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	<title>Fullerene &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>PSI: So entstehen Fußballmoleküle im Weltall</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2023 07:43:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Langem wird vermutet, dass im All sogenannte Fullerene und deren Abkömmlinge entstehen können – große Kohlenstoffmoleküle in Fußball-, Schüssel- oder Röhrchenform. Ein internationales Forschungsteam hat nun mit Unterstützung der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS des PSI gezeigt, wie diese Reaktion abläuft. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht. Eine Pressemitteilung des Paul Scherrer [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-626c20b2">Seit Langem wird vermutet, dass im All sogenannte Fullerene und deren Abkömmlinge entstehen können – große Kohlenstoffmoleküle in Fußball-, Schüssel- oder Röhrchenform. Ein internationales Forschungsteam hat nun mit Unterstützung der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS des PSI gezeigt, wie diese Reaktion abläuft. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht. Eine Pressemitteilung des Paul Scherrer Instituts (PSI).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Paul Scherrer Institut (PSI) 27. März 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/fullereneShaneGoettlRalfIKaiser.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="(Grafik: Shane Goettl/Ralf I. Kaiser)" data-rl_caption="" title="(Grafik: Shane Goettl/Ralf I. Kaiser)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/fullereneShaneGoettlRalfIKaiser26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">(Grafik: Shane Goettl/Ralf I. Kaiser)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">27. März 2023 &#8211; «We are stardust, we are golden. We are billion-year-old carbon.» In ihrem Song Woodstock besangen Crosby, Stills, Nash &amp; Young, woraus auch wir Menschen letztendlich zusammengesetzt sind: aus Sternenstaub. Wer sich in der Astronomie ein wenig auskennt, kann den Text der amerikanischen Kultband bestätigen – die Planeten und wir Menschen bestehen tatsächlich aus dem Staub ausgebrannter Supernovae und aus Milliarden Jahren alten Kohlenstoffverbindungen. Das Weltall ist ein riesiger Reaktor und wer diese Reaktionen versteht, versteht die Geburt und die Entwicklung des Universums – und woher wir kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Rätsel war bisher die Bildung von Fullerenen und deren Derivate im All. Das sind fußball-, schüssel- oder röhrchenförmige Moleküle aus Kohlenstoff, die erstmals in den 1980ern im Labor erzeugt wurden. 2010 fand das Infrarot-Weltraumteleskop Spitzer die C60-Fussballmoleküle, sogenannte Buckyballs, im planetarischen Nebel TC-1. Sie sind damit die größten Moleküle, die bisher im Weltraum außerhalb unseres Sonnensystems nachgewiesen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wie entstehen sie dort? Ein Team von Forschenden aus Honolulu (USA), Miami (USA) und Tianjin (China) hat nun einen wichtigen Reaktionsschritt bei der Entstehung der Moleküle nachvollzogen – mit tatkräftiger Unterstützung des PSI und der Vakuum-Ultraviolett-Strahllinie der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS. «Das PSI bietet einzigartige Experimentiermöglichkeiten und deshalb haben wir uns für eine Kooperation mit Patrick Hemberger vom PSI entschieden», sagt Ralf Kaiser von der University von Hawaii in Honolulu, der international führende Forscher auf diesem Gebiet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Minireaktor für Fullerene</strong><br>Patrick Hemberger, Wissenschaftler an der VUV-Strahllinie am PSI, hat einen Minireaktor aufgebaut, um die Bildung der Fullerene live beobachten zu können. In einem 1000 Grad Celsius heißen Reaktor wird ein Corannulenylradikal (C<sub>20</sub>H<sub>9</sub>) erzeugt. Dieses Molekül sieht aus wie eine Salatschale, in etwa so, als hätte man eine Schüssel vom C60-Fussballmolekül abgeschnitten. Dieses Radikal ist extrem reaktionsfreudig, wodurch es mit Vinylacetylen (C<sub>4</sub>H<sub>4</sub>) reagiert, welches am Rand der Schale eine Lage Kohlenstoff andockt. «Würde man diesen Prozess vielfach wiederholen, würde das Molekül zu einer Endkappe eines Nano-Röhrchens anwachsen, was wir durch Computersimulationen zeigen konnten», erklärt Alexander Mebel, Professor für Chemie an der Florida International University und einer der Autoren der Studie. Doch das war nicht das alleinige Ziel der Forschenden. «Wir wollten zeigen, dass diese Art der Reaktion überhaupt möglich ist», ergänzt Ralf Kaiser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Reaktion entstehen verschiedene Isomere, das sind Moleküle, die alle die gleiche Masse haben, aber leicht unterschiedliche Strukturen. Mit der üblichen Massenspektrometrie liefern alle diese Varianten das gleiche Signal. Anders bei der Photoelektronen-Photoionen-Koinzidenz-Spektroskopie, die das Team hier verwendet hat. «Dort lässt die Struktur der Messkurve Rückschlüsse auf jedes einzelne Isomer zu», so Patrick Hemberger.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dem Rätsel klassischer Fußballmoleküle auf der Spur</strong><br>«Im Universum finden wir einen wilden Zoo aus Molekülen und chemischen Reaktionen – nicht alle lassen sich in den Signalen aus den Teleskopen eindeutig zuordnen», so Ralf Kaiser. Aus Modellen ist bekannt, dass es im All sowohl Corannulenyl als auch Vinylacetylen gibt. Nun konnte bestätigt werden, dass diese Moleküle tatsächlich Bausteine zu Fullerenen bilden. «Deshalb ist das Experiment am PSI so wertvoll für uns.»