<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>HIM &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/him/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Sat, 05 Feb 2022 11:38:40 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>HIM &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Weltweite Ringfahndung nach Dunkler Materie</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/weltweite-ringfahndung-nach-dunkler-materie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2022 13:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[ALP]]></category>
		<category><![CDATA[DM]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkle Materie]]></category>
		<category><![CDATA[GNOME]]></category>
		<category><![CDATA[HIM]]></category>
		<category><![CDATA[JGU]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetometer]]></category>
		<category><![CDATA[Mainz]]></category>
		<category><![CDATA[PRISMA+]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Mainz]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenarbeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=105268</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sensornetzwerk GNOME publiziert erstmals umfassende Daten in Nature Physics – Neun Stationen in sechs Ländern beteiligt. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 20. Januar 2022 &#8211; Ein internationales Forscherteam unter federführender Beteiligung des Exzellenzclusters PRISMA+ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM) hat erstmals umfassende Daten zur Suche [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/weltweite-ringfahndung-nach-dunkler-materie/" data-wpel-link="internal">Weltweite Ringfahndung nach Dunkler Materie</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="sensornetzwerk-gnome-publiziert-erstmals-umfassende-daten-in-nature-physics-neun-stationen-in-sechs-landern-beteiligt-eine-pressemitteilung-der-johannes-gutenberg-universitat-mainz">Sensornetzwerk GNOME publiziert erstmals umfassende Daten in Nature Physics – Neun Stationen in sechs Ländern beteiligt. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RingfahndungGNOMEHectorMasiaRoig.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RingfahndungGNOMEHectorMasiaRoig26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Mainzer Part des GNOME Netzwerks. (Foto: Hector Masia Roig)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">20. Januar 2022 &#8211; Ein internationales Forscherteam unter federführender Beteiligung des Exzellenzclusters PRISMA+ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM) hat erstmals umfassende Daten zur Suche nach Dunkler Materie mit einem weltweiten Netzwerk an optischen Magnetometern veröffentlicht. Durch korrelierte Messungen an zahlreichen Stationen des GNOME-Netzwerks sollten Dunkle-Materie-Felder ein charakteristisches Signalmuster erzeugen, so die Überlegung. Bei der Analyse von Daten aus einem einmonatigen Dauerbetrieb von GNOME gab es noch keinen entsprechenden Hinweis. Die Messung erlaubt aber Einschränkungen in Bezug auf die Eigenschaften der Dunklen Materie zu formulieren, wie die Forscher in der renommierten Fachzeitschrift Nature Physics berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GNOME steht für global network of optical magnetometers for exotic physics searches. Dahinter verbergen sich über den Globus verteilte Magnetometer in Deutschland, Serbien, Polen, Israel, Südkorea, China, Australien und den USA. Mit GNOME wollen die Forscher insbesondere die Suche nach Dunkler Materie vorantreiben – eine der aufregendsten Herausforderungen der Grundlagenphysik im 21. Jahrhundert. Denn schon lange ist bekannt, dass viele rätselhafte astronomische Beobachtungen, wie die Rotationsgeschwindigkeit von Sternen in Galaxien oder das Spektrum der kosmischen Hintergrundstrahlung am besten durch Dunkle Materie erklärt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als einer der vielversprechendsten Kandidaten für Dunkle Materie gelten heute extrem leichte bosonische Teilchen. Zu ihnen zählen unter anderem sogenannte Axion-like Particles – kurz ALPs“, sagt Prof. Dr. Dmitry Budker, Professor bei PRISMA+ und am HIM, einer institutionellen Kooperation der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt. „Sie können auch als klassisches Feld, das mit einer bestimmten Frequenz oszilliert, betrachtet werden. Eine Eigenheit solcher bosonischen Felder ist, dass sie – so ein mögliches theoretisches Szenario – Muster und Strukturen bilden können. Im Ergebnis könnte die Dichte der Dunklen Materie in vielen verschiedenen Regionen konzentriert sein – es könnten sich zum Beispiel diskrete Domänenwände bilden, die kleiner als eine Galaxie, aber viel größer als die Erde sind.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dunkle Materie sollte charakteristische Signalmuster im Netzwerk auslösen</strong><br>„Durchdringt eine solche Wand die Erde, wird diese nach und nach durch das GNOME-Netzwerk erkannt und kann in den Magnetometern vorübergehende charakteristische Signalmuster hervorrufen“, erläutert Dr. Arne Wickenbrock, einer der Mitautoren der Studie. „Noch dazu sind die Signale miteinander in bestimmter Weise korreliert – je nachdem wie schnell sich die Wand bewegt und wann sie den jeweiligen Standort erreicht.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RingfahndungSkizzeGNOMEHectorMasiaRoig12.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RingfahndungSkizzeGNOMEHectorMasiaRoig26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Skizze des GNOME Netzwerks. (Grafik: Hector Masia Roig)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile besteht das Netzwerk aus 14 Magnetometern, die über acht Länder weltweit verteilt sind – neun von ihnen lieferten Daten für die aktuelle Analyse. Das Messprinzip beruht auf einer Wechselwirkung der Dunklen Materie mit den Kernspins der Atome in dem Magnetometer. Die Kernspins dieser Atome werden mit einem Laser mit einer bestimmten Frequenz angeregt und dabei alle in einer Richtung ausgerichtet. Ein potentielles Dunkle-Materie-Feld kann diese Richtung stören, was messbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im übertragenen Sinn kann man sich vorstellen, dass die Atome in dem Magnetometer zunächst durcheinander tanzen, verdeutlicht Hector Masia Roig, Doktorand in der Budker-Gruppe und ebenfalls Autor der aktuellen Studie. „Wenn sie die richtige Frequenz an Laserlicht „hören“, drehen sie sich alle zusammen. Dunkle Materieteilchen können die tanzenden Atome aus dem Gleichgewicht bringen. Diese Störung können wir sehr genau messen.