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	<title>Fehlfunktion &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Fehlfunktion &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Spacecom: Problem an Bord von Amos 5 behebbar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacecom-problem-an-bord-von-amos-5-behebbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2013 08:14:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die jüngsten Probleme an Bord des von Reschetnjow in Russland gebauten Kommunikationssatelliten Amos 5 sind nach Angaben seines Betreibers Spacecom Satellite Communications (Spacecom) aus Israel lösbar. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Fakel, globes.co.il, Spacecom, tmcnet.com. Am 22. Oktober 2013 hatte Spacecom bekannt gegeben, dass das Energieversorgungssystem Nr. 2 von Amos 5 zusammengebrochen sei, was [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die jüngsten Probleme an Bord des von Reschetnjow in Russland gebauten Kommunikationssatelliten Amos 5 sind nach Angaben seines Betreibers Spacecom Satellite Communications (Spacecom) aus Israel lösbar.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch.</a> Quelle: Fakel, globes.co.il, Spacecom, tmcnet.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01112013091430_small_1.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/><figcaption>
Amos 5 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 22. Oktober 2013 hatte Spacecom bekannt gegeben, dass das Energieversorgungssystem Nr. 2 von Amos 5 zusammengebrochen sei, was Einfluss auf die Nutzbarkeit von zwei Triebwerken habe. Der aufgetretene Fehler hätte bewirken können, dass sich der unter anderem mit elektrischen Triebwerken ausgestattete Satellit um eine rund 11 Monate reduzierte Zeit hätte sinnvoll betreiben lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. Oktober 2013 war zu erfahren, dass sich die Nutzungsdauer des Satelliten nicht reduzieren werde, weil man einen Weg gefunden habe, wie man die elektrischen Triebwerke des Typs SPT-100 bzw. SPD-100 vom russischen Konstruktionsbüro Fackel bzw. Fakel aus Kaliningrad über einen alternativen Schaltungsweg versorgen könne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Probleme mit den Energieversorgungssystemen von Amos 5 gab es nicht zum ersten Mal. Ausfälle haben die Zahl der nutzbaren elektrischen Triebwerke bereits reduziert. Ursprünglich sollte der am 11. Dezember 2011 gestartete Satellit 15 Jahre lang aus dem Geostationären Orbit Fernseh- und Radioprogramme senden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Amos 5 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.950 bzw. als COSPAR-Objekt 2011-074A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9864.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Luch 5A und Amos 5 auf Proton-M/Bris-M</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Dream-Chaser-Testdetails</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dream-chaser-testdetails/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2013 19:45:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Sierra Nevada Corporation]]></category>
		<category><![CDATA[Testflug]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obgleich die Landung aufgrund eines kleinen mechanischen Fehlers spektakulär daneben ging, sind die Ergebnisse insgesamt recht positiv ausgefallen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASASpaceFlight, Parabolic Arc, Sierra Nevada Corporation, Raumcon. Bereits am Kabel hängend wurden vom Testmodell viele Daten erfasst und die Bordelektronik hatte das Fluggerät unter Kontrolle. Nach dem Ausklinken in etwa 3.600 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dream-chaser-testdetails/" data-wpel-link="internal">Dream-Chaser-Testdetails</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Obgleich die Landung aufgrund eines kleinen mechanischen Fehlers spektakulär daneben ging, sind die Ergebnisse insgesamt recht positiv ausgefallen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: NASASpaceFlight, Parabolic Arc, Sierra Nevada Corporation, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30102013204517_small_1.jpg" alt="Sierra Nevada Corporation" width="260"/><figcaption>
Das Testmodell wird in etwa 3.600 Metern Höhe ausgeklinkt. 
<br>
(Bild: Sierra Nevada Corporation)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am Kabel hängend wurden vom Testmodell viele Daten erfasst und die Bordelektronik hatte das Fluggerät unter Kontrolle. Nach dem Ausklinken in etwa 3.600 Metern Höhe und zunächst steilem Abstieg zum Aufbauen einer für aerodynamische Flugmanöver erforderlichen Geschwindigkeit, gelangte der Dream Chaser auf eine stabile Flugbahn mit etwa 23 Grad mittlerem Abstiegswinkel. Dabei steuerte er aktiv die Landebahn an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Veränderungen in der Fluglage ließen anschließend den Winkel abflachen, so wie dies bei einem vom Menschen gesteuerten Landeanflug auch geschieht. Über der Mittellinie der Landebahn maß ein Radarabstandsmessgerät die Flughöhe und löste zum geeigneten Zeitpunkt das Ausklappen des Fahrwerks aus. Beim Aufsetzen bemerkte die Steuerungselektronik die inkorrekte Fluglage und versuchte durch Ausschläge der Steuerruder zu kompensieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30102013204517_small_2.jpg" alt="Sierra Nevada Corporation" width="260"/><figcaption>
Zunächst wird im Sturzflug Höhe in Geschwindigkeit umgesetzt. (Bild: Sierra Nevada Corporation)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Lösbar war das Problem auf diese Weise allerdings nicht, so dass der linke Flügelbereich Bodenkontakt bekam. Dadurch wurde das Fluggerät aus der Bahn und in eine heftige Rotation versetzt, so dass es von der Landebahn rutschte und dort eine spektakuläre Sand- und Staubwolke aufwirbelte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Nachhinein wurden allerdings nur verhälnismäßig geringe Beschädigungen festgestellt. Die Kabine blieb heil und das Fahrzeug im Wesentlichen intakt. Insofern war der Testflug ein Erfolg. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit mehreren Monaten arbeitet man gemeinsam mit Lockheed am ersten Flugexemplar des Dream Chasers. Für 2014 ist ein bemannter Abwurf geplant, bei dem Piloten den Landevorgang überwachen oder steuern sollen. Nun erwägt man, diesen Test bereits mit dem Flugexemplar vorzunehmen und auf weitere Tests mit dem Testexemplar zu verzichten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30102013204517_small_3.jpg" alt="Sierra Nevada Corporation" width="260"/><figcaption>
Aus dem Cockpit heraus ist die Landebahn mittig erkennbar. 
