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	<title>fernes Infrarot &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>DSI: SOFIA hilft bei der Entdeckung eines zerstörten Planetensystems</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dsi-sofia-hilft-bei-der-entdeckung-eines-zerstoerten-planetensystems/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 May 2023 09:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was passiert mit einem Planetensystem, wenn ein alternder Stern eine Hülle aus Gas und Plasma abstößt? Ein Team um Jonathan Marshall von der Academia Sinica in Taiwan findet in SOFIA-Daten Hinweise. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut. Quelle: Universität Stuttgart 25. Mai 2023. 25. Mai 2023 &#8211; Sobald ein Stern die Hauptreihe hinter [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Was passiert mit einem Planetensystem, wenn ein alternder Stern eine Hülle aus Gas und Plasma abstößt? Ein Team um Jonathan Marshall von der Academia Sinica in Taiwan findet in SOFIA-Daten Hinweise. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Stuttgart 25. Mai 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HelixnebelNASAESANSmithUnivBerkeleySTScIAURA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Helixnebel aufgenommen vom Hubble Weltraumteleskop. (Bild: NASA, ESA, N. Smith (University of California, Berkeley), and the Hubble Heritage Team (STScI/AURA))" data-rl_caption="" title="Der Helixnebel aufgenommen vom Hubble Weltraumteleskop. (Bild: NASA, ESA, N. Smith (University of California, Berkeley), and the Hubble Heritage Team (STScI/AURA))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HelixnebelNASAESANSmithUnivBerkeleySTScIAURA26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Helixnebel aufgenommen vom Hubble Weltraumteleskop. (Bild: NASA, ESA, N. Smith (University of California, Berkeley), and the Hubble Heritage Team (STScI/AURA))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">25. Mai 2023 &#8211; Sobald ein Stern die Hauptreihe hinter sich gelassen hat – das längste Stadium der Sternentwicklung, in dem der durch die Kernfusion im Innern des Sterns erzeugte Strahlungsdruck der Schwerkraft die Waage hält – stößt der alternde Stern eine Hülle aus Gas und Plasma ab und ein planetarischer Nebel entsteht. Was in dieser Phase mit einem möglicherweise vorhandenen Planetensystem geschieht, ist allerdings ein Rätsel. Astronomen und Astronominnen wissen im Allgemeinen nicht, ob Planeten jenseits dieses Punktes überleben können bzw. welches Schicksal sie ereilt.<br>Ein Hinweis hierzu hat nun ein Team um Jonathan Marshall von der Academia Sinica in Taiwan im nahegelegenen Helixnebel gefunden, in dem es neue Daten von SOFIA, dem Stratosphären-Observatoriums für Infrarot-Astronomie und ALMA, dem Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array, zusammen mit Archivdaten der Spitzer- und Herschel-Weltraumobservatorien untersucht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Helixnebel ist ein junger planetarischer Nebel, in dem sich glühendes Gas ausbreitet, das von seinem alternden Wirtsstern ausgestoßen wurde. Im Zentrum des Nebels hat sich ein sehr junger Weißer Zwerg gebildet, der allerdings mehr Infrarotstrahlung aussendet als erwartet. Um zu klären, woher diese überschüssige Strahlung kommt, hat Marshall zusammen mit seinem Team zunächst untersucht, woher sie nicht kommen kann:<br>Kollisionen zwischen kleinen, festen Objekten aus kosmischem Staub, die sich während der Entstehung eines Planetensystems um einen Stern gebildet haben – sogenannte Planetesimale – können diese überschüssige Emission zwar grundsätzlich erzeugen, aber weder SOFIA noch ALMA konnten die dafür erforderlichen großen Staubkörner nachweisen.<br>Auch haben die Forschenden keine Kohlenmonoxid- oder Siliziummonoxidmoleküle gefunden, die für die Gasscheiben charakteristisch sind, die einen Stern nach seinem Leben auf der Hauptreihe umgeben können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zerstörung als Strahlungsquelle</strong><br>Zusammen mit den Archivdaten grenzen die Beobachtungen von SOFIA und ALMA die verschiedenen Parameter der möglichen infraroten Strahlungsquelle – wie ihre Größe, Struktur und Umlaufbahn – stark ein, so dass nur eine Erklärung übrig bleibt: Staub, der sich bildet, wenn ausgewachsene Planeten bei der Entstehung des planetarischen Nebels zerstört werden und sich in Richtung des Sterns im Zentrum bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nachdem wir die Puzzleteile der Größe und Form der überschüssigen Emission sowie die daraus resultierenden Eigenschaften über die Staubkörner in der Umgebung des Weißen Zwerges zusammen gesetzt hatten, kamen wir zu dem Schluss, dass ein zerstörtes Planetensystem die beste Erklärung für den vorhandenen Infrarotüberschuss des Helixnebels ist“, sagt Jonathan Marshall, der Hauptautor der Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein mögliches Szenario wäre die