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	<title>Himmelskarte &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Himmelskarte &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Neue Himmelskarte mit 4,4 Millionen Galaxien veröffentlicht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-himmelskarte-mit-44-millionen-galaxien-veroeffentlicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2022 10:20:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sieben Jahre lang sammelte ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Hamburger Sternwarte der Universität Hamburg Daten für eine neue Himmelskarte mit 4,4 Millionen Galaxien. Eine Million dieser Galaxien war zuvor noch unbekannt. Die Karte wurde nun im Fachjournal „Astronomy &#38; Astrophysics&#8220; veröffentlicht. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg. Quelle: Universität Hamburg. 25. Februar 2022 &#8211; Möglich [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Sieben Jahre lang sammelte ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Hamburger Sternwarte der Universität Hamburg Daten für eine neue Himmelskarte mit 4,4 Millionen Galaxien. Eine Million dieser Galaxien war zuvor noch unbekannt. Die Karte wurde nun im Fachjournal „Astronomy &amp; Astrophysics&#8220; veröffentlicht. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Universität Hamburg.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ComaClusterAnnalisaBonafede.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ComaClusterAnnalisaBonafede26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Coma-Cluster ist 300 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und besteht aus mehr als 1.000 Galaxien, die hier im Radio- und Infrarot-Bereich gezeigt sind. Die Radiodaten machen die Strahlung von hochenergetischen Teilchen sichtbar, die den magnetisierten Raum zwischen den Galaxien durchdringen. (Foto: Annalisa Bonafede)</figcaption></figure></div>



<p>25. Februar 2022 &#8211; Möglich gemacht wurde die Entdeckung durch das größte je gebaute Radioteleskop LOFAR (Low Frequency Array), dessen Empfängerstationen über sieben Länder in Europa verteilt sind. Die Forschenden kartierten ein Viertel des nördlichen Himmels im Radiowellenbereich und machen diesen Datenschatz jetzt der Öffentlichkeit zugänglich. Die meisten Objekte in der neuen Himmelskarte sind Milliarden Lichtjahre entfernt. In der Regel handelt es sich um Galaxien, die in ihrem Zentrum massereiche Schwarze Löcher oder Gebiete sehr starker Sternbildung beherbergen.</p>



<p>Der riesige Datensatz umfasst Aufnahmen aus 3.500 Beobachtungsstunden und hat eine Größe von acht Petabyte, was ungefähr der Speicherkapazität von 20.000 Laptops entspricht. Dabei handelt es sich aber erst um 27 Prozent des Nordhimmels, den LOFAR gänzlich kartieren wird. Die Messungen bieten bereits jetzt neue Möglichkeiten, um den Entstehungsprozess von Schwarzen Löchern oder von Sternen zu erforschen. Die LOFAR-Daten liefern aber auch neues Wissen über kollidierende Galaxienhaufen mit Hunderten bis Tausenden von Galaxien sowie neue Erkenntnisse über Magnetfelder und hochenergetische Teilchen im Universum.</p>



<p>Die mit LOFAR erzeugten Daten stehen Forschenden weltweit für die weitere Auswertung zur Verfügung und wurden auch in den vergangenen Jahren von zahlreichen Gruppen für die wissenschaftliche Arbeit genutzt. In Hamburg arbeitet das Team um Prof. Dr. Marcus Brüggen mit diesen Datensätzen. Marcus Brüggen ist Astrophysiker an der Hamburger Sternwarte und für die gemeinsam mit der Universität Bielefeld betriebene LOFAR-Station in Norderstedt verantwortlich. Die Hamburger Forschenden untersuchen insbesondere gigantische Radioquellen, die Millionen von Lichtjahren lang sind. So wollen sie den Ursprung von Magnetfeldern im Kosmos erforschen.</p>



<p>„Die völlig neuartige Technik des LOFAR-Radioteleskops und die Beteiligung an diesem internationalen Projekt ermöglichen uns wichtige Beiträge zur Erforschung von kosmischen Magnetfeldern. Das ist auch ein wichtiges Forschungsprojekt im Exzellenzcluster Quantum Universe&#8220;, sagt Marcus Brüggen. Aus den Daten ist bereits jetzt ersichtlich, dass die Magnetfelder im Universum schon recht früh zu ihrer jetzigen Stärke angewachsen sein müssen. Denn chaotische Gasbewegungen verstärken die Magnetfelder recht schnell. Dieser Prozess wird „Dynamo&#8220; genannt.</p>



<p><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>T. W. Shimwell, M. J. Hardcastle, C. Tasse, P. N. Best, H. J. A. Röttgering, W. L. Williams, A. Botteon, A. Drabent, A. Mechev, A. Shulevski, R. J. van Weeren et al.: The LOFAR Two-metre Sky Survey (LoTSS). V. Second data release. Astronomy &amp; Astrophysics (2022), DOI: <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2022/03/aa42484-21/aa42484-21.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://doi.org/10.1051/0004-6361/202142484</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1167.msg527892#msg527892" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Radioteleskop LOFAR</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Der ultimative RAVE: finale Datenveröffentlichung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-ultimative-rave-finale-datenveroeffentlichung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2020 09:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[AIP]]></category>
		<category><![CDATA[Himmelsdurchmusterung]]></category>
		<category><![CDATA[Himmelskarte]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Spektroskopie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie bewegen sich die Sterne in unserer Milchstraße? Mehr als ein Jahrzehnt lang untersuchte RAVE, eine der ersten und größten systematischen spektroskopischen Himmelsdurchmusterungen, die Bewegung von Sternen in der Milchstraße. Für über eine halbe Million Beobachtungen hat die RAVE-Kollaboration nun die Ergebnisse in ihrer sechsten und finalen Datenveröffentlichung vorgestellt. Eine Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Astrophysik [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wie bewegen sich die Sterne in unserer Milchstraße? Mehr als ein Jahrzehnt lang untersuchte RAVE, eine der ersten und größten systematischen spektroskopischen Himmelsdurchmusterungen, die Bewegung von Sternen in der Milchstraße. Für über eine halbe Million Beobachtungen hat die RAVE-Kollaboration nun die Ergebnisse in ihrer sechsten und finalen Datenveröffentlichung vorgestellt. Eine Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: AIP.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/RAVEfinAIPKRiebeRAVEKollaRHurtSSCNASAJPLCaltech15.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/RAVEfinAIPKRiebeRAVEKollaRHurtSSCNASAJPLCaltech26.jpg" alt=""/></a><figcaption>RAVE beobachtete fast eine halbe Million Sterne unserer Galaxie. Die Sonne befindet sich im Zentrum des Koordinatensystems.<br>(Bild: AIP/K. Riebe, RAVE Kollaboration; Milchstraßenbild (Hintergrund): R. Hurt (SSC); NASA/JPL-Caltech)</figcaption></figure></div>