<br>
(Bild: Sierra Nevada Corporation)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Problem bleibt allerdings die keineswegs gesicherte Finanzierung des Programms. Obwohl der Dream Chaser aufgrund seines Designs eine hohe Sympathie genießt und bisweilen als legitimer Nachfolger des Space Shuttles bezeichnet wird, ist er doch keine eigentliche NASA-Entwicklung. Ein NASA-Programm zum Bau von bemannten Raumschiffen für den erdnahen Raum stellt gegenwärtig die Finanzierungsgrundlage dar. Allerdings haben die politischen Querelen der letzten Monate auch die Teile des NASA-Budgets ins Wanken gebracht, die für die Fördergelder kommerzieller Raumfahrtentwicklung zur Verfügung stehen sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So nimmt man an, dass in der nächsten Förderrunde nur noch maximal zwei der bisher drei konkurrierenden Projekte gefördert würden. Dabei wird mittlerweile von allen drei Kontrahenten das Jahr 2016 für einen ersten Testflug angestrebt. SpaceX hat mit Dragon bereits ein funktionierendes unbemanntes Transportsystem und führt bei jedem Flug Neuerungen ein, die auf den bemannten Einsatz abzielen, Boeing gilt mit der CST-100-Kapsel als erfahrenster Bewerber und kann auf eine bewährte Rakete zurück greifen und der Dream Chaser der Sierra Nevada Corporation genießt in der Öffentlichkeit große Sympathien. Wir werden abwarten müssen, wie das Rennen ausgeht. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30102013204517_small_4.jpg" alt="Sierra Nevada Corporation" width="260"/><figcaption>
Der perfekte Anflug geht nur aufgrund des fehlenden linken Heckrades schief. (Bild: Sierra Nevada Corporation)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Video</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="http://www.youtube.com/watch?list=UUtwO156POAv4Hnso14OwyMA&amp;v=QgdFotAkUEU" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SNC&#8217;s Dream Chaser First Free-Flight Approach-and-Landing Test</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10135.msg268838#msg268838" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SNC Dream Chaser ab 26. Oktober 2013</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dream-chaser-testdetails/" data-wpel-link="internal">Dream-Chaser-Testdetails</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dream-Chaser-Modell bei Test beschädigt &#8211; Update</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dream-chaser-modell-bei-test-beschaedigt-update/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 19:39:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein flugfähiges Testmodell des Dream Chasers wurde bei einem Abwurftest am Samstag beschädigt, als es sich nach dem Aufsetzen auf der Landebahn überschlug. Update vom 30. Oktober 2013: Mittlerweile hat sich ein Vertreter der Sierra Nevada Corporation dahingehend geäußert, dass es nicht zu einem Überschlag gekommen sei. Das Simulationsmodell sei lediglich über die Landebahn geschlittert. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein flugfähiges Testmodell des Dream Chasers wurde bei einem Abwurftest am Samstag beschädigt, als es sich nach dem Aufsetzen auf der Landebahn überschlug. Update vom 30. Oktober 2013: Mittlerweile hat sich ein Vertreter der Sierra Nevada Corporation dahingehend geäußert, dass es nicht zu einem Überschlag gekommen sei. Das Simulationsmodell sei lediglich über die Landebahn geschlittert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: NASA, NASASpaceFlight, Parabolic Arc, Sierra Nevada Corporation, Raumcon.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-63a98fa8"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28102013203922_small_1.jpg" alt="NASA" width="600" height="338"/><figcaption class="wp-element-caption">
Dream Chaser in einer Illustration der NASA auf einer Landebahn 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hauptsächliche Ursache dafür war die Tatsache, dass sich die Klappe, hinter der das linke Rad verborgen war, nicht geöffnet hatte, so dass ein normales Aufsetzen auf beiden Rädern des Fahrwerkes unmöglich war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies hatte bei einem Test ohne Abwurf am Dienstag noch reibungslos geklappt. Am 22. Oktober hatte man insgesamt drei Testflüge unternommen, bei denen das Modell mittels eines Kabels an einem Hubschrauber befestigt war und blieb. Beim dritten Testflug hatte man zudem das Ausklappen des Fahrwerks und des Gleitsporns am Bug im Vorwärtsflug ausprobiert. Generell wird das Fluggerät beim Absetzen immer auf das ausgeklappte Fahrwerk gestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abheben am Samstag hatte zunächst alles nach einem Erfolg ausgesehen. Die Flugelektronik und -mechanik funktionierte und nach dem Ausklinken des Fluggerätes in etwa 3.600 Metern Höhe glitt dies eine ganze Zeit lang stabil in einem Winkel von im Mittel 23 Grad durch die Luft und setzte wie geplant zur Landung an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Monaten Mai und August hatte man das Dream-Chaser-Modell bereits erfolgreich bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten von einem Fahrzeug auf der Landebahn ziehen lassen und anschließend ausgeklinkt. Damit hatte man Lenkung und Bremsen getestet. Außerdem erfolgte im August auch ein Flugtest am Kabel, bei dem das Fahrwerk ausgefahren wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dream Chaser wird von der Sierra Nevada Corporation unter Mitfinanzierung durch die NASA im Rahmen des Commercial Crew Development Program entwickelt und basiert auf einem NASA-Entwurf. Das Projekt HL 20 wurde bei der NASA jedoch eingestellt. Der Dream Chaser soll an der Spitze einer modifizierten Atlas-5-Trägerrakete Raumflüge im erdnahem Weltraum, etwa zur Internationalen Raumstation, durchführen können. Seine Entwicklung ist allerdings von weiterer Finanzierung durch die staatliche Weltraumbehörde abhängig. Diese wird nur gewährt, wenn zuvor vereinbarte Zwischenziele erreicht werden. Konkurrenten sind CST-100 von Boeing und Dragon von SpaceX. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Video</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="http://www.youtube.com/watch?list=UUtwO156POAv4Hnso14OwyMA&amp;v=QgdFotAkUEU" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SNC&#8217;s Dream Chaser First Free-Flight Approach-and-Landing Test</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10135.msg268838#msg268838" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SNC Dream Chaser ab 26. Oktober 2013</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Proton-Fehlstart mit drei Navigationssatelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-fehlstart-mit-drei-navigationssatelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jul 2013 19:10:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um 4.38 Uhr MESZ am 2. Juli 2013 hob die von Chrunitschew in Russland gebaute Proton-M-Trägerrakete mit einer DM-03-Oberstufe von Energia und drei Satelliten für das russische Navigationssystem GloNaSS an Bord ab. Wegen einer Fehlfunktion war ihr Flug nach rund 30 Sekunden bereits beendet, als die Rakete rund 4 Kilometer von ihrer Startstelle in Baikonur [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/proton-fehlstart-mit-drei-navigationssatelliten/" data-wpel-link="internal">Proton-Fehlstart mit drei Navigationssatelliten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Um 4.38 Uhr MESZ am 2. Juli 2013 hob die von Chrunitschew in Russland gebaute Proton-M-Trägerrakete mit einer DM-03-Oberstufe von Energia und drei Satelliten für das russische Navigationssystem GloNaSS an Bord ab. Wegen einer Fehlfunktion war ihr Flug nach rund 30 Sekunden bereits beendet, als die Rakete rund 4 Kilometer von ihrer Startstelle in Baikonur entfernt auf dem Boden aufschlug.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch.</a> Quelle: Chrunitschew, ILS, RIAN, Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-07-04-89159.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02072013211017_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260" height="200"/><figcaption>
Explosion nach dem Aufschlag der Rakete 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weil Oxidator, Distickstofftretoxid (N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>), und Brennstoff, unsymmetrisches Dimethlyhydrazin (UDMH), welche sich an Bord der Rakete befunden hatten, giftige Substanzen sind, wurden Anwohner von Siedlungen im Bereich des Unfalls angewiesen, Türen und Fenster verschlossen zu halten und Gebäude nicht zu verlassen. Nach bisherigen Angaben aus Russland kamen bei dem Fehlstart keine Personen zu schaden. An der Startanlage 81/24, von der die Rakete abgehoben hatte, entstanden keine Schäden, an einer anderen Startanlage (200/39), in deren Nähe die Rakete niederging, nach aktuellem Stand ebenfalls nicht. 
<br>
Noch vor dem Einschlag im Steppenboden hatte die Rakete begonnen, unter der ungeplanten Belastung auseinander zu brechen. Videoaufzeichnungen zeigen, wie die Orbitaleinheit aus Oberstufe und Nutzlastspitze abknickt, und um den zentralen Oxidatortank angebrachte Treibstofftanks von der ersten Raketenstufe wegbrechen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02072013211017_small_2.jpg" alt="Tsenki" width="260" height="208"/><figcaption>