kontinuierliche Zerstörung tausender Kometen pro Jahr durch die intensive Strahlung des Weißen Zwerges. Dies würde den notwendigen Nachschub an Staub erklären, um die gemessene Infrarothelligkeit zu erhalten, welche einer gesamten Staubmasse von 500 Millionen Kometen der Größe von Hale-Bopp entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ferninfrarotdaten von SOFIA füllen entscheidende Lücke</strong><br>Die mit dem HAWC+ Instrument an Bord von SOFIA gemessenen Helligkeiten bei einer Wellenlänge von 54 µm konnten genau die Lücke zwischen den früheren Spitzer- und Herschel-Beobachtungen bei 24 und 70 µm schließen. „Diese Lücke lag genau dort, wo wir den Höhepunkt der Staubemission erwartet haben“, so Marshall. „Es ist wichtig, die Form der Staubemission zu bestimmen, um die Eigenschaften dieser Staubkörner einzugrenzen. Die SOFIA-Beobachtungen haben es uns ermöglicht, unser Verständnis zu verfeinern“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl SOFIA nach seinem Betriebsende keine Folgebeobachtungen des Helixnebels mehr durchführen kann, ist diese Studie Teil eines größeren Projekts das darauf abzielt zu verstehen, was mit Planetensystemen geschieht, wenn sich ihr Zentralstern über die Hauptreihe hinaus entwickelt. Marshall und sein Team hoffen, auch andere Sterne in der Spätphase mit ähnlichen Techniken untersuchen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung:</strong><br>Evidence for the Disruption of a Planetary System During the Formation of the Helix Nebula , Jonathan P. Marshall et al 2023 AJ 165 22, <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.3847/1538-3881/ac9d90" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://iopscience.iop.org/article/10.3847/1538-3881/ac9d90</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1149.msg549582#msg549582" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Stratosphären-Observatorium SOFIA</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>An Bord von SOFIA: GREATs finale Flüge</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/an-bord-von-sofia-greats-finale-fluege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 May 2022 17:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letzte Beobachtungskampagne eines erfolgreichen astronomischen Instruments an Bord von SOFIA. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn. Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie. 4. Mai 2022 &#8211; Mit der gemeinsamen Entscheidung von NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), den Flugbetrieb des Stratosphären-Observatoriums für Infrarot-Astronomie (SOFIA) im September 2022 einzustellen, enden auch die einzigartigen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Letzte Beobachtungskampagne eines erfolgreichen astronomischen Instruments an Bord von SOFIA. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GREATThStruthUniStuttgart.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GREATThStruthUniStuttgart600.jpg" alt=""/></a><figcaption>GREAT, der “German Receiver for Astronomy at Terahertz frequencies”, am Teleskop des Flugzeugobservatoriums SOFIA. (Bild: Thomas Struth, Universität Stuttgart)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">4. Mai 2022 &#8211; Mit der gemeinsamen Entscheidung von NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), den Flugbetrieb des Stratosphären-Observatoriums für Infrarot-Astronomie (SOFIA) im September 2022 einzustellen, enden auch die einzigartigen wissenschaftlichen Möglichkeiten für hochauflösende Fern-Infrarot-Spektroskopie mit dem deutschen Spektrometer GREAT, dem German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies. GREAT ist eine Entwicklung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie und des Kölner Observatoriums für Submillimeter-Astronomie (KOSMA) / Universität zu Köln, in Zusammenarbeit mit dem DLR Institut für Optische Sensorsysteme, und wurde weitgehend unabhängig vom Budget der Deutschen Raumfahrt-Agentur (DLR) finanziert. Beobachtungen mit GREAT wurden auch von der allgemeinen SOFIA-Nutzergemeinschaft stark nachgefragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) mit dem deutschen GREAT-Spektrometer an Bord wird im Juli und August 2022 von Neuseeland aus zu seinen letzten zwanzig Beobachtungsflügen starten. Mit der gemeinsamen Entscheidung von NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), den Flugbetrieb im September 2022 einzustellen, enden auch die einzigartigen wissenschaftlichen Möglichkeiten für hochauflösende fern-Infrarot-Spektroskopie, die GREAT möglich gemacht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit SOFIA, einer umgebauten Boeing-Maschine, deren Flughöhe oberhalb von 13 Kilometern liegt, können Forschende einen Wellenlängenbereich des Lichts beobachten, der von der Erde aus nicht zugänglich ist. Das spektral-höchstauflösende, abbildende Spektrometer GREAT (German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies) an Bord von SOFIA kann von ausgedehnten