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	<title>Gerhard Kowalski &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Gerhard Kowalski &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Vorbereitungen auf den Sojus MS-22-Start</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vorbereitungen-auf-den-sojus-ms-22-start/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2022 11:54:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS ist am Donnerstag um 1,2 Kilometer auf nunmehr 416,77 Kilometer angehoben worden. Dazu seien um 4:20 Uhr deutscher Zeit die Triebwerke des Frachters Progress MS-20 gezündet worden, meldet die GK Roskosmos auf ihrem Telegram-Kanal. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski; 25. August 2022. Moskau, 25. August 2022. Das Manöver diente [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS ist am Donnerstag um 1,2 Kilometer auf nunmehr 416,77 Kilometer angehoben worden. Dazu seien um 4:20 Uhr deutscher Zeit die Triebwerke des Frachters Progress MS-20 gezündet worden, meldet die GK Roskosmos auf ihrem Telegram-Kanal.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Gerhard Kowalski; 25. August 2022.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau, 25. August 2022.  Das Manöver diente der Herstellung günstiger ballistischer Bedingungen für den Start des russischen Raumschiffes Sojus MS-22 und die Landung des Raumschiffes Sojus MS-21, heißt es in der Mitteilung. Mit Sojus MS-22 fliegen die russischen Kosmonauten Sergej Prokopjew und Dmitri Petelin sowie der US-Astronaut Francisco Rubio am 21. September vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) zur Station. Danach kehren die Russen Oleg Artemjew, Denis Matwejew und Sergej Korssakow mit Sojus MS-21 auf die Erde zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mitflug Rubios erfolgt im Rahmen einer Vereinbarung zwischen den Russen und den Amerikanern vom 15. Juli über die gegenseitige Mitnahme von vorerst jeweils drei Raumfahrern bis 2024. Nach den bisherigen Planungen sollten die Russin Anna Kikina im Gegenzug am 29. September als Mitglied der Dragon Crew-5 von SpaceX zur Station starten. Zwischenzeitlich wurde dieser Start auf den 3. Oktober verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerhard Kowalski</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg536524#msg536524" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Nachgefragt: Wie geht es eigentlich Gerhard Kowalski? Und was macht sein Blog?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nachgefragt-wie-geht-es-eigentlich-gerhard-kowalski-und-was-macht-sein-blog/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2022 08:03:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[DGLR]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></category>
		<category><![CDATA[russische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Rande einer Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) traf sich Raumfahrer.net (RN) mit dem Journalisten Gerhard Kowalski. Es war sommerlich warm. Gut gelaunt plauderte der 80-jährige über die Ereignisse der letzten Zeit. Update: 28.09.2025 Ein Beitrag von Andreas Weise. Kowalski ist einem breiten fachkundigen Publikum durch seine umfangreichen, über Jahrzehnte andauernden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Rande einer Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) traf sich Raumfahrer.net (RN) mit dem Journalisten Gerhard Kowalski. Es war sommerlich warm. Gut gelaunt plauderte der 80-jährige über die Ereignisse der letzten Zeit. <strong>Update: 28.09.2025</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Weise.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GKaw26.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Gerhard Kowalski. (Bild: A. Weise)" data-rl_caption="" title="Gerhard Kowalski. (Bild: A. Weise)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GKaw26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Gerhard Kowalski. (Bild: A. Weise)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kowalski ist einem breiten fachkundigen Publikum durch seine umfangreichen, über Jahrzehnte andauernden Recherchen und Publikationen zum Thema „Gagarin“ bekannt, weshalb er auch manchmal als „Gagarin-Papst“ bezeichnet wird. Ansonsten ist er ein Kenner der internationalen Raumfahrt und im deutschsprachigen Raum eine Top-Informationsquelle, speziell zur russischen Raumfahrt. Sein Blog „<a href="https://www.gerhardkowalski.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gerhardkowalski.com</a>“ ist legendär: Kurz, knapp, präzise, gut recherchiert und immer auf den Punkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„War …“ muss man allerdings sagen, denn seit Mitte/Ende Juni erschien beim Aufruf der Seite nur noch eine Meldung: „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“. RN erreichten mehrere Anfragen, was denn da los sei. Am 19. Juli 2022 war die Seite dann wieder erreichbar, aber mit dem Artikel-Stand vom 21. Juni 2022. Der Besucherzähler läuft aber weiter, was das ungebrochene Interesse an der Seite zeigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was konkret vorgefallen ist, lässt sich nicht genau sagen. Es ist aber davon auszugehen, dass es sich nicht um einen „Bedienfehler“ handelte. Ob die Seite gehackt worden ist, ließ sich nicht zweifelsfrei klären. Forderungen gab es nicht, wie es bei kriminellen Hacks vorkommt. Man braucht aber nicht viel Phantasie um zu erraten, dass die Themen der Nachrichten nicht allen gefallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kowalski erklärte RN gegenüber, dass er die Arbeiten an seinem Blog nicht wiederaufnehmen werde. Nun sei endgültig Schluss. Der Crash der Seite sei nur der Anlass. Wer möge es dem Manne übel nehmen…?! Denkt sich RN.