei ihrem Außenbordeinsatz aus der Raumstation heraus unterstützen. Die Astronauten haben einige Werkzeuge zur Verfügung die von der Crew mit Kapton-Klebeband überzogen werden, um so mögliche Risiken für einen elektrischen Schlag bei den Arbeiten am Solargenerator zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an die Internationale Raumstation in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Discovery soll nach derzeitigem Stand am Dienstag um 23:09 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;abdocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 10 (10. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Discoverys</em>&nbsp;Besatzung wurde gestern um 15:17 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Good Vibrations&#8220; von den Beach Boys geweckt. Das Lied wurde der gesamten Crew gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Robert Curbeam und Christer Fuglesang vollführten den vierten Außenbordeinsatz der Mission. In dem 6 Stunden und 38 Minuten langen Einsatz gelang es beiden Astronauten den rechten P6-Solarzellenflügel endgültig einzufahren. Curbeam positionierte sich dafür am Ende des Roboterarmes der Raumstation, während Fuglesang am unteren Ende der Solarzellenstruktur im Einsatz war. Innerhalb der Raumstation kontrollierten Joan Higginbotham und Sunita Williams den Roboterarm der Raumstation und Shuttle-Pilot Bill Oefelein choreografierte den Einsatz. Curbeam nutzte verschiedene Werkzeuge, wie z. B. einen Spachtel, der normalerweise für die Reparatur des Hitzeschildes vorgesehen ist, um einzelne Solarpaneele, die sich ineinander verhakt hatten, zu lösen. Wenn sich die einzelnen Paneele nicht korrekt falteten, nutzte Fuglesang die Möglichkeit, das gesamte Sonnensegel zu schütteln. Dies hatte sich schon während des letzten Außenbordeinsatzes als effektiv herausgestellt und so war es diesmal ebenfalls. Um 00:54 Uhr MEZ war dann das Sonnensegel komplett eingefahren und dies wurde von der Bodenkontrolle mit Applaus kommentiert. Auf dem Rückweg machte Fuglesang noch einige Fotoaufnahmen des linken Flügels, damit die Experten in Houston sich besser auf das Einziehen dieses Flügels im März vorbereiten können. Beide Flügel müssen eingezogen sein, damit das P6-Segment während der STS-120 Mission am Ende des P5-Trägers neu positioniert werden kann. Curbeam hat sich mit erfolgreichem Abschluss dieses Außenbordeinsatzes auf Platz 7 der Liste der längsten Weltraumausstiege vorgeschoben. Insgesamt verbrachten die Astronauten 25 Stunden und 45 Minuten während der Mission STS-116 außerhalb der Raumstation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 330 Kilometern.&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;soll nach derzeitigem Stand heute um 23:09 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;von der Raumstation abdocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 11 (11. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mission Control Houston weckte gestern die Besatzung des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;The Zamboni Song&#8220;, gespielt von den Gear Daddies. Das Lied wurde für die ganze Crew auf Wunsch des Trainingteams gespielt, die mit diesem Lied Shuttle-Pilot William Oefelein eine Nachricht zukommen lassen wollten. Die Bodencrew hatte es geschafft, Oefelein einen Halbkreis um die Station fliegen zu lassen anstatt des geplanten Viertelkreises.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>, mit seiner siebenköpfigen Besatzung, fliegt nun wieder allein. Shuttlekommandant Mark Polansky beendete mit dem Ablösen von der Raumstation um 23:09 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;acht Tage intensiver und vor allem erfolgreicher Arbeit. Doch bevor sich die Luken zwischen den beiden Raumschiffen schlossen, kamen beiden Crews noch einmal zu der traditionellen Abschiedszeremonie zusammen. Im Laufe dieser Zeremonie überreichte Expedition-14-Kommandant Mike Lopez-Alegria dem deutschen&nbsp;<em>ESA</em>-Astronauten Thomas Reiter speziell, mit dem Logo des amerikanischen Astronautencorps, modifizierte Luftwaffe-Schwingen und ernannte ihn zum Ehrenmitglied des Astronautencorps. Nach dem Abdocken von der Raumstation steuerte Shuttlekommandant Mark Polansky langsam auf eine Distanz von fast 200 Metern und übergab dann die Steuerung des Shuttles an seinen Piloten William Oefelein. Dieser flog dann das Shuttle in einen Halbkreis um die Raumstation und ermöglichte so eine detaillierte Fotodokumentation der&nbsp;<em>ISS</em>. Am Ende des Halbkreises feuerte die Crew die orbitalen Manöverdüsen und initiierte so das finale Trennungsmanöver. Die Besatzung konzentriert sich nun auf die bevorstehende letzte Inspektion des Hitzschildes der Discovery und verstaut schon erste nicht mehr benötigte Gegenstände für die Landung am Freitag. Die Crew wird heute außerdem noch zwei kleine Satelliten aussetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 320 Kilometern. Nach derzeitigem Stand soll&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;am Freitag um 21:56 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;in Florida landen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 12 (12. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew an Bord des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurde gestern um 13:47 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Say You&#8217;ll be Mine&#8220;. Das Lied wurde dem deutschen&nbsp;<em>ESA</em>&nbsp;Raumfahrer Thomas Reiter gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tag bestand für die Astronauten hauptsächlich aus der Überprüfung des Hitzschildes des Orbiters. Dieser Check wird durchgeführt, damit man eventuelle Schäden am Hitzeschild durch Mikrometeoriten oder Weltraummüll entdecken kann. Shuttlekommandant Mark Polansky, Pilot William Oefelein sowie Missionsspezialist Nicholas Patrick leiteten die Inspektion um 16:52 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;ein, als sie das ca. 15 Meter lange&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;aus seiner Halterung herausnahmen. Die komplette Inspektion dauerte fast sechs Stunden und endete um 23:22 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>. Während der Inspektion kümmerte sich der Rest der Crew um die Vorbereitungen für die Landung am Freitag, indem sie nicht mehr benötigte Ausrüstung verstaute. Gegen Ende des Tages setzte die Crew noch zwei Kaffeetassen-große Satelliten aus. Die Satelliten waren Technologie-Demonstrationen des amerikanischen Verteidigungsministeriums. Der erste Satellit, der ausgesetzt wurde, hieß&nbsp;<em>MEPSI</em>.&nbsp;<em>MEPSI</em>&nbsp;steht für Micro-Electrochemical System-Based PICOSAT Inspector und wurde entwickelt, um herauszufinden, wie ein kleiner autonomer Satellit ein größeres Raumfahrzeug beobachten kann.&nbsp;<em>MEPSI</em>&nbsp;könnte eines Tages dazu genutzt werden, Schäden an Raumschiffen zu untersuchen. Der zweite Satellit hieß&nbsp;<em>RAFT</em>&nbsp;und steht für Radar Fence Transponder. Dieser Satellit soll neue Designs für Raumfahrtzeuge erproben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 320 Kilometern. Die derzeitigen Pläne sehen eine Landung am Freitag vor. Das Space Shuttle hat Ressourcen an Bord für einen weiteren Landetag am Samstag. Für die Landung werden alle drei regulären Landeplätze für das Shuttle aktiviert. Dies sind das Kennedy Space Center, die Edward Airfoce Base sowie der White Sands Harbor. Die einzelnen Landemöglichkeiten sind folgende:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><th>Orbit</th><th>Landeplatz</th><th>Deorbit (MEZ)</th><th>Landung (MEZ)</th></tr><tr><td>202</td><td>KSC</td><td>20:49</td><td>21:56</td></tr><tr><td>203</td><td>EDW</td><td>22:19</td><td>23:27</td></tr><tr><td>203</td><td>NOR</td><td>22:20</td><td>23:27</td></tr><tr><td>203</td><td>KSC</td><td>22:26</td><td>23:32</td></tr><tr><td>204</td><td>EDW</td><td>23:54</td><td>01:00</td></tr><tr><td>204</td><td>NOR</td><td>23:57</td><td>01:02</td></tr><tr><td>205</td><td>EDW</td><td>01:32</td><td>02:36</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Status Report Nr. 13 (13. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung, bestehend aus Kommandant Mark Polansky, Pilot William Oefelein und den Missionsspezialisten Robert Curbeam, Joan Higginbotham, Nicholas Patrick, Thomas Reiter und Christer Fuglesang, wurde gestern mit dem Lied &#8222;The Road Less Traveled&#8220; von Joe Sample um 13:17 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;geweckt. Das Lied wurde Joan Higginbotham gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Polansky, Oefelein und Curbeam testeten gestern die einzelnen Systeme des Space Shuttles für die bevorstehende Landung am heutigen Tag. Der erste Test war ein Check der Steuerflächen des Orbiters, gefolgt von einem Testzünden der Steuerdüsen, die das Space Shuttle in der oberen Atmosphäre, wo die Luftdichte noch nicht ausreicht um das Shuttle mit den Steuerflächen zu kontrollieren, steuern. Polansky und Oefelein trainierten dann noch einmal die Landung an einem Laptop und beendeten die Checks am Orbiter mit dem erfolgreichen Test der Kommunikationsausrüstung.