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	<title>Jahrestreffen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Jahrestreffen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>ABGESAGT &#8211; Jahrestreffen 2020 in Köln</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/abgesagt-jahrestreffen-2020-in-koeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2020 17:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch 2020 findet wieder ein mehrtägiges Raumcon-Treffen für Raumfahrt- und Astronomieinteressierte statt. Organisiert wird es von Aktiven von Raumfahrer.net und Raumcon. Teilnehmen kann jede(r). Irgendwelche Mitgliedschaften sind keine Voraussetzung. Am Ende des Treffens gibt es ausserdem die Mitgliederversammlung des Vereins Raumfahrer Net e.V.. Quelle: Raumfahrer.net. Der Vorstand von Raumfahrer Net e.V. Vom 17. Mai bis [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auch 2020 findet wieder ein mehrtägiges Raumcon-Treffen für Raumfahrt- und Astronomieinteressierte statt. Organisiert wird es von Aktiven von Raumfahrer.net und Raumcon. Teilnehmen kann jede(r). Irgendwelche Mitgliedschaften sind keine Voraussetzung. Am Ende des Treffens gibt es ausserdem die Mitgliederversammlung des Vereins Raumfahrer Net e.V..</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Raumfahrer.net.</p>



<p>Der Vorstand von Raumfahrer Net e.V.</p>



<p>Vom 17. Mai bis 23. Mai 2020 findet das Raumcon-Jahrestreffen in Köln statt. Geboten werden spannende Exkursionen, interessante Vorträge und ein unnachahmliches Gemeinschaftserlebnis. Die Unterbringung erfolgt kostengünstig in der Jugendherberge DJH City-Hostel Köln-Riehl, wo auch ein Tagungsraum angemietet wurde. Die Jugendherberge befindet sich in der Nähe der Stadtbahnstation Köln Boltensternstraße. Im Raumcon-Forum sind weitere <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17528.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Informationen zu Programm, Kosten und Anmeldung</a> zusammengestellt. Anmeldeschluss ist der 13. März 2020.  Wer sich einen Eindruck von Inhalten und Verlauf vergangener Treffen verschaffen möchte: Hier gibt es <a href="https://www.raumfahrer.net/category/verein/" data-wpel-link="internal">Berichte zu Treffen der vergangenen Jahre</a> (rechte Seite, herunterscrollen).</p>



<p>Wer noch Diskussionsbedarf hat, kann gerne mitreden:<br><a rel="noreferrer noopener" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17285.0" target="_blank" data-wpel-link="internal">RaumconTreff 2020 &#8211; Ankündigung und Diskussion</a></p>



<p>___________________________________________________________________________________________________________________________________________</p>



<p><strong>Liebe Raumfahrt- und Astronomiebegeisterte, Mitstreiter und Freunde,</strong></p>



<p>eigentlich wäre heute ein freudiger Tag, der Anmeldeschluss der Raumcon 2020 war gestern, das Programm ist in forgeschrittener Planung und die Vorfreude auf das Treffen ist groß. Die aktuellen Entwicklungen machen aber leider auch vor unseren Planungen nicht halt. Wir haben uns seit Mitte der Woche im Vorstand darüber ausgetauscht, wie wir mit der Situation in Bezug auf das anstehende Treffen im Mai umgehen. Bis dahin ist noch etwas Zeit, doch die vorhandenen Unsicherheiten überwiegen die Punkte, die eine klare Aussage zu einem &#8222;Ja, das Treffen wird stattfinden&#8220; zulassen. Unser aller Gesundheit hat oberste Prorität und wir wollen Vorsicht statt Nachsicht walten lassen. Daher wird das Raumcon-Treffen im Mai in Köln nicht stattfinden. Keiner von uns weiß, wie die Situation im Mai sein wird. Gerade dieses Unwissen, was die nächsten Wochen/Monate passieren wird, erzeugt Unsicherheitsfaktoren, die eine verlässliche Planung nicht wirklich ermöglichen. Aktuell können wir noch selbst aktiv eingreifen, bevor im Zweifel kurz vor dem Treffen mögliche behördliche Anordnungen greifen, die zur Absage des Treffens führen würden. Der Schritt ist nicht schön, zumal bereits einiges an Vorbereitung von zahlreichen helfenden Händen getroffen wurden. Diesen sei hier explizit he rzlich gedankt! Doch ist für uns dieser Schritt in Anbetracht der aktuellen Lage angebracht und sinnvoll. Vielleicht stellen wir im Mai fest, dass wir uns wie geplant hätten treffen können. Wenn dem so sein sollte, freuen wir uns darauf, gemeinsam anzupacken und das nächste Treffen zu organisieren. Wir hoffen, ihr habt Verständnis hierfür. </p>



<p><strong>Wir wünschen euch, dass eure Gesundheit erhalten bleibt und ihr gut durch diese Zeit kommt.</strong></p>



<p>Der Vorstand von Raumfahrer Net e.V., im März 2020</p>
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			</item>
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		<title>Jahrestreffen Raumcon-Forum und Raumfahrer Net 2019</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jahrestreffen-raumcon-forum-und-raumfahrer-net-2019-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Goth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2019 15:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Teilnehmer des Raumcon-Forums, Moderatoren, Administratoren, Portal-Redakteure, Mitglieder des Vereins Raumfahrer Net e.V. und „ganz normale“ Raumfahrt- und Astronomiebegeisterte trafen sich von Sonntag 26. Mai 2019 bis Samstag 1. Juni 2019 zum jährlichen Raumcon-Treffen in Dachau, um im Großraum München an zahlreichen Exkursionen teilzunehmen, spannenden Vorträgen zu lauschen und sich über aktuelle und historische „Space“-Themen auszutauschen. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Teilnehmer des Raumcon-Forums, Moderatoren, Administratoren, Portal-Redakteure, Mitglieder des Vereins Raumfahrer Net e.V. und „ganz  normale“ Raumfahrt- und Astronomiebegeisterte trafen sich von Sonntag  26. Mai 2019 bis Samstag 1. Juni 2019 zum jährlichen Raumcon-Treffen in Dachau, um im Großraum München an zahlreichen Exkursionen teilzunehmen, spannenden Vorträgen zu lauschen und sich über aktuelle und historische „Space“-Themen auszutauschen. </h4>



<h6 class="has-text-align-right wp-block-heading"> Quelle: Raumfahrer Net e.V., ArianeGroup, Airbus Defence and Space, OHB System GmbH, GSOC/DLR, MPE, ESO, Stefan Goth. </h6>



<h3 class="wp-block-heading">Sonntag 26.05.2019 Anreisetag</h3>



<p>Das  Raumcon-Treffen 2019 startete am 26.05.2019 ab 14:00 Uhr mit dem  Check-In in der Jugendherberge Dachau. Zunächst wurden die Zimmer  bezogen und der Seminarraum raumfahrttypisch eingerichtet und dekoriert. Kurz nach 17 Uhr wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer  durch Ilka Meuer, Mitglied im Vorstand des gemeinnützigen Vereins Raumfahrer Net e.V. und Hauptorganisatorin, begrüßt. Sie gab eine  Einführung in das Programm und beantwortete alle offenen Fragen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/JH_Dachau-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Jugendgästehaus &quot;Max Mannheimer Haus&quot; in Dachau" data-rl_caption="" title="Jugendgästehaus &quot;Max Mannheimer Haus&quot; in Dachau" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/JH_Dachau_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Jugendgästehaus &#8222;Max Mannheimer Haus&#8220; in Dachau<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Das gemeinsame Grillen auf der Terrasse ab ca. 18:00 Uhr wurde zum Kennenlernen des einen oder anderen neuen Gesichts und ersten Fachgesprächen über aktuelle Themen aus Raumfahrt und Astronomie genutzt. Später konnte noch ein ISS-Transit beobachtet werden. Leider gelang es nicht den ersten Satz von 60 Starlink-Satelliten, die ein paar Tage vorher gestartet wurden, zu sichten. Die Frage, ob astronomische Beobachtungen wegen der gerade in Aufbau befindlichen neuen Satellitenkonstellationen, mit in einem Fall bis zu 12.000 zusätzlichen Objekten, erschwert oder gar unmöglich werden, führte zu kontroversen Diskussionen ohne endgültigem Ergebnis.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Montag 27.05.2019 (Ottobrunn/Taufkirchen)</h3>



<p>Nach einem reichhaltigen Frühstück fuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am nächsten Tag in Fahrgemeinschaften nach Ottobrunn, genaugenommen nach Taufkirchen, um ab 10:00 Uhr die dortige Niederlassung von <strong>ArianeGroup GmbH</strong> und <strong>Airbus Defence and Space</strong> zu besichtigen. Obwohl es sich zwischenzeitlich um zwei getrennte Firmen handelt, befinden sie sich am gleichen Standort und nutzen auch einige Ressourcen gemeinsam.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Boelkow-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ludwig Boelkow Statue am ArianeGroup/Airbus-Standort Ottobrunn" data-rl_caption="" title="Ludwig Boelkow Statue am ArianeGroup/Airbus-Standort Ottobrunn" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Boelkow_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ludwig Boelkow Statue am ArianeGroup/Airbus-<br>Standort Ottobrunn<br>(Bild: Frank Leuband)</figcaption></figure></div>



<p>Der Technologiecampus Ottobrunn, ein Luft- und Raumfahrtstandort, wurde nach dem zweiten Weltkrieg u.a. von Ludwig Bölkow (wieder) aufgebaut.  Weniger bekannt ist, dass in der Nähe während des Nationalsozialismus  Flugzeug- und Raketenantriebe getestet wurden. Für diese Tests wurden Insassen des Konzentrationslagers Dachau unter lebensgefährlichen, menschenverachtenden Bedingungen eingesetzt.</p>



<p>Empfangen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch  Dietrich Häseler, der bei ArianeGroup beschäftigt ist. Geführt wurden  wir dann durch Eugen Reichl, Autor zahlreicher Raumfahrtbücher und  Mitarbeiter von Airbus Defence and Space. </p>



<p>Zunächst konnten wir das Mission Control Center für  die europäischen ERDS-Satelliten (European Relay Data Satellite)  besichtigen. Momentan befindet sich ERDS A als „hosted payload“ an Bord  eines Eutelsat-Satelliten im geostationären Orbit. Diese Nutzlast wird  von Ottobrunn aus kommandiert und überwacht. Hier wird als „Service“ der  SpaceDataHighway zwischen LEO-Satelliten, ERDS-Satelliten und  Bodenstation betrieben. Es wird als Übertragungstechnik  Laserkommunikation verwendet. ERDS A verfügt über ein LCT (Laser  Communication Terminal) und kann Daten von den vier Sentinel-Satelliten  1A, 1B, 2A und 2B, welche ebenfalls über je ein LCT verfügen, empfangen  und per Ka-Band an die Bodenstation weiterleiten. Über ein LCT sind bis  zu 1,8 Gbps möglich. Seit 2016 wurden über 20.000  Kommunikationsverbindungen hergestellt und rund 1,3 PByte an Daten  übertragen. Von hier aus wird auch das Zusammenspiel zwischen  Bodenstation, LEO-Satelliten und ERDS-Satelliten koordiniert.</p>



<p>ERDS C wird keine Nutzlast auf  einem anderen Satelliten sein, sondern als eigenständiger Satellit im  Juli diesen Jahres starten und ebenfalls, wie ERDS A, Europa, Afrika und  den nahen Osten abdecken. ERDS B war ursprünglich als weitere „hosted  payload“ geplant, wurde dann aber nicht realisiert, so dass diese  Benennung ungenutzt bleibt. ERDS D soll bereits mit drei LCT  ausgestattet sein und im pazifischen Raum platziert werden. Damit soll  auch eine Kommunikation zwischen den ERDS-Satelliten realisiert werden  können. Mit weiteren Satelliten will man schließlich eine globale  Abdeckung erreichen. Die LCT werden von der Fa. Tesat-Spacecom GmbH  &amp; Co. KG geliefert.</p>



<p>Danach wurde die Führung bei Airbus Defence and Space in der  Fertigung von Raketen- und Satellitenkomponenten fortgesetzt. Der Standort Ottobrunn ist das ArianeGroup-Kompetenzzentrum für die  Entwicklung und Fertigung von Brennkammern für Raumfahrtantriebe von Trägerraketen und Satelliten. Derzeit werden hier die Brennkammer des  Vulcain-2-Triebwerks für die Hauptstufe der Ariane 6 und die des  Vinci-Triebwerks für deren Oberstufe sowie die Kryogenventile für beide Stufen entwickelt und gebaut.</p>



