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	<title>freiäugig &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>freiäugig &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Komet am westlichen Abendhimmel sichtbar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/komet-am-westlichen-abendhimmel-sichtbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 17:45:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[C/2011 L4]]></category>
		<category><![CDATA[freiäugig]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Pan-STARRS]]></category>
		<category><![CDATA[Perihel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kometen gehören zweifelsfrei zu den spektakulärsten Erscheinungen, welche sich dem irdischen Betrachter am nächtlichen Himmel präsentieren. Allerdings erreicht durchschnittlich lediglich alle fünf bis zehn Jahre ein solches Relikt aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems auf seiner Umlaufbahn um die Sonne eine ausreichende Helligkeit, um dabei auch mit dem bloßen Auge betrachtet werden zu können. Ein Beitrag [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Kometen gehören zweifelsfrei zu den spektakulärsten Erscheinungen, welche sich dem irdischen Betrachter am nächtlichen Himmel präsentieren. Allerdings erreicht durchschnittlich lediglich alle fünf bis zehn Jahre ein solches Relikt aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems auf seiner Umlaufbahn um die Sonne eine ausreichende Helligkeit, um dabei auch mit dem bloßen Auge betrachtet werden zu können.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032013184557_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032013184557_small_1.jpg" alt="NASA" width="300" height="164"/></a><figcaption>
Die Positionen, welche der Komet C/2011 L4 (PANSTARRS) in den kommenden Tagen am Himmel einnehmen wird. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und <i>jetzt</i> ist es endlich wieder einmal soweit&#8230;</strong> <br>Bereits im Juni 2011 entdeckten Astronomen auf Aufnahmen des Pan-STARRS-Teleskops auf Hawaii, so die Kurzbezeichnung für das &#8222;Panoramic Survey Telescope And Rapid Response System&#8220;, einen Kometen, welcher sich auf seiner elliptischen Umlaufbahn um die Sonne dem inneren Bereich unseres Sonnensystems näherte (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/sichtbarer-komet-im-fruehjahr-2013/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am heutigen Sonntag durchläuft dieser zwischenzeitlich mit dem unspektakulär klingenden <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Benennung_von_Asteroiden_und_Kometen" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Namen</a> C/2011 L4 (PANSTARRS) versehene Komet in einer Entfernung von lediglich 45 Millionen Kilometern zur Sonne den sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Umlaufbahn um das Zentralgestirn unseres Sonnensystems und dürfte dabei zugleich seine maximale Helligkeit erreichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der südlichen Hemisphäre der Erde aus konnte der Komet in den vergangenen 18 Monaten bereits erfolgreich beobachtet werden. Ab diesem Wochenende wird eine solche Beobachtung auch von der Nordhalbkugel aus möglich sein, während der Komet aufgrund der Geometrie seiner Umlaufbahn von jetzt an nicht mehr von der Südhemisphäre aus zu beobachten ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032013184557_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032013184557_small_2.jpg" alt="Astronomy Education Services, Gingin Observatory" width="300" height="440"/></a><figcaption>
Der Komet PANSTARRS  &#8211; aufgenommen von einen Beobachtungsstandpunkt nahe des Mount Dale/Western Australia. Die Lichtquellen nahe des Horizonts stammen von der südöstlich von Perth gelegenen Stadt Armadale.  
