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	<title>IAU &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>IAU &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Astrophilie: Der Asteroid Eros</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrophilie-der-asteroid-eros/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 14:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des fünften Teils der Serie: Eros, der Asteroid der Liebe. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Britannica, NASA, H. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des fünften Teils der Serie: Eros, der Asteroid der Liebe.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Britannica, NASA, H. J. Perrotin, BBC Sky At Night Magazine 06. Januar 2026.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/Eros_orbit_2018.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Orbit von Eros in 2018, dargestellt von Tomruen." data-rl_caption="" title="Der Orbit von Eros in 2018, dargestellt von Tomruen." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/Eros_orbit_20181.png" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Darstellung des Orbits von Eros in 2018. Der Asteroid kommt der Erde sehr nahe, stellt aber keine Gefahr dar. Credit: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eros_orbit_2018.png" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Tomruen</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Stenograf und Astronom Gustav Witt entdeckte am 13. August 1898 an der Berliner Urania-Sternwarte den Asteroiden 433 Eros. Benannt nach dem griechischen Gott der Liebe, war Eros eine kleine Sensation: Es war die erste Entdeckung eines erdnahen Asteroiden. Das bedeutet, 433 Eros befindet sich nicht im Asteroiden-Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter, sondern seine Bahn verläuft teilweise bis tief innerhalb der Marsbahn. Der Asteroid kann sich der Erde auf eine Entfernung von bis zu 22 Millionen Kilometern nähern<sup data-fn="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25" class="fn"><a id="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25-link" href="#35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25">1</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Astronom entdeckte 433 Eros rein zufällig bei einer zweistündigen Fotografie des Asteroiden 185 Eunike. Auf dem Bild war zusätzlich eine 0,4 mm lange Spur eines Objekts mit ungewöhnlich hoher scheinbarer Bewegung am Himmel sichtbar, was sich als 433 Eros herausstellte<sup data-fn="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596" class="fn"><a id="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596-link" href="#16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596">2</a></sup>. In derselben Nacht fotografierte auch der französische Astronom Auguste Charlois am Observatoire de Nice den Asteroiden. Er hatte ihn sogar bereits etwa eine Stunde vor Witt fotografiert, die Entdeckung wurde aber erst später bekanntgegeben, da er die Fotoplatte nicht gleich analysierte<sup data-fn="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d" class="fn"><a id="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d-link" href="#2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d">3</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Zeit der Entdeckung war es bereits etabliert, neue Himmelskörper nach Figuren der römischen oder griechischen Mythologie zu benennen. Dies begann mit der Entdeckung des Zwergplaneten und Asteroiden 1 Ceres durch Giuseppe Piazzi im Jahr 1801. Eros ist der griechische Gott der begehrlichen Liebe, sein Pendant in der römischen Mythologie ist Amor oder auch Cupido. Der Zusatz 433 folgt den offiziellen Regeln der Benennung von Asteroiden und Kometen der Internationalen Astronomischen Union (IAU), die die Reihenfolge der Entdeckungen festhält. Als erster entdeckter Asteroid trägt Ceres somit die Nummer 1, Eros wurde somit als Objekt Nummer 433 entdeckt<sup data-fn="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00" class="fn"><a id="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00-link" href="#81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00">4</a></sup>. Personen, die heutzutage einen Asteroiden entdecken, dürfen Vorschläge für dessen Namen bei der IAU einreichen. Kometen werden heutzutage immer nach der Person benannt, die sie entdeckt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein besonderer Valentinstag für 433 Eros</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/433_Eros_Ibero.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Skulptur des Asteroiden 433 Eros, von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: Baldic23" data-rl_caption="" title="Skulptur des Asteroiden 433 Eros, von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: Baldic23" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/433_Eros_Ibero1.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Skulptur von 433 Eros, erstellt von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:433_Eros_Ibero.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Baldic23</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier endet die Geschichte des kartoffelförmigen, etwa 34 km × 11 km × 11 km großen Objekts jedoch nicht. Im Jahr 2000 schrieb die NASA durch ihn Raumfahrtgeschichte: Die Sonde NEAR Shoemaker wurde das erste Raumfahrzeug, das einen Asteroiden umkreiste – und das zufällig am Valentinstag! Ein Jahr später wurde die Mission noch bedeutungsträchtiger, da die Sonde auch auf 433 Eros landete. Dies stellte die erste erfolgreiche Landung auf einem Asteroiden dar. Zu diesem Zeitpunkt befand sich 433 Eros 315 Millionen Kilometer von der Erde entfernt<sup data-fn="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e" class="fn"><a href="#5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e" id="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e-link">5</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die erste detaillierte Untersuchung einer Asteroiden-Oberfläche</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumsonde war mit mehreren wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet, darunter ein nahinfrarotes Spektrometer zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung, eine Multispektralkamera und ein Teleskop mit CCD-Sensor zur Vermessung sowie ein Magnetometer zur Suche nach einem Magnetfeld. Mithilfe dieser Geräte fand NEAR Shoemaker heraus, dass 433 Eros ein unregelmäßig geformter Asteroid mit einer Rotationsperiode von 5,27 Stunden, ohne Monde und ohne messbarem Magnetfeld ist. Die Sonde kartierte über 70 % der Oberfläche, machte rund 160.000 hochauflösende Aufnahmen und zeigte eine von Geröll, Rillen und Einschlägen geprägte Oberfläche mit nur sehr wenigen größeren Kratern, was auf ein geologisch vergleichsweise junges Alter hindeutet. Zudem wurden hohe Anteile von Silizium, Magnesium, Eisen sowie radioaktiven Elementen gemessen, eine dichte Regolithschicht nachgewiesen und über Funkexperimente Masse und Dichte bestimmt, die der der irdischen Erdkruste ähnelt<sup data-fn="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c" class="fn"><a id="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c-link" href="#fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c">6</a></sup>. Die Aufnahmen sind teilweise auf der <a href="https://science.nasa.gov/science-org-term/photojournal-mission-near-shoemaker/" data-type="link" data-id="https://science.nasa.gov/science-org-term/photojournal-mission-near-shoemaker/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Photojournal-Seite der NASA</a> zu finden.</p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Liebe zum Universum</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich für Himmelsobjekte begeistert oder auch einfach gerne in den Nachthimmel schaut, trägt oft eine besondere Form der Faszination in sich. Vielleicht schwingt sogar etwas <strong>Astrophilie </strong>mit, also die Liebe zu Sternen und dem Weltall im Allgemeinen. Der Begriff setzt sich aus dem altgriechischen ἄστρον (ástron, “Stern”) und dem Suffix „-philia“ (Liebe) zusammen. Wer genau ihn prägte, ist unklar. Laut <a href="https://www.oed.com/dictionary/astrophile_n?tl=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Oxford English Dictionary</a> tauchte er erstmals 1631 in einem Text des britischen Astrologen John Booker auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese kleine Definition bildet den Kern unserer Reihe: die Neugier und Anziehungskraft, die Menschen seit jeher mit dem Universum verbinden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg582769#msg582769" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums </a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25">https://www.britannica.com/topic/Eros-asteroid <a href="#35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596">https://science.nasa.gov/solar-system/asteroids/433-eros/ <a href="#16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d">H. J. Perrotin: <em>Photographische Aufnahmen kleiner Planeten.</em> In: <em>Astronomische Nachrichten.</em> Band 147, Nr. 3514, 1898, Sp. 175–176 <a href="#2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00">https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_minor_planets:_1%E2%80%931000 <a href="#81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e">https://science.nasa.gov/solar-system/asteroids/433-eros/ <a href="#5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c">https://www.skyatnightmagazine.com/space-science/433-eros-asteroid <a href="#fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>MPIfR: Elektromagnetische Leckstrahlung von Satelliten gefunden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mpifr-elektromagnetische-leckstrahlung-von-satelliten-gefunden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2023 17:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftler beobachten mit dem LOFAR-Teleskop zum ersten Mal niederfrequente Radiowellen von Satelliten in großen Konstellationen. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn. Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie 5. Juli 2023. 5. Juli 2023 &#8211; Wissenschaftler führender Forschungseinrichtungen, darunter das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, haben mit dem Radioteleskop LOFAR 68 Satelliten von SpaceX beobachtet. Die Autoren [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wissenschaftler beobachten mit dem LOFAR-Teleskop zum ersten Mal niederfrequente Radiowellen von Satelliten in großen Konstellationen. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie 5. Juli 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">5. Juli 2023 &#8211; Wissenschaftler führender Forschungseinrichtungen, darunter das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, haben mit dem Radioteleskop LOFAR 68 Satelliten von SpaceX beobachtet. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass sie elektromagnetische Leckstrahlung entdeckt haben, die von der Bordelektronik erzeugt wird. Sie könnte astronomische Forschung behindern und unterscheidet sich von den normalen Kommunikationssignalen, die bisher im Fokus der Radioastronomen lagen. Die Autoren fordern daher Satellitenbetreiber und Regulierungsbehörden dazu auf, die Auswirkungen auf die Radioastronomie sowohl bei der Entwicklung von Raumfahrzeugen als auch bei Regulierungsverfahren zu berücksichtigen. Die Ergebnisse werden heute in der Fachzeitschrift „Astronomy &amp; Astrophysics“ veröffentlicht.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SatellitenkonstellationueberLOFARDFutselaarartsourcenl.