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	<title>fliegende Sternwarte &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>fliegende Sternwarte &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>SOFIA Daten-Zentrum stellt wissenschaftliches Erbe sicher</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Sep 2024 15:54:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den nächsten fünf Jahren wird ein Team aus Experten und Expertinnen am Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) der Uni Stuttgart das SOFIA Data Center (SDC) aufbauen. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut. Quelle: Universität Stuttgart 12. September 2024. 12. September 2024 &#8211; Ziel ist es, die von SOFIA, dem Stratosphären Observatorium für Infrarot [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">In den nächsten fünf Jahren wird ein Team aus Experten und Expertinnen am Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) der Uni Stuttgart das SOFIA Data Center (SDC) aufbauen. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Stuttgart 12. September 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">12. September 2024 &#8211; Ziel ist es, die von <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/sofia/" data-wpel-link="internal">SOFIA</a>, dem Stratosphären Observatorium für Infrarot Astronomie gesammelten Daten der internationalen astronomischen Gemeinschaft in optimalem Zustand zur weiteren wissenschaftlichen Nutzung zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Astronomischen Gesellschaft in Köln vom 9. bis 13. September 2024 hat Bernhard Schulz, Projektwissenschaftler des SDC und ehemaliger SOFIA Science Mission Deputy Direktor, das SDC der Wissenschaftsgemeinschaft vorgestellt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SDCSignetfinalNIESYTOdesign.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Signet des SOFIA Data Center. (Grafik: NIESYTO design)" data-rl_caption="" title="Signet des SOFIA Data Center. (Grafik: NIESYTO design)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="328" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SDCSignetfinalNIESYTOdesign60.jpg" alt="Signet des SOFIA Data Center. (Grafik: NIESYTO design)" class="wp-image-144367" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SDCSignetfinalNIESYTOdesign60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SDCSignetfinalNIESYTOdesign60-300x164.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Signet des SOFIA Data Center. (Grafik: NIESYTO design)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem SOFIA, ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen und amerikanischen Raumfahrtagenturen, DLR und NASA, im September 2022 den Beobachtungsbetrieb eingestellt hat, wird es wegen der langen Entwicklungsphasen solcher Projekte mindestens zehn bis zwanzig Jahre lang kein Observatorium mehr geben, das Ferninfrarotdaten detektieren kann. „Daher ist jedes Photon, das SOFIA detektiert hat und dessen Messung im SDC-Archiv gespeichert sein wird, derzeit ausgesprochen wertvoll.“, meint Schulz „Wir wollen mit unserer Arbeit deutsche und internationale Astronomen und Astronominnen dabei unterstützen, SOFIAs wissenschaftliches Erbe vollständig auszuschöpfen und noch zahlreiche Artikel zu veröffentlichen, die auf diesem Archiv basieren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kontinuierliche Optimierung</strong><br>Bevor Forschende astronomische Beobachtungen wissenschaftlich auswerten können, müssen diese Daten zunächst eine Grundverarbeitung durchlaufen, bei der zum Beispiel störende Faktoren der Detektoren bereinigt oder verschiedenen Datenpunkten die richtigen Wellenlängen zugeordnet werden. Die dafür nötige Software wird kontinuierlich optimiert und am Ende der Betriebsphase großer Observatorien ist es üblich, alle Daten nochmal mit der neuesten Version dieser Software zu bearbeiten. Bei einer fliegenden Sternwarte wie SOFIA spielen zusätzliche Faktoren wie etwa eine verbesserte Koordinatenrekonstruktion &#8211; abgeleitet von den Leitkameras des Observatoriums – oder neue Korrekturen für den vorhandenen infrarotabsorbierenden atmosphärischen Wasserdampf eine Rolle. Zusammen mit den wissenschaftlichen Daten werden diese technischen und operationellen Informationen ebenfalls im SDC-Archiv abgelegt sein. Zahlreiche ehemalige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Deutschen SOFIA Instituts (<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/dsi/" data-wpel-link="internal">DSI</a>), das im Auftrag des DLR die SOFIA Aktivitäten während der Betriebsphase koordiniert hat, werden hierfür ihre Expertise in das SDC einbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kompatibel