“ Und nun wird das Netzwerk an Magnetometern wichtig: Wenn die Erde sich durch eine räumlich begrenzte Wand aus Dunkler Materie bewegt, werden nach und nach die tanzenden Atome in allen Stationen gestört – eine dieser Stationen steht in einem Labor am Helmholtz-Institut in Mainz. „Erst wenn wir die Signale aller Stationen abgleichen, können wir beurteilen, was die Störung ausgelöst hat“, so Hector Masia Roig. „Übertragen auf das Bild der tanzenden Atome heißt das: Wenn wir die Messerergebnisse aller Stationen vergleichen, können wir entscheiden, ob es nur ein mutiger Tänzer war, der aus der Reihe tanzt, oder tatsächlich eine weltweite Störung durch dunkle Materie.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der aktuellen Studie analysiert das Forscherteam die Daten aus einem einmonatigen Dauerbetrieb von GNOME – statistisch signifikante Signale treten in dem untersuchten Massebereich von einem Femtoelektronenvolt (feV) bis 100.000 feV nicht auf. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Forscher den Bereich, in dem solche Signale der Theorie nach zu finden sein könnten, noch weiter als bisher einschränken können. Für Szenarien, die auf diskrete Dunkle-Materie-Wände setzen, ist das ein wichtiges Ergebnis – „auch wenn wir mit unserer weltweiten Ringfahndung eine solche Domänenwand bisher nicht nachweisen konnten“, so Joseph Smiga, ebenfalls Doktorand in Mainz und Autor der Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zukünftige Arbeit der GNOME-Kollaboration wird sich darauf konzentrieren, sowohl die Magnetometer selbst als auch die Datenanalyse zu verbessern. So soll insbesondere ein Dauerbetrieb noch stabiler möglich sein. Das ist wichtig, um zuverlässig nach Signalen zu suchen, die länger als eine Stunde anhalten. Zudem sollen die bisherigen Alkali-Atome in den Magnetometern durch Edelgase ersetzt werden. Unter dem Titel Advanced GNOME erwarten die Forscher dadurch für künftige Messungen eine erheblich bessere Empfindlichkeit bei der Suche nach ALPs und Dunkler Materie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Veröffentlichung:</strong><br>Afach, S., Buchler, B.C., Budker, D. et al. <a href="https://www.nature.com/articles/s41567-021-01393-y" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Search for topological defect dark matter with a global network of optical magnetometers</a>. Nat. Phys. 17, 1396–1401 (2021), 07. Dezember 2021<br>DOI: 10.1038/s41567-021-01393-y</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=607.msg526427#msg526427" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dunkle Materie</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/weltweite-ringfahndung-nach-dunkler-materie/" data-wpel-link="internal">Weltweite Ringfahndung nach Dunkler Materie</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>JGU: Leichten Dunkle Materieteilchen auf der Spur</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jgu-leichten-dunkle-materieteilchen-auf-der-spur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Dec 2021 18:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[ALP]]></category>
		<category><![CDATA[Axionen]]></category>
		<category><![CDATA[CASPEr]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkle Materie]]></category>
		<category><![CDATA[dunkle Photonen]]></category>
		<category><![CDATA[HIM]]></category>
		<category><![CDATA[JGU]]></category>
		<category><![CDATA[kernmagnetische Resonanz]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetometer]]></category>
		<category><![CDATA[PRISMA+]]></category>
		<category><![CDATA[Rubidium]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Mainz]]></category>
		<category><![CDATA[Xenon]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=104422</guid>

					<description><![CDATA[<p>Verstärktes Signal und extrem empfindlich &#8211; Neue Technik der Kernmagnetischen Resonanz um fünf Größenordnungen empfindlicher. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 8. Dezember 2021 &#8211; Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Exzellenzclusters PRISMA+ der Johannes Gutenberg‐Universität Mainz (JGU) und des Helmholtz‐Instituts Mainz (HIM) hat eine Labor‐Methode zur Suche nach extrem leichten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jgu-leichten-dunkle-materieteilchen-auf-der-spur/" data-wpel-link="internal">JGU: Leichten Dunkle Materieteilchen auf der Spur</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Verstärktes Signal und extrem empfindlich &#8211; Neue Technik der Kernmagnetischen Resonanz um fünf Größenordnungen empfindlicher. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DM_verstaerker_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DM_verstaerker_26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Prinzip des Spinverstärkers und Fotografien der Versuchsapparatur. (Bild: Min Jiang / USTC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">8. Dezember 2021 &#8211; Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Exzellenzclusters PRISMA+ der Johannes Gutenberg‐Universität Mainz (JGU) und des Helmholtz‐Instituts Mainz (HIM) hat eine Labor‐Methode zur Suche nach extrem leichten Dunkle Materie Teilchen – sogenannte Axion‐like Particles (ALP) – erfolgreich weiterentwickelt. Prinzipiell nutzen die Forscherinnen und Forscher in ihren Experimenten Techniken der kernmagnetischen Resonanz: Durch einen neuen Aufbau konnten sie nun die Empfindlichkeit um fünf Größenordnungen gegenüber früheren Experimenten steigern, wie sie in der Zeitschrift Nature Physics zeigen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RamsayPreis_Budker_final.