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	<title>ESRO &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>ESRO &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Europa</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESRO]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch-Guayana]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie sollte der erste europäische Träger werden, wurde jedoch zum Desaster: Die &#8222;Europa&#8220; war einer der größten Fehlschläge der Geschichte der europäischen Raumfahrt, doch führte sie schließlich zur Ariane. Die&#160;Europa&#160;war der erste Versuch Westeuropas, eine eigene Trägerrakete zu entwickeln. Basierend auf der englischen Mittelstreckenrakete Blue Streak war sie der Versuch, in den Satellitenmarkt, der sich [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Sie sollte der erste europäische Träger werden, wurde jedoch zum Desaster: Die &#8222;Europa&#8220; war einer der größten Fehlschläge der Geschichte der europäischen Raumfahrt, doch führte sie schließlich zur Ariane.</h4>



<p>Die&nbsp;<em>Europa</em>&nbsp;war der erste Versuch Westeuropas, eine eigene Trägerrakete zu entwickeln. Basierend auf der englischen Mittelstreckenrakete Blue Streak war sie der Versuch, in den Satellitenmarkt, der sich grade entwickelte, einzusteigen. Jedoch wurde das Programm ein Desaster und schließlich von den verschiedenen Entwicklungsländern aufgegeben.</p>



<p><strong>Entwicklung</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/raketen/europa.jpg" alt="ELDO"/><figcaption>Erster und einziger Start einer Europa 2 von Kourou aus. Dieser Start war ein Fehlschlag.<br>(Bild: ELDO/ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Entwicklung der&nbsp;<em>Europa</em>&nbsp;begann 1962, als sechs europäische Staaten (BR Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande) die&nbsp;<em>European Launcher Development Organisation</em>&nbsp;(ELDO, Europäische Trägerentwicklungsorganisation) gründeten. Man entschied sich schnell, einen Träger auf Basis der britischen Mittelstreckenrakete Blue Streak, die in der Technik der Atlas ähnlich ist, zu verwenden. Die Blue Streak wurde Ende der 1950er Jahre entwickelt worden, um britische Atombomben tief ins Gebiet der UdSSR zu bringen. Sie wurde aber schon Anfang der 1960er Jahre ausgemustert, weil sie, wie die Atlas, nur als Erstschlagwaffe effektiv war. Die Tests der Blue Streak fanden von Woomera in Australien aus statt. Das britische Militär wollte die ausgemusterten Blue Streaks als Trägerraketen weiterbenutzen und so wurden sie schnell der ELDO übergeben. Diese hatte schon früh gravierende Mängel: Die ELDO hatte (heute völlig unvorstellbar) keinen Hauptauftragnehmer, sondern jedes Land hatte mehrere Unterauftragnehmer, die ihren Teil entwickelten. Die Verteilung der Entwicklungselemente wurde durch die Beteiligung der jeweiligen Mitgliedernationen in der ELDO: Großbritannien zahlte insgesamt 39% des ELDO-Budgets und wurde mit der Entwicklung der Erststufe beauftragt. Frankreich zahte 24% und sollte so die zweite Stufe entwickeln. Die dritte Stufe sollte Deutschland, dass 19% zahlte, übernehmen. Deutschland hatte sich zunächst vollkommen geweigert, an der Entwicklung mitzuarbeiten, da man der Ansicht war, Nutzlasten könnten auch mit amerikanischen Trägern gestartet werden. Italien mit 10% Beteiligung sollte den Testsatelliten bauen, während Belgien für die Bahnverfolgung und die Niederlande für die Telemetrie zuständig waren. Da die Blue Streak als Erststufe geplant war und sich die Startrampen in Australien befanden, wurde es kurzerhand zum Mitglied der ELDO gemacht.</p>



<p>Als Nutzlastkapazität waren für die&nbsp;<em>Europa 1</em>&nbsp;1.200 kg in einem LEO und 200 kg in den GTO vorgesehen. Doch schon einige Zeit nach dem Beginn der Entwicklung war diese Nutzlastkapazität zu gering, weswegen man eine Weiterentwicklung plante, die&nbsp;<em>Europa 2</em>. Sie sollte 400 kg in den GTO bringen, immer noch zu wenig für diese Zeit. Dabei sollte Frankreich eine Viertstufe entwerfen, die von der Diamant, der ersten französischen Trägerrakete, abstammen sollte.</p>