mit dem Virtuellen Observatorium</strong><br>Mit Hilfe von Workshops und Webinaren oder in direkter Einzelberatung wird das SDC, Forschende im Umgang mit den SOFIA-Beobachtungen unterstützen. Die Daten des SDC-Archivs, dessen Struktur sich am Virtual Observatory (VO) Standard orientiert, stehen Forschenden aus aller Welt kostenlos zur Verfügung. So können SOFIA-Daten mit denen anderer Observatorien kombiniert oder verglichen werden, die dasselbe Objekt zum Beispiel bei anderen Wellenlängen oder zu unterschiedlichen Zeitpunkten beobachtet haben. Offiziell ist das SDC bereits im Juli 2024 gestartet. Zum Ende seiner Laufzeit Ende Juni 2029 wird sein Archiv dauerhaft an das Deutsche Astronomische Zentrum in Görlitz transferiert.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SOFIATakeOffFlorianBehrensDSI.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die fliegende Sternwarte SOFIA beim Take Off zu einem Beobachtungsflug. (Foto: Florian Behrens / DSI)" data-rl_caption="" title="Die fliegende Sternwarte SOFIA beim Take Off zu einem Beobachtungsflug. (Foto: Florian Behrens / DSI)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SOFIATakeOffFlorianBehrensDSI60.jpg" alt="Die fliegende Sternwarte SOFIA beim Take Off zu einem Beobachtungsflug. (Foto: Florian Behrens / DSI)" class="wp-image-144369" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SOFIATakeOffFlorianBehrensDSI60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SOFIATakeOffFlorianBehrensDSI60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SOFIATakeOffFlorianBehrensDSI60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die fliegende Sternwarte SOFIA beim Take Off zu einem Beobachtungsflug. (Foto: Florian Behrens / DSI)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf amerikanischer Seite hatte die NASA in der rund einjährigen Nachbetriebsphase von SOFIA nur eine begrenzte Datenmenge neu bearbeitet und anschließend alle Daten dem Infrarot-Wissenschaftsarchiv am Infrared Processing and Analysis Center (IPAC), einem NASA-Wissenschaftszentrum am California Institute of Technology (Caltech) zur Verfügung gestellt. Das SDC plant eine Zusammenarbeit mit IPAC, sodass beide Archive miteinander im Einklang bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das SDC wird mit Mitteln der DLR Raumfahrtagentur unter dem Förderkennzeichen FKZ 50OK2404 finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über SOFIA</strong><br>SOFIA, das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR; Förderkennzeichen 50OK0901, 50OK1301, 50OK1701 und 50OK2002) und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Die SOFIA-Aktivitäten werden auf deutscher Seite von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR koordiniert und vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart durchgeführt, auf amerikanischer Seite von der NASA und der Universities Space Research Association (USRA).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1149.msg566126#msg566126" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Stratosphären-Observatorium SOFIA</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Neun Lehrkräfte aus Deutschland an Bord von SOFIA</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neun-lehrkraefte-aus-deutschland-an-bord-von-sofia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Sep 2022 17:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unterricht soll für die Wissenschaft begeistern. Eine Presseinformation der Universität Stuttgart. Quelle: Universität Stuttgart 26. September 2022. 26. September 2022 &#8211; Anfang September konnten neun Lehrkräfte aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern an Forschungsflügen von SOFIA teilnehmen. Damit hat das SOFIA German Ambassador Programm (SGAP) einen schönen Abschluss gefunden. Die Bewerbungen der ausgewählten Lehrerinnen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Unterricht soll für die Wissenschaft begeistern. Eine Presseinformation der Universität Stuttgart.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Stuttgart 26. September 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DSC0338AusschnittDSIAntjeLischkeWeis.