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	<title>GALA &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>GALA &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>DLR: Auf dem Weg zum Jupiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2024 21:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Raumsonde JUICE fliegt an Mond und Erde vorbei. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 14. August 2024. 14. August 2024 &#8211; LEGA – so heißt das Raumfahrtmanöver, das mit großer Spannung erwartet wird: Der „Lunar-Earth Gravity Assist“, was auf Deutsch etwa Mond-Erde-Schwerkraftumlenkung bedeutet. Zum ersten Mal wird die Bahn [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Raumsonde JUICE fliegt an Mond und Erde vorbei. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 14. August 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">14. August 2024 &#8211; LEGA – so heißt das Raumfahrtmanöver, das mit großer Spannung erwartet wird: Der „Lunar-Earth Gravity Assist“, was auf Deutsch etwa Mond-Erde-Schwerkraftumlenkung bedeutet. Zum ersten Mal wird die Bahn einer Sonde durch die Schwerkraft des Mondes und kurz darauf auch von der Gravitation der Erde verändert. <a href="https://www.raumfahrer.net/juice-fliegt-an-mond-und-erde-vorbei-alle-wichtigen-informationen/" data-wpel-link="internal">In der Nacht vom 19. auf den 20. August 2024</a> (MESZ) passiert die Mission <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/juice/" data-wpel-link="internal">JUICE</a> der Europäischen Weltraumorganisation ESA zunächst den Erdtrabanten von der Nachtseite kommend in 750 Kilometer Höhe. Dann fliegt die Raumsonde auf schon leicht veränderter Flugbahn in nur 24 Stunden mit gesteigerter Geschwindigkeit von 15.000 Kilometern pro Stunde zur Erde und wird dieser bis auf 6.800 Kilometer nahekommen. Dabei wird die Bahn der Sonde ein zweites Mal geändert und in Richtung des inneren Sonnensystems abgelenkt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/19und20GermanSpaceAgencyatDLR2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="19. und 20. August 2024 – Bremsmanöver von JUICE an Mond und Erde Die Raumsonde JUICE (JUpiter ICy Moons Explorer) wird am 19. August 2024 auf ihrem Weg zum Jupiter zunächst am Mond und tags darauf an der Erde Vorbeiflüge absolvieren. Die beiden Nahvorbeiflüge dienen dazu, die Sonde auf eine Bahn ins innere Sonnensystem zu lenken und gleichzeitig abzubremsen. Ein solches „Schwerkraft-Umlenkungsmanöver“ (engl. gravity assist manoeuvre) an Mond und Erde wurde noch nie zuvor durchgeführt. Seit ihrem Start im April 2023 hat JUICE bereits über eine Milliarde Kilometer zurückgelegt. Nach den Vorbeiflügen wird JUICE dann im August 2025 mit einem ähnlichen Manöver an der Venus beschleunigt werden, gefolgt von zwei Nahvorbeiflügen an der Erde im September 2026 und im Januar 2029. So beschleunigt, verlässt JUICE das innere Sonnensystem und wird sein Ziel Jupiter im Juli 2031 erreichen. (Grafik: German Space Agency at DLR)" data-rl_caption="" title="19. und 20. August 2024 – Bremsmanöver von JUICE an Mond und Erde Die Raumsonde JUICE (JUpiter ICy Moons Explorer) wird am 19. August 2024 auf ihrem Weg zum Jupiter zunächst am Mond und tags darauf an der Erde Vorbeiflüge absolvieren. Die beiden Nahvorbeiflüge dienen dazu, die Sonde auf eine Bahn ins innere Sonnensystem zu lenken und gleichzeitig abzubremsen. Ein solches „Schwerkraft-Umlenkungsmanöver“ (engl. gravity assist manoeuvre) an Mond und Erde wurde noch nie zuvor durchgeführt. Seit ihrem Start im April 2023 hat JUICE bereits über eine Milliarde Kilometer zurückgelegt. Nach den Vorbeiflügen wird JUICE dann im August 2025 mit einem ähnlichen Manöver an der Venus beschleunigt werden, gefolgt von zwei Nahvorbeiflügen an der Erde im September 2026 und im Januar 2029. So beschleunigt, verlässt JUICE das innere Sonnensystem und wird sein Ziel Jupiter im Juli 2031 erreichen. (Grafik: German Space Agency at DLR)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/19und20GermanSpaceAgencyatDLR60.jpg" alt="19. und 20. August 2024 – Bremsmanöver von JUICE an Mond und Erde Die Raumsonde JUICE (JUpiter ICy Moons Explorer) wird am 19. August 2024 auf ihrem Weg zum Jupiter zunächst am Mond und tags darauf an der Erde Vorbeiflüge absolvieren. Die beiden Nahvorbeiflüge dienen dazu, die Sonde auf eine Bahn ins innere Sonnensystem zu lenken und gleichzeitig abzubremsen. Ein solches „Schwerkraft-Umlenkungsmanöver“ (engl. gravity assist manoeuvre) an Mond und Erde wurde noch nie zuvor durchgeführt. Seit ihrem Start im April 2023 hat JUICE bereits über eine Milliarde Kilometer zurückgelegt. Nach den Vorbeiflügen wird JUICE dann im August 2025 mit einem ähnlichen Manöver an der Venus beschleunigt werden, gefolgt von zwei Nahvorbeiflügen an der Erde im September 2026 und im Januar 2029. So beschleunigt, verlässt JUICE das innere Sonnensystem und wird sein Ziel Jupiter im Juli 2031 erreichen. (Grafik: German Space Agency at DLR)" class="wp-image-143299" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/19und20GermanSpaceAgencyatDLR60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/19und20GermanSpaceAgencyatDLR60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">19. und 20. August 2024 – Bremsmanöver von JUICE an Mond und Erde. Die Raumsonde JUICE (JUpiter ICy Moons Explorer) wird am 19. August 2024 auf ihrem Weg zum Jupiter zunächst am Mond und tags darauf an der Erde Vorbeiflüge absolvieren. Die beiden Nahvorbeiflüge dienen dazu, die Sonde auf eine Bahn ins innere Sonnensystem zu lenken und gleichzeitig abzubremsen. Ein solches „Schwerkraft-Umlenkungsmanöver“ (engl. gravity assist manoeuvre) an Mond und Erde wurde noch nie zuvor durchgeführt. Seit ihrem Start im April 2023 hat JUICE bereits über eine Milliarde Kilometer zurückgelegt. Nach den Vorbeiflügen wird JUICE dann im August 2025 mit einem ähnlichen Manöver an der Venus beschleunigt werden, gefolgt von zwei Nahvorbeiflügen an der Erde im September 2026 und im Januar 2029. So beschleunigt, verlässt JUICE das innere Sonnensystem und wird sein Ziel Jupiter im Juli 2031 erreichen. (Grafik: German Space Agency at DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während der beiden Nahvorbeiflüge an Mond und Erde werden auch die wissenschaftlichen Experimente angeschaltet sein, um sie zu testen, zu eichen und möglicherweise sogar interessante Ergebnisse zu erzielen. Darunter auch die Kamera JANUS und der Laser-Höhenmesser GALA. An beiden Experimenten ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) maßgeblich beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ungewöhnliche Manöver wird durchgeführt, um für den weiteren Missionsverlauf Treibstoff zu sparen. In den kommenden Jahren wird bei weiteren Nahvorbeiflügen – einmal an der Venus und zweimal an der Erde – JUICE so beschleunigt werden, dass die Mission 2031 ihr Ziel, den Planeten Jupiter und dessen Eismonde Europa, Ganymed und Callisto, erreichen wird und bis 2035 untersuchen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit etwas Glück kann JUICE beim LEGA-Manöver sogar von der Erde beobachtet werden, denn das Raumschiff fliegt zunächst durch die Nacht der westlichen Hemisphäre und dann über den Tag in Südostasien und des Pazifischen Ozeans. Mit einem leistungsstarken Fernglas oder einem Teleskop haben Amateurastronominnen und -astronomen die Chance, die Sonde in der Nacht vom 20. auf den 21. August 2024 als schnell wandernden Lichtpunkt auch von Europa aus zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit 15.000 Stundenkilometern durch das „Nadelöhr“</strong><br>Diese komplexe Flugbahn durch das innere Sonnensystem erwies sich als die effektivste, um die beim Start über sechs Tonnen schwere Raumsonde so schnell wie möglich ins Jupitersystem zu steuern. Der streckenmäßige Umweg über die Venus ist zeitlich betrachtet eine Abkürzung. Gestartet wurde JUICE am 14. April 2023 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou mit einer Ariane-5-Trägerrakete. Seither hat die Raumsonde bereits mehr als eine Milliarde Kilometer zurückgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gesteuert und kontrolliert wird das LEGA-Manöver vom ESOC, dem Europäischen Weltraum-Kontrollzentrum der ESA in Darmstadt. Es gilt, JUICE mit genau der richtigen Geschwindigkeit zu einem exakten Zeitpunkt in der präzisen Richtung auf den Mond und danach auf die Erde hinzusteuern. Das Manöver gleicht einem Schuss durch ein Nadelöhr. Keine Weltraumorganisation hat dieses Doppel-Manöver zuvor durchgeführt. Zwischen dem 17. und dem 22. August 2024 wird der Kurs von JUICE zu jeder Sekunde überwacht. Der Funkverkehr mit der Raumsonde findet über die drei großen Antennenstationen des ESTRACK in Spanien, Australien und Argentinien statt. Laut ESA sei das Manöver nicht frei von Risiken. 38 Minuten vor der größten Annäherung an den Mond um 23:16 Uhr MESZ am Dienstag wird JUICE den Mondschatten durchqueren und eine halbe Stunde lang keinen Kontakt zur Erde haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bonus: Hochaufgelöste Bilder vom Mond und der Erde…</strong><br>Der Nutzen für die Wissenschaft bei diesem doppelten Nahvorbeiflug sind Messungen mit den zehn Instrumenten an Bord von JUICE, die eigentlich für ihren Einsatz bei den Vorbeiflügen an den drei großen Eismonden des Jupiter entwickelt wurden. Sie werden allesamt über der Mondoberfläche und die meisten auch wieder 24 Stunden später bei der Passage über die Erde angeschaltet sein und Daten aufzeichnen. Diese physikalischen Messungen und Aufnahmen mit den bildgebenden Experimenten dienen zuvorderst einer Überprüfung der Funktionsfähigkeit nach dem Start und der 16-monatigen Exponiertheit gegenüber dem Weltall seither, sowie der Eichung der Sensoren.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/19JanusMondDLRCCBYNCND302k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="19. August 2024: Die JUICE-Kamera JANUS fotografiert die Mondoberfläche. Während der aufeinander folgenden Nahvorbeiflüge an Mond und Erde der Raumsonde JUICE werden auch die wissenschaftlichen Experimente angeschaltet sein. Darunter auch die Kamera JANUS, an der das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) maßgeblich beteiligt ist. Während des Mondvorbeiflugs nähert sich JUICE, von der Nachtseite kommend, der Mondoberfläche bis auf 750 Kilometer. Dabei wird die höchste Auflösung der Aufnahmen (grüne Kästchen) etwa 13 Meter pro Bildpunkt betragen. Die zwischen 22:15 und 23:45 Uhr fotografierten Regionen liegen auf einem schmalen Streifen entlang des Äquators sowohl auf der Mondrückseite wie auch auf der Vorderseite, etwas südlich der Apollo-11-Landestelle von 1969. In dieser Nacht ist auch Vollmond. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-rl_caption="" title="19. August 2024: Die JUICE-Kamera JANUS fotografiert die Mondoberfläche. Während der aufeinander folgenden Nahvorbeiflüge an Mond und Erde der Raumsonde JUICE werden auch die wissenschaftlichen Experimente angeschaltet sein. Darunter auch die Kamera JANUS, an der das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) maßgeblich beteiligt ist. Während des Mondvorbeiflugs nähert sich JUICE, von der Nachtseite kommend, der Mondoberfläche bis auf 750 Kilometer. Dabei wird die höchste Auflösung der Aufnahmen (grüne Kästchen) etwa 13 Meter pro Bildpunkt betragen. Die zwischen 22:15 und 23:45 Uhr fotografierten Regionen liegen auf einem schmalen Streifen entlang des Äquators sowohl auf der Mondrückseite wie auch auf der Vorderseite, etwas südlich der Apollo-11-Landestelle von 1969. In dieser Nacht ist auch Vollmond. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="333" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/19JanusMondDLRCCBYNCND3060.jpg" alt="19. August 2024: Die JUICE-Kamera JANUS fotografiert die Mondoberfläche Während der aufeinander folgenden Nahvorbeiflüge an Mond und Erde der Raumsonde JUICE werden auch die wissenschaftlichen Experimente angeschaltet sein. Darunter auch die Kamera JANUS, an der das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) maßgeblich beteiligt ist. Während des Mondvorbeiflugs nähert sich JUICE, von der Nachtseite kommend, der Mondoberfläche bis auf 750 Kilometer. Dabei wird die höchste Auflösung der Aufnahmen (grüne Kästchen) etwa 13 Meter pro Bildpunkt betragen. Die zwischen 22:15 und 23:45 Uhr fotografierten Regionen liegen auf einem schmalen Streifen entlang des Äquators sowohl auf der Mondrückseite wie auch auf der Vorderseite, etwas südlich der Apollo-11-Landestelle von 1969. In dieser Nacht ist auch Vollmond. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" class="wp-image-143297" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/19JanusMondDLRCCBYNCND3060.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/19JanusMondDLRCCBYNCND3060-300x167.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">19. August 2024: Die JUICE-Kamera JANUS fotografiert die Mondoberfläche. Während der aufeinander folgenden Nahvorbeiflüge an Mond und Erde der Raumsonde JUICE werden auch die wissenschaftlichen Experimente angeschaltet sein. Darunter auch die Kamera JANUS, an der das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) maßgeblich beteiligt ist. Während des Mondvorbeiflugs nähert sich JUICE, von der Nachtseite kommend, der Mondoberfläche bis auf 750 Kilometer. Dabei wird die höchste Auflösung der Aufnahmen (grüne Kästchen) etwa 13 Meter pro Bildpunkt betragen. Die zwischen 22:15 und 23:45 Uhr fotografierten Regionen liegen auf einem schmalen Streifen entlang des Äquators sowohl auf der Mondrückseite wie auch auf der Vorderseite, etwas südlich der Apollo-11-Landestelle von 1969. In dieser Nacht ist auch Vollmond. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Mondvorbeiflugs nähert sich JUICE der Mondoberfläche bis auf 750 Kilometer. Die JANUS-Kamera wird nicht genau senkrecht auf die Mondoberfläche gerichtet sein, dennoch wird die beste Auflösung etwa 13 Meter pro Bildpunkt betragen. Das letzte Bild beim Abflug vom Mond wird aus 2.800 Kilometern aufgenommen und immer noch 42 Meter pro Pixel auflösen. Die fotografierten Regionen liegen auf einem schmalen Streifen entlang des Äquators sowohl auf der Mondrückseite wie auch auf der wegen des Vollmondes vollständig beleuchteten Vorderseite. Die Aufnahmen von der Erde werden wegen der größeren Überflughöhe Auflösungen zwischen 125 Metern – allerdings über dem Ozean – und 250 Metern pro Pixel haben. Dabei werden Teile von Madagaskar, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und Hawaii aufgenommen werden.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/JANUScamLDO1k5.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das JANUS-Kamerasystem auf der ESA-Raumsonde JUICE JANUS ist das Kamerasystem der ESA-Mission JUICE. Es wird von 2031 bis 2035 die Oberflächen der Jupitermonde Ganymed, Callisto und Europa in hoher Auflösung fotografieren und damit die Grundlage für die Kartographie dieser Eismonde liefern. JANUS wurde in Italien, Deutschland, Spanien und Großbritannien entwickelt, Teile der Hardware wurden im DLR-Institut für Planetenforschung hergestellt, das auch am wissenschaftlichen Betrieb der Kamera führend beteiligt ist. (Bild: LDO)" data-rl_caption="" title="Das JANUS-Kamerasystem auf der ESA-Raumsonde JUICE JANUS ist das Kamerasystem der ESA-Mission JUICE. Es wird von 2031 bis 2035 die Oberflächen der Jupitermonde Ganymed, Callisto und Europa in hoher Auflösung fotografieren und damit die Grundlage für die Kartographie dieser Eismonde liefern. JANUS wurde in Italien, Deutschland, Spanien und Großbritannien entwickelt, Teile der Hardware wurden im DLR-Institut für Planetenforschung hergestellt, das auch am wissenschaftlichen Betrieb der Kamera führend beteiligt ist. (Bild: LDO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/JANUScamLDO60.jpg" alt="Das JANUS-Kamerasystem auf der ESA-Raumsonde JUICE JANUS ist das Kamerasystem der ESA-Mission JUICE. Es wird von 2031 bis 2035 die Oberflächen der Jupitermonde Ganymed, Callisto und Europa in hoher Auflösung fotografieren und damit die Grundlage für die Kartographie dieser Eismonde liefern. JANUS wurde in Italien, Deutschland, Spanien und Großbritannien entwickelt, Teile der Hardware wurden im DLR-Institut für Planetenforschung hergestellt, das auch am wissenschaftlichen Betrieb der Kamera führend beteiligt ist. (Bild: LDO)" class="wp-image-143303" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/JANUScamLDO60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/JANUScamLDO60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/JANUScamLDO60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das JANUS-Kamerasystem auf der ESA-Raumsonde JUICE. JANUS ist das Kamerasystem der ESA-Mission JUICE. Es wird von 2031 bis 2035 die Oberflächen der Jupitermonde Ganymed, Callisto und Europa in hoher Auflösung fotografieren und damit die Grundlage für die Kartographie dieser Eismonde liefern. JANUS wurde in Italien, Deutschland, Spanien und Großbritannien entwickelt, Teile der Hardware wurden im DLR-Institut für Planetenforschung hergestellt, das auch am wissenschaftlichen Betrieb der Kamera führend beteiligt ist. (Bild: LDO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das DLR ist mit „anderthalb“ Hardwarebeiträgen an der Instrumentierung der Mission beteiligt. Beim Kamerasystem JANUS (Jovis, Amorum ac Natorum Undique Scrutator; lateinisch für „Jupiter, seine Liebschaften und Sprösslinge, von allen Seiten erforscht“), das in Italien von der Firma Leonardo S.p.A. entwickelt und gebaut wurde, steuerte das DLR-Institut für Planetenforschung mehrerer Hardware-Komponenten bei. Das JANUS-Wissenschaftsteam wird von Pasquale Palumbo am Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) in Rom und Ganna Portyankina vom DLR-Institut für Planetenforschung geleitet. Aufnahmeplanung, Betrieb der Kamera, Datenverarbeitung und wissenschaftliche Auswertung werden zur Optimierung der Ergebnisse zwischen den beiden Einrichtungen aufgeteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>… und ein topographisches Profil vom Mond</strong><br>Deutschland ist ferner mit dem Laser-Altimeter GALA (Ganymede Laser Altimeter) auf der Mission vertreten. Dieses ist gemeinsam mit der deutschen Industrie sowie Beiträgen aus Japan, Spanien und der Schweiz und unter der Leitung des Principal Investigator (PI) Hauke Hußmann im DLR-Institut für Planetenforschung entstanden. GALA sendet 30 Laserpulse pro Sekunde auf feste Oberflächen und misst die Zeit, bis der reflektierte Laserpuls im Teleskop des Instruments wieder ankommt. So können mit Millionen Messpunkten die Höhen und Tiefen, also die Topographie und Form eines planetaren Körpers erfasst werden. GALA wird im Jupitersystem zunächst Höhenprofile der Monde Callisto und Europa aufzeichnen, vor allem aber im späteren Missisonsverlauf aus der Umlaufbahn um Ganymed eine globale topographische Karte und die Verformung des Mondes durch Gezeitenkräfte erfassen, um die Existenz oder Nicht-Existenz eines Ozeans unter der Eiskruste von Ganymed zu überprüfen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/GALAundJANUSvorJUICEStartESA1k4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Laser-Altimeter GALA und die JANUS-Kamera vor dem JUICE-Start Ingenieure vom DLR-Institut für Planetenforschung begutachteten Anfang März 2023 am Startplatz Kourou (Französisch Guyana) ein letztes Mal die integrierten Instrumente GALA und JANUS für die ESA-Jupitermission JUICE. Sie sind im „Bus“ der Raumsonde zusammen mit den anderen optischen Instrumenten MAJIS, SWI, UVS sowie dem Teilchendetektor PEP untergebracht. Die Teleskopöffnung von GALA mit dem goldglänzenden Spiegel befindet sich zwischen den beiden DLR-Mitarbeitern. Rechts oberhalb der Person rechts ist das Kamerasystem JANUS eingebaut. An den Bildrändern sind die zusammengefalteten Solarpaneele von JUICE zu erkennen. (Bild: ESA)" data-rl_caption="" title="Das Laser-Altimeter GALA und die JANUS-Kamera vor dem JUICE-Start Ingenieure vom DLR-Institut für Planetenforschung begutachteten Anfang März 2023 am Startplatz Kourou (Französisch Guyana) ein letztes Mal die integrierten Instrumente GALA und JANUS für die ESA-Jupitermission JUICE. Sie sind im „Bus“ der Raumsonde zusammen mit den anderen optischen Instrumenten MAJIS, SWI, UVS sowie dem Teilchendetektor PEP untergebracht. Die Teleskopöffnung von GALA mit dem goldglänzenden Spiegel befindet sich zwischen den beiden DLR-Mitarbeitern. Rechts oberhalb der Person rechts ist das Kamerasystem JANUS eingebaut. An den Bildrändern sind die zusammengefalteten Solarpaneele von JUICE zu erkennen. (Bild: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/GALAundJANUSvorJUICEStartESA60.jpg" alt="Das Laser-Altimeter GALA und die JANUS-Kamera vor dem JUICE-Start Ingenieure vom DLR-Institut für Planetenforschung begutachteten Anfang März 2023 am Startplatz Kourou (Französisch Guyana) ein letztes Mal die integrierten Instrumente GALA und JANUS für die ESA-Jupitermission JUICE. Sie sind im „Bus“ der Raumsonde zusammen mit den anderen optischen Instrumenten MAJIS, SWI, UVS sowie dem Teilchendetektor PEP untergebracht. Die Teleskopöffnung von GALA mit dem goldglänzenden Spiegel befindet sich zwischen den beiden DLR-Mitarbeitern. Rechts oberhalb der Person rechts ist das Kamerasystem JANUS eingebaut. An den Bildrändern sind die zusammengefalteten Solarpaneele von JUICE zu erkennen. (Bild: ESA)" class="wp-image-143301" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/GALAundJANUSvorJUICEStartESA60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/GALAundJANUSvorJUICEStartESA60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/GALAundJANUSvorJUICEStartESA60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Laser-Altimeter GALA und die JANUS-Kamera vor dem JUICE-Start. Ingenieure vom DLR-Institut für Planetenforschung begutachteten Anfang März 2023 am Startplatz Kourou (Französisch Guyana) ein letztes Mal die integrierten Instrumente GALA und JANUS für die ESA-Jupitermission JUICE. Sie sind im „Bus“ der Raumsonde zusammen mit den anderen optischen Instrumenten MAJIS, SWI, UVS sowie dem Teilchendetektor PEP untergebracht. Die Teleskopöffnung von GALA mit dem goldglänzenden Spiegel befindet sich zwischen den beiden DLR-Mitarbeitern. Rechts oberhalb der Person rechts ist das Kamerasystem JANUS eingebaut. An den Bildrändern sind die zusammengefalteten Solarpaneele von JUICE zu erkennen. (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">GALA wird beim ersten Teil des Mond-Erde-Manövers Messungen machen und während der nahen Passage am Erdtrabanten eingeschaltet sein. Die Messentfernung zum Mond von 850 bis 1.200 Kilometern über der Oberfläche ermöglicht Entfernungsbestimmungen und wird zum Test und zur Eichung des Instruments genutzt. Beim Vorbeiflug von JUICE an der Erde sind die Entfernungen für gute Messungen zu groß. Die GALA-Kommandosequenz für den Mondvorbeiflug wurde Anfang August an die ESA übermittelt. Innerhalb weniger Minuten nach