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	<title>Innovation &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Innovation &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Tag der offenen Tür am DLR Standort Bonn</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tag-der-offenen-tuer-am-dlr-standort-bonn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2019 15:26:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das DLR lädt am 16. Juni 2019 Besucher ein, zwischen 10:00 und 17:00 Uhr einen Blick hinter die Kulissen der drei in Bonn-Oberkassel ansässigen Einrichtungen zu werfen. Eine Information des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn öffnet am 16. Juni 2019 seine [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das DLR lädt am 16. Juni 2019 Besucher ein, zwischen 10:00 und 17:00 Uhr einen Blick hinter die Kulissen der drei in Bonn-Oberkassel ansässigen Einrichtungen zu werfen. Eine Information des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28032019162603_small_1.jpg" alt="DLR" width="260"/><figcaption>
Standorttag in Bonn-Oberkassel 
<br>
(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn öffnet am 16. Juni 2019 seine Türen und lädt die Besucher ein, einen Blick hinter die Kulissen der drei in Bonn-Oberkassel ansässigen Einrichtungen DLR Projektträger, Raumfahrtmanagement und Projektträger Luftfahrtforschung zu werfen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim „Tag der offenen Tür“ zeigt das DLR seine Vielfalt und lädt „große“ aber auch „kleine“ Besucher ein zu entdecken, was hinter dem Management von Forschung, Bildung und Innovation steckt. Wie tragen die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DLR in Bonn dazu bei, wissenschaftliches Neuland zu entdecken und Antworten auf die aktuellen Fragen unserer Gesellschaft zu finden? Aus erster Hand erfahren Sie Spannendes aus Wissenschaft, Bildung und Innovation und lernen Projekte kennen, die zum Staunen bringen – von Luft- und Raumfahrt über Umwelt bis hin zu Digitalisierung und Gesundheit sowie vom DLR betreute Bildungsinitiativen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.dlr.de/de/das-dlr/standorte-und-bueros/bonn" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Standort Bonn</a> des DLR findet sich in der Königswinterer Straße 522-524 in 53227 Bonn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie den Veranstaltungsort wie folgt: </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Hauptbahnhof Bonn (ICE-Station) mit der Straßenbahn Linie 62 (Richtung Oberkassel-Süd/Römlinghoven) bis zur Haltestelle Ramersdorf oder mit der Stadtbahn Linie 66 (Richtung Bad Honnef) bis Haltestelle Ramersdorf (Fahrzeit etwa 15 Minuten). Alternativ vom Bahnhof Bonn-Beuel (in der Regel nur Regionalzüge) mit der Straßenbahn Linie 62 (Richtung Oberkassel-Süd/Römlinghoven) bis zur Haltestelle Ramersdorf. Von dort etwa zehn Minuten Fußweg Richtung Oberkassel. Der DLR-Standort Bonn-Oberkassel ist das zweite große Bürogebäude auf der (von der U-Bahn-Station aus gesehen) gegenüberliegenden Straßenseite, hinter dem Polizeipräsidium Bonn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Bahnhof Siegburg aus fahren Sie ebenfalls mit der Stadtbahn Linie 66 bis zur Haltestelle Ramersdorf. Die Fahrzeit beträgt etwa 35 Minuten. Es besteht die Möglichkeit, am Konrad-Adenauer-Platz in Bonn in die Straßenbahn Linie 62 Richtung Oberkassel umzusteigen, wodurch man in der Regel etwas schneller in Ramersdorf ankommt. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Schuss war laut genug &#8230; !</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-schuss-war-laut-genug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2018 21:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Jungfernflug der Falcon Heavy ein Kommentar von Andreas Weise Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: RN. Um es vorweg zu sagen: Nein, ich bin kein SpaceX-Freak. Ich bin auch kein Falcon-Nerd, der jedes Detail einer „Nine“ oder „Heavy“ im Schlaf aufsagen kann. Ich habe mich nicht detailliert mit der Geschichte einer gewissen space-x-igen Raumfahrtfirma [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zum Jungfernflug der Falcon Heavy ein Kommentar von Andreas Weise</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise.</a> Quelle: RN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_1.