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	<title>Gazprom &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Gazprom &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Comsat Yamal-601 im GEO in Dienst gestellt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/comsat-yamal-601-im-geo-in-dienst-gestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2019 14:11:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russische Kommunikationssatellit Yamal-601 brauchte länger als ursprünglich geplant, um den Geostationären Orbit zu erreichen. Nach seinem Transport in den Weltraum traten Probleme an Bord des Satelliten auf, die ein alternatives Vorgehen beim Transfer des Satelliten in den Geostationären Orbit erforderlich machten. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Gazprom Space Systems, ILS, TASS, Thales [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der russische Kommunikationssatellit Yamal-601 brauchte länger als ursprünglich geplant, um den Geostationären Orbit zu erreichen. Nach seinem Transport in den Weltraum traten Probleme an Bord des Satelliten auf, die ein alternatives Vorgehen beim Transfer des Satelliten in den Geostationären Orbit erforderlich machten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Gazprom Space Systems, ILS, TASS, Thales Alenia Space, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_1.jpg" alt="Roskosmos / Tsenki" width="260"/></a><figcaption>
Proton-M-Start am 30. Mai 2019 
<br>
(Bild: Roskosmos / Tsenki)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start der Proton-Rakete aus der Phase 3-Serie mit der Baunummer 93569 und Yamal-601 an Bord wurde unter der Ägide des internationalen Vermarkters von Proton-Raketen International Launch Service (ILS) abgewickelt. Als Startzeitpunkt für den ersten erfolgreichen Proton-Flug im Jahr 2019 und den 419. insgesamt nennt Chrunitschew 20:42 Uhr Moskauer Zeit am 30. Mai 2019, das ist 17:42 Uhr Weltzeit (UTC). Exakter Startzeitpunkt war 17:41:59,970 Uhr UTC. Der Flug begann von der Rampe 200/39 des in Kasachstan gelegenen russischen Startzentrums Baikonur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Yamal-601 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten und 42 Sekunden nach dem Abheben. Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-M-Rakete von Chrunitschew in Russland gebauten Oberstufe mit der Seriennummer 99564, erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen und dann das Erreichen des vorgesehenen Zielorbits sicherzustellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_2.jpg" alt="Thales Alenia Space" width="260"/></a><figcaption>
Yamal-601 mit testweise ausgekplapptem Antennenreflektor 
<br>
(Bild: Thales Alenia Space)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand rund 9 Stunden und 13 Minuten nach dem Abheben um 5:55 Uhr Moskauer Zeit am 31. Mai 2019 statt. Die Oberstufe führte zur Kollisionsvermeidung nach dem Aussetzen zwei weitere Brennphasen aus, um ihre Bahn wieder abzusenken. Sie befindet sich aktuell auf einer 18,1 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einer Erdferne von rund 34.499 km und einem niedrigsten Bahnpunkt von etwa 5.885 km. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Apogäum &#8211; der erdfernste Bahnpunkt &#8211; des vom Satelliten erreichten Geotransferorbits (GTO) lag nach Daten der US-amerikanischen Weltraumüberwachung  bei 35.726 km, das Perigäum, der der Erde nächstliegende Bahnpunkt bei 6.423 km über der Erde. Die Neigung dieser Bahn gegen den Erdäquator lag bei 17,8 Grad. Im Rahmen der Registrierung des Satelliten beim Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (United Nations Office for Outer Space Affairs, UNOOSA) wurden ein Apogäum von 35.683,5 km, ein Perigäum von 6.451,6 km und eine Bahnneigung von 17,4 Grad festgehalten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_3.jpg" alt="Thales Alenia Space / Alizée Palomba" width="260"/></a><figcaption>
Yamal-601 in Antennentestkammer 
<br>
(Bild: Thales Alenia Space / Alizée Palomba)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als abgetrennte Satellitenmasse nennen Chrunitschew und ILS eine von über 5 Tonnen. Thales Alenia Space, der Hersteller des auf dem Satellitenbus Spacebus  4000C4 basierenden, in Cannes in Frankreich fertiggestellten Raumfahrzeugs, nannte nach dem Start eine Satellitenmasse von 5,4 Tonnen (5.402,6 kg). Es sollte mit mehreren Brennphasen eines größeren an Bord befindlichen Raketentriebwerks, seines Apogäumsmotors vom Typ S400, seine Bahn um die Erde soweit anpassen, dass es eine Position im Geostationären Orbit (GEO) beziehen kann. Dabei traten unerwartete Probleme auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Nachrichtenagentur TASS meldete mit Datum vom 5. Juni 2019, dass der Apogäumsmotor von Yamal-601 nach einer Abweichung des Schubvektors im Verlauf seiner ersten geplanten Brennphase abgeschaltet wurde. Man untersuche nun, ob im weiteren Verlauf nur &#8222;Lageregelungstriebwerke&#8220; oder auch der Apogäumsmotor für Erreichen des GEO verwendet werden sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Brennphase hatte der Satellit seine geplante Ausrichtung verloren, was sehr wahrscheinlich durch den abweichenden Schubvektor verursacht worden war. Ein unerwünschter Schubvektor wiederum könnte beispielsweise durch eine durchgebrannte Düse oder Brennkammer des Apogäumsmotors ausgelöst worden sein. Offizielle Mitteilungen dazu liegen nicht vor. Wegen des Ausrichtungsfehlers versetzte sich der Satellit wie für solche Fälle vorgesehen in einen sogenannten Sicherheitsmodus mit einer definierten Ausrichtung zur Sonne, um die Energieversorgung des Satelliten auf jeden Fall sicherzustellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_4.jpg" alt="Gazprom