GloNaSS-M-Satellit &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Tsenki)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An der Spitze der Rakete befanden sich unter der Nutzlastverkleidung drei Navigationssatelliten vom Typ GloNaSS-M. Die Satelliten des Block 47 trugen die Seriennummern 48, 49 und 50. Sie waren als Ergänzung und Verstärkung des russischen Satellitennavigationssystems GloNaSS gedacht, dessen Ausbau seit Jahren nicht vorankommt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was als Ursache für den Fehlstart angenommen werden muss, wurde von offizieller Seite bisher nicht bekannt gegeben. Offensichtlich ist, dass die Rakete wenige Sekunden nach dem Abheben völlig ihre Fähigkeit verliert, der eigentlich vorgesehenen Flugbahn zu folgen. Ob eines oder mehrere der sechs Triebwerke vom Typ RD-276 nicht funktionierten wie geplant, ob bei der Treibstoffversorgung der Triebwerke Schwierigkeiten auftraten, ob es Probleme beim Schwenken oder Drosseln der Triebwerke gab oder die Flugsteuerung falsche Kommandos sendete, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Unfalluntersuchung hat die russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos eine Kommission eingesetzt, deren erste Aufgabe es ist, die Aufzeichnungen der Telemetriedaten vom Start zu untersuchen. Der Vermarkter von Proton-Starts für Kunden aus aller Welt International Lauch Services (ILS) hat angekündigt, eine eigene Arbeitsgruppe die Ergebnisse der Kommission von Roskosmos überprüfen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der eigentlich für den 20. Juli 2013 vorgesehene Start des Kommunikationssatelliten Astra 2E wird sehr wahrscheinlich nicht an diesem Termin erfolgen können. Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete bereits wenige Stunden nach dem Fehlstart, dass in den nächsten zwei bis drei Monaten keine Starts mit Proton-Raketen stattfinden werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11746.msg260172#msg260172" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">3x Glonass-M auf Proton-M/DM-03</a></li></ul>
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		<title>Forschungssatellit MKA-PN1/Sond-PP verloren</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/forschungssatellit-mka-pn1-sond-pp-verloren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 13:44:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[Flugcomputer]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsende]]></category>
		<category><![CDATA[MKA-PN1]]></category>
		<category><![CDATA[NPO Lawotschkin]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am vergangenen Wochenende ging der Kontakt zum gerade mal 10 Monate alten Forschungssatelliten verloren. Seitdem gelang es nicht mehr, die Kommunikation wieder herzustellen. Vermutet wird ein Versagen des Bordcomputers. Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: NPOL/RIAN/Interfax. Sond-PP ist das erste Projekt, das im Rahmen des russischen Programms zur &#8222;Erforschung fundamentaler Fragen mithilfe von Kleinsatelliten&#8220; (MKA-FKI) [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am vergangenen Wochenende ging der Kontakt zum gerade mal 10 Monate alten Forschungssatelliten verloren. Seitdem gelang es nicht mehr, die Kommunikation wieder herzustellen. Vermutet wird ein Versagen des Bordcomputers.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Stefan Heykes.</a> Quelle: NPOL/RIAN/Interfax.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-69c7ef93"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07062013154431_small_1.jpg" alt="NPO Lawotschkin" width="260"/><figcaption class="wp-element-caption">
MKA-PN1 im All (künstlerische Darstellung) 
<br>
(Bild: NPO Lawotschkin)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sond-PP ist das erste Projekt, das im Rahmen des russischen Programms zur &#8222;Erforschung fundamentaler Fragen mithilfe von Kleinsatelliten&#8220; (MKA-FKI) gestartet wurde. Der Satellit selbst wird daher auch als MKA-PN1 bezeichnet (Kleinsatellit &#8211; Nutzlast 1). Die Hauptnutzlast Sond-PP ist dabei ein 2-Kanal-Mikrowellen-Radiometer. Zu dessen wichtigsten Aufgaben gehört die Beobachtung der Ozeane. So sollte dieses Instrument eine Karte des Salzgehalts der globalen Ozeane erstellen, außerdem diente es zur Beobachtung von Eisflächen an den Polen. Neben der Erforschung der Ozeane konnte dieses Instrument an Land auch die Vegetationsdichte bestimmen sowie Bodenfeuchte und Temperatur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als weitere Nutzlast besitzt MKA-PN1 das sogenannte &#8222;Hyperspektrometer&#8220;, dass in 150 Spektralkanälen die Erde aufnehmen kann. Solche Instrumente sind auf einer Vielzahl von Erdbeobachtungssatelliten installiert, da sie detaillierte Informationen liefern können, wie die jeweiligen Bodenverhältnisse, Vegetation usw. vor Ort beschaffen sind. Installiert sind diese Instrumente auf der ersten Einheit des von NPO Lawotschkin entwickelten Karat-Satellitenbusses. Viele Lösungen bei der Konstruktion sind brandneu und wurden erstmals bei MKA-PN1 getestet. Gestartet wurde der Satellit am 22.07.2012 gemeinsam mit einer ganzen Reihe anderer Satelliten, darunter auch der deutsche TET 1 sowie die baugleichen Erdbeobachtungssatelliten Kanopus-V (für Russland) und BKA (für Weißrussland), die beide vom russischen Unternehmen VNIIEM gebaut wurden. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-ffa7d52b"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07062013154431_small_2.jpg" alt="NPO Lawotschkin" width="260"/><figcaption class="wp-element-caption">
Die begonnene globale Kartierung mittels Zond-PP (Stand November 2012) 
<br>
(Bild: NPO Lawotschkin)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wie NPO-Lawotschkin-Direktor Wiktor Chartow gegenüber RIA Nowosti bestätigte, ging der Kontakt zum Satelliten am 1./2. Juni verloren. Nach vorläufigen Erkenntnissen kam es zu einem Versagen des Bordcomputers. Weitere Versuche, die Kommunikation wieder herzustellen, verliefen bis jetzt erfolglos. Die geplante Lebensdauer von MKA-PN1 lag bei mindestens 3 Jahren, damit reiht sich dieser Verlust in die traurige Serie vorzeitiger russischer Satellitenversager ein. So war das letzte von Lawotschkin gebaute Projekt die Marssonde Fobos-Grunt &#8211; hier kam es bereits unmittelbar nach dem Start zu einem Versagen der Bordelektronik. Und auch bei BKA gibt es bereits unbestätigte Gerüchte, dass Probleme aufgetreten sein sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Russische Satelliten in deutscher Kooperation?</strong> <br>Die nach wie vor bestehenden Probleme insbesondere bei Lawotschkin betreffen auch deutsche und europäische Projekte. So ist das nächste gemeinsame Projekt der Röntgensatellit Spektr-RG &#8211; das größere seiner beiden Teleskope wird in Deutschland gebaut. Der Start dieses Observatoriums wird für Anfang 2015 erwartet. 2018 soll ExoMars starten. Der europäische Marsrover wird dabei von einer Landeplattform transportiert, die ebenfalls Lawotschkin entwickeln soll. Von daher ist zu hoffen, dass innerhalb des Unternehmens die richtigen Konsequenzen aus den Problemen bei MKA-PN1 und Fobos-Grunt gezogen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Bezug auf MKA-PN1 äußerte sich Chartow so, dass es sich bei dem Satelliten vor allem um ein günstiges Testexemplar gehandelt habe. Daher sei ein vorzeitiges Versagen bedauernswert und müsse untersucht werden, aber es sei ein einkalkuliertes Risiko. In Abhängigkeit von den Ergebnissen der Untersuchung hier wird sich eventuell der nächste Satellit dieser Serie verschieben. Derzeit ist der Start von MKA-PN2/Relek zur Erforschung relativistischer Elektronen aus dem Weltraum für diesen September geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11162.msg258065#msg258065" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kanopus-V, TET-1 und weitere auf Sojus-FG/Fregat</a></li>
</ul>
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		<title>Leistung letzter Rockot und ihrer Nutzlast rätselhaft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/leistung-letzter-rockot-und-ihrer-nutzlast-raetselhaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2013 04:12:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-KM]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Rockot]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 15. Januar 2013 hatte eine konvertierte russische Interkontinentalrakete drei militärische Kommunikationssatelliten in den Weltraum transportiert. Beteiligte Unternehmen und staatliche Stellen bezeichneten den Start damals als Erfolg. Jetzt mehren sich die Anzeichen für Probleme mit der Raketenoberstufe und den im Weltraum ausgesetzten Satelliten. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: flightglobal.com, Raumfahrer.net, spacesafetymagazine.com. Kurz nach dem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 15. Januar 2013 hatte eine konvertierte russische Interkontinentalrakete drei militärische Kommunikationssatelliten in den Weltraum transportiert. Beteiligte Unternehmen und staatliche Stellen bezeichneten den Start damals als Erfolg. Jetzt mehren sich die Anzeichen für Probleme mit der Raketenoberstufe und den im Weltraum ausgesetzten Satelliten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: flightglobal.com, Raumfahrer.net, spacesafetymagazine.com.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-a4e66d65"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052013061253_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052013061253_small_1.jpg" alt="ESA / P. Carril" width="300" height="225"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Rockot mit Nutzlast unter Verkleidung &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA / P. Carril)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz nach dem Start der sogenannten Konversionsrakete, einer ehemaligen Rakete des Typs SS-19 (alias Stiletto, russische Bezeichnung RS-18), hatte unter anderem flightglobal.com bereits auf den ungewöhnlichen Umstand hingewiesen, dass die Raketenoberstufe Breeze-KM zusammen mit den ausgesetzten Satelliten in ähnlichen Bahnen die Erde umkreist. Es hatte eventuell kein größeres Kollisionsvermeidungsmanöver und vermutlich keine Aktivitäten der Oberstufe zur Vorbereitung eines Deorbitings gegeben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Unterlagen des Vermarkters der Rakete Eurockot geht hervor, dass die Raketenoberstufe im Verlauf einer typischen Mission rund 11 Minuten nach dem Aussetzen des letzten Satelliten mit einer letzten Brennphase ihres Hauptantriebs beginnen sollte, damit die Umlaufgeschwindigkeit und damit das Perigäum der Bahn &#8211; der erdnächste Bahnpunkt &#8211; der Stufe herabgesetzt wird, um so eine Flugbahn zu erreichen, die einen rascheren zerstörerischen Wiedereintritt des nicht mehr benötigten Flugkörpers ermöglicht. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-50e57c3e"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052013061253_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052013061253_small_2.jpg" alt="ESA" width="300" height="238"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Oberstufe vom Typ Breeze-KM 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hat die letzte geplante Brennphase nicht stattgefunden, ist davon auszugehen, dass sich noch nicht unerhebliche Mengen Treibstoffe an Bord der Oberstufe befinden. Liefen die automatischen Vorgänge an Bord der Stufe nicht wie ursprünglich geplant ab, ist es außerdem nicht unwahrscheinlich, dass sich die Stufe nicht passiviert hat, was bedeutet, dass es neben den Treibstofftanks andere Behälter und Leitungen gibt, die unter Druck und Spannung stehen. In diesem Zustand und auf dieser Bahn stellt die Oberstufe eine reale Gefahr für andere Raumfahrzeuge dar. Andere Raketenoberstufen, die ihre Missionen in der Vergangenheit nicht abwickelten wie geplant, explodierten nach einiger Zeit und sorgten für eine maßgebliche Vermehrung gefährlichen Weltraumschrotts. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Oberstufe nach dem Start am 15. Januar 2013 sich nicht wie geplant verhielt, meldete zwischenzeitlich die russische Tageszeitung Iswestija unter Bezug auf hochrangige Mitarbeiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos. Nach Angaben der Quelle der Zeitung wurden die Satelliten nicht auf den ursprünglich vorgesehenen Bahnen ausgesetzt und bewegten sich schneller als geplant &#8211; was bedeutet, dass die Bahnen von Kosmos 2.482, 2.483 und 2.484 zumindest zum Teil zu niedrig ausfielen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Iswestija hieß es weiter, dass die drei ausgesetzten Satelliten drei Monate lang unter nachteiligen Bedingungen um die Erde kreisten, während man versuchte, von Kontrollzentren aus die Einsatzbereitschaft der Satelliten herzustellen. Zwei der Satelliten habe man derzeit unter Kontrolle, den dritten könne man als Totalverlust betrachten. Die drei Satelliten mit einer Masse von jeweils rund 280 Kilogramm befinden sich nach aktuellen Daten auf Bahnen mit einer Inklination von rund 82,5 Grad mit den erdnächsten und erdfernsten Bahnpunkten wie folgt: 1.480,7 x 1.522,7 km, 1.484,1 x 1.510,1 km und 1.482,0 x 1.521,3 km. Die nicht entsorgte Oberstufe läuft ebenfalls auf einer Bahn mit einer Neigung von 82,5 Grad gegen den Äquator um die Erde, ihr erdnächster Bahnpunkt liegt bei 1,482 km, ihr erdfernster Bahnpunkt bei 1.521,3 km. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-ce9a7fd2"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052013061253_small_3.jpg" alt="Reschetnjow Informational Satellite Systems" width="300" height="239"/><figcaption class="wp-element-caption">
russ. Kosmos-Kommunikationssatellt &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Reschetnjow Informational Satellite Systems)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fehlersignatur der Oberstufe ähnele nach Angaben des Herstellers des Geräts Chrunitschew der beim Start des Geodäsisatellliten GEO-IK-2 aufgetretenen, berichtete spacesafetymagazine.com am 16. Mai 2013. GEO-IK-2 war nach der Abtrennung von der Oberstufe in einem Orbit mit einem Apogäum von rund 1.021 und einem Perigäum von rund 369 Kilometern über der Erde unterwegs, statt wie geplant auf einer annähernd kreisförmigen Bahn in rund 1.000 Kilometern Höhe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach monatelangem Kampf gelang es, den Satelliten immerhin unter ein stabiles Betriebsregime zu bringen, und als Ausbildungssatelliten zur Verfügung zu stellen. Seinen ursprünglichen Einsatzzweck kann GEO-IK-2 auf seiner jetzigen Bahn nicht erfüllen. Die ungeeignete Bahn wird auf einen Fehler im Kontrollsystem der Oberstufe zurückgeführt. Nach dem neuerlichen Oberstufenfehler könnten Starts von Rockot-Raketen im Juli 2013 wieder aufgenommen werden, habe der Chrunitschew-Sprecher Alexander Bobrenew mitgeteilt, meldete spacesafetymagazine.com. Roskosmos habe verlauten lassen, dass es keine Rockot-Starts geben werde, bis ein Komitee unter Beteiligung verschiedener russischer Ministerien eine vom Hersteller vorgeschlagene Veränderung an Oberstufen des Typs Breeze-KM abgenommen hat, schrieb das Magazin weiter. </p>
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		<title>Breeze-M-Versagen &#8211; auf der Startrampe war es zu warm</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/breeze-m-versagen-auf-der-startrampe-war-es-zu-warm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Feb 2013 21:23:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Fehleranalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Yamal 402]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir erinnern uns, ungewöhnlich kalte Temperaturen ließen 1986 die Dichtungsringe in den Challenger-Boostern spröde werden – eine Katastrophe. Beim Versagen einer Breeze-M-Oberstufe im letzten Dezember war es nun umgekehrt. Der Treibstoff war schon beim Start zu warm, Ursache für ein zum Glück gerade noch beherrschbares Missgeschick. Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ILS. Es ist [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/breeze-m-versagen-auf-der-startrampe-war-es-zu-warm/" data-wpel-link="internal">Breeze-M-Versagen &#8211; auf der Startrampe war es zu warm</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wir erinnern uns, ungewöhnlich kalte Temperaturen ließen 1986 die Dichtungsringe in den Challenger-Boostern spröde werden – eine Katastrophe. Beim Versagen einer Breeze-M-Oberstufe im letzten Dezember war es nun umgekehrt. Der Treibstoff war schon beim Start zu warm, Ursache für ein zum Glück gerade noch beherrschbares Missgeschick.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ILS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist immer wieder erstaunlich, an welchen einfachen Fehlern Raketenmissionen fast oder ganz scheitern. Der Start des Gasprom-Kommunikationssatelliten Yamal 402 auf einer Proton-Rakete am 8. Dezember 2012 im kasachischen Baikonur lief bekanntlich bis zum vierten Zünden der Oberstufe Breeze-M reibungslos. Dann kam es zu einem vorzeitigen Abbruch des Brennvorganges. Der Satellit konnte zwar mit seinem Bordtriebwerk auf die vorgesehene Umlaufbahn gehoben werden, wird dort aber wegen des nun geringeren Treibstoffvorrates voraussichtlich nur 11 statt der vorgesehenen 15 Jahre Dienst tun können. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-c2619f32"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19022013222356_small_1.jpg" alt="ILS" width="300" height="200"/><figcaption>
Proton mit Yamal 402 auf der Startrampe &#8211; noch ahnt keiner das Problem mit dem zu warmen Treibstoff  
<br>
(Bild: ILS)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">International Launch Services (ILS) als „Transportdienstleister“ hat nun den Abschlussbericht zum Versagen der Breeze-M-Stufe veröffentlicht. Bereits kurz nach dem Beinahe-Desaster wurde ein möglicher Lagerschaden in der Turbopumpe der Oxidator-Zuleitung zur Brennkammer des Triebwerks als naheliegendste Ursache genannt. Aber wie kam es zu diesem Lagerschaden? Die russische Untersuchungskommission FROB (ILS Failure Review Oversight Board) ist vorsichtig und argumentiert mit Annahmen von hoher Wahrscheinlichkeit. Demnach war unter anderem der Oxidator (Distickstofftetroxid) zu warm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist bekannt, dass es im Innern eines Triebwerks in der Regel heiß her geht, aber hier war es diesmal offensichtlich doch zu heiß. Laut FROB lag eine unglückliche Kombination einer bereits auf der Startrampe über der Normtemperatur liegenden Treibstofftemperatur und eines ungewöhnlich starken Hitzerückstaus im Triebwerk vor. Folge war, dass die Oxidator-Zuführungsleitung bereits vor der dritten Zündung überhitzt gewesen sein soll. Der normalerweise flüssige Oxidator in der Zuleitung verdampfte. Dafür reichen bereits +21 Grad Celsius aus. Das Gas entsprach nicht mehr den Spezifikationen des Triebwerks. Nach der dritten Zündung kam es deswegen zu einer Drehzahlüberschreitung der Turbopumpe. Gleichzeitig entfielen die Kühleigenschaften eines flüssigen Oxidators. Beides führte zum oben genannten Lagerschaden, der wiederum das vorzeitige Abschalten des vierten Brennvorganges verursachte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut ILS reicht es aus, künftig bei den thermischen Parametern höhere Sicherheitsmargen vorzusehen. Modifikationen an der Breeze-M-Technik seien nicht erforderlich. Der nächste Start einer von ILS beauftragten Proton ist am 27. März 2013 vorgesehen mit Satmex 8 der Satellites Mexikanos S.A. de C.V. als Nutzlast an Bord. </p>
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		<item>
		<title>Yamal-402-Start: Oberstufenantrieb mit Lagerdefekt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/yamal-402-start-oberstufenantrieb-mit-lagerdefekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2012 10:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
