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	<title>Geostationär &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Geostationär &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Rückblende: Herman Poto&#269;nik Noordung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rueckblende-herman-potonik-noordung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 15:44:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zur Ehrung eines Weltraumvisionärs. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Besuch, Lektüre. Denkt man heute an den Begriff „Raumstation“, so schwebt einem sofort das Bild der ISS vor Augen. Eine große Konstruktion aus Zylindern, Kegeln und Quadern mit riesigen Solar-Auslegern. Das Bild einer Raumstation, wie wir sie heute kennen, wurde durch die Vorgängermodelle, wie Saljut, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Zur Ehrung eines Weltraumvisionärs.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Besuch, Lektüre.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042019174447_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042019174447_small_1.jpg" alt="via Wikipedia (Urheber unbekannt)" width="260"/></a><figcaption>
Herman Potočnik 
<br>
(Bild: via Wikipedia (Urheber unbekannt))
</figcaption></figure></div>



<p>Denkt man heute an den Begriff „Raumstation“, so schwebt einem sofort das Bild der ISS vor Augen. Eine große Konstruktion aus Zylindern, Kegeln und Quadern mit riesigen Solar-Auslegern. Das Bild einer Raumstation, wie wir sie heute kennen, wurde durch die Vorgängermodelle, wie Saljut, Mir und Skylab geprägt. Immer wird ein Zylinder mit anderen Zylindern kombiniert. </p>



<p>Geht man in der Zeit weit vor 1971 zurück, so findet man ganz andere Vorstellungen von der „klassischen“ Raumstation. In verschiedenen Publikationen wurde diese als ringförmiges, sich um die Radnabe drehendes Gebilde dargestellt. Man war der Meinung, dass es notwendig wäre, durch Rotationskräfte künstliche Schwerkraft zu erzeugen. Ein gar nicht so abwegiger Gedanke für Langzeitaufenthalte im Weltraum, der heute weiter aktuell ist. </p>



<p>Als Vorlage für diese Stationsentwürfe dienten vor allem die Zeichnungen aus Collier’s-Magazin aus den frühen 1950er Jahren, die hauptsächlich auf den Vorstellungen von Wernher von Braun basierten. Dieser erläuterte seine Vorstellungen u.a. in einer sehr ausführlichen populärwissenschaftlichen Filmdarstellung im Jahre 1956. Die Vorstellung der radförmigen Raumstation wurde weltweit aufgegriffen. So zum Beispiel in der Sowjetunion vom Regisseur Pawel Wladimirowitsch Kluschanzew in seiner filmischen Zukunftsvision „Der Weg zu den Sternen“ von 1957. Den absoluten Triumpf feierte diese Idee im Film aber in Kubricks Meisterwerk „2001 &#8211; Odysse im Weltraum“. Nirgend wo sonst wurde die Rad-Raumstation so detailliert in Szene gesetzt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042019174447_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042019174447_small_2.jpg" alt="Potočnik via Wikipedia" width="260"/></a><figcaption>
Detailierte Wohnrad-Darstellung 
<br>
(Bild: Potočnik via Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p>Doch es gibt noch weitaus frühere Überlegungen zu einer radförmigen Raumstation. </p>



<p>Ein hierzulande sehr wenig bekannter Visionär der Raumfahrt ist Herman Potočnik (1892-1929). Potočnik ist auch unter dem Pseudonym Hermann Noordung bekannt. Geboren in Pola, im heutigen Kroatien, diente er im Ersten Weltkreig in der österreichischen Armee als Offizier. Nach dem Krieg studierte er Maschinenbau und Elektrotechnik an der Universität in Wien. 1929 verstarb er in Wien an den Folgen einer Lungenentzündung im Alter von 36 Jahren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042019174447_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042019174447_small_3.jpg" alt="Potočnik via Wikipedia" width="260"/></a><figcaption>
Wohnrad im All &#8211; künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: Potočnik via Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p>Als Vermächtnis für die Raumfahrt hinterließ Potočnik sein Buch „Das Problem der Befahrung des Weltraums – Der Raketenmotor“, erschienen 1929 in Berlin. Darin beschrieb er ausführlich und für den Laien durchaus verständlich, dass es technisch möglich wäre, Raumfahrt zu betreiben. Er machte ausführliche Vorschläge für eine ringförmige Raumstation, das sogenannte Wohnrad, welches in einem geostationären Orbit über der Erde stehen sollte. Dabei berechnete er genau die entsprechende Entfernung. Sein Buch wurde 1935 ins Russische, 1986 ins Slowenische und 1999 (!) von der NASA ins Englische übersetzt. Im Internet findet sich der 188-seitige <a class="a" href="https://www.nasa.gov/wp-content/uploads/2023/03/sp-4026.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Text</a> mit einhundert teils sehr detaillierten Zeichnungen und Grafiken. </p>



<p>Es ist davon auszugehen, dass sowohl in Russland, Deutschland, England und den USA Potočniks Ideen zur Kenntnis genommen und aufgegriffen wurden. </p>



<p>Und natürlich ist sehr bemerkenswert, was Potočnik vor über neunzig Jahren an Gedanken und Ideen zu Papier gebracht hat, und was dann später daraus geworden ist. Der Buchtext mit den enthaltenen Grafiken ist für alle historisch interessierten Raumfahrtfreunde eine empfehlenswerte Lektüre. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042019174447_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042019174447_small_4.jpg" alt="Andreas Weise" width="260"/></a><figcaption>
Besucher an der Grabstelle Potočnik 
<br>
(Bild: Andreas Weise)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Anerkennung blieb Potočnik Zeit Lebens versagt. Seine Raumfahrtideen wurden damals nicht ernst genommen. Vorschläge in den späten 1990er Jahren, eine internationale Raumstation nach Potočnik zu benennen, wurden leider nicht aufgegriffen. Heute wird er in Fachkreisen entsprechend gewürdigt. </p>



<p><strong>Nachtrag</strong> <br>Angeregt durch einen Vortrag von Michael Tilgner „Hermann Potočnik Noordung und der geostationäre Orbit“ <a class="a" href="https://www.youtube.com/watch?v=368U-bwZ-oM" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">(Aufzeichnung durch spacelivecast.de bei YouTube)</a> im Rahmen der <a href="https://www.raumfahrer.net/33-tage-der-raumfahrt-in-neubrandenburg/" data-wpel-link="internal">Raumfahrttage in Neubrandenburg 2017</a> entstand die Idee von Maria Pflug-Hofmayr (Der-Orion), ihn in Wien zu ehren, welche sofort durch andere Mitstreiter aufgegriffen wurde.  </p>



<p>Im Jahre seines 90. Todestages trafen sich am Vorabend des Tages der Raumfahrt Raumfahrtfreunde aus Österreich und Deutschland an seiner Ruhestätte auf dem Evangelischen Friedhof in Wien, um Potočnik zu würdigen. Vertreter von Der-Orion, Mars Society Deutschland e.V., Raumfahrer Net e.V. und Verein zur Förderung der Raumfahrt e.V. gedachten dem großen Weltraumvisionär.  </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Indiens militärischer Comsat GSAT 7A im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indiens-militaerischer-comsat-gsat-7a-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2018 15:48:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 7A]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV]]></category>
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		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Sriharikota]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>GSAT 7A ist ein neuer militärischer Kommunikationssatellit indischer Produktion. Das Raumfahrzeug wurde am 19. Dezember 2018 ins All transportiert und hatte anschließend begonnen, mit Hilfe eigener Triebwerke den Weg in den Geostationären Orbit (GEO) einzuschlagen. Zwischenzeitlich hat der Satellit in etwa das Niveau des GEO erreicht. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ISRO. Die indische [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">GSAT 7A ist ein neuer militärischer Kommunikationssatellit indischer Produktion. Das Raumfahrzeug wurde am 19. Dezember 2018 ins All transportiert und hatte anschließend begonnen, mit Hilfe eigener Triebwerke den Weg in den Geostationären Orbit (GEO) einzuschlagen. Zwischenzeitlich hat der Satellit in etwa das Niveau des GEO erreicht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ISRO.</p>



<p>Die indische Raumfahrtforschungsorganisation (Indian Space Research Organisation, ISRO) meldete mit Datum vom 24. Dezember 2018, vier geplante Bahnanhebungsmanöver von GSAT 7A seien erfolgreich absolvieren worden. Nach den vier Manövern befand sich GSAT 7A laut ISRO auf einer 0,2 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt rund 35.800 Kilometer über der Erde und einer Erdferne von rund 36.092 Kilometern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSLV-MkII-Start am 19. Dezember 2018 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p>Um 11:40 Uhr MEZ (10:40 Uhr UTC) am 19. Dezember 2018 war die GSLV-Rakete mit der Flugnummer F11 mit GSAT 7A an der Spitze am Ende eines rund 26 Stunden dauernden Countdowns von der Rampe Nr. 2 (Second Launch Pad, SLP) des Raumflugzentrums Satish Dhawan auf der Insel Sriharikota an Indiens Südküste gestartet. Nach etwas über 19 Minuten Flugzeit war dann die Abtrennung des Satelliten auf einer etwas günstigeren als der minimal erwarteten Transferbahn erfolgt. Die dritte Stufe der Rakete wurde vor dem Aussetzen des Satelliten betrieben, bis ihr der Treibstoff ausging. </p>



<p>Die benutzte GSLV-Mk2-Rakete flog in einer gegenüber zuvor eingesetzten GSLV-Mk2-Varianten in zahlreichen Punkten verbesserten Version. Die zweite Stufe GS2 war mit einem schubgesteigertem Haupttriebwerk und statt mit 39,5 Tonnen wie bei früheren Flügen mit über 40 Tonnen (42,196 Tonnen) Treibstoff ausgestattet und wird daher auch als GL40 (statt GL37.5H) bezeichnet. Die Beladung der dritten Stufe GS3 war von 12 auf rund 15 Tonnen (14,996 Tonnen) Treibstoff gesteigert worden, sie hörte daher auf die Bezeichnung C15 bzw. CUS 15 (statt C12.5). Ihr Motor CE7.5 war ebenfalls in der Lage, mehr Schub als seine Vorgänger zu liefern. Seine Regelbrennzeit wurde um rund 80 Sekunden gesteigert. Die notwendigen Konstruktionsänderungen bewirkten eine Vergrößerung der Höhe der Rakete um etwa 1,8 Meter auf eine Gesamtbauhöhe von 50,926 Metern. </p>



<p>Der der Erde nächstliegende Bahnpunkt der anvisierten Übergangsbahn für GSAT 7A lag bei etwa 170 Kilometern über der Erde, ihr erdfernster Bahnpunkt abhängig von der erzielten Performance der Oberstufe im Bereich zwischen 33.190 und 40.600 Kilometern über der Erde. Die Neigung der anvisierten Bahn gegen den Erdäquator betrug 19,35 Grad. Erreicht wurde eine Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt von 170,8 Kilometern und einer Erdferne von 39.127 Kilometern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_small_2.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 7A in Antennentestkammer 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p>Ein erstes Bahnanhebungsmanöver am 20. Dezember 2018 dauerte rund 3.895 Sekunden. Es brachte GSAT 7A auf eine Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt von rund 11.693 Kilometern und einem erdfernsten Bahnpunkt von 38.905 Kilometern über der Erde. Die Neigung dieser Bahn gegen den Erdäquator war auf 5,75 Grad reduziert, ein Erdumlauf auf ihr dauerte knapp 16 Stunden. </p>



<p>Für die Bahnanhebungsmanöver besitzt GSAT 7A ein mit Monomethylhydrazin (MMH) als Treibstoff und einer Mischung aus Stickstoffoxiden (MON-3) als Oxidator betriebenes, 440 Newton starkes Apogäumstriebwerk (Liquid Apogee Motor, LAM). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_small_3.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 7A in Transportkonfiguration &#8211; Künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p>Der auf dem indischen Bus I-2K basierende Satellit mit einer Startmasse von rund 2.250 Kilogramm hat eine Auslegungsbetriebsdauer von acht Jahren. Innerhalb eines entsprechenden Zeittraums soll der Satellit von einer Position bei 63 Grad Ost im Geostationären Orbit rund 35.786 Kilometer über der Erde Kommunikationsdienste für Militär und Regierungsstellen Indiens zur Verfügung stellen. </p>