<p>In der Mittagszeit konnte die Kantine am Standort  Ottobrunn besucht werden. Nach der Rückfahrt nach Dachau stand der  Nachmittag zur freien Verfügung. Eine kleine Gruppe besuchte die  Flugwerft in Schleißheim und nahm, neben den zahlreichen Flugzeugen, die übersichtliche Zahl der Raumfahrtexponate in Augenschein.</p>



<p>Um 18:00 Uhr trafen sich wieder alle in der Jugendherberge Dachau und genossen das Abendessen, anlässlich des wöchentlichen Veggie Day mit Käsespätzle.</p>



<p>Nach 19:45 Uhr folgten zwei Vorträge: Ein Teilnehmer referierte über die „Vinci Upper Stage Engine  for Ariane 6“ und ein Teilnehmer berichtete über „Ariane 6 Oberstufe,  Upper Liquid Propulsion Module“. Diese Vorträge rundeten den Besuchstag bei ArianeGroup und Airbus thematisch sehr gut ab.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Dienstag 28.05.2019 (Oberpfaffenhofen/Weßling)</h3>



<p>Nach dem gemeinsamen Frühstück und der Fahrt nach Oberpfaffenhofen-Weßling begann der Besuchstag beim <strong>German Space Operations Center, GSOC des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)</strong>. Die Organisationseinheit Missionsbetrieb führt im GSOC die  operativen projektgesteuerten Arbeiten im Bereich der astronautischen und unbemannten Raumflugmissionen durch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/GSOC_MissionControl-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="GSOC Columbus Control Center" data-rl_caption="" title="GSOC Columbus Control Center" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/GSOC_MissionControl_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>GSOC Columbus Control Center<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Herr Markus Trost ist dort zuständig für die Einrichtungen am Boden,  u.a. auch für den technischen Betrieb des Kontrollzentrums zur Steuerung  und Überwachung des europäischen Columbus-Moduls an der ISS. Herr Trost  stellte die Funktion und den Aufbau des GSOC vor und führte durch das  Gebäude. Neben der astronautischen Raumfahrt betreut das GSOC auch  Satellitenmissionen, die durch das DLR finanziert werden, z.B.  Eu:Cropis. Von der „Brücke“ konnte Einblick in vier  verschiedene Kontrollräume, die für unterschiedliche Zwecke genutzt  werden, genommen werden. Wegen des unersättlichen  Wissensdursts der Besucher wurde kurzer Hand ein zweiter Besuch am  Nachmittag vereinbart. Bereits um 11:30 Uhr war die Besichtigung bei der nebenan gelegenen <strong>OHB System AG</strong>  angesetzt. Nach der  Begrüßung folgte eine Führung durch das Gebäude  mit Elektronikentwicklung, REXUS-/MAXUS-Labor (suborbitale  Forschungsraketen) und Blick in den Reinraum. Dort wird derzeit u.a. ein  Strukturmodell eines der zukünftigen Hauptinstrumente der Meteosat  Third Generation (MTG) montiert.           <br><br>Nach der Führung wurden wir in die Kantine von OHB zum Essen  geladen. Danach folgte eine Präsentation zu den Meteosat Third  Generation, MTG-Satelliten. Diese werden derzeit von OHB und Thales  Alenia Space als Prime-Kontraktoren und zahlreichen Subkontraktoren  entwickelt und gebaut. Die neue Wettersatellitenkonstellation für den  geostationären Orbit, die von Eumetsat (European Meteorological  Satellite Organisation) betrieben werden wird, soll aus vier MTG-I  (Imager) und zwei MTG-S (Sounder) Satelliten bestehen. Die „Imager“  werden die Arbeit der vorhergehenden beiden Generationen fortführen und  das Wettergeschehen im optischen Bereich, allerdings in deutlich höherer  Qualität, abbilden. Die sog. „Sounder“ hingegen setzen neue  hochauflösende Spektrometer ein, die es ermöglichen sollen die  Verteilung der Feuchtigkeit in der Atmosphäre dreidimensional zu  erfassen.            <br><br>Neben den  Satelliten-Bussen werden bei OHB auch ein Teil der wissenschaftlichen  Instrumente entwickelt und gebaut. Nach heutigem Stand soll 2021 der  erste MTG-I mit einer Ariane 5 gestartet werden. Der erste MTG-S soll  2022 folgen. Generell sind die Satelliten dafür ausgelegt mit Ariane  oder mit Falcon 9 zu starten.           <br><br>Die zweite Präsentation befasste sich mit der  ESA-Forschungsmission Plato (PLAnetary Transits and Oscillations of  stars). Es ist die dritte Mission der M-Klasse im Rahmen des Programms  Cosmic Vision der ESA. Auch hier ist OHB als Prime-Kontraktor zusammen  mit Thales Alenia Space für Entwicklung und Bau der Sonde, die am  Lagrange Punkt 2 des Sonne-Erde-Systems stationiert werden soll,  verantwortlich. Gestartet soll 2026 werden, um dann nach extrasolaren  Planeten zu suchen, sowie diese und ihre Sonnen zu untersuchen. Wobei  erdähnliche Planeten in der habitablen Zone von besonderem Interesse  sind. Der Raumflugkörper wird dafür mit einem Array von 26 Teleskopen  ausgestattet.            <br><br>Nachdem am Morgen beim DLR die Zeit für alle Fragen zu knapp war,  nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die räumliche Nähe für einen  zweiten Besuch im GSOC. Dort stand mit dem Leiter der Missionskontrolle  ein weiterer kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung, so dass keine  noch so detaillierte und „verbohrte“ Frage unbeantwortet blieb.            <br><br>Nach der Fahrt zurück und dem  Abendessen in der Jugendherberge klang der Tag mit Diskussionen, einer  Raumfahrt-Dokumentation und einem -Film aus.       </p>



<h3 class="wp-block-heading">Mittwoch 29.05.2019 (Garching)</h3>



<p>Am Morgen ging es nach dem Frühstück in der Jugendherberge Dachau nach Garching zum <strong>Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE)</strong>. Wegen einer Baustelle für eine Erweiterung des <em>Max-Planck-Instituts für Physik</em> gab es am Anfang bezüglich des Zugangs etwas Verwirrung. Aber eine freundliche Dame vom <em>Max-Planck-Institut für Astrophysik</em>  zeigte uns den Weg durch das Gebäude zur richtigen Anlaufstelle. Dort  wurden wir durch Frau Hannelore Hämmerle begrüßt. Sie hielt einen  spannenden Einführungsvortrag über die Arbeit des MPE. Das MPE ist der  experimentellen und theoretischen Erforschung des Raumes außerhalb der  Erde und astrophysikalischer Phänomene gewidmet. Wobei die  experimentelle Forschung im Vordergrund steht. Im Gegensatz dazu befasst  sich das Institut für Astrophysik mehr mit den theoretischen Grundlagen  und entsprechenden rechnergestützten Simulationen.           <br><br>Danach folge Herr Bogensberger, der einen Einblick  in die Röntgenastronomie gab. Das MPE war maßgeblich an der  ROSAT-Mission beteiligt, welche als erste den gesamten Himmel im Bereich  der Röntgenstrahlung abgetastet hat. <br>Derzeit wird  intensiv an einem Nachfolger, eROSITA genannt, gearbeitet. Es wird vom  DLR finanziert und das MPE ist das führende wissenschaftliche Institut,  welches das Projektmanagement trägt. Dies geschieht in enger  Zusammenarbeit mit anderen deutschen Instituten und dem IKI (Instituts  für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften) in  Moskau. Die Teleskopstruktur und die Röntgenkameras werden vom MPE  entwickelt. Zusammen mit dem russischen Teleskop ART-XC soll eROSITA auf  dem russischen Satelliten Spektrum-Röntgen-Gamma (Spektr-RG / SRG)  voraussichtlich am 21.06.2019 mit einer Proton-M von Baikonur starten. <br>eROSITA soll über einen Zeitraum von vier Jahren den  kompletten Himmel acht mal komplett abscannen. Es wird mit einer 20fach  höheren Empfindlichkeit als bei ROSAT gerechnet.           <br><br>Danach folgte eine Präsentation von Sebastiano von  Fellenberg. Er berichtete über seine Forschungsarbeit, welche sich mit  Infrarot-Beobachtung der Region um das supermassive Schwarze Loch (ca. 4  Millionen Sonnenmassen) im Zentrum unserer Milchstraße befasst. Dabei  genießt ein junger Stern, S2 genannt, der auf seiner 16jährigen  Umlaufbahn um das schwarze Loch diesem am nächsten kommt, größere  Aufmerksamkeit. Auf seiner Bahn erreicht er bis zu 3% der  Lichtgeschwindigkeit. Durch die Beobachtung von S2 konnte u.a. auch die  allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein erneut bestätigt  werden.           <br><br>An Hand einer Animation aus den aufgezeichneten Daten wurde auch gezeigt, dass das Schwarze Loch, genauer seine direkte Umgebung außerhalb des Schwarzschild-Radius, immer wieder im infraroten Licht stark aufleuchtet. Diese sog. Flares werden auf das Aufleuchten von Gas und Staub, welches kurz vor dem Verschlingen durch das Schwarze Loch, stark aufgeheizt wird, zurückgeführt.           <br><br>Zum Abschluss des Besuchs beim MPE beantwortete Frau Hämmerle noch alle aufkommenden Fragen.           <br><br>Die Mittagspause verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Gelände des Forschungs- und Hochschulcampus Garching.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Leibniz-RZ.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Leibniz-Rechenzentrum in Garching, Haupteingang" data-rl_caption="" title="Leibniz-Rechenzentrum in Garching, Haupteingang" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Leibniz-RZ_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Leibniz-Rechenzentrum in Garching,<br> Haupteingang<br>(Bild: Stean Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Ab 14:00 Uhr wurde dann das <strong>Leibniz-Rechenzentrum (LRZ)</strong> besucht.  Das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften  ist das Hochschulrechenzentrum für die Ludwig-Maximilians-Universität  (LMU), die Technische Universität München (TUM) und die Bayerische  Akademie der Wissenschaften. Auch die Hochschule für angewandte  Wissenschaften München (HM) und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf  sowie zahlreiche weitere Wissenschaftsinstitutionen, die Bayerische  Staatsbibliothek und der Bibliotheksverbund Bayern nutzen Leistungen des  LRZ. Zusätzlich betreibt das LRZ  Hochleistungsrechensysteme für alle bayerischen Hochschulen sowie einen  nationalen Höchstleistungsrechner, der zu den leistungsfähigsten  Rechnern in Europa zählt und allen öffentlichen deutschen  Forschungseinrichtungen zur Verfügung steht.</p>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/CAVE-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="CAVE mit 3D-Projektion" data-rl_caption="" title="CAVE mit 3D-Projektion" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/CAVE_klein.jpg" alt="CAVE mit 3D-Projektion" class="wp-image-3026"/></a><figcaption> CAVE mit 3D-Projektion <br>(Bild: Stefan Goth) </figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/CAVE_unbeleuchtet-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="169" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/CAVE_unbeleuchtet-169x300.jpg" alt="" class="wp-image-3027" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/CAVE_unbeleuchtet-169x300.jpg 169w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/CAVE_unbeleuchtet-scaled-600x1067.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/CAVE_unbeleuchtet-576x1024.jpg 576w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/CAVE_unbeleuchtet-768x1365.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/CAVE_unbeleuchtet-864x1536.jpg 864w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/CAVE_unbeleuchtet-1152x2048.jpg 1152w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/CAVE_unbeleuchtet-scaled.jpg 1440w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a><figcaption> CAVE des Zentrums für <br>virtuelle Realität und <br>Visualisierung (V2C),<br> unbeleuchtet <br>(Bild: Stefan Goth) </figcaption></figure></div>



