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	<title>Geologen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Geologen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Curiosity: Wasser formte den Gale-Krater auf dem Mars</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2014 13:29:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Geologen]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits seit mehreren Monaten erkundet der Marsrover Curiosity Gesteinsformationen am Fuße des Zentralberges im Inneren des Gale-Kraters. Die beteiligten Wissenschaftler haben jetzt Hinweise darauf gefunden, dass sich dieser Berg aus Sedimenten gebildet hat, welche zuvor über mehrere Millionen Jahre hinweg in einem großen See ablagert wurden. Dies deutet darauf hin, dass auf dem Mars einstmals [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bereits seit mehreren Monaten erkundet der Marsrover Curiosity Gesteinsformationen am Fuße des Zentralberges im Inneren des Gale-Kraters. Die beteiligten Wissenschaftler haben jetzt Hinweise darauf gefunden, dass sich dieser Berg aus Sedimenten gebildet hat, welche zuvor über mehrere Millionen Jahre hinweg in einem großen See ablagert wurden. Dies deutet darauf hin, dass auf dem Mars einstmals erheblich längere Perioden mit einem feuchten Klima aufgetreten sein könnten als bisher angenommen wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Die Gesteine in der Region &#8222;Pahrump Hills&#8220; weisen einen ausgeprägten 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%A4gschichtung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schichtaufbau</a>
 auf. Dieses Foto der Gesteinsformation &#8222;Whale Rock&#8220; wurde am 2. November 2014 mit der 
<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">MastCam</a>
 angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Seit seiner am 6. August 2012 erfolgten Landung auf unserem Nachbarplaneten erforscht der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> das Innere des 154 Kilometer durchmessenden Gale-Kraters. Neben den anderen wissenschaftlichen Zielen, welche die NASA mit dieser ambitionierten Mission verbindet, richtet sich das Interesse der Marsforscher dabei besonders auf die Untersuchung der klimatologischen und geologischen Bedingungen, welche einstmals in dieser Region des Mars vorgeherrscht haben. Ganz speziell steht dabei der im Inneren des Gale-Krater gelegene Zentralberg &#8222;Aeolis Mons&#8220; im Fokus der Wissenschaftler. </p>



<p>Diverse Aufnahmen von verschiedenen Marsorbitern zeigten bereits im Vorfeld der <i>Curiosity</i>-Mission, dass dieser bis zu 5.500 Meter über den Boden des Kraters hinausragende Berg an seinen Flanken über einen ausgeprägten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%A4gschichtung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schichtaufbau</a> verfügt. In den einzelnen Schichten ist &#8211; vergleichbar mit den Steilwänden des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geologie_des_Grand_Canyon" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Grand Canyon</a> im US-Bundesstaat Arizona &#8211; die langfristige klimatologische und geologische Geschichte dieser Region der Marsoberfläche enthalten. Anders als in den auf der Erde gewonnenen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eisbohrkern" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Bohrkernen</a> liegen diese Informationen dabei mehr oder weniger offen zutage und sind für <i>Curiosity</i> somit relativ leicht einsehbar. </p>



<p>Bereits am 18. September 2014, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a> 753 seiner Mission, erreichte der Rover eine mit dem Namen &#8222;Pahrump Hills&#8220; belegte Region, welche sich etwa 150 Meter über den tiefsten Punkten des Gale-Kraters befindet und die nach der Meinung der an der <i>Curiosity</i>-Mission beteiligten Geologen ein Bestandteil der untersten Gesteinsschicht darstellt, aus der sich der Zentralberg Aeolis Mons zusammensetzt. Durch die intensive Untersuchung der hier befindlichen Gesteine ergeben sich jetzt neue Einblicke, welche einen Hinweis darauf liefern könnten, dass auf dem Mars einstmals viel länger wärmere und zugleich auch &#8218;feuchtere&#8216; Umweltbedingungen anzutreffen waren als bisher angenommen wurde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption> Im April 2014 untersuchte der Rover diese in der Region Kimberley gelegenen Schichten aus Sandstein, bei denen es sich um die Überreste von Sedimentablagerungen handelt. Dabei wurde eine fortschreitende Anhäufung dieser Strukturen in Richtung des Zentralberges registriert.  <br> (Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems) </figcaption></figure></div>



<p><strong>Der Schichtaufbau des Aeolis Mons</strong> <br> Im bisherigen Missionsverlauf zeigten die Daten von <i>Curiosity</i> bereits mehrfach, dass der Gale-Krater in der Frühzeit des Mars dem Einfluss von flüssigem Wasser ausgesetzt war. Unter anderem konnte im September 2012 ein uraltes, mittlerweile aber bereits seit mehreren Milliarden Jahren ausgetrocknetes Flussbett identifiziert werden. Unklar war dabei, wie lange dieser von Norden aus in den Gale-Krater mündende Fluss einstmals Wasser führte. War das ein einmaliges und eventuell nur kurzzeitig auftretendes Phänomen, dauerte es &#8211; in geologischen Zeitspannen betrachtet &#8211; länger an oder hat sich dieser Prozess im Verlauf der Jahrtausende und Jahrmillionen vielleicht sogar mehrfach wiederholt? </p>