<p>Hauptnutzer von GSAT 7A wird die Indische Luftwaffe (Indian Air Force, IAF) sein. Die IAF will mit Hilfe des Satelliten Verbindungen zwischen ihren Luftwaffenbasen, Kontrollzentren und Radarstellungen am Boden, mit Frühwarnflugzeugen (z.B. wie Berijew A-50 Schmel &#8211; Бериев А-50 Шмель &#8211; auf Basis der Iljuschin Il-76) und mit fernzusteuernden Drohnen herstellen können. Einen gewissen Anteil der Kapazitäten des neuen Satelliten &#8211; die Rede ist von etwa 30 Prozent &#8211; soll von den Indischen Landstreitkräften genutzt werden können. Die indischen Landstreitkräfte sollen später ihren eigenen GSAT 7 bekommen, nämlich GSAT 7B. GSAT 7 (ohne anhängendes A) alias Insat 4F (NORAD 39.234, COSPAR 2013-044B) ist schon seit dem 29. August 2013 im All und wird von der Marine Indiens genutzt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_small_4.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 7A in Betriebskonfiguration &#8211; Künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p>Um seinen Aufgaben nachkommen zu können, erhielt GSAT 7A eine Kommunikationsnutzlast mit einer Anzahl von im K<sub>u</sub>-Band arbeitenden Transpondern. Zur Bahnverfolgung, zur Telemetriedatenübertragung und zur Fernsteuerung des Satelliten besitzt letzterer zusätzliche Kommunikationseinrichtungen für das C-Band (Tracking, Telemetry and Control &#8211; TT&amp;C &#8211; während LEOP) und das K<sub>u</sub>-Band (TT&amp;C im Regelbetrieb). 
<br>
Der Energieversorgung der Kommunikationsnutzlast und der übrigen Systeme an Bord von GSAT 7A dienen zwei Solarzellenausleger. Bei Betriebsende sollen sie zusammen immer noch ausreichend elektrische Leistung für den 3,3 Kilowatt starken Satelliten zur Verfügung stellen können. </p>



<p>GSAT 7A ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.864 und als COSPAR-Objekt 2018-105A.  </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16232.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"> GSAT 7A auf GSLV Mk.II vom SDSC SLP Sriharikota</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Proton-M bringt Blagowest 13L ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-m-bringt-blagowest-13l-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2018 07:49:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
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		<category><![CDATA[Reschetnjow]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42563</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein weiterer Kommunikationssatellit für das russische Verteidigungsministerium wurde am 21. Dezember 2018 mit einer Proton-M-Rakete von Chrunitschew vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus in den Weltraum gebracht. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Interfax-AVN, lenta.ru, racurs.ua, Reschetnjow, RIAN, Roskosmos, Russisches Verteidigungsministerium, Tass, Thales Alenia Space. Um 1:20 Uhr MEZ bzw. 0:20 Uhr UTC (3:20 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/proton-m-bringt-blagowest-13l-ins-all/" data-wpel-link="internal">Proton-M bringt Blagowest 13L ins All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein weiterer Kommunikationssatellit für das russische Verteidigungsministerium wurde am 21. Dezember 2018 mit einer Proton-M-Rakete von Chrunitschew vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus in den Weltraum gebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Interfax-AVN, lenta.ru, racurs.ua, Reschetnjow, RIAN, Roskosmos, Russisches Verteidigungsministerium, Tass, Thales Alenia Space.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018084942_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018084942_small_1.jpg" alt="A. Alpatov / A. Pantyukhin / Yuzhny CC" width="260"/></a><figcaption> Proton-M-Start am 21. Dezember 2018  <br> (Bild: A. Alpatov / A. Pantyukhin / Yuzhny CC) </figcaption></figure></div>



<p>Um 1:20 Uhr MEZ bzw. 0:20 Uhr UTC (3:20 Uhr Moskauer Zeit) am 21. Dezember 2018 hob die inklusive Breeze-M-Oberstufe vierstufige Proton-M mit dem Erzeugniscode 8K82KM in der Version ФIII (Phase 3) von der Startplattform 81/24 in Baikonur ab. Als exakte Startzeit wird 3:20:00.020 Uhr Moskauer Zeit genannt. </p>



<p>Das Kommando- und Messzentrum der russischen Weltraumstreitkräfte German Titow alias Golizyno 2 in Krasnoznamensk westlich von Moskau erfasste gegen 1:25 Uhr MEZ das Projektil und überwachte den Flug der insgesamt 418. gestarteten Proton-Rakete (bzw. den 2. im Jahre 2018).</p>



<p>Nach rund zehn Minuten Flug wurde die Orbitaleinheit bestehend aus Satellit und Oberstufe um 1:30 Uhr MEZ von der Proton-Rakete abgetrennt. Neun Stunden und zwei Minuten nach dem Abheben wurde der Satellit für das russische Verteidigungsministerium dann schließlich von der Oberstufe mit dem Erzeugniscode 14С43 im vorgesehenen Orbit ausgesetzt. </p>



<p>Die Oberstufe wurde anschließend mittels zweier zusätzlicher Brennphasen aus dem Zielorbit für ihre Nutzlast herausgebracht, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax-AVN mit Bezug auf das russische Verteidigungsministerium. In der Meldung vom 21. Dezember 2018 spricht die Agentur davon, die Oberstufe sei in einen Friedhofsorbit rund 36.000 Kilometer über der Erde transferiert worden. </p>



<p>Der Satellitenhersteller meldete am 21. Dezember 2018, der unmittelbar im Geostationären Orbit (GEO) ausgesetzte Satellit funktioniere wie vorgesehen, er habe sich an der Sonne orientiert ausgerichtet, Antennen- und Solarzellenausleger seien entfaltet.</p>



<p>Demnächst soll das Raumfahrzeug eine fixe Position im Geostationären Orbit einnehmen, wohin es seine eigenen Triebwerke bringen können. Nach dem Start erhielt der Kommunikationssatellit in der Serie der russischen Kosmos-Satelliten die Nummer 2.533. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018084942_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018084942_small_2.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/></a><figcaption>
Blagowest-Kommunikationssatellit &#8211; Künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei dem Satelliten handelt es sich um das dritte Exemplar aus einer neuen Serie von vier Kommunikationssatelliten für das russische Verteidigungsministerium. Für die neben Ka- auch Q-Band-Transponder tragenden Satelliten wurde die Bezeichnung Blagowest bzw. Blagovest vergeben sowie der russische Erzeugniscode 14F149.  </p>



<p>Gebaut wurde Blagowest 13L von Reschetnjow alias JSC Information Satellite Systems (JSC ISS) mit Sitz in Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk. Das dreiachsstabilisierte Raumfahrzeug basiert auf dem Satellitenbus Ekspress 2000 (russisch Экспресс 2000) von Reschetnjow. Seine Auslegungsbetriebsdauer beträgt 15,25 Jahre. </p>



<p>Die Aufgabe von Blagowest 13L ist es, Daten mit hoher Geschwindigkeit an Nutzer des russischen Militärs auszuliefern, ihnen die Möglichkeit für Telefon- und Videokonferenzen zu geben und sie mit breitbandigem Zugriff auf das Internet zu versorgen. Blagowest (russisch БЛАГОВЕСТ) bedeutet „gute Nachrichten“. </p>



<p>Die Satelliten der Blagowest-Serie besitzen eine Kommunikationsnutzlast mit wesentlichen Bestandteilen vom französisch-italienischen Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space (TAS). 2015 beschrieb Reschetnjow die Kommunikationsnutzlast als Gemeinschaftsentwicklung mit TAS („Provider APS JSC ISS jointly with TAS“). </p>



<p>Neueren Berichten zufolge handelt es sich bei der Kommunikationsnutzlast um eine Eigenentwicklung von Reschetnjow. Allerdings hieß es noch 2017 in einer Präsentation von Reschetnjow, Kommunikationsausrüstung für vier Blagowest-Satelliten 11L bis 14L komme von TAS („Provider of RTR equipment TAS“). In einem Dokument von TAS aus dem Jahre 2014 werden bezüglich Blagowest unter anderem „Q-Band Input Filters“ genannt. </p>



<p>Blagowest 13L  (Благовест №13Л) alias Kosmos 2.533 ist katalogisiert als COSPAR-Objekt 2018-107A. Die Breeze-M-Oberstufe ist katalogisiert als COSPAR-Objekt 2018-107B. Der sogenannte Donut-Tank, ein abtrennbarer Zusatztank der Oberstufe, ist katalogisiert als COSPAR-Objekt 2018-107C. </p>



<p><strong>Update 28. Dezember 2018:</strong>
<br>
Im Internet wurden zwischenzeitlich einige Meldungen russischer Quellen veröffentlicht, nach denen die Breeze-M-Oberstufe vor Aussetzen des Satelliten nicht so gearbeitet hat wie geplant. Beispielsweise schrieb die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti am 27. Dezember 2018 unter Bezug auf eine nicht näher identifizierte Quelle aus der Raumfahrtindustrie, der Orbit von Kosmos 2.533 müsse wegen eines kleineren Fehlers der Breeze-M-Oberstufe justiert werden. </p>



<p>Laut RIA Novosti habe ihr Informant mitgeteilt, der Orbit von Kosmos 2.533 sei etwas niedriger ausgefallen als geplant. Wegen der Treibstoffreserven an Bord sei das aber nicht kritisch, und der Satellit könne den Fehler (mit seinen eigenen Triebwerken) ausgleichen. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16604.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"> Blagowest Nr. 13L auf Proton-M/Briz-M von Baikonur</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Telstar 19 VANTAGE im Regelbetrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/telstar-19-vantage-im-regelbetrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Aug 2018 18:24:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fakel]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Regelbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[SS/L]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Kommunikationssatellitenbetreiber Telesat aus Ottawa in Kanada hat am 27. August 2018 mitgeteilt, dass sein jüngster Kommunikationssatellit den Regelbetrieb aufgenommen hat. Überwacht und gesteuert wird der Telstar 19 VANTAGE genannte neue Satellit von der Telesat-Tochter Telesat Brazil. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AMERGINT, Hughes, SpaceX, SS/L, Telesat. Telstar 19 VANTAGE kreist seit seinem Start [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Kommunikationssatellitenbetreiber Telesat aus Ottawa in Kanada hat am 27. August 2018 mitgeteilt, dass sein jüngster Kommunikationssatellit den Regelbetrieb aufgenommen hat. Überwacht und gesteuert wird der Telstar 19 VANTAGE genannte neue Satellit von der Telesat-Tochter Telesat Brazil.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AMERGINT, Hughes, SpaceX, SS/L, Telesat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28082018202438_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28082018202438_small_1.jpg" alt="Space Systems/Loral (SS/L)" width="260"/></a><figcaption> Telstar 19 VANTAGE im All &#8211; Illustration.  <br> (Bild: Space Systems / Loral (SS/L)) </figcaption></figure></div>



<p>Telstar 19 VANTAGE kreist seit seinem Start von der Startrampe 40 (Space Launch Complex 40, SLC-40) der Luftwaffenbasis Cape Canaveral (Cape Canaveral Air Force Station, CCAFS) am 22. Juli 2018 um die Erde. In den Weltraum transportiert hatte ihn eine Falcon-9-Rakete von SpaceX in der Version Block 5. Der Start der Rakete mit dem Booster B1047 war um 5:50 Uhr Weltzeit (UTC) am Anfang eines eine Stunde langen Startfensters erfolgt.  <br>Die Bahn, auf der Telstar 19 VANTAGE ausgesetzt wurde, ein sogenannter subsynchroner Transferorbit, war rund 27 Grad gegen den Erdäquator geneigt und besaß einen der Erde nächstliegenden Bahnpunkt in rund 243 Kilometern Höhe sowie einen von der Erde am weitesten entfernten Bahnpunkt in rund 17.863 Höhe. </p>



<p>Das Raumfahrzeug dient jetzt der Versorgung von Empfängern auf beiden amerikanischen Kontinenten und im Bereich des Nordatlantik sowie der Karibik. Dazu ist es bei 63 Grad West im Geostationären Orbit (GEO) in durchschnittlich 35.786 Kilometern über dem Erdäquator positioniert worden, wo auch Telstar 14R alias Estrela do Sul 2 steht. Beide Satelliten sollen in der gleichen „orbitalen Box“ bei 63 Grad West ± 0,05 eingesetzt werden. </p>



<p>Primäre Bahnverfolgungs- und Kontrollstation ist diejenige von Telesat Brasilien in Belo Horizonte. Die Station in Brasilien nutzt für Telstar 19 VANTAGE unter anderem Kommunikationshardware der Marke satTRAC von AMERGINT Technologies Inc. aus Colorado Springs aus den USA. Als Backup und Ergänzung sind die Stationen Mt. Jackson im US-Bundesstaat Virginia und Allan Park in Kanada gedacht. </p>