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Falcon-Heavy-Start am 6. Februar 2018 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um es vorweg zu sagen: Nein, ich bin kein SpaceX-Freak. Ich bin auch kein Falcon-Nerd, der jedes Detail einer „Nine“ oder „Heavy“ im Schlaf aufsagen kann. Ich habe mich nicht detailliert mit der Geschichte einer gewissen space-x-igen Raumfahrtfirma beschäftigt. Auch glaube ich nicht, dass Elon Musk die Reinkarnation von Iron Man ist. Und schon gar nicht ist er der Techno-Messias, der uns alle retten wird, weil Prof. Stephen Hawking meinen soll: Wir müssten schnell in den nächsten 100 Jahren auf den Mars auswandern. Allerdings habe ich Musks Biographie im Schrank – und auch gelesen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich verfolge mit Interesse die Diskussionen in den einschlägigen Threads über SpaceX in <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon</a>.          Dabei sehe ich mich als Amateur im Bereich der Raketentechnologie. Den Marsprojekten stehe ich kritisch gegenüber, obwohl sie mich faszinieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und natürlich staune ich darüber, was ich so bei manchem <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=420.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Berliner Raumcon-Stammtisch</a> über die SpaceX-Raketenentwicklung und über die neusten Akkus für Tesla-Autos erzählt bekomme. Dabei ist mir der Hype um die neue „Superrakete“ Falcon Heavy nicht entgangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 6. Februar 2018 war nun der lang angekündigte und von vielen Fans herbeigefieberte Höhepunkt: Der Demo-Flight der Heavy. Ich war rechtzeitig durch den Berliner Berufsverkehr zu Hause angekommen und hatte zuerst auf einen Start um 19:30 Uhr gewartet. Dann ein Blick in Raumcon. Ah, der Start ist verschoben auf 21:45 Uhr. Im Computer lief der SpaceX-Stream. Zum Start wurde dann der Fernsehsender WELT (ehemals N24) zugeschaltet. Diese Übertragung hinkte dem Live-Stream via Internet knappe 10 Sekunden hinterher. Dafür erklärte bei WELT Prof. Ulrich Walter dem nicht so raumfahrtkundigen Zuschauer das Geschehen. Ulrich Walter hatte einmal folgende Entwicklung vorausgesagt: In seinem Buch „Höllenritt durch Raum und Zeit“ im Kapitel 28 (ab Seite 169) „Die Mär vom cleveren Raketen-Recycling“ vermutete Walter, dass Musk mit seinem Raketenrückführungskonzept finanziell scheitern wird. Und an die Mitbewerber gewandt schrieb er: „…Allen anderen Raketenbauern kann ich daher nur raten: Lasst die Finger von dieser Art Raketen-Recycling.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück zur TV-Übertragung. Es wurde sehr viel mit Superlativen herum geworfen:  „Raumfahrtgeschichte“ werde geschrieben. Mancher Youtuber ging dann später noch weiter: „Ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte&#8230;“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dagegen war die Mondlandung geradezu ein Klacks, möge man meinen. Nun sei dem großen Teil dieser Jubler verziehen, denn sie haben die Mondlandung nicht selber miterlebt. Es ist halt schon zu lange her. Die WELT verabschiedete sich dann von den Zuschauer mit „… dem Stück Geschichte was wir (Wer ist wir?) gerade geschrieben haben.“ Wenige Sekunden, bevor die Landung der beiden Außenstufen zu sehen gewesen wäre. Dämlicher konnte die Übertragung nicht beendet werden. Inzwischen kannte die ehrliche Begeisterung bei Raumcon keine Grenze mehr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte eigentlich auch eine Übertragung durch PHÖNIX erwartet. Fehlanzeige. Dafür brachte das ZDF in den 19-Uhr-heute-Nachrichten am nächsten Tag (!) einen kurzen Beitrag mit der Kernaussage, dass der Roadster (die Nutzlast) nur noch Weltraumschrott sei. Eine sehr kontraproduktive Berichterstattung also. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun möchte ich versuchen nüchtern zu rekapitulieren, was ich am 6. Februar 2018, kurz vor 10 Uhr abends wirklich gesehen habe: Es startete die zurzeit stärkste Trägerrakete der Welt zu ihrem Jungfernflug. Warum war es die stärkste Rakete? Weil die Russen es nicht mehr können, die NASA es zurzeit nicht mehr kann, die Chinesen es noch nicht können und die Europäer es nicht wollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt 27 Triebwerke arbeiteten beim Start zusammen. Eine großartige Leistung von SpaceX! Die Sowjetische Raumfahrt hatte bekanntlich bei der Synchronisation von so vielen Triebwerken einige negative Erfahrungen gesammelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Jungfernflug, dem Musk selber eine 50/50-Chance fürs Gelingen gegeben hatte, wurde live übertragen. Dabei wurde auch die Übertragung eines möglichen Scheiterns einkalkuliert. Absolute Öffentlichkeit eben. Dabei sind Fehlschläge bei Erststarts nichts Ungewöhnliches. Arianesapce kann sich bestimmt noch an den Flug der ersten „5“ erinnern. Da fällt mir doch gleich die Übertragung des letzten Ariane-5-Fluges ein. Die war so spannend gehalten wie die Meldungen der Wasserstände und Tauchtiefen für die Oderschifffahrt bei Hohenwutzen. Obwohl es eigentlich etwas zu berichten gab… Aber das ist eine andere Geschichte, zeigt aber eine komplett andere Herangehensweise an die Berichterstattung. Bei SpaceX ging dafür die Post ab. Dafür ein ganz großes Lob! So macht Raumfahrt Spaß. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_2.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
ein Start vom KSC, zwei Landungen dort 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Außenstufen sind bilderbuchmäßig gelandet. Es sah aus, wie in einer Computersimulation. Aber es war keine Fake-News. Es war Realität. Eigentlich wurde relativ wenig auf den eigentlichen Grund der Rückführung der Stufen eingegangen. Es geht um die Wiederverwendung und damit um Kostensenkung. Kein anderer Raketenhersteller kann derzeit bei dieser Disziplin in einer Liga mitspielen. Jedenfalls nicht in dieser Größenordnung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX wird hier anderen Anbieter sehr viel Kopfschmerzen bereiten. Hat die hochgezüchtete Wegwerfrakete langfristig eine Zukunft? Irgendwie sehe ich hier Parallelen mit den Autobauern. Neue E-Autos gegen hochgezüchtete Diesel-Technologie. Wer ist da in welcher Sackgasse? Es geht um Steuergelder, Arbeitsplätze, Staatsaufträge und so weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX zeigt hier, dass sie eine neue Technologie, die vorher niemand für möglich gehalten hat, beherrschen. Und das in einer Präzision wie ein Uhrwerk. Ein Außenstehender hält das alles schon für normal. Ein Scheitern von SpaceX wird fast schon ausgeschlossen obwohl ein Fehlstart nichts Ehrenrühriges wäre. Das Alles ist mit eisernem Willen und dem Engagement der Mitarbeiter &#8211; das waren die jungen Leute, die beim Start im Hintergrund zu Recht so laut gejubelt haben &#8211; erreicht. Qualitätsmanagement, Entwicklungsstrategie, Planung … Man fragt sich, wie die das machen. Die sind so richtig super innovativ und das ist sehr zu bewundern! Dass die Rückführung der Zentralstufe nicht funktioniert hat, ist nur eine Randnotiz. SpaceX wird auch das in den Griff bekommen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/TeslaRoadsterImAll.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_3.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Tesla-Roadster im All 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Aber die Nutzlast hat nicht richtig funktioniert!“ Diese Meldung, dass das Space-Auto angeblich nicht die richtige Bahn einschlägt, ist das typische Suchen nach dem Haar in der Suppe durch unsere Medien. Dabei wird bewusst unterschlagen, dass es um den erfolgreichen Start eines neuen Raketentyps ging und nicht um ein Auto im Weltall. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Werbegag mit dieser schon etwas verrückten Nutzlast war etwas für die Fans. Motto: Alles ist möglich. Es ging um die Simulation einer Nutzlast, die ebenso ein Zementblock hätte sein können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Raumfahrtgeschichte geschrieben wurde? Sie wurde auf alle Fälle fortgeschrieben. Nicht mehr und nicht weniger. Und in der Geschichte der Menschheit als Gesamtheit ist dieses Ereignis wohl eher zu vernachlässigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber eigentlich hat mich nur eine Sache wirklich beeindruckt und zum tiefgreifenden Nachdenken angeregt. SpaceX hat in einer geradezu rasanten Geschwindigkeit die technologische Entwicklung der Raumfahrt vorangetrieben. SpaceX hat eine Strategie und setzt diese konsequent und in einer Präzision um, die einfach nur verblüfft. Das ist freilich nur durch die Finanzkraft des Unternehmens möglich. Aber Unternehmen kommt eben von unternehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein charismatischer, visionärer und unkonventioneller Vordenker in Gestalt von Elon Musk. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ lautet ein bekanntes Zitat. Aber das stimmt nicht. Und das nicht nur in Bezug auf die Raumfahrt.  Wie machen es denn die Mitbewerber? In Russland „bastelt“ man seit einer gefühlten Ewigkeit an der Angara herum. Bei der NASA erfindet man gerade die Saturn V in Gestalt des SLS wieder neu. Das entsprechende Ingenieurwissen muss sich dabei nach dem Abbruch von Apollo- und Shuttle-Programm zum Teil wieder erarbeitet werden.  Aber es sind ja nur Steuergelder die hier zum wiederholten Male ausgegeben werden. Und in Europa schaut man jedes Jahr wie das Kaninchen auf die Schlange, wenn die Finanztöpfe in der ESA-Ministerratskonferenz neu verteilt werden. Die Entwicklungsgeschichte der Ariane 6 ist hier das Beispiel. Man könnte glauben, es ginge nur um Geldverteilung, um den einzelnen nationalen Firmen etwas vom Kuchen abzugeben, und nicht darum, ein Produkt mit einer konkreten Zielsetzung zu schaffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Markt wird es schon richten. Nein! Wird er nicht! Steuerfinanzierung zwingt nicht unbedingt zum Erfolg. Beispiele aus anderen Bereichen stehen hier Pate. Die Liste ist sehr lang. A400M, NH90, Eurofighter – alles tolle Technologieprojekte, die nicht so funktionieren, wie sie sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Versagen von Ingenieur-, Projektierungs- und Planungsleistung findet man eben nicht nur am BER oder am Stuttgarter Bahnhof. Beispiele gibt es im Kleinen wie im Großen. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Regierungsviertel ist ebenso beschämend, wie das 90-Meter-Loch auf der A20 nördlich von Neubrandenburg. Der Ausfall von unseren supermodernen ICE-Sprintern gleich bei der Premiere der neuen Bahnstrecke Berlin-München wird bei uns fast schon als normal angesehen.  Es wäre auch ein Wunder, wenn es sofort funktioniert hätte. Würde morgen jemand sagen, in der Elbphilharmonie wäre die Haustechnik nicht in Ordnung, ich würde es ohne darüber nachzudenken sofort glauben…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was macht SpaceX da anders? </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX ist zum Erfolg verdammt. Das scheint ganz andere Energien freizusetzen. Die Mitarbeiter sind hoch motiviert. Und Effektivität bestimmt das Handeln. Es scheint, dass eine Strategie wie ein Masterplan abgearbeitet wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das macht mir Angst. Nicht Angst vor SpaceX sondern Angst davor, dass WIR den Schuss nicht gehört haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche SpaceX noch viele bahnbrechende Erfolge. Erfolge, die uns den Spiegel vorhalten. Warum nicht wir?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15666.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tesla auf Falcon Heavy (2x♺) Jungfernflug vom LC-39A CC</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ISS-Test für ungiftigen Emulsionstreibstoff NOFBX</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-test-fuer-ungiftigen-emulsionstreibstoff-nofbx/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 14:51:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ende 2012 soll eine Palette mit allen notwendigen Komponenten für einen Weltraumtest eines neuartigen Treibstoffs nebst zugehörigem Triebwerk zur ISS gebracht werden. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: ParabolicArc, Firestar Technologies, NASA. Bisher wurde NOFBX, so die Bezeichnung der Brennstoff-Oxydator-Emulsion aus Stickstoffdioxid und einem nicht näher bezeichneten Brennstoffgemisch (Nitrous-Oxide Fuel Blend) ausgiebig am Boden getestet, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-test-fuer-ungiftigen-emulsionstreibstoff-nofbx/" data-wpel-link="internal">ISS-Test für ungiftigen Emulsionstreibstoff NOFBX</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ende 2012 soll eine Palette mit allen notwendigen Komponenten für einen Weltraumtest eines neuartigen Treibstoffs nebst zugehörigem Triebwerk zur ISS gebracht werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: ParabolicArc, Firestar Technologies, NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10082011165150_small_1.jpg" alt="Firestar Technoloies, LLC" width="260"/><figcaption>
vorn: Triebwerk mit ca. 400 N Schub für NOFBX inklusive Fördereinrichtung, dahinter: komplexes konventionelles Oberstufentriebwerk zum Vergleich 
