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	<title>ILS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>ILS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Comsat Yamal-601 im GEO in Dienst gestellt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/comsat-yamal-601-im-geo-in-dienst-gestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2019 14:11:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russische Kommunikationssatellit Yamal-601 brauchte länger als ursprünglich geplant, um den Geostationären Orbit zu erreichen. Nach seinem Transport in den Weltraum traten Probleme an Bord des Satelliten auf, die ein alternatives Vorgehen beim Transfer des Satelliten in den Geostationären Orbit erforderlich machten. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Gazprom Space Systems, ILS, TASS, Thales [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der russische Kommunikationssatellit Yamal-601 brauchte länger als ursprünglich geplant, um den Geostationären Orbit zu erreichen. Nach seinem Transport in den Weltraum traten Probleme an Bord des Satelliten auf, die ein alternatives Vorgehen beim Transfer des Satelliten in den Geostationären Orbit erforderlich machten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Gazprom Space Systems, ILS, TASS, Thales Alenia Space, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_1.jpg" alt="Roskosmos / Tsenki" width="260"/></a><figcaption>
Proton-M-Start am 30. Mai 2019 
<br>
(Bild: Roskosmos / Tsenki)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start der Proton-Rakete aus der Phase 3-Serie mit der Baunummer 93569 und Yamal-601 an Bord wurde unter der Ägide des internationalen Vermarkters von Proton-Raketen International Launch Service (ILS) abgewickelt. Als Startzeitpunkt für den ersten erfolgreichen Proton-Flug im Jahr 2019 und den 419. insgesamt nennt Chrunitschew 20:42 Uhr Moskauer Zeit am 30. Mai 2019, das ist 17:42 Uhr Weltzeit (UTC). Exakter Startzeitpunkt war 17:41:59,970 Uhr UTC. Der Flug begann von der Rampe 200/39 des in Kasachstan gelegenen russischen Startzentrums Baikonur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Yamal-601 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten und 42 Sekunden nach dem Abheben. Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-M-Rakete von Chrunitschew in Russland gebauten Oberstufe mit der Seriennummer 99564, erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen und dann das Erreichen des vorgesehenen Zielorbits sicherzustellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_2.jpg" alt="Thales Alenia Space" width="260"/></a><figcaption>
Yamal-601 mit testweise ausgekplapptem Antennenreflektor 
<br>
(Bild: Thales Alenia Space)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand rund 9 Stunden und 13 Minuten nach dem Abheben um 5:55 Uhr Moskauer Zeit am 31. Mai 2019 statt. Die Oberstufe führte zur Kollisionsvermeidung nach dem Aussetzen zwei weitere Brennphasen aus, um ihre Bahn wieder abzusenken. Sie befindet sich aktuell auf einer 18,1 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einer Erdferne von rund 34.499 km und einem niedrigsten Bahnpunkt von etwa 5.885 km. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Apogäum &#8211; der erdfernste Bahnpunkt &#8211; des vom Satelliten erreichten Geotransferorbits (GTO) lag nach Daten der US-amerikanischen Weltraumüberwachung  bei 35.726 km, das Perigäum, der der Erde nächstliegende Bahnpunkt bei 6.423 km über der Erde. Die Neigung dieser Bahn gegen den Erdäquator lag bei 17,8 Grad. Im Rahmen der Registrierung des Satelliten beim Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (United Nations Office for Outer Space Affairs, UNOOSA) wurden ein Apogäum von 35.683,5 km, ein Perigäum von 6.451,6 km und eine Bahnneigung von 17,4 Grad festgehalten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_3.jpg" alt="Thales Alenia Space / Alizée Palomba" width="260"/></a><figcaption>
Yamal-601 in Antennentestkammer 
<br>
(Bild: Thales Alenia Space / Alizée Palomba)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als abgetrennte Satellitenmasse nennen Chrunitschew und ILS eine von über 5 Tonnen. Thales Alenia Space, der Hersteller des auf dem Satellitenbus Spacebus  4000C4 basierenden, in Cannes in Frankreich fertiggestellten Raumfahrzeugs, nannte nach dem Start eine Satellitenmasse von 5,4 Tonnen (5.402,6 kg). Es sollte mit mehreren Brennphasen eines größeren an Bord befindlichen Raketentriebwerks, seines Apogäumsmotors vom Typ S400, seine Bahn um die Erde soweit anpassen, dass es eine Position im Geostationären Orbit (GEO) beziehen kann. Dabei traten unerwartete Probleme auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Nachrichtenagentur TASS meldete mit Datum vom 5. Juni 2019, dass der Apogäumsmotor von Yamal-601 nach einer Abweichung des Schubvektors im Verlauf seiner ersten geplanten Brennphase abgeschaltet wurde. Man untersuche nun, ob im weiteren Verlauf nur &#8222;Lageregelungstriebwerke&#8220; oder auch der Apogäumsmotor für Erreichen des GEO verwendet werden sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Brennphase hatte der Satellit seine geplante Ausrichtung verloren, was sehr wahrscheinlich durch den abweichenden Schubvektor verursacht worden war. Ein unerwünschter Schubvektor wiederum könnte beispielsweise durch eine durchgebrannte Düse oder Brennkammer des Apogäumsmotors ausgelöst worden sein. Offizielle Mitteilungen dazu liegen nicht vor. Wegen des Ausrichtungsfehlers versetzte sich der Satellit wie für solche Fälle vorgesehen in einen sogenannten Sicherheitsmodus mit einer definierten Ausrichtung zur Sonne, um die Energieversorgung des Satelliten auf jeden Fall sicherzustellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_4.jpg" alt="Gazprom Space Systems" width="260"/></a><figcaption> Yamal-601 mit teilentfalteten Solarzellenauslegern während der Bahnanhebungsmanöver &#8211; Illustration  </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Thales Alenia Space war ein erstes Manöver im Rahmen einer &#8222;in orbit raising backup strategy&#8220; erfolgreich, berichtete das Unternehmen mit Datum vom 6. Juni 2019. Nach dem rund zwei Stunden dauernden Manöver seien alle Parameter an Bord des Satelliten normal gewesen. Das nun vorgesehene Flugprofil sehe eine mehrfache Wiederholung derartiger Manöver vor. Man rechne damit, die endgültige Position im GEO bei 49 Grad Ost Ende Juni 2019 zu erreichen. Die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten von 15 Jahren werde durch das angepasste Flugprofil nicht beeinflusst, so Thales Alenia Space weiter. Welche Triebwerke im Rahmen des angepassten Flugprofils eingesetzt wurden, teilte Thales Alenia Space zunächst nicht mit. Der vorgesehene Betreiber von Yamal-601, das russische Unternehmen Gazprom Space Systems, berichtete am gleichen Tag, dass für das am 6. Juni 2019 um 12.27 Uhr Moskauer Zeit begonnene Manöver Triebwerke mit niedrigem Schub zum Einsatz kamen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_5.jpg" alt="Gazprom Space Systems" width="260"/></a><figcaption> Yamal-601 mit ausgefalteten Antennen und Solarzellenauslegern in Betriebsposition &#8211; Illustration  <br> (Bilder: Gazprom Space Systems) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Juni 2019 wurde Yamal-601 auf einer Bahn mit einem Apogäum von 35.790,9 km, einem Perigäum von 12.231 km und einer Neigung gegen den Erdäquator von rund 10,2 Grad beobachtet. Am 17. Juni 2019 befand sich der Satellit auf einem Orbit mit einem Apogäum von rund 35.704 km, einem Perigäum von etwa 27.878 km und einer Bahnneigung von annähernd 1,78 Grad. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gazprom Space Systems meldete schließlich mit Datum vom 26. Juni 2019, dass das angepasste Bahnanhebungsprogramm unter Nutzung kleinerer Triebwerke erfolgreich umgesetzt werden konnte. Am 24. Juni 2019 habe Yamal-601 eine Position bei 48,8 Grad Ost im GEO eingenommen. Dort seien die Solarzellenausleger (vollständig) entfaltet und die Antennen der Kommunikationsnutzlast ausgeklappt worden. Außerdem habe der Satellit eine Lage im Raum mit stabiler Ausrichtung in Richtung Erde eingenommen. Tests der Satellitensysteme bestätigten die Funktionsbereitschaft des Raumflugkörpers. Anschließend erfolgte die Übergabe der Kontrolle des Satelliten durch Thales Alenia Space an das Raumflugkontrollzentrum von Gazprom Space Systems in Schelkowo, wo Hersteller und Betreiber des Satelliten gemeinsame eine weitere Testphase einleiteten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst an einer Testposition im GEO stationiert standen für den Satelliten ausführliche Tests der maximal 7,3 Kilowatt leistenden Kommunikationsnutzlast an. Diese endeten am 19. Juli 2019 mit der vollständigen Übertragung der Überwachung und Steuerung des Satelliten von Thales Alenia Space an Gazprom Space Systems. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Regelbetrieb bestreitet der Satellit an einer Position von 49 Grad Ost im GEO. Der neue Satellit ist unter anderem als Ersatz und Nachfolger für Yamal-202, der seit dem 24. November 2003 um die Erde kreist, gedacht. Ein Umzug von zuvor via Yamal-202 ausgestrahlten Diensten auf den neuen Satelliten ist zwischenzeitlich erfolgt. Damit hat Gazprom Space Systems auch weiterhin die Möglichkeit zur Bereitstellung von Funkverbindungen zur Übertragung von Telefongesprächen und Daten im C-Band für Nutzer in Teilen Russlands einschließlich Kaliningrad, dem Ural und Westsibiriens, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, in Teilen Europas sowie des Nahen Ostens und Südostasiens. Im K<sub>a</sub>-Band kann der Satellit außerdem Nutzern auf russischem Territorium Kommunikationsdienste und Zugriff auf das Internet mit hoher Geschwindigkeit zur Verfügung stellen. Der maximale Datendurchsatz des Satelliten soll dabei rund 30 Gigabit pro Sekunde erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal-601 (Russisch: Ямал-601) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.307 und als COSPAR-Objekt 2019-031A Die Breeze-M-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.308 und als COSPAR-Objekt 2019-031B. Der Abwurftank der Breeze-M ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.309 und als COSPAR-Objekt 2019-031C.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Proton-M bringt AsiaSat 9 ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-m-bringt-asiasat-9-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Oct 2017 10:20:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. September 2017 startete eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe in Baikonur, um den Kommunikationssatelliten AsiaSat 9 in den Weltraum zu transportieren. Nach rund neuneinviertel Stunden Flug wurde der Satellit im All ausgesetzt. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AsiaSat, Chrunitschew, ILS, Roskosmos, SS/L. Der Anbieter der Trägerrakete International Launch Services (ILS) sprach von der dritten [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 28. September 2017 startete eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe in Baikonur, um den Kommunikationssatelliten AsiaSat 9 in den Weltraum zu transportieren. Nach rund neuneinviertel  Stunden Flug wurde der Satellit im All ausgesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AsiaSat, Chrunitschew, ILS, Roskosmos, SS/L.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption> Proton-M mit AsiaSat 9 auf der Startrampe</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption> und unmittelbar nach dem Abheben  <br> (Bilder: Roskosmos) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anbieter der Trägerrakete International Launch Services (ILS) sprach von der dritten kommerziellen Mission einer ILS-Proton im Jahr 2017, und vom 96. Start einer von ILS vermarkteten Proton-Rakete insgesamt. Laut ILS sind jetzt mit dem Erstflug der Proton im Jahr 1965 zusammen 416 Proton-Raketen geflogen, für AsiaSat hat ILS mit AsiaSat 9 eigenen Angaben zufolge nun fünf Satelliten ins All befördert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Abheben der von Chrunitschew in Russland hergestellten, rund 58,2 Meter hohen Rakete erfolgte am 28. September 2017 um 18:52 Uhr und 16 Sekunden UTC (21:52 Uhr und 16 Sekunden Moskauer Zeit) von der Rampe Nr. 39 des in Kasachstan gelegenen Kosmodroms Baikonur. Die drei unsymmetrisches Dimetyhlhydrazin (UDMH) und Stickstofftetroxid (N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>) verbrennenden Stufen der Proton-M brachten die Orbitaleinheit bestehend aus Chrunitschews Breeze-M-Oberstufe und Nutzlast an der Raketenspitze nach neun Minuten und 42 Sekunden Flug auf eine suborbitale Bahn. Deshalb musste die erste Brennphase der Oberstufe zunächst den Einschuss in eine stabile Umlaufbahn besorgen. Vorgesehen war eine 168 x 179 km Parkbahn mit einer Neigung von 51,6 Grad gegen den Erdäquator. 