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kowanski bedankte sich auch bei RN für die angebotene technische Unterstützung. Diese sei aber jetzt nicht mehr von Nöten. Die Seite sei wieder da, werde aber nicht fortgeschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit besteht ein einzigartiges Zeitarchiv, in dem man Berichte bis 2007 zurückverfolgen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist, dass Kowalski auch weiterhin hier und da journalistisch tätig sein wird. RN freut sich darauf und wünscht Glück und Gesundheit.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Das Gespräch führte Andreas Weise am 20. Juli 2022 in Berlin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Uptate vom 28.09.2025</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Beiträge bilden nur eine zeitliche Momentaufnahme. Zum oben stehenden Beitrag gibt es schon seit längerer Zeit Veränderungen, die wir hier nachreichen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu zitieren wir aus der wieder im Netz erreichbaren Webseite von Gerhard Kowalski:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Zitiert aus <a href="https://www.gerhardkowalski.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">gerhardkowalski.com</a> vom 08.01.2024:</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Liebe Besucher meiner Homepage,</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>nach rund eineinhalbjähriger Zwangspause habe ich meine Homepage wieder aktiviert. Im Gegensatz zu früher werde ich künftig aber nur noch über die russische Raumfahrt berichten. Ich danke dem Astronomie- und Raumfahrtportal Raumfahrer.net, dass es mir in den vergangenen Monaten raumfahrttechnisches Asyl gewährt hat.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Mit besten Grüßen</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ihr/Euer</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gerhard Kowalski</em>&#8222;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13452.msg535205#msg535205" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Der unbekannte Gagarin</a></li>



<li></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Berlin: (Vorab-)Einblick in „Gagarins Vermächtnis“</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/berlin-vorab-einblick-in-gagarins-vermaechtnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Sep 2017 16:51:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></category>
		<category><![CDATA[Juri Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Sputnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 4. September 2017 findet im Foyer der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin die Eröffnung der Ausstellung „Gagarins Vermächtnis“ statt. Raumfahrer.net hatte die Möglichkeit, schon vor der Eröffnung einen Blick in die Ausstellung zu werfen. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Ausstellungsbesuch. «&#8230;ich sah, wie wunderschön unser Planet ist. Menschen, lasst uns diese Schönheit erhalten und mehren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 4. September 2017 findet im Foyer der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin die Eröffnung der Ausstellung „Gagarins Vermächtnis“ statt. Raumfahrer.net hatte die Möglichkeit, schon vor der Eröffnung einen Blick in die Ausstellung zu werfen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>. Quelle: Ausstellungsbesuch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/BildmotivJuliaWoitowitsch.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/BildmotivJuliaWoitowitsch260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Motiv zur Ausstellung „Gagarins Vermächtnis“<br>(Bild: Julia Woitowitsch)<br><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>«&#8230;ich sah, wie wunderschön unser Planet ist. Menschen, lasst uns diese Schönheit erhalten und mehren und nicht zerstören.»</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ausspruch von Juri Gagarin steht gleichzeitig symbolhaft für sein Vermächtnis. Noch sind nicht alle Bildunterschriften an den Exponaten angebracht. Noch sind nicht alle Schauvitrinen gefüllt. Aber man konnte schon einen Eindruck bekommen, was sich die Ausstellungsmacher gedacht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausrichterin der Ausstellung ist die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die auch die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1ModellimSpiegelderAutor1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1ModellimSpiegelderAutor260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik-1-Modell an der Decke in der Ausstellung<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann nicht mit hochwertigen oder überladenen Technikdetailfotos, wie sie etwa ein interessierter Raumfahrtfreak erwarten würde, rechnen. Auch handelt es sich nicht um eine reine Gagarin-Ausstellung, und schon gar nicht um eine irgendwie geartete Gagarin-Heldenverehrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch zahlreiche verschiedene Fotos aus unterschiedlichen Epochen versucht die Ausstellung vielmehr zum Nachdenken anzuregen. Was bedeutet uns überhaupt Raumfahrt? Dabei geht es nicht um die Faszination des technisch Machbaren. Eine Bildunterschrift bringt es auf den Punkt: „Während auf der Erde Konflikte, Terror und Hunger den Alltag bestimmen, herrschen nur 400 Kilometer über unseren Köpfen Eintracht und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ (Gemeint ist die ISS.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung wurde unter maßgeblicher Mitwirkung von Gerhard Kowalski gestaltet, der u.a. für die Bildunterschriften verantwortlich zeichnet und selbst Fotos beigesteuert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben bekannten und weniger bekannten Pressefotos werden auch Bilder von Schülern zum Thema Kosmos gezeigt. An der Decke schwebt ein 1:1-Modell von Sputnik 1, eine Leihgabe aus dem Russischen Haus in der Friedrichstraße. Der Start von Sputnik 1 jährt sich dieses Jahr zum sechzigsten Mal.