<br>Fuglesang und Higginbotham setzten später am Tag noch den dritten Kleinsatelliten im All aus. Der Satellit, namens&nbsp;<em>ANDE</em>, dient zur Erforschung des Bremseffektes der Atmosphäre im unteren Erdorbit und soll die derzeitigen Computermodelle verbessern.<br>Die komplette Crew nahm sich neben all diesen Aktivitäten auch noch Zeit für Interviews mit CNN, ABC und beantworteten Fragen von Schülern des Challenger Learning Center in Alaska.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach eingehender Analyse der Bilder, die während der gestrigen Durchmusterung des Hitzschildes von&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;gesammelt wurden, kamen die Experten zu dem Ergebnis, dass keine Gefahr für den Orbiter besteht und somit einer Landung am heutigen Tag nichts im Weg steht. Flugdirektor Norman Knight, der den Wiedereintritt des Shuttles überwachen wird, gab seine Strategie für den heutigen Landeversuch bekannt. Für die Landung werden alle drei Landemöglichkeiten für das Shuttle aktiviert. Die erste Landemöglichkeit ist in Florida am Kennedy Space Center. Die Wettervorhersage sagt allerdings eine niedrige Wolkendecke sowie Regen voraus. Die zweite Landemöglichkeit befindet sich in Kalifornien auf der Edwards Airforce Base. Die Wettervorhersage sagt hier allerdings starke Seitenwinde voraus. Die dritte Möglichkeit liegt in New Mexico auf dem White Sands Space Harbor. Die Vorhersage gibt derzeit grünes Licht für eine Landung dort. Es wäre die erste Landung seit&nbsp;<em>Columbia</em>&nbsp;am Ende der&nbsp;<em>STS-3</em>-Mission. John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Teams, erklärte, dass die Nasa einiges seit der STS-3 Landung gelernt hat. Damals sorgte ein falscher Umgang mit dem empfindlichen Shuttle dafür, das sich überall am Orbiter Sand ablagerte und die Teams fast zwei Jahre brauchten, um das Shuttle wieder flugbereit zu machen. Diesmal gibt es einen geschützten Platz für das Shuttle, der die Kontaminierung verhindern soll. White Sands hat außerdem ein neues medizinisches Zentrum, sodass auch für die Gesundheit der Astronauten bestens gesorgt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Die derzeitigen Landemöglichkeiten sind folgende:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><th>Orbit</th><th>Landeplatz</th><th>Deorbit (MEZ)</th><th>Landung (MEZ)</th></tr><tr><td>202</td><td>KSC</td><td>20:49</td><td>21:56</td></tr><tr><td>203</td><td>EDW</td><td>22:19</td><td>23:27</td></tr><tr><td>203</td><td>NOR</td><td>22:20</td><td>23:27</td></tr><tr><td>203</td><td>KSC</td><td>22:26</td><td>23:32</td></tr><tr><td>204</td><td>EDW</td><td>23:54</td><td>01:00</td></tr><tr><td>204</td><td>NOR</td><td>23:57</td><td>01:02</td></tr><tr><td>205</td><td>EDW</td><td>01:32</td><td>02:36</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"> &#8211; Ende &#8211;</p>
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		<title>Discovery wartet weiter auf den Start</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/discovery-wartet-weiter-auf-den-start/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Dec 2006 20:28:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[Erweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Startverschiebung]]></category>
		<category><![CDATA[STS-116]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Space Shuttle Discovery steht auf der Startrampe bereit und auch die Crew ist am Sonntag in Florida eingetroffen. Der erste Countdown für STS-116 musste Donnerstag Nacht wegen schlechtem Wetter abgebrochen werden. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA. Am Sonntag, dem 3. Dezember 2006, traf die Crew für die Mission STS-116 am Kennedy Space [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Space Shuttle Discovery steht auf der Startrampe bereit und auch die Crew ist am Sonntag in Florida eingetroffen. Der erste Countdown für STS-116 musste Donnerstag Nacht wegen schlechtem Wetter abgebrochen werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Maria Steinrück</a>. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04122006212830_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04122006212830_small_1.jpg" alt="NASA" width="479" height="308"/></a><figcaption>