<p>Auf den Fotos, welche der Rover in den letzten Monaten von seiner unmittelbaren Umgebung angefertigt hat, sind eine Vielzahl von dünnen Gesteinsschichten erkennbar, die sich offenbar aus unterschiedlich erosionsresistenten Materialien zusammensetzen. Derartige Strukturen, so die allgemeine Ansicht der Geologen, können sich jedoch nur unter der langfristigen Einwirkung von flüssigem Wasser bilden. Die Mitarbeiter der <i>Curiosity</i>-Mission interpretieren diese Strukturen aufgrund der in den letzte Monaten gewonnenen Daten als einen Hinweis darauf, dass das Innere des Gale-Kraters einstmals von einem großflächigen, eventuell sogar mehrere hundert Meter tiefen See bedeckt war. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme der MastCam dokumentiert ein ehemaliges Flussbett. Die hier erkennbaren geologischen Strukturen sind charakteristisch für die Überreste eines Flussdeltas, welches in einen See mündet und das dabei in mehreren Schritten &#8218;anwuchs&#8216;. Das hier gezeigte &#8222;Zabriskie Plateau&#8220; befindet sich etwa 500 Meter nordöstlich der &#8222;Pahrump Hills&#8220;. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Die in den Gale-Krater mündenden Flüsse haben demnach Sedimentpartikel mit sich geführt und diese an ihren Mündungen zunächst in <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwemmf%C3%A4cher" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schwemmfächern</a> abgelagert. Dieser Prozess wiederholte sich über einen Zeitraum von vermutlich mehreren zehn Millionen Jahren immer wieder. Durch diese stetig erfolgenden Überlagerungen mit nachfolgenden Sedimenten verdichteten sich die einzelnen Sedimentschichten &#8211; bedingt durch das auf ihnen lastende Gewicht &#8211; immer mehr. Infolge von chemischen Reaktionen kam es schließlich zu einer <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zementation_(Geologie)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Zementation</a> der einzelnen Schichten. </p>



<p>Nach einer dramatischen Veränderung der atmosphärischen Bedingungen, welche vor mehr als 3,7 Milliarden Jahren erfolgte, &#8218;verlor&#8216; der Mars neben einem Großteil seiner Atmosphäre auch sein flüssiges Wasser. In der Folgezeit waren die einzelnen Sedimentschichten einer permanenten Erosion ausgesetzt, wobei die auf dem Mars wehenden Winde eine entscheidende Rolle spielten. &#8218;Weichere&#8216; Schichten der zuvor abgelagerten Sedimente wurden durch den Wind teilweise abgetragen, wobei der von dem Wind transportierte Sand und Staub im Verlauf der Jahrmilliarden wie ein Sandstrahlgebläse fungierte. Gegen diese Winderosion widerstandsfähigere Sedimentschichten blieben dagegen erhalten und sind in der Gegenwart als aus dem Gestein herausragende Strukturen erkennbar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Imperial College" width="260"/></a><figcaption>
Dieses Diagramm veranschaulicht die Verlagerung von Sedimenten in einem flüssigen Medium. An der Stelle wo ein Fluss in einen See mündet, verlangsamt sich die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers. Mitgeführte Sedimente werden dabei in einem bestimmten Muster am Grund abgelagert. Im Laufe der Zeit werden diese Sedimente immer weiter in Richtung des Zentrums des Sees verfrachtet. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Imperial College)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Anzeichen für einen früheren See</strong> <br> Die schräge Ausrichtung dieser feinen, teilweise nur wenige Millimeter dicken Sedimentschichten, welche in die südöstliche Richtung zeigt, legt zudem nahe, dass sich das von den Flüssen transportierte Lockermaterial vor seiner Zementation von dem Delta weg bewegt hat. Dabei wurde das Lockermaterial in die Richtung des jetzigen Zentralberges transportiert, wo sich demzufolge einstmals ein tieferes Gewässer befunden haben muss. Durch diesen Prozess wurden im Laufe von Jahrmillionen immer neue Sedimente am Grund dieses Sees abgelagert. Selbst in zwischenzeitlichen Trockenperioden wäre das Wasser aus diesem See laut den an der <i>Curiosity</i>-Mission beteiligten Wissenschaftlern in Form von Grundwasser erhalten geblieben. Somit hätte sich auch über lange Zeiträume hinweg eine prinzipiell lebensfreundliche Umweltsituation ergeben.  <br> <strong>Der Mars &#8211; früher noch &#8218;lebensfreundlicher&#8216; als bisher gedacht?</strong> <br> Bereits nach weniger als einem Jahr haben die Daten des Rovers <i>Curiosity</i> gezeigt, dass auf unserem Nachbarplaneten einstmals Bedingungen herrschten, welche prinzipiell die Entstehung und Weiterentwicklung von primitiven Lebensformen begünstigt haben könnten. Die jetzt gewonnenen Daten liefern Hinweise darauf, dass es auf dem Mars zudem einstmals deutlich längere Perioden mit wärmeren und somit auch &#8218;feuchteren&#8216; Umweltbedingungen gegeben haben könnte, als bisher angenommen wurde. Allerdings müssen die Planetologen jetzt eine Antwort auf die Frage finden, welche exakten atmosphärischen Bedingungen die Existenz von Wasser auf dessen Oberfläche einstmals über einen längeren Zeitraum möglich gemacht haben könnten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Feine, nur wenige Millimeter dicke Schichten aus Sedimenten bildeten diesen Felsen in der Region &#8222;Pahrump Hills&#8220;. Diese Aufnahme wurde am 28. Oktober 2014 angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Sofern sich unsere Hypothese über den Mount Sharp [so der NASA-interne, allerdings nicht offizielle Name für den Aeolis Mons] bestätigen sollte, stellt das die bisherigen Ansichten über den Mars infrage, laut denen warme und feuchtere Bedingungen lediglich kurzzeitig, lokal begrenzt oder sogar nur unterhalb der Planetenoberfläche aufgetreten sind&#8220;, so Dr. Ashwin Vasavada, der stellvertretende Projektwissenschaftler der <i>Curiosity</i>-Mission am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien. &#8222;Eine radikale Annahme wäre dabei, dass durch eine einstmals dichte Atmosphäre die Temperaturen auf dem urzeitlichen Mars planetenweit über den Gefrierpunkt gestiegen sind. Allerdings wissen wir bislang nicht, wie das geschehen sein könnte.&#8220; 
<br>
Durch seine weiteren Untersuchungen, so die Erwartung der beteiligten Wissenschaftler, wird der Marsrover <i>Curiosity</i> dazu beitragen, dieses bisherige Geheimnis zu lösen und die Mysterien zu entschlüsseln, welche sich im  Laufe der Zeit durch die Wechselwirkung zwischen dem Wasser, den Sedimentgesteinen und der Atmosphäre ergeben haben. </p>