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/NowizkiuKowalski2013MR1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/NowizkiuKowalski2013MR260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Oleg Nowizki (li.) und Gerhard Kowalski (re., 2013)<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung wird am Montag, den 4. September 2017 um 18:00 Uhr eröffnet. Anschließend bittet man zu einer Podiumsdiskussion. Gastgeberin Dagmar Enkelmann (Vorsitzende des Vorstandes der Rosa-Luxemburg-Stiftung) hat hochrangige Gäste geladen. Neben Sigmund Jähn, ISS-Kosmonaut Oleg Wiktorowitsch Nowizki und Gerhard Kowalski ist auch Eberhard Köllner angekündigt, seinerzeit mit Wiktor Gorbatko in der Ersatzmannschaft für die Raumfahrer Bykowski und Jähn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man darf sich auf einen interessanten Abend freuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu finden ist die Ausstellung am Franz-Mehring-Platz 1 in 10243 Berlin. Vom Fern- und S-Bahnhof „Berlin-Ostbahnhof“ und der U-Bahnstation „Weberwiese“ ist die Ausstellung gut zu Fuß zu erreichen. Die Ausstellung endet voraussichtlich am 25. September 2017.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/LuxAusstellung22b500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/LuxAusstellung22b260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Andrang bei Eröffnung der Ausstellung<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 4. September 2017</strong><br>Um es kurz zu machen: Es war ein rundum gelungener Abend. Über das Wochenende hatte sich in den Ausstellungsräumlichkeiten am Franz-Mehring-Platz 1 noch so einiges getan. Bildunterschriften und Texte waren ergänzt und Schauvitrinen gefüllt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pünktlich um 18 Uhr erscholl das Piep-Piep von Sputnik-1 aus den Lautsprechern und Dagmar Enkelmann konnte im Kreise der Anwesenden die Ausstellung eröffnen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/KöllnerWeiseFotoUweTitscher500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/KöllnerWeiseFotoUweTitscher260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Eberhard Köllner (li.) und der Autor (re.)<br>(Bild: Uwe Titscher)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Räumlichkeit war gut gefüllt. Und nicht nur hart gesottene Raumfahrtfans waren zu sehen. Auch zahlreichen andere interessierte Bürger waren gekommen. Ich selbst habe mich natürlich über manches aus anderen Veranstaltungen bekanntes Gesicht gefreut. Auch die aktuelle Deutsche Raumfahrt war in Gestalt von Andreas Schütz, Pressesprecher beim DLR, anwesend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die anschließende Podiumsdiskussion wurde simultan auf Kopfhörer übersetzt. Oleg Nowitzki und Eberhard Köllner standen Dagmar Enkelmann, aber auch dem Publikum Rede und Antwort.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/NowitzkiKowalskib500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/NowitzkiKowalskib260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Oleg Nowizki (li.) und Gerhard Kowalski (re.)<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beinahe hätte ich jetzt Gerhard Kowalski vergessen. Der gab einige neue Informationsschnipsel zur Untersuchung von Gagarins Tod zum Besten. Dabei war wieder zu erkennen, dass sich Kowalski auf Grund seiner Kontakte und Erfahrung wie kein Zweiter in die doch sehr komplexe Materie einarbeiten konnte. Man darf gespannt sein, was die nächsten Monate bringen. Nächstes Jahr jedenfalls jährt sich Gagarins Tod zum 50. Mal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer fehlte allerdings: Sigmund Jähn musste seine Teilnahme kurzfristig absagen. Schade, aber es wird hier gewichtige Gründe gegeben haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung ist noch bis zum 25. September 2017 geöffnet. Am letzten Tag wird sie mit einer Finissage abgeschlossen. Eingeladen sind der russische Kosmonaut und ISS-Jahresmissionsflieger Michail Kornijenkow und Gerhard Kowalski. Beginn der Veranstaltung ist 18:00 Uhr.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/berlin-vorab-einblick-in-gagarins-vermaechtnis/" data-wpel-link="internal">Berlin: (Vorab-)Einblick in „Gagarins Vermächtnis“</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>G. Kowalski über &#8222;Gagarin – Er könnte noch leben&#8220;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/g-kowalski-ueber-gagarin-er-koennte-noch-leben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2016 20:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flugunfall]]></category>
		<category><![CDATA[Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kowalski]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetunion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=10611</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zum Unfalltod Gagarins, der sich am 27. März zum 48. mal jährte, gibt es neue Erkenntnisse. Dargelegt sind diese im Buch „Gagarin – Er könnte noch leben“ von Oberst a.D. Nikolai K. Sergejew. Der Herausgeber und Übersetzer Gerhard Kowalski gab Raumfahrer.net am Rande der Leipziger Buchmesse 2016 ein Interview. Erstellt von Andreas Weise. Quelle: Interview. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/g-kowalski-ueber-gagarin-er-koennte-noch-leben/" data-wpel-link="internal">G. Kowalski über &#8222;Gagarin – Er könnte noch leben&#8220;</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zum Unfalltod Gagarins, der sich am 27. März zum 48. mal jährte, gibt es neue Erkenntnisse. Dargelegt sind diese im Buch „Gagarin – Er könnte noch leben“ von Oberst a.D. Nikolai K. Sergejew. Der Herausgeber und Übersetzer Gerhard Kowalski gab Raumfahrer.net am Rande der Leipziger Buchmesse 2016 ein Interview.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>.   Quelle: Interview.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/GK3021500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/GK302260.jpg" alt="Zwei aktuelle Bücher über Gagarin.