<br>
(Bild: Firestar Technologies, LLC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher wurde NOFBX, so die Bezeichnung der Brennstoff-Oxydator-Emulsion aus Stickstoffdioxid und einem nicht näher bezeichneten Brennstoffgemisch (Nitrous-Oxide Fuel Blend) ausgiebig am Boden getestet, Triebwerk, Zuführungssysteme und Tank entwickelt. NOFBX ist ein Produkt des USA-Unternehmens Firestar Technologies aus Mojave. Man arbeitet aber mit mehreren Technologiefirmen auf diesem Gebiet zusammen, unter anderem mit Innovative Space Propulsion Systems. Und genau das ist die Zielstellung, ein innovatives Antriebssystem für das Weltall. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Vorteile des neuen Antriebssystems sind niedrige Kosten für Treibstoff und Triebwerke, geringeres Gewicht bei gleichzeitig hohem spezifischem Impuls (&gt; 3.100 m/s), Wiederzündbarkeit, Temperaturstabilität (-80 bis +390 °C) Drosselbarkeit, schnelle Einsatzbereitschaft, geringer Lärm und eine geringe Anzahl an Einzelteilen im Triebwerk. Das aktuelle Modell verfügt zudem über eine Karbondüse. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesen Gründen, vor allem aber wegen der Ungiftigkeit, wurde mit der NASA ein Test an der Außenseite der Internationalen Raumstation vereinbart. Vorteile dieses Testlabors sind nach den Worten von Brian Rishikof, Vizepräsident von Innovative Space Propulsion Systems, LLC, die bereits zur Verfügung stehende Basis aus Raum, Energieversorgung, Datenkommunikation und Videoübertragung sowie die Möglichkeit, dass Menschen bei Fehlfunktionen direkt eingreifen können. Dies verringere das Risiko eines Fehlschlages. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist nun das Neue an NOFBX? Es handelt sich um einen einkomponentigen, lagerfähigen Flüssigkeitsemulsions-Treibstoff, wie er in der Raumfahrt für Bahnkorrekturen, Rendezvousmanöver oder das Einleiten der Rückkehr zur Erde verwendet werden kann. Er lässt sich ohne großen Aufwand lagern und ist auch nach Monaten noch sofort einsatzbereit. Im Unterschied zu den bisher verwendeten Treibstoffen, meist auf Hydrazin-Basis, ist der neue Treibstoff allerdings ungiftig. Außerdem benötigt man keinen Gasdrucktank und keine Turbopumpen zur Förderung des Treibstoffs. Dieser setzt sich bei geringfügiger Aufheizung sozusagen selbst unter Druck, was den Aufbau des Triebwerks deutlich vereinfacht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Greg Mungas, CEO von Firestar Technologies, äußerte in dem Zusammenhang, dass vor dem Aufbauen des Brennkammerdrucks bei jeder Zündung der bisherigen Triebwerke etwas unverbranntes Hydrazin aus der Düse geblasen wird, wovon sich ein Teil an der Außenhaut des Raumfahrzeugs anlagert. Mit fortschreitendem Betrieb der Internationalen Raumstation könne sich daher ein Hydrazinfilm an der Außenhaut bilden, der an den Anzügen außenbords arbeitender Raumfahrer haften bleibt, beim Wiedereinstieg teilweise in die Raumstation mitgenommen wird und die Stationsluft kontaminiert. Dies ließe sich mir dem neuen Treibstoff vermeiden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem ist der Treibstoff aus einfach verfügbaren Stoffen herstellbar und leicht zu handhaben. Zum Transport auf der Erde seien keine aufwändigen Schutzmaßnahmen erforderlich. Auch beim Handling mit Satelliten könnten viele Schutzmaßnahmen entfallen. Nach der Rückkehr des kleinen, unbemannten und wiederverwendbaren X-37-Raumgleiters beispielsweise mussten unverbrannte Treibstoffrückstände gründlich entsorgt werden, weshalb zunächst nur mit luftdichter Schutzkleidung in der Nähe gearbeitet werden durfte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Firestar Technologies wurde 2002 gegründet und schloss 2004 einen Vertrag mit der NASA zur Entwicklung ungiftiger Treibstoffe. Dieser lief bis 2007. Seit 2008 war man an der Entwicklung eines Bremssystems für den Mondlander Altair im Rahmen des Constellation-Programms beteiligt. Mittlerweile arbeitet man an einem einstufigen System, welches Bodenproben vom Mars in dessen Orbit transportieren kann (Mars Sample Return Single Stage to Orbit). Auch im Zusammenhang mit geplanten Mond- oder Marsbasen wäre es wichtig, dass immer wieder verwendete Start- und Landeorte nicht durch giftige Rückstände von Treibstoffen kontaminiert werden. In dieser Beziehung könnte der neue Treibstoff vieles verändern </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7919.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA Flagship Technology Demonstration (Game Changing Technologies)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-test-fuer-ungiftigen-emulsionstreibstoff-nofbx/" data-wpel-link="internal">ISS-Test für ungiftigen Emulsionstreibstoff NOFBX</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