<p>&#8222;Wir sind auf einem guten Weg, das Geheimnis des Mount Sharp zu entschlüsseln&#8220;, so John Grotzinger, der Projektwissenschaftler der <i>Curiosity</i>-Mission vom California Institute of Technology (CIT) in Pasadena. &#8222;Wo sich heute ein Berg befindet, könnten sich früher einmal Seen befunden haben.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_small_6.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Seit dem gestrigen Tag ist Curiosity wieder mit der Untersuchung der Gesteinsformation &#8222;Whale Rock&#8220; beschäftigt. Die hier gezeigte Aufnahme wurde am 2. November 2014 angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Die weitere Vorgehensweise</strong>
<br>
Auf seinem Weg durch die Region &#8222;Pahrump Hills&#8220; erreichte <i>Curiosity</i> am gestrigen Tag &#8211; dem Sol 835 &#8211; nach einer Fahrt über eine Distanz von etwa 32 Metern erneut eine mit dem Namen &#8222;Whale Rock&#8220; belegte Gesteinsformation, welche bereits Anfang November 2014 erstmals untersucht wurde. In den kommenden Tagen sollen im Rahmen einer weiteren und diesmal ausführlicheren Untersuchungskampagne die dort entdeckten feinen Strukturen der einzelnen Gesteinsschichten sowie die chemische und mineralogische Zusammensetzung des Gesteins analysiert werden. </p>



<p>Um die an seinem Instrumentenarm montierten Instrumente &#8211; es handelt sich um ein Alphapartikel-Röntgenspektrometer und um eine Mikroskopkamera &#8211; erfolgreich einsetzen zu können muss der Rover jedoch sehr nahe an diese Formation herandirigiert werden. Dies könnte sich aufgrund der Unwegsamkeit des Geländes allerdings als kompliziert gestalten. Die für die Steuerung von <i>Curiosity</i> verantwortlichen &#8218;Roverdriver&#8216; des JPL gehen davon aus, dass sie mehrere Anläufe benötigen werden, um eine optimale Position für diese In-situ-Untersuchungen einzunehmen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122014142941_small_7.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Ein weiteres Beispiel für geschichtete Sedimentablagerungen in der Region Pahrump Hills. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem Abschluss seiner Analysen in der Region &#8222;Pahrump Hills&#8220; soll der Rover dann weiter in Richtung des Zentralberges dirigiert werden und dabei noch höher gelegene Regionen ansteuern. Durch eine langsame &#8218;Besteigung&#8216; des Berges, welche mit weiteren ausführlichen Analysen von aus geologischer Sicht interessant erscheinenden Ablagerungen verbunden sein wird, soll diese Entwicklungsgeschichte im weiteren Verlauf der Mission Schritt für Schritt erforscht und entschlüsselt werden. Auf diese Weise erhoffen sich die auf die Erforschung des Mars spezialisierten Wissenschaftler weitere Erkenntnisse darüber, wann, wie, warum und in welchen Zeiträumen sich das Klima und die Umweltbedingungen auf dem Mars einstmals so dramatisch verändert haben. </p>



<p>&#8222;Sobald <i>Curiosity</i> in höher gelegene Regionen fährt werden wir eine Reihe von Untersuchungen durchführen, die uns zeigen sollen, auf welche Weise die Atmosphäre, das Wasser und die Sedimente interagiert haben&#8220;, so John Grotzinger weiter. &#8222;Dabei werden wir auch sehen, wie sich die dortigen chemischen Bedingungen im Laufe der Zeit verändert haben.&#8220; </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem gerade anbrechenden Sol 837 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> fast zehn Kilometer auf der Marsoberfläche zurückgelegt. Dabei hat der Rover mit seinen Kamerasystemen inzwischen 206.348 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.3930" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ist der Mond aktiver als bisher gedacht?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ist-der-mond-aktiver-als-bisher-gedacht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2014 12:03:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Geologen]]></category>
		<category><![CDATA[LRO]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Vulkanismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Relativ junge Spuren vulkanischer Aktivität lassen vermuten, dass der Mond geologisch aktiver ist, als bisher angenommen. Ein Beitrag von Christian Klempsmann. Quelle: NASA. Bereits im Jahre 1971 wurden die Wissenschaft vor ein Rätsel gestellt, dass bis heute nicht geklärt werden konnte. Astronauten der Mission Apollo 15 fotografierten aus dem Orbit eine Gesteinsformation, die wie die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Relativ junge Spuren vulkanischer Aktivität lassen vermuten, dass der Mond geologisch aktiver ist, als bisher angenommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Christian Klempsmann. Quelle: NASA.</p>