Die Crew von STS-116: Joan Higginbotham, William Oefelein, Robert Curbeam, Christer Fuglesang, Nicholas Patrick, Sunita Williams und Mark Polansky 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sonntag, dem 3. Dezember 2006, traf die Crew für die Mission <i>STS-116</i> am <i>Kennedy Space Center</i> in Florida ein. Kommandant Mark Polansky und Pilot William Oefelein sowie die Missionsspezialisten Joan Higginbotham, Robert Curbeam, Nicholas Patrick, der Schwede Christer Fuglsang und Sunita Williams landeten mit ihrem T-38-Flugzeug auf der Shuttle-Landebahn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <i>Discovery</i> steht währenddessen, geschützt von der  <i>Rotating Service Structure</i> (RSS), auf der Startrampe 39B. Donnerstag Früh soll die RSS-Struktur in eine &#8222;Parkposition&#8220; gedreht werden und das Space Shuttle für den Start freigeben.  <br>Die Mission <i>STS-116</i> soll das <i>P5</i>-Gitterstrukturelement zur Internationalen Raumstation <i>ISS</i> bringen. Dieses wird von den Missionsspezialisten während dreier <i>Extravehicular Activities (EVAs)</i> installiert. Sunita Williams wird auf der ISS bleiben und den deutschen Astronauten Thomas Reiter ablösen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04122006212830_small_2.jpg" alt="Bildquelle" width="361" height="240"/><figcaption>
Die Discovery auf der Startrampe. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Heute, am 4. Dezember, um 11 Uhr abends Ortszeit (5 Uhr MEZ) soll der Countdown starten. Es wird von T-43 Stunden heruntergezählt. 27 Stunden und 36 Minuten Reservezeit sind dabei mit eingerechnet, sodass auch bei Verzögerungen und angehaltenem Countdown die Discovery pünktlich abheben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant ist der Start für 21:35 Uhr Ortszeit, das entspricht 3:35 morgens Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Wer sich den Start also live auf <a href="https://www.nasa.gov/live/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">NASA-TV</a> ansehen will, muss früh aufstehen!  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update</strong>: Wegen schlechten Wetters über Cape Canaveral musste der Countdown eine Minute vor Zündung  abgebrochen werden und ist nun für die Nacht von Samstag auf Sonntag geplant!    </p>
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		<item>
		<title>Atlantis landet in der Morgendämmerung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlantis-landet-in-der-morgendaemmerung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Sep 2006 20:33:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantis]]></category>
		<category><![CDATA[Erweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsende]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
		<category><![CDATA[STS-115]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Atlantis beendete am Donnerstag, dem 21. 9. 2006, mit der Landung beim Kennedy Space Center in Florida die Mission STS-115. Kommandant Brent Jett meinte, die Mission sei sehr gut verlaufen. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA. Am Donnerstag flog die Atlantis noch im Morgengrauen auf ihren Landeplatz beim Kennedy Space Center in Florida [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Atlantis beendete am Donnerstag, dem 21. 9. 2006, mit der Landung beim Kennedy Space Center in Florida die Mission STS-115.  Kommandant Brent Jett meinte, die Mission sei sehr gut verlaufen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Maria Steinrück</a>. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092006223350_small_1.jpg" alt="NASA, http://www.nasa.gov" width="258" height="171"/><figcaption>
Die Atlantis entfaltet ihren Bremsfallschirm. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag flog die Atlantis noch im Morgengrauen auf ihren Landeplatz beim Kennedy Space Center in Florida zu. Ungefähr eine Meile vor dem Landeplatz senkte der Orbiter sein Heck um dann um 6.21 EDT (12.21 MESZ) mit einer Geschwindigkeit von 345 km/h auf der Rollbahn aufzusetzen. Wenige Sekunden später, nachdem auch die Nase des Shuttles aufgesetzt hatte, entfaltete sich der Bremsfallschirm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092006223350_small_2.jpg" alt="Bildquelle" width="254" height="169"/><figcaption>
Die Crew von STS-115, im Hintergrund die Atlantis 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Landung wurde die Mission STS-115, bei der die Internationale Raumstation ISS weiter ausgebaut wurde, erfolgreich beendet. Der Kommandant Brent Jett äußerte sich dazu: &#8222;Die Mission verlief von unserem Standpunkt aus sehr gut.&#8220; Weiter lobte er die anderen Crewmitglieder: &#8222;Chris Ferguson (Pilot) unterstützte mich. Es war ein Privileg, mit ihm zu fliegen. Heidi (Stefanyshyn-Piper, Missionsspezialistin) ist eine sehr kluge Person. Sie hatte viele Ideen, die man von jemandem, der zum ersten Mal ins All fliegt, normalerweise nicht hört.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember wird vorraussichtlich der nächste Space Shuttle-Start stattfinden: Die Discovery wird bei STS-116 zur ISS aufbrechen.  