<br>
(Bild: Astronomy Education Services, Gingin Observatory)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unter optimalen Umständen, dies setzt einen klaren und nicht durch eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtverschmutzung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Lichtverschmutzung</a> beeinträchtigten Himmel voraus, sollte der Komet dabei auch ohne den Einsatz von technischen Hilfsmitteln mit dem bloßem Auge sichtbar sein. Laut aktueller Prognosen wird C/2011 L4 (PANSTARRS) in den kommenden Tagen eine Helligkeit von bis zu 1 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mag</a> entwickeln, was in etwa der Helligkeit der beiden Sterne Castor und Pollux im <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zwillinge_(Sternbild)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternbild Zwillinge</a> entspricht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Untergangszeiten des Kometen in den kommenden Tagen jedoch noch zwischen 19.30 Uhr und 20.30 Uhr MEZ liegen werden und der Komet daher nur wenige Minuten nach dem Ende der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_D%C3%A4mmerung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">astronomischen Dämmerung</a> unter dem westlichen Horizont untergeht, empfiehlt sich für eine erfolgreiche Beobachtung zunächst noch die Verwendung eines Fernglases oder eines Teleskops. Nur mit diesen Hilfsmitteln kann wohl auch der Schweif des Kometen deutlich erkannt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. und 13. März gesellt sich unmittelbar nach dem Sonnenuntergang zudem noch die schmale Sichel des Mondes zu dem Kometen, was dessen Auffinden in der Dämmerung nicht nur zusätzlich erleichtern sollte, sondern der zu betrachtenden Szenerie auch einen zusätzlichen ästhetischen Aspekt verleihen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den folgenden Tagen verbessern sich die Beobachtungsbedingungen dann für die auf der nördlichen Erdhemisphäre befindlichen interessierten Beobachter noch weiter. Zum zweifelsfreien Erkennen des Schweifs wird jedoch auch in diesen Tagen sehr wahrscheinlich weiterhin zumindestens ein Fernglas nötig sein. Gegen Ende des Monats ist C/2011 L4 (PANSTARRS) dann bis kurz vor Mitternacht am nächtlichen Himmel zu sehen. Allerdings dürfte die Helligkeit des Kometen dabei bereits deutlich zurückgegangen sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem dürfte sich die Beobachtung dieses sowohl seltenen wie spektakulären Ereignisses definitiv lohnen. Und sollte es Ihnen dabei trotz der aktuell nicht wirklich optimalen Wetterbedingungen eventuell gelingen, Aufnahmen dieses Kometen anzufertigen, so teilen Sie diese doch mit den Nutzern unseres <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.270" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Forums</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.270" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11624.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">C/2013 A (Siding Spring)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11585.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">C/2012 S1 (ISON)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>McNaught fotografiert McNaught</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mcnaught-fotografiert-mcnaught/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jan 2007 12:27:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[freiäugig]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[McNaught]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Komet McNaught hat mittlerweile die Sonne umrundet und ist jetzt auf der Südhalbkugel der Erde sichtbar. Es liegen bereits zahlreiche Fotos vor, darunter auch von seinem Entdecker Robert McNaught selbst. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Siding Spring Observatory/Planetary Society. Der erst Mitte letzten Jahres aufgetauchte Komet C/2006 P1 &#8222;McNaught&#8220; hat seine Begegnung mit [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Komet McNaught hat mittlerweile die Sonne umrundet und ist jetzt auf der Südhalbkugel der Erde sichtbar. Es liegen bereits zahlreiche Fotos vor, darunter auch von seinem Entdecker Robert McNaught selbst.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Siding Spring Observatory/Planetary Society.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erst Mitte letzten Jahres aufgetauchte Komet C/2006 P1 &#8222;McNaught&#8220; hat seine Begegnung mit der Sonne heil überstanden und entfernt sich jetzt wieder. Bedingt durch seine Flugbahn ist er auf der Nordhalbkugel der Erde nicht mehr sichtbar und auch nicht mehr im Blickfeld von SOHO (Raumfahrer.net <a href="https://www.raumfahrer.net/mcnaught-hellster-komet-seit-ueber-40-jahren/" data-wpel-link="internal">berichtete</a>), dafür aber nun auf der Südhalbkugel.  <br>Auf der Südhalbkugel liegt bekanntlich auch Australien, und dort wohnt der Mann, der den Kometen als Erster entdeckte und ihm seinen Namen gab: Robert H. McNaught. Es erscheint passend, dass ausgerechnet ihm auch einige der wohl schönsten Fotos des Kometen überhaupt gelungen sind.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21012007132752_small_1.jpg" alt="Robert McNaught/Siding Spring Oberservatory" width="546" height="364"/><figcaption>
Bild des Kometen McNaught, aufgenommen am 20. Januar von  seinem Entdecker Robert McNaught (Australien).
