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	<title>Hera &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Hera &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Juventas CubeSat: Radar-Reise zum Zentrum von Heras Asteroid</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/juventas-cubesat-radar-reise-zum-zentrum-von-heras-asteroid/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2024 20:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine kleine Raumsonde in Schuhkartongröße, die vergangene Woche an die Hera-Mission der ESA geliefert wurde, verspricht einen bedeutenden Fortschritt in der Planetenwissenschaft. Sobald der Juventas CubeSat von der Raumsonde Hera im binären Asteroidensystem Didymos abgesetzt ist, wird er die erste Radaruntersuchung innerhalb eines Asteroiden durchführen und tief in das Innere des winzigen Dimorphos-Mondes, der etwa [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Eine kleine Raumsonde in Schuhkartongröße, die vergangene Woche an die Hera-Mission der ESA geliefert wurde, verspricht einen bedeutenden Fortschritt in der Planetenwissenschaft. Sobald der Juventas CubeSat von der Raumsonde Hera im binären Asteroidensystem Didymos abgesetzt ist, wird er die erste Radaruntersuchung innerhalb eines Asteroiden durchführen und tief in das Innere des winzigen Dimorphos-Mondes, der etwa die Größe der Cheops-Pyramide hat, blicken. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA 5. April 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventasarrivedatESTECTestCentreESAFPerezLissi2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Juventas CubeSat ist im ESA ESTEC Testzentrum angekommen. (Bild: ESA-F. Perez Lissi)" data-rl_caption="" title="Der Juventas CubeSat ist im ESA ESTEC Testzentrum angekommen. (Bild: ESA-F. Perez Lissi)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventasarrivedatESTECTestCentreESAFPerezLissi26.jpg" alt="Der Juventas CubeSat ist im ESA ESTEC Testzentrum angekommen. (Bild: ESA-F. Perez Lissi)" class="wp-image-138078" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventasarrivedatESTECTestCentreESAFPerezLissi26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventasarrivedatESTECTestCentreESAFPerezLissi26-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Juventas CubeSat ist im ESA ESTEC Testzentrum angekommen. (Bild: ESA-F. Perez Lissi)</figcaption></figure>



<p>5. April 2024 &#8211; „Die heutigen Asteroiden sind Kollisionsfragmente der ursprünglichen Bausteine unseres gesamten Sonnensystems. Wenn wir also sehen können, wie das Innere eines Asteroiden strukturiert ist, erhalten wir wertvolle Einblicke in die Entwicklung des Sonnensystems sowie für die planetare Verteidigung“, erklärt Michael Kueppers, <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/hera/" data-wpel-link="internal">Hera</a>-Projektwissenschaftler der ESA. „Ist dieser Asteroid ein fester Monolith oder ein Schutthaufen, der durch seine Schwerkraft zusammengehalten wird? Die Antwort hat praktische Konsequenzen dafür, wie sich annähernde Asteroiden in Zukunft von der Erde abgelenkt werden könnten.“</p>



<p>Der nur 37 x 23 x 10 cm große Juventas CubeSat wird im Auftrag der ESA vom luxemburgischen Unternehmen GomSpace betreut, wobei die Integration der Raumsonde am Hauptsitz von GomSpace in Dänemark stattfand. Das Unternehmen hat sich auf CubeSats spezialisiert – kleine, kostengünstige Satelliten, die aus standardisierten 10 cm-Boxen zusammengebaut werden – obwohl diese in der Regel für den Erdorbit bestimmt sind.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventasstudiesasteroidsinternalstructureESAScienceOffice2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Juventas soll die interne Struktur des Asteroiden untersuchen. (Grafik: ESA/Science Office)" data-rl_caption="" title="Juventas soll die interne Struktur des Asteroiden untersuchen. (Grafik: ESA/Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="170" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventasstudiesasteroidsinternalstructureESAScienceOffice26.jpg" alt="Juventas soll die interne Struktur des Asteroiden untersuchen. (Grafik: ESA/Science Office)" class="wp-image-138087"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Juventas soll die interne Struktur des Asteroiden untersuchen. (Grafik: ESA/Science Office)</figcaption></figure>



<p><strong>Bauen für den Weltraum</strong><br>Jan Persson leitet das Juventas-Projekt für GomSpace: „Das ist eine ganz andere Mission im Verlgeich zu den üblichen CubeSats, die wir herstellen und fliegen. Der Weg über die Erdumlaufbahn hinaus und hinaus in den Tiefenraum ist eine seltene Gelegenheit, die eine äußerst genaue Aufmerksamkeit für Details erfordert. Darüber hinaus benötigt Juventas ein ausreichend agiles Navigationssystem, um sich selbst um einen Asteroiden zu fliegen.“</p>



<p>Die ESA Asteroiden-Mission Hera ist Europas Beitrag zu einem internationalen Planetenabwehr- Experiment. Nach dem Einschlag der DART-Mission auf dem Asteroiden Dimorphos, einem Mond des größeren Asteroiden Didymos, im Jahr 2022 – der seine Umlaufbahn um Didymos änderte und eine Wolke von Trümmern Tausende von Kilometern ins All schickte – wird Hera zu Dimorphos zurückkehren, um den von DART hinterlassenen Krater aus nächster Nähe zu vermessen. Die Mission wird außerdem die Masse und Zusammensetzung von Dimorphos sowie die von Didymos messen.</p>



<p>Hera soll im Oktober 2024 starten, an Bord befinden sich zwei CubeSats für Nahaufnahmen des Asteroiden-Paares: Zu Juventas wird die Hyperspektralmission Milani hinzukommen. Das Trio wird über ein innovatives Verbindungssystem zwischen Satelliten rund um die Asteroiden verbunden bleiben.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HeraCubeSatsandrockytargetESAScienceOffice2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Hera mit CubeSats Juventas und Milani. (Grafik: ESA/Science Office)" data-rl_caption="" title="Hera mit CubeSats Juventas und Milani. (Grafik: ESA/Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="170" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HeraCubeSatsandrockytargetESAScienceOffice26.jpg" alt="Hera mit CubeSats Juventas und Milani. (Grafik: ESA/Science Office)" class="wp-image-138076"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Hera mit CubeSats Juventas und Milani. (Grafik: ESA/Science Office)</figcaption></figure>



<p><strong>Kleinstes Radar im Weltraum</strong><br>Benannt nach dem römischen Namen der Tochter Heras, mag Juventas zwar klein sein, hat aber einen großen technischen Fußabdruck. Das Niederfrequenz-Radarinstrument – das kleinste Radarsystem im Weltraum – wurde vom französischen Institut de Planétologie et d&#8216; Astrophysique de Grenoble an der Universität Grenoble Alpes und der Technischen Universität Dresden entworfen, wobei die Elektronik von EmTroniX in Luxemburg stammt. Die Radar-Signale werden von einem Quartett von 1,5 m langen Antennen gesendet, die länger sind als die Juventas-Raumsonde selbst und von Astronika in Polen beigesteuert wurden.</p>



<p>„Das Juventas Radar-Instrument (JuRa) ist einzigartig und wird der Wissenschaftsgemeinschaft einen seltenen Einblick in die Entstehung eines Asteroiden geben“, erklärt Jan Persson. „Es wurde hochgradig miniaturisiert, um in die CubeSat-Hülle zu passen. Die größte Herausforderung bestand darin, dass das Instrument im Inneren der Raumsonde viel Wärme erzeugt, worum sich unser Thermaldesignteam bei GomSpace intensiv gekümmert hat.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventasorbitGomSpace50.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Juventas&#039; Orbit. (Grafik: GomSpace)" data-rl_caption="" title="Juventas&#039; Orbit. (Grafik: GomSpace)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventasorbitGomSpace26.jpg" alt="Juventas' Orbit. (Grafik: GomSpace)" class="wp-image-138084"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Juventas&#8216; Orbit. (Grafik: GomSpace)</figcaption></figure>



<p>Hera-Systemingenieur Franco Perez Lissi fügt hinzu: „Um selbst zu fliegen, hat Juventas außerdem eine Kamera für sichtbares Licht, ein Lidar, Sternsensoren für die Navigation und ein Kaltgas-Antriebssystem sowie die Funkverbindung zwischen Satelliten, um ihre Position und Daten mit Hera zu teilen.“</p>



<p>Für die Radar-Vermessung des kleineren Asteroiden wird Juventas in eine einzigartige “selbststabilisierte Terminator-Umlaufbahn“ um Didymos eintreten. Dazu gehört es, parallel zur Tag-Nacht-Terminator-Linie des Asteroiden zu kreisen und dabei die schwache Gravitation des Asteroiden mit dem schwachen, aber stetigen Druck des Sonnenlichts selbst – dem solaren Strahlungsdruck – auszugleichen.</p>



<p>Tatsächlich ist die Schwerkraft von Didymos so gering, dass Juventas mit einer Geschwindigkeit von nur wenigen Zentimetern pro Sekunde in der Umlaufbahn sein wird, und JuRa wird diese niedrige Geschwindigkeit nutzen, um dasselbe kodierte Signal mehrmals zum Asteroiden zu senden, was das Gesamtsignal des Instruments zum Rauschverhältnis erhöht. Die reflektierten Signale werden dekodiert und auf der Erde in ein 3D-Bild umgewandelt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventaslandsonDidymosESAScienceOffice2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Juventas soll auf dem Asteroiden landen. (ESA/Science Office)" data-rl_caption="" title="Juventas soll auf dem Asteroiden landen. (ESA/Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventaslandsonDidymosESAScienceOffice26.jpg" alt="Juventas soll auf dem Asteroiden landen. (ESA/Science Office)" class="wp-image-138083"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Juventas soll auf dem Asteroiden landen. (ESA/Science Office)</figcaption></figure>



<p><strong>Gekommen um zu landen</strong><br>Sobald Juventas ihre Radar-Beobachtung abgeschlossen hat, wird sie in eine Umlaufbahn um Dimorphos einschwenken, um die nächste Phase ihrer Mission zu beginnen: die Landung auf dem kleineren Asteroiden. Jan Persson bemerkt: „Wir analysieren noch, wie das am besten geht, aber unsere Geschwindigkeit sollte gering genug sein, in der Größenordnung von Zentimetern pro Sekunde, dass Juventas herunterkommt, ohne gleich wieder hoch ins All zu hüpfen. Die Beschleunigungsmesser und Gyroskope an Bord werden in diesem Moment Daten sammeln, um mehr über die Oberflächeneigenschaften zu erfahren. Wenn Juventas endlich zur Ruhe kommt, wollen wir, dass sie in stabiler Konfiguration ist, um die zweite wissenschaftliche Nutzlast der Raumsonde, das GRASS Gravimeter zu betreiben.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventasintegrationatGomSpaceGomSpace2k.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Juventas bei GomSpace. (Bild: GomSpace)" data-rl_caption="" title="Juventas bei GomSpace. (Bild: GomSpace)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JuventasintegrationatGomSpaceGomSpace26.jpg" alt="Juventas bei GomSpace. (Bild: GomSpace)" class="wp-image-138081"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Juventas bei GomSpace. (Bild: GomSpace)</figcaption></figure>



<p>Dieses erste Instrument zur direkten Messung der Schwerkraft auf der Oberfläche eines Asteroiden, das Gravimeter for Small Solar System Objects, GRASS, wurde vom Königlichen Observatorium Belgiens (ROB) mit der spanischen Firma EMXYS entwickelt. Es ist geplant zu erfassen, wie sich die Schwerkraft auf Dimorphos im Laufe seiner Umlaufbahn um Didymos verändert.</p>



<p>Sowohl der Juventas als auch der Milani CubeSat haben sich nun ihrem Hera-Mutterschiff angeschlossen, um im ESTEC-Zentrum der ESA in den Niederlanden, der größten Testanlage für Raumfahrzeuge in Europa, getestet zu werden. Das Trio wird in der elektromagnetischen Maxwell-Testkammer untergebracht, um zu überprüfen, ob die Verbindungen zwischen den Satelliten wie geplant funktionieren.</p>


<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13528.msg560727#msg560727" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">HERA (vormals AIDA)</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ESA: 10 Jahre Vorbereitung auf „Armageddon“</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-10-jahre-vorbereitung-auf-armageddon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Feb 2024 22:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein Szenario, das durch den Film &#8222;Armageddon&#8220; von 1998 berühmt wurde: Ein Asteroid wird auf Kollisionskurs mit der Erde gesichtet und Expert*innen versuchen, eine Weltraummission zu starten, um ein Rendezvous mit dem Asteroiden zu ermöglichen und die Gefahr zu abzuwenden. Es ist ein klassischer Science-Fiction-Film, aber wussten Sie, dass es wirklich eine Gruppe [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Es ist ein Szenario, das durch den Film &#8222;Armageddon&#8220; von 1998 berühmt wurde: Ein Asteroid wird auf Kollisionskurs mit der Erde gesichtet und Expert*innen versuchen, eine Weltraummission zu starten, um ein Rendezvous mit dem Asteroiden zu ermöglichen und die Gefahr zu abzuwenden. Es ist ein klassischer Science-Fiction-Film, aber wussten Sie, dass es wirklich eine Gruppe gibt, die dafür verantwortlich ist, eine solche Reaktion vorzuschlagen? Sie hat gerade ihren zehnten Geburtstag gefeiert. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA 13. Februar 2024.</p>



<p>13. Februar 2024 &#8211; Als der <a href="https://www.raumfahrer.net/meteoritenereignis-in-russland/" data-wpel-link="internal">Tscheljabinsk</a>-Asteroid im Februar 2013 über Russlands Uralregion niederging, machte er deutlich, wie angreifbar die Menschheit ist.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TraceofanalienvisitorAlexAlishevskikhCCBYSA20.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Asteroid über Uralregion. (Bild: Alex Alishevskikh CC BY-SA 2.0)" data-rl_caption="" title="Asteroid über Uralregion. (Bild: Alex Alishevskikh CC BY-SA 2.0)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="325" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TraceofanalienvisitorAlexAlishevskikhCCBYSA2060.jpg" alt="Asteroid über Uralregion. (Bild: Alex Alishevskikh CC BY-SA 2.0)" class="wp-image-136935" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TraceofanalienvisitorAlexAlishevskikhCCBYSA2060.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TraceofanalienvisitorAlexAlishevskikhCCBYSA2060-300x163.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Asteroid über Uralregion. (Bild: Alex Alishevskikh CC BY-SA 2.0)</figcaption></figure>



<p>Mit einer Masse von rund 12 000 Tonnen und einer Größe von 19 Metern war der Tscheljabinsk-Asteroid der Zweitgrößte, der im letzten Jahrhundert auf der Erde einschlug. Nach dem Aufprall in der oberen Atmosphäre in einem flachen Winkel und mit hoher Geschwindigkeit zerfiel er und setzte eine Schockwelle frei, bei der mehr als 1500 Menschen verletzt und 7300 Gebäude beschädigt wurden. Viele Menschen wurden auch durch umherfliegende Glassplitter verletzt, als sie aus den Fenstern blickten, um das Geschehen zu beobachten.</p>



<p>Durch eine seltsame Laune des Schicksals schlug der Tscheljabinsk-Asteroid am selben Tag ein, an dem die Arbeitsgruppe für erdnahe Objekte des UN-Ausschusses für die friedliche Nutzung des Weltraums (<a href="https://www.unoosa.org/oosa/en/ourwork/copuos/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">United Nations Committee on Peaceful Uses of Outer Space Working Group on Near-Earth Objects</a>) in Wien zusammentrat, um eine Empfehlung an die Vereinten Nationen zu erarbeiten, wie die Erde vor möglichen Asteroideneinschlägen geschützt werden kann.</p>



<p>Bei diesem Treffen legten die Expert*innen den Grundstein für die Schaffung von zwei internationalen Gremien. Diese sollen eine wirklich globale Reaktion auf das Risiko eines Asteroideneinschlags ermöglichen: das Internationale Asteroidenwarnnetz (International Asteroid Warning Network, <a href="https://iawn.net/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IAWN</a>) und die Beratungsgruppe für Weltraummissionen (Space Mission Planning Advisory Group, <a href="https://www.cosmos.esa.int/web/smpag/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SMPAG</a>).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MitigationAsteroiddeflectionCCBYSA30IGO2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vorbeugung: Asteroidenablenkung. (Grafik: CC BY-SA 3.0 IGO)" data-rl_caption="" title="Vorbeugung: Asteroidenablenkung. (Grafik: CC BY-SA 3.0 IGO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="390" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MitigationAsteroiddeflectionCCBYSA30IGO26.jpg" alt="Vorbeugung: Asteroidenablenkung. (Grafik: CC BY-SA 3.0 IGO)" class="wp-image-136931" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MitigationAsteroiddeflectionCCBYSA30IGO26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MitigationAsteroiddeflectionCCBYSA30IGO26-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Vorbeugung: Asteroidenablenkung. (Grafik: CC BY-SA 3.0 IGO)</figcaption></figure>



<p><strong>Das gleiche Ziel vor Augen</strong><br>SMPAG und IAWN feiern nun ihr zehnjähriges Bestehen. Das erste SMPAG-Treffen fand am 6. und 7. Februar 2014 statt, das erste IAWM-Treffen im Januar desselben Jahres.</p>