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		<category><![CDATA[Oberstufe]]></category>
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		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Triebwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Yamal 402]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35278</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Ursache für die vorzeitige Beendigung der letzten Brennphase der Breeze-M-Oberstufe, die am 8. Dezember 2012 den Kommunikationssatelliten Yamal 402 nicht auf der vorgesehenen Bahn absetzen konnte, ist nach Informationen aus Russland gefunden. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Raumcon, vz.ru. Ein von Chrunitschew in Russland gebauter Proton-M-Träger mit drei Raketenstufen hatte am 8. Dezember [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Ursache für die vorzeitige Beendigung der letzten Brennphase der Breeze-M-Oberstufe, die am 8. Dezember 2012 den Kommunikationssatelliten Yamal 402 nicht auf der vorgesehenen Bahn absetzen konnte, ist nach Informationen aus Russland gefunden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Raumcon, vz.ru.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-d4806680"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122012114502_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122012114502_small_1.jpg" alt="Roskomos" width="359" height="239"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Yamal 402 auf Breeze-M-Oberstufe bei Startvorbereitungen 
<br>
(Bild: Roskomos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein von Chrunitschew in Russland gebauter Proton-M-Träger mit drei Raketenstufen hatte am 8. Dezember 2012 die Orbitaleinheit, bestehend aus der Oberstufe Breeze-M und dem Satelliten Yamal 402, ins All transportiert. Eine erste Zündung der wie die Proton von Chrunitschew hergestellten Breeze-M-Oberstufe brachte die Orbitaleinheit in einen Parkorbit. Nach weiteren Brennphasen, von denen die vierte und letzte von der Breeze-M-Oberstufe 240 Sekunden zu früh beendet wurde, kam es zum Aussetzen von Yamal 402 rund 9 Stunden nach dem Abheben. Nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos erfolgte das Aussetzen rund vier Minuten vor dem geplanten Zeitpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die russische Raumfahrtindustrie bedeuten die neuerlichen Probleme mit einer Breeze-M-Oberstufe einen weiteren bitteren Rückschlag. Allein die Nachlässigkeiten bei der Herstellung und Vorbereitung von Breeze-Oberstufen sorgten in den letzten beiden Jahren für eine unansehnliche Reihe von Fehlschlägen:Am 6. August 2012 waren die Kommunikationssatelliten Express-MD 2 und Telkom 3 in unbrauchbaren Umlaufbahnen gestrandet, nachdem eine Raketenoberstufe des Typs Breeze-M wegen Verschmutzung einer Treibstoffleitung, die man auf einen Fehler bei der Herstellung zurückführt, ihren Betrieb vorzeitig eingestellt hatte. Ein Problem mit der Flugsteuerung ist mutmaßlich für das Versagen einer Breeze-M im August 2011 verantwortlich &#8211; es führte dazu, dass der Kommunikationssatellit Express-AM 4 auf eine unbrauchbare Bahn gelangte. Ein russischer militärischer Erdvermessungssatellit vom Typ GEO-IK-2 erreichte im Februar 2011 nicht den vorgesehenen Orbit, weil eine Breeze-KM-Oberstufe nicht funktionierte wie geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Onlinezeitung vz.ru meldete hinsichtlich des Versagens der Breeze-M beim Flug mit Yamal 402 mit Datum vom 25. Dezember 2012 jetzt, dass in einem Lager des Turbopumpensystems des Triebwerks der Oberstufe ein Defekt aufgetreten sei. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des stellvertretenden Roskosmos-Chefs Alexander P. Lopatin habe sämtliche vorliegenden Telemetriedaten untersucht. Dabei sei ein Problem mit dem Antrieb der Oberstufe ermittelt worden. Als ursächlich für das vorzeitige Abschalten der Oberstufe betrachte man eine mechanische Zerstörung eines Lagers im Turbopumpensatz. Das automatischen Kontrollsystem der Stufe reagierte unmittelbar auf den Schaden und initiierte den Brennschluss des Antriebssystems, das in Folge dessen vier Minuten weniger als vorgesehen zum Einsatz kam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine offizielle Bekanntgabe von Untersuchungsergebnissen will Roskosmos angeblich Ende des Jahres vornehmen. In nächster Zeit sollen Spezialisten eine ganze Reihe bereits gebauter Turbopumpensätze untersuchen, um herauszufinden, ob der Lagerschaden auf ein Konstruktions- oder ein Herstellungsproblem zurückzuführen ist. Für Kunden, die ausstehende Trägerraketeneinsätze mit Breeze-Oberstufen gebucht haben, ist der Status quo sicherlich keine befriedigende Situation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der russische Kommunikationssatellitenbetreiber Gazprom Space Systems (GSS) ist aktuell der einzige Kunde, der nach einem der letzten Breeze-Fehlschläge trotz allem Anlass zur Hoffnung auf eine Nutzungsmöglichkeit seines ins All transportierten Satelliten im annähernd ursprünglich geplanten Rahmen haben darf. Yamal 402 hatte ausreichend Treibstoff an Bord, um mit seinem eigenen Antriebssystem die Fehlleistung der Breeze-M-Oberstufe zu kompensieren, und hat noch genügend Reserven für die Lageregelung während eines jahrelangen Einsatzes im geostationären Orbit. Die ursprünglich erwartete Lebensdauer des von Thales Alenia Space (TAS) für GSS gebauten und auf dem Satellitenbus Spacebus 4000C3 basierenden Satelliten lag bei 15 oder mehr Jahren. Die zusätzlich erforderlichen Brennphasen seines Apogäumsmotors reduzierten die mögliche Einsatzdauer von Yamal 402 auf geschätzte 11 Jahre. Die Übergabe des betriebsbereiten Satelliten an GSS ist derzeit für Januar 2013 geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal 402 ist katalogisiert mit der NORAD Nr. 39.022 bzw. als COSPAR-Objekt Nr. 2012-070A.</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Yamal 402: Proton-M funktioniert, Breeze-M nicht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/yamal-402-proton-m-funktioniert-breeze-m-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Dec 2012 10:42:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Apogäumsmotor]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstufe]]></category>
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		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Yamal 402]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 8. Dezember 2012 hob pünktlich um 14.13 Uhr MEZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 200/39 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten Yamal 402 für den russischen Kommunikationssatellitenbetreiber Gazprom Space Systems (GSS) ins All zu befördern. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: GSS, ILS, Roskosmos, TAS. Der Start um 17.13 Uhr Moskauer Zeit wurde im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 8. Dezember 2012 hob pünktlich um 14.13 Uhr MEZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 200/39 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten Yamal 402 für den russischen Kommunikationssatellitenbetreiber Gazprom Space Systems (GSS) ins All zu befördern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: GSS, ILS, Roskosmos, TAS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start um 17.13 Uhr Moskauer Zeit wurde im Namen des Unternehmens International Launch Services, abgekürzt ILS, durchgeführt, das sich um die Vermarktung von kommerziellen Starts mit Proton-Raketen kümmert. Der von Chrunitschew in Russland gebaute Proton-M-Träger besaß drei Raketenstufen, mit denen er die Orbitaleinheit, bestehend aus der Oberstufe Breeze-M und dem Satelliten Yamal 402 unter einer gemeinsamen Verkleidung, auf den Weg brachte. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-f37375ff"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012114247_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09122012114247_small_1.jpg" alt="Roskomos" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Yamal 402 auf Breeze-M-Oberstufe bei Startvorbereitungen 
<br>
(Bild: Roskomos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach etwas über 9 Minuten und 15 Sekunden Flugzeit wurde die Orbitaleinheit von der dritten Stufe der Proton abgetrennt. Eine erste Zündung der wie die Proton von Chrunitschew hergestellten Breeze-M-Oberstufe brachte die Orbitaleinheit in einen Parkorbit. Nach weiteren Brennphasen, von denen die vierte und letzte von der Breeze-M-Oberstufe 240 Sekunden zu früh beendet wurde, kam es zum Aussetzen von Yamal 402 rund 9 Stunden nach dem Abheben, laut Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos rund vier Minuten vor dem geplanten Zeitpunkt. Der Hersteller des Satelliten untersucht, ob es möglich ist, das Raumfahrzeug mittels eines geänderten Ablaufs GSS trotz allem an der ursprünglich vorgesehenen Postion bereitstellen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der mit insgesamt 46 gleichzeitig zu betreibenden K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgerüstete Satellit sollte eine Position bei 55 Grad Ost im Geostationären Orbit einnehmen, die er möglicherweise noch unter Nutzung seiner eigenen Triebwerke (ein von EADS Astrium hergestelltes Zweistofftriebwerk vom Typ S400 als Apogäumsmotor, vier elektrische Treibwerke des Typs SPT-100 zur Lageregelung) erreichen kann. Geplant war, dass Yamal 402 von dort aus Kunden in Teilen Afrikas, in Europa, Teilen des mittleren Ostens und Russland mit einer großen Bandbreite von Kommunikationsdiensten versorgt. Yamal 402 war außerdem dazu gedacht, künftig bisher via ASTRA 1F verbreitete Dienste auszustrahlen. 
