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	<title>GSAT 11 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>GSAT 11 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Indien: Großer GSAT 11 der ISRO im GEO angekommen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indien-grosser-gsat-11-der-isro-im-geo-angekommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jan 2019 13:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der am 4. Dezember 2018 gestartete indische Kommunikationssatellit GSAT 11 hat seine Position im Geostationären Orbit (GEO) erreicht. Eine Phase ausgedehnter Tests des bisher größten indischen Satelliten auf seiner Bahn um die Erde, IOT für In Orbit Tests genannt, wurde zwischenzeitlich begonnen. Ein Beitrag von Axel Nantes &#38; Thomas Weyrauch; Quelle: Arianespace, ISRO. Auf der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der am 4. Dezember 2018 gestartete indische Kommunikationssatellit GSAT 11 hat seine Position im Geostationären Orbit (GEO) erreicht. Eine Phase ausgedehnter Tests des bisher größten indischen Satelliten auf seiner Bahn um die Erde, IOT für In Orbit Tests genannt, wurde zwischenzeitlich begonnen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes &amp; Thomas Weyrauch; Quelle: Arianespace, ISRO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/VA246lau3lg1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ariane-VA246-Start" data-rl_caption="" title="Ariane-VA246-Start" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/VA246lau3lg260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ariane-VA246-Start am 4. Dezember 2018<br>(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Ariane-5-Rakete mit der Flugnummer VA246 war GSAT 11 für die indische Weltraumforschungsorganisation (Indian Space Research Organisation, ISRO) zusammen mit GEO-KOMPSAT 2A in den Weltraum transportiert worden. Nach der Abtrennung von der Raketenoberstufe etwas über 29 Minuten nach dem Abheben befand sich GSAT 11 zunächst in einem elliptischen Geotransferorbit. Geplanter Absetzorbit war nach Angaben von Arianespace einer mit einem Perigäum von 250 Kilometern, einem Apogäum von 35.726 Kilometern und einer Inklination von 3,5 Grad.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Start wird GSAT 11 von einem als MCF für Master Control Facility bezeichneten Satellitenkontrollzentrum im indischen Hassan überwacht und gesteuert. Dementsprechend wurden von Hassan aus die drei Brennphasen des Apogäumsmotors des Satelliten mit einer kumulierten Brennzeit von über vier Stunden initiiert und kontrolliert. Der Motor brachte den Satelliten nach drei Brennphasen in eine annähernd kreisförmige Bahn zwischen 32.657 und 35.850 Kilometern über der Erde, die kaum noch gegen den Äquator geneigt war.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gsat11banner1cropisro1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="GSAT 11" data-rl_caption="" title="GSAT 11" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gsat11banner1cropisro260.jpg" alt=""/></a><figcaption>GSAT 11<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine vierte Brennphase brachte den Satelliten schließlich auf eine annähernde 24-Stunden-Kreisbahn in einer Höhe von rund 35.786 Kilometern über der Erde. Mit Datum vom 10. Dezember 2018 berichtete die ISRO, dass dort die größten bisher von der ISRO eingesetzten Solarzellenausleger und die Antennenreflektoren des neuen Raumfahrzeugs erfolgreich entfaltet wurden. Im GEO auf der vorgesehenen Position bei 74 Grad Ost konnte der Satellit am 30. Dezember 2018 beobachtet werden. Die Bahnhöhe betrug 35.784 Kilometer, die Inklination 0 Grad.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 11 ist als erster Indischer Satellit auf ISROs neuem Satellitenbus I-6K aufgebaut. Die Auslegungsdauer des Satelliten mit einer Leermasse von 2.573,5 Kilogramm und einer Startmasse von 5.854 Kilogramm (5.854,5 kg laut Arianespace) beträgt 15 Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stromschienenspannung an Bord von GSAT 11 beträgt 70 Volt. Das Stromversorgungssystem des Satelliten besteht aus zwei jeweils 13,324 Meter langen Solarzellenauslegern aus jeweils fünf Paneelen mit Advanced Triple Junction (ATJ) Zellen. Jedes der Paneele ist 3,3 Meter x 2,1 Meter groß. Ihre gemeinsame Fläche beträgt rund 69,3 Quadratmeter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Solarzellenausleger von GSAT 11 sollen zusammen maximal 14 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen können. Am Ende der Auslegungsbetriebsdauer (EOL) sollen es noch 13,6 Kilowatt sein. Ganz am Anfang, als der Satellit in einer Übergangsbahn und noch nicht im GEO unterwegs war, erwartete man von den beleuchtbaren Oberflächen der zusammengefalteten Ausleger an den Seiten des Satelliten rund 1.560 Watt elektrische Leistung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gsat11artisro800.