<p>Telstar 14R ist eine Konstruktion von Space Systems / Loral (SS/L), ein Unternehmen, das mittlerweile zum Technologiekonzern Maxar, der ehemaligen MacDonald, Dettwiler and Associates Ltd., gehört. Der Satellit konnte nach seinem Start nur einen Solarzellenausleger fehlerfrei entfalten. Daher arbeitet Telstar 14R gegenüber seiner ursprünglichen Auslegung mit auf rund 60% reduzierter Kapazität und wird sich vielleicht nur 12 statt geplanter 15 Jahre lang betreiben lassen. Wegen des nicht nutzbaren Solarzellenauslegers hat Telesat Kanada im Dezember 2011 132,7 Millionen US-Dollar von einer Versicherung erhalten, hatte Loral Space and Communications seinerzeit mitgeteilt. </p>



<p>SS/L ist auch der Hersteller von Telstar 19 VANTAGE. Das neue Raumfahrzeug mit einer Startmasse von rund 7.075 Kilogramm basiert auf dem Satellitenbus 1300 und wurde in Palo Alto im US-Bundesstaat Kalifornien gebaut. Die im November 2015 bestellte Konstruktion mit einer Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren ist mit Transpondern für das K<sub>a</sub>&#8211; und das K<sub>u</sub>-Band ausgerüstet. 
<br>
Der Telesat-Kunde Hughes Network Systems LLC (Hughes) bezeichnet Telstar 19 VANTAGE im Rahmen einer auf 15 Jahre angelegten Vereinbarung über die Nutzung von K<sub>a</sub>-Band-Kapazität für Südamerika an Bord als Hughes 63 West. 
<br>
Die vollständigen K<sub>a</sub>-Band-Kapazitäten von  Telstar 19 VANTAGE für den Norden Kanadas sind in langfristigen Verträgen gebunden. Bell Canda beispielsweise versorgt über eine dedizierte Ausleuchtzone (spot beam) 25 Gemeinden in Nunavut im nördlichsten Bereich Kanadas. </p>



<p>Zum Bahnerhalt und gegebenenfalls zur Lageregelung gibt es an Bord von Telstar 19 VANTAGE vier elektrische Triebwerke. Sie sind vom Typ SPT-100 (СПД-100) von Fakel aus Russland und verwenden das Edelgas Xenon als Stützmasse. Außerdem besitzt der Satellit eine Anzahl von kleinen chemischen Triebwerken, sowie ein größeres chemisches Triebwerk, das für die großen Bahnanhebungen Richtung GEO verwendet worden war. </p>



<p>Hat Telstar 19 VANTAGE in einigen Jahren seine Arbeit getan, will man ihn in einen über dem GEO liegenden Friedhofsorbit steuern. Für das Erreichen einer Bahn mindestens 275 Kilometer über dem GEO wird bei einer Gesamtmasse des Satelliten beim Ende seines kommerziellen Einsatz von 3.031 Kilogramm eine Treibstoffmenge von zwölf Kilogramm veranschlagt. </p>



<p>Darüber hinaus vorhandene Treibstoffreste sollen anschließend für weitere Bahnanhebungen verwendet werden, bis sie so weit erschöpft sind, dass keine Verbrennung mehr erfolgt. Für dann noch vorhandene Reste von Monomethylhydrazin (MMH) und Stickstofftetroxid (N<sub>2</sub>0<sub>4</sub>) ist einfaches Ablassen vorgesehen.  <br>Telstar 19 VANTAGE ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.562 und als COSPAR-Objekt 2018-059A. </p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16228.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Telstar 19V auf Falcon 9 (B1047.1)</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>APStar 6C an Betreiber übergeben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/apstar-6c-an-betreiber-uebergeben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Aug 2018 06:47:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[APStar 6C]]></category>
		<category><![CDATA[APT Satellite]]></category>
		<category><![CDATA[CGWIC]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Hongkong]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Xichang]]></category>
		<category><![CDATA[XSLC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Chinas internationale Vermarkterin von Trägerraketen und Satelliten, die China Great Wall Industry Corporation (CGWIC), teilte am 7. August 2018 mit, dass man zusammen mit dem Betreiber von APStar 6C, der APT Satellite Company Ltd. (APT Satellite), die Übergabe des Satelliten an den Betreiber am gleichen Tag mit einer feierlichen Zeremonie abgeschlossen hat. Ein Beitrag von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Chinas internationale Vermarkterin von Trägerraketen und Satelliten, die China Great Wall Industry Corporation (CGWIC), teilte am 7. August 2018 mit, dass man zusammen mit dem Betreiber von APStar 6C, der APT Satellite Company Ltd. (APT Satellite), die Übergabe des Satelliten an den Betreiber am gleichen Tag mit einer feierlichen Zeremonie abgeschlossen hat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: APT Satellite, CGWIC.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082018084739_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082018084739_small_1.jpg" alt="APT Satellite" width="260"/></a><figcaption>
APStar 6C im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: APT Satellite)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Kommunikationssatellit APStar 6C war auf einer Rakete vom Typ Langer Marsch 3B/G-2 am 4. Mai 2018 vom chinesischen Satellitenstartzentrum Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) aus in den Weltraum transportiert worden. </p>



<p>Im Rahmen der „Launch and Early Orbit Phase“ (LEOP) erfolgten nach dem Aussetzen des Satelliten fünf Brennphasen des Apogäumsmotors des Satelliten sowie eine Reihe von Einsätzen der Lageregelungs- und Manövertriebwerke des Raumfahrzeugs, um es zur vorgesehenen Testposition im Geostationären Orbit (GEO) rund 35.768 Kilometer über der Erde zu steuern. Die erforderlichen Manöver waren laut CGWIC am 11. Mai 2018 abgeschlossen. </p>



<p>Nach dem Erreichen der Testposition erfolgten Bahnverfolgung und Versorgung des in China auf Basis des Busses DFH-4 gebauten Satelliten mit erforderlichen Kommandos von der Bodenstation Taipo von APT Satellite in Hongkong aus. Vorher war das neue Raumfahrzeug vom Satellitenkontrollzentrum Xi&#8217;an (Xi&#8217;an Satellite Control Centre, XSCC) in der Provinz Shaanxi aus überwacht und gesteuert worden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082018084739_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082018084739_small_2.jpg" alt="APT Satellite" width="260"/></a><figcaption>
Übergabezeremonie mit Unterschriften &#8230; 
<br>
(Bild: APT Satellite)
</figcaption></figure></div>



<p>Ab dem 14. Mai 2018 erfolgten Tests der Kommunikationsnutzlast von APStar 6C durch die Bodenstation Hongkong. Nach der am 27. Mai 2018 aufgetretenen Anomalie an Bord von APStar 6 – <a href="https://www.raumfahrer.net/apstar-6-mit-problemen-apstar-6c-hilft/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a> &#8211; initiierte man eine Drift von APStar 6C zu seiner Einsatzposition, die gleichzeitig die des Vorgängers APStar 6 ist. Letztere bei 134 Grad Ost im GEO erreichte APStar 6C am 29. Mai 2018. Abgeschlossen wurden die In-Orbit-Tests am 4. Juni 2018 und APT Satellite bekam einen ausführlichen Bericht zu den Testergebnissen übermittelt. </p>



<p>Am 7. August 2017 wurde die Übergabe des Satelliten von der CGWIC an APT Satellite mit einer feierlichen Zeremonie in der Bodenstation Taipo abgeschlossen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082018084739_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082018084739_small_3.jpg" alt="CGWIC" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und Handschlag 
<br>
(Bild: CGWIC)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach der Abnahmeuntersuchung für den Satelliten im All (in-orbit acceptance review, IOAR) wurde APT Satellite offiziell Eigentümer von APStar 6C, welcher nach Angaben der APT Satellite aktuell in sehr gutem Zustand im All arbeitet. Seine Auslegungsbetriebsdauer beträgt 15 Jahre. </p>



<p>Der Vertrag über Bau, Start und Inbetriebnahme des Satelliten zwischen der CGWIC und APT Satellite war am 17. Oktober 2015 unterzeichnet worden. Den Worten des Vertrags zufolge fungierte die CGWIC als Hauptauftragnehmer, als Subkontraktoren arbeiteten der Raketenbauer China Academy of Launch Vehicle Technology (CALT), der Satellitenentwickler China Academy of Space Technology (CAST), und der Dienstleister für Bahnverfolgung und Satellitensteuerung China Satellite Launch and Tracking Control General (CLTC). Laut CGWIC war APStar 6C der zweite auf dem Bus DFH-4 basierende Satellit, den die CGWIC für die APT Satellite bereitstellte. </p>



<p>APStar 6C kann im C- und K<sub>u</sub>-Band zusammen vier verschiedene Ausleuchtzonen bedienen. Die Kommunikationsnutzlast von APStar 6C umfasst 26 C-Band- und 19 K<sub>u</sub>-Band-Transponder, sowie eine K<sub>a</sub>-Band-Nutzlast. 
<br>
Im C-Band soll eine Ausleuchtzone den asiatisch-pazifischen Raum abdecken. Via K<sub>u</sub>-Band adressiert man Nutzer in Ostchina und Hongkong, in Südostasien mit Laos, Myanmar und Thailand und in der Mongolei. 
<br>
APStar 6C alias Asia-Pacific 6C (亚太6C) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.450 und als COSPAR-Objekt 2018-041A. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg422763#msg422763" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/apstar-6c-an-betreiber-uebergeben/" data-wpel-link="internal">APStar 6C an Betreiber übergeben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wettersatellit Feng Yun 2H aus China gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wettersatellit-feng-yun-2h-aus-china-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jun 2018 07:17:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[CASC]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Feng Yun]]></category>
		<category><![CDATA[Fengyun 2H]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 3A]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Xichang]]></category>
		<category><![CDATA[XSLC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42445</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 5. Juni 2018 startete von Xichang aus eine Rakete des Typs Langer Marsch 3A, um den chinesischen geostationären Wettersatelliten Feng Yun 2H in den Weltraum zu bringen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: CASC, CAST, CCTV, CMA, ITU, NSMC, WMO. Der Flug begann um 15:07 Uhr MESZ am Satellitenstartzentrum Xichang (Xichang Satellite Launch Center, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wettersatellit-feng-yun-2h-aus-china-gestartet/" data-wpel-link="internal">Wettersatellit Feng Yun 2H aus China gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 5. Juni 2018 startete von Xichang aus eine Rakete des Typs Langer Marsch 3A, um den chinesischen geostationären Wettersatelliten Feng Yun 2H in den Weltraum zu bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: CASC, CAST, CCTV, CMA, ITU, NSMC, WMO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062018091715_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062018091715_small_1.jpg" alt="CASC" width="260"/></a><figcaption>
LM-3A-Start vom XSLC am 5. Juni 2018 
<br>
(Bild: CASC)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Flug begann um 15:07 Uhr MESZ am Satellitenstartzentrum Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der Provinz Sichuan. Die Rakete hob um 21:07 Uhr Pekinger Zeit, das ist 13:07 Uhr Weltzeit (UTC), am 5. Juni 2018 ab. Exakte Startzeit war 13:07:03.898 Uhr Weltzeit. Rund 24 Minuten später wurde Feng Yun 2H von der mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff betriebenen Oberstufe der Rakete ausgesetzt. Das dreistufige Projektil des Typs Langer Marsch 3A (Chang Zheng 3A, CZ-3A) flog die 277. Mission einer Rakete mit dem Namensbestandteil Langer Marsch. </p>



<p>Das von der Rakete ins All gebrachte Raumfahrzeug Feng Yun 2H besitzt nach Angeben der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) eine Masse von rund 1.380 Kilogramm, als Leermasse des Satelliten werden 680 Kilogramm genannt. Es erreichte eine Übergangsbahn mit einem der Erde nächsten Bahnpunkt (Perigäum) von 332 Kilometern über der Erde und einen erdfernsten Bahnpunkt (Apogäum) von 35.890 Kilometern über der Erde &#8211; also einen sogenannten Geostationary Transfer Orbit (GTO). Die Neigung der erreichten Übergangsbahn gegen den Erdäquator betrug rund 24,6 Grad. </p>



<p>Da der trommelförmige, spinstabilisierte Satellit wie die Vorgänger aus seiner Baureihe im Geostationären Orbit (GEO) rund 35.786 Kilometer über der Erde eingesetzt werden soll, statteten seine Erbauer ihn mit einem abwerfbaren, FG-36 genannten Apogäumsmotor aus. Mit seiner Hilfe und der von kleinen Manövrier- und Lageregelungstriebwerken an Bord des Satelliten kann schließlich die vorgesehene Position im GEO erreicht werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062018091715_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062018091715_small_2.jpg" alt="CCTV" width="260"/></a><figcaption>
FY-2H mit Apogäumsmotor links &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: CCTV)
</figcaption></figure></div>