<p>Bereits im Jahre 1971 wurden die Wissenschaft vor ein Rätsel gestellt, dass bis heute nicht geklärt werden konnte. Astronauten der Mission Apollo 15 fotografierten aus dem Orbit eine Gesteinsformation, die wie die Überreste eines Vulkanausbruches aussieht. Erloschene Vulkane auf dem Mond waren für die Forscher zwar keine Überraschung, da sie mit solchen Formationen aufgrund der angenommenen Entstehungsgeschichte des Mondes rechneten. Tatsächlich besteht ein großer Teil der Mondoberfläche aus erstarrter Lava, die als &#8222;Mann-im-Mond&#8220; betrachteten Gesteinsformationen aus in Vulkanen enstandenem Basalt. Das Alter dieser speziellen Formation, die von Apollo 15 gefunden wurde, passt jedoch nicht in die Entstehungsgeschichte des Mondes.      </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25112014130315_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25112014130315_small_1.jpg" alt="NASA" width="363" height="205"/></a><figcaption>
Ansicht des irdischen Mondes  
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Das Alter von Mondlandschaften lässt sich relativ genau anhand der Anzahl von Einschlagskratern ermitteln. Je Älter eine Landschaft ist, desto mehr Einschlagskrater weißt sie auf. Nach dem bisherigen Kenntnisstand endeten die vulkanischen Aktivitäten auf dem Mond vor etwa einer Milliarde Jahren. </p>



<p>Die &#8222;Ina&#8220; genannte Formation wird aufgrund der Anzahl der Krater aber auf höchstens einige 10 Millionen Jahre geschätzt.     </p>



<p>Formationen wie &#8222;Ina&#8220; sind von der Erde aus nicht zu entdecken, da sie in ihren größten Ausdehnungen höchstens 500 Meter betragen. So blieb &#8222;Ina&#8220; über 30 Jahre ein Rätsel, das nicht zu lösen war.      </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25112014130315_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25112014130315_small_2.jpg" alt="NASA / Lunar Reconnaissance Orbiter" width="331" height="204"/></a><figcaption>
Vulkanische Formation auf dem Mond 
<br>
(Bild: NASA / Lunar Reconnaissance Orbiter)
</figcaption></figure></div>



<p>Wie sich jetzt herausgestellt hat, ist dieses Rätsel größer, als bisher angenommen. Ein Team um Sarah Braden von der Arizona State University hat Hunderte von hochauflösenden Fotos des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) untersucht und hat mehr als 70 weitere Formationen gefunden, die &#8222;Ina&#8220; ähneln. Diese jetzt IMP (Irregular Mare Patches) genannten Formationen haben ein Alter von höchstens 100 Millionen Jahren, sind also zu einer Zeit entstanden, als die Dinosaurier die Erde beherrschten, einige sogar von nur 50 Millionen Jahre, als Säugetiere die Dinosaurier abgelöst hatten.    </p>



<p>John Keller, LRO-Projektwissenschaftler am Goddard Space Flight Center, schätzt die Ergebnisse als so bedeutend ein, dass man wohl die Bücher über die Mondgeschichte neu schreiben muss. Alle Nachweise über die &#8222;jungen&#8220; vulkanischen Aktivitäten legen nahe, dass es im Inneren des Mondes möglicherweise deutlich heißer ist, als man bisher angenommen hat. Die am Projekt beteiligten Geologen schließen auch zukünftige Ausbrüche nicht gänzlich aus.</p>



<p>Hierzu hat die NASA auch ein Video (in englischer Sprache) veröffentlicht:   <a class="a" href="https://www.youtube.com/watch?v=53TGz30Z1sM&amp;feature=youtu.be" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Link</a></p>



<p><strong>Weiterführende Informationen:</strong>
<br>
<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/heller-meteoriteneinschlag-auf-dem-mond/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Heller Meteoriteneinschlag auf dem Mond</a></p>



<p><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/bisher-groesster-beobachteter-einschlag-auf-dem-mond/" data-wpel-link="internal">Bisher größter beobachteter Einschlag auf dem Mond</a></p>



<p><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=924.450" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Curiosity: Intensive Gesteinsanalysen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-intensive-gesteinsanalysen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 19:07:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Gale-Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Geologen]]></category>
		<category><![CDATA[Instrumente]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
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		<category><![CDATA[MRO]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity ist nach wie vor damit beschäftigt, in seinem gegenwärtigen Operationsgebiet diverse Oberflächenformationen zu analysieren. Aus den dabei zu gewinnenden Daten erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Erkenntnisse über die klimatologische und geologische Geschichte unseres Nachbarplaneten. Dabei trat in den letzten Tagen allerdings ein Problem mit einem der Instrumente des Rovers auf. Ein Beitrag [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity ist nach wie vor damit beschäftigt, in seinem gegenwärtigen Operationsgebiet diverse Oberflächenformationen zu analysieren. Aus den dabei zu gewinnenden Daten erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Erkenntnisse über die klimatologische und geologische Geschichte unseres Nachbarplaneten. Dabei trat in den letzten Tagen allerdings ein Problem mit einem der Instrumente des Rovers auf.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: USGS, JPL, University of Leicester, UMSF-Forum.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="305" height="163"/></a><figcaption>
Bereits seit dem September 2014 operiert der Marsrover Curiosity im Bereich einer Oberflächenformation namens Pahrump Hills. Hierbei wurden auch diverse Zwischenstopps für wissenschaftliche Untersuchungen eingelegt. Im Hintergrund dieser Mosaikaufnahme sind die Ausläufer des Zentralberges Aeolis Mons erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits seit dem August 2012 erforscht der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> das Innere des 154 Kilometer durchmessenden <a href="https://www.raumfahrer.net/der-gale-krater/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Gale-Kraters</a>. Neben den anderen <a href="https://www.raumfahrer.net/die-ziele-der-curiosity-mission/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">wissenschaftlichen Zielen</a>, welche die NASA mit dieser ambitionierten Mission verbindet, richtet sich das Interesse der Marsforscher dabei besonders auf die Untersuchung der klimatologischen und geologischen Bedingungen, welche einstmals in dieser Region des Mars vorgeherrscht haben. Ein speziellen Interesse gilt dabei dem im Inneren des Gale-Krater gelegenen Zentralberg &#8222;Aeolis Mons&#8220;. </p>