<p>Die generelle Einführung und die Vorstellung des Zentrums für virtuelle  Realität und Visualisierung (V2C) übernahm Herr Rainer Oesmann vom LRZ.  Dabei wurden Beispiele der Anwendung des SuperMuc-(NG)  Hochleistungsrechensystems und der Visualisierung gezeigt, u.a. die  Simulation der Magmaströme im Erdinneren und die Kontinentalbewegungen  der letzten 200 Millionen Jahre als 3D-Animation. Danach hatten die  Interessierten Gelegenheit sich in der sog. CAVE virtuell durch den  Kaisersaal der Neuen Residenz Bamberg zu bewegen. Die CAVE ist ein  würfelförmiger Raum bei dem auf drei Wände, Boden und Decke projiziert  werden kann.           <br>           <br>Herr  Oesmann erläuterte die Geschichte und Funktion des LRZ und die  grundsätzliche Projektkonzeption für die Anschaffung und den Betrieb  eines Höchstleistungsrechners. Demnach wird ein neuer  Hochleistungsrechner als Projekt für einen üblicherweise sechsjährigen  Betrieb ausgeschrieben, allerdings in zwei Phasen installiert. Die ca.  drei Jahre zwischen den beiden Phasen sorgen dafür, dass die in der  zweiten Phase aufgestellten Racks deutlich weniger Flächenbedarf, bei  gleichzeitig deutlich höherer Leistungsfähigkeit aufweisen.            <br>           <br>Das LRZ versucht den Strombedarf der Superrechner  durch Warm-Wasserkühlung zu minimieren. Das Wasser wird durch die  Abwärme der Rechner von ca. 40°C auf 60°C aufgeheizt. Man nutzt diese  Wärme zur Gebäudeheizung und zum Betrieb von Absorptionswärmepumpen,  welche Kühlwasser für andere Anwendungen erzeugen. Überschüssige Wärme  kann bei diesem Temperaturniveau über Kühler (ohne Kältemaschine) an die  Umwelt abgegeben werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Donnerstag 30.09.2019</h3>



<p>Für Donnerstag (Christi  Himmelfahrt) war keine größere Raumfahrt-Exkursion eingeplant. Statt  dessen stand der Tag eher im Zeichen von Erholung und Einkehr. Viele  Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten den Vormittag für einen Besuch  der KZ-Gedenkstätte Dachau.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Raumcon-Treffen_2019.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Raumcon-Treffen 2019 in Dachau, Seminarraumeingang" data-rl_caption="" title="Raumcon-Treffen 2019 in Dachau, Seminarraumeingang" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Raumcon-Treffen_2019_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Raumcon-Treffen 2019 in Dachau, Seminarraumeingang<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Am späteren Nachmittag referierte dann Steve Münker sehr ausführlich und  eingehend über die Mission „Hayabusa 2“ der japanischen  Raumfahrtbehörde Jaxa zum Asteroiden Ryugu. Die bisherigen  Missionserfolge waren so umfangreich, dass der Vortrag nicht komplett  abgeschlossen werden konnte. Statt dessen musste er zum Einbruch der  Dunkelheit abgebrochen werden, denn ein besonderer Programmpunkt war für  diesen Abend noch vorgesehen, nämlich Lagerfeuer mit Stockbrot! Hierzu  wurden die mit dieser Sitte teilweise noch nicht so vertrauten extra  durch einen neunjährigen Experten verstärkt! Dieser hatte für die für  Freitag geplante Exkursion eine offizielle Schulbefreiung erwirkt und  war bereits am Abend vorher angereist. Zu später Stunde konnte  trotz fast geschlossener Wolkendecke ein ISS-Transit beobachtet werden,  was für diesen Tag den würdigen Abschluss bildete.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Freitag 31.05.2019 (Garching)</h3>



<p>Nach dem  obligatorischen Frühstück und der erneuten Fahrt nach Garching, wurde  diesmal am ESO Supernova, dem Planetarium und Besucherzentrum der <strong>ESO (Europäische Südsternwarte)</strong>  geparkt. Im dortigen Foyer wurden wir von einem wissenschaftlichen  Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Astrophysik empfangen, der  früher als Student und Doktorand bei der ESO gearbeitet hat und jetzt  gelegentlich als Führer bei der ESO tätig ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ESO_39m-ELT-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESO Hauptquartier" data-rl_caption="" title="ESO Hauptquartier" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ESO_39m-ELT_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESO Hauptquartier (Gebäudeteil Technikzentrum mit 39 m Durchmesser)<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Er führte sowohl in Funktion und Geschichte der Organisation als auch  des Hauptquartiers der ESO ein. Es besteht aus unterschiedlich alten  Gebäudeteilen, die in kreisförmigen Gebäudestrukturen angeordnet sind.  Immer wieder wird in der Architektur auf die Arbeit der ESO  referenziert, z.B. entspricht der Durchmesser eines runden, neuen  Gebäudes exakt dem Durchmesser des derzeit in Bau befindlichen Extremly  Large Teleskop (ELT) von 39 Metern. So kann man sich angesichts der  Größe des Gebäudes eine grobe Vorstellung von der Dimension des  wissenschaftlichen Instruments, das gerade in Chile entsteht,  verschaffen.</p>



<p>Bei der Besichtigung konnte auch ein Blick in den Reinraum der ESO  geworfen werden. Dort wird derzeit ein Prototyp eines Spiegelelements  des ELT getestet. Der Hauptspiegel des ELT (M1) wird aus 798  sechseckigen aluminiumbeschichteten Spiegelsegmenten bestehen. Insgesamt  wird es fünf Spiegelebenen geben, wobei vier davon als aktive Spiegel  ihre eigenen Massenverformungen und thermischen Verzerrungen durch  diverse Aktuatoren ausgleichen können. Leider verschlechtern sich die  optischen Eigenschaften der Aluminiumschicht relativ schnell. Daher geht  man davon aus, dass im Betrieb täglich (!) mindestens zwei Segmente  ausgetauscht werden müssen, um neu bedampft zu werden. Dazu wird es  einige Reservesegmente geben, damit der Austausch jeweils während der  Tagzeit abgeschlossen werden kann, so dass nachts uneingeschränkt  beobachtet werden kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ESO_Reinraum.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESO Reinraum mit Spiegelelement-Prototyp (ELT)" data-rl_caption="" title="ESO Reinraum mit Spiegelelement-Prototyp (ELT)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ESO_Reinraum_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESO Reinraum mit Spiegelelement-Prototyp (ELT)<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Der kleinste Spiegel M5 ist als Teil der adaptiven Optik in der Lage die  durch die Atmosphäre erzeugten Verzerrungen auszugleichen. Mehrere  Laser erzeugen hierzu in ca. 90 km Höhe in der Atmosphäre einen  künstlichen Stern. Dessen über das Spiegelsystem aufgenommenen  ungewollten Verzerrungen werden durch gezielte Verformung von M5 mehrere  hundert mal pro Sekunde ausgeglichen. Diese Technologie wird  bereits bei vielen bestehenden optischen Teleskopen, wie z.B. dem aus  vier großen Einzelteleskopen bestehenden Very Large Telescope (VLT) der  ESO angewendet.           <br><br>Nach  der Besichtigung des Hauptquartiers der ESO nutzten die Teilnehmer und  Teilnehmerinnen die Möglichkeiten des Forschungs- und Hochschulcampus  Garching für eine kurze Mittagspause.            <br><br>Danach wurde die große Dauerausstellung im <strong>ESO Supernova</strong>  besichtigt. Darin zeigt eine interaktive astronomische Ausstellung in  13 Themenbereichen „das Leben im Universum“. Auf der Website der  Einrichtung wird diese hochinteressante und ansprechende Einrichtung wie  folgt beschrieben:<em> „Sie bringt den Besuchern scheinbar weit  entfernte und abstrakte Themen näher, indem sie einen Bezug herstellt  zwischen den Menschen und dem Universum, der Astronomie im Allgemeinen,  dem Leben im Universum und unseren Beobachtungen des Universums mit  Hilfe der ESO-Einrichtungen.“</em><br><br>Die durchgängig barrierefreie Ausstellungsfläche schraubt  sich in einer Rampenspirale in dem extra dafür entworfenen Gebäude  zunächst bis in den 2. Stock, um sich dann im zweiten Gebäudeteil bis  ins Untergeschoss hinunterzudrehen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ESO_Supernova-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESO Supernova" data-rl_caption="" title="ESO Supernova" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ESO_Supernova_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Blick vom ESO Hauptquartier auf das ESO Supernova<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Zusätzlich gibt es zur Zeit im Erdgeschoss die Sonderausstellung „Laser,  Licht, Leben“. Sie gibt Einblicke in die Lasertechnologie von den  Anfängen bis heute und beleuchtet visionäre Möglichkeiten ihrer  Anwendung, einschließlich ihrer „Nutzung“ in der Science Fiction.            </p>



<p>Den Abschluss des Besuchs  bildete eine Vorführung im im Gebäude untergebrachten Planetarium,  welches den über hundert möglichen Zuschauern auf der größten geneigten  Kuppelprojektion in Deutschland, Österreich und Schweiz (als  Planetariumsprojektion) auf 14 m Durchmesser eine digitale  360°-Projektion zeigt. Nach einer Live-Einführung in die  Himmelsbeobachtung, Astronomie und den Sternenhimmel wurde der „Film“  „Von der Erde zum Universum“ gezeigt.          </p>



<p>Nach der Rückfahrt zur Jugendherberge und dem  Abendessen konnte Steve Münker seinen Vortrag über Hayabusa 2  abschließen, wobei diese Asteroiden-Mission ja noch andauert und  hoffentlich noch viele spannende Erkenntnisse und Ereignisse bereithält.          </p>



<p>Ein weiterer  Teilnehmer aus dem Kreis des Raumcon-Forums hielt als thematischen  Abschluss des Treffens einen Vortrag über „Klimageschichte“. Gerade in  Zeiten in denen der menschengemachte Klimawandel praktisch für jeden  spürbar wird, kann es für das Verständnis sehr hilfreich sein, über die  historische Entwicklung des Klimas der Erde Bescheid zu wissen. Wobei  sich der Vortrag im wesentlichen „nur“ auf die letzten rund 50 Millionen  Jahre der Erdgeschichte beschränkte. Ursprünglich war es auf der Erde  meistens deutlich wärmer als heute, da u.a. der CO2-Gehalt in der  Atmosphäre durch Vulkanismus und andere Effekte deutlich höher war als  heute. Damit lag auch der Meeresspiegel einige hundert Meter höher und  einiges der heutigen Landfläche war überflutet.            </p>



<p>Dass wir heute in deutlich „kälteren“ Zeiten leben  liegt u.a. an Indien! Allerdings nicht als Land sondern als  Sub-Kontinent. Durch die Kontinentalbewegungen ist der ursprünglich  eigenständige indische (Sub-)Kontinent vor zig Millionen Jahren mit dem  asiatischen Kontinent „zusammengestoßen“ und seit dem türmt sich immer  mehr das Himalaya-Gebirge auf. Dieses und andere Hochgebirge (z.B. die  Alpen) sind wiederum ein wichtiger Teil des Wasserkreislaufs. Eigentlich  sind wesentliche Bestandteile dieser Gebirge nicht wasserlöslich,  jedoch durch das aus der Luft im Wasser aufgenommene CO<sub>2</sub> entsteht Kohlensäure und damit werden wiederum Bestandteile des Materials ausgewaschen, binden dabei das CO<sub>2</sub>  und lagern sich insbesondere am Meeresgrund ab. Einen Teil dieses  Vorgangs kann man in Tropfsteinhöhlen beobachten, allerdings wird dort  der aus dem Gestein gelöster Kalk als sichtbare Tropfsteine wieder  abgelagert. Das CO<sub>2</sub> welches dauerhaft in Sedimentschichten  eingelagert wird, fehlt auf Dauer im Luft-Wasser-Kreislauf und trägt  somit auch nicht mehr zum Treibhauseffekt bei.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/All_palaeotemps.png" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/All_palaeotemps.png" alt=""/></a><figcaption>Paläo-Temperaturkurve der letzten 500 Millionen Jahre, erstellt aus einer Reihe verschiedener Proxy-Daten<br>(Bild: Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 )</figcaption></figure></div>