<br>
Die erwartete Lebensdauer des Thales Alenia Space (TAS) für GSS gebauten und auf dem Satellitenbus Spacebus 4000C3 basierenden neuen Erdtrabanten liegt bei 15 Jahren (laut TAS bei mehr als 15 Jahren). Den dreiachsstabilisierten Satelliten hatte sein künftiger Betreiber am 28. Mai 2010 bei TAS in Auftrag gegeben. Beim Start betrug seine Masse betankt rund 4.500 Kilogramm laut TAS (laut ILS 4.463 Kilogramm). Zur Versorgung der Satellitensysteme und der Kommunikationsnutzlast ist das Raumfahrzeug mit zwei Solarzellenauslegern ausgestattet. Für die Nutzlast können sie nach Angaben von TAS rund 10,8 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flug von Yamal 402 in den Weltraum erfolgte beim 8. Flug einer Proton-Rakete für ILS im Jahr 2012, dem 77. Flug einer durch ILS vermarkteten Proton und dem seit 1965 383. Flug einer Proton-Rakete insgesamt. Mit Yamal 402 befinden sich jetzt acht von TAS gebaute auf einer von ILS vermarkteten Proton-Rakete ins All beförderte Satelliten im All. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Datum vom 9. Dezember 2012 berichtete Roskosmos, dass die Systeme von Yamal 402 funktionieren wie geplant, und man vorhabe, den Satelliten zwei zusätzliche Brennphasen seines Apogäumsmotors durchführen zu lassen, um eine annähernd kreisförmige Bahn um die Erde zu erreichen. Das erste dieser Manöver werde man bereits in der Nacht vom 9. auf den 10. Dezember 2012 abwickeln. Wenn die Manöver gelingen, werde GSS den Satelliten wie beabsichtigt einsetzen können. </p>



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<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11365.msg243226#msg243226" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Yamal-402 &#8211; Proton-M/Briz-M</a></li>
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		<title>IS-19: Sealaunch und SS/L suchen weiter nach Fehler</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/is-19-sealaunch-und-ss-l-suchen-weiter-nach-fehler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Sep 2012 09:42:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[2012-030A]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat 19]]></category>
		<category><![CDATA[IS-19]]></category>
		<category><![CDATA[Sealaunch]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
		<category><![CDATA[SS/L]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sealaunch und Space Systems/Loral (SS/L) wollen eine unabhängige, aus drei Personen bestehende Kommission installieren, die die Arbeit der verschiedenen wegen der Startanomalie mit Beschädigung eines der Solarzellenausleger von Intelsat 19 ermittelnden Spezialisten überwachen und koordinieren soll. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Intelsat, Sealaunch, SS/L. Noch während des angetriebenen Fluges der von Sealaunch vermarkteten Zenit-3SL-Rakete [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sealaunch und Space Systems/Loral (SS/L) wollen eine unabhängige, aus drei Personen bestehende Kommission installieren, die die Arbeit der verschiedenen wegen der Startanomalie mit Beschädigung eines der Solarzellenausleger von Intelsat 19 ermittelnden Spezialisten überwachen und koordinieren soll.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Intelsat, Sealaunch, SS/L.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-a74fec25"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16092012114246_small_1.jpg" alt="Space Systems/Loral (SS/L)" width="357" height="276"/><figcaption>
Intelsat 19 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Space Systems/Loral (SS/L))
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Noch während des angetriebenen Fluges der von Sealaunch vermarkteten Zenit-3SL-Rakete mit dem von SS/L gebauten Kommunikationssatelliten Intelsat 19 an der Spitze waren am 1. Juni 2012 Probleme mit einem der beiden, zu diesem Zeitpunkt noch zusammengefalteten Solarzellenausleger offenbar geworden. Teile des Auslegers wurden nach Abwurf der Nutzlastverkleidung der Rakete von der Sonne beschienen, die Telemetriedaten für dadurch erzeugte elektrische Energie lagen außerhalb der erwarteten Werte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits rund 72 Sekunden nach dem Abheben der Rakete hatten Druck- und Schallmesssensoren ungewöhnlich Werte erfasst. Eine ähnliche Sensorsignatur war am 11. Januar 2004 beim Start des Kommunikationssatelliten Telstar 14 alias Estrela do Sul 1 aufgetreten. Einer der beiden Solarzellenausleger von Telstar 14 konnte nach der Abtrennung von der Raketenoberstufe nicht entfaltet werden. Laut SS/L belegten Abbildungen von Telstar 14 im All später erhebliche Beschädigungen des nicht entfalteten Auslegers. Nach der Abtrennung von Intelsat 19 von der Raketenoberstufe ließ sich dessen mutmaßlich beschädigter Solarzellenausleger zunächst ebenfalls nicht entfalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gemeinsame Untersuchungsgruppe aus Mitarbeitern von Sealaunch und SS/L arbeitet schon eine Reihe von Wochen daran, die Ursache für die Anomalie herauszufinden. Man hat laut SS/L zum jetzigen Zeitpunkt keine Anzeichen für Probleme bei Bauqualität und Testprozessen gefunden. Hinsichtlich des eigentlichen Auslösers der Anomalie tappt man jedoch noch im Dunklen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Aufzeichnungen, die Bau von Satellit und Rakete dokumentieren, den Daten, die bei Bodentests gewonnen wurden und den Telemetriedaten vom Flug mit Informationen zu Beschleunigungs-, Druck- und Schalldruckwerten hat sich die gemeinsame Untersuchungsgruppe bereits intensiv beschäftigt. Möglicherweise gelingt es jetzt mit Unterstützung der neuen Kommission, die Bemühungen zur Aufklärung des Missgeschicks in die richtige Richtung zu lenken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 13. August 2012 befindet sich Intelsat 19 an einer Position bei 166 Grad Ost im Geostationären Orbit im kommerziellen Einsatz. Ein Teil seiner 24 C-Band- und 36 K<sub>u</sub>-Band-Transponder werden zur Versorgung der Kundschaft mit Diensten, die vorher über Intelsat 8 verbreitet wurden, eingesetzt. Wegen des beschädigten Solarzellenauslegers steht der Kommunikationsnutzlast von Intelsat 19 nur rund 75% der eigentlich vorgesehenen elektrischen Leistung zur Verfügung.  <br>Intelsat 19 alias IS-19 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 38.356 und als COSPAR-Objekt 2012-030A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10824.msg226210#msg226210" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zenit-3SL (Sea Launch) mit Intelsat-19</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/is-19-sealaunch-und-ss-l-suchen-weiter-nach-fehler/" data-wpel-link="internal">IS-19: Sealaunch und SS/L suchen weiter nach Fehler</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erneuter Sojus-Fehlstart</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erneuter-sojus-fehlstart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 21:33:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Meridian 5]]></category>
		<category><![CDATA[Plesezk]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Triebwerke]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34575</guid>

					<description><![CDATA[<p>Beim heutigen Start einer Trägerrakete vom Typ Sojus kam es erneut zu einer schweren Fehlfunktion mit Verlust des Satelliten. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RIAN, Interfaks, Raumcon. Der Start erfolgte am frühen Nachmittag (13:08 Uhr MEZ) vom Kosmodrom Plesezk aus. An der Spitze befand sich ein Kommunikationssatellit der Meridian-Reihe. Diese werden zur Übermittlung von [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/erneuter-sojus-fehlstart/" data-wpel-link="internal">Erneuter Sojus-Fehlstart</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim heutigen Start einer Trägerrakete vom Typ Sojus kam es erneut zu einer schweren Fehlfunktion mit Verlust des Satelliten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RIAN, Interfaks, Raumcon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am frühen Nachmittag (13:08 Uhr MEZ) vom Kosmodrom Plesezk aus. An der Spitze befand sich ein Kommunikationssatellit der Meridian-Reihe. Diese werden zur Übermittlung von Nachrichten im zivilen und militärischen Bereich eingesetzt und operieren normalerweise in stark elliptischen Bahnen zwischen etwa 1.000 und 40.000 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung um 64 Grad gegen den Äquator. 