<p>IAWN wird von der NASA koordiniert: Es ist eine weltweite Zusammenarbeit von Asteroidenbeobachter*innen, -analyst*innen und -modellier*innen. Wenn ein Asteroid auf Kollisionskurs mit der Erde entdeckt wird, schätzt das IAWN den Zeitpunkt, den Ort und die Schwere des Einschlags ein.</p>



<p>Aufgabe des IAWN ist es, die SMPAG und die nationalen Regierungen unter Einschaltung der Vereinten Nationen zu informieren und Informationen über den Asteroiden bereitzustellen, die für die Planung einer reaktiven Weltraummission und für zivile Katastrophenvorbereitungs- und bekämpfungsstellen benötigt werden.</p>



<p>Die ESA sitzt der SMPAG vor: Sie dient als Forum für die Weltraumorganisationen und koordiniert die weltraumgestützte Reaktion der Erde auf die Gefahr.</p>



<p>Die SMPAG bewertet die Möglichkeit des Einsatzes von Weltraummissionen (in der Regel ohne Ölbohrer) zur Untersuchung, Ablenkung oder Zerstörung eines eintreffenden Asteroiden mit einer Größe von mehr als 50 Metern und einer Einschlagswahrscheinlichkeit von mehr als 1 %. Anschließend berät sie Entscheidungsträger*innen über mögliche Maßnahmen.</p>



<p><strong>Kein Nachlassen beim ESA-Planetenschutz</strong><br>Während des jüngsten 22. Treffens der SMPAG am 31. Januar 2024 war eines der wichtigsten Gesprächsthemen der mögliche Informationsaustausch zwischen Raumfahrtagenturen, die den Asteroiden <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/apophis/" data-wpel-link="internal">Apophis</a> erkunden wollen.</p>



<p>Apophis ist ein großer Asteroid mit einem geschätzten Durchmesser von etwa 350 Metern, der am 13. April 2029 sicher an der Erde vorbeifliegen wird. Er wird unserem Planeten näherkommen als der Ring der Telekommunikations- und Wettervorhersage-Satelliten in der geostationären Umlaufbahn.</p>



<p>Dieser Vorbeiflug bietet die einzigartige Chance, einen so großen Asteroiden mit einer Satellitenmission aus nächster Nähe zu untersuchen, und einige Raumfahrtagenturen beabsichtigen, das Beste daraus zu machen. Die ESA untersucht derzeit zwei Missionskonzepte, die Apophis bei seiner Annäherung an die Erde im Jahr 2029 anfliegen könnten.</p>



<p>Die ESA bereitet derzeit auch den Start der <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/hera/" data-wpel-link="internal">Hera</a>-Mission vor. Im September 2022 demonstrierte die <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/dart/" data-wpel-link="internal">DART</a>-Mission der NASA eine Schlüsselkomponente der Asteroidenablenkung – einen gezielten Einschlag, bei dem eine Raumsonde absichtlich in einen Asteroiden stürzt, um dessen Kurs zu ändern.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FlyeyetelescopeESAABaker2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Flyeye-Teleskop. (Grafik: ESA/A. Baker)" data-rl_caption="" title="Flyeye-Teleskop. (Grafik: ESA/A. Baker)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FlyeyetelescopeESAABaker26.jpg" alt="Flyeye-Teleskop. (Grafik: ESA/A. Baker)" class="wp-image-136929"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Flyeye-Teleskop. (Grafik: ESA/A. Baker)</figcaption></figure>



<p>Hera soll im Oktober 2024 starten, zum Didymos-Asteroidensystem reisen und die Ergebnisse untersuchen. Auf diese Weise wird die Sonde dazu beitragen, das neuartige Experiment in ein wiederholbares Konzept zur Verteidigung unseres Planeten zu verwandeln.</p>



<p>Um einen Asteroiden abzulenken, muss man ihn zunächst entdecken. Das Minor Planet Center (MPC) katalogisiert derzeit über 34.000 bekannte erdnahe Asteroiden, und das Near-Earth Object Coordination Centre (NEO-CC) der ESA hat sie genau im Blick.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NEOMIRasteroidspotterESAPierreCarril.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="NEOMIR - Asteroidendetektiv in der Umlaufbahn. (Grafik: ESA / Pierre Carril)" data-rl_caption="" title="NEOMIR - Asteroidendetektiv in der Umlaufbahn. (Grafik: ESA / Pierre Carril)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NEOMIRasteroidspotterESAPierreCarril26.jpg" alt="NEOMIR - Asteroidendetektiv in der Umlaufbahn. (Grafik: ESA / Pierre Carril)" class="wp-image-136933"/></a><figcaption class="wp-element-caption">NEOMIR &#8211; Asteroidendetektiv in der Umlaufbahn. (Grafik: ESA / Pierre Carril)</figcaption></figure>



<p>Zwei Test-Bed-Teleskope der ESA und das zukünftige <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Flyeye" data-wpel-link="internal">Flyeye</a>-Teleskop sind Teil eines künftigen automatisierten Netzwerks, das auf der Jagd nach neuen, potenziell gefährlichen Weltraumobjekten jeden Abend kontinuierlich den gesamten Himmel abtasten wird. Alles, was dieses Netzwerk findet, wird von Menschen überprüft, bevor es dem Minor Planet Center vorgelegt wird, um weitere Beobachtungen einzuleiten.</p>



<p>Aber selbst dieses Netzwerk wird nicht in der Lage sein, die Asteroiden zu entdecken, die auf die Erde zusteuern, während sie sich im grellen Licht der Sonne verstecken. Das von der ESA vorgeschlagene weltraumgestützte NEOMIR-Teleskop wird sich außerhalb der verzerrenden Erdatmosphäre befinden und sich daher auf Infrarotlicht statt auf sichtbares Licht stützen können. Durch Beobachtungen im Infrarotbereich wird NEOMIR die von den Asteroiden selbst abgestrahlte Wärme erkennen, die nicht vom Sonnenlicht überstrahlt wird.</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=668.msg558807#msg558807" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroidenabwehr</a></li>
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		<title>Tyvak International schließt Test Readiness Review des Milani-Nanosatelliten ab</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tyvak-international-schliesst-test-readiness-review-des-milani-nanosatelliten-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Dec 2023 17:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der von Tyvak International, dem internationalen Zweig von Terran Orbital, entwickelte Nanosatellit wird die Hera-Mission der Europäischen Weltraumorganisation unterstützen. Eine Pressemitteilung von Terran Orbital. Quelle: Terran Orbital 15. Dezember 2023 via Business Wire. 15. Dezember 2023 – Turin, Italien –(BUSINESS WIRE)– Tyvak International, europäischer Marktführer für kleine Satellitenlösungen, gab heute gemeinsam mit seinen Projektpartnern den [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der von Tyvak International, dem internationalen Zweig von Terran Orbital, entwickelte Nanosatellit wird die Hera-Mission der Europäischen Weltraumorganisation unterstützen. Eine Pressemitteilung von Terran Orbital.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Terran Orbital 15. Dezember 2023 via Business Wire.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/milaniasteroidv3TerranOrbitalCorporation.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Milani im Einsatz - künstlerische Darstellung. (Bild: Terran Orbital Corporation)" data-rl_caption="" title="Milani im Einsatz - künstlerische Darstellung. (Bild: Terran Orbital Corporation)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/milaniasteroidv3TerranOrbitalCorporation26.jpg" alt="Milani im Einsatz - künstlerische Darstellung. (Bild: Terran Orbital Corporation)" class="wp-image-134941" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/milaniasteroidv3TerranOrbitalCorporation26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/milaniasteroidv3TerranOrbitalCorporation26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/milaniasteroidv3TerranOrbitalCorporation26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/milaniasteroidv3TerranOrbitalCorporation26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Milani im Einsatz &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: Terran Orbital Corporation)</figcaption></figure>



<p>15. Dezember 2023 – Turin, Italien –(BUSINESS WIRE)– Tyvak International, europäischer Marktführer für kleine Satellitenlösungen, gab heute gemeinsam mit seinen Projektpartnern den erfolgreichen Abschluss der Test Readiness Review für den Milani-Satelliten bekannt. Milani ist ein wichtiger Bestandteil der Hera-Mission zur Planetenverteidigung und wird der erste Weltraum-Nanosatellit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) sein. Außerdem wird Milani der erste Nanosatellit sein, der jemals einen Asteroiden umkreist hat. Tyvak International ist für den Entwurf, den Bau und den Betrieb des Milani-Satelliten verantwortlich. Bei dieser Mission wird Tyvak International von einem exzellenten Konsortium aus europäischen Unternehmen und Forschungszentren aus Finnland, der Tschechischen Republik und Italien unterstützt.</p>



<p>Als Teil des weltweit ersten Tests zur Ablenkung von Asteroiden nach dem gelungenen Einschlag der NASA-Raumsonde DART auf dem Asteroiden Dimorphos wird Hera eine detaillierte Untersuchung nach dem Einschlag durchführen, um aus dem Experiment eine gut erforschte und wiederholbare Technik zur Verteidigung des Planeten zu machen. Zur Erreichung der gesteckten Ziele wird Hera neue Technologien einsetzen, von der autonomen Navigation um einen Asteroiden bis hin zu Operationen in der Nähe der Schwerelosigkeit. Hera wird die erste Sonde der Menschheit sein, die auf ein binäres Asteroidensystem trifft, und Europas Flaggschiff unter den Planetary Defendern, den Verteidigern des Planeten.</p>



<p>Milani, der nach Professor Andrea Milani benannt wurde, dem Pionier auf dem Gebiet der Risikoanalyse von Asteroiden und dem Erfinder des ursprünglichen Konzepts der Doppelraumsonde Don Quijote, von dem die DART-Hera-Missionen abgeleitet wurden, ist ein begleitender Nanosatellit von Hera, der vom Mutterschiff auf dem Weg zu Didymos transportiert und schließlich in dessen Nähe ausgesetzt wird. Die Instrumente des Milani-Satelliten sind der ASPECT Hyperspectral Imager (von VTT, Finnland), der VISTA (Volatile In-Situ Thermogravimetre Analyser) Staubdetektor und die von Tyvak International in Zusammenarbeit mit dem Politecnico di Milano entwickelte Navigationskamera für Bildverarbeitungsalgorithmen. Außerdem werden Laserreflektoren (von INFN, Italien) in Verbindung mit dem Laserentfernungsmesser von Hera noch nie dagewesene Messungen des Schwerefelds des Asteroiden ermöglichen.<br>Tyvak International ist Teil der Terran Orbital Corporation (NYSE: LLAP) („Terran Orbital“ oder das „Unternehmen“), einem Weltmarktführer für satellitengestützte Lösungen, der in erster Linie die Luft- und Raumfahrt- sowie die Verteidigungsindustrie bedient. „Terran Orbital ist stolz auf Tyvak Internationals erfolgreiches Bestehen der Test Readiness Review“, so Marc Bell, Mitbegründer, Chairman und Chief Executive Officer von Terran Orbital. „Wir fühlen uns geehrt durch das Vertrauen, das die ESA in Tyvak International setzt, und wir freuen uns darauf, auch in Zukunft hochmoderne Satellitenlösungen für Missionen wie die Hera Mission zu entwickeln, zu bauen, bereitzustellen und zu betreiben.“</p>



<p>„Wir waren immer stolz darauf, Teil einer solch anspruchsvollen Mission zu sein, und die Test Readiness Review ist ein entscheidender Meilenstein für das Programm“, erklärte Margherita Cardi, VP of Programs bei Tyvak International und Milani Program Manager. „Wir haben den Satelliten in den letzten Monaten zusammengebaut und gesehen, wie er Tag für Tag weiter Gestalt annahm. Das war eine sehr aufregende und emotionale Phase für mich und das gesamte Team.“</p>



<p>„Die vollständige Integration der Milani-Raumsonde zu bewundern, löst viele Emotionen aus und entschädigt für Zehntausende von Stunden modernster Ingenieursarbeit“, so Ian Carnelli, ESA Hera Project Manager. „Tyvak International hat ein beispielloses Engagement an den Tag gelegt, um den Entwurf dieses Projekts in die Realität umzusetzen. Wir können es kaum erwarten, die Umwelttestkampagne abzuschließen und die Tests mit dem Hera-Raumschiff zu beginnen. Ein weiterer Schritt in Richtung Didymos.“</p>



<p>Der nächste große Schritt für den Milani-Satelliten wird die Durchführung der Umwelttestkampagne im Laboratorio di Qualifica Spaziale des CIRA (Centro Italiano Ricerche Aerospaziali, Capua, Italien) sein, wonach er für die letzten Tests und Verifizierungen zu Tyvak zurückkehren wird. Anfang 2024 wird Milani an die ESA ausgeliefert, um die Hera-Testkampagne zur elektromagnetischen Kompatibilität und umfangreiche Systemvalidierungstests (SVTs) zu unterstützen, die auch das Bodensegment der Mission einschließen.</p>



<p><strong>Über Tyvak International</strong><br>Tyvak International, eine Terran Orbital Corporation, gehört zu den führenden europäischen Anbietern von Nano- und Mikrosatelliten und hat seinen Sitz in Turin, Italien. Als Vorreiter in der Miniaturisierung und Spezialist in der Ausführung und Bereitstellung ist Tyvak International der Hauptvertragspartner der Europäischen Weltraumorganisation für die Milani-Mission und koordiniert ein aus 12 Einrichtungen, Universitäten, Forschungszentren und Unternehmen in Italien und ganz Europa bestehendes Team. Erfahren Sie mehr unter <a href="https://tyvak.eu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.tyvak.eu</a>.</p>



<p><strong>Über Terran Orbital</strong><br>Terran Orbital ist ein führender Hersteller von Satellitenprodukten, die in erster Linie für die Luft- und Raumfahrt- sowie die Verteidigungsindustrie entwickelt werden. Terran Orbital bietet durch die Kombination von Satellitendesign, Satellitenproduktion, Startplanung, Missionsbetrieb und On-Orbit-Support End-to-End-Satellitenlösungen an, die die Anforderungen der anspruchsvollsten militärischen, zivilen und kommerziellen Kunden erfüllen. Erfahren Sie mehr unter <a href="https://terranorbital.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.terranorbital.com</a>.</p>



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		<title>Die Weltraum-Highlights 2023 und Future Missions 2024</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-weltraum-highlights-2023-und-future-missions-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2023 17:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2023 neigt sich dem Ende zu, und darum blickt die neue Folge des Magazins ʺSpace Night scienceʺ auf die diesjährigen Highlights und zeigt, welche spannenden Weltraum-Missionen uns im nächsten Jahr erwarten – etwa zu einem rätselhaften Marsmond oder die astronautische Rückkehr zu unserem Mond: am Sonntag, 3. Dezember 2023, um 19.00 Uhr in ARD alpha [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">2023 neigt sich dem Ende zu, und darum blickt die neue Folge des Magazins ʺSpace Night scienceʺ auf die diesjährigen Highlights und zeigt, welche spannenden Weltraum-Missionen uns im nächsten Jahr erwarten – etwa zu einem rätselhaften Marsmond oder die astronautische Rückkehr zu unserem Mond: am Sonntag, 3. Dezember 2023, um 19.00 Uhr in ARD alpha und schon ab Samstag, 2. Dezember 2023, auf <a href="https://www.ardalpha.de/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ardalpha.de</a> und in der <a href="https://www.ardmediathek.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ARD Mediathek</a>. Eine Programminformation des Bayerischen Rundfunks.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Bayerischer Rundfunk 28. November 2023.</p>



<p>Das <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Webb" data-wpel-link="internal">James-Webb-Weltraumteleskop</a> hat uns 2023 erneut atemberaubende Aufnahmen beschert. Für ungeplanten Nervenkitzel hat die JUICE-Mission der ESA gesorgt: Auf ihren Traumstart im April folgte ein zwischenzeitlicher Rückschlag, als sich eine wichtige Radarantenne zunächst nicht ausklappen ließ. Doch wenn ab jetzt alles nach Plan verläuft, wird die Sonde 2031 die Jupiter-Monde erreichen und hoffentlich herausfinden, ob in den Ozeanen unter den Eisoberflächen der Monde lebensfreundliche Bedingungen herrschen. ʺSpace Night scienceʺ zeigt auch, welche weiteren heißen Kandidaten es für die Suche nach Spuren außerirdischen Lebens gibt. Eine ganz andere, aber nicht minder große Aufgabe hat die im Juli gestartete ESA-Mission Euclid. Sie soll helfen, die beiden rätselhaftesten Phänomene des Kosmos besser zu verstehen: Dunkle Energie und Dunkle Materie.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/phobospia10368NASAJPLCaltechUniversityofArizona.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Marsmond Phobos. (Bild: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona)" data-rl_caption="" title="Marsmond Phobos. (Bild: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="375" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/phobospia10368NASAJPLCaltechUniversityofArizona600.jpg" alt="Marsmond Phobos. (Bild: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona)" class="wp-image-134021" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/phobospia10368NASAJPLCaltechUniversityofArizona600.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/phobospia10368NASAJPLCaltechUniversityofArizona600-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Marsmond Phobos. (Bild: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona)</figcaption></figure>



