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	<title>Gemini &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Gemini &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Der amtierende NASA-Administrator reflektiert über das Vermächtnis des Astronauten Jim Lovell</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-amtierende-nasa-administrator-reflektiert-ueber-das-vermaechtnis-des-astronauten-jim-lovell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Aug 2025 11:48:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Folgenden finden Sie eine Erklärung des amtierenden NASA-Administrators Sean Duffy zum Tod des berühmten Apollo-Astronauten Jim Lovell. Er verstarb am 7. August in Lake Forest, Illinois. Er wurde 97 Jahre alt.Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Quelle: NASA, 8. August 2025 „Die NASA spricht der Familie von Captain Jim Lovell ihr [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Im Folgenden finden Sie eine Erklärung des amtierenden NASA-Administrators Sean Duffy zum Tod des berühmten Apollo-Astronauten Jim Lovell. Er verstarb am 7. August in Lake Forest, Illinois. Er wurde 97 Jahre alt.<br>Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration (NASA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://science.nasa.gov/blogs/tracers/2025/07/23/nasas-tracers-mission-in-orbit/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA</a>, 8. August 2025</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Jim_Lovell_1536x1920.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Porträt des NASA-Astronauten Jim Lovell Bild: NASA" data-rl_caption="" title="Porträt des NASA-Astronauten Jim Lovell Bild: NASA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Jim_Lovell_300x375.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Porträt des NASA-Astronauten Jim Lovell<br>Bild: NASA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die NASA spricht der Familie von Captain Jim Lovell ihr Beileid aus, dessen Leben und Werk über Jahrzehnte hinweg Millionen von Menschen inspiriert hat. Jims Charakter und sein unerschütterlicher Mut haben unserem Land geholfen, den Mond zu erreichen, und eine potenzielle Tragödie in einen Erfolg verwandelt, aus dem wir enorm viel gelernt haben. Wir trauern um ihn, während wir gleichzeitig seine Leistungen feiern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von zwei bahnbrechenden Gemini-Missionen bis hin zu den Erfolgen von Apollo hat Jim unserem Land dabei geholfen, einen historischen Weg in die Raumfahrt zu beschreiten, der uns zu den bevorstehenden Artemis-Missionen zum Mond und darüber hinaus führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Pilot des Kommandomoduls von Apollo 8 waren Jim und seine Crewmitglieder die ersten, die mit einer Saturn-V-Rakete starteten und den Mond umkreisten, wodurch sie bewiesen, dass die Mondlandung in unserer Reichweite lag. Als Kommandant der Apollo-13-Mission trug seine ruhige Stärke unter Druck dazu bei, die Besatzung sicher zur Erde zurückzubringen, und demonstrierte das schnelle Denken und die Innovationskraft, die zukünftige NASA-Missionen prägten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser unvergessliche Astronaut, der für seinen Witz bekannt war, wurde von seinen Astronautenkollegen „Smilin&#8216; Jim“ genannt, weil er schnell zu einem Grinsen bereit war, wenn er eine besonders witzige Antwort parat hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Jim diente unserem Land auch im Militär, und die Marine hat einen stolzen Akademiker und Testpiloten verloren. Jim Lovell verkörperte die mutige Entschlossenheit und den Optimismus sowohl vergangener als auch zukünftiger Entdecker, und wir werden ihn immer in Erinnerung behalten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen über Lovells Karriere bei der NASA und seine Biografie finden Sie unter: <a href="https://www.nasa.gov/former-astronaut-james-a-lovell/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nasa.gov/former-astronaut-james-a-lovell/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3193.msg577314#msg577314" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astronauten &amp; Kosmonauten Nachrichten</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Astronautenpionier John Young verstorben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astronautenpionier-john-young-verstorben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jan 2018 13:25:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>John Young ist am 05.01.2018 im Alter von 87 Jahren verstorben. Ein nicht ganz objektiver Rückblick auf seine erstaunliche Karriere als Astronaut und Pionier der bemannten amerikanischen Raumfahrt. Ein Beitrag von Oliver Karger. Quelle: NASA, Raumfahrer Net. Akribie, Hingabe und Ausdauer – das sind lediglich drei von vielen Attributen, die John Young ausgezeichnet haben. Doch [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">John Young ist am 05.01.2018 im Alter von 87 Jahren verstorben. Ein nicht ganz objektiver Rückblick auf seine erstaunliche Karriere als Astronaut und Pionier der bemannten amerikanischen Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Oliver Karger</a>. Quelle: NASA, Raumfahrer Net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
John Young (rechts) und Gus Grissom (links) posieren für das offizielle Crewfoto für Gemini 3, den ersten bemannten Geminiflug. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Akribie, Hingabe und Ausdauer – das sind lediglich drei von vielen Attributen, die John Young ausgezeichnet haben. Doch sind es wahrscheinlich die drei, welche dazu beigetragen haben, dass John Young zu vielen „Firsts“ in der bemannten Raumfahrt beigetragen hat. Neben der notwendigen Ernsthaftigkeit und klarer Worte war jedoch auch der ein oder andere Schabernack dabei. </p>