<br>
Zwei weitere Brennphasen besorgten anschließend einerseits eine weitere Anhebung der Flugbahn, und andererseits einen Abbau der Neigung der Bahn gegen den Erdäquator. In der erreichten vorläufigen Bahn wurde dann der Zusatztank der Oberstufe, APT für additional propellant tank oder wegen seiner Form auch Donut-Tank genannt, abgeworfen. Nach Daten der US-amerikanischen Weltraumüberwachung gelangte der Tank auf eine 49,7 Grad gegen den Erdäquator geneigte Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt 328 Kilometer und einem erdfernsten Bahnpunkt von 15.008 Kilometern über der Erde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
AsiaSat 9 (vorne) auf Breeze-M-Oberstufe (hinten) in Baikonur 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die vierte Brennphase der Breeze-Oberstufe bewirkte vor allem eine weitere Bahnanhebung. Die fünfte Brennphase war dann insbesondere einem deutlichen Abbau der Bahnneigung und dem Erreichen des Absetzorbits für die Nutzlast gewidmet. Rund neun Stunden und 13 Minuten nach dem Start wurde AsiaSat 9 dann am 29. September 2017 gegen 4:05 Uhr UTC (7:05 Uhr Moskauer Zeit) auf der vorgesehenen Übergangsbahn ausgesetzt, berichtete die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos. Die zu erreichende Bahn war 23,4 Grad gegen den Erdäquator geneigt, der der Erde nächstliegenden Bahnpunkt lag rund 4.065 Kilometer über der Erde, der erdfernste Bahnpunkt bei 35.786 Kilometern über der Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Oberstufe wurde anschließend durch Spezialisten des Bahnverfolgungs- und Satellitenkontrollzentrums der russischen Luft- und Weltraumverteidigungskräfte (Voyska Vozdushno-Kosmicheskoy Oborony, VKO &#8211; Russisch: Войска воздушно-космической обороны, ВКО) German Titow alias Golizyno 2 in Krasnoznamensk westlich von Moskau in einen Friedhofsorbit mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt in über 34.000 Kilometern und einem erdfernsten Bahnpunkt in über 35.000 Kilometern über der Erde gesteuert. Dazu waren zwei zusätzliche Brennphasen der Oberstufe erforderlich. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_4.jpg" alt="AsiaSat" width="260"/></a><figcaption> Montage der beiden Xenon-Tanks von AsiaSat 9</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_5.jpg" alt="AsiaSat" width="260"/></a><figcaption> auf zwei Seiten des Zentralrohrs <br> (Bilder: Asiasat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei AsiaSat 9 handelt es sich um ein von Space Systems/Loral (SS/L) aus Palo Alto im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien auf Basis des Satellitenbus´ 1300E für den Kommunikationssatellitenbetreiber AsiaSat aus Hong Kong entworfenes und gebautes Raumfahrzeug. Die Startmasse des Raumfahrzeugs mit einer Auslegungsbetriebsdauer von mindestens 15 Jahren betrug laut ILS 6.140 Kilogramm. Der künftige Betreiber AsiaSat nennt als abgetrennte Masse 6.141 Kilogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der dreiachsstabilisierte Satellit ist dazu gedacht, von einer Position bei 122 Grad Ost im Geostationären Orbit (GEO) rund 35.786 Kilometer über der Erde aus Empfänger im asiatisch-pazifischen Raum mit digitalen Fernsehausstrahlungen, Mobilfunk- und Videodiensten sowie Netzwerkverbindungen zu versorgen. Gedacht ist AsiaSat 9 außerdem als Nachfolger von AsiaSat 4. AsiaSat 4 – Auslegungsbetriebsdauer 15 Jahre &#8211; kreist seit dem 12. April 2003 um die Erde (NORAD 27.718, COSPAR 2003-014A). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechend ihrer Aufgaben ist die Kommunikationsnutzlast von AsiaSat 9 mit einem K<sub>a</sub>-Band-System sowie 32 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern mit einer Bandbreite von jeweils 54 Megahertz und 28 C-Band-Transpondern mit einer Bandbreite von jeweils 36 Megahertz ausgestattet. Bei Betriebsende sollen die beiden Solarzellenausleger, die zur Versorgung der Kommunikationsnutzlast und der übrigen elektrischen Systeme an Bord des Satelliten dienen, laut AsiaSat noch eine elektrische Leistung von 20.765 Watt bereitstellen können.
<br>
Der Hersteller von  AsiaSat 9 teilte mit Datum vom 29. September 2017 mit, dass die ersten Manöver des Satelliten nach seinem Aussetzen im All erfolgreich verlaufen sein sollen. Die Solarzellenausleger des Satelliten hätten sich zum vorgesehenen Zeitpunkt entfaltet. Eine erste Brennphase des Apogäumsmotors an Bord von AsiaSat 9 war laut SS/L für den 30. September 2017 geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Bahnanhebung und für die Ausbildung einer annähernden Kreisbahn des Satelliten auf der Höhe des GEO dient AsiaSat 9 ein sogenannter Apogäumsmotor am Heck. Der mit Monomethylhydrazin (MMH) und einer Mischung von Stickstoffoxiden (MON-3, Stickstofftetroxid mit 3% Stickstoffmonooxid) betriebene Motor besitzt einen Nominalschub im Bereich zwischen 400 und 500 Newton. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102017122008_small_6.jpg" alt="Asiasat" width="260"/></a><figcaption>
Lecktest an 22N-Triebwerk für AsiaSat 9 &#8211; im Hintergrund weitere Triebwerke mit Schutzabdeckungen 
<br>
(Bild: Asiasat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Lageregelung sowie das Halten oder Verändern der Position des Satelliten besitzt der Satellit außerdem eine Anzahl von 22 Newton starken, MMH und MON-3 verwendenden Zweistofftriebwerken (vermutlich von Moog) sowie vier elektrische Triebwerke des Typs SPT-100 (SPT steht für stationary plasma thruster) bzw. SPD-100 vom russischen Konstruktionsbüro Fackel bzw. Fakel aus Kaliningrad. Sie sind paarweise an beweglichen Auslegern montiert. Die elektrischen Triebwerke verwenden das Edelgas Xenon als auszustoßende Stützmasse. Sie haben einen Schub von jeweils nur 83 Millinewton (80 Millinewton bei 1,5 kW Leistungseingang), lassen sich jedoch sehr ausdauernd einsetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 10. Oktober 2017:</strong>
<br>
Asiasat berichtete mit Datum vom 9. Oktober 2017, dass AsiaSat 9 an diesem Tag an seiner künftigen Einsatzposition angekommen sei. Der Satellit stehe bei 122 Grad Ost im GEO, wo er laut Plan mindestens für 15 Jahre kommerziell betrieben werden solle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">AsiaSat 9 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.942 und als COSPAR-Objekt 2017-057A. Die Breeze-M-Oberstufe der Trägerrakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.943 und als COSPAR-Objekt 2017-057B. Der Abwurftank der Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.944 und als COSPAR-Objekt 2017-057C. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15744.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asiasat 9 auf Proton-M/Bris-M von Baikonur</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Hispasats Amazonas 1 im Friedhofsorbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hispasats-amazonas-1-im-friedhofsorbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jun 2017 15:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[2004-031A]]></category>
		<category><![CDATA[Amazonas 1]]></category>
		<category><![CDATA[AMZ1]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Hisapsat 55W-1]]></category>
		<category><![CDATA[Hispasat]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton Medium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der spanische Kommunikationssatellitenbetreibers Hispasat teilte am 23. Juni 2017 mit, dass sein Kommunikationssatellit Amazonas 1 in einen Friedhofsorbit gesteuert und dort abgeschaltet worden ist. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Astrium, ESA, Hispasat, ILS, Raumfahrer.net. Die Manöver von Amazonas 1, die ihn in einen Friedhofsorbit bringen sollten, hatten am 19. Juni 2017 begonnen. Nach Angaben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der spanische Kommunikationssatellitenbetreibers Hispasat teilte am 23. Juni 2017 mit, dass sein Kommunikationssatellit Amazonas 1 in einen Friedhofsorbit gesteuert und dort abgeschaltet worden ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Astrium, ESA, Hispasat, ILS, Raumfahrer.net.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-3a934b8a"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/amazonas1hispasat.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/amazonas1hispasat260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Amazonas 1 im All &#8211; Illustration<br>(Bild: Hispasat)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Manöver von Amazonas 1, die ihn in einen Friedhofsorbit bringen sollten, hatten am 19. Juni 2017 begonnen. Nach Angaben von Hispasat wird man mit der erreichten neuen Bahn, die in rund 300 Kilometern Höhen-Abstand zum Niveau des Geostationären Orbits (GEO) liegt, den Bestimmungen der Internationalen Telekommunikationsunion (ITU) und des Weltraumschrott-Koordinierungskomitees der Raumfahrtorganisationen hinsichtlich der abzuwickelnden Schritte beim Erreichen des Einsatzendes eines geostationären Kommunikationssatelliten gerecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. Juni 2017 erhielt der Amazonas 1 nach Maßnahmen zur Passivierung sein letztes Kommando zur endgültigen Abschaltung vom Hispasat-Kontrollzentrum Arganda del Rey in der Nähe der spanischen Hauptstadt Madrid. Im Rahmen der Passivierung werden üblicher Weise in Tanks und Leitungen verbliebener Treibstoff und Druckgase abgelassen, Akkumulatoren von ihrer Stromversorgung getrennt und entladen, sowie vorher nicht benutzte redundante pyrotechnische Komponenten – das können zum Beispiel Ventile sein &#8211; ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Amazonas 1 kreist seit dem 4. August 2004 nach Start auf einer vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarkteten Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe um die Erde. Kurz nach Erreichen der vorgesehenen Einsatzposition und Beginn einer IOT für in-orbit testing genannten Test- und Inbetriebnahmephase am 16. August 2004 wurde ein schleichender Druckverlust in einem seiner Oxidatortanks für sein chemisches Antriebssystem festgestellt. Wegen des vermutlich <a href="https://www.raumfahrer.net/ersatz-fuer-amazonas-1-bestellt/" data-wpel-link="internal">auf Grund eines fehlerhaften Ventils</a> verursachten Druckverlusts war eine Verkürzung der möglichen Nutzbarkeit des Satelliten als gegeben zu betrachten und sicher, dass das dreiachstabilisierte Raumfahrzeug seine Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren nicht erreichen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst nahm man an, das sich Amazonas 1 trotz des nicht geplanten Verlusts von Stickstofftretoxid sicher zehn Jahre einsetzen lassen würde. Später (2008) vermutete man, nicht mehr als fünf Betriebsjahre realisieren zu können. Schließlich konnte sich der Satellit aber doch über reichlich zwölf Jahre lang kommerziell nutzen lassen. Den Großteil seiner Einsatzzeit verbrachte Amazonas 1 im GEO an einer Position bei 61 Grad West. Ab 2014 stand der Satellit nach einer Vereinbarung mit Intelsat bei 55 Grad West im GEO. Dort wurde er zuletzt auch als Hispasat 55W-1 bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Hispasat war Amazonas 1 ein Meilenstein bei der Entwicklung des Geschäfts in Lateinamerika. Der Satellit wurde zur Verbindung und Versorgung von Empfängern in allen Teilen Amerikas, in Europa und in Nordafrika eingesetzt. Zur Erfüllung seiner Aufgaben war das von Airbus bzw. Astrium auf Basis des Satellitenbus Eurostar-3000S aufgebaute Raumfahrzeug mit 27 C- und 36 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgestattet worden (19 C- und 32 K<sub>u</sub>-Band-Transponder gleichzeitig betreibbar), sowie insbesondere mit einem erstmals im All benutzten <a href="https://www.esa.int/esapub/br/br226/br226.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">AmerHis</a> genannten Kommunikationssystem auf Basis des DVB-Prozessors <a href="https://www.google.at/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=2ahUKEwjVhb62h-DuAhVGpIsKHVEzAfYQFjABegQIAhAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.researchgate.net%2Fprofile%2FJosep-Sala-Alvarez%2Fpublication%2F259187412_The_ALCATEL_9343_DVB-OBP_Product_AN_On-Board_Processor_for_Digital_Television_and_Internet_Data%2Flinks%2F0c96052a444c6b0b30000000%2FThe-ALCATEL-9343-DVB-OBP-Product-AN-On-Board-Processor-for-Digital-Television-and-Internet-Data.pdf&amp;usg=AOvVaw19QB64o8JKW2oo-LmqJrMf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Alcatel 9343 DVB</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Zeitpunkt des Starts von Amazonas 1 war auch der Einsatz von Lithiumionen-Akkumulatoren zur Stromspeicherung innovativ. Der Satellit war nach dem ebenfalls von Astrium gebauten Eutelsat W3A der zweite Kommunikationssatellit weltweit, der Lithiumionen-Akkumulatoren im Weltraum nutzte. Amazonas 1 besitzt Akkumulatoren des Typs VES 140, die SAFT in seiner Fabrik im französischen Bordeaux produziert und in der Niederlassung Pontiers entworfen, zusammengesetzt und getestet hatte. Zur Ladung der Akkumulatoren und Versorgung der übrigen elektrischen Systeme der Kommunikationsnutzlast und des raumflugtechnischen Teils des Satelliten dienten zwei Solarzellenausleger mit einer elektrischen Leistung von nominal 9,5 Kilowatt bei Betriebsende, von denen die Kommunikationsnutzlast maximal 7,4 Kilowatt benötigte. Die Ausleger geben dem Satelliten eine Spannweite von rund 35 Metern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Startmasse von Amazonas 1 lag bei 4.545 Kilogramm, seine Leermasse bei 2.121 Kilogramm. Amazonas 1 (AMZ1) alias Hisapsat 55W-1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.393 und als COSPAR-Objekt 2004-031A.</p>
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		<title>Hispasat 1C im Friedhofsorbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hispasat-1c-im-friedhofsorbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2017 08:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Hispasat]]></category>
		<category><![CDATA[Hispasat 1C]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französisch-italienische Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space, der Hersteller des Kommunikationssatelliten Hispasat 1C des spanischen Kommunikationssatellitenbetreibers Hispasat, teilte am 2. Juni 2017 mit, dass das unbemannte Raumfahrzeug in einen Friedhofsorbit gesteuert worden ist. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Hispasat, Thales Alenia Space. Der Weg von Hispasat 1C, der gemäß unterschiedlicher Einsatzpositionen in der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der französisch-italienische Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space, der Hersteller des Kommunikationssatelliten Hispasat 1C des spanischen Kommunikationssatellitenbetreibers Hispasat, teilte am 2. Juni 2017 mit, dass das unbemannte Raumfahrzeug in einen Friedhofsorbit gesteuert worden ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes.   Quelle: Hispasat, Thales Alenia Space.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/h1carttas1000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/h1carttas260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hispasat 1C über der Erde &#8211; Illustration<br>(Bild: Thales Alenia Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg von Hispasat 1C, der gemäß unterschiedlicher Einsatzpositionen in der Vergangenheit auch als Hispasat 30W-3 und 84W-1 bezeichnet wurde, in seinen Friedhofsorbit begann am 29. Mai 2017, nachdem er nach über 17 Jahren Betrieb sein letztes Kommando vom Hispasat-Kontrollzentrum Arganda del Rey in der Nähe der spanischen Hauptstadt Madrid erhalten hatte. Die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten betrug 15 Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der letzten Phase seines kommerziellen Einsatzes war Hispasat 1C, mit einer um rund ein halbes Grad gegen den Erdäquator geneigter Bahn, bei 83,8 Grad West im Geostationären Orbit (GEO) in durchschnittlich 35.786 Kilometern über der Erde stationiert. Nach der erfolgreichen Bahnanhebung ist der ausgediente Satellit bei weiter 0,5 Grad gegen den Äquator geneigter Bahn jetzt in Höhen zwischen 36.080 und 36.110 Kilometern unterwegs. Nach Angaben von Hispasat und Thales Alenia Space wird man mit der am 2. Juni 2017 erreichten neuen Bahn in (über) 36.000 Kilometern Höhe den Bestimmungen der Internationalen Telekommunikationsunion (ITU) und des Weltraumschrott-Koordinierungskomitees der Raumfahrtorganisationen hinsichtlich der abzuwickelnden Schritte beim Erreichen des Einsatzendes eines geostationären Kommunikationssatelliten gerecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hispasat 1C kreist seit dem 3. Februar 2000 um die Erde. Der Kommunikationssatellit war von einer vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarkteten Rakete vom Typ Atlas IIAS mit der Seriennummer AC-158 und Centaur-Oberstufe von der Startrampe 36B auf Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus ins All transportiert worden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/1999ConstruccionH1CHispasat600.