(Bild: Andreas Weise)"/></a><figcaption>Zwei aktuelle Bücher über Gagarin.<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net (RN):</strong> Herr Kowalski, das vorliegende Buch gibt an, das Rätsel um den Absturz von Gagarins MiG endgültig gelöst zu haben. Ist das Rätsel endgültig gelöst?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Nein, das stimmt nicht ganz. Das ist eine Fehlinterpretation des Buches. Das Rätsel ist noch nicht gelöst. Wir sind aber auf dem Weg zu seiner Lösung einen ganzen Schritt weiter gekommen. So ist völlig überraschend für mich herausgekommen, dass Gagarin an dem Tag, an dem er abgestürzt ist, keinen Kontrollflug mit der MiG-15 UTI (Anmerkung: Schulflugzeug, Doppelsitzer) mehr machen sollte. Es sollte gleich mit einer MiG-17 allein fliegen. Er hat dann aber trotzdem einen Kontrollflug gemacht, weil Nikolai Kamanin, also der Kosmonautenchef, es angewiesen hat.<br><br></em><strong>RN:</strong> Der Autor des Artikels, den Sie hier veröffentlichen, schreibt, er habe über einem Monat für diesen Artikel gearbeitet. Ist das nicht etwas kurz?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Das ist sehr kurz. Das hat mich auch gewundert. Ich habe es aber so gelassen. Ich habe den Text so im Wortlaut übernommen, ohne ihn in allen Einzelheiten zu kommentieren. Das überlasse ich den Lesern.<br><br>Ich habe aber ein relativ scharfes Nachwort geschrieben, denn der Text wirft einige Fragen auf. Was mich auch gewundert hat, ist, dass ein Oberst der Sowjetarmee so selbstverliebt ist. Er hat sehr viel über sich gesprochen, anstatt die Fakten, was man ja von einem Offizier erwarten kann, einfach nur darzulegen. Aber auch das steht alles im Nachwort. Das hat er übrigens noch nicht gelesen. Also wenn er das liest, wird er sich bestimmt etwas wundern. Aber das musste einfach gesagt werden.</em></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/GK2021500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/GK202260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Gagarin-Denkmal in Ostankino, Moskau<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Der Artikel ist im Juni 2014 beendet worden. Ist er in Russland veröffentlicht worden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Nein. Nikolai Sergejew hat diesen Beitrag Jelena Gagarina (Anmerkung: Gagarins ältere Tochter) geschickt und auch gewidmet. Sie hat ihn gelesen, wollte sich aber dazu nicht äußern, sondern hat den Text ihrer Schwester Galina gegeben. Und als im vergangenen Jahr mein Buch „Der unbekannte Gagarin“ erschienen ist, habe ich ihr direkt von der Leipziger Buchmesse ein Exemplar geschickt. Es hat übrigens vier Wochen gedauert, bis es in Moskau ankam. Sie hat mich dann angemailt, sich bedankt und dann geschrieben: „Übrigens, ich habe von meiner Schwester einen Text bekommen zum Absturz meines Papas. Interessiert der Sie?“<br><br>Ich habe geantwortet, dass er mich natürlich interessiert. Sie hat ihn mir dann geschickt, und ich habe gefragt: Dürfen wir den veröffentlichen? Und Sie hat Ja gesagt.<br>Wie mir Sergejew geschrieben hat, soll übrigens ein Teil dieses Textes schon im Internet stehen.<br>Er hat mir auch mitgeteilt, dass er zu diesem Text ein Interview mit einer Zeitung in Texas gemacht hat. Ich habe gesagt: O.K. Er ist ein freier Mann. Er kann mit seinem Text machen, was er will.<br><br>Ich habe den Text von Frau Gagarina mit der ausdrücklichen Erlaubnis bekommen, die Sache zu veröffentlichen. Kann sein, dass da noch etwas herum schwirrt, aber bis jetzt habe ich trotz intensiver Suche nichts gefunden. Auch das angebliche Interview mit der texanischen Zeitschrift habe ich nie gesehen.<br><br></em><strong>RN:</strong> Sergejew lebt ja in den Vereinigten Staaten &#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Ja, er lebt in den Staaten, in Texas, und arbeitet als Cessna-Fluglehrer.<br><br></em><strong>RN:</strong> Der Artikel widerspricht dem offiziellen Untersuchungsbericht, der besagt, die Technik und die Flugvorbereitung wären in Ordnung gewesen. Das ist doch ein Angriff auf die offizielle Darstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Wenn man so will, ja. Es ist auf jeden Fall eine Korrektur der offiziellen Darstellung. Denn der Kontrollflug, bei dem Gagarin abgestürzt ist, wurde als ein geplanter Kontrollflug mit einer perfekten Maschine, allerdings bei schlechten Witterungsbedingungen usw., dargestellt. Und Sergejew widerspricht dem.