<p>Auch 2024 bleibt es spannend im Weltall: Die JAXA-Mission ʺ<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=MMX" data-wpel-link="internal">Martian Moons eXploration</a>ʺ will das Rätsel um die Marsmonde Deimos und Phobos lösen und wird dazu erstmals einen deutsch-französischen Rover auf Phobos absetzen und sogar Bodenproben sammeln. Die ESA-Mission <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/hera/" data-wpel-link="internal">Hera</a> wiederum wird die Folgen des Einschlags der DART-Sonde auf dem Asteroiden Dimorphos im Jahr 2022 genau analysieren, um unsere Möglichkeiten der Asteroiden-Abwehr zu verbessern. Und gleich mehrere Missionen wollen zum Mond: Der Rover VIPER wird dort nach Wassereis suchen, und mit Artemis 2 soll die erste astronautische Mondmission seit Apollo 17 im Jahr 1972 erfolgen.</p>



<p><strong>Zum Magazin ʺSpace Night scienceʺ:</strong><br>Was gibt es Neues aus dem Universum? Welche Auswirkungen haben die Ergebnisse der Weltraumforschung auf die Zukunft der Menschheit? Im Magazin ʺSpace Night scienceʺ in ARD alpha präsentiert die Astrophysikerin und Wissenschaftsjournalistin Dr. Sibylle Anderl jeden ersten Sonntag im Monat um 19.00 Uhr spannende Fakten und Neuigkeiten aus unserem Sonnensystem, der Milchstraße oder fernen Galaxien. Die Folgen stehen 24 Monate in der ARD Mediathek zur Verfügung.</p>



<p><strong>Space Night science – Weitere Sendetermine:</strong><br>Sonntag, 4. Februar 2024, 19.00 Uhr<br>Sonntag, 3. März 2024, 19.00 Uhr</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4915.msg556545#msg556545" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">TV-Vorschau</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>OHB: Hera absolviert erfolgreich mechanische Umwelttests</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ohb-hera-absolviert-erfolgreich-mechanische-umwelttests/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Nov 2023 21:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Startfenster für Asteroidensonde öffnet sich am 7. Oktober 2024. Eine Kurzmitteilung der OHB SE Bremen. Quelle: OHB SE 6. November 2023. Bremen, 6. November 2023. Bestanden! Die Asteroidensonde Hera, deren Entwicklung von OHB als Hauptauftragnehmer geführt wird, hat in der Testkammer des European Space Research and Technology Centre (ESTEC) der ESA in Noordwijk den ersten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ohb-hera-absolviert-erfolgreich-mechanische-umwelttests/" data-wpel-link="internal">OHB: Hera absolviert erfolgreich mechanische Umwelttests</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Startfenster für Asteroidensonde öffnet sich am 7. Oktober 2024. Eine Kurzmitteilung der OHB SE Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: OHB SE 6. November 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Hera_asteroid_mission_on_show_ESA-SBlair_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Hera bei ESAs Open Days im ESTEC 2023. (Bild: ESA-S. Blair)" data-rl_caption="" title="Hera bei ESAs Open Days im ESTEC 2023. (Bild: ESA-S. Blair)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Hera_asteroid_mission_on_show_ESA-SBlair_26.jpg" alt="Hera bei ESAs Open Days im ESTEC 2023. (Bild: ESA-S. Blair)" class="wp-image-133263"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Hera bei ESAs Open Days im ESTEC 2023. (Bild: ESA-S. Blair)</figcaption></figure>



<p>Bremen, 6. November 2023. Bestanden! Die Asteroidensonde Hera, deren Entwicklung von OHB als Hauptauftragnehmer geführt wird, hat in der Testkammer des European Space Research and Technology Centre (ESTEC) der ESA in Noordwijk den ersten Teil der Umwelttestkampagne erfolgreich absolviert. Bei den mechanischen Umwelttests wurden die beim Raketenstart wirkenden Kräfte – Vibration und Schalldruck – nachgestellt und der Satellit ordentlich durchgeschüttelt. Das OHB-Projektteam ist damit bestens im Zeitplan – was bei dieser Mission von hoher Bedeutung ist: Für die Entwicklung, Bau, Test sowie Startkampagne hat das Team gerade einmal vier Jahre Zeit.</p>



<p>Jetzt gehen die Testaktivitäten für Hera bei ESTEC weiter, die Vorbereitungen für den Thermalvakuumtest laufen auf Hochtouren. Nach erfolgreichem Abschluss der Kampagne wird Hera zum Startplatz Cape Canaveral in Florida gebracht. Das knapp dreiwöchige Startfenster der Mission wird sich am 7. Oktober 2024 öffnen. Dann wird sich Hera mit einer Falcon-9 auf den Weg zum Doppelasteroiden Didymos/Dimorphos machen.</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13528.msg555564#msg555564" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">HERA (vormals AIDA)</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>OHB feiert Meilenstein</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ohb-feiert-meilenstein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Aug 2023 11:57:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[OHB SE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mating für Asteroidensonde Hera erfolgreich absolviert. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen. Quelle: OHB SE 24. August 2023. Bremen, 24. August 2023. Check! Der Raumfahrtkonzern OHB feiert einen wichtigen Meilenstein für die Asteroidenmission Hera: Das Mating von Plattform und Antriebsmodul ist erfolgreich absolviert worden. Jetzt geht es an die letzten Arbeiten und Transportvorbereitungen, ehe sich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ohb-feiert-meilenstein/" data-wpel-link="internal">OHB feiert Meilenstein</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mating für Asteroidensonde Hera erfolgreich absolviert. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: OHB SE 24. August 2023.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HERAmatingOHB.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Passt! Für das Mating wurde das Plattformmodul mit einem Kran über das Antriebsmodul gehoben und dann Stück für Stück langsam abgesenkt. (Bild: OHB)" data-rl_caption="" title="Passt! Für das Mating wurde das Plattformmodul mit einem Kran über das Antriebsmodul gehoben und dann Stück für Stück langsam abgesenkt. (Bild: OHB)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HERAmatingOHB60.jpg" alt="Passt! Für das Mating wurde das Plattformmodul mit einem Kran über das Antriebsmodul gehoben und dann Stück für Stück langsam abgesenkt. (Bild: OHB)" class="wp-image-130323" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HERAmatingOHB60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HERAmatingOHB60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">
Passt! Für das Mating wurde das Plattformmodul mit einem Kran über das Antriebsmodul gehoben und dann Stück für Stück langsam abgesenkt. (Bild: OHB)</figcaption></figure>



<p>Bremen, 24. August 2023. Check! Der Raumfahrtkonzern OHB feiert einen wichtigen Meilenstein für die Asteroidenmission Hera: Das Mating von Plattform und Antriebsmodul ist erfolgreich absolviert worden. Jetzt geht es an die letzten Arbeiten und Transportvorbereitungen, ehe sich das Hera Spacecraft Ende August vom OHB-Standort in Bremen aus auf die Reise zum European Space Research and Technology Centre (ESTEC) nach Noordwijk macht. Dort startet dann die Testkampagne. Die ESA-Mission hat einen sehr straffen Zeitplan, da für Entwicklung, Bau, Test- sowie die Startkampagne gerade einmal vier Jahre zur Verfügung stehen.</p>



<p>„Das Mating, also die Zusammenführung von Satellitenplattform und Antriebsmodul, ist immer eine Herausforderung, da dabei Millimeterarbeit gefragt ist. Das Plattformmodul wurde dazu mit einem Kran über das Antriebsmodul gehoben und dann Stück für Stück langsam abgesenkt, so dass beide Module schließlich miteinander genau abschlossen“, erklärt Dr. Stefan Voegt, Hera-Projektleiter bei OHB.</p>



<p>Für das Projektteam steht als nächste Herausforderung die rund siebenmonatige Testkampagne an. Nach erfolgreichem Abschluss der Umwelttests wird Hera zum Startplatz Cape Canaveral in Florida gebracht. Das knapp dreiwöchige Startfenster der Mission wird sich am 7. Oktober 2024 öffnen. Dann wird sich Hera mit einer Falcon-9 auf den Weg zum Doppelasteroiden Didymos/Dimorphos machen.</p>



<p>Hera ist der zweite Teil der gemeinsam von der NASA und der ESA durchgeführten Mission AIDA (Asteroid Impact and Deflection Assessment) deren erster Teil DART (Double Asteroid Redirection Test) bereits einen Impact auf Didymos/Dimorphos durchgeführt hat. Der zweite Teil ist die europäische Sonde Hera, deren Entwicklung von OHB als Hauptauftragnehmer geführt wird. Nach zweijährigem Flug wird die Sonde voraussichtlich am 16. Oktober 2026 am Didymos-System ankommen und eine genaue Untersuchung der Einschlagstelle und der Eigenschaften von Dimorphos durchführen. Dazu führt Hera neben den eigenen Instrumenten noch zwei Minisatelliten mit, die sich nach Ankunft am Didymos-System von der Sonde lösen und unabhängig Experimente durchführen. Erst diese von Hera bereitgestellten Daten erlauben eine umfassende Interpretation der Auswirkungen des Einschlags von DART und damit eine Beurteilung der grundsätzlichen Wirksamkeit der angewendeten Methodik zur Asteroidenabwehr.</p>



<p><strong>Video zum Hera Mating</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Hera mission: Asteroid probe Hera mating successfully completed" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/P6Ki5q2cZT4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>(Video: OHB SE)</em></figcaption></figure>



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		<title>OHB-Team arbeitet unter Hochdruck am nächsten Meilenstein für die Asteroidensonde Hera</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ohb-team-arbeitet-unter-hochdruck-am-naechsten-meilenstein-fuer-die-asteroidensonde-hera/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jun 2023 07:13:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Start zum Doppelasteroiden Didymos/Dimorphos bereits für Oktober 2024 geplant. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen. Quelle: OHB SE 12. Juni 2023. Bremen, 12. Juni 2023. Arbeiten unter Hochdruck ist für das OHB-Team rund um die Asteroidensonde Hera der ganz normale Alltag. Eine im Flur des Hera-Teams angebrachte Uhr mit Countdown verdeutlicht jeden Tag, dass der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Start zum Doppelasteroiden Didymos/Dimorphos bereits für Oktober 2024 geplant. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: OHB SE 12. Juni 2023.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/heravormatingohb1k9.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Core Module (vorn) und das Propulsion Module (hinten) im Bremer Reinraum von OHB. Beide Module werden beim Mating miteinander vereint. (Bild: OHB)" data-rl_caption="" title="Das Core Module (vorn) und das Propulsion Module (hinten) im Bremer Reinraum von OHB. Beide Module werden beim Mating miteinander vereint. (Bild: OHB)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/heravormatingohb60.jpg" alt="Das Core Module (vorn) und das Propulsion Module (hinten) im Bremer Reinraum von OHB. Beide Module werden beim Mating miteinander vereint. (Bild: OHB)" class="wp-image-127850" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/heravormatingohb60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/heravormatingohb60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/heravormatingohb60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Core Module (vorn) und das Propulsion Module (hinten) im Bremer Reinraum von OHB. Beide Module werden beim Mating miteinander vereint. (Bild: OHB)</figcaption></figure>



<p>Bremen, 12. Juni 2023. Arbeiten unter Hochdruck ist für das OHB-Team rund um die Asteroidensonde Hera der ganz normale Alltag. Eine im Flur des Hera-Teams angebrachte Uhr mit Countdown verdeutlicht jeden Tag, dass der Zeitplan eng ist. Doch davon lässt sich das Team nicht aus der Ruhe bringen. Jetzt steht der nächste Meilenstein an, bei dem viele ruhige Hände gebraucht werden: Im Juli steht das Mating auf dem Programm, bei dem die Hera-Plattform mit dem Antriebsmodul vereinigt wird. Projektleiter Dr. Stefan Voegt würde den Countdown sicher manchmal gerne zurückdrehen: „Das Projekt mit einem Startfenster im Oktober 2024 war von Anfang an recht sportlich, denn es lässt uns gerade einmal vier Jahre Zeit für Entwicklung, Bau, Test sowie die Startkampagne. Gut, dass wir ein super Team sind, das es schafft, den Zeitplan halten zu können. In den vergangenen 10 bis 15 Jahren haben wir im Satellitenbau enorm viel Erfahrung aufgebaut, unter anderem was Planung und Umsetzung angeht. Von diesem Know-how unserer Belegschaft profitieren wir nun in Hera.“</p>



<p>Hera ist der zweite Teil der gemeinsam von der NASA und der Europäischen Weltraumorganisation ESA durchgeführten Mission AIDA (Asteroid Impact and Deflection Assessment) deren erster Teil DART (Double Asteroid Redirection Test) bereits einen Impact auf Didymos/Dimorphos durchgeführt hat. Der zweite Teil ist die europäische Sonde Hera, deren Entwicklung von OHB als Hauptauftragnehmer geführt wird. Hera soll die genauen Auswirkungen des Einschlags von DART analysieren.</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13528.msg550384#msg550384" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">HERA (bisher AIDA)</a></li>
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		<title>Minister unterstützen kühne Ambitionen der ESA für die Raumfahrt mit historischem Mittelanstieg um 17%</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/minister-unterstuetzen-kuehne-ambitionen-der-esa-fuer-die-raumfahrt-mit-historischem-mittelanstieg-um-17/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2022 21:28:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem heutigen Beschluss, den Haushalt der ESA gegenüber der letzten Ministerratstagung 2019 um 17% zu erhöhen, stärkt Europa seine Eigenständigkeit, Führungsrolle und Nachhaltigkeit in der Raumfahrt. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA 23. November 2022. Auf der am 22. und 23. November in Paris abgehaltenen ESA-Ratstagung auf Ministerebene haben die Minister der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nach dem heutigen Beschluss, den Haushalt der ESA gegenüber der letzten Ministerratstagung 2019 um 17% zu erhöhen, stärkt Europa seine Eigenständigkeit, Führungsrolle und Nachhaltigkeit in der Raumfahrt. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA 23. November 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CM22PortraitofMinistersESASCorvaja2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="CM22 - Portrait der Minister. (Foto: ESA - S. Corvaja)" data-rl_caption="" title="CM22 - Portrait der Minister. (Foto: ESA - S. Corvaja)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CM22PortraitofMinistersESASCorvaja60.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">CM22 &#8211; Portrait der Minister. (Foto: ESA &#8211; S. Corvaja)</figcaption></figure>



<p>Auf der am 22. und 23. November in Paris abgehaltenen ESA-Ratstagung auf Ministerebene haben die Minister der ESA-Mitgliedstaaten, der assoziierten Mitglieder und der kooperierenden Staaten gemeinsam die Stärkung der Ambitionen Europas in der Raumfahrt beschlossen, wodurch kontinuierliche gemeinschaftliche Anstrengungen im Dienste der europäischen Bürger gewährleistet werden.</p>



<p>Die Minister bestätigten, dass ein eigenständiger Zugang Europas zum Weltraum unerlässlich ist, um den Nutzen der Raumfahrt für das Leben auf der Erde – einschließlich der Überwachung und Eindämmung des Klimawandels, sicherer Kommunikation und Navigation unter europäischer Kontrolle und rascher und resilienter Krisenbewältigung – sicherzustellen.</p>



<p>Mit seinem Engagement für die künftige Weltraumexploration hat sich Europa zudem verpflichtet, das wissenschaftliche Verständnis zu erweitern, sein Potenzial auszuschöpfen und seine Fähigkeiten über Generationen hinweg zu erhalten. Die ESA setzt sich für die Gewährleistung der Sicherheit grundlegender weltraumgestützter Dienste und eines verantwortungsvollen Managements der Erdumlaufbahn ein.</p>



<p>ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher: „In wirtschaftlichen Krisenzeiten ist es wichtig, mit Bedacht in Branchen zu investieren, die Arbeitsplätze und Wohlstand in Europa schaffen. Mit diesen Investitionen bauen wir ein Europa auf, dessen Raumfahrtagenda seine politische und künftige wirtschaftliche Stärke widerspiegelt. Wir fördern die Raumfahrt in Europa und läuten eine neue, von Ambitionen, Entschlossenheit, Stärke und Stolz geprägte Ära ein. Klima und Nachhaltigkeit sind hierbei auch weiterhin die höchste Priorität der ESA, unsere Wissenschaft und Exploration werden die nächste Generation inspirieren, und wir werden einen Ort schaffen, an dem europäische Raumfahrtunternehmen gedeihen.&#8220;</p>



<p>Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, erklärte als Vorsitzender des ESA-Rates auf Ministerebene: „Auf der heutigen ESA-Ratstagung auf Ministerebene haben wir gemeinsam mit allen Ministern der ESA-Mitgliedstaaten eine weitere Etappe zur Stärkung der europäischen Weltrauminfrastruktur erreicht, auf die sich alle Bürger täglich stützen und die von Klimaüberwachungssatelliten über Navigation bis zu Telekommunikation reicht.</p>