<p>Diverse Aufnahmen von verschiedenen Marsorbitern zeigten bereits im Vorfeld der <i>Curiosity</i>-Mission, dass dieser etwa 5.500 Meter über den Boden des Kraters hinausragende Berg an seinen Flanken über einen ausgeprägten Schichtaufbau verfügt. In den einzelnen Schichten ist &#8211; vergleichbar mit den Steilwänden des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geologie_des_Grand_Canyon" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Grand Canyon</a> im US-Bundesstaat Arizona &#8211; die langfristige klimatologische und geologische Geschichte dieser Region der Marsoberfläche enthalten. Anders als in den auf der Erde gewonnenen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eisbohrkern" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Bohrkernen</a> liegen diese Informationen dabei mehr oder weniger offen zutage und sind für den Rover <i>Curiosity</i> somit relativ leicht einsehbar. </p>



<p>Durch eine langsame &#8218;Besteigung&#8216; des Berges, welche mit ausführlichen Analysen von aus geologischer Sicht interessant erscheinenden Ablagerungen verbunden ist, soll diese Entwicklungsgeschichte im weiteren Verlauf der Mission Schritt für Schritt erforscht und entschlüsselt werden. Auf diese Weise erhoffen sich die auf die Erforschung des Mars spezialisierten Wissenschaftler weitere Erkenntnisse darüber, wann, wie, warum und in welchen Zeiträumen sich das Klima und die Umweltbedingungen auf dem Mars einstmals so dramatisch verändert haben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="359" height="130"/></a><figcaption>
Neben den auf dem Weg gelegenen Gesteinsformationen richtet sich das Interesse der Wissenschaftler auch immer wieder auf den Sand, welcher die Marsoberfläche entlang der Route des Rovers Curiosity bedeckt. Dieses Mosaik, welches sich aus mehreren am 7. November 2014 erstellten Einzelaufnahmen der MastCam zusammensetzt, zeigt im unteren Bildbereich die Spur, welche die Räder des Rovers hinterlassen haben. Fünf in einer Linie verlaufende kleine schwarze Punkte markieren im linken Drittel des Mosaiks die Orte, wo der Laser der ChemCam zur Untersuchung des Untergrundes zum Einsatz kam. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Auf seinem Weg zu der Basis dieses Berges erreichte <i>Curiosity</i> bereits am 18. September 2014, dem <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" data-wpel-link="external">Sol</a> 753 seiner Mission, die Region &#8222;Pahrump Hills&#8220;, wo er sich seitdem intensiv als &#8218;Feldgeologe&#8216; betätigt hat. Dieses Gebiet ist nach der Meinung der an der <i>Curiosity</i>-Mission beteiligten Geologen ein Bestandteil der untersten Gesteinsschicht auf der sich der Zentralberg Aeolis Mons aufbaut. Zwecks der Untersuchung der hier befindlichen Gesteine wurde am 24. September ein an dem <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/der-aufbau-des-rovers/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Instrumentenarm</a> befindlicher <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/das-probenentnahmesystem/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Bohrer</a> eingesetzt um Material zu gewinnen, welches anschließend über mehrere Wochen hinweg ausführlich mit den verschiedenen <a href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-des-marsrovers-curiosity/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Instrumenten des Rovers</a> analysiert wurde (<a href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-bohrt-bei-den-pahrump-hills/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p><strong>Erhöhte Hämatit-Vorkommen</strong> <br> Bei den Untersuchungen mit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/das-chemin-spektrometer/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">CheMin-Spektrometer</a> zeigte sich, dass die untersuchte Bodenprobe über einen signifikanten Anteil des Eisenoxidminerals <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4matit" target="_blank" data-wpel-link="external">Hämatit</a> verfügt. Diese Entdeckung ist für die beteiligten Wissenschaftler besonders deshalb von Bedeutung, weil bereits im Jahr 2010 eines der Instrumente des NASA-Orbiters <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (kurz <i>MRO</i>) in genau dieser Region des Gale-Kraters Hinweise auf erhöhte Hämatit-Vorkommen geliefert hatte.  <br> &#8222;Dieser Fund stellt eine direkte Verbindung zu den Messdaten her, welche wir aus dem Orbit heraus gewonnen haben&#8220;, so der <i>Curiosity</i>-Projektwissenschaftler John Grotzinger vom California Institute of Technology in Pasadena/Kalifornien. Die Wissenschaftler können sich jetzt sicher sein, dass sie die bisherigen Messungen des <i>MRO</i> zur Identifikation von Mineralen auf der Marsoberfläche richtig interpretiert haben und werden dies in Zukunft bei der Planung der wissenschaftlichen Aktivitäten berücksichtigen. </p>



