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	<title>Hangrinne &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Hangrinne &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Eine neue Hangrinne auf dem Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eine-neue-hangrinne-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2014 17:36:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Hangrinne]]></category>
		<category><![CDATA[HiRISE]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Reconnaissance Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Marsforschung]]></category>
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		<category><![CDATA[MRO]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf den Aufnahmen der HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiter konnten Wissenschaftler eine Hangrinne identifizieren, welche sich erst kürzlich im Inneren eines Kraters gebildet hat. Sehr wahrscheinlich spielte gefrorenes Kohlenstoffdioxid eine entscheidende Rolle bei der Bildung dieser Struktur. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: University of Arizona, JPL. Bereits seit dem März 2006 umkreist die von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf den Aufnahmen der HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiter konnten Wissenschaftler eine Hangrinne identifizieren, welche sich erst kürzlich im Inneren eines Kraters gebildet hat. Sehr wahrscheinlich spielte gefrorenes Kohlenstoffdioxid eine entscheidende Rolle bei der Bildung dieser Struktur.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: University of Arizona, JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032014183630_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032014183630_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Die HiRISE-Kamera des Marsorbiters MRO dokumentiert immer wieder sogenannte Hangrinnen, welche sich an den Innenwänden von Impaktkratern gebildet haben. Der hier gezeigte Krater befindet sich bei 222,95 Grad östlicher Länge und 37,446 Grad südlicher Breite im Bereich der Region Terra Sirenum. Erst kürzlich hat sich hier eine neue Rinne gebildet. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits seit dem März 2006 umkreist die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene und mit sechs wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattete Raumsonde <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (kurz &#8222;MRO&#8220;) den Mars und liefert den an dieser Mission beteiligten Wissenschaftlern seitdem fast täglich neue und immer wieder faszinierende Detailaufnahmen von der Oberfläche und der Atmosphäre unseres äußeren Nachbarplaneten. </p>



<p>Die Hauptkamera an Bord des <i>MRO</i>, die von der University of Arizona betriebene <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hirise-marsforschung-auf-deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">HiRISE-Kamera</a>, erreicht dabei mit ihren Aufnahmen unter optimalen Bedingungen eine Auflösung der Planetenoberfläche von bis zu 25 Zentimetern pro Pixel. Eine zweite Kamera an Bord des Orbiters, die CTX-Kamera, erreicht zwar lediglich eine Auflösung von etwa sechs Metern pro Pixel. Durch das bei den CTX-Aufnahmen erreichte größere Gesichtsfeld kann das durch die HiRISE abgebildete Gebiet jedoch in einen räumlich weiter ausgedehnten Kontext versetzt werden. </p>



<p>Im Rahmen ihrer Aktivitäten bilden diese beiden Kameras bei passenden Gelegenheiten auch immer wieder die gleichen Abschnitte der Marsoberfläche ab und dokumentieren dabei Veränderungen, welche sich dort erst in jüngster Vergangenheit ergeben haben. Durch den Vergleich mit älteren Aufnahmen zeigte sich dabei mehrfach, dass der Mars im geologischen Sinn keinesfalls eine &#8222;tote Welt&#8220; ist, sondern dass die Oberfläche unseres Nachbarplaneten einem permanent ablaufenden Veränderungsprozess unterliegt. Durch <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84olischer_Transport" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">aeolische Prozesse</a> herbeigeführte Veränderungen von <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/sandduenen-auf-dem-mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Sanddünen</a>, der <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wenn-auf-dem-mars-der-fruehling-beginnt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Wechsel der Jahreszeiten</a> und immer wieder erfolgende <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ein-neuer-impaktkrater-auf-dem-mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Meteoriteneinschläge</a> führen auch in der Gegenwart dazu, dass die Marsoberfläche immer wieder neu gestaltet wird. </p>