<p class="wp-block-paragraph">John Watts Young wurde am 24. September 1930 in San Francisco, USA geboren, wuchs jedoch nach Umzügen nach Georgia und später Florida im Sunshine State an der Atlantikküste auf. Durch sein bereits in der Jugend gefördertes Interesse für das Fliegen studierte Young Luftfahrttechnik am Georgia Institute of Technology in Atlanta. Nach Abschluss des Studiums 1952 trat er der US-Marine bei und diente im Koreakrieg auf dem Zerstörer USS Laws. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ende des Koreakriegs absolvierte er eine Ausbildung zum Piloten und begann schließlich 1959 das Training zum Testpiloten in der United States Naval Test Pilot School. Nach erfolgreichem Abschluss war er in mehrere Systemtests involviert und erzielte dabei verschiedene Flugrekorde, z.B. den schnellsten Steigflug auf 3000 m und später auf 25000 m in einer Phantom II. Sein späterer Astronautenkollege und ehemalige NASA-Administrator Charles Bolden beschreibt Youngs Fähigkeiten in bezeichnender Weise: „Während meiner Karriere als Testpilot habe ich keinen wie ihn getroffen. Jeder andere stieg in sein Flugzeug. John zog es an wie einen Anzug! Es war einfach unglaublich.“  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Inspiriert durch John F. Kennedys Rede 1961 einen Amerikaner bis zum Ende des Jahrzehnts zum Mond zu bringen, meldet Young sich bei der NASA zur Astronautenauswahl. Er gehörte zur zweiten Gruppe an Astronauten, die für die Gemini- und späteren Apollomissionen trainiert wurden. Am 23. März 1965 startete John Young mit seinem Kommandanten Gus Grissom an Bord von Gemini 3 zum Erstflug des Geminiprogramms. Der Flug verlief reibungslos bis auf einen kleinen Zwischenfall, der bis ins Repräsentantenhaus des US-Kongresses Wellen schlug und John Young die Verschwendung von Steuergeld vorgehalten wurde. Der Grund, er schmuggelte ein Corned Beef Sandwich an Bord, da es ein Lieblingsessen von Gus Grissom war und dieser die übliche Astronautennahrung nicht mochte. Das Transkript des Gemini 3-Funkverkehrs legt jedenfalls nahe, dass Young durchaus seinen Spaß an der Aktion hatte (Seite 45, <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20240404153028/https://historycollection.jsc.nasa.gov/JSCHistoryPortal/history/mission_trans/GT03_TEC.PDF" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Gemini 3 Mission Air-to-Ground Transcript </a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch Verschiebungen in der Crewrotation und der Zuteilung von Ed White zur ersten Apollo-Mission wurde Young Kommandant von Gemini 10 im Juli 1966. Zusammen mit Michael Collins war er der erste, der Rendezvous mit zwei verschiedenen Agena-Stufen durchführte, während Collins zudem zwei Raumspaziergänge unternahm. Im weiteren Verlauf des Jahres 1966 wurde Young als Kommandomodulpilot einer Apollo-Besatzung zugeteilt, deren Kommandant Thomas Stafford und deren Mondlandefährenpilot Eugene Cernan waren. Die Besatzung war zunächst für den zweiten bemannten Apollo-Flug vorgesehen. Durch die durch den Feuerunfall von Apollo 1 notwendig gewordene Neuzuteilung absolvierten Stafford, Young und Cernan das Training für Apollo 7 als Backup-Besatzung und schließlich die Vorbereitungen für einen Test der Mondlandefähre in der Mondumlaufbahn mit Apollo 10. Im Mai 1969 flogen Stafford und Cernan das Mondlandemodul im Mondorbit, während Young der erste war, der Solo den Mond umkreiste. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
John Young, Kommandant von Apollo 16, steht neben dem Apollo Lunar Surface Experiments Package (ALESP) im Descartes Hochland auf dem Mond. Die Aufnahme entstand am 21. April 1972. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der erfolgreichen Landung auf dem Mond durch Neil Armstrong und Buzz Aldrin mit Apollo 11 und der Präzisionslandung von Apollo 12 von Charles Conrad und Alan Bean bereitete sich Young als Backup-Kommandant auf Apollo 13 vor. Durch das Rotationsprinzip der Missionszuteilung wurde John Young Kommandant von Apollo 16, der zweiten Mondmission die einen wissenschaftlichen Schwerpunkt hatte. Daher studierte Young zusammen mit seinen Landefährenpiloten Charles Duke und den Crews von Apollo 15 und 17 Geologie. Am 21. April 1972 landet Apollo 16 im Descartes Hochland und Young erkundete zusammen mit Duke zu Fuß und mit einem Rover während drei Exkursionen das Umland, wobei sie zahlreiche Experimente durchführten und etwa 96 kg Mondgestein sammelten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">John Youngs letzter Einsatz innerhalb des Apollo-Programms war die des Backup-Kommandanten für Apollo 17. Mit Ende der Apollomissionen wurde Young im Januar 1973 zunächst Leiter der Space Shuttle-Abteilung im Astronautenbüro und ein Jahr später im Januar 1974 mit dem Rücktritt von Alan Shepard der Leiter des Astronautenbüros. In dieser Funktion koordinierte er die Missionszuteilungen, die Trainings und Flugvorbereitungen und involvierte die Astronauten in den Entwicklungsprozess des Space Shuttles.  