<br><br>Ich habe übrigens in meinem Nachwort darauf hingewiesen, dass sich Dreifachkosmonaut Wladimir Schatalow (Anmerkung: Sojus-4, -8 und -10) zusammen mit Gagarin an dem Tag auf einen Start mit einer MiG vorbereitet hat, wie in seinem Buch „Kosmischer Alltag“ nachzulesen ist. Er hat darin aber nicht gesagt, dass Gagarin mit so einer unvorbereiteten Kiste losgeflogen ist. Insofern bin ich gespannt, was er jetzt dazu sagt. Schatalow könnte helfen, hier weiter aufzuklären. Mit dem Buch von Sergejew ist auch diese Frage in der Welt, und man wird sehen, welche Reaktionen es darauf gibt.<br><br></em><strong>RN:</strong> Wird dieses Buch auch in Russland gelesen werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Vielleicht, hoffentlich. Zu diesem Buch gibt es bislang, das heißt bis zum 17. März, eine einzige Rezension. Und die stammt von Galina Gagarina. Sie hat mir geschrieben, dass dieses Buch sicher nicht nur für die deutschen, sondern auch für die russischen Leser interessant ist. Die beste Rezension, die man sich wünschen kann!<br><br></em><strong>RN:</strong> Sie konnten Einsicht in den KGB-Bericht zu Gagarins Tod nehmen. Widersprechen sich nicht hier einige Aussagen? Ich denke an die Befehlskette Kamanin-Kusnezow-Serjorgin. Oder an die Geschichte mit dem fehlenden Steuerknüppel in der hinteren Kabine. Dies hätte doch in dem Bericht mit drin stehen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Nein! Das hätte nicht mit drin stehen müssen. Die KGB-Leute haben sich nur darauf konzentriert, was an dem Tag bei der Flugvorbereitung schief gegangen ist. Die haben sich um die Personen gekümmert und beim Namen genannt. Hier ist zum ersten Mal gesagt worden, wer für was verantwortlich war. Und das teilweise sehr drastisch. Ich glaube, das widerspricht sich nicht.</em></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gk102800.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gk102400.jpg" alt=""/></a><figcaption><em>Immer authentisch und mit Leib und Seele dabei: Gerhard Kowalski.<br>(Bild: Andreas Weise)</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der KGB ist ja erst im Nachgang eingeschaltet worden, und wenn man dem gesagt hat, der Flug selber war regulär, war ein geplanter Kontrollflug, dann haben die an dieser Stelle angefangen, ohne zurück zu recherchieren. Also das haben sie offensichtlich nicht gemacht.<br><br></em><strong>RN:</strong> In dem Buch wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das Kabinenbelüftungsventil nicht geschlossen war. Hatte das nicht Auswirkungen auf den Flug? Der Flug war zwar unter 5.000 Meter. In manch anderen Theorien ist von einer plötzlichen Dekompression der Kabine die Rede.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Das taucht in dem Buch nirgendwo auf. Es taucht nur der Fakt auf, dass es so war – das Ventil offen. Hinzu kommt, dass diese MiG-15 UTI in der Tschechoslowakei gebaut wurde. Und diese soll ein anderes Ventil haben, als die Maschinen, die in der Sowjetunion gebaut wurden. Man hat es vermutlich übersehen.<br><br></em><strong>RN:</strong> Es existiert übrigens noch eine flugfähige MiG-15 UTI (Anmerkung: heutige Registrierung OK-UTI) aus jener Produktion von Aero Vodochody bei Prag aus den 50er Jahren. Da könnte man mal nachschauen und vergleichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Ich bin kein Flugzeugspezialist. Es geht da um irgendeinen Hebel, jedenfalls um einen anderen Schließmechanismus. Und den kannten sie nicht. Und das deutet natürlich auf eine mehr als schlechte technische Flugvorbereitung hin.<br><br></em><strong>RN:</strong> Wie ist die andere Theorie aus Ihrer Sicht zu bewerten, die die absolute Wahrheit für sich vereinnahmt? Ich meine die Version von General Leonow mit dem zweiten Flugzeug, einer Su-15?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Auf diesen Widerspruch haben wir schon in meinen Gagarin-Büchern aufmerksam gemacht. Zu dieser Sache hat sich ja auch Galina Gagarina in meinem Nachwort geäußert: Er will sich damit bei Präsident Putin interessant machen.<br><br>Eines aber bleibt: Leonow ist ein sagenhaft guter Kosmonaut gewesen. Ein wirklicher Held, der dem Tod mehrfach ins Auge geschaut hat und dann von der Schippe gesprungen ist. Er sollte auch der erste Russe auf dem Mond sein. Er ist auch ein sagenhaft guter Künstler (Anmerkung: Leonow malt.) Er ist aber auch ein begnadeter Selbstdarsteller. Und da darf man nicht alles auf die Goldwaage legen, was er sagt. Und er hat sich ja auch geweigert, die entsprechenden Beweise zu erbringen. Es ist eben sein Geheimnis.</em></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/GK2121500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/GK212260.jpg" alt="Gagarin-Denkmal, Erfurt