<p><strong>Technik</strong></p>



<p>Die&nbsp;<em>Europa 1</em>&nbsp;war eine dreistufige Rakete, die sowohl mit Kerosin und flüssigem Sauerstoff (LOX) als auch mit den Treibstoffen Aerozin 50 (eine Mischung aus jeweils 50% UDMH und Hydrazin) bzw. UDMH und Distickstofftetroxid betrieben wurde. Die Stufen im Detail:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die&nbsp;<strong>erste Stufe</strong>&nbsp;war eine modifizeirte Blue Streak und wurde von Großbritannien gebaut. Sie war 18,4 Meter lang, hatte einen Durchmesser von 3,05 m und wog vollbetankt 94,9 t. Ihre Triebwerke hatten einen Schub von 1.334 kN bei der&nbsp;<em>Europa 1</em>&nbsp;und 1.512 kN bei der&nbsp;<em>Europa 2</em>, brannten 160 Sekunden lang und benutzten als Treibstoff Kerosin und als Oxidator flüssigen Sauerstoff. Ihre Technik entspricht der der Atlas, so ähneln ihre zwei Haupttriebwerke den Marschtriebwerken der Atlas D und sie benutzt druckbeaufschlagten Tanks. Aber es gab auch unterschiede zur Atlas: So waren die zwei Triebwerke schwenkbar, sodass sie die Rakete ohne zusätzliche Vernierdüsen steuerten. Für die&nbsp;<em>Europa 2</em>&nbsp;wurde mehr Treibstoff mitgeführt und die Triebwerke wurden verbessert, um die Viertstufe tragen zu können.</li><li>Die zweite Stufe wurde von Frankreich gebaut und Coraile genannt. Sie war 5,5 m lang, hatte einen Durchmesser von 2 m und wog voll betankt 11,9 t. Ihre Triebwerke leisteten einen Schub von insgesamt 274 kN, brannten 100 Sekunden lang und verwendeten als Treibstoff UDMH und als Oxidator Distickstofftetroxid. Sie ist eine sehr einfache Stufe und verwendet z. B. keine Turbopumpen für die Treibstoffversorgung.</li><li>Die dritte Stufe wurde von Deutschland gebaut und Astris genannt. Sie war 3,82 m lang, hatte einen Durchmesser von 2 m und wog voll betankt 3,4 t. Ihr Triebwerk hatte einen Schub von 23,3 kN, brannte 360 Sekunden lang und als Treibstoff benutzte sie Aerozin 50 und Distickstofftetroxid als Oxidator. Sie war der Wiedereinstieg Deutschlands in den Raketenbau, nachdem die meisten Konstrukteure der V2, wie etwa Wernher von Braun, in die USA, die UdSSR und nach Frankreich gebracht worden waren. Die Konstrukteure der Astris waren einige wenige Ingenieure der V2, vor allem aber junge Ingenieure, die den Zweiten Weltkrieg größtenteils nicht erlebt hatten. Doch trotz der unerfahrenen Konstrukteure war die Drittstufe der modernste Teil der&nbsp;<em>Europa</em>. Sie wurde aus leichten Metalllegierungen gebaut und das Triebwerk war kardanisch aufgehängt, damit es geschwenkt werden konnte, Für die Regulation der Rollachse hatte sie zwei kleine Vernierdüsen und alle drei Triebwerke wurden mit einer Druckgasbeaufschlagung mit Treibstoff versorgt. Für die&nbsp;<em>Europa 2</em>&nbsp;wurde mehr Treibstoff verwendet, um die Viertstufe mitführen zu können.</li><li>Die vierte Stufe wurde nur in der&nbsp;<em>Europa 2</em>&nbsp;eingesetzt und von Frankrech bereitgestellt. Bei der&nbsp;<em>Etage de Périgeé</em>&nbsp;handelte es sich um eine modifizierte Drittstufe der Diamant. Sie war 2,02 m lang, hatte einen Durchmesser von 0,73 m und wog voll betankt 810 kg. Sie erbrachte einen Schub von 41,2 kN, brannte 45 Sekunden lang und benutzte als Festtreibstoff&nbsp;<em>Isolane 29/9</em>, eine spezielle Mischung aus Ammoniumperchlorat, Polyurethan und Aluminium, die nur in Frankreich eingesetzt wurde. Am oberen Ende der Stufe befand sich ein Dralltisch, der sowohl Stufe als auch Satellit für die Lagestabilisierung zur Rotation brachte.</li></ul>



