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	<title>Hannover &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Hannover &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>GALACTIC: Alexandrit-Laserkristalle aus Europa für Anwendungen im Weltraum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galactic-alexandrit-laserkristalle-aus-europa-fuer-anwendungen-im-weltraum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 May 2023 21:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Optomaterials S.r.l.]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Horizon 2020-Projekt GALACTIC ist es den Partnern LZH, Optomaterials S.r.l. und Altechna gelungen, eine rein europäische Lieferkette für Alexandrit-Laserkristalle zu etablieren, welche im Weltraum eingesetzt werden können. Eine Pressemitteilung des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH). Quelle: Laser Zentrum Hannover e.V. 5. Mai 2023. 5. Mai 2023 &#8211; Der italienische Partner Optomaterials stellt wettbewerbsfähige Kristalle [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Horizon 2020-Projekt GALACTIC ist es den Partnern LZH, Optomaterials S.r.l. und Altechna gelungen, eine rein europäische Lieferkette für Alexandrit-Laserkristalle zu etablieren, welche im Weltraum eingesetzt werden können. Eine Pressemitteilung des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Laser Zentrum Hannover e.V. 5. Mai 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galactic-pm_figure2-lzh-1k9.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mit einem speziellen Lasersystem hat das LZH die Alexandrit-Kristalle aus europäischer Herstellung auf Wettbewerbsfähigkeit getestet. (Foto: LZH)." data-rl_caption="" title="Mit einem speziellen Lasersystem hat das LZH die Alexandrit-Kristalle aus europäischer Herstellung auf Wettbewerbsfähigkeit getestet. (Foto: LZH)." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galactic-pm_figure2-lzh-26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Mit einem speziellen Lasersystem hat das LZH die Alexandrit-Kristalle aus europäischer Herstellung auf Wettbewerbsfähigkeit getestet. (Foto: LZH).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">5. Mai 2023 &#8211; Der italienische Partner <a href="https://www.filaroptomaterials.com/home/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Optomaterials</a> stellt wettbewerbsfähige Kristalle her, die das litauische Unternehmen <a href="https://www.altechna.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Altechna</a> mit einer speziellen Beschichtung versieht. Um die für die rauen Umweltbedingungen des Weltraums notwendigen Beschichtungseigenschaften zu erreichen, hat Altechna im Rahmen des Projekts spezielle Beschichtungsdesigns und -prozesse auf Basis des Ion-Beam- und Magnetron-Sputtering-Verfahrens entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weltraumtauglichkeit erfolgreich bewiesen</strong><br>Die Kristalle wurden von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am LZH in speziellen Lasersystemen auf Herz und Nieren geprüft. Diese Lasersysteme haben sie im Hinblick auf spätere Anwendungen entworfen. Sie könnten den Grundstein für neuartige laserbasierte Messinstrumente legen.<br>Die LZH-Wissenschaftler:innen haben die Alexandritkristalle Protonen- und Gamma-Strahlung ausgesetzt und mehrere für Weltraumanwendungen typische Temperaturzyklen durchlaufen lassen. Vor und nach diesen Umwelttests haben sie die Kristalle unter anderem hinsichtlich ihrer Transmissionseigenschaften und der Laserperformance charakterisiert. Da die Umwelttests zu keiner signifikanten Änderung der gemessenen Parameter geführt haben, konnte somit die Weltraumtauglichkeit nachgewiesen werden. Außerdem konnten die Forscher:innen zeigen: Die Laserzerstörschwelle (engl. Laser-Induced Damage Threshold, LIDT) der Kristalle reicht an die der Spitzenprodukte auf dem Weltmarkt heran – beziehungsweise übertrifft diese sogar.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galactic-pm_figure1-lzh-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Alexandrit-Kristalle aus dem Projekt GALACTIC wurden von Optomaterials gezüchtet und von Altechna beschichtet, um den rauen Umweltbedingungen im Weltraum standhalten zu können. (Foto: LZH)" data-rl_caption="" title="Die Alexandrit-Kristalle aus dem Projekt GALACTIC wurden von Optomaterials gezüchtet und von Altechna beschichtet, um den rauen Umweltbedingungen im Weltraum standhalten zu können. (Foto: LZH)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galactic-pm_figure1-lzh-26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Alexandrit-Kristalle aus dem Projekt GALACTIC wurden von Optomaterials gezüchtet und von Altechna beschichtet, um den rauen Umweltbedingungen im Weltraum standhalten zu können. (Foto: LZH)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kristalle nun fit für den Markt: GALACTIC hat TRL 6 erreicht</strong><br>Das EU-Projekt GALACTIC hat damit erfolgreich den Technologiereifegrad (engl. Technology Readiness Level, TRL) weltraumtauglicher Alexandrit-Kristalle aus Europa von 4 auf 6 angehoben und damit die Marktreife erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besondere Eigenschaften für präzisere Daten</strong><br>Alexandrit-Kristalle haben eine sehr gute thermische Leitfähigkeit und Bruchfestigkeit. Sie lassen sich daher gut unter hohen Laserleistungen einsetzen beziehungsweise sind robust genug, um hohe mechanische Belastungen zum Beispiel bei Raketenstarts auszuhalten. Da sich mit den Kristallen die Ausgangswellenlänge der Lasersysteme durchstimmen lässt, könnten sie die Grundlage von neuartigen laserbasierten Messinstrumenten für Erdbeobachtungssatelliten sein. Mit solchen Instrumenten könnten präzisere klimarelevante Daten zum Zustand der Atmosphäre oder der Vegetation gesammelt werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galactic-logo-darkblue-lzh.