(Bild: Andreas Weise)"/></a><figcaption>Gagarin-Denkmal, Erfurt<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Nun kommt ja dazu, dass die Sache auch was für sich hat. Die Theorie vom Einzeltäter schützt vor weiteren Untersuchungen und schließt die Geschichte ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Nein. So habe ich die Sache noch nicht gesehen. Wenn Leonow sagt, er weiß, wer die Su-15 geflogen hat, dann muss er damit rechnen, dass man nachfragt und dass die Journalisten der Sache nachgehen. Aber eigentümlich ist schon: Alles, was neu zu dem Fall Gagarin in den letzten Jahren öffentlich wurde, ist von der russischen Presse, auch von der Fachpresse, nicht verfolgt worden. Also für die ist die Sache abgeschlossen. Für die gilt immer noch die Version, dass Gagarin unter unglücklichen Umständen abgestürzt ist.<br><br>Aber so kann man die Sache nicht stehen lassen. Und das Buch haben wir genau deshalb gemacht &#8211; und das steht auch ausführlich im Nachwort -, weil wir der Meinung sind: Das war ein Flugunfall, der noch nicht 100prozentig geklärt ist. Und die Sache muss geklärt werden. Es ist ein ungeschriebenes Gesetzt in der Luftfahrt, dass die Ursachen eines Flugunfalls geklärt werden müssen, auch wenn es 50 Jahre dauert. Und dazu wollen wir ein wenig anstoßen.<br><br></em><strong>RN:</strong> Wie sind die Chancen, dass es zu einer offiziellen Wiederaufnahme der Untersuchung kommt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Das weiß ich nicht. Vielleicht erscheint das Buch auch bei den Russen, wie Frau Gagarina angeregt hat. Es sind ja die ureigenen russischen Angelegenheiten und ihr eigenes Interesse. Es wäre natürlich für mich die Krönung nach 50 Jahren Beschäftigung mit Gagarin, wenn die Untersuchung der Umstände seines Flugunfalls wieder aufgenommen würde.<br><br></em><strong>RN:</strong> Das wäre ja schon fast die Schlussfrage gewesen. Aber noch einmal nachgehakt: Interessiert das überhaupt jemanden in Russland?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Gerhard Kowalski:</strong> Es interessiert leider keinen Menschen. Das habe ich in meinen Büchern auch schon angedeutet. Auch bei der Geschichte, mit der Leonow herausgekommen ist, hätte man gleich nachhaken können und müssen. Aber das hat niemand gemacht, was mich sehr, sehr wundert. Man hätte da ganz groß journalistisch einsteigen können. Hat niemand gemacht. Das ist mir total schleierhaft. Ich glaube auch nicht, dass da ein Verbot existiert. Ich glaube eher, da herrscht noch das alte Denken aus Sowjetzeiten vor, an bestimmte Sachen nicht zu rühren.<br><br></em><strong>RN:</strong> Herr Kowalski, ich bedanke mich für das Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Interview führte Andreas Weise für Raumfahrer.net am 17. März 2016 in Leipzig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14213.msg357304#msg357304" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Buch: Gagarin &#8211; Er könnte noch leben!</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/g-kowalski-ueber-gagarin-er-koennte-noch-leben/" data-wpel-link="internal">G. Kowalski über &#8222;Gagarin – Er könnte noch leben&#8220;</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zu Gagarins 80. Geburtstag: DAS Gagarin-Buch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zu-gagarins-80-geburtstag-das-gagarin-buch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2014 19:13:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetunion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=5344</guid>

					<description><![CDATA[<p>“Heute 6:07 UT” erschien 2011 im Projekte-Verlag Cornelius GmbH Halle (Saale). Dazu eine Rezension von Andreas Weise, überarbeitet für Raumfahrer.net. Ich vertrete ja die Meinung, dass es möglich ist, durch intensives Zusammen- und Abschreiben aus den verschiedensten Quellen im Internet, gewürzt mit etwas eigenem Statement, schnell ein so genanntes „Sachbuch“ zum Thema bemannte Raumfahrt zusammen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">“Heute 6:07 UT” erschien 2011 im Projekte-Verlag Cornelius GmbH Halle (Saale). Dazu eine Rezension von Andreas Weise, überarbeitet für Raumfahrer.net. </h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/607UT300.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/607UT200.jpg" alt="Rezensent bei der Arbeit.