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/1999ConstruccionH1CHispasat260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hispasat 1C beim Hersteller<br>(Bild: Hispasat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst setzte Hispasat den Satelliten an einer Position bei 30 Grad West im GEO ein. Man verwendete ihn zur Ausstrahlung von zahlreichen Fernsehprogrammen, zur Unterstützung von Netzwerken großer Unternehmen und Organisationen sowie der Bereitstellung von Breitbanddiensten. Darüber hinaus wurde der Satellit zum Beispiel für Fernschulanwendungen im Rahmen der Programme Plan Ceibal aus Uruguay und Subtel aus Chile benutzt. Auch der Telemedizin diente das Raumfahrzeug – Peru verwendete es im Rahmen eines Programms namens MEDNET. Die Anbindung entlegener Gebiete in der Antarktis an Argentinien konnte via Hispasat 1C ebenfalls realisiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2014 bezog Hispasat 1C schließlich als Hispasat 84W-1 seine letzte Arbeitsposition bei 84 Grad West im GEO, nachdem Hispasat mit dem brasilianischen Satellitenkommunikationsanbieter Star One eine Vereinbarung über die Nutzung der neuen Position getroffen hatte. Von der Position über Brasilien aus nutzte man den Satelliten zur Bereitstellung von Zugriffsmöglichkeiten auf das Internet und weiterer IP-basierter Dienste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konstruiert worden war Hispasat 1C auf Basis des Satellitenbusses Spacebus 3000B2 von Thales Alenia Space. Seine Kommunikationsnutzlast umfasste 24 gleichzeitig einsetzbare K<sub>u</sub>-Band-Transponder, außerdem einige für X-Band-Übertragungen für Spaniens Regierung und das spanische Militär. Zur Versorgung der elektrischen Systeme des Satelliten gab es zwei Solarzellenausleger, die bei Betriebsbeginn 7,3 Kilowatt, bei Betriebsende noch 6,3 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leermasse von Hispasat 1C war 1.304 Kilogramm, seine Startmasse belief sich auf 3.112,5 Kilogramm. In Transportkonfiguration betrugen die Abmessungen des Satelliten 3,27 x 2,5 x 5,1 Meter. Im All mit ausgefalteten Antennen und Solarzellenauslegern sind die Abmessungen 6,95 x 28,9 x 5,1 Meter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hispasat 1C ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 26.071 und als COSPAR-Objekt 2000-007A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3093.msg395631#msg395631" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thales Alenia Space</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Proton Medium mit anderem Aufbau</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-medium-mit-anderem-aufbau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Mar 2017 09:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Proton Medium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im September 2016 war auf einer Konferenz in Paris eine neue, leichtere Version der russischen Proton-Rakete, genannt Proton Medium, vorgestellt worden. Jetzt wurde bekannt, dass ihre Konstruktion zwischenzeitlich umgeplant wurde. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ILS, Spacenews. Die 2016 bekannt gewordenen Pläne sahen vor, dass bei der Proton Medium als zweite Stufe die in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im September 2016 war auf einer Konferenz in Paris eine neue, leichtere Version der russischen Proton-Rakete, genannt Proton Medium, vorgestellt worden. Jetzt wurde bekannt, dass ihre Konstruktion zwischenzeitlich umgeplant wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ILS, Spacenews.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ProtMed032017ils400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ProtMed032017ils260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Evolution Roton M zu Proton Medium<br>(Bild: International Launch Service (ILS))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die 2016 bekannt gewordenen Pläne sahen vor, dass bei der Proton Medium als zweite Stufe die in bisher üblichen Proton-Raketen als dritte Stufe verwendete in verlängerter Version zum Einsatz kommen sollte, <a href="https://www.raumfahrer.net/chrunitschew-baut-eutelsat-ordert-proton-medium/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>. Jetzt ist vorgesehen, die originale zweite Stufe auch bei der Proton Medium unverändert als zweite Stufe zu benutzen. Darüber hinaus wird bei der Proton Medium den neuen Plänen zufolge auch keine modifizierte, verlängerte erste Stufe zum Einsatz kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Änderungen sollen die erwartete Leistung der Trägerrakete (Satellit der 5-Tonnen-Klasse in einen Geotransferorbit mit einer Geschwindigkeitsdifferenz zum Geostationären Orbit von 1,5 km/s) nicht ändern, bezieht man sich auf vorliegende Infographiken. Der Autor nimmt an, dass die Änderungen maßgeblich zu einer Verkürzung der erforderlichen Entwicklungszeit beitragen sollen. Der International Launch Service (ILS), der voraussichtlich exklusive Vermarkter der Proton Medium, hatte am 7. März 2017 mitgeteilt, dass man mit einem Einsatz der Proton Medium ab 2018 rechne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Meldung vom 7. März 2017 informierte ILS außerdem darüber, dass an einer neuen, rund einen Meter höheren Nutzlastverkleidung mit einem Durchmesser von fünf Metern gearbeitet werde. Entsprechende Machbarkeitsstudien seien bereits abgeschlossen, jetzt stünden Detailplanung, Untersuchungen der Interaktion mit der Trägerrakete sowie statische und dynamische Tests von Strukturbauteilen an. Die vollständige Nutzlastverkleidung wird ebenso getestet werden, außerdem sind Trenn- und Abwurftests sowie Untersuchungen der Akustik innerhalb der Verkleidung vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Verkleidung soll auf der klassischen Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe als auch auf der noch zu realisierenden Proton Medium mit Breeze-M-Oberstufe zum Einsatz kommen. Zur Verfügung stehen soll die Verkleidung laut ILS ab dem ersten Quartal 2020. Entwicklung und Herstellung der Raketen geschehen durch die Firma Chrunitschew aus Russland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurückgestellt wurde die Proton-Variante Proton Light mit stark veränderter erster Stufe. Die Verfolgung dieses Projektes soll wieder aufgenommen werden, wenn die Markteinführungen der Proton Medium und der neuen Nutzlastverkleidung erfolgt sind, und ein Bedarf erkannt wird. Gegenüber dem Branchendienst Spacenews teile Jim Kramer von ILS mit, der Markt für Trägerraketen in der Klasse der Proton Light (die Satelliten der 3-Tonnen-Klasse in einen Geotransferorbit bringen können), sei kleiner als ursprünglich erwartet. Möglicherweise hat man jedoch einfach die aktuelle Leistungsfähigkeit der russischen Industriepartner nicht richtig beurteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10288.msg387826#msg387826" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">International Launch Services (ILS)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7477.msg387540#msg387540" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Proton Traegerrakete</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3428.msg387493#msg387493" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Russische Raumfahrt</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/proton-medium-mit-anderem-aufbau/" data-wpel-link="internal">Proton Medium mit anderem Aufbau</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chrunitschew baut, Eutelsat ordert Proton Medium</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chrunitschew-baut-eutelsat-ordert-proton-medium/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2016 16:15:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus Defence and Space]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[Eutelsat]]></category>
		<category><![CDATA[EUTELSAT 5 West B]]></category>
		<category><![CDATA[Geostar]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[MEV-1]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=17589</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der in Reston in den USA ansässige Startanbieter International Launch Services, abgekürzt ILS, meldete am 12. Oktober 2016 eine neue Beauftragung durch den europäischen Kommunikationssatellitenbetreiber Eutelsat mit Sitz in Paris. Dieser orderte Starts auf einer Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe und auf einer Proton Medium. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Chrunitschew, Eutelsat, ILS. Auf der bisher [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/chrunitschew-baut-eutelsat-ordert-proton-medium/" data-wpel-link="internal">Chrunitschew baut, Eutelsat ordert Proton Medium</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der in Reston in den USA ansässige Startanbieter International Launch Services, abgekürzt ILS, meldete am 12. Oktober 2016 eine neue Beauftragung durch den europäischen Kommunikationssatellitenbetreiber Eutelsat mit Sitz in Paris. Dieser orderte Starts auf einer Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe und auf einer Proton Medium.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Chrunitschew, Eutelsat, ILS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/qkr3ey8eo95ylroxigqgorbitalatk.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/qkr3ey8eo95ylroxigqgorbitalatk260.jpg" alt="EUTELSAT 5 West B über der Erde - Illustration
(Bild: Orbital ATK)"/></a><figcaption>EUTELSAT 5 West B über der Erde &#8211; Illustration<br>(Bild: Orbital ATK)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der bisher schon oft geflogenen Variante, der Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe, soll EUTELSAT 5 West B ins All gelangen. Das neue Raumfahrzeug mit einer voraussichtlichen Startmasse im Bereich von drei Tonnen basiert auf einem GEOStar genannten Satellitenbus von Orbital ATK und wird mit einer Kommunikationsnutzlast von Airbus Defence and Space ausgerüstet. Es ist zur Positionierung bei 5 Grad West im Geostationären Orbit (GEO) gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EUTELSAT 5 West B wird voraussichtlich zusammen mit einem von Orbital ATK entwickelten Spezialsatelliten gestartet werden. Der Spezialsatellit hört auf den Namen Mission Extension Vehicle 1 (MEV 1) und ist dafür gedacht, Satelliten mit zur Neige gehenden Treibstoffreserven zunächst eine Missionsverlängerung und später einen sicheren Transport in einen Friedhofsorbit zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eutelsat setzt auf Bewährtes und auf Neues</strong><br>Der Start von EUTELSAT 5 West B und des MEV 1 vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan ist derzeit für das vierte Quartal 2018 geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welches Eutelsat-Raumfahrzeug auf der bestellten Proton Medium fliegen wird wurde bisher nicht bekannt. Mitgeteilt wurde allerdings, dass mit dem entsprechenden Start, der ebenfalls von Baikonur aus erfolgen und auf der Startrampe 81/24 beginnen soll, 2019 oder 2020 zu rechnen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Starts werden laut ILS im Rahmen einer Sammelbestellung durch Eutelsat von Oktober 2015 abgewickelt. Die Vereinbarung über mehrere Starts, Multi-Launch Agreement (MLA) genannt, ermöglicht Eutelsat laut ILS Planungsflexibilität bei gleichzeitig garantiertem Zugang zum Weltraum über einen Zeitraum von sieben Jahren. Der erste im Rahmen dieser Vereinbarung abgewickelte Start war der von EUTELSAT 9B am <a href="https://www.raumfahrer.net/proton-m-bringt-eutelsat-9b-mit-edrs-a-ins-all/" data-wpel-link="internal">29. Januar 2016</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kleinere Raketen, größere Stufen</strong><br>Die neue Trägerrakete Proton Medium war zusammen mit einer weiteren neuen Variante namens Proton Light im September 2016 in Paris auf der World Satellite Business Week vorgestellt worden. Beide Varianten sind ohne Oberstufe im Gegensatz zur Proton-M zweistufig und werden die Breeze-M als Oberstufe nutzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ProtonProtonMedProtonLightils.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ProtonProtonMedProtonLightils260.jpg" alt="Unterschiede der Varianten Proton-M, Proton Medium und Proton Light
(Bild: ILS)"/></a><figcaption>Unterschiede der Varianten Proton-M, <br>Proton Medium und Proton Light<br>(Bild: ILS)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Proton Medium wird eine gegenüber der Proton-M verlängerte erste Stufe aufweisen und als zweite Stufe eine verlängerte, angepasste Variante der dritten Stufe der Proton-M bekommen. Für die Proton Light könnte ebenfalls eine verlängerte erste Stufe Verwendung finden, bei der aber der Wegfall von zwei der ursprünglich sechs Außentanks samt Triebwerken von einem zusätzlichen zweiten Tank in der in der zentralen Struktur kompensiert wird. Als zweite Stufe könnte wiederum eine verlängerte, angepasste Variante der dritten Stufe der Proton-M fungieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das russische Unternehmen Chrunitschew, Hersteller aller Varianten der Proton-Rakete, und Mehrheitseigner von ILS, meldete, die beiden neuen Varianten seien exklusiv für für den Transport von für den GEO vorgesehene kommerzielle Nutzlasten mit Startmassen zwischen drei und fünf Tonnen gedacht. Die Vermarktung der neuen Raketen soll laut Chrunitschew ausschließlich durch ILS erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einen elliptischen Geotransferorbit (GTO), aus dem heraus der GEO mit einem Geschwindigkeitsunterschied von rund 1,5 km/s zu erreichen ist, kann die aktuelle Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe laut ILS bei Verwendung einer vier Meter durchmessenden Nutzlastverkleidung mindestens rund 6,3 Tonnen Nutzlast transportieren. Unter den gleichen Bedingungen soll eine Proton Medium künftig mindestens rund fünf Tonnen Nutzlast in einen GTO bewegen können. Mit der Proton Light sollen es mindestens 3,6 Tonnen sein, verspricht ILS.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3428.msg372494#msg372494" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Russische Raumfahrt</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10288.msg375485#msg375485" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">International Launch Services (ILS)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4216.msg375648#msg375648" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">neue Verträge</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/chrunitschew-baut-eutelsat-ordert-proton-medium/" data-wpel-link="internal">Chrunitschew baut, Eutelsat ordert Proton Medium</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Intelsat 31 alias DLA 2 auf Proton-M gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/intelsat-31-alias-dla-2-auf-proton-m-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2016 09:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[2016-035A]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
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		<category><![CDATA[Intelsat 31]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
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		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 9. Juni 2016 hob pünktlich um 9:10 Uhr MESZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 81/24 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten Intelsat 31 für den in London ansässigen Kommunikationssatellitenbetreiber Intelsat ins All zu befördern. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Chrunitschew, ILS, Intelsat, Roskosmos, Space Systems/Loral. Der Start erfolgte um 10:10 Uhr Moskauer Zeit [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 9. Juni 2016 hob pünktlich um 9:10 Uhr MESZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 81/24 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten Intelsat 31 für den in London ansässigen Kommunikationssatellitenbetreiber Intelsat ins All zu befördern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Chrunitschew, ILS, Intelsat, Roskosmos, Space Systems/Loral.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-7136b30d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/3216826213rosc1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/3216826213rosc260.jpg" alt="Proton-M-Start mit Intelsat 31 - vor dem Abheben ... "/></a><figcaption>Proton-M-Start mit Intelsat 31 &#8211; vor dem Abheben &#8230;<br><br></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte um 10:10 Uhr Moskauer Zeit am 9. Juni 2016 einen Tag nach dem zuletzt anvisierten Termin. Die Verzögerung war Folge von technischen Problemen mit den Bodenanlagen. Eine elektrische Komponente musste getauscht, Leitungen und Steckverbinder überprüft werden. Die Arbeiten waren innerhalb eines Tages erledigt, und dem Start stand nichts mehr im Weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestartet wurde dann im Namen des Unternehmens International Launch Services, abgekürzt ILS. ILS kümmert sich um die Vermarktung von kommerziellen Starts mit Proton-Raketen. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Reston in den Vereinigten Staaten von Amerika. Hauptanteilseigner ist der staatliche russische Raketenbauer Chrunitschew. Er stellt die Proton-Raketen und die oft verwendeten Breeze-Oberstufen her.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-caea871c"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/5582851580rosc1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/5582851580rosc260.jpg" alt="... und im Flug