<p><strong>Eine neue Hangrinne</strong>
<br>
Erst kürzlich konnten die Marsforscher bei der Auswertung der Aufnahmen des <i>MRO</i> eine erst in der jüngeren Vergangenheit neu entstandene Struktur entdecken. Bei dem Vergleich von zwei Aufnahmen, welche die HiRISE-Kamera am 5. November 2010 und am 25. Mai 2013 angefertigt hat, entdeckten die für die Bildanalyse verantwortlichen Wissenschaftler an der Innenwand eines in der Region Terra Sirenum gelegenen Impaktkraters eine neu entstandene Hangrinne. Derartige rinnenartige Landschaftsformen &#8211; auch unter der englischen Bezeichnung &#8222;gullies&#8220; bekannt &#8211; finden sich in vielen Kratern in den mittleren Breitengraden und auf den südlichen Hochländern des Mars. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032014183630_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032014183630_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Auf der rechten Aufnahme vom 25. Mai 2013 ist der Verlauf einer erst kürzlich neu entstandene Hangrinne markiert, welche auf der vorherigen Aufnahme der gleichen Region &#8211; das entsprechende Foto wurde bereits am 5. November 2010 angefertigt &#8211; nicht erkennbar ist. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p>Im Jahr 2006 konnten die Marsforscher bei der Auswertung von Aufnahmen des mittlerweile nicht mehr aktiven Marsorbiters <i>Mars Global Surveyor</i> (MGS) auch erstmals erst kürzlich erfolgte Veränderungen an diesen Hangrinnen beobachten. Daraufhin erhielt das Studium dieser Landschaftsformen durch die HiRISE-Kamera oberste Priorität, denn es ist bis heute nicht vollständig geklärt, welche Prozesse zu der Bildung dieser Hangrinnen führen. Neben dem Abgang von Staublawinen wird dabei auch immer wieder die These ins Feld geführt, dass hierfür aus unterirdischen Reservoirs austretendes flüssiges Wasser verantwortlich sein könnte. </p>



<p>Erst in der jüngeren Vergangenheit erfolgte Rinnenbildungen, so die Ergebnisse der bisherigen Auswertungen der Orbiteraufnahmen, scheinen allerdings in erster Linie während des Winters und im Vorfrühling zu erfolgen. Dies legt jedoch nahe, dass nicht flüssiges Wasser sondern vielmehr sublimierendes Trockeneis der Auslöser für die Entstehung der Rinnen ist. </p>



<p>Aufgrund der während der Wintermonate auf dem Mars herrschenden niedrigen Lufttemperaturen von bis zu minus 130 Grad Celsius friert das in der Marsatmosphäre befindliche Kohlenstoffdioxid in einem großen Umfang aus der Atmosphäre aus und lagert sich in Form von Trockeneis auf der Planetenoberfläche ab. Mit dem einsetzenden Frühling erhöht sich die Lufttemperatur wieder und das zuvor im festen Zustand abgelagerte Kohlendioxid geht &#8211; bedingt durch diesen Temperaturanstieg &#8211; wieder in den gasförmigen Zustand über. Im Rahmen dieses Prozesses, so die Vermutung der Wissenschaftler, destabilisiert sich der an den Innenwänden der Krater abgelagerte Sand. Dies führt zu Lawinenabgängen, in deren Rahmen sich die neuen Hangrinnen bilden. </p>



<p>Bei der jetzt neu entdeckten Hangrinne scheint das Material, welches an der Kraterwand abgerutscht ist, aus einer bereits vorher vorhandenen Rinne ausgebrochen zu sein und hat dabei eine neue Rinne geformt. Da zwischen den beiden Aufnahmen mehr als ein volles Marsjahr vergangen ist, lässt sich die Jahreszeit, in welcher die neue Rinne gebildet hat, leider nicht ermitteln. </p>