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kerstin Krause, Safia Ouazi, Sören Kupke und Nils Wüchner vor ihrem ersten SOFIA-Flug. (Foto: DSI/Antje Lischke-Weis)" data-rl_caption="" title="Kerstin Krause, Safia Ouazi, Sören Kupke und Nils Wüchner vor ihrem ersten SOFIA-Flug. (Foto: DSI/Antje Lischke-Weis)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DSC0338AusschnittDSIAntjeLischkeWeis26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Kerstin Krause, Safia Ouazi, Sören Kupke und Nils Wüchner vor ihrem ersten SOFIA-Flug. (Foto: DSI/Antje Lischke-Weis)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">26. September 2022 &#8211; Anfang September konnten neun Lehrkräfte aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern an Forschungsflügen von SOFIA teilnehmen. Damit hat das SOFIA German Ambassador Programm (SGAP) einen schönen Abschluss gefunden. Die Bewerbungen der ausgewählten Lehrerinnen und Lehrer waren schon vor der Covid19-Pandemie beim DSI eingegangen, doch das Mitflugprogramm konnte erst dieses Jahr wieder aufgenommen werden. Nachdem die Einstellung des SOFIA-Projektes für Ende September erst im April dieses Jahres bekanntgegeben worden ist, hatten die Lehrkräfte eigentlich schon die Hoffnung auf einen Mitflug aufgegeben. Aber Ende Juni haben sie die Nachricht von der Möglichkeit, noch vor Projektende an einem SOFIA-Flug teilnehmen zu können, erhalten und mit Freude und Überraschung aufgenommen. Die Vorbereitung für die Reise und die Flüge an Bord von SOFIA erfolgte in einer Vielzahl von Web-Konferenzen, zu denen sich die Lehrkräfte von Klassenfahrten, Projekttagen oder aus ihrem Sommerurlaub einwählen konnten. Ein Schreckmoment etwa sechs Wochen vor der Abreise war der Sturmschaden, der bei einem Unwetter in Christchurch, Neuseeland, durch die Außentreppe am 18. Juli verursacht wurde. Nachdem am 8. August dann durch einen Functional Check-Flight die Freigabe für weitere Wissenschaftsflüge gegeben werden konnte, war die Erleichterung bei den Lehrkräften groß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Palmdale konnten die Lehrkräfte bei Führungen mit den DSI-Ingenieuren Oliver Zeile und Nadine Fischer durch den Hangar 703 des Armstrong Flight Research Center und durch das SOFIA-Flugzeug schon viele Informationen erhalten. Der Höhepunkt war die Teilnahme an den fast 10-stündigen Forschungsflügen. Schon in den Mission-Briefings, bestehend aus den Missions-Direktoren, Piloten, Flugingenieur, Sicherheitstechniker, den Teleskop-Operatoren und den Instrumenten-Wissenschaftler*innen, sowie den mitfliegenden Lehrkräften, wurde deutlich, dass das für sie eine einzigartige Erfahrung wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DSC00579DSIFlorianBehrens.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Torsten Studier, Florian Rüth, Volker John, Rita Isenmann und Aaron Grießbaum verabschieden sich zu ihrem SOFIA-Flug. (Foto: DSI/Florian Behrens)" data-rl_caption="" title="Torsten Studier, Florian Rüth, Volker John, Rita Isenmann und Aaron Grießbaum verabschieden sich zu ihrem SOFIA-Flug. (Foto: DSI/Florian Behrens)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DSC00579DSIFlorianBehrens26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Torsten Studier, Florian Rüth, Volker John, Rita Isenmann und Aaron Grießbaum verabschieden sich zu ihrem SOFIA-Flug. (Foto: DSI/Florian Behrens)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das SOFIA-Flugzeug gleicht einem fliegenden Labor mit dem Teleskop als Herzstück. Die Sitzplätze an den Computer-Konsolen auf dem Hauptdeck des Flugzeugs sind nach hinten gerichtet, damit die Mitfliegenden das Teleskop während des Fluges ständig im Blick haben. Nur die Besatzung im Cockpit schaut nach vorne. Die Perspektive der Piloten konnten während Start und Landung von den Lehrkräften geteilt werden: die beiden zusätzlichen Sitze im Cockpit waren für die Gäste reserviert. Safia Ouazi konnte den ersten Start in dieser Woche im Cockpit erleben und den Funkverkehr der Piloten verfolgen. Nach dem Start Richtung Westen über die Mojave Wüste sagte sie: „Ich bin eigentlich sprachlos. Es war für mich wie ein Traum in den Sonnenuntergang hinein zu starten.“ Nachdem SOFIA abgehoben hatte, konnte ihr der dritte Mann im Cockpit – Flugingenieur Richard Gould – viele Einzelheiten erklären. Auch die Teleskoptür öffnete der Flugingenieur mit einem Hebel im Cockpit, so dass das Teleskop mit den geplanten Beobachtungen von Mond und Galaxien beginnen konnte.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DSC0453AusschnittDSIAntjeLischkeWeis.