Space Systems" width="260"/></a><figcaption> Yamal-601 mit teilentfalteten Solarzellenauslegern während der Bahnanhebungsmanöver &#8211; Illustration  </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Thales Alenia Space war ein erstes Manöver im Rahmen einer &#8222;in orbit raising backup strategy&#8220; erfolgreich, berichtete das Unternehmen mit Datum vom 6. Juni 2019. Nach dem rund zwei Stunden dauernden Manöver seien alle Parameter an Bord des Satelliten normal gewesen. Das nun vorgesehene Flugprofil sehe eine mehrfache Wiederholung derartiger Manöver vor. Man rechne damit, die endgültige Position im GEO bei 49 Grad Ost Ende Juni 2019 zu erreichen. Die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten von 15 Jahren werde durch das angepasste Flugprofil nicht beeinflusst, so Thales Alenia Space weiter. Welche Triebwerke im Rahmen des angepassten Flugprofils eingesetzt wurden, teilte Thales Alenia Space zunächst nicht mit. Der vorgesehene Betreiber von Yamal-601, das russische Unternehmen Gazprom Space Systems, berichtete am gleichen Tag, dass für das am 6. Juni 2019 um 12.27 Uhr Moskauer Zeit begonnene Manöver Triebwerke mit niedrigem Schub zum Einsatz kamen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_5.jpg" alt="Gazprom Space Systems" width="260"/></a><figcaption> Yamal-601 mit ausgefalteten Antennen und Solarzellenauslegern in Betriebsposition &#8211; Illustration  <br> (Bilder: Gazprom Space Systems) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Juni 2019 wurde Yamal-601 auf einer Bahn mit einem Apogäum von 35.790,9 km, einem Perigäum von 12.231 km und einer Neigung gegen den Erdäquator von rund 10,2 Grad beobachtet. Am 17. Juni 2019 befand sich der Satellit auf einem Orbit mit einem Apogäum von rund 35.704 km, einem Perigäum von etwa 27.878 km und einer Bahnneigung von annähernd 1,78 Grad. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gazprom Space Systems meldete schließlich mit Datum vom 26. Juni 2019, dass das angepasste Bahnanhebungsprogramm unter Nutzung kleinerer Triebwerke erfolgreich umgesetzt werden konnte. Am 24. Juni 2019 habe Yamal-601 eine Position bei 48,8 Grad Ost im GEO eingenommen. Dort seien die Solarzellenausleger (vollständig) entfaltet und die Antennen der Kommunikationsnutzlast ausgeklappt worden. Außerdem habe der Satellit eine Lage im Raum mit stabiler Ausrichtung in Richtung Erde eingenommen. Tests der Satellitensysteme bestätigten die Funktionsbereitschaft des Raumflugkörpers. Anschließend erfolgte die Übergabe der Kontrolle des Satelliten durch Thales Alenia Space an das Raumflugkontrollzentrum von Gazprom Space Systems in Schelkowo, wo Hersteller und Betreiber des Satelliten gemeinsame eine weitere Testphase einleiteten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst an einer Testposition im GEO stationiert standen für den Satelliten ausführliche Tests der maximal 7,3 Kilowatt leistenden Kommunikationsnutzlast an. Diese endeten am 19. Juli 2019 mit der vollständigen Übertragung der Überwachung und Steuerung des Satelliten von Thales Alenia Space an Gazprom Space Systems. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Regelbetrieb bestreitet der Satellit an einer Position von 49 Grad Ost im GEO. Der neue Satellit ist unter anderem als Ersatz und Nachfolger für Yamal-202, der seit dem 24. November 2003 um die Erde kreist, gedacht. Ein Umzug von zuvor via Yamal-202 ausgestrahlten Diensten auf den neuen Satelliten ist zwischenzeitlich erfolgt. Damit hat Gazprom Space Systems auch weiterhin die Möglichkeit zur Bereitstellung von Funkverbindungen zur Übertragung von Telefongesprächen und Daten im C-Band für Nutzer in Teilen Russlands einschließlich Kaliningrad, dem Ural und Westsibiriens, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, in Teilen Europas sowie des Nahen Ostens und Südostasiens. Im K<sub>a</sub>-Band kann der Satellit außerdem Nutzern auf russischem Territorium Kommunikationsdienste und Zugriff auf das Internet mit hoher Geschwindigkeit zur Verfügung stellen. Der maximale Datendurchsatz des Satelliten soll dabei rund 30 Gigabit pro Sekunde erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal-601 (Russisch: Ямал-601) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.307 und als COSPAR-Objekt 2019-031A Die Breeze-M-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.308 und als COSPAR-Objekt 2019-031B. Der Abwurftank der Breeze-M ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.309 und als COSPAR-Objekt 2019-031C.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angosat 1 &#150; Das Abenteuer geht weiter</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/angosat-1-das-abenteuer-geht-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2018 12:58:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angosat 1, der erste Kommunikationssatellit für Angola, kreist seit dem 26. Dezember 2017 um die Erde. Anlass für Erfolgsnachrichten gibt es indes keinen. Der Hauptauftragnehmer, das Unternehmen Energia aus Russland, hat mittlerweile eingeräumt, dass es Probleme mit dem Stromversorgungssystem des Satelliten gibt. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ANGOP, Broadcast Media Africa, Energia, GGPEN, MTTI, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Angosat 1, der erste Kommunikationssatellit für Angola, kreist seit dem 26. Dezember 2017 um die Erde. Anlass für Erfolgsnachrichten gibt es indes keinen. Der Hauptauftragnehmer, das Unternehmen Energia aus Russland, hat mittlerweile eingeräumt, dass es Probleme mit dem Stromversorgungssystem des Satelliten gibt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ANGOP, Broadcast Media Africa, Energia, GGPEN, MTTI, Russische Botschaft in Angola, Sputniknews.