Himmelsregionen mit hoher räumlicher und spektraler Auflösung eine Art von chemischem Fingerabdruck erstellen. GREAT ist eine Entwicklung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie und des Kölner Observatoriums für Submillimeter-Astronomie (KOSMA) / Universität zu Köln, in Zusammenarbeit mit dem DLR Institut für Optische Sensorsysteme. Die Entwicklung wurde von den beteiligten Instituten, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs 956 finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem First Light an Bord von SOFIA am 1. April 2011 hat GREAT fast 250 erfolgreiche Wissenschaftsflüge durchgeführt und dabei in 2.000 Stunden einzigartige wissenschaftliche Daten mit hohem Wert für die Nachwelt gesammelt, die anders nicht hätten beobachtet werden können. Die Betriebsfrequenzen des Spektrometers wurden speziell ausgewählt, um Spektrallinien von hoher astrophysikalischer Relevanz im fernen Infrarotbereich zu erfassen, in dem die Erdatmosphäre für bodengebundene Beobachtungen völlig undurchsichtig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GREAT hat – in enger Zusammenarbeit mit den interessierten internationalen Wissenschaftler*innen – ein breites Spektrum wissenschaftlicher Themen abgedeckt, von der Erforschung der Erdatmosphäre und der Planeten bis hin zur Erforschung der Sternentstehung und der Physik und Chemie des interstellaren Mediums in der Milchstraße und nahen Galaxien. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der effizienten großräumigen Kartierung der atomaren Feinstrukturlinien von Kohlenstoff und Sauerstoff, die die stärksten Kühl-Linien des sternbildenden interstellaren Mediums sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den neuen Molekülen, die mit GREAT entdeckt wurden, fand die Entdeckung der frühesten molekularen Bindung des Universums, das Heliumhydrid-Molekül, HeH+, größte internationale Aufmerksamkeit. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der GREAT-Beobachtungen wurden in zahlreichen Publikationen in Fachjournalen, darunter die Ergebnisse der ersten Forschungsflüge in einem Sonderband von Astronomy &amp; Astrophysics, und in vielen Beiträgen auf einschlägigen Konferenzen vorgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der unmittelbare Zugang auf der Flugzeug-gestützten Plattform, im Unterschied zu Weltraummissionen, ermöglichte es dem GREAT-Konsortium, das Instrument kontinuierlich mit den neuesten Technologien weiter zu entwickeln. Angefangen mit Einkanal-Detektoren mit Flüssig-Helium-Kühlung wurde das Instrument 2015–16 zum leistungsfähigsten FIR-Array-Heterodyn-Spektrometer aller Zeiten aufgerüstet, das mit 14+7 Pixeln gleichzeitig in zwei Frequenzbändern arbeitet. Es übertrifft frühere weltraumgestützte Experimente hinsichtlich der Beobachtungsgeschwindigkeit um mehr als eine Größenordnung. Die Publikation, die das Instrument beschreibt, wurde mit dem „2018 THz Science and Technology Best Paper Award“ der renommierten IEEE Microwave Theory and Techniques Society ausgezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das GREAT-Team und seine Nutzergemeinschaft freuen sich nun auf den erfolgreichen Abschluss der laufenden Beobachtungsprojekte des Zyklus 9 während der bevorstehenden letzten Beobachtungskampagne von der südlichen Hemisphäre aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über GREAT:</strong><br>GREAT, der „German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies“, ist eine Entwicklung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie und des Kölner Observatoriums für Submillimeter-Astronomie (KOSMA) / Universität zu Köln, in Zusammenarbeit mit dem DLR-Institut für Optische Sensorsysteme. Die Entwicklung wurde von den beteiligten Instituten, vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen der Förderungen 50 OK 1102, 1103 und 1104 sowie im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs 956 finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1149.msg531953#msg531953" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Stratosphären-Observatorium SOFIA</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/an-bord-von-sofia-greats-finale-fluege/" data-wpel-link="internal">An Bord von SOFIA: GREATs finale Flüge</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>SOFIA – Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sofia-das-letzte-wort-ist-noch-nicht-gesprochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 May 2022 12:14:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>DSI bleibt bereit für den Betrieb von SOFIA über den 30. September 2022 hinaus. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut. Quelle: Universität Stuttgart. 3. Mai 2022 &#8211; Am Donnerstag den 28. April 2022 hat die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR zusammen mit der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA bekannt gegeben, dass sie den Betrieb der gemeinsam [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p></p>