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		<title>EU kann der ESA aus der Krise helfen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eu-kann-der-esa-aus-der-krise-helfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2003 20:24:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
		<category><![CDATA[GMES]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Europäische Union plant, sich in der Raumfahrt in Zusammenarbeit mit der ESA mehr zu engagieren. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA. Am Mittwoch hat der für die Forschung zuständige EU-Kommissar Philippe Busquin in Brüssel das Grünbuch zur Weltraumpolitik der EU vorgestellt. In diesem gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) erarbeiteten Dokument werden die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Europäische Union plant, sich in der Raumfahrt in Zusammenarbeit mit der ESA mehr zu engagieren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012003212426_small_1.jpg" alt="" width="260"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Mittwoch hat der für die Forschung zuständige EU-Kommissar Philippe Busquin in Brüssel das Grünbuch zur Weltraumpolitik der EU vorgestellt. In diesem gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) erarbeiteten Dokument werden die Stärken und Schwächen Europas in diesem Bereich unter die Lupe genommen.  &nbsp;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht, der den Ausgangspunkt einer breit angelegten Debatte darstellt, geht auf Schlüsselfragen wie den eigenständigen Zugang der EU zum Weltraum, die weltraumwissenschaftliche Fachkompetenz, die industrielle und technologische Basis, die betroffenen Märkte, die Beschäftigten des Sektors, den rechtlichen und institutionellen Rahmen, die internationale Zusammenarbeit sowie Umwelt- und Sicherheitsaspekte ein. Mit dem Grünbuch soll eine Debatte angestoßen werden, die alle Akteure &#8211; nationale und internationale Organisationen, die Raumfahrtindustrie und die Nutzer in der EU, die Wissenschaft und die Bürger &#8211; mit einbezieht. Die Konsultation soll dazu beitragen, auf die sich im Zusammenhang mit der Raumfahrt stellenden Herausforderungen in bezug auf Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit eine geeignete Reaktion der EU festzulegen, die zu einem späteren Zeitpunkt in einem Weißbuch genauer erläutert werden soll. ESA-Generaldirektor Antonio Rodotà und Kommissar Philippe Busquin werden das Grünbuch am Montag, den 27. Januar um 11.00 Uhr in Brüssel offiziell der Presse vorstellen.  &nbsp;  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012003212426_small_2.jpg" alt="" width="260"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gestützt auf Jahrzehnte erfolgreicher Weltraumforschung und insbesondere dank der Anstrengungen der ESA hat Europa in der Weltraumtechnik ein hohes Maß an Eigenständigkeit erreicht und ist heute ein führender Akteur in der Raumfahrt.  Europäische Satelliten, die mit europäischen Trägern gestartet werden, bieten Unternehmen, Behörden und Privatpersonen Dienste wie Fernsehrundfunk, fortschrittliche Telekommunikation, nachhaltigere Verkehrskapazität und Mobilität, kurz- und mittelfristige Wettervorhersagen, die Überwachung des Klimawandels und die Fähigkeit, schneller auf Naturkatastrophen zu reagieren.  Die Anwendungen der Weltraumtechnik, Nährboden für bahnbrechende Forschung und Innovation in der wissensbasierten Gesellschaft, fördern das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. In Bereichen wie Raumordnung, Landwirtschaft und Fischerei, nachhaltiger Verkehr, Zivilschutz und Reaktion auf Notfälle tragen sie zur Erschließung neuer Märkte für die Unternehmen bei und sind für die europäischen Bürger von großem Nutzen.  &nbsp;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Satellitennavigationssystem Galileo hat einige Verzögerungen erfahren. Jedoch sind die ESA und die Kommission zuversichtlich, daß die noch offenen Fragen geklärt werden können, so daß das Vorhaben wie geplant zur Durchführung gebracht werden kann.  