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_small_1.jpg" alt="GGPEN" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: GGPEN)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Satellit basiert auf einem USP für Universal Satellite Platform genannten Bus, der sich bei seinen bisherigen Einsätzen nicht gerade durch bestechende Betriebssicherheit ausgezeichnet hat. Nachdem Gazprom Space Systems (früher auch Gazcom genannt), Betreiber einer Satellitenserie mit der Bezeichnung Jamal, 2009 beschlossen hatte, weitere bei Energia beauftragte und auf dem USP-Bus basierende Satelliten nicht abzunehmen, kam ein Vertrag zwischen dem Ministerium für Telekommunikation und Informationstechnik Angolas (Ministério das Telecomunicações e Tecnologias de Informação, MTTI) und Energia über die Lieferung eines auf dem USP-Bus basierenden Satelliten zustande. Nachdem eine verfügbare Trägerrakete gefunden war, konnte Angosat 1 nach entsprechender Ertüchtigung der Rakete schließlich am 26. Dezember 2017 ins All gebracht werden, <a href="https://www.raumfahrer.net/angosat-1-ein-abenteuer/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raumfahrzeug mit einer Startmasse von rund 1.647 kg besitzt eine Kommunikationsnutzlast von Airbus Defence and Space aus dem französischen Toulouse mit 16 C-Band- und 6 Ku-Band-Transpondern. Zur Versorgung der Kommunikationsnutzlast mit einer Masse von 262,4 kg, der elektrischen Triebwerke (8x SPT-70 von Fakel bzw. Fackel) und der übrigen Satellitensysteme gibt es zwei Solarzellenausleger, die zusammen maximal rund sieben Kilowatt elektrischer Leistung bereitstellen können. Die Lebenserwartung von Angosat 1 liegt nach Angaben seiner Erbauer bei mindestens 15 Jahren. Er soll künftig eingesetzt werden, um die Republik Angola und den übrigen afrikanischen Kontinent mit Bild- und Datendiensten zu versorgen. Ob es dazu kommen wird, darf nach derzeitigem Stand mit einiger Berechtigung bezweifelt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Energia teilte mit Datum vom 15. Januar 2018  mit, dass das neue Raumfahrzeug geplanten Tests unterzogen werde. Das ist soweit nicht ungewöhnlich. Üblicherweise durchlaufen Satelliten, die gerade im Weltraum eingetroffen sind und dort ausgesetzt wurden, eine Inbetriebnahmephase mit verschiedenen Tests, an deren Ende eine Abnahme durch den Auftraggeber erfolgen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Angosat 1 verläuft die Inbetriebsetzung keineswegs wie ursprünglich vorgesehen. Energia hatte, nachdem bereits kurz nach dem Start erste Pressemeldungen erschienen, die über mögliche Probleme mit dem Satelliten berichteten, mit Datum vom 27. Dezember 2017 mitgeteilt, der Satellit habe nach einer definierten Zeit den geplanten Orbit erreicht und eine Verbindung aufgebaut. Nach einer Weile seien aber keine Telemtriedaten mehr angekommen. Man sei dabei, die bisher erhaltenen Telemetriedaten zu analysieren, um festzustellen, ob man die Notfallsituation beseitigen könne. Am Folgetag gab Energia knapp an, man empfange wieder Telemetriedaten, die dafür sprächen, dass alle System an Bord von Angosat 1 arbeiten würden wie vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass nicht alle Systeme an Bord von Angosat 1 arbeiten wie vorgesehen, berichtete Energia dann in seiner Meldung mit Datum vom 15. Januar 2018. Die vom Satelliten empfangene Telemetrie habe es laut Energia ermöglicht, ein Problem beim Betrieb von den Komponenten des Stromversorgungssystems von Angosat 1 zu identifizieren. Derzeit seien Spezialisten von Energia dabei, die Verarbeitung vorliegender Telemetriedaten abzuschließen und eine Serie von Tests vorzubereiten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_small_2.jpg" alt="Energia" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 beim Hersteller &#8211; etwas rechts von der Bildmitte unter zwei roten Schutzabdeckungen zwei elektrische Triebwerke 
<br>
(Bild: Energia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus teile Energia in der gleichen Meldung mit, dass Angosat 1 in naher Zukunft bei seiner Bewegung entlang des Geostationären Orbits (GEO) Richtung Westen den Empfangsbereich des Flugkontrollzentrums Koroljow verlassen werde. Angesichts der hohen Verantwortung bei Manövern im GEO sei entschieden worden, das Raumfahrzeug nicht aktiv zu beeinflussen, bevor es nicht wieder für die Bodenstation sichtbar werde. Laut Energia plane man die Wiederaufnahme der Arbeiten im Zusammenhang mit den Tests von Angosat für Mitte April 2018. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der brasilianischen Ausgabe des staatlichen russischen Nachrichtenportals Sputniknews wird mit Datum vom 16. Januar 2018 berichtet, Angosat 1 sei nach Angaben von Energias Generaldirektor Wladimir Solntsew wegen eines Problems mit der Stromversorgung in einen Stromsparmodus versetzt worden, der in der Meldung auch „sicheres Betriebsregime“ genannt wird. Ein sogenannter Safemode ist nichts unübliches für Raumfahrzeuge in Schwierigkeiten. Er soll, kann aber durchaus nicht immer, gewährleisten, dass an Bord eines Raumfahrzeugs nur für einen Notbetrieb unmittelbar erforderliche Komponenten mit Strom versorgt und aktiviert sind, und die Lage im Raum eine solche ist, dass Strom erzeugt werden könnte und Kommunikationsverbindungen zur Erde prinzipiell möglich sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Einlassungen von Energia kamen erst, nach dem Angosat 1 von Osten kommend in Flughöhen etwas über der Nominalhöhe des GEO an seiner an sich geplanten Einsatzposition vorbeigezogen war. Bereits vorher hatten Beobachter bei der Analyse von verfügbaren Bahnverfolgungsdaten vermutet, dass Angost 1 bis dato keine Manöver zur Veränderung seiner Umlaufhahn