<p>Dem Projekt gelang es, die Geschwindigkeiten, Temperaturen, Zusammensetzungen und Entfernungen für verschiedene Arten von Sternen zu messen. Die einzigartige Datenbank ermöglicht so die Untersuchung der Struktur und Entwicklung unserer Galaxie.</p>



<p>Das RAdial Velocity Experiment RAVE ist eine spektroskopische Durchmusterung der südlichen Hemisphäre. Sie wurde entwickelt, um ein vollständiges Bild der Bewegungen von Sternen in der weiteren Umgebung der Sonne zu erhalten. Mit Hilfe der Spektroskopie wird das Licht eines Sterns in seine Regenbogenfarben zerlegt. Durch die Analyse der Spektren lässt sich die Radialgeschwindigkeit eines Sterns &#8211; seine Bewegung in Blickrichtung der Beobachtung &#8211; bestimmen. Darüber hinaus ermöglichen Sternspektren auch die Bestimmung von Sternparametern wie Temperatur, Oberflächenschwerkraft und individuelle chemische Zusammensetzung. Um die Struktur und Form unserer Galaxie nachzuvollziehen, zeichnete RAVE erfolgreich 518.387 Spektren für 451.783 Milchstraßensterne auf.</p>



<p>In der Astronomie ist man nicht nur gewohnt, in großen Zeitskalen zu denken &#8211; die Projekte sind oft ebenfalls langjährige Unterfangen. RAVE beobachtete den Himmel in fast jeder klaren Nacht zwischen 2003 und 2013 am 1,2-Meter-Schmidt-Teleskop am Anglo-Australian Observatory in Siding Spring in Australien. Für die Himmelsdurchmusterung kam ein spezieller faseroptischer Aufbau zum Einsatz, um gleichzeitig mit einer einzelnen Beobachtung Spektren von bis zu 150 Sternen aufzuzeichnen. Damit gelang es, eine große Anzahl von Objekten ins Visier zu nehmen – die größte spektroskopische Durchmusterung vor RAVE umfasste nur etwa 14.000 Objekte. Auf diese Weise ergab die Himmelsdurchmusterung eine umfangreiche Stichprobe der Sterne um unsere Sonne, die sich ungefähr in einem Volumen mit einem Durchmesser von 15.000 Lichtjahren befinden.</p>



<p>In den letzten 15 Jahren veröffentlichte RAVE eine zunehmende Anzahl von Sternen und verbesserten Datenprodukten. Die abschließende RAVE-Datenveröffentlichung liefert nicht nur zum ersten Mal die Spektren aller RAVE-Sterne; die Sterne wurden zudem auch mit denen aus dem DR2-Katalog des Satelliten Gaia abgeglichen. Dank der von Gaia gemessenen Entfernungen und Eigenbewegungen ließen sich erheblich verbesserte Sterntemperaturen, Oberflächenschwerkräfte und die chemische Zusammensetzung der Sternatmosphären ableiten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/dr6redblueAIPKRiebeRAVEKollaESOSBrunier2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/dr6redblueAIPKRiebeRAVEKollaESOSBrunier26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Karte des Nachthimmels, zentriert auf die Milchstraße mit von RAVE beobachteten Sternen. Mehr als 6000 Beobachtungsfelder hauptsächlich vom südlichen Himmel (unterhalb des Himmelsäquators, rote Linie) mit etwa einer halben Million Sterne wurden beobachtet.<br>(Bild: AIP/K. Riebe, RAVE Kollaboration; Milchstraßenbild (Hintergrund): ESO/S. Brunier)</figcaption></figure></div>



<p>„Die RAVE-Datenveröffentlichungen lieferten neue Erkenntnisse über die Bewegung der Sterne und die chemische Zusammensetzung unserer Milchstraße“, betont Matthias Steinmetz, Leiter der RAVE-Kollaboration und wissenschaftlicher Vorstand am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP). „Mit der finalen Datenveröffentlichung wird eine der ersten systematischen spektroskopischen Untersuchungen zur Galaktischen Archäologie abgeschlossen. Es ist wirklich aufregend, dass dieses 15-jährige Projekt nun zu Ende geht. Dank RAVE haben wir neue Erkenntnisse über die Struktur und Zusammensetzung unserer Milchstraße gewonnen.“</p>



<p>Zu den wichtigsten Ergebnissen von RAVE gehört die Bestimmung der Mindestgeschwindigkeit, die ein Stern benötigt, um der Anziehungskraft der Milchstraße zu entkommen. Die Ergebnisse bestätigten, dass Dunkle Materie, eine unsichtbare Komponente des Universums noch unbekannter Natur, die Masse unserer Galaxie dominiert. Mit RAVE konnte gezeigt werden, dass die Milchstraßenscheibe asymmetrisch ist und aufgrund der Wechselwirkung mit Spiralarmen und dem Einfallen von Satellitengalaxien flattert. RAVE ermöglichte auch die Identifizierung von Sternströmen in der Sonnenumgebung. Diese Sternströme sind die Überreste auseinander gerissener älterer Zwerggalaxien, die in der Vergangenheit mit unserer Milchstraße verschmolzen sind. Die chemischen Elementhäufigkeiten der beobachteten Sterne geben wichtige Hinweise auf die chemische Zusammensetzung und die Metallanreicherung des interstellaren Mediums durch Sterne unterschiedlichen Alters und Metallgehalts. Mit RAVE konnten Astronominnen und Astronomen auch effizient nach den allerersten und sehr metallarmen Sternen, die Hinweise auf die Sternentstehung und die chemische Entwicklung der Milchstraße geben, suchen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/RAVEsouthAIPKRiebeRAVEKolla2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/RAVEsouthAIPKRiebeRAVEKolla26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die von RAVE beobachteten Sterne sind vom südlichen Sternhimmel, weil sich das UK-Schmidt-Teleskop in Australien befindet. Es gibt nur wenige Beobachtungsfelder in der Nähe der Milchstraßenscheibe (zentraler Bereich), weil es in dieser dicht besiedelten Umgebung viel schwieriger ist, einzelne Sterne zu analysieren.<br>(Bild: AIP/K. Riebe, RAVE Kollaboration)</figcaption></figure></div>



