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	<title>Flugplan &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Flugplan &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Cassini beginnt den Saturn-Umlauf Nummer 196</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jul 2013 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den Vormittagsstunden des 15. Juli 2013 beginnt für die Raumsonde Cassini einen neuen Umlauf um den Planeten Saturn. Während der folgenden 21 Tage stehen erneut die Atmosphäre und das Ringsystem dieses Planeten im Fokus des wissenschaftlichen Interesses. Neben einen gesteuerten Titan-Vorbeiflug am 26. Juli soll zudem am 19. Juli auch unser Heimatplanet von der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den Vormittagsstunden des 15. Juli 2013 beginnt für die Raumsonde Cassini einen neuen Umlauf um den Planeten Saturn. Während der folgenden 21 Tage stehen erneut die Atmosphäre und das Ringsystem dieses Planeten im Fokus des wissenschaftlichen Interesses. Neben einen gesteuerten Titan-Vorbeiflug am 26. Juli soll zudem am 19. Juli auch unser Heimatplanet von der Saturnsonde abgebildet werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: CICLOPS, JPL, The Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072013210000_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072013210000_small_1.jpg" alt="NASA, JPL, Space Science Institute" width="546" height="66"/></a><figcaption>
Das Ringsystem des Saturn setzt sich aus mehr als 100.000 einzelnen Ringen zusammen, welche durch scharf umrissene Lücken voneinander abgegrenzt sind. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Juli 2013 wird die Raumsonde <i>Cassini</i> auf ihrer elliptischen Umlaufbahn um den Saturn um 8.15 Uhr MESZ erneut die <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apsis_(Astronomie)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Apoapsis</a>, den Punkt ihrer größten Entfernung zum zweitgrößten Planeten innerhalb unseres Sonnensystems erreichen. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Raumsonde in einer Entfernung von rund 1,46 Millionen Kilometern zu der obersten Wolkenschicht des Saturn und beginnt damit zugleich ihren mittlerweile 196. Umlauf um den Ringplaneten. Aktuell weist die Flugbahn von <i>Cassini</i> eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnneigung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Inklination</a> von 56,7 Grad auf. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072013210000_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072013210000_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="300" height="300"/></a><figcaption>
Neben dem Saturn untersucht die Raumsonde Cassini auch dessen Ringsystem und seine 62 bisher bekannten Monde. Diese am 11. Mai 2013 angefertigte Aufnahme zeigt den Mond Pan, welcher den Saturn innerhalb der im A-Ring gelegenen Encke-Teilung als 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4fermond" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schäfermond</a>
 umläuft. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für das aus einer Telekamera (NAC) und einer Weitwinkelkamera (WAC) bestehende <a class="a" href="https://www.geoinf.fu-berlin.de/projekte/cassini/cassini_nacwac.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">ISS-Kameraexperiment</a>, einem der 12 wissenschaftlichen Instrumenten an Bord von <i>Cassini</i>, sind während des 21 Tage andauernden Umlaufs &#8211; dieser trägt die Bezeichnung &#8222;Rev 195&#8220; &#8211; insgesamt 36 Beobachtungskampagnen vorgesehen. Ein Großteil dieser Kampagnen wird erneut die Atmosphäre und das Ringsystem des Saturn zum Ziel haben. Den Höhepunkt dieses Umlaufs bildet jedoch ein am 26. Juli erfolgender gesteuerter Vorbeiflug an dem Mond Titan. Des weiteren sind für den 19. Juli Fotoaufnahmen des Ringsystems vorgesehen, auf denen auch unser Heimatplanet als kleiner blauer Punkt zu erkennen sein wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der ersten Tage des neuen Umlaufs wird die ISS-Kamera jedoch zunächst einmal im Rahmen mehrerer Beobachtungssequenzen die Atmosphären des Saturn und dessen größten Mondes, des 5.150 Kilometer durchmessenden Titan, abbilden. Mittels der dabei geplanten Aufnahmen, welche Bestandteil einer langfristig ausgelegten &#8222;Sturmbeobachtungskampagne&#8220; sind, sollen erneut aktuelle Daten über das dortige Wettergeschehen gesammelt werden. Durch die Beobachtung von kleineren Sturmgebieten und markanten Wolkenformationen in den Atmosphären des Saturn und des Titan lassen sich zum Beispiel Aussagen über die dort gegenwärtig vorherrschenden Windrichtungen und Windgeschwindigkeiten tätigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ringsystem und Erde im Gegenlicht der Sonne</strong> <br>Am 19. Juli steht schließlich eine ausgedehnte Beobachtung des Ringsystems des Saturn auf dem Arbeitsprogramm der