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Lehrkräfte im Gespräch mit DSI-Ingenieur Oliver Zeile an ihrer Computerkonsole verfolgen die Messungen des Wassergehalts auf der Mondoberfläche – im Hintergrund die Innenansicht des SOFIA-Observatoriums. (Foto: DSI/Antje Lischke-Weis)" data-rl_caption="" title="Lehrkräfte im Gespräch mit DSI-Ingenieur Oliver Zeile an ihrer Computerkonsole verfolgen die Messungen des Wassergehalts auf der Mondoberfläche – im Hintergrund die Innenansicht des SOFIA-Observatoriums. (Foto: DSI/Antje Lischke-Weis)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DSC0453AusschnittDSIAntjeLischkeWeis26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Lehrkräfte im Gespräch mit DSI-Ingenieur Oliver Zeile; an ihrer Computerkonsole verfolgen sie Messungen des Wassergehalts auf der Mondoberfläche – im Hintergrund die Innenansicht des SOFIA-Observatoriums. (Foto: DSI/Antje Lischke-Weis)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die zehn Stunden an Bord waren für die Lehrkräfte sehr kurzweilig. In Gesprächen mit dem SOFIA-Team über Flugplanung und Wissenschaft sowie über die Steuerung und Lagerung des Teleskops konnten sie einen Einblick in die Komplexität des fliegenden Observatoriums erhalten und Anknüpfungspunkte für ihren Unterricht an ihren Heimatschulen in Deutschland finden. Mit ihren Fragen konnten sich die Lehrerinnen und Lehrer während der Flüge auch an die DSI-Ingenieure Oliver Zeile, Rainer Valek, Christian Fischer und Benjamin Greiner wenden. Die Wissenschaftlerin Anicia Arredondo zeigte eine Präsentation und erläuterte, dass mit diesen letzten FORCAST-Flügen (Faint Object infraRed CAmera for the SOFIA Telescope) eine Kartierung des Wassers auf dem Mond erfolgen soll, um zu verstehen wie der Wassergehalt mit der geografischen Breite, der Zusammensetzung und der Temperatur des Mondes variiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als in Passagierflugzeugen, konnten sich die Lehrkräfte im Flugzeug frei bewegen, und so mal für eine Weile der Teleskop-Operatorin oder dem Mission-Direktor direkt über die Schulter schauen und sie zu ihren Aufgaben befragen. Auch der Blick aus dem Fenster, beispielsweise bei Gewitter, faszinierte die Lehrkräfte. Nils Wüchner, der während des Flugs viele Fotos gemacht hat, bemerkt zu der besonderen Perspektive: „Ich konnte den Großen Wagen über den Wolken fotografieren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Florian Rüth fasste die Erfahrungen an Bord von SOFIA für die Lehrkräfte zusammen: „Physik wird greifbar.“ Er und seine Kolleg*innen sind sich sicher, dass sie viel von dem, was sie mit und in SOFIA hautnah erlebt haben, in ihren Unterricht einbauen können. Rita Isenmann spricht aus, was die mitreisenden Lehrkräfte alle denken: „Es war ein grandioses Erlebnis, die Wissenschaft der Astronomie so hautnah miterleben zu können. Schade, dass SOFIA nicht weiterfliegen darf.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DSC0653DSI.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nach der Landung vor kurz vor Sonnenaufgang: Abschiedsfoto nach dem letzten Mitflug deutscher Lehrkräfte an Bord von SOFIA. (Foto: DSI)" data-rl_caption="" title="Nach der Landung vor kurz vor Sonnenaufgang: Abschiedsfoto nach dem letzten Mitflug deutscher Lehrkräfte an Bord von SOFIA. (Foto: DSI)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DSC0653DSI26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Nach der Landung kurz vor Sonnenaufgang: Abschiedsfoto nach dem letzten Mitflug deutscher Lehrkräfte an Bord von SOFIA. (Foto: DSI)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über SOFIA</strong><br>SOFIA, das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR; Förderkennzeichen 50OK0901, 50OK1301, 50OK1701 und FKZ 50 OK 2002) und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deutscher Seite vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert, auf amerikanischer Seite von der Universities Space Research Association (USRA). Die Entwicklung der deutschen Instrumente ist finanziert mit Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1149.msg538377#msg538377" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Stratosphären-Observatorium SOFIA</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/neun-lehrkraefte-aus-deutschland-an-bord-von-sofia/" data-wpel-link="internal">Neun Lehrkräfte aus Deutschland an Bord von SOFIA</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SOFIA hebt ein letztes Mal vom Flughafen Christchurch ab</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sofia-hebt-ein-letztes-mal-vom-flughafen-christchurch-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2022 06:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. August 2022 um 12:12 Uhr Ortszeit ist SOFIA das letzte Mal vom Flughafen in Christchurch (Neuseeland) abgehoben, um mit einem Zwischenstopp in Hawaii zu seiner Heimatbasis am NASA Armstrong Flight Research Center in Palmdale (Kalifornien) zurück zu fliegen. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut. Quelle: Universität Stuttgart 11. August 2022. 11. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sofia-hebt-ein-letztes-mal-vom-flughafen-christchurch-ab/" data-wpel-link="internal">SOFIA hebt ein letztes Mal vom Flughafen Christchurch ab</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 11. August 2022 um 12:12 Uhr Ortszeit ist SOFIA das letzte Mal vom Flughafen in Christchurch (Neuseeland) abgehoben, um mit einem Zwischenstopp in Hawaii zu seiner Heimatbasis am NASA Armstrong Flight Research Center in Palmdale (Kalifornien) zurück zu fliegen. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Stuttgart 11. August 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SOFIAtakeoffBernhardSchulz.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Finale Flugserie mit Stuttgarter Instrument FIFI-LS in Vorbereitung - SOFIA hebt zum letzten Mal vom Flughafen Christchurch ab. (Bild: Bernhard Schulz)" data-rl_caption="" title="Finale Flugserie mit Stuttgarter Instrument FIFI-LS in Vorbereitung - SOFIA hebt zum letzten Mal vom Flughafen Christchurch ab. (Bild: Bernhard Schulz)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SOFIAtakeoffBernhardSchulz26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Finale Flugserie mit Stuttgarter Instrument FIFI-LS in Vorbereitung &#8211; SOFIA hebt zum letzten Mal vom Flughafen Christchurch ab. (Bild: Bernhard Schulz)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">11. August 2022 &#8211; Bereits am Montag, den 8. August 2022 hatte SOFIA erfolgreich seinen Check Flug nach der Downtime durchgeführt, die wegen eines Sturmschadens am Flugzeug notwendig wurde. Am Ende des knapp zweistündigen Fluges hat sich SOFIA mit einem Tiefflug über den Cathedral Square und den Hagley Park sowie den Airport bei seiner großen Fangemeinde in Christchurch bedankt und dabei mit einem „Thank-You and Good-Bye“ Flügelwackeln verabschiedet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 19. Juni 2022 war die fliegende Sternwarte ein letztes Mal in Christchurch zu Gast, um die für Infrarotastronomie einzigartigen Bedingungen des neuseeländischen Winters zu nutzen und Objekte des südlichen Himmels zu beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der High-resolution Airborne Wideband Camera Plus (HAWC+) hat das Team im Rahmen eines zentralen Langzeit-Programms den Einfluss von kosmischen Magnetfeldern auf die Sternentstehung auf unterschiedlichsten Skalen untersucht: im Detail in unserer eigenen Galaxie und auf großen Skalen in nahegelegenen anderen Galaxien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem deutschen Spektrometer GREAT (German REceiver for Astronomy at Terahertz Frequencies) haben die Forschenden untersucht, wie sich Gaswolken in Sternentstehungsgebieten der Milchstraße bewegen und wie die Winde heißer, neu entstandener Sterne die Bildung weiterer Sterne anregt oder verhindert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Auch wenn wir die diesjährige Beobachtungsserie wegen des Sturmschadens früher als geplant beenden mussten, haben wir auch bedingt durch die Nähe zur Antarktis, die Neuseeland bietet, wieder einzigartige Infrarotdaten gewinnen können, von denen noch viele Astronominnen und Astronomen weltweit profitieren werden“, so Bernhard Schulz, SOFIA Science Mission Operations Deputy Director der Universität Stuttgart. „Umso bedauerlicher ist es, dass die NASA und das DLR sich entschlossen haben, die Beobachtungsflüge von SOFIA trotz seiner Erfolge nach dem 30. September 2022 einzustellen. Damit wird ein schwer zu stopfendes Loch für die internationale Ferninfrarotastronomie geschaffen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FuehrungdurchSOFIABernhardSchulz.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Führungen durch das SOFIA Flugzeug am Flughafen Christchurch. (Bild: Bernhard Schulz)" data-rl_caption="" title="Führungen durch das SOFIA Flugzeug am Flughafen Christchurch. (Bild: Bernhard Schulz)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FuehrungdurchSOFIABernhardSchulz26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Führungen durch das SOFIA Flugzeug am Flughafen Christchurch. (Bild: Bernhard Schulz)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Führungen für Interessierte</strong><br>Das Team des Deutschen SOFIA Instituts der Universität Stuttgart hat die Downtime in Christchurch genutzt, um zusammen mit den NASA Kollegen und Kolleginnen vor Ort noch rund 200 interessierte Besucherinnen und Besucher durch das Flugzeug zu führen und dabei die Besonderheiten des Observatoriums sowie die Herausforderungen der Infrarotastronomie zu erläutern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitungen der finalen FIFI-LS Flugserie</strong><br>Parallel hat DSI-Instrumentenwissenschaftler Christian Fischer die letzte Flugserie mit dem Stuttgarter Instrument FIFI-LS vorbereitet, die am 22. August 2022 von Palmdale aus starten wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M82ionisierterKohlenstoffviaFIFILSFIFILSTeam.