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung einer großen Satellitenkonstellation in einer erdnahen Umlaufbahn, die über dem LOFAR-Teleskop kreist. (Bild: Daniëlle Futselaar (artsource.nl))" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung einer großen Satellitenkonstellation in einer erdnahen Umlaufbahn, die über dem LOFAR-Teleskop kreist. (Bild: Daniëlle Futselaar (artsource.nl))" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="337" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SatellitenkonstellationueberLOFARDFutselaarartsourcenl60.jpg" alt="Künstlerische Darstellung einer großen Satellitenkonstellation in einer erdnahen Umlaufbahn, die über dem LOFAR-Teleskop kreist. (Bild: Daniëlle Futselaar (artsource.nl))" class="wp-image-128475" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SatellitenkonstellationueberLOFARDFutselaarartsourcenl60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SatellitenkonstellationueberLOFARDFutselaarartsourcenl60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung einer großen Satellitenkonstellation in einer erdnahen Umlaufbahn, die über dem LOFAR-Teleskop kreist. (Bild: Daniëlle Futselaar (artsource.nl))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein neues Phänomen auf niedrigen Umlaufbahnen</strong><br>Astronomen müssen für ihre Arbeit sehr schwache Signale aus dem Universum empfangen können. Von Menschen verursachte Radiosignale können astrophysikalische Quellen aber um ein Vielfaches überstrahlen. Daher werden die meisten Radioteleskope an Standorten gebaut, die besonders vor terrestrischen Störungen geschützt sind. Einige befinden sich sogar in radioruhigen Zonen, die von einigen Staaten eingerichtet wurden. Der technologische Fortschritt ermöglichte in den letzten Jahren erstmalig, riesige Satellitenkonstellationen ins All zu befördern, die für den Breitband-Internetzugang oder die Erdbeobachtung genutzt werden. Sie stellen eine völlig neue Herausforderung für die Astronomie dar. Da sich nun Tausende von Satelliten auf niedrigen Erdumlaufbahnen befinden, hat jedes Radioteleskop zu jeder Zeit viele Satelliten im Blick, die Signale ausstrahlen. Bisher ging man davon aus, dass es hauptsächlich die Kommunikationssignale der Satelliten wären, die radioastronomische Beobachtungen behindern können. Die nun erstmalig beobachtete Leckstrahlung, wahrscheinlich verursacht vom elektronischen Equipment der Satelliten, hatte man bisher nicht auf dem Schirm und weitere Untersuchungen dazu sind vonnöten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Studie ist der jüngste Versuch, die Auswirkungen von Satellitenkonstellationen auf die Radioastronomie besser zu verstehen“, sagte der Hauptautor Federico Di Vruno, „in früheren Workshops zum Schutz des Nachthimmels und der Astronomie vor Auswirkungen von Satelliten wurden Theorien über diese Strahlung aufgestellt; unsere Beobachtungen bestätigen, dass sie messbar ist.“ Di Vruno ist Co-Direktor des Centre for the Protection of the Dark and Quiet Sky from Satellite Constellation Interference der Internationalen Astronomischen Union (IAU CPS) und außerdem Spektrum-Manager für das SKA-Observatorium (SKAO). Die weiteren Autoren der Studie sind alles aktive Mitglieder des CPS.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bestehende und geplante Satellitenkonstellationen</strong><br>Das Team um Di Vruno konzentrierte sich zunächst auf die SpaceX-Satelliten, da SpaceX zum Zeitpunkt der Beobachtungen die größte Anzahl von Satelliten &#8211; mehr als 2.000 – im Orbit hatte. Die Autoren stellen jedoch klar, dass SpaceX nicht der einzige Betreiber von großen Satellitenkonstellationen ist. Sie gehen davon aus, dass andere Satelliten ähnliche unbeabsichtigte Emissionen ausstrahlen. Es sind bereits weitere Messungen geplant, die sich auf andere Satellitenkonstellationen konzentrieren werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit LOFAR konnten wir von 47 der 68 beobachteten Satelliten Strahlung zwischen 110 und 188 MHz nachweisen. Dieser Frequenzbereich umfasst ein geschütztes Band zwischen 150,05 und 153 MHz, das von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) speziell für die Radioastronomie zugewiesen wurde“, sagt Mitautor Cees Bassa von ASTRON, dem niederländischen Institut für Radioastronomie. SpaceX verstößt jedoch nicht gegen Vorschriften oder Regulierungen, da diese Art von Strahlung für Satelliten nicht durch internationale Regelungen abgedeckt ist. Im Gegensatz dazu gelten für terrestrische Geräte Vorschriften, um sicherzustellen, dass ein Gerät nicht ein anderes in der Nähe stört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autoren führten auch umfangreiche Simulationen dieses Effekts für verschiedene Satellitenkonstellationen durch. „Unsere Simulationen zeigen unter anderem, dass dieser Effekt umso wichtiger wird, je größer die Konstellation ist, da sich die Strahlung aller Satelliten summiert. Das bereitet uns natürlich Sorgen, insbesondere wenn man an die Vielzahl von geplanten Satelliten denkt. Und es fehlt an spezifischen Regeln, die die Radioastronomie vor unbeabsichtigter Strahlung der Satelliten schützen“, sagt Mitautor Benjamin Winkel vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verstärkte Zusammenarbeit mit Satellitenbetreibern ist entscheidend</strong><br>Die Autoren stehen in engem Kontakt mit SpaceX. Das Unternehmen möchte mögliche negative Auswirkungen auf die Astronomie auf jeden Fall verhindern. SpaceX hat bereits Änderungen an der kommenden Satellitengeneration vorgenommen und hofft, dass damit eine Verbesserung der Situation erzielt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitautor Gyula Józsa (ebenfalls vom MPIfR und von der Rhodes-Universität in Südafrika) betont: „Wir glauben, dass das rechtzeitige Erkennen dieser Situation den Astronomen und den Betreibern großer Satellitenkonstellationen die Chance gibt, gemeinsam an technischen Maßnahmen zu arbeiten. Parallel dazu sind aber dringend Gespräche mit Regulierungsbehörden zu führen, um geeignete Regulierungen zu schaffen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die vorliegende Studie zeigt, dass neue technologische Entwicklungen unvorhergesehene Nebenwirkungen auf die Astronomie haben können“, schließt Prof. Michael Kramer, Direktor am MPIfR und Präsident der Astronomischen Gesellschaft in Deutschland. Er begrüßt ausdrücklich den kooperativen Ansatz von SpaceX. „SpaceX geht mit gutem Beispiel voran. Nun hoffen wir auf eine breite Unterstützung durch die gesamte Satellitenindustrie und die Regulierungsbehörden.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinkSataIAUCPS.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die gelb-grünen Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Der rote Pfeil zeigt die vorhergesagte Bewegung eines Starlink-Satelliten durch das Sichtfeld des Teleskops. Tatsächlich verursachte der Satellit ein Signal in den Pixeln entlang seiner Bewegungsspur. Der Hintergrund zeigt die Vorschau auf eine laufende Durchmusterung des Himmels, die derzeit mit dem LOFAR-Teleskop durchgeführt wird (&quot;The LOFAR Two-metre Sky Survey&quot;, Shimwell et al., in prep.). Die blauen Punkte und Strukturen sind Galaxien, die im Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums zu sehen sind (Falschfarbendarstellung). (Bild: IAU / CPS)" data-rl_caption="" title="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die gelb-grünen Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Der rote Pfeil zeigt die vorhergesagte Bewegung eines Starlink-Satelliten durch das Sichtfeld des Teleskops. Tatsächlich verursachte der Satellit ein Signal in den Pixeln entlang seiner Bewegungsspur. Der Hintergrund zeigt die Vorschau auf eine laufende Durchmusterung des Himmels, die derzeit mit dem LOFAR-Teleskop durchgeführt wird (&quot;The LOFAR Two-metre Sky Survey&quot;, Shimwell et al., in prep.). Die blauen Punkte und Strukturen sind Galaxien, die im Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums zu sehen sind (Falschfarbendarstellung). (Bild: IAU / CPS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinkSataIAUCPS60.jpg" alt="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die gelb-grünen Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Der rote Pfeil zeigt die vorhergesagte Bewegung eines Starlink-Satelliten durch das Sichtfeld des Teleskops. Tatsächlich verursachte der Satellit ein Signal in den Pixeln entlang seiner Bewegungsspur. Der Hintergrund zeigt die Vorschau auf eine laufende Durchmusterung des Himmels, die derzeit mit dem LOFAR-Teleskop durchgeführt wird (&quot;The LOFAR Two-metre Sky Survey&quot;, Shimwell et al., in prep.). Die blauen Punkte und Strukturen sind Galaxien, die im Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums zu sehen sind (Falschfarbendarstellung). (Bild: IAU / CPS)" class="wp-image-128470" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinkSataIAUCPS60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinkSataIAUCPS60-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die gelb-grünen Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Der rote Pfeil zeigt die vorhergesagte Bewegung eines Starlink-Satelliten durch das Sichtfeld des Teleskops. Tatsächlich verursachte der Satellit ein Signal in den Pixeln entlang seiner Bewegungsspur. Der Hintergrund zeigt die Vorschau auf eine laufende Durchmusterung des Himmels, die derzeit mit dem LOFAR-Teleskop durchgeführt wird (&#8222;The LOFAR Two-metre Sky Survey&#8220;, Shimwell et al., in prep.). Die blauen Punkte und Strukturen sind Galaxien, die im Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums zu sehen sind (Falschfarbendarstellung). (Bild: IAU / CPS) </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das CPS</strong><br>Das Centre for the Protection of the Dark and Quiet Sky from Satellite Constellation Interference (CPS) der Internationalen Astronomischen Union (IAU) ist eine globale Organisation, die gemeinsam vom NOIRLab der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) und dem SKA-Observatorium (SKAO) unter der Schirmherrschaft der IAU betrieben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das CPS erleichtert die globale Koordinierung der Bemühungen der astronomischen Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit Observatorien, Raumfahrtbehörden, Industrie, Regulierungsbehörden und anderen Sektoren, um die negativen Auswirkungen von Satellitenkonstellationen auf die Astronomie zu mildern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den teilnehmenden Forschungseinrichtungen gehören das SKA-Observatorium, das European Research Council (ERC), das Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR), das Niederländische Institut für Radioastronomie (ASTRON), die Rhodes-Universität in Südafrika und das Jodrell Bank Centre for Astrophysics in Großbritannien. Benjamin Winkel, Gyula I. G. Józsa und Axel Jessner sind Ko-Autoren vom MPIfR. Mehrere der Autoren sind außerdem im Committee for Radioastronomy Frequencies (CRAF) aktiv, das sich für den Schutz von radioastronomischen Beobachtungen vor menschengemachten Funksignalen stark macht. Alle Autoren sind Mitglieder des Opticon RadioNet Pilot, welches die ORP Sky Protection Group unterhält.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinksatbIAUCPS.gif" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die blau-gelben Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Blaue Kreise stehen für ein schwaches Signal, gelbe Kreise für ein starkes Signal. Der Satellit verursachte ein Signal in den Pixeln entlang der Spur. Die Positionen des Satelliten am Himmel stimmten perfekt mit den Pixeln überein. (Animation: IAU / CPS)" data-rl_caption="" title="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die blau-gelben Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Blaue Kreise stehen für ein schwaches Signal, gelbe Kreise für ein starkes Signal. Der Satellit verursachte ein Signal in den Pixeln entlang der Spur. Die Positionen des Satelliten am Himmel stimmten perfekt mit den Pixeln überein. (Animation: IAU / CPS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinksatbIAUCPS60.gif" alt="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die blau-gelben Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Blaue Kreise stehen für ein schwaches Signal, gelbe Kreise für ein starkes Signal. Der Satellit verursachte ein Signal in den Pixeln entlang der Spur. Die Positionen des Satelliten am Himmel stimmten perfekt mit den Pixeln überein. (Animation: IAU / CPS)" class="wp-image-128472"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die blau-gelben Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Blaue Kreise stehen für ein schwaches Signal, gelbe Kreise für ein starkes Signal. Der Satellit verursachte ein Signal in den Pixeln entlang der Spur. Die Positionen des Satelliten am Himmel stimmten perfekt mit den Pixeln überein.