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Logo des Projekts GALACTIC. (Graphik: LZH)" data-rl_caption="" title="Logo des Projekts GALACTIC. (Graphik: LZH)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galactic-logo-darkblue-lzh-26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Logo des Projekts GALACTIC. (Graphik: LZH)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über GALACTIC</strong><br>Im Projekt “High Performance Alexandrite Crystals and Coatings for High Power Space Applications” (GALACTIC) haben das Laser Zentrum Hannover e.V. zusammen mit Altechna und Optomaterials S.r.l. eine unabhängige, rein europäische Lieferkette für Alexandrit-Laserkristalle aufgebaut. GALACTIC wurde mit Mitteln des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizon 2020“ der Europäischen Union unter dem Förderkennzeichen Nr. 870427 gefördert. Koordiniert wurde GALACTIC vom LZH.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aktuelle Artikel zu den Ergebnissen von GALACTIC</strong><br>S. Unland, R. Kalms, P. Wessels, D. Kracht, and J. Neumann, &#8222;High-performance cavity-dumped Q-switched Alexandrite laser CW diode-pumped in double-pass configuration,&#8220; Opt. Express 31, 1112-1124 (2023), doi.org/10.1364/OE.478628, <a href="https://opg.optica.org/oe/viewmedia.cfm?uri=oe-31-2-1112&amp;html=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hthttps://opg.optica.org/oe/viewmedia.cfm?uri=oe-31-2-1112&#038;html=true</a> <br>L. Lukoševičius, J. Butkus, P. Weßels, S. Unland, R. Kalms, T. Böntgen, H. Mädebach, M. Hunnekuhl, D. Kracht, J. Neumann, M. Lorrai, P. G. Lorrai, and M. Hmidat, &#8222;Investigation of advanced optical coating influence on the properties of Alexandrite laser crystals,&#8220; in Optical Interference Coatings Conference (OIC) 2022, R. Sargent and A. Sytchkova, eds., Technical Digest Series (Optica Publishing Group, 2022), paper TEA.2. <a href="https://opg.optica.org/abstract.cfm?URI=OIC-2022-TEA.2" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://opg.optica.org/abstract.cfm?URI=OIC-2022-TEA.2</a><br>Nähere Informationen und mehr Publikationen zu GALACTIC sind unter <a href="https://h2020-galactic.eu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.h2020-galactic.eu</a> abrufbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)</strong><br>Als unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut steht das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) für innovative Forschung, Entwicklung und Beratung. Das durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geförderte LZH widmet sich der selbstlosen Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Photonik und Lasertechnologie. 1986 gegründet arbeiten inzwischen fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am LZH.<br>Der Fokus des LZH liegt auf den Bereichen Optische Komponenten und Systeme, Optische Produktionstechnologien und Biomedizinische Photonik. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Naturwissenschaftlern und Maschinenbauern ermöglicht innovative Ansätze für Herausforderungen verschiedenster Bereiche: von der Komponentenentwicklung für spezifische Lasersysteme bis hin zu Prozessentwicklungen für die unterschiedlichsten Laseranwendungen, zum Beispiel für die Medizintechnik oder den Leichtbau im Automobilsektor. 18 erfolgreiche Ausgründungen sind bis heute aus dem LZH hervorgegangen. Das LZH schafft so einen starken Transfer zwischen grundlagenorientierter Wissenschaft, anwendungsnaher Forschung und Industrie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19477.msg548743#msg548743" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Technologieforschung</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Vision: Laserschweißen im Weltraum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vision-laserschweissen-im-weltraum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2022 08:35:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftler*innen des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) untersuchen den Einfluss der Gravitation auf Laserstrahlschweißprozesse. Experimente im Einstein-Elevator sollen wichtige Erkenntnisse liefern. Eine Pressemitteilung des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH). Quelle: Laser Zentrum Hannover e.V. 15. Juni 2022. 15. Juni 2022 &#8211; Um Raumstationen auszustatten, müssen momentan noch vollständig montierte Baugruppen in den Weltraum transportiert werden. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wissenschaftler*innen des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) untersuchen den Einfluss der Gravitation auf Laserstrahlschweißprozesse. Experimente im Einstein-Elevator sollen wichtige Erkenntnisse liefern. Eine Pressemitteilung des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Laser Zentrum Hannover e.V. 15. Juni 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EinsteinElevatorUniHannoverLUHChristophLotz2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EinsteinElevatorUniHannoverLUHChristophLotz26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Im Einstein-Elevator der Leibniz Universität Hannover finden die Versuche zum Schweißen unter Mikrogravitation statt. (Bild: LUH/Christoph Lotz)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">15. Juni 2022 &#8211; Um Raumstationen auszustatten, müssen momentan noch vollständig montierte Baugruppen in den Weltraum transportiert werden. Dies beansprucht Laderaum und führt zu hohen Treibstoffkosten. Eine Lösung für dieses Problem könnte das Laserstrahlschweißen sein: Mit Hilfe des Laserstrahlschweißens könnten Anbau- oder Ersatzteile direkt vor Ort aneinandergefügt werden. Und anstatt gesamte Baugruppen auszutauschen, könnten