(Bilder: Roskosmos)"/></a><figcaption>&#8230; und im Flug<br>(Bilder: Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Proton jetzt leichter und leistungsfähiger</strong><br>Die von Chrunitschew in Russland gebaute Rakete (russischer Erzeugniscode 8К82КМ) kam zum ersten mal in einer weiter verbesserten Variante zum Einsatz. Sie besaß wie üblich drei Raketenstufen, mit denen sie die Orbitaleinheit, bestehend aus der Oberstufe Breeze-M (Erzeugniscode 14С43) und dem Satelliten unter einer gemeinsamen Verkleidung, auf den Weg brachte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Phase IV nennt sich die neue Bauvariante der Proton. Bei ihr kommen verstärkt Komposit-Materialien zum Einsatz. Bauteile aus Metall bestehen jetzt zum Teil aus leichteren, aber stabileren Aluminiumstrukturen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-c455faf8"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31ISDLA228May6intelsat1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31ISDLA228May6intelsat260.jpg" alt="Intelsat 31 am 6. Mai 2016 auf Breeze-M-Oberstufe in Baikonur
(Bild: Intelsat)"/></a><figcaption>Intelsat 31 am 6. Mai 2016 auf <br>Breeze-M-Oberstufe in Baikonur<br>(Bild: Intelsat)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Neue aus Komposit-Material gefertigte Bauteile machen die zweite Stufe unempfindlicher gegen Windlasten. Für die Tanks der dritten Stufe werden jetzt andere Legierungen verwendet. Die Instrumentenbucht der dritten Stufe besteht nun aus Komposit-Material, das nun auch in größerem Umfang in der Nutzlastverkleidung – Erzeugniscode 14C75 &#8211; genutzt wird. Gewichtsvorteile ergeben sich außerdem durch ein leichteres Telemetriesystem in der Oberstufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Transportkapazität der Rakete wurde durch die Konstruktionsänderungen laut ILS um rund 150 Kilogramm gesteigert. In einen für geostationäre Kommunikationssatelliten üblichen Standard-Geotransferorbit kann eine Phase-IV-Proton eine Nutzlast von rund 6.300 Kilogramm transportieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erfüllung hochfliegender Pläne</strong><br>Nach knapp 9 Minuten und 41 Sekunden Flugzeit wurde die Orbitaleinheit von der dritten Stufe der Proton abgetrennt. Eine erste Zündung der Breeze-M-Oberstufe brachte die Orbitaleinheit in einen Parkorbit. Nach weiteren vier Brennphasen der Breeze-M-Oberstufe wurde der Satellit schließlich gegen 1:40 Uhr Moskauer Zeit bzw. 0:40 Uhr MESZ am 10. Juni 2016 rund 15 Stunden und 30 Minuten nach dem Abheben im All ausgesetzt. Erste Telemetriedaten vom Satelliten sind am Boden empfangen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erreichte Apogäum, der von der Erde am weitesten entfernte Bahnpunkt, lag nach Mitteilung der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos im Bereich von 65.000 Kilometern über der Erde. Das Apogäum fiel also wie geplant aus. Der der Erde nächstliegende Bahnpunkt der vorgesehenen Übergangsbahn liegt laut ILS bei 3.503 Kilometern über der Erde, die geplante Inklination, die Neigung der Bahn gegen den Erdäquator, bei 29,6 Grad.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-8806bc63"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31DSCN0149intelsat1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31DSCN0149intelsat260.jpg" alt="Triebwerke am Heck von Intelsat 31 "/></a><figcaption>Triebwerke am Heck von Intelsat 31<br><br><br></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Endgültige Bahndaten liegen noch nicht vor. Sie werden mit Spannung erwartet, da beispielsweise die russische Nachrichtenagentur Interfax gemeldet hatte, eines der vier Triebwerke der zweiten Stufe der Proton-Rakete habe neun Sekunden zu früh abgeschaltet. Deshalb sei die erste Brennphase der Breeze-M-Oberstufe über 30 Sekunden länger ausgefallen als geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bahnverfolgungsdaten deuten darauf hin, dass die zweite Stufe nach ihrer Abtrennung nicht so weit flog und früher auf dem Erdboden auftraf als erwartet. Die Daten sprechen außerdem für eine 34,7 Sekunden längere erste Breeze-Brennphase und ein Geschwindigkeitsdefizit bei Brennschluß der dritten Proton-Stufe von 28,2 Meter pro Sekunde. Offizielle Mitteilungen der beteiligten Unternehmen und Organisationen über Probleme und einer vom geplanten Orbit abweichenden Umlaufbahn liegen bis dato nicht vor.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-ef7c986d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31DSCN0155intelsat1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/is31DSCN0155intelsat260.jpg" alt="Intelsat 31 in Gesamtansicht
(Bilder: Intelsat)"/></a><figcaption>Intelsat 31 in Gesamtansicht<br>(Bilder: Intelsat)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwergewicht für Kommunikation und TV</strong><br>Der mit 10 C- und 72 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgerüstete Intelsat 31 besitzt eine Masse von 6.450 Kilogramm (Masse unbetankt 3.386 Kilogramm). Das dreiachsstabilisierte Raumfahrzeug ist für eine Position bei 95 Grad West im Geostationären Orbit (GEO) in etwa 35.786 Kilometern über der Erde gedacht. Dort soll es in Kolokation mit Intelsat 30 alias DLA 1, der seit dem 16. Oktober 2014 um die Erde kreist, und Galaxy 3C, seit dem 15. Juni 2002 im All, betrieben werden. Die Postion im GEO wird der neue Satellit unter Nutzung eigener Triebwerke erreichen können. Ausgestattet ist er mit chemischen und elektrischen Triebwerken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von seiner künftigen Position aus soll Intelsat 31 Kunden in Süd- und Lateinamerika sowie der Karibik mit einer großen Bandbreite von Kommunikationsdiensten versorgen. Die C-Band-Transponder sind der Erweiterung Intelsats C-Band-Infrastruktur für Lateinamerika gewidmet. Mit der K<sub>u</sub>-Band-Nutzlast unter der Bezeichnung DLA-2 will man eine redundante Versorgung für die Ausstrahlungen von DIRECTV Lateinamerika für Empfänger in Südamerika und der Karibik realisieren.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Die erwartete Lebensdauer des neuen Erdtrabanten liegt nach Angaben seines Herstellers bei mindestens 15 Jahren. Gebaut wurde Intelsat 31 von Space Systems/Loral in Palo Alto im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. Er basiert auf dem Satellitenbus 1300.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-b17c7ebd"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/isdla1and2artssl.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/isdla1and2artssl260.jpg" alt="Intelsat 31 im All - Illustration
(Bild: Space Systems/Loral)"/></a><figcaption>Intelsat 31 im All &#8211; Illustration<br>(Bild: Space Systems/Loral)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Versorgung der Satellitensysteme und der Kommunikationsnutzlast ist Intelsat 31 mit zwei Solarzellenauslegern mit je sechs Elementen ausgestattet. Sie geben ihm eine Spannweite von rund 32,4 Metern. Für die Kommunikationsnutzlast können sie nach Angaben von Intelsat rund 20 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen. Der Speicherung elektrischer Energie an Bord dienen Lithium-Ionen-Akkumulatorensätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Transport von Intelsat 31 in den Weltraum erfolgte beim 3. Flug einer Proton-Rakete im Jahr 2016, und dem 412. Flug einer Proton-Rakete insgesamt. 93 Proton-Raketen kamen damit unter der Ägide der ILS zum Einsatz. Mit Intelsat 31 befinden sich jetzt 12 für Intelsat auf einer von ILS vermarkteten Proton-Rakete beförderte Satelliten im All. Außerdem handelt es sich um den 28. von Space Systems/Loral gebauten Satelliten, der auf einer Proton-Rakete gestartet worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 11. Juni 2016:</strong><br>Mittlerweile liegen Katalog- und Bahndaten vor. Intelsat 31 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.581 und als COSPAR-Objekt 2016-035A. Der Satellit wurde in einem 29,57 Grad geneigten 3.365 x 65.061 km Orbit beobachtet. Nach Angaben von ILS wurde der anvisierte Orbit mit hoher Präzision erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Breeze-M-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.582 und als COSPAR-Objekt 2016-035B. Die Oberstufe wurde auf einer 31,03 Grad geneigten 1.839 x 63.713 km Bahn gesichtet. Ihr vorher abgetrennter Zusatztank ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.583 und als COSPAR-Objekt 2016-035C. Er fliegt auf einer 50,81 Grad geneigten 357 x 14.031 km Bahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14350.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Intelsat 31 auf Proton-M/Breeze-M</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/intelsat-31-alias-dla-2-auf-proton-m-gestartet/" data-wpel-link="internal">Intelsat 31 alias DLA 2 auf Proton-M gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Proton-M bringt EUTELSAT 9B mit EDRS-A ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-m-bringt-eutelsat-9b-mit-edrs-a-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2016 16:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus Defence and Space]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
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		<category><![CDATA[DLR]]></category>
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		<category><![CDATA[Eutelsat]]></category>
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		<category><![CDATA[Tesat Spacecom]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=9511</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 29. Januar 2016 startete von der Rampe 200/39 des Raumfahrtzentrums Baikonur in Kasachstan eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um EUTELSAT 9B für den europäischen Kommunikationssatellitenbetreiber Eutelsat Communications S.A. und die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) in den Weltraum zu bringen. Erstellt von Thomas Weyrauch. Quelle: Airbus Defence and Space, Chrunitschew, ESA, Eutelsat, ILS, TESAT Spaceom. Der Start [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 29. Januar 2016 startete von der Rampe 200/39 des Raumfahrtzentrums Baikonur in Kasachstan eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um EUTELSAT 9B für den europäischen Kommunikationssatellitenbetreiber Eutelsat Communications S.A. und die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) in den Weltraum zu bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.   Quelle: Airbus Defence and Space, Chrunitschew, ESA, Eutelsat, ILS, TESAT Spaceom.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/e9blaurosc1200.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/e9blaurosc260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Proton-M-Start am 29. Januar 2016<br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start der Rakete mit der Baunummer 6302907978 wurde unter der Ägide des internationalen Vermarkters von Proton-Raketen International Launch Service (<a href="https://www.ilslaunch.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ILS</a>) abgewickelt. Als exakten Startzeitpunkt für den ersten erfolgreichen Proton-Flug im Jahr 2016, den 92. für ILS und den 410. insgesamt nennt Chrunitschew 1:20 Uhr und 9,03 Sekunden Moskauer Zeit am 30.01. (23:20 Uhr und 9,03 Sekunden MEZ am 29.01.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und EUTELSAT 9B von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 10 Minuten nach dem Abheben. Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-M-Rakete von Chrunitschew in Russland gebauten Oberstufe, erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen und dann das Erreichen des vorgesehenen Zielorbits sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand rund 9 Stunden und 12 Minuten nach dem Abheben um 10:32 Uhr Moskauer Zeit und 9,32 Sekunden am 30. Januar 2016 statt (8:32 Uhr MEZ und 9,32 Sekunden). Zwei Stunden nach der Trennung erfolgte wie geplant ein teilweises Entfalten der Solarzellenausleger von EUTELSAT 9B, wie sein künftiger Betreiber zwischenzeitlich mitteilte. Die Oberstufe führte zur Kollisionsvermeidung rund zwei und dreieinhalb Stunden nach dem Aussetzen zwei weitere Brennphasen aus, um ihre Bahn wieder abzusenken.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Mating2oftheEDRSAEutelsat9BAirbus.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Mating2oftheEDRSAEutelsat9BAirbus260.jpg" alt=""/></a><figcaption>&#8222;Hochzeit&#8220; der Antriebs- und Nutzlastmodule <br>von EUTELSAT 9B<br>(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Apogäum &#8211; der erdfernste Bahnpunkt &#8211; des vom Satelliten erreichten Geotransferorbits (GTO) lag nach Berechnungen von Chrunitschew bei 35.687,88 km (geplant 35.702,25 km), das Perigäum, der der Erde nächstliegende Bahnpunkt bei 4.370,57 km (geplant 4.454,48 km) über der Erde. Die Neigung dieser Bahn gegen den Erdäquator liegt bei 12° 03&#8242; 52,45&#8243; (geplant 12° 10&#8242; 59,00&#8243;).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als abgetrennte Satellitenmasse nennen <a href="https://web.archive.org/web/20210614215013/http://www.khrunichev.ru/main.php?id=1&amp;nid=3359" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Chrunitschew</a> und <a href="https://www.eutelsat.com/satellite-network/geo-fleet" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Eutelsat</a> rund 5.612 kg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten, der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern <a href="https://www.airbus.com/en/products-services/space" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Airbus Space</a>, ist jetzt für Überwachung und Steuerung des Satelliten zuständig. Er wird sich um die erforderlichen Bahnanhebungsmanöver und eine Positionierung im Geostationären Orbit (GEO) rund 35.786 Kilometer über der Erde kümmern und den raumflugtechnischen Teil sowie die Kommunikationsnutzlast intensiven Tests unterziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Flug in den GEO wurde der Satellit mit einem Apogäumsmotor ausgestattet. Außerdem besitzt der Erdtrabant für Bahnanpassungen und Lageregelung 14 zehn Newton starke Zweistofftriebwerke des Typs S10-18 von Airbus Defence and Space.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Inbetriebnahmephase mit den erforderlichen Tests und der Positionierung bei 9 Grad Ost im GEO in Kolokation mit <a href="https://www.raumfahrer.net/ka-sat-auf-proton-m-gestartet/" data-wpel-link="internal">KA-SAT</a> und als Ersatz für EUTELSAT 9A werden Überwachung und Kontrolle des Satelliten an Eutelsat übergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Eutelsat-Kontrollzentrum in Rambouillet rund 50 km südwestlich von Paris überwacht und gesteuert, wird schließlich die Ausstrahlung von Radio- und Fernsehprogrammen für Nutzer in baltischen und skandinavischen Staaten, in Deutschland, Italien, Griechenland und der Ukraine aufgenommen werden und die Versorgung von Kabelkopfstationen beginnen. Dabei will man eine große, Europa abdeckende Ausleuchtzone und vier regionale Ausleuchtzonen realisieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/EDRSALCTtestTesatSpacecom500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/EDRSALCTtestTesatSpacecom260.jpg" alt=""/></a><figcaption>TESAT LCT im Test<br>(Bild: TESAT Spacecom)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Anforderungen gerecht zu werden, wurde der auf dem Satellitenbus Eurostar 3000 basierende EUTELSAT 9B mit einer Kommunikationsnutzlast mit 56 gleichzeitig einsetzbaren K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgerüstet und auf eine Betriebsdauer von 15 Jahren ausgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommunikationsnutzlast und raumflugtechnische Systeme werden von zwei Solarzellenauslegern mit Energie versorgt. Sie stellen zusammen maximal rund 12 kW elektrische Leistung zur Verfügung und geben dem Satelliten eine Gesamtspannweite von rund 31 Metern. Der Energiespeicherung dienen Lithiumionenakkumulatoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Kommunikationsnutzlast für Eutelsat befindet sich an Bord des Satelliten außerdem eine Nutzlast für das Weltraumsegment des europäischen Datenrelaissatellitensystems (European Data Relay System, EDRS).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Aufbau des europäischen Datenrelais- und Kommunikationssatellitensystems hatte die ESA-Ministerratskonferenz 2008 im niederländischen Den Haag beschlossen. Industrieunternehmen aus der Raumfahrtbranche setzen den Beschluss mit maßgeblicher Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (<a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2016/20160130_startschuss-fuer-europas-datenautobahn-im-all_16570" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR</a>) um.