(Animation: IAU / CPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>Unintended radio emission from Starlink satellites detected with LOFAR between 110 and 188 MHz<br>F. Di Vruno, B. Winkel, C. G. Bassa, G. I. G. Józsa, M. A. Brentjens, A. Jessner, and S. Garrington, 2023, Astronomy &amp; Astrophysics, July 05, 2023 (DOI: 10.1051/0004-6361/202346374), pdf: <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/pdf/2023/08/aa46374-23.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/pdf/2023/08/aa46374-23.pdf</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17396.msg551167#msg551167" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beeinträchtigung von astronomischen Teleskopen durch Megakonstellationen</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>NAEC Tagung „Schule und Weltraum 2022&#8243;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/naec-tagung-schule-und-weltraum-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2022 05:22:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Citizen-Science]]></category>
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		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Tagung]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraum]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NAEC Conference 2022 findet am 20. Mai bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien statt. Eine Übertragung im Internet ist vorgesehen. Eine Veranstaltungsankündigung von Austria in Space im Rahmen von open4innovation. Quelle: Austria in Space InhaltsbeschreibungDie NAEC Tagung „Schule und Weltraum 2022&#8243; soll Schüler*innen, Pädagog*innen und Wissenschafter*innen zusammenbringen, um Informationen zur aktuellen Forschung, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die NAEC Conference 2022 findet am 20. Mai bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien statt. Eine Übertragung im Internet ist vorgesehen. Eine Veranstaltungsankündigung von Austria in Space im Rahmen von open4innovation.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Austria in Space</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Inhaltsbeschreibung</strong><br>Die NAEC Tagung „Schule und Weltraum 2022&#8243; soll Schüler*innen, Pädagog*innen und Wissenschafter*innen zusammenbringen, um Informationen zur aktuellen Forschung, zu Citizen-Science Projekten und zu Projekten für Schulen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Veranstalter</strong><br>IAU – International Astronomical Union;<br>NAEC &#8211; National Astronomy Education Coordinators;<br>ÖAW – Österreichische Akademie der Wissenschaften;<br>ESERO Austria &#8211; European Space Education Resource Office;<br>ÖGAA – Österreichische Gesellschaft für Astronomie und Astrophysik</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus werden im Rahmen dieser Tagung Preise für die besten Vorwissenschaftlichen Arbeiten (AHS) bzw. Diplomarbeiten (BHS) aus den Themenbereichen Astronomie, Astrophysik, Weltraummissionen und Raumfahrt vergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Programm</strong><br>13:00-13:10 NAEC-Austria: Begrüßung / zum Ablauf<br>13:10-13:20 Grußworte der Veranstalter<br>13:20-13:45 Bettina Anderl (ESERO Austria): Teach with Space &#8211; ESERO Austria<br>13:45-14:10 Nora Eisner (University of Oxford): Zooniverse &#8211; TESS Planet Hunters<br>14:10-15:10 Daniela Tirsch (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) -Keynote: Aktuelle Marsmissionen und die Suche nach Spuren von Leben auf unserem Nachbarplaneten<br>15:10-15:45 Pause<br>15:45-16:30 Preisverleihung: VWA-Preis<br>16:30-16:55 Phil Gartlehner (ESERO Austria): Earth Observations &#8211; Schulmaterial<br>16:55-17:20 Andreas Buhl (Beyond Gravity Austria): Vom Mond zum Mars: Raumfahrttechnik aus Österreich<br>17:20-17:45 Roland Ottensamer (Institut für Astronomie, Wien): Space @ Uni Vienna<br>17:45 Abschluss &amp; Ausklang</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Downloads</strong><br><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NAECprogramm2022.pdf" data-wpel-link="internal">Programm als pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zielpublikum</strong><br>Lehrer*innen aller Schulstufen, Schüler*innen, Wissenschaftler*innen, Weltrauminteressierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Teilnahme-Information</strong><br>Die Teilnahme ist kostenlos.<br>Anmeldung über Link: <a href="https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfrKzHJB1m366evWW8E-Ow6sC5Q-EEebVqE7N-b18O41WhNhQ/viewform" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Veranstaltungsanmeldung Konferenz &#8222;Schule und Weltraum&#8220;</a><br>Das Symposium wird auch gestreamt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Veranstaltungsort</strong><br>Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal, Sonnenfelsgasse 19, 1010 Wien</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4903.msg531959#msg531959" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Terminvorschau auf Veranstaltungen</a></li></ul>
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		<title>ESO und internationale Partner appellieren an UN, dunklen und stillen Himmel der Erde zu schützen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eso-und-internationale-partner-appellieren-an-un-dunklen-und-stillen-himmel-der-erde-zu-schuetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2022 13:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[COPUOS]]></category>
		<category><![CDATA[dunkler Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Großkonstellation]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtverschmutzung]]></category>
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		<category><![CDATA[Satellitenkonstellationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine internationale Kooperation unter Beteiligung der ESO hat dem UN-Komitee zur friedlichen Nutzung des Weltraums (COPUOS) ein neues Papier vorgelegt, mit dem ein besserer Schutz des dunklen, stillen Himmels angestrebt wird. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie. Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie. 7. Februar 2022 &#8211; Das Papier wurde heute auf der Sitzung des wissenschaftlichen und [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine internationale Kooperation unter Beteiligung der ESO hat dem UN-Komitee zur friedlichen Nutzung des Weltraums (COPUOS) ein neues Papier vorgelegt, mit dem ein besserer Schutz des dunklen, stillen Himmels angestrebt wird. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/paranalvistaPHoralekESO2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/paranalvistaPHoralekESO26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hoch auf einem chilenischen Berg gelegen, profitiert das Paranal-Observatorium der ESO von der atemberaubenden Aussicht auf die umgebende Atacama-Wüste und – noch wichtiger! – vom klaren und wunderschönen Himmel. Diese Fotografie der Anlage zeigt eine besonders farbenfrohe Szene, in der die untergehende Sonne den Himmel mit wunderbaren Tönen von Pink, Orange, Violett, Blau und Gelb einfärbt. (Bild: P. Horálek/ESO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">7. Februar 2022 &#8211; Das Papier wurde heute auf der Sitzung des wissenschaftlichen und technischen COPUOS-Unterausschusses zur Diskussion angenommen. Zum ersten Mal wurde der dunkle und stille Himmel als formeller Tagesordnungspunkt von den UN vorgelegt. Das Papier, das von Chile, Spanien und der Slowakei unterstützt wird, ermutigt die internationale Gemeinschaft, die weltweiten astronomischen Beobachtungsmöglichkeiten vor zerstörerischen und schädlichen künstlichen Störungen zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachthimmel bietet dem glücklichen Betrachter eine reiche Sternenpracht, aber im Lauf der letzten Jahrzehnte hat sich ihre Qualität in Folge von wachsender bodenbasierter Lichtverschmutzung verschlechtert. Nun taucht eine neue Bedrohung auf: die große Anzahl von Satelliten, die in erdnahe Umlaufbahnen gebracht werden. Bis zu 100.000 Satelliten könnten in den kommenden zehn Jahren in diese Umlaufbahnen gelangen. Auch wenn sie für globale Kommunikationsnetzwerke wichtig sind, können diese Satelliten die Astronomie aufgrund ihrer bloßen Anzahl, ihrer Helligkeit am Himmel und ihrer allgegenwärtigen Funkstrahlung stören. Sie können insbesondere solche Messungen beeinträchtigen, die Beobachtungen in der Dämmerung erfordern, wie etwa die Suche nach erdbedrohenden Asteroiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den 2030er Jahren könnten möglicherweise jederzeit mehr als 5000 Satelliten über einem typischen Observatorium in den mittleren Breiten nachweisbar sein. Das wird auf allen Weitfeld-Bildern, die in der Dämmerung aufgenommen wurden, erkennbar sein, außer auf denen, die mit den kleinsten optischen Teleskopen gemacht wurden. Große Satelliten-Konstellationen stellen auch eine Herausforderung für die Radioastronomie dar. Die schiere Anzahl neuer Satelliten wird zu Tausenden zusätzlicher Funksender führen, die die Messungen hochempfindlicher Radioteleskope beeinflussen. Es besteht ein eindeutiger Bedarf an besserer globaler Koordination, Richtlinien und Gesetzen zum Schutz des dunklen Himmels, aber auch für einen funkstillen Himmel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Papier, das dem COPUOS-Unterausschuss präsentiert wurde, skizziert vier Hauptmaßnahmen gegen die Auswirkungen von Satelliten auf astronomische Observatorien: anerkennen, dass boden- und weltraumgestützte astronomische Forschung eine wesentliche Rolle bei der Erkundung des Weltalls spielen; die Aufmerksamkeit der Regierungen auf den Schaden lenken, der durch die unkontrollierte Ausdehnung von künstlichem Licht in der Nacht entsteht; unterstützen der Annahme einer ganzen Reihe freiwilliger Leitlinien zu bewährten Verfahren für die Betreiber von Satelliten-Konstellationen; sicherstellen, dass die „Auswirkungen von Satelliten-Konstellationen auf astronomische Einrichtungen“ auf die Agenda des wissenschaftlich-technischen Unterausschusses gesetzt werden, bis das Problem zufriedenstellend gelöst ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Papier wurde von der ESO, der Internationalen Astronomischen Union (IAU) und dem Square Kilometre Array Observatory (SKAO) gemeinsam unterzeichnet und wird auf der 59. Sitzung des COPUOUS Scientific and Technical Subcommittee diskutiert. Dieses wird internationalen Delegierten die Gelegenheit geben, mögliche zukünftige Maßnahmen zum Schutz des dunklen und stillen Nachthimmels zu verarbeiten, zu diskutieren und zu skizzieren. Die Diskussion ist ein zentraler Schritt, um internationale Gesetzgeber in globale Schutzmaßnahmen für die Astronomie einzubeziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein internationaler Ansatz ist essentiell für den Schutz des dunklen und stillen Himmels. Gemeinsame Anstrengungen von Regierungen, Industrie und Astronomen sind erforderlich. Auch Privatpersonen, deren Zugang zum Himmel aus wichtigen kulturellen Gründen erhalten bleiben soll, können an der Kampagne mitwirken. Die ESO, ein ständiger Beobachter bei COPUOS, hat sich konsequent für politische Maßnahmen zum Schutz des dunklen und stillen Himmels eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist für die ESO von entscheidender Bedeutung, Mitglied von COPUOS zu sein, denn dort können wir uns bei politischen Entscheidungsträgern für die Astronomie einsetzen“, sagt Andrew Williams, ESO-Beauftragter für Außenbeziehungen, der die ESO bei COPUOS vertritt. „Mit der Aufnahme des dunklen und stillen Himmels als Tagesordnungspunkt, haben wir dieses Problem in den Vordergrund gerückt und sichergestellt, dass Regierungen weltweit die Bedürfnisse der astronomischen Gemeinschaft hören.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Empfehlungen, die in dem Papier skizziert werden, stützen sich auf einen neuen Bericht von der Dark und Quiet Skies Working Group, einem internationalen Zusammenschluss unter der Leitung der IAU, an dem ESO-Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Politikexperten und -expertinnen beteiligt sind. Der Bericht untersucht, wie politische Maßnahmen umgesetzt werden können, um die Auswirkungen von Satelliten-Konstellationen auf die Astronomie zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir hoffen, dass der wissenschaftliche und technische COPUOS-Unterausschuss die vier vorgeschlagenen Maßnahmen annimmt“, sagt ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. „Dies wird uns der gesetzlichen, globalen Änderung näherbringen, die nötig ist, um das Erbe unseres Nachthimmels zu bewahren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mitteilung bei der ESO:</strong><br><a href="https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann22001/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann22001/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=323.msg527175#msg527175" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lichtverschmutzung</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Raumfahrer Net &#038; Raumcon suchen Namen für Exoplanet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumfahrer-net-raumcon-suchen-namen-fuer-exoplanet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Goth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2019 17:08:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanet]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[Polarstern]]></category>
		<category><![CDATA[Riesenstern]]></category>
		<category><![CDATA[Sternbild]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42838</guid>

					<description><![CDATA[<p>Raumfahrer Net e.V. und das Raumcon-Forum suchen einen Namen für Exoplanet HD 32518b und seinen Stern. Die Internationale Astronomische Union (IAU) feiert ihren 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass darf jedes Mitgliedsland einen Exoplaneten und seinen Stern benennen. Kindergärten, Schulen und amateurastronomische Vereinigungen sind aufgerufen Vorschläge einzureichen. Das größte deutschsprachige Raumfahrt- und Astronomieforum beteiligt sich. Ein [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Raumfahrer Net e.V. und das Raumcon-Forum suchen einen Namen für Exoplanet HD 32518b und seinen Stern. Die Internationale Astronomische Union (IAU) feiert ihren 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass darf jedes Mitgliedsland einen Exoplaneten und seinen Stern benennen. Kindergärten, Schulen und amateurastronomische Vereinigungen sind aufgerufen Vorschläge einzureichen. Das größte deutschsprachige Raumfahrt- und Astronomieforum beteiligt sich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Stefan Goth. Quelle: IAU, Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V..</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Jahr feiert die Internationale Astronomische Union (IAU), die weltweite Vereinigung der professionellen Astronomen, unter dem Motto „100 Jahre unter einem Himmel“ ihr hundertjähriges Bestehen.