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RamsayPreis_Budker_final_26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Prof. Dr. Dmitry Budker. (Bild: Sabrina Hopp)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Noch ist über die genaue Natur der Dunklen Materie wenig bekannt. Als vielversprechende Kandidaten gelten heute extrem leichte bosonische Teilchen, etwa sogenannte Axionen, Axion‐like Particles oder auch Dunkle Photonen. Diese können als klassisches Feld angesehen werden, das mit einer bestimmten Frequenz oszilliert. Wie groß diese Frequenz – und demzufolge die Masse der Teilchen – ist, ist bisher nicht bekannt. Deshalb durchsuchen die Forschenden mit ihren Experimenten systematisch unterschiedliche Frequenzbereiche nach Hinweisen auf Dunkle Materie. „Dabei gibt es noch viel zu tun, denn einen großen Massebereich, der für ALPs in Frage kommt, haben wir noch nicht überprüft“, sagt Prof. Dr. Dmitry Budker, Professor bei PRISMA+ und am HIM, das neben der Universität auch vom GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt getragen wird. „Dabei setzen wir weiter auf das Prinzip der Kernspinresonanz, also die Tatsache, dass Kernspins auf Magnetfelder reagieren, die mit einer bestimmten Resonanzfrequenz schwingen. Die Stärke dieses Resonanzsignals bestimmen wir mit einem empfindlichen Magnetometer.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grundannahme der Experimente: Auch ein Dunkle‐Materie‐Feld beeinflusst die Kernspins eines Sensors in dieser Weise. Während sich die Erde durch dieses Feld bewegt, verhalten sich die Kernspins im Sensor genau wie in einem oszillierenden magnetischen Feld. Das Ergebnis ist ein durch Dunkle Materie hervorgerufenes Kernspin‐Signal.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kombination aus zwei Effekten: Vorverstärktes Signal und empfindlichere Messung</strong><br>Als Sensor nutzen die Mainzer Wissenschaftler und ihre Kollegen der University of Science and Technology of China (USTC) das Edelgas Xenon, genauer gesagt das Isotop Xenon‐129. Das Magnetometer, welches potentielle Signale misst, basiert auf dem Element Rubidium. Dabei gibt es vor allem zwei Besonderheiten: „Wir bauen das Experiment so auf, dass die Xenon‐Atome ein oszillierendes Feld zunächst verstärken: So würde der Effekt, den ein potentielles ALP Feld auslöst, um einen Faktor 100 größer sein“, beschreibt Co‐Autor Antoine Garcon, Doktorand am HIM. „Zudem befindet sich unser Magnetometer – also die Ausleseeinheit – in der gleichen Zelle wie das Sensorgas Xenon. Der stärkere Kontakt zwischen beiden erhöht neben dem stärkeren Signal zusätzlich die Empfindlichkeit der Messung.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dies ist mehr oder weniger das gleiche Prinzip, das unserem ‚Cosmic Axion Spin Precession Experiment‘‐Forschungsprogramm – kurz CASPEr – zugrunde liegt, einer Zusammenarbeit zwischen PRISMA+ und der Boston University in den USA. Die Details der technischen Umsetzung sind jedoch recht unterschiedlich“, ordnet Dmitry Budker ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der aktuellen Arbeit zeigten die Kooperationspartner zunächst, dass ihre Idee grundsätzlich funktioniert: Sie legen ein schwaches oszillierendes Magnetfeld an, um ein ALP Feld zu simulieren und können damit die vorhergesagten Signale exakt nachweisen. In einem nächsten Schritt bestimmten sie die Empfindlichkeit ihres Versuchsaufbaus: Im Ergebnis ist diese um fünf Größenordnungen besser als bei früheren Experimenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach erfolgreichem Proof‐of‐Principle starteten die Wissenschaftler erste Messreihen, um nach Dunkler Materie zu suchen. Dabei konnten sie den Massebereich von wenigen Femtoelektronenvolt (feV) bis beinahe 800 feV absuchen. Zwar konnten sie in diesem Bereich bisher kein ALP Signal finden, aber durch die viel höhere Empfindlichkeit ist es gelungen neue und strenge Grenzen im Hinblick auf die Stärke der ALP Wechselwirkung mit normaler Materie zu formulieren. Zudem konnten sie den Suchbereich im Vergleich zu den CASPEr‐Experimenten um eine Größenordnung hin zu höheren Massen erweitern – und so nach dem Ausschlussverfahren den Suchbereich für ALPs noch weiter einschränken. Auch für die Suche nach Dunklen Photonen ‐ den postulierten Botenteilchen der Dunklen Materie – konnte der Aufbau genutzt werden. Und auch hier ist es dem Forscherteam gelungen, entsprechende Grenzen festzusetzen. Durch längere Messzeiten könnte die Empfindlichkeit ihrer Methode noch weiter verbessert werden, beschreiben die Autoren in Nature Physics.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gleiches Prinzip – unterschiedliches Forschungsprojekt</strong><br>Einen sehr ähnlichen Versuchsaufbau beschreibt eine weitere kürzlich in Science Advances erschienene Arbeit. Auch hier ist Dmitry Budker beteiligt: „Wir verwenden im Wesentlichen denselben Spin‐Verstärker, allerdings zu einem anderen Zweck. Statt nach dem Dunkle‐Materie‐Feld suchen wir nach einer möglichen exotischen Wechselwirkung zwischen einer Massenquelle und Kernspins – sozusagen einer ‚fünften Kraft‘. Die exotischen Wechselwirkungen würden durch die Existenz ‚neuer‘ Teilchen entstehen, die wiederum eine Verbindung zu Dunkler Materie haben könnten.“ Auf der Suche nach neuer Physik jenseits des Standardmodells bietet die neue Methode jedenfalls spannende neue Ansätze und Perspektiven.