Aufgrund seiner Erfahrung wurde Young für den Erstflug des Space-Shuttles als Kommandant bestellt. Erstmals wurde ein neues Raumflugsystem ohne vorherigen unbemannten Test gleich bemannt geflogen. Zusammen mit Bob Crippen hob Young am 12.04.1981 mit STS-1 ab und wurde damit der erste Raumfahrer, der fünf Flüge ins All unternommen hatte. Der von der NASA als „kühnster Testflug aller Zeiten“ bezeichnete Flug wurde von John Young wie gewohnt mit professioneller Akribie durchgeführt. Im Nachhinein gab er in einem Interview zu Protokoll, dass ihm keine Daten vorgelegen hätten, die ein höheres Risiko belegt oder widerlegt hätten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen sechsten und damit letzten Raumflug unternahm Young 1983 mit STS-9, der ersten Spacelab Mission. Mit an Bord war auch Ulf Merbold, der im Vorfeld von Young als Astronautenneuling einer kritischen Betrachtung unterzogen wurde. So berichtet Merbold, dass John Young darauf bestand mit jedem seiner Crewmitglieder mindestens einen gemeinsamen Trainingsflug unternommen zu haben. So musste auch Merbold sein Können im Trainingsflugzeug T-38 unter Beweis stellen und „seinen Commander“ von sich überzeugen. Neben seinen direkten Astronautenkollegen konnten sich auch viele weitere an seinen Missionen Beteiligten von Youngs außerordentlicher Akribie in der Vor- und Nachbereitung der Raumflüge erinnern. Die an der Entwicklung und am Bau des Spacelabs beteiligten Ingenieure der Firma Erno erzählen noch heute von John Youngs genauer und akribischer Arbeitsweise und besonderer Fähigkeit, direkt zum Kern eines technischen Problems vorzudringen und auch unangenehme Fragen zu stellen, um leicht ironisch zu enden: „… ich frag bloß!“ </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_small_3.jpg" alt="Bildquelle" width="260"/></a><figcaption>
John Young und Bob Crippen, die Crew der ersten Space Shuttle Mission STS-1 in einer kurzen Pause während des intensiven Trainings im Flugdeck des Shuttles Columbia in der Orbiter Processing Facility am 1. Oktober 1980.
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach STS-9 wurde Young für STS-61-J als Kommandant nominiert. Ursprünglich sollte diese Mission das Hubble-Weltraumteleskop aussetzen, der Challenger-Unfall im Januar 1986 führte jedoch zur Absage der Mission STS-61-J. So bliebt STS-9 Youngs letzter Flug ins All. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 1987 wurde Young zum speziellen Assistenten des Direktors des Johnson Space Centers in Houston ernannt und als Leiter des Astronautenbüros durch Daniel Brandenstein abgelöst. Seiner eigenen Einschätzung nach erfolgte die Versetzung wahrscheinlich aufgrund seiner öffentlichkeitswirksamen Kritik an den Sicherheitsstrukturen und vor allem der Sicherheitskultur der NASA, welche zum Verlust der Challenger und ihrer Besatzung führte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Getrieben vom Verlust der Challengercrew und seines Freundes und Kollegen Gus Grissom, der bei Apollo 1 ums Leben kam, setzte er sich für Verbesserungen der Space Shuttle Flotte und der operativen Sicherheit der künftigen internationalen Raumstation ISS ein. Im Februar 1996 wurde Young zum technischen Direktor des Johnson Space Centers ernannt und überwachte in dieser Funktion ebenfalls Sicherheitsaspekte und technische und operative Abläufe von NASA-Missionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Alter von 74 Jahren ging John Young am 31. Dezember 2004 nach 42 Dienstjahren als damals dienstältester Astronaut der NASA in den Ruhestand. Als „alter Mondgeologe“ wäre er jedoch gerne nochmal dorthin geflogen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am vergangenen Freitag, den 05. Januar 2018 ist John Young an den Folgen einer Lungenentzündung verstorben. Er war der einzige NASA-Astronaut, der im Gemini-, Apollo- und dem Space Shuttle-Programm involviert war und sechsmal ins All flog.  Mit ihm geht ein weiterer der ersten Astronauten, die sich dafür einsetzten und vorlebten, dass der Mensch den nächsten Schritt in den Weltenraum macht.  Er war in jedweder Hinsicht ein astronautischer Astronaut! Er wird vermisst werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruhe in Frieden, John Watts Young.         </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3193.msg410863#msg410863" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astronauten &amp; Kosmonauten Nachrichten</a> </li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Der planetarische Nebel der Medusa</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-planetarische-nebel-der-medusa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2015 12:34:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
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		<category><![CDATA[Gemini]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astronomen haben mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile die bisher detailgetreueste Aufnahme des Medusa-Nebels angefertigt, welche je von diesem planetarischen Nebel gewonnen wurde. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: ESO. Bei einem planetarischen Nebel handelt es sich um eine Ansammlung von Gas, welches einen relativ massearmen, sonnenähnlichen Stern, der sich in der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronomen haben mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile die bisher detailgetreueste Aufnahme des Medusa-Nebels angefertigt, welche je von diesem planetarischen Nebel gewonnen wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: ESO.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2015-06-12-56080.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07062015143405_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07062015143405_small_1.jpg" alt="ESO, IAU, Sky&amp;Telescope" width="260"/></a><figcaption>
Diese Karte zeigt das allgemein bekannte Sternbild Zwillinge (lateinischer Name &#8222;Gemini&#8220;) mit den meisten Sternen in dieser Himmelsregion, welche unter optimalen Beobachtungsbedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar sind. Die Position des dort befindlichen Medusa-Nebels wurde mit einem roten Kreis markiert. Dieser große und zugleich wunderschöne planetarische Nebel ist leider zu lichtschwach, um ihn mit kleinen Teleskopen beobachten zu können. Seine feinen Strukturen können nur mit fotografischen Abbildungen enthüllt werden. 