</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>ISS breitet ihre Flügel aus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-breitet-ihre-fluegel-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2006 14:33:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
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		<category><![CDATA[STS-115]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Arbeiten der Atlantis-Crew gehen weiter. Heute konnte eine während der vergangenen Tage installierte Solarzellen-Anordnung planmäßig entfaltet werden. Dies lässt die ISS nun auf ca. 80 m Länge anwachsen und stellt gleichzeitig die Erfüllung des Hauptziels der 116ten Shuttle-Mission dar. Ein Beitrag von Alexander Höhn. Quelle: Spaceflight Now/ SpaceDaily. Am Dienstag wurde das 16 Tonnen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Arbeiten der Atlantis-Crew gehen weiter. Heute konnte eine während der vergangenen Tage installierte Solarzellen-Anordnung planmäßig entfaltet werden. Dies lässt die ISS nun auf ca. 80 m Länge anwachsen  und stellt gleichzeitig die Erfüllung des Hauptziels der 116ten Shuttle-Mission dar.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Alexander Höhn. Quelle: Spaceflight Now/ SpaceDaily.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Dienstag wurde das 16 Tonnen schwere Trägerteil mit den Solarzellen mithilfe eines Roboterarms an die Station angebracht. Gestern wurden die Arbeiten durch den kanadischen Astronauten Steve MacLean und den US-Amerikaner Dan Burbank bei einem Einsatz außerhalb der Station fortgesetzt. Hierbei ging ein Bolzen verloren, der jedoch keine weitere Gefahr für die Station oder das Shuttle darstellt. 
<br>
Die Entfaltung heute lief bis auf einige kleinere Software-Probleme einwandfrei. Im Jahre 2000 gab es beim Entfalten einer identischen Anordnung wesentlich mehr Probleme. Aufgrund der niedrigen Temperaturen froren die gefalteten Teile zusammen, brachen beim Entfalten dann los und erzeugten damit so große Schwingungen, das ein Kabel aus seiner Verankerung sprang. Deshalb wurde diesmal die Prozedur schrittweise durchgeführt, damit sich die Struktur zwischendurch erwärmen kann. Man entfaltete erst um ca. einen Meter, dann auf die Hälfte der Gesamtlänge und dann schließlich auf 100 % der Gesamtlänge. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14092006163329_small_1.jpg" alt="Nasa TV / Spaceflight Now" width="398" height="296"/><figcaption>
Eine Anordnung von Solarzellen kurz vor der kompletten Entfaltung 
<br>
(Bild: Nasa TV / Spaceflight Now)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem weiteren Ausstieg am Freitag muss nun noch die entfaltete Solarzellen-Anordnung angeschlossen und in Betrieb gebracht werden. Damit verdoppelt sich die der ISS zu Verfügung stehende Energiemenge beinahe. Ist die Station voll ausgebaut, liefert die installierte Anordnung rund ein Viertel der Gesamtenergie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erfolgreiche Einbau dieser Solarzellen-Anordnung ist sehr wichtig für den weiteren Ausbau der Station und die Aufnahme des europäischen und japanischen Forschungsmoduls.    