<p>Deshalb kann man in den letzten 50 Millionen Jahren einen stetig  abnehmenden CO2-Gehalt und damit auch sinkende Durchschnittstemperaturen  „beobachten“. Dies bedeutet insbesondere, dass die Pole seit dieser  Zeit fast durchgängig eisbedeckt sind.<br>Parallel dazu gibt  es jedoch Effekte, die über einige zehn- bis hunderttausend Jahre hinweg  größere Schwankungen verursachen, so dass die „bekannten“ Eiszeiten  entstanden. Diese zyklischen Veränderungen werden u.a. auch auf  Änderungen der Rotationsachse der Erde, Änderungen der Exzentrizität der  Umlaufbahn um die Sonne und andere Einflüsse zurückgeführt.<br>Die letzte Eiszeit endete vor ca. 18.000 Jahren, bis dahin waren auch  weite Teile der höheren Breiten z.B. auch weite Teile von Europa mit  Eis bedeckt. Die aktuelle Warmzeit müsste nach den üblichen zyklischen  Schwankungen ihr Maximum bereits überschritten haben, der gegenteilige  Effekt ist jedoch zu beobachten. Eine wesentliche Ursache ist  der Einfluss des Menschen. Vor rund 8.000 Jahren begann der Mensch mit  Ackerbau, womit bereits eine Erhöhung des CO<sub>2</sub>-Ausstoßes  verbunden war. Der beginnende verstärkte Nass-Reisanbau hat zusätzlich  zu einer Erhöhung des Methan-Anteils in der Atmosphäre geführt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a0/Ghgs-epcia-holocene-CO2-earlyanthropogenic-de.svg" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/640px-Ghgs-epcia-holocene-CO2-earlyanthropogenic-de.svg.png" alt=""/></a><figcaption>CO2-Gehalt in der Atmosphäre<br>(Bild: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)</figcaption></figure></div>



<p>Allerdings, der Anstieg des CO2-Gehalts seit Beginn der Industrialisierung übertrifft dies alles bei weitem.           <br>           <br>Zu später Stunde folgte dann ein Brainstorming  über die Raumcon-Treffen 2020, 2021 und sogar 2022. Wobei Ziele und  Termine erst bekannt gegeben werden, wenn verbindliche Buchungen  getätigt wurden.           <br>           <br>Danach fanden sich noch genügend Freiwillige um den Seminarraum  aufzuräumen und die Raumfahrt-Bilder wieder abzunehmen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Samstag 01.06.2019 Abreisetag</h3>



<p>Am Samstag standen dann  nur noch Frühstück, Zimmer räumen und verabschieden auf dem Programm. Abschließend ist insbesondere dem Organisationsteam, allen  voran Ilka Meuer, den Gastgebern der Exkursionen, den Vortragenden, der  Jugendgästehaus „Max Mannheimer Haus“ in Dachau und den Teilnehmerinnen  und Teilnehmern für ein (wieder) wunderbar gelungenes und informatives  Raumcon-Treffen 2019 zu danken!           </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16571.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon Treffen 2019 Ankündigung und Diskussion</a>            </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jahrestreffen Raumcon-Forum und Raumfahrer Net 2018</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jahrestreffen-raumcon-forum-und-raumfahrer-net-2018/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Goth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 May 2018 20:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus Defence and Space]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitglieder und Freunde des Raumcon-Forums und des Vereins Raumfahrer Net trafen sich vom 06. bis 10. Mai 2018 zum jährlichen Erfahrungsaustausch in Lindau am Bodensee, mit Exkursionen nach Friedrichshafen. Quelle: Raumfahrer Net, Airbus, ESA, MPS, Dornier Museum, Eumetsat, Stefan Goth. Am diesjährigen Treffen nahmen 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sowie einige Tagesgäste teil. Wie jedes Jahr [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mitglieder und Freunde des Raumcon-Forums und des Vereins Raumfahrer Net trafen sich vom 06. bis 10. Mai 2018 zum jährlichen Erfahrungsaustausch in Lindau am Bodensee, mit Exkursionen nach Friedrichshafen. </h4>



<h6 class="has-text-align-right wp-block-heading"> Quelle: Raumfahrer Net, Airbus, ESA, MPS, Dornier Museum, Eumetsat, Stefan Goth. </h6>



<p>Am diesjährigen Treffen nahmen 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sowie einige Tagesgäste teil. Wie jedes Jahr bot es ein abwechslungsreiches Besichtigungsprogramm, Vorträge, Diskussionen mit hochkarätigen Gästen und die einzigartige Möglichkeit für die über den deutschsprachigen Raum (und darüber hinaus) verstreuten Foristen des Raumcon-Forums sich im persönlichen Kontakt auszutauschen.</p>



<h3 class="has-text-align-left wp-block-heading"><strong>Sonntag 06.05.2018</strong></h3>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/JuHeLindau-3-1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Jugendherberge Lindau" data-rl_caption="" title="Jugendherberge Lindau" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/JuHeLindau-3-260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Jugendherberge Lindau &#8211; gelungene Komposition aus alt und neu<br>(Bild: Axel Nantes)</figcaption></figure></div>



<p>Los ging es mit dem Einchecken in der Jugendherberge Lindau, dem  raumcon-typischen Dekorieren des Veranstaltungsraums und dem Aufbau der notwendigen Medientechnik. Wie üblich wurden dafür alle bereits  eingetroffenen Teilnehmer eingespannt, so dass sich bereits beim Anbringen von Space Shuttle-, Falcon 9- und Mars-Bildern die ersten Fachgespräche entwickelten. Erfreulicherweise konnten auch neue Freunde begrüßt werden, die zum ersten mal als Übernachtungsgäste teilnahmen.                                        </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Lindau2018-8-2-1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Veranstaltungsraum Raumcon-Treff" data-rl_caption="" title="Veranstaltungsraum Raumcon-Treff" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Lindau2018-8-2-260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Veranstaltungsraum Raumcon-Treff<br>(Bild: Axel Nantes)</figcaption></figure></div>



<p>Nach einem reichhaltigen Abendessen wurden die Raumfahrt- und  Astronomiebegeisterten vom Vorsitzenden von Raumfahrer Net e.V. Thomas Weyrauch und der Hauptorganisatorin Ilka Meuer begrüßt. Das vorgesehene  Programm wurde durchgesprochen und die neue Raumfahrer Net Jahrestasse (Motiv: Falcon Heavy Erststart, Design Andrej Meuer) vorgestellt. Exklusiv für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde eine limitierte Raumcon-Treff-Tasse 2018 mit Rosetta-Bildern vom Kometen Tschurjumow-Gerassimenko 67/P präsentiert (Design Andrej Meuer).</p>



<p>Danach schloss sich ein Kennenlernen und gemütliches Beisammensein  im Innenhof der Jugendherberge bei bestem Frühsommer-Wetter an.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Montag 07.05.2018</strong></h3>



<h3 class="wp-block-heading">Airbus Defence and Space &#8211; Standort Friedrichshafen</h3>



<p>Nach dem Frühstück in der Jugendherberge fuhren die Teilnehmer nach Friedrichshafen-Immenstaad zu Airbus Defence and Space. Dort stießen noch zwei weitere Raumfahrt-Enthusiasten dazu. Leider ist das Fotografieren auf dem Betriebsgelände strikt verboten, so dass es von unserem Besuch dort keine eigenen Bilder gibt.                                      </p>



<h3 class="wp-block-heading">Begrüßung</h3>



<p>Begrüßt wurden die Raumfahrer von Wolfgang Rock (PLM Operations Manager; PLM = Payload Module =  Nutzlastmodul) im Kunden- und Innovationszentrum. Er stellte auch den Airbus-Konzern, die Raumfahrtsparte und die Schwerpunkte der Arbeit am  Standort Friedrichshafen vor. Der Standort mit rund 2.200 Mitarbeitern kümmert sich insbesondere um den Bereich Space Systems  (Raumfahrtsysteme), ist aber auch in Communications, Intelligence and Security und UAV/UAS (Unmand Aereial Vehicles/Systems = unbemannte Flugdrohnen/Systeme) tätig.                                      </p>



<h3 class="wp-block-heading">MetOp Second Generation</h3>



<p>Der erste themenbezogene Vortrag von Ulrich Schull (MetOp SG B Projektleiter) befasste sich mit der Nachfolgegeneration der derzeit aktiven Wettersatelliten MetOp von Eumetsat (Eumetsat ist der internationale Betreiber wichtiger Wettersatelliten). Generell dienen diese Satelliten der Erfassung zahlreicher für die Wettervorhersage relevanter Messdaten. Die Vorteile der MetOp-Satelliten sind die globale Abdeckung durch polare Bahnen und die durch die niedrige Bahnhöhe (ca. 800 km) bedingte hohe Auflösung. Außerdem beobachten sie in einem breiten elektromagnetischen Spektrum. Derzeit befinden sich die baugleichen Satelliten MetOp A und B im All. Der letzte aus dieser Baureihe MetOp C soll demnächst gestartet werden.</p>



<p>Laut einer Erhebung von Eumetsat bringt jeder in die  Wettersatelliten investierte Euro eine Wertschöpfung bzw.  Schadensvermeidung, z.B. Dank Unwettervorhersage, in Höhe von mehr als 15 Euro (Benefit to cost ratio &gt; 15). Neben den Wetterbeobachtern auf niedrigen, polaren Bahnen gibt es weitere, die auf geostationärer Position jeweils einen großen Bereich der Erdoberfläche in hoher Wiederholrate abtasten. Die Wettersatelliten liefern rund 50 % der für die Wettervorhersage relevanten Daten. Der Rest kommt von stationären  Messstationen, Bojen im Meer und Wetterballons. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-medium is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/MetOpSGIndustrialConsortiaESA1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Übersicht MetOp-SG-Industriekonsortium" data-rl_caption="" title="Übersicht MetOp-SG-Industriekonsortium" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MetOpSGIndustrialConsortiaESA1500-300x214.jpg" alt="" class="wp-image-3635" width="300" height="214" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MetOpSGIndustrialConsortiaESA1500-300x214.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MetOpSGIndustrialConsortiaESA1500-600x427.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MetOpSGIndustrialConsortiaESA1500-1024x729.jpg 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MetOpSGIndustrialConsortiaESA1500-768x547.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MetOpSGIndustrialConsortiaESA1500.jpg 1500w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption>Übersicht MetOp-SG-Industriekonsortium <br>(Bild: ESA) </figcaption></figure></div>



<p>Derzeit wird im Auftrag von ESA und Eumetsat die zweite Generation der MetOp-Satelliten (MetOp SG oder <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.eumetsat.int/metop-sg" target="_blank" data-wpel-link="external">EPS-SG wie Eumetsat</a> das Programm bezeichnet) entwickelt. Während die erste Generation noch aus drei gleichen Einheiten besteht, sollen die Instrumente auf zwei  jeweils unterschiedliche Flugkörper (A und B) verteilt werden. Von jedem Typ sind jeweils drei gleiche Einheiten geplant. Das Auftraggeber-, Auftrags- und Auftragnehmergeflecht ist so komplex, dass es hier nicht im Detail wiedergegeben werden kann. Allerdings wurde Airbus über verschiedene Ausschreibungen mit der Entwicklung beider Satelliten beauftragt. Die Projektführerschaft für MetOp SG &#8222;A&#8220; liegt beim französischen Konzernteil, MetOp SG &#8222;B&#8220; wiederum beim deutschen in Friedrichshafen ansässigen. Das Projekt gliedert sich in rund 250 Unteraufträge, mit ca. 100 beteiligten Unternehmen aus 17 verschiedenen Ländern.</p>



<p>Die Satelliten sollen im Zeitraum von 2021 bis in die 2040er-Jahre gestartet bzw. betrieben werden. Wobei alle Satelliten gleichzeitig bzw. in Kleinserie hintereinander gebaut werden. Die Starts der baugleichen Geräte erfolgt im Abstand von einigen Jahren. Die zunächst noch nicht benötigten Einheiten werden unter kontrollierten Reinraum-Bedingungen eingelagert. Für die Wissenschaftler und Wetterdienste ist es wichtig, dass über einen möglichst langen Zeitraum gleichwertige Messungen mit möglichst gleichem Equipment durchgeführt werden.</p>



<p>Der Start der ersten beiden Satelliten (A1 und B1) ist mit der &#8222;europäisierten&#8220; Sojus von Kourou aus geplant. Deshalb ist für die  Entwicklung die Nutzlast-Masse auf jeweils 4,4 t limitiert. Später ist geplant weitere Exemplare mit Ariane 6 zu starten. Da Eumetsat als  Betreiber der Satelliten und Auftraggeber für die Starts nicht an den Geo-Return (ESA) gebunden ist, steht die Falcon 9 als weiteres  Backup-Startvehikel zur Verfügung.</p>