<p>Zudem haben wir eine Reihe wichtiger Vorhaben genehmigt, die unsere Umlaufbahnen schützen, junge Menschen inspirieren, kleinen und großen Unternehmen Erfolgschancen in Europa bieten und unseren Ruf als Hightech-Region, die für Talente attraktiv ist, weiter stärken. Durch gemeinsames Handeln können wir insbesondere in schwierigen Zeiten sicherstellen, dass Europa in Wissenschaft, Technologie und Nachhaltigkeit auch weiterhin führend bleibt.&#8220;</p>



<p><strong>Klimapolitik bleibt hohe Priorität der ESA-Mitgliedstaaten</strong><br>Die Minister kamen überein, dem Erdbeobachtungsprogramm der ESA 2,7 Mrd. Euro zuzuweisen. Dies umfasst Mittel für das weltweit führende Geowissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsprogramm der ESA, FutureEO, in dessen Rahmen Innovationen genutzt und bahnbrechende Missionen entwickelt sowie innovative Wege für den Einsatz von Erdbeobachtungsdaten gefördert werden.</p>



<p>Dabei haben sie sich zu Folgendem verpflichtet: dem weiteren Ausbau der Kontinuität der Weltraumkomponente des <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/copernicus/" data-wpel-link="internal">Copernicus</a>-Programms auf der Grundlage neu ermittelten Bedarfs, der operationellen Mission „Aeolus-2&#8243; zur Messung der globalen Windgeschwindigkeiten und Verbesserung der Wettervorhersage, der verstärkten Überwachung neuer essenzieller Klimavariablen und der Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen, der Initiative „InCubed-2&#8243; zur Unterstützung der Kommerzialisierung in der Erdbeobachtungsindustrie, der Entwicklung eines digitalen Zwillings der Erde unter Nutzung von Hochleistungs- und Cloud-Computing oder künstlicher Intelligenz, der weiteren Entwicklung der Mission „TRUTHS&#8220;, mit der die gegenseitige Kalibrierung von Daten verschiedener Klimamissionen, die kritischen Modellen zugrunde liegen, sichergestellt wird, der Ausweitung der von Dritten finanzierten Erdbeobachtungsmissionen und der Sicherung grundlegender langfristiger Klimadaten.</p>



<p>Sie gaben grünes Licht für zwei ehrgeizige Missionen: die nächste ESA-Erdforschungsmission „<a href="https://www.raumfahrer.net/esa-waehlt-harmony-als-zehnte-earth-explorer-mission-aus/" data-wpel-link="internal">Harmony</a>&#8222;, die die Bereitstellung innovativer Daten zur Beantwortung kritischer Fragen im Zusammenhang mit Meeres-, Eis- und Landveränderungen verspricht, die sich unmittelbar auf die Risikoüberwachung, Wasser- und Energieressourcen, die Ernährungssicherheit und den Klimawandel auswirken, sowie die Gravitationsmission „MAGIC&#8220; zur Beobachtung des Wasservolumens in Ozeanen, Eisschichten und Gletschern für ein besseres Verständnis der Veränderungen des Meeresspiegels sowie die Verbesserung des Wassermanagements.</p>



<p><strong>Wissenschaft festigt weltweite Führungsrolle</strong><br>Mit einem Haushalt von 3,2 Mrd. Euro für das Wissenschaftliche Programm führt die ESA die Missionen ihres Programms „Kosmische Vision&#8220; durch und bereitet zugleich das neue Weltraumwissenschaftsprogramm „Voyage 2050&#8243; vor, das die Vision der ESA auf dem Gebiet der Wissenschaft im Zeitraum 2035–2050 definiert. Die Mitgliedstaaten bestätigten die weltweit führende Rolle des Wissenschaftlichen Programms, räumten jedoch ein, dass die schwierige Wirtschaftslage das Potenzial für umfangreiche Mittelerhöhungen untergräbt.</p>



<p>Mit „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=JUICE" data-wpel-link="internal">JUICE</a>&#8220; und „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Euclid" data-wpel-link="internal">Euclid</a>&#8220; sind zwei ehrgeizige Missionen, die Europas Führungsrolle und Zusammenarbeit verkörpern, im Jahr 2023 pünktlich zum Start bereit. „JUICE&#8220; wird Jupiter und seine ozeanhaltigen Eismonde erforschen und untersuchen, wo sonst im Sonnensystem Leben entstanden sein könnte. Mit „Euclid&#8220; wird ein Großteil des Universums kartiert, wobei Milliarden von Galaxien in über 10 Milliarden Jahren kosmischer Zeit beobachtet werden, um die Geheimnisse der rätselhaften Dunkelmaterie und dunklen Energie zu entschlüsseln, die zusammen 95 % des Universums ausmachen.</p>



<p>Mit den bereitgestellten Finanzmitteln wird die Entwicklung der weltweit führenden ESA-Missionen „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Plato" data-wpel-link="internal">Plato</a>&#8220; und „<a href="https://www.raumfahrer.net/startschuss-fuer-weltraumteleskop-ariel/" data-wpel-link="internal">Ariel</a>&#8220; zur Untersuchung extrasolarer Planeten fortgesetzt, die 2026 bzw. 2029 gestartet werden sollen. Im Rahmen von „Ariel&#8220; wird die neue schnelle ESA-Mission „<a href="https://www.raumfahrer.net/vertrag-fuer-comet-interceptor-studie/" data-wpel-link="internal">Comet Interceptor</a>&#8220; gestartet, die drei Raumfahrzeuge umfasst und als erste Mission überhaupt zu einem völlig unberührten Kometen – einem interstellaren Gegenstand, dessen Reise in das innere Sonnensystem gerade erst begonnen hat – aufbrechen wird.</p>



<p><strong>Stärkung des Explorationsprogramms der ESA und Bestätigung des Rovers „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Rosalind+Franklin" data-wpel-link="internal">Rosalind Franklin</a>&#8222;</strong><br>Die Exploration des Weltraums bietet eine einzigartige Kombination aus bahnbrechender Wissenschaft, technologischer Innovation und Inspiration für die nächste Generation. Die Minister genehmigten 2,7 Mrd. Euro für die nächste Phase des neuen Weltraumexplorationsprogramms der ESA, „Terrae Novae&#8220;, das sich auf die drei Ziele niedrige Erdumlaufbahn, Mond und Mars konzentriert. „Terrae Novae&#8220; stellt den Beginn von Europas Reise in das Sonnensystem mit Robotern als Wegbereiter und Kundschafter dar.</p>



<p>Die Minister beschlossen ferner, die europäische Beteiligung an der Internationalen Raumstation bis 2030 zu verlängern, wodurch ESA-Astronauten auch weiterhin die Möglichkeit haben, an Bord des europäischen Forschungslabors Columbus in der Erdumlaufbahn zu arbeiten.</p>



<p>Das nächste Ziel ist der Mond, wobei mit Europas großem Logistiklandegerät „Argonaut&#8220; als wichtigstem neuen genehmigten Bestandteil in den 2030er Jahren regelmäßig wissenschaftliche Nutzlasten und Fracht zum Mond transportiert werden können. Die Minister kamen zudem überein, die Arbeiten am nächsten Los europäischer Versorgungsmodule einzuleiten. Mit diesen Bestandteilen wird Europas wesentliche Rolle beim Artemis-Programm gestärkt, wobei auch Flüge von drei ESA-Astronauten zum <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Lunar+Gateway" data-wpel-link="internal">Lunar Gateway</a> vorgesehen sind, und die Exploration der Mondoberfläche gefördert, wodurch die Möglichkeit für einen ESA-Astronauten eröffnet wird, einen Fuß auf die Mondoberfläche zu setzen. Die ESA wird die Arbeiten an ihren Bestandteilen für das Gateway fortsetzen und auch die Entwicklung internationaler Monddienste mit dem Satelliten „Lunar Pathfinder&#8220; weiter unterstützen.</p>



<p>Mit Blick auf die Exploration des Mars und intensiver Unterstützung der Wissenschaftskreise wurde der Beschluss gefasst, ein europäisches Landegerät zu bauen, mit dem der Rover „Rosalind Franklin&#8220; auf die Marsoberfläche gebracht werden soll, um zu untersuchen, ob in den alten Seen des Roten Planeten Spuren von Leben zu finden sind.</p>



<p>Für die Zusammenarbeit der ESA mit der NASA bei der Rückführung von Mars-Bodenproben wurde die nächste Etappe des kühnen Plans zur ersten Rückführung von Bodenproben von einem anderen Planeten bestätigt. Nach dem jüngsten Abschluss der Entwurfsarbeiten wird die vollständige Entwicklung des riesigen <a href="https://www.raumfahrer.net/der-erste-schritt-des-earth-return-orbiters-zum-mars/" data-wpel-link="internal">Rückflugorbiters</a> und des komplexen Probentransferarms für das Landegerät zur Einholung von Bodenproben in Angriff genommen. Die ersten Mars-Bodenproben wurden vor kurzem vom Rover „Perseverance&#8220; aufgenommen.</p>



<p><strong>Stärkung von Konnektivität, Sicherheit und Nachhaltigkeit aus dem Weltraum</strong><br>Rund 1,9 Mrd. Euro wurden für die Verbesserung des Lebens auf der Erde durch eine ständig und überall verfügbare Konnektivität bereitgestellt. Der größte Teil wird für das ESA-Programm für fortgeschrittene Forschung zu Telekommunikationssystemen (ARTES) aufgewandt, mit dem Innovationen in der europäischen Raumfahrtindustrie gefördert werden sollen, um Unternehmen auf dem hart umkämpften Weltmarkt für Telekommunikationssatelliten und deren Anwendungen zum Erfolg zu verhelfen.</p>



<p>Der erste Schritt für die Errichtung eines Systems für sichere Konnektivität unter Federführung der EU wurde mit der Finanzierung eines neuen ESA-Programms getan. Nach festen Beitragszusagen in Höhe von 35 Mio. Euro für die erste Phase kann die ESA vorbereitende Tätigkeiten einleiten, die in der Entwicklung und Validierung einer europäischen Satellitenkonstellation für sichere Konnektivität münden werden. Die zweite Phase mit einem Mittelvolumen von 685 Mio. Euro soll 2023 bestätigt werden.</p>



<p>Weitere finanzierte Pläne umfassen das ESA-Programm Moonlight, mit dem private europäische Raumfahrtunternehmen durch die Errichtung einer Satellitenkonstellation in der Mondumlaufbahn dazu ermutigt werden sollen, Mondtelekommunikations- und -navigationsdienste anzubieten, sowie ein neues Programm für weltraumgestützte zivile Sicherheit, das schnelle und resiliente weltraumgestützte Maßnahmen für ein Krisenmanagement in Echtzeit im Dienste der europäischen Bürger umfasst.</p>



<p><strong>Künftige Navigationstechnologien erhalten grünes Licht</strong><br>Auf der Grundlage der von ihr bei der Entwicklung von Galileo und des Europäischen Geostationären Navigationsüberlagerungsdienstes für die Europäische Kommission gewonnenen Erfahrungen wird das Programm FutureNAV der ESA gestatten, künftigen Tendenzen und dem Bedarf der Satellitennavigation in den Bereichen Ortung, Navigation und Zeitgebung gerecht zu werden und Europa damit auch weiterhin eine Führungsrolle bei der Satellitennavigationstechnologie zu ermöglichen. Die nächsten Schritte umfassen eine orbitale Demonstration von Navigationssatelliten in niedriger Erdumlaufbahn sowie eine Einzelsatellitenmission mit der Bezeichnung „GENESIS&#8220; zur Erzielung einer bislang unerreichten Vermessung der Erde und verbesserter Ortungsleistungen.</p>



<p>Das Budget für die Navigation ist somit auf 351 Mio. Euro gestiegen. Darüber hinaus wird das ESA-Programm für Innovationen und Unterstützung im Bereich der Navigation weiterhin die Entwicklung innovativer Ortungs-, Navigations- und Zeitgebungstechnologien und die Kommerzialisierung in Europa, dem größten und weiter stetig wachsenden nachgelagerten Raumfahrtmarkt, fördern.</p>



<p><strong>Weltraumsicherheit für fortschrittliche Missionen und Technologien</strong><br>Mit einem Haushalt von 731 Mio. Euro wird das Programm für Weltraumsicherheit seine Anstrengungen zum Schutz der Erde vor Gefahren aus dem Weltraum weiter verstärken können – mit „<a href="https://www.raumfahrer.net/esa-vigil-der-treue-waechter-der-erde/" data-wpel-link="internal">Vigil</a>&#8220; zur Überwachung der Sonnenaktivität, der Sonde „<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/hera/" data-wpel-link="internal">Hera</a>&#8220; zur detaillierten Untersuchung des Asteroiden Dimorphos nach einem Einschlag und der ersten Entfernung von Raumfahrtrückständen aus der Umlaufbahn, die für 2026 geplant ist.</p>



<p>Das Programm wird ferner einen wertvollen neuen Markt für die orbitale Wartung erschließen und Technologien zur Gewährleistung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft im Weltraum entwickeln.</p>



<p><strong>Raumtransport wird solider und ökologisch nachhaltiger</strong><br>Der ESA-Haushalt für den Raumtransport wurde auf 2,8 Mrd. Euro erhöht. Die ESA wird ihre Träger <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/ariane-6/" data-wpel-link="internal">Ariane-6</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/vega-c/" data-wpel-link="internal">Vega-C</a> weiter stärken, die Entwicklung des wiederverwendbaren „Space Rider&#8220; abschließen, der mehr als zwei Monate in der niedrigen Erdumlaufbahn verbringen kann, bevor er zur Überholung zur Erde zurückkehrt, und ein System zur Gewinnung von grünem Wasserstoff zur Treibstoffversorgung der Ariane-Träger in Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana entwickeln, wobei das Ziel ist, bis 2030 die Kohlenstoffe aus der Wasserstoffproduktion zu verbannen. Sie wird weiterhin kritische Technologien als Grundlage europäischer Kapazitäten ausreifen, gleichzeitig den Anforderungen in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz gerecht werden und Vorbereitungstätigkeiten für den Aufbau bemannter Raumtransportkapazitäten in die Wege leiten. Ferner wird die ESA ihr Programm „Boost!&#8220; ausbauen, das Raumfahrtunternehmen bei der kommerziellen Umsetzung ihrer Raumtransportvorhaben unterstützt.</p>



<p><strong>Neudimensionierung der europäischen Technologien und Förderung der Kommerzialisierung</strong><br>Der ESA-Haushalt für den Technologiebereich wurde auf 542 Mio. Euro aufgestockt. Die Minister haben die Inangriffnahme eines neuen ESA-Programms namens „ScaleUp&#8220; zur Unterstützung der Kommerzialisierung der Raumfahrt und der Entwicklung des NewSpace-Sektors in Europa beschlossen. Die ESA wird mit europäischen Raumfahrtunternehmen zusammenarbeiten, um mithilfe der Bestandteile „Entwicklung&#8220;, „Herstellung&#8220; und „Flug&#8220; ihres Allgemeinen Programms für Begleitende Technologie (GSTP) neue Technologien auf ein für die Raumfahrt und den offenen Markt geeignetes Niveau zu bringen. Die ESA wird ihre unabhängige und zuverlässige Kapazität für den Start aller Arten von Missionen weiter ausbauen, indem sie in neue, von der europäischen Industrie entwickelte Multimissionsinfrastrukturen und Bodensegmentkapazitäten der nächsten Generation investiert.</p>



<p>Mit ihrem Scale-Up-Programm wird die ESA außerdem darauf hinarbeiten, Europa durch die Bereitstellung von Gründerzentren, Geschäfts-Acceleratoren sowie Diensten für den Transfer von geistigem Eigentum und Technologien an neue Unternehmen zu einem Drehkreuz für die Kommerzialisierung der Raumfahrt zu machen und gleichzeitig sicherzustellen, dass Geschäftsideen auf neuen Märkten Fuß fassen und private und institutionelle Investitionen anziehen.</p>



<p>Die vollständige Liste der auf der ESA-Ratstagung auf Ministerebene 2022 gefassten Beschlüsse einschließlich der genauen Höhe ihrer Finanzierung durch jeden Mitgliedstaat ist den folgenden Vorlagen zu entnehmen: <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_1_CM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Entschließung Nr. 1</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_2_CM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Entschließung Nr. 2</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_4_CM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Entschließung Nr. 4</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/CM22_charts.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Übersichten</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/DGpresentationCM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Präsentation des Generaldirektors</a>.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18680.msg540830#msg540830" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Ministerratskonferenz 2022 Paris</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg540829#msg540829" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li>
</ul>
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		<title>Lichtjahre voraus 2022 (Online-Event am 1. Dezember 2022)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lichtjahre-voraus-2022-online-event-am-1-dezember-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2022 20:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtjahre voraus]]></category>
		<category><![CDATA[Lisa Wörner]]></category>
		<category><![CDATA[MUSC]]></category>
		<category><![CDATA[Quanten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So nah ist man dem Weltraum selten! Doch seit mittlerweile 10 Jahren setzen wir euch in die erste Reihe der Weltraumforschung! Seid bei unserer Jubiläumsausgabe dabei, wenn euch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bei uns einen exklusiven Einblick in die deutsche und internationale Weltraumforschung gibt. Zwei Vorträge und zwei Mal die Möglichkeit, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">So nah ist man dem Weltraum selten! Doch seit mittlerweile 10 Jahren setzen wir euch in die erste Reihe der Weltraumforschung! Seid bei unserer Jubiläumsausgabe dabei, wenn euch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bei uns einen exklusiven Einblick in die deutsche und internationale Weltraumforschung gibt. Zwei Vorträge und zwei Mal die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Stadt Köln 9. November 2022.</p>