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Veröffentlichungen:</strong><br>Jiang, M., Su, H., Garcon, A. et al. Search for axion‐like dark matter with spin‐based amplifiers, Nat. Phys. (2021), 18. November 2021<br>DOI: 10.1038/s41567‐021‐01392‐z<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41567-021-01392-z" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41567‐021‐01392‐z</a><br>Su, H., Wang, Y., Jiang, M. et al. Search for exotic spin‐dependent interactions with a spin‐based amplifier, Science Advances (Vol.7, Issue 47), 17. November 2021<br>DOI: 10.1126/sciadv.abi9535<br><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.abi9535" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.abi9535</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=607.msg523953#msg523953" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dunkle Materie</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jgu-leichten-dunkle-materieteilchen-auf-der-spur/" data-wpel-link="internal">JGU: Leichten Dunkle Materieteilchen auf der Spur</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>JGU: Farbzentren in Diamanten dienen als Gyroskope</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jgu-farbzentren-in-diamanten-dienen-als-gyroskope/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Nov 2021 15:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Diamant]]></category>
		<category><![CDATA[Farbzentren]]></category>
		<category><![CDATA[Gyroskop]]></category>
		<category><![CDATA[HIM]]></category>
		<category><![CDATA[JGU]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Mainz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=103530</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachweis erbracht: Farbzentren in Diamanten lassen sich als Gyroskope einsetzen. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 3. November 2021 &#8211; Drehen wir unseren Kopf, realisiert unser Gehirn diese Drehung vor allem über den visuellen Eindruck – also über das, was wir sehen. Technische Geräte dagegen setzen auf Gyroskope, sprich Rotationssensoren. Wichtig [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jgu-farbzentren-in-diamanten-dienen-als-gyroskope/" data-wpel-link="internal">JGU: Farbzentren in Diamanten dienen als Gyroskope</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nachweis erbracht: Farbzentren in Diamanten lassen sich als Gyroskope einsetzen. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/quantumhimgyroskopAndreyJarmola13.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/quantumhimgyroskopAndreyJarmola26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Experimenteller Aufbau des Diamant-Gyroskops mit Diamantsensor, Diodenlaser und Fotodetektor. (Grafik: Andrey Jarmola)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">3. November 2021 &#8211; Drehen wir unseren Kopf, realisiert unser Gehirn diese Drehung vor allem über den visuellen Eindruck – also über das, was wir sehen. Technische Geräte dagegen setzen auf Gyroskope, sprich Rotationssensoren. Wichtig sind diese unter anderem für die Navigation. So detektiert beispielsweise beim Autopiloten im Flugzeug ein Gyroskop die drei verschiedenen Rotationsarten, die das Flugzeug ausführen kann: Es kann rollen, also einen Flügel nach unten und den anderen nach oben drehen, die Nase nach oben beziehungsweise unten ziehen oder sich relativ zum Erdboden drehen. Wichtig sind Gyroskope auch in Fahrzeugen am Boden, etwa in autonom fahrenden Autos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Dmitry Budker publizierte bereits 2012 ihre Idee, Farbzentren in Diamanten als Gyroskope zu nutzen. Nun konnten die Forschenden den praktischen Nachweis dafür erbringen. Ihre Ergebnisse haben sie kürzlich im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Farbzentren in Diamant bereits zur Messung von Magnetfeldern genutzt</strong><br>„Wir und andere Gruppen nutzen diese Farbzentren bereits seit einigen Jahren zur Messung von Magnetfeldern“, erläutert Budker, Physiker an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und am Helmholtz-Institut Mainz (HIM), das neben der Universität auch vom GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt getragen wird. „Die Messung von Rotationen funktioniert prinzipiell auch wie bei einem Magnetometer, allerdings ergeben sich dabei einige Herausforderungen.“ So muss der Sensor schwankende magnetische Felder ignorieren, um die Rotationen messen zu können. Diesem Problem konnten Budker und sein Team jedoch beikommen. Einerseits nutzen sie für die Gyroskopie statt der Elektronenspins die Kernspins, die ein wesentlich kleineres magnetisches Moment und deshalb eine geringere Sensitivität für Magnetfelder besitzen. Andererseits konnten die Wissenschaftler externe Magnetfelder weitgehend abschirmen und trotzdem intern ein sehr stabiles Bias-Magnetfeld zur Erzeugung des Messeffekts aufrechterhalten, welches auch kaum auf Temperaturschwankungen reagiert. Sollten schwankende Magnetfelder im Außenraum auftreten, „sehen“ die Farbzentren diese nicht. Fragestellungen und Herausforderungen rund um dieses Magnetfeld widmete sich Dr. Peter Blümler von der JGU. Die Experimente und der erste Nachweis gelangen allerdings Dr. Andrey Jarmola und Budkers ehemaligem Doktoranden, Dr. Sean Lourette, an der University of California in Berkeley.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit berichten die Forscher in ihrer Veröffentlichung über zwei Neuerungen. Erstens konnten sie ihre Idee aus dem Jahre 2012 realisieren und erstmalig Farbzentren von Diamanten als Gyroskop nutzen. Zweitens erarbeiteten sie einen technischen Weg, um dies zu realisieren. Bis in die alltägliche Anwendung sind allerdings noch weitere Herausforderungen zu meistern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Veröffentlichung:</strong><br>Andrey Jarmola et al.<br><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.abl3840" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Demonstration of diamond nuclear spin gyroscope</a><br>Science Advances, 22. Oktober 2021<br>DOI: 10.1126/sciadv.abl3840</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jgu-farbzentren-in-diamanten-dienen-als-gyroskope/" data-wpel-link="internal">JGU: Farbzentren in Diamanten dienen als Gyroskope</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Maser für Präzisionsmessungen und zur Suche nach DM</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/maser-fuer-praezisionsmessungen-und-zur-suche-nach-dm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 13:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkle Materie]]></category>