und zur Vorbereitung einer Stationierung im Bereich um 15 Grad Ost (laut Infrasat 12,8 Grad Ost) ausgeführt haben dürfte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 ist wie bereits erwähnt mit einem elektrischen Triebwerkssystem ausgestattet. Wegen der im Vergleich zu aktuell verwendeten chemischen Antriebssystemen auf Kommunikationssatelliten erheblich geringeren Schübe seiner Triebwerke erfordern diese eine andere Einsatzplanung und längere Einsatzphasen. Darüber hinaus benötigen elektrische Triebwerke für ihren Einsatz nicht unerhebliche Mengen Strom, welchen bereitzustellen Angosat 1 es derzeit möglicherweise eben nicht möglich ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum das Stromversorgungssystem von Angosat 1 nicht arbeitet wie erwartet teilte Energia bis dato nicht mit und machte auch keine Angaben dazu, welche Komponenten des Stromversorgungssystems Auslöser der Schwierigkeiten sind oder sein könnten. Typische Szenarien bei Fehlern von Stromversorgungssystemen sind beispielsweise Beschädigungen an elektrischen Leitungen, Kurzschlüsse wegen unvorhergesehenen Umgebungsbedingungen, Kapazitätsprobleme mit Akkumulatoren, Defekte von Reglern zur Akkumulatorladung und Fehler beim Entfalten und beim Betrieb von Solarzellenauslegern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 bewegt sich derzeit mit rund drei Längengeraden pro Tag westwärts. Wenn er nach einer fast vollständigen Erdumrundung wieder in den Empfangsbereich einer von Energia nutzbaren Bodenstation kommt, ist nicht auszuschließen, dass Energia noch einmal Daten vom Satelliten beziehen kann. Ob beim Weiterflug des Satelliten dann genug Zeit ist, ob der tatsächliche Zustand des Raumfahrzeugs es zulässt, und ob am Boden vor Ort bereitzustellende Kapazitäten an Arbeitskraft, Technik und Wissen überhaupt ausreichen können, um den Satelliten zu retten, ist unklar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_small_3.jpg" alt="Energia" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 in Transportkonfiguration &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Energia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dato gibt es von keiner der beteiligten Organisationen und Unternehmen direkt konkrete Aussagen, nach denen es nach dem Start und über einen bestimmten Zeitraum hinweg möglich war, den Satelliten mit Kommandos vom Boden aktiv zu beeinflussen. Die vorliegenden Bahnverfolgungsdaten geben darauf keinerlei Hinweis. Sie sprechen nicht gegen eine Annahme, dass bis dato kein Einsatz der Treibwerke an Bord erfolgt ist. Ein solcher Einsatz wäre im übrigen nur dann sinnvoll, wenn die am Hauptkörper angebrachten Solarzellenausleger und Antennenreflektoren entfaltet worden sind, weil sie die Triebwerke in der Transportkonfiguration abdecken. Auch dazu, dass die entsprechenden Entfaltungsvorgänge erfolgreich abwickelt wurden, liegen von offizieller Seite keine Informationen vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der Informationslage sind bestimmte Aussagen kaum nachvollziehbar: Das Büro für das Management des nationalen Raumfahrtprogramms Angolas (Gabinete de Gestão do Programa Espacial Nacional, GGPEN) hatte mit Datum vom 29. Dezember 2017 mitgeteilt, nach einem Problem mit Ausgasen, Verunreinigungen und einer gewissen Untätigkeit des Bordrechners mit Ausfall von Telemetriedaten über einen gewissen Zeittraum gehe man von einem mittlerweile optimalen Zustand des Satelliten aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die staatliche angolanische Nachrichtenagentur Agência Angola Press (ANGOP) meldete mit Datum vom 3. Januar 2018, der bevollmächtigte Botschafter der Russischen Föderation in der Republik Angola, Wladimir Tararow, habe in Luanda mitgeteilt, Angosat 1 arbeite wie vorgesehen, und platziere Angola innerhalb der internationale Gemeinschaft im Club der Weltraummächte. Die Botschaft selbst veröffentlichte ebenfalls einen Text, demzufolge alle Satellitensysteme trotz gewisser Schwierigkeiten regulär arbeiten würden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. Januar 2018 meldete beispielsweise die Broadcast Media Africa, Manuel Homem, Angolas Minister für Information und Telekommunikation sei erleichtert, dass man in der Lage war, Angosat 1 (wieder) zu finden. In der selben Quelle heißt es, man habe einem Regierungssprecher von Seiten einer Arbeitsgruppe aus Technikern versichert, ein weiterer Abbruch der Verbindung mit der Ausrüstung (an Bord des Satelliten) werde nicht mehr vorkommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in allem muss festgestellt werden, dass eine transparentere, offenere Informationspolitik es Beteiligten und Beobachtern eher ermöglichen würde, zu  einer der den tatsächlichen Fakten gerecht werdenden Beurteilung der Situation zu kommen. Wenig aussagekräftige Mitteilungen, die den Veränderungen der Situation deutlich hinterherhinken, sind nicht geeignet, erforderliches Vertrauen zu untermauern und zu stärken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Investitionen der öffentlichen Hand Angolas im Zusammenhang mit Angosat 1 betragen nach Angaben aus Angola rund 320 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 270 Millionen Euro. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.087 und als COSPAR-Objekt 2017-086A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14712.