<br>
Wie an verschiedenen Stellen gemeldt wurde, gab es während des Betriebs der dritten Stufe der Sojus-Trägerrakete einen Druckabfall in einer Zuleitung zu einer der 4 Brennkammern des RD-124-Triebwerkes. Dies führte danach entweder zu einer Abschaltung oder zu einer Explosion. Reste der Trägerrakete sowie der Oberstufe und der Nutzlast sollen über Sibirien abgestürzt sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der heutige Fehlstart setzt eine ganze Reihe von Fehlern in diesem Jahr fort. Fachleute vermuten Qualitätsprobleme. Folge des Fehlschlages werden wahrscheinlich weitere Verschiebungen geplanter Starts sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fehlstarts russischer Raketen der letzten 13 Monate:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>05.12.2010: 3 Navigationssatelliten für GloNaSS stürzen ab, weil die Oberstufe mit einer falschen Treibstoffmenge betankt worden war.</li>



<li>01.02.2011: Der Satellit Geo-IK 2 gelangt auf einen zu niedrigen Orbit. Als Ursache wird ein Fehler in der Flugsteuerung oder der Kreiselplattform der Oberstufe der Rockot vermutet.</li>



<li>24.08.2011: Progress-M 12M gelangt nicht in einen Erdorbit, weil ein Gasgenerator in der 3. Stufe der Sojus-U-Trägerrakete versagt.</li>



<li>19.08.2011: Ekspress-AM 4 strandet im falschen Orbit, nachdem vermutlich ein Fehler im Steuerungssystem der Bris-M-Oberstufe auftrat. Andere Quellen berichten von einem falsch eingegebenen Wert.</li>



<li>08.11.2011: Die geplante Marssonde Fobos-Grunt bleibt im Erdorbit, da die Transferstufe nicht zündet. Die Ursache ist nach wie vor ungeklärt.</li>



<li>23.12.2011: Der Satellit Meridian 5 gelangt nicht auf eine Erdumlaufbahn wegen eines erneuten Versagens einer dritten Stufe einer Sojus-Trägerrakete.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10603.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meridian 5 auf Sojus 2.1/Fregat</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/erneuter-sojus-fehlstart/" data-wpel-link="internal">Erneuter Sojus-Fehlstart</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fehler bei KSLV 1 im Jahr 2010 in zweiter Stufe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fehler-bei-kslv-1-im-jahr-2010-in-zweiter-stufe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 17:06:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Explosion]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[KARI]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34404</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine unabhängige russische Kommission hat nun definitiv bestätigt, dass die von Chrunitschew gefertigte erste Stufe der KSLV korrekt funktionierte. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Interfax. Dies äußerte Nikolai Panitschkin von ZNIImasch, dem russischen zentralen wissenschaftlichen Forschungsinstitut für Maschinenbau, gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch. Dieser Fakt sei unumstritten. Die zweite Stufe, die in Südkorea [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/fehler-bei-kslv-1-im-jahr-2010-in-zweiter-stufe/" data-wpel-link="internal">Fehler bei KSLV 1 im Jahr 2010 in zweiter Stufe</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine unabhängige russische Kommission hat nun definitiv bestätigt, dass die von Chrunitschew gefertigte erste Stufe der KSLV korrekt funktionierte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Interfax.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies äußerte Nikolai Panitschkin von ZNIImasch, dem russischen zentralen  wissenschaftlichen Forschungsinstitut für Maschinenbau, gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch. Dieser Fakt sei unumstritten. Die zweite Stufe, die in Südkorea entwickelt und gebaut worden war, hingegen wies einen Fehler auf, der dazu führte, dass die Nutzlast keine Umlaufbahn erreichte. Stattdessen wurden Rakete und Nutzlast offenbar in etwa 70 Kilometern Höhe bei einer Explosion zerstört. 
<br>
Der Startversuch am 10. Juni 2010 war bereits der zweite Versuch Südkoreas, mit russischer Hilfe eine eigene Trägerrakete zu entwickeln. Der erste Versuch im August 2009 war ebenfalls missglückt. Damals hatte sich ein Teil der Nutzlastverkleidung zu spät gelöst. Dadurch war der Satellit am Ende zu langsam, um in eine Umlaufbahn um die Erde zu gelangen und stürzte zur Erde zurück. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Offenbar plant man nun, einen dritten Versuch zu unternehmen. Die erste Stufe verwendet weitgehend Teile der geplanten russischen Trägerrakete Angara und wird von Chrunitschew geliefert und bezahlt. Die zweite Stufe steuert Südkoreas staatliches Luft- und Raumfahrtforschungsinstitut KARI bei. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7420.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Korea KSLV-1 (Naro-1) zweiter Start</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/fehler-bei-kslv-1-im-jahr-2010-in-zweiter-stufe/" data-wpel-link="internal">Fehler bei KSLV 1 im Jahr 2010 in zweiter Stufe</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Progress-Flug scheitert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-flug-scheitert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 15:15:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-U]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Progress-M 12M startete heute pünktlich um 15:00 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Baikonur zur Internationalen Raumstation. Bei Flugsekunde 320 trat jedoch ein Problem mit der dritten Stufe der Trägerrakete auf. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos. Nach zweitägiger Vorbereitung auf dem Startplatz 1 erfolgte die Zündsequenz der Sojus-U-Trägerrakete mit dem Frachtraumschiff als Nutzlast. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Progress-M 12M startete heute pünktlich um 15:00 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Baikonur zur Internationalen Raumstation. Bei Flugsekunde 320 trat jedoch ein Problem mit der dritten Stufe der Trägerrakete auf.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082011171520_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082011171520_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Sojus-Trägerrakete hebt ab 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach zweitägiger Vorbereitung auf dem Startplatz 1 erfolgte die Zündsequenz der Sojus-U-Trägerrakete mit dem Frachtraumschiff als Nutzlast. Die Trägerrakete erhob sich vom Startplatz, die Trennung von der ersten Stufe, also den vier seitlichen Triebwerken, erfolgte planmäßig und war gut sichtbar. Bei 5 Minuten und 20 Sekunden Flugzeit erfolgte jedoch eine Fehlfunktion an der dritten und letzten Stufe der Sojus-Rakete und der Kontakt zu dem Fluggerät riss ab. Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos und Mission Control Houston sprechen von einer „außernominellen Situation“. Ob der Fehler direkt bei der dritten Stufe der Rakete oder dem Trennungssystem zum Progress-Transporter auftrat, ist unklar. Die Analysen zur Fehlerursache sind angelaufen. Es ist die erste misslungene Mission eines Progress-Transporters bei 134 Flügen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemäß russischen Quellen soll Progress-M 12M gegen 15:25 Uhr MESZ über russischem Staatsgebiet niedergegangen sein. An Bord befanden sich 1.262 Kilogramm Trockenfracht (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 932 Kilogramm Treibstoff, 421 Kilogramm Wasser und 50 Kilogramm Sauerstoff, welche nun in der ISS-Versorgung fehlen. Es war geplant, Progress-M 12M mehr als sechs Monate an der Raumstation zu belassen. Erst für die Ankunft des europäischen Versorgungsraumschiffes ATV 3 „Edoardo Amaldi“ im März sollte der hintere Dockingport des Swesda-Moduls frei werden. Weiter sollte das russische Transportraumschiff drei Bahnanhebungen der ISS durchführen. Auswirkungen auf den im nächsten Monat, ebenfalls auf einer Sojus-Rakete, geplanten bemannten Start von Sojus-TMA 22 sind bis jetzt noch nicht absehbar. Auch werden Einflüsse auf den ISS-Flugplan, die ISS-Versorgung und die ISS-Flughöhe erwartet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9988.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">*Progress M-12M*</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Weiterer Weltraumschrott: GEO-IK-2 Nr. 11 aufgegeben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/weiterer-weltraumschrott-geo-ik-2-nr-11-aufgegeben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 11:08:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[37362]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-KM]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[Geodäsiesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Reschetnjow]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. Juni 2011 erklärten die russischen Weltraumtruppen den am 1. Februar 2011 auf einer Rockot-Rakete mit Bris-KM-Oberstufe gestarteten Geodäsiesatelliten GEO-IK-2 offiziell zu einem Totalverlust. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS, Interfax, NEWSru, RIAN, Rossiskaja Gaseta. Das von Reschetnjow Informational Satellite Systems gebaute Raumfahrzeug sollte die Erstellung eines hochgenauen geodätischen Koordinatensystems unterstützen und in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 28. Juni 2011 erklärten die russischen Weltraumtruppen den am  1. Februar 2011 auf einer Rockot-Rakete mit Bris-KM-Oberstufe gestarteten Geodäsiesatelliten GEO-IK-2 offiziell zu einem Totalverlust.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS, Interfax, NEWSru, RIAN, Rossiskaja Gaseta.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02072011130830_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02072011130830_small_1.jpg" alt="Reschetnjow Informational Satellite Systems" width="260"/></a><figcaption>