		<category><![CDATA[HIM]]></category>
		<category><![CDATA[JGU]]></category>
		<category><![CDATA[Maser]]></category>
		<category><![CDATA[PRISMA+]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Mainz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=74732</guid>

					<description><![CDATA[<p>Neuartiger Maser für Präzisionsmessungen und zur Suche nach Dunkler Materie (DM) vorgestellt. Studie eines chinesisch-deutschen Forschungsteams berichtet über neuen Maser mit vielversprechenden Eigenschaften – Anwendung in der angewandten Wissenschaft und Grundlagenforschung. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ein binationales Forschungsteam der Chinesischen Universität für Wissenschaft und Technik (USTC) in Hefei, Provinz [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/maser-fuer-praezisionsmessungen-und-zur-suche-nach-dm/" data-wpel-link="internal">Maser für Präzisionsmessungen und zur Suche nach DM</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Neuartiger Maser für Präzisionsmessungen und zur Suche nach Dunkler Materie (DM) vorgestellt. Studie eines chinesisch-deutschen Forschungsteams berichtet über neuen Maser mit vielversprechenden Eigenschaften – Anwendung in der angewandten Wissenschaft und Grundlagenforschung. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ProfDrDBudkerSHopp.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Prof. Dr. Dmitry Budker (Bild: Sabrina Hopp)" data-rl_caption="" title="Prof. Dr. Dmitry Budker (Bild: Sabrina Hopp)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ProfDrDBudkerSHopp26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Prof. Dr. Dmitry Budker<br>(Bild: Sabrina Hopp)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein binationales Forschungsteam der Chinesischen Universität für Wissenschaft und Technik (USTC) in Hefei, Provinz Anhui, und des Exzellenzclusters PRISMA+ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM) hat einen neuartigen Maser vorgestellt. Ein Maser ist mit einem Laser vergleichbar, erzeugt jedoch größere Wellenlängen. Das Akronym steht für „Microwave Amplification through Stimulated Emission of Radiation” beziehungsweise „Mikrowellenverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neuartige Maser der Kooperationspartner nutzt den Kernspin von Atomen des Isotops Xenon-129, die polarisiert und durch optisch manipulierte Rubidium-Atome sondiert werden, das heißt der Spinzustand von Xenon wird somit ausgelesen. Das Gerät eröffnet nach Darstellung von Prof. Dr. Dmitry Budker, Professor für Experimentelle Atomphysik am Exzellenzcluster PRISMA+, neue Möglichkeiten für Präzisionsmessungen sowie für die Suche nach Dunkler Materie im Labor. Dunkle Materie macht den Großteil der Masse im Universum aus, ihr Ursprung ist bislang aber noch unbekannt. Die neue Studie wurde im Wissenschaftsmagazin Science Advances publiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Veröffentlichung:</strong><br>Min Jiang et al.<br><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.abe0719" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Floquet maser</a><br>Science Advances, 17. Februar 2021<br>DOI: 10.1126/sciadv.abe0719<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=607.msg503330#msg503330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dunkle Materie</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/maser-fuer-praezisionsmessungen-und-zur-suche-nach-dm/" data-wpel-link="internal">Maser für Präzisionsmessungen und zur Suche nach DM</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kursänderung auf der Reise zur Insel der Stabilität</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kursaenderung-auf-der-reise-zur-insel-der-stabilitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2021 11:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[GSI]]></category>
		<category><![CDATA[HIM]]></category>
		<category><![CDATA[JGU]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Mainz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=70329</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zentrum der Insel der Stabilität liegt nicht bei Element 114 – Schwerere Elemente werden verstärkt ins Rampenlicht rücken. Gemeinsame Pressemitteilung des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung, des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM) und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), in Zusammenarbeit mit der Universität Lund. Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Einem internationalen Forschungsteam gelang es, an den Beschleunigeranlagen des GSI [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kursaenderung-auf-der-reise-zur-insel-der-stabilitaet/" data-wpel-link="internal">Kursänderung auf der Reise zur Insel der Stabilität</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zentrum der Insel der Stabilität liegt nicht bei Element 114 – Schwerere Elemente werden verstärkt ins Rampenlicht rücken. Gemeinsame Pressemitteilung des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung, des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM) und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), in Zusammenarbeit mit der Universität Lund.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/flerovium11401GabiOttoGSI15.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Rückstoßseparator TASCA bei GSI: Der Calcium-Strahl des UNILAC-Beschleunigers gelangte durch das links im Bild sichtbare Strahlrohr zum Targetbereich (Bildmitte), in dem die Kernverschmelzung zur Flerovium-Produktion erfolgte. (Bild: Gabi Otto/GSI)" data-rl_caption="" title="Der Rückstoßseparator TASCA bei GSI: Der Calcium-Strahl des UNILAC-Beschleunigers gelangte durch das links im Bild sichtbare Strahlrohr zum Targetbereich (Bildmitte), in dem die Kernverschmelzung zur Flerovium-Produktion erfolgte. (Bild: Gabi Otto/GSI)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/flerovium11401GabiOttoGSI26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Rückstoßseparator TASCA bei GSI: Der Calcium-Strahl des UNILAC-Beschleunigers gelangte durch das links im Bild sichtbare Strahlrohr zum Targetbereich (Bildmitte), in dem die Kernverschmelzung zur Flerovium-Produktion erfolgte.