bestehende Ausstattungen flexibel erweitert, modifiziert oder repariert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Experimente im Einstein-Elevator sollen Erkenntnisse liefern</strong><br>Im Weltraum sind viele Voraussetzungen für das Laserstrahlschweißen anders als auf der Erde. Unter anderem sorgen Vakuumbedingungen, Strahlung, elektrische und magnetische Felder dafür, dass Materialien und Prozesse sich anders verhalten. Wie genau sich Gravitation auf metallische Schmelzbäder auswirkt, wollen die Forscher*innen im Einstein-Elevator der Leibniz Universität Hannover (LUH) untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret wollen sie unter anderem das Strömungsverhalten für das Laserstrahlschweißen artgleicher sowie artungleicher Verbindungen aus Aluminiumlegierungen und Stahlwerkstoffen untersuchen. Für die artungleichen Schweißnähte wollen die Wissenschaftler*innen zusätzlich das Durchmischungsverhalten der Werkstoffe in der Schmelze analysieren. Weiterhin soll der Einfluss der bei Mikrogravitation stark reduzierten Konvektion auf das Schmelzbad sowie die resultierenden Fügeverbindungen untersucht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einstein-Elevator des HITec – Hannover Institute of Technology ist die Weiterentwicklung eines klassischen Fallturms, mit dem Experimente unter reduzierter Schwerkraft und Mikrogravitation (entspricht annähernd Schwerelosigkeit) durchgeführt werden können. Die erreichbare Mikrogravitation liegt bei unter 10<sup>-6</sup> g, die maximale Versuchsdauer beträgt 4 Sekunden. Der im Einstein-Elevator ohne Vakuum erreichbare Wert der Mikrogravitation liegt bei 10<sup>-4</sup> g. Dieser Zustand entspricht beispielsweise den Bedingungen auf der Internationalen Raumstation ISS.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das Projekt µg-Schweißen</strong><br>Das Projekt „Das Verhalten metallischer Schmelzen beim Laserstrahlschweißen unter Mikrogravitation“ (µg-Schweißen) wird von der Deutsche Forschungsgemeinschaft e. V. (DFG) unter dem Kennzeichen KA 3952/13-1 gefördert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19477.msg533449#msg533449" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Technologieforschung</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>DLR eröffnet Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik in Hannover</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-eroeffnet-institut-fuer-satellitengeodaesie-und-inertialsensorik-in-hannover/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2022 07:52:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das DLR-Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik erforscht hauptsächlich Quantentechnologien. Anwendungsgebiete sind in der Raumfahrt, Erdbeobachtung, Navigation und Sensorik. Am 30. Mai 2022 wurde das DLR-Institut offiziell eröffnet. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 30. Mai 2022. 30. Mai 2022 &#8211; Zentimetergenaue Navigation, ein abhörsicheres Internet oder autonome Steuerung von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das DLR-Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik erforscht hauptsächlich Quantentechnologien. Anwendungsgebiete sind in der Raumfahrt, Erdbeobachtung, Navigation und Sensorik. Am 30. Mai 2022 wurde das DLR-Institut offiziell eröffnet. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 30. Mai 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enthuellungdersteledlr.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enthuellungdersteledlr600.jpg" alt=""/></a><figcaption>Enthüllung der Stele des neuen DLR-Instituts für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">30. Mai 2022 &#8211; Zentimetergenaue Navigation, ein abhörsicheres Internet oder autonome Steuerung von Fahrzeugen ohne Funkverbindung – das Versprechen neuartige Instrumente auf Basis quantenmechanischer Verfahren und Methoden. Das Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Hannover entwickelt solche Technologien. Am 30. Mai 2022 wurde das Institut offiziell eröffnet. Zukünftig sollen rund 100 Mitarbeiter in sechs Abteilungen an den Standorten Hannover und Bremen tätig sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quantentechnologien werden die Welt verändern</strong><br>„Quantentechnologien werden die Welt dramatisch verändern“, sagte Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR anlässlich der Eröffnung, „Mit satellitengestützter Satellitengeodäsie und der Inertialsensorik, wird es uns zukünftig möglich sein, den Klimawandel zu beobachten, Masseveränderungen der Eismassen zu vermessen und Rückschlüsse auf den Haushalt des Grundwassers zu ziehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lösung gesellschaftsrelevanter Herausforderungen wie Klimawandel, Wasserressourcen, Energieversorgung, Digitalisierung, zukünftige Mobilität und Sicherheit wird von den Innovationen der Quantentechnologie und Quantensensorik profitieren. Dasselbe gilt für zukünftige Raumfahrtmissionen. So werden die Quantenmetrologie und die mit ihr eng verbundene Quantensensorik neue Präzisionsstandards setzen und neue Anwendungsfelder erschließen, deren Potenzial heute beispielsweise für zukünftige autonome Systeme noch nicht absehbar ist. Mit Quantentechnologie modernisierte Satelliten sowie innovative neue Satellitenkonzepte werden um Größenordnungen leistungsfähiger als die aktuelle Generation sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quantenforschung in Niedersachsen und Bremen stark vertreten</strong><br>Mit der Gründung des DLR-Instituts für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik im Sommer 2019 hat sich das DLR eine gute Position geschaffen, um diese Entwicklung für die Lösung gesellschaftlicher Fragen auch dank eines aktiven Technologietransfers für den Wirtschaftsstandort