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die weißen Konturen zeigen die bereits existierenden Messungen des ionisierten Kohlenstoffes mit FIFI-LS. Sowohl in der Scheibenebene (grob horizontal) als auch in den entfernteren Bereichen der Winde (grob vertikal) fehlen noch Bereiche zur vollständigen Kartierung. Im Hintergrund ein Hubble F658 H-alpha Bild. (Bild: FIFI-LS Team)" data-rl_caption="" title="Die weißen Konturen zeigen die bereits existierenden Messungen des ionisierten Kohlenstoffes mit FIFI-LS. Sowohl in der Scheibenebene (grob horizontal) als auch in den entfernteren Bereichen der Winde (grob vertikal) fehlen noch Bereiche zur vollständigen Kartierung. Im Hintergrund ein Hubble F658 H-alpha Bild. (Bild: FIFI-LS Team)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M82ionisierterKohlenstoffviaFIFILSFIFILSTeam26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die weißen Konturen zeigen die bereits existierenden Messungen des ionisierten Kohlenstoffes mit FIFI-LS. Sowohl in der Scheibenebene (grob horizontal) als auch in den entfernteren Bereichen der Winde (grob vertikal) fehlen noch Bereiche zur vollständigen Kartierung. Im Hintergrund ein Hubble F658 H-alpha Bild. (Bild: FIFI-LS Team)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während der acht geplanten Beobachtungsflüge soll unter anderem die Zigarrengalaxie M82 untersucht werden, in der gerade ein „Starburst“, die explosionsartige Entstehung von Sternen, stattfindet. Dieser Starburst treibt einen extragalaktischen Wind an, der große Mengen Materie aus der galaktischen Scheibe herausschleudert. FIFI-LS kann klären, ob eventuell sogar in diesen Winden selbst neue Sterne entstehen. Dafür ist eine großflächig angelegte Kartierung von ionisiertem Kohlenstoff im Infrarotbereich notwendig. Vor allem in der Scheibenebene sowie in den äußeren Bereichen der Galaxie fehlen in einigen Regionen noch Daten, um die bereits vorhandene Karte zu vervollständigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich sind weitere Beobachtungen im Galaktischen Zentrum unserer Milchstraße geplant, mit denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Bahnen des interstellaren Gases auf dem Weg ins zentrale, massive Schwarze Loch unserer Milchstraße genauer analysieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht zuletzt sollen weitere Daten des Sternentstehungsgebiets M42 im Sternbild Orion gewonnen werden, das wegen der Nähe zum Sonnensystem eine detaillierte räumliche Analyse der Gasbewegungen und seiner physikalischen Parameter erlaubt.<br>„Mit diesen Beobachtungen können wir vor allem für die deutsche astronomischen Community noch ein paar wertvolle wissenschaftliche Daten im Ferninfraroten zur Verfügung stellen – Daten, die nach Beendigung des SOFIA Projektes nicht mehr zugänglich sein werden“, so Christian Fischer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1149.msg535955#msg535955" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Stratosphären-Observatorium SOFIA</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SOFIA – Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sofia-das-letzte-wort-ist-noch-nicht-gesprochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 May 2022 12:14:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DSI bleibt bereit für den Betrieb von SOFIA über den 30. September 2022 hinaus. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut. Quelle: Universität Stuttgart. 3. Mai 2022 &#8211; Am Donnerstag den 28. April 2022 hat die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR zusammen mit der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA bekannt gegeben, dass sie den Betrieb der gemeinsam [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p></p>


</p>
<h4 class="wp-block-heading">DSI bleibt bereit für den Betrieb von SOFIA über den 30. September 2022 hinaus. Eine Information der Universität Stuttgart, Deutsches SOFIA Institut.</h4>
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<p class="wp-block-paragraph">Quelle: Universität Stuttgart.</p>
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<figure><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SOFIAMontageTillCrednerNASAJimRossNIESYTOdesign.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SOFIAMontageTillCrednerNASAJimRossNIESYTOdesign26.jpg" alt="" /></a>
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<figcaption>DSI SOFIA Grafik (Foto: Hintergrund: Till Credner; SOFIA: NASA/Jim Ross; Gestaltung NIESYTO design)</figcaption>