<p>Freut euch auf die folgenden Vorträge:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dr. Lisa Wörner, Leiterin des DLR-Instituts für Quantentechnologien in Ulm. Sie berichtet über heutige und zukünftige Anwendungsszenarien für Quantentechnologien in der Raumfahrt.</li>



<li>Dr. Jens Biele vom Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) in Köln berichtet über die DART-Mission bei der eine Weltraumsonde im September 2022 in einen kleinen Asteroiden einschlug, um seine Umlaufbahn zu ändern. Außerdem gibt er einen Ausblick auf die Folgemission Hera.</li>
</ul>



<p>Davor, dazwischen und danach ist wieder unser Weltraum-Quiz am Start. Knackige Fragen für spacige Preise!</p>



<p>„Lichtjahre voraus“ findet auch dieses Jahr online statt. Wir nutzen dafür die Webinarplattform edudip, die im Browser läuft. Die <a href="https://help.edudip.com/de/knowledge-base/technische-voraussetzungen-zur-nutzung-der-edudip-software/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">technischen Voraussetzungen</a> halten sich daher in Grenzen: Ihr braucht eine gute und stabile Internetverbindung, einen aktuellen Browser (am besten Chrome oder Firefox) und einen Lautsprecher oder Kopfhörer. Wie unser Weltraumforschungsabend als Online-Veranstaltung funktioniert, seht ihr hier am Beispiel von „Lichtjahre voraus 2021“: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=AOj8uaTVfeI" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">YouTube-Link</a>.</p>



<p>Wir freuen uns auf eure Kommentare und Fragen im Veranstaltungs-Chat. Nach den Vorträgen schnappen wir uns eure Fragen und lassen sie von den Vortragenden beantworten. So seid ihr wirklich live dabei.</p>



<p>Das Webinar wird aufgezeichnet und in unserer YouTube-Playlist veröffentlicht. Bitte beachtet, dass auch der Chat in der Aufzeichnung zu sehen sein wird. Meldet euch gern mit einem Pseudonym an, falls ihr nicht mit eurem Klarnamen im Chat auftauchen wollt.</p>



<p>In Kooperation mit dem <a href="https://www.dlr.de/de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt</a> (DLR).</p>



<p><strong>Veranstaltungsinformationen:</strong><br>Veranstaltungsort: Online-Veranstaltung über edudip<br>Datum: 1. Dezember 2022 (Donnerstag)<br>Uhrzeit: 19 – 21:30 Uhr (Webinarraum schon vorher offen)<br>Eintritt: kostenlos<br>Anmeldung: <a href="https://next.edudip.com/de/webinar/lichtjahre-voraus-weltraumforschung-2022/1853836" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Anmeldeseite auf edudip</a><br>Hashtag: #geekscgn</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4903.msg540100#msg540100" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Terminvorschau auf Veranstaltungen</a></li>
</ul>
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		<title>Asteroidenabwehr: Kollision in elf Millionen Kilometern Entfernung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroidenabwehr-kollision-in-elf-millionen-kilometern-entfernung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2022 10:15:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA-Raumsonde DART wird am 27. September 2022 um 1.14 Uhr MESZ das Asteroiden-Binärsystem Didymos-Dimorphos erreichen und gezielt auf dem Asteroiden Dimorphos einschlagen. Die Sonde wird den 170 Meter großen Begleiter des knapp 800 Meter großen Asteroiden Didymos mit fast 22.000 Kilometern pro Stunde treffen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die NASA-Raumsonde DART wird am 27. September 2022 um 1.14 Uhr MESZ das Asteroiden-Binärsystem Didymos-Dimorphos erreichen und gezielt auf dem Asteroiden Dimorphos einschlagen. Die Sonde wird den 170 Meter großen Begleiter des knapp 800 Meter großen Asteroiden Didymos mit fast 22.000 Kilometern pro Stunde treffen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DLR 23. September 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DARTsekundenvordemeinschlagNASAJohnsHopkinsAPL2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="DART wenige Sekunden vor dem Einschlag - künstlerische Darstellung (Bild: NASA/Johns Hopkins APL)" data-rl_caption="" title="DART wenige Sekunden vor dem Einschlag - künstlerische Darstellung (Bild: NASA/Johns Hopkins APL)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DARTsekundenvordemeinschlagNASAJohnsHopkinsAPL26.jpg" alt=""/></a><figcaption>DART wenige Sekunden vor dem Einschlag &#8211; künstlerische Darstellung (Bild: NASA/Johns Hopkins APL)</figcaption></figure>



<p>23. September 2022 &#8211; Die im letzten Jahr gestartete NASA-Raumsonde DART soll in der Nacht von Montag auf Dienstag erproben, ob es möglich ist, den Kurs eines Asteroiden zu verändern. DART wird dann das Asteroiden-Binärsystem Didymos-Dimorphos erreichen und gezielt auf dem 170 Meter großen Planetoiden Dimorphos einschlagen. Durch den dabei übertragenen „kinetischen Impuls“ soll die Bahn dieses Asteroiden um Didymos verändert werden. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Raumfahrt, dass versucht wird, die Bahn eines Himmelskörpers durch einen menschengemachten Körper zu beeinflussen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist an der Analyse des Impakts beteiligt. 2026 soll die <a href="https://www.raumfahrer.net/esa-industrie-beginnt-arbeit-an-hera/" data-wpel-link="internal">ESA Mission Hera</a>, an der Deutschland wesentlich über die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR beteiligt ist, das Asteroidensystem und dessen Veränderung erkunden.</p>



<p>Die Erde wird von jeher durch Asteroiden bedroht. Zwar bewegen sich fast alle der ungefähr eine Million bekannten, über einhundert Meter großen Himmelskörper auf stabilen Bahnen zwischen Mars und Jupiter. Doch haben davon etwa dreißigtausend Asteroiden solche Bahnen, die sich mit der Umlaufbahn der Erde um die Sonne schneiden und diese Körper mit Planeten kollidieren können. Bei einer Kollision eines auch nur wenige hundert Meter großen Körpers mit der Erde würde es zu ganz erheblichen Schäden kommen. Mit Raumsonden könnte diese Gefahr abgewendet werden, indem der Kurs eines solchen erdbahnkreuzenden Asteroiden sehr frühzeitig so verändert wird, dass er an der Erde vorbeifliegt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BinaeresAsteroidensystemNASAJohnsHopkinsAPL.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Binäres Asteroidensystem. (Bild: NASA/Johns Hopkins APL)" data-rl_caption="" title="Binäres Asteroidensystem. (Bild: NASA/Johns Hopkins APL)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BinaeresAsteroidensystemNASAJohnsHopkinsAPL26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Binäres Asteroidensystem. (Bild: NASA/Johns Hopkins APL)</figcaption></figure>



<p>„Wir leben im Zeitalter der Raumfahrt. Dadurch haben wir die Möglichkeit, mit Raumsonden die Bahn eines Asteroiden, der auf die Erde zu stürzen droht, zu verändern“, sagt Dr. Jean-Baptiste Vincent vom DLR-Institut für Planetenforschung. Das DLR beobachtet und charakterisiert seit Jahrzehnten erdbahnkreuzende Asteroiden. „Zum einen versuchen wir, diese kleinen, aber manchmal eben auch gefährlichen Himmelskörper zu charakterisieren, ihre physikalischen Eigenschaften zu verstehen, und zum anderen daraus Schlüsse zu ziehen, wie wir sie abwehren könnten, sollten die Berechnungen ergeben, dass sie in der Zukunft mit der Erde zusammenstoßen“, erklärt Dr. Stephan Ulamec vom DLR-Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) in Köln.</p>



<p><strong>Veränderung der Umlaufzeit um einige Minuten</strong><br>Die beiden DLR-Wissenschaftler sind an der NASA-Mission DART („Double Asteroid Redirection Test“) beteiligt. DART ist ein würfelförmiger Satellit mit knapp zwei Metern Kantenlänge und einer Masse von 610 Kilogramm. Die Mission wurde am 24. November 2021 gestartet und auf einer ellipsenförmigen Bahn zu ihrem Ziel, dem Asteroidenpaar Didymos und Dimorphos gelenkt. Didymos, der größere der beiden Körper, hat einen unregelmäßigen Durchmesser von knapp 800 Metern, Dimorphos von etwa 170 Metern. Dimorphos umkreist Didymos – griechisch für Zwilling – in zwölf Stunden in einer Entfernung von 1.200 Metern. Die beiden Asteroiden umrunden zusammen in 25 Monaten die Sonne auf einem Orbit, der sich mit der Erdbahn kreuzt und sie zu potentiell gefährlichen „NEOs“ (Near-Earth Objects) macht. Im Jahre 2003 kamen die beiden Asteroiden der Erde bis auf sechs Millionen Kilometer nahe.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DimorphosvoDidymoshiNASAJohnsHopkinsAPL.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dimorphos (vorne) und Didymos. (Bild: NASA/Johns Hopkins APL)" data-rl_caption="" title="Dimorphos (vorne) und Didymos. (Bild: NASA/Johns Hopkins APL)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DimorphosvoDidymoshiNASAJohnsHopkinsAPL26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dimorphos (vorne) und Didymos. (Bild: NASA/Johns Hopkins APL)</figcaption></figure>



<p>„Wir gehen davon aus, dass sich die Umlaufzeit von Dimorphos um Didymos durch den Impuls von DART um einige Minuten verändert“, prognostiziert DLR-Forscher Stephan Ulamec. „Allerdings wissen wir nicht, wie Dimorphos beschaffen ist“, ergänzt Jean-Baptiste Vincent. „Ist es ein kompakter Körper oder sind seine Bestandteile nur ganz lose zusammengefügt? Ist Dimorphos also eine Art Schutthaufen aus Gesteinsfragmenten, ein ‚Rubble Pile‘, wie wir in der Asteroidenforschung sagen?“ Die Aufgabe der beiden DLR-Wissenschaftler im DART-Team besteht in der Bestimmung der genauen Form des kleinen Asteroiden, seiner genauen Masse und der Analyse des Kraters und der Übertragung des Impulses und der Auswürfe, die beim Einschlag entstehen.</p>



<p>Die Raumsonde wird dabei natürlich vollständig zerstört, aber der Einschlag von DART auf Dimorphos wird von zwei bereits am 11. September erfolgreich ausgesetzten Kleinsatelliten beobachtet. Die beiden LICIACube-Würfel wurden von der Italienischen Weltraumorganisation ASI entwickelt, um nach dem Einschlag von DART im Vorbeiflug Beobachtungen des Asteroiden-Binärsystems Didymos machen zu können. Die Kleinsatelliten werden vor, während und nach dem Impakt direkt mit der Erde kommunizieren. Jeweils zwei Kameras (LUKE und LEIA) sollen den Einschlag bestätigen und Bilder der Auswurfswolke und möglicherweise eines Kraters festhalten. Drei Minuten nach dem Impakt von DART werden sie an Dimorphos vorbeigeflogen sein, sich drehen und noch Aufnahmen der Rückseite von Dimorphos machen, die DART natürlich nicht aus der Nähe zu sehen bekommt. LICIACube ist die erste rein italienische autonome Raumsonde im Weltraum. Auch die im vergangenen Jahr zu den „Trojaner“-Asteroiden auf der Jupiterbahn gestartete NASA-Mission Lucy wird den Einschlag aus 19 Millionen Kilometer Entfernung beobachten.</p>



<p><strong>Können wir in Zukunft Asteroiden ablenken?</strong><br>Der gezielte Zusammenstoß der DART-Raumsonde mit Dimorphos wird am 27. September 2022 um 1.14 Uhr MESZ in knapp über elf Millionen Kilometer Entfernung von der Erde geschehen, der kürzesten Entfernung, die das Doppelasteroidensystem in unserer Zeit mit der Erde haben kann (erst 2062 wird das Asteroidenpaar in einer ähnlich geringen Entfernung an der Erde vorbeikommen). Damit sind auch gute Beobachtungsmöglichkeiten für Teleskope auf der Nachtseite der Erde, insbesondere von Europa aus gegeben, die für begleitende Untersuchungen während und nach der Kollision genutzt werden. Auch in den Nächten nach dem Ereignis werden Teleskope Lichtkurven des Binärsystems aufzeichnen, um Daten zu der Bahnveränderung von Dimorphos in die Analyse einzubringen.</p>



<p>Beim Einschlag von DART auf Dimorphos werden fast 140 Millionen Kilojoule Energie umgesetzt. Die Forscher gehen davon aus, dass der Impakt einen Krater von wenigen Zehnermetern Durchmesser erzeugt und sich die Umlaufzeit des Asteroiden messbar, um wenige Minuten verändert. Das entspricht in etwa einer Geschwindigkeitsänderung von einem halben Millimeter pro Sekunde. „Wie effizient die Ablenkung eines Asteroiden durch den Zusammenstoß mit einer Raumsonde ist, wird entscheidend durch die physikalischen Eigenschaften des Körpers beeinflusst, also wie porös und fest das Gestein ist“, erläutert Prof. Dr. Kai Wünnemann vom <a href="https://www.raumfahrer.net/zielen-treffen-und-ablenken/" data-wpel-link="internal">Museum für Naturkunde Berlin</a>, der mit seinem Team Computersimulationen des Einschlagprozesses erstellt, um möglichst präzise Vorhersagen zu treffen. Am Museum für Naturkunde Berlin werden verschiedene Szenarien der Beschaffenheit von Dimorphos durchgespielt und simuliert, um unter anderem die Kratergrößer zu prognostizieren.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZielimVisierNASAJPLDARTNavTeam.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Ziel schon im Visier. (Bild: NASA/JPL DART Navigation Team)" data-rl_caption="" title="Das Ziel schon im Visier. (Bild: NASA/JPL DART Navigation Team)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZielimVisierNASAJPLDARTNavTeam26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Ziel schon im Visier. (Bild: NASA/JPL DART Navigation Team)</figcaption></figure>



<p>Für die genaue Untersuchung des Einschlags und seiner Folgen wird im Oktober 2024 die mit der NASA abgestimmte Mission Hera der Europäischen Weltraumorganisation ESA gestartet, die maßgeblich in Deutschland entwickelt und gebaut wird. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR mit Sitz in Bonn managt die deutschen ESA-Beiträge für Hera. Im Dezember 2026 wird Hera das Doppelasteroidensystem erreichen, also etwa vier Jahre nach dem Aufprall von DART. Heras detaillierte Untersuchungen werden dann das Wissen über die Möglichkeiten einer Asteroidenabwehr erheblich erweitern. DART und Hera sind Missionen des internationalen Forschungsprojekts AIDA (Asteroid Impact and Deflection Assessment).</p>



<p><strong>Immer wieder Asteroidentreffer in der Erdgeschichte</strong><br>Für die vor uns liegenden Jahrzehnte gibt es gegenwärtig keinen Anlass zur Sorge, dass ein Asteroid die Erde trifft. Doch dies geschah in der viereinhalb Milliarden Jahre langen Geschichte der Erde immer wieder. Spuren davon sind Krater, die beim Einschlag von Asteroiden zurückbleiben, wie das Nördlinger Ries in Süddeutschland oder der Barringer-Krater in Arizona. Der von Einschlagskratern übersäte Mond macht deutlich, dass Asteroidenkollisionen früher viel häufiger waren – auf der dynamisch sich ständig verändernden Erde sind fast alle Spuren von Einschlägen ausgelöscht. Das Aussterben der Dinosaurier ist vor 65 Millionen Jahren durch einen Asteroidentreffer ausgelöst worden.</p>