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tesatlcte9bAirbusDefenceandSpaceSAS1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/tesatlcte9bAirbusDefenceandSpaceSAS260.jpg" alt=""/></a><figcaption>TESAT LCT vor der Integration in EUTELSAT 9B<br>(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Airbus Defence and Space ist als Hauptauftragnehmer der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) tätig und organisiert Aufbau und Betrieb. Außerdem fungiert das Unternehmen als Mit-Finanzier, Eigentümer und Vermarkter des EDRS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das rund 500 Millionen Euro kostende System soll künftig eine schnellere und breitbandigere Weiterleitung von Informationen zwischen wissenschaftlichen Raumfahrzeugen, Anwendungssatelliten, anderen Vehikeln wie unbemannten Drohnen sowie den Bodenstationen ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die europäischen Erdbeobachtungssatelliten-Paare der Reihen Sentinel 1 und Sentinel 2 beispielsweise sind mit Laserkommunikationsterminals (Laser Communication Terminal, LCT) ausgestattet, mit deren Hilfe sie zeitkritische Daten, z.B. solche zur Unterstützung bei Katastrophenfällen und große Datenmengen mit großer Geschwindigkeit (bis 1,8 Gigabit pro Sekunde) zu einem EDRS-Satelliten an einer fixen Position im GEO schicken können, der in der Lage ist, sie unmittelbar an eine EDRS-Bodenstation zu funken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sentinel-Erdbeobachter müssen demnächst also nicht mehr mit einer der eigenen Bodenstation in Kiruna (Schweden), Redu (Belgien) oder Svalbaard (Norwegen) in Verbindung stehen, um gewonnene Daten weiterzuleiten. Mit einer der genannten Stationen können die Satelliten nur für maximal rund 10 Minuten Verbindung halten, während sie sich über der Erdoberfläche bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) soll künftig vom EDRS profitieren. Ab 2018 will man EDRS für eine zusätzliche Bewegtbild- und Datenverbindung von der ISS zum Erdboden einsetzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/EDRSAintegrationoflctAirbusDefenceandSpaceSAS1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/EDRSAintegrationoflctAirbusDefenceandSpaceSAS260.jpg" alt=""/></a><figcaption>LCT (Mitte links) auf dem Topdeck von<br>EUTELSAT 9B<br>(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.tesat.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">TESAT Spacecom</a> GmbH aus Backnang, eine Tochter von Airbus Defence and Space, baut die Datenrelais- und Kommunikationsnutzlasten für die EDRS-Satelliten. Diese besteht aus einem LCT und einem im K<sub>a</sub>-Band arbeitenden Kommunikationssystem. Das LCT will man für Datenverbindungen zwischen dem Kommunikationssatelliten und anderen entsprechend ausgerüsteten Raumfahrzeugen einsetzen, die K<sub>a</sub>-Band-Komponenten sind insbesondere für die Verbindung mit entsprechend ausgerüsteten Bodenstationen vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die EDRS-Nutzlast von EUTELSAT 9B, die im EDRS-Netz die Bezeichnung EDRS-A trägt, gibt es K<sub>a</sub>-Band-Empfangsstationen im oberbayerischen Weilheim rund 35 km südwestlich von München und in Harwell in Großbritannien. Um Telemetrie und die Übertragung von Daten mit einer bedarfsgerechten Vorprogrammierung der EDRS-Nutzlast an den Satelliten wird sich ein Eutelsat-Kontrollzentrum kümmern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die EDRS-A-Nutzlast sicher betreiben zu können, erfuhren der zu Grunde liegende Satellitenbus und das von TESAT Spacecom gelieferte LCT der zweiten Generation gewisse Anpassungen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/e9bmistralchamberAirbusDefenceandSpace1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/e9bmistralchamberAirbusDefenceandSpace260.jpg" alt=""/></a><figcaption>EUTELSAT 9B in Testkammer in Toulouse<br>(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Grund der für die Übertragung von Informationen per Laserlicht erforderliche Präzision ist das LCT bei der Ausrichtung auf eine möglichst vibrationsfreie Arbeitsumgebung und genaue Kenntnis von Zeitbasis und Lage im Raum angewiesen. Mechanische- und Datenschnittstellen mussten deshalb entsprechend adaptiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abführung von Wärme des LCT dienen zwei Radiatoren, die an zwei Seiten des der Erde im Regelbetrieb dauerhaft zugewandten sogenannten Top- oder Erddecks des rund 6,8 Meter hohen Satellitengrundkörpers angebracht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das LCT selbst ist mit seiner eigenen Basisplatte (Frame Unit System, FUS) auf einer zusätzlichen Grundplatte auf dem Topdeck mit Füßen aus einem speziellen Elastomer (einem elastischen Kunststoff) montiert, die zusätzliche Grundplatte selbst besteht ebenfalls aus extra ausgesuchtem Material. Airbus Defence and Space bezeichnet das Montagesystem als Payload Elastomer Mounting System (PEMS).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Airbus Defence and Space, seinerzeit noch unter dem Namen Astrium firmierend, war im Oktober 2011 mit dem Bau von EUTELSAT 9B beauftragt worden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/e9bopencontainerAirbusDefenceandSpaceSAS1500.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/e9bopencontainerAirbusDefenceandSpaceSAS260.jpg" alt=""/></a><figcaption>EUTELSAT 9B im Transportcontainer &#8211; auf dem<br> Topdeck Richtung Wandseite die LCT-Radiatoren<br>(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Integration und Tests des Satelliten erfolgten im Airbus-Werk Toulouse in Frankreich. Dort erfolgten im Juni 2014 auch umfangreiche Untersuchungen des Satelliten in einer Temperatur- und Vakuumkammer, an denen sich auch Mitarbeiter von TESAT Spacecom beteiligten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im November 2015 verließ ein Transport mit EUTELSAT 9B Toulouse und erreichte nach wenigen Tagen das in Kasachstan gelegene Kosmodrom Baikonur. Am 21. November 2015 gelangte der Satellit schließlich in das Gebäude für die Startvorbereitungen auf dem Gelände des Kosmodroms.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch Spezialisten von Airbus Stevenage (Großbritannien), wo das chemische Antriebssystem des Satelliten entstand, erfolgte die Betankung des Satelliten in Baikonur. Jeweils zwei Tage, unterbrochen von einer eintägigen Umbaupause, wurden für die Arbeiten zum Befüllen der in Bremen entstandenen Tanks mit NTO und dann mit MMH benötigt. Am 11. Dezember 2015 meldete ILS, dass die Arbeiten zur Betankung des Satelliten abgeschossen wurden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/eutelsat9bastrium1500.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/eutelsat9bastrium260.jpg" alt=""/></a><figcaption>EUTELSAT 9B im All &#8211; Illustration<br>(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte Dezember 2015 wurde EUTELSAT 9B auf die Oberstufe Breeze-M aufgesetzt. Später wurde die Nutzlastverkleidung um die Orbitaleinheit verschlossen und die Einheit anschließend mit der Proton-M verbunden. Die Aufstellung bzw. Aufrichtung der vollständigen Rakete auf dem Startplatz erfolgte schließlich an 26. Januar 2016.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächsten Satelliten für Eutelsat, die 2016 Bahnen um die Erde erreichen sollen, sind EUTELSAT 65 West A und EUTELSAT 117 West B.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste EDRS-Nutzlast befindet sich an Bord eines Hylas 3 bzw. EDRS-C genannten Satelliten. Letzter entsteht basierend auf <a href="https://www.ohb-system.de/edrs-c.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">OHB</a>s SmallGEO-Plattform und wird voraussichtlich im Jahre 2017 in den Weltraum transportiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EUTELSAT 9B ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.310 und als COSPAR-Objekt 2016-005A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14027.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Eutelsat 9B / EDRS A auf Proton-M / Breeze-M</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Express-AMU 1 von Proton-M ins All transportiert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/express-amu-1-von-proton-m-ins-all-transportiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Dec 2015 09:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus Defence and Space]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Briz-M]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[Eutelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Express]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[RSCC]]></category>
		<category><![CDATA[Satellitenbus Eurostar E3000]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=10044</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 24. Dezember 2015 startete von der Rampe 200/39 des Raumfahrtzentrums Baikonur eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Express-AMU 1 für die Russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) in den Weltraum zu bringen. Autor: Thomas Weyrauch. Quelle: Airbus Defence and Space, Chrunitschew, Eutelsat, Roskosmos, RSCC. Der Start wurde nicht unter der Ägide [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Am 24. Dezember 2015 startete von der Rampe 200/39 des Raumfahrtzentrums Baikonur eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Express-AMU 1 für die Russische föderale Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) in den Weltraum zu bringen.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.    Quelle: Airbus Defence and Space, Chrunitschew, Eutelsat, Roskosmos, RSCC.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/1956911333exmu1rosc.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/1956911333exmu1rosc260.jpg" alt="" class="wp-image-10047"/></a><figcaption>Proton-M-Start am 24. Dezember 2015<br> (Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start wurde nicht unter der Ägide des internationalen Vermarkters von Proton-Raketen International Launch Service (ILS) abgewickelt, RSCC hat den Start des Satelliten unmittelbar beim Raketenhersteller Chrunitschew beauftragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als exakten Startzeitpunkt für den 7. erfolgreichen Proton-Flug im Jahr 2015 und den 409. insgesamt nennt Chrunitschew 0:31 Uhr und 18,969 Sekunden Moskauer Zeit am 25.12. (23:31 Uhr und 18,969 Sekunden MEZ am 24.12.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Express-AMU 1 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 10 Minuten nach dem Abheben. Anschließend war es Aufgabe der ebenfalls von Chrunitschew gebauten Oberstufe, erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen und dann das Erreichen des vorgesehenen Zielorbits sicherzustellen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ExpressAMU1Airbusimage800airbus.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ExpressAMU1Airbusimage260airbus.jpg" alt="" class="wp-image-10050"/></a><figcaption>Express-AMU 1 beim Hersteller<br> (Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand rund 9 Stunden und 12 Minuten nach dem Abheben um 9:43 Uhr Moskauer Zeit und 19,322 Sekunden am 25. Dezember 2015 statt (7:43 Uhr MEZ und 19,322 Sekunden). Er verlief nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde&nbsp;<a href="https://web.archive.org/web/20220823113510/https://www.roscosmos.ru/21901/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Roskosmos</a>&nbsp;sauber und auf der vorgesehenen Bahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13493.msg348924#msg348924" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chrunitschew</a>&nbsp;gab allerdings zwischenzeitlich Daten heraus, nach denen das Apogäum &#8211; der erdfernste Bahnpunkt &#8211; und das Perigäum &#8211; der der Erde nächstliegende Bahnpunkt &#8211; des erreichten Orbits merklich niedriger als geplant ausfielen. Nach Berechnungen von Chrunitschew geriet das Apogäum 1.654,56 km niedriger als beabsichtigt, und das Perigäum 640,39 km niedriger als vorgesehen. Möglicherweise liegt hier aber nur ein Irrtum hinsichtlich der präsentierten Daten vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten, der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus Defence and Space, ist jetzt für Überwachung und Steuerung des Satelliten zuständig. Er wird sich um die erforderlichen Bahnanhebungsmanöver und eine Positionierung im Geostationären Orbit (GEO) rund 35.786 Kilometer über der Erde kümmern und den raumflugtechnischen Teil sowie die Kommunikationsnutzlast intensiven Tests unterziehen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/expressamu1containerairbus500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/expressamu1containerairbus260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Express-AMU 1 in Toulouse vor dem Transport nach Baikonur<br>(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Flug in den GEO wurde der Satellit mit einem Apogäumsmotor ausgestattet. Außerdem besitzt der Erdtrabant für Bahnanpassungen und Lageregelung 14 zehn Newton starke Zweistofftriebwerke des Typs S10-21 von Airbus Defence and Space.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Inbetriebnahmephase mit den erforderlichen Tests werden Überwachung und Kontrolle des zur Versorgung des europäischen Teils von Russland und Gebieten südlich der Sahara gedachten Satelliten an RSCC übergeben. Im Februar 2016 soll dann die Ausstrahlung von Radio- und Fernsehprogrammen und die Bereitstellung der vorgesehenen Kommunikationsdienste beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der Kapazitäten des Satelliten wurde von RSCC bereits an Eutelsat vergeben. Dieses europäische Unternehmen will den Satelliten unter der Bezeichnung EUTELSAT 36C vermarkten, und so die Kapazitäten von EUTELSAT 36A absichern und erweitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bau von Express-AMU 1 wurde im Rahmen des Zehn-Jahres-Plans von 2006-2015 am 22. Oktober 2005 mit dem russischen Regierungsdekret Nr. 635 beschlossen. Zur Finanzierung des Satelliten bediente man sich in Russland Krediten der Aktiengesellschaft Gazprombank (&#8222;Gazprombank (Joint Stock Company)&#8220;, abgekürzt Bank GPB (JSC)). Als künftige Betreiberin des bei 36 Grad Ost im GEO einzusetzenden Raumfahrzeugs mit einer Startmasse von rund 5.900 Kilogramm wurde RSCC beauftragt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ExpressAMU1smartairbus600.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="147" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ExpressAMU1smartairbus260.jpg" alt="" class="wp-image-10054"/></a><figcaption>Express-AMU 1 im All &#8211; Illustration <br>(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bestellt hatte RSCC den damals auf eine Startmasse von rund 5.700 Kilogramm veranschlagten Satelliten bei Airbus Defence and Space bzw. Astrium im Mai 2013. Der Auftragswert wurde seinerzeit auf etwa 6,35 Milliarden Rubel bzw. rund 210 Millionen US-Dollar beziffert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den geplanten Anforderungen gerecht zu werden, wurde der auf dem Satellitenbus Eurostar 3000 basierende Express-AMU 1 mit einer über 15 kW leistenden Kommunikationsnutzlast mit 18 K<sub>a</sub>-Band und 52 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgerüstet, und auf eine Betriebsdauer von 15 Jahren ausgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Unternehmensteil von Airbus Defence and Space in Spanien war zuständig für Entwurf und Konstruktion der vier ausklappbaren Antennenreflektoren von Express-AMU 1. Einer der Reflektoren besitzt einen Durchmesser von rund 2,8 Metern und ist damit nach Angaben seines Herstellers der größte derartige in Europa gefertigte Reflektor.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/amu1png2rscc.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/amu1png2rscc260.jpg" alt="" class="wp-image-10049"/></a><figcaption>Express-AMU 1 &#8211; Illustration
(Bild: RSCC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls in Spanien entstand Kommunikationshardware, die auf dem sogenannten &#8222;top floor&#8220; oder &#8222;top deck&#8220;, der Seite des Satellitengrundkörpers, die im Regelbetrieb ständig Richtung Erdoberfläche ausgerichtet ist, untergebracht ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herstellung der Verkabelung für die Kommunikationsnutzlast und umfangreiche Tests von Nutzlastbestandteilen nahm Airbus Defence and Space in seinem Werk in Barajas, einem Stadtteil von Spaniens Hauptstadt Madrid, vor. In der Kommunikationsnutzlast kommen u.a. auch Komponenten von NEC aus Japan zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der endgültige Zusammenbau und notwendige Abschlusstests des Satelliten erfolgten im Airbus-Werk Toulouse in Frankreich. Im November 2015 verließ ein Transport mit Express-AMU 1 Toulouse, und erreichte nach wenigen Tagen das in Kasachstan gelegene Kosmodrom Baikonur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Express-AMU 1 alias EUTELSAT 36C wird voraussichtlich katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.191 und als COSPAR-Objekt 2015-082A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13493.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Express-AMU 1 auf Proton-M / Breeze-M</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Inmarsat 5 F3 auf Proton-M gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/inmarsat-5-f3-auf-proton-m-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2015 09:10:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Boeing]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[GTO]]></category>