<br>
(Bild: Robert H. McNaught/Siding Spring Oberservatory)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar ist der Komet jetzt nicht mehr so hell wie vor und während seiner nächsten Annäherung an die Sonne und dürfte rasch wieder verblassen, aber dafür kommt nun sein beeindruckender Schweif voll zur Geltung: Er breitet sich in einem Winkel von bislang etwa 90 Grad aus und zeigt unterschiedlich helle &#8222;Strahlen&#8220;, was ihn einem japanischen Fächer ähneln lässt. Die &#8222;Strahlen&#8220; lassen darauf schließen, dass die Aktivität des Kometenkerns unter dem Einfluss der wachsenden Sonneneinstrahlung nicht gleichmäßig ansteigend verlaufen ist, sondern periodisch an- und abschwellend. Und da der Schweif eines Kometen zu einem beliebigen Zeitpunkt stets von der Sonne weg zeigt, lässt sich an der fächerartigen Form von McNaughts Schweif auch sehr schön der Verlauf der Sonnenumrundung ablesen: Im ungefähren Schnittpunkt der Schweif-&#8222;Strahlen&#8220; kann man sich die Sonne vorstellen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21012007132752_small_2.jpg" alt="Roberto Solans" width="550" height="366"/><figcaption>
McNaught am 18. Januar am Abendhimmel über den Anden, aufgenommen von Roberto Solans aus Argentinien. 
<br>
(Bild: Roberto Solans)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als i-Tüpfelchen des McNaught-Hypes kann man demnächst mit Kometenfotos vom Mars rechnen: Die eifrigen Marsroboter <i>Spirit</i> und <i>Opportunity</i> wurden so programmiert, dass sie ebenfalls Bilder des Kometen aufnehmen sollen. Die sehr dünne Marsatmosphäre bietet natürlich hervorragende Beobachtungsvoraussetzungen &#8211; die größere Entfernung des Mars&#8216; zur Sonne und die anzunehmende Nicht-Eignung der Roverkameras für derartige Bilder sprechen eher dagegen. Man kann auf die Fotos gespannt sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Fotos:       
       
</p>



<ul class="wp-block-list"><li> <s>Robert McNaughts Bilder von &#8222;seinem&#8220; Kometen (engl.)</s></li><li><a rel="noopener noreferrer follow" href="https://spaceweather.com/comets/gallery_mcnaught_page12.htm" target="_blank" data-wpel-link="external">Galerie der Webseite www.spaceweather.com &#8211; siehe oben die &#8222;Pages&#8220;-Links für weitere Fotos (engl.)</a></li><li><s>Robert H. McNaught vor dem Siding-Spring-Observatorium</s></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">[Edit: Zwei der Links nicht mehr aufrufbar]
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>McNaught &#8211; hellster Komet seit über 40 Jahren</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mcnaught-hellster-komet-seit-ueber-40-jahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 14:08:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[freiäugig]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[McNaught]]></category>
		<category><![CDATA[SOHO]]></category>
		<category><![CDATA[STEREO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Überraschung ist ihm gelungen: Anders als jahrhundertelang bekannte Kometen wie Halley wurde McNaught erst letzten Sommer entdeckt. Und er wurde auch noch so hell, dass ihn außer SOHO und STEREO selbst irdische Beobachter bei Tageslicht sehen konnten. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: SOHO/Space.com. Das Weltraum-Sonnenobservatorium SOHO hat schon über 1.200 Kometen gesichtet, die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Überraschung ist ihm gelungen: Anders als jahrhundertelang bekannte Kometen wie Halley wurde McNaught erst letzten Sommer entdeckt. Und er wurde auch noch so hell, dass ihn außer SOHO und STEREO selbst irdische Beobachter bei Tageslicht sehen konnten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: SOHO/Space.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weltraum-Sonnenobservatorium <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Solar_and_Heliospheric_Observatory" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>SOHO</i></a> hat schon über 1.200 Kometen gesichtet, die innerhalb der Erdbahn an der Sonne vorbei schossen (oder von einer Protuberanz in ihre Bestandteile zerlegt wurden). <i>SOHOs</i> hoch empfindliches Teleskop <i>LASCO C3</i> wurde entwickelt, um die Sonnenkorona zu untersuchen und dabei auch kleine, lichtschwache Objekte noch erkennen zu können. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17012007150847_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17012007150847_small_1.jpg" alt="SOHO/NASA/ESA " width="260"/></a><figcaption>
McNaught blendet SOHO: Der Komet und sein Schweif waren für die empfindliche LASCO-C3-Kamera einfach zu hell. 