<p>Weitere mit dieser neuen Hangrinne in Zusammenhang stehende Bildprodukte finden Sie <a class="a" href="https://hirise.lpl.arizona.edu/ESP_032011_1425" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">hier</a>. Neben dieser Aufnahme der HiRISE-Kamera sind auf den Internetseiten der University of Arizona derzeit <a class="a" href="https://www.uahirise.org/katalogos.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mehr als 32.100 weitere HiRISE-Aufnahmen</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/schockwellen-loesen-staublawinen-auf-dem-mars-aus/" data-wpel-link="internal">Schockwellen lösen Staublawinen auf dem Mars aus</a> (16. Dezember 2011) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mro-untersucht-rinnen-an-kraterhaengen/" data-wpel-link="internal">MRO untersucht Rinnen an Kraterhängen</a> (1. Oktober 2007) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/staub-statt-wasser/" data-wpel-link="internal">Staub statt Wasser?</a> (31. Mai 2004) </li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4220.270" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.780" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eine-neue-hangrinne-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal">Eine neue Hangrinne auf dem Mars</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rätselhafte Hangrinnen auf Vesta</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raetselhafte-hangrinnen-auf-vesta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Sep 2013 15:03:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn Sonde]]></category>
		<category><![CDATA[Hangrinne]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Regolith]]></category>
		<category><![CDATA[Vesta]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während der fast 14monatigen Erkundung des Asteroiden Vesta durch die Raumsonde DAWN entdeckten Wissenschaftler im Bereich mehrerer Krater Hangrinnen, deren Form und Struktur auf das zeitweilige Auftreten von flüssigem Wasser hindeuten. Dieses Wasser ist offenbar in Form von Eis und hydratisierten Mineralen im Untergrund von Vesta gebunden. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: EPSC 2013. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Während der fast 14monatigen Erkundung des Asteroiden Vesta durch die Raumsonde DAWN entdeckten Wissenschaftler im Bereich mehrerer Krater Hangrinnen, deren Form und Struktur auf das zeitweilige Auftreten von flüssigem Wasser hindeuten. Dieses Wasser ist offenbar in Form von Eis und hydratisierten Mineralen im Untergrund von Vesta gebunden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: EPSC 2013.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092013170329_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092013170329_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA" width="300" height="307"/></a><figcaption>
Unter anderem am inneren Rand des Fonteia-Kraters auf Vesta konnten diverse, relativ geradlinig verlaufende Hangrinnen vom L-Typ (hier als &#8222;Typ A&#8220; bezeichnet) beobachtet werden. Diese bildeten sich durch den Fluss von Sand und Geröll. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Raumsonde <i>DAWN</i> startete am 27. September 2007 und schwenkte am 16. Juli 2011 in eine Umlaufbahn um den Asteroiden (4) Vesta ein. Bis zum September 2012 wurde dieser drittgrößte Körper im <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asteroideng%C3%BCrtel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Haupt-Asteroidengürtel</a> des Sonnensystems mit drei wissenschaftlichen Instrumenten, darunter ein unter der Leitung von Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Katlenburg-Lindau entwickeltes und gebautes <a class="a" href="https://indico.cern.ch/event/43007/contributions/1065032/attachments/927899/1313759/Poster_Gutierrez.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Kamerasystem</a>, intensiv erforscht. </p>



<p><strong>Hangrinnen auf Vesta</strong>
<br>
Bei der Durchsicht der über 28.000 Aufnahmen, welche die <i>Framing Camera</i> von der Asteroidenoberfläche anfertigte, entdeckten die an der Mission beteiligten Wissenschaftler an den Innenseiten mehrerer geologisch noch relativ junger Krater zwei verschiedene Arten sogenannter Hangrinnen (engl. Bezeichnung &#8222;gullies&#8220;). </p>



<p>Bei insgesamt 48 Kratern verlaufen diese Rinnen relativ geradlinig vom oberen Rand des Kraters zu dessen unteren Bereichen. Laut den an der Auswertung dieser Aufnahmen beteiligten Wissenschaftlern lassen sich diese auch als &#8222;L-Typ-Rinnen&#8220; bezeichneten Hangrinnen relativ einfach durch den Fluss von trockenem Material wie etwa Sand, Staub oder <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Regolith" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Regolith</a> erklären, welches durch Erschütterungen losgelöst wurde und sich anschließend wie eine Lawine an der Kraterwand in die Tiefe ergoss. Die Prozesse, welche zur Bildung dieser L-Typ-Rinnen führen, sind mittlerweile gut untersucht. Ähnliche Formationen sind zum Beispiel vom Erdmond oder anderen Asteroiden her bekannt und wurden im Vorfeld der Mission auch bei Vesta erwartet. </p>