		<category><![CDATA[I-5 F3]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Inmarsat]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. August 2015 startete von der Rampe 200/39 des russischen, auf kasachischem Boden gelegenen Raumfahrtzentrums Baikonur eine vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarktete Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Inmarsat 5 F3 für Inmarsat in den Weltraum zu bringen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boeing, Chrunitschew, Harris, ILS, Inmarsat, Raumfahrer.net, Roskosmos. Nach [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 28. August 2015 startete von der Rampe 200/39 des russischen, auf kasachischem Boden gelegenen Raumfahrtzentrums Baikonur eine vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarktete Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Inmarsat 5 F3 für Inmarsat in den Weltraum zu bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Boeing, Chrunitschew, Harris, ILS, Inmarsat, Raumfahrer.net, Roskosmos.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/I5F3lauILSinmarsat800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/I5F3lauILSinmarsat300.jpg" alt="" class="wp-image-17800" width="300" height="169"/></a><figcaption>Proton-M-Start mit Inmarsat 5 F3 an Bord
(Bild: ILS/Inmarsat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Flugzeit von rund 15,5 Stunden (15 Stunden und 31 Minuten nach Angaben der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos) wurde der Satellit erfolgreich auf der vorgesehenen Erdumlaufbahn ausgesetzt. Die Mission war die 3. erfolgreiche einer von ILS vermarkteten Proton im Jahre 2015, sowie die 90. einer von ILS vermarkteten Proton insgesamt. Bezogen auf alle jemals gestarteten Proton-Raketen war es der 4. Satellit von Inmarsat auf einer Proton und die 405. Mission dieses Raketengrundtyps insgesamt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als exakter Startzeitpunkt wird 14:44 Uhr und 00 Sekunden Moskauer Zeit genannt (13:44 Uhr und 00 Sekunden MESZ). Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Inmarsat 5 F3 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten und 42 Sekunden später um 14:53 Uhr Moskauer Zeit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/121576581rosc.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/121576581rosc260.jpg" alt="" class="wp-image-17799" width="260" height="390" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/121576581rosc260.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/121576581rosc260-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>Proton-M mit Inmarsat 5 F3 im Flug
(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-Rakete von Chrunitschew gebauten Oberstufe, mit insgesamt fünf Brennphasen erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen, und dann das Erreichen des vorgesehenen supersynchronen Zielorbits (SSTO, super-synchronous transfer orbit) sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand um 6:15 Uhr Moskauer Zeit am 29. August 2015 statt (5:15 Uhr MESZ) und verlief nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos sauber und auf der vorgesehenen Bahn. Der Raketenhersteller Chrunitschew nannte ein Aussetzten rund 18,9 Sekunden vor dem geplanten Zeitpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den ausgesetzten Satelliten meldete Chrunitschew folgende Orbitparameter in Ist geschätzt / Soll / Abweichung:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Periode &#8211; Zeit für einen Erdumlauf [h:m:s]<br>22:59:21,0 / 22:59:22,5 / 0:0:1,4</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inklination &#8211; Neigung der Bahn gegen den Erdäquator<br>26° 51&#8242; 44&#8243; / 26° 44&#8242; 57&#8243; / 0° 6&#8242; 47&#8243;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perigäum &#8211; erdnächster Bahnpunkt [km]<br>4.331,08 / 4.345,12 / 14,05</p>



<p class="wp-block-paragraph">Apogäum &#8211; erdfernster Bahnpunkt [km]<br>65.020,01 / 65.006,92 / 13,09</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten, der US-amerikanische Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing, bestätigte das planmäßige Funktionieren des in Boeings Werk in El Segundo im Bundesstaat Kalifornien gebauten Raumfahrzeugs, nachdem es im All ausgesetzt worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der erreichten supersynchronen Übergangsbahn muss sich Inmarsat 5 F3 nun mit eigener Kraft in den Geostationären Orbit (GEO) manövrieren. Damit das gelingen kann, wird der 445 Newton starke, High Performance Apogee Thruster (HiPAT) genannte Apogäumsmotor vom Typ R-4D-15 von Aerojet Rocketdyne an Bord des Satelliten mehrere Brennphasen absolvieren müssen. Die Tanks des Satelliten wurden mit rund 2.200 kg Treibstoffen befüllt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07inmarsat-5-3F-Gross.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07inmarsat5f3tsenki300.jpg" alt="" class="wp-image-17797" width="300" height="200"/></a><figcaption>Inmarsat 5 F3 auf Breeze-M-Oberstufe in Baikonur
(Bild: Tsenki)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Inmarsat 5 F3 ist ein auf dem Satellitenbus Boeing 702HP basierendes Raumfahrzeug. Als künftiger Betreiber des bei 180 bzw. 179,7 Grad West im GEO einzusetzenden Erdtrabanten mit einer Startmasse von rund 6.100 kg (ausgesetzte Masse laut ILS 6.070 kg, Masse bei Betriebsbeginn im GEO 3.750 kg) fungiert Inmarsat, ein Unternehmen, das bereits seit Jahrzehnten von Boeing gebaute Raumfahrzeuge einsetzt, um insbesondere auf und über den Weltmeeren verkehrenden Fahrzeugen und in abgelegenen Regionen der Erde mobilen Menschen Kommunikationsverbindungen zur Verfügung zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Erdtrabant ist der dritte einer Serie von vier Satelliten (inkl. eines Reservesatelliten), mit denen Inmarsat eine weltweite Abdeckung der angebotenen Dienste erreichen möchte. Boeing spricht in einer Präsentation von August 2014 von einer Konstellation aus drei Satelliten mit einer Option auf weitere zwei. Nach Angaben von Inmarsat aus dem Jahre 2013 investiert Inmarsat in das Satellitensystem rund 1,2 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inmarsat-5-Satelliten sollen das neue, Global Xpress genannte Kommunikationsnetzwerk von Inmarsat unterstützen. Kunden in den Bereichen Luft- und Seefahrt, Regierung, Energieerzeugung und aus anderen Gewerben könnten laut Inmarsat von mobilen Breitbandkommunikationsverbindungen profitieren. Die dafür an Bord der Satelliten untergebrachten Kommunikationsnutzlasten besitzen hinsichtlich der sogenannten Global Payload jeweils 89 K<sub>a</sub>-Band-Transponder. Ist Global Xpress vollständig, soll es 216 auf die eingebundenen Satelliten verteilte Ausleuchtzonen umfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pro Satellit sind unter dem Titel High Capacity Payload (HCP) zusätzlich sechs unabhängig von einander ansteuerbare und hinsichtlich ihrer Ausrichtung änderbare Ausleuchtzonen möglich. Jede dieser Ausleuchtzonen kann dabei von 130 Watt starken Wanderfeldröhrenverstärkern in der Kommunikationsnutzlast versorgt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Inmarsat5satelliteBoeing.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Inmarsat5satelliteBoeing300.jpg" alt="" class="wp-image-17803" width="300" height="212"/></a><figcaption>Inmarsat-5-Raumfahrzeug über der Erde &#8211; Illustration
(Bild: Boeing)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die für die HCP erforderlichen Antennen an Bord lieferte die US-amerikanische Harris Corporation. Sie werden von Harris als Gimbal Dish Antenna (GDA) bezeichnet, was soviel wie schwenkbare Antennenschüssel bedeutet. Die HCPs sind laut Boeing so gestaltet, das mit ihnen im Bedarfsfall das Wideband Global Satcom (WGS, ursprünglich Wideband Gapfiller Satellites) genannte Satellitenkommunikationssystem des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums verstärkt werden kann. Dessen Raumfahrzeuge wurden ebenfalls von Boeing gebaut und besitzen eine ähnliche Grundkonstruktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechend der Auslegungsbetriebszeit der Satelliten will Inmarsat auch den Inmarsat 5 F3 mindestens 15 Jahre lang einsetzen. Einen ressourcensparenden Betrieb des Satelliten werden elektrische, Xenon ausstoßende Lageregelungstriebwerke eines XIPS für xenon ion propulsion system genannten Antriebssystems ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Lageregelung und Bahnerhalt verfügt der Satellit außerdem über vier axiale chemische Triebwerke mit einem Nominalschub von 22 Newton und 4 radiale chemische Triebwerke mit einem Nominalschub von 10 Newton.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Versorgung des Satelliten mit Strom finden zwei Solarzellenausleger mit jeweils fünf Segmenten Verwendung, die zu Beginn der Mission maximal rund 15 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen und bei Missionsende immer noch rund 13,8 Kilowatt. Sie geben dem Satelliten eine Spannweite von rund 33,8 Metern. Der Speicherung elektrischer Energie an Bord dienen zwei Lithium-Ionen-Akkumulatorensätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inmarsat 5 F3 wird voraussichtlich katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.882 und als COSPAR-Objekt 2015-042A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13532.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Inmarsat-5 F3 auf Proton-M/Briz-M</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erster Proton-Start 2015 wurde ein Erfolg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erster-proton-start-2015-wurde-ein-erfolg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2015 09:35:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[702HP]]></category>
		<category><![CDATA[Boeing]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[HiPAT]]></category>
		<category><![CDATA[I-5 F2]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Inmarsat]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=40846</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 1. Februar 2015 startete von der Rampe 200/39 des russischen, auf kasachischem Boden gelegenen Raumfahrtzentrums Baikonur eine vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarktete Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Inmarsat 5 F2 für Inmarsat in den Weltraum zu bringen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boeing, Chrunitschew, Harris, ILS, Inmarsat, Roskosmos. Nach einer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 1. Februar 2015 startete von der Rampe 200/39 des russischen, auf kasachischem Boden gelegenen Raumfahrtzentrums Baikonur eine vom Startanbieter International Launch Services (ILS) vermarktete Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Inmarsat 5 F2 für Inmarsat in den Weltraum zu bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boeing, Chrunitschew, Harris, ILS, Inmarsat, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="266" height="178"/></a><figcaption>
Proton mit Inmarsat 5 F2 nach dem Aufrichten &#8230; 
<br>
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; kurz nach dem Abheben &#8230; 
<br>
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Flugzeit von rund 15,5 Stunden (laut ILS 15 Stunden 31 Minuten) wurde der Satellit erfolgreich auf der vorgesehenen Erdumlaufbahn ausgesetzt. Die Mission war die erste einer von ILS vermarkteten Proton im Jahre 2015 und gleichzeitig die erste in 2015 überhaupt, sowie die 88. einer von ILS vermarkteten Proton insgesamt. Bezogen auf alle jemals gestarteten Proton-Raketen war es die 402. Mission dieses Raketentyps.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als exakter Startzeitpunkt wird 15:31 Uhr und 00 Sekunden Moskauer Zeit genannt (13:31 Uhr und 00 Sekunden MEZ). Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Inmarsat 5 F2 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten und 42 Sekunden später um 15:40 Uhr Moskauer Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-Rakete von Chrunitschew gebauten Oberstufe, mit insgesamt fünf Brennphasen erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen, und dann das Erreichen des vorgesehenen supersynchronen Zielorbits (SSTO, super-synchronous transfer orbit) sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand um 7:02 Uhr Moskauer Zeit am 2. Februar 2015 statt (5:02 Uhr MEZ) und verlief nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos sauber und auf der vorgesehenen Bahn. Der Raketenhersteller Chrunitschew nannte ein Aussetzten rund 19,4 Sekunden vor dem geplanten Zeitpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den ausgesetzten Satelliten meldete Chrunitschew folgende Orbitparameter in Ist geschätzt / Soll / Abweichung:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und im Flug.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Periode &#8211; Zeit für einen Erdumlauf [h:m:s]22:57:9,1 / 22:59:22,5 / 0:2:13,4</p>



<p class="wp-block-paragraph">Große Halbachse des erreichten Orbits [km]



<p class="wp-block-paragraph">41.002,91 / 41.047,02 / 44,11</p>



<p class="wp-block-paragraph">Exzentrizität0,7395027 / 0,7389306 / 0,0005721</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inklination &#8211; Neigung der Bahn gegen den Erdäquator</p>



<p class="wp-block-paragraph">26 °39 &#8217;53 &#8220; / 26 °44 &#8217;57 &#8220; / 0 °5 &#8218;4 &#8222;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perigäum &#8211; erdnächster Bahnpunkt [km]4.310,15 / 4.345,12 / 34,97</p>



<p class="wp-block-paragraph">Apogäum &#8211; erdfernster Bahnpunkt [km]



<p class="wp-block-paragraph">64.953,68 / 65.006,92 / 53,24</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten, der US-amerikanische Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing, bestätigte das planmäßige Funktionieren des in Boeings Werk in El Segundo im Bundesstaat Kalifornien gebauten Raumfahrzeugs, nachdem es im All ausgesetzt worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der erreichten supersynchronen Übergangsbahn muss sich Inmarsat 5 F2 nun mit eigener Kraft in den Geostationären Orbit (GEO) manövrieren. Damit das gelingen kann, wird der 445 Newton starke, High Performance Apogee Thruster (HiPAT) genannte Abpogäumsmotor vom Typ R-4D-15 von Aerojet Rocketdyne an Bord des Satelliten mehrere Brennphasen absolvieren müssen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_small_4.jpg" alt="Inmarsat" width="260"/></a><figcaption>
Inmarsat 5 F2 (links) und 5 F1 (rechts) beim Hersteller  
<br>
(Bild: Inmarsat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Inmarsat 5 F2 ist ein auf dem Satellitenbus Boeing 702HP basierendes Raumfahrzeug. Als künftiger Betreiber des bei 55 Grad West im Geostationären Orbit einzusetzenden Erdtrabanten mit einer Startmasse von rund 6.104 kg (ausgesetzte Masse laut ILS 6.070 kg, Leermasse 3.663 kg) fungiert Inmarsat, ein Unternehmen, das bereits seit Jahrzehnten von Boeing gebaute Raumfahrzeuge einsetzt, um insbesondere auf und über den Weltmeeren verkehrenden Fahrzeugen und in abgelegenen Regionen der Erde mobilen Menschen Kommunikationsverbindungen zur Verfügung zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nun seit wenigen Tagen im All die Erde umrundende Trabant ist der zweite einer Serie von vier Satelliten (inkl. eines Resveresatelliten), mit denen Inmarsat eine weltweite Abdeckung der angebotenen Dienste erreichen möchte. Boeing spricht in einer Präsentation von August 2014 von einer Konstellation aus drei Satelliten mit einer Option auf weitere zwei. Nach Angaben von Inmarsat aus dem Jahre 2013 investiert Inmarsat in das Satellitensystem rund 1,2 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Inmarsat-5-Satelliten sollen das neue, Global Xpress genannte Kommunikationsnetzwerk von Inmarsat unterstützen. Kunden in den Bereichen Luft- und Seefahrt, Regierung, Energieerzeugung und aus anderen Gewerben könnten laut Inmarsat von mobilen Breitbandkommunikationsverbindungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s profitieren. Die dafür an Bord der Satelliten untergebrachten Kommunikationsnutzlasten besitzen hinsichtlich der sogenannten Global Payload jeweils 89 K<sub>a</sub>-Band-Transponder. Ist Global Xpress vollständig, soll es 216 auf die eingebundenen Satelliten verteilte Ausleuchtzonen umfassen.