<br>
(Bild: SOHO/NASA/ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Tagen schoss nun ein Objekt durch <i>LASCOs</i> Sichtfeld, das für das Instrument bei Weitem zu hell war: Der Komet C/2006 P1, besser bekannt als &#8222;McNaught&#8220;. Zuvor war er schon monatelang von der Erde aus beobachtet worden und hatte sich seit Anfang des Jahres zu einem Objekt von beeindruckender Helligkeit entwickelt, das zuletzt sogar bei Tageslicht am Himmel sichtbar war. Tausende von Hobbyastronomen auf der nördlichen Erdhalbkugel freuten sich darüber, waren gleichzeitig aber auch frustriert, dass der Komet so nahe bei der Sonne stand &#8211; in die man ja tunlichst nicht hinein sehen sollte. Also blieben nur die etwa 45 Minuten Beobachtungszeit zwischen Sonnenuntergang und McNaught-Untergang. Oder man musste sich einen Berg, ein hohes Gebäude oder einen Baum suchen, der das Sonnenlicht abschirmte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann war McNaught von der nördlichen Halbkugel aus nicht mehr zu sehen. Dafür schlug nun <i>SOHOs</i> Stunde. Und auch das erst im Oktober gestartete neue Weltraum-Sonnenobservatorium <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/STEREO" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>STEREO</i></a>, genauer gesagt <i>STEREO-B</i> (B wie Behind) öffnete sein Teleskopauge erstmals vor ein paar Tagen und damit gerade rechtzeitig, um ein Bild von McNaught zu machen. Auch die Optik von <i>STEREO-B</i> war mit McNaughts Helligkeit überfordert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17012007150847_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17012007150847_small_2.jpg" alt="SECCHI/H1-1B (NRL/UB/RAL/CSL) " width="260"/></a><figcaption>
Auch für das Instrument SECCHI/HI von STEREO-B war McNaught zu hell: Der Kometenkern, ganz rechts im Bild, sättigt den Kamerachip derart, dass dieser eine vertikale helle Linie produziert. 
<br>
(Bild: SECCHI/HI-1B (NRL/UB/RAL/CSL) )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als zum Beispiel Halley und Tempel-1 ist McNaught kein altbekannter Komet, dessen Entdecker längst verstorben und dessen Wiederkunft schon zur Routine geworden ist. McNaught wurde erst am 7. August 2006 von dem britisch-australischen Astronomen Robert H. McNaught vom Siding Spring Observatory in New South Wales (Australien) entdeckt. Damals war der Komet noch ein sehr schwaches Objekt der Magnitude 17,3 und damit 25.000-mal schwächer als ein Objekt, das ein Mensch am nächtlichen Himmel gerade noch sehen kann. Robert McNaught ist zwar ein leidenschaftlicher Kometenjäger &#8211; dieser Komet ist bereits der 31. Himmelskörper, der seinen Namen trägt &#8211; sieht seine Entdeckung aber dennoch recht gelassen. Er sagt: &#8222;Es ist weitgehend Zufall, wer einen Kometen als Erster sieht&#8220; und verweist statt dessen auf Programmierer der Universität von Arizona, die die Bildauswertungssoftware geschrieben haben, mit der er den Kometen letztlich entdeckt hat. Die Entdeckung geschah im Rahmen eines Programms zur Suche nach Objekten, die der Erde in Zukunft gefährlich nahe kommen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass McNaught sich zu einem Objekt von solcher Helligkeit entwickeln würde, war nicht von Anfang an zu erwarten. Erst als wiederholte Beobachtungen und Berechnungen zeigten, dass er sich noch innerhalb der Merkurbahn an der Sonne vorbei bewegen und diese ihm somit kräftig &#8222;einheizen&#8220; würde, konnten die Wissenschaftler sich denken, dass die Show wohl ziemlich spektakulär werden würde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17012007150847_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17012007150847_small_3.jpg" alt="Giuseppe Menardi" width="260"/></a><figcaption>
Dieses wunderschöne Bild von McNaught am Abendhimmel über einem Berg gelang dem Italiener Giuseppe Menardi. 