<p>Die RAVE-Kollaboration wird vom AIP koordiniert und besteht aus Forschenden aus über 20 Institutionen weltweit. Seit der ersten Datenveröffentlichung wurden mehr als 100 begutachtete wissenschaftliche Artikel auf der Grundlage von RAVE-Daten veröffentlicht.</p>



<p><strong>Originalpublikationen</strong><br>Astronomical Journal: <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.3847/1538-3881/ab9ab9" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">The Sixth Data Release of the Radial Velocity Experiment (RAVE). I. Survey Description, Spectra, and Radial Velocities</a><br>arXiv: <a href="https://arxiv.org/abs/2002.04377" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2002.04377</a><br></p>



<p>Astronomical Journal: <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.3847/1538-3881/ab9ab8" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">The Sixth Data Release of the Radial Velocity Experiment (Rave). II. Stellar Atmospheric Parameters, Chemical Abundances, and Distances</a><br>arXiv: <a href="https://arxiv.org/abs/2002.04512" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2002.04512</a><br></p>



<p><strong>Über das AIP</strong><br>Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.</p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=633.msg485683#msg485683" rel="noreferrer noopener" aria-label="(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" data-wpel-link="internal">Die Milchstraße</a></strong></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Unser tiefster Blick in den Röntgenhimmel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/unser-tiefster-blick-in-den-roentgenhimmel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2020 08:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das eROSITA-Teleskop liefert Astronomen einen neuen, scharfen Blick auf heiße und energiereiche Prozesse im gesamten Universum. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE). Quelle: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE). Nach 182 Tagen hat das Röntgenteleskop eROSITA an Bord der SRG-Raumsonde seine erste vollständige Durchmusterung des Himmels abgeschlossen. Diese neue Karte des heißen, energiereichen Universums [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das eROSITA-Teleskop liefert Astronomen einen neuen, scharfen Blick auf heiße und energiereiche Prozesse im gesamten Universum. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/MapJSandersHBrunnereSASSteamEChurazovMGilfanov.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Himmelskarte im Röntgenlicht" data-rl_caption="" title="Himmelskarte im Röntgenlicht" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/MapJSandersHBrunnereSASSteamEChurazovMGilfanov6.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das energiereiche Universum, gesehen mit dem Röntgenteleskop eROSITA. Die erste vollständige eROSITA-Himmelsdurchmusterung wurde über einen Zeitraum von sechs Monaten durchgeführt. Hierbei rotierte das Teleskop kontinuierlich, was eine gleichmäßige Belichtung von etwa 150-200 Sekunden über den größten Teil des Himmels lieferte; die Pole der Ekliptik wurden öfter besucht, wodurch hier die Aufnahmen tiefer sind. Während eROSITA den Himmel abtastet, wird die Energie der gesammelten Photonen mit einer Genauigkeit von 2% &#8211; 6% gemessen. Um dieses Bild zu erzeugen, bei dem der gesamte Himmel auf eine Ellipse projiziert wird (so genannte Aitoff-Projektion) mit dem Zentrum der Milchstraße in der Mitte und der Scheibe der Milchstraße in der Horizontalen, wurden die Photonen entsprechend ihrer Energie farblich kodiert (rot für Energien 0,3-0,6 keV, grün für 0,6-1 keV, blau für 1-2,3 keV). Das Originalbild mit einer Auflösung von etwa 10&#8243; und einem entsprechenden Dynamikumfang von mehr als einer Milliarde wird dann geglättet, um das obige Bild zu erzeugen. Das rote diffuse Glühen außerhalb der galaktischen Ebene zeigt die Emission des heißen Gases in der Umgebung des Sonnensystems (die Lokale Blase). Entlang der Ebene selbst absorbieren Staub und Gas die Röntgenphotonen bei niedrigen Energien, so dass nur energiereiche Strahlung emittierende Quellen zu sehen sind, deren Farbe im Bild blau erscheint. Das heißere Gas in der Nähe des galaktischen Zentrums, das in Grün und Gelb dargestellt ist, trägt Informationen über die Geschichte der energiereichsten Prozesse im Leben der Milchstraße in sich, wie zum Beispiel Supernova-Explosionen, die Gasfontänen aus der Ebene hinausschleudern, sowie möglicherweise vergangene Ausbrüche aus dem jetzt ruhenden supermassereichen Schwarzen Loch im Zentrum der Galaxie. Durch dieses turbulente, heiße, diffuse Medium dringen Hunderttausende von Röntgenquellen, die im Bild meist weiß erscheinen und gleichmäßig über den Himmel verteilt sind. Darunter sind entfernte aktive Galaxienkerne als Punktquellen sichtbar (darunter einige wenige, die zu einer Zeit emittierten, als das Universum weniger als ein Zehntel seines heutigen Alters betrug), während sich Galaxienhaufen als ausgedehnte Röntgennebel zeigen. Insgesamt wurden über eine Million Röntgenquellen im eROSITA-Himmelsbild entdeckt, eine Fundgrube, die die Teams in den kommenden Jahren beschäftigen wird.<br>(Bild: Jeremy Sanders, Hermann Brunner and the eSASS team (MPE); Eugene Churazov, Marat Gilfanov (on behalf of IKI))</figcaption></figure></div>



<p>Nach 182 Tagen hat das Röntgenteleskop eROSITA an Bord der SRG-Raumsonde seine erste vollständige Durchmusterung des Himmels abgeschlossen. Diese neue Karte des heißen, energiereichen Universums enthält mehr als eine Million Objekte – damit verdoppelt sich in etwa die Zahl der bekannten Röntgenquellen, die in der bislang 60-jährigen Geschichte der Röntgenastronomie entdeckt wurden. Bei den meisten der neuen Quellen handelt es sich um aktive galaktische Kerne bei kosmologischen Entfernungen, die das Wachstum gigantischer Schwarzer Löcher im Laufe der kosmischen Zeit markieren. Galaxienhaufen in der neuen Karte werden genutzt, um das Wachstum kosmischer Strukturen nach zu verfolgen und kosmologische Parameter einzuschränken. Näher an unserer kosmischen Heimat befinden sich Sterne mit einer heißen Corona, Doppelsterne und Supernova-Überreste in unserer Galaxie. Zudem haben die Astronomen jetzt eine vollständige Karte der heißen Baryonen in der Milchstraße, was nur mit der 360-Grad-Ansicht der eROSITA-Himmelskarte möglich ist.</p>