<br>
(Bild: ESO, IAU, Sky&amp;Telescope)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Planetarischer_Nebel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">planetarischen Nebel</a> handelt es sich um eine Ansammlung von Gas, welches einen relativ massearmen, sonnenähnlichen Stern, der sich in der letzten Phase seiner Entwicklung befindet, umgibt. Sobald ein Stern mit einer Masse von bis zu der achtfachen Sonnenmasse die Endphase seines Lebens erreicht stößt er seine äußeren Schichten ab und verliert dabei einen Großteil seiner ursprünglichen Masse. Das im Rahmen dieses Prozesses freigesetzte Gas verteilt sich anschließend in der Umgebung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine starke, von dem heißen Kernbereich des &#8217;sterbenden&#8216; Sterns ausgehende ultraviolette Strahlung bewirkt, dass die Atome des immer weiter nach außen driftenden Gases ihre Elektronen verlieren. Das auf diese Weise ionisierte Gas leuchtet dabei in charakteristischen Farben. Astronomen können die Strahlung dieses leuchtenden Gases mit entsprechenden Filtern isolieren und die lichtschwachen Nebel so vor dem Sternhintergrund deutlicher hervortreten lassen. Dabei dient insbesondere das Vorhandensein des grün leuchtenden zweifach ionisierten Sauerstoffs als Hilfsmittel, um planetarische Nebel ausfindig zu machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ausgestoßenen Gase eines planetarischen Nebels bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von einigen Dutzend Kilometern pro Sekunde von dessen Zentrum weg. Der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternwind" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternwind</a> ebbt im Laufe der Zeit jedoch vollständig ab, so dass bei dem ionisierten Gas eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rekombination_(Physik)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Rekombination</a> einsetzt, wodurch es unsichtbar wird. Dies hat zur Folge, dass es sich bei planetarischen Nebel um &#8211; in astronomischen Maßstäben betrachtet &#8211; nur sehr kurzlebige Objekte handelt. Für die meisten planetarischen Nebel beträgt die Zeitspanne, welche zwischen Formation und Rekombination vergeht, lediglich ungefähr 10.000 Jahre. Die Prozesse, welche zu der Entstehung eines planetarischen Nebels führen, stellen zugleich die letzte Phase im Sterbeprozess eines sonnenähnlichen Sterns dar, bevor dieser sein Dasein letztlich als sogenannter <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Zwerg" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Weißer Zwerg</a> beendet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Planetarische Nebel stellen für ambitionierte Astrofotografen ein immer wieder beliebtes Aufnahmemotiv dar. Die charakteristischen Farben der ionisierten Gase ermöglichen den Fotografen die Anfertigung von ästhetischen Bildern, in denen sich zugleich die teilweise bizarr anmutenden Formen dieser kosmischen Strukturen besonders gut erkennen lassen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07062015143405_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07062015143405_small_2.jpg" alt="ESO, Digitized Sky Survey 2" width="260"/></a><figcaption>
Diese aus den Aufnahmen des Digitized Sky Survey 2  zusammengesetzte Weitwinkelaufnahme zeigt die Himmelsregion um den ausgedehnten, aber lichtschwachen Medusa-Nebel. Hier ist &#8211; neben vielen lichtschwachen Sternen &#8211; die volle Ausdehnung dieses planetarischen Nebels erkennbar. Im Hintergrund befinden sich zudem ein Vielzahl an weit entfernten Galaxien. 