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="GSAT 11 in Betriebskonfiguration" data-rl_caption="" title="GSAT 11 in Betriebskonfiguration" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gsat11art260x200isro.jpg" alt=""/></a><figcaption>GSAT 11 in Betriebskonfiguration &#8211; Illustration<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Speicherung elektrischer Energie an Bord dienen zwei vom ISRO Satellite Centre (ISAC) entworfene und gebaute Lithium-Ionen-Akkumulatorensätze namens 4Px16S mit Speicherzellen vom französischen Hersteller SAFT. Jeder Akkusatz hat eine Masse von rund 96 Kilogramm, eine Speicherkapazität von 180 Amperestunden und besteht aus 64 Zellen des Typs VES180SA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Werden die Solarzellenausleger ausreichend beleuchtet, erfolgt die Regelung der Stromschienenspannung durch einen sogenannten Fixed Switching String Shunt Regulator (FS3R). In Betriebsperioden mit ungenügender oder ohne Sonneneinstrahlung übernimmt die Regelung der Stromschienenspannung der Akkuladeregler namens Battery/Battery Discharge Regulator (BDR). Für GSAT 11 müssen die Akkus in Zeiträumen mit schwierigen Lichtverhältnissen über eine Periode von 1,2 Stunden pro Tag zuverlässig eine Leistung von mindesten 8,2 Kilowatt bereitstellen können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gsat11groundlinksasofisrosac2000.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Verbindungen via GSAT 11" data-rl_caption="" title="Verbindungen via GSAT 11" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gsat11groundlinksasofisrosac260.jpg" alt="Verbindungen via GSAT 11 - Illustration
(Bild: ISRO)"/></a><figcaption>Verbindungen via GSAT 11 &#8211; Illustration<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit GSAT 11 nach dem Start die vorgesehene Betriebsposition im Geostationären Orbit erreichen konnte, wurde er mit einem 440 Newton starken Apogäumsmotor vom Typ AR 250 (auch als 250 AR bezeichnet) ausgestattet. Dieser wie auch eine Anzahl kleiner Triebwerke an Bord (8x 22 Newton, 8x 10 Newton) arbeitet mit Monomethylhydrazin (MMH) und einer Mischung aus Stickstoffoxiden (MON-3) als Oxidator.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Treibstoff und Oxidator – zusammen etwa 3.194 Kilogramm &#8211; werden in zwei jeweils 1.450 Liter fassenden Tanks gespeichert, die im Zentralrohr des Satelliten montiert sind. Der MMH-Vorrat beträgt 1.205 Kilogramm, der des Oxidators 1.989 Kilogramm. Acht Kilogramm Druckgas (das Edelgas Helium) unter einem Maximaldruck von 250 bar zur Treibstoffförderung ist in drei jeweils 67 Liter fassenden Tanks mit einer Leermasse von 15,2 Kilogramm gespeichert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gsat11beamsasof2018isro1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Verbindungen via GSAT 11" data-rl_caption="" title="Verbindungen via GSAT 11" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gsat11beamsasof2018isro260.jpg" alt="Verbindungen via GSAT 11 - Illustration
(Bild: ISRO)"/></a><figcaption>Verbindungen via GSAT 11 &#8211; Illustration<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 11 ist dafür gedacht, von einer Position bei 74 Grad Ost im Geostationären Orbit internetbasierte Kommunikationsdienste und Anbindungen an VSAT-Netzwerke bereitzustellen. Mit 16 Ausleuchtzonen im K<sub>u</sub>-Band kann er das indische Mutterland und umliegende Inseln inklusive der zu Indien gehörenden Andamanen und Nikobaren versorgen und auch abgelegene Landesteile anbinden. Im Rahmen eines BharatNet genannten im Jahr 2017 aufgesetzten Projekts soll GSAT 11 außerdem helfen, für lokal gewählte Ortsbeiräte (Gram Panchayats) Anbindungen