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Während der zurückliegenden Jahrzehnte wurde die Verantwortung für die Weltraumpolitik über die ESA auf zwischenstaatlicher Ebene und über die nationalen Raumfahrtagenturen und andere nationale Stellen auf einzelstaatlicher Ebene wahrgenommen. Die ESA spielt mit ihrem einzigartigen Fachwissen eine führende Koordinierungsrolle in Europas erfolgreichen Bemühungen, seine industrielle Basis zu konsolidieren und technologisch unabhängig zu werden. Dank der von der ESA aufgebauten europäischen Kapazitäten im Träger- und im Raumfahrzeugbereich ist Europa heute einer der weltweit wichtigsten Akteure auf einem hart umkämpften Markt.  
<br>
Der Weltraum ist eine wesentliche Komponente bei der Verwirklichung der europäischen Ziele und Politiken vor allem für nachhaltige Entwicklung, Umweltschutz, Verkehr und Mobilität und die Informationsgesellschaft geworden. Weltraumtechnische Anwendungen bieten außerdem Antworten auf die sich abzeichnenden Sicherheitsanforderungen mit sowohl zivilen als auch Verteidigungsaspekten, die in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU (GASP) und der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) behandelt werden.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012003212426_small_3.jpg" alt="" width="260"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Galileo-Projekt und die GMES-Initiative (Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung) verdeutlichen diesen neuen Ansatz und unterstreichen die Notwendigkeit einer verstärkten Rolle der Union im Raumfahrtbereich. Sie zeigen auch, wie die von der ESA erzielten industriellen und technologischen Erfolge durch gemeinsame Weltraumvorhaben maximiert werden können.  Es ist daher folgerichtig, die Möglichkeit der Einbeziehung der Raumfahrt in den Zuständigkeitsbereich der Union ins Auge zu fassen. Damit könnte die Ausarbeitung eines Weltraumprogramms in Angriff genommen werden, das ein wirksames Vorgehen der EU in diesem Bereich einschließlich einer breiten Palette neuer Anwendungen für die Industrie und die Bürger ermöglicht.     </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Konsultation</strong>
<br>
Das Grünbuch soll deshalb eine eingehende Debatte mit allen Beteiligten in Gang setzen. Es soll das allgemeine Bewußtsein der strategischen Bedeutung des Weltraums und der Weltraumpolitik für die Union und ihre Bürger steigern, zur Klärung konsensfähiger Bereiche beitragen und konkrete Antworten auf Fragen wie Zugang, Finanzierung und institutionelle Regelungen finden helfen.  Die Konsultation läuft vom 22. Januar bis 30. Mai 2003. Sie wird von der Gemeinsamen Task Force der Kommission und der ESA für Raumfahrtfragen geleitet, die zur Förderung der Debatte eine Reihe von Seminaren, Arbeitstagungen und Anhörungen in ganz Europa veranstalten wird. Diskussionsbeiträge können auch on-line über ein eigens eingerichtetes Web-Forum eingereicht werden. Auf der Grundlage der Stellungnahmen aller Beteiligten will die Kommission dann ein Weißbuch verfassen, das konkrete Vorschläge in Form eines Aktionsplans enthalten und noch dieses Jahr veröffentlicht werden soll.</p>
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