Deutschland mit zu steuern. Eingebettet in ein renommiertes wissenschaftliches und infrastrukturelles Umfeld in Hannover und Bremen, wird das DLR den Transfer aus der hier stark vertretenen quantentechnologischen Grundlagenforschung in innovative Anwendung gemeinsam mit der Industrie gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für die satellitengestützte Erdbeobachtung, Kommunikation und Navigation bietet die Quantensensorik ein großes Potenzial. Quanteneigenschaften (wie die quantenmechanische Verschränkung und das Superpositionsprinzip oder Methoden der Materiewellen-Interferometrie) ermöglichen die Entwicklung von neuartigen, hoch empfindlichen und sichereren Sensoren. Quantensensorik basierend auf der Materiewellen-Interferometrie ermöglicht, Rotation und Beschleunigung mit beispielloser Langzeitstabilität zu messen und kann beispielsweise zur Flugstabilisierung und -navigation eingesetzt werden. Eine Weiterentwicklung dieser Technologie verspricht zukünftige hochpräzise Lageregelung von Satelliten, zur Abstandsregelung bei Formationsﬂügen eines Satellitenschwarms oder auch zur präzisen Schwerefeldvermessung der Erde oder anderer Himmelskörper.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So genannte optische Atomuhren mit lasergekühlten Quantengasen bieten um Größenordnungen höhere Genauigkeit für zukünftige raum-zeitliche terrestrische und weltraum-basierte Navigationssysteme. Zu den neuen Möglichkeiten zählen unter anderem relativistische Geodäsie (global geodätische Höhenprofile mit Genauigkeit im Zentimeter-Bereich), ein sicheres Internet und komplexe Netzwerk-Topologien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine anstehende Mission des Instituts ist das Experiment BECCAL (Bose-Einstein-Condensate &amp; Cold Atom Laboratory), dass 2026 auf die Internationale Raumstation ISS gebracht werden soll. BECCAL ist ein gemeinsames Projekt mit der NASA. Dieses Projekt, bei dem internationale Forschergruppen vielfältige Experimente in Schwerelosigkeit durchführen werden, ist gleichzeitig auch eine Demonstrationsmission, die die Reife und die Möglichkeiten dieser Technologie zeigen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Land Niedersachsen hat im Vorfeld der Gründung zwei Millionen Euro in die Aufbauplanung des Instituts investiert und für den Aufbau des Instituts insgesamt weitere 17 Millionen Euro bewilligt. Zukünftig wird das Institut mit jährlich zehn Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), 890.000 Euro aus Mitteln des Landes Niedersachsen sowie 220.000 Euro aus Mitteln des Landes Bremen finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zitate:</strong><br>Dr. Anna Christmann, Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: „Quantentechnologien zählen zweifelsohne zu den Schlüsseltechnologien für die Lösung der großen Herausforderungen. Quantenbasierte Technologien wie die Quantensensorik werden in Zukunft von erheblicher Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland aber auch zur Bewältigung der Klimakrise sein. Das neue Institut in Kooperation mit den starken Forschungsstandorten in Hannover und Bremen wird die gesamte Bandbreite der Wertschöpfungskette von den quantenphysikalischen Grundlagen bis zu praktischen Anwendungen bedienen. Die Technologietransferprozesse des DLR spielen hierbei eine maßgebliche Rolle.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen: „Die Erforschung der Quantenwissenschaften mit ihren Phänomenen und Methoden wird einer der wichtigsten Treiber für Innovationen, neue Technologien und zukünftiges Wirtschaftswachstum sein. Die Suche nach Lösungen für gesellschaftsrelevante Herausforderungen – wie Klimawandel, Wasserressourcen, Energieversorgung, Digitalisierung, Mobilität und Sicherheit – wird von neuen Erkenntnissen in der Quantentechnologie und Quantensensorik, nach denen im DLR-Institut in Hannover gestrebt wird, erheblich profitieren. Innovationen in den Quantenwissenschaften werden zudem in zukünftigen Raumfahrtmissionen neue Perspektiven eröffnen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Claudia Schilling, Senatorin für Wissenschaft und Häfen sowie Senatorin für Justiz und Verfassung der Freien Hansestadt Bremen: „Bremen verfügt über eine ausgezeichnete Forschungslandschaft und ist mit dem ZARM, dem DLR-Institut für Raumfahrtsysteme und dem Fallturm auch in der Raumfahrtforschung bestens aufgestellt. Daneben gibt es namhafte Industrieunternehmen, die in diesem Bereich auch international hervorragend ausgewiesen sind, wie zum Beispiel die Unternehmen Airbus Group oder OHB SE. Seit vielen Jahren gibt es eine ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen ForscherInnengruppen aus Hannover und Bremen, die in dem QUANTUS-Konsortium maßgeblich an der Entwicklung und Erprobung weltweit erster weltraumtauglicher Quantensensoren für die Gravimetrie und Inertialsensorik kooperierten. Es war daher eine Win-win-Situation für beide Seiten, dass das neue DLR-Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik an beiden Standorten beheimatet ist. Es ist bezeichnend, dass Forschende beider Standorte inzwischen mit Gremien der EU-Kommission, der ESA und der NASA auf Augenhöhe mit internationalen Spitzenforschungseinrichtungen zusammenarbeiten, um die innovativen Lösungen der satellitenbasierten Quantensensorik möglichst bald in den Weltraum zu bringen. Das BECCAL-Projekt ist hierfür ein exzellentes Beispiel.