an digitale Verwaltungsnetzwerke zu verwirklichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei spezielle K<sub>a</sub>-Band-Ausleuchtzonen dienen der Versorgung der Großräume Neu-Delhi und Bangalore bzw. Bangaluru. Die beiden Bereiche werden via GSAT 11 zusätzlich über direkte K<sub>a</sub>-Band-Crosslinks auch unmittelbar miteinander verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Datenblatt von Ende 2018 nennt die ISRO insgesamt 32 Ausleuchtzonen im K<sub>u</sub>-Band und acht Hub-Verbindungen im K<sub>a</sub>-Band. Der mögliche Gesamtdatendurchsatz von GSAT 11 liegt laut ISRO bei 16 Gigabit pro Sekunde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 11 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.824 und als COSPAR-Objekt 2018-100B.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16564.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSAT-11 und GEO-KOMPSAT-2A auf Ariane-5 ECA (VA-246)</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neues Startdatum für GSAT 11</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neues-startdatum-fuer-gsat-11/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Aug 2018 13:51:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für den großen indischen Kommunikationssatelliten GSAT 11 gibt es einen neuen Starttermin. Nach Problemen mit dem Stromversorgungssystem von GSAT 6A im All war GSAT 11 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guayana nach Indien zurücktransportiert worden, um ihn dort umfangreichen Überprüfungen zu unterziehen. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: The Times of India. Nach einer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Für den großen indischen Kommunikationssatelliten GSAT 11 gibt es einen neuen Starttermin. Nach Problemen mit dem Stromversorgungssystem von GSAT 6A im All war GSAT 11 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guayana nach Indien zurücktransportiert worden, um ihn dort umfangreichen Überprüfungen zu unterziehen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: The Times of India.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07082018155103_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07082018155103_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 11 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer gründlichen Überprüfung und zusätzlichen Tests wurde GSAT 11 nach Angaben von Mitarbeitern der Indischen Weltraumforschungsorganisation (Indian Space Research Organisation, ISRO) zwischenzeitlich für startklar befunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere die elektrischen Systeme von GSAT 11 wurden ausgiebig begutachtet, nachdem der am 29. März 2018 von Indien aus gestartete Kommunikationssatellit GSAT 6A wegen eines Problems mit seinem Stromversorgungssystem im Verlauf einer Abfolge von Bahnanhebungsmanövern komplett ausgefallen war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Rücktransport nach Indien und den zusätzlichen Tests war der Start von GSAT 11 auf einer Ariane-5-Rakete zuletzt für den 26. Mai 2018 vorgesehen. Am 6. August 2018 berichtete die Times of India, dass man in Absprache mit Arianespace jetzt auf einen Start am 30. November 2018 hinarbeite. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16173.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane VA243 mit GSAT 11 + Azerspace 2/Intelsat 38</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GSAT 11 zum Testen in Indien</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gsat-11-zum-testen-in-indien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 May 2018 08:33:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Funktionstest]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der große indische Kommunikationssatellit GSAT 11 war nach Problemen mit dem Stromversorgungssystem von GSAT 6A von Kourou in Französisch Guayana nach Indien zurücktransportiert worden. Die in Bengaluru angesetzten Tests sollten am 17. Mai 2018 abgeschlossen werden. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ISRO. Eigentlich war vorgesehen, GSAT 11 zusammen mit einem weiteren Kommunikationssatelliten im Mai [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der große indische Kommunikationssatellit GSAT 11 war nach Problemen mit dem Stromversorgungssystem von GSAT 6A von Kourou in Französisch Guayana nach Indien zurücktransportiert worden. Die in Bengaluru angesetzten Tests sollten am 17. Mai 2018 abgeschlossen werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ISRO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18052018103325_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18052018103325_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 11 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich war vorgesehen, GSAT 11 zusammen mit einem weiteren Kommunikationssatelliten im Mai 2018 an Bord der Ariane-5-Rakete mit der Flugnummer VA243 in den Weltraum zu transportieren. Nachdem der am 29. März 2018 von Indien aus gestartete Kommunikationssatellit GSAT 6A wegen eines Problems mit seinem Stromversorgungssystems im Verlauf einer Abfolge von Bahnanhebungsmanövern ausgefallen war, entschied die indische Weltraumforschungsorganisation (ISRO), GSAT 11 zunächst weiteren Tests zu unterziehen. Möglicherweise hat ein Kurzschluss an Bord von GSAT 6A im Verein mit möglicherweise versagenden Schutzschaltungen Leitungen zerstört, und so zum Verbindungsabbruch mit dem Satelliten geführt – <a href="https://www.raumfahrer.net/indien-mondsonde-und-comsat-muessen-ueberprueft-werden/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ariane-5-Mission VA243 ist zurückgestellt. Der nächste Ariane-5-Flug wird einer mit vier Galileo-Navigationssatelliten sein und trägt die Flugnummer VA244. Der nächste Start eines indischen Kommunikationssatelliten könnte nach derzeitigem Stand der von GSAT 29 sein. Nach aktuellem Planungsstand soll GSAT 29 im Juni oder Juli 2018 auf Indiens größter Trägerrakete, der GSLV MkIII, ins All gebracht werden. Wegen der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung der GSLV MkIII trägt diese Mission die Flugnummer D2 – das D steht für Development. Hinsichtlich des Starts von GSAT 11 steht die ISRO weiter in Kontakt mit Arianespace. Ein neues Startdatum wurde bisher nicht öffentlich kommuniziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">ISROs Vorsitzender Dr. Kailasavadivoo Sivan legte gegenüber der Times of India Wert auf die Feststellung, man habe GSAT 11 nicht nach Indien zurückgeholt, weil er einen bestimmten Fehler habe, sondern um in zusätzlichen Tests seine Fehlerfreiheit noch einmal zu bestätigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuerlichen Tests fanden wieder im Satellitenzentrum der ISRO (ISRO Satellite Centre, ISAC) in Bengaluru statt. Auf dem Programm standen Temperatur- und Vakuumtests sowie insbesondere zusätzliche Überprüfungen der elektrischen Systeme von GSAT 11. </p>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 11 ist auf ISROs neuem Satellitenbus I6K aufgebaut. Die Auslegungsdauer des Satelliten mit einer Leermasse von 2.573,5 Kilogramm und einer Startmasse von mindestens 5.775 Kilogramm beträgt 15 Jahre. Die Stromschienenspannung an Bord beträgt 70 Volt. Das Stromversorgungssystem des Satelliten besteht aus zwei jeweils 13,324 Meter langen Solarzellenauslegern aus jeweils fünf Paneelen mit Advanced Triple Junction (ATJ) Zellen. Jedes der Paneele ist 3,3 Meter x 2,1 Meter groß. Ihre gemeinsame Fläche beträgt rund 69,3 Quadratmeter. Die beiden Ausleger sollen zusammen maximal 14 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen können. Am Ende der Auslegungsbetriebsdauer (EOL) sollen es noch 13,6 Kilowatt sein. Ganz am Anfang, wenn der Satellit in einer Übergangsbahn unterwegs ist, erwartet man von den beleuchtbaren Oberflächen der zusammengefalteten Ausleger an den Seiten des Satelliten rund 1.560 Watt elektrische Leistung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Speicherung elektrischer Energie an Bord dienen zwei vom ISAC entworfene und gebaute Lithium-Ionen-Akkumulatorensätze namens 4Px16S mit Speicherzellen vom französischen Hersteller SAFT. Jeder Akkusatz hat eine Masse von rund 96 Kilogramm, eine Speicherkapazität von 180 Amperestunden und besteht aus 64 Zellen des Typs VES180SA. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Werden die Solarzellenausleger ausreichend beleuchtet, erfolgt die Regelung der Stromschienenspannung durch einen sogenannten Fixed Switching String Shunt Regulator (FS3R). In Betriebsperioden mit ungenügender oder ohne Sonneneinstrahlung übernimmt die Regelung der Stromschienenspannung der Akkuladeregler namens Battery/Battery Discharge Regulator (BDR). Für GSAT 11 müssen die Akkus in Zeiträumen mit schwierigen Lichtverhältnissen über eine Periode von 1,2 Stunden pro Tag zuverlässig eine Leistung von mindesten 8,2 Kilowatt bereitstellen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit GSAT 11 nach dem Start die vorgesehene Betriebsposition im Geostationären Orbit erreichen kann, wurde er mit einem 440 Newton starken Apogäumsmotor vom Typ AR 250 (auch 250 AR) ausgestattet. Dieser wie auch eine Anzahl kleiner Triebwerke an Bord (8x 22 Newton, 8x 10 Newton) arbeitet mit Monomethylhydrazin (MMH) und einer Mischung aus Stickstoffoxiden (MON-3) als Oxidator. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Treibstoff und Oxidator – zusammen etwa 3.194 Kilogramm &#8211; werden in zwei jeweils 1.450 Liter fassenden Tanks gespeichert, die im Zentralrohr des Satelliten montiert sind. Der MMH-Vorrat beträgt 1.205 Kilogramm, der des Oxidators 1.989 Kilogramm. Acht Kilogramm Druckgas (das Edelgas Helium) unter einem Maximaldruck von 250 bar zur Treibstoffförderung ist in drei jeweils 67 Liter fassenden Tanks mit einer Leermasse von 15,2 Kilogramm gespeichert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16173.msg422002#msg422002" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane VA243 mit GSAT 11 + Azerspace 2/Intelsat 38</a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/gsat-11-zum-testen-in-indien/" data-wpel-link="internal">GSAT 11 zum Testen in Indien</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Indien: Mondsonde und Comsat müssen überprüft werden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indien-mondsonde-und-comsat-muessen-ueberprueft-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2018 09:44:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Chandrayaan 2]]></category>
		<category><![CDATA[Funktionstest]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 11]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 6A]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Mondmission]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem frühen Ausfall des zuletzt gestarteten indischen Kommunikationssatelliten GSAT 6A geht die indische Weltraumforschungsorganisation (ISRO) wohl auf Nummer sicher. Die Mondsonde Chandrayaan 2 und der Kommunikationssatellit GSAT 11 werden zusätzlichen Tests unterzogen. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Antrix, Arianespace, ISRO, NDTV, SAC, Times Of India, Twitter. GSAT 6A war am 29. März 2018 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/indien-mondsonde-und-comsat-muessen-ueberprueft-werden/" data-wpel-link="internal">Indien: Mondsonde und Comsat müssen überprüft werden</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach dem frühen Ausfall des zuletzt gestarteten indischen Kommunikationssatelliten GSAT 6A geht die indische Weltraumforschungsorganisation (ISRO) wohl auf Nummer sicher. Die Mondsonde Chandrayaan 2 und der Kommunikationssatellit GSAT 11 werden zusätzlichen Tests unterzogen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Antrix, Arianespace, ISRO, NDTV, SAC, Times Of India, Twitter.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-82f036f4"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 6A im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 6A war am 29. März 2018 auf der GSLV-Rakete mit der Flugnummer F08 ins All transportiert worden. Nach dem Aussetzten hatten die üblichen Bahnanhebungsmanöver begonnen, die der Vorbereitung der Positionierung des Satelliten an einer Position bei 83 Grad Ost im Geostationären Orbit (GEO) dienten. Nach dem zweiten Bahnanhebungsmanöver war am 1. April 2018 der Kontakt zum Satelliten nach Angaben der ISRO jedoch abgebrochen, <a href="https://www.raumfahrer.net/indiens-comsat-gsat-6a-nach-start-in-schwierigkeiten/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer net berichtete</a>.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt wurde der Satellit auf einer rund 3,3 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt 25.986 Kilometer über der Erde und einem erdfernsten Bahnpunkt 36.377 Kilometer über der Erde beobachtet. Seine Bahn hat sich nach dem Kommunikationsabriss nur um Nuancen verändert. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-b5ab2c35"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_small_2.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 6A bei Tests am Boden 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Times Of India teilt in ihrer Internetausgabe mit, dass der Direktor des Vikram Sarabhai Space Centre (VSSC) S. Somanath zwischenzeitlich berichtete, dass man analysiert und verstanden habe, was an Bord von GSAT 6A passiert sein könnte. Somanath beschrieb die Schwierigkeiten als ein Problem im Stromversorgungssystem aus Akkumulatoren, Solarzellenauslegern und elektronischen Schaltungen. Unterstellt wird ein Kurzschluss, der im Verein mit möglicherweise versagenden Schutzschaltungen Leitungen zerstört habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sabotage beim Bau des Satelliten wollte S. Somanath im Gespräch mit Journalisten ausschließen. Die Satellitensysteme seien beim Bau immer wieder getestet worden. Wissenschaftler versuchten noch immer, die Kontrolle über das Raumfahrzeug wiederzuerlangen. Nicht völlig ausgeschlossen ist, dass sich der Satellit noch in einen sogenannten Sicherheitsmodus (&#8222;safemode&#8220;) versetzt oder versetzen konnte, in dem er schließlich irgendwann auf Funksignale reagiert. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-17db52c7"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_small_3.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
Chandrayaan 2 in Konfiguration für den Flug zum Mond &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tests der annähernd fertiggestellten und zuletzt für einen Start im April 2018 vorgesehenen Mondsonde Chandrayaan 2 sollen ausgedehnt werden. Ihren Start auf der Rakete GSLV-F10 verschob die ISRO auf Oktober 2018. Angesichts des geplanten Missionsverlaufs gibt es nur in einigen Monaten geeignete Startfenster, die etwa einen oder zwei Tage breit sind. Im April wäre ein passendes Startfenster, das jetzt sicher verpasst wird. Weitere geeignete Startfenster gibt es im Oktober und November. Aktuell anvisiert ist die erste Oktoberwoche. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-4b8114b3"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_small_4.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
Chandrayaan 2: Rover verlässt Lander &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Chandrayaan 2 (Gesamtmasse 3.290 Kilogramm) besteht aus einem Mondsatelliten, einem Lander für eine weiche Landung auf der Mondoberfläche und einem kleinen sechsrädrigen Rover. Das Programm baut auf den mit der Sonde Chandrayaan 1 gemachten Erfahrungen auf und soll die Möglichkeiten der indischen Mondforschung deutlich ausweiten. Chandrayaan 1 war am <a href="https://www.raumfahrer.net/pslv-c11-bringt-chandrayaan-1-ins-all/" data-wpel-link="internal">22. Oktober 2008</a> gestartet worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Chandrayaan 1 hatte am <a href="https://www.raumfahrer.net/loi-erfolgreich-chandrayaan-1-im-orbit-um-den-mond/" data-wpel-link="internal">8. November 2008</a> einen Mondorbit erreicht. Sie arbeitete anschließend bis zum <a href="https://www.raumfahrer.net/chandrayaan-1-kontakt-verloren/" data-wpel-link="internal">29. August 2009</a>. Verbesserungen bei Chandrayaan 2 betreffen unter anderem das Thermalmanagement. Bei Chandrayaan 1 hatte der Energieeintrag durch die Rückstrahlung der Mondoberfläche für ernste Temperaturprobleme an Bord der Sonde gesorgt, <a href="https://www.raumfahrer.net/probleme-mit-der-temperatur-in-chandrayaan-1/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-421218eb"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_small_5.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 11 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Indiens bisher modernster Kommunikationssatellit GSAT 11 hat Ende März 2018 das europäische Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guayana erreicht. An sich hatten Arianespace und ISRO vorgesehen, GSAT 11 zusammen mit einem weiteren Kommunikationssatelliten im Mai 2018 (möglicherweise am 25. Mai 2018) an Bord der Ariane-5-Rakete mit der Flugnummer VA243 in den Weltraum zu transportieren. Zwischenzeitlich wurde jedoch bekannt, dass man GSAT 11 zurück nach Indien bringen will. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine offizielle Bestätigung durch den Startanbieter Arianespace oder den indischen Satellitenbetreiber zum Startaufschub für GSAT 11 liegt aktuell noch nicht vor. Beobachter des indischen Raumfahrtprogramms sind sich indes sicher, dass die Mission VA243 vermutlich nicht im Mai 2018 starten kann. Über den Kurznachrichtendienst Twitter wird verbreitet, VA243 habe derzeit den Status &#8222;abgesagt&#8220;, indisches Personal habe den Rückweg nach Indien angetreten. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-c217316c"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_small_6.jpg" alt="ESA / CNES / Arianespace / CSG" width="260"/></a><figcaption>
Entladen des Transportcontainers mit GSAT 11 in Französisch-Guayana 
<br>
(Bild: ESA / CNES / Arianespace / CSG)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 11 erst nach einer gründlichen Überprüfung zu starten erscheint plausibel. Für das indische Raumfahrprogramm im allgemeinen und das indische Kommunikationssatellitenprogramm insbesondere hat das neue Raumfahrzeug mit einer Startmasse von rund 5.870 Kilogramm eine herausragende Bedeutung. Indischen Angaben zufolge ist es als das bisher schwerste aus Indien mit neuen technischen Lösungen versehen sowie mit Ausstattungsdetails, die modernsten technischen Stand repräsentieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hervorzuheben ist auch, dass GSAT 11 zum ersten Mal einen Hauptkörper besitzt, der aus der Kombination zweier Grundstrukturelemente besteht. Das eine der Elemente ist ein bisher mehr oder weniger übliches für Bussysteme und Nutzlastkomponenten mit einem klassischen Zentralrohr, das zweite zusätzliche Element ist eines für zusätzliche Nutzlast und mit einem eigenen Zentralrohrabschnitt. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-16de5d39"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042018114434_small_7.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
Grundstrukturelemente von GSAT 11 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue dreiachsstabilisierte Satellit soll einen Gesamtdatendurchsatz von über 12 Gigabit pro Sekunde ermöglichen (laut Antrix 2017: 10 Gbps) und von einer Position bei 74 Grad Ost im GEO internetbasierte Kommunikationsdienste und Anbindungen an VSAT-Netzwerke bereitstellen. Mit 16 Ausleuchtzonen im K<sub>u</sub>-Band könnte er das indische Mutterland und umliegende Inseln inklusive der zu Indien gehörenden Andamanen und Nikobaren versorgen und auch abgelegene Landesteile anbinden. Zwei spezielle K<sub>a</sub>-Band-Ausleuchtzonen sind zur Versorgung der Großräume Neu-Delhi und Bangalore bzw. Bangaluru gedacht. 
<br>
Um seine Aufgaben während seiner Auslegungsbetriebsdauer von mindestens 15 Jahren erfüllen zu können, ist der Satellit &#8211; eine Konstruktion, die auf dem neuen indischen Satellitenbus I-6K basiert &#8211; mit insgesamt 40 Transpondern ausgestattet, die beim Raumfahrtanwendungszentrum der ISRO (Space Applications Centre, SAC) in Ahmedabad entstanden. Der Energieerzeugung dienen Solarzellen auf zwei neu entwickelten Auslegern, welche die Systeme von GSAT 11 mit einer elektrischen Leistung von bis zu 11 Kilowatt versorgen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4121.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mondmission Chandrayaan 2 auf GSLV MkII vom SDSC SLP</a> </li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16126.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSAT-6A auf GSLV-F08 von Sriharikota </a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ISRO bucht für GSAT 11 Flug auf Ariane 5</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/isro-bucht-fuer-gsat-11-flug-auf-ariane-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2016 14:26:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[Arianespace]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 11]]></category>