<br>
Die IAU fördert Forschung, Bildung und Wissenschaft im Bereich der Astronomie, insbesondere durch die Ausrichtung wissenschaftlicher Konferenzen. Die IAU ist außerdem für die offizielle Namensgebung von Himmelsobjekten zuständig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als eine von vielen Aktionen zum 100. Jubiläumsjahr dürfen IAU-Mitgliedsländer in diesem Jahr im Rahmen der Aktion NameExoWorlds je einen Exoplaneten und den Stern benennen, den dieser Planet umkreist. Die deutsche Öffentlichkeit darf den Stern HD 32518 und seinen Planeten HD 32518b im nördlichen Sternbild Giraffe benennen.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Exoplanetensystem HD 32518</strong>
<br>
Bei HD 32518b handelt sich um einen Exoplaneten, also um einen Planeten, der einen anderen Stern als die Sonne umkreist, nämlich den Stern HD 32518. HD 32518b ist deutlich größer als der größte Planet des Sonnensystems, Jupiter. Der Planet HD 32518 ist ein Riesen-Jupiter mit rund der dreifachen Jupiter-Masse. Er umkreist seinen Stern alle 157,5 Tage. Der Planet wurde 2009 von Michaela Döllinger (damals bei der ESO), Artie Hatzes (Landessternwarte Tautenburg, LST), Luca Pasquini (ESO), Eike Guenther (LST) und Michael Hartmann (LST) mit der sogenannten Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>Stern mit der Katalognummer HD 32518</strong> ist ein roter Riesenstern im nördlichen Sternbild Giraffe. Er hat ungefähr dieselbe Masse, aber einen zehn Mal größeren Durchmesser wie die Sonne. Das unscheinbare Sternbild Giraffe (Kamelopard) liegt in der Nähe des Polarsterns. HD 32518 ist mit dem Fernglas, für sehr geübte Beobachter unter besten Bedingungen auch mit bloßem Auge sichtbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diesem Stern und seinem Begleiter &#8222;sprechende&#8220; Namen zu geben, wurde eine eigene Website eingerichtet:   <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20220821132932/https://www.exoplanet-benennen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">100 Jahre IAU: NameExoWorlds</a>Der Träger der Website ist die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V..   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Namensvorschläge dürfen von Schulklassen, Kindergartengruppen und amateurastronomischen Vereinigungen (als solche tritt der gemeinnützige Verein Raumfahrer Net e.V. an) aus Deutschland gemacht werden.    Jede Kindergartengruppe/Schulklasse/Vereinigung darf dabei einen Vorschlag für den Planeten und einen Vorschlag für den Stern einreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierzu wurden im Raumcon-Forum bereits entsprechende Vorschläge gesammelt:   <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16891.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Name gesucht für Exoplanet HD 32518b und seinen Stern; Vorschlag Raumfahrer Net?</a>Über diese Vorschläge können die Vereins- und Forumsmitglieder noch bis zum kommenden Samstag 20.07.2019 22:53:18 Uhr abstimmen.Danach wird der Siegervorschlag bei der IAU eingereicht.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorauswahl aus allen bei der IAU eingehenden Vorschläge trifft eine Kommission bestehend aus Dr. Michaela Döllinger (Landessternwarte Tautenburg, Mitentdeckerin des Planeten), Prof. Dr. Thomas Henning (Max-Planck-Institut für Astronomie), Dr. Carolin Liefke (Vereinigung der Sternfreunde e.V.), Dr. Markus Pössel (IAU National Outreach Coordinator für Deutschland), Dr. Ruth Titz-Weider (DLR Institut für Planetenforschung, Berlin) und Prof. Dr. Joachim Wambsganß (Präsident der Astronomischen Gesellschaft). Die Kommission wählt fünf Vorschläge aus und stellt sie zur öffentlichen Abstimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abstimmen darf dann jeder der im Zeitraum vom 10. Oktober bis 10. November 2019 in Deutschland ansässig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16891.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Name gesucht für Exoplanet HD 32518b und seinen Stern; Vorschlag Raumfahrer Net?</a> </li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>China berichtet über geplante Teleskopprojekte</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-berichtet-ueber-geplante-teleskopprojekte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Aug 2012 08:46:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[DAMPE]]></category>
		<category><![CDATA[FAST]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[LAMOST]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Chinesische Teilnehmer der 28. Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) sprachen über einige ambitionierte Projekte, die in den nächsten Jahren verwirklicht werden sollen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua, Wikipedia. Vertont von Peter Rittinger. Dazu gehören mehrere Weltraumteleskope. Eines dient der Untersuchung der Umgebung von Schwarzen Löchern und erfasst den Bereich der harten Röntgenstrahlung. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Chinesische Teilnehmer der 28. Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) sprachen über einige ambitionierte Projekte, die in den nächsten Jahren verwirklicht werden sollen. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle:  Xinhua, Wikipedia. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-09-02-87632.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehören mehrere Weltraumteleskope. Eines dient der Untersuchung der  Umgebung von Schwarzen Löchern und erfasst den Bereich der harten Röntgenstrahlung. Englischsprachiger Projekttitel ist Hard X-ray  Modulation Telescope, HXMT. Vorgesehen ist ein Start im Zeitraum von 2014 bis 2016. Es wird das erste Weltraumteleskop aus dem Reich der Mitte sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Raumfahrzeug dieser Art soll Partikel der Dunklen Materie aufspüren. Hier lautet der englischsprachige Projekttitel Dark Matter Particle Explorer (DAMPE). Weitere neue Teleskope sollen u.a. auch auf der Erde entstehen, so ein Sonnenteleskop (englisch: Chinese Giant Solar Telescope, CGST) mit einem ringförmigen Spiegel von 8 Metern Außendurchmesser und dem Lichtsammeläquivalent eines 5-Meter-Spiegels sowie in chinesisch-französischer Kooperation das Teleskop POLAR zur Erfassung von Gammastrahlungsausbrüchen an Bord der Raumstation Tiangong 2, bereits im Jahr 2014. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/wikipedia-fabian_rrrr-lamost.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/wikipedia-fabian-rrrr-lamost-260.jpg" alt="LAMOST
(Bild: Paul Hilscher (Sheliak in Wikipedia), CC-BY-SA-3.0)"/></a><figcaption> LAMOST <br>(Bild: Paul Hilscher (Sheliak in Wikipedia), CC-BY-SA-3.0)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erinnert wurde ebenso an das im Bau befindliche Radioteleskop mit einem Antennendurchmesser von 500 Metern (englisch: Five-hundred-meter Aperture Spherical Radio Telescope, FAST), ein Spektroskopisches Teleskop, welches erfasstes Licht über Glasfasern zu einer ganzen Batterie an Spektralsensoren weiterleitet (englisch: Large Sky Multi-Object Fiber Spectroscopic Telescope, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/LAMOST" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">LAMOST</a>) sowie an verschiedene Projekte, welche die Stationierung von Teleskoptechnik auf einem Hochplateau der Antarktis vorsehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines davon ist das Antarktische Durchmusterungsteleskop (englisch: Antarctic Survey Telescope, AST), dessen erster Baustein bereits in diesem Jahr aufgebaut und in Betrieb genommen wurde. Zum einen bietet der Standort mit trockener, kalter und vergleichsweise ruhiger Luft sehr gute Beobachtungsbedingungen. Zum anderen sind auch Weltraumteleskope niedrigen Temperaturen ausgesetzt, so dass man sich dafür nutzbare Erkenntnisse verspricht. Zwei weitere automatische Teleskope mit Spiegeldurchmessern von 50 cm werden in den nächsten Jahren folgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit will die Volksrepublik China auf dem Gebiet der Astronomie  zunehmend Spitzenforschung betreiben. Bisher sei dieser  Wissenschaftsbereich vernachlässigt worden. Ein weiteres Mittel zu einem  schnelleren Fortschritt seien Vereinbarungen zur Nutzung weiterer, bereits existierender Teleskope. Ein größerer Teil davon steht im chilenischen Hochland. Damit verfügt Chile über das Recht an Beobachtungszeit u.a. mit dem Very Large Telescope. Institutionen beider Länder haben nun eine Kooperationsvereinbarung getroffen, welche es chinesischen Astronomen erlaubt, im Rahmen des chilenischen Kontingents Forschungen mit verschiedenen Teleskopen vorzunehmen </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zwergplaneten: Nummer Fünf heißt Haumea</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zwergplaneten-nummer-fuenf-heisst-haumea/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 12:29:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[Keck-Observartorium]]></category>
		<category><![CDATA[Monde]]></category>
		<category><![CDATA[Umlaufbahn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Internationale Astronomische Union IAU hat einen fünften Himmelskörper in den Stand eines Zwergplaneten erhoben. Er und seine beiden Mini-Monde bekamen offizielle Namen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: IAU, Wikipedia. Die Familie der Zwergplaneten wächst. Nachdem sich die IAU 2006 entschloss, Pluto unter anderem aufgrund seiner exzentrischen Bahn außerhalb der Ekliptik nicht mehr zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Internationale Astronomische Union IAU hat einen fünften Himmelskörper in den Stand eines Zwergplaneten erhoben. Er und seine beiden Mini-Monde bekamen offizielle Namen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: IAU, Wikipedia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Familie der Zwergplaneten wächst. Nachdem sich die IAU 2006 entschloss, Pluto unter anderem aufgrund seiner exzentrischen Bahn außerhalb der Ekliptik nicht mehr zu den Planeten zu rechnen, begründeten er und eine Reihe weiterer Himmelskörper ähnlicher Größe eine neue Familie. Zunächst wurden dieser außer Pluto noch der bereits 1801 entdeckte Ceres im Asteroidengürtel zwischen Mars- und Jupiterbahn sowie der 2005 fotografierte Eris, ein großes Kuipergürtel-Objekt zugeordnet. Im Juli gesellte sich Makemake hinzu. 