<p>Im Regelbetrieb wird der Satellit mit einem Durchmesser von rund 2,1 Metern dort mit rund 100 Umdrehungen pro Minute um seine Hochachse rotieren. Um trotzdem Daten mit einer nützlichen Bandbreite zur Erde schicken zu können, besitzt der Satellit einen drehbar gelagerten Antennenmast, der von der Rotation entkoppelt wird und so eine stabile Position seiner Richtantennen ermöglicht. Mit dem aufgesetzten, entdrallten Antennenmast hat Feng Yun 2H eine Gesamthöhe von rund 4,5 Metern. </p>



<p>Das 3. Raumfahrzeug aus dem dritten Produktionslos seiner Reihe (erstes Los Feng Yun 2A und 2B, zweites Los 2C bis 2E) wurde ebenso wie die verwendete Rakete von der China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) und der Shanghai Academy of Spaceflight Technology (SAST) entwickelt. </p>



<p>Als Auslegungsbetriebsdauer des letzten spinstabilisierten Satelliten des chinesischen Wettersatellitenprogramms, der von Chinas Nationalem Wettersatellitenzentrum (National Satellite Meteorological Center, NSMC) für die Chinesische Wetterbehörde (China Meteorological Administration, CMA) eingesetzt werden soll, nennt die CMA vier Jahre. </p>



<p>Im Bodensegment kann ein Command and Data Acquisition Station (CDAS) genanntes System Echtzeitdaten des Raumfahrzeugs mit einer Rate von 14.000 kbps auf einer Frequenz von 1.681,6 MHz empfangen. Von sich zeitlich autark selbst steuernden Anlagen zur Datensammlung (Data Collection Platforms, DCPs) am Boden (innerhalb und außerhalb Chinas) können Daten an Bord des Satelliten über ein DCS für Data Collection Service genanntes System in den Frequenzbereichen 401,1 &#8211; 401,4 MHz und 402 &#8211; 402,1 MHz (UHF) mit Datenraten von jeweils 0,1 kbps erfasst werden, um diese dann anschließend über den Satelliten an das NSMC weiterzuleiten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062018091715_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062018091715_small_3.jpg" alt="CASC" width="260"/></a><figcaption>
Feng Yun 2H am Kran 
<br>
(Bild: CASC)
</figcaption></figure></div>



<p>Daten von Feng Yun 2H werden darüber hinaus auch über einen CMACast genannten Dienst zur Weiterleitung von DVB-Datenströmen, die auch andere Daten als die von Feng-Yun-2-Satelliten enthalten können, verbreitet. Eine Empfangsmöglichkeit für den auch FengyunCast genannten Dienst besteht im C-Band über AsiaSat 9 bei 122,1 Grad Ost im GEO. Zum Empfang benötigen Nutzer in Asien und südpazifischen Gebieten eine Antenne mit einem Durchmesser zwischen 1,8 und 2,4 Metern. </p>



<p>Die Messtechnik und Instrumentierung an Bord von Feng Yun 2G und H ist gegenüber den Vorgängersatelliten aus der Feng-Yun-2-Serie nach Angaben der CMA in 25 unterschiedlichen Gesichtspunkten verbessert worden. </p>



<p>Das Hauptbeobachtungsinstrument von Feng Yun 2H ist ein weiterentwickeltes Radiometer, das S-VISSR (Stretched Visible and Infrared Spin Scan Radiometer) genannt wird. Es kann seine Beobachtungsaufgaben in fünf Spektralbereichen erledigen. Beobachtungen im Bereich des sichtbaren Lichts können bei Wellenlängen zwischen 0,55 und 1,0 Mikrometern erfolgen. Im Infraroten werden Bereiche zwischen 3 und 5, 10,3 und 11,3 sowie 11,5 und 12,5 Mikrometern abgedeckt. Ein zusätzlicher Bereich zwischen 6,2 und 7,6 Mikrometern dient speziell der Wasserdampf- bzw. Luftfeuchte-Bestimmung. </p>



<p>Bilder der Wolkenbedeckung können bei Tageslicht im Bereich des sichtbaren Lichts aufgenommen werden. Bei der tageszeitunabhängigen Erfassung der Wolkenbedeckung, der Messung der Temperatur am oberen Ende der Wolkenbedeckung, der Bestimmung der Oberflächentemperatur von Ozeanen und Oberflächenwinden kommt die Datengewinnung im infraroten Teil des Spektrums zum Zuge. </p>



<p>Vom Hauptinstrument gewonnene Daten können annähernd in Echtzeit in voller Auflösung von einer HRIT für High Rate Information Transmission genannten Anlage auf 1.687,5 MHz mit 660 kbps übertragen werden. Mit einer geringeren Geschwindigkeit von 150 kbps arbeitet LRIT (Low Rate Information Transmission), mit der es möglich ist, auf 1.690,5 MHz ausgewählte Informationen zur Erde zu senden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062018091715_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062018091715_small_4.jpg" alt="CASC" width="260"/></a><figcaption>
Feng Yun 2H beim Solarzellentest 
<br>
(Bild: CASC)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Bestimmung des sogenannten Weltraumwetters in der unmittelbaren Umgebung des Satelliten dient ein als SEM für Space Environment Monitor bezeichnetes Sensorsystem. Ein SXM für Solar X-ray Monitor genannter Sensor dient der Erfassung der von der Sonne kommenden Röntgenstrahlung.</p>



<p>Mit den Instrumenten will man die von den Vorgängern begonnenen Messungen und Untersuchungen fortsetzen. Vorher stehen Tests des Satelliten im GEO an, die rund vier Monate dauern sollen. Ursprünglich war vorgesehenen, Feng Yun 2H im All anschließend bei 86,5 Grad Ost im GEO einzusetzen. </p>



<p>Auf Anregung der WMO und der asiatisch-pazifischen Organisation für Zusammenarbeit im Weltraum (Asia-Pacific Space Cooperation Organization, APSCO) ist der neue Satellit nun zur Stationierung bei 79 Grad Ost vorgesehen. Mit einer kostenlosen Bereitstellung der Daten von Feng Yun 2H an die Mitgliedsstaaten der APSCO und der Initiative Neue Seidenstraße (Belt and Road Initiative, BRI) will China seine Bemühungen um internationale Zusammenarbeit unterstützen. </p>



<p>Eine Konstellation aus Feng-Yun-2-Satelliten besteht gewöhnlich aus zwei Satelliten im Regelbetrieb und einem Reserve-Raumfahrzeug. So ist es möglich, alle 15 Minuten eine komplette Abtastung der gesamten aus dem Orbit sichtbaren Erdscheibe zu bekommen, und einzelne Regionen alle sechs Minuten scannen zu können. </p>



<p>Aktuell arbeitet Feng Yun 2E (<a href="https://www.raumfahrer.net/china-startet-geostationaeren-wettersatelliten/" data-wpel-link="internal">Start 2008</a>) noch bei 86,5 Grad Ost, Feng Yun 2F (<a href="https://www.raumfahrer.net/feng-yun-2f-im-all/" data-wpel-link="internal">Start 2012</a>) ist bei 112,5 Grad Ost aktiv. Feng Yun 2G (<a href="https://www.raumfahrer.net/wettersatellit-feng-yun-2g-aus-china-gestartet/" data-wpel-link="internal">Start 2014</a>) wurde zunächst bei 105 Grad Ost geparkt und steht nach der Aufnahme des Regelbetriebs von Feng Yun 4A (Start 2016) bei 99,5 Grad Ost. </p>



<p>Feng Yun 4A, der aktuell bei 104,7 Grad Ost im GEO steht, und das zugehörige Bodensegment sind laut CMA am 1. Mai 2018 offiziell in den Regelbetrieb übernommen worden. Neue Wettersatelliten für den GEO werden künftig aus der Modellreihe Feng Yun 4 kommen. Der Start von Feng Yun 4B ist derzeit für Anfang 2019 geplant. </p>



<p>Feng Yun 2H, auch als Fengyun-II 09 (风云二号09星) bezeichnet, ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.491 und als COSPAR-Objekt 2018-050A. Die Oberstufe der Trägerrakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.492 und als COSPAR-Objekt 2018-050B. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg425357#msg425357" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>China: Kommunikationssatellit APStar 6C gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-kommunikationssatellit-apstar-6c-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2018 09:52:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[APStar 6C]]></category>
		<category><![CDATA[APT Satellite]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 3B/G2]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[XSLC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42417</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Kommunikationssatellit APStar 6C für die APT Satellite Company Ltd. (APT Satellite) aus Hong Kong wurde am 3. Mai 2018 auf der vorgesehenen Bahn im All ausgesetzt. Der Start des Raumfahrzeugs war vom Xichang Satellite Launch Center (XSLC) in der Provinz Sichuan aus erfolgt. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: APT Satellite, CALT, CASC, CGWIC. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Kommunikationssatellit APStar 6C für die APT Satellite Company Ltd. (APT Satellite) aus Hong Kong wurde am 3. Mai 2018 auf der vorgesehenen Bahn im All ausgesetzt. Der Start des Raumfahrzeugs war vom Xichang Satellite Launch Center (XSLC) in der Provinz Sichuan aus erfolgt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: APT Satellite, CALT, CASC, CGWIC.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04052018115243_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04052018115243_small_1.jpg" alt="APT Satellite" width="260"/></a><figcaption>
Nachtstart mit APStar 6C 
<br>
(Bild: APT Satellite)
</figcaption></figure></div>



<p>Befördert wurde der Kommunikationssatellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 (LM-3B/G2) bzw. Chang Zheng-3B/G2 (CZ-3B/G2). Die Variante 3B/G2 absolvierte hier ihre 24. Mission. Offizielle chinesische Stellen zählen den 46. Start einer Langer Marsch 3B und den 273. Start einer Rakete mit dem Namensbestandteil Langer Marsch insgesamt. </p>



<p>Die verwendete Rakete war bei dieser Mission nach Angaben ihres Herstellers mit einem zusätzlichen „drahtlosen“ Messsystem ausgestattet. Dabei waren zusätzliche Messwertgeber – also Sensoren – und spezielle Telemetriesammler in der Rakete nicht mit Kabel untereinander verbunden, sondern kommunizierten per Funk. Die China Academy of Launch Vehicle Technology (CALT) berichtete, dass das System Daten zu Temperaturen im Flugkörper, auftretenden hoch- und niederfrequenten Vibrationen sowie Drücken erfassen sollte. Der Test des Systems sei in der Absicht erfolgt, eine Grundlage für eine Vereinfachung der Telemetriedatensysteme zukünftiger Trägerraketen zu schaffen. Außerdem erwarte man sich davon niedrigere Startkosten.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04052018115243_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04052018115243_small_2.jpg" alt="APT Satellite" width="260"/></a><figcaption>
Zusammensetzen der Grundstrukturmodule von APStar 6C &#8211; im roten Transportgestell oben das Nutzlastmodul
<br>
(Bild: APT Satellite)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Start der Rakete mit APStar 6C an der Spitze erfolgte am 4. Mai 2018 um 00:06 Uhr und 5 Sekunden Pekinger Zeit, das ist 18:06 Uhr und 5 Sekunden Uhr MESZ am 3. Mai, von der Rampe Nr. 2 des Satellitenstartzentrums Xichang. Exakte Startzeit war 16:06:05.726 Uhr Weltzeit (UTC). </p>



<p>Raketen der Varianten 3B wurden in der Vergangenheit regelmäßig zum Transport von Navigationssatelliten und geostationären Kommunikationssatelliten verwendet. Dem entsprechend wurde APStar 6C auf einen Geotransferorbit (GTO) gebracht, wo er etwa eine halbe Stunde nach dem Abheben ausgesetzt wurde. </p>



<p>Von der US-amerikanischen Weltraumüberwachung ermittelte Daten sprechen für eine Übergangsbahn mit einem Perigäum, dem der Erde nächsten Bahnpunkt, von rund 239 Kilometern über der Erde, einem Apogäum, dem erdfernsten Bahnpunkt, von rund 41.827 Kilometern und einer Neigung der Bahn gegen den Erdäquator von etwa 27,18 Grad. Der Satellit benötigt auf dieser Bahn rund 753 Minuten für eine Erdumrundung. Die Oberstufe der Rakete wurde nach dem Start in einem Orbit mit einem Perigäum von rund 187 Kilometern, einem Apogäum von rund 40.654 Kilometern und einer Bahnneigung von etwa 27,22 Grad beobachtet. Ein Erdumlauf dauert dort rund 729 Minuten. </p>