<br>
(Bild: ESO, Digitized Sky Survey 2)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die professionellen Astronomen sind planetarische Nebel dagegen besonders deshalb von Interesse, weil diese Strukturen eine entscheidende Rolle in der chemischen Evolution einer Galaxie spielen. Das von den Weißen Zwergsternen abgestoßene Material reichert die <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Interstellare_Materie" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">interstellare Materie</a>, aus der sich letztendlich wieder <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternentstehung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">neue Sterne bilden</a>, mit schweren Elementen wie zum Beispiel Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Calcium an. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Medusa-Nebel</strong>
<br>
Im Bereich unserer Heimatgalaxie sind den Astronomen derzeit etwa 1.500 planetarische Nebel bekannt. Bei einem dieser Nebel handelt es sich um den rund 1.500 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernten, im Sternbild Zwillinge (lateinischer Name &#8222;Gemini&#8220;) gelegenen Medusa-Nebel, welcher auch unter den offiziellen Katalogbezeichnungen &#8222;Sharpless 2-274&#8220;, &#8222;Abell 21&#8220; oder &#8222;PN A66 21&#8220; aufgelistet ist. Er verfügt über eine Ausdehnung von etwa 5,8 x 4,5 Lichtjahren und erreicht am Nachthimmel der Erde somit eine Winkelausdehnung von etwa 12 Bogenminuten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz seiner Größe ist dieser Nebel jedoch extrem lichtschwach und somit nur sehr schwer zu beobachten. Dies ist auch der Grund dafür, dass dieses Objekt erst im Jahr 1955 unabhängig voneinander von den beiden US-amerikanischen Astronomen George O. Abell und Hugh M. Johnson entdeckt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast zwei Jahrzehnte lang haben Astronomen darüber spekuliert, ob es sich bei dem Medusa-Nebel eventuell um die <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Supernova%C3%BCberrest" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Überreste</a> einer <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Supernova" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Supernova</a>-Explosion handeln könnte. Erst zu Beginn der 1970er Jahren waren sie aufgrund der fortschreitenden Beobachtungstechniken in der Lage, die Bewegung und andere Eigenschaften der Materie innerhalb der Gaswolke mit hoher Genauigkeit zu vermessen und dieses Objekt somit eindeutig als einen planetarischen Nebel zu identifizieren. So beträgt zum Beispiel die Expansionsgeschwindigkeit der Gase etwa 50 Kilometer pro Sekunde. Dies ist ein viel geringerer Wert als allgemein für einen Supernova-Überrest angenommen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Namensgeber für diesen planetarischen Nebel war die Gorgone <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Medusa" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Medusa</a> &#8211; eine Gestalt aus der griechischen Mythologie, auf deren Haupt sich statt Haaren Schlangen befanden. Diese Schlangen werden in dem Medusa-Nebel durch die sich windenden Filamente aus leuchtendem Gas dargestellt. Das rote Leuchten des Wasserstoffs und die leuchtschwächere grüne Emission des Sauerstoffgases fügen sich gut hinter dieser Gestalt ein, indem sie einen sichelförmig verlaufenden &#8218;Schatten&#8216; am Himmel bilden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07062015143405_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07062015143405_small_3.jpg" alt="ESO" width="260"/></a><figcaption>
Dieses Foto zeigt den Medusa-Nebel in seiner vollen Pracht. Das Bild wurde mit dem FORS-Instrument am Very Large Telescope der ESO in den nordchilenischen Anden aufgenommen. Es handelt sich hierbei um das bisher detailgetreueste Foto dieses Nebels, welches je aufgenommen wurde. Als der Stern im Herzen dieses Nebels in seine letzte &#8218;Lebensphase&#8216; eintrat, hat er seine äußeren Schichten abgestoßen, aus denen sich letztendlich diese farbenfrohe Wolke formte. Das Foto lässt zudem erahnen, welches endgültige Schicksal unsere Sonne einmal ereilen wird, denn in 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonne#Wei.C3.9Fer_Zwerg_und_planetarischer_Nebel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">rund sechs Milliarden Jahren</a>
 wird sich auch das Zentralgestirn unseres Sonnensystems einmal zu einem solchen Objekt entwickeln. 
<br>
(Bild: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der letzten Daseinsphase von Sternen findet der erfolgende Auswurf von Materie häufig stoßweise statt, was &#8211; wie hier zu beobachten ist, ohne dabei gleich <a class="a" href="https://www.schule-studium.de/Latein/Mythologie/Medusa.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">zu Stein zu erstarren</a> &#8211; zu wahrlich faszinierenden Strukturen innerhalb des planetarischen Nebels führen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt ist es Astronomen gelungen, die bisher detailgetreueste Aufnahme des Medusa-Nebels anzufertigen. Hierfür verwendeten sie den <a class="a" href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-instr/fors/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">FOcal Reducer and low dispersion Spectrographen</a> (kurz &#8222;FORS&#8220;), welcher an das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paranal-Observatorium#Very_Large_Telescope" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Very Large Telescope</a> (kurz &#8222;VLT&#8220;) am Paranal-Observatorium der Europäischen Südsternwarte (ESO) in den nordchilenischen Anden angeschlossen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den rötlichen, grünlichen und bläulichen Gasfilamenten sind in dieser Aufnahme auch diverse Sterne erkennbar. Entgegen der ersten Erwartung handelt es sich bei dem hellen Stern im Zentrum des Fotos allerdings nicht um den zentrale Stern des Medusa-Nebels, sondern vielmehr um einen im Vordergrund befindlichen Stern namens TYC 776-1339-1. Der für das Leuchten des Nebels verantwortliche Stern ist ein leuchtschwächerer, ebenfalls bläulicher Stern, welcher sich außerhalb der Mitte des sichelförmigen Schattens im rechten Teil der Aufnahme befindet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das &#8222;Cosmic Gems&#8220;-Programm der ESO</strong>