GEO-IK-2 Nr. 11 vor dem Transport ins All 
<br>
(Bild: Reschetnjow Informational Satellite Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das von Reschetnjow Informational Satellite Systems gebaute Raumfahrzeug sollte die Erstellung eines hochgenauen geodätischen Koordinatensystems unterstützen und in diesem Rahmen die Form der Erde, ihre exakte Rotationsgeschwindigkeit und ihr Schwerefeld bestimmen. Außerdem war vorgesehen, mit Hilfe des Satelliten die Drift der Kontinentalplatten und die genaue Lage der Pole festzuhalten. Als erster Teil eines neuen Satellitenpaares war GEO-IK-2 Nr. 11 dazu gedacht, frische Messdaten sammeln, um Russlands militärisches geodätisches System auf einen aktuellen Stand zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Start war GEO-IK-2 Nr. 11 nicht auf die ursprünglich vorgesehene Bahn in rund 1.000 Kilometern über der Erde gelangt. Die Raketenoberstufe hatte ihn statt dessen in einem Orbit mit einem Apogäum von rund 1.021 und einem Perigäum von rund 369 Kilometern über der Erde ausgesetzt. Die Fehlfunktion der von Chrunitschew gebauten Raketenoberstufe von Typ Bris-KM wurde vermutlich von Einflüssen elektromagnetischer oder Partikelstrahlung auf die Elektronik der Stufe nach deren erster Brennphase verursacht. Zur zweiten Brennphase, die zum Erreichen der geplanten Kreisbahn erforderlich gewesen wäre, kam es nicht: Die Oberstufe zündete nicht, und die Nutzlast wurde, wie es das Notfallregime der Stufe vorsah, abgetrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ganzer Tag verging, bis das zuständige Satellitenkontrollzentrum Kontakt zu dem gestrandeten Satelliten aufgebaut hatte. Sehr schnell war klar, dass der Satellit sein Vermessungsprogramm allenfalls eingeschränkt würde erledigen können, weil die beiden Solarzellenausleger des Satelliten ihn auf Grund der tatsächlich erreichten Umlaufbahn nur unzureichend mit Strom versorgen. Mit dem für die Lageregelungstriebwerke des Satelliten an Bord vorrätigen Treibstoff war die ursprünglich vorgesehene Bahn nicht zu erreichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende Februar 2011 traten Probleme bei der Orientierung des Satelliten an der Sonne auf. Nach einem Ausfall eines Systems zur Sonnenorientierung begann der Satellit unkontrolliert zu rotieren, was auf mangelnde Stromversorgung durch die nicht drehbar, sondern fest an der Satellitenstruktur angebrachten Solarzellenausleger zurückgeführt wird. Anfang März 2011 betrachtete man es als unwahrscheinlich, das Raumfahrzeug noch einmal unter Kontrolle zu bekommen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02072011130830_small_2.jpg" alt="Reschetnjow Informational Satellite Systems" width="260"/><figcaption>
GEO-IK-2 über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Reschetnjow Informational Satellite Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 2011 gelang es, wieder Verbindung zu GEO-IK-2 Nr. 11 herzustellen. Man begann mit einer Analyse der von dem Raumfahrzeug empfangenen Telemetriedaten und teile mit, nach der Begutachtung der Daten über die weitere Nutzung des Satelliten zu entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da es jedoch nicht möglich war, den Satelliten in ein brauchbares Betriebsregime zu bringen, weil keine dauerhaft stabile Verbindung aufrecht zu erhalten war, blieb nichts anderes übrig, als ihn aufzugeben. Jetzt umkreist er die Erde nutzlos und stellt für andere Raumfahrzeuge ein weiteres gefährliches Stück Weltraumschrott dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GEO-IK-2 Nr. 11 alias Kosmos 2470 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.362 bzw. als COSPAR-Objekt 2011-005A. </p>
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		<item>
		<title>ALOS abgeschrieben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/alos-abgeschrieben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2011 04:30:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[ALOS]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[DAICHI]]></category>
		<category><![CDATA[Energieversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie bereits befürchtet war es nicht mehr möglich, den japanischen Erdbeobachtungssatelliten ALOS noch einmal in einen nützlichen Betriebszustand zu versetzen. Jetzt hat die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung JAXA offiziell das Ende der Mission des Satelliten bekanntgegeben. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA. Rund drei Wochen lang hatten Spezialisten versucht, wieder die Kontrolle [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie bereits befürchtet war es nicht mehr möglich, den japanischen Erdbeobachtungssatelliten ALOS noch einmal in einen nützlichen Betriebszustand zu versetzen. Jetzt hat die japanische  Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung JAXA offiziell das Ende der Mission des Satelliten bekanntgegeben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12052011063008_small_1.jpg" alt="JAXA" width="341" height="253"/><figcaption>
ALOS im Einsatz über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Rund drei Wochen lang hatten Spezialisten versucht, wieder die Kontrolle über ALOS zu bekommen. Es gelang jedoch nicht, den Satelliten noch einmal anzusprechen, dessen Akkumulatoren sich nach einem Fehler im System zur Stromerzeugung am 2. April 2011 entladen hatten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">ALOS war am 24. Januar 2006 auf einer Trägerrakete vom Typ H-IIA vom Tanegashima Space Center im Süden Japans aus ins All transportiert worden. Aus rund 700 Kilometern Höhe über der Erdoberfläche auf einer polaren Bahn kreisend lieferte der Satellit dann über seine konstruktive Auslegungsbetriebsdauer von drei Jahren hinaus Daten, was man erhofft und erwartet hatte. Auf eine fünf Jahre dauernde Mission hatte man sich eingerichtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während seines Einsatzes nahm ALOS zum Zwecke der Kartierung und bei der Beobachtung von Naturkatastrophen über 6.500.000 Bilder von der Erde auf. Ein Teil von ihnen entstand unmittelbar im Zusammenhang mit etwa 100 größeren Katastrophen, bei deren Bewältigung die Bilder helfen sollten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für nach dem Erdbeben in der südwestchinesischen, am Rand einer Überschiebungszone zweier Kontinentalplatten liegenden Provinz Sichuan im Jahr 2008 mit Daten von ALOS generiertes Material erreichte die japanischen Betreiber des Satelliten der Dank aus China. Nach dem Erdbeben in Japan im März 2011 nahm ALOS rund 400 Bilder auf, die zehn japanischen Präfekturen beim Katastrophenmanagement halfen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlreiche Reliefkarten konnten dank der Daten von ALOS überarbeitet werden. Unter den rund 25.000 revisionierten Karten des japanischen nationalen geographischen Instituts sind auch solche des afrikanischen Kontinents. </p>



<p class="wp-block-paragraph">ALOS alias DAICHI ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.931 bzw. als COSPAR-Objekt 2006-002A. ALOS steht für Advanced Land Observing Satellit und bedeutet schlicht fortschrittlicher Erdbeobachtungssatellit. Den Eigennamen DAICHI bekam der Satellit nach dem Start, übersetzt ins ins Deutsche steht er für Erde oder Boden. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/alos-abgeschrieben/" data-wpel-link="internal">ALOS abgeschrieben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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