<p>Deutlich rätselhafter präsentiert sich dagegen der zweite Hangrinnen-Typ (&#8222;C-Typ&#8220;), welcher bei 11 Kratern beobachtet wurde, die sich wiederum in zwei Bereichen auf der Vesta-Oberfläche konzentrieren. Diese Rinnen, welche anfangs schmaler ausfallen als die geradlinig verlaufenden Hangrinnen, gehen in der Regel von V-förmigen Abbruchregionen aus und vereinen sich im weiteren Verlauf mit anderen Rinnen, wobei die Breite der jetzt vereinten Rinnen zunimmt. Dabei folgen sie einem eher geschlängelten Verlauf und enden teilweise in fächerförmigen Ablagerungen. Auf der Erde, so die Wissenschaftler, entstehen vergleichbare Strukuren durch den Einfluss von Wasser. Und auch auf dem Mars, wo Hangrinnen vom C-Typ erstmals im Jahr 2000 von dem Orbiter <i>Mars Global Surveyor</i> nachgewiesen wurden, wird deren Entstehung mit dem Einfluss von schmelzenden Wassereis in Zusammenhang gebracht. Bisher konnte kein Mechanismus gefunden werden, welcher die Entstehung von geschlängelten Hangrinnen durch einen ausschließlich &#8222;trockenen&#8220; Prozess erklärt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092013170329_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092013170329_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA" width="300" height="325"/></a><figcaption>
Bei 11 Kratern, hier als Beispiel der Cornelia-Krater, konnten Hangrinnen ausgemacht werden, welche einen deutlich verschlängelteren Verlauf folgen und sich dabei auch mit anderen Rinnen vereinen. Solche Strukturen lassen sich nur dadurch erklären, dass bei der Bildung dieser Rinnen Wasser im Spiel war. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Ein verborgenes &#8222;Wasserreservoir&#8220; im Untergrund</strong>
<br>
Wo jedoch könnte sich auf einem lediglich durchschnittlich 525 Kilometer durchmessenden Himmelskörper dieses Wasser verbergen? Die Wissenschaftler vermuten dessen Ursprung im Untergrund des Asteroiden. Durch frühere Einschläge von Asteroiden oder Kometen könnte sich Wassereis auf der Oberfläche von Vesta abgelagert haben, welches anschließend von Regolith bedeckt und so vor einem Verdampfen aufgrund der von der Sonne ausgehenden Strahlung geschützt wurde. Durch eine spätere partielle Erhitzung des Asteroiden, eventuell durch weitere Impakte verursacht, wurde dieses Eis dann aufgeschmolzen, trat in Form von Wasser an die Oberfläche und führte noch vor dessen Verdampfung zur Entstehung der C-Typ-Rinnen. </p>



<p>Dieser vorgeschlagene Entstehungsprozess für einige der auf Vesta beobachteten Hangrinnen deckt sich mit früheren Forschungsarbeiten, bei denen sich zeigte, dass sich im Untergrund des Asteroiden größere Mengen an Wasserstoff befinden, welche hier in Form von <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hydrate" target="_blank" data-wpel-link="external">hydratisierten Mineralen</a> gebunden sind (<a href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-dawn-wasserstoff-auf-vesta/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Die hier kurz vorgestellte Studie wurde am heutigen Tag auf dem <a href="https://www.raumfahrer.net/der-epsc-kongress-2013-in-london/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">European Planetary Science Congress 2013</a>, einer gegenwärtig in London stattfindenden Fachtagung der Planetenforscher, vorgestellt. </p>



<p>Nach dem Abschluss der Untersuchungen bei Vesta im Jahr 2012 setzte die Raumsonde ihre Reise durch unser Sonnensystem fort. Im Jahr 2015 wird <i>DAWN</i> ihr zweites Reiseziel, den Zwergplaneten Ceres, erreichen und auch dieses größte und zugleich massereichste Objekt im Asteroiden-Hauptgürtel aus einem Orbit heraus über mehrere Monate hinweg untersuchen. </p>



<p>Die <i>DAWN</i>-Mission wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA geleitet. Die University of California in Los Angeles ist für den wissenschaftlichen Betrieb der Mission verantwortlich. Das Kamerasystem an Bord der Raumsonde wurde unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin-Adlershof und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut. Das Kameraprojekt wird finanziell von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DLR und der NASA (JPL) unterstützt.  </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=765.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroidengürtel</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.405" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission DAWN</a></li></ul>