<br>(Bild: Gabi Otto/GSI)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Einem internationalen Forschungsteam gelang es, an den Beschleunigeranlagen des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt neue Erkenntnisse über das künstlich erzeugte superschwere Element Flerovium, das Element 114, zu gewinnen. Unter Federführung der Universität Lund in Schweden und unter maßgeblicher Beteiligung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) sowie des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM) und weiterer Partner wurde Flerovium erzeugt und daraufhin untersucht, ob es eine abgeschlossene Protonenschale hat. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Flerovium entgegen der Erwartung kein sogenannter „magischer Kern“ ist. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Physical Review Letters, zusätzlich beleuchtet werden sie auch in einem Begleitartikel der American Physical Society.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den späten 1960er-Jahren formulierte unter anderem Sven-Gösta Nilsson, damals Physik-Professor an der Universität Lund, eine Theorie über die mögliche Existenz noch unbekannter superschwerer Elemente. Mittlerweile wurden solche Elemente erzeugt und viele Vorhersagen bestätigt. Unter anderem gelang die Entdeckung der sechs neuen Elemente 107 bis 112 bei GSI in Darmstadt, weitere bis zu Element 118 sind bereits bekannt. Es wurde auch prognostiziert, dass eine „magische“ Kombination von Protonen und Neutronen bei den superschweren Elementen zu stark ansteigenden Halbwertszeiten führen sollte. Dies tritt dann auf, wenn die jeweils eine gewisse Anzahl an Protonen und Neutronen fassenden Schalen im Atomkern komplett gefüllt sind. „Auch für Flerovium, das Element 114, wurde eine solche abgeschlossene, ‚magische‘ Protonenschalenstruktur vorhergesagt. Stimmte dies, läge Flerovium im Zentrum der sogenannten ‚Insel der Stabilität‘, einem Bereich der Nuklidkarte, in dem die superschweren Elemente durch die Schalenabschlüsse besonders hohe Lebensdauern aufweisen müssten“, erläutert Prof. Dr. Dirk Rudolph von der Universität Lund, der Sprecher des internationalen Experiments.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/flerovium11402ASamarkRothUniLund2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Detektionsapparatur der Universität Lund: Mittels eines Siliziumdetektorsystems im Innern einer Vakuumkammer, umgeben von neuen Germaniumdetektoren, wurden Energie und Zeit der Ankunft der Flerovium-Kerne sowie ihrer Zerfallsprodukte registriert, zum Beispiel Alphateilchen, Elektronen oder Spaltprodukte, sowie Röntgen- und Gammastrahlung. (Bild: Anton Såmark-Roth/Universität Lund)" data-rl_caption="" title="Detektionsapparatur der Universität Lund: Mittels eines Siliziumdetektorsystems im Innern einer Vakuumkammer, umgeben von neuen Germaniumdetektoren, wurden Energie und Zeit der Ankunft der Flerovium-Kerne sowie ihrer Zerfallsprodukte registriert, zum Beispiel Alphateilchen, Elektronen oder Spaltprodukte, sowie Röntgen- und Gammastrahlung. (Bild: Anton Såmark-Roth/Universität Lund)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/flerovium11402ASamarkRothUniLund26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Detektionsapparatur der Universität Lund: Mittels eines Siliziumdetektorsystems im Innern einer Vakuumkammer, umgeben von neuen Germaniumdetektoren, wurden Energie und Zeit der Ankunft der Flerovium-Kerne sowie ihrer Zerfallsprodukte registriert, zum Beispiel Alphateilchen, Elektronen oder Spaltprodukte, sowie Röntgen- und Gammastrahlung.<br>(Bild: Anton Såmark-Roth/Universität Lund)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Atomkerne von Flerovium zeigen ungewöhnliche Zerfallswege</strong><br>Inspiriert von Nilssons Theorien untersuchte die von der Arbeitsgruppe in Lund geleitete internationale Kollaboration in Experimenten bei GSI in Darmstadt, ob Flerovium-Kerne die vorhergesagten magischen Eigenschaften zeigen. Dazu wurden im Rahmen des FAIR-Phase-0-Experimentierprogramms während 18 Tagen jede Sekunde vier Billionen Calcium-48-Kerne mit 20 Protonen vom GSI-Linearbeschleuniger UNILAC auf zehn Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Sie wurden auf eine dünne Folie mit seltenem Plutonium-244 mit 94 Protonen geschossen, um so durch Kernverschmelzung Atomkerne des Fleroviums, das 114 Protonen besitzt, zu erzeugen. Dieses sogenannte Target wurde am Department Chemie der JGU mithilfe von Plutonium, das unter anderem vom Lawrence Livermore National Laboratory, USA, bereitgestellt wurde, hergestellt. Starke Magnete des GSI-Rückstoßseparators TASCA trennten die Flerovium-Kerne vom intensiven Calcium-Ionenstrahl ab, im Anschluss wurden sie in einer in Lund extra für dieses Experiment weiterentwickelten Detektionsapparatur registriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Detektor vermaß den radioaktiven Zerfall von 30 Flerovium-Kernen – also das Austreten von Kernbruchstücken von Flerovium – mit hoher Effizienz und Genauigkeit. Durch präzise Analyse dieser Bruchstücke und der Zeiten, innerhalb welcher sie emittiert wurden, gelang es dem Team, ungewöhnliche Zerfallswege der Atomkerne des Fleroviums zu bestimmen, die nicht mit seinen ursprünglich vorhergesagten „magischen“ Eigenschaften in Einklang zu bringen sind. „Unsere Studie zeigt, dass Element 114 nicht stabiler ist als andere in seiner Nähe. Dies ist ein sehr wichtiger Teil des Puzzles bei der weiteren Suche nach dem Zentrum der begehrten Insel der Stabilität“, sagt Prof. Dr. Christoph Düllmann, Professor für Kernchemie an der JGU und Leiter der Arbeitsgruppen bei GSI und am HIM.