<br>
Diese hier gezeigte und bereits am 20. Mai 2015 von der ESO veröffentlichte Aufnahme des Medusa-Nebels wurde im Rahmen des <a class="a" href="https://www.eso.org/public/outreach/gems/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Cosmic Gems&#8220;-Programms</a> (übersetzt &#8222;kosmische Edelsteine&#8220;) der ESO erstellt. Dieses Programm nutzt hauptsächlich Beobachtungszeiten, während derer die Beobachtungsbedingungen nicht den strengen Ansprüchen einer wissenschaftlichen Arbeit genügen, um Aufnahmen von interessanten und zugleich faszinierenden Himmelsobjekten anzufertigen, welche anschließend in erster Linie für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Die Bilddaten sind anschließend im wissenschaftlichen Archiv der ESO frei zugänglich und werden auch von professionellen Astronomen für ihre Arbeiten genutzt. Höher aufgelöste Versionen des Medusa-Nebels finden Sie <a class="a" href="https://www.eso.org/public/germany/news/eso1520/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">auf dieser Internetseite</a> der ESO. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-planetarische-nebel-ic-1295/" data-wpel-link="internal">Der planetarische Nebel IC 1295</a> (10. April 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/zwei-weisse-zwerge-im-nebel-fleming-1/" data-wpel-link="internal">Zwei Weiße Zwerge im Nebel Fleming 1</a> (10. November 2012)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=631.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetarische Nebel</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=632.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weiße Zwerge</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Titan 1 + 2</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/titan-1-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Air Force]]></category>
		<category><![CDATA[Gemini]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Titan war lange Zeit eines der Arbeitspferde der USA für Satellitenstarts und sollte als Interkontinentalrakete die UdSSR einschüchtern. Hier der erste Teil zur Titan, beginnend mit der Titan 1 und Titan 2. Autor: Daniel Maurat. Entwicklung Die Geschichte der Titan begann damit, dass die US Air Force eine Ersatzinterkontinentalrakete haben wollte, für den Fall, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Titan war lange Zeit eines der Arbeitspferde der USA für Satellitenstarts und sollte als Interkontinentalrakete die UdSSR einschüchtern. Hier der erste Teil zur Titan, beginnend mit der Titan 1 und Titan 2.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Daniel Maurat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entwicklung</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan1.jpg" alt="" width="313" height="477"/></a><figcaption>Start einer Testversion der Titan 1.<br>(Bild: US Air Force)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte der Titan begann damit, dass die US Air Force eine Ersatzinterkontinentalrakete haben wollte, für den Fall, dass die Entwicklung der Atlas ins Stocken geraten würde. Dafür erhielt die Firma Martin (heute Lockheed Martin) den Auftrag und sollte nun so schnell wie möglich eine Interkontinentalrakete entwickeln. Zunächst nannte die Air Force das Projekt SM-68, doch schon kurze Zeit später wurde es in Titan umbenannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als erstes wurde die Titan 1 entwickelt. Sie war eine konventionell gehaltene Rakete, ganz im Gegensatz zur Atlas. Man verwendete ein zweistufiges Konzept, benutzte sich selbst tragende Tankwände und verzichtete auf die technischen Neuerungen der Atlas. Die Testflüge begannen 1958 und trotz vieler auch zum Teil spektakulärer Fehlstarts wurde die Titan 1 im April 1962 für einsatzbereit erklärt und auf verschiedenen Basen der US Air Force stationiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines hatten aber beide Träger gemeinsam: sie benutzten die Trebstoffe Kerosin und flüssigen Sauerstoff, wobei der Sauerstoff schon bei -180°C verdampft. Da man die Titan auch in einem Silo, einer bunkerähnlichen Startplattform, starten und verhindern wollte, dass es zu einer Explosion im Silo kommt, musste man die Rakete zunächst aus dem Silo mittels hydraulischner Systeme rausheben, was im Idealfall 20 Minuten dauerte. Diese Zeit hatte man aber bei einem Gegenschlag nicht, weswegen sich die Titan nur als Erstschlagwaffe eignete. Auch war die Hydraulik sehr anfällig, da sie nach einem Atomangriff ausfallen konnte. Deswegen wollte man für die Titan 1 so schnell wie möglich einen Nachfolger entwickeln, was auch von Martin ab 1960 vorgenommen wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan2.jpg" alt="" width="321" height="401"/></a><figcaption>Start einer Titan-2-Interkontinentalrakete aus dem Silo.