</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist aber mit der erfolgreichen Publikation in Nature Communications nicht abgeschlossen. In weiteren Experimenten wollen die Forschenden verstehen, wie sich im All die klassischen Buckyballs bilden, die fußballförmigen Fullerene mit 60 Kohlenstoffatomen sowie die röhrchenförmigen Nanotubes mit noch mehr Atomen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(Text: Bernd Müller)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das PSI</strong><br>Das Paul Scherrer Institut PSI entwickelt, baut und betreibt große und komplexe Forschungsanlagen und stellt sie der nationalen und internationalen Forschungsgemeinde zur Verfügung. Eigene Forschungsschwerpunkte sind Zukunftstechnologien, Energie und Klima, Health Innovation und Grundlagen der Natur. Die Ausbildung von jungen Menschen ist ein zentrales Anliegen des PSI. Deshalb sind etwa ein Viertel unserer Mitarbeitenden Postdoktorierende, Doktorierende oder Lernende. Insgesamt beschäftigt das PSI 2200 Mitarbeitende, das damit das größte Forschungsinstitut der Schweiz ist. Das Jahresbudget beträgt rund CHF 400 Mio. Das PSI ist Teil des ETH-Bereichs, dem auch die ETH Zürich und die ETH Lausanne angehören sowie die Forschungsinstitute Eawag, Empa und WSL.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>Gas Phase Synthesis of the C40 Nano Bowl C<sub>40</sub>H<sub>10</sub><br>Lotefa B. Tuli, Shane J. Goettl, Andrew M. Turner, A. Hasan Howlader, Patrick Hemberger, Stanislaw F. Wnuk, Tianjian Guo, Alexander M. Mebel, Ralf I. Kaiser<br>Nature Communications, 18.03.2023<br>DOI: 10.1038/s41467-023-37058-y<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41467-023-37058-y" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41467-023-37058-y</a><br>pdf: <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-023-37058-y.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41467-023-37058-y.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19823.msg546497#msg546497" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chemie im All</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>AstroGeo Podcast: Massensterben im Treibhaus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-massensterben-im-treibhaus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2023 10:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 251 Millionen Jahren stand das Leben auf der Erde am Abgrund: Fast alle Meerestiere starben aus, die Kontinente verloren ihre Wälder und mit ihnen viele Landtiere. Wie konnte das geschehen?</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vor 251 Millionen Jahren stand das Leben auf der Erde am Abgrund: Fast alle Meerestiere starben aus, die Kontinente verloren ihre Wälder und mit ihnen viele Landtiere. Wie konnte das geschehen?</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2023/01/stenocybus-echse-perm-wald-rn.jpg" alt="" class="wp-image-121035" width="441" height="339" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2023/01/stenocybus-echse-perm-wald-rn.jpg 598w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2023/01/stenocybus-echse-perm-wald-rn-300x231.jpg 300w" sizes="(max-width: 441px) 100vw, 441px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Stenocybus ist ein Reptil, das zu Beginn der Permzeit auf der Erde lebte (Quelle: CC-BY-SA 3.0 Unported, dmitrchel@mail.ru)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte der Tiere auf der Erde umfasst über eine halbe Milliarde Jahre, doch verlief sie nicht geradlinig. Insgesamt mindestens fünfmal stand das Leben am Abgrund. Längst noch nicht jedes Massensterben der Erdgeschichte ist aufgeklärt. Zwischen den Zeitaltern Perm und Trias war es besonders schlimm: Der blaue Planet erlebte vor 251 Millionen Jahre das bis heute größte Massensterben seiner Tierwelt, bei dem über 70 Prozent der Landtiere und sogar 95 Prozent aller Tierarten in den Meeren ausstarben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karl hat für diesen AstroGeo Podcast viele Studien gesichtet: Was wissen Geologinnen und Geologen über die Ursache der permotriassischen Katastrophe? Über die letzten Jahrzehnte wurden etliche Thesen formuliert, allen voran brodelnde Vulkane im heutigen Sibirien und der Einschlag eines gewaltigen Meteoriten. Mittlerweile ist klar: Das größte Massensterben sollte uns Menschen interessieren. Denn Vieles, was damals auf der Erde passierte, scheint sich nun durch unser Handeln zu wiederholen, wenn wir nichts dagegen unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban alle zwei Wochen eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">iTunes</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Frühere Ausgaben des AstroGeo Podcast <a href="https://astrogeo.de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gibt es auf astrogeo.de</a>. AstroGeo ist der Podcast von <a href="https://www.riffreporter.de/de/genossenschaft/recherche-kollektive/weltraum-reporter" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die Weltraumreporter</a>, einem Magazin der Riffreporter eG. Er ist frei verfügbar und entsteht durch die finanzielle Unterstützung seiner Hörerinnen und Hörer. Das geht mit einem monatlichen Abonnement die Weltraumreporter für 3,49 Euro pro Monat oder einer Spende. Diese und <a href="https://astrogeo.de/unterstuetze-uns/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">jede andere Form der finanziellen Unterstützung</a> hilft dabei, dass der Podcast weiter werbefrei bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=916.msg544050#msg544050" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Erde</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg544049#msg544049" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li>
</ul>
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