<br>
Pro Satellit sind unter dem Titel High Capacity Payload (HCP) zusätzlich sechs unabhängig von einander ansteuerbare und hinsichtlich ihrer Ausrichtung änderbare Ausleuchtzonen möglich. Jede dieser Ausleuchtzonen kann dabei von 130 Watt starken Wanderfeldröhrenverstärkern in der Kommunikationsnutzlast versorgt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015103515_small_5.jpg" alt="Boeing" width="260"/></a><figcaption>
Inmarsat-5-Satellit über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Boeing)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die für die HCP erforderlichen Antennen an Bord lieferte die US-amerikanische Harris Corporation. Sie werden von Harris als Gimbal Dish Antenna (GDA) bezeichnet, was soviel wie schwenkbare Antennenschüssel bedeutet. Die HCPs sind laut Boeing so gestaltet, das mit ihnen im Bedarfsfall das Wideband Global Satcom (WGS, ursprünglich Wideband Gapfiller Satellites) genannte Satellitenkommunikationssystem des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums verstärkt werden kann. Dessen Raumfahrzeuge wurden ebenfalls von Boeing gebaut und besitzen eine ähnliche Grundkonstruktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechend der Auslegungsbetriebszeit der Satelliten will Inmarsat auch den Satelliten 5 F2 mindestens 15 Jahre lang einsetzen. Einen ressourcensparenden Betrieb des Satelliten werden unter anderem elektrische, Xenon ausstoßende Lageregelungstriebwerke eines XIPS für xenon ion propulsion system genannten Antriebssystems ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Versorgung des Satelliten mit Strom finden zwei Solarzellenausleger mit jeweils fünf Segmenten Verwendung, die zu Beginn der Mission maximal rund 15 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen und bei Missionsende immer noch rund 13,8 Kilowatt. Sie geben dem Satelliten eine Spannweite von rund 33,8 Metern. Der Speicherung elektrischer Energie an Bord dienen zwei Lithium-Ionen-Akkumulatorensätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inmarsat 5 F2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.384 und als COSPAR-Objekt 2015-005A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/proton-m-startet-mit-inmarsat-5-f1/" data-wpel-link="internal">Proton-M startet mit Inmarsat 5 F1</a> 8. Dezember 2013</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/inmarsat-5-start-der-satelliten-auf-proton-m-raketen/" data-wpel-link="internal">Inmarsat 5: Start der Satelliten auf Proton-M-Raketen</a> 2. August 2011</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/inmarsat-4f3-in-geosynchronem-orbit-angekommen/" data-wpel-link="internal">Inmarsat 4F3 in geosynchronem Orbit angekommen</a> 11. September 2008</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/inmarsat-4-f3-gestartet/" data-wpel-link="internal">Inmarsat 4 F3 gestartet</a> 19. August 2008</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13254.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Inmarsat 5 F2 auf Proton-M / Breeze-M</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/erster-proton-start-2015-wurde-ein-erfolg/" data-wpel-link="internal">Erster Proton-Start 2015 wurde ein Erfolg</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>Türksat 4A von Proton-M ins All transportiert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tuerksat-4a-von-proton-m-ins-all-transportiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2014 12:08:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[DS-2000]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Türksat]]></category>
		<category><![CDATA[Türksat 4A]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 14. Februar 2014 startete von der Rampe 81/24 des russischen Raumfahrtzentrums Baikonur eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Türksat 4A für den Betreiber Uydu Haberlesme Kablo TV ve Isletme A.S (Türksat) in den Weltraum zu bringen. Nach rund 9 Stunden und 13 Minuten Flugzeit wurde der Satellit erfolgreich im vorgesehenen Orbit ausgesetzt. Ein [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 14. Februar 2014 startete von der Rampe 81/24 des russischen Raumfahrtzentrums Baikonur eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Türksat 4A für den Betreiber Uydu Haberlesme Kablo TV ve Isletme A.S (Türksat) in den Weltraum zu bringen. Nach rund 9 Stunden und 13 Minuten Flugzeit wurde der Satellit erfolgreich im vorgesehenen Orbit ausgesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: aksam.com.tr, Chrunitschew, ILS, MELCO, muhabbetim.com, Raumfahrer.net, Roskosmos, Türksat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15022014130832_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15022014130832_small_1.jpg" alt="Türksat" width="260"/></a><figcaption>
Proton-M-Start mit Türksat 4A 
<br>
(Bild: Türksat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung über den Transport von Türksat 4A ins All hatten der kommerzielle Vermarkter der russischen Proton-Raketen, International Launch Services (ILS), und der Hersteller des Satelliten für Türksat, die Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) aus Japan, im April 2011 getroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als exakter Startzeitpunkt nach einem 11,5 Stunden dauernden Countdown wird für den 1. Proton-Flug für Türksat, den 1. Proton-Flug im Jahr 2014 und den 394. insgesamt 1:09 Uhr und 3 Sekunden Moskauer Zeit am 15. Februar genannt (22:09 Uhr und 3 Sekunden MEZ am 14. Februar). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus der Breeze-M-Oberstufe und Türksat 4A als Nutzlast von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten nach dem Abheben gegen 1:18 Uhr Moskauer Zeit. Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-Rakete von Chrunitschew gebauten Oberstufe, erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen, und dann das Erreichen des vorgesehenen Zielorbits sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des in seiner Transportkonfiguration 5,904 auf 2,36 auf 2,36 Meter großen Satelliten fand nach fünf Brennphasen der Oberstufe um 10:21 Uhr Moskauer Zeit am 15. Februar 2014 statt (7:21 Uhr MEZ) und verlief nach Angaben der Russischen Raumfahrtbehörde (Roskosmos) sauber und auf der vorgesehenen Bahn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erreicht wurde nach 9 Stunden, 12 Minuten und 41 Sekunden Flug ein Geotransferorbit mit einem Perigäum, also einem der Erde nächsten Bahnpunkt, von rund 9.674 Kilometern über der Erde und einem Apogäum, dem der Erde fernsten Bahnpunkt, von etwa 35.791 Kilometern über der Erde. Die noch abzubauende Inklination, das heißt die verbliebene Bahnneigung gegen der Erdäquator, beträgt rund 12,43 Grad. Um in den Geostationären Orbit zu kommen, werden einige Brennphasen des bordeigenen Zweistoff-Treibwerkssystems von Türksat 4A benötigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unmittelbar nach dem Aussetzen des Satelliten konnte ein Kontakt zum Kontrollzentrum Gölbaşı in Ankara hergestellt werden. Empfangene Telemetriedaten bestätigen das Entfalten der beiden Solarzellenausleger von Türksat 4A.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum Erreichen einer Position im Geostationären Orbit arbeitet ein Netz von Stationen in Afrika, Australien, Italien, Japan, Kanada und der Türkei zusammen, um die Kommunikation mit dem neuen Satelliten aufrecht zu erhalten. Rund neuneinhalb Tage soll es dauern, bis Türksat 4A den Geostationären Orbit erreicht hat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15022014130832_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15022014130832_small_2.jpg" alt="Türksat" width="260"/></a><figcaption>
Türksat 4A &#8211; Detailillustration
<br>
(Bild: Türksat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Geostationären Orbit angekommen will man unter der Ägide des Kontrollzentrums Gölbaşı zunächst bei 50 Grad Ost eine rund einen Monat dauernde Test- und Inbetriebnahmephase abwickeln. Nach rund drei Monaten im All und erfolgter Abnahme soll Türksat 4A dann die vorgesehene Einsatzposition bei 42 Grad Ost im Geostationären Orbit beziehen. Dort ist es dann seine Aufgabe, Kunden in Afrika, Europa, dem Mittleren Osten, sowie in Süd- und Zentralasien mit einer großen Bandbreite von Kommunikationsdiensten versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit ist unter anderem dazu gedacht, direkt empfangbare Radio- und Fernsehprogramme auszustrahlen und Breitband-Kommunikationsdienste bereitzustellen. Man hofft, die für Türksat 4A angestrengten Investitionen nach rund 5 Jahren kommerziellen Einsatzes wieder eingespielt zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erwartete Lebensdauer des auf dem DS-2000-Satellitenbus basierenden Erdtrabanten liegt nach Angaben seines Herstellers bei 15 Jahren. Die an Bord des Satelliten mitgeführten Betriebsstoffe sollen laut ILS eine theoretische Manövrierfähigkeit von 30 Jahren ermöglichen. 20 Jahre wurden ebenfalls genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Start betrug die Masse des Satelliten betankt rund 4.850 Kilogramm. Die Kommunikationsnutzlast hat an der Gesamtmasse einen Anteil von rund 800 Kilogramm. Sie umfasst eine Reihe C-, 2 K<sub>a</sub>-, 28 K<sub>u</sub>&#8211; und X-Band-Transponder, letztere zur Nutzung durch das türkische Militär.
<br>
Zur Versorgung der Satellitensysteme und der Kommunikationsnutzlast mit elektrischer Energie ist das Raumfahrzeug mit zwei Solarzellenauslegern aus je drei Elementen ausgestattet. Ihre elektrische Leistung beträgt zusammen 7.670 Watt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/eutelsat-33a-umzug-fuer-tuerksat/" data-wpel-link="internal">Eutelsat 33A: Umzug für Türksat</a> 31. Dezember 2013</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/melco-baut-turksat-4a-und-turksat-4b/" data-wpel-link="internal">MELCO baut Turksat 4A und Turksat 4B</a> 11. März 2011</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ariane-skynet-5c-turksat-3a-erfolgreich-gestartet/" data-wpel-link="internal">ARIANE &#8211; Skynet 5C &amp; Turksat 3A erfolgreich gestartet</a> 13. Juni 2008</li></ul>
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		<title>Astra 2E nimmt Regelbetrieb auf</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astra-2e-nimmt-regelbetrieb-auf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2014 11:34:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus Defence and Space]]></category>
		<category><![CDATA[Astra 2E]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[SES]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der europäische Kommunikationssatellitenbetreiber SES gab bekannt, dass sein Satellit Astra 2E zum 1. Februar 2014 den kommerziellen Einsatz an der vorgesehenen Position aufnimmt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Astrium, Chrunitschew, ILS, Karl-Heinz Krebs, SES, David Sullivan. Vertont von Peter Rittinger. Astra 2E war am 29. September 2013 von Baikonur in Kasachstan aus unter der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der europäische Kommunikationssatellitenbetreiber SES gab bekannt, dass sein Satellit Astra 2E zum 1. Februar 2014 den kommerziellen Einsatz an der vorgesehenen Position aufnimmt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Astrium, Chrunitschew, ILS, Karl-Heinz Krebs, SES, David Sullivan. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2014-02-04-58164.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Astra 2E war am 29. September 2013 von Baikonur in Kasachstan aus unter der Ägide des Startanbieters International Launch Services (ILS) auf einer Proton-M-Rakete von Chrunitschew in den Weltraum transportiert und nach neun Stunden und 12 Minuten Flugzeit am 30. September 2013 von einer Breeze-M-Oberstufe in einem Transferorbit ausgesetzt worden. 