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Volker Epping, Präsident Leibniz Universität Hannover (LUH): „Das DLR-Institut in Hannover bietet hervorragende Synergien, beispielsweise zur Forschung in den Quantentechnologien der Leibniz Universität. Die Stärke sowohl in der Geodäsie als auch in der quantentechnologischen Grundlagenforschung ergänzt sich dabei ideal mit den Anwendungsfeldern der Quantensensorik, gefördert durch das DLR-Institut. Dies erhöht auf beiden Seiten auch die Attraktivität für den Forschungsnachwuchs, nicht zuletzt durch den Bezug zu Weltraummissionen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Ronald Holzwarth, Geschäftsführer, Menlo Systems GmbH: „Der High-Tech-Bereich der nationalen Wirtschaft hat das große Potenzial der Quantentechnologien für den Wirtschaftsstandort Deutschland erkannt. Die Wirtschaft steht hier auch im direkten internationalen Wettbewerb, nicht nur um die stark nachgefragten Fachkräfte, sondern auch den Zugang zum Knowhow im Spitzentechnologie-Bereich. Das neue DLR-Institut bietet hier erstklassige Anknüpfungspunkte mit der Industrie, auch um Innovationen aus dem Bereich der Quantentechnologien und insbesondere der Quantensensorik in den Markt zu bringen. Dabei erschließt das DLR-Institut die gesamte Vielfalt quantenphysikalischer Methoden und Techniken für bahnbrechende Entwicklungen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3306.msg532861#msg532861" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Quantenkommunikation im Weltraum?</a></li></ul>
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		<title>Raumcon-Treff Hannover 2009</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumcon-treff-hannover-2009/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2009 18:23:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Eilenriede]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrestreffen]]></category>
		<category><![CDATA[RaumCon]]></category>
		<category><![CDATA[Raumcon-Treff]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer Net]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Himmelfahrtstag war es endlich so weit, Aktivisten der Raumcon trafen sich offiziell zum zweiten Mal in der Eilenriede in Hannover, um sich zu den Themen Raumfahrt und Astronomie auszutauschen. Auf dem umfangreicheren Programm standen 4 Fach- und 3 Sachvorträge, die TOPs, zwei Fachgruppengespräche und viele individuelle Gespräche in wechselnden Gruppen. Ein Beitrag von Günther [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am Himmelfahrtstag war es endlich so weit, Aktivisten der Raumcon trafen sich offiziell zum zweiten Mal in der Eilenriede in Hannover, um sich zu den Themen Raumfahrt und Astronomie auszutauschen. Auf dem umfangreicheren Programm standen 4 Fach- und 3 Sachvorträge, die TOPs, zwei Fachgruppengespräche und viele individuelle Gespräche in wechselnden Gruppen. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Enthusiasten trafen gegen 16 Uhr im Naturfreundehaus ein. Diesmal hatten wir den großen Raum für uns und deshalb viel mehr Platz. Viele kannten sich noch vom vorigen Jahr, die Neuen wurden aber sofort herzlich in der Gemeinschaft willkommen geheißen. Das offizielle Programm begann aber erst am Freitag morgen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-1a.jpg" alt="Jerry eröffnet die Tagung. Neben ihm Holi und -eumel-.
(Bild: RN)"/><figcaption>Jerry eröffnet die Tagung. Neben ihm Holi und -eumel-.<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Begrüßung und der Vorstellung des Programms durch die Organisatoren Jerry (H.J.Kemm), Holger (Holi) und Jörg (-eumel-) wurden zunächst die Betreiber von Raumfahrer.net, Administratoren, Moderatoren, Berater und Redakteure vorgestellt, die diesmal recht zahlreich anwesend waren. Danach sprach Karl (pikarl) über die redaktionelle Arbeit und die Entwicklung von Raumfahrer.net in den letzten Jahren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend hielt unser Mitglied roger50 einen Vortrag über den  gegenwärtigen Stand der Arbeiten bzw. Startvorbereitungen für das dritte  Verbindungsmodul der ISS, Tranquility, das in Turin fertiggestellt worden war sowie zum ATV 2 „Johannes Kepler“, das im nächsten Jahr Fracht zur Internationalen Raumstation bringen soll. Technische Leckerbissen gab es genauso zu sehen wie Zeitplanungen. Ein paar Anekdötchen am Rande sorgten für weiteren Diskussionsstoff für den  Abend. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-2a.jpg" alt="Karl spricht über die Entwicklung von Portal und Forum.
(Bild: RN)"/><figcaption>Karl spricht über die Entwicklung von Portal und Forum.<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem gemeinsamen Mittagessen waren die TOPs an der Reihe. Es wurde  beschlossen, dass der Haupttitel „Astronomie“ im Forum nach „Allgemeines“ und vor „Raumfahrt“ eingeordnet werden soll, um ihm mehr Beachtung zu schenken. Außerdem sollen alle bisherigen Kalender zu einem zusammengefasst werden, in den auch historische Ereignisse aufgenommen werden sollen. Das Chat wird auf eine einfachere Software umgestellt und an prominenterer Stelle platziert. Die Werbebanner müssen als eine der wenigen Einnahmequellen auf der Portalseite und einigen Unterseiten erhalten bleiben. Eine Aufteilung des Titels Raumcon-Berater wurde ebenso abgelehnt wie eine Fachbuchbibliothek, ein Raumcon-Bambi sowie Änderungen an den Mitgliedertiteln. Zitate sollen in Zukunft nur den Teil beinhalten, auf den sich ein Teilnehmer dann wirklich bezieht. Dies soll in den Forenregeln formuliert werden. Umfragen können mit dem jeweiligen Moderator eines Titels vereinbart werden. Sie sollten aber weiterhin sparsam angewendet werden. Bilder können in Zukunft direkt auf den Raumcon-Server hochgeladen werden. Es ist aber unbedingt auf  urheberrechtliche Bestimmungen zu achten. Außerdem werden große Bilder auf ein geeignetes Format runtergerechnet. Der nächste Raumcon-Treff soll im Frühjahr 2010 in Darmstadt über die Bühne gehen. Organisator wird Nico (Nitro), der eine Besichtigung von ESOC (European Space  Operations Centre) und EuMetSat ins Auge fasst.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-4a.jpg" alt="Archimedes hat den Mars als Ziel.