<p>Bei der Bestückung mit Messinstrumenten wird auf Kontinuität geachtet, d.h. die Messgeräte aus der ersten Generation erhalten ggf.  verbesserte Nachfolger. Darüber hinaus kommen aber auch weitere  Instrumente hinzu, um der Wettervorhersage weitere Parameter zur  Verfügung zu stellen, aber auch um den Klimawandel genauer zu erforschen und zu dokumentieren. Dadurch wird es auch nötig die Messeinrichtungen auf zwei Satelliten aufzuteilen. Das Hauptinstrument auf den Typ B Satelliten ist das C-Band-Radar, auch Scatterometer genannt. Welches ebenfalls vom Airbus-Standort in Friedrichshafen maßgeblich entwickelt wird. Damit lassen sich insbesondere die Wellenhöhen und indirekt die Windgeschwindigkeiten über den Ozeanen ermitteln.</p>



<p>Nachdem die zukünftigen Erdbegleiter ihr Einsatzende erreicht haben (darüber wird der spätere Betreiber Eumetsat letztlich entscheiden), sollen sie einen kontrollierten Wiedereintritt ausführen. Dafür erhalten die Satelliten ein dediziertes 400 N Triebwerk mit dem die Umlaufbahn innerhalb weniger Tage mit einer bestimmten Menge Resttreibstoff soweit abgesenkt werden kann, dass mit einem letzten &#8222;Suicide-Burn&#8220; ein Eintritt in die Erdatmosphäre über dem Südpazifik erfolgt. Wobei hierfür seit einiger Zeit konkrete Vorschriften zur Müllvermeidung greifen. Bis ca. 1.000 kg wäre ein unkontrollierter Eintritt zulässig. Bei der geplanten Masse ist jedoch davon auszugehen, dass massive Teile die Erdoberfläche bzw. die Meeresoberfläche erreichen. Daher muss aktiv ein besonders menschenleerer Sektor im Südpazifik angesteuert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Raumsonde Rosetta</h3>



<p>Gunther Lautenschläger (Functional Avionics Engineering, Expert Spacecraft Operations and FDIR) berichtete im Anschluss über die Mission <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Rosetta" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rosetta</a> zum Kometen 67P / Tschurjumov-Gerassimenko.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/RosettaaboveLSSESAAnnekeLeFloch1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Rosetta mit Philae on top über der Weltraumsimulationskammer LSS des ESTEC" data-rl_caption="" title="Rosetta mit Philae on top über der Weltraumsimulationskammer LSS des ESTEC" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/RosettaaboveLSSESAAnnekeLeFloch260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Rosetta mit Philae on top über der Weltraumsimulationskammer LSS des ESTEC im April 2000<br>(Bild: ESA / Anneke Le Floc&#8217;h)</figcaption></figure></div>



<p>Für dieses Projekt hat Airbus die eigentliche Sonde gebaut und die Instrumente (die von unterschiedlichen Forschungseinrichtungen entwickelt und beigestellt wurden) integriert. Von den rund 3 t der Sonde entfielen etwa 1,6 t auf den Treibstoff. Damit wurde allerdings  gerade mal 25 % der notwendigen kinetischen Energie zur Verfügung gestellt. Der größere Teil wurde durch drei &#8222;Gravity Assists&#8220; (also Vorbeiflüge) an der Erde und einem am Mars gewonnen.</p>



<p>Besondere Herausforderung bei der Entwicklung des Raumflugkörpers war das Thermaldesign, da fast die Umlaufbahnen der Venus und des Jupiter gestreift wurden. Außerdem sind die Kommunikation über sehr lange Distanzen, die Energiegewinnung durch hochperformante Solargeneratoren und die sog. Deep Space Hibernation (DSH), also die weitgehende Abschaltung über viele Monate auf dem entferntestem Teil des Weges zur Energieeinsparung, zu nennen. In diesem Zustand (DSH) wurde auch die Möglichkeit eines sog. Safemodes unterdrückt, da ein Umschalten in diesen Sicherheitsmodus zu viel Energie gekostet hätte, so dass nicht genug Wärme über die internen Heizelemente hätte produziert werden können. Ein Einfrieren des Hydrazins, welches als Treibstoff an Bord war, wäre die Folge gewesen. </p>



<p>Weiterhin wurde mit der Navigationskamera eine weitgehend autonome Navigation am Kometen realisiert. Dabei wurden trotz der sehr geringen Gravitation (1/10.000 der Erdanziehung) &#8222;keplersche&#8220;, also gravitativ an den Kometenkern gebundene Orbits, geflogen. Für die Navigation innerhalb der Kometen-Koma wurden spezielle Algorithmen programmiert, um die auf den Aufnahmen der Navigationseinrichtungen dominierenden Staubpartikel von den Fixsternen zu trennen. Demnach konnten aus einem Bild jeweils bis zu 10.000 Staubpartikel herausgerechnet werden. Trotzdem kam es auch wegen des Staubs zu einem Safemode in unmittelbarer  Nähe des Kometen. Die Sonde ging auf einige Hundert Kilometer Abstand, orientierte die Hauptantenne dank der Sternennavigation auf die Erde und wartete auf Befehle. Sie konnte danach den regulären Betrieb wieder aufnehmen. </p>



<p>Grundsätzlich wäre auch noch eine zweite Rückfallebene implementiert gewesen, diese wurde aber nie benötigt. Im Falle einer längeren  Kommunikationsunterbrechung und eines Verlusts der Orientierung der Hochgewinnantenne zur Erde, hätte die Sonde selbständig sich zunächst an der Sonne orientiert und dann spiralförmig darum herum nach der Erde gesucht, bis sie wieder Kontakt mit einer Bodenstation aufgenommen hätte.</p>



<p>Eine weitere anspruchsvolle Aufgabe war es den Lander Philae, welcher vom DLR entwickelt und gebaut wurde, abzusetzen. Auch wenn  Airbus für die Funktion des Landers nicht verantwortlich war, wurde auf die entsprechende Frage eines Teilnehmers berichtet, dass die  Fehlfunktion der Harpunen höchstwahrscheinlich auf das Schrumpfen der Treibsätze über die lange Flugzeit zum Versagen führte. D.h. die  Auslösemechanismen haben zwar funktioniert, die Zündfunken haben aber  den (ungeplanten) Abstand zu den Treibsätzen nicht überwunden.</p>



<p>Beim Bau der Raumsonde Rosetta waren unter der Projektleitung von Airbus 96 Firmen aus 16 Ländern beteiligt.</p>



<p>Da die  Vorträge sich durch die fachkundigen Fragen und die ausgiebigen Diskussionen länger hinzogen als geplant, wurde der Vortrag für ein reichhaltiges, von Airbus zur Verfügung gestelltes Mittagessen unterbrochen.                                      </p>



<h3 class="wp-block-heading">Cluster</h3>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ClusterModel-2-3-1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Modell eines Cluster-Satelliten" data-rl_caption="" title="Modell eines Cluster-Satelliten" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ClusterModel-2-2-260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Modell eines Cluster-Satelliten im Dornier Museum<br>(Bild: Axel Nantes)</figcaption></figure></div>



<p>Auch zu den immer noch in Betrieb befindlichen <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Cluster" target="_blank" data-wpel-link="external">Cluster-Satelliten</a> berichtete Herr Lautenschläger über Entwicklung, Bau und Betrieb. Ziel der aus vier gleichen Einheiten bestehenden Satellitenkonstellation ist es die Interaktion zwischen Sonne und Erdmagnetfeld zu messen und zu erforschen. </p>



<p>Die Raumflugkörper sind auf polaren, stark elliptischen Bahnen (Apogäum ca. 1/3 der Mondentfernung) unterwegs. Ursprünglich war bei ihrem Start im Jahr 2000 eine Einsatzzeit von wenigstens 3,5 Jahren geplant. Kürzlich wurde die Mission bis 2020 verlängert!                                       </p>



<h3 class="wp-block-heading">EarthCare</h3>



<p>Über <strong>EarthC</strong>louds, <strong>A</strong>erosols and <strong>R</strong>adiation <strong>E</strong>xplorer, kurz <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/FutureEO/EarthCARE" target="_blank" data-wpel-link="external">EarthCare</a>, berichtete Markus Huchler (Project Manager EarthCare) in einem  prägnanten Vortrag. Airbus entwickelt und baut den Erdbeobachtungssatelliten im Auftrag der ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/EarthCAREandCPRastrium1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Cloud-Profiling-Radar" data-rl_caption="" title="Cloud-Profiling-Radar" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/EarthCAREandCPRastrium260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das japanische Cloud-Profiling-Radar (vorne rechts) für den ESA-Satelliten EarthCARE (hinten) im Reinraum in Friedrichshafen-Immenstaad.<br>(Bild: Presseerklärung Airbus DS GmbH / Mathias Pikelj)</figcaption></figure></div>



<p>Mit EarthCARE sollen Wolken, Aerosole und Rückstrahlung der Erdatmosphäre untersucht werden. Geplant ist ein polarer Orbit mit ungefähr 400 km Höhe über dem Erdboden. Innerhalb von 25 Tagen soll die Erdatmosphäre jeweils einmal komplett abgetastet werden. Der zukünftige Erdbegleiter wird eine Masse von rund 2,35 t haben. Davon entfallen ca. 1 t auf den Satellitenbus, 1 t auf die Instrumente und etwa 350 kg auf den Treibstoff. Die Solarpaneele sollen ungefähr 1,6 kW an elektrischer Leistung generieren. Die Datenrate für den Downlink wird bei 1 Mbps liegen. Für Entwicklung und Bau wurden 113 Unteraufträge an Firmen aus 18 Ländern vergeben. </p>



<p>Bedingt durch Verzögerungen bei den von verschiedenen Forschungseinrichtungen beigestellten Instrumenten hat sich die  Fertigstellung immer wieder verzögert. Beispielsweise das von der japanischen Raumfahrtorganisation JAXA entwickelte und gebaute <a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=2&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0ahUKEwjdmv7FoojbAhUJ6xQKHZlfB5YQFgg4MAE&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.airbus.com%2Fcontent%2Fdam%2Fcorporate-topics%2Fpublications%2Fpress-release%2Fphoto-release-space-systems-19042017-de.pdf&amp;usg=AOvVaw3f3GbtqXhVmHe140vj10iS" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Cloud Profiling Radar (CPR) (pdf)</a> wurde bereits 2017 testweise bei Airbus in Friedrichshafen mit dem Satellitenbus verbunden. Das Instrument befindet sich jedoch wieder in Japan und muss weiter angepasst werden. Daher wird das Projekt in eine Art &#8222;Stand-By-Modus&#8220; versetzt, d.h. das Projektteam wird drastisch reduziert und die bereits gebaute Hardware unter Reinraum-Bedingungen  eingelagert. Erst wenn die ausstehenden Messinstrumente zur Verfügung stehen, wird die Mitarbeiterzahl wieder hochgefahren, die Integration abgeschlossen, die notwendigen Testläufe durchgeführt und die  eigentliche Startkampagne begonnen.                                       </p>



<h3 class="wp-block-heading">MetOp (erste Generation)</h3>



<p>Aus organisatorischen Gründen folgte dann ein Vortrag von Fred Tanner (Former Head of ESA Projects in  ENS) über die <a href="https://www.eumetsat.int/our-satellites/metop-series" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MetOp-Wettersatelliten</a> der ersten Generation, während der Vortrag über die zweite, in Entwicklung befindliche Generation bereits am Vormittag stattfand. Herr Tanner kürzte daher seinen Vortrag um die grundsätzliche Funktion und Aufgabe von Wettersatelliten und konzentrierte sich auf die spezifischen Eigenschaften. So sind die MetOp-Satelliten auf dem sog.  9:30-Uhr-&#8222;Morgenorbit&#8220; unterwegs. Das bedeutet die Satelliten überqueren jeweils auf dem absteigenden Knoten ihrer Bahn (von Norden kommend) den Erdäquator bei der lokalen Zeit von 9:30 Uhr am Morgen. Diese zeitlich fixe Wiederholung sorgt dafür, dass die entsprechenden Messungen immer unter gleichen Beobachtungsbedingungen erfolgen und somit untereinander vergleichbar sind. </p>