<p><strong>Technischen Daten</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>3 (Europa 1) / 4 (Europa 2)</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>31,70 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>3,70 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>1.334 kN (Europa 1)/ 1.512 kN (Europa 2)</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>105,4 t (Europa 1)/ 112,4 t (Europa 2)</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse</strong></td><td><em>96,25 t (Europa 1)/ 102,67 t (Europa 2)</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>1.200 kg (1)/ 1.440 kg (2) (LEO); 850 kg (1) (SSO); 200kg (1)/ 400 kg (2) (GTO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>5. Juni 1964 (Europa 1); 5. November 1971 (Europa 2)</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>12. Juni 1970 (Europa 1); 5. November 1971 (Europa 2)</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>RP-1/LOX (1. Stufe); UDMH/N2O4 (2. Stufe); Aerozin 50/N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>&nbsp;(3. Stufe); Isolane 29/9 (2. Stufe, nur&nbsp;Europa 2)</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>1. Stufe: 2x Rolls-Royce RZ-12<br><br>2. Stufe: 4x Vexin A<br><br>3. Stufe: 1x MBB/ERNO Astris<br><br>4. Stufe (nur Europa 2): 1x SEP P0.7<br></em></td></tr></tbody></table></figure>



<p><strong>Starts</strong></p>



<p>Das Test- und Startprogramm war ein einziges Desaster. Zwar waren die ersten fünf Starts erfolgreich, wobei nur die Blue Streak bzw. beim vierten und fünften Start ein Modell der Zweitstufe transportiert wurde. Doch danach ging alles schief. Bei fünf Flügen gab es Probleme mit verschiedensten Systemen der Zweit- und Drittstufe sowie der Stufentrennung. Die Probleme lagen darin, dass die Stufen an sich zwar ausgiebig getestet wurden, doch das Gesamtgefüge nicht. Und zu allem Überfluss stieg Großbritannien 1969 aus und verkaufte die Blue Streaks der ELDO. Die fehlenden Gelder wurden durch die anderen Mitgliedsnationen, vor allem von Deutschland, kompensiert. Nach dem zehnten Flug der&nbsp;<em>Europa 1</em>&nbsp;verwendedete man die&nbsp;<em>Europa 2</em>&nbsp;mit der französischen Viertstufe, aber nun startete man vom Centre Spacial Guyanaise in Französisch-Guyana (wo bis heute die Ariane-Trägerraketen starten). Der einzige Start war ebenso ein Fehlschlag. Da Frankreich mit Deutschland das L3S-Programm (die spätere Ariane 1) favorisierten, stiegen sie schließlich 1972 aus der ELDO aus. Ein Jahr später stellte die ELDO das&nbsp;<em>Europa</em>-Programm vollständig ein. Übrig gebliebene Raketen wurden entweder verschrottet oder an Museen wie zum Beispiel das Deutsche Museum Flugwerk Schiessenheim in der Nähe von München übergeben und ausgestellt.</p>



<p><strong>Weg zur&nbsp;<em>Ariane</em></strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/raketen/europaiii.jpg" alt="ELDO" width="249" height="325"/><figcaption>Vier der fünf veschiedenen Versionen der&nbsp;<em>Europa III</em>.<br>(Bild: ELDO)</figcaption></figure></div>



<p>Schon vor den Starts der&nbsp;<em>Europa 1</em>&nbsp;hat man über eine Verbesserung der&nbsp;<em>Europa</em>&nbsp;nachgedacht. Diese Studie erhielt den Namen&nbsp;<em>Europa III</em>, wobei es fünf verschiedene Versionen gab:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die&nbsp;<em>Europa III A</em>&nbsp;hätte als Erststufe, wie die vorherigen Versionen, eine Blue Streak verwendet, aber die Zweitstufe wäre eine neu entwickelte Stufe mit den kyrogenen Treibstoffen LH<sub>2</sub>&nbsp;und LOX. Dieses Konzept entspricht etwa dem der Atlas Centaur.</li><li>Die&nbsp;<em>Europa III B</em>&nbsp;dagegen hätte eine neue Erststufe mit Triebwerken vom Typ Viking, die später auch in der Ariane verwendet wurden, und einer kyrogenen Zweitstufe gehabt.</li><li>Die&nbsp;<em>Europa III C</em>&nbsp;hätte zwar eine neue Erststufe, aber würde vier der Triebwerke der Blue Streak verwenden. Auch hier würde man eine kyrogene Zweitstufe verwenden.</li><li>Die&nbsp;<em>Europa III D</em>&nbsp;würde zwei Stufen mit kyrogenen Treibstoffen verwenden.</li><li>Die&nbsp;<em>Europa III E</em>&nbsp;schließlich sollte aus drei konventionelle Stufen bestehen. Die Erststufe sollte eine Bündelung von drei bis sieben Einzelstufen sein, während die Zweitstufe eine Neuentwicklung gewesen wäre. Als Drittstufe hätte man die Zweitstufe Coralie der&nbsp;<em>Europa 1</em>&nbsp;und&nbsp;<em>2</em>&nbsp;verwendet.</li></ul>