der größten Annäherung an den Mond wird GALA Entfernungsmessungen mit einer Schussfrequenz von 30 Pulsen pro Sekunde vornehmen, um eine Bodenspur auf der Mondoberfläche in einer Mindesthöhe von etwa 850 Kilometer zu erhalten</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese „Generalprobe“ für die Ganymed-Messungen wird zur Kalibrierung der verschiedenen Einstellungen des Instruments und zur Überprüfung der Leistung sowie des Signal-zu-Rausch-Verhältnisses genutzt. Der Mondvorbeiflug ist die einzige Gelegenheit für diese Messungen vor dem Eintritt in die Jupiterumlaufbahn im Jahr 2031. Das GALA-Team hat die Messkampagne am Mond im Vorfeld simuliert und geht davon aus, dass das Signal mit zunehmender Entfernung zwar schwächer wird, aber trotzdem ein Bodenprofil mit topografischen Messungen der Mondoberfläche aufgezeichnet werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant ist ferner, dass gemeinsam mit dem JANUS-Team auch eine Kalibrierung der genauen geometrischen Ausrichtung von GALA durchgeführt wird. Die JUICE-Kamera wird dabei versuchen, während des Flugs über die nicht von der Sonne beschienene Mondhemisphäre die von GALA auf den Mond „geschossenen“ Laserpulse in Langzeitbelichtungen aufzunehmen. Da beide Instrumente, GALA und JANUS, auf ihrer „optischen Bank“ exakt in die gleiche Richtung blicken, würden geringfügige Abweichungen in den Aufzeichnungen der GALA-Laserpulse auf einem bestimmten Pixel des JANUS-Bildsensors die geometrische Kalibration für den Einsatz am Jupitermond Ganymed verbessern. Wegen des zu erwartenden Streulichts an der Tag-Nacht-Grenze auf dem Mond ist allerdings nicht gewährleistet, dass dieses Experiment die erhofften Daten liefern wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit einem Fünftel ist Deutschland an JUICE beteiligt</strong><br>Deutschland ist an der JUICE-Mission maßgeblich beteiligt. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR unterstützt JUICE, indem sie den größten Einzelbeitrag eines ESA-Mitgliedslandes – rund 21 Prozent – zur Mission beisteuert. Diese Mittel sind Teil der Finanzierung der Entwicklung der Raumsonde, des Starts mit einer Ariane-5-Trägerrakete und des Missionsbetriebs. Zusätzlich fließen rund 100 Millionen Euro in die deutschen Beiträge an sieben von insgesamt zehn wissenschaftlichen Instrumenten und einem Experiment auf der Raumsonde:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Laser-Höhenmesser GALA entstand in Verantwortung des DLR-Instituts für Planetenforschung in Berlin,</li>



<li>bei der Kamera JANUS war das DLR-Institut für Planetenforschung Teil des italienisch geführten Konsortiums,</li>



<li>das Instrument SWI (Submillimetre Wave Instrument) entstand unter Führung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen.</li>



<li>PEP (Particle Environment Package) ist ein Spektrometer zur Messung neutraler und geladener Teilchen im Jupitersystem (MPS, Göttingen),</li>



<li><a href="https://www.raumfahrer.net/jupitermond-mission-auf-ozeansuche-mit-technologie-aus-braunschweig/" data-wpel-link="internal">J-MAG</a> (Magnetometer for JUICE) ist ein Magnetometer zur Charakterisierung der Magnetfelder von Jupiter und Ganymed und zur Untersuchung der Ozeane der Eismonde (Technische Universität Braunschweig),</li>



<li>das Radar-Instrument <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/rime/" data-wpel-link="internal">RIME</a> (Radar for Icy Moons Exploration) soll die Struktur der Eismonde bis in neun Kilometer Tiefe untersuchen (Technische Universität Dresden),</li>



<li>3GM (Gravity &amp; Geophysics of Jupiter and Galilean Moons) ist ein Radiowellen-Experiment mit Ka-Transponder und ultrastabilem Oszillator zur Bestimmung der Schwerefelder und Atmosphären von Jupiter und seinen Monden (RIU, Universität zu Köln).</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem gibt es das Experiment PRIDE (Planetary Radio Interferometer &amp; Doppler Experiment), das kein Instrument an sich ist, sondern für Messungen die Funkverbindung der Hauptantenne mit der Erde nutzt. Ferner bestehen auch weitere wissenschaftliche Kooperationen, so beim Instrument MAJIS (Moons and Jupiter Imaging Spectrometer) durch das MPS.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Swing-by- oder Gravity-Assist-Manöver</strong><br>Die Veränderung von Bahn und Geschwindigkeit von Raumsonden durch nahe Planeten- und in diesem Falle auch Mondvorbeiflügen beruht darauf, dass Raumsonden im Vergleich zu diesen Körpern eine sehr, sehr viel geringere Masse haben. Dabei kommt es im Prinzip zu einer „Schwerkraftumlenkung“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sich die Sonde dem großen Himmelskörper annähert und sich durch dessen Schwerefeld bewegt, wird sie durch dessen Anziehungskraft abgelenkt. Wenn sie sich dabei zu schnell durch das Gravitationsfeld bewegt, passiert so gut wie nichts, ist sie zu langsam, wird sie so stark angezogen, dass sie auf den Himmelskörper stürzt. Es ist also höchste Präzision bei der Berechnung von Geschwindigkeit und der geplanten Höhe der Passage erforderlich – was in der Raumfahrt immer der Fall ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Nahvorbeiflugs wird die Sonde zunächst beschleunigt, um beim Verlassen durch die Gravitation aber wieder abgebremst zu werden. Aus Sicht des Himmelskörpers hat sie danach wieder die gleiche Geschwindigkeit wie zuvor. Die Bahnenergie in Relation zum Himmelskörper bleibt konstant. Verändert wird jedoch die Richtung des Geschwindigkeitsvektors.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil sich Raumsonde und Himmelskörper gemeinsam um die Sonne bewegen („heliozentrischer Orbit“) verändert sich jedoch der Betrag der vektoriellen Summe der Geschwindigkeit von Planet und Sonde um die Sonne. Die Raumsonde wird also, wenn sie hinter dem Himmelkörper vorbeigelenkt wird, hinsichtlich der Sonne schneller oder, wie beim LEGA-Manöver von JUICE, wenn sie vor dem Himmelskörper vorbeifliegt, langsamer. Der große (Mond, Erde) und der kleine Himmelskörper (Sonde) tauschen also Bewegungsenergie miteinander aus. Dabei verändert sich natürlich auch die Bewegungsenergie des großen Himmelskörpers – allerdings um einen nicht messbaren winzigen Betrag. Gelegentlich werden diese Manöver auch mit zusätzlichem Schub von Triebwerken der Sonden kombiniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10996.msg565024#msg565024" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">JUICE (JUpiter ICy moons Explorer) auf Ariane 5 ECA</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Europäische Raumsonde ist bereit für den Start am 13. April 2023: JUICE – eine beispiellose Reise zum Jupiter</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/europaeische-raumsonde-ist-bereit-fuer-den-start-am-13-april-2023-juice-eine-beispiellose-reise-zum-jupiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Apr 2023 22:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[JUICE]]></category>
		<category><![CDATA[Jupiter]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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		<category><![CDATA[DLR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ESA-Raumsonde JUICE (JUpiter ICy Moons Explorer) soll am 13. April 2023 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou mit einer Ariane-5-Trägerrakete ihre achtjährige Reise zum Jupiter starten. Nach der Ankunft im Jupitersystem im Juli 2031 soll JUICE den größten Planeten unseres Sonnensystems und insbesondere seine Eismonde aus der Umlaufbahn um Jupiter und später speziell den Mond Ganymed [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="-die-esaraumsonde-juice-jupiter-icy-moons-explorer-soll-am-13-april-2023-vom-europaischen-weltraumbahnhof-kourou-mit-einer-ariane5tragerrakete-ihre-achtjahrige-reise-zum-jupiter-starten-nach-der-ankunft-im-jupitersystem-im-juli-2031-soll-juice-den-grossten-planeten-unseres-sonnensystems-und-insbesondere-seine-eismonde-aus-der-umlaufbahn-um-jupiter-und-spater-speziell-den-mond-ganymed-untersuchen-deutschland-beteiligt-sich-mit-21-prozent-am-esawissenschaftsprogramm-und-damit-an-der-finanzierung-der-kosten-fur-entwicklung-und-bau-der-plattform-des-starts-und-betriebs-von-juice-daruber-hinaus-fordert-die-deutsche-raumfahrtagentur-im-dlr-sieben-von-zehn-wissenschaftlichen-instrumenten-auf-juice-mit-rund-100-millionen-euro-das-dlrinstitut-fur-planetenforschung-liefert-den-laserhohenmesser-gala-und-erhebliche-anteile-zur-kamera-janus--fcc0dfd8-1e5b-4dcf-a8a6-ec11e0c1edcd">Die ESA-Raumsonde JUICE (JUpiter ICy Moons Explorer) soll am 13. April 2023 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou mit einer Ariane-5-Trägerrakete ihre achtjährige Reise zum Jupiter starten. Nach der Ankunft im Jupitersystem im Juli 2031 soll JUICE den größten Planeten unseres Sonnensystems und insbesondere seine Eismonde aus der Umlaufbahn um Jupiter und später speziell den Mond Ganymed untersuchen. Deutschland beteiligt sich mit 21 Prozent am ESA-Wissenschaftsprogramm und damit an der Finanzierung der Kosten für Entwicklung und Bau der Plattform, des Starts und Betriebs von JUICE. Darüber hinaus fördert die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR sieben von zehn wissenschaftlichen Instrumenten auf JUICE mit rund 100 Millionen Euro. Das DLR-Institut für Planetenforschung liefert den Laser-Höhenmesser GALA und erhebliche Anteile zur Kamera JANUS.<br>Eine Pressemitteilung des deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2023/02/juice-eine-beispiellose-reise-zum-jupiter" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR-Pressemitteilung</a> vom 06. April 2023.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/die-esa-jupitermission-juice.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/die-esa-jupitermission-juice_400x226.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die ESA-Jupitermission JUICE Credit: ESA/ATG medialab (Sonde); NASA/JPL/DLR (Jupiter, Monde)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Gibt es außerhalb der Erde weiteres Leben – vielleicht sogar in unserem eigenen Sonnensystem? Diese „Frage aller Fragen“ treibt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit mehr denn je an. Am 13. April 2023 soll sich die europäische Sonde <a href="https://web.archive.org/web/20230606223943/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-10617/18438_read-43016/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">JUICE</a> (JUpiter ICy Moons Explorer) vom ESA-Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana) auf eine lange Forschungsreise begeben, die diese und viele weitere Fragen beantworten helfen soll. Acht Jahre wird die Jupitermission der Europäischen Weltraumorganisation <a href="https://www.esa.int/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA</a> zum größten Planeten in unserem Sonnensystem unterwegs sein und dort vor allem seine geheimnisvollen Eismonde aus der Nähe ins Visier nehmen. JUICE wird dabei zum ersten Mal durch einen „nahen“ &#8211; im besten Fall nur 750 Kilometer entfernten &#8211; Vorbeiflug am Mond und 36 Stunden später an der Erde Schwung holen, zum ersten Mal aus der Umlaufbahn eines anderen Planeten in einen Orbit um einen seiner Monde wechseln und damit auch zum ersten Mal überhaupt einen anderen Mond als unseren eigenen umkreisen.</p>