<p>Dass die Gefahr von Asteroidentreffern auf der Erde auch heute, wenn auch in viel geringerem Maße, real bleibt, wurde am 15. Februar 2013 deutlich. Damals trat ein unbekannter Asteroid in die Erdatmosphäre ein und explodierte über der russischen Stadt Tscheljabinsk. Die Schockwelle der komprimierten Luft der Erdatmosphäre verursachte erhebliche Schäden in der Stadt. Tausende von Fensterscheiben barsten, dabei wurden mehr als 1.600 Menschen verletzt. Der Gesamtschaden wurde auf 30 Millionen Euro geschätzt. Dabei war das Objekt in Tscheljabinsk nur etwa 18 Meter groß.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18794.msg538064#msg538064" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DART auf Falcon 9 (B1063.3) von Vandenberg</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroidenabwehr-kollision-in-elf-millionen-kilometern-entfernung/" data-wpel-link="internal">Asteroidenabwehr: Kollision in elf Millionen Kilometern Entfernung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>ESA-Weltraumnetzwerk verfolgt DART-Asteroideneinschlag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-weltraumnetzwerk-verfolgt-dart-asteroideneinschlag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2022 09:35:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Augen werden nach oben gerichtet sein, wenn die NASA das 550 kg schwere DART-Raumfahrzeug absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in einen Asteroiden in der Umlaufbahn einschlagen lässt. Das Estrack-Netzwerk aus Bodenstationen der ESA, Europas „Augen am Himmel“, wird sich besonders auf den vom Menschen gebauten Impaktor konzentrieren und ihn verfolgen, während er sich seinem 160 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Alle Augen werden nach oben gerichtet sein, wenn die NASA das 550 kg schwere DART-Raumfahrzeug absichtlich mit hoher Geschwindigkeit in einen Asteroiden in der Umlaufbahn einschlagen lässt. Das Estrack-Netzwerk aus Bodenstationen der ESA, Europas „Augen am Himmel“, wird sich besonders auf den vom Menschen gebauten Impaktor konzentrieren und ihn verfolgen, während er sich seinem 160 Meter großen, beweglichen Ziel im weltweit ersten Test der Asteroidenablenkung nähert. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA 20. September 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DARTimpactingESAScienceOffice.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="DART-Raumfahrzeug schlägt in Asteroiden ein - künstlerische Darstellung. (Bild: ESA – Science Office)" data-rl_caption="" title="DART-Raumfahrzeug schlägt in Asteroiden ein - künstlerische Darstellung. (Bild: ESA – Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DARTimpactingESAScienceOffice26.jpg" alt=""/></a><figcaption>DART-Raumfahrzeug schlägt in Asteroiden ein &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild:<br>ESA – Science Office)</figcaption></figure>



<p>20. September 2022 &#8211; Der angepeilte Asteroid Dimorphos stellt keine Bedrohung für die Erde dar, und keine Sorge &#8211; der kinetische Aufprall von DART kann den Asteroiden nicht auf eine erdnahe Bahn bringen. Mit diesem Experiment soll die Umlaufbahn des Asteroiden leicht verändert werden, damit die Wissenschaftler*innen mehr über die Ablenkungsmöglichkeiten erfahren, falls ein gefährlicher Asteroid entdeckt wird.</p>



<p>Verfolgen Sie den Einschlag <a href="https://watch.esa.int/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">live</a>, während die Daten von DART an Bodenstationen auf der ganzen Welt, einschließlich der ESA-Station New Norcia in Australien, übertragen werden. Das NASA-Programm beginnt um Mitternacht MESZ und wird auf ESA Web TV mit Beiträgen des Hera-Missionsteams der ESA ausgestrahlt. Verfolgen Sie die Updates der ESA Mission Control, zu der Estrack und das Space Safety Programm gehören, über <a href="https://x.com/esaoperations" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">@esaoperations auf Twitter</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DimorphosscaleRomesColosseumESAScienceOffice2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Größenvergleich Asteroid Dimorphos / Kolosseum Rom. (Bild: ESA - Science Office)" data-rl_caption="" title="Größenvergleich Asteroid Dimorphos / Kolosseum Rom. (Bild: ESA - Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DimorphosscaleRomesColosseumESAScienceOffice26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Größenvergleich Asteroid Dimorphos / Kolosseum Rom. (Bild: ESA &#8211; Science Office)</figcaption></figure>



<p><strong>Ein Einschlag auf einem Asteroiden, bevor ein Asteroid auf uns trifft</strong><br>Der Double Asteroid Redirection Test (DART) der NASA saust derzeit durch den Weltraum zu einem Paar von durch Schwerkraft gebundenen Asteroiden in einer Umlaufbahn um die Sonne. Das binäre Asteroidensystem ist unter dem Namen Didymos bekannt, und der kleinere „Minimond“ des Paares, Dimorphos, wird der erste Asteroid im Sonnensystem sein, der zum Ziel eines vom Menschen gebauten „kinetischen Impaktors“ wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AftercrashcomesHeraESAScienceOffice2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nach der Kollision kommt HERA. (Bild: ESA - Science Office)" data-rl_caption="" title="Nach der Kollision kommt HERA. (Bild: ESA - Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AftercrashcomesHeraESAScienceOffice26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Nach der Kollision kommt HERA. (Bild: ESA &#8211; Science Office)</figcaption></figure>



<p>Nach dem Einschlag fliegt die ESA-Mission Hera zu dem getroffenen Felsen, um eine gründliche Analyse des entstandenen Kraters, der Masse des Asteroiden und vieles mehr vorzunehmen und aus diesem großartigen Experiment eine verständliche und wiederholbare Technik zur Planetenverteidigung zu schaffen.</p>



<p>Allerdings hängt all dies davon ab, ob DART sein Ziel trifft. Das Raumfahrzeug wird mit einer Geschwindigkeit von 22.000 km/h durch den Weltraum rasen und sich in einer Entfernung von 11 Millionen Kilometern von der Erde einem beweglichen Objekt nähern, das etwa so groß ist wie die Cheops-Pyramide &#8211; alles andere als eine leichte Aufgabe also.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAsMalargueetrackingstationESAUKugel2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESAs Bahnverfolgungsstation Malargüe (Bild: ESA/U. Kugel)" data-rl_caption="" title="ESAs Bahnverfolgungsstation Malargüe (Bild: ESA/U. Kugel)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAsMalargueetrackingstationESAUKugel26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESAs Bahnverfolgungsstation Malargüe (Bild: ESA/U. Kugel)</figcaption></figure>



<p>DART wird sogar erst in der letzten Stunde vor dem Einschlag in der Lage sein, Dimorphos von dem größeren zentralen Asteroiden zu unterscheiden, wobei es mithilfe seines hochentwickelten bordeigenen Leit-, Navigations- und Kontrollsystems selbstständig zu seinem unbekannten Ziel manövriert.</p>



<p>Estrack, das Netzwerk der ESA zur Kommunikation mit Satelliten, unterstützt die NASA in den Wochen vor dem Einschlag, indem es DART verfolgt, Daten über seinen Status, seinen Standort und seine Geschwindigkeit liefert &#8211; insbesondere während der letzten 12 Stunden, in denen ein Live-Stream von Bildern auf die Erde gesendet wird. Diese können von unzähligen Personen weltweit „live“ verfolgt werden, um eine permanente Überwachung zu gewährleisten.</p>



<p><strong>Riesige Antennen sorgen für eine ultrapräzise Navigation</strong><br>Die 35 Meter große Deep Space-Antenne der ESA in Malargüe, Argentinien, liefert seit Mai ultrapräzise Messungen der Position von DART und ist in den Monaten vor dem Einschlag regelmäßig für die Mission im Einsatz.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAtracksworld1stasteroiddeflectionESA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Estrack-Netzwerk verfolgt DART - Infografik. (Grafik: ESA)" data-rl_caption="" title="Estrack-Netzwerk verfolgt DART - Infografik. (Grafik: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAtracksworld1stasteroiddeflectionESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Estrack-Netzwerk verfolgt DART &#8211; Infografik. (Grafik: ESA)</figcaption></figure>



<p>Gemeinsam mit den NASA-Antennen in Canberra, Australien, und Goldstone in Kalifornien bildet die Station ein geografisches Dreieck auf der Erde. Durch die gleichzeitige Verfolgung von DART von jedem Standort aus lassen sich seine Position, Richtung und Geschwindigkeit äußerst präzise bestimmen. Diese Methode der Verfolgung ist als Delta-DOR (Delta &#8211; Differential One-Way Range) bekannt.</p>



<p>Die Weltraumantenne der ESA in Australien hat ebenfalls monatlich Statusberichte von DART empfangen. Diese Berichte werden vom Raumfahrzeug per Downlink zur Erde gesendet und enthalten Details über den Status, den Standort und alle empfangenen Befehle &#8211; wichtige Informationen für die Mission Control der NASA.</p>



<p>In den letzten zehn Tagen vor dem Einschlag hat sich die Überwachung noch weiter intensiviert, da das Estrack-Netzwerk der ESA die Lücken im Deep Space Network der NASA durch tägliche Kontakte mit dem Raumfahrzeug schließt. Diese „Überflüge“, d. h. der Zeitraum, in dem das Raumfahrzeug sichtbar ist und mit der Antenne am Boden kommuniziert, dauern jeden Tag etwa eine Stunde, solange bis DART die letzte Phase seiner Mission beginnt.</p>



<p><strong>Volltreffer: Der erste Non-Fiction „Film“ über die Ablenkung eines Asteroiden wird live übertragen</strong><br>In den letzten Stunden seines Lebens wird DART ständig Bilder zur Erde senden, die zeigen, wie sich das Ziel von einer verschwommenen Masse zu einem kleinen Asteroiden wandelt und dramatisch näher kommt und größer wird, bis zum… Volltreffer! Dies wird der erste Non-Fiction Film sein, der einen tatsächlichen Einschlag auf einem Asteroiden zeigt, und es ist wichtig, dass alle Szenen bei uns ankommen.</p>



<p>„Für den Erfolg der Mission ist es entscheidend, dass es während der Endphase von DART keine Lücken in der Übertragung gibt. Daher werden Antennen auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und alle Lücken im Deep Space Network der NASA schließen &#8211; wir dürfen die Verbindung zu DART nicht für einen Moment verlieren“, erklärt Daniel Firre, DART Serviceleiter der ESA.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TrackingdownunderDODonnellESACCBYSA302k.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESA-Bahnverfolgungsstation New Norcia (Bild: D. O’Donnell/ESA – CC BY-SA 3.0)" data-rl_caption="" title="ESA-Bahnverfolgungsstation New Norcia (Bild: D. O’Donnell/ESA – CC BY-SA 3.0)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TrackingdownunderDODonnellESACCBYSA3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Bahnverfolgungsstation New Norcia (Bild: D. O’Donnell/ESA – CC BY-SA 3.0)</figcaption></figure>



<p>Die ESA-Station New Norcia in Australien wird während dieser letzten Phase, die 12 Stunden vor dem Einschlag beginnt und bis einige Stunden danach andauert, kontinuierlich aktualisierte Daten und Bilder der Mission liefern. Die Daten von DART werden 11 Millionen Kilometer zurückgelegt haben, bevor sie bei der 35-Meter-Schüssel in Australien ankommen &#8211; und das alles in etwa einer halben Minute.</p>



<p>„Unsere riesige Schüssel in Australien wird mit DART in Verbindung stehen, während es auf Dimorphos einschlägt. In den letzten Minuten werden Daten vom DRACO-Instrument an Bord eingespeist. Diese Daten werden von den Wissenschaftler*innen verwendet, um die Masse des Asteroiden, die Art der Oberfläche und den Einschlagsort abzuschätzen“, erklärt Suzie Jackson, New Norcia Station Manager.</p>



<p>„Die Daten von DART werden außerdem in der Mission Control der NASA zur Anpassung von Missionsparametern verwendet, und es ist wirklich wichtig, dass die Informationen so zeitnah wie möglich ankommen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AIDAcollaborationESAScienceOffice15.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Zusammenarbeit bei der Asteroiden-Forschung. (Bild: ESA – Science Office)" data-rl_caption="" title="Zusammenarbeit bei der Asteroiden-Forschung. (Bild: ESA – Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AIDAcollaborationESAScienceOffice26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Zusammenarbeit bei der Asteroiden-Forschung. (Bild: ESA – Science Office)</figcaption></figure>



<p><strong>Italienischer Cubesat wird Zeuge des Einschlags sein</strong><br>Was DART uns nicht zeigen kann, ist das visuelle Ergebnis des Einschlags auf dem Asteroiden. Das Raumfahrzeug wird nach Beendigung seiner Arbeit zerstört und die Kommunikation zur Erde wird beendet. Spannend ist auch, dass ein schuhkartongroßer CubeSat der italienischen Raumfahrtagentur (ASI) mit DART unterwegs sein wird.</p>



<p>Der 14 kg schwere LICIACube wird sich fünfzehn Tage vor dem Aufprall von DART trennen, um Bilder vom Einschlag und der daraus resultierenden Wolke aus ausgeworfener Materie aufzunehmen.</p>



<p><strong>Näher an Hera</strong><br>Um den Einschlag von DART vollständig nachvollziehen zu können, wird die ESA-Mission Hera, sobald sich der Staub gelegt hat, im Jahr 2024 starten und zwei Jahre später im Asteroidensystem Didymos ankommen, um eine hochauflösende visuelle, laser- und funkwissenschaftliche Kartierung des Asteroidenmondes durchzuführen und die Folgen des Einschlags zu untersuchen.</p>



<p>Nachdem Hera gestartet ist, das Didymos-Paar erreicht hat und seine Daten nach Hause sendet, also somit diesen beeindruckenden ersten Test der Planetenverteidigung vollendet, wird das Estrack-Netzwerk der ESA wie immer diese entscheidenden Weltraumdaten zurück zur Erde bringen.</p>



<p>Der Einschlag von DART in den Asteroiden Dimorphos wird ab Mittelnacht am 27.9 live auf NASA TV und auf der <a href="https://www.nasa.gov/live/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Website</a> übertragen. Die Öffentlichkeit kann auch über die Social-Media-Konten der NASA auf Facebook, <a href="https://x.com/nasa" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Twitter</a> und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=nmMRMIE3MGw" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">YouTube</a> live dabei sein.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18794.msg538065#msg538065" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DART auf Falcon 9 (B1063.3) von Vandenberg</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Asteroid Day 2022: Technical Briefing</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-2022-technical-briefing/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2022 10:31:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Jahr fanden die Hauptveranstaltungen zum Asteroid Day in Luxemburg zwischen dem 28. Juni und dem 2. Juli 2022 statt. Dabei gab es Veranstaltungen für das interessierte Publikum, mehrere Schulbesuche, das Technical Briefing, die Live Sendung in den RTL-Studios und das jährliche Gala Dinner. Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar. Bei den [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">In diesem Jahr fanden die Hauptveranstaltungen zum Asteroid Day in Luxemburg zwischen dem 28. Juni und dem 2. Juli 2022 statt. Dabei gab es Veranstaltungen für das interessierte Publikum, mehrere Schulbesuche, das Technical Briefing, die Live Sendung in den RTL-Studios und das jährliche Gala Dinner.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_0034_KM-2-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dr. Patrick Michel (Bild: Kirsten Müller)" data-rl_caption="" title="Dr. Patrick Michel (Bild: Kirsten Müller)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_0034_KM-2-26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dr. Patrick Michel (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure>



<p>Bei den Veranstaltungen haben Wissenschaftler, Raumfahrer und Gründungsmitglieder des Asteroid Day über die Wichtigkeit der Erforschung von Asteroiden insbesondere durch Raumfahrtmissionen aufgeklärt.</p>



<p>An dieser Stelle möchten wir nicht die Speisekarte zum Gala Dinner wiedergeben, ebenso wenig den Ablauf des Live Events zum Asteroid Day im RTL Studio. Möglicherweise verrät der Bartender des SOFITEL Luxembourg Le Grand Ducal die Zusammensetzung des diesjährigen Cocktails zum Asteroid Day Gala Dinner. Sicher ist auf jeden Fall, dass sich die Aufzeichnung der Live Sendung zum Asteroid Day 2022 im Internet weiterhin abrufen lässt, und zwar unter folgendem Link: <a href="https://www.youtube.com/channel/UCG8uh6dJkvSDfv3GiWwuooA?cbrd=1&amp;ucbcb=1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.youtube.com/channel/UCG8uh6dJkvSDfv3GiWwuooA</a> .</p>



<p>Hier finden sich auch weitere Aufzeichnungen zum Asteroid Day.</p>



<p>Daher werden wir uns auf eine Zusammenfassung des Technical Briefing vom 29. Juni 2022 im Arendt House beschränken, ohne die Wichtigkeit der anderen Veranstaltungen als vernachlässigbar zu unterschlagen.</p>



<p>Das Technical Briefing wurde von Danica Remy moderiert. Im Technical Briefing gab es Präsentationen von Dr. Patrick Michel, Hannah Goldberg, Sabina Raducan und Mario Juric.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_0019_KM-2-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Astronautenpanel - v.l.n.r.: Dorin Prunariu, Michel Tognini, Ron Garan und Ed Lu. (Bild: Kirsten Müller)" data-rl_caption="" title="Astronautenpanel - v.l.n.r.: Dorin Prunariu, Michel Tognini, Ron Garan und Ed Lu. (Bild: Kirsten Müller)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_0019_KM-2-26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Astronautenpanel &#8211; v.l.n.r.: Dorin Prunariu, Michel Tognini, Ron Garan und Ed Lu. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure>



<p>Begleitet wurden diese Präsentationen durch die Raumfahrer Ed Lu (STS-84, STS-106, Sojus-TMA 2/ISS-7), Ron Garan (STS-124, Sojus-TMA 21/ISS-27/ISS-28), Michel Tognini (Sojus-TM 15, STS-93) und Dorin Prunariu (Sojus 40), die, genau wie das Publikum entsprechende Fragen stellten.</p>



<p>Patrick Michel ist Planetenforscher, Forscher am CNRS (Centre National de la Recherche Scientifique), Leiter des Planetologen Teams des Lagrange Observatory of the Cote d‘Azur Observatory in Nizza und Präsident der NEO WG (Working Group) der IAU (International Astronomical Union). Zur Zeit ist er Projektleiter bei der ESA Hera Mission und Co-Investigator bei OSIRIS-REx und der Hayabusa-2 Mission.</p>