<p>Eine Million Röntgenquellen, die die Natur des heißen Universums offenbaren &#8211; das ist der beeindruckende Ertrag der ersten vollständigen Himmelsdurchmusterung mit dem eROSITA-Teleskop an Bord der SRG-Raumsonde. „Dieses Bild des kompletten Himmels ändert völlig die Art und Weise, wie wir das energiereiche Universum betrachten“, sagt Peter Predehl, der leitende Wissenschaftler von eROSITA am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE). „Wir sehen einen enormen Reichtum an Details &#8211; die Schönheit der Bilder ist wirklich überwältigend.“</p>



<p>Die erste vollständige Himmelsdurchmusterung von eROSITA ist etwa viermal tiefer als die vorherige Karte des gesamten Röntgenhimmels durch das ROSAT-Teleskop vor 30 Jahren und liefert etwa zehnmal mehr Quellen: etwa so viele, wie von allen bisherigen Röntgenteleskopen zusammen entdeckt wurden. Und während die meisten Klassen astronomischer Objekte Röntgenstrahlen aussenden, sieht das heiße und energiereiche Universum ganz anders aus als durch optische oder Radioteleskope. Außerhalb unserer Heimatgalaxie sind die meisten eROSITA-Quellen aktive Kerne von Galaxien in kosmologischen Entfernungen, bei denen supermassereiche Schwarze Löcher Materie akkretieren. Daneben gibt es auch Galaxienhaufen, die als ausgedehnte Röntgenhalos erscheinen und dank des heißen Gases leuchten, das in den riesigen Ansammlungen aus dunkler Materie eingeschlossen ist. Das Bild des gesamten Himmels enthüllt aber auch die Struktur des heißen Gases in der Milchstraße selbst bis ins kleinste Detail sowie das zirkumgalaktische Medium, das sie umgibt und dessen Eigenschaften für das Verständnis der Entstehungsgeschichte unserer Galaxis von entscheidender Bedeutung sind. Die eROSITA-Röntgenkarte zeigt aber noch mehr: Sterne mit starken, magnetisch aktiven heißen Coronae, Röntgendoppelsterne, die Neutronensterne, Schwarze Löcher oder Weiße Zwerge enthalten, und spektakuläre Supernova-Überreste in unserer eigenen und anderen nahen Galaxien wie den beiden Magellanschen Wolken.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/eroPPredehlWBeckerDMella.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vela-Supernova-Überrest" data-rl_caption="" title="Vela-Supernova-Überrest" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/eroPPredehlWBeckerDMella26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der &#8222;Vela-Supernova-Überrest&#8220;, der auf diesem Bild zu sehen ist, ist aufgrund seiner Größe und der geringen Entfernung zur Erde eines der prominentesten Objekte am Röntgenhimmel. Die Supernova Vela explodierte vor etwa 12000 Jahren in einer Entfernung von 800 Lichtjahren und überschneidet sich mit mindestens zwei weiteren Supernova-Überresten, Vela Junior (im Bild links unten als bläulicher Ring zu sehen) und Puppis-A (rechts oben). Vela Junior wurde erst vor 20 Jahren entdeckt, obwohl dieses Objekt so nahe an der Erde liegt, dass Überreste dieser Explosion in polaren Eiskernen gefunden wurden. Alle drei Supernova-Explosionen erzeugten sowohl die röntgenhellen Supernova-Überreste als auch Neutronensterne, die als intensive Röntgenpunktquellen in der Nähe der Zentren der Überreste leuchten. Die Qualität der neuen eROSITA-Daten dieses &#8222;Sternenfriedhofs&#8220; wird den Astronomen viele aufregende neue Einblicke in die physikalischen Prozesse im heißen Supernova-Plasma sowie für die Erforschung der exotischen Neutronensterne geben.<br>(Bild: Peter Predehl, Werner Becker (MPE), Davide Mella)</figcaption></figure></div>



<p>„Wir haben alle mit Spannung auf die erste Himmelskarte von eROSITA gewartet“, sagt Mara Salvato, die leitende Wissenschaftlerin am MPE um die eROSITA-Beobachtungen mit anderen Teleskopen über das gesamte elektromagnetische Spektrum hinweg zu kombinieren. „Große Himmelsbereiche wurden bereits bei vielen anderen Wellenlängen abgedeckt, und jetzt haben wir die entsprechenden Röntgendaten. Wir brauchen diese anderen Beobachtungen, um die Röntgenquellen zu identifizieren und ihre Natur zu verstehen.“ Die eROSITA Daten sind auch eine Fundgrube für seltene und exotische Phänomene, darunter zahlreiche Arten von Veränderlichen, wie z.B. Flares von kompakten Objekten, verschmelzende Neutronensterne und Sterne, die von Schwarzen Löchern verschluckt werden. „eROSITA sieht oft unerwartete Ausbrüche von Röntgenstrahlen vom Himmel“, fährt Salvato fort. „Wir müssen bodengebundene Teleskope sofort alarmieren, um zu verstehen, was dahintersteckt.“</p>