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Ergebnisse werden der Wissenschaft von großem Nutzen sein. Anstatt weiter im Bereich von Element 114 nach dem Zentrum der Insel der Stabilität zu suchen, werden nun noch schwerere Elemente, beispielsweise das noch unentdeckte Element 120, verstärkt ins Rampenlicht rücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Veröffentlichung:</strong><br>Anton Såmark-Roth et al.<br>Spectroscopy along Flerovium Decay Chains: Discovery of 280Ds and an Excited State in 282Cn<br>Physical Review Letters, 22. Januar 2021<br>DOI: 10.1103/PhysRevLett.126.032503<br><a href="https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.126.032503" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.126.032503</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kursaenderung-auf-der-reise-zur-insel-der-stabilitaet/" data-wpel-link="internal">Kursänderung auf der Reise zur Insel der Stabilität</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dmitry Budker erhält den Norman F. Ramsey Preis</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dmitry-budker-erhaelt-den-norman-f-ramsey-preis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2020 22:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Axionen]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkle Materie]]></category>
		<category><![CDATA[HIM]]></category>
		<category><![CDATA[JGU]]></category>
		<category><![CDATA[PRISMA+]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Mainz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=50385</guid>

					<description><![CDATA[<p>Physiker des Exzellenzclusters PRISMA+ und des Helmholtz-Instituts Mainz für bahnbrechende Arbeiten in der Präzisions-Spektroskopie von Atomen und Molekülen ausgezeichnet. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Es ist eine hoch angesehene Auszeichnung, die Dmitry Budker bei einer der nächsten Sitzungen der American Physical Society im Frühjahr 2021 entgegennehmen kann. Als Professor für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dmitry-budker-erhaelt-den-norman-f-ramsey-preis/" data-wpel-link="internal">Dmitry Budker erhält den Norman F. Ramsey Preis</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Physiker des Exzellenzclusters PRISMA+ und des Helmholtz-Instituts Mainz für bahnbrechende Arbeiten in der Präzisions-Spektroskopie von Atomen und Molekülen ausgezeichnet. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/RamsayPreisBudkerSHopp.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Prof. Dr. Dmitry Budker (Bild: Sabrina Hopp)" data-rl_caption="" title="Prof. Dr. Dmitry Budker (Bild: Sabrina Hopp)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/RamsayPreisBudkerSHoppbb.jpg" alt=""/></a><figcaption>Prof. Dr. Dmitry Budker<br>(Bild: Sabrina Hopp)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine hoch angesehene Auszeichnung, die Dmitry Budker bei einer der nächsten Sitzungen der American Physical Society im Frühjahr 2021 entgegennehmen kann. Als Professor für Experimentelle Atomphysik am Exzellenzcluster PRISMA+ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und Sektionsleiter am Helmholtz-Institut Mainz (HIM) erforscht er mit seiner Arbeitsgruppe grundlegende Symmetrien und Wechselwirkungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt ist die Suche nach Dunkler Materie, wobei der Fokus auf extrem leichten Teilchen wie Axionen oder axionähnlichen Teilchen als potentielle Bestandteile dieser allgegenwärtigen aber exotischen Materieform liegt. Mit seiner Gruppe entwickelt Dmitry Budker aktuell mehrere Experimente, um nach diesen Teilchen zu suchen. Alle Versuche setzen darauf, dass ständig ein Strom von Dunkler Materie fließt, der auf sehr subtile Weise die Eigenschaften der gewöhnlichen Materie beeinflusst. Nachweisen ließen sich solche Einflüsse beispielsweise mithilfe der Atomspektroskopie von Cäsium-Dampf oder spezieller Techniken der kernmagnetischen Resonanz (NMR) insbesondere in ultraniedrigen Feldern, so die Überlegungen. Zudem ist Budker mit seiner Arbeitsgruppe am Projekt GNOME federführend beteiligt, welches Signale von Dunkler Materie mithilfe eines weltweiten Netzwerks von Magnetometern aufspüren will.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zahlreiche Kollegen gratulieren</strong><br>Über die Auszeichnung mit dem Norman F. Ramsey Preis sagt Dmitry Budker: „Das ist eine große Anerkennung unserer Forschungsarbeiten und ich bin sehr stolz hierauf. Vor allem die Glückwünsche zahlreicher Kolleginnen und Kollegen haben mich sehr gefreut.“ Der einhellige Tenor der Gratulanten: „Das ist eine ausgezeichnete Nachricht und wohlverdient. Herzlichen Glückwunsch zu dieser enormen Leistung!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Norman F. Ramsey Preis soll herausragende Leistungen in den beiden Bereichen würdigen, in denen der Namensgeber, Nobelpreisträger Norman F. Ramsey, sich hervorgetan hat – in der Atom-, Molekül- und optischen Spektroskopie sowie bei Präzisionstests fundamentaler Gesetze und Symmetrien. Der Preis ist mit 10.000 $ dotiert und wird seit 2017 jährlich vergeben – Dmitry Budker ist der vierte Preisträger. Ausgezeichnet wird er für „bahnbrechende Arbeiten zur Untersuchung komplexer Atome, zur Prüfung grundlegender Symmetrien der Natur, zur Messung elektromagnetischer Felder, zur Suche nach exotischen Wechselwirkungen, zur Erforschung der Natur der Dunklen Materie und zur Messung der kernmagnetischen Resonanz in ultraniedrigen Feldern“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=607.msg491951#msg491951" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dunkle Materie</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dmitry-budker-erhaelt-den-norman-f-ramsey-preis/" data-wpel-link="internal">Dmitry Budker erhält den Norman F. Ramsey Preis</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cäsium-Dampf hilft bei der Suche nach Dunkler Materie</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/caesium-dampf-hilft-bei-der-suche-nach-dunkler-materie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 16:49:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[HIM]]></category>