</p>
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		<item>
		<title>Atlantis eröffnet Baustelle im Orbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlantis-eroeffnet-baustelle-im-orbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Sep 2006 08:16:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantis]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[Crew Transfer]]></category>
		<category><![CDATA[Erweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
		<category><![CDATA[STS-115]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am letzten Tag des Startfensters hob Samstag nachmittag europäischer Zeit die Atlantis ab und startete zu einem lang erwarteten Flug, mit dem der Ausbau der ISS endlich wieder aufgenommen wird. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now. Nach zwei Wochen, in denen sie von einem Antennenproblem, einem Blitzeinschlag, einem Tropensturm, einer angeschlagenen Brennstoffzellenpumpe und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/atlantis-eroeffnet-baustelle-im-orbit/" data-wpel-link="internal">Atlantis eröffnet Baustelle im Orbit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am letzten Tag des Startfensters hob Samstag nachmittag europäischer Zeit die Atlantis ab und startete zu einem lang erwarteten Flug, mit dem der Ausbau der ISS endlich wieder aufgenommen wird.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/535690mainatlantispad115fullnasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/535690mainatlantispad115fullnasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Shuttle Atlantis auf der Startrampe (STS-115). (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach zwei Wochen, in denen sie von einem Antennenproblem, einem Blitzeinschlag, einem Tropensturm, einer angeschlagenen Brennstoffzellenpumpe und dem fast schon routinemäßigen Ärger mit einem Treibstoffsensor im externen Tank am Boden festgehalten wurde, flammten um 11:14 Uhr Ortszeit die Haupttriebwerke der <i>Atlantis</i> endlich auf, Sekunden später gefolgt von den Feststoffboostern. Es war der fünfte Anlauf zum Start am letzten Tag des Startfensters. Hätte es nicht geklappt, dann hätte nicht nur der Start der <i>Atlantis</i> weiter nach hinten verschoben werden müssen, sondern auch der Start der nächsten russischen Sojuskapsel. Dieser Ärger mit den Russen konnte also in letzter Minute vermieden werden, als das Startglück den Amerikanern doch noch hold war.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Brent, es sieht so aus, als ob euer langes Warten ein Ende hat&#8220;, funkte Startdirektor Mike Leinbach der Crew ein paar Minuten vor dem Start hinüber. &#8222;Wir wünschen euch alles Glück der Welt und sehen euch in zwei Wochen hier wieder.&#8220;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir wissen diese Worte und die Anstrengungen für diesen Start zu würdigen&#8220;, antwortete Commander Brent Jett. &#8222;Es hat jetzt fast vier Jahre, zwei &#8218;Return to Flight&#8216;-Missionen und enorm viel Arbeit von Tausenden von Leuten gekostet, den Ausbau der ISS wieder aufzunehmen.&#8220;  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/159687mainlaunchlgsts115nasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/159687mainlaunchlgsts115nasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Shuttle Atlantis startet zur Misston STS-115. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Was dann folgte, war eine spektakuläre Show: Auf dem weißglühenden Strahl ihrer Auspuffgase reitend, schoss die schwer beladene Raumfähre mit einer Vertikal-Beschleunigung von 0 auf 200 km/h in 10 Sekunden in den Himmel, durchschnitt die Wolken über dem Cape Canaveral und rollte um ihre Längsachse, um die Flugbahn zur ISS einzunehmen. Eine Kamera auf dem externen Tank lieferte dramatische Livebilder, wie der Shuttle die Küste von Florida unter sich zurück ließ, als er sich über dem Atlantik in den Himmel schraubte.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">NASA-Administrator Griffin sagte: &#8222;Was Sie heute gesehen haben, war ein tadelloser Countdown, ein majestätischer Start, und es war schön, hier zu sein. Dieses Raumfahrzeug ist viele Jahre lang nicht mehr geflogen und nicht alles, was in den letzten Wochen passiert ist, war einfach. Aber heute war es ein makelloser Tag.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist einer der kompliziertesten Flüge in der Geschichte der Space Shuttles. Commander Brent Jett und seine fünf Besatzungsmitglieder werden mit Unterstützung der drei Mann an Bord der Raumstation einen 17 Tonnen massigen und neun Meter langen, mit Solarzellen bestückten Ausleger im Wert von über 370 Millionen Dollar am Laborkomplex montieren. Drei Weltraumausstiege sind geplant, um die elektrischen und die Kühlsysteme anzuschließen und die gigantischen Paneele zu entfalten. Und dies ist nur die erste einer ganzen Serie ähnlich schwieriger Missionen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Meiner Meinung nach rangiert jeder der Shuttle-Flüge in den nächsten 12 bis 18 Monaten ganz oben auf der Komplexitätsrangliste aller jemals geflogenen Missionen, eingeschlossen die <i>Hubble</i>-Serviceflüge&#8220;, sagte Paul Hill, Missionsmanager vom Johnson Space Center. &#8222;Die Tatsache, dass wir 18 Monate lang eine ganze Serie von Missionen durchführen, von denen jede einzelne absolut entscheidend ist für die nächste Mission, macht diese 18 Monate zweifellos zu den kompliziertesten in der Geschichte der bemannten Raumfahrt, die wir je erlebt haben.&#8220;  
<br>
&#8222;Wir sind zuversichtlich, dass die NASA in den nächsten paar Tagen, und auch paar Jahren, unserer Nation, unseren Partnern und unseren Freunden in der Welt beweisen wird, dass es das Warten und die Mühen wert war. Wir sind bereit, die Arbeit aufzunehmen&#8220;, ergänzte Shuttle-Manager Wayne Hale.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092006101644_small_2.jpg" alt="NASA-TV/Spaceflight Now" width="260"/><figcaption>
Video-Standbild vom externen Tank, mit hervorgehobenen Schaumstoffstücken. 