(Bild: privat)"/></a><figcaption>Rezensent bei der Arbeit.<br> (Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ich vertrete ja die Meinung, dass es möglich ist, durch intensives Zusammen- und Abschreiben aus den verschiedensten Quellen im Internet, gewürzt mit etwas eigenem Statement, schnell ein so genanntes „Sachbuch“ zum Thema bemannte Raumfahrt zusammen zu schreiben, ohne dass man jemals überhaupt eine Rakete gesehen hat, einen Kosmonauten/Astronauten gesprochen hat oder sonst eine genauere Kenntnis von der Materie besitzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In so manchen „Fachartikeln“ zum Thema „Gagarin“ wird schnell deutlich, ob es sich um Fastfood-Journalismus handelt, oder ob der Autor auch wirklich weiß, worüber er da gerade schreibt. Manche Veröffentlichung im deutschsprachigen Raum trieft geradezu von Detailfehlern und Ungenauigkeiten. Außerdem habe ich den Eindruck, dass wann immer von neuen „Enthüllungen“ über die Pannen und Schwierigkeiten  rund um den Flug von Wostok 1 berichtet wird, regelmäßig ein wenig der Unterton der Häme mitschwingt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Völlig zu unrecht! Denn mit jedem Detail des Fluges, das jetzt veröffentlicht wird, wird die Leistung des Fluges von Wostok 1 mit Gagarin als Frontmann und dem  Kollektiv von Wissenschaftlern und Technikern im Hintergrund nur noch größer und bedeutender zu bewerten sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerhard Kowalski hatte nun genau zum 50. Jahrestag von Gagarins Raumflug im April 2011 sein neues Buch vorgelegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines kurz vorweg: Nein, die Geschichte der bemannten Raumfahrt muss nicht umgeschrieben werden. Wer also in Gerhard Kowalskis neuem Buch das bis dato mutmaßlich super streng gehütete super geheime Geheimnis der Geheimnisse gelüftet haben will, wird enttäuscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch beim genauen Lesen stellt man fest: Dieses Buch bietet ungemein viel Einzel- und Detailwissen an. Und das sehr spannend präsentiert. Das liegt in erster Linie am Autor selber. Kowalski ist ein intimer Kenner der sowjetischen und russischen Kosmonautik, hat jahrzehntelang persönliche Kontakte zu entsprechenden Personen und Institutionen aufgebaut. Auf Grund seiner Sach- und Sprachkenntnisse, sowie seiner Sprachgewandtheit öffneten sich so manche Türen und Herzen  verschiedenster Protagonisten und damit Informationsquellen aus erster Hand. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Also: Der Mann weiß, was er schreibt, und worüber er schreibt. Hört sich simpel an, ist aber leider nicht immer die Regel auf dem hiesigen Büchermarkt. Das Buch selber ist keine Gagarin-Biographie, wie manchmal falsch vermutet. Das ist erfreulich,  würde doch die Ausbreitung des kompletten Lebenslaufes von Gagarin von seiner Geburt, seiner Kindheit an, über seine Lehre etc. viel umfangreicher und vielleicht auch ermüdender ausfallen und hätte auch viel weniger mit der Raumfahrt zu tun. In Kowalskis Werk wird vielmehr der Zeitraum 1960 bis 1968 mit den Ereignissen rund um Gagarin analysiert. Das alles ist mit scharfer Zunge formuliert und sehr  informativ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon einmal hatte Kowalski versucht, alle bekannten Fakten rund um den Gagarin-Flug in einem Buch zusammen zu fassen. „Die Gagarin-Story“ (Mit dem reißerischen Buchtitel war der Autor nie glücklich.) galt lange Zeit als das Standartwerk zum Thema. Die letzte überarbeitete Auflage erschien im Jahre 2000. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor erhielt seinerzeit nicht nur viel Zustimmung, sondern vereinzelt auch, sagen wir es einmal diplomatisch, einige verbale Unmutsbekundungen von DDR-Raumfahrtfans über manche Passage in diesem  Buch. Auch gibt es mittlerweile neuere, präzisere Erkenntnisse,  Bewertungen und Sichtweisen. Insofern bedurfte die „Die Gagarin-Story“ einer gründlichen Überarbeitung. Und wer Kowalski kennt, weiß, dass er sehr gründlich ist. Und das ganz speziell, wenn es um Gagarin geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für alle Leser, die sich dem Thema Gagarin zum ersten Mal nähern wollen und die „Gagarin-Story“ nicht gelesen