<p>Als Deutschland und Frankreich aus der ELDO austraten, wollte Frankreich einen Nachfolger für seinen eigenen Träger, die Diamant. Dafür plante man mit Deutschland, das Konzept der&nbsp;<em>Europa III B</em>&nbsp;zu verwenden, wollte aber eine weitere Zweitstufe mit ähnlichem technischem Aufbau wie die erste Stufe nehmen, um so die Entwicklungskosten für die kyrogene Stufe gering zu halten. Diese Rakete wurde dann L3S genannt und von der ESA, die 1975 aus der Zusammenlegung von ELDO und der bisherigen europäischen Weltraumorganisation ESRO (European Space Research Organisation) entstand, favorisiert. Die L3S wurde später in Ariane umbenannt und Frankreich übernahm die Führung des Programms, das zu einer der erfolgreiches Trägerfamilien der Welt führte. Die Ariane entstand somit wie ein Phönix, aus der Asche der Europa.</p>



<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/diamant/" data-wpel-link="internal">Diamant</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/atlas-teil-1/" data-wpel-link="internal">Atlas (Teil 1)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ariane-1/" data-wpel-link="internal">Ariane 1</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="http://www.astronautix.com/e/europai.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Encyclopedia Astronautica Europa</a>&nbsp;(engl.)</li><li><a href="http://www.astronautix.com/e/europaii.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Encyclopedia Astronautica Europa 2</a>&nbsp;(engl.)</li><li><a href="https://www.deutsches-museum.de/flugwerft-schleissheim/ausstellung/flugantriebe-und-raketen/europa-rakete" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Europa auf der Seite des Deutschen Museums</a></li><li><a href="https://space.skyrocket.de/doc_lau/europa.htm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Gunther&#8217;s Space Page zur&nbsp;<em>Europa</em></a>&nbsp;(engl.)</li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Kontrollzentrum der ESA feiert Geburtstag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-74/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2002 21:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Darmstadt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESOC]]></category>
		<category><![CDATA[ESRO]]></category>
		<category><![CDATA[ESTRACK]]></category>
		<category><![CDATA[EUMETSAT]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 35 Jahren wurde das Satellitenkontrollzentrum der ESA (ESOC) in Darmstadt offiziell eröffnet. Bis heute wurden mehr als 50 Satelliten erfolgreich von dem europäischen Kontrollzentrum aus betreut. Ein Beitrag von Michael Stein bearbeitet von Star-Light. Quelle: ESA. Die Anfänge des European Space Operation Center (ESOC) reichen zurück bis in das Jahr 1963, als die European [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vor 35 Jahren wurde das Satellitenkontrollzentrum der ESA (ESOC) in Darmstadt offiziell eröffnet. Bis heute wurden mehr als 50 Satelliten erfolgreich von dem europäischen Kontrollzentrum aus betreut.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Michael Stein bearbeitet von Star-Light. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/n02090503esa400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/n02090503esa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das ESOC in Darmstadt.<br>(Foto: ESA)<br></figcaption></figure></div>



<p>Die Anfänge des European Space Operation Center (ESOC) reichen zurück bis in das Jahr 1963, als die European Space Research Organisation (ESRO) &#8211; eine der beiden Vorläuferorganisationen der ESA &#8211; auf dem Gelände des heutigen Satellitenkontrollzentrums ein Zentrum zur Speicherung, Verarbeitung und Analyse der von Höhenforschungsraketen und Satelliten eingehenden Daten errichtete, das European Space Data Centre (ESDAC).</p>



<p>Ab Mitte der 1960er Jahre dann entwickelte und baute die ESRO zunehmend eigene Satelliten, deren Betrieb sichergestellt werden musste. Die Entscheidung für den Standort des neuen Kontrollzentrums fiel auf Darmstadt, und am 8. September 1967 eröffnete der damalige Forschungsminister der Bundesrepublik Deutschland, Gerhard Stoltenberg, das ESOC. Auf anfänglich 2.000 qm Fläche starteten 95 Mitarbeiter den Betrieb mit einer für damalige Verhältnisse zwar modernen, heute aber geradezu anachronistisch anmutenden technischen Ausrüstung. Ein Jahr nach Eröffnung des Kontrollzentrums, am 17. September 1968, wurde der Wissenschaftssatellit ESRO 2 gestartet, der erste von Darmstadt aus betreute Satellit.</p>