<p><strong>EPSC 2013:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://meetingorganizer.copernicus.org/EPSC2013/EPSC2013-242-2.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Curvilinear, Interconnecting Vestan Gullies as Evidence for Transient Water Flow</a> (engl.)</li><li><a class="a" href="https://meetingorganizer.copernicus.org/EPSC2013/oral_program/13822" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Vesta and Ceres: Targets of Dawn (Oral Program)</a> (engl.)</li><li><a class="a" href="https://meetingorganizer.copernicus.org/EPSC2013/poster_program/13822" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Vesta and Ceres: Targets of Dawn (Poster Program)</a> (engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/raetselhafte-hangrinnen-auf-vesta/" data-wpel-link="internal">Rätselhafte Hangrinnen auf Vesta</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gibt es doch Wasser auf dem Mars?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gibt-es-doch-wasser-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2006 12:35:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Mars Global Surveyor]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn der Mars Global Surveyor (MGS) seit November verschollen ist, sorgen seine Forschungsergebnisse aus den vergangenen Jahren für Schlagzeilen: NASA-Forscher haben beim Auswerten seiner Bilder Unterschiede auf neueren Bildern des gleichen Ortes auf dem Mars entdeckt, die auf fließendes Wasser schließen lassen. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA. Bisher wusste man nur von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auch wenn der Mars Global Surveyor (MGS) seit November verschollen ist, sorgen seine Forschungsergebnisse aus den vergangenen Jahren für Schlagzeilen:  NASA-Forscher haben beim Auswerten seiner Bilder Unterschiede auf neueren Bildern des gleichen Ortes auf dem Mars entdeckt, die auf fließendes Wasser schließen lassen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Maria Steinrück</a>. Quelle: NASA.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-12-07-86987.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122006133516_small_1.jpg" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="330" height="230"/><figcaption>
Die entdeckten Ablgerungen im Krater in der Region Centauri Montes im Vergleich zur früheren Aufnahme. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Bisher wusste man nur von der Existenz von Wassereis in geringen Mengen auf dem Roten Planeten. Die Oberflächentemperaturen am Mars sind eigentlich auch zu kalt für fließendes Wasser. Warum suchten dort bisher trotzdem Raumsonden nach flüssigen Wasservorkommen?</p>



<p>Wasser ist auf der Erde lebensnotwendig, also könnte es auch die Lebensgrundlage für Lebewesen am Mars bilden. Natürlich keine grünen Marsmännchen, sondern Bakterien oder ähnliche Kleinstlebewesen. Daher gaben Forscher nicht auf, nach Möglichkeiten von flüssigem Wasser auf diesem Planeten zu suchen. Sie kamen zu dem Schluss, dass Wasser, das aus einer sich unter der Oberfläche befindenden Quelle ans Tageslicht kommt, lang genug flüssig bleibt, um Ablagerungen mit sich zu bewegen.</p>



<p><strong>Verdächtige Veränderungen</strong> <br>Um diese Theorie zu überprüfen, fotografierte die Raumsonde <i>Mars Global Surveyor (MGS)</i> Regionen mehrmals mit gleichen Kameraeinstellungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Sie entdeckte tausende Rinnen auf steilen Abhängen in Kratern. Genau dort, vermuteten die Forscher, könnten sie solche Spuren von Wasser entdecken. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122006133516_small_2.jpg" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="330" height="177"/><figcaption>
Der Krater in Terra Sirenum im Jahr 2001 und 2005. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Und tatsächlich fanden sie an diesen Stellen Veränderungen in zwei Kratern. Der eine von ihnen befindet sich in der Region <i>Terra Sirenum</i>, der andere in <i>Centauri Montes</i>, beide auf der Südhalbkugel des Mars. Die Formen der neuen Ablagerungen sehen so aus, als ob sie von Wasser mitgenommen worden wären: &#8222;Sie haben fingerartige Verzweigungen am unteren Ende und wurden von kleinen Hindernissen leicht abgelenkt&#8220;, erklärte Michael Malin von <i>Malin Space Science Systems</i>, der sich mit diesem Thema beschäftigt.  <br> Die helle Farbe der Ablagerungen könnte bedeuten, dass die Ablagerungen innen mit Eis angefüllt sind. Es könnte auch eine Salzkruste sein, die auf einen Effekt des Wassers beim Konzentrieren von Salz hindeuten würden.</p>



<p>Würden die Spuren von trockenem Staub stammen, wären sie dunkler, ähnlich den Spuren der Mars Rover.</p>



<p>Die Entdeckung dieser Ablagerungen, die höchstwahrscheinlich von flüssigem Wasser verursacht wurden, wirft viele neue Fragen auf. Zum Beispiel, wie könnte das Wasser unter der Oberfläche flüssig bleiben? Wie sieht es dort aus? Könnten dort Lebewesen existieren? Sind es nur kleine Wasserpfützen, die sich da unten verbergen, oder ist es mehr?</p>



<p>Antworten darauf werden uns hoffentlich weitere Forschungsmissionen zum Mars bringen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122006133516_small_3.jpg" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="266" height="234"/><figcaption>
Die Ablagerungen im Krater in der Region Terra Sirenum im Detail. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



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