(Bild: RN)"/><figcaption>Archimedes hat den Mars als Ziel.<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend setzte Herr Herholz von der Mars Society Deutschland mit einem Referat zum Projekt Archimedes fort. Dabei soll eine Ballonsonde zum Mars transportiert werden und dort Messungen vornehmen. Das überaus ambitionierte Projekt hat bereits erste Vorbereitungsphasen mehr oder weniger erfolgreich hinter sich gebracht. So wurde ein Ballon mit einer  Höhenforschungsrakete vom schwedischen Kiruna aus gestartet und in etwa 175 Kilometern Höhe entfaltet. Durch mehrere Probleme konnten nicht alle Ziele der Mission erreicht werden, man hat aber viel für die weitere Arbeit gelernt. Insgesamt 7 Kameras (Stückpreis 20 Euro) haben den Verlauf der Mission weitgehend dokumentiert. Herr Herholz hat vor seiner jetzigen Tätigkeit 30 Jahre lang u. a. in der bemannten Raumfahrt Deutschlands und Europas gearbeitet und konnte bei den abendlichen Gesprächen fachkundig Auskunft geben und faszinieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karl (pikarl) schloss den Vortragsreigen am Freitag mit einigen Bemerkungen zum Urheberrecht ab. Die Problematik ist bei weitem nicht jedem wirklich bewusst. Welche Probleme sich dabei ergeben können, wurde an einem Beispiel eines mehrere Jahre zurückliegenden Forenbeitrages in dem (möglicherweise) unzulässig aus einer AFP-Meldung zitiert wurde, deutlich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abendessen wurde bis tief in die Nacht hinein diskutiert, im Internet gestöbert und der eine oder andere Raumfahrtfilmschnipsel angeschaut </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-7a.jpg" alt="Manes Begeisterung steckte alle Zuhörer an.
(Bild: RN)"/><figcaption>Manes Begeisterung steckte alle Zuhörer an.<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sonnabend ging es mit gleichem Elan und Interesse weiter. Zunächst  präsentierte Manuel (m.hecht) Bilder und Eindrücke von seiner Reise nach Florida im November letzten Jahres. Er besuchte an zwei Tagen das Kennedy Space Center und konnte darüber vieles berichten. Außerdem erlebte er aus etwa 15 Kilometern Entfernung den Start der Raumfähre Endeavour. Seine Erzählung über Visitor Center, Rocket Garden, Imax  Theatre, Space Shop, Apollo Saturn V Center, Space Station Processing Facility, Crawler und vieles mehr war so ansteckend, dass die eingeplante Zeit weit überschritten wurde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-6a.jpg" alt="... aus dem Leben eines Satelliten-Controllers.
(Bild: RN)"/><figcaption> &#8230; aus dem Leben eines Satelliten-Controllers. <br>(Bild: RN) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb ging es erst nach dem Mittagessen mit einem ebenfalls sehr  interessanten Vortrag von Nico (Nitro) über das Kontrollzentrum für Europäische Wettersatelliten in Darmstadt weiter. Hier erfuhren wir einiges über die Aufgaben eines Controllers sowie über die Satelliten und deren Steuerung. Mittlerweile hat man auch hier mit dem Problem Weltraummüll zu tun, was die Arbeit nicht einfacher macht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das offizielle Programm fand mit Fachgruppengesprächen zu den Themen  Astronomie bzw. Raumfahrt seinen Abschluss. Auch in diesem Jahr hat uns das Treffen ein Stück voran gebracht. Praktisch alle Anwesenden waren begeistert und wollen ihre Teilnahme im nächsten Jahr wieder ermöglichen. Zwischendurch könnte es noch zur Bildung einiger weiterer Raumcon-Stammtische kommen. Bisher wurden derartige Treffen mehrfach in Berlin durchgeführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anwesende Raumcon-Nutzer in diesem Jahr waren: H.J.Kemm, Gertrud, Laika,  Antares, Chewie, -eumel-, GG, Holi, Ingo, Jok, klausd, Kreuzberga, m.hecht, Nitro, Nostromo, Olli, Phobos, pikarl, Pirx, Pluto, Raffi, Redmoon, roger50, Tassadar, technician, tobi453 und Yevgenij sowie als Gast und Referent Herr Herholz.  </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-8a.jpg" alt="Unser Gruppenbild. (Bild: Jörg Knaack)"/><figcaption>Unser Gruppenbild. (Bild: Jörg Knaack)</figcaption></figure>
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		<title>Raumcon-Treffen 2008</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumcon-treffen-2008/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 19:21:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Eilenriede]]></category>
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		<category><![CDATA[Jahrestreffen]]></category>
		<category><![CDATA[RaumCon]]></category>
		<category><![CDATA[Raumcon-Treff]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer Net]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am verlängerten Wochenende vom 3. bis 5. Oktober 2008 fand in Hannover der erste reine Raumcon-Treff statt. Anwesend waren 25 Mitglieder der Raumcon, die zum Teil auch Redakteure von Raumfahrer.net sind. Ein Beitrag von Günther Glatzel und Axel Orth. Anstelle eines Artikels über ein Raumfahrt- oder Astronomie-Thema können Sie hier einmal einen Bericht &#8222;in eigener [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am verlängerten Wochenende vom 3. bis 5. Oktober 2008 fand in Hannover der erste reine Raumcon-Treff statt. Anwesend waren 25 Mitglieder der Raumcon, die zum Teil auch Redakteure von Raumfahrer.net sind. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel und Axel Orth.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Anstelle eines Artikels über ein Raumfahrt- oder Astronomie-Thema können Sie hier einmal einen Bericht &#8222;in eigener Sache&#8220; lesen: Die <a href="https://forum.raumfahrer.net/" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon</a> ist die seit Jahren sehr erfolgreiche Community von Raumfahrer.net und dem <a rel="noreferrer noopener follow" target="_blank" href="http://vfr.de/" data-wpel-link="external">Verein zur Förderung der Raumfahrt</a>. Schon nach dem RN-Redaktionstreffen im September 2007, wo auch  Raumcon-Mitglieder eingeladen waren, kam die Idee zu einem reinen Raumcon-Treffen auf&#8230; und jetzt war es endlich soweit. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-07.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-07-260.jpg" alt="Naturfreundehaus in der Eilenriede
(Bild: RN)"/></a><figcaption>Naturfreundehaus in der Eilenriede<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anfahrt war individuell geregelt und so trafen die Teilnehmer nach und nach am Ziel ein: Dem Naturfreundehaus „Zur Eilenriede“ in der Nähe des Telemax in Hannover. Die Leitung des Hauses war mit der Vergabe der Räume stark gefordert, letztlich bekam aber jeder einen Platz zum Schlafen und ausreichend Verpflegung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der allgemeinen Vorstellung wurde noch einmal der bereits im Forum  veröffentlichte, gut durchdachte Plan für das Wochenende präsentiert. Danach zogen sich die anwesenden Redakteure des Portals von Raumfahrer.net zu einer internen Diskussionsrunde zurück. Hier wurden Zukunftspläne geschmiedet, um die Arbeit der Redakteure kooperativer, effektiver und im Forum besser bekannt zu machen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-09c.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-09c-260.jpg" alt="Lasset die Beratungen beginnen...