</p>
<h4 class="wp-block-heading">DSI bleibt bereit für den Betrieb von SOFIA über den 30. September 2022 hinaus. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut.</h4>
<p>


<p></p>
<p></p>


</p>
<p class="wp-block-paragraph">Quelle: Universität Stuttgart.</p>
<p>


<p></p>
<p></p>


</p>
<figure><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SOFIAMontageTillCrednerNASAJimRossNIESYTOdesign.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SOFIAMontageTillCrednerNASAJimRossNIESYTOdesign26.jpg" alt="" /></a>
<p> </p>
<figcaption>DSI SOFIA Grafik (Foto: Hintergrund: Till Credner; SOFIA: NASA/Jim Ross; Gestaltung NIESYTO design)</figcaption>
</figure>
<p>


<p></p>
<p></p>


</p>
<p class="wp-block-paragraph">3. Mai 2022 &#8211; Am Donnerstag den 28. April 2022 hat die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR zusammen mit der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA bekannt gegeben, dass sie den Betrieb der gemeinsam betriebenen fliegenden Sternwarte SOFIA (Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie) zum 30. September 2022 einstellen wollen.<br />Das Deutsche SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart nimmt die Ankündigung zur Kenntnis, distanziert sich jedoch von der Begründung für diese Entscheidung, die mit kritische Bemerkungen zu SOFIA im Decadal Survey Report „Pathways to Discovery in Astronomy and Astrophysics for the 2020s“ begründet wird. Der Decadal Report wurde am 4. November 2021 von der US-amerikanischen National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine herausgegebenen und enthält Empfehlungen für künftige Projekte und Richtungen der US-amerikanischen Weltraumforschung.</p>
<p>