<p>&#8222;Wir haben mittlerweile den Bereich des Kraters erreicht, aus dem die mineralogischen Informationen stammen, die bei der Auswahl des Gale-Kraters als Landeplatz eine wichtige Rolle gespielt haben&#8220;, erläutert Ralph Milliken von der Brown University. &#8222;Wir sollten nun in der Lage sein, auf der Grundlage der Daten der Orbiter vorherzusagen, welche Mineralien wir wo vorfinden werden. Auf diese Weise können wir in Zukunft die Orte, wo weitere Bohrungen durchgeführt werden sollen, ganz gezielt auswählen.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="351" height="145"/></a><figcaption>
Die von Curiosity während der letzten zwei Monate zurückgelegte Route. Die letzte auf dieser Karte vermerkte Fahrt des Rovers erfolgte am Missionstag Sol 799 (4. November 2014), wobei der Rover die am oberen Kartenrand eingezeichnete Formation Kelso erreichte. Seitdem hat sich Curiosity im Rahmen von drei weiteren Fahrten wieder zu der weiter südlich befindlichen Formation Book Cliffs bewegt, welche am 18. November erreicht und seitdem intensiv untersucht wurde. Die nächste Fahrt ist für den morgigen Tag geplant und wird über eine Distanz von etwa 20 Metern führen. Die dabei anzusteuernden Ziele tragen die Namen &#8222;Alexander Hills&#8220; und &#8222;Carnivore Canyon&#8220; und befinden sich südöstlich des gegenwärtigen Standortes. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Intensive Erforschung der Pahrump Hills</strong>
<br>
Auch in den auf die Analyse der Bohrprobe folgenden Wochen hat sich <i>Curiosity</i> auf die Untersuchung der in der unmittelbaren Umgebung der Pahrump Hills befindlichen und dort frei zutage tretenden Grundgesteine konzentriert. Der Rover absolvierte hierzu in Abständen von jeweils einigen Tagen mehrere kurze Fahrten über jeweils nur wenige Meter. Am Ende einer jeden Etappe erfolgten weitere Analysen und Messungen, welche von ausführlichen Beobachtungskampagnen der verschiedenen bildgebenden Instrumente begleitet wurden. Im Rahmen einer ersten &#8218;Besichtigungstour&#8216; durch die Pahrump Hills legte der Rover dabei eine Strecke von insgesamt rund 110 Metern zurück und untersuchte dabei Bereiche, welche sich von ihrem Höhenniveau her um etwa neun Meter unterschieden. </p>



<p>&#8222;Wir konnten [hierbei] eine vielfältige Geologie beobachten&#8220;, so Dr. Ashwin Vasavada, der stellvertretende Projektwissenschaftler der <i>Curiosity</i>-Mission am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien. &#8222;Einige Bereiche weisen eine feine Schichtung auf und sind von ihrer Zusammensetzung her sehr feinkörnig. Andere Bereiche sind eher blockartig gestaltet und haben sich gegenüber den erosiven Kräften als sehr widerstandsfähig herausgestellt.&#8220; 
<br>
Einige diese Formationen sind von Ablagerungen bedeckt, welche Unterschiede in ihrer jeweiligen chemischen Zusammensetzung aufweisen. Andere Strukturen sind von feinen Mineraladern durchzogen oder weisen unterschiedliche Grade einer <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zementation_(Geologie)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Zementation</a> auf. &#8222;Es gibt hier viel zu erforschen&#8220;, so Dr. Ashwin Vasavada weiter. </p>



<p>Nach dem Abschluss seiner ersten &#8218;Runde&#8216; durch die Pahrump Hills begann <i>Curiosity</i> einen zweiten &#8218;Durchgang&#8216;, bei dem mehrere der bereits zuvor kurz untersuchten Oberflächenziele erneut angesteuert wurden. Diesmal ließen sich die beteiligten Wissenschaftler jedoch etwas mehr Zeit und untersuchten dabei ausgewählte Bereiche ausführlicher und im Detail. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="308" height="206"/></a><figcaption>
Am 9. November 2014 fertigte die MastCam des Rovers diese Aufnahme an. Sie zeigt feinkörniges Gestein im Bereich der Region Pahrump Hills. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Die Variationen, die wir bisher gesehen haben, zeigen uns, dass sich die Umweltbedingungen in diesem Bereich der Marsoberfläche im Laufe der Zeit verändert haben. Dies trifft sowohl für die Zeit zu, als sich die Sedimente gebildet haben als auch für die Zeit, in der sie sich zu Grundgestein verfestigt haben. Wir konnten mehrere Ziele identifizieren, von denen wir denken, dass sie uns die besten Chancen bieten, Antworten auf die Fragen zur Entstehung dieser Ablagerungen zu erhalten. Haben sie sich in stehenden oder in fließenden Gewässern gebildet? Welchen Einfluss hatte der durch den Wind verfrachtete Sand? Und in welchem Ausmaß und auf welche Art hat sich die Zusammensetzung der Materialien während der Zeit verändert?&#8220;, so Dr. Vasavadas Erklärung für diese ausführlichen und somit auch zeitintensiven Arbeiten, welche jedoch voll und ganz der Zielsetzung der Mission entsprechen. </p>