<br>
Nun erhält 2003 EL<sub>61</sub> dieselbe Ehre und wurde mit dem Namen Haumea bedacht. Er wurde 2005 auf Bildern aus dem Jahre 2003 entdeckt. Aufgrund weiterer Beobachtungen mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii gesellten sich noch zwei kleine Monde hinzu.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Haumeas Form weicht deutlich von der Kugelgestalt ab, die größte Ausdehnung wird auf etwa 2000 km geschätzt. Die Bahn Haumeas liegt wie bei Pluto und Eris jenseits der des Planeten Neptun. Im Verlaufe von 285 Jahren kommt der neue Zwergplanet der Sonne bis auf 35 Astronomische Einheiten (AE) nahe und entfernt sich von ihr maximal bis auf 51 AE. Die Umlaufbahn ist gegenüber der Ekliptik um 28° geneigt. Bermerkenswert ist die schnelle Rotation von Haumea, deren Dauer mit knapp 4 Stunden angegeben wird. Möglicherweise hat ein Zusammenstoß mit einem anderen großen Objekt diese schnelle Drehung verursacht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden 2005 entdeckten Monde von Haumea bekommen die Bezeichnungen Hi´iaka und Namaka. Alle Namen entstammen der Hawaiianischen Mythologie. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=920.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Fünfter Zwergplanet</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Xena heisst nun Eris</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/xena-heisst-nun-eris/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Sep 2006 01:06:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[New Horizons]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<category><![CDATA[Xena]]></category>
		<category><![CDATA[Zwergplanet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der lange Zeit als zehnter Planet gehandelte Himmelskörper 2003 UB313 , den man der Einfachheit halber vorübergehend Xena nannte, hat von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) nun den Namen Eris erhalten. Ein Beitrag von Eric Honstrass. Quelle: NASA. Passend zu den in der Öffentlichkeit hitzig geführten Diskussionen, ob es sich bei Xena um einen Planeten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der lange Zeit als zehnter Planet gehandelte Himmelskörper 2003 UB313 , den man der Einfachheit halber vorübergehend Xena nannte, hat von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) nun den Namen Eris erhalten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Eric Honstrass</a>. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/136199ErisNASAjplcaltech.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/136199ErisNASAjplcaltech260.jpg" alt="Bildquelle"/></a><figcaption>
künstlerische Darstellung des Zwergplaneten (136199) Eris 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Passend zu den in der Öffentlichkeit hitzig geführten Diskussionen, ob es sich bei Xena um einen Planeten handelt oder nicht, benannte die (an diesem Tag möglicherweise humoristisch gestimmte) IAU das Objekt nach der griechischen Göttin der Zwietracht und des Streites. Diese warf der Mythologie zufolge als ungeladener Gast den &#8218;Apfel der Zwietracht&#8216; (den sprichwörtlichen Zankapfel) in eine Hochzeitsgesellschaft. Die Gravur dieses Apfels besagte, dass er der Schönsten gehören solle, woraufhin die anwesenden Göttinnen in Streit gerieten. Der wenig erfolgreiche Schlichtungsversuch führte letztlich zum trojanischen Krieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da es sich bei Eris definitionsgemäß um einen Zwergplaneten handelt, hat er nicht nur einen Namen erhalten, sondern auch eine Nummer. Seine vollständige Bezeichnung lautet nun (136199) Eris. Da auch Pluto die neu definierten Kriterien eines Planeten nicht erfüllt und folgerichtig ein Zwergplanet ist, hat auch dieser eine Nummer zu seinem Namen erhalten und heißt zukünftig (134340) Pluto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kleine Begleiter, den man Eris umkreisend entdeckte, benannte man nach einer der Töchter der griechischen Göttin: Deren Name Dysnomia bedeutet so viel wie Ungesetzlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unbeeindruckt von der Statusänderung Plutos und den Namensgebungen wird die NASA ihre Erforschung des äußeren Sonnensystems fortführen. Sie und alle anderen Raumfahrtagenturen, Observatorien usw. werden natürlich die Namen und die Richtlinien der IAU anerkennen und benutzen. Ihre Forschung wird sich nach wie vor auf die interessantesten Objekte unseres Systems richten, unabhängig davon, wie diese kategorisiert sein werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16092006030633_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
künstlerische Darstellung der NASA Sonde New Horizons 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Die Pluto-Sonde New Horizons</i> wird logischerweise also nicht umgelenkt oder abgeschaltet, nur weil Pluto kein Planet mehr ist. Verändert sich dessen Status bis zum Jahre 2015 nicht wieder, wird die NASA-Sonde tatsächlich neue Horizonte erforschen: Aufgebrochen, um den letzten unerforschten Planeten unseres Sonnensystems zu erkunden, wird sie dann beim ersten entdeckten Zwergplaneten eintreffen, der 1930 von Clyde Tombaugh gefunden wurde.     </p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pluto ist kein Planet mehr</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/pluto-ist-kein-planet-mehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2006 18:28:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[Planet]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30402</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8222;Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten&#8230;&#8220; Dieser Satz, der lange Zeit die Reihenfolge unserer Planeten im Sonnensystem beschrieb, muss jetzt geändert werden. Heute hat die International Astronomical Union (IAU) entschieden, dass der Pluto nicht mehr als Planet bezeichnet wird. Ein Beitrag von Alexander Höhn und Axel Orth. Quelle: Universe Today. Die Teilnehmer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">&#8222;Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten&#8230;&#8220; Dieser Satz, der lange Zeit die Reihenfolge  unserer Planeten im Sonnensystem beschrieb, muss jetzt geändert werden. Heute hat die International Astronomical Union (IAU) entschieden, dass der Pluto nicht mehr als Planet bezeichnet wird.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Alexander Höhn und Axel Orth. Quelle: Universe Today.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnehmer der IAU (<a href="https://www.raumfahrer.net/12-planeten-in-unserem-sonnensystem/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) haben sich geeinigt, <strong>Planeten</strong> in Zukunft wie folgt zu definieren:        </p>



<p class="wp-block-paragraph">1. Planeten sind Himmelskörper, die einen Stern umkreisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2. Planeten haben eine annähernd runde Form.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">3. Planeten &#8222;säubern&#8220; ihre Umgebung von Weltraum-Trümmern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da Pluto das letzte Kriterium nicht erfüllt, verliert er somit nach Meinung der IAU seinen Planetenstatus und wird zu einem Objekt der neu eingeführten Klasse &#8222;Zwerg-Planeten&#8220;. <strong>Zwergplaneten</strong> definieren sich laut IAU nun so:       
</p>



<p class="wp-block-paragraph">1. Sie umkreisen einen Stern.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">2. Sie haben eine annähernd runde Form.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">3. Sie &#8222;säubern&#8220; ihre Umgebung nicht von Weltraum-Trümmern.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">4. Sie sind keine Monde.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082006202821_small_1.gif" alt="RF Cafe" width="260"/><figcaption>
Pluto wird aus der Liste der Planeten gestrichen &#8211; und gleichzeitig zum ersten Mitglied auf der Liste der &#8222;Zwergplaneten&#8220;. 
<br>
(Bild: RF Cafe/Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">So ist nun also die Sonde <i>New Horizons</i> letztes Jahr tatsächlich zu einem Planeten gestartet, aber wird bei einem Zwergplaneten ankommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung über das gewählte Kriteriensystem war nicht unumstritten &#8211; so war während der Sitzung auch ein alternatives System vorgeschlagen worden, wonach wir durch Senkung der Anforderungen an das, was einen &#8222;Planeten&#8220; ausmacht, demnächst nicht etwa weniger, sondern <i>mehr</i> Planeten gehabt hätten &#8211; zunächst 12, später vielleicht eine wahre Flut neuer Planeten, da heutige Astronomen sich in der Tradition von Leuten wie Galilei und Herschel natürlich nur zu gerne durch die Benennung neuer Planeten unsterblich gemacht hätten. Da erscheint es doch sinniger, zum alten, nobleren System der klassischen acht Planeten zurückzukehren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Zwergplaneten sind Ceres, Charon (bisher &#8222;nur&#8220; Plutos Mond) sowie 2003 UB313 (auch als Xena bekannt). Es ist aber zu erwarten, das die IAU im Laufe der nächsten Monate und Jahre weitere Himmelskörper zu Zwergplaneten ernennt, zur Zeit gibt es ein Dutzend Anwärter. Alle anderen Objekte, die die Sonne umkreisen und keine Monde sind, werden als &#8222;Kleine Sonnensystem-Körper&#8220; bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zukünftige Sonnensystem besteht also nur noch aus den acht Planeten: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, und Neptun. Ein neuer Merksatz könnte also zum Beispiel &#8222;Mein Vater erzählt mir jeden Sonntag ulkige Neuigkeiten&#8220; sein.      
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/pluto-ist-kein-planet-mehr/" data-wpel-link="internal">Pluto ist kein Planet mehr</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>12 Planeten in unserem Sonnensystem?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/12-planeten-in-unserem-sonnensystem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Aug 2006 12:48:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[Planeten]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30407</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die International Astronomical Union (IAU) scheint vor dem Hintergrund jüngster Entdeckungen die offizielle Definition des Terminus &#8222;Planet&#8220; so abändern zu wollen, dass unser Sonnensystem zukünftig über mindestens zwölf statt bisher neun Planeten verfügt. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: IAU. In den letzten Jahren sind dank ständig besserer Beobachtungstechnologien einige Himmelskörper im so genannten &#8222;Kuiper-Gürtel&#8220; [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/12-planeten-in-unserem-sonnensystem/" data-wpel-link="internal">12 Planeten in unserem Sonnensystem?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die International Astronomical Union (IAU) scheint vor dem Hintergrund jüngster Entdeckungen die offizielle Definition des Terminus &#8222;Planet&#8220; so abändern zu wollen, dass unser Sonnensystem zukünftig über mindestens zwölf statt bisher neun Planeten verfügt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a>. Quelle: IAU.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16082006144843_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Eine nicht maßstabsgetreue Grafik unseres Sonnensystems mit den potentiellen neuen Planeten Ceres, Charon und 2003 UB313.
