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	<title>Jahresrückblick 2005 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Jahresrückblick 2005 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Astronomie-Jahresrückblick 2005</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2006 08:46:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Im abgelaufenen Jahr 2005 gab es in der Astronomie einige neue Entdeckungen, die dazu beitragen werden, unser gesamtes Universum besser zu verstehen. Als Hilfen für diese Entdeckungen standen außer den Weltraumteleskopen Hubble und Spitzer, auch erdgebundene Teleskope und die Optik von verschiedenen Raumsonden zur Verfügung. Co-Autor dieses Artikels ist Günther Glatzel. Ein Beitrag von Hans [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading"><strong>Im abgelaufenen Jahr 2005 gab es in der Astronomie einige neue Entdeckungen, die dazu beitragen werden, unser gesamtes Universum besser zu verstehen. Als Hilfen für diese Entdeckungen standen außer den Weltraumteleskopen Hubble und Spitzer, auch erdgebundene Teleskope und die Optik von verschiedenen Raumsonden zur Verfügung.</strong></h4>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Co-Autor dieses Artikels ist Günther Glatzel.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Hans J. Kemm. Vertont von Dominik Mayer.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-02-05-13508.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es gab auch Ereignisse am Himmel ohne Hilfe von Hubble und Co. zu beobachten. Am 3. Oktober 2005, zwischen 9.45 Uhr und 10.05 Uhr MESZ begann im deutschsprachigen Raum eine *kleine Sonnenfinsternis* (partielle Phase), bei einem Sonnenstand von ca. 23,5° über dem Horizont. Nach ca. 68 Minuten bedeckte der Mond etwa 65 % der Sonnenscheibe, wobei die untere Sonnenhälfte abgedeckt wurde. Nach 99 Minuten war das Schauspiel vorbei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mond ist 4.527 Millionen Jahre (+/- 10 Millionen) alt. Das fanden im Jahr 2005 Wissenschaftler heraus und bestätigten damit auch das Alter unserer Erde. Anhand von Mondproben aus dem Apollo-Programm untersuchten sie eine Wolfram-Art, das Isotop Wolfram-182. Aus der unterschiedlichen Häufigkeit in den verschiedenen Proben, meinen die Wissenschaftler das genaue Alter berechnen zu können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/051127_01.jpg" alt="" class="wp-image-68031" width="400" height="350" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/051127_01.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/051127_01-300x263.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption>Diese Trick-Grafik zeigt Spirit an der Flanke des Husband-Gipfels in den Columbia Hills.
(Bild: NASA/JPL-Caltech/Cornell)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Von unseren Planeten im Sonnensystem war Mars das am intensivsten untersuchte Objekt. Mars hatte am 30. Oktober um 3.15 Uhr MEZ mit 0,46405 AE = 69.421.589 km seine größte Annäherung zur Erde. Der Rover Spirit hat bei seiner Exkursion auf der Mars-Oberfläche in den Columbia-Hills das Mineral Geothit (FeOOH) gefunden, welches durch Verwitterung von eisenhaltigen Mineralien entsteht. Somit ist bewiesen, dass es auf dem Mars Wasser gab. Aber auch die Polkappen, bestehend aus Kohlendioxid (Trockeneis), könnten einen geringen Anteil von gefrorenem Wasser enthalten.<br>In der Region Chryse Planitia hat das Spezialradar der Raumsonde Mars Express ein unterirdisches Eisfeld mit einem Durchmesser von 250 km entdeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ring-Planet Saturn, sowie seine Monde und Ringe standen ebenfalls im Fokus der Forschung. So wurden Polarlichter und eine Wärmekappe am Südpol des Planeten gefunden. Dank der Cassini Mission bekommen wir von den Monden des Saturn faszinierende Bilder geliefert.<br>Der Saturnmond Enceladus hat eine dünne Wasseratmosphäre, die sich ständig erneuert. Sein Vulkanismus könnte Hauptursache für die Existenz der Saturnringe sein. Außerdem bricht auch heute noch seine eisige Oberfläche auf. Aus diesen Rissen hervorquellendes Wasser bildet neues, kristallines Eis (helle Tigerstreifen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Titan, dem größten Mond des Saturn und dem zweitgrößten im Sonnensystem, gibt es offenbar keine Flüsse und Seen aus Methan (CH4). Wolken sind selten und lösen sich schnell auf. Bei dem dritten Cassini-fly-by am 15. Februar wurde ein großes Einschlagbecken mit ca. 450 km Durchmesser entdeckt.