<p>Im Verlauf der vergangenen Woche konzentrierte sich das Interesse der Wissenschaftler hierbei auf eine mit dem Namen &#8222;Book Cliffs&#8220; belegte Gesteinsformation. Hierbei kam unter anderem an drei verschiedenen auf diesem Gesteinsaufschluss gelegenen Stellen das &#8222;Dust Removal Tool&#8220; (kurz DRT) zum Einsatz, bevor diese Bereiche eingehenderen Analysen unterzogen wurden. </p>



<p>Bei dem DRT handelt es sich um eine aus Borsten aus Edelstahl bestehende Bürste, mit der eine zu untersuchende Gesteinsformation von der obersten Staubschicht befreit werden kann. Eine solche Staubschicht, welche unter Umständen seit Jahrmillionen den auftretenden Umweltbedingungen &#8211; einschließlich der einfallenden kosmischen Strahlung &#8211; ausgesetzt war, kann zum Beispiel die Messergebnisse des <a href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometers</a> verfälschen. </p>



<p><strong>Die weitere Vorgehensweise</strong> <br> Für den heutigen Tag ist vorgesehen, speziell diese drei Bereiche erneut mit der <a href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">MastCam</a> &#8211; der Hauptkamera des Rovers &#8211; abzubilden und dabei durch den Einsatz verschiedener Filter multispektrale Aufnahmen zu gewinnen, welche in Kombination mit den Daten von anderen Instrumenten Informationen über die Zusammensetzung von Book Cliffs liefern sollen. Die <a href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> wird diese Stellen zudem erneut in einem passiven Beobachtungsmodus abtasten. Außerdem sollen die Kameras des Rovers genutzt werden, um eventuell derzeitig über dem Gale-Krater befindliche Wolken abzubilden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Diese am 21. November mit der rechten Navigationskamera abgebildete Gesteinsformation wurde mit dem Namen Book Cliffs belegt. Der Instrumentenarm ist hier direkt über einer &#8222;Topanga&#8220; genannten Stelle platziert, wo kurz zuvor das DRT des Rovers aktiv war. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p>Voraussichtlich am morgigen Tag wird <i>Curiosity</i> den Bereich von Book Cliffs verlassen und sich zu zwei neuen, mit den Namen &#8222;Alexander Hills&#8220; und &#8222;Carnivore Canyon&#8220; belegten Zielen begeben, welche sich etwa 20 Meter südöstlich vom jetzigen Standort und ebenfalls noch im Bereich der Pahrump Hills befinden. Auch hier sollen dann in der kommenden Woche ausführliche Bodenuntersuchungen durchgeführt werden. Nach der Auswertung der in den letzten Wochen gewonnenen Daten soll zudem entschieden werden, ob und &#8211; wenn ja &#8211; wo <i>Curiosity</i> im Bereich der Pahrump Hills eine weitere Bohrung durchführen soll. </p>



<p>Nach dem Abschluss der Untersuchungen an seinem jetzigen Standort soll der Rover weiter in Richtung des Zentralberges dirigiert werden und dabei höher gelegene Regionen ansteuern. Ein potentielles Ziel auf der zukünftigen Route stellt dabei eine mit dem Namen &#8222;Hematite Ridge&#8220; belegte Oberflächenformation dar. Auch hier konnte das CRISM-Spektrometer des <i>MRO</i> Anzeichen für erhöhte Hämatit-Konzentrationen vorfinden. </p>



<p><strong>Probleme mit der ChemCam</strong> <br> Ein wichtiges &#8211; aber keinesfalls das einzige &#8211; Instrument für die Untersuchung der chemischen Zusammensetzung der auf der Marsoberfläche befindlichen Gesteine stellt das &#8222;Chemistry and Camera Instrument&#8220; (kurz <a href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">&#8222;ChemCam&#8220;</a>) dar. Leider trat bei diesem Instrument während der letzten Tage ein Problem auf. Von der ChemCam empfangene Diagnosedaten zeigen, dass ein in das Instrument integrierter <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dauerstrichlaser#Dauerstrich" target="_blank" data-wpel-link="external">Dauerstrichlaser</a> zunehmend an Leistung verliert. Dieser Dauerstrichlaser wird dazu verwendet, um das Schmidt-Cassegrain-Teleskop der ChemCam zu fokussieren, bevor der Hauptlaser des Instruments aktiv wird und das für eine Untersuchung angepeilte Ziel mit einer Serie von einzelnen Laserpulsen &#8218;beschießt&#8216;. Bisher kam dieser Dauerstrichlaser bereits mehr als 2.000 mal zum Einsatz. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112014200753_small_6.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="390" height="144"/></a><figcaption>
Dieser kleine, lediglich etwa einen Meter lange Felsgrat weist gegenüber seiner Umgebung eine hohe Resistenz gegen die allgegenwärtig auf der Marsoberfläche auftretende Erosion auf. Die Steine, welche diese Formation &#8222;Pink Cliffs&#8220; bilden, verfügen somit anscheinend über eine chemische Zusammensetzung, welche von der unmittelbaren Umgebung abweicht. Die hier gezeigte Aufnahme wurde aus mehreren Einzelaufnahmen zusammengesetzt, welche die MastCam des Rovers am 7. Oktober 2014 anfertigte. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Für den Fall das die Leistung des Dauerstrichlasers noch weiter abfällt und dabei einen Punkt erreicht, an dem dessen Leistung nicht mehr zum Fokussieren des Teleskops ausreicht, plant das zuständige Instrumententeam den ausführlichen Test einer alternativen Methode. Statt eines dauerhaften Abstrahlens einer Lichtwelle mit konstanter Intensität durch den Dauerstrichlaser soll hierbei vielmehr der Hauptlaser eingesetzt werden, um noch vor der Durchführung einer geplanten Messung einige Pulse abzusetzen, welche dabei ausschließlich der Teleskop-Fokussierung dienen sollen. Erstmals kam diese Methode am gestrigen Tag zum Einsatz. </p>