<br>
Die erreichte Bahn wies laut Chrunitschew nach Kalkulationen ein Perigäum, also einen der Erde nächsten Bahnpunkt, von 4.152,70 Kilometern und ein Apogäum, den der Erde fernsten Bahnpunkt, von 35.760,75 Kilometern auf. Die Neigung der Bahn gegen den Erdäquator betrug etwa 23 Grad.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seinen eigenen Triebwerken bewältigte Astra 2E anschließend den Abbau der Restinklination und die Zirkularisierung seiner Bahn um die Erde. Für die dann anstehende Inbetriebnahmephase nahm der dreiachsstabilisierte Satellit eine Position bei 43,5 Grad Ost im Geostationären Orbit ein.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01022014123401_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01022014123401_small_1.jpg" alt="Astrium" width="260"/></a><figcaption>
Astra 2E in Antennentestkammer 
<br>
(Bild: Astrium)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Geostationären Orbit wurde der beim Start laut ILS rund 6.020 Kilogramm schwere, von EADS Astrium im französischen Toulouse gebaute und auf dem Eurostar-3000-Bus basierende Satellit in der Folge umfangreichen Inbetrieb- und Abnahmetests unterzogen. Nach deren erfolgreichen Abschluss versetzte man den Satelliten in Drift nach Westen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Januar 2014 befand sich Astra 2E noch im Bereich bei 43,5 Grad Ost im Geostationären Orbit, am 19. Januar wurde er bei 38,5 Grad Ost beobachtet, am 25. Januar bei 33,4 Grad Ost. Am 31. Januar befand sich der Satellit im Bereich bei 29 Grad Ost, sein Ziel ist eine Position im Bereich von 28,2 und 28,5 Grad Ost, wo SES ihn in Kolokation mit Astra 2A, Astra 2F und Astra 1N einsetzen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den 60 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern von Astra 2E adressiert SES Gebiete in Europa und dem Mittleren Osten. Mit ihrer Hilfe will man unter anderem speziell das Geschäft mit direkt ausgestrahlten Fernsehprogrammen für Großbritannien und Irland ausbauen, und sicherstellen, dass zahlreiche bisher europaweit von Astra 1N ausgestrahlte Programme britischer Anbieter über einen auf die britischen Inseln fokussierten Spotbeam von Astra 2E nur noch da empfangen werden können, wo es keine konkurrierenden Bezahlangebote gleichen Inhalts gibt.
<br>
Produktionen der britischen Rundfunk- und Fernsehanstalt BBC beispielsweise, die SES vom Bereich von 28,2 und 28,5 Grad Ost sendet, werden künftig in Deutschland, Österreich und der Schweiz nur noch schwer oder gar nicht mehr zu empfangen sein. Interessierte müsste gegebenenfalls auf die Aufstellung sehr grosser Antennen mit einem Schüsseldurchmesser im Bereich von 1,8 Metern zurückgreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von BBC, BSkyB, Channel4 und ITV ist bekannt, dass sie mit ihren Programmen auf deutlich enger ausgelegte Ausleuchtzonen via Astra 2E wechseln möchten. Für Empfänger in Großbritannien und Irland hat die Veränderung vermutlich den Vorteil einer höheren Signalstärke.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01022014123401_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01022014123401_small_2.jpg" alt="Astrium" width="260"/></a><figcaption>
Astra 2E im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Astrium)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn alle bisher über <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/astra-1n-hat-kommerziellen-betrieb-aufgenommen/" data-wpel-link="internal">Astra 1N</a> abgewickelten Ausstrahlungen und Dienste auf anderen Satelliten wie Astra 2E etabliert sind, wird SES den seit 2011 um die Erde kreisenden Astra 1N möglicherweise nach 19,2 Grad Ost im Geostationären Orbit verlegen. Dort musste Astra 1H, seit 1999 im All, wegen Problemen mit der Stromversorgung aus dem Betrieb genommen werden, den 2001 gestarteten Astra 2C verwendet man als Ersatz für 1H. Ob Astra 1N aber tatsächlich bei 19,2 Grad Ost genutzt werden wird, ist offen, zumal Astra 1H, der angeblich schon auf dem Weg in einen Friedhofsorbit war, zur Zeit bei 19,6 Grad Ost steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommunikationsnutzlast von Astra 2E besitzt neben den 60 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern auch 4 K<sub>a</sub>-Band-Transponder, welche die Versorgung Europas mit Breitbanddiensten erlauben. Mit ihnen will SES Astra 2E unter anderem nutzen, um Kunden via ASTRA2Connect Zugriff das Internet zu ermöglichen. Als Downlink-Datenrate für Endkunden in Deutschland nennt SES bis 20 Mbit/s.
<br>
Mindestens 15 Jahre lang soll sich der neue Satellit kommerziell nutzen lassen. Die projektierte maximale Leistungsabgabe der beiden Solarzellenausleger von Astra 2E beträgt am Ende der Auslegungsbetriebsdauer noch 13 Kilowatt. Die Ausleger geben dem Satelliten eine Spannweite von rund 40 Metern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Astra 2E ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.285 und als COSPAR-Objekt 2013-056A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kommunikationssatellit-astra-2e-im-all/" data-wpel-link="internal">Kommunikationssatellit Astra 2E im All</a> 30. September 2013</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ariane-5-soll-astra-2e-ins-all-transportieren/" data-wpel-link="internal">Ariane 5 soll Astra 2E ins All transportieren</a> 14. April 2011</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11779.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astra-2E auf Proton-M/Bris-M</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astra-2e-nimmt-regelbetrieb-auf/" data-wpel-link="internal">Astra 2E nimmt Regelbetrieb auf</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2014-02-04-58164.mp3" length="7633552" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Kommunikationssatellit Astra 2E im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kommunikationssatellit-astra-2e-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2013 10:41:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Astra 2E]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=37137</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 29. September 2013 hob gegen 23:38 Uhr MESZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 200/39 in Baikonur, Kasachstan ab, um den Kommunikationssatelliten Astra 2E für SES Astra in den Weltraum zu befördern. Der Start wurde von International Launch Services, abgekürzt ILS, durchgeführt, es war die 23. ILS-Proton-Mission für SES. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: BBC, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kommunikationssatellit-astra-2e-im-all/" data-wpel-link="internal">Kommunikationssatellit Astra 2E im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 29. September 2013 hob gegen 23:38 Uhr MESZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 200/39 in Baikonur, Kasachstan ab, um den Kommunikationssatelliten Astra 2E für SES Astra in den Weltraum zu befördern. Der Start wurde von International Launch Services, abgekürzt ILS, durchgeführt, es war die 23. ILS-Proton-Mission für SES.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch.</a> Quelle: BBC, Chrunitschew. EADS Astrium, ILS, SES.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30092013124126_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30092013124126_small_1.jpg" alt="Chruntischew" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Proton-Start mit Astra 2E 
<br>
(Bild: Chrunitschew)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Abheben der Rakete erfolgte nach Angaben ihres Herstellers um 21:38 Uhr und 10 Sekunden UTC. Nach dem durch fehlerhafte Montagearbeiten an der Rakete verursachten Fiasko im Juli 2013 verlief der Flug der von Chrunitschew in Russland gebauten Proton wieder auf gewohnt zuverlässiger Bahn. Die Trägerrakete verwendete drei mit flüssigem unsymmetrischen Dimetyhlhydrazin (UDMH) und Stickstofftetroxid (N2O4) arbeitende Raketenstufen, um die Orbitaleinheit, bestehend aus der Oberstufe Breeze-M und der Nutzlast &#8211; Astra 2E -, auf den Weg zu bringen. Nach rund 9 Minuten und 42 Sekunden Flugzeit wurde die Orbitaleinheit von der dritten Stufe der Proton abgetrennt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Brennphasen der auch von Chrunitschew konstruierten und ebenfalls mit UDMH und N2O4 arbeitenden Breeze-M-Oberstufe erfolgten anschließend, und nach neun Stunden und 12 Minuten Flugdauer wurde der nach Angaben von ILS 6.020 Kilogramm schwere dreiachsstabilisierte Satellit schließlich am 30. September 2013 in einem Geotransferorbit ausgesetzt. Den Abbau der Restinklination und die Zirkularisierung für den Geostationären Orbit wird der 17. von Astrium gebaute von einer von ILS vermarketen Proton-Rakete transportierte Satellit mit seinen eigenen Bordtriebwerken vornehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der mit 60 K<sub>u</sub>-Band- sowie 4 K<sub>a</sub>-Band-Transpondern ausgerüstete Erdtrabant soll auf einer Position im Bereich zwischen 28,2 und 28,5 Grad Ost im Geostationären Orbit eingesetzt werden, und von dort aus Gebiete in Europa und dem Mittleren Ost adressieren. Die K<sub>a</sub>-Band-Transponder erlauben die Versorgung Europas mit Breitbanddiensten. Astra 2E will man unter anderem nutzen, um Kunden via ASTRA2Connect an das Internet anzubinden. Die K<sub>u</sub>-Band-Ausrüstung soll es SES u.a. ermöglichen, das Geschäft mit direkt ausgestrahlten Fernsehprogrammen für Großbritannien und Irland auszubauen.  <br>Kunden von SES Astra im europäischen Raum, deren Programme über Astra 2E verbreitet werden können, sind beispielsweise BBC, BSkyB, Channel 5, Channel Four, Discovery, Freesat, ITV, MTV, UK TV und Virgin Media. Der britische öffentlich-rechtliche Sender BBC hat mitgeteilt, sämtliche eigene Programme über den Satelliten Astra 2E verbreiten zu wollen. Dabei könnten sich auf Grund begrenzterer Ausleuchtzonen Empfangsprobleme für BBC-Nutzer ergeben, die bisher mit weniger großen Satellitenantennen BBC ausserhalb der britischen Inseln empfangen können oder konnten. Haushalte in Großbritannien sollen sich dagegen künftig über stärkere Signale freuen dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erwartete Lebensdauer des von EADS Astrium gebauten und auf dem Eurostar-3000-Bus basierenden neuen Satelliten beträgt 15 Jahre.  Die maximale Leistungsabgabe seiner Solarpaneele soll nach 15 Jahren noch rund 13 Kilowatt erreichen. Die Spannweite des Satelliten mit ausgefalteten Solarpaneelen beträgt rund 40 Meter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Astra 2E ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39285 bzw. als COSPAR-Objekt 2013-056A.</p>
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		<title>Breeze-M-Versagen &#8211; auf der Startrampe war es zu warm</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/breeze-m-versagen-auf-der-startrampe-war-es-zu-warm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Feb 2013 21:23:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Fehleranalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
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		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Yamal 402]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir erinnern uns, ungewöhnlich kalte Temperaturen ließen 1986 die Dichtungsringe in den Challenger-Boostern spröde werden – eine Katastrophe. Beim Versagen einer Breeze-M-Oberstufe im letzten Dezember war es nun umgekehrt. Der Treibstoff war schon beim Start zu warm, Ursache für ein zum Glück gerade noch beherrschbares Missgeschick. Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ILS. Es ist [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wir erinnern uns, ungewöhnlich kalte Temperaturen ließen 1986 die Dichtungsringe in den Challenger-Boostern spröde werden – eine Katastrophe. Beim Versagen einer Breeze-M-Oberstufe im letzten Dezember war es nun umgekehrt. Der Treibstoff war schon beim Start zu warm, Ursache für ein zum Glück gerade noch beherrschbares Missgeschick.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ILS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist immer wieder erstaunlich, an welchen einfachen Fehlern Raketenmissionen fast oder ganz scheitern. Der Start des Gasprom-Kommunikationssatelliten Yamal 402 auf einer Proton-Rakete am 8. Dezember 2012 im kasachischen Baikonur lief bekanntlich bis zum vierten Zünden der Oberstufe Breeze-M reibungslos. Dann kam es zu einem vorzeitigen Abbruch des Brennvorganges. Der Satellit konnte zwar mit seinem Bordtriebwerk auf die vorgesehene Umlaufbahn gehoben werden, wird dort aber wegen des nun geringeren Treibstoffvorrates voraussichtlich nur 11 statt der vorgesehenen 15 Jahre Dienst tun können. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-c2619f32"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19022013222356_small_1.jpg" alt="ILS" width="300" height="200"/><figcaption>
Proton mit Yamal 402 auf der Startrampe &#8211; noch ahnt keiner das Problem mit dem zu warmen Treibstoff  
<br>
(Bild: ILS)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">International Launch Services (ILS) als „Transportdienstleister“ hat nun den Abschlussbericht zum Versagen der Breeze-M-Stufe veröffentlicht. Bereits kurz nach dem Beinahe-Desaster wurde ein möglicher Lagerschaden in der Turbopumpe der Oxidator-Zuleitung zur Brennkammer des Triebwerks als naheliegendste Ursache genannt. Aber wie kam es zu diesem Lagerschaden? Die russische Untersuchungskommission FROB (ILS Failure Review Oversight Board) ist vorsichtig und argumentiert mit Annahmen von hoher Wahrscheinlichkeit. Demnach war unter anderem der Oxidator (Distickstofftetroxid) zu warm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist bekannt, dass es im Innern eines Triebwerks in der Regel heiß her geht, aber hier war es diesmal offensichtlich doch zu heiß. Laut FROB lag eine unglückliche Kombination einer bereits auf der Startrampe über der Normtemperatur liegenden Treibstofftemperatur und eines ungewöhnlich starken Hitzerückstaus im Triebwerk vor. Folge war, dass die Oxidator-Zuführungsleitung bereits vor der dritten Zündung überhitzt gewesen sein soll. Der normalerweise flüssige Oxidator in der Zuleitung verdampfte. Dafür reichen bereits +21 Grad Celsius aus. Das Gas entsprach nicht mehr den Spezifikationen des Triebwerks. Nach der dritten Zündung kam es deswegen zu einer Drehzahlüberschreitung der Turbopumpe. Gleichzeitig entfielen die Kühleigenschaften eines flüssigen Oxidators. Beides führte zum oben genannten Lagerschaden, der wiederum das vorzeitige Abschalten des vierten Brennvorganges verursachte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut ILS reicht es aus, künftig bei den thermischen Parametern höhere Sicherheitsmargen vorzusehen. Modifikationen an der Breeze-M-Technik seien nicht erforderlich. Der nächste Start einer von ILS beauftragten Proton ist am 27. März 2013 vorgesehen mit Satmex 8 der Satellites Mexikanos S.A. de C.V. als Nutzlast an Bord. </p>
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