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zenit-3F, Angosat-1</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angosat 1 &#8211; ein Abenteuer</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/angosat-1-ein-abenteuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2018 10:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Angosat 1]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Gazprom]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Yamal]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. Dezember 2017 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SLBF endlich den Kommunikationssatelliten Angosat 1 ins All. Der Start erfolgte um 19:00 Uhr UTC (20:00 Uhr MEZ, 22:00 Uhr Moskauer Zeit) von der Startanlage 45/1 des Kosmodroms Baikonur in Kasachstan. Im Weltraum angekommen wurde es noch einmal spannend. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 26. Dezember 2017 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SLBF endlich den Kommunikationssatelliten Angosat 1 ins All. Der Start erfolgte um 19:00 Uhr UTC (20:00 Uhr MEZ, 22:00 Uhr Moskauer Zeit) von der Startanlage 45/1 des Kosmodroms Baikonur in Kasachstan. Im Weltraum angekommen wurde es noch einmal spannend.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AIF, Energia, GGPEN, MTTI, RIAN, Roskosmos, TASS, Vesti.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-445ef3d6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Zenit-3SLBF mit Angosat 1 auf der Startrampe &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 mit einer Startmasse von rund 1.647 Kilogramm wurde von einer Zenit-3SLBF mit einer um einen Donut-Tank ergänzten Oberstufenvariante der Fregat, der Fregat-SB, in den Weltraum gebracht. Die erste Stufe mit RD-171M-Triebwerk der von Juschnoje in der Ukraine gebauten und aus einem Flüssigkeitsbooster für die sowjetische Schwerlastrakete Energia entwickelten Trägerrakete mit der Seriennummer 70103403 SLБ80.5 und dem Triebwerksblock А164 in der ersten Stufe wurde kurz vor dem Abheben (exakter Abhebezeitpunkt 19:00:03.435 Uhr UTC) gezündet und brannte nach rund zweieinhalb Minuten aus. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-b8cdebd0"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und gerade abgehoben.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend trug die zweite Stufe mit einem RD-120-Triebwerk und einer Lenktriebwerkseinheit vom Typ RD-8 die Fregat-SB und die Nutzlast weiter in die Höhe. Während des Betriebs der zweiten Stufe – fünf Minuten und 22 Sekunden nach dem Abheben &#8211; wurde die Nutzlastverkleidung abgeworfen. Rund acht Minuten und 37 Sekunden nach dem Start war auch die zweite Stufe ausgebrannt und abgetrennt, anschließend war es Aufgabe der Fregat-SB-Oberstufe mit drei Brennphasen ihres S5.92-Haupttriebwerks die Nutzlast in den vorgesehenen Zielorbit zu bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Erdtrabant für das Ministerium für Telekommunikation und Informationstechnik Angolas (Ministério das Telecomunicações e Tecnologias de Informação, MTTI) ist nach Informationen der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos im richtigen Orbit angekommen, nachdem er sich von der Raketenoberstufe um 6:54 Uhr Moskauer Zeit am 27. Dezember 2017 nach acht Stunden und 55 Minuten Gesamtflugzeit getrennt hatte. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-b2a118a6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 auf Fregat-SB-Oberstufe &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die endgültige Orbitzirkularisierung soll Angosat 1 mit eigenem Antrieb vornehmen. Der von Energia in Russland basierend auf einem USP für Universal Satellite Platform genannten Bus gebaute, dreiachsstabilisierte Satellit soll im Geostationären Orbit bei 14 Grad Ost positioniert werden. Dort will man das Raumfahrzeug mit einer Kommunikationsnutzlast von  Airbus Defence and Space aus dem französischen Toulouse einsetzen, um die Republik Angola und den übrigen Afrikanischen Kontinent mit Bild- und Datendiensten zu versorgen. Um dies zu ermöglichen, gibt es an Bord 16 C-Band- und 6 K<sub>u</sub>-Band-Transponder. Zur Versorgung der Kommunikationsnutzlast mit einer Masse von 262,4 kg, der elektrischen Triebwerke (8x SPT-70 von Fakel bzw. Fackel) und der übrigen Satellitensysteme gibt es zwei Solarzellenausleger, die zusammen maximal rund sieben Kilowatt elektrischer Leistung bereitstellen können. Die Lebenserwartung von Angosat 1 liegt nach Angaben seiner Erbauer bei mindestens 15 Jahren.  </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-8ab2153d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_4.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und vor der Unterbringung unter der Nutzlastverkleidung.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bus des Raumfahrzeugs trägt auch den alternativen Namen Yamal bzw. Jamal. Die Halbinsel Jamal im Norden Russlands ist maßgebliche Wirkungsstätte des russischen Konzerns Gazprom, wo sein größtes Projekt auf dem Gebiet der Gasförderung in Russland läuft. Ein Tochterunternehmen von Gazprom, Gazprom Space Systems (früher auch Gazcom genannt), ist Betreiber einer Satellitenserie mit der Bezeichnung Jamal. Im Rahmen dieser Satellitenserie wurde der gleichnamige Bus zum ersten Mal im Weltraum verwendet. Bei der Inbetriebnahme und dem Einsatz dieser Satelliten traten eine Reihe von Anomalien auf, die letztlich dazu führten, das eine geplante Verwendung einer Anzahl weiterer auf dem Jamal-Bus aufgebauter Satelliten durch Gazprom Space Systems nicht zu Stande kam. Der Betreiber kündigte im Januar 2009 eine Bestellung von zwei Jamal-300-Satelliten bei Energia und entschied sich in der Folge für Produkte anderer Hersteller. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-fd175e39"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_5.