<p></p>
<p></p>


</p>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kritik an der Entscheidung von NASA &amp; dem DLR</strong><br />Die sachliche Kritik des DSI betrifft die folgenden Punkte:</p>
<p>


<p></p>
<p></p>


</p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Der Decadal Survey ist von seiner Anlage und Aufgabe nicht darauf angelegt, gegenwärtig laufende Projekte zu beurteilen, sondern soll vielmehr die wissenschaftlichen Potentiale künftiger Vorhaben einschätzen, was ein deutlich anderer Prozess ist. Die Akademie ist von NASA gebeten worden, im Decadal Survey Report dennoch zu SOFIA Stellung zu beziehen.</li>
<li>Die Beurteilung durch den Decadal Survey beruht auf zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung bereits seit zwei Jahren veralteten Informationen.</li>
<li>NASA hat auf Grund des Decadal Survey den für März dieses Jahres (2022) vorbereiteten und vom NASA eigenen Astrophysics Advisory Committee ausdrücklich empfohlenen „Senior Review“ kurzfristig abgesagt. Ein Senior Review wäre als Standardverfahren für solche Projekte in der Lage gewesen, SOFIA aktuell und in wissenschaftlich angemessener Weise zu beurteilen.</li>
<li>Für den Decadal Survey wurden dagegen keine eigenen aktuellen Informationen erhoben, sondern es wurde auf vorhandenes Material Stand 2019 zurückgegriffen.</li>
<li>NASA hat im September 2015 die vorgesehene 20-jährige Betriebsdauer von SOFIA ohne weitere Konsultation mit dem Partner einseitig auf eine 5-jährige Primär-Betriebsdauer verkürzt und spricht daher seit Juni 2019 nur noch von einer 3-jährigen „Extended Mission“. Eine solche Ansicht entspricht weder den Absprachen noch dem Verständnis der SOFIA Nutzergemeinschaft.</li>
</ul>
<p>


<p></p>
<p></p>


</p>
<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn die im Decadal Survey an SOFIA geäußerte Kritik mit dem Wissenstand von 2019 sicher angemessen war, weist das DSI auf folgende Punkte hin:</p>
<p>


<p></p>
<p></p>


</p>
<ul class="wp-block-list">
<li>Die neue US-amerikanische wissenschaftliche Leitung von SOFIA hat in sehr proaktiver und dynamischer Art und Weise innerhalb kürzester Zeit auf alle im Jahre 2019 im Rahmen eines internen NASA Reviews geäußerten Kritikpunkte reagiert. SOFIA’s Publikationsrate ist inzwischen doppelt so hoch wie vor drei Jahren, die Beobachtungseffizienz und die Einsatzbereitschaft des Observatoriums sind signifikant angestiegen und die Zahl der Publikationen pro Beobachtungsstunde liegt bei einem angemessenen Wert, wenn man die erforderliche hohe technische Komplexität des fern-infraroten Wellenbereichs berücksichtigt.</li>
<li>Der Im März veröffentlichte aktuelle SOFIA <a href="https://web.archive.org/web/20230120152939/https://www.sofia.usra.edu/sites/default/files/2022-03/SOFIA_Status_Future_Prospects_17Mar22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Statusbericht „Future &amp; Prospects</a>“ zeigt, dass SOFIA inzwischen auch auf US-amerikanischer Seite eine erfolgreiche Mission ist und steht im starken Widerspruch zu den Bewertungen im Decadal Survey.</li>
<li>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von deutschen Instituten sind überproportional erfolgreich bei der Nutzung von SOFIA und der damit verbundenen wissenschaftlichen Ausbeute. Auch die hohe Nachfrage nach den beiden von Deutschland beigestellten wissenschaftlichen Instrumenten sowie die im Vergleich sehr große Zahl von Doktorarbeiten weisen darauf hin, dass SOFIA insbesondere aus deutscher Perspektive eine sehr erfolgreiche Mission ist.</li>
<li>Die deutsche astronomische Gemeinschaft steht daher zu Recht uneingeschränkt hinter SOFIA. Diese Unterstützung zeigt sich nicht nur in dem vom <a href="https://www.astronomische-gesellschaft.de/de/rat-deutscher-sternwarten" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rat deutscher Sternwarten (RdS)</a> herausgegebene Denkschrift „Perspektiven der Astrophysik in Deutschland 2017-2030“, in dem bereits 2016 die Fortführung und Weiterentwicklung von SOFIA ausdrücklich empfohlen wurde. Die Unterstützung wurde Anfang 2022 nun nochmals in einem Schreiben des RdS an das DLR bekräftigt, in dem die Raumfahrtagentur aufgefordert wurde, NASA gegenüber die Interessen der deutschen astronomische Gemeinschaft zu vertreten und sich insbesondere für eine aktuelle wissenschaftliche Bewertung im Rahmen des ursprünglich geplanten Senior Reviews einzusetzen.</li>
<li>Die <a href="https://web.archive.org/web/20240623171000/https://www.gsswg.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">„German SOFIA Science Working Group“ (GSSWG)</a>, das wissenschaftliche Beratungsgremium der DLR-Raumfahrtagentur für SOFIA hat darauf hingewiesen, dass ein vorzeitiges Ende von SOFIA aus seiner Sicht einen nicht vertretbaren Verlust bereits investierter finanzieller Mittel und des über die vergangenen Jahrzehnte aufgebauten Know-Hows bedeuten würde.</li>
</ul>
<p>