<p>Hannah Goldberg ist eine Systemingenieurin, die sich auf das Design von Raumfahrtsystemen kleiner Raumflugkörper und die Entwicklung und den Test von Instrumenten spezialisiert hat. Zur Zeit arbeitet sie als Nutzlastsystemingenieurin bei der ESA und ist für die Hera Mission zuständig.</p>



<p>Sabina Raducan ist zur Zeit eine Postdoctoral Researcher an der Universität Bern. Sie befasst sich mit numerischen Simulationen von Einschlägen in Asteroiden. Zur Zeit ist sie Mitglied in den Arbeitsgruppen der NASA DART Mission als auch der ESA Hera Mission. Die Hauptaufgabe von Sabina Raducan liegt in der Auswertung und Interpretation der DART Mission.</p>



<p>Prof. Mario Juric werden wir in einem weiteren Teil unserer Serie zum Asteroid Day 2022 vorstellen.</p>



<p><strong>Warum werden Asteroiden überhaupt erforscht? Die drei wichtigsten Gründe sind folgende:</strong></p>



<ol class="wp-block-list"><li>Wissenschaft: Asteroiden und Kometen geben beste Rückschlüsse auf die Entstehung und Geschichte unseres Sonnensystems.</li><li>Abwehr vor einem Asteroideneinschlag auf der Erdoberfläche</li><li>Ressourcen: Asteroiden bieten eine reiche Vielfalt an Mineralien, Gasen und Wasser, die zur Bereitstellung von Rohstoffen, Energie und Lebensmitteln genutzt werden könnten, um das menschliche Leben zu erhalten und die Erforschung des Weltraums zu ermöglichen.</li></ol>



<p>Daher wird das Wissen über Asteroiden benötigt und die <a href="https://www.raumfahrer.net/esa-industrie-beginnt-arbeit-an-hera/" data-wpel-link="internal">Hera-Mission der ESA</a> wird diese Fragen beantworten können. Fest steht bereits jetzt, dass nur photographische Aufnahmen von Asteroiden keinen Aufschluss über die mechanischen Eigenschaften und Reaktionen auf mechanische Impulse geben können. Nicht berühren, nur anschauen ist hier nicht die Lösung (der Fragen). Der Asteroid muss aus nächster Nähe erforscht und auch penetriert werden.</p>



<p>Zwei Asteroidenmissionen haben in den letzten Jahren stattgefunden. Das Technical Briefing gab hier einen kurzen Überblick.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Hayabusa2partsJAXA600.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Hauptbestandteile und Instrumentenausstattung von Hayabusa 2. (Grafiken: JAXA)" data-rl_caption="" title="Hauptbestandteile und Instrumentenausstattung von Hayabusa 2. (Grafiken: JAXA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Hayabusa2partsJAXA260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hauptbestandteile und Instrumentenausstattung von Hayabusa 2. (Grafiken: JAXA)</figcaption></figure>



<p><strong>Die Mission Hayabusa-2</strong></p>



<p>Eine weitere Raumsonde zur Erforschung von Asteroiden wurde am <a href="https://www.raumfahrer.net/asteroidenmission-hayabusa-2-ist-gestartet/" data-wpel-link="internal">3. Dezember 2014</a> mit einer H-IIA Rakete vom japanischen Raketenstartplatz Tanegashima durch die japanische Raumfahrtagentur JAXA gestartet.</p>



<p>Ziel der Asteroidensonde Hayabusa-2 (Hayabusa Follow-on Asteroid Sample Return Missions) war der Asteroid (162173) Ryugu. Am 27. Juni 2018 schwenkte Hayabusa-2 in eine Umlaufbahn ca. 20 km über der Asteroidenoberfläche von Ryugu ein.</p>



<p>An Bord der Raumsonde waren insgesamt 4 kleine Rover, die aufgrund der geringen Gravitation sich nicht durch Räder fortbewegen sollten, sondern mit Schwungmassen, die die Lander auf der Asteroidenoberfläche zwischen 10 bis 70 m weit springen lassen konnten.</p>



<p>Die Rover-1A und Rover-1B waren in einem gemeinsamen Lander untergebracht. Dieser Lander war mit Stereokameras, Weitwinkelkameras und Thermometern ausgestattet. Rover-2 war zusätzlich mit LEDs im optischen und UV-Lichtbereich ausgestattet. Damit konnten umherschwebende Partikel ausgeleuchtet und detektiert werden. Der vierte Rover namens MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout) hatte ein Nutzlastpaket bestehend aus Infrarotspektrometer, Magnetometer, Weitwinkelkamera und Radiometer an Bord.</p>



<p>Nach dem Absetzen der Asteroidenlander wurden die Daten über die Hayabusa-2 als Relaisstation an die Satellitenbodenstation in Weilheim weitergeleitet.</p>



<p>Der Landecontainer mit den beiden Einheiten Rover-1A und Rover-1B setzte am 22. September 2018 auf der Oberfläche von Ryugu und hat als Vorhut mögliche Landestellen für MASCOT ausgekundschaftet. Am 3. Oktober 2018 erfolgte dann die <a href="https://www.raumfahrer.net/ryugu-ein-fragiler-kosmischer-schutthaufen/" data-wpel-link="internal">Landung von MASCOT</a>, welcher dann ungefähr 17 Stunden Informationen von der Asteroidenoberfläche sendete.</p>



<p>Rover-2 zerschellte auf Ryugu, nachdem Hayabusa-2 nach dem Aussetzen die Kontrolle über den Landecontainer verloren hatte.</p>



<p>Mit dem interessantesten Teil der Mission, nämlich der Entnahme von Bodenproben wurde am 21. Februar 2019 begonnen. Die Umlaufbahn von Hayabusa-2 wurde so verringert, dass ein Trichter die Oberfläche von Ryugu berührte. Dabei wurde nicht wie bei OSIRIS-REx Stickstoff unter hohem Druck ausgestoßen, sondern ein Projektil aus 5 g Tantal mit einer definierten Geschwindigkeit von 300 m/s auf die Oberfläche abgeschossen. Herausgesprengtes Material wurde von dem Trichter der Raumsonde eingesammelt. Diese Probe bestand allerdings hauptsächlich aus Oberflächenmaterial.</p>



<p>Um tieferes und damit weniger verwittertes Probenmaterial zu erhalten, musste ein größerer künstlicher Krater geschaffen werden. Daher wurde am 5. April 2019 ein weiteres Projektil vom Raumflugkörper abgeschossen. Dieses Projektil mit der Bezeichnung SCI (Small Carry-on Impactor) bestand aus 2,5 kg Kupfer, welcher mit einer Hohlladung von 4,5 kg Plastiksprengstoff aus einer Bahnhöhe von 500 m auf die Oberfläche von Ryugu beschleunigt wurde. Nach der Zündung des Projektils wurde die DCAM3 Kamera ausgesetzt, welche den Einschlag des Projektils beobachtete. Um nicht von ausgeworfenem Asteroidenmateral getroffen zu werden, befand sich Hayabusa-2 zu dem Zeitpunkts des Einschlags bereits auf der Asteroidenrückseite.</p>



<p>Bis zum 11. Juli 2019 wurde die Umlaufbahn von Hayabusa-2 erneut abgesenkt, so dass ein Greifer aus tieferen Schichten des 2 m großen Einschlagkraters freigelegtes Material entnehmen konnte.</p>



<p>Bei diesen Untersuchungen mit dem Greifer konnte bereits festgestellt werden, dass es sich in Oberflächennähe des Asteroiden um kohäsionsloses Material handelt. Das feinkörnige Lockergestein hat keinen Zusammenhalt untereinander. Die Haftfestigkeit der Partikel untereinander ist sehr niedrig. Dieses wurde auch durch den durch das Projektil verursachten großen Einschlagkrater bestätigt.</p>



<p>Mitte November 2019 verließ Hayabusa-2 die Asteroidenumlaufbahn ohne die ausgesetzten Lander und Rover. Diese blieben auf der Oberfläche von Ryugu zurück.</p>



<p>Hayabusa-2 trat seinen Rückweg zur Erde an, um dort in einem Swing-by-Manöver am 5. Dezember 2020 aus der Bahn katapultiert und beschleunigt zu werden. Damit begann eine erweiterte Mission, die Hayabusa-2 bis zum Jahr 2031 zum Vorbeiflug an zwei weiteren Asteroiden führen wird.</p>



<p>Die Rückkehrkapsel mit dem Probenmaterial vom Ryugu wurde kurz vor dem Swing-by von Hayabusa-2 abgesprengt und trat in die Erdatmosphäre ein. Am Fallschirm landete die Kapsel in der Woomera Test Range in Australien. Zur weiteren Analyse der Proben wurde die Kapsel ins Extraterrestrial Sample Curation Center der JAXA gebracht.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/OSIRISRExdiagramWikipNASA.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Hauptbestandteile und Instrumentenausstattung von OSIRIS-REx: A Rückkehrkapsel, B TAGSAM, C Sondenkörper, D Solarmodule, E Parabolantenne; f Triebwerke, g Sternsensoren, h Antenne, j Antenne, k Heliumtank; 1 Lidar, 2 OLA, 3 OCAMS, 4 OTES, 5 OVIRS. (Grafik: NASA via Wikipedia)" data-rl_caption="" title="Hauptbestandteile und Instrumentenausstattung von OSIRIS-REx: A Rückkehrkapsel, B TAGSAM, C Sondenkörper, D Solarmodule, E Parabolantenne; f Triebwerke, g Sternsensoren, h Antenne, j Antenne, k Heliumtank; 1 Lidar, 2 OLA, 3 OCAMS, 4 OTES, 5 OVIRS. (Grafik: NASA via Wikipedia)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/OSIRISRExdiagramWikipNASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hauptbestandteile und Instrumentenausstattung von OSIRIS-REx: A Rückkehrkapsel, B TAGSAM, C Sondenkörper, D Solarmodule, E Parabolantenne; f Triebwerke, g Sternsensoren, h Antenne, j Antenne, k Heliumtank; 1 Lidar, 2 OLA, 3 OCAMS, 4 OTES, 5 OVIRS. (Grafik: NASA via Wikipedia)</figcaption></figure>



<p><strong>Die Mission Osiris-REx</strong></p>



<p>In den letzten Jahren wurden mehrere Raumsonden gestartet, die als Hauptziel die Erforschung von Asteroiden haben.<br>Die Raumsonde OSIRIS-REx (Origins Spectral Interpretation Resource Identification Security – Regolith Explorer) ist eine Raumsonde der NASA. Sie wurde am 8. September 2016 mit einer Atlas-V vom LC-41 in Cape Canaveral gestartet.</p>



<p>Hauptaufgabe der Raumsonde OSIRIS-REx ist die Erforschung des Asteroiden Bennu, einem erdnahen Asteroiden mit einem Durchmesser von 494 m.</p>



<p>Für die Erforschung des Asteroiden stehen OSIRIS-REx fünf unterschiedliche Instrumente zur Verfügung:</p>



<p>Die OCAMS (OSIRIS-REx Camera Suite) ist ein aus mehreren hochauflösenden Kameras bestehendes System, welches Bilder der Asteroidenoberfläche aufnimmt und auch hochauflösende Bilder möglicher Probenentnahmestellen aufgenommen hat. Die Probenentnahme wurde von OCAMS aufgezeichnet.</p>



<p>OLA (OSIRIS-REx Laser Altimeter) lieferte Daten mit einem LIDAR, welches Laserimpulse auf die Oberfläche von Bennu gesendet hat. Durch die Zeitdifferenzen von gesendeten und reflektiertem Lichtstrahl konnte die Entfernung zwischen Raumsonde und Asteroid bestimmt werden. Damit konnten hochauflösende topografische Daten über Bennu bereitgestellt werden.</p>



<p>OTES hat über ein Wärmeemissionsspektrometer Daten über die mineralische Zusammensetzung, die durchschnittliche Partikelgröße und die Temperaturverteilung der Oberfläche ermittelt.</p>



<p>OVIRS (OSIRIS-REx Visible and Infrared Spectrometer) sammelt und analysiert sichtbares und infrarotes Licht und liefert damit Spektralkarten über mineralisches und organisches Material an der Oberfläche von Bennu. Diese Untersuchungen werden durch das Studentenexperiment REXIS (Regolith X-ray Imaging Spectrometer) untersützt.</p>



<p>Ende Dezember 2018 trat OSIRIS-REx in einen Orbit um den Astroiden Bennu ein und begann mit der Kartografierung der Asteroidenoberfläche. Über mehrere Monate hinweg wurde die Umlaufbahn um Bennu von anfänglich 1,75 km auf eine Oberflächenentfernung von 375 m zum Asteroiden verringert. Nach einer Überprüfung des TAGSAM (Touch-And-Go Sample Acquisition Mechanism) genannten Roboterarms wurde das eigentliche Missionsziel durchgeführt.</p>



<p>Die Umlaufbahn von OSIRIS-REx wurde weiter abgesenkt, so dass der Probenentnahmekopf am Ende des Roboterarms die Asteroidenoberfläche berühren konnte. Dabei sollte der Probenentnahmekopf bis auf 50 cm Tiefe in die Oberfläche von Bennu eindringen. Durch zusätzlichen Ausstoss von Stickstoff wurde weiteres Probenmaterial von der Oberfläche aufgewirbelt.</p>



<p>Insgesamt sollten so 60 g Regolith-Gestein und mehrere Kubikzentimeter an Oberflächenstaub eingesammelt werden. Die Umlaufbahn von OSIRIS-REx wurde wieder angehoben und die Probenentnahmestelle ausführlich über die hochauflösenden Kameras beobachtet. Dabei stellte sich heraus, dass TAGSAM mehr als die gewünschten 60 g Regolith einsammelte. Eine nochmalige Probenentnahme war demnach nicht mehr erforderlich. Auffallend war allerdings, dass der Probenentnahmekopf beim Berühren der Asteroidenoberfläche auf keinen Widerstand stieß.</p>



<p>Das Asteroidenmaterial, welches in der Probenentnahmeeinheit war, wurde mitsamt des Probenentnahmekopfes in eine Probenrückkehrkapsel namens SRC (OSIRIS-REx Sample Return Capsule) eingeführt.</p>



<p>Am 10. März 2021 wurden die Triebwerke von OSIRIS-REx gezündet und es verließ die Umlaufbahn um Bennu. Auf dem Rückweg an der Erde vorbei wird die Probenrückkehrkapsel ausgestoẞen, und dringt in die Erdatmosphäre ein, wo sie dann am 24. September 2023 auf der Utah Test and Training Range landen wird.</p>



<p>OSIRIS-REx wird seine Mission unter dem Namen OSIRIS-APEX (OSIRIS APophis EXplorer) fortsetzen und den Asteroiden Apophis 2029 erreichen, um ihn dann auf einer 18 monatigen Mission zu untersuchen.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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		<title>Schutz der Erde: ESA-Zentrum für Weltraumsicherheit eröffnet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/schutz-der-erde-esa-zentrum-fuer-weltraumsicherheit-eroeffnet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2022 17:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[ClearSpace-1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das neue Zentrum für Weltraumsicherheit der ESA ist ein Knotenpunkt für Aktivitäten zum Schutz unseres Planeten vor Sonnenstürmen, gefährlichen Asteroiden und ausgedienten Satelliten. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA. 14. April 2022 &#8211; Der Generaldirektor der ESA, Josef Aschbacher, hat die Einrichtung vorgestern (12. April 2022) im ESA-Missionskontrollzentrum ESOC in Darmstadt eingeweiht. Das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das neue Zentrum für Weltraumsicherheit der ESA ist ein Knotenpunkt für Aktivitäten zum Schutz unseres Planeten vor Sonnenstürmen, gefährlichen Asteroiden und ausgedienten Satelliten. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JAschbacherandRDensinginaugurateSpaceSafetyCentreESAJMai2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JAschbacherandRDensinginaugurateSpaceSafetyCentreESAJMai26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher und Direktor Rolf Densing eröffnen das neue Zentrum für Weltraumsicherheit. (Foto: ESA / J. Mai)</figcaption></figure></div>



<p>14. April 2022 &#8211; Der Generaldirektor der ESA, Josef Aschbacher, hat die Einrichtung vorgestern (12. April 2022) im ESA-Missionskontrollzentrum ESOC in Darmstadt eingeweiht.</p>



<p>Das Leben in der Nähe eines aktiven Sterns, in einem Sonnensystem voller alter und sich schnell fortbewegender Asteroiden und auf einem Planeten, der zunehmend von ausgedienten Satelliten und deren Trümmern umzingelt wird, ist mit einer Fülle von Herausforderungen verbunden. Das Weltraumsicherheitsprogramm der ESA beschäftigt sich mit den notwendigen Maßnahmen, um die Auswirkungen dieser Gefahren einzudämmen und zu verhindern.</p>