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<p class="wp-block-paragraph">3. Mai 2022 &#8211; Am Donnerstag den 28. April 2022 hat die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR zusammen mit der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA bekannt gegeben, dass sie den Betrieb der gemeinsam betriebenen fliegenden Sternwarte SOFIA (Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie) zum 30. September 2022 einstellen wollen.<br />Das Deutsche SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart nimmt die Ankündigung zur Kenntnis, distanziert sich jedoch von der Begründung für diese Entscheidung, die mit kritische Bemerkungen zu SOFIA im Decadal Survey Report „Pathways to Discovery in Astronomy and Astrophysics for the 2020s“ begründet wird. Der Decadal Report wurde am 4. November 2021 von der US-amerikanischen National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine herausgegebenen und enthält Empfehlungen für künftige Projekte und Richtungen der US-amerikanischen Weltraumforschung.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kritik an der Entscheidung von NASA &amp; dem DLR</strong><br />Die sachliche Kritik des DSI betrifft die folgenden Punkte:</p>
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<ul class="wp-block-list">
<li>Der Decadal Survey ist von seiner Anlage und Aufgabe nicht darauf angelegt, gegenwärtig laufende Projekte zu beurteilen, sondern soll vielmehr die wissenschaftlichen Potentiale künftiger Vorhaben einschätzen, was ein deutlich anderer Prozess ist. Die Akademie ist von NASA gebeten worden, im Decadal Survey Report dennoch zu SOFIA Stellung zu beziehen.</li>
<li>Die Beurteilung durch den Decadal Survey beruht auf zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung bereits seit zwei Jahren veralteten Informationen.</li>
<li>NASA hat auf Grund des Decadal Survey den für März dieses Jahres (2022) vorbereiteten und vom NASA eigenen Astrophysics Advisory Committee ausdrücklich empfohlenen „Senior Review“ kurzfristig abgesagt. Ein Senior Review wäre als Standardverfahren für solche Projekte in der Lage gewesen, SOFIA aktuell und in wissenschaftlich angemessener Weise zu beurteilen.</li>
<li>Für den Decadal Survey wurden dagegen keine eigenen aktuellen Informationen erhoben, sondern es wurde auf vorhandenes Material Stand 2019 zurückgegriffen.</li>
<li>NASA hat im September 2015 die vorgesehene 20-jährige Betriebsdauer von SOFIA ohne weitere Konsultation mit dem Partner einseitig auf eine 5-jährige Primär-Betriebsdauer verkürzt und spricht daher seit Juni 2019 nur noch von einer 3-jährigen „Extended Mission“. Eine solche Ansicht entspricht weder den Absprachen noch dem Verständnis der SOFIA Nutzergemeinschaft.</li>
</ul>
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<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn die im Decadal Survey an SOFIA geäußerte Kritik mit dem Wissenstand von 2019 sicher angemessen war, weist das DSI auf folgende Punkte hin:</p>
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<ul class="wp-block-list">
<li>Die neue US-amerikanische wissenschaftliche Leitung von SOFIA hat in sehr proaktiver und dynamischer Art und Weise innerhalb kürzester Zeit auf alle im Jahre 2019 im Rahmen eines internen NASA Reviews geäußerten Kritikpunkte reagiert. SOFIA’s Publikationsrate ist inzwischen doppelt so hoch wie vor drei Jahren, die Beobachtungseffizienz und die Einsatzbereitschaft des Observatoriums sind signifikant angestiegen und die Zahl der Publikationen pro Beobachtungsstunde liegt bei einem angemessenen Wert, wenn man die erforderliche hohe technische Komplexität des fern-infraroten Wellenbereichs berücksichtigt.</li>
<li>Der Im März veröffentlichte aktuelle SOFIA <a href="https://web.archive.org/web/20230120152939/https://www.sofia.usra.edu/sites/default/files/2022-03/SOFIA_Status_Future_Prospects_17Mar22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Statusbericht „Future &amp; Prospects</a>“ zeigt, dass SOFIA inzwischen auch auf US-amerikanischer Seite eine erfolgreiche Mission ist und steht im starken Widerspruch zu den Bewertungen im Decadal Survey.</li>
<li>Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von deutschen Instituten sind überproportional erfolgreich bei der Nutzung von SOFIA und der damit verbundenen wissenschaftlichen Ausbeute. Auch die hohe Nachfrage nach den beiden von Deutschland beigestellten wissenschaftlichen Instrumenten sowie die im Vergleich sehr große Zahl von Doktorarbeiten weisen darauf hin, dass SOFIA insbesondere aus deutscher Perspektive eine sehr erfolgreiche Mission ist.</li>