(Bild: -eumel-)"/></a><figcaption>Lasset die Beratungen beginnen…<br> (Bild: -eumel-)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem gemeinsamen Abendessen fanden die Teilnehmer bis in die Nacht  hinein ausreichend Gelegenheit, über Raumfahrtfragen, aber auch andere  Themen in wechselnden Runden zu diskutieren. So stellte sich heraus, dass einige Mitglieder derzeit in der Raumfahrtbranche tätig sind, andere dagegen schon Praktika in ähnlichen Bereichen erfolgreich abgeschlossen hatten. Themen waren beispielsweise die Arbeit in einem Satellitenkontrollzentrum oder Fragen zu Entwurf, Bau, Test und Betrieb von Satelliten. Dabei hat einerseits jeder etwas beitragen können, andererseits aber auch einiges dazu gelernt. Bis tief in die Nacht hinein wurden von einigen „Unentwegten“ anschließend noch verschiedene Beiträge zum Thema Raumfahrt am Rechner angeschaut und darüber gefachsimpelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Samstag begann die eigentliche „Arbeit“ der Teilnehmer, die aber für die meisten weitgehend Vergnügen bedeutete. Zunächst wurden einige Botschaften verschiedener Personen an unser Treffen verlesen. Anschließend wurden mehrere Moderatoren und Berater mit Dank für ihre zuverlässige Arbeit aus ihren Positionen verabschiedet. Ihre Aufgaben werden in Zukunft von anderen Forenaktiven übernommen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-03-260.jpg" alt="Bild vom Vortrag von technician über Bahndaten
(Bild: RN)"/><figcaption>Bild vom Vortrag von technician über Bahndaten<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Danach begeisterte Thomas (technician) die Zuschauer mit einem Vortrag über das Thema „Bahndaten von Satelliten“. Dabei ging er auf die weltweite Bahnüberwachung durch Einrichtungen der USA ein, stellte seine Methode vor, mit dem Programm XPlanet, den Two Line Elements aller durch Radar erfassten Objekte im Erdorbit und einigen selbst entworfenen bzw. verfeinerten Skripten seine aus dem Forum gut bekannten Visualisierungen berechnen zu lassen und gab umfassend Auskunft über die Problematik des Weltraumschrotts und der dadurch entstehenden Gefahren für Erdsatelliten. Ende September waren demnach 33.391 Objekte mit Radarquerschnitten ab etwa 10 cm² im seit Jahrzehnten geführten Katalog erfasst, davon befinden sich noch 13.046 in Erdumlaufbahnen. Der größte Teil, nämlich 7.935 Teile, sind Schrott, 1.807 sind Raketenteile und 3.304 Satelliten. Spezielle Objekte von Interesse waren USA 193, Kosmos  2421 und die ISS. Hier wurde auch auf einige Treffer eingegangen, die  durch Weltraumschrott oder Mikrometeoriten verursacht wurden.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-05-260.jpg" alt=""/><figcaption> Bild vom Vortrag von technician über Bahndaten <br>(Bild: RN) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Mittagszeit beschäftigten sich die Teilnehmer des Raumcon-Treffs 2008 mit den offiziellen Tagesordnungspunkten, die bereits in den zurückliegenden Wochen erfasst und diskutiert worden waren. Die Zusammenarbeit zwischen Portal und Forum soll verbessert werden. Einige konkrete Vorschläge an die Administratoren wurden bereits am Freitag Abend erfasst. Die gegenseitige Verlinkung gleicher Themen dagegen war bereits im Vorfeld in Angriff genommen worden. Die Trägerliste ist vorbereitet. Einige Einträge sind bereits vorhanden, andere werden  demnächst entstehen. Träger, die nicht mehr eingesetzt werden, sollen nicht aus der Liste entfernt sondern nur als „historisch“ gekennzeichnet  werden. Auch Glossar und Raumcon-Lexikon sind vorbereitet und werden demnächst freigeschaltet. Weiterhin wird darauf geachtet, dass Texte  oder zumindest eine Zusammenfassung in deutscher Sprache verfasst, Quellen angegeben und Fakten deutlich von Spekulationen getrennt werden. Das Gremium sprach sich dafür aus, dass die Mitgliederränge demnächst abgeschafft werden. Hervorgehoben werden nur Administratoren, Moderatoren, Berater und demnächst neu auch die Portal-Redakteure. Die Anzahl der geschriebenen Beiträge wird aber weiterhin angezeigt. Ob ein Mitglied seinen richtigen Namen oder einen Nickname verwendet, bleibt weiterhin seine eigene Entscheidung. Gleiches gilt für Einträge der Mitglieder in der Landkarte, obwohl diese im Interesse von lokalen Raumcon-Stammtischen sind. Mit wachsender Monitorgröße schrumpfen auch die Darstellungsprobleme bei Seitenleisten sowohl im Portal als auch im Forum. Deshalb bleibt auch hier alles beim Alten. Die Themen im Forum werden etwas umgeordnet. Die