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<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/laser-hoehenmesser-gala.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/laser-hoehenmesser-gala_400x320.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Laser-Höhenmesser GALA Credit: HENSOLDT Optronics</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit GALA (GAnymede Laser Altimeter) kommt zum ersten Mal ein Instrument dieser Art im äußeren Sonnensystem zur Anwendung, mit dem die Oberfläche dreidimensional abgetastet und damit Topographie und Gestalt dieser Monde bestimmt werden kann. Mit dabei auf dieser spannenden Reise ist auch Deutschland. Die Deutsche Raumfahrtagentur im <a href="https://www.dlr.de/de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR</a> mit Sitz in <a href="https://www.dlr.de/de/das-dlr/standorte-und-bueros/bonn" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Bonn</a> unterstützt JUICE, indem sie den größten Einzelbeitrag eines ESA-Mitgliedslandes – 21 Prozent – zur Mission beisteuert. Diese Mittel sind Teil der Finanzierung der Raumsonde, des Starts mit einer Ariane 5-Trägerrakete und des Missionsbetriebs. Zusätzlich fließen rund 100 Millionen Euro in die deutschen Beiträge zu sieben von insgesamt zehn wissenschaftlichen Instrumenten auf der Raumsonde. Das <a href="https://www.dlr.de/de/wr" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Institut für Planetenforschung</a> des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin ist an zwei dieser Instrumente beteiligt: das Laser-Höhenmesser GALA entstand in Verantwortung des DLR und bei der Kamera JANUS war das DLR Teil des italienisch geführten Konsortiums.</p>
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<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/kamerasystem-janus.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/kamerasystem-janus_400x240.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Kamerasystem JANUS Credit: LDO</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Mission der Juice-Sonde ist das Ergebnis erfolgreicher Kooperationen auf nationaler und europäischer Ebene. Nach einem Flug durch unser Sonnensystem wird das DLR-Instrument GALA an Bord der Juice-Sonde ein Höhenmodell des Jupiter-Eismondes Ganymed erstellen. Mit dem Laser-Höhenmesser soll die Verformung der Eiskruste von Ganymed über Monate hinweg gemessen werden. Aus der Höhe der Verformung kann man dann darauf schließen, ob es einen Ozean aus flüssigem Wasser unter der Eiskruste gibt und wie dick die Kruste ist“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Und was wäre so eine Mission ohne Kamera, damit wir auf der Erde daran teilhaben können? Zentrale Teile der Hardware der JUICE-Kamera wurden bei uns im Berliner DLR-Institut für Planetenforschung entwickelt und gebaut. Das Kamerasystem JANUS unserer italienischen Partner wird uns auf der Erde mit hoch aufgelösten Oberflächenaufnahmen der Eismonde Ganymed, Callisto und Europa aus wenigen hundert Kilometern Entfernung versorgen.“</p>
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<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jupitermond-europa.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jupitermond-europa_400x225.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Jupitermond Europa<br>Credit: NASA/JPL/Caltech</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die bisher größte Planetenmission der ESA macht sich auf den Weg zum größten Planeten in unserem Sonnensystem. JUICE soll Jupiter und seine drei großen Eismonde Ganymed, Callisto und Europa im Vorbeiflug und aus einer Umlaufbahn heraus mit Kameras, Spektrometern, Radar und Laser beobachten und vermessen. Zwei wichtige Instrumente wurden unter deutscher Leitung entwickelt und gebaut. An weiteren fünf sind Einrichtungen aus Deutschland entscheidend beteiligt“, freut sich Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Neben GALA befindet sich als zweites in Deutschland entwickeltes und gebautes Instrument an Bord: das Submillimeter Wave Instrument (SWI) des <a href="https://www.mps.mpg.de/de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung</a> in Göttingen. Es soll die mittlere Atmosphäre des Jupiters sowie die äußerst dünnen Atmosphären und die Oberflächen der „Galileischen Monde“ Ganymed, Europa und Callisto untersuchen. Für das italienische Instrument JANUS (Jovis, Amorum ac Natorum Undique Scrutator), das vor allem geologische Strukturen der Eismonde in zum Teil hoher Auflösung beobachten soll, wurden zentrale Teile des Kamerasystems vom DLR-Institut für Planetenforschung entwickelt und gebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus fördert die <a href="https://www.dlr.de/de/ar/themen-missionen/weltraumforschung/erkundung-des-weltraums/planeten-monde-und-asteroiden/juice" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deutsche Raumfahrtagentur</a> im DLR Beiträge zum Teilchenspektrometer Particle Environment Package (PEP), zum Jupiter-Magnetometer (J-MAG), zum Radar-Instrument Radar for Icy Moons Exploration (RIME) und dem Instrument zur Radiosondierung der Jupiteratmosphäre (3GM) aus dem Nationalen Raumfahrtprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Reisegefährt wie kein anderes</strong></p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/juice-wird-fuer-den-start-vorbereitet.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/juice-wird-fuer-den-start-vorbereitet_400x283.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">JUICE wird für den Start vorbereitet Credit: ©ESA-CNES-Arianespace/Optique video du CSG/S. Martin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine besondere Reise braucht man ein spezielles „Gefährt“. Die Raumsonde der JUICE-Mission muss für ihren Weg zum ersten Planeten des äußeren Sonnensystems komplexe Aufgaben erfüllen. Zum einen brauchen die gesammelten Daten 30 bis 50 Minuten zurück zur Erde und neue Kommandos ebenso lange, bis sie an der Sonde ankommen. Der Gasriese Jupiter ist im Schnitt 780 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Da JUICE auf ihrem Weg aber auch an sehr temperaturintensiven Regionen wie der sonnennahen Venus vorbeikommt, muss sie Temperaturschwankungen zwischen plus 250 bis minus 230 Grad Celsius überstehen. Ein aufwendiges Thermalsystem aus aktiven und passiven Komponenten einschließlich einer neuartigen Isolierung aus vielen einzelnen Schichten soll die Innentemperatur stabil halten. Zum dritten ist am Jupiter das Licht der Sonne 25-mal schwächer als auf der Erde. Zehn Solarpaneele spannen sich deshalb auf einer riesigen Fläche von 85 Quadratmetern auf und liefern rund 700 bis 900 Watt elektrische Leistung. Die Akkus an Bord ermöglichen es der Raumsonde, Verfinsterungen durch Monde und Planeten bis zu fünf Stunden zu überstehen. Ist JUICE am Jupiter angekommen, „lauert“ vor und vor allem hinter dem Gasriesen das stärkste Strahlungsfeld unseres gesamten Sonnensystems.</p>
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<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/letzte-kontrolle-der-instrumente.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/letzte-kontrolle-der-instrumente_400x267.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Letzte Kontrolle der Instrumente Credit: ESA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Instrumente müssen so ausgelegt sein, dass sie trotz der harschen Weltraum-Strahlung funktionsfähig bleiben. Nahe am Jupiter werden Teilchen wie Protonen, Elektronen und Ionen des Sonnenwinds und von den vulkanischen Auswürfen des Jupiter-Mondes Io vom Magnetfeld des Planeten eingefangen: „Das Magnetfeld beschleunigt diese Teilchen und macht sie so zu kleinen, geladenen Geschossen, die auch unseren Laser-Höhenmesser GALA ständig bombardieren werden. Um die besonders empfindlichen Bestandteile des Instruments vor dieser extrem starken Strahlung zu schützen, wurde daher ein ganz <a href="https://www.dlr.de/de/blog/archiv/2023/gala-auf-juice-teil-3-herausforderung-strahlenbelastung-am-mount-everest-des-sonnensystems" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">besonderes Design</a> entwickelt. Es ist das erste Mal, dass ein solches Instrument im äußeren Sonnensystem zur Anwendung kommt“, verdeutlicht Prof. Heike Rauer, Leiterin des DLR-Instituts für Planetenforschung, und ergänzt: „JUICE betritt wirklich wissenschaftliches Neuland und wird mit seinen Messungen Datensätze erzeugen, die ganz neue wissenschaftliche Aussagen möglich machen und die sich ausgezeichnet mit Ergebnissen anderer Missionen wie beispielsweise dem Europa Clipper der NASA ergänzen.“</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine Reiseroute wie keine andere</strong></p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eine-reiseroute-wie-keine-andere.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eine-reiseroute-wie-keine-andere_400x223.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Eine Reiseroute wie keine andere Credit: German Space Agency at DLR</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Jupitersystem sicher und im Zeitplan zu erreichen, nimmt die Sonde eine spezielle Reiseroute. Wie auf einem langen Trip steuert JUICE verschiedene „Wegmarken“ an, um „Bewegungsenergie zu tanken“: „Die Sonde wird nach ihrem Start in ihrer Umlaufbahn um die Sonne zunächst noch einmal im August 2024 an Erde und Mond vorbeifliegen und kräftig Schwung holen. Dieser Schwung katapultiert JUICE zu unserem Nachbarplaneten Venus, wo die Sonde durch den nächsten Vorbeiflug im August 2025 noch einmal deutlich ihre Geschwindigkeit erhöhen wird. Danach geht es noch zweimal zurück Richtung Erde. Im September 2026 und Januar 2029 wird JUICE durch diese beiden nahen Vorbeiflüge an unserem Heimatplanten so viel Schwung geholt haben, dass die Sonde dann im Juli 2031 Jupiter erreichen wird, dessen Bahn um die Sonne etwas mehr als 600 Millionen Kilometer von der Erdumlaufbahn entfernt ist“, schildert Christian Chlebek, JUICE-Projektleiter in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, die komplexen Flugmanöver. Am Jupiter angekommen, soll JUICE eine Umlaufbahn um den Gasriesen einschlagen und von Juli 2031 bis November 2034 insgesamt 35 nahe Vorbeiflüge an den Eismonden absolvieren.</p>
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<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/endmontage-der-ariane-5-rakete.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/endmontage-der-ariane-5-rakete_400x266.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Endmontage der Ariane-5-Rakete Credit: ©ESA/CNES/Arianespace/Optique video du CSG/P Baudon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Danach wird es im Dezember 2034 noch einmal besonders spannend: Zum ersten Mal überhaupt wechselt eine Sonde von der Umlaufbahn eines anderen Planeten in eine Umlaufbahn um einen seiner Monde. Wenn JUICE den Mond Ganymed erreicht hat, wird der „ICy Moons Explorer“ die erste Sonde sein, die überhaupt einen anderen Mond als unseren eigenen umkreist. Im letzten Teil dieser Reise soll das DLR-Instrument GALA vor allem die Eispanzer dieses Mondes nach Hinweisen auf einen Ozean absuchen, bevor JUICE dann am Ende der Mission auf der Oberfläche von Ganymed aufschlagen wird.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jupiter und seine Eismonde</strong></p>