<p>Das am 12. April eingeweihte neue Space Safety Centre ist eine spezielle Einrichtung für die Teams, die das Weltraumwetter überwachen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Die von der Sonne in den Weltraum ausgestrahlten elektromagnetischen Strahlen und geschleuderten geladenen Teilchen können aktive Satelliten, Astronaut*innen und die Infrastruktur auf der Erde, wie z. B. Stromnetze, stören oder beschädigen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JAschbacherSpaceSafetyCentreESAJMai2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JAschbacherSpaceSafetyCentreESAJMai26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher weiht neues ESA-Zentrum für Weltraumsicherheit ein. (Foto: ESA / J. Mai)</figcaption></figure></div>



<p>„Diese neue ESA-Einrichtung verdeutlicht den Ehrgeiz Europas, seine kritischen Missionen in der Erdumlaufbahn und die zivile Infrastruktur am Boden bestmöglich gegen Gefahren aus dem Weltraum zu schützen“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.</p>



<p>„Die ESA trägt in enger Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedstaaten zu unabhängigeren und robusteren Raumfahrtprogrammen bei &#8211; heute und in Zukunft.“</p>



<p>Die Teams der ESA überwachen den Zustand der Daten, die von unseren Satelliteninstrumenten und anderen Weltraumwetterdiensten auf der Erde eingehen. Auf diese Weise sorgen sie dafür, dass Raumfahrzeuge und Astronaut*innen vor den unvorhersehbaren Ausbrüchen unseres Sterns geschützt sind, und tragen gleichzeitig zum Schutz der zivilen Infrastruktur, wie z. B. der Stromnetze, auf der Erde bei.</p>



<p><strong>Schaffung von Eigenständigkeit für Europa</strong><br>Das Zentrum für Weltraumsicherheit ist eine Premiere für die ESA und bietet ein dynamisches Umfeld, wo die nächste Generation von Kapazitäten, Tools und Modellen für das Weltraumwetter in enger Zusammenarbeit mit europäischen Instituten und der Industrie entwickelt, getestet und bewertet wird.</p>



<p>Das Zentrum liefert auch Informationen und Warnungen zum Weltraumwetter für die von der ESA betriebenen Raumfahrtmissionen. Es arbeitet eng mit dem Weltraumwetter-Netzwerk der ESA zusammen und versorgt europäische Satellitenbetreiber, Behörden, Institutionen, Forscher*innen und kommerzielle Sektoren, die von der Sonnenaktivität betroffen sind, wie z. B. Transport-, Navigations- und Stromnetzbetreiber, mit zeitnahen und zuverlässigen Weltraumwetterinformationen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/InsideESAsSpaceSafetyCentreESAJMai2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/InsideESAsSpaceSafetyCentreESAJMai26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Im neuen Zentrum für Weltraumsicherheit. (Foto: ESA / J. Mai)</figcaption></figure></div>



<p>Die Teams des Zentrums werden die von den Weltraumwettersensoren der ESA empfangenen Daten überwachen. Dazu gehören heute die Nutzlasten an Bord von <a href="https://www.raumfahrer.net/proba-2-beobachtet-sonneneruption/" data-wpel-link="internal">Proba-2</a>, die Nutzlasten, die auf Missionen anderer Organisationen mitfliegen und in Zukunft auch die Daten der Vigil- und Aurora-Missionen sowie von neuen Nanosatellitenmissionen.</p>



<p>Darüber hinaus wird es in Zukunft auch zur Überwachung der Nutzung von Daten eingesetzt, die von den drei bevorstehenden Weltraumsicherheitsmissionen der ESA gesammelt werden.</p>



<p>„Die Einrichtung dieses Zentrums in unserem ESOC-Missionskontrollzentrum zeigt unsere Vorreiterrolle und ist ein klarer Schritt auf dem Weg der ESA, die europäische Eigenständigkeit im Weltraum zu stärken“, sagt Rolf Densing, ESA-Direktor für Missionsbetrieb.</p>



<p>„Ein starkes Weltraumwetterereignis könnte in Europa einen Schaden von über 15 Milliarden Euro verursachen. Wir können zwar nicht die Folgen des Weltraumwetters aufhalten, aber teure Bodeninfrastrukturen und Satelliten, und die damit verbundenen wichtigen Dienste, können durch Prognosen, rechtzeitige Warnungen und Echtzeitinformationen geschützt werden.“</p>



<p><strong>Bevorstehende ESA-Weltraumsicherheitsmissionen</strong></p>



<p><strong>Vigil</strong><br><a href="https://www.raumfahrer.net/esa-vigil-der-treue-waechter-der-erde/" data-wpel-link="internal">ESA Vigil</a> wird unsere aktive und unberechenbare Sonne überwachen und uns vor ihren heftigen Ausbrüchen schützen.</p>



<p><strong>Hera</strong><br>Der Start von <a href="https://www.raumfahrer.net/esa-industrie-beginnt-arbeit-an-hera/" data-wpel-link="internal">Hera</a> ist für 2024 geplant. Die Mission wird die Folgen des ersten kinetischen Einschlagtests zur Ablenkung von Asteroiden untersuchen, der von der DART-Mission der NASA durchgeführt wird.</p>



<p>Das europäische Vorzeigeprojekt Planetary Defender wird aus dem groß angelegten Experiment eine verständliche und wiederholbare Technik zur Verteidigung des Planeten machen. Hera wird neue Technologien zeigen, von der autonomen Navigation um einen Asteroiden bis hin zum Einsatz von CubeSats in den Tiefen des Weltalls. Sie wird die erste Sonde der Menschheit sein, die ein binäres Asteroidensystem ansteuert und eine Technik zur Planetenverteidigung vollständig erprobt.</p>



<p><strong>ClearSpace-1</strong><br><a href="https://www.raumfahrer.net/mission-zur-entfernung-von-weltraummuell-beauftragt/" data-wpel-link="internal">Clearspace-1</a> ist die erste Mission, die ein Stück Weltraummüll aus der Umlaufbahn entfernen wird. Dabei wird Clearspace-1 ein 112 kg schweres Wrackteil abfangen und herunterbringen, damit es wieder sicher in die Atmosphäre eintreten kann.</p>



<p>Die Organisation bezieht das vom Clean Space Team der ESA entwickelte Projekt als Dienstleistung vom Schweizer Start-up-Unternehmen „Clearspace SA“. Damit soll die für die Trümmerbeseitigung benötigte Technologie und der erste Schritt zum Aufbau eines neuen und nachhaltigen kommerziellen Sektors im Weltraum demonstriert werden. Die Mission befindet sich derzeit in der Entwicklung und wird voraussichtlich im Jahr 2026 starten.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg530753#msg530753" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li></ul>
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		<title>Zielen, treffen und ablenken</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zielen-treffen-und-ablenken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Nov 2021 17:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[APL]]></category>
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		<category><![CDATA[DART]]></category>
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		<category><![CDATA[Dimorphos]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Hera]]></category>
		<category><![CDATA[Museum für Naturkunde]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 24. November 2021 startet die erste Mission der NASA zur Ablenkung eines Asteroiden. Der geplante Aufprall des Raumfahrtzeugs im Herbst 2022 auf dem Asteroidenmond Dimorphos erforderte im Vorfeld umfangreiche wissenschaftliche Modellierungen der Simulation des Aufpralls, die unter anderem am Museum für Naturkunde Berlin durchgeführt wurden. Eine Presseinformation des Museums für Naturkunde. Quelle: Museum für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 24. November 2021 startet die erste Mission der NASA zur Ablenkung eines Asteroiden. Der geplante Aufprall des Raumfahrtzeugs im Herbst 2022 auf dem Asteroidenmond Dimorphos erforderte im Vorfeld umfangreiche wissenschaftliche Modellierungen der Simulation des Aufpralls, die unter anderem am Museum für Naturkunde Berlin durchgeführt wurden. Eine Presseinformation des Museums für Naturkunde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Museum für Naturkunde Berlin.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DART20210706MassPropTesting2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DART20210706MassPropTesting26.jpg" alt=""/></a><figcaption>DART auf dem Spintisch. (Bild: NASA/Johns Hopkins APL)</figcaption></figure></div>



<p>22. November 2021 &#8211; Ständig treffen Teile von interplanetarem Staub und Gestein auf die Erde. Die meisten von ihnen sind harmlos und verglühen in unserer Atmosphäre. Doch 2013 trat ein unentdeckter, mit 18 Metern relativ kleiner Asteroid in die Erdatmosphäre ein und explodierte über <a href="https://www.raumfahrer.net/orbit-des-ural-meteoriten-berechnet/" data-wpel-link="internal">Tscheljabinsk</a>, Russland. Die Explosion verletzte mehr als 1.600 Menschen und verursachte Schäden in Höhe von etwa 30 Millionen Dollar. Astronom*innen schätzen, dass es etwa 25.000 erdnahe Asteroiden mit einer Größe von über 140 Metern gibt – eine potentiell große Gefahr.</p>



<p>Der Double Asteroid Redirection Test (DART) der NASA ist die erste Mission zur Ablenkung eines Asteroiden. Das DART-Raumfahrzeug, das die Größe eines Verkaufsautomaten hat und im Wesentlichen aus Solarzellenfeldern und zwei Antriebssystemen besteht, wurde vom Johns Hopkins Applied Physics Laboratory (APL) gebaut.</p>



<p>DART wird auf den Asteroidenmond Dimorphos ausgerichtet, den es mit einer Geschwindigkeit von mehr als sechs Kilometern pro Sekunde (oder fast 22.000 Kilometer pro Stunde) treffen wird. Das binäre Asteroidensystem Didymos besteht aus einem größeren Asteroiden namens Didymos (mit einem Durchmesser von 780 Metern) und einem kleineren, umlaufenden Asteroidenmond namens Dimorphos (160 Meter). Asteroiden umkreisen wie die Planeten die Sonne, die meisten von ihnen auf stabilen Bahnen zwischen den Planeten Mars und Jupiter. Sie werden nur dann gefährlich, wenn sich ihre Bahnen und die Erdumlaufbahn zum gleichen Zeitpunkt kreuzen. Der Schlüssel zur Vermeidung eines Einschlags ist die Fähigkeit der Vorhersage gegenseitiger Annäherungen, um dann die Bahn des Asteroiden geringfügig so zu verändern, dass der Asteroid früher oder später am Schnittpunkt von Erdbahn und Asteroidenorbit eintrifft, um eine Kollision mit der Erde zu vermeiden.</p>



<p>Die Durchführung einer solchen Mission erfordert umfangreiche Modellierung und Simulation des kinetischen Aufpralls, die unter anderem am Museum für Naturkunde Berlin durchgeführt werden. Prof. Dr. Kai Wünnemann leitet hier zusammen mit internationalen Kolleg*innen die Arbeitsgruppe &#8222;Impact Modeling&#8220; und erklärt: &#8222;Zwar kann durch präzise Beobachtungen des Asteroidensystems durch Teleskope vor und nach dem Einschlag vermessen werden, wie stark Dimorphos durch den Aufprall abgelenkt wurde, genauere Resultate und insbesondere eine detaillierte Beobachtung des verursachten Kraters sowie die Bestimmung der Eigenschaften des Asteroiden und seines Mondes werden aber erst im Rahmen der Hera Mission der ESA, die 2024 gestartet wird, folgen.&#8220;</p>



<p>Auch das ebenfalls in Berlin (Adlershof) ansässige Institut für Planetenforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist an DART wissenschaftlich beteiligt. Dr. Jean-Baptiste Vincent ist Mitglied der &#8222;Proximity&#8220;-Arbeitsgruppe, in der die Oberflächenmorphologie von Didymos und Dimorphos untersucht und ein Formmodell beider Asteroiden erstellt wird. Dr. Vincent und das DLR ist mit mehreren internationalen Kollegen u.a. auch für die Aufnahmeplanung und Datenanalyse der Kamera auf der Nachfolgemission HERA der Europäischen Weltraumorganisation ESA verantwortlich. HERA wird 2024 starten und wie DART zu Didymos und Dimorphos fliegen, um die Auswirkungen der Kollision von DART und Dimorphos zu untersuchen.</p>



<p>Der Start von DART ist für den 24. November 2021 geplant, der Einschlag in Dimorphos erfolgt zwischen dem 26. September und dem 1. Oktober 2022. Obwohl Didymos zu diesem Zeitpunkt noch etwa 11 Millionen Kilometer von der Erde entfernt sein wird, können Teleskope auf der ganzen Welt die Veränderung der Umlaufbahn bestimmen.</p>



<p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://dart.jhuapl.edu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://dart.jhuapl.edu/</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18794.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DART auf Falcon 9 (B1063.3) von Vandenberg</a></li></ul>
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		<title>Raumfahrtkamera aus Jena auf Asteroidenjagd</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumfahrtkamera-aus-jena-auf-asteroidenjagd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 May 2021 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Didymos]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Hera]]></category>
		<category><![CDATA[Jena-Optronik GmbH]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jena-Optronik GmbH liefert für die Mission HERA ein neues Kamerasystem an die industrielle Hauptauftragnehmerin OHB System AG. Eine Presseinformation der Jena-Optronik GmbH. Quelle: Jena-Optronik GmbH. Die Raumsonde HERA der Europäischen Raumfahrtagentur ESA soll zusammen mit ihrem Pendant, der NASA-Sonde „DART“ (Abkürzung für Double Asteroid Redirection Test, Doppel-Asteroiden Umleitungs-Test), die Auswirkungen eines Aufpralls auf einen Asteroiden [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Jena-Optronik GmbH liefert für die Mission HERA ein neues Kamerasystem an die industrielle Hauptauftragnehmerin OHB System AG. Eine Presseinformation der Jena-Optronik GmbH.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Jena-Optronik GmbH.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HeraESAscienceoffice15.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="HERA im All - künstlerische Darstellung. (Bild: ESA-Science Office)" data-rl_caption="" title="HERA im All - künstlerische Darstellung. (Bild: ESA-Science Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HeraESAscienceoffice26.jpg" alt=""/></a><figcaption>HERA im All &#8211; künstlerische Darstellung.<br>(Bild: ESA-Science Office)</figcaption></figure></div>



<p>Die Raumsonde HERA der Europäischen Raumfahrtagentur ESA soll zusammen mit ihrem Pendant, der NASA-Sonde „DART“ (Abkürzung für Double Asteroid Redirection Test, Doppel-Asteroiden Umleitungs-Test), die Auswirkungen eines Aufpralls auf einen Asteroiden untersuchen, um aus diesem Experiment Methodik und Technologie zum Umlenken solcher Gesteinsbrocken im All abzuleiten. Die OHB System AG, ein Tochterunternehmen des Raumfahrtkonzerns OHB SE, wurde von der ESA mit der Leitung des industriellen Konsortiums für HERA beauftragt.</p>



<p>„HERA ist eine prestigeträchtige Mission und wir bei Jena-Optronik freuen uns darauf, mit unserer Kamera einen entscheidenden Anteil zum Erfolg beizutragen. Im Rahmen der Mission fliegen zwei Sonden (DART und HERA) zum Asteroiden Didymos. Während DART auf dem Asteroiden „einschlagen“ wird, ist es die Aufgabe von HERA ca. vier Jahre später entsprechende Daten rund um die Auswirkungen des Einschlags zu sammeln – die dafür notwendige Kamera zur Beobachtung des Asteroiden kommt hierbei von Jena-Optronik. Die HERA-Mission soll dazu dienen, die Struktur und Zusammensetzung von Asteroiden besser zu verstehen. Gleichzeitig erhofft man sich Erkenntnisse, um auf eine mögliche, nötige Abwehr eines Asteroiden besser vorbereitet zu sein“, erläutert Steffen Schwarz, Vertriebsleiter der Jena-Optronik.</p>



<p>Die Kamera für HERA basiert – mit einer an die Mission angepassten Optik &#8211; auf dem ASTROhead der Jenaer Raumfahrtspezialisten, welcher seinen Jungfernflug 2019 auf dem Mission Extension Vehicle „<a href="https://www.raumfahrer.net/mev-2-erfolgreich-an-intelsat-10-02-angedockt/" data-wpel-link="internal">MEV</a>“, zur Verlängerung der Lebensdauer von Satelliten, feiern durfte. Die kompakte HERA-Kamera wird sowohl zur Navigation, als auch für Aufnahmen des Asteroiden genutzt werden.</p>



<p>Steffen Schwarz weiter: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit im Rahmen eines weiteren spannenden Projekts mit unserem langjährigen Kunden OHB. Bei dieser Mission wollen wir &#8211; anders als bisher &#8211; nicht nur gemeinsam in den erdnahen Orbit, sondern noch ein ganzes Stück weiterfliegen.“</p>



<p>Die Ergebnisse der Mission liefern wertvolle Daten für die sogenannte AIDA-Kollaboration (kurz für: Asteroid Impact Deflection Assessment) der Raumfahrtagenturen ESA und NASA. Diese dient dem Schutz des irdischen Lebens vor der Gefahr von Asteroideneinschlägen auf der Erde aus dem All.</p>



<p>Mit einem breiten Anwendungsspektrum von Navigation, über Bildaufnahmen, bis in den Bereich der Erkennung von Gefahren im Weltraum („Space Situational Awareness“), können Kameras, Sternsensoren und Raumfahrt-Optiken aus Jena sowohl in der bemannten, als auch in der unbemannten Raumfahrt vielseitig eingesetzt werden.</p>



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