<br>(Bild: US Air Force)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Produkt war die Titan 2, die im Gegensatz zur Titan 1 größer war und eine andere Treibstoffkombination verwendete, nämlich die hypergolen Treibstoffe Aerozin 50 und Stickstofftetroxid. Sie war auf den Silostart ausgelegt. Auch war sie leistungsfähiger als ihre Vorgängerin. Ihren Erstflug erlebte sie im März 1962 und schon 13 Monate später wurde sie für einsatzbereit erklärt. Sie blieb schließlich bis 1987 stationiert und wurde eingemottet, da die USA zunächst neue Interkontinentalraketen entwickelt haben. Man hat aber auch Abrüstungsverträge mit der UdSSR geschlossen, die die Anzahl der ICBMs der USA reduzierte. Ihre lange Einsatzzeit spricht aber für die Titan, genauso wie die Tatsache, dass 54 Titan 2 etwa 33% des US-Nuklearpotentials starten konnten. Die restlichen 67% verteilten sich auf 1000 (!) Minuteman-Interkontinentalraketen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit war die Titan 1 am Ende: Die 54 stationierten Raketen wurden aber verschrottet, anstatt sie für Orbitalstarts zu benutzen. Zwar wollte man einige Raketen noch für andere Projekte, wie das X-20 Dyna-Soar oder mit einer Juno-Rakete als Zweitstufe, benutzen, doch wurden all diese Pläne aufgegeben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan2_glv.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan2_glv.jpg" alt="" width="301" height="553"/></a><figcaption>Start einer Titan 2 GLV mit Gemini 4 als Nutzlast. An Bord die Astronauten James McDivitt und Ed White.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger wurde die Titan 2 immer wichtiger und bekam sogar eine einmalige Chance: die NASA suchte nämlich nach einem Träger für ihr Gemini-Raumschiff und wollte dafür die Titan 2 der US Air Force benutzen. Dafür musste man zunächst mal die Rakete so weit verbessern, dass sie &#8222;human-rated&#8220;, also sicher genug ist, um Menschen starten zu können. Vor allem war der POGO-Effekt bei der Titan 2 besorgniserregend. Der POGO-Effekt ist die starke Querschwingung einer Rakete, ausgelöst durch herumschwappenden Treibstoff. Im schlimmsten Fall kann die Treibstoffversorgung der Treibwerke unterbrochen werden oder die Besatzung kann das Bewusstsein verlieren und sogar sterben. Doch die Probleme wurden behoben und die Titan 2 wurde von nun an als Titan 2 GLV für &#8222;Gemini Lauch Vehicle&#8220; bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technik Titan 1</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Titan 1 ist ein gutes Beispiel für eine konventionelle Rakete. Sie bestand aus zwei Stufen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <strong>erste Stufe</strong> war 16 m lang, hatte einen Durchmesser von 3,05 m und wog voll betankt 76 t. Sie bestand aus Aluminium und benutzte als Triebwerke zwei Aerojet LR-87-3 mit einem Schub von je 733,5 kN. Diese brannten 138 Sekunden lang und verbrannten dabei den Treibstoff Kerosin (auch RP-1) und den Oxidator LOX (flüssiger Sauerstoff).</li><li>Die <strong>zweite Stufe</strong> war 9,8 m lang, hatte einen Durchmesser von 2,26 m und wog voll betankt 20,59 t. Das einzelne Triebwerk vom Typ Aerojet LR 91-3 wurde, die die erste Stufe, mit RP-1 und LOX betrieben und leistete einen Schub von 357 kN.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technik Titan 2</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Titan 2 war eine Weiterentwicklung der Titan 1 und beruhte deswegen auf demselben Konzept. Sie bestand ebenfalls aus zwei Stufen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <strong>erste Stufe</strong> war mit 22,29 m Länge deutlich größer als die der Titan 1, hatte aber wie ihr Vorgänger einen Durchmesser von 3,05 m und wog voll betankt ganze 115,7 t. Sie bestand aus Aluminium und benutzte als Triebwerke zwei Aerojet LR-87-5 mit einem Schub von je 1.096 kN, die an den neuen Treibstoff angepasst wurden. Sie brannten nun schon 159 Sekunden lang und verbrannten dabei den Treibstoff Aerozin 50 und den Oxidator Distickstofftetroxid.</li><li>Die <strong>zweite Stufe</strong> wurde vollig überarbeitet. Sie war nun 7,9 m lang, hatte wie die Erststufe einen Durchmesser von 3,05 m und wog voll betankt 28,9 t. Ihr einzelnes LR-91-5-Triebwerk hatte einen Schub von 445 kN und brannte 180 Sekunden lang. Wie die Erststufentriebwerke verwendete es als Treibstoff Aerozin 50 und als Oxidator Stickstofftetroxid. Eine Besonderheit der Stufe ist, dass sie gestartet wird, während die erste Stufe noch läuft. Dabei entweichen die Abgase durch einen speziellen Stufenadapter, der bei der Trennung förmlich zerrissen wird. Diese in den USA eher seltene, dafür aber in Russland weit verbreitete Methode wird auch &#8222;heiße Stufentrennung&#8220; genannt.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Starts</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Startstatistik der Titan 1 ist durchwachsen: von den zwischen dem 6.2.1959 und dem 5.3.1965 durchgeführen 67 Starts waren sechs Fehlstarts und ganze 16 nur Teilerfolge, wobei die meisten Fehlstarts und Teilerfolge in der frühen Phase der Tests stattfanden. Die Titan 1 wurde vor allem von den Startkomplexen LC-15, LC-16, LC-19 und LC-20 in Cape Canaveral und OSTF, SLTF und LC-395 von der Vandenberg AFB aus eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Titan 2 dagegen war wesentlich erfolgreicher: von ihren 81 Starts, die zwischen dem 16.5.1962 und dem 27.7.1976 stattfanden, waren zwar wieder sechs Fehlstarts, dafür aber nur acht Teilerfolge und dies in einer frühen Phase der Tests. Hierfür fanden die Starts von den Startkomplexen LC-15, LC-16 und LC-19 in Cape Canaveral und von LC-395 und SLC-4W der Vandenberg AFB statt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan23g.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan23g.jpg" alt=""/></a><figcaption>Start des Umweltsatelliten QuikSCAT mit einer Titan 23G.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Titan 2 GLV schließlich war die erfolgreichte Version: all ihre zwölf Starts waren erfolgreich, wovon zehn Starts mit bemannten Gemini-Kapseln durchgeführt wurden. Sie startete ausschließlich vom Startkomplex LC-19 der Cape Canaveral Air Force Station.