		<category><![CDATA[JGU]]></category>
		<category><![CDATA[PRISMA+]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42983</guid>

					<description><![CDATA[<p>Physiker der JGU grenzen Suchbereich für Dunkle Materie weiter ein. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Suche nach Dunkler Materie ist eine der spannendsten Herausforderungen der Grundlagenphysik des 21. Jahrhunderts. Die Forscher wissen seit Langem, dass es sie geben muss, denn ohne sie lassen sich viele astrophysikalische Beobachtungen nicht erklären. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/caesium-dampf-hilft-bei-der-suche-nach-dunkler-materie/" data-wpel-link="internal">Cäsium-Dampf hilft bei der Suche nach Dunkler Materie</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Physiker der JGU grenzen Suchbereich für Dunkle Materie weiter ein. Eine Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102019184943_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102019184943_small_1.jpg" alt="Dionysis Antypas" width="260"/></a><figcaption>
Experimenteller Aufbau zur Atomspektroskopie mit Cäsium-Dampf  
<br>
(Bild: Dionysis Antypas)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Suche nach Dunkler Materie ist eine der spannendsten Herausforderungen der Grundlagenphysik des 21. Jahrhunderts. Die Forscher wissen seit Langem, dass es sie geben muss, denn ohne sie lassen sich viele astrophysikalische Beobachtungen nicht erklären. Beispielsweise bewegen sich die Sterne weit schneller, als sie es tun dürften, wenn nur „normale&#8220; Materie existieren würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt macht die uns bekannte sichtbare Materie nur maximal 20 Prozent der gesamten Materie im Universum aus &#8211; während ganze 80 Prozent der Dunklen Materie zuzurechnen sind. „Es steht sinnbildlich ein großer Elefant im Raum &#8211; und wir sehen ihn nicht&#8220;, erläutert Prof. Dr. Dmitry Budker, Wissenschaftler am Exzellenzcluster PRISMA+ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und am Helmholtz-Institut Mainz (HIM), die Herausforderung vor der er und viele seiner Kolleginnen und Kollegen weltweit stehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dunkle Materie könnte aus extrem leichten Teilchen bestehen</strong>
<br>
Bisher weiß jedoch niemand, woraus die Dunkle Materie besteht. In der Fachwelt wird eine ganze Reihe möglicher Teilchen, die als Kandidaten theoretisch in Frage kommen, diskutiert und erforscht. Als einer der vielversprechenden Kandidaten gelten heute sogenannte extrem leichte bosonische Teilchen. „Diese können wir auch als klassisches Feld ansehen, das mit einer bestimmten Frequenz oszilliert. Wie groß diese &#8211; und demzufolge die Masse der Teilchen &#8211; ist, wissen wir aber nicht&#8220;, erläutert Dmitry Budker. „Unsere Grundannahme ist, dass dieses Dunkle Materie-Feld an die sichtbare Materie ankoppelt und dabei bestimmte, eigentlich konstante Eigenschaften der Atome sehr subtil verändert.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner Mainzer Arbeitsgruppe hat Budker nun eine neue Methode entwickelt, die in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Physical Reviews Letters beschrieben ist. Sie beruht auf der Atomspektroskopie und beobachtet einen Dampf aus Cäsium-Atomen. Die Atome lassen sich mit Laserlicht einer ganz bestimmten Wellenlänge anregen. Diese Wellenlänge sollte sich minimal verändern, sobald der Cäsium-Dampf an ein Feld aus Dunkle-Materie-Teilchen ankoppelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Grundsätzlich liegt unserer Arbeit immer ein spezielles theoretisches Modell zugrunde, dessen Hypothesen wir experimentell überprüfen&#8220;, ergänzt der Erstautor der Veröffentlichung, Dr. Dionysis Antypas. „Hier arbeiten wir mit dem so genannten Relaxion-Modell, welches unsere Kollegen und Ko-Autoren am Weizmann Institut in Israel entwickelt haben.&#8220; Die Relaxion-Theorie besagt, dass es in der Nähe großer Massen wie der Erde einen Bereich geben muss, in dem die Dichte an Dunkler Materie größer und demzufolge die Kopplungseffekte einfacher zu beobachten und aufzuspüren sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bisher unzugänglichen Frequenzbereich abgesucht</strong>
<br>
Mit ihrer neuen Methode haben die Wissenschaftler jetzt einen bisher unerforschten Frequenzbereich zugänglich gemacht, in dem sich im Rahmen der Relaxion-Theorie die Auswirkungen bestimmter Formen der Dunklen Materie auf die atomaren Eigenschaften des Cäsium verhältnismäßig deutlich zeigen sollten. Auch erlauben die Ergebnisse den Forschern, neue Einschränkungen in Bezug auf die Natur dieser Dunklen Materie zu formulieren. Wobei Dmitry Budker die akribische Spurensuche gerne mit dem Bild des Tigers in der Wüste veranschaulicht. „In dem Frequenz-Bereich, den wir in unserer aktuellen Arbeit durchsucht haben, hat sich die Dunkle Materie bisher nicht zu erkennen gegeben &#8211; aber immerhin wissen wir nun, nachdem wir diesen Bereich durchkämmt haben, dass wir dort nicht weitersuchen müssen.&#8220; Übertragen auf den Tiger bedeutet das, dass die Forscher zwar immer noch nicht wissen, in welchem Teil der Wüste der Tiger ist, aber sehr wohl, in welchem Teil er nicht ist. „So grenzen wir den Teil der Wüste, in dem der Tiger sein kann, immer weiter ein. Und irgendwann werden wir ihn auf diese Weise finden&#8220;, ist Dmitry Budker überzeugt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Veröffentlichung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.123.141102" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">D. Antypas, O. Tretiak, A. Garcon, R. Ozeri, G. Perez, and D. Budker: Scalar Dark Matter in the Radio-Frequency Band: Atomic-Spectroscopy, DOI:</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/caesium-dampf-hilft-bei-der-suche-nach-dunkler-materie/" data-wpel-link="internal">Cäsium-Dampf hilft bei der Suche nach Dunkler Materie</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