<br>Durch Einwirkung der Erosion ist die Struktur erheblich verändert. Das und die Aufnahmen von ausgetrockneten Flussläufen und anderen Beckenlinien führte zu der Vermutung, dass Regen eher selten ist, aber dann sintflutartig niedergeht.<br>Der kleine Saturnmond Prometheus und die Mini-Monde S/2004 S3 und S/2004 S6 wirbeln die Ringe, besonders den F-Ring, durcheinander und sorgen für spiralartige Strukturen und Speichen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" width="350" height="361" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050616b.jpg" alt="" class="wp-image-68030" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050616b.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050616b-291x300.jpg 291w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption>Wolkenschichten des Titan
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neue Monde sind 2005 bei den Planeten Saturn, Pluto und Uranus gefunden worden, bei Uranus entdeckte man außerdem zwei weitere Ringe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte des Jahres entfachte ein heftiger Streit um die Erweiterung unseres kulturhistorischen Sonnensystems mit den vorhandenen 9 Planeten. Kurz nacheinander wurden drei KBO´s entdeckt, und zwar 2003 UB 313 Xena, 2003 EL 61 Santana und 2005 FY 9 Easterbunny. Diese Objekte entstammen dem Edgeworth-Kuiper-Belt, oder auch Kuiper Gürtel genannt. Der Kuiper Gürtel ist eine scheibenförmige Region, die sich hinter der Neptunbahn in einer Entfernung von 30 &#8211; 50 AE befindet. Die neu gefundenen Himmelskörper sollten nach Forderung von Astronomen als weitere Planeten, zu den schon vorhandenen, aufgenommen werden. Gegner dieser Überlegung lehnten das strikt ab. Um den Streit zu schlichten, schaltete sich die IAU in Paris ein und stellte einem Gremium aus Astronomen die Aufgabe, die Mindestanforderung an einen Planeten zu formulieren. Bei dieser Gelegenheit sollte dem Pluto das Prädikat Planet aberkannt werden. Es sind zwar einige Vorschläge gemacht worden, eine endgültige Entscheidung wurde aber nicht getroffen. Somit bleibt es vorerst bei 9 Planeten. Die neuentdeckten Objekte tragen den Titel Transneptune.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" width="350" height="227" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/plutomond.jpg" alt="" class="wp-image-68034" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/plutomond.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/plutomond-300x195.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption>Plutomonde: Die Positionsänderung der beiden Objekte innerhalb von drei Tagen könnte auf eine feste Umlaufbahn hindeuten.
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bereich deepsky tat sich auch Einiges. Schlagartig wurden 2005 über 50 Exoplaneten entdeckt.<br>Exoplaneten sind Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Um diese Objekte nachweisen zu können, wurde das Spitzer-Weltraumteleskop eingesetzt. Spitzer konnte erstmals Anfang 2005 durch die Transitmethode (indirekte Nachweismethode) im Infrarotlicht den Nachweis einer sekundären Bedeckung eines heißen Planeten durch den Zentralstern erbringen. Aber auch erdgebundene Teleskope waren erfolgreich bei der Suche nach Exoplaneten. Im Februar 2005 erzielte das VLT der ESA Aufnahmen vom 2M1207 und im März konnte eine Gruppe von Astronomen der Uni-Sternwarte Jena einen Exoplaneten beim Stern GQ Lupi aufnehmen. Weitere Exoplaneten bei Gliese 876 und my Arae wurden dokumentiert. Aber diese Planeten sind nicht für latentes Leben geeignet, da sie Gasriesen oder &#8222;hot Jupiters&#8220; sind, sie könnten aber Monde besitzen, die ähnlich der Erde, eine lebensfähige Basis haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Suche nach Planeten im Bereich der DBZ geht also weiter, vielversprechend ist die Mission COROT, die ab Oktober 2006 mit einem 27 cm Teleskop Helligkeitsschwankungen bei Sternen suchen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Spitzer Weltraumteleskop hat noch weitere hervorragende Bilder aufgenommen. Beim ca. 135 Lj. entfernten Stern HD 12039, Typ G, sonnenähnlich aber erst 30 Millionen Jahre alt, konnte es die Infrarotstrahlung eines Asteroidengürtels nachweisen. Diese Situation entspricht der während der Bildung des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren.<br>Bei dem bisher kleinsten entdeckten Stern, ein brauner Zwerg, Cha 110913, wurde eine Staub- und Gasscheibe gesichtet. Cha ist selbst erst 2 Millionen Jahre alt, befindet sich also noch im stellaren Säuglingsalter. Eine mögliche Entstehung von Planeten in diesem Mini-Sonnensysten würde noch mehrere Millionen Jahre dauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftler haben jetzt mit dem VLBA, eine Kette von Radioteleskopen in den USA, den genauen Abstand der Sonne zum außenliegenden Perseus-Arm in unserer Milchstrasse gemessen. Nach 5 Messungen in diesem Jahr kamen sie auf ein Ergebnis von 6.380 Lj. Unsere Sonne befindet sich im kurzen, eher unscheinbaren Orion-Arm, 26.500 Lj. vom galaktischen Zentrum entfernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kontrovers wurde über dunkle Materie und dunkle Energie diskutiert. Mittlerweile halten einige kluge Köpfe das Konstrukt für überflüssig, andere erreichen Vereinfachungen, indem sie zusätzliche Dimensionen aus der String-Theorie in die Kosmologie übernehmen und damit gute mathematische Modelle erhalten. Auch wurden neue Kandidaten für die dunkle Materie gefunden, die aber immer nur ein paar Prozentpunkte liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem schwarzen Loch im Zentrum unserer Galaxis, Sagittarius A*, ist man wieder ein Stück näher gekommen. Seine räumliche Ausdehnung kann mittlerweile mit ca. 1 AE angegeben werden. In seiner Umgebung vermuten die Wissenschaftler Tausende kleiner Singularitäten. Außerdem ließ sich anhand der Anregung einer nahen Gaswolke zurückliegende Aktivität nachweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einweihungen und first lights konnte man 2005 für mehrere Teleskopanlagen feiern. Condor, ein neuartiger Detektor für das APEX wurde in Betrieb genommen. Das LBT lieferte mit einem der 2 neuen 8,4 m Spiegel die ersten fantastischen Aufnahmen. Der Bau des Pierre-Auger-Observatory wurde gestartet, das 11 m-Teleskop Salt wurde am 9. November eingeweiht und der Startschuss für die Verwirklichung des Projektes ALMA gegeben.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/raumfahrt-jahresrueckblick-2005/" data-wpel-link="internal">Jahresrückblick Raumfahrt 2005</a></li></ul>
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		<title>Raumfahrt-Jahresrückblick 2005</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das abgelaufene Jahr 2005 brachte in der Raumfahrt interessante Ergebnisse und Leistungen, aber auch Fehlschläge. Ein Beitrag von Hans J. Klemm. Vertont von Dominik Mayer. Die beiden Mars-Rover&#160;Spirit&#160;und&#160;Opportunity&#160;arbeiteten überraschend gut und es scheint kein Ende ihrer Aktivität in Sicht. Opportunity&#160;untersuchte seinen vor der Landung auf der Mars-Oberfläche abgeworfenen Hitzeschild und hat dabei in der Nähe [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das abgelaufene Jahr 2005 brachte in der Raumfahrt interessante Ergebnisse und Leistungen, aber auch Fehlschläge.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Hans J. Klemm. Vertont von Dominik Mayer.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-02-05-13508.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Mars-Rover&nbsp;<em>Spirit&nbsp;</em>und&nbsp;<em>Opportunity&nbsp;</em>arbeiteten überraschend gut und es scheint kein Ende ihrer Aktivität in Sicht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/051218_01.jpg" alt="" class="wp-image-68032" width="400" height="300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/051218_01.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/051218_01-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption>Das Jahr 2005 war wieder erfüllt von hochaufgelösten Marsaufnahmen wie dieser vom NASA-Marsrover Opportunity