<p>Das Zusammensetzen des ersten kompletten Himmelsbildes war eine Mammutaufgabe. Bislang hat das Team etwa 165 GB an Daten, die von eROSITAs sieben Kameras gesammelt wurden, empfangen und verarbeitet. Während der Betrieb dieses komplexen Instruments im Weltraum, gemessen an den Datenmengen am Boden, relativ klein ist, stellt die Distanz eine besondere Herausforderung dar. „In Zusammenarbeit mit unseren Kollegen in Moskau, die die SRG-Raumsonde betreiben, überprüfen und überwachen wir täglich den Zustand des Instruments“, erklärt Miriam Ramos-Ceja, Mitglied des eROSITA-Operationsteams am MPE. „So können wir schnell auf alle Anomalien reagieren und gleichzeitig Daten mit einer Effizienz von ~97% sammeln. Es ist fantastisch, in Echtzeit mit einem Instrument kommunizieren zu können, das sich 1,5 Millionen Kilometer von uns entfernt befindet!“ Der Daten-Downlink erfolgt täglich. „Wir prüfen sofort die Qualität der Daten“, fährt sie fort, „bevor sie von den Teams in Deutschland und Russland weiterverarbeitet und analysiert werden.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ShapleyEBulbulJSanders.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Shapley-Superhaufen" data-rl_caption="" title="Shapley-Superhaufen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ShapleyEBulbulJSanders26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Shapley-Superhaufen von Galaxien ist eine der massereichsten Galaxienkonzentrationen im lokalen Universum in einer Entfernung von etwa 650 Millionen Lichtjahren (z~0,05). Jede der Dutzend ausgedehnten Strukturen ist selbst ein Galaxienhaufen, der aus 100 bis 1000 einzelnen Galaxien besteht, von denen jeder an den Schnittpunkten der Filamente sitzt, aus denen die großräumige Struktur im Universum besteht. Dieses Bild erstreckt sich über einen Raumwinkel von 16 Grad am Himmel (etwa 30 mal so groß wie der Vollmond), was in der Entfernung des Shapley-Superhaufens einem Durchmesser von etwa 180 Millionen Lichtjahren entspricht. Die Bilder links zeigen vergrößerte Aufnahmen der massereichsten Haufen im Shapley-Superhaufen.<br>(Bild: Esra Bulbul, Jeremy Sanders (MPE))</figcaption></figure></div>



<p>Während das Team nun damit beschäftigt ist, diese erste Karte des gesamten Himmels zu analysieren und die Bilder und Kataloge zu nutzen, um unser Verständnis der Kosmologie und der energiereichen astrophysikalischen Prozesse zu vertiefen, setzt das Teleskop seine Durchmusterung des Röntgenhimmels fort. „Das SRG-Observatorium beginnt nun seine zweite Himmelsdurchmusterung, die bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein wird“, sagt Rashid Sunyaev, leitender Wissenschaftler des russischen SRG-Teams. „Insgesamt planen wir, in den nächsten 3,5 Jahren sieben Karten wie dieses schöne Bild zu erhalten. Ihre kombinierte Empfindlichkeit wird um den Faktor 5 besser sein und von Astrophysikern und Kosmologen jahrzehntelang genutzt werden.“</p>



<p>Kirpal Nandra, Leiter der Abteilung Hochenergie-Astrophysik am MPE, fügt hinzu: „Mit einer Million Quellen in nur sechs Monaten hat eROSITA die Röntgenastronomie bereits revolutioniert, aber dies ist nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird. Diese Kombination von Himmelsfläche und Tiefe transformiert alles. Wir untersuchen bereits jetzt ein kosmologisches Volumen des heißen Universums, das viel größer ist, als es bisher möglich war. In den nächsten Jahren werden wir in der Lage sein, noch tiefer zu gehen und zu erforschen, wo sich die ersten riesigen kosmischen Strukturen und supermassereichen Schwarzen Löcher gebildet haben.“</p>



<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br>Am 11. Juni 2020 schloss das eROSITA-Teleskop seine erste Durchmusterung des gesamten Röntgenhimmels ab. Das am 13. Juli 2019 an Bord der SRG-Raumsonde gestartete Teleskop umkreist den zweiten Lagrange-Punkt des Erde-Sonne-Systems und befindet sich in einem kontinuierlichen Scan-Modus. Bei dieser ersten Himmelsdurchmusterung wurde jeder Punkt am Himmel für eine durchschnittliche Dauer von 150-200 Sekunden von eROSITA beobachtet. Die Regionen in der Nähe der Ekliptikpole, wo sich die vom Teleskop am Himmel gezogenen Großkreise schneiden, wurden viele Male überstrichen, wobei sich Belichtungen von bis zu einigen Stunden ansammelten. SRG wird den Himmel noch dreieinhalb Jahre lang scannen, wobei eROSITA sieben weitere Himmelsdurchmusterungen durchführen wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Map2JSandersHBrunnereSASSteamEChurazovMGilfanov.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="eROSITA Himmelskarte im Röntgenlicht mit Beschriftungen" data-rl_caption="" title="eROSITA Himmelskarte im Röntgenlicht mit Beschriftungen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Map2JSandersHBrunnereSASSteamEChurazovMGilfanov6.jpg" alt=""/></a><figcaption>In dieser Version der eROSITA-Himmelskarte sind einige markante Röntgenquellen eingezeichnet. Diese reichen von entfernten Galaxienhaufen (Coma, Virgo, Fornax, Perseus), über ausgedehnte Quellen wie Supernova-Überrestes (SNRs) und Nebel bis hin zu hellen Punktquellen, wie z.B. Sco X-1, die erste Röntgenquelle, die außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt wurde. Der Vela SNR befindet sich in der rechten Bildhälfte, die Große Magellansche Wolke im Quadrant rechts unten, der Shapley-Superhaufen oben rechts (auch wenn er in dieser Darstellung nicht deutlich heraussticht).<br>(Bild: Jeremy Sanders, Hermann Brunner, Andrea Merloni and the eSASS team (MPE); Eugene Churazov, Marat Gilfanov (on behalf of IKI))</figcaption></figure></div>



<p>eROSITA ist das Hauptinstrument an Bord von SRG, einer gemeinsamen russisch-deutschen Wissenschaftsmission, die von der Russischen Weltraumagentur (Roskosmos) im Interesse der Russischen Akademie der Wissenschaften, vertreten durch ihr Weltraumforschungsinstitut (IKI), und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt wird. Die SRG-Raumsonde wurde von der Lavochkin Association (NPOL) und ihren Unterauftragnehmern gebaut und wird von NPOL mit Unterstützung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) betrieben.</p>



<p>Die Entwicklung und der Bau des Röntgeninstruments eROSITA wurden unter Federführung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) mit Beiträgen der Dr. Karl Remeis-Sternwarte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg, der Sternwarte der Universität Hamburg, des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) und des Instituts für Astronomie und Astrophysik der Universität Tübingen mit Unterstützung des DLR und der Max-Planck-Gesellschaft durchgeführt. Auch das Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn und die Ludwig-Maximilians-Universität München beteiligten sich an der wissenschaftlichen Vorbereitung von eROSITA.</p>