<p>Heute arbeiten mehr als 700 Mitarbeiter in einem hochmodern ausgestatteten Komplex mit insgesamt 40.000 qm Grundfläche und einem eigenen Energiezentrum. Von hier aus werden europäische Satelliten gesteuert und überwacht sowie wissenschaftliche Missionen vorbereitet. Die Arbeit an einer solchen Mission beginnt bereits Jahre vor dem Start. Dazu gehören am ESOC die Bahnanalyse, die Berechnung wichtiger Bahnparameter sowie die Ermittlung der Flugdynamik eines Raumflugkörpers. Schließlich werden alle Abläufe an einem Computer-Modell des Satelliten wochenlang simuliert, bis alles schlüssig und fehlerfrei ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/ESOC_s_Siemens_330_computer_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ESOC_s_Siemens_330_computer_pillars_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Siemens 330-Computer des ESOC, der zur Unterstützung der LEOP-Aktivitäten verwendet wurde.</figcaption></figure></div>



<p>Üblicherweise beginnt die Arbeit des ESOC kurz nach dem Start vom europäischen Weltraumhafen Kourou in Französisch-Guayana und dem Einschwenken in die Flugbahn eines Satelliten, wenn die Kontrolle vom Startkontrollzentrum in Kourou an das ESOC übergeben wird. Dem folgen kritische Stunden, in denen die Bordsysteme vom Kontrollzentrum aus aktiviert werden und der Satellit in die geostationäre Bahn befördert wird. Diese Prozedur beim Start eines Raumflugkörpers der ESA spielt sich seit 1968 jährlich mehrmals beim ESOC in Darmstadt ab.</p>



<p>Bald genügte die Erdumlaufbahn von wenigen hundert Kilometern Höhe oder die geostationäre Bahn nicht mehr. Neue Ziele, wie beispielsweise Kometen, wurden von den Wissenschaftlern anvisiert. Den sich daraus ergebenden Anforderungen musste sich auch das ESOC stellen. Während bei der Kometensonde Giotto Mitte der 1980er Jahre noch das leistungsfähige Deep Space Network der NASA in Anspruch genommen werden musste, kann für die nächsten interplanetaren Missionen der ESA auf eine eigene Antenne in Australien zurückgegriffen werden. Sie ist mit 35 Metern Durchmesser eine der größten Stationen der Welt für derartige Aufgaben. Die in nächster Zeit beginnenden ESA-Missionen Rosetta, Mars Express und Smart-1 werden die ersten &#8222;Kunden&#8220; für die neue Bodenstation sein.</p>



<p>Aber nicht nur Wissenschafts-Missionen werden vom ESOC gesteuert. Etliche Jahre kamen auch die Wettermeldungen der Meteosat-Satelliten von dieser ESA-Einrichtung. Seit 1995 hat nun die eigenständige Agentur EUMETSAT die Aufgabe der Betriebsführung des Meteosat-Systems übernommen. Das trifft auch auf den erst vor einigen Tagen gestarteten neuesten europäischen Wettersatelliten MSG-1 zu. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme durch das ESOC wird der Wettersatellit an EUMETSAT übergeben, ähnlich übrigens wie bei zahlreichen anderen kommerziellen Anwendungssatelliten.</p>



<p>Für die ständige Verbindung zu den künstlichen Himmelskörpern wurde ein weltweites Netz von Bodenstationen geschaffen, die sich wie ein Spinnennetz über den Erdball legen. ESTRACK ist der Name dieses Systems. Gewissermaßen im Handshake-Verfahren werden die Satelliten beim Überflug über die Station übernommen und wenige Minuten später an die nächste Station wieder abgegeben. Das trifft für alle Raumflugkörper nach dem Start und bei der Inbetriebnahme zu. Bei einigen Missionen ist ein derartiger Aufwand später nicht mehr nötig. Sie übergeben die gesammelten Daten nur an eine bestimmte Station in größeren Zeitabständen. Zur sicheren Datenübertragung zwischen dem Kontrollzentrum in Darmstadt und den Bodenstationen wurde ein eigenes Kommunikationsnetz geschaffen.</p>



<p></p>
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