Raumsonde. <i>Cassini</i> wird sich an diesem Tag für mehrere Stunden im Schatten des Saturn bewegen und soll diese Konstellation nutzen, um die verschiedene Bereiche des Ringsystems sowohl mit der NAC-Kamera als auch mit einem der Spektrometer, dem Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS), im <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gegenlicht" target="_blank" data-wpel-link="external">Gegenlicht</a> der Sonne abzubilden. Anhand solcher Aufnahmen können die an der <i>Cassini</i>-Mission beteiligten Wissenschaftler besonders gut die Dichte, die Struktur und die Zusammensetzung der einzelnen Saturnringe analysieren, welche in der Regel aus lediglich millimetergroßen Partikeln aus Eis und Staub bestehen. Auf zu früheren Zeitpunkten angefertigten Gegenlichtaufnahmen konnten die Wissenschaftler außerdem zuvor nicht bekannte Ringe entdecken. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072013210000_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072013210000_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="550" height="271"/></a><figcaption>
Dieses bereits am 15. September 2006 erstellte Panorama setzt sich aus 165 Aufnahmen der WAC-Kamera der Raumsonde Cassini zusammen. Außerhalb der hellen Hauptringe ist der schwach ausgeprägte G-Ring erkennbar, welcher sich in einer Entfernung von 166.000 bis zu 174.000 Kilometern vom Zentrum des Saturn erstreckt. Noch weiter außen, in einer Entfernung von 180.000 bis  480.000 Kilometern, erstreckt sich der E-Ring. Zwischen dem G-Ring und den Hauptringen ist in der linken Bildhälfte in der vergrößerten Bildversion (klick auf die Lupe) als ein kleiner, blasser Fleck die Erde erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072013210000_small_4.jpg" alt="Astronomers without Borders" width="200" height="259"/><figcaption>
Am 19. Juli wird nicht nur Cassini die Erde abbilden. Auch diverse Amateurastronomen werden diesen Tag nutzen, um ihrerseits den Saturn zu beobachten. 
<br>
(Bild: Astronomers without Borders)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die am 19. Juli anzufertigenden Einzelbilder wollen die an der Mission beteiligten Wissenschaftler anschließend zu einer Mosaikaufnahme zusammensetzen. Auf diesem Mosaik wird dann zusätzlich auch unser Heimatplanet als ein kleiner, unscheinbarer blauer Punkt zu erkennen sein (<a href="https://www.raumfahrer.net/cassini-wissenschaftler-planen-fotoaufnahme-der-erde/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Obwohl die Erde auf diesen Aufnahmen bestenfalls mehrere Pixel groß erscheinen wird dürften diese Aufnahmen ein spektakuläres Bild ergeben, welches neben seiner wissenschaftlichen Bedeutung auch über einen hohen ästhetischen Wert verfügt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich der geplanten Fotoaufnahmen durch <i>Cassini</i> werden für diesen Tag derzeit von Amateurastronomen weltweit verschiedene &#8222;Saturn-Beobachtungsabende&#8220; vorbereitet. Weitere Informationen zu dieser &#8222;Wave at Saturn&#8220;-Kampagne finden Sie in englischer Sprache auf den entsprechenden Internetseiten des <a href="https://www.jpl.nasa.gov/missions/cassini-huygens/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">JPL</a> oder bei den <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://astronomerswithoutborders.org/" target="_blank" data-wpel-link="external">Astronomers without Borders</a>. Und vielleicht ist ja auch in Ihrer Nähe für dieses Abend eine entsprechende Veranstaltung von einer Volkssternwarte oder einem astronomischen Verein geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Saturnbeobachtungen durch Cassini</strong> <br>Auch in den folgenden Tagen wird die ISS-Kamera im Zusammenarbeit mit dem VIMS und einem weiterem Spektrometer, dem Ultraviolet Imaging Spectrometer (UVIS), mehrfach den Saturn abbilden. Jeder dieser Scans wird typischerweise bis zu 12 Stunden andauern. Neben der Dokumentation der Südpolregion des Ringplaneten &#8211; hierbei soll nach Anzeichen für dort auftretende Polarlichter gesucht werden &#8211; wird dabei auch die nördliche Saturnhemisphäre in das Blickfeld der Instrumente geraten. Das primäre Ziel dieser Aufnahmen besteht in der Abbildung des direkt über dem Nordpol gelegenen <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/saturns-mysterioeses-nordpol-hexagon/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Nordpol-Hexagons</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. Juli wird <i>Cassini</i> um 7.40 MESZ die Periapsis, den Punkt der größten Annäherung an den Saturn während dieses Orbits Nummer 196, erreichen und den Planeten dabei in einer Entfernung von 867.010 Kilometern passieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072013210000_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072013210000_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="300" height="300"/></a><figcaption>