<p>Um die vorgesehene Position bei 134 Grad Ost im Geostationären Orbit (GEO) auf einer 24-Stunden-Bahn zu erreichen, muss APStar 6C seinen eigenen chemischen Triebwerke benutzen. Der Satellit besitzt einen sogenannten Apogäumsmotor für Bahnanhebungen und zum Abbau der nach dem Aussetzen verbliebenen Bahnneigung gegen den Erdäquator sowie eine Anzahl kleinerer Triebwerke für Bahnerhalt und Lageregelung. Mitte 2018 soll der kommerzielle Betrieb des Satelliten im GEO beginnen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04052018115243_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04052018115243_small_3.jpg" alt="APT Satellite" width="260"/></a><figcaption>
APStar 6C in der Vakuumtestkammer (TVAC) 
<br>
(Bild: APT Satellite)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Auslegungsbetriebsdauer des von der chinesischen Unternehmung für Luft- und Raumfahrtwissenschaft und Technik (China Aerospace Science &amp; Technology Corporation, CASC) basierend auf dem chinesischen Satellitenbus DFH-4 aufgebauten Raumfahrzeugs liegt bei 15 Jahren. Bis auf ihren bisher jüngsten Satelliten (<a href="https://www.raumfahrer.net/apstar-9-an-betreiber-uebergeben/" data-wpel-link="internal">APStar 9</a>) hat APT Satellite immer auf Erzeugnisse westlicher Hersteller wie Hughes, Lockheed Martin, Space Systems/Loral und Thales Alenia Space zurückgegriffen. </p>



<p>APStar 6C ist insbesondere als Ersatz für APStar 6 alias APStar 5B (NORAD 28.638, COSPAR 2005-012A), einer auf der Plattform Spacebus 4000C2 basierenden Konstruktion von Thales Alenia Space, gedacht. Letzterer befindet sich seit dem 12. April 2005 im Weltraum und hat seine Auslegungsbetriebsdauer von 14 Jahren noch nicht überschritten. </p>



<p>Zur Erfüllung seiner Aufgaben wurde APStar 6C mit insgesamt 45 Transpondern für das C- und das K<sub>u</sub>-Band ausgestattet. Laut APStar besitzt er 26 C-Band- und 19 K<sub>u</sub> -Transponder. Außerdem ist eine K<sub>a</sub>-Band-Nutzlast an Bord. Die Kommunikationsnutzlast und die übrigen Satellitensysteme werden von zwei Solarzellenauslegern mit elektrischer Energie versorgt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/Apstar6Cincatrapt1024.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04052018115243_small_4.jpg" alt="APT Satellite" width="260"/></a><figcaption>
APStar 6C in der Antennentestkammer (CATR) 
<br>
(Bild: APT Satellite)
</figcaption></figure></div>



<p>Senden soll APStar 6C direkt empfangbare Fernseh- und Radioprogramme. Außerdem ist die Anbindung an VSAT-Netzwerke und die Unterstützung von rückwärtigen Netzwerken von Mobilfunkanbietern mit Netzknotenverbindungen vorgesehen. Die C-Band-Transponder sind der Versorgung des gesamten asiatisch-pazifischen Raums vom Osten Russlands bis Australien und Neuseeland im Süden und von der arabischen Halbinsel bis Hawaii mit Signalen gewidmet. Drei Ausleuchtzonen im K<sub>u</sub>-Band adressieren Empfänger in Ostchina und Hongkong, in Südostasien mit Laos, Myanmar und Thailand, und in der Mongolei.  <br> Bestellt hatte APT Satellite APStar 6C am 17. Oktober 2015 unmittelbar nach dem Start von APStar 9 bei der chinesischen internationalen Vermarkterin von Trägerraketen und Satelliten, der China Great Wall Industry Corporation (CGWIC), <a href="https://www.raumfahrer.net/china-start-fuer-apt-satellite-und-neuer-auftrag/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>. Für alle bestellten Leistungen im Zusammenhang mit APStar 6C inklusive Bau und Start des Satelliten nannte der Satellitenbetreiber 2017 einen Gesamtpreis in Höhe von 180 Millionen US-Dollar. (APStar 9 211 Millionen US-Dollar). Die Realisierung des Raumfahrzeugs und sein Transport ins All standen unter einem gewissen Zeitdruck, da spürbare Vertragsstrafen – gedeckelt auf maximal acht Millionen US-Dollar &#8211; vereinbart waren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04052018115243_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04052018115243_small_5.jpg" alt="APT Satellite" width="260"/></a><figcaption>
APStar 6C im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: APT Satellite)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach einleitenden Arbeiten erfolgte im Oktober 2016 eine Überprüfung des Entwurfs des neuen Satelliten (Critical Design Review). In der anschließenden Phase mit Konstruktion, Montage und Tests (Assembly, Integration and Test, AIT) versuchte man sicherzustellen, dass die Leistung des Satelliten und seiner Komponenten den an sie gesetzten Erwartungen genügen würde. Am 7. August 2017 konnte die Hochzeit – also das Zusammenfügen – der Hauptbestandteile des Satelliten abgeschlossen werden. SM (service module – Modul mit Komponenten zu Kontrolle, Steuerung und Energieversorgung), PM (propulsion module – das Antriebsmodul), und CM (communication module – das Kommunikationsnutzlastmodul) bildeten nun eine Einheit. </p>



<p>Umfangreiche Überprüfungen in einer Temperatur- und Vakuumtestkammer hatte APStar 6C im Januar 2018 überstanden. Tests seiner Antennenanlagen in der Compact Antenna Test Range (CATR) wurden im Februar 2018 abgeschlossen. Eine letzte Überprüfung im Herstellerwerk endete am 6. März 2018 mit der Feststellung der Transportbereitschaft des Satelliten. Am 9. März 2018 schließlich erreichte APStar 6C den Flughafen Xichang Qingshan (IATA: XIC) und wurde anschließend zum Startzentrum Xichang gebracht &#8211; das Satellitenstartzentrums Xichang befindet sich in rund 65 Kilometern Abstand von der Stadt Xichang. </p>



<p>APStar 6C alias Asia-Pacific 6C (亚太6C) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.450 und als COSPAR-Objekt 2018-041A. Ein weiteres Objekt, die Oberstufe der Trägerrakete, ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.451 und als COSPAR-Objekt 2018-041B. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6408.msg422848#msg422848" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas Raumfahrt</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Indien: GSLV-D6 bringt GSAT 6 ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indien-gslv-d6-bringt-gsat-6-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2015 10:16:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV Mk. II]]></category>
		<category><![CDATA[I-2K]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Sriharikota]]></category>
		<category><![CDATA[VIKAS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=17831</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 27. August 2015 brachte eine Trägerrakete vom Typ GSLV den indischen S-Band-Kommunikationssatelliten GSAT 6 von der Rampe Nummer 2 des Raumflugzentrums Satish Dhawan der indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) auf der Insel Sriharikota an Indiens Südküste aus in den Weltraum. Autor: Axel Nantes. Quelle: ISRO, Raumfahrer.net, SAC. Der Flug der beim Start 49,1 Meter hohen, rund [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Am 27. August 2015 brachte eine Trägerrakete vom Typ GSLV den indischen S-Band-Kommunikationssatelliten GSAT 6 von der Rampe Nummer 2 des Raumflugzentrums Satish Dhawan der indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) auf der Insel Sriharikota an Indiens Südküste aus in den Weltraum.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: Axel Nantes. Quelle: ISRO, Raumfahrer.net, SAC.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gd61015i2egslvd6lau4isro.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gd61015i2egslvd6lau4isro260.jpg" alt="" class="wp-image-17824" width="260" height="391" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gd61015i2egslvd6lau4isro260.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gd61015i2egslvd6lau4isro260-199x300.jpg 199w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>Gerade abgehoben: GSLV-D6
(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p>Der Flug der beim Start 49,1 Meter hohen, rund 416 Tonnen schweren Rakete mit der missionsbezogenen Bezeichnung GSLV-D6 und GSAT 6 an der Spitze begann um 16:52 Uhr Ortszeit (IST) bzw. um 13:22 Uhr MESZ am 27. August 2015.</p>



<p>Die 20,1 Meter lange Kernstufe mit der Bezeichnung S139, einem Durchmesser von 2,8 Metern und gefüllt mit festem Treibstoff wurde von vier zusätzlichen, seitlich angebrachten Boostern unterstützt, die integraler Bestandteil der zusammen GS1 für GSLV stage 1 genannten Konstruktion waren.</p>



<p>Die L40H genannten, 19,7 Meter langen Booster mit einem maximalen Durchmesser von 2,1 Meter wurden 2,7 Sekunden vor dem Abheben auf dem Starttisch als erstes gezündet. Sie verbrannten in ihren Vikas-Triebwerken UH25 (75% Unsymmetrisches Dimethylhydrazin (UDMH) + 25% Hydrazinhydrat) mit N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>&nbsp;(Distickstofftetroxid). Die Triebwerke sind Ableitungen der in den Ariane 1 bis 4 verwendeten Viking-Triebwerke.</p>



<p>Unmittelbar nach der Zündung des Feststoffmotors der ersten Stufe S139 erfolgte 0,1 Sekunden später das Abheben der Rakete. Der anfangs mit 138,1 Tonnen Treibstoff mit Hydroxyl-terminiertem Polybutadien (HTPB) gefüllte Motor beendete 109 Sekunden nach dem Verlassen des Starttischs seine Arbeit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/slidergslvd6lau1isro.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/slidergslvd6lau1isro260.jpg" alt="" class="wp-image-17830" width="260" height="149"/></a><figcaption>GSLV-D6 im Flug
(Bild: IRSO)</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem Aufbrauchen des festen Treibstoffes in der ersten Stufe und dem nach 149,1 Sekunden erfolgten Ausbrennen der Flüssigkeitsbooster wurden diese zusammen als Ganzes in Flugsekunde 151,5 in etwa 72 km Höhe von der Rakete abgetrennt.</p>



<p>In Flugsekunde 151,6 zündete die zweite GS2 genannte Stufe der Rakete, die eine Länge von 11,6 Meter aufwies, und ebenfalls mit einem Vikas-Triebwerk ausgerüstet war. Dementsprechend arbeitete auch sie mit UH25 und N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>. Ihre nominale Brennzeit betrug 150 Sekunden.</p>



<p>Beim Flug der GSLV-D6 wurde erneut eine Nutzlastverkleidung mit einem Durchmesser von 3,4 Metern verwendet. Eine Verkleidung mit einem Durchmesser von vier Metern war am 25. Dezember 2010 ursächlich mit Schuld für das Versagen der GSLV-F06 mit GSAT 5P an Bord. Die Nutzlastverkleidung der GSLV-D6 wurde 230,3 Sekunden nach dem Abheben in rund 116 km Flughöhe während der Arbeit der zweiten Stufe abgeworfen.</p>



<p>Die zweite Stufe schaltete 291 Sekunden nach dem Abheben ab. 2,7 Sekunden später wurde sie von der Rakete abgetrennt.</p>



<p>In rund 132 km Flughöhe trat anschließend die kryogene, das heißt mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff betriebene Oberstufe mit der Bezeichnung CUS-06 in Aktion.</p>



<p>Das Zündkommando für das in Indien gebaute Wasserstoff/Sauerstoff-Triebwerk der 8,7 Meter langen Stufe erfolgte 295,5 Sekunden nach dem Start. 10,1 Sekunden später erreichten Signale, die eine erfolgreiche Zündung bestätigten, überwachende Kontrollstationen. Die geplante Brenndauer betrug 720 Sekunden.</p>



<p>Nachdem die CUS-06 ihre Arbeit erledigt hatte, erfolgte nach einer kurzen rund 12 Sekunden dauernden Freiflugphase rund 17 Minuten nach dem Abheben circa 215 km über der Erdoberfläche die Abtrennung des Kommunikationssatelliten mit einer Startmasse von 2.117 kg (unbetankt 985 Kilogramm). (Das Raumfahrtanwendungszentrum der ISRO (Space Applications Centre, SAC) nennt eine Satellitenmasse von 2.132 kg).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10aviewofgsat6satellitestructureisro.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10aviewofgsat6satellitestructureisro260.jpg" alt="" class="wp-image-17820" width="260" height="371" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10aviewofgsat6satellitestructureisro260.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10aviewofgsat6satellitestructureisro260-210x300.jpg 210w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>GSAT 6 in Bau
(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p>GSAT 6 gelangte auf eine Erdumlaufbahn mit einem Perigäum, dem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt, von rund 168 km (geplant 170 km), und einem Apogäum, dem erdfernsten Bahnpunkt, von rund 35.939 km (geplant 35.975 km). Ihre Neigung gegen den Erdäquator beträgt rund 20,01 Grad (geplant 19,95 Grad). Nach Angaben der ISRO wurde der vorgesehene Geotransferorbit (GTO) damit mit großer Exaktheit erreicht.</p>