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<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/die-galileischen-monde.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/die-galileischen-monde_400x281.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Galileischen Monde Credit: NASA/JPL/DLR</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Jupiter entstand, als sich nach der Sonne die Planeten und Monde des Sonnensystems vor etwa 4,5 Milliarden Jahren bildeten. Die Schwerkraft zog wirbelndes Gas und Staub zu diesem riesigen Gasplaneten zusammen, dessen Durchmesser von 138.000 Kilometer mehr als zehnmal so groß ist wie jener der Erde. Jupiter nahm den größten Teil der Masse auf, die nach der Entstehung der Sonne übriggeblieben war, und verfügte am Ende über mehr als doppelt so viel Material wie alle anderen Körper unseres Sonnensystems zusammen. Tatsächlich hat Jupiter die gleichen Bestandteile wie ein Stern, aber er wurde nicht massiv genug, um ein Stern zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den eisigen Oberflächen der Monde Ganymed, Callisto und Europa, die aufgrund ihres Entdeckers auch die „Galileischen Monde“ genannt werden, vermutet man Ozeane aus Wasser. Wasser ist das Element, das unsere Erde so einzigartig macht. Es gilt als Grundvoraussetzung für Leben.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Jupiter und seine Eismonde sind nicht nur ein bedeutender Teil unseres Sonnensystems, sondern können auch dabei helfen, mehr über die Umgebung anderer Sterne zu erfahren. Es wurden bereits Tausende extrasolare Planeten (Exoplaneten) entdeckt. Viele dieser fernen Welten sind Gasriesen wie Jupiter. Sie sind zu weit entfernt, um Raumsonden zu ihrer Erforschung auf die Reise zu schicken, doch durch die Untersuchung des Jupiters lassen sich Rückschlüsse darauf ziehen, wie diese Welten aussehen könnten.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Reise zum Jupiter - JUICE und die Beteiligung Deutschlands" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/3uMGPVEEbUA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Video: Reise zum Jupiter &#8211; JUICE und die Beteiligung Deutschlands</strong><br>Die bisher größte Planetenmission der ESA macht sich auf den Weg zum größten Planeten in unserem Sonnensystem. Die über 5 Tonnen schwere Raumsonde JUICE startet mit einer Ariane-5-Rakete vom Europäischen Weltraumbahnhof in Kourou zum Jupiter und seinen Eismonden Ganymed, Callisto und Europa.<br>Credit: © DLR. <a href="https://www.dlr.de/de/service/impressum" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Alle Rechte vorbehalten</a></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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		<title>Fraunhofer IOF entwickelte gemeinsam mit Partnern Messinstrument GALA</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fraunhofer-iof-entwickelte-gemeinsam-mit-partnern-messinstrument-gala/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2023 19:01:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Weltraummission JUICE startet mit Teleskop aus Jena zur Erforschung des Jupiters und seiner Monde ins Weltall. Eine Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF. Quelle: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF 5. April 2023. Jena / Oberkochen / Stuttgart / Kourou (Französisch-Guayana) / 5. April 2023 &#8211; Mit ihrer Mission JUICE startet [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Weltraummission JUICE startet mit Teleskop aus Jena zur Erforschung des Jupiters und seiner Monde ins Weltall. Eine Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF 5. April 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Laseraltimetergalafraunhoferiof2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Laseraltimetergalafraunhoferiof26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Spiegelteleskop für das Laseraltimeter GALA wurde von Forschenden des Fraunhofer IOF für die Weltraummission JUICE entwickelt. (Bild: Fraunhofer IOF)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Jena / Oberkochen / Stuttgart / Kourou (Französisch-Guayana) / 5. April 2023 &#8211; Mit ihrer Mission JUICE startet die ESA am 13. April zur Erkundung des Jupiters und seiner Monde. Mit an Bord der Raumsonde ist das Messinstrument GALA. Mit Hilfe von Laserpulsen soll es die Oberfläche des erdähnlichen Mondes Ganymed vermessen. Entwickelt wurde das Instrument von Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena gemeinsam mit der Firma HENSOLDT Optronics. GALA wird das erste »Deep-Space-Laseraltimeter« sein, das in circa einer Milliarde Kilometern Entfernung von der Erde zum Einsatz kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er ist der größte Planet unseres Sonnensystems und trägt daher passend den Namen des griechischen Göttervaters: der Jupiter. Umkreist wird er von nicht weniger als 92 Monden, wobei immer wieder neue Trabanten von Forschenden entdeckt werden. Speziell der mit Eis bedeckte Mond Ganymed ist im Blick der Wissenschaftler/-innen, da er eine besondere Ähnlichkeit zur Erde aufweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Ganymed, aber auch die Monde Kallisto und Europa sowie den Jupiter selbst, genauer zu erforschen, startet die Europäische Weltraumbehörde (ESA) voraussichtlich am 13. April eine Raumsonde in Richtung des Riesenplaneten, den »Jupiter Icy Moons Explorer« – kurz: JUICE. Um dort seinem Forschungsauftrag gerecht zu werden, befinden sich insgesamt zehn wissenschaftliche Instrumente an Bord der Raumsonde. Eines davon ist das »Ganymed Laser Altimeter«, auch GALA genannt, das von Forschenden aus Jena mitentwickelt wurde. Das Instrument soll die geografische Beschaffenheit des Jupitermondes vermessen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mirrorteleskopgalaforlaseraltimetergalafraunhoferiof2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mirrorteleskopgalaforlaseraltimetergalafraunhoferiof26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Spiegelteleskop entwickelt vom Fraunhofer IOF. (Bild: Fraunhofer IOF)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erfoschung des Jupitermondes Ganymed mittels Laser Altimetrie</strong><br>»Im Rahmen der JUICE-Mission kommt erstmals ein Laseraltimeter als hochgenaue Metalloptik zur Erforschung des Jupiter-Eismondes Ganymed zum Einsatz«, erklärt Dr. Stefan Risse, Leiter der Abteilung Präzisionsoptische Komponenten und Systeme am Fraunhofer IOF. »Mit einem Laseraltimeter können Entfernungen auch über sehr weite Distanzen sehr präzise gemessen werden«, führt er weiter aus. »Wir hoffen damit neue, grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse über die Topografie des Jupitermondes Ganymed und zur Frage der Entstehung gewinnen zu können«, so der Forscher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese aufschlussreichen Informationen zu sammeln, sendet GALA von einer Umlaufbahn um Ganymed – also aus circa 500 Kilometern Entfernung – Laserpulse auf den Mond und empfängt das reflektierte Licht. Aus der Laufzeit des Pulses lässt sich der Abstand zur Mondoberfläche bestimmen und daraus die Topografie errechnen. Dazu wird eine hochpräzise Laser-Empfangs-Einheit benötigt. Diese wurde vom Fraunhofer IOF in Jena gemeinsam mit der Firma HENSOLDT Optronics GmbH aus Oberkochen realisiert. Das Fraunhofer IOF entwickelte dafür ein spezielles Spiegelteleskop, das die von der Mondoberfläche zurückgeworfenen Laserpulse auffängt. Auf diese Weise kann GALA die Topographie des Jupitermondes mit einer Auflösung von weniger als 10 Zentimetern vermessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine besonders wichtige Frage, auf die GALA zukünftig eine Antwort geben könnte, ist dabei, ob es Wasservorkommen auf Ganymed gibt: »Die Messung mit GALA findet an unterschiedlichen Orbit-Positionen des Mondes Ganymed im Bezug zum Jupiter statt«, erläutert in diesem Zusammenhang Dr. Henrik von Lukowicz, Leiter der Arbeitsgruppe Präzisionssysteme am Fraunhofer IOF. »Würde sich Wasser unterhalb der Oberfläche befinden, würden die Gezeitenkräfte in Folge der Bewegung des Mondes zu einer Deformation der Oberfläche führen. Das bedeutet: GALA könnte unter Umständen sogar die Existenz von Wasser nachweisen.«</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>GALA ist das erste Deep-Space-Laseraltimeter</strong><br>Das Laseraltimeter GALA wird weltweit das erste Deep-Space-Laseraltimeter sein, das in circa einer Milliarde Kilometer Entfernung von der Erde zum Einsatz kommt. Die Mission wird mehr als zehn Jahre dauern: acht Jahre braucht die Sonde JUICE zunächst, um in einer Umlaufbahn um den Jupiter anzukommen. Die anschließenden drei Jahren sind für die Erforschung der Jupitermonde Europa, Kallisto und Ganymed sowie des Jupiters vorgesehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuiceloweredontoAriane5esacnesaspacecsg2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="JUICE am 1. April 2023 am Kran über dem Nutzlastadapter der Ariane 5. (Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)" data-rl_caption="" title="JUICE am 1. April 2023 am Kran über dem Nutzlastadapter der Ariane 5. (Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuiceloweredontoAriane5esacnesaspacecsg26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">JUICE am 1. April 2023 am Kran über dem Nutzlastadapter der Ariane 5. (Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">»Auf dem Weg zum Jupiter muss das von uns entwickelte optische Teleskop im Ultrahoch-Vakuum mit extremen Umweltbedingungen zurechtkommen, die durch enorme Beschleunigung beim Raketenstart, hohe Temperaturwechsel und sehr starker kosmischer Strahlung gekennzeichnet sind«, erläutert Dr. von Lukowicz die besonderen Anforderungen an die optischen Bauteile im Weltall. »Durch die exzellenten opto-mechanischen Eigenschaften wird es möglich sein, auch unter diesen anspruchsvollen Bedingungen die Eismonde des Jupiters zu erforschen.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die JUICE-Mission soll voraussichtlich am 13. April, spätestens aber am 15. April 2023 vom ESA-Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana starten. Trägerrakete für den Start wird die Ariane 5 sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausgezeichnete Kooperation zwischen Forschung und Industrie</strong><br>Das gesamte GALA-System wurde unter Leitung des DLR-Instituts für Planetenforschung entwickelt und gebaut. Neben HENSOLDT Optronics GmbH aus Oberkochen in Baden-Württemberg und dem Fraunhofer IOF aus Thüringen sind weitere Partner aus Deutschland, aber auch Japan, der Schweiz und Spanien beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die wissenschaftliche und unternehmerische Partnerschaft speziell zwischen der Firma HENSOLDT und dem Fraunhofer IOF wurden die beteiligten Teammitglieder im November 2021 mit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/hochleistungs-metalloptiken-mit-lothar-spaeth-award-2021-ausgezeichnet/" data-wpel-link="internal">Lothar Späth Award</a> ausgezeichnet. Die Lothar-Späth-Stiftung verleiht die Auszeichnung an kooperativ entstandene, herausragende Innovationen bei Produkten, Verfahren und Dienstleistungen in Baden-Württemberg und Thüringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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		<title>Die Universität Bern ist bei Jupiter-Mission mit an Bord</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-universitaet-bern-ist-bei-jupiter-mission-mit-an-bord/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2023 12:06:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Weltraummission Juice der europäischen Weltraumorganisation ESA wird am 13. April 2023 ihre Reise zum Jupiter antreten und dort unter anderem bei drei Eismonden nach Spuren von Leben suchen. Die Universität Bern steuert das Massenspektrometer