<li>Die deutsche astronomische Gemeinschaft steht daher zu Recht uneingeschränkt hinter SOFIA. Diese Unterstützung zeigt sich nicht nur in dem vom <a href="https://www.astronomische-gesellschaft.de/de/rat-deutscher-sternwarten" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rat deutscher Sternwarten (RdS)</a> herausgegebene Denkschrift „Perspektiven der Astrophysik in Deutschland 2017-2030“, in dem bereits 2016 die Fortführung und Weiterentwicklung von SOFIA ausdrücklich empfohlen wurde. Die Unterstützung wurde Anfang 2022 nun nochmals in einem Schreiben des RdS an das DLR bekräftigt, in dem die Raumfahrtagentur aufgefordert wurde, NASA gegenüber die Interessen der deutschen astronomische Gemeinschaft zu vertreten und sich insbesondere für eine aktuelle wissenschaftliche Bewertung im Rahmen des ursprünglich geplanten Senior Reviews einzusetzen.</li>
<li>Die <a href="https://web.archive.org/web/20240623171000/https://www.gsswg.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">„German SOFIA Science Working Group“ (GSSWG)</a>, das wissenschaftliche Beratungsgremium der DLR-Raumfahrtagentur für SOFIA hat darauf hingewiesen, dass ein vorzeitiges Ende von SOFIA aus seiner Sicht einen nicht vertretbaren Verlust bereits investierter finanzieller Mittel und des über die vergangenen Jahrzehnte aufgebauten Know-Hows bedeuten würde.</li>
</ul>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>DSI bleib in Betriebsbereitschaft</strong><br />Wie geht es nun weiter? „Das letzte Wort über die Weiterfinanzierung des Projektes hat auf US-amerikanischer Seite der Kongress, der seinen Haushaltsvorschlag für das Jahr 2023 voraussichtlich erst im Juli vorlegen wird“, so Alfred Krabbe, Leiter des DSI, das auf deutscher Seite den Betrieb von SOFIA koordiniert. „In der Vergangenheit hat der Kongress SOFIA stets unterstützt“. Seine Hoffnung auf wenigstens ein weiteres Betriebsjahr stützt Krabbe vor allem auf die hohen Investitionskosten auf US-Seite, die sich nach bislang acht Jahren Betriebszeit noch nicht amortisiert haben. Außerdem gibt er zu bedenken, dass SOFIA gegenwärtig und für die nächsten 10 – 15 Jahre das weltweit einzige Observatorium ist, dass den ferninfraroten Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums abdecken kann (derzeit bis 612 µm). Das gerade in Betrieb gegangene James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) und SOFIA ergänzen sich in idealer Weise. Für JWST ist bei der Wellenlänge von 27 µm Schluss; dort beginnt jedoch SOFIA erst richtig. „Das JWST kann SOFIA keineswegs ersetzen“, betont Krabbe.</p>
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<figure><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/vglJWSTSOFIAALMAsofiateam.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/vglJWSTSOFIAALMAsofiateam26.jpg" alt="" /></a>
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<figcaption>Vergleich SOFIA &#8211; JWST &#8211; Alma (Bild: SOFIA Team)</figcaption>
</figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Auch in der US-Community regen sich Widerstände gegen das vorzeitige Betriebsende von SOFIA. Am 3. Mai wird es ein NASA Townhall meeting geben, bei dem die amerikanischen Pläne zur Beendigung der SOFIA-Projektes diskutiert werden sollen. Die nachhaltigen negativen Folgen eines überstürzten Endes der SOFIA Mission könnten dort ebenfalls zur Sprache kommen. Auch das astrophysikalische Beratungsgremium der NASA (APAC) hat in einem Schreiben vom 18. April dieses Jahres (2022) die NASA bereits von einem vorschnellen Ende der SOFIA Mission abgeraten und die Durchführung des Beobachtungszyklus 2023 gefordert.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das DSI wartet zunächst die Entscheidung des US-Kongresses ab und bleibt daher bis auf weiteres bereit, mit seinem Team den Betrieb von SOFIA und des deutschen Teleskops auch über den 30. September 2022 hinaus zu gewährleisten.</p>
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</p>
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über SOFIA:</strong><br />SOFIA, das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR; Förderkennzeichen 50OK0901, 50OK1301, 50OK1701 und FKZ 50 OK 2002 und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wird auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Der wissenschaftliche Betrieb wird auf deutscher Seite vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart koordiniert, auf amerikanischer Seite von der Universities Space Research Association (USRA). Die Entwicklung der deutschen Instrumente ist finanziert mit Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des DLR.</p>
<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1149.msg531628#msg531628" data-wpel-link="internal" target="_blank" rel="noopener">Stratosphären-Observatorium SOFIA</a></li>
</ul>
<p>


<p></p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sofia-das-letzte-wort-ist-noch-nicht-gesprochen/" data-wpel-link="internal">SOFIA – Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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