<p></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>DSI bleib in Betriebsbereitschaft</strong><br />Wie geht es nun weiter? „Das letzte Wort über die Weiterfinanzierung des Projektes hat auf US-amerikanischer Seite der Kongress, der seinen Haushaltsvorschlag für das Jahr 2023 voraussichtlich erst im Juli vorlegen wird“, so Alfred Krabbe, Leiter des DSI, das auf deutscher Seite den Betrieb von SOFIA koordiniert. „In der Vergangenheit hat der Kongress SOFIA stets unterstützt“. Seine Hoffnung auf wenigstens ein weiteres Betriebsjahr stützt Krabbe vor allem auf die hohen Investitionskosten auf US-Seite, die sich nach bislang acht Jahren Betriebszeit noch nicht amortisiert haben. Außerdem gibt er zu bedenken, dass SOFIA gegenwärtig und für die nächsten 10 – 15 Jahre das weltweit einzige Observatorium ist, dass den ferninfraroten Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums abdecken kann (derzeit bis 612 µm). Das gerade in Betrieb gegangene James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) und SOFIA ergänzen sich in idealer Weise. Für JWST ist bei der Wellenlänge von 27 µm Schluss; dort beginnt jedoch SOFIA erst richtig. „Das JWST kann SOFIA keineswegs ersetzen“, betont Krabbe.</p>
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<figure><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/vglJWSTSOFIAALMAsofiateam.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/vglJWSTSOFIAALMAsofiateam26.jpg" alt="" /></a>
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<figcaption>Vergleich SOFIA &#8211; JWST &#8211; Alma (Bild: SOFIA Team)</figcaption>
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<p class="wp-block-paragraph">Auch in der US-Community regen sich Widerstände gegen das vorzeitige Betriebsende von SOFIA. Am 3. Mai wird es ein NASA Townhall meeting geben, bei dem die amerikanischen Pläne zur Beendigung der SOFIA-Projektes diskutiert werden sollen. Die nachhaltigen negativen Folgen eines überstürzten Endes der SOFIA Mission könnten dort ebenfalls zur Sprache kommen. Auch das astrophysikalische Beratungsgremium der NASA (APAC) hat in einem Schreiben vom 18. April dieses Jahres (2022) die NASA bereits von einem vorschnellen Ende der SOFIA Mission abgeraten und die Durchführung des Beobachtungszyklus 2023 gefordert.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das DSI wartet zunächst die Entscheidung des US-Kongresses ab und bleibt daher bis auf weiteres bereit, mit seinem Team den Betrieb von SOFIA und des deutschen Teleskops auch über den 30. September 2022 hinaus zu gewährleisten.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über SOFIA:</strong><br />SOFIA, das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR; Förderkennzeichen 50OK0901, 50OK1301, 50OK1701 und FKZ 50 OK 2002 und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deutscher Seite vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert, auf amerikanischer Seite von der Universities Space Research Association (USRA). Die Entwicklung der deutschen Instrumente ist finanziert mit Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des DLR.</p>
<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>
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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1149.msg531628#msg531628" data-wpel-link="internal" target="_blank" rel="noopener">Stratosphären-Observatorium SOFIA</a></li>