<p>Bis zum heutigen Tag, dem Sol 816 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> mehr als 9,5 Kilometer auf der Marsoberfläche zurückgelegt. Dabei hat der Rover mit seinen Kamerasystemen inzwischen 202.970 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.3915" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mars Rover: Vier Landeplätze zur Auswahl</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-rover-vier-landeplaetze-zur-auswahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2003 21:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Geologen]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Solarsegel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=28249</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Wissenschaftler des Jet Propulsion Laboratory der NASA stehen vor der schwierigen Entscheidung, welchen Landeplatz sie für ihre Rover auswählen sollen. Ein Beitrag von Lorenz Zistler. Quelle: ESO. Das Startdatum für die beiden Mars Erkundungs Rover kommt immer näher und deshalb ist es nötig einen Platz zum landen für sie auszuwählen. Mutige Reisende würden einen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Wissenschaftler des Jet Propulsion Laboratory der <i>NASA</i> stehen vor der schwierigen Entscheidung, welchen Landeplatz sie für ihre Rover auswählen sollen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Lorenz Zistler. Quelle: ESO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15012003223506_small_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15012003223506_small_1.jpg" alt="None" width="260"/></a><figcaption>   Der Rover Jan   <br> (Bild:  <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.eso.org/public/" target="_blank" data-wpel-link="external">ESO</a>)   </figcaption></figure></div>



<p>Das Startdatum für die beiden Mars Erkundungs Rover kommt immer näher und deshalb ist es nötig einen Platz zum landen für sie auszuwählen. Mutige Reisende würden einen Globus drehen und einen Urlaub zu dem Platz machen den ihr Finger findet. Aber Wissenschaftler und Ingenieure, die an der neuesten Rover Mission der <i>NASA</i> arbeiten dürfen nicht so zufällig über den Landeplatz der Zwillingsrover, die im Mai und Juni dieses Jahres starten werden, entscheiden. Letzte Woche traffen sich Mitglieder und andere von der Wissenschaftsgemeinde um die letzte Chance zum diskutieren und zur Feinabstimmung der Pros und Kontras jedes der vier Bewerber für den Landeplatz zu nutzen. Bilder und Daten von zwei anderen <i>NASA</i> Raumschiffen die gerade den roten Planet umkreisen &#8211; Mars Global Surveyor und Mars Odyssey &#8211; haben unschätzbare Informationen über mögliche Landeplätze bereitgestellt. &#8220; Dies ist ein einzigartiger Zeitraum, wo wir Orbitalmissionen haben, die uns bei der Entscheidung helfen können,&#8220; sagte Dr. Matt Golombek, JPL Landeplatz Wissenschaftler, &#8222;Wir wollen zu Orten kommen, mit Gelände, dass unseren Verstand herausfordert, aber nicht die Sicherheit der Rover.&#8220;  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15012003223506_small_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15012003223506_small_2.jpg" alt="None" width="260"/></a><figcaption>
  Mögliche Landeplätze  
<br>
(Bild: 
<a href="https://www.eso.org/public/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">ESO</a>
  )  
</figcaption></figure></div>



<p>Weil die Rover nicht den Luxus haben auf einer geplasterten Landebahn zu landen, müssen die JPL Geologen und Ingenieure sorgfältig ein Gebiet, ohne große Felsen die das Airbag Landesystem des Rovers beschädigen könnten, aussuchen. Auch könnte ein Gebiet, dass zu dicht mit Felsen jeder Größe besiedelt ist, den Rover daran hindern sich frei zu bewegen. Winde in der unteren Atmosphere sind genauso zu wichtig zu berücksichtigen, weil sonst die Seile der Airbagbeschichtung und der Lander gegeneinanderprallen. Eine passende Richtung zur Sonne ist lebenswichtig für die Solar betriebenen Rover. Geologen haben Plätze in der nähe des Äquators ausgesucht, wo genügend Sonnenlicht ist. Die Plätze sind auch relativ frei von Anhäufungen von Eisenoxidstaubparikeln, die die Solarsegel bedecken könnten und die Beweglichkeit des Rovers stören könnten. Wie die letzten vier in jedem Wettkampf ist jeder der vier Marskandidaten ein möglicher Gewinner. &#8222;Drei der Plätze, Terra Meridiani, bekannt als der Eisenherz Platz, Gusev und Isidis, zeigen Beweise für Oberflächenprozesse, die Wasser beinhalten. Diese Plätze erscheinen fähig dazu, den Zielen, der Wissenschaftler, für die Rover Mission zu entsprechen: zu bestimmen, ob Wasser auf dem Mars vorhanden war und ob Bedingungen herrschen die für die Konservierung von Beweisen für früheres Leben günstig sind,&#8220; sagte Golombek. Der vierte Platz, Elysium, scheint altes Gelände zu enthalten, welches Anhaltspunkte enthalten könnte zu dem frühen Klima auf dem Mars, als die Bedingungen besser gewesen sein könnten. Über die nächsten Monate hinweg, werden Geologen und Ingenieure weitermachen, die Lebensfähigkeit von jedem Platz zu analysieren. Die entgültige Entscheidung wird von der <i>NASA</i> im April getroffen werden, kurz bevor der Rover seine Reise zum Mars beginnt.  </p>
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