<p>Ein mit Monomethylhydrazin (MMH) als Treibstoff und einer Mischung aus Stickstoffoxiden (MON-3) als Oxidator betriebener, 440 Newton starker Motor (Liquid Apogee Motor, LAM) an Bord von GSAT 6 hat die Aufgabe, das Raumfahrzeug auf eine annähernd kreisförmige Bahn in rund 35.786 km über der Erde zu bringen und gleichzeitig die Neigung der Umlaufbahn gegen den Äquator, die sogenannte Inklination, auf 0 Grad abzubauen.</p>



<p>Einsetzen will die ISRO den neuen Satelliten, dessen Bau bereits am 1. Dezember 2005 vom indischen Kabinett beschlossen worden war, an einer Position von 83 Grad Ost im Geostationären Orbit. Dort möchte man ihn in Kolokation mit GSAT 12, INSAT 4A, GSAT 10 und später mit GSAT 6A betreiben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gsat6horizontalisro.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gsat6horizontalisro260.jpg" alt="" class="wp-image-17826" width="260" height="164"/></a><figcaption>GSAT 6 auf Transportwagen
(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p>Für die Bahnanhebung, Bahnanpassungen und Lageregelung führt GSAT 6 1.132 kg Treibstoffe mit. Damit soll die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten von 9 Jahren abgedeckt sein. (Das Raumfahrtanwendungszentrum der ISRO nennt eine Auslegungsbetriebsdauer von 12 Jahren).</p>



<p>Der dreiachsstabilisierte Satellit ist ein indisches Produkt und basiert auf dem Bus I-2K alias I2000. Seine Grund-Abmessungen (ohne entfaltete Solarzellenausleger etc.) betragen 2,1 x 2,5 x 4,1 Meter.</p>



<p>Raumflugtechnischer Teil und Kommunikationsnutzlast des Satelliten werden von zwei Solarzellenauslegern mit elektrischer Energie versorgt. Sie leisten zusammen maximal 3.100 Watt. Für einen indischen Kommunikationssatelliten neu ist die an Bord von GSAT 6 verwirklichte Stromschienenspannung von 70 Volt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15solarpaneldeploytestunderprogressisro.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15solarpaneldeploytestunderprogressisro260.jpg" alt="" class="wp-image-17822" width="260" height="173"/></a><figcaption>Testentfaltung eines Solarzellenauslegers von GSAT 6
(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p>Ebenfalls neu an Bord eines indischen Satelliten ist die entfaltbare Gitternetzantenne von GSAT 6. Die Antenne mit einem Solldurchmesser von circa sechs Metern dient der Kommunikation im S-Band. Für C-Band-Verbindungen gibt es eine Antenne mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern.</p>



<p>Die S-Band-Nutzlast an Bord ist Tests und Kommunikation mit mobilen Geräten (Satellite Digital Multimedia Broadcasting / S-DMB) gewidmet und soll Hub-Funktionalität für 2.5G/3G-Netzwerke zur Verfügung stellen.</p>



<p>Wichtig für Indien ist dabei die Nutzung der bei der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, ITU) reservierten Frequenzbereiche, die sonst nach Ablauf einer gewissen Frist anderweitig vergeben werden können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/pictgsat6bg.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/pictgsat6md260.jpg" alt="" class="wp-image-17828" width="260" height="200"/></a><figcaption>GSAT 6 im All &#8211; Illustration
(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p>Als Verstärker im S-Band-Teil dienen 5 Wanderfeldröhrenverstärker (Travelling Wave Tube Amplifier, TWTA) mit einer Leistung von je 235 Watt. Der Umsetzung in das C-Band dienen 5 Transponder mit einer Bandbreite von je 9 MHz für Empfang im C- und Sendungen im S-Band, sowie weitere 5 mit einer Bandbreite von je 2,7 MHz für Empfang im S- und Sendungen im C-Band.</p>



<p>Die fünf durch den Satelliten realisierbaren Ausleuchtzonen im S-Band werden zusammen das gesamte indische Mutterland abdecken. Die C-Band-Ausleuchtzone deckt auch das gesamte indische Mutterland ab.</p>



<p>Als Betreiber von GSAT 6 könnte die sogenannte indische nationale technische Forschungsorganisation (National Technical Research Organisation, NTRO), ein indischer Nachrichtendienst, fungieren. Neben Nutzern staatlicher und militärischer Stellen sollen auch solche aus dem zivilen Sektor von den Leistungen des neuen Satelliten profitieren.</p>



<p>GSAT 6 alias INSAT 4E ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.880 und als COSPAR-Objekt 2015-041A.</p>



<p><strong>Update:</strong><br>Seit dem Start wird GSAT 6 von einem als MCF für Master Control Facility bezeichneten Satellitenkontrollzentrum im indischen Hassan überwacht und gesteuert. Dementsprechend werden von Hassan aus die Brennphasen des Apogäumsmotors des Satelliten zur Bahnanhebung initiiert und kontrolliert.</p>



<p>Der Apogäumsmotor von GSAT 6 absolvierte nach Angaben der ISRO am 28. August 2015 erfolgreich eine erste Brennphase. Diese dauerte 3.385 Sekunden und wurde um 8:35 Uhr IST (5:05 Uhr MESZ) begonnen.</p>



<p><strong>Update 2:</strong><br>Am 29. August 2015 meldete die ISRO den erfolgreichen Abschluss einer zweiten Brennphase des Apogäumsmotors von GSAT 6. Die 2.663 Sekunden lange Brennphase wurde um 11:10 Uhr und 53 Sekunden IST gestartet. Nach ihrem Ende befand sich GSAT 6 auf einer Bahn mit einem Perigäum von 26.998 Kilometern und einem Apogäum von 35.682 Kilometern über der Erde. Die Restinklination betrug laut ISRO 0,115 Grad (1,15 Grad?). Für einen Erdumlauf benötigte GSAT auf dieser Bahn rund 20 Stunden und 15 Minuten.</p>



<p><strong>Update 3:</strong><br>Das dritte Bahnanhebungsmanöver von GSAT 6 wurde laut ISRO am 30. August 2015 um 07:52 Uhr IST initiiert und dauerte 580,32 Sekunden. Nach dieser dritten Brennphase des Apogäumsmotors war ein Perigäum von 35.634 und ein Apogäum von 35.681 Kilometern über der Erde erreicht. Die Inklination nach dem Manöver betrug 1,17 Grad. Von einer Position bei 78 Grad Ost im GEO driftet GSAT 6 in Richtung seiner Einsatzposition bei 83 Grad Ost.</p>



<p>Die erfolgreiche Entfaltung der großen Gitternetzantenne von GSAT 6, von der ISRO als UFA für unfurlable antenna bezeichnet, fand ebenfalls am 30. August 2015 statt.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12257.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSLV-D6 mit GSAT 6 alias INSAT 4E</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Express-AM 7 kann Regelbetrieb beginnen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/express-am-7-kann-regelbetrieb-beginnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2015 10:53:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Express-AM 7]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[RSCC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) hat am 23. April 2015 mitgeteilt, Express-AM 7 sei bereit, am folgenden Tag die Ausstrahlung der vorgesehenen Programme und die Bereitstellung unterschiedlicher Kommunikationsverbindungen aufzunehmen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Astrium, Chrunitschew, Roskosmos, RSCC, Tsenki. Der Kommunikationssatellit Express-AM 7 war am 18. März 2015 auf einer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) hat am 23. April 2015 mitgeteilt, Express-AM 7 sei bereit, am folgenden Tag die Ausstrahlung der vorgesehenen Programme und die Bereitstellung unterschiedlicher Kommunikationsverbindungen aufzunehmen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Astrium, Chrunitschew, Roskosmos, RSCC, Tsenki.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052015125322_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052015125322_small_1.jpg" alt="RSCC" width="260"/></a><figcaption>
Express-AM 7 im Test 
<br>
(Bild: RSCC)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Kommunikationssatellit Express-AM 7 war am 18. März 2015 auf einer Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe von Baikonur in Kasachstan aus in den Weltraum transportiert worden. Neun Stunden und 13 Minuten nach dem Start hatte die Oberstufe den Satelliten am 19. März 2015 im All ausgesetzt. Die erreichte Übergangsbahn war eine mit einem Perigäum, d.h. dem erdnächsten Bahnpunkt, von rund 5.400 Kilometern, und einem Apogäum, dem erdfernsten Bahnpunkt, von rund 35.760 Kilometern über der Erdoberfläche. Die verbliebene Neigung der Bahn gegen den Erdäquator, die Inklination, betrug zwischen 19 und 20 Grad.</p>



<p>Mittlerweile ist das Raumfahrzeug mit einer Startmasse von 5.720 Kilogramm (unbetankt 1.438,5 Kilogramm) nach mit Hilfe seines Apogäumsmotors durchgeführten Bahnanhebungen und dem Abbau der Restinklination im Geostationären Orbit positioniert. An der vorher festgelegten Position von 40 Grad Ost im Geostationären Orbit steht es über dem Äquator etwa im Bereich der Küstenlinie Ostafrikas.</p>



<p>Tests des neuen Satelliten im Orbit wurden laut RSCC erfolgreich abgeschlossen, RSCC hat das Raumfahrzeug eigenen Angaben zufolge als einsatzbereit abgenommen.</p>



<p>Die Ausstrahlungen des Satelliten sollen Empfänger in Europa, dem Mittleren Osten, Russland, dem Süden Asiens und in Gebieten Afrikas südlich der Sahara erreichen. Geplant ist die Übertragung von Fernsehprogrammen sowie die Breitstellung von Kommunikationsverbindungen für das Büro des russischen Präsidenten, die russische Regierung und spezielle, nicht näher beschriebene Nutzer, und für kommerzielle Nutzer und solche aus dem öffentlichen Sektor.</p>



<p>15 Jahre lang will RSCC den dreiachsstabilisierten Satelliten nutzbringend einsetzen, eine entsprechende Auslegungsbetriebsdauer ist nach Herstellerangaben beim Bau berücksichtigt worden. Entstanden ist der Satellit beim westeuropäischen Unternehmen Airbus Defence and Space bzw. Astrium. Die Konstruktion erfolgte auf Basis des Satellitenbusses Eurostar E3000.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052015125322_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052015125322_small_2.jpg" alt="RSCC" width="260"/></a><figcaption>
Express-AM 7 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: RSCC)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach Angaben von RSCC besitzt die Kommunikationsnutzlast von Express-AM 7 insgesamt 80 Transponder und 9 Antennen für das С-, das K<sub>u-</sub> und das L-Band. Der staatliche russische Betreiber von Bodenanlagen im Dienste der Raumfahrt Tsenki zählt 24 С-, 36 K<sub>u-</sub> und 2 L-Band-Transponder. Die Leistung der Kommunikationsnutzlast liegt laut Tsenki bei rund 13,7 Kilowatt, die beiden Solarzellenausleger des Satelliten können nach Angaben der gleichen Quelle 18 Kilowatt elektrische Leistung generieren.</p>



<p>Der Bau des Satelliten wurde mit Mitteln der staatlichen russischen Bank für Entwicklung und Außenwirtschaft (Vnesheconombank) finanziert. Als Gesamtprojektkosten nennt RSCC einen Betrag von 152,8 Millionen Euro.</p>



<p>Express-AM 7 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.505 und als COSPAR-Objekt 2015-012A.</p>