<p>Die hier gezeigten eROSITA-Daten wurden mit dem vom deutschen eROSITA-Konsortium entwickelten Softwaresystem eSASS verarbeitet.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3932.msg477810#msg477810" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Röntgenteleskope ART-XC und eRosita auf Spektr-RG (SRG)</a></li></ul>
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		<item>
		<title>eROSITA &#8211; erster Blick ins heiße Universum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erosita-erster-blick-ins-heisse-universum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2019 06:17:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[CCD-Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxienhaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Himmelskarte]]></category>
		<category><![CDATA[Magellansche Wolke]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Planck-Institut]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Galaxienhaufen, aktive Galaxienkerne, Supernova-Überreste und Röntgendoppelsterne haben eines gemeinsam: Sie sind unglaublich heiß und senden deshalb Röntgenstrahlung aus &#8211; eine Strahlung, die uns viel über unser Universum verrät und die vom deutschen Teleskop eROSITA (extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array) gesehen werden kann. Vom 17. bis zum 19. Oktober 2019 haben nun alle [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Galaxienhaufen, aktive Galaxienkerne, Supernova-Überreste und Röntgendoppelsterne haben eines gemeinsam: Sie sind unglaublich heiß und senden deshalb Röntgenstrahlung aus &#8211; eine Strahlung, die uns viel über unser Universum verrät und die vom deutschen Teleskop eROSITA (extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array) gesehen werden kann. Vom 17. bis zum 19. Oktober 2019 haben nun alle sieben &#8222;Röntgenaugen&#8220; von eROSITA ihre ersten gemeinsamen Bilder des heißen Universums aufgenommen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DLR.</p>



<p>&#8222;Ein First Light Ereignis ist immer ein bewegender Moment. Nach vielen Jahren der Vorbereitung, des Baus und nach einem Bilderbuchstart in der kasachischen Steppe sehen wir nun, dass sich alle Anstrengungen gelohnt haben. Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik hat hier ganze Arbeit geleistet und wir sind sehr froh, dass diese wichtige deutsche Mission nun seine Arbeit aufnehmen kann&#8220;, freut sich Dr. Thomas Mernik, eROSITA-Projektleiter im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dessen Unterstützung eROSITA vom Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE) gebaut wurde, in Washington, DC. Dort auf dem 70. International Astronautical Congress 2019 und in Deutschland am MPE in Garching wurde das Ereignis gemeinsam mit den russischen Partnern entsprechend gefeiert. Denn neben dem deutschen Röntgenteleskop ist auch das russische ART-XC mit an Bord der russischen Raumsonde Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102019081736_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102019081736_small_1.jpg" alt="F.Haberl, M. Freyberg und C. Maitra, MPE/IKI" width="260"/></a><figcaption>
Große Magellansche Wolke, beobachtet mit den eROSITA-Teleskopmodulen 
<br>
(Bild: F.Haberl, M. Freyberg und C. Maitra, MPE/IKI)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>&#8222;First Light&#8220; mit kurzer Verzögerung</strong>
<br>
eROSITA besteht aus sieben einzelnen Teleskopmodulen, die das einfallende Röntgenlicht aus den heißen Quellen des Universums sammeln. Seit dem Start von SRG am 13. Juli 2019 haben die Techniker und Astrophysiker des MPE an der Inbetriebnahme des Teleskops gearbeitet. Zunächst wurden nur einzelne Komponenten angeschaltet und vorsichtig nach und nach auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Doch kam es in den ersten Wochen nach der Inbetriebnahme gelegentlich in einzelnen Teleskopmodulen zu einem Fehlverhalten der Elektronik. So wurden Parameter ohne erkennbaren Grund verstellt. &#8222;Um möglichen Schaden vom Instrument abzuwenden, wurden die Module &#8222;schlafen geschickt&#8220; und einzelne Bauteile nur sehr vorsichtig wieder &#8222;aufgeweckt&#8220;, um sie einzeln zu testen. Als &#8222;Übeltäter&#8220; steht die kosmische Strahlung im Verdacht, die kleine Änderungen in manchen Bausteinen ausgelöst haben könnte. Mittlerweile sind wir zu der Auffassung gelangt, dass das Risiko vertretbar ist, so dass eROSITA nach einer kurzen Verzögerung nun seinen Betrieb aufgenommen hat&#8220;, erklärt Thomas Mernik erleichtert. Seit dem 13. Oktober 2019 beobachten alle sieben Module des Röntgenteleskops gleichzeitig den Himmel mit ihren maßgeschneiderten CCD-Kameras. </p>