NIM zur Mission bei, und ist an zwei weiteren Instrumenten beteiligt: Dem Submillimeter Wave Instrument SWI und dem Laser Altimeter [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-0db4f9fd">Die Weltraummission Juice der europäischen Weltraumorganisation ESA wird am 13. April 2023 ihre Reise zum Jupiter antreten und dort unter anderem bei drei Eismonden nach Spuren von Leben suchen. Die Universität Bern steuert das Massenspektrometer NIM zur Mission bei, und ist an zwei weiteren Instrumenten beteiligt: Dem Submillimeter Wave Instrument SWI und dem Laser Altimeter GALA. Eine Medienmitteilung der Universität Bern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Bern 27. März 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThierryDeRocheNIMKourouESAADSA1k2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="«Flüg guät, NIM!» – Testingenieur Thierry de Roche von der Universität Bern vor Ort in Kourou bei den Startvorbereitungen, im Hintergrund die Weltraumsonde mit dem eingebauten Massenspektrometer NIM. (Bild: ESA &amp; ADS)" data-rl_caption="" title="«Flüg guät, NIM!» – Testingenieur Thierry de Roche von der Universität Bern vor Ort in Kourou bei den Startvorbereitungen, im Hintergrund die Weltraumsonde mit dem eingebauten Massenspektrometer NIM. (Bild: ESA &amp; ADS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThierryDeRocheNIMKourouESAADSA26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">«Flüg guät, NIM!» – Testingenieur Thierry de Roche von der Universität Bern vor Ort in Kourou bei den Startvorbereitungen, im Hintergrund die Weltraumsonde mit dem eingebauten Massenspektrometer NIM. (Bild: ESA &amp; ADS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">27. März 2023 &#8211; Am Donnerstag, 13. April 2023 um 14:15 Uhr soll die Weltraumsonde Juice (Jupiter ICy moons Explorer) der europäischen Weltraumorganisation ESA an Bord einer ARIANE 5 Rakete ihre Reise vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, zum Jupiter antreten. Nach einer rund achtjährigen Reise wird Juice beim Jupiter ankommen und dort den größten Planeten unseres Sonnensystems und drei seiner über 80 Monde erforschen. Dabei handelt es sich um die Eismonde Ganymed, Kallisto und Europa – eisige, dunkle Welten: Die Durchschnittstemperatur auf deren Oberfläche liegt bei unter minus 140 Grad Celsius.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Juice-Mission will fundamentale Fragen zur Entstehung des Jupiters und seinen Monden klären – und es geht auch um die Suche nach Anzeichen für Leben. An Bord von Juice befinden sich zehn wissenschaftliche Instrumente. Die Universität Bern trägt das Massenspektrometer NIM (welches Teil des Particle Environment Package PEP ist) zur Mission bei und ist an zwei weiteren Instrumenten beteiligt: Dem Submillimeter Wave Instrument SWI und dem Laser Altimeter GALA.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NIMUniBEAudreyVorburger1k2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Massenspektrometer NIM in einer der Thermalvakuumkammern an der Universität Bern, in denen es für die Weltraummission Juice qualifiziert und geeicht wurde. (Bild: Universität Bern, Audrey Vorburger)" data-rl_caption="" title="Das Massenspektrometer NIM in einer der Thermalvakuumkammern an der Universität Bern, in denen es für die Weltraummission Juice qualifiziert und geeicht wurde. (Bild: Universität Bern, Audrey Vorburger)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NIMUniBEAudreyVorburger26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Massenspektrometer NIM in einer der Thermalvakuumkammern an der Universität Bern, in denen es für die Weltraummission Juice qualifiziert und geeicht wurde. (Bild: Universität Bern, Audrey Vorburger)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gefragte Berner Expertise</strong><br>Der Instrumentenbau für Weltraummissionen hat eine lange Tradition an der Universität Bern. So verfügt man in Bern beispielsweise über ausgewiesene Expertise auf dem Gebiet der Massenspektronomie. Für die Juice-Mission wurde das Neutral and Ion Mass Spectrometer (NIM) unter der Leitung von Prof. Peter Wurz, Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Bern, in Bern entwickelt und gebaut. Es ist Teil des ‘Particle Environment Package’ (PEP), welches aus sechs unterschiedlichen Spektrometern besteht. Das Massenspektrometer NIM wird die chemische und isotopische Zusammensetzung und Verteilung der Teilchen in den Atmosphären von Jupiters Eismonden sowie die physikalischen Parameter dieser Atmosphären untersuchen. Wurz sagt: «Die Erkenntnisse, wie der Jupiter und seine Monde entstanden sind und wie sie sich entwickelt haben, sind ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der Entstehung des Sonnensystems im Allgemeinen.»</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Institut für Angewandte Physik (IAP) der Universität Bern hat unter der Leitung von Axel Murk die Optik und die Kalibrationseinheit für das Submillimeter Wave Instrument (SWI) entwickelt. Im Herbst 2020 wurde die Optik für das SWI am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung integriert und getestet. Murk, der die Abteilung für Mikrowellen Physik am IAP leitet, erklärt: «Das Instrument wird die thermische Strahlung von Jupiters Stratosphäre in Submillimeterwellenlängen messen, um die Temperaturverteilung, die Zusammensetzung und die Winde in der Atmosphäre von Jupiter zu ermitteln. Zusätzlich werden mit dem SWI die Atmosphären sowie die Oberflächeneigenschaften der Monde untersucht.» Das IAP entwickelt bereits seit vielen Jahren Mikrowellenradiometer für die Fernerkundung der Erdatmosphäre. Wie Murk betont, konnte dank der langjährigen Erfahrung des IAP im optischen Design und in der Kalibration ein wichtiger Beitrag für das SWI geleistet werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GALAFMRFMboardThalesSwitzerland1k2.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Range Finder Module für das Laser Altimeter GALA. (Bild: Thales Alenia Space Switzerland)" data-rl_caption="" title="Das Range Finder Module für das Laser Altimeter GALA. (Bild: Thales Alenia Space Switzerland)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GALAFMRFMboardThalesSwitzerland26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Range Finder Module für das Laser Altimeter GALA. (Bild: Thales Alenia Space Switzerland)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls an Bord von Juice wird das GAnymede Laser Altimeter GALA sein, für welches am Physikalischen Institut unter der Leitung von Nicolas Thomas das sogenannte ‘Range Finder Module’ – ein Entfernungsmesser – entwickelt wurde. «Das GALA-Projekt steht unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Wir stellen die Entfernungsmesser-Elektronik zur Verfügung, die von der Firma Thales-Alenia Space Switzerland in Zürich speziell gebaut wurde», erklärt Thomas, Professor für Astrophysik an der Universität Bern und Direktor des Nationalen Forschungsschwerpunkts NFS PlanetS. Er ist einer der international führenden Experten auf dem Gebiet der Fernerkundungsinstrumente für Weltraummissionen. So wurde unter seiner Leitung beispielsweise die Kamera CaSSIS gebaut, die seit 2018 hochaufgelöste, spektakuläre Bilder der Marsoberfläche liefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">«Dass nun Instrumente mit Berner Beteiligung zum Jupiter fliegen, macht uns stolz und ist ein Beleg für die grosse Expertise der Universität Bern! Und wir freuen uns auf den Moment, in dem die ersten Daten der Instrumente empfangen werden», so Wurz.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SWIMPS1k2.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Bild zeigt die optischen Bauteile und die Hochfrequenzelektronik der zwei Empfänger des SWI der Juice Mission. (Bild: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS))" data-rl_caption="" title="Das Bild zeigt die optischen Bauteile und die Hochfrequenzelektronik der zwei Empfänger des SWI der Juice Mission. (Bild: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SWIMPS26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Bild zeigt die optischen Bauteile und die Hochfrequenzelektronik der zwei Empfänger des SWI der Juice Mission. (Bild: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Suche nach Leben</strong><br>Daten früherer Weltraummissionen und Modellrechnungen legen nahe, dass sich tief unter der äußeren Eisschicht von Ganymed und Europa unterirdische Ozeane befinden. Nach heutigem Kenntnisstand besitzen die Ozeane sämtliche Eigenschaften, die es braucht, damit Leben entstehen und längerfristig existieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">«Angesichts der Anstrengungen, die in die Suche nach Leben gesteckt werden, sowohl mit der Fernerkundung von Exoplaneten als auch mit der Untersuchung von vielversprechenden Objekten in unserem Sonnensystem, würde ich erwarten, dass innerhalb der nächsten 20 Jahre Anzeichen von Leben gefunden werden», so Wurz. «Die Frage, ob es da draußen überhaupt Leben gibt, könnte zu der Frage werden, welche Lebensformen es da draußen gibt: einfaches Leben, entwickeltes Leben oder sogar intelligentes Leben, und wie zahlreich es ist.»</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Juice Mission</strong><br>Der Jupiter Icy Moons Explorer der ESA, Juice, wird den riesigen Gasplaneten und seine drei großen ozeanhaltigen Monde – Callisto, Europa und insbesondere Ganymed – mit einer Reihe von zehn einzigartigen wissenschaftlichen Instrumenten, einem Radiointerferometrie-Experiment und einem Strahlungsmonitor eingehend beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission wird diese Monde sowohl als planetarische Objekte als auch als mögliche Lebensräume analysieren. Ferner wird die komplexe Umgebung des Jupiters eingehend erforscht und das Jupitersystem im weiteren Sinne als Musterbeispiel für Gasriesen im gesamten Universum untersucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Juice wird eine Reihe von Premieren im Sonnensystem erleben. Sie wird die erste Raumsonde sein, die jemals einen anderen Mond als unseren eigenen umkreist – nämlich den größten Mond des Jupiters, Ganymed. Und auf dem Weg zum Jupiter wird sie die erste Schwerkraftumlenkung von Mond und Erde ausführen, um Treibstoff zu sparen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Juice wird die letzte mit einer Ariane 5 vom ESA-Weltraumbahnhof in Kourou gestartete ESA-Mission sein, bevor die Ariane 6 die Nachfolge antritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Juice" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mehr Informationen zur Mission auf der ESA Webseite</a><br><a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/science/Juice-LaunchKit_DE.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Medienkit der ESA in Deutsch</a></p>



<figure class="wp-block-video"><video controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/UniBernJUICECreativeCommonsreuseallowed.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><em>Uni Bern an Bord des @EuropeanSpaceAgency Juice Launch<br>Die Weltraummission Juice der europäischen Weltraumorganisation ESA wird am 13. April 2023 ihre Reise zum Jupiter antreten und dort unter anderem bei drei Eismonden nach Spuren von Leben suchen. Beteiligt an diesem Unterfangen ist auch die Universität Bern. Sie hat das Massenspektrometer NIM zur Mission beigetragen, und ist an zwei weiteren Instrumenten beteiligt: Dem Submillimeter Wave Instrument SWI und dem Laser Altimeter GALA. (Quelle: Universität Bern)</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10996.msg546444#msg546444" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">JUICE (JUpiter ICy moons Explorer) auf Ariane 5 ECA</a></li>