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Zenit-3SLBF mit Angosat 1 in der Integrationshalle &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen der frustrierenden <a href="https://www.raumfahrer.net/gazproms-komsats-mit-gelegentlichen-problemen/" data-wpel-link="internal">Betriebserfahrungen</a> mit Jamal-Bus-basierten Raumfahrzeugen und einem von Roskosmos und Energie bestätigten Kontaktverlust mit Angosat 1 nach der Abtrennung von der Zenit-SB-Oberstufe gab es Befürchtungen, der neue Satellit teile das Schicksal eines Vorgängers. Jamal 101, der nach seinem unmittelbaren Ausfall nicht mehr so genannt wurde, konnte 1999 nach dem Start nicht in Betrieb genommen werden. Angeblich wurde nie ein Signal des Erdtrabanten empfangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Problemen mit Angosat 1 wurde eine Reihe von Meldungen veröffentlicht, die es nicht ohne weiteres ermöglichen, sich ein klares Bild von den Abläufen und Zusammenhängen zu machen. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-221a66a6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_6.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und auf dem Weg zur Startrampe.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldet am 27. Dezember 2017, nach der Trennung der Oberstufe mit dem Satelliten von der Zenit und der ersten Erdumrundung seien Telemetriedaten von der Fregat-Oberstufe eingegangen. Der Datenstrom sei später abgebrochen. Außerdem wurde mitgeteilt, dass sich der neue Satellit nicht einsetzen lassen werde, wenn der Satellit seine Solarzellenausleger nicht entfalte und der Bordrechner nicht neu starte. Die TASS berichtet am selben Tag, der Kontakt mit Angolsat 1 sei während des Entfaltens der Solarzellenausleger abgerissen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellitenhersteller Energia gab am 27. Dezember 2017 dann zu Protokoll, der Satellit habe nach einer definierten Zeit den geplanten Orbit erreicht und eine Verbindung aufgebaut. Nach einer Weile seien aber keine Telemetriedaten mehr angekommen. Man sei dabei, die bisher erhaltenen Telemetriedaten zu analysieren, um festzustellen, ob man die Notfallsituation beseitigen könne. Vergleichbare Fälle seien Vorkommnisse mit Foton-M 2014, STEREO 9 der NASA 2016, KazSat 2017 usw&#8230; </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-3cc26306"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_7.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 in der VK 600/300 Kammer in Pereswet 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. Dezember 2017 veröffentlichte die russische Wochenzeitung Argumente und Fakten im Internet eine Meldung, der zufolge im Bus des Satelliten ein Kurzschluss aufgetreten sei. Ebenfalls am 28. Dezember 2017 meldete die TASS, es bestünde wieder Kontakt zu Angosat 1. Am gleichen Tag berichtete Energia, man empfange wieder Telemetriedaten. Diese sprächen dafür, dass alle System an Bord von Angosat 1 arbeiten wie vorgesehen. Roskosmos veröffentlichte am 29. Dezember 2017 eine Mitteilung, die die Angaben von Energia vom Vortrag wiederholt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Büro für das Management des nationalen Raumfahrtprogramms Angolas (Gabinete de Gestão do Programa Espacial Nacional, GGPEN) berichtet am 29. Dezember 2017, der Satellit habe nach dem Aussetzen im All begonnen, Verbindungen zu Bodenstationen in Luanda in Angola und in Russland aufzubauen. Dabei seien zunächst Telemetriedaten zur Erde gesendet worden. Es folgte eine Stabilisierung der Lage des Satelliten in einer bestimmten Ausrichtung in Bezug auf Erde und Sonne, und anschließend das Entfalten der beiden Solarzellenausleger. Wegen eines Ausgasens, Verunreinigungen und  einer gewissen Untätigkeit des Bordrechners seien anschließend für eine gewisse Zeit keine Telemetriedaten gesendet worden. Um 15:00 Uhr angolanischer Ortszeit am 28. Dezember 2017 habe der Satellit die Telemetriedatenausstrahlung wieder aufgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Internet-Zeitung Vesti der Allrussischen staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft berichtete am 30. Dezember 2017, Angosat 1 habe die vorgesehene Position im Geostationären Orbit erreicht. (Wikipedia in Russisch gibt an, es werde vom Start an zwei Monate dauern, bis Angosat 1 seine Einsatzposition erreicht habe.) Nach dem Start des Satelliten seien laut Vesti wegen Inkonsistenzen zwischen russischen und französischen Vorschriften Probleme aufgetreten, man habe aber nun Verbindung mit dem Satelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher zu wenig weit entfernt von dem Einsatzbereich der Satelliten im Geostationären Orbit hat sich offenbar die Oberstufe. Die Fregat-SB ist derzeit auf einer 35.882 x 36.777 km Bahn unterwegs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung über Bau und Start von Angosat 1 hatte Angola mit Roskosmos im Jahre 2009 getroffen. Im November 2013 wurde die Konstruktion des Satelliten aufgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Beauftragung des Satelliten war für 2016 ein Start auf einer Zenit-Rakete von der Seeplattform Odyssey zusammen mit einem anderen Kommunikationssatelliten namens Energia 100 anvisiert worden. Nach dem finanziellen Zusammenbruch des entsprechenden Startanbieters Sea Launch wurde ein Start von Angosat 1 auf einer Rakete vom Typ Angara 5 mit DM-03-Oberstufe vom Kosmodrom Plesetsk aus in Betracht gezogen. Mängel bei Produktionsreife und Verfügbarkeit der Angara 5 erforderten eine wiederholte Suche einer geeigneten Trägerrakete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ursprünglich für den Astrophysik-Satelliten Spektrum-RG gedachte Zenit-Rakete lagerte in Baikonur. Die Fertigstellung von Spektrum-RG unterliegt verschiedenen Verzögerungen, außerdem ist ein Wechsel zur Proton als Startrakete angedacht – deshalb bot die im Eigentum von Roskosmos befindliche, in Baikonur eingelagerte Zenit eine Möglichkeit – sofern wegen abgelaufener Garantiezeiten notwendige Überarbeitungen der Rakete erfolgen würden. Die entsprechenden Arbeiten wurden ausgeführt, und die üblichen Startvorbereitungen konnten begonnen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.087 und als COSPAR-Objekt 2017-086A. Die Fregat-SB-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.088 als COSPAR-Objekt 2017-086B. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14712.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Angosat 1 auf Zenit</a> </li></ul>