haben, ist dieses neue Buch eine Fundgrube. Kowalski hat wirklich alles, was zum Stichtag 12. April 2011 bekannt war, versucht zusammen zu fassen und zu Papier zu  bringen. Der aufmerksame Leser taucht nicht nur um die Ereignisse rund um den ersten bemannten Weltraumflug ein, sondern erfährt auch viel von der Atmosphäre, den Bedingungen, die zur damaligen Zeit in der  Sowjetunion herrschten. Zusatzinformationen, ohne die eine objektive Bewertung der gagarinschen Ereignisse heute nicht möglich ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Geduldig erklärt der Autor, warum die Ereignisse so ab liefen und nicht anders, welchen sachlichen und ideologischen Zwängen die handelnden Personen unterworfen waren. Insofern ist mit dem vorliegenden Buch ein neues Standartwerk zum Thema „Gagarin und der erster bemannter Raumflug“ präsent, das in seinem Umfang und seiner Detailgenauigkeit seines Gleichen sucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun zum Leserkreis, der sich schon seit Jahren mit der Geschichte der bemannten Raumfahrt beschäftigt: Ich  bin mir noch nicht ganz sicher, ob man das vorliegende Werk eine stark überarbeitete Neuauflage der „Gagarin-Story“ nennen sollte, oder ob man von einem neuen eigenständigen Buch sprechen kann. Ich tendiere zu  ersterem, obwohl viel Neues und neu bewertetes drinnen steht. Ab und zu geht Kowalski auch direkt auf die „Gagrin-Story“ ein. Erläutert, warum etwas dort genau so steht, welche Missverständnisse es gegeben hat. Speziell bei der Problematik der Gagarin-Fallschirmlandung kommt das zum Ausdruck. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der aufmerksame Leser wird mit einer Flut von Namen, Ereignissen und Zeitdaten bombardiert, ohne dass die Lektüre langatmig wird. Ich selber habe mich dabei ertappt, wie ich alte historische Fotos aus meinem Archiv zu den beschrieben Ereignissen zugeordnet habe. Einiges ist mir gelungen, anderes nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was auffällt ist, dass das Buchmanuskript möglicherweise unter einem enormen Zeitdruck entstanden ist. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass der rote Faden doch ganz schön im Zick-Zack verläuft und bekannte Abschnitte aus der Gagarin-Story schnell mit neuen Textabsätzen ergänzt wurden. Da „holpert“ das Buch dann ein wenig. Letzteres ist sicher aber auch der Tatsache geschuldet, dass der Autor auf wirklich alles eingehen wollte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wenigen Unklarheiten (wenn es überhaupt welche sind), die ich persönlich zu erkennen denke, werden bestimmt in einer überarbeiteten Auflage verschwunden sein. Sicher gibt es dann auch wieder neue Erkenntnisse, und Neues zu berichten.<br>„Nach dem Buch ist vor dem (nächsten) Buch…!“<br>Und bestimmt arbeitet Kowalski schon an einer erweiterten Neuauflage. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gut finde ich übrigens auch, dass der Autor auf den Text begleitende Fotos verzichtet hat. Wer sich einmal mit dem Durcheinander rund um gagarinsche Fotos beschäftigt hat, weiß, dass eine richtige Auswahl bestimmt nicht leicht gefallen wäre. Von lizenzrechtlichen Aspekten ganz zu schweigen. Hier besteht die Möglichkeit, sich voll auf den Textinhalt zu konzentrieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die handvoll Fotos im  Buchanhang hätten völlig weggelassen werden können. Sie sind von Inhalt und Qualität vernachlässigbar. Vielmehr hätte anstelle dieser Bilder  eine Grafik des Wostok-Raumschiffs, der Trägerrakete und eine Darstellung des Flugverlaufs hinein gepasst. Der Problematik, ein Buch für den Leser preislich attraktiv zu gestalten, wird man hier jedenfalls augenscheinlich gerecht. Viele gute Bücher werden leider nicht gekauft, weil sie einfach zu teuer sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fazit: Das vorliegende Buch ist ein Muss für jeden an Gagarin und der Geschichte der Raumfahrt interessierten Leser in Ost und West. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zu-gagarins-80-geburtstag-das-gagarin-buch/" data-wpel-link="internal">Zu Gagarins 80. Geburtstag: DAS Gagarin-Buch</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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