<br>
(Bild: Alessandro Dimai &amp; Giuseppe Menardi/Associazione Astronomica Cortina)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Magnituden-Skala, mit der Astronomen die Helligkeit von Himmelskörpern beschreiben, hat eine logarithmische Aufteilung. Objekte mit Magnituden von großen positiven Zahlen sind sehr dunkel und mit bloßem Auge am Nachthimmel nicht zu erkennen. Dies ist erst ab Magnituden um Null herum der Fall. Sirius, der hellste Stern am Himmel, hat eine Magnitude von -1,4. Wirklich helle Objekte, die noch bei Tageslicht zu erkennen sind, haben negative Magnituden mit hohen Beträgen, wie etwa der Mond (-12,7) oder die Sonne (-26,7). McNaught hat bisher eine maximale Helligkeit von ca. -5 erreicht und war damit das hellste Objekt, dass <i>SOHO</i> überhaupt jemals beobachtet hat. Man muss in der Geschichte der Kometenbeobachtung weit zurück gehen, um einen noch helleren Kometen zu finden: Das war Ikeya-Seki, der 1965 eine Magnitude von -7 erreichte &#8211; und wohl auch nur deshalb, weil er während der Sonnenumrundung in drei Teile zerbrach, was die Helligkeit von Kometen gewöhnlich vorübergehend start erhöht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile kann McNaught von der südlichen Erdhalbkugel aus beobachtet werden, wie er wieder in den fernen Weltraum entschwindet. Allerdings wird erwartet, dass seine Helligkeit nun rasch nachlässt, da er sich von der Sonne entfernt und deren Einfluss somit wieder schwindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Videos:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://images.raumfahrer.net/videos/mcnaught_soho_med.mpeg" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SOHO-Video von McNaught, mittlere Auflösung (MPEG 2 MB)</a></li><li><a href="https://images.raumfahrer.net/videos/mcnaught_soho_small.mov" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SOHO-Video von McNaught, kleine Auflösung (Quicktime 350 KB)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mcnaught-hellster-komet-seit-ueber-40-jahren/" data-wpel-link="internal">McNaught &#8211; hellster Komet seit über 40 Jahren</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>Die Raumstation als leuchtender Stern</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-raumstation-als-leuchtender-stern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jun 2006 17:21:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei wolkenlosem Himmel kann die Internationale Raumstation ISS, auf der demnächst der ESA-Astronaut Thomas Reiter seinen Dienst antreten wird, nachts auch in Deutschland als vorbeisausender Stern beobachtet werden. Im Juni ist das sogar bis zu viermal in einer Nacht möglich. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: ESA. Die Internationale Raumstation ISS ist ein imposanter Stern [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Bei wolkenlosem Himmel kann die Internationale Raumstation ISS, auf der demnächst der ESA-Astronaut Thomas Reiter seinen Dienst antreten wird, nachts auch in Deutschland als vorbeisausender Stern beobachtet werden. Im Juni ist das sogar bis zu viermal in einer Nacht möglich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ingo Froeschmann</a>. Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Internationale Raumstation ISS ist ein imposanter Stern am Nachthimmel. Denn ihre Abmessungen sind im Verhältnis zu anderen Satelliten gewaltig. Mit 73 Metern Spannweite der Solarzellenflächen, 52 Metern Länge und 27 Metern Höhe ist sie das größte von Menschen geschaffene Bauwerk im Weltraum und dabei befindet sie sich noch im Aufbau. Sie ist deshalb mit dem bloßen Auge zu sehen und nach dem Mond und der Venus das hellste Objekt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13062006192148_small_1.jpg" alt="ESA" width="400" height="300"/><figcaption>