<br>
(Grafik: IAU/Martin Kornmesser)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Jahren sind dank ständig besserer Beobachtungstechnologien einige Himmelskörper im so genannten &#8222;Kuiper-Gürtel&#8220; entdeckt worden, deren Größe an die des Planeten Pluto heranreichten beziehungsweise in mindestens einem Fall dessen Größe sogar übertraf. Diese jenseits der Neptun-Bahn liegende Region ist mit verschieden großen Eis- und Gesteinsbrocken dicht besetzt. Die Größe dieser so genannten &#8222;Kuiper-Gürtel-Objekte&#8220; (KBOs) reicht dabei wahrscheinlich von wenigen hundert Metern Durchmesser bis zu den erwähnten Himmelskörpern in der Größenklasse von Pluto. Vor diesem Hintergrund läuft bereits seit längerer Zeit eine intensive Diskussion über die Einordnung dieser neu entdeckten Mitglieder des Sonnensystems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei gibt es zwei Alternativen: Entweder erkennt man Pluto seinen Planetenstatus ab und erklärt auch ihn zu einem KBO, oder aber Pluto behält seinen Status als Planet, was dann aber konsequenterweise die Erhebung anderer, vergleichbar großer KBOs in den Planetenstand nach sich ziehen müsste. Diese Debatte ist der Anlass für eine grundlegende Neudefinition des Planeten-Begriffs gewesen, über die bei der noch bis zum 25. August laufenden Generalversammlung der IAU in Prag diskutiert wird. Die 1919 gegründete <a href="https://www.iau.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">International Astronomical Union (IAU)</a> ist eine Vereinigung renommierter Astronomen und unter anderem auch mit dem Mandat ausgestattet, grundlegende astronomische Festlegungen zu treffen. Die Notwendigkeit, den Begriff &#8222;Planet&#8220; neu zu definieren, ist natürlich der ständig steigenden Leistungsfähigkeit erdgebundener und satellitengestützter Teleskope geschuldet, was zur Entdeckung einer Vielzahl bisher unbekannter Himmelskörper in unserem Sonnensystem geführt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der IAU-Generalversammlung liegt nun ein Entwurf zur Entscheidung vor, der die Anzahl der Planeten in unserem Sonnensystem auf zunächst zwölf Mitglieder erhöhen würde. Im einzelnen wären dies:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Acht &#8222;Klassische Planeten&#8220; (Merkur bis Neptun);</li><li>Drei Planeten in der neuen Kategorie &#8222;Plutons&#8220; (was mit &#8222;Plutonen&#8220; übersetzt werden könnte): Pluto-artige Planeten, zu denen neben Pluto noch sein bisher als Mond betrachteter Kompagnon Charon sowie 2003 UB313 &#8211; ein bisher noch nicht offiziell &#8222;getaufter&#8220; Himmelskörper jenseits der Plutobahn mit dem informellen Namen &#8222;Xena&#8220; &#8211; zählen würden;</li><li>Ceres, das erste entdeckte Mitglied des zwischen Mars und Jupiter liegenden Asteroidengürtels. Dieser bereits 1801 entdeckte Asteroid hat einen Durchmesser von rund 975 Kilometer.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Erstaunlich mutet dabei zunächst an, dass der bisher üblicherweise als Pluto-Mond angesehende Charon der neuen Planetendefinition zufolge als eigenständiger Planet zählen soll. Doch auch bisher schon haben viele Astronomen Pluto und Charon angesichts der Größenverhältnisse dieser beiden Himmelskörper eher als Doppelplanetensystem betrachtet: Charon ist mit rund 1.200 Kilometern Durchmesser mehr als halb so groß wie Pluto (etwa 2.300 Kilometer Durchmesser).
<br>
Die nun vorgeschlagene neue Planetendefinition stellt anders als bisher vor allem die Masse eines Himmelskörpers (und seine Stellung zu anderen Planeten) in den Mittelpunkt der Betrachtung. Ursprünglich war dies anders, ist &#8222;Planet&#8220; doch die griechische Bezeichnung für &#8222;Wanderer&#8220; und bezeichnete schlicht die Himmelskörper, die mit bloßem Auge am Nachthimmel sichtbar waren und sich im Gegensatz zu den &#8222;Fixsternen&#8220; auf nachvollziehbaren Bahnen am Himmelszelt bewegten. Nun aber soll jeder um einen Stern kreisende Himmelskörper als Planet bezeichnet werden, dessen Masse ausreicht, damit er eine stabile, in etwa kugelförmige Gestalt ausbildet. Generell trifft dies auf Objekte zu, deren Masse mindestens 5 x 10<sup>20</sup> Kilogramm beträgt und deren Durchmesser größer als etwa 800 Kilometer ist. Letztendlich bleibt es aber trotz dieser allgemeinen Kriterien immer eine Einzelfallentscheidung, ob ein Himmelskörper als Planet klassifiziert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterhin darf es sich bei dem betrachteten Himmelskörper nicht um einen Stern oder den Mond eines anderen Planeten handeln. Aus diesem Grund fallen beispielsweise Objekte wie der Saturnmond Titan nicht in die Klasse der &#8222;Planeten&#8220;, obwohl er größer als Merkur und Pluto ist und daher problemlos die übrigen Anforderungen an einen Planeten erfüllen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem die Kategorie der &#8222;Plutonen&#8220; wird zukünftig fraglos noch einen starken Zuwachs erfahren. Unter dieses Rubrum sollen alle Kleinplaneten fallen, deren Umlaufdauer um die Sonne 200 Jahre übersteigt, womit alle Himmelskörper jenseits des Neptun (Umlaufdauer rund 163 Jahre) zu den Plutonen zählen würden. Weiterhin zeichnen sie sich typischerweise durch stark exzentrische (d.h. elliptische) Umlaufbahnen aus, die im Vergleich zur Ekliptik zudem üblicherweise eine deutliche Inklination aufweisen (also relativ zur Ebene der Erdumlaufbahn deutlich &#8222;gekippt&#8220; sind). Bereits jetzt gibt es zwölf KBOs, die auf der Beobachtungsliste der IAU stehen und somit die Anzahl der Planeten in unserem Sonnensystem auf einen Schlag noch einmal verdoppeln könnten &#8211; sofern sie alle die genannten Kriterien erfüllen sollten, was durch weitere Beobachtungen noch geklärt werden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 24. August wird zum Ende der IAU-Generalversammlung die Abstimmung über diesen in den vergangenen zwei Jahren durch eine Arbeitsgruppe erstellten Vorschlag erfolgen.       
</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Plutos neu entdeckte Monde benannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/plutos-neu-entdeckte-monde-benannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jun 2006 11:03:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Benennung]]></category>
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		<category><![CDATA[Pluto-System]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Den beiden, im Mai vergangenen Jahres entdeckten, kleinen Begleiter des Pluto wurden nun die Namen Nix und Hydra gegeben. Die Internationale Astronomische Union (IAU), die international anerkannte Autorität für die Benennung von Himmelskörpern, bestätigte die Namen in dieser Woche. Ein Beitrag von Eric Honstrass. Quelle: Spaceflight Now. Forscherteams verschiedener Institute verwendeten Bilder des Hubble-Weltraumteleskopes, um [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Den beiden, im Mai vergangenen Jahres entdeckten, kleinen Begleiter des Pluto wurden nun die Namen <i>Nix</i> und <i>Hydra</i> gegeben. Die Internationale Astronomische Union (IAU), die international anerkannte Autorität für die Benennung von Himmelskörpern, bestätigte die Namen in dieser Woche.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Eric Honstrass</a>. Quelle: Spaceflight Now.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24062006130302_small_1.jpg" alt="NASA/STScI" width="398" height="359"/><figcaption>
Hydra und Nix scheinen etwa 5000 mal schwächer als Pluto und sind etwa zwei bis drei mal so weit von Pluto entfernt wie Charon. 
<br>
(Bild: NASA/STScI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Forscherteams verschiedener Institute verwendeten Bilder des Hubble-Weltraumteleskopes, um die NASA-Mission <i>New Horizons</i> zu unterstützen und entdeckten dabei die Monde.   
   
</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Über die Entscheidung der IAU sind wir sehr erfreut&#8220;, meint der stellvertretende Leiter des Entdeckerteams und zugleich Forschungsdirektor der <i>New Horizons</i>-Mission, Dr. Alan Stern vom Southwest Research Institute. &#8222;In den kommenden Jahren werden Sie noch viel mehr über Nix und Hydra erfahren &#8211; Astronomen bewerben sich bereits um Teleskopzeit, um die Orbits und die physikalischen Eigenschaften zu studieren. Und wenn <i>New Horizons</i> im Sommer 2015 den Pluto passieren wird, werden wir alles noch viel detaillierter ausarbeiten.&#8220;   
</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24062006130302_small_2.jpg" alt="Eliot Young (SwRI) et al., NASA" width="150" height="150"/><figcaption>
Oberfläche des Pluto in Echtfarben 
<br>
(Bild: Eliot Young (SwRI) et al., NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Pluto enthüllt seine Monde nicht wirklich leicht&#8220;, fügt Dr. Hal Weaver hinzu, der unter anderem auch Wissenschaftler der <i>New Horizons</i>-Mission ist. &#8222;Es brauchte 48 Jahre nach der Entdeckung Plutos, bis Charon gefunden wurde und weitere 27 Jahre, um Nix und Hydra ausfindig zu machen. Vielleicht müssen wir auf die nächste Entdeckung nicht mehr so lange warten, da <i>New Horizons</i> sein Rendezvous mit dem System in neun Jahren hat und dann auch nach kleinen Begleitern suchen wird.&#8220;   
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nix und Hydra sind etwa 5000 mal lichtschwächer als Pluto und ungefähr zwei bis drei mal so weit von Pluto entfernt wie Charon, der im Jahre 1978 entdeckt wurde. Das aus neun Mitgliedern bestehende Entdeckerteam wählte den Namen Nyx für den kleinen, inneren Mond mit dem vorläufigen Namen S/2005 P 2 und Hydra für den äußeren Winzling S/2005 P 1. Da aber der Asteroid 3908 bereits den griechischen Namen Nyx trägt, übernahm die IAU das ägypische Äquivalent &#8211; nämlich Nix.   
</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Mythologie ist Nix die Göttin der Finsternis und der Nacht, passend für einen Mond, der den Gott der Unterwelt &#8211; Pluto &#8211; umkreist.Hydra ist der Name eines furchteinflößenden Ungeheuers mit Schlangenkörper und neun Köpfen – ein ebenfalls angemessener Name für ein Objekt, das den neunten Planeten umkreist.   
</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Namen sind auch Widmungen versteckt: So ehrt man mit <strong>Pl</strong>utos Initialen Sir <strong>P</strong>ercival <strong>L</strong>owell, der Clyde Tombaughs erfolgreiche Suche nach dem neunten Planeten ermöglichte. Nix und Hydra ehren die Suche nach neuen Begleitern, indem sie die selben Initialen innehaben wie die Pluto und Kuiper-Gürtel Mission <i> <strong>N</strong>ew <strong>H</strong>orizons</i>. Und letztlich ehrt der erste Buchstabe von Hydra das Hubble-Weltraumteleskop, das zur Entdeckung der beiden neuen Monde benutzt wurde.   