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		<item>
		<title>Express-AM 33 fällt zeitweise aus, Yamal 401 hilft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/express-am-33-faellt-zeitweise-aus-yamal-401-hilft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2015 18:47:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Gazprom]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
		<category><![CDATA[Yamal]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=40845</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Regelbetrieb des russischen geostationären Kommunikationssatelliten Express-AM 33 war wegen eines zeitweiligen Kontrollverlusts unterbrochen. Zwischenzeitlich half der jüngste Kommunikationssatellit von Gazprom Space Systems, Yamal 401, aus. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: minsvyaz.ru, Reschetnjow, RSCC, TASS. Express-AM 33, Startmasse laut Hersteller 2.579 Kilogramm, wird von der Russischen föderalen Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) unter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Regelbetrieb des russischen geostationären Kommunikationssatelliten Express-AM 33 war wegen eines zeitweiligen Kontrollverlusts unterbrochen. Zwischenzeitlich half der jüngste Kommunikationssatellit von Gazprom Space Systems, Yamal 401, aus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: minsvyaz.ru, Reschetnjow, RSCC, TASS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015194706_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015194706_small_1.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/></a><figcaption>
Arbeit an Express-AM 33 beim Hersteller 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Express-AM 33, Startmasse laut Hersteller 2.579 Kilogramm, wird von der Russischen föderalen Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) unter anderem eingesetzt, um rund 13,5 Millionen Menschen in den Regionen Irkutsk, Kemerowo, Krasnojarsk, Nowosibirsk und Tomsk sowie den autonomen Republiken Altai, Burjatien, Chakassien und Tuwa mit analogen Fernsehprogrammen zu versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau das konnte der seit dem 28. Januar 2008 um die Erde kreisende, seit dem 14. April 2008 im Regelbetrieb befindliche, normalerweise dreiachsstabilisierte bei 96,5 Grad Ost im Geostationären Orbit positionierte Satellit nach einer Anomalie, die gegen 22:35 Uhr Moskauer Zeit (20:35 Uhr MEZ) am 3. Februar 2015 aufgetreten war, nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen aus Russland sprechen davon, dass die Verbindungen mit dem Raumfahrzeug zur Steuerung des Satelliten abgerissen waren, und das Raumfahrzeug seine für einen nützlichen Einsatz erforderliche Ausrichtung zur Erde nicht mehr inne hatte. Konsequenterweise waren auch die sonst ausgestrahlten Nutzsignale des Satelliten am Boden nicht mehr zu empfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telemetriedaten von Express-AM 33, dem eine Auslegungsbetriebsdauer zwischen 10 und 12 Jahren zugeschrieben wird, waren vom Kontrollzentrum nur in periodischen Abständen zu erfassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015194706_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015194706_small_2.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/></a><figcaption>
Express-AM 33 in einer Testkammer 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Minuten nach dem Ausfall wurde über ein Notfallsystem für eine Umschaltung der Versorgung auf Yamal 401 gesorgt. Letzterer befindet sich seit dem 15. Dezember 2014 im Weltraum und ist im Geostationären Orbit an einer Position von 89,9 Grad Ost positioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Notfallschaltung stellte nach Angaben des russischen Ministeriums für Tele- und Massenkommunikation sicher, dass die Mehrheit der betroffenen Empfänger innerhalb einer Stunde nach dem Ausfall wieder auf die üblicherweise genutzten Programme zugreifen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 4. Februar 2015 meldete das bereits genannte Ministerium, es sei geplant, 90 Prozent der betroffenen Empfänger innerhalb eines Tages wieder mit allen zuvor ausgestrahlten Programmen bedienen zu können. Antennenanlagen in abgelegenen Gebieten wolle man innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen auf die geänderte Empfangssituation ausrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Unterbrechungen der in den Ausleuchtzonen von Express-AM 33 empfangbaren Telekommunikationsdienste wurden am 4. Februar nicht ausgeschlossen. Am 5. Februar 2015 informierte das russische Ministerium für Tele- und Massenkommunikation dann darüber, dass sich Express-AM 33 wieder im Regelbetrieb befinde, und alle Dienste vollständig funktionsfähig seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pressstelle des Satellitenbetreibers RSCC berichtete am Abend des 4. Februar 2015, dass man Express-AM 33 zusammen mit dem Hersteller des Satelliten gegen 15:00 Uhr Moskauer Zeit (13:00 Uhr MEZ) am 4. Februar 2015 wieder in den Regelbetrieb versetzt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Express-AM 33 ist wie Yamal 401 ein Erzeugnis des russischen Raumfahrtkonzerns Reschetnjow Informational Satellite Systems mit Sitz in Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk. Gemeinsam