So soll die Internationale Raumstation nach der Montage aussehen 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann ist die ISS zu sehen?</strong> <br>Die ISS umkreist die Erde auf einer elliptischen Umlaufbahn mit einer Geschwindigkeit von rund 28.000 Kilometern pro Stunde. Für eine Umrundung der Erde benötigt sie etwa 90 Minuten. Deshalb kann ein Beobachter auf der Erde sie nur wenige Minuten als einen sich relativ schnell bewegenden hellen Punkt am Himmel verfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die ISS oder andere Raumflugkörper beobachten zu können, sind zwei Voraussetzungen erforderlich:     
 
</p>



<ul class="wp-block-list"><li>am Standort des Beobachters muss es ausreichend dunkel sein und </li><li>der Satellit muss von der Sonne beleuchtet werden. </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist der Fall, wenn der Beobachter sich auf der Nachtseite der Erde befindet, die ISS aber noch von der Sonne angestrahlt wird, d.h. eine Beobachtung ist nur kurz nach Sonnenunter- beziehungsweise kurz vor Sonnenaufgang möglich.  <br><strong>Service der ESA: Die Überflugzeiten über Europa</strong> <br>Der genaue Zeitpunkt der Sichtbarkeit muss in Abhängigkeit vom Standort des Beobachters errechnet werden. Zur Ermittlung der exakten Daten sind im Internet einige Webpages eingerichtet worden. Dort kann man für eine Vielzahl von Orten auf der Welt die Sichtbarkeitsdaten der ISS abfragen. Die entsprechende ESA-Seite kann über diesen <a href="https://heavens-above.com/main.aspx" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Link</a> erreicht werden. In zwei Schritten gelangt man dann zum Ziel. Zunächst wird das Land, also beispielsweise Deutschland ausgewählt, im zweiten Schritt folgt der Ort, von dem aus die Beobachtung erfolgen soll. Die Datenbank enthält die Angaben von über zwei Millionen Orten, so dass die Auswahl kein Problem sein sollte. Im Ergebnis wird eine Tabelle mit den Sichtbarkeiten für mehrere Tage angezeigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der MAG-Wert gibt die Helligkeit der ISS bei dieser Beobachtung an. Je kleiner dieser Wert ist, desto größer die Helligkeit. So hat die Venus als hellster Planet den Wert &#8211; 4,4. Sirius, der hellste Stern, kommt auf den Wert &#8211; 1,2. Die Raumstation kann bei guten Bedingungen eine maximale Helligkeit von &#8211; 2,0 erreichen, leuchtet also am 12. Juni schwächer. Dann folgen drei Zeiten für den Beginn, die maximale Höhe (engl. Altitude) über dem Horizont und das Ende der Sichtbarkeit. Die Höhe wird in Grad über dem Horizont angegeben. Az. steht für Azimut und gibt die Blickrichtung beginnend von Norden im Uhrzeigersinn an. Die Angabe E steht hier für Ost (engl. East) und bedeutet, dass der Beobachter genau in Richtung Osten schauen muss. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum im Juni bessere Bedingungen? </strong> <br>Zweimal im Jahr, nämlich im Juni und im Dezember tritt für kurze Zeit der Fall ein, dass durch die räumliche Konstellation von Sonne, Erde und Umlaufbahn die Raumstation gar nicht durch den Erdschatten fliegt und ununterbrochen beleuchtet wird. Abhängig vom Ort des Beobachters ist sie dann bis zu viermal in einer Nacht zu sehen. In diesem Jahr wird das vom 17. bis 21. Juni der Fall sein. In diesem Zeitraum und etwa eine Woche vorher und nachher ergeben sich für ganz Mitteleuropa mehrfache Sichtungsmöglichkeiten pro Nacht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Voraussetzung für eine einwandfreie Beobachtung ist allerdings ein wolkenfreier Himmel. 
</p>
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