<p><strong>Historischer Moment im Leben eines Teleskops</strong>
<br>
&#8222;Nun ist der historische Moment im Leben eines Teleskops gekommen, an dem wir zum ersten Mal sehen können, wie gut das Gesamtsystem tatsächlich ist. Mit der Aufnahme von der großen Magellanschen Wolke hat eROSITA eindrucksvoll bewiesen, zu welcher Leistung dieses Instrument fähig ist. Wir sehen ein gestochen scharfes Bild mit erstaunlich wenig Hintergrundrauschen. Diese ersten Eindrücke lassen auf großartige Ergebnisse in den kommenden Jahren hoffen&#8220;, freut sich Thomas Mernik. Bei der Röntgenquelle handelt es sich um einen alten Bekannten, der bereits mit anderen Teleskopen wie XMM-Newton beobachtet worden ist. &#8222;Wir haben uns für die große Magellansche Wolke entschieden, weil sie schon oft mit anderen Röntgenteleskopen beobachtet worden ist. Der direkte Vergleich mit früheren Aufnahmen zeigt die wahre Leistungsfähigkeit von eROSITA. XMM-Newton beobachtet hauptsächlich speziell ausgewählte Objekte und sieht sie deshalb besonders detailreich. eROSITA liefert genauso detailreiche Aufnahmen – allerdings vom gesamten heißen Universum. Zum anderen haben wir diese Region ausgewählt, weil sie sehr mit &#8222;nur&#8220; 170.000 Lichtjahren Entfernung unserem Sonnensystem sehr nahe liegt&#8220;, erklärt Thomas Mernik. Bei dem zweiten beobachteten Motiv – den zwei verschmelzenden Galaxienhaufen A3391 und A3395 &#8211; ist das Gegenteil der Fall. &#8222;Beide Galaxienhaufen liegen 800 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Hier wollten wir mal sehen, wie weit eROSITA ins heiße Universum schauen kann und wie klar auf diese unvorstellbar große Distanz die Aufnahmen noch sind. Das brillante Ergebnis hat uns alle überrascht&#8220;, freut sich Mernik. eROSITA wird in den kommenden Monaten noch weitere solche Aufnahmen machen, um das ganze Leistungsspektrum des deutschen Röntgenteleskops zu überprüfen. Die Sonde Spektrum-Röntgen-Gamma ist nach mehr als drei Monaten Flugzeit nun in einen Orbit um den Lagrange-Punkt 2, der von der Sonne aus betrachtet 1,5 Millionen Kilometer hinter der Erde liegt, eingeschwenkt. Von hier aus wird eROSITA mit einer Durchmusterung des gesamten Himmels beginnen, um eine Karte der heißen Strukturen im Universum zu erstellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102019081736_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102019081736_small_2.jpg" alt="T. Reiprich (Univ. Bonn), M. Ramos-Ceja (MPE), F. Pacaud (Univ. Bonn), D. Eckert (Univ. Geneva), J. Sanders (MPE), N. Ota (Univ. Bonn), E. Bulbul (MPE), V. Ghirardini (MPE), MPE/IKI" width="260"/></a><figcaption>
Interagierenden Galaxienhaufen A3391und A3395 
<br>
(Bild: T. Reiprich (Univ. Bonn), M. Ramos-Ceja (MPE), F. Pacaud (Univ. Bonn), D. Eckert (Univ. Geneva), J. Sanders (MPE), N. Ota (Univ. Bonn), E. Bulbul (MPE), V. Ghirardini (MPE), MPE/IKI)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>eROSITA erstellt eine Himmelskarte des Universums &#8211; im Röntgenbereich</strong>
<br>
Ein Röntgenteleskop sieht die Materie im Universum die besonders heiß ist. Typische Röntgenquellen sind beispielsweise Doppelsternsysteme in denen ein normaler Stern wie unsere Sonne, sich mit einem Neutronenstern oder einem schwarzen Loch umkreist. Hier wird dem Stern durch die starke Anziehungskraft des kompakten Begleiters Masse in Form von Gas abgesogen. Dieses Gas fällt dann auf eine Scheibe welches das schwarze Loch umgibt. Dabei heizt es sich zu extrem hohen Temperaturen auf und sendet Licht im Röntgenbereich aus, das wiederum von Röntgenteleskopen gesehen werden kann. eROSITA wurde auch entwickelt, um Aktive Galaxienkerne (AGNs) zu beobachten. Dies sind supermassereiche schwarze Löcher mit vielen Millionen Sonnenmassen. Auch sie sind von heißen Scheiben umgeben, die im Röntgenbereich gut zu beobachten sind. Einen besonderen Schwerpunkt der Mission liegt allerdings auf der Entdeckung und Kartierung von Galaxienhaufen. Diese bestehen aus mehreren hundert Galaxien und saugen durch ihre Schwerkraft Gas aus ihrer Umgebung ein. Das einströmende Gas erhitzt sich und strahlt intensiv im Röntgenbereich. Im Laufe der Missionsdauer wird eROSITA bis zu 100.000 Galaxienhaufen finden und kartieren. Dafür durchmustert eROSITA alle sechs Monate den gesamten Himmel und erstellt in vier Jahren eine tiefe und detaillierte Karte des Universums. Diese gigantische kosmische Inventur des heißen Universums wird uns helfen, die Struktur des Kosmos und dessen Entwicklung besser zu verstehen. Denn speziell die Expansion des Universums bereitet den Astronomen großes Kopfzerbrechen. Aus bislang ungeklärten Gründen beschleunigt sich diese Ausdehnung immer weiter. Jene geheimnisvolle Kraft die das Universum auseinandertreibt nennen wir Dunkle Energie. &#8222;Da eROSITA uns hilft die Dynamik der größten Strukturen im Universum besser zu verstehen, lernen wir auch mehr über die kosmische Expansion. eROSITA liefert uns somit Parameter, um der Lösung des Rätsels um die Dunkle Energie näher zu kommen&#8220;, erklärt Thomas Mernik.  </p>



<p><strong>Spektrum-Röntgen-Gamma &#8211; eine Raumfahrtmission mit vielen Partnern</strong>
<br>
Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG) ist eine Raumfahrtmission mit vielen Partnern. Auf russischer Seite sind die Raumfahrtagentur Roskosmos, der Raumfahrtkonzern Lavochkin sowie das Institut für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften (IKI) eingebunden. Das deutsche Röntgenteleskop eROSITA wurde mit der Unterstützung des DLR Raumfahrtmanagements vom Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik in Garching gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) Potsdam sowie den Universitäten Erlangen-Nürnberg, Hamburg und Tübingen entwickelt und gebaut. Zudem bereiten die Universitäten München und Bonn die wissenschaftliche Auswertung der eROSITA-Daten mit vor. Die am deutschen Teleskop beteiligten Partnerinstitute haben Software für die Datenanalyse, Missionsplanung und Simulationen erstellt sowie Teile der Hardware beigestellt. Die hauptsächliche Hardwareverantwortung lag aber im Wesentlichen beim MPE. Hier wurden viele Komponenten entwickelt und zum Teil in Partnerschaft mit ausgewählten Industrieunternehmen gefertigt. Auch der Zusammenbau des Teleskops fand in Garching statt. Von hier aus wurde das Teleskop nach Moskau verbracht, um gemeinsam mit dem russischen Teleskop auf die Satellitenplattform integriert zu werden. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Astronomische Jahr im Posterformat</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-astronomische-jahr-im-posterformat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 19:07:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Himmelskarte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34584</guid>