<p>Internationale Zusammenarbeit bei der Wetterbeobachtung ist selbstverständlich. Die US-amerikanische Wetterbeobachtungsorganisation NOAA betreibt ihre Satelliten in einem sog. Nachmittagsorbit und ergänzt so die Datenbasis mit entsprechenden Messungen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/MetOpCloweredinLSSESAGPorterCCBYSA3IGO1500.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="MetOp C am Kran" data-rl_caption="" title="MetOp C am Kran" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/MetOpCloweredinLSSESAGPorterCCBYSA3IGO260.jpg" alt=""/></a><figcaption>MetOp C am Kran über der Weltraumsimulationskammer LSS des ESTEC Februar 2017<br>(Bild: ESA / G. Porter CC BY-SA 3.0 IGO)</figcaption></figure></div>



<p>MetOp A ist seit 2005 im Einsatz, MetOp B seit 2012. Der dritte Satellit dieser Generation von Eumetsat betriebener Wettersatelliten soll  voraussichtlich im September diesen Jahres starten. Alle drei Satelliten sind im Prinzip baugleich. Damit soll die Vergleichbarkeit der  Messdaten über einen langen Zeitraum gewährleistet werden. Das ursprünglich von den USA beigestellte HIRS (High-resolution Infrared  Radiation Sounder) wird allerdings bei MetOp C fehlen, da es nicht mehr  gebraucht wird. Trotzdem wird zumindest ein Massensimulator an seiner Stelle an Bord sein, um die wesentlichen physikalischen Eigenschaften  den beiden Vorgängern weitestgehend anzunähern.                                       </p>



<p>Insgesamt sind bei den MetOp-Satelliten jeweils 13 Messinstrumente an Bord, das gesamte Raumfahrzeug wiegt rund 4 t, davon entfallen etwa 2 t auf das Nutzlastmodul. MetOp C wird mit einer Sojus von Kourou aus starten. </p>



<p>Zur Herstellung und Integration wurde die Arbeitsweise bei Airbus erklärt. Um einen zentralen Rundkörper werden in zwei Segmenten  übereinander jeweils vier Paneele angebracht. Auf jedem Paneel können Installationen, Messgeräte und technische Einrichtungen montiert werden. Wobei üblicherweise diese Paneele vorab einzeln bestückt und u.U. ganze Baugruppen darauf installiert werden. Wenn möglich werden diese bereits separat geprüft und getestet, bevor sie mit dem eigentlichen Satellitenbus verbunden werden. Durch diese modulare Bau- und  Arbeitsweise können verschiedene Arbeitsschritte parallel durchgeführt werden und gegenseitige Abhängigkeiten vermindert werden. Selbstverständlich wird auch der komplett integrierte Satellit weiteren umfassenden Tests unterzogen. Eine nachträgliche Überprüfung und Anpassung einzelner Komponenten wird erleichtert, da die Paneele auch relativ einfach wieder demontiert werden können.                                       </p>



<h3 class="wp-block-heading">Besichtigung Neubau Integrations- und Technologiezentrum (ITC)</h3>



<p>Nach den Vorträgen wurden die Raumfahrtenthusiasten in zwei Gruppen in das seit langem genutzte Integrationszentrum (IC, Dr. Berthold Vogt, Head of Space Integration Center) und den Neubau des <a href="https://www.airbus.com/en/newsroom/news/2019-02-airbus-new-integrated-technology-centre-incorporates-the-most-modern" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Integrations- und Technologiezentrums</a> (ITC, Christopher Hess, Head of Mechanical Products) geführt.</p>



<p>Das ITC steht kurz vor der Fertigstellung und wandelt sich gerade von einer Baustelle in einen funktionsfähigen Reinraum. Daher bot die  Besichtigung die einmalige Gelegenheit für Außenstehende sich in einem hallenartigen Reinraum der Klasse 5 bis 8 aufzuhalten. Sobald die Inbetriebnahme beginnt, werden Besichtigungen nur noch von außen, d.h.  durch Sichtfenster aus dem zukünftigen Konferenzbereich möglich sein. Die Halle bietet die Möglichkeit bis zu 8 Satelliten gleichzeitig zu integrieren. Die Halle ist in drei verschiedene Raumhöhen gegliedert. An der höchsten Stelle können Satelliten bis zu einer Gesamthöhe von 17 m zusammengebaut werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/AthenatelescopeESAConcurrentDesignFacility260.jpg" alt=""/><figcaption>Athena (Phase-0-Entwurf mit 12-Meter-Teleskop)<br>(Bild: ESA Concurrent Design Facility)</figcaption></figure></div>



<p>In Europa gibt es sonst keine vergleichbare Integrationshalle, nur in den USA gibt es, soweit bekannt, eine ähnliche Möglichkeit. Diese  maximale Raumhöhe wurde gezielt gewählt, um sich für Entwicklung und Bau des von der ESA geplanten <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://sci.esa.int/web/athena/" target="_blank" data-wpel-link="external">Röntgenteleskops Athena</a>  bewerben zu können. Allerdings kann ein entsprechend großer Satellit nicht im Ganzen die Halle verlassen und muss in drei Teile zerlegt  werden. </p>



<p>Ein besonderes Merkmal ist der fließende Übergang von den Reinraumklassen 5 (ungefähr 100 Partikel pro Kubikfuß) bis 8 (ungefähr  100.000 Partikel pro Kubikfuß). Die gefilterte Luft wird über die  komplette Wand in dem Bereich mit der höchsten Reinheitsklasse  eingebracht und durch Öffnungen im Boden wieder abgesaugt. Daran schließen sich die Bereiche mit niedrigeren Reinheitsklassen ohne  Abtrennungen an. Dadurch kann eine flexible und ablauforientierte Integration gewährleistet werden ohne dass Bauteile oder ganze  Satelliten gekapselt, ausgeschleust, transportiert und in anderen  Montagehallen wieder ausgepackt werden müssen. </p>



<p>Insgesamt  werden in der großen Halle und in im gleichen Gebäude untergebrachten kleineren Reinräumen im Vollbetrieb rund 800.000 m³/h Luft umgewälzt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Besichtigung Integrationszentrum (IC)</h3>



<p>Im Gegensatz zum noch im Bau befindlichen ITC kann der seit langem genutzte Reinraum nur über eine Besuchergalerie besichtigt werden. Von dort hat man einen sehr guten Überblick über die eng gestaffelt aufgereihten, in unterschiedlichen Stadien der Fertigstellung begriffenen, Satelliten. Darunter waren Sentinel und der bereits in einem Vortrag vorgestellte EarthCare. Wobei daran insbesondere die beschriebene modulare Bauweise und das Fehlen einiger größerer Messinstrumente deutlich wurde.                                       </p>



<h3 class="wp-block-heading">Ausklang des ersten Exkursionstages</h3>



<p>Nach den zahlreichen durch die vielen Fachfragen und Diskussionen in die Länge gezogenen Vorträgen und  den hochinteressanten Besichtigungen war die verfügbare Zeit bis zur letzten Minute ausgenutzt, so dass die Teilnehmer gerade noch rechtzeitig für ein spätes Abendessen in die Jugendherberge zurückkehrten. </p>



<p>Zum Abschluss eines vollgepackten Tages gab es für Interessierte noch einen russischen Raumfahrtfilm zu sehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Dienstag 08.05.2018</strong></h3>



<h3 class="wp-block-heading">Führung durch das Dornier-Museum in Friedrichshafen</h3>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Friedrichshafen2018-42-2-1500.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="Satellitenmodell von AEROS A + B" data-rl_caption="" title="Satellitenmodell von AEROS A + B" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Friedrichshafen2018-42-2-260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Satellitenmodell von AEROS A + B in der Raumfahrtausstellung im Dornier Museum<br>(Bild: Axel Nantes)</figcaption></figure></div>



<p>Der Tag begann wie der vorherige mit einem reichhaltigen Frühstück und führte dann ins <a href="https://www.dorniermuseum.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Dornier-Museum</a> nach Friedrichshafen. Ein ehemaliger langjähriger Dornier-/Astrium-Mitarbeiter führte die Gäste durch das 2009 eröffnete Luft- und Raumfahrtmuseum. Neben den historischen Anfängen der Luftfahrt mit konkretem Bezug zu Friedrichshafen (Zeppelin-Werke) wurden einige herausragende Entwicklungen des Firmengründers Claude Dornier vorgestellt. Von besonderem Interesse waren natürlich die Aktivitäten der Fa. Dornier im Bereich der Raumfahrt. Beispielsweise wurden die europäischen Erdbeobachtungssatelliten ERS (European Remote Sensing Satellite) und die von Dornier gebaute Faint Object Camera des Hubble-Weltraumteleskops vorgestellt.</p>



<p>Die Herausforderungen bei der Herstellung von Hohlleitern für <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Synthetic_Aperture_Radar" target="_blank" data-wpel-link="external">Radarantennen mit synthetischer Apertur</a> wurden anschaulich am Beispiel eines entsprechenden Ausstellungsstücks aufgezeigt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ZeppelinNT-2-1500.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="Zeppelin NT bei der Landung" data-rl_caption="" title="Zeppelin NT bei der Landung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ZeppelinNT-2-260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Zeppelin NT bei der Landung<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Im Anschluss an die Führung hatten Interessierte die Gelegenheit den Flugsimulator mit einem originalen DO 27 Cockpit für einen virtuellen Rundflug über den Bodensee und in das benachbarte Ausland zu nutzen. Außerdem konnte das Museum auf eigene Faust erkundet werden. </p>



<p>Das Mittagessen nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Aussichtsterasse des DO-X Restaurants mit Blick auf landende und  startende Luftfahrzeuge ein. Neben den Privat- und Verkehrsflugzeugen die den Bodensee Airport Friedrichshafen nutzten wurde vor allem der Zeppelin NT bei einer Reihe von Starts und Landungen bewundert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Offener Brief von Raumfahrer Net &#8222;Wir wollen Bilder&#8220; zur Mission Rosetta aus dem Jahr 2014</h3>



<p>Am Nachmittag hatte das Dornier Museum das sog. DO-Labor, die ehemalige Seehütte von Claude Dornier, welche vor einigen Jahren im Dornier Museum wiederaufgebaut wurde, zur Verfügung gestellt. Zu diesem Programmteil konnte Dr. Holger Sierks  (OSIRIS Principal Investigator) vom <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.mps.mpg.de/de" target="_blank" data-wpel-link="external">Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen</a> begrüßt werden.</p>



<p>Karl Urban, einer der Gründer von Raumfahrer Net, hielt einen Vortrag über den <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/offener-brief-echtzeit-bilder-von-rosetta/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Offenen Brief vom 15. Juli 2014</a>  zur Mission Rosetta. Damals wünschten sich die Community und die Öffentlichkeit mehr Bilder und insbesondere eine schnellere Veröffentlichung. Er machte deutlich dass Raumfahrer Net und das Raumcon-Forum auf der selben Seite wie die Wissenschaftler stehen. Er verwies hierzu auf die Präambel der <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/satzung-raumfahrer-net/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Satzung des gemeinnützigen Vereins</a>.</p>



<p><em>&#8222;Als Teil einer jungen Generation im Herzen Europas, aus Ost und West, sind wir zusammengetroffen, um auf Basis dieser Satzung einen Verein zu gründen, die Öffentlichkeit vom Nutzen der friedlichen Erforschung des Weltalls zu überzeugen und als junge Generation unseren Beitrag dazu zu leisten.&#8220;</em></p>



<p>Er berichtete, dass die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/brief-fuer-echtzeit-bilder-von-rosetta-ein-rueckblick/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Reaktionen der ESA und der beteiligten Forscher</a> zunächst ablehnend, dann eher widersprüchlich waren. Er zeigte auch weitere Reaktionen in Internet-Blogs, Zeitschriften, Tageszeitungen und in der Sendung nano auf 3Sat auf. Die ESA befürchtete zunächst eine Konkurrenz zu den hochauflösenden OSIRIS-Kameras, schwenkte nach kurzem Zögern aber um, und stellte zumindest die Bilder der Navigationskamera zügig zur Verfügung. Schließlich wurden alle NavCam-Bilder unter eine  Creativ Commons Lizenz gestellt.</p>