<p><strong>Verwandte Meldung bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/express-am-4r-und-7-zwei-bauauftraege-fuer-astrium/" data-wpel-link="internal">Express-AM 4R und 7: Zwei Bauaufträge für Astrium</a> (27. März 2012)</li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13354.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Express-AM 7 auf Proton-M mit Breeze-M</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Express-AT 1 und 2: Tests im Orbit erfolgreich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/express-at-1-und-2-tests-im-orbit-erfolgreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Apr 2014 16:02:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Express-AT 1]]></category>
		<category><![CDATA[Express-AT 2]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 16. April 2014 wurde bekannt, dass Tests der beiden russischen Kommunikationssatelliten Express-AT 1 und 2 im All erfolgreich verliefen. Einer der beiden Satelliten ist zwischenzeitlich an seinen Betreiber, die Russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) übergeben worden. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ITAR-TASS, Reschetnjow, RSCC. Express-AT 1 und 2 gelangten am [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 16. April 2014 wurde bekannt, dass Tests der beiden russischen Kommunikationssatelliten Express-AT 1 und 2 im All erfolgreich verliefen. Einer der beiden Satelliten ist zwischenzeitlich an seinen Betreiber, die Russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) übergeben worden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ITAR-TASS, Reschetnjow, RSCC.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20042014180252_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20042014180252_small_1.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/></a><figcaption>
Express-AT 1 und 2 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p>Express-AT 1 und 2 gelangten am 16. März 2014 zusammen auf einer Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe in den Weltraum. Die beiden von Reschetnjow Informational Satellite Systems mit Sitz in Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk gebauten, mit Kommunikationsnutzlasten von Thales Alenia Space ausgestatteten Satelliten wurden danach intensiv getestet. </p>



<p>Dabei wurde nach Angaben Reschetnjows vom 16. April 2014 festgestellt, dass die Kommunikationsnutzlasten und die raumflugtechnischen Systeme der Satelliten funktionieren wie geplant. Die Tests erfolgten auf Positionen bei 69,5 Grad Ost im Geostationären Orbit.</p>



<p>Express-AT 1 hat seine Einsatzposition bei 56 Grad Ost im Geostationären Orbit laut Reschetnjow zwischenzeitlich bezogen, die Kontrolle über den Satelliten wurde an seinen Betreiber übergeben. Am 22. April 2014 will RSCC beginnen, auf älteren Satelliten etablierte Dienste auf Express-AT 1 umzuziehen. Der neue Satellit ist dazu gedacht, russisches Gebiet von der Region Kaliningrad über die Krim bis Norilsk und Tschita mit Fernsehprogrammen und VSAT-Diensten zu versorgen, ebenso Empfänger in Ost- und Nordeuropa.</p>



<p>Express-AT 2 ist noch unterwegs zu seiner Einsatzposition bei 140 Grad Ost. Wenn er diese erreicht hat, will man die Kontrolle über ihn voraussichtlich im Mai 2014 an den künftigen Betreiber übertragen. Anschließend soll Express-AT 2 Empfänger in Regionen Russlands im fernen Osten mit hochaufgelösten Fernsehprogrammen und VSAT-Diensten versorgen.</p>



<p>Express-AT 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.612 und als COSPAR-Objekt 2014-010A. Express-AT 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.613 und als COSPAR-Objekt 2014-010B.</p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/proton-doppelstart-mit-express-at-1-und-2/" data-wpel-link="internal">Proton-Doppelstart mit Express-AT 1 und 2</a> 17. März 2014</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tas-baut-nutzlasten-fuer-drei-russische-komsats/" data-wpel-link="internal">TAS baut Nutzlasten für drei russische Komsats</a> 24. September 2010</li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12171.msg283031#msg283031" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Express AT1 + AT2 auf Proton mit Breeze-M</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/express-at-1-und-2-tests-im-orbit-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">Express-AT 1 und 2: Tests im Orbit erfolgreich</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Amazonas 4A hat Elektrik-Probleme</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/amazonas-4a-hat-elektrik-probleme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Apr 2014 10:11:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Amazonas 4A]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5 ECA]]></category>
		<category><![CDATA[GEOStar-2.4]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Hispasat]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[OSC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38543</guid>

					<description><![CDATA[<p>An Bord des am 22. März 2014 auf einer Ariane-5-ECA-Rakete für Hispasat gestarteten Kommunikationssatelliten Amazonas 4A gibt es Probleme mit dem Stromversorgungssystem, die möglicherweise dazu führen, dass der Satellit nicht oder nicht in vollem Umfang eingesetzt werden kann. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Arianespace, FedBiz Daily, Hispasat, OSC, Spaceflight Now, Spacenews. Der spanische Kommunikationssatellitenbetreiber [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/amazonas-4a-hat-elektrik-probleme/" data-wpel-link="internal">Amazonas 4A hat Elektrik-Probleme</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">An Bord des am 22. März 2014 auf einer Ariane-5-ECA-Rakete für Hispasat gestarteten Kommunikationssatelliten Amazonas 4A gibt es Probleme mit dem Stromversorgungssystem, die möglicherweise dazu führen, dass der Satellit nicht oder nicht in vollem Umfang eingesetzt werden kann.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Arianespace, FedBiz Daily, Hispasat, OSC, Spaceflight Now, Spacenews.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20042014121119_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20042014121119_small_1.jpg" alt="OSC" width="260"/></a><figcaption>
Amazonas 4A über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: OSC)
</figcaption></figure></div>



<p>Der spanische Kommunikationssatellitenbetreiber Hispasat mit Sitz in Madrid teilte am 14. April 2014 mit, dass eine Anomalie im Stromversorgungssystem von Amazonas 4A vorliegt, und dass der Satellit auf stabiler Bahn um die Erde kreist.</p>



<p>Nach dem Start des dreiachsstabilisierten Satelliten hieß es seitens einer nicht näher bezeichneten Quelle aus Industriekreisen zunächst, einer der Solarzellenausleger des von der Orbital Sciences Corporation (OSC) mit Sitz in Dulles im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia gebauten Erdtrabanten habe sich nicht richtig entfaltet.</p>



<p>Laut Hispasat sind beide Solarzellenausleger, die dem auf dem Bus GEOStar-2.4 basierenden Satelliten eine Spannweite von über 23 Metern geben, entfaltet. In einem Untersystem der Stromversorgung ist allerdings ein Fehler aufgetreten.</p>



<p>Hispasat und OSC untersuchen gemeinsam das Problem an Bord von Amazonas 4A. Um zu sagen, was genau passiert ist und ob der Fehler behoben werden kann, ist es laut Hispasat noch zu früh. David Thompson, CEO von OSC, führte anlässlich eines Quartalsberichts zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens aus, man überprüfe derzeit zwei wahrscheinliche Ursachen für den Fehler, welchen man nicht als systematisch oder für einen im Weltraum arbeitenden Satelliten als erwartbar betrachte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20042014121119_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20042014121119_small_2.jpg" alt="OSC" width="260"/></a><figcaption>
Amazonas 4A 
<br>
(Bild: OSC)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei einem der beiden Szenarien gehe es um eine Besonderheit des Satelliten, die dieser mit keinem anderen gestarteten oder in Herstellung befindlichen Kommunikationssatelliten von OSC teile. Im anderen Fall wäre eine Komponente betroffen, die in vielen Raumfahrzeugen von OSC verbaut sei. Der Einsatz der betreffenden Komponente in Produkten von OSC läuft laut Thompson aus, in Amazonas 4A habe man sie letztmalig verbaut.</p>



<p>Der Start vom Amazonas 4A war am 14. Februar 2014 verschoben worden, weil es bei Tests des Satelliten im Startzentrum Kourou in Französisch Guayana Probleme mit einer Komponente gab. Eine erste notwendige Startverschiebung, um zusätzliche Tests des Satelliten zu ermöglichen, hatte Arianespace am 13. November 2013 gemeldet. Ob ein Zusammenhang mit den aktuell vorliegenden Schwierigkeiten besteht, ist nicht bekannt.</p>



<p>Sollte sich Amazonas 4A, Auslegungsbetriebsdauer 15 Jahre, als Totalausfall erweisen oder sein Einsatz fehlerbedingt Einschränkungen unterliegen, und er verspätet den kommerziellen Betrieb aufnehmen, kommt nach Angaben von Hispasat eine Versicherung für entstandene Schäden auf. Als Versicherungssumme wird ein Betrag von rund 145 Millionen Euro genannt.</p>



<p>Ursprünglich hatte man erwartet, dass Amazonas 4A nach einer Test- und Inbetriebnahmephase im Frühjahr 2014 mit seinen 24 gleichzeitig nutzbaren K<sub>u</sub>-Band-Transpondern den kommerziellen Betrieb an einer Position bei 61 Grad West im Geostationären Orbit aufnimmt. Spätestens ab Juni 2014 wollte man den Satelliten einsatzbereit haben, um Südamerika mit hochaufgelösten Fernsehprogrammen zu versorgen und Bilder von der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien 2014 zu verbreiten.
<br>
Zur Zeit steht der Satellit, dessen Masse beim Aussetzen im All rund 2.940 Kilogramm betrug, bei 51 Grad West, der vorgesehenen Testposition. Für Kunden Hispasats, die eine Nutzung von Amazonas 4A geplant hatten, gibt es, berichtete Hispasat, einen Notfallplan. Einzelheiten zum Notfallplan nannte Hispasat nicht. </p>



<p>Amazonas 4A ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.616 und als COSPAR-Objekt  2014-011A.</p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ariane-5-startet-zwei-kommunikationssatelliten-2/" data-wpel-link="internal">Ariane 5 startet zwei Kommunikationssatelliten</a> 22. März 2014</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/arianespace-erhaelt-zwei-startauftraege-aus-spanien/" data-wpel-link="internal">Arianespace erhält zwei Startaufträge aus Spanien</a> 11. September 2012</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/orbital-baut-amazonas-4a-und-4b-fuer-hispasat/" data-wpel-link="internal">Orbital baut Amazonas 4A und 4B für Hispasat</a> 26. Juni 2012</li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11935.msg285526#msg285526" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane-5 ECA VA216 mit ASTRA 5B und Amazonas 4A</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/amazonas-4a-hat-elektrik-probleme/" data-wpel-link="internal">Amazonas 4A hat Elektrik-Probleme</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SS/L baut weitere 2 Satelliten für JSAT</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ss-l-baut-weitere-2-satelliten-fuer-jsat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Apr 2014 06:04:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[JCSAT 15]]></category>
		<category><![CDATA[JCSAT 16]]></category>
		<category><![CDATA[JSAT]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[LS-1300]]></category>
		<category><![CDATA[SKY Perfect JSAT]]></category>
		<category><![CDATA[SS/L]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der US-amerikanische Kommunikationssatellitenhersteller Space Systems/Loral (SS/L) ist vom japanischen Kommunikationssatellitenbetreiber SKY Perfect JSAT Corporation (JSAT) mit dem Bau der Satelliten JCSat 15 und JCSat 16 beauftragt worden. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JSAT, Space Systems/Loral. Aktuell betreibt JSAT in der eigenen Flotte 16 Kommunikationssatelliten. Die beiden neuen, auf der Plattform 1300 von SS/L basierenden [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der US-amerikanische Kommunikationssatellitenhersteller Space Systems/Loral (SS/L) ist vom japanischen Kommunikationssatellitenbetreiber SKY Perfect JSAT Corporation (JSAT) mit dem Bau der Satelliten JCSat 15 und JCSat 16 beauftragt worden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JSAT, Space Systems/Loral.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-c996273b"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20042014080420_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20042014080420_small_1.jpg" alt="Space Systems/Loral (SS/L)" width="260"/></a><figcaption>
JCSat 15 und JCSat 16 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Space Systems/Loral (SS/L))
</figcaption></figure>



<p>Aktuell betreibt JSAT in der eigenen Flotte 16 Kommunikationssatelliten. Die beiden neuen, auf der Plattform 1300 von SS/L basierenden Satelliten sollen nach derzeitigem Planungsstand im Jahr 2016 in den Weltraum transportiert werden, teilte JSAT am 17. April 2014 mit.</p>



<p>JCSat 15 und JCSat 16 sind nicht die ersten Satelliten von SS/L für JSAT. Im Juni 2013 hatte JSAT bei dem Hersteller mit Sitz in Palo Alto im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien JCSat 14 bestellt.</p>



<p>Mit JCSat 15 will man den seit dem 7. Oktober 2000 um die Erde kreisenden JCSAT 110 alias Superbird 5, Superbird D, NSAT 110 und N-Sat 110 an einer Position bei 110 Grad Ost im Geostationären Orbit ersetzen. </p>



<p>JCSat 15 ist ein Raumfahrzeug der 10-Kilowatt-Klasse. Es wird ausschließlich mit K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgestattet. Mit ihnen sollen Nutzer in Japan, Ozeanien und im Bereich des Indischen Ozeans versorgt werden. Die Auslegungsbetriebsdauer liegt bei mindestens 15 Jahren.
<br>
JCSat 16 ist als im All stationierter Reservesatellit gedacht, der gegebenenfalls einspringen soll, wenn es mit auf anderen Satelliten etablierten Diensten für Nutzer aus Japan Schwierigkeiten gibt.</p>