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		<title>SOFIA – eine deutsch-amerikanische Erfolgsgeschichte</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sofia-eine-deutsch-amerikanische-erfolgsgeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2022 11:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aktueller SOFIA Statusbericht „Future &#38; Prospects“ veröffentlicht. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut. Quelle: Universität Stuttgart. 13. April 2022 &#8211; Obwohl der nominelle deutsche Projektanteil an der fliegenden Sternware der NASA und des DLR bei „nur“ 20% liegt, stellt die deutsche Seite mit GREAT (German REceiver for Astronomy at Terahertz Frequencies), FIFI-LS (Field-Imaging [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Aktueller SOFIA Statusbericht „Future &amp; Prospects“ veröffentlicht. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Stuttgart.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SOFIA_Status_Future_Prospects_17Mar22-LowerResVersion-002.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SOFIA_Status_Future_Prospects_17Mar22-LowerResVersion-002-260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Titelbild des Statusberichts. (Foto: SOFIA Science Mission Center)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">13. April 2022 &#8211; Obwohl der nominelle deutsche Projektanteil an der fliegenden Sternware der NASA und des DLR bei „nur“ 20% liegt, stellt die deutsche Seite mit GREAT (German REceiver for Astronomy at Terahertz Frequencies), FIFI-LS (Field-Imaging Far-Infrared Line-Spectrometer) und FPI+ (Focal Plane Imager Plus) fast 50% der zurzeit in Betrieb befindlichen Instrumente. Das spiegelt sich auch dadurch wieder, dass zwischen 2009 und 2019 die referierten SOFIA Veröffentlichungen zu 45% auf Beobachtungen mit diesen Instrumenten beruhen. Darunter befinden sich diverse Publikationen in dem renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature“ wie zum Beispiel der erstmalige Nachweis von Heliumhydrid (HeH+) – der ersten Molekülart im Universum – mit dem deutschen GREAT Instrument. Mit dem gleichen Instrument können Forschende neben den Beobachtungen astronomischer Objekte parallel die Konzentration des atomaren Sauerstoffs in der Mesosphäre und unteren Thermosphäre der Erde bestimmen, die in diesen Schichten wichtig für Atmosphärenmodelle und Vorhersagen zum Klimawandel ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die aktuelle Beobachtungseffizienz auf deutscher Seite kann sich sehen lassen: Mit nur 8,4 Stunden benötigter Beobachtungszeit pro Veröffentlichung liegt der Wert zwar noch etwas über dem des Herschel-Weltraumteleskops (7,4 Stunden), allerdings liegen noch viele Beobachtungsdaten von SOFIA im Archiv und werden derzeit sehr aktiv von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ausgewertet, so dass die Effizienz von SOFIA auf dem besten Wege ist, die von Herschel noch zu übertreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf US-amerikanischer Seite hat das SOFIA Wissenschaftsteam nun einen ausführlichen Statusbericht zu SOFIA veröffentlicht, der ursprünglich als Senior Review Ausarbeitung der NASA geschrieben wurde und die Erfolge sowie die Entwicklung des fliegenden Observatoriums in den letzten drei Jahren insgesamt zusammenfasst. Der Bericht „Future &amp; Prospects“ zeigt, dass die Empfehlungen aus dem „Flagship Mission Review“ von 2019 vom SOFIA Projekt seither erfolgreich umgesetzt werden konnten und stellt bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse aus den letzten drei Jahren vor. So