<br>
(Bild: NASA-TV/Spaceflight Now)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesem Flug kam wieder dieselbe Konfiguration des externen Tanks wie beim letzten Flug der <i>Discovery</i> zum Einsatz. Und wieder lösten sich, wie in Videoaufnahmen zu sehen war, Schaumstücke und auch ein Stück Eis vom Tank, allerdings wieder erst deutlich nach der kritischen Zwei-Minuten-Grenze, in der der Shuttle noch durch die tieferen, dichteren Schichten der Atmosphäre rast und abfallende Gegenstände so stark abgebremst werden, dass sie beim Auftreffen auf Shuttle-Hitzeschildkacheln Schaden anrichten können. Mag sein, dass die Schaumverkleidung jetzt so stabil ist, dass sie erst nach minutenlanger Belastung durch die mit Überschallgeschwindigkeit vorbeiströmende, mit wachsender Höhe immer kältere Luft mürbe wird.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Video zeigte auch, dass die außen am externen Tank montierte Leitung für flüssigen Sauerstoff nach dem Ablösen des Shuttles in erheblichem Maße hin und her schwang. Eine früher übliche, aerodynamische Schaumstoffverkleidung wird ja mittlerweile nicht mehr aufgebracht, um die Schaumstoffprobleme weiter zu reduzieren. Dadurch ist aber auch die stützende Wirkung auf die Leitung entfallen. Inwieweit die Schwingungen der Leitung ein Problem darstellen, muss noch geklärt werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Zeit laufen noch die Sichtungen und Untersuchungen der Shuttle-Außenhaut, ob es wirklich keine Schäden gegeben hat und ob folglich die <i>Atlantis</i> zur Landung frei gegeben werden kann. Bis dahin ist aber noch reichlich Zeit, in der die vereinigten Crews von Shuttle und ISS ihr volles Programm hoffentlich erfolgreich absolvieren werden. Der Shuttle hat bereits an der ISS angedockt und den Solarzellen-Ausleger entladen. Wir werden Sie darüber in unserem ISS Weekly Report und gegebenenfalls im Portal weiter informieren.    
</p>
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		<item>
		<title>Neue ESA-Bodenstation erreicht Meilenstein</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-esa-bodenstation-erreicht-meilenstein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 2004 14:28:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenstation]]></category>
		<category><![CDATA[Cebreros]]></category>
		<category><![CDATA[Erweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim Bau der zweiten Deep Space-Bodenstation der ESA in Cebreros bei Madrid ist mit dem Aufsetzen der 35 Meter-Antenne auf den Sockel ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA. In der Vergangenheit bestand für die europäische Weltraumagentur ESA keine Notwendigkeit, eigene Bodenstationen für den Kontakt mit Raumsonden in großer Distanz [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim Bau der zweiten Deep Space-Bodenstation der ESA in Cebreros bei Madrid ist mit dem Aufsetzen der 35 Meter-Antenne auf den Sockel ein wichtiger Meilenstein erreicht worden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein.</a> Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31122004152808_small_1.jpg" alt="None" width="352" height="288"/><figcaption>
Dieses WebCam-Bild zeigt den aktuellen Stand der Bauarbeiten.