<p>Er ist geringfügig schwächer als JCSat 15 ausgelegt und gehört zur 8,5-Kilowatt-Klasse. Er erhält K<sub>a</sub>&#8211; und K<sub>u</sub>-Band-Transponder. Seine Auslegungsbetriebsdauer liegt ebenfalls bei mindestens 15 Jahren.
<br>
<strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/spacex-soll-jcsat-14-auf-falcon-9-starten/" data-wpel-link="internal">SpaceX soll JCSAT 14 auf Falcon 9 starten</a> 12. Januar 2014</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ariane-5-bringt-2-satelliten-auf-kurs/" data-wpel-link="internal">Ariane 5 bringt 2 Satelliten auf Kurs</a> 16. Mai 2012</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ariane-5-transportiert-zwei-satelliten-ins-all/" data-wpel-link="internal">Ariane 5 transportiert zwei Satelliten ins All</a> 22. August 2009</li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Oxidatorvorrat erschöpft, INSAT 3E außer Betrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/oxidatorvorrat-erschoepft-insat-3e-ausser-betrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Apr 2014 18:45:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 14]]></category>
		<category><![CDATA[INSAT 3E]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38558</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Einsatz des indischen geostationären Kommunikationssatelliten INSAT 3E ist beendet. Der Ausfall des Satelliten Ende März 2014 kam für Nutzer von auf dem Satelliten etablierten Diensten überraschend, die indische Weltraumforschungsorganisation (ISRO) scheint das bevorstehende Einsatzende nicht vorhergesehen zu haben. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO, Raumfahrer.net, The Hindu. INSAT 3E, der seit dem 27. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/oxidatorvorrat-erschoepft-insat-3e-ausser-betrieb/" data-wpel-link="internal">Oxidatorvorrat erschöpft, INSAT 3E außer Betrieb</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Einsatz des indischen geostationären Kommunikationssatelliten INSAT 3E ist beendet. Der Ausfall des Satelliten Ende März 2014 kam für Nutzer von auf dem Satelliten etablierten Diensten überraschend, die indische Weltraumforschungsorganisation (ISRO) scheint das bevorstehende Einsatzende nicht vorhergesehen zu haben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO, Raumfahrer.net, The Hindu.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06042014204501_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06042014204501_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
INSAT 3E 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p>INSAT 3E, der seit dem 27. September 2003 um die Erde kreist, hatte in der letzten Märzwoche 2014 an seiner Position bei 55 Grad Ost im Geostationären Orbit seine Ausrichtung zur Erde nicht mehr halten können, was zur Unterbrechung der via INSAT 3E aufbauten Kommunikationsverbindungen führte. Am 27. März 2014 wurde bekannt, dass die ISRO plant, einen Teil der ursprünglich auf INSAT 3E etablierten Dienste auf den Kommunikationssatelliten GSAT 14 zu verlegen. Ehemalige Nutzer von INSAT 3E müssen teilweise bis zu 2 Wochen warten, bis sie Verbindungen über GSAT 14 nutzen können.</p>



<p>Im September 2012 hatte der in Indien basierend auf dem Satellitenbus I-2K gebaute INSAT 3E mit einer Startmasse von rund 2.775 (2.750) Kilogramm schon einmal seine Orientierung Richtung Erde verloren. Eine Ursache dafür wurde damals nicht mitgeteilt. Für den aktuellen Verlust der Fähigkeit des dreiachstabilisierten Satelliten mit einer Spannweite von 15,44 Metern, eine stabile Lage im Raum richtig Richtung Erde orientiert zu halten, wurde zunächst ebenfalls kein konkreter Grund genannt.</p>



<p>Gegenüber indischen Pressevertretern hat der Leiter der ISRO, K. Radhakrishnan, geäußert, dass INSAT 3E außer Dienst gestellt wurde. The Hindu meldete am 2. April 2014, dem Satelliten mit einer Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren sei nach rund 10,5 Jahren im All der Oxidator ausgegangen, der zusammen mit einem Brennstoff für den Betrieb der Lageregelungstriebwerke an Bord benötigt wird. Beim Start befanden sich 1.592 Kilogramm Treibstoffe in den Tanks des leer 1.218 Kilogramm schweren Raumfahrzeugs, das neben einem Apogäumsmotor 8 kleine Triebwerke mit je 10 Newton Schub und weitere 8 mit je 22 Newton Schub besitzt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06042014204501_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06042014204501_small_2.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
INSAT 3E im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p>Angeblich arbeite das MCF für Master Control Facility genannte Satellitenkontrollzentrum im indischen Hassan daran, den Satelliten auf einen Friedhofsorbit bringen, berichtete The Hindu ebenfalls. Welcher Abstand zum Geostationären Orbit sich angesichts der übriggeblieben Betriebsstoffe an Bord tatsächlich erreichen lässt, ist nicht bekannt. Eine Bahnanhebung um einen ausreichenden Betrag ist wünschenswert, damit INSAT 3E anderen Satelliten nicht unmittelbar gefährlich werden kann.</p>



<p>Offizieller Ersatz für INSAT 3E soll GSAT 16 (Startmasse voraussichtlich 3.150 Kilogramm) werden, den die ISRO von Arianespace nach aktuellem Planungsstand Anfang 2016 in den Weltraum transportieren lassen will.</p>



<p>INSAT 3E ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 27.951 und als COSPAR-Objekt 2003-043E.</p>



<p><strong>Verwandte Meldung bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/insat-3e-mit-problemen/" data-wpel-link="internal">INSAT 3E mit Problemen</a> 23. September 2012</li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10892.msg284100#msg284100" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISRO</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Türksat 4A an Betreiber übergeben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tuerksat-4a-an-betreiber-uebergeben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Apr 2014 20:41:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Türksat 4A]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38566</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der japanische Satellitenbauer Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) teilte am 31. März 2014 mit, dass der am 14. Februar 2014 auf einer Proton-M-Rakete in Baikonur gestartete Türksat 4A von MELCO am 29. März 2014 betriebsbereit an den Kommunikationssatellitenbetreiber Uydu Haberlesme Kablo TV ve Isletme A.S (Türksat) übergeben worden ist. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: MELCO, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/tuerksat-4a-an-betreiber-uebergeben/" data-wpel-link="internal">Türksat 4A an Betreiber übergeben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der japanische Satellitenbauer Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) teilte am 31. März 2014 mit, dass der am 14. Februar 2014 auf einer Proton-M-Rakete in Baikonur gestartete Türksat 4A von MELCO am 29. März 2014 betriebsbereit an den Kommunikationssatellitenbetreiber Uydu Haberlesme Kablo TV ve Isletme A.S (Türksat) übergeben worden ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: MELCO, Türksat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042014224146_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042014224146_small_1.jpg" alt="MELCO" width="260"/></a><figcaption>
Türksat 4A über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: MELCO)
</figcaption></figure></div>



<p>Das neue, zunächst für eine Position bei 50 und später für 42 Grad Ost im Geostationären Orbit vorgesehene Raumfahrzeug basiert auf dem von MELCO hergestellten Satellitenbus DS-2000. Ausgerüstet ist es mit einer Reihe C-, K<sub>a</sub>-, K<sub>u</sub>&#8211; und X-Band-Transpondern. Mit ihrer Hilfe will Türksat Kunden in Afrika, Europa, dem Mittleren Osten, sowie in Süd- und Zentralasien mit Telekommunikationsdiensten und der Ausstrahlung von Fernsehprogrammen versorgen. 15 Jahre soll sich Türksat 4A einsetzen lassen. Der Treibstoff an Bord erlaubt maximal 30 Jahre lang im All erforderliche Manöver.
<br>
Nach Start und Aussetzen des ab seiner Betankung rund 4.850 Kilogramm schweren Satelliten erfolgten Steuerung und Kontrolle unmittelbar über das Kontrollzentrum Gölbaşı in Ankara. Empfangene Telemetriedaten bestätigten das Entfalten der beiden Solarzellenausleger von Türksat 4A, die ihm eine Spannweite von 25,27 Metern geben. </p>



<p>Türksat 4A ist der erste von MELCO gebaute Satellit, den MELCO an Türksat einsatzbereit übergeben hat. Einen weiteren auf dem DS-2000-Bus basierenden Satelliten für Türksat hat MELCO bereits fertiggestellt. Türksat 4B sollte nach einem Planungsstand aus der zweiten Märzhälfte im Juli 2014 in den Weltraum gebracht werden. Aktuell findet sich für den Start des Satelliten auf einer Proton-M-Rakete jedoch kein konkret anvisierter Monat.</p>



<p>Über Türksat 4B hinaus möchte MELCO nach eigenen Angaben bei für die Zukunft geplanten Satellitenprogrammen der Türkei mitwirken und den Ausbau der Kommunikations- und Rundfunkinfrastruktur in der Türkei unterstützen.</p>



<p>Türksat 4A ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.522 und als COSPAR-Objekt 2014-007A.</p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tuerksat-4a-von-proton-m-ins-all-transportiert/" data-wpel-link="internal">Türksat 4A von Proton-M ins All transportiert</a> 15. Februar 2014</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/melco-baut-turksat-4a-und-turksat-4b/" data-wpel-link="internal">MELCO baut Turksat 4A und Turksat 4B</a> 11. März 2011</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/tuerksat-4a-an-betreiber-uebergeben/" data-wpel-link="internal">Türksat 4A an Betreiber übergeben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Express-AM 5 im Test</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/express-am-5-im-test/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Mar 2014 09:53:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Express-AM 5]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[MDA]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[RSCC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38410</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach Angaben der Russischen föderalen Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) vom 12. März 2014 haben die Abnahmetests mit dem neuesten Kommunikationssatelliten des Unternehmens, Express-AM 5, im Weltraum am 11. März 2014 begonnen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: RSCC. Express-AM 5 war am 26. Dezember 2013 an Bord einer Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe vom Raumfahrtzentrum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/express-am-5-im-test/" data-wpel-link="internal">Express-AM 5 im Test</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Nach Angaben der Russischen föderalen Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) vom 12. März 2014 haben die Abnahmetests mit dem neuesten Kommunikationssatelliten des Unternehmens, Express-AM 5, im Weltraum am 11. März 2014 begonnen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: RSCC.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032014105340_small_1.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/><figcaption>
Express-AM 5 &#8211; Illustration 
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(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p>Express-AM 5 war am 26. Dezember 2013 an Bord einer Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe vom Raumfahrtzentrum Baikonur aus in den Weltraum transportiert worden.</p>



<p>Im Mai 2014 will RSCC den Satelliten offiziell in Dienst stellen. Von einer Position bei 140 Grad Ost im Geostationären Orbit soll das Raumfahrzeug dann den fernen Osten und Sibirien mit einer Vielzahl von Kommunikationsdiensten versorgen.</p>



<p>Den Satelliten hatte RSCC beim russischen Satellitenbauer Reschetnjow Informational Satellite Systems mit Sitz in Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk bestellt, der ihn zusammen mit MacDonald Dettwiler and Associates (MDA) aus dem kanadischen Richmond und NII Radio (NIIR) aus Moskau konstruierte.</p>



<p>Express-AM 5 basiert auf dem Satellitenbus Express 2000 und ist mit insgesamt 84 Transpondern für das C-, K<sub>a</sub>-, K<sub>u</sub>&#8211; und L-Band ausgerüstet. Seine Auslegungsbetriebsdauer beträgt 15 Jahre.
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Die Auslegung des Satelliten erfolgte laut RSCC unter Berücksichtigung unterstellter Trends im russischen Kommunikationssatellitengeschäft und im Rahmen eines staatlichen, von 2009 bis 2015 laufenden Entwicklungsprogramms für den Ausbau der Ausstrahlungsmöglichkeiten von Radio- und Fernsehprogrammen im Bereich der russischen Föderation.</p>



<p>Der Satellit ist ein zentraler Bestandteil der Infrastruktur, die benötigt wird, um der Bevölkerung im Osten Russlands erschwinglichen Zugang zu digital ausgestrahlten Radio- und Fernsehprogrammen inklusive solcher in Hochauflösung zu verschaffen, schreibt RSCC.</p>



<p>Außerdem sei Express-AM 5 dazu gedacht, Mobilfunkverbindungen für die Administration des russischen Präsidenten und Regierungsstellen zu ermöglichen und digitale Video-, Telefon- und Datendienste sowie VSAT-Netzwerk-Verbindungen bereit zu stellen.</p>



<p>Express-AM 5 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.487 und als COSPAR-Objekt  2013-077A. </p>



<p><strong>Verwandte Meldung bei Raumfahrer.net:</strong></p>



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