<p>Während der ganzen Zeit gab es einen Austausch mit der ESA, eine offizielle Reaktion des MPS wurde jedoch vermisst. Die Veröffentlichung der OSIRIS-Bilder erfolgte jeweils mit Monaten Verzögerung (proprietäre Periode) und ist noch nicht abgeschlossen. Erst der persönliche Kontakt zwischen Holger Sierks und Karl Urban brachte mehr Klarheit und weitere Gespräche in Gang.</p>



<p>Holger Sierks stellte sich der Diskussion und verwies darauf, dass die Datenrate von Rosetta beim Kometen stark limitiert war und daher  jedes Instrument und die Navigation der Sonde mit starken Beschränkungen auskommen mussten. Die Navigation beanspruchte dann sogar eine höhere Datenrate als ursprünglich geplant. Um dies wieder etwas auszugleichen wurden dann auch OSIRIS-Bilder zur Navigation herangezogen, so dass wiederum die Übertragung einiger NavCam-Bilder eingespart werden konnte.</p>



<p>In der Diskussion wurde deutlich, dass tatsächlich die Gefahr von missbräuchlicher Nutzung fremder Daten in der Wissenschaftscommunity besteht. So wurde einer Fachzeitschrifteine Arbeit angeboten, welche auf Bildern beruhte, die keinen offiziellen Weg nahmen. Auch andere Beispiele von &#8222;Leaks&#8220; wurden besprochen, bei denen sensationelle Bilder und Daten von anderen Forschern vor der eigentlichen offiziellen Vorstellung an die Öffentlichkeit weitergegeben wurden.</p>



<p>Karl Urban verwies auf &#8222;Best Practice&#8220;-Beispiele, z.B. werden bei einigen NASA-Missionen (Curiosity, New Horizon) Bilder praktisch  unmittelbar nach dem Downlink veröffentlicht. Es gibt auch Projekte mit voller Datenfreigabe für alle. Bei GAIA mussten sogar alle  interessierten Wissenschaftler abwarten bis der offizielle Sternenkatalog für alle veröffentlicht wurde, bevor sie sich damit  befassen konnten. </p>



<p>Laut Holger Sierks wurden bisher rund 170 Arbeiten basierend auf OSIRIS-Daten (während der Mission am Kometen aufgenommen)  veröffentlicht. Er betonte, dass Europa bei der Kometenforschung noch ein Neuling war, im Gegensatz zur NASA bzw. den USA. Deshalb war eine proprietäre Phase unumgänglich, um selbst eine Chance zu haben, entsprechende Auswertungen und Forschungsergebnisse zu veröffentlichen. Auch waren die ESA und das OSIRIS-Team auf die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit nicht vorbereitet. Es gab kein Budget, kein Personal und kein Konzept. Erst im Laufe des Projekts wurde diese Anforderung erkannt und reagiert. Letztlich wurde die Arbeit der ESA auch in diesem Feld sogar von allen Seiten gelobt. Das MPS hat mit der Hochschule Flensburg eine Ausstellung zu Rosetta und 67/P erarbeitet, welche in zahlreichen Einkaufszentren zumindest im Norden der Bundesrepublik gezeigt wurde.</p>



<p>Die in den verschiedenen OSIRIS-Katalogen veröffentlichten Bilder mit &#8222;nur&#8220; 512 x 512 Pixeln Auflösung sind die Originalbilder, die auch  dem MPS zur Verfügung stehen. Wegen der bereits beschriebenen begrenzten Datenrate wurde entschieden, einen Teil der Bilder bereits auf der Sonde stark zu komprimieren und zu verkleinern. Dafür konnte die Zahl der Bilder die übertragen wurden deutlich erhöht werden.</p>



<p>Holger Sierks sieht das Alleinstellungsmerkmal des MPS bezüglich der Fähigkeit wissenschaftliche Kameras zu konstruieren, zu bauen und zu betreiben gefährdet. Die Finanzierung solcher Aktivitäten ist sehr stark von der Unterstützung durch die politischen Entscheidungsgremien abhängig. Diese wiederum sehen vor allem den wissenschaftlichen Output, d.h. wie viele &#8222;Papers&#8220; produziert werden, als zu erzielenden Gegenwert an. Werden Daten ohne ausreichende proprietäre Phase an die  Wissenschaftsgemeinde ausgegeben, sinkt der Anreiz entsprechende Projekte zu fördern.</p>



<p>Trotzdem wird es wahrscheinlich in absehbarer Zeit noch einmal eine Kamera-Mission mit Beteiligung des MPS geben. Eine voll flugtaugliche Reservekamera der Sonde DAWN wird bei der Mission AIDA mitfliegen. Die Daten dieser Mission werden allerdings sofort veröffentlicht werden. Was danach kommt ist sehr unsicher.</p>



<p>Im Zusammenhang mit der Diskussion über die Freigabe von Bildern und Daten der Rosetta-Mission in 2014, zeigte sich Holger Sierks  erschüttert über den Umgangston im Internet und den sog. sozialen Medien. Er berichtete über unangemessene Angriffe. Ein Phänomen, das auch die Raumcon-Foristen und Mitglieder von Raumfahrer Net betroffen machte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">67/P &#8211; Der Rosetta Komet</h3>



<p>Nach der angeregten und fruchtbaren Diskussion über die Bilder- und Datenfreigabe bei Rosetta hielt Holger Sierks noch einen spannenden Vortrag über die <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.mps.mpg.de/rosetta" target="_blank" data-wpel-link="external">Mission</a>, die OSIRIS-Kameras und den Beitrag des MPS. Die ersten Planungen und  Vorarbeiten begannen bereits 1985, der Start erfolgte 2004. Die eigentliche Mission der Sonde endete 2016, die Auswertung der Daten hält aber noch an. Das MPS stellte zwei Kameras zur Verfügung und war für deren Betrieb verantwortlich: Narrow Angel Camera (NAC) und Wide Angel Camera (WAC). Jede Kamera hatte eine Masse von etwa 10 &#8211; 12 kg.</p>



<p>Eine besondere Herausforderung war die Datenverarbeitung, da durch den ständigen Beschuss mit Sonnenpartikeln und kosmischer Strahlung unzählige Artefakte in den Aufnahmen enthalten sind.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/original.gif" alt=""/><figcaption>67/P aufgenommen am 12. und 13. August 2015<br>(Quelle: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Er berichtete auch über einige wissenschaftliche Erkenntnisse, so erhöht sich die Rotationsgeschwindigkeit von 67/P bei jedem Umlauf um die Sonne. Dies wird auf die asymmetrische Form und die damit ungleichmäßige Abstrahlung des Kometenkerns zurückgeführt. Auch verliert der Süden des Kometen mehr Staub, da dieser Bereich in Sonnennähe stärker beschienen wird als der Norden. Gleichzeitig lagert sich auf der Nord-Hemisphäre mehr Staub ab, als dort ins All geschleudert wird. Insgesamt verliert der Nukleus bei jedem Sonnenumlauf eine signifikante Masse. Die Dichte des Körpers ist sehr niedrig, ähnlich Kork. Die Gravitation erreicht nur etwa ein 1/10.000 der Erdanziehung. Dass, zumindest an der Oberfläche, organische Bestandteile mit einem Anteil von ca. 45 % festgestellt wurden, hat sogar die Wissenschaftler überrascht. </p>



<p>Nach weitgehend einhelliger Meinung der Forscher ist 67/P aus ursprünglich zwei getrennten Körpern entstanden. Hinweise darauf gibt z.B. der schichtweise Aufbau der beiden Hauptkörper. Diese jeweils ca. 20 m dicken Schichten wurden wahrscheinlich während der Bildung der Urkörper in der Akkretionsscheibe, aus der unser Sonnensystems entstanden ist, abgelagert. Die Schichtung und Orientierung deutet darauf hin, dass beide Teile separat entstanden sind und sich erst später aneinander angelagert haben. Man geht allerdings davon aus, dass diese Verbindung schon sehr früh erfolgte, da sie mit recht geringer Relativgeschwindigkeit erfolgt sein muss. Das scheint wiederum nur möglich zu sein, wenn gleichzeitig noch größere Menge Gas vorhanden war, um die Bewegung der festen Körper zu bremsen. Das Gas wiederum war nach aktueller Lehrmeinung bereits rund 3 Mio. Jahre nach Entstehung der Sonne verschwunden bzw. aus dem Sonnensystem &#8222;vertrieben&#8220;.</p>



<p>Es gibt noch viele Phänomene und Eigenschaften die noch wenig verstanden sind. Es gibt beispielsweise auf der Oberfläche zahlreiche  &#8222;Bolder&#8220;, Körper die wie Felsen aussehen, jedoch wegen der geringen Dichte eher nicht mit massiven Steinen zu vergleichen sind. Diese  Brocken mit Ausdehnungen von einigen Dezimetern bis Metern haben teilweise erstaunlich glatte Flächen, die an Abbruchflächen erinnern. Es ist noch völlig unklar, wie diese glatten Oberflächen entstanden sind bzw. vielleicht noch entstehen.</p>



<p>Der Komet erzeugt gigantische Staubfontänen, die teilweise auch bis eine Stunde nach Sonnenuntergang anhalten. Damit der Staub den Kameras nicht schadet waren diese mit einem Verschlussmechanismus ausgestattet. In zwei Jahren aktiver Zeit am Kometen, waren diese nur ca. 40 h für die reine Belichtungszeit offen. Die Kameraoptiken waren dadurch effizient vor Verstaubung geschützt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Philae_found-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Lander Philae ist gefunden!" data-rl_caption="" title="Der Lander Philae ist gefunden!" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Philae_found_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Lander Philae ist gefunden!<br>(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA; context:</figcaption></figure></div>



<p>Die besondere Leistungsfähigkeit konnten die Kameras bei der Aufnahme von Philae an seinem letztendlichen Landeort in einer dunklen Felsspalte unter Beweis stellen. Die entsprechende Aufnahme zeigt bei normaler Ausleuchtung an dieser Stelle ein sattes Schwarz. Allerdings waren die Sensoren so empfindlich, dass sie alleine durch das von der Oberfläche zurückgestrahlte Sonnenlicht (die Albedo beträgt nur rund 6 %) Philae abbilden konnten.</p>



<p>Der hochinteressante mit zahlreichen spektakulären Aufnahmen gespickte Vortrag versöhnte die Anwesenden über die teilweise lange Wartezeit bis zur Veröffentlichung dieser Bilder hinweg. Man will weiter im Gespräch bleiben.  </p>



<p>Den Abend verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in intensiven Fachgesprächen.                                      </p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Mittwoch 09.05.2018</strong></h3>



<h3 class="wp-block-heading">&#8222;Warum ist der Journalismus so schlecht?&#8220;</h3>



<p>Der Veggie-Day in der Jugendherberge Lindau startete mit einem gesunden Frühstück. Da keine Exkursionen geplant waren blieb viel Zeit für Vorträge und Diskussionen im Veranstaltungsraum. Den Auftakt übernahm Karl Urban mit einem Grundsatzvortrag mit dem Titel &#8222;Warum ist der Journalismus so schlecht?&#8220;. </p>



<p>Als Einstieg griff er auf ein Zitat aus einem Artikel zurück, in dem die Falcon Heavy versehentlich zu einem 1.400.000 Tonnen Monster  gemacht worden war. Weitere Beispiele fehlerhafter Beiträge in Print-  und Onlinebeiträgen unterstützten den Eindruck, dass es Mängel in der  journalistischen Qualität gibt.  </p>



<p>Zum besseren Verständnis des Problem schilderte er zunächst, wie üblicherweise ein journalistischer Text entsteht. Am Anfang steht eine  Idee für einen Beitrag, das kann von einer Redaktion ausgehen oder von  einem Autor einer Redaktion vorgeschlagen werden. Wenn der  verantwortliche Redakteur der ersten Ideenzusammenfassung zustimmt, beginnt der Autor mit einer möglichst umfassenden Recherche. Er versucht sich sachkundig zu machen, führt Interviews und versucht Hintergründe zu beleuchten. Ein Textentwurf geht an den Redakteur, dieser redigiert den Text, macht den Einstieg griffiger und sorgt für einen besseren sprachlichen Fluss. Ein längerer Text kann mehrmals zwischen Autor und Redakteur hin- und hergehen, bevor beide damit zufrieden sind. In ganz wenigen Redaktionen folgt dann ein sogenanntes &#8222;fact checking&#8220;. Meist unterbleibt dieses jedoch wegen Personal- und Geldmangel. Im Lektorat werden dann meist nur noch Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck geprüft.</p>