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(Foto: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Vergangenheit bestand für die europäische Weltraumagentur ESA keine Notwendigkeit, eigene Bodenstationen für den Kontakt mit Raumsonden in großer Distanz zu unterhalten. Nur vereinzelt zielten ESA-Missionen über das Erde-Mond-System hinaus, so beispielsweise 1986 die Mission <i>Giotto</i> zum Kometen Halley. In diesen seltenen Fällen wurde das amerikanische <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Deep Space Network</i></a> mit seinen drei über den Planeten verteilten Bodenstationen genutzt, das mit gigantischen, bis zu 70 Meter durchmessenden Parabolantennen auch noch Kontakt zu den entferntesten Flugkörpern herstellen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens mit dem ESA-Programm <i>Cosmic Visions 2020</i>, das gleich eine Vielzahl von Forschungsmissionen zu anderen Planeten unseres Sonnensystems vorsah, war die Notwendigkeit der Errichtung eigener Deep Space-Bodenstationen klar. Der Anfang wurde im Frühjahr 2003 gemacht, als die erste Deep Space-Bodenstation der ESA in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_Norcia" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">New Norcia</a> (Australien) in Betrieb ging. Ihre 35 Meter-Antenne ist in der Lage, mit den interplanetaren Raumsonden der ESA wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mars_Express" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Mars Express</i></a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rosetta_(Sonde)" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Rosetta</i></a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Venus_Express" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Venus Express</i></a> Kontakt zu halten. Da eine Bodenstation für die verschiedenen existierenden und geplanten ESA-Sonden aber nicht ausreichen würde &#8211; zumal durch die Erdrotation eine einzige Antenne auch immer nur zeitlich begrenzt Kontakt zu einer Raumsonde halten kann &#8211; begann im September 2003 der Bau einer zweiten 35 Meter-Antenne in Spanien unweit der Hauptstadt Madrid.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fertigstellung der neuen Deep Space-Bodenstation Cebreros ist für Herbst nächsten Jahres geplant, wenn mit <i>Venus Express</i> die dritte interplanetare Raumsonde der ESA startet. In diesem Monat konnte in Cebreros mit dem Aufsetzen der 35 Meter durchmessenden, in zwei Achsen beweglichen Parabolantenne auf ihren Sockel ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Die nächsten Monate werden mit dem Abschluss der mechanischen Arbeiten, dem Einrichten der hochsensiblen Empfangsanlagen und des leistungsstarken Senders sowie der Fertigstellung der Versorgungsgebäude ausgefüllt sein. Die neue Deep Space-Bodenstation Cebreros wird wie auch die Anlage in New Norcia weitestgehend automatisch per Fernsteuerung vom <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.esa.int/About_Us/ESOC" target="_blank" data-wpel-link="external"><i>European Space Operations Centre (ESOC)</i></a> in Darmstadt aus gesteuert werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31122004152808_small_2.jpg" alt="None" width="400" height="286"/><figcaption>
Die neue ESA-Bodenstation Cebreros aus der Vogelperspektive.
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(Foto: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Für Cebreros werden wir insgesamt nur zwei Jahre Bauzeit benötigen&#8220;, so ESOC-Projektleiter Manfred Warhaut. &#8222;Wir konnten die Infrastruktur einer auf dem Gelände von Cebreros liegenden ehemaligen NASA-Station im März 2004 übernehmen. Die Renovierung der bereits vorhandenen Gebäude und die technische Neuausstattung ist natürlich wesentlich kostengünstiger, als ein völliger Neubau auf einer grünen Wiese, so wie es in New Norcia geschah.&#8220; In Zukunft soll noch eine dritte Bodenstation in Südafrika oder Südamerika das Netz der ESA-eigenen Deep Space-Bodenstationen ergänzen. <br>Um den schon im kommenden Jahr weiter wachsenden interplanetaren Datenverkehr bewältigen zu können, hat sich die ESA darüber hinaus dazu entschlossen, die elektronische Ausstattung einer bereits in Perth (Australien) vorhandenen 15-Meter-Antenne zu verbessern, so dass auch sie für die Kommunikation mit interplanetaren Raumsonden der ESA genutzt werden kann; ursprünglich war sie für den Empfang von Telemetrie-Daten startender Ariane-Trägerraketen und deren Nutzlasten errichtet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Baufortschritt in Cebreros lässt sich über eine WebCam auf der Seite http://www.vilspa.esa.int/~webcam/ im Internet verfolgen. [Edit 2021: Kamera nicht mehr aktiv]
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