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Opportunity&nbsp;</em>untersuchte seinen vor der Landung auf der Mars-Oberfläche abgeworfenen Hitzeschild und hat dabei in der Nähe der Absturzstelle den Meteoriten Heat Shield Rock gefunden. Spirit ist vom Boden des Gusev-Kraters zu den Columbia-Hills aufgestiegen und hat von dort sensationelle Panoramaaufnahmen gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die europäische Weltraumagentur ESA begann das Jahr 2005 erfolgreich mit der Landung der Raumsonde&nbsp;<em>Huygens&nbsp;</em>im Rahmen der Cassini/Huygens Mission, einer Gemeinschaftsproduktion von ESA, NASA und ASI, am 14. Januar auf Titan, einem eisigen Mond des Ringplaneten Saturn. Der Saturn-Orbiter&nbsp;<em>Cassini&nbsp;</em>liefert seitdem einmalige Aufnahmen von den Saturnmonden Enceladus, Titan, Dione und Rhea und wird auch weiterhin Bilder liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA hat Mitte 2005 den Einsatz der Mission Don Quijote beschlossen. Ziel wird sein, die Raumsonden&nbsp;<em>Hidalgo&nbsp;</em>und&nbsp;<em>Sancho&nbsp;</em>zu einem Asteroiden zu schicken, wo getestet werden soll, ob die Flugbahn dieses Objektes abgelenkt werden kann. Wichtig ist das für den Notfall, wenn ein Killer-Asteroid von einem Crash mit der Erde abgehalten werden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es folgte im Februar der erfolgreiche Einsatz der stärksten europäischen Trägerrakete Ariane 5/ECA mit einem triple-Start und im November ein double-Start mit 8 t Masse in einen GTO. Weiter erfolgreich blieb die ESA durch den Start der Raumsonde&nbsp;<em>Venus Express</em>&nbsp;im November und das erfolgreiche Aussetzen des europäischen Kommunikationssatelliten&nbsp;<em>Galileo-GIOVE-A</em>&nbsp;am 28. Dezember. Galileo-GIOVE-A ist ein Testsatellit für das von der EU geplante europäische Navigationssystem, eine Konkurrenz für das amerikanische GPS bzw. das russische GLONASS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/t1_approach03.jpg" alt="" class="wp-image-68035" width="250" height="255"/><figcaption>Einschlag des Projektils der NASA-Sonde Deep Impact auf dem Kometen Tempel 1
(Bild: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine spektakuläre Leistung vollbrachte die NASA mit ihrer&nbsp;<em>Deep-Impact</em>-Mission. Am 4. Juli, am amerikanischen Independence Day, schlug der&nbsp;<em>Impactor&nbsp;</em>auf dem Kometen Tempel 1 ein. Dieses außergewöhnliche Ereignis wurde live übertragen. Sinn der Mission war es, festzustellen, aus welchem Material Kometen bestehen. Die Sonde&nbsp;<em>Deep Impact</em>&nbsp;befindet sich nach erfolgreicher Flugkorrektur jetzt in einer Warteposition, da sie eventuell zum Kometen 85P/Boethin fliegen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA startete am 26. Juli mit dem Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery&nbsp;</em>den ersten Flug nach der Columbia-Katastrophe zur Internationalen Raumstation ISS. Leider verlief dieser Flug auch nicht ohne Probleme, da sich beim Start einige Stücke Schaumstoff vom Tank gelöst hatten. Deshalb musste erstmals in der Geschichte der Raumfahrt eine Außenreparatur an einem Raumflugkörper im All durchgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Problem versuchen die Amerikaner jetzt zu lösen, und dadurch wurden keine weiteren Flüge für 2005 geplant. Die ISS wurde neben dem einzigen Space-Shuttle-Einsatz durch 3 russische&nbsp;<em>Progress</em>-Frachter und 2 russische Personenkapseln&nbsp;<em>Sojus-TMA</em>&nbsp;mit Material, Treibstoff und Sauerstoff, sowie Wasser beliefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider musste die Reise des deutschen Astronauten Thomas Reiter zur ISS auf 2006 verlegt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund vertraglicher Regelungen zwischen der amerikanischen Raumfahrtagentur NASA und der russischen Weltraumagentur ROSKOSMOS konnten amerikanische Astronauten nur bis Ende 2005 mit den russischen Raumkapseln&nbsp;<em>Sojus-TMA</em>&nbsp;kostenlos mitfliegen. Plätze kaufen durften die Amerikaner wegen des bestehenden Iran-Non-Proliferation-Act 2000 nicht, dieses Gesetz wurde aber zwischenzeitlich aufgehoben, so dass Flüge für amerikanische Astronauten mit russischen Raumschiffen zur ISS gegen Bezahlung ab sofort möglich sind.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/n050812_03.jpg" alt="" class="wp-image-68033" width="398" height="585" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/n050812_03.jpg 398w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/n050812_03-204x300.jpg 204w" sizes="(max-width: 398px) 100vw, 398px" /><figcaption>Start der NASA-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter zum Roten Planeten an Bord einer Atlas 5 Rakete