Der Saturnmond Titan ist von einer dichten Atmosphäre umgeben. Die Untersuchung von deren chemischen Zusammensetzung ist eines der wissenschaftlichen Hauptziele der Cassini-Mission. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbeiflug am Titan</strong> <br>Drei Tage nach dem Passieren der Periapsis wird die Raumsonde <i>Cassini</i> schließlich am 26. Juli 2013 zum 94. mal den Saturnmond Titan im Rahmen eines zielgesteuerten Vorbeifluges passieren. Im Rahmen dieses als &#8222;T-93&#8220; bezeichneten Vorbeifluges wird die Raumsonde die Oberfläche des Titan mit einer Geschwindigkeit von 5,8 Kilometern pro Sekunde in einer Höhe von 1.400 Kilometern überfliegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Annäherungsphase an den Titan wird ein weiteres Instrument, das Composite Infrared Spectrometer (CIRS), dazu genutzt werden, um diverse Scans auf der Nachtseite des Titan durchzuführen. Das Ziel der Messungen besteht darin, die zu diesem Zeitpunkt in der Stratosphäre der Titanatmosphäre vorherrschenden Temperaturen zu ermitteln. Zusätzlich sollen hierbei durch Abtastungen, welche im mittleren und fernen Infrarotbereich erfolgen, die Verteilung von Aerosolen und verschiedener chemischer Verbindungen in den oberen Schichten der Titanatmosphäre bestimmt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an diese Messungen wird die ISS-Kamera Teilbereiche der Nordpolregion des Titan und von dessen nördlichen Hemisphäre abbilden und ein aus sieben Einzelaufnahmen bestehendes Mosaik erstellen. Diese Aufnahmen sollen diverse Details über die dort befindlichen <a href="https://www.raumfahrer.net/eisschollen-auf-der-oberflaeche-der-titan-seen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Seen aus Kohlenwasserstoffverbindungen</a> enthüllen, eine immer noch existierende größere Datenlücke in den bisherigen Titanaufnahmen der ISS-Kamera schließen und zudem hochaufgelöste Aufnahmen des Impaktbeckens Menrva liefern, welches sich bei etwa 25 Grad nördlicher Breite befindet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Phase der dichtesten Annäherung an den Titan wird schließlich das VIMS-Instrument von <i>Cassini</i> für etwa zwei Stunden die wissenschaftlichen Arbeiten der Raumsonde dominieren und dabei diverse Abbildungen der Oberfläche dieses Mondes erstellen. Neben verschiedenen Kohlenwasserstoffseen werden dabei auch ausgedehnte Dünenfelder in den Aufnahmebereich des VIMS-Spektrometers geraten. Durch den Abgleich mit früheren Beobachtungsresultaten sollen eventuell erfolgte Veränderungen auf der Titanoberfläche untersucht werden. Nach dem Passieren des Titan wird dann die ISS-Kamera weitere Aufnahmen anfertigen, mit denen in erste Linie eventuell zu diesem Zeitpunkt vorhandene Wolkenstrukturen in dessen Atmosphäre abgebildet werden sollen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072013210000_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072013210000_small_6.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="300" height="300"/></a><figcaption>
Die oberen Atmosphärenschichten des Titan erscheinen in dieser am 11. September 2011 durch die NAC-Kamera aus einer Entfernung von rund 134.000 Kilometern angefertigten Aufnahme in bläulichen Farbtönen. Tiefer gelegene Schichten werden dagegen orange dargestellt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die folgenden Tagen sind dann erneut mehrere Saturnbeobachtungen vorgesehen, bei denen neben der ISS-Kamera auch erneut das UVIS-Spektrometer zum Einsatz kommen wird. Eine zusätzliche Beobachtungssequenz wird am 30. Juli den Titan zum Ziel haben, wobei aus einer Distanz von 1,44 Millionen Kilometern dessen Atmosphäre beobachtet werden soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 31. Juli wird sich die ISS-Kamera schließlich auf den kleinen, äußeren Saturnmond Paaliaq richten. Außer den Daten von dessen Umlaufbahn um den Saturn und seinem Durchmesser von rund 22 Kilometern ist über diesen Mond bisher nur sehr wenig bekannt. Die ISS-Kamera soll Paaliaq an diesem Tag über einen Zeitraum von mehreren Stunden aus einer Distanz von rund 10,7 Millionen Kilometern wiederholt abbilden. Frühere Beobachtungen mit der Raumsonde <i>Cassini</i> führten zu dem Ergebnis, dass die Rotationsperiode dieses erst im Jahr 2000 entdeckten Mondes zwischen 19 und 20,5 Stunden beträgt. Anhand der Variationen in der sich bei dieser Beobachtungssequenz ergebenden Lichtkurve und einem Abgleich mit vorherigen Beobachtungen sollen die Helligkeitsvariationen auf dessen Oberfläche und die sich daraus ergebende Rotationsperiode jetzt noch weiter eingegrenzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. August 2013 wird die Raumsonde <i>Cassini</i> schließlich um 18.38 MESZ in einer Entfernung von rund 2,1 Millionen Kilometern zum Saturn erneut die Apoapsis ihrer Umlaufbahn erreichen und damit auch diesen 196. Umlauf um den Ringplaneten beenden. Für den damit beginnenden Orbit Nummer 197 sind erneut diverse Beobachtungen des Ringsystems und der Atmosphäre des Saturn sowie verschiedener Saturnmonde vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission <i>Cassini-Huygens</i> ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA, der europäischen Weltraumagentur ESA und der italienischen Weltraumagentur ASI. Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien, eine Abteilung des California Institute of Technology (Caltech), leitet die Mission im Auftrag des Direktorats für wissenschaftliche Missionen der NASA in Washington, DC. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll <i>Cassini</i> den Saturn noch bis zum Jahr 2017 erkunden und am 15. September 2017 aufgrund des dann nahezu komplett aufgebrauchten Treibstoffvorrates kontrolliert in der Atmosphäre des Ringplaneten zum Absturz gebracht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=786.240" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Saturn</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=704.225" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Saturnmond Titan</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4189.510" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumsonde CASSINI</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Internetseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20220121074330/http://ciclops.org/index.php?js=1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CICLOPS</a> (engl.)</li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chang`e-Verbesserungen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/change-verbesserungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 20:35:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CCD-Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Flugplan]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf einer aus Anlass der zweiten chinesischen Mondmission eingerichteten Website bei CNTV werden Verbesserungen gegenüber Chang`e 1 aufgeführt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: CNTV. Erstens soll Chang&#8217;e 2 eine direkte Flugbahn zum Mond fliegen und sich die Zeit bis zum Eintritt in eine Mondumlaufbahn deutlich verkürzen (Raumfahrer.net berichtete darüber mehrfach). Zum zweiten wird ein [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf einer aus Anlass der zweiten chinesischen Mondmission eingerichteten Website bei CNTV werden Verbesserungen gegenüber Chang`e 1 aufgeführt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: CNTV.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstens soll Chang&#8217;e 2 eine direkte Flugbahn zum Mond fliegen und sich die Zeit bis zum Eintritt in eine Mondumlaufbahn deutlich verkürzen (Raumfahrer.net berichtete darüber mehrfach). Zum zweiten wird ein neues Kommunikationssystem eingesetzt, mit dem höhere Datenraten möglich sind. 
<br>
Als dritte Neuerung wird der Test eines Landesystems angeführt, mit dem eine Landung aus einer Bahn in rund 100 Kilometern Höhe eingeleitet und gesteuert werden soll. Dazu dient auch ein Test für eine Bahnänderung in einen 15-mal-100-Kilometer-Orbit, wahrscheinlich gegen Ende der Mission. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die fünfte Neuerung ist eine Landekamera, mit der Bilddaten mit 48 MBit/s erfasst und weitergeleitet werden können. Auch die doppelte Geschwindigkeit soll getestet werden. Schließlich wird die neue CCD-Kamera genannt, deren maximale Auflösung im einstelligen Meterbereich liegen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4156.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chang&#8217;e 2</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rosetta-Start um Monate verschoben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosetta-start-um-monate-verschoben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2003 17:25:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
		<category><![CDATA[Arianespace]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[Flugplan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um kein Risiko beim Start der Kometensonde einzugehen, einigten sich ESA und Arianespace auf eine längere Verschiebung der Mission. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA, ,, Arianespace. Nachdem am 11. Dezember 2002 das neue Modell der Trägerrakete Ariane 5 explodierte, blickten die Verantwortlichen beim Betreiberunternehmen Arianespace und bei der europäischen Raumfahrtagentur ESA gebannt auf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-start-um-monate-verschoben/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Start um Monate verschoben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Um kein Risiko beim Start der Kometensonde einzugehen, einigten sich ESA und Arianespace auf eine längere Verschiebung der Mission.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA, ,, Arianespace.