					<description><![CDATA[<p>Neu am Himmel der Astronomie ist ein Poster der besonderen Art: „Das Astronomische Jahr 2012“ vom Astronomie-Verlag in Pörnbach. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RN. Die Autoren, Susanne Friedrich, Peter Friedrich, beide promovierte Astronomen und Stephan Schurig, der das Plakat gestalterisch umsetzte, haben nach umfangreichen Berechnungen und Recherchen Dämmerungszeiten, den Lauf der Planeten durch [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Neu am Himmel der Astronomie ist ein Poster der besonderen Art: „Das Astronomische Jahr 2012“ vom Astronomie-Verlag in Pörnbach.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RN.</p>



<p>Die Autoren, Susanne Friedrich, Peter Friedrich, beide promovierte Astronomen und Stephan Schurig, der das Plakat gestalterisch umsetzte, haben nach umfangreichen Berechnungen und Recherchen Dämmerungszeiten, den Lauf der Planeten durch die Monate sowie 45 interessante Ereignisse am Himmel in einem übersichtlichen, sanduhrförmigen Diagramm zusammengefasst. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122011200736_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122011200736_small_1.jpg" alt="www.astronomischesjahr.de" width="569" height="402"/></a><figcaption>
Das faszinierende Poster im Kleinformat 
<br>
(Bild: www.astronomischesjahr.de)
</figcaption></figure></div>



<p>Lesen Sie dazu <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-astronomische-jahr-im-posterformat/" data-wpel-link="internal">unsere Rezension</a>. </p>



<p><strong>Verwandte Seite:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.astronomieverlag.de/de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Das Astronomische Jahr</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/das-astronomische-jahr-im-posterformat/" data-wpel-link="internal">Das Astronomische Jahr im Posterformat</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IBEX &#8211; Neuigkeiten vom Rand des Sonnensystems</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ibex-neuigkeiten-vom-rand-des-sonnensystems/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 06:26:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Himmelskarte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenwind]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32646</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die erste Himmelskarte der Heliosphäre von IBEX (Interstellar Boundary Explorer) hat die Forscher überrascht. Die Daten zeichnen ein Bild, das keiner Vorhersage aus den bisherigen Modellen entspricht. Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: NASA, SWRI. Nach dem Start am 18. Oktober 2008 hat IBEX den gesamten Himmel beobachtet. Die Sensoren zeichnen fortlaufend die Menge sogenannter [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ibex-neuigkeiten-vom-rand-des-sonnensystems/" data-wpel-link="internal">IBEX &#8211; Neuigkeiten vom Rand des Sonnensystems</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die erste Himmelskarte der Heliosphäre von <i>IBEX (Interstellar Boundary Explorer)</i> hat die Forscher überrascht. Die Daten zeichnen ein Bild, das keiner Vorhersage aus den bisherigen Modellen entspricht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: NASA, SWRI.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17102009082625_small_1.jpg" alt="NASA" width="328" height="318"/><figcaption>
Der Satellit IBEX 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem Start am 18. Oktober 2008 hat <i>IBEX</i> den gesamten Himmel beobachtet. Die Sensoren zeichnen fortlaufend die Menge sogenannter Energiereicher Neutraler Atome (ENA, Energetic Neutral Atoms) auf, welche durch die Interaktion zwischen den Teilchen des Sonnenwinds und dem interstellarem Medium entstehen. Bisherige Modelle gingen von einer Gleichverteilung über den gesamten Himmel aus, welche nur durch kleine lokale Abweichungen in der Größenordnung von deutlich unter 100 Prozent variiert werden sollten. Die Daten der <i>Voyager</i>-Sonden schienen dieses Modell zu bestätigen, die einzigen beiden Raumflugkörper, die bis in diesen fernen Bereich des Sonnensystems vorgedrungen sind und Daten zur Erde senden konnten.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17102009082625_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17102009082625_small_2.jpg" alt="Southwest Research Institute" width="376" height="144"/></a><figcaption>
Darstellung des ENA-Bands über dem gesamten Himmel, mit den Positionen der Voyagersonden und der Bewegungsrichtung des Sonnensystems (Nose).
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(Bild: Southwest Research Institute)
</figcaption></figure></div>



<p> In den neuen Daten zeigt sich jetzt ein anderes Bild. Quer über den Himmel zieht sich ein Band, aus welchem deutlich mehr ENA gemessen wurden, mit Spitzen von bis zu 300% über den Durchschnittswerten. Auch zwischen kleinen  lokalen Winkelabständen benachbarter Messpunkte zeigen sich hohe Schwankungen. Das beobachtete Band verläuft zwischen den aktuellen Positionen von <i>Voyager 1</i> und <i>Voyager 2</i>, so dass diese es nicht auffinden konnten. Auffällig bei der Lage des Bands ist, dass sie mit der Ausrichtung des interstellaren Magnetfelds außerhalb unseres Sonnensystems korreliert, durch welches wir uns hindurch bewegen. Welche physikalischen Zusammenhänge genau diese Effekte erzeugen, ist noch unbekannt. Die Daten fordern neue Modelle, welche die allem Anschein nach bedeutendere Rolle des interstellaren Magnetfelds berücksichtigen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17102009082625_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17102009082625_big_2.jpg" alt="" width="327" height="217"/></a><figcaption>Darstellung des ENA-Bands auf der Heliosphärenkugel kombiniert mit der Ausrichtung der interstellaren Magnetfeldlinien, den Voyagerpositionen und der Bewegungsrichtung.<br>(Bild: Southwest Research Institute)</figcaption></figure></div>



<p> <i>IBEX</i> beobachtet innerhalb eines halben Jahres den gesamten Himmel. Zurzeit befindet sich der Satellit bereits in der zweiten Messkampagne. In deren Daten wurde das ENA-Band erneut gefunden. Durch den Vergleich der Daten erwartet man jetzt Rückschlüsse auf Veränderungen und Entwicklungen im Band.</p>



<p><strong>Links</strong>
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 Berichte, Meldungen und Diskussionen zu <i>IBEX</i> auf raumfahrer.net:    </p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4119.msg120693#msg120693" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Diskussionsthread zu IBEX im Forum</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonden-index-g-bis-i/#696da3e8ab86" data-wpel-link="internal">Missionsübersicht IBEX</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-forschungssatellit-ibex-steht-vor-dem-start/" data-wpel-link="internal">IBEX-Startvorbereitungen (7.10.2008)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-mission-ibex-mit-pegasus-xl-gestartet-update/" data-wpel-link="internal">IBEX-Start (19.10.2008)</a></li></ul>
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			</item>
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