</ul>
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		<title>Die Raumsonde JUICE auf ihrem Weg zum europäischen Weltraumbahnhof</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-raumsonde-juice-auf-ihrem-weg-zum-europaeischen-weltraumbahnhof/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2023 21:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Raumsonde JUICE (JUpiter ICy Moons Explorer) wird in Toulouse für den Transport zum europäischen Weltraumbahnhof Kourou vorbereitet. Die Sonde soll im April mit einer Ariane-5-Trägerrakete starten. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 20. Januar 2023. 20. Januar 2023 &#8211; „Trois, deux, un – et décollage!“ So werden im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Raumsonde JUICE (JUpiter ICy Moons Explorer) wird in Toulouse für den Transport zum europäischen Weltraumbahnhof Kourou vorbereitet. Die Sonde soll im April mit einer Ariane-5-Trägerrakete starten. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 20. Januar 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JupitermissionJUICEESAATGmedialabNASAJPLDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die ESA-Jupitermission JUICE. (Bild: ESA/ATG medialab (Sonde); NASA/JPL/DLR (Jupiter, Monde))" data-rl_caption="" title="Die ESA-Jupitermission JUICE. (Bild: ESA/ATG medialab (Sonde); NASA/JPL/DLR (Jupiter, Monde))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JupitermissionJUICEESAATGmedialabNASAJPLDLR26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die ESA-Jupitermission JUICE. (Bild: ESA/ATG medialab (Sonde); NASA/JPL/DLR (Jupiter, Monde))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">20. Januar 2023 &#8211; „Trois, deux, un – et décollage!“ So werden im April die letzten drei Sekunden des Countdowns aus dem Kontrollzentrum in Kourou in Französisch-Guyana heruntergezählt. Dann wird eine der letzten Ariane-5-Trägerraketen vom Europäischen Weltraumbahnhof abheben. Ziel der bisher größten Planetenmission der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist der Jupiter mit seinen großen Eismonden Ganymed, Callisto und Europa. JUICE wird sie ab dem Jahr 2031 aus der Nähe untersuchen. Unter der Eiskruste der Monde befinden sich wahrscheinlich Ozeane, in denen sogar Leben existieren könnte. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JUICEimReinraumDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Raumsonde JUICE im Reinraum. (Bild: DLR)" data-rl_caption="" title="Raumsonde JUICE im Reinraum. (Bild: DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JUICEimReinraumDLR26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Raumsonde JUICE im Reinraum. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am Bau von zwei der zehn wissenschaftlichen Instrumente war das Institut für Planetenforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) maßgeblich beteiligt. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR steuert im Auftrag der Bundesregierung die deutschen ESA-Beiträge zu JUICE und wird sieben Instrumentbeistellungen bis zum Ende der Mission mit etwa 100 Millionen Euro fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Per Flugzeug nach Südamerika</strong><br>Zunächst muss JUICE (JUpiter ICy Moons Explorer) von Europa nach Südamerika transportiert werden. Zurzeit befindet sich die noch nicht betankte, leer 2.450 Kilogramm schwere Raumsonde beim industriellen Hauptauftragnehmer Airbus Defence and Space im südfranzösischen Toulouse, wo diese am 20. Januar 2023 den Medien vorgestellt wurde, ehe sie für den Transport nach Kourou verpackt wird. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VorbereitungenReisenachKourouAirbusSAS2022JBAccariezMasterfilms.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vorbereitungen für die Reise nach Kourou. (Bild: Airbus SAS 2022 JB Accariez-Masterfilms)" data-rl_caption="" title="Vorbereitungen für die Reise nach Kourou. (Bild: Airbus SAS 2022 JB Accariez-Masterfilms)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VorbereitungenReisenachKourouAirbusSAS2022JBAccariezMasterfilms26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Vorbereitungen für die Reise nach Kourou. (Bild: Airbus SAS 2022 JB Accariez-Masterfilms)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Transport über den Atlantik wird Anfang Februar per Frachtflugzeug erfolgen. In Kourou wird die Sonde dann auf die Ariane-5-ECA-Trägerrakete platziert und mit einer Schutzverkleidung – dem sogenannten Fairing – umhüllt. Betankt wiegt die JUICE-Sonde dann fünf Tonnen. Das Startfenster für die achtjährige Reise zum Jupiter öffnet sich im April.</p>



<p class="wp-block-paragraph">JUICE ist die erste Mission der L-Klasse im Cosmic-Vision-Programm der ESA, dabei steht das „L“ für „Large“. Mit diesem Programm soll herausgefunden werden, wie das Sonnensystem „funktioniert“, wie die Planeten entstanden sind und unter welchen Voraussetzungen Leben entstehen kann, das wir bis heute nur auf der Erde kennen. Ein großes Projekt ist JUICE mit seiner umfangreichen wissenschaftlichen Nutzlast, und groß ist das Ziel Jupiter schon aufgrund der Tatsache, dass der größte Planet des Sonnensystems fünfmal so weit von der Sonne entfernt ist wie die Erde, mit 140.000 Kilometern einen zehnmal so großen Durchmesser und 318-mal so viel Masse wie unser Heimatplanet hat und von insgesamt 79 Monden umkreist wird. Von diesen sind die vier größten – Ganymed, Callisto, Io und Europa – von enormem wissenschaftlichem Interesse. Sie werden nach ihrem Entdecker Galileo Galilei (1564-1641) auch die „Galileischen Monde“ genannt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DieGalileischenMondeNASAJPLDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Galileischen Monde. (Bild: NASA/JPL/DLR)" data-rl_caption="" title="Die Galileischen Monde. (Bild: NASA/JPL/DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DieGalileischenMondeNASAJPLDLR26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Galileischen Monde. (Bild: NASA/JPL/DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drei Eiswelten und eine vulkanische Hitzehölle</strong><br>Io, der innerste der Vier, wird von den Gezeitenkräften des Planeten so stark durchgewalkt, dass im Gesteinsmantel bei Temperaturen von weit über tausend Grad Celsius permanent Magma entsteht und das geschmolzene Gestein von großen Vulkanen an die Oberfläche befördert wird. Der schwefelgelbe Io ist der vulkanisch aktivste Körper im Sonnensystem. Von innen nach außen folgen die drei Trabanten Europa, Ganymed und Callisto. Ganymed ist mit einem Durchmesser von 5.262 Kilometern der größte Mond im Sonnensystem; Europa und Io sind mit unter 4.000 Kilometer Durchmesser etwa so groß wie der Erdmond, Callisto ist mit 4.821 Kilometer Durchmesser der drittgrößte Mond in unserem Planetensystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Europa benötigt für einen Umlauf um Jupiter doppelt so lange wie Io, Ganymed viermal so lange. Das bedeutet, dass diese drei Monde immer wieder wie an einer Perlenschnur aufgereiht in einer Linie stehen. Dadurch entstehen Resonanzeffekte, die im Zusammenspiel mit der gewaltigen Gravitation und den von Jupiter ausgehenden Gezeitenkräften Wärme auch im Inneren von Europa und Ganymed entstehen lassen. Das bewirkt, dass unter den bis zu minus 160 Grad kalten Eiskrusten dieser Monde genug Wärme vorhanden ist, um Wasser in mehr als 700 Millionen Kilometer Entfernung zur Sonne am Gefrieren zu hindern und tiefe Wasserschichten zu erhalten, sogenannte subkrustale Ozeane.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ozeane (und Leben?) unter kilometerdicken Eiskrusten</strong><br>Bei Europa könnte es sein, dass der Ozean unter dem nur wenigen Kilometer dicken Eispanzer sogar über 100 Kilometer tief ist. Das würde bedeuten, dass unter der Oberfläche von Europa mehr Wasser vorhanden ist als in allen Ozeanen der Erde zusammen. Auch im Inneren Callistos könnte sich ein Ozean befinden, wie bei Ganymed haben Magnetfeldmessungen hier deutliche Hinweise geliefert. Ganymed wie Callisto könnten gleich mehrere Wasserschichten haben, allerdings dann in größerer Tiefe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wasser ist eine Grundvoraussetzung für die Entstehung und Entwicklung von Leben. Es ist daher denkbar, dass, verborgen vor den Blicken von Weltraumkameras, in den subkrustalen Ozeanen der Jupiter-Eismonde Leben entstanden ist. JUICE wird dies zwar nicht herausfinden, aber detaillierter als die NASA-Vorläufermissionen Voyager (zwei Vorbeiflüge 1979) und Galileo (Orbiter, 1995-2003) die Eismonde charakterisieren können, ferner, ob es die Ozeane wirklich gibt, wie tief sie gelegen sind, wie viel Wasser sie beinhalten und welche mineralischen Stoffe im Wasser gelöst sein könnten.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/KamerasystemJANUSLDO.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kamerasystem JANUS. (Bild: LDO)" data-rl_caption="" title="Kamerasystem JANUS. (Bild: LDO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/KamerasystemJANUSLDO26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Kamerasystem JANUS. (Bild: LDO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kamera JANUS kartiert Ganymed und Europa</strong><br>Eines der JUICE-Instrumente, mit denen diese und weitere Fragen beantwortet werden sollen, ist das Kamerasystem JANUS. Hauptaufgabe von JANUS ist die fotografische Erfassung und Kartierung der Landschaften auf Ganymed und Europa. Auch sollen die auf den Oberflächen sichtbaren Auswirkungen der Gezeiteneffekte, die für die subkrustalen Ozeane verantwortlich sind – tektonische Phänomene wie Spalten und Bergrücken oder spektrale Veränderungen durch unterschiedliche Minerale infolge von Kryo-(Eis-)Vulkanismus – erfasst und interpretiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu verfügt das Kamerasystem neben einer hohen räumlichen Auflösung über 13 Spektralkanäle im sichtbaren Licht und nahen Infrarot. Aus der Ferne werden auch Io sowie zahlreiche der kleinen Monde beobachtet werden. JANUS wurde in Italien, Deutschland, Spanien und Großbritannien entwickelt, Teile der Hardware im DLR-Institut für Planetenforschung gebaut.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LaserHoehenmesserGALAHENSOLDTOptronics2k.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Laser-Höhenmesser GALA. (Bild: HENSOLDT Optronics)" data-rl_caption="" title="Laser-Höhenmesser GALA. (Bild: HENSOLDT Optronics)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LaserHoehenmesserGALAHENSOLDTOptronics26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Laser-Höhenmesser GALA. (Bild: HENSOLDT Optronics)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit Lasern den Ozeanen auf der Spur</strong><br>GALA, das Ganymed Laser-Altimeter, wird die Gezeitendeformation der Eiskruste Ganymeds messen, um Beweise für die Existenz des globalen inneren Ozeans zu erbringen. Außerdem entsteht aus einer Zahl von mehreren Millionen Laufzeitmessungen eine umfangreiche Karte der regionalen und lokalen Topographie des Mondes, die zu einem globalen Höhenmodell Ganymeds zusammengesetzt werden. Damit lassen sich Prozesse verstehen, die die einzigartige Oberfläche dieses Eismondes formten. Zusätzlich wird aus Messungen zu unterschiedlichen Zeiten während des siebentägigen Umlaufs Ganymeds um Jupiter die Gezeitendeformation der Gestalt des Trabanten bestimmt. Aus der Stärke der Deformation an den unterschiedlichen Bahnpunkten können die Existenz des inneren Ozeans nachgewiesen und die mechanischen Eigenschaften der darüber liegenden Eisschicht bestimmt werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZentraleBaugruppenGALADLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Zentrale Baugruppen für GALA. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-rl_caption="" title="Zentrale Baugruppen für GALA. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZentraleBaugruppenGALADLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Zentrale Baugruppen für GALA. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Experiment wird auch Messungen an Europa und Callisto aufzeichnen. Erhofft man sich bei Europa Hinweise zu Wasser dicht unter der Oberfläche, dürfte es bei Callisto in tieferen Schichten anzutreffen sein. GALA wurde in Verantwortung des DLR entwickelt und in Zusammenarbeit mit dem Industriepartner HENSOLDT Optronics GmbH (Oberkochen) sowie Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Japan, der Schweiz und Spanien gebaut. Es ist das erste Mal, dass ein solches Instrument im äußeren Sonnensystem zur Anwendung kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wettervorhersage für Jupiter und seine Monde</strong><br>Ein weiteres Instrument aus Deutschland an Bord von JUICE ist das Submillimetre Wave Instrument (SWI), das in der Hauptverantwortung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen liegt. Es wird die mittleren Atmosphärenschichten des Gasriesen Jupiter sowie die äußerst dünnen Atmosphären – man spricht hier vielmehr von Exosphären – und Oberflächen der Galileischen Monde genau ins Visier nehmen. Im Vordergrund stehen dabei die Bestimmung der Temperaturstruktur, Dynamik und Zusammensetzung der verschiedenen Schichten der Jupiteratmosphäre, deren Wechselwirkung untereinander, sowie der internen Struktur Jupiters.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ESA-Mission mit starker deutscher Beteiligung</strong><br>JUICE ist die größte und umfangreichste ESA-Mission zur Erforschung der Planeten des Sonnensystems. Neben der ESA haben auch die NASA und die japanische Weltraumorganisation JAXA zur Mission beigetragen. Die ESA übernimmt die Finanzierung für die Satellitenplattform, den Start mit der Ariane-5-ECA-Rakete sowie den Betrieb der Sonde. Die Finanzierung für die wissenschaftlichen Nutzlasten für JUICE werden zum größten Teil von den nationalen Raumfahrtagenturen und den beteiligten Instituten selbst getragen. Neben den Experimenten JANUS, SWI und GALA fördert die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR mit dem Teilchenspektrometer Particle Environment Package (PEP), dem Jupiter-Magnetometer (J-MAG), dem Radar-Instrument Radar for Icy Moons Exploration (RIME) und einem Instrument zur Radiosondierung der Jupiteratmosphäre (3GM) weitere deutsche wissenschaftliche Beiträge aus dem Nationalen Raumfahrtprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juli 2031 wird JUICE den Jupiter erreichen und bis November 2035 insgesamt 35 Mond-Vorbeiflüge absolvieren. Im September 2034 wird die Sonde in eine elliptische, später kreisförmige Umlaufbahn um Ganymed gelenkt. JUICE ist die erste Mission, die den Mond eines anderen Planeten umkreisen wird. Bis zum Missionsende im September 2035 wird JUICE Ganymed etwa 1.250-mal umrunden. Sollte noch Treibstoff vorhanden sein, würden weitere Umläufe in nur 200 Kilometer Höhe erfolgen, die Messungen in einer Qualität ermöglichen, die für Jahrzehnte den Maßstab setzen würden. Am Ende wird die Sonde gezielt zum Absturz auf Ganymed gelenkt und auf dem steinharten Eis vollständig zerstört. Da der vermutete Ozean im Inneren von Ganymed schätzungsweise hundert Kilometer tief gelegen ist und die Nachttemperaturen unter minus 160 Grad Celsius liegen, besteht keine Gefahr, dass es zu Kontaminationen des Ganymed-Ozeans durch irdische Mikroben kommen könnte, die auf JUICE als „blinde Passagiere“ mitgereist sein könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10996.msg543755#msg543755" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">JUICE (JUpiter ICy moons Explorer) auf Ariane 5 ECA</a></li>
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		<title>Hochleistungs-Metalloptiken mit Lothar-Späth-Award 2021 ausgezeichnet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hochleistungs-metalloptiken-mit-lothar-spaeth-award-2021-ausgezeichnet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Nov 2021 14:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[JUICE]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Laser]]></category>
		<category><![CDATA[Metalloptik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=104233</guid>

					<description><![CDATA[<p>Fraunhofer IOF und HENSOLDT Optronics entwickeln optisches Teleskop zur Erforschung des Jupitermondes Ganymed. Eine Presseinformation des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF. Quelle: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF. Jena / Oberkochen / Stuttgart, 25 November 2021 &#8211; Forscher des Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF sind gemeinsam mit ihrem Partner für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Fraunhofer IOF und HENSOLDT Optronics entwickeln optisches Teleskop zur Erforschung des Jupitermondes Ganymed. Eine Presseinformation des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/gala-mirror-telescope-fraunhofer-iof-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/gala-mirror-telescope-fraunhofer-iof-26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Für das Messinstrument GALA wurde am Fraunhofer IOF in Jena ein Spiegelteleskop entwickelt. (Bild: Fraunhofer IOF)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jena / Oberkochen / Stuttgart, 25 November 2021 &#8211; Forscher des Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF sind gemeinsam mit ihrem Partner für die Entwicklung metalloptischer Präzisionsinstrumente mit dem Lothar-Späth-Award ausgezeichnet worden. Das Hochleistungsteleskop GALA soll bei der für 2023 geplanten ESA-Mission JUICE zur Erforschung des Jupitermondes Ganymed zum Einsatz kommen. Die Preisverleihung erfolgte am 19. November 2021 in Stuttgart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit Wissenschaftlern und Technikern der HENSOLDT Optronics GmbH aus Oberkochen hat eine Forschungsgruppe um Dr. Stefan Risse und Systemingenieur Henrik von Lukowicz am Fraunhofer IOF ein optisches Teleskop entwickelt, welches im Ultrahochvakuum mit extremen Umweltbedingungen zurechtkommt. Das Teleskop hält extremen Vibrationen beim Raketenstart, drastischen Temperaturwechseln sowie hohen Temperatur-Gradienten und extremer kosmischer Strahlungsbelastung stand und ist damit für den Einsatz im Weltraum geeignet. Für die gemeinsame Entwicklung wurde das Team aus HENSOLDT- und Fraunhofer-Forschern nun mit dem dritten Preis des diesjährigen Lothar-Späth-Awards ausgezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Messinstrument GALA will Jupitermonde erforschen</strong><br>Alle Tests sind bereits erfolgreich abgeschlossen. Schon 2023 wird das preisgekrönte Teleskop in der Weltraumforschung zur Anwendung kommen. Dann nämlich startet die Europäische Weltraumbehörde mit dem »Jupiter Icy Moons Explorer« (kurz: JUICE) zur Erforschung des Planeten Jupiters und seiner Monde Europa, Kallisto und Ganymed. Insgesamt elf wissenschaftliche Instrumente werden sich dabei an Bord der Raumsonde befinden. Eines davon ist das »Ganymed Laser Altimeter«, auch GALA genannt. GALA will die Eismonde des Jupiters erkunden – allem voran den Mond Ganymed, da dieser im Hinblick auf Atmosphäre, Magnetfeld und Wasservorkommen eine starke Ähnlichkeit zur Erde aufweist. Im Besonderen wird das Instrument die Oberfläche des Eismondes hochpräzise vermessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese Informationen zu sammeln, sendet GALA von einer Umlaufbahn um Ganymed – also immerhin aus circa 500 Kilometern Entfernung – Laserpulse auf die Mondoberfläche und empfängt zurückgestreute Signale. Aus der Laufzeit des Pulses lässt sich der Abstand zur Mondoberfläche bestimmen und daraus wiederum die Topografie. Dazu benötigt es eine hochpräzise Laser-Empfangs-Einheit. Das Fraunhofer IOF entwickelte dafür ein spezielles Spiegelteleskop, das die von der Mondoberfläche zurückgeworfenen Laserpulse auffängt. Auf diese Weise kann GALA die Topographie des Jupitermondes mit einer Auflösung von weniger als 15 cm vermessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anwendungen auch für Satellitenkommunikation und Quantenoptik</strong><br>Die vom Team erbrachte Entwicklungsleistung weist auch über die Weltraumforschung hinaus vielfältige Einsatzgebiete auf: »Neben den bestehenden Marktzugängen der Erdbeobachtung, Sicherheitstechnik und der institutionellen Fernerkundung eröffnet die Entwicklung den Marktzugang zu up-and-down Links und der Satellitenkommunikation, Quantenoptik und quantenoptischen Verschlüsselungstechnologien«, hieß es seitens der Lothar-Späth-Stiftung anlässlich der Preisverleihung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/lothar-spaeth-award-2021-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/lothar-spaeth-award-2021-26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Laudator des Lothar-Späth-Awards, übergab die Auszeichnung an die Gewinner (v.l.n.r.): Dr. Kai Weidlich (HENSOLDT), Dr. Stefan Risse (Fraunhofer IOF), Henry Wegert (HENSOLDT) und Henrik von Lukowicz (Fraunhofer IOF). (Bild: Lothar Späth Award Stiftung)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die HENSOLDT Optronics GmbH mit Sitz in Oberkochen entwickelt Sensorlösungen für Sicherheitsanwendungen und Weltraumoptiken. Für ihre gemeinsame Entwicklungsarbeit am Messinstrument GALA wurden auf Seiten des Fraunhofer IOF Dr. Stefan Risse, Henrik von Lukowicz und Freiform-Entwickler Dr. Johannes Hartung ausgezeichnet. Seitens der HENSOLDT Optronics wurden Dr. Kai Weidlich (Produkt- manager Hochleistungsoptik), Henry Wegert (Systemingenieur) und Boris Trefzger (Strukturanalyst) geehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über den Lothar-Späth-Award</strong><br>Der Lothar-Späth-Award würdigt herausragende und in Kooperation entstandene Innovationen bei Produkten, Verfahren und Dienstleistungen in Baden-Württemberg und Thüringen. Er zeichnet die dahinterstehenden Personen aus Wissenschaft und Wirtschaft aus. 2018 unterstrich der Award damit erstmals die Bedeutung von partnerschaftlichem, zukunftsorientiertem Denken und Handeln für Deutschlands Spitzenposition in der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sinne von Prof. Dr. h. c. Lothar Späth (Ministerpräsident von Baden-Württemberg von 1978 bis 1991 sowie Vorstandsvorsitzenden der Jenoptik AG) würdigt und fördert der Preis besondere Entwicklungen zum Wohle der Gesellschaft. Zu den Jury-Mitgliedern des Preises zählen unter anderem Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder und der ehemalige Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und ehemalige EU-Kommissar Günther Oettinger.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10996.msg523142#msg523142" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">JUICE (JUpiter ICy moons Explorer) auf Ariane 5 ECA</a></li></ul>
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