ist den Satelliten darüber hinaus, dass beide unter anderem eine vom französisch-italienischen Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space (TAS) zugelieferte Kommunikationsnutzlast besitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal 401 betreffend ist bekannt, dass nicht nur seine Kommunikationsnutzlast von TAS kommt, sondern auch Bordsysteme für Telemetrie, Bahnverfolgung und Kommandoverarbeitung, Avionik und Kontrollsysteme in der Stromversorgung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Reschetnjow berichtete am 23. Januar 2015, dass Tests mit Yamal 401 erfolgreich abgeschlossen wurden und sich das neue Raumfahrzeug unter Kontrolle des Kunden befinde. Dieser (Gazprom Space Systems) verwende Yamal 401 mit Unterstützung von Reschetnjow im Testbetrieb, die endgültige Übergabe des Satalliten sei für einen späteren Zeitpunkt im Frühjahr 2015 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Express-AM 33 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 32.478 und als COSPAR-Objekt 2008-003A, Yamal 401 mit der NORAD-Nr. 40.345 und als COSPAR-Objekt 2014-082A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/russland-start-marathon-in-2-dezemberhaelfte-2014/" data-wpel-link="internal">Russland: Start-Marathon in 2. Dezemberhälfte 2014</a> 2. Januar 2015</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/proton-express-am-33-gestartet/" data-wpel-link="internal">PROTON &#8211; Express-AM 33 gestarte</a> 28. Januar 2008</li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gazproms Komsats mit gelegentlichen Problemen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gazproms-komsats-mit-gelegentlichen-problemen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 09:19:15 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Gazprom]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
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		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Gazprom Space Systems betriebene, von Energia gebaute russische geostationäre Kommunikationsatelliten des Typs Yamal haben, möglicherweise wegen Softwarefehlern, hin und wieder Probleme mit ihrer Ausrichtung im Raum. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: sat-index.co.uk, gascom.ru. Die jüngste Störung erfuhr Yamal-202 am 3. Juni 2009 um 12:30 Uhr MESZ, als ein Softwarefehler im Navigationssystem des Satelliten [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Von Gazprom Space Systems betriebene, von Energia gebaute russische geostationäre Kommunikationsatelliten des Typs Yamal haben, möglicherweise wegen Softwarefehlern, hin und wieder Probleme mit ihrer Ausrichtung im Raum.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: sat-index.co.uk, gascom.ru.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngste Störung erfuhr Yamal-202 am 3. Juni 2009 um 12:30 Uhr MESZ, als ein Softwarefehler im Navigationssystem des Satelliten zu einem Orientierungsverlust führte. Um 21:00 Uhr MESZ am selben Tag wurde die richtige Ausrichtung des Satelliten wieder erreicht. Ein vollständiger Kontrollverlust sei laut Gazprom nicht aufgetreten.  <br>Der Schwestersatellit Yamal-201 aus dem Proton-Doppelstart vom 24. November 2003 hatte am 5. April 2007 eine sechs Stunden dauernde Betriebsunterbrechung, und Yamal-202 hatte Ende September 2006 einen vierundzwanzigstündigen Ausfall. Beide Ereignisse werden auf Softwareprobleme zurückgeführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Proton-Doppelstart der beiden Vorgängersatelliten am 6. September 1999 erreichte nur Yamal-102 seinen Zielorbit funktionsfähig, Yamal-101 gelang das nicht. Er wurde nicht in Betrieb genommen, technische Details dazu wurden bisher nicht veröffentlicht. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06062009111915_small_1.jpg" alt="www.roscosmos.ru" width="260"/><figcaption>
Yamal-Satellit aus der 100-er Serie am Boden 
<br>
(Bild: www.roscosmos.ru)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Energia hat auch die beiden Satelliten Yamal-301 und Yamal-302 gebaut, die nach Angaben von Gazprom Space Systems bereits im Jahre 2008 ins All gebracht werden sollten. Obwohl Gazprom Space Systems den entsprechenden Betrag bezahlt habe und die Kommunikationsnutzlasten für die Satelliten an Energia geliefert wurden, sehe Energia lt. Gazprom Space Systems auch 2009 keinen Start der Satelliten vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">ISS–Reschetnjew, ehemals NPO PM, soll daher auf Basis des Express-1000-Busses Yamal-300К aufbauen, welcher 2010 in den Weltraum gebracht werden soll. Zwei weitere Satelliten sind in Westeuropa bestellt: Yamal-401 und Yamal-402 werden auf dem Spacebus-4000-C3 von Thales Alenia Space basieren, und sollen im Jahr 2011 gestartet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal-401 soll 4.900 Kilogramm Startgewicht auf die Waage bringen und mit 36 Ku-Band- sowie 17 C-Band-Transpondern ausgestattet sein. Die Positionierung im geostationären Orbit erfolgt bei 90 Grad Ost. Yamal-402 wird beim Start 4.800 Kilogramm wiegen und mit 46 Ku-Band-Transpondern ausgerüstet sein. Sein Ziel im geostationären Orbit ist 55 Grad Ost. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bereits im All befindlichen Yamal-Satelliten sind wie folgt katalogisiert:     </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Yamal-101 mit der NORAD-Nr. 25896 bzw. als Objekt 1999-047A</li><li>Yamal-102 alias Yamal-100 mit der NORAD-Nr. 25897 bzw. als Objekt 1999-047B </li><li>Yamal-201 alias Yamal-200 Nr.2 mit der NORAD-Nr. 28094 bzw. als Objekt 2003-053B</li><li>Yamal-202 alias Yamal-200 Nr.1 mit der NORAD-Nr. 28089 bzw. als Objekt 2003-053A</li></ul>
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