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19012003182543_small_1.jpg" alt="" width="260"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem am 11. Dezember 2002 das neue Modell der Trägerrakete <a href="https://www.raumfahrer.net/der-ariane-5-fehlschlag/" data-wpel-link="internal">Ariane 5</a> explodierte, blickten die Verantwortlichen beim Betreiberunternehmen <a href="https://www.arianespace.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Arianespace</a> und bei der europäischen Raumfahrtagentur ESA gebannt auf den geplanten Start der Kometensonde Rosetta. Diese sollte Anfang Januar 2003 ebenfalls mit einer Ariane 5 starten. Da es sich bei dem Träger der ESA-Sonde um den zuverlässigeren und erprobten Typ der Rakete handelte, ging offiziell kaum jemand davon aus, dass der Rosetta-Start ernsthaft gefährdet sei.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Anfang dieser Woche steht es jedoch fest: Die Untersuchungskommission, die mit der Erforschung der Ursachen des Fehlstarts im Dezember beauftragt worden war, hatte eine Vielzahl Fehlern von zusammen arbeitenden Systemen genannt. Wäre Rosetta in dieser Woche gestartet worden, wäre sie einem zu großen Risiko ausgesetzt worden. So jedenfalls entschieden die Experten der ESA und von Arianespace. Die Ariane 5 wird nun mehrere Monate untersucht und muss so lange am Boden bleiben.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19012003182543_small_2.jpg" alt="" width="260"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Rosetta-Team ist das ein harter Schlag: Die milliardenschwere Sonde hätte den geplanten Flugplan nur einhalten können, wäre sie in dem Startfenster abgehoben, das diese Woche endet. Nun wird nach einer &#8222;schnellstmöglichen&#8220; Startmöglichkeit gesucht. Es wird wohl mehrere Monate dauern, bis Rosetta entweder mit einem anderen Träger oder der reparierten Ariane 5 starten kann.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ursprüngliche Ziel, der Komet Wirtanen, lässt sich mit einer Verzögerung von mehreren Monaten nicht mehr erreichen. Derzeit wird neben einer anderen Rakete auch eine neue Route mit verändertem Ziel für Rosetta gesucht.    
<br>
Mit den Missionen <a href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/satelliten/envisat/" data-wpel-link="internal">Envisat</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/teleskope/integral/" data-wpel-link="internal">Integral</a> starteten im vergangenen Jahr zwei äußerst erfolgreich Großsatelliten der ESA in einen Erdorbit. Rosetta soll die Fortsetzung von Europas Aufbruch ins All bilden. Letztlich ist es positiv, dass die ESA kein Risiko eines möglichen Verlustes der Sonde eingehen will &#8211; denn Rosetta bedeutet für die europäische Erforschung des Sonnensystems einen großen Schritt nach vorn.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Blick auf die NASA zeigt zudem, dass Fehlschläge wie die Notsprengung der neuen Ariane 5 auf allen Seiten zum Geschäft gehören: Erst im Juni 2002 verunglückte die amerikanische Kometensonde <a href="https://www.raumfahrer.net/contour-erfolgreich-gestartet/" data-wpel-link="internal">Contour</a>.</p>
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		<title>Risse in allen Shuttles</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-47/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2002 18:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Columbia]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA-Flugpläne sind nun durch Entdeckung von Rissen in der gesamten Raumfähre-Flotte der NASA gefährdet. Autor: meiklampmann, Quelle: NASA, Space.com. Nach der Entdeckung von feinen Rissen an den Fähren Atlantis, Discovery und Columbia wurde nun auch am Shuttle Endeavour feine Risse entdeckt. Nächste Woche will die NASA entscheiden, wie der nächste Flugplan aussehen soll. Wie [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die NASA-Flugpläne sind nun durch Entdeckung von Rissen in der gesamten Raumfähre-Flotte der NASA gefährdet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: meiklampmann, Quelle: NASA, Space.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Entdeckung von feinen Rissen an den Fähren Atlantis, Discovery und Columbia wurde nun auch am Shuttle Endeavour feine Risse entdeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nächste Woche will die NASA entscheiden, wie der nächste Flugplan aussehen soll. Wie vorerst angenommen, traten die Risse nicht in Hochdruck-Leitungen auf. Die Raumfähre Columbia, die ursprünglich am 19.Juli 2002 starten sollte, wird aufgrund der entdeckten Risse um mehrere Wochen verschoben.<br>Somit bleibt für die Techniker der NASA genügend Zeit, die Raumfähre Atlantis für den Start zur ISS Ende August vorzubereiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am diesen Freitag, den 12. Juli 2002 erwartet man eine Erklärung von Flugmanager zu der Lage.</p>



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