(Bild: NASA/KSC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. August ist die NASA-Raumsonde&nbsp;<em>MRO</em>&nbsp;zum roten Planeten aufgebrochen. Sie soll im März 2006 im Marsorbit ankommen und Oberflächenaufnahmen mit höchster Auflösung machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September stellte der NASA-Chef M. Griffin das ehrgeizige Programm 2018 der NASA vor. Danach will die NASA nach fast 50 Jahren wieder einen Astronauten auf den Mond bringen. Anschließend soll es zum Mars gehen. Dieses Programm beinhaltet einen neuen Träger und einen neuen Raumtransporter zur Personenbeförderung. Da die US-Space-Shuttles ab 2010 nicht mehr fliegen werden, ist diese Ersatzbeschaffung zwingend notwendig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wehmütig nahmen viele Raumfahrtfans Abschied von der NASA-Rakete Titan, die am 20. Oktober nach über 46 Betriebsjahren zu ihrem letzten Flug abhob.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen empfindlichen Rückschlag hat die private Raumfahrtindustrie erlitten. Bereits im November musste der erste Start der privaten Trägerrakete Falcon 1 des amerikanischen Unternehmens SpaceX wegen technischer Probleme abgesagt werden. Aber auch der neue Termin im Dezember konnte wegen technischer Mängel an der Rakete nicht eingehalten werden. Ein Termin für einen weiteren Versuch steht noch nicht fest. Das Unternehmen SpaceX wollte mit diesem Start beweisen, dass Trägerraketen von privaten Unternehmen kostengünstiger und ebenso sicher geflogen werden können. Dieser Beweis blieb bis jetzt aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Teilerfolg konnte das japanische Weltraumkonsortium JAXA verbuchen. Die Raumsonde&nbsp;<em>Hayabusa&nbsp;</em>erreichte am 12. September in einer Entfernung von über 280 Millionen km von der Erde den Asteroiden Itokawa. Die Raumsonde sollte Anfang Dezember den Lander&nbsp;<em>Minerva&nbsp;</em>auf dem Asteroiden aussetzen, was leider misslang. Auch die Bodenmaterialaufnahme von der Oberfläche des Asteroiden scheint nicht sicher gelungen zu sein. Ein Rückflug von&nbsp;<em>Hayabusa&nbsp;</em>zur Erde konnte bis jetzt nicht gestartet werden, da im Augenblick kein Funkkontakt zwischen Sonde und Bodenstation besteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen großen Erfolg konnte die chinesische Raumfahrt erzielen. Am 12. Oktober startete ihr zweiter bemannter Raumflug mit der neuen Raumkapsel&nbsp;<em>Shenzhou 6</em>. An Bord waren zwei Taikonauten, die während der 115 Stunden im All orbitale Experimente durchführten. China wollte sich durch diese Mission auf nächste Mission, mit Ausstieg aus der Kapsel, vorbereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weniger spektakulär, aber dafür recht häufig waren die Starts der russischen Weltraumagentur ROSKOSMOS. Sie absolvierte 27 Starts von russischen Weltraumbahnhöfen, fast ebenso viele wie alle Starts von Trägern, über 60 insgesamt, der anderen Weltraumagenturen. Der Träger R-7 wurde bei 12 Starts eingesetzt und der Träger UR 500 bei 7 Einsätzen. Damit führt Russland auch 2005 die Startliste an. Weitere Starts für militärische Satelliten bzw. kleinere Payloads sind in dieser Aufstellung nicht enthalten. Aber nicht alle Flugaufträge wurden erfolgreich abgeschlossen, so wie die Missionen Cryosat, Demonstrator und Molniya-3.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt waren im Jahre 2005 17 Personen aus 5 Nationen im Weltall, davon ein Privatmann, der mit einer russischen&nbsp;<em>Sojus-TMA</em>&nbsp;gegen entsprechende Bezahlung zur Raumstation ISS geflogen ist. Erfreuliches lieferten auch die Raumsonden&nbsp;<em>Voyager 1</em>&nbsp;und&nbsp;<em>Voyager 2</em>&nbsp;aus dem All. Ihre Sender funktionieren noch und in größeren Zeitabständen findet ein Kontakt zwischen den beiden Sonden und der Bodenstation statt.&nbsp;<em>Voyager 1</em>&nbsp;befindet sich mit 96,312 AE Entfernung von der Sonne schon am Übergang zur Heliopause, dem Ende des Sonnensystems.&nbsp;<em>Voyager 2</em>&nbsp;ist 84,933 AE entfernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weltraumteleskop&nbsp;<em>Hubble&nbsp;</em>feierte 2005 sein 15. Einsatzjahr im All, die ESA blickt auf ihr 30-jähriges Bestehen zurück und das russische Kosmodrom Baikonour feierte 50-jähriges Bestehen. Vor 100 Jahren hat A. Einstein seine berühmte Formel E = mc² vorgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> &#8211; Ende des Beitrags &#8211;</p>
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