Teilnehmer wurden sich einig, dass auch ein Bereich für „Visionen &amp; Konzepte“ eingerichtet wird, in dem man Themen wie Weltraumlift, Terraforming oder interstellare Raumfahrt  diskutieren kann. Eine Rubrik &#8222;Science Fiction&#8220; wird es aber nicht geben. Dies könnte zu Missverständnissen führen. Die Raumcon ist und bleibt ein wissenschaftliches Forum zu den Themen Astronomie und Raumfahrt. Für 2009 wird erneut ein Treffen angestrebt. Der Besuch des Technik-Museums Speyer kann unter den Teilnehmern persönlich abgesprochen werden. Wahrscheinlich bekommt eine Raumcon-Delegation etwas mehr zu sehen als die normalen Besucher. Begrüßt wird auch eine Mitarbeit von Raumcon-Teilnehmern in der Wikipedia. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausführlicher werden die Ergebnisse der Beratungen im Forum dargestellt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-08a-260.jpg" alt="Teilnehmer am Raumcon-Treff 2008
(Bild: -eumel-)"/><figcaption>Teilnehmer am Raumcon-Treff 2008<br> (Bild: -eumel-)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss der gemeinsamen Beratungen hielt unser Mitglied Roger50  einen ausführlichen und informativen Vortrag zu 25 Jahren Entwicklung, Bau und Betrieb des Automated Transfer Vehicle ATV. Von der Idee 1983 bis zum ersten erfolgreichen Einsatz in diesem Jahr verging ein viertel Jahrhundert. Während dieser Zeit gab es fünf Entwürfe, die mit den Veränderungen der Aufgaben des ATV immer anspruchsvoller und komplizierter wurden. Nach den Vorstudien in den Jahren 1983 bis 1987 beschloss die ESA die Realisierung des Projektes ATV. Weitere, immer konkretere Studien wurden in den Jahren 1987 bis 1997 vorgenommen. Die Entwicklungsarbeit und Realisierung schlossen sich an, genauso wie umfangreiche Tests (Vibration, thermische Isolation, Akustische  Belastungen beim Start, elektromagnetische Verträglichkeit). Die Krönung war schließlich der vor wenigen Tagen abgeschlossene anspruchsvolle und sehr erfolgreiche Jungfernflug. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Roger50 würzte seine Ausführungen mit Anekdoten und interessanten Details. Dabei ging er insbesondere auf das Antriebssystem ein. Heliumgefüllte Druckgastanks mit 290 Bar sorgen für die Förderung des Treibstoffs. Dieser wird über eine ausgeklügelte Druckkontrolle in den eigentlichen Treibstofftanks auf 28 Bar gehalten. Ein Verteilersystem verbindet die Tanks untereinander und ermöglicht es, dass praktisch jedes Triebwerk aus jedem Tank versorgt werden kann. Außerdem können sowohl Brennstoff als auch Oxydator so auf verschieden angeordnete Tanks verteilt werden, dass die Massen weitgehend symmetrisch sind und Antriebsprozesse kaum Drehmomente erzeugen. Gelobt wurde auch die  präzise ausgearbeitete Steuerungssoftware, der es zu verdanken ist, dass für Annäherung, Demonstration und Kopplung deutlich weniger Treibstoff als geplant benötigt wurde. Dies führte zur Verlängerung der Missionsdauer. Die Kopplung fand bei 7 cm/s mit nur 4 cm Abweichung statt und war „butterweich“. Am Problem mit den abgelösten Isolationsmatten wird bereits gearbeitet. Diese werden in Zukunft kleiner sein. Außerdem soll die Herstellung so geändert werden, dass sie weniger Luft enthalten und diese nach dem Start mit abnehmendem Luftdruck schneller entweichen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abend gehörte wieder vielfältigen Gesprächen über Astronomie, Raumfahrt, Gott und die Welt. Bei einem kleinen Quiz konnten die erfolgreichsten Teilnehmer einige Preise gewinnen. Darunter befand sich auch ein Teil eines Satelliten, der nach elfmonatigem Einsatz im All zur Erde zurückgebracht worden war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in allem war das 2008er Treffen eine sehr gelungene Veranstaltung mit einem ausgewogenen Verhältnis von Information, Unterhaltung und Spaß. Nur der Schlaf kam für die meisten ein wenig zu kurz. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anwesende:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schillrich, H.J.Kemm, Mary, Zuschauer, berni, -eumel-, GG, Holi, Ian,   Janosch750, jok, klausd, m.hecht, MPF, MSSpace, Nitro, Olli, Pirx, roger50,  Sebastian K., Speedator, technician, tobi453 sowie kurzzeitig Bluestar und Super_sonne. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=32.0" rel="noreferrer noopener" aria-label="(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumcon Treff 2008 &#8211; Diskussion</a></strong></li>
</ul>
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