</p>
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		<title>Die Zukunft von (Planet) Pluto</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-zukunft-von-planet-pluto/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Feb 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[New Horizons]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<category><![CDATA[Xena]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Früher kannten die Astronomen fünf Planeten: Venus, Mars, Jupiter, Merkur und Saturn. Auf die Idee, dass die Erde selbst ein Planet ist, wären sie nie gekommen. Als man das aber dann doch eingesehen hat, war man bereit für weitere Entdeckungen. 1781 folgte Uranus, Neptun im Jahr 1846 und im Jahr 1930 der kleine Pluto – [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Früher kannten die Astronomen fünf Planeten: Venus, Mars, Jupiter, Merkur und Saturn. Auf die Idee, dass die Erde selbst ein Planet ist, wären sie nie gekommen. Als man das aber dann doch eingesehen hat, war man bereit für weitere Entdeckungen. 1781 folgte Uranus, Neptun im Jahr 1846 und im Jahr 1930 der kleine Pluto – dessen Zukunft als Planet mehr als unsicher ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von 26.02.2006 / Autor:. Quelle: Ohne Quellen. Vertont von Dominik Mayer.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-02-27-26003.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Unglücklicherweise ist unser Sonnensystem nicht so simpel wie wir dachten. Der Planetenstatus von Pluto wird immer mehr angezweifelt, seitdem er zum Planeten ernannt wurde. Grund dafür sind immer mehr entdeckte, ähnliche Objekte aus dem Kuiper-Gürtel, die in Plutos Größe oder sogar noch größer sind. Die vier Gasgiganten sind ohne Frage Planeten, die eine Armada von Monden um sich haben und teilweise auch wunderschöne, sichtbare Ringe. Dies macht sie einzigartig im Vergleich zu anderen Planeten wie Mars, Erde, Venus und Merkur, die mit steiniger Oberfläche übersät sind. Pluto hingegen ist im Kuiper-Gürtel beheimatet – ein Gürtel jenseits der Neptun-Bahn mit vielen eisigen Himmelskörpern in unterschiedlichen Größen. Pluto ist hier ein ausgesprochen großes Exemplar. Es sind schätzungsweise 70.000 Objekte in diesem Kuiper-Gürtel, die einen Durchmesser von über 100 Kilometern haben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/pluto_zukunft_small_1.jpg" alt="Hubble/NASA" width="260"/><figcaption>
Eine wunderschöne künstlerische Darstellung von Pluto.
<br>
(Grafik: Hubble/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als die Astronomen auf immer bessere Teleskope – egal ob erdgebunden oder im Weltraum – zurückgreifen konnten, wurden immer mehr Objekte in Plutogröße entdeckt. Man kann es sehen und drehen wie man will: Man kann ihnen Größe, Durchmesser, Gewicht, Monde (eher Eisbrocken) oder einen Orbit geben, im Endeffekt läuft es auf dasselbe hinaus – es sind und bleiben Kuiper-Gürtel Objekte. Genauso wie Pluto…oder nicht?! 
<br>
Jetzt sollte man natürlich wissen was einen Planet zu einem Planeten macht. Auch hier ist man sich nicht auf breiter Linie einig. Die Diskussion war jahrelang nicht sehr ausgeprägt und man beließ Pluto den Planetenstatus. Nun hat man aber ein Objekt gefunden, das größer als Pluto ist. Es ist ebenso wie Pluto ein Kuiper-Gürtel Objekt und wurde von Michael Brown entdeckt und hat (noch) den Namen <i>2003UB313</i></p>



<p class="wp-block-paragraph">. Wenn es nach Michael Brown geht, wird seine Entdeckung bald zum 10. Planeten des Sonnensystems gekürt. Ein weiteres Objekt namens Xena ist größer als Pluto. Xena ist etwa 3000 Kilometer groß, um 700 Kilometer größer als Pluto. Allerdings ist Xena extrem weit von der Sonne entfernt. Für eine Umrundung benötigt Xena etwa 557 Jahre und ist zwischen 38 und 98 Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt (1 Astronomische Einheit = der durchschnittliche Abstand Sonne – Erde). Plutos Entfernung zur Sonne liegt zwischen 29 und 49 Astronomische Einheiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies bedeutet, dass Xena sehr selten der Sonne näher ist als Pluto und noch dazu größer als Pluto ist. Hätte deswegen Xena nicht den Titel „Planet“ verdient oder hat Pluto den Titel „Planet“ NICHT verdient? Achja, einen Mond hat Xena vermutlich auch. Er ist zwar noch nicht bestätigt aber die bisherigen Untersuchungen sprechen sehr dafür. Die wenigsten Leute wissen, dass es bereits Fälle gab, bei denen der Planetenstatus aberkannt wurde. Bevor Astronomen erkannt haben, dass es im Asteroidengürtel zwischen der Mars und Jupiter Bahn tausende Asteroiden gibt, waren die größten und bekanntesten vier Ceres, Pallas, Juno und Vesta Planeten. Bis sie Jahrzehnte danach, zu Asteroiden erklärt wurden. Dieses Schicksal könnte nun auch Pluto ereilen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Also was ist nun ein Planet? Die <i>International Astronomical Union (IAU)</i></p>


<p>hat im Jahr 2001 eine Definition für extrasolare Planeten herausgegeben und diese im Jahr 2003 nochmals überarbeitet. Die Definition für extrasolare Planeten lautet: Planeten sind Objekte die einen Mutterstern umrunden, welcher eine Masse besitzt, die unter einer limitierten Masse für thermonukleare Fusion von Deuterium liegt. Dies ist etwa die 13fache Masse von Jupiter.</p>


<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/pluto_zukunft_small_2.jpg" alt="Hubble/NASA" width="260"/><figcaption>
Eine weitere schöne grafische Darstellung des (Planeten) Pluto.
<br>
(Grafik: Hubble/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist mit niedrigeren Limits? Die IAU meint, dass die minimale Masse und minimale Größe eines jeden extrasolaren Planeten unter denselben Bedingungen liegen sollten, mit denen wir hier im Sonnensystem Planeten definieren. Dies bringt uns wieder zurück an den Anfang dieser Diskussion. Wenn wir in fremden Sternensystemen Planeten entdecken, dürfen wir sie Planeten nennen wenn wir unsere Definition von einem Planeten selbst noch nicht so genau wissen? Es hängt viel von kommenden Entscheidungen ab… </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Qual der Wahl</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück zum Ursprung dieser Diskussion: Michael Brown, der Leiter des Teams, das Xena entdeckt hat und nachgewiesen hat, dass Xena größer als Pluto ist, hat mitbekommen, dass die IAU nun ziemlich uneinig ist. Sie will diese Frage im August 2006 in Prag bei einem Meeting stellen und ein für alle mal klären. Die Möglichkeiten liegen auf der Hand:



</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wir nennen Pluto ab jetzt ein Kuiper-Gürtel Objekt und erkennen seinen Planetenstatus nicht mehr an. Das Sonnensystem würde dann nur noch acht Planeten haben.</li><li>Es bleibt bei den neun Planeten und Pluto würde aus irgendeinen besonderen Grund den Planetenstatus behalten und den anderen würde er verwehrt bleiben.</li><li>Es kommt ein 10. Planet hinzu und es würde jedes Objekt, das in Pluto- oder Xenagröße liegt zum Planeten ernannt werden – früher oder später hätten wir ein Sonnensystem mit 30 Planeten.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wahrlich keine leichte Entscheidung, dessen Ergebnis in den Sternen steht. Bei jeder Entscheidung wird es Protestanten geben und irgendjemand wird sich unfair behandelt fühlen. Für jede dieser Punkte gibt es Pro- und Contra-Argumente.  <br> Wie auch immer! Egal wie sich die IAU entscheidet, die NASA untersucht nun Pluto mit der Mission <i>New Horizons</i> , die Anfang 2006 <a href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-ist-unterwegs-zum-pluto/" data-wpel-link="internal">gestartet</a> wurde. Die Reise zu Pluto wird etwa neun Jahre dauern und 2015 enden. Im Juli 2015 wird die Raumsonde in den Orbit um Pluto/Charon eintreten und wird uns etwa für geplante 100 Tage die ersten Bilder vom Planeten/Kuiper-Gürtel-Objekt Pluto liefern. Wir hoffen, dass die IAU bis dahin eine Entscheidung getroffen hat.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Columbia-Crew am Himmel verewigt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/columbia-crew-am-himmel-verewigt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2003 19:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Columbia]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfähre]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-107]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sieben Asteroiden, die zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreisen, sind zur Erinnerung an die beim Absturz der amerikanischen Raumfähre Columbia tödlich verunglückten Besatzungsmitglieder jetzt nach ihnen benannt worden. Quelle: NASA. Ein Beitrag von Michael Stein. Am 1.&#160;Februar 2003 brach die Raumfähre Columbia während des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre am Ende der Mission STS-107 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sieben Asteroiden, die zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreisen, sind zur Erinnerung an die beim Absturz der amerikanischen Raumfähre <em>Columbia</em> tödlich verunglückten Besatzungsmitglieder jetzt nach ihnen benannt worden. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: NASA. Ein Beitrag von Michael Stein.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/03pd0109nasaksc2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/02/03pd0109nasaksc260.jpg" alt="Die Columbia-Besatzung vor dem Start.