<p>Generell geht der Anteil der Print-Medien, also gedruckte Zeitungen und Zeitschriften am Medienmarkt immer mehr zurück. Nicht nur die Auflagen sinken, auch die Redaktionen werden verkleinert. Wissenschaftsjournalisten sind nur noch in wenigen Redaktionen  vertreten. Auch bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten wird im Wissenschaftsbereich gekürzt.</p>



<p>Es gibt Gegenbewegungen bei stiftungsfinanzierten Einrichtungen und Autoren schließen sich zu Genossenschaften zusammen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Entwicklungsstand bei der BFR (Big Falcon Rocket)</h3>



<p>Joachim Boensch berichtete über die neuesten Erkenntnisse und Spekulationen im Zusammenhang mit der Entwicklung der BFR genannten Großrakete von SpaceX. Zunächst wies er darauf hin, dass mit BFR &#8211; Big Falcon Rocket das ganze Trägersystem, BFS &#8211; Big Falcon Spaceship das eigentliche Raumschiff und mit BFB &#8211; Big Falcon Booster die erste Stufe bezeichnet werden. </p>



<p>Er erläuterte das Landeverfahren des BFS (Heck voraus) und ging auf die Tankverfahren am Start- und Landeplatz sowie zwischen Tanker und Raumschiff im Orbit ein. Die regenerativ gekühlten Vakuum-Triebwerksdüsen des BFS sind eine Besonderheit, da Vakuumtriebwerke üblicherweise strahlungsgekühlt arbeiten. Durch die enge Anordnung und die massivere Ausführung, um z.B. bei der Landung in der Atmosphäre nicht beschädigt zu werden, kann durch Strahlung alleine die Abwärme nicht ausreichend abgeführt werden. </p>



<p>Da es zu den Fortschritten bei SpaceX nur wenige konkrete Aussagen gibt, werden sichtbare bauliche Aktivitäten sehr genau verfolgt. So wird in McGregor, Texas ein ursprünglich aufgelassener Teststand plötzlich weitergebaut bzw. einer neuen Funktion zugeführt. Wassertanks und andere Einrichtungen deuten darauf hin, dass dort demnächst Tests größerer  Einheiten durchgeführt werden. Unsicher ist, ob hier vollständige Raptor-Triebwerke oder gar ganze Stufen getestet werden sollen. </p>



<p>Einige Einrichtungen für die spätere Produktion der BFR wurden bereits beschafft. So wurde in einer provisorischen Halle im Hafen von  San Pedro bei Los Angeles eine große walzenartige Maschine aufgestellt, mit der voraussichtlich die Hüllen von Tanks oder Stufen aus Kohlefaser gefertigt werden sollen.</p>



<p>Für die endgültigen Produktionsstätten wurde eine weitere Fläche im Hafen von San Pedro langfristig durch SpaceX angemietet. Dort können auch große Schiffe oder Bargen anlegen. </p>



<p>Neben dem Flug zum Mars und den Point-to-Point-Verbindungen auf der Erde wurde auch der denkbare Ablauf einer BFR-Mondmission beschrieben. Demnach würde eine BFS mit den Astronautinnen und Astronauten zusammen mit einem BFS-Tanker in einen niedrigen Erdorbit geschossen und dann mit neun weiteren Starts von Tankern wieder aufgetankt werden. In einem hoch elliptischen Erdorbit würde dann der erste Tanker letztmalig das BFS auftanken bevor dieses endgültig zum Mond fliegt. Nach einer Landung würde das BFS ohne Treibstoffproduktion auf der Mondoberfläche mit den mitgebrachten Treibstoffen wieder zur Erde zurückkehren. Demnach könnten mit dieser Methode bis zu 150 t Nutzlast auf einmal auf den Mond gebracht werden.</p>



<p>Nach dem Mittagessen stand der Nachmittag den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur freien Verfügung. Viele besuchten die Altstadt von  Lindau und genossen das schöne Wetter am Hafen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">KI in der Raumfahrt</h3>



<p>Am Abend sammelte Thomas Brucksch Statements der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Thema Künstliche Intelligenz (KI), Fluch oder Segen? Die Meinungen gehen erwartungsgemäß weit auseinander. Er führte durch die Entwicklung der KI und ihrer kritischen Diskussion.</p>



<p>Als Beispiel einer Anwendung nannte er CIMON einen innerhalb des Weltraumlabors Columbus auf der Internationalen Raumstation ISS  flugfähigen interaktiven künstlichen Assistenten, der Alexander Gerst unterstützen soll. Technisch beruht das von Airbus, IBM, DLR und der Ludwig-Maximilians-Universität in München gemeinsam entwickelte System auf Watson von IBM. </p>



<p>Ein weiteres Einsatzgebiet für KI und Deep Learning Technologie ist die Auswertung und Identifizierung von Mustern in astronomischen  Daten. Hier forscht das Heidelberger Institut für theoretische Studien (HITS).</p>



<p>Die KI-Techniken erläuterte Thomas  Brucksch am Beispiel von AlphaGo, ein Computersystem, dass den spielstärksten Go-Spieler der Welt in einem Match über 10 Spiele 9:1 geschlagen hat. Eine Kombination aus Monte Carlo Tree Search, massiv paralleler Verarbeitung und Neuronalem Netz von gelernten und generierten Wissen ermöglichte erst 2016 diese Leistungen.</p>



<p>KI-Systeme sind somit zwar in der Lage, die &#8222;besseren&#8220;  Entscheidungen zu treffen und könnten dazu verleiten, sich auf die Technik zu verlassen, erklären können sie ihre Entscheidung aber nicht. </p>



<p>Den Abschluss seines Vortrags bildete eine Beschreibung des dystopischen Kurzfilms &#8222;Slaughterbot&#8220;, welchen man bei YouTube findet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Diskussion zum Stand der Dinge im Raumcon-Forum</h3>



<p>Eine angeregte Diskussion zum Stand der Dinge im Raumcon-Forum ergab sich aus einer <a rel="noreferrer noopener" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16165.0" target="_blank" data-wpel-link="internal">Umfrage</a> dort. Generell stand die Frage im Raum, ob die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine schlechte Stimmung im Forum wahrnehmen und der Meinung seien, dass der Ton rauer geworden sei. Dies wurde von den meisten Anwesenden bestätigt. Auch Holger Sierks hatte in der Diskussion im Anschluss an seinen Vortrag am Dienstag bereits auf ähnliche Erfahrungen im Internet und den sog. sozialen Medien hingewiesen. </p>



<p>In  der angeregten Diskussion wurde die Situation ausführlich besprochen und einige Vorschläge für Verbesserungen an der Forumstechnik, dem Umgang der Moderatoren mit &#8222;Trollen&#8220; und den Möglichkeiten, die den einfachen Forumsteilnehmern zur Verfügung stehen, gemacht. Die anwesenden Administratoren und Moderatoren wollen die Ergebnisse der Umfrage und der Diskussion intern mit den nicht anwesenden Teammitgliedern besprechen und weitere Schritte einleiten.</p>



<p>Hierzu hat Andreas Weise ein Statement im Namen von Raumfahrer Net e.V. und des Teams des Raumcon-Forums verfasst.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Donnerstag 10.05.2018</strong></h3>



<h3 class="wp-block-heading">Ausklang</h3>



<p>Der letzte Tag hat traditionell kein vorgegebenes Programm. Die aufwändige Dekoration des Veranstaltungsraums wurde mit vereinten Kräften wieder abgenommen. Nach und nach verabschiedeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und machten sich auf den Heimweg. </p>



<p>Eine schon etwas geschrumpfte Gruppe hielt noch ein kleines Brainstorming bezüglich des nächsten Treffens in 2019 ab. Neben dem Finden spannender Exkursionsziele ist vor allem die Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft die größte Herausforderung bei der Planung eines Raumcon-Treffs. Bei beiden Punkten zeichnete sich relativ schnell ein möglicher Favorit ab. Genaueres wird zu gegebener Zeit im Forum und im Portal zu lesen sein.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15566.0" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumcon-Treff 2018 &#8211; Diskussion</a></li></ul>



<p></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jahrestreffen Raumcon-Forum und Raumfahrer Net 2017</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jahrestreffen-raumcon-forum-und-raumfahrer-net-2017/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Goth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 May 2017 20:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Archenholdsternwarte]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrestreffen]]></category>
		<category><![CDATA[Potsdam Babelsberg]]></category>
		<category><![CDATA[PTScientists]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Zeiss Großplanetarium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitglieder und Freunde des Raumcon-Forums und des Vereins Raumfahrer Net trafen sich vom 22. bis 27. Mai 2017 zum jährlichen Erfahrungsaustausch in Potsdam und zu Exkursionen in und um Berlin. Ein Beitrag von Stefan Goth. Quelle: Raumfahrer.net, PTScientists, DLR, Helmholtz Zentrum Berlin, Stiftung Planetarium Berlin. Dieses Jahr fand das Treffen von Mitgliedern und Freunden des [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mitglieder und Freunde des Raumcon-Forums und des Vereins Raumfahrer Net trafen sich vom 22. bis 27. Mai 2017 zum jährlichen Erfahrungsaustausch in Potsdam und zu Exkursionen in und um Berlin.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Stefan Goth</a>.  Quelle: Raumfahrer.net, PTScientists, DLR, Helmholtz Zentrum Berlin, Stiftung Planetarium Berlin.</p>



<p>Dieses Jahr fand das Treffen von Mitgliedern und Freunden des Raumcon-Forums und des Vereins Raumfahrer Net in Potsdam/Babelsberg statt. Die Exkursionen führten nach Berlin und ins Umland. Neben den Besichtigungen und Vorträgen dient das jährliche Treffen auch dem Kennenlernen der anderen Raumfahrt- und Astronomiebegeisterten und dem Austausch mit alten Freunden. Das diesjährige Treffen wurde organisiert durch Steven Münker und Andreas Weise.</p>



<p><strong>Anreise und Kennenlernen, Montag 22. Mai 2017</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Jugendherberge_Babelsberg-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/JugendherbergeBabelsbergSG260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Jugendherberge Potsdam/Babeslberg<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland, Österreich und den Niederlanden trafen über den Tag verteilt in der <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.jugendherberge.de/jugendherbergen/potsdam/" target="_blank" data-wpel-link="external">Jugendherberge Potsdam-Babelsberg</a> ein, die Zimmer wurden verteilt und der Tagungsraum mit Fotos aus Raumfahrt und Astronomie geschmückt und für Vorträge vorbereitet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Tasserc2017a.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Tasserc2017a_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Raumcon-Tasse 2017<br>(Bild: Axel Nantes)</figcaption></figure></div>



<p>Der erste „offizielle“ Programmpunkt war das gemeinsame Abendessen. Daraufhin wurde von den Organisatoren das Programm der Woche vorgestellt und erläutert. In diesem Rahmen wurde auch die Raumcon-Tasse des Jahres 2017 vorgestellt. Diese ist der ersten Wiederverwendung einer geflogenen Erststufe von SpaceX gewidmet. In Kürze kann die Tasse auch über den Webshop bestellt werden.</p>



<p>Neben dem gemütlichen Abend unter Sternen auf der Terrasse wurden im Tagungsraum zwei Filme mit Raumfahrtbezug gezeigt.</p>



<p><strong>Wissenschaftsgeschichte und PTScientists, Dienstag 23. Mai 2017</strong><br>Nach einem reichhaltigen Frühstück machten sich rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Weg zur Archenholdsternwarte im Berliner Stadtteil Treptow. Unterwegs wurde das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetisches_Ehrenmal_im_Treptower_Park" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Sowjetische Ehrenmal</a> im Treptower Park besichtigt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/archw3000-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/archw260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Großer Refraktor, Archenholdsternwarte Berlin-Treptow<br>(Bild: Axel Nantes)</figcaption></figure></div>



<p>Das eigentliche Ziel des ersten Ausflugs war allerdings die Archenholdsternwarte in Treptow.<br>Dort führte Herr Dr. Lühning, Direktor der Sternwarte, zunächst auf das Dach, um bei strahlendem Sonnenschein den „Großen Refraktor“, das größte bewegliche Linsenfernrohr der Welt, zu zeigen und seine Mechanik vorzuführen. Der Refraktor wurde ursprünglich von Friedrich Wilhelm Archenhold (02.10.1