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wiederbelebung der Titan 2</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die letzte Titan 2 1987 außer Dienst gestellt wurde, wurden 14 der Raketen von Martin Marietta umgerüstet, um sie für Satellitenstarts zu nutzen. Die Modifikationen betrafen die Elektronik, eine neue Oberstufe vom Typ Star 37 XFP sowie eine neue Nutzlastverkleidung. Als Startkomplex wählte man SLC 4W der Titan 3B in Vandenberg und baute ihn für die Titan 2 um. Um sie von anderen Titanversionen zu unterscheiden, nannte man sie Titan 23G (der Name erinnerte aber an Versionen der Titan 3B, was das Namensgeflecht der Titans noch verwirrender machte). Der Erstflug fand am 5. September 1988 statt. Als Nutzlasten startete man vor allem Wettersatelliten der US Air Force, doch auch die NASA reservierte sich einige Titan 23G, mit denen unter anderem die Mondsonde Clementine sowie der Erdbeobachtungssatellit Landsat 6 (wobei bei diesem Start der neue Star 37 XFP-Antrieb und nicht die 40 Jahre alte Titan versagte) gestartet wurden. Es gab nur einen Fehlstart, nämlich wie gerade erwähnt den Ausfall beim Start von Landsat 6. Schließlich wurden 13 der 14 Titan 23G gestartet, wobei der letzte Start am 14. Oktober 2003 stattfand.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/titan-1-2-technische-daten/" data-wpel-link="internal">Titan 1 +2 &#8211; Technische Daten</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/titan-1-2-startliste/" data-wpel-link="internal">Titan 1 + 2 &#8211; Startliste</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/titan-3/" data-wpel-link="internal">Titan 3</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/titan-4/" data-wpel-link="internal">Titan 4</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/atlas-teil-1/" data-wpel-link="internal">Atlas (Teil 1)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Mercury-Astronaut Walter Schirra gestorben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mercury-astronaut-walter-schirra-gestorben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2007 15:26:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[Gemini]]></category>
		<category><![CDATA[Mercury]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Schirra]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30919</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der ehemalige US-Astronaut Walter Schirra ist am Mittwoch, dem 2. Mai 2007, in San Diego (USA) einem Krebsleiden erlegen. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: NASA, SpaceFacts. Vertont von Karl Urban. Schirra, einer der legendären ersten sieben Mercury-Astronauten, war der einzige Astronaut, der sowohl eine Mercury-, eine Gemini- und eine Apollo-Mission flog. Am 3. Oktober [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der ehemalige US-Astronaut Walter Schirra ist am Mittwoch, dem 2. Mai 2007, in San Diego (USA) einem Krebsleiden erlegen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Müller</a>. Quelle: NASA, SpaceFacts. Vertont von Karl Urban.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2007-05-05-74243.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WalterSchirraMercuryNASA260.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Walter Schirra als 
<i>Mercury</i>
-Astronaut 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schirra, einer der legendären ersten sieben Mercury-Astronauten, war der einzige Astronaut, der sowohl eine Mercury-, eine Gemini- und eine Apollo-Mission flog. Am 3. Oktober 1962 umkreiste er mit der Mercury-Kapsel Sigma 7 in einem neunstündigen Flug sechsmal die Erde. Einige Tage nach einer perfekten Wasserung sagte ihm der NASA-Administrator James Webb: „Niemand ist besser geflogen als du.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Kommandant der Mission Gemini 6 kehrte er drei Jahre später zurück in den Weltraum. Zusammen mit seinem Kollegen Thomas Stafford flog er am 15. Dezember 1965 das erste Rendezvous im Weltraum. Gemini 6 näherte sich der Gemini 7-Kapsel mit Frank Borman und James Lovell, die sich bereits im Weltraum befand, auf bis zu 30 cm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner dritten Mission, Apollo 7, läutete er das amerikanische Mondlandeprogramm ein. Im Januar 1967 hatte das Apollo-Programm durch das Feuer in der Apollo-1-Kapsel, bei dem während des Trainings alle drei Astronauten ums Leben kamen, einen Rückschlag erlitten. Vor allem deshalb waren im Oktober 1968 alle Augen auf Schirra und seine Kollegen Walter Cunningham und Donn Eisele gerichtet. Während der Mission wurden die Apollo-Kapsel getestet und Rendezvous-Manöver mit der Saturn 1B-Oberstufe trainiert. Am meisten machte den drei Astronauten aber eine schwere Erkältung zu schaffen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052007172610_small_2.jpg" alt="NASA" width="516" height="387"/><figcaption>
Die 
<i>Apollo 7</i>
-Crew: Donn Eisele, Commander Walter Schirra und Walter Cunningham (v.l.n.r.) 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Weltraumerfahrung von 12 Tagen, 7 Stunden und 12 Minuten im Flugbuch verließ Schirra 1969 die NASA und beendete seinen Dienst bei der US-Marine mit dem Rang des Captains. Über den Weltraum sagte er 1981: „Es ist eine feindselige Umgebung, die dich umbringt. Die Außentemperatur beträgt zwischen –450 und +300 Grad [Fahrenheit]. Du sitzt in einer fliegenden Thermosflasche.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schirras Interesse an der Fliegerei begann schon in seiner frühen Jugend. Im Alter von 13 Jahren flog er das erste Mal mit seinem Vater mit, der als Kampfpilot im 1. Weltkrieg gedient hatte, und konnte schon fliegen, bevor er auf die US Naval Academy in Annapolis, MD ging. Während des Korea-Krieges flog er 90 Combat-Missionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">1984 zog er nach Rancho Santa Fe bei San Diego, wo er als unabhängiger Berater sein eigenes Büro eröffnete und sich in seiner Freizeit dem Segelsport widmete. Er hinterlässt seine Frau Jo und seine beiden Kinder Suzanne und Walter Schirra III. Von den sieben Mercury-Astronauten sind jetzt nur noch zwei am Leben, John H. Glenn und M. Scott Carpenter.  
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