(Bild: NASA)"/></a><figcaption>Die Columbia-Besatzung vor dem Start.<br> (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1.&nbsp;Februar 2003 brach die Raumfähre <em>Columbia</em> während des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre am Ende der Mission <em>STS-107</em> auseinander. Dabei kamen alle sieben Besatzungsmitglieder an Bord des Space Shuttle ums Leben: Kommandant Rick Husband, Pilot William McCool, die Missionsspezialisten Michael Anderson, Kalpana Chawla, David Brown und Laurel Clark sowie der israelische Nutzlastspezialist Ilan Ramon, der erste Israeli im Weltraum.<br><br>Vor einigen Tagen sind nun sieben Asteroiden, die im so genannten Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreisen, auf Vorschlag des <em>Jet Propulsion Laboratory (JPL)</em> der NASA nach den Besatzungsmitgliedern der Mission <em>STS-107</em> benannt worden. Dies wurde von der <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.iau.org/" target="_blank" data-wpel-link="external">International Astronomical Union</a> als für die Benennung von kosmischen Objekten zuständiger Organisation bekannt gegeben.<br><br>Die sieben Asteroiden wurden am <em>Palomar</em>-Observatorium bei San Diego (Kalifornien) in den Nächten vom 19. bis 21.&nbsp;Juli 2001 von der Astronomin Eleanor F. Helin entdeckt. Die Durchmesser der  kosmischen Felsbrocken bewegen sich zwischen fünf und sieben Kilometer. Sie sind Bestandteil der Abermillionen, von wenigen Metern bis zu fast tausend Kilometern durchmessenden Asteroiden, die zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreisen und den so genannten &#8222;Asteroidengürtel&#8220; bilden. Dabei handelt es sich um Überreste aus der Entstehungszeit unseres Sonnensystems. Seit der Entdeckung des ersten Asteroiden Ceres am 1.&nbsp;Januar 1801, dem mit rund 933&nbsp;Kilometern Durchmesser größten Mitglied des Asteroidengürtels, sind über 100.000 weitere Asteroiden in dieser Region aufgespürt worden. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/columbia-crew-am-himmel-verewigt/" data-wpel-link="internal">Columbia-Crew am Himmel verewigt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Pluto</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-pluto/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Nov 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planet]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frühe Gedanken über eine Mission zu Pluto. Ein Beitrag von unserem Gastautor Christian Ackermann, 10. November 2001. Hinweis: Der folgende Text wurde 2001 geschrieben, als Pluto noch als Planet eingestuft war. Im August 2006 beschloss die IAU (International Astronomical Union) eine neue Definition, was ein Planet ist. Seitdem zählt Pluto nicht mehr zu den (nunmehr [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Frühe Gedanken über eine Mission zu Pluto.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von unserem Gastautor Christian Ackermann, 10. November 2001.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Hinweis: Der folgende Text wurde 2001 geschrieben, als Pluto noch als Planet eingestuft war. Im August 2006 beschloss die IAU (International Astronomical Union) eine neue Definition, was ein Planet ist. Seitdem zählt Pluto nicht mehr zu den (nunmehr acht) Planeten, sondern ist ein so genannter &#8222;Zwergplanet&#8220;.</i></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man ein astronomisches Buch von 1970 aufschlägt um darin den Aufbau des Sonnensystems nachzublättern, so wird man auf ein relativ kleines Kapitelchen stoßen, das jeden Planeten in wenigen Absätzen abhandelt. Bildmaterial konnte man gerade noch von Venus, Mars, Jupiter und Saturn finden, Aufnahmen, die identisch auch in anderen Publikationen dieser Zeit abgedruckt sind &#8211; warum? Es kursierten damals nur wenige (bis auf Mars ausschließlich teleskopisch gewonnene) Fotos, die einigermaßen Detailreich waren. Merkur, Uranus und Neptun? Fehlanzeige: da sieht man nichts bis auf eine strukturlose kleine Scheibe, wird man lesen. <br>30 Jahre später hat sich das Bild deutlich gewandelt. Dank einiger großartiger Missionen unbemannter Raumsonden, sind uns die Planeten des Sonnensystems und viele ihrer Monde jetzt so vertraut wie die Ehe der Familie Becker, wobei analog zu unserem Unvermögen sich deren Luxusleben vorzustellen, die Dimensionen des Sonnensystems nach wie vor eine ziemlich abstrakte Angelegenheit darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man jetzt über die gesammelte Ahnungslosigkeit der Menschen von 1970 lachen möchte, dann sollte man zuvor noch mal kurz Luft holen und bemerken, dass in der obigen Aufzählung der Planeten ja einer fehlte: Pluto. Ach und wie schaut der aus: Fehlanzeige. 1970 lässt grüßen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Pluto verdankt sein Status als Planet eigentlich einer Verlegenheit der Astronomen: seit der Entdeckung des Neptun 1846, hatte man einen massenreichen Planeten, den &#8222;Transneptun&#8220; postuliert, der die Ursache für ansonsten unerklärliche Störungen in den Umlaufbahnen der bis dato bekannten Planeten sein sollte. Doch Pluto, 1930 per Zufall gefunden, taugte dafür von Anfang an nicht. Mit optischen Instrumenten von der Erde konnten keinerlei Strukturen seiner Oberfläche aufgelöst werden, womit immerhin klar war, dass er für seine zugedachte Rolle zu leichtgewichtig sein musste, zwischen 20.000 und 5.000 km Durchmesser wurden ihm attestiert. Die geringe Größe und die ungeheure Entfernung (Plutos Abstand zur Sonne schwankt zwischen 4.3*10^9km (Perihel) und 7.4*10^9 km (Aphel), die Periode beträgt 248 Jahre) machen erdgebundene Beobachtungen extrem schwierig. Folglich gab es für Jahrzehnte praktisch keinen Erkenntniszuwachs, bis 1978 gezeigt werden konnte, dass Pluto in nahem Abstand (etwa 20000 km) einen Mond, Charon, besitzt. Wesentlich näher dürfte Charon Pluto übrigens nicht kommen, sonst würde er durch Gezeitenkräfte zerrissen werden. 1988 wurde dann eine dünne, hauptsächlich aus Stickstoff und Methan bestehende Atmosphäre um Pluto entdeckt. Über verschiedene Methoden war es schließlich möglich, die Durchmesser der beiden Himmelskörper zu bestimmen, für Pluto darf man von 2.400, für Charon von 1.200 km ausgehen (das entspricht einer Relation von 2:1 und damit dem geringsten relative Größenunterschied zweier gravitativ gebundener größerer Körper im bekannten Sonnensystem; auf Platz 2 das Erde/Mond-System mit etwa 3,66:1). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Pluto hatte übrigens Schweineglück: Denn erst vor kurzem wurde ihm von der Internationale Astronomische Union endgültig der Status eines Planeten zuerkannt &#8211; knapp, denn es hat sich inzwischen gezeigt, dass jenseits seiner Bahn noch eine ganze Reihe größerer Körper existieren (etwa 10^5 > 100 km), die den lange vermuteten &#8222;Kuiper Gürtel&#8220; bilden, jenen wahrscheinlichen Überrest der protoplanetarischen Scheibe von Gas und Staub, aus der das Sonnensystem vor Jahrmiliarden aggregierte, und der allem Anschein nach die Quelle kurzperiodischer (Umlaufzeit unter 200 a) Kometen darstellt. Insofern ist Pluto nur einer unter vielen Objekten da draußen, wenngleich auch das größte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn nun die Erkenntnislage über Pluto zwischenzeitlich von 4 gut gemeinten Absätzen auf den Umfang eines mittleren Revue-Artikels in einem wissenschaftlichen Fachmagazin angewachsen ist, es ist wie mit Staubsaugern: der bunteste Prospekt ersetzt den Vertreter vor Ort doch nicht. Das dachten sich auch Gruppen innerhalb der NASA und setzten in den vergangenen 20 Jahren verschiedentlich das Projekt eines &#8222;Pluto-Express&#8220; auf die Tagesordnung, der schließlich als &#8222;Pluto/Kuiper Express&#8220; (PKE) in die Entwicklung durch das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA im Pasadena/Kalifornien für einen Start 2004 ging. Vorgesehen war dabei eine reine Vorbeiflugmission einer Sonde, also kein Einschwenken in einen Orbit. Bei einer Relativgeschwindigkeit PKE/Pluto von 18 km/s würde ein solches Manöver große Mengen an Treibstoffen erfordern, was das Gewicht der Sonde und infolge dessen die Kosten des Projekts gewaltige Ausmaße annehmen ließe. Auch in der Vergangenheit bestanden Erstkontakte zu Planeten stets aus relativ einfachen Vorbeiflugmissionen. Die heiße Phase der wissenschaftlichen Observationen beträgt dann zwar meist nur wenige Stunden, es sind aber diese Ergebnisse, die dann den Bau hochspezialisierter Nachfolgeprojekte überhaupt erst sinnvoll machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hoffnung auf eine reibungslose Realisierung des PKE währte allerdings nur kurz, denn im Herbst vergangenen Jahres erhielt das JPL die Anweisung, die Projektarbeiten unverzüglich einzustellen, nachdem das gesetzte Kostenlimit von 400 M$ nicht mehr eingehalten werden konnte. Die wissenschaftliche Gemeinde reagierte darauf mit heftigen Protesten, das Team des parallel zu entwickelnden Europa-Orbiters (eine geplante Mission zur Erkundung des Jupitermondes Europa, bei der u.a. nach biologischen Aktivitäten gesucht werden soll) bot sogar an, sein Projekt befristet zurückzustellen, um die Realisierung des PKE zu ermöglichen. Denn die Zeit drängt: Pluto erreichte 1989 sein Perihel und entfernt sich nun zusehends von der Sonne. Die resultierende fortschreitende Abkühlung seiner Oberfläche wird seine Atmosphäre nach Einschätzung der Planetologen innerhalb der nächsten 20, 30 Jahre kollabieren lassen. Bei einem Starttermin 2004 hätte der PKE mit einer preiswerten Delta-Trägerrakete gestartet und die Flugzeit durch ein Jupiter Gravitationsmanöver trotzdem auf 8 &#8211; 12 Jahre beschränkt werden können; ein späterer Starttermin dehnt entweder die Flugzeit aus oder verlangt nach einer schubstärkeren und damit teureren Rakete, was einer Projektrealisierung entgegensteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Folge der Proteste entschloss sich die NASA im Dezember, das Projekt PKE erneut, dieses mal jedoch nicht intern sondern öffentlich auszuschreiben, mit einer Eingabefrist, die am 19. März dieses Jahres abläuft. Die Rahmenbedingungen lauten, dass die Projektkosten 500 M$ zur Basis 2000 nicht überschreiten dürfen; ein Starttermin ist nicht vorgegeben, Pluto sollte aber bis spätestens 2015 erreicht sein.<br>Zum Design des also immer noch möglichen neuen PKE lässt sich zur Zeit naturgemäß nicht viel sagen, es steht aber dennoch zu erwarten, daß es sich an den Europa-Orbiter anlehnen wird. Der alte PKE sah eine hochintegrierte Bauweise unter Verwendung von Industriestandardkomponenten vor (was man da z.B. so kennt: einen PCI-Bus). Bei einer Gesamtmasse von knapp 600 kg wären lediglich 7 kg auf die aktive wissenschaftliche Nutzlast entfallen. Dies hätte genügt, um zumindest 3 primäre Zielsetzungen zu erfüllen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>1.</strong> die Charakterisierung der globalen Geologie und Morphologie von Pluto und Charon (Zielsetzung: 1 km Strukturauflösung aus 100.000 km Abstand mit entsprechendem monochromatischen optischen Abbildungssystemen);<br><strong>2.</strong> die Kartierung der oberflächlichen Zusammensetzung beider Körper und<br><strong>3.</strong> die Beschreibung der neutralen Atmosphäre von Pluto und der Rate ihres Entweichens (Plutos Gravitation ist nicht in der Lage, die Atmosphäre dauerhaft zu halten, sie dürfte bei jeder Perihelpassage erneut durch Ausgasungen der festen Eismassen auf seiner Oberfläche entstehen).</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wie auch immer der neue PKE gestaltet wird, nach seiner Pluto-Passage wären seine Aufgaben noch lange nicht erfüllt. Denn es ergibt sich rein rechnerisch, daß die Sonde auf ihrem weiteren Weg aus dem Sonnensystem in mittelbare Nähe (75 Mkm, vermutlich deutlich weniger) einiger größerer Objekte des Kuiper-Gürtels gelangen und Gelegenheit haben wird, auch diese zu untersuchen. Überhaupt dürften unsere Kenntnisse dieses Bereichs im Übergang zum Interstellaren Raum durch eine solche Mission dramatisch wachsen. Da wünschte man sich doch, dass auch nur ein einzelner Shuttle-Start gestrichen würde um die freiwerdenden finanziellen Ressourcen genau da hineinzustecken wo neues Wissen wirklich entsteht. Denn eines ist klar: so bescheuert unwissend wie die vor 30 Jahren stehen wir heute auch da, wir wissen es nur noch nicht wirklich.</p>
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