konnte SOFIA im fernen Infraroten Magnetfelder in unterschiedlichen Bereichen des Universums kartieren. Diese Ergebnisse erlauben es den Astronomen und Astronominnen die Theorien zur Entstehung von Sternen und Planeten bis hin zur Entwicklung von Galaxien und Galaxienhaufen zu überprüfen und zu verbessern. Eine weitere bedeutende Entdeckung von SOFIA ist der Nachweis von Wasser in Bereichen der Mondoberfläche, die der Sonnenstrahlung direkt ausgesetzt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spektroskopische SOFIA Beobachtungen erlauben die Messung von chemischen Fingerabdrücken kritischer Elemente und Moleküle sowie von komplexen physikalischen Zusammenhängen in einer Vielzahl von kosmischen Umgebungen. Außerdem konnten Forschende die Turbulenzen im interstellaren Medium und die Rückkopplungsmechanismen von neu entstanden Sternen durch Messungen des molekularen Wasserstoffanteils bestimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SOFIA ist mindestens für die nächste Dekade das einzige Observatorium, das im fernen Infrarot beobachten kann und vervollständigt damit in kritischer Weise die Beobachtungen von anderen wichtigen Observatorien wie z.B. ALMA (Atacama Large Millimeter/submillimeter Array) oder dem Weltraumteleskop JWST (James Webb Space Telescope), welche jeweils im Radiowellenlängenbereich bzw. mittleren Infraroten beobachten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der amerikanische SOFIA Statusbericht „Future &amp; Prospects“ beschreibt neben den wissenschaftlichen Ergebnissen auch die gesamte Effizienzsteigerungen von SOFIA über die letzten Jahre. Inzwischen können wöchentlich vier Wissenschaftsflüge durchgeführt werden, wobei diese Zahl durch eine fünfte wöchentliche Ersatzflugmöglichkeit zusätzlich garantiert wird. Weiterhin konnten die Wartungsperioden dieses technisch besonders herausfordernden Observatoriums deutlich verkürzt werden, was mehr Flüge pro Jahr ermöglicht. Durch diverse Verbesserungen an den wissenschaftlichen Instrumenten und am Teleskop konnte die Genauigkeit des Observatoriums ebenfalls gesteigert werden. Über 2000 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen weltweit nutzen SOFIA inzwischen. Als bemannte Mission fördert SOFIA die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen und Nationalitäten. Die Anzahl der Publikationen pro Jahr hat sich während der letzten drei Jahre verdoppelt und die Zitierungen von SOFIA-Publikationen nehmen zurzeit exponentiell zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der aktuelle SOFIA Statusbericht „Future &amp; Prospects“ gibt mit zahlreichen Abbildungen, Grafiken und Bildern einen umfassenden Überblick über die Erfolgsgeschichte von SOFIA auf beiden Seiten des Atlantiks. Ergänzend gibt es einen Bericht, der einen „typischen“ SOFIA-Tag beschreibt sowie einen detaillierten Einblick in die Arbeit mit diesem komplexen Observatorium und das dafür notwendige Teamwork des deutsch-amerikanischen Gemeinschaftsprojektes gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stausbericht</strong><br><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SOFIA_Status_Future_Prospects_17Mar22.pdf" data-wpel-link="internal">SOFIA-Statusbericht: Future &amp; Prospects</a>, SOFIA Science Mission Center, March 2022</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1149.msg530700#msg530700" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Stratosphären-Observatorium SOFIA</a></li></ul>
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