		<category><![CDATA[I-6K]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[SAC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=17611</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mitte September 2016 gab der europäische Startanbieter Arianespace bekannt, von der Indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) mit dem Start des Kommunikationssatelliten GSAT 11 beauftragt worden zu sein. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Arianespace, ISRO Die ISRO hatte ursprünglich gehofft, GSAT 11 auf einer eigenen Rakete vom Typ GSLV-Mk-III ins All bringen zu können. Wegen Verzögerungen bei [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mitte September 2016 gab der europäische Startanbieter Arianespace bekannt, von der Indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) mit dem Start des Kommunikationssatelliten GSAT 11 beauftragt worden zu sein.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Arianespace, ISRO</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gsat11colartisro400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gsat11colartisro260.jpg" alt="GSAT 11 in Arbeitskonfiguration - Illustration
(Bild: ISRO)"/></a><figcaption>GSAT 11 in Arbeitskonfiguration &#8211; Illustration<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die ISRO hatte ursprünglich gehofft, GSAT 11 auf einer eigenen Rakete vom Typ GSLV-Mk-III ins All bringen zu können. Wegen <a href="https://www.raumfahrer.net/raumfahrt-waere-indien-weiter/" data-wpel-link="internal">Verzögerungen</a> bei der Entwicklung des neuen, größten indischen Raumfahrtträgers für Nutzlasten, welche für den Geostationären Orbit bestimmt sind, und der Bedeutung von GSAT 11 für die ISRO greift sie nun erneut auf die bewährten Kapazitäten von Arianespace zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Bekanntmachung des Auftrags informierte Arianespace darüber, dass der Start von GSAT 11 im Jahr 2017 erfolgen soll. Beobachter des indischen Raumfahrtprogramms rechnen mit einem Start Anfang 2017. GSAT 11 wird voraussichtlich zum 21. indischen Erdtrabanten, der an Bord einer Ariane-Rakete das All erreicht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gsat11stowedcolisro400.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gsat11stowedcolisro260.jpg" alt="GSAT 11 in Transportkonfiguration - Illustration
(Bild: ISRO)"/></a><figcaption>GSAT 11 in Transportkonfiguration<br> &#8211; Illustration<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der auf dem neuen indischen Satellitenbus I-6K basierende GSAT 11 soll, hat er erst einmal den Weltraum erreicht, bei 74 Grad Ost im Geostationären Orbit (GEO) in Kolokation mit <a href="https://www.raumfahrer.net/ariane-5-start-mit-zwei-kommunikationssatelliten-2/" data-wpel-link="internal">GSAT 18</a> positioniert werden. Gedacht ist das Raumfahrzeug zur Bereitstellung internetbasierter Kommunikationsdienste und Anbindungen an VSAT-Netzwerke sowie für die Versorgung abgelegener Landesteile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raumfahrtanwendungszentrum der ISRO namens SAC (für Space Applications Centre) gibt an, der Kommunikationssatellit adressiere mit 16 Ausleuchtzonen im K<sub>u</sub>-Band das Indische Mutterland und Inseln im Indischen Ozean &#8211; inklusive der zu Indien gehörenden Andamanen und Nikobaren. Darüber hinaus will man zwei K<sub>a</sub>-Band-Ausleuchtzonen der Versorgung der Großräume Neu-Delhi und Bangalore (auch Bangaluru) widmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um seine Aufgaben während seiner Auslegungsbetriebsdauer von mindestens 15 Jahren erfüllen zu können, ist der neue Satellit mit insgesamt 40 Transpondern ausgestattet, die beim SAC in Ahmedabad entstanden. Der mögliche Gesamtdurchsatz des Satelliten wird voraussichtlich bei über 12 Gigabit pro Sekunde liegen und der dann höchste eines indischen Kommunikationssatelliten sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Energieerzeugung dienen Solarzellen auf zwei neu entwickelten Auslegern, welche die Systeme von GSAT 11 mit einer elektrischen Leistung von bis zu 11 Kilowatt versorgen können. Das Raumfahrzeug mit einer voraussichtlichen Startmasse von rund 5.725 Kilogramm wiegt unbetankt rund 2.100 Kilogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4216.msg375125#msg375125" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">neue Verträge</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/isro-bucht-fuer-gsat-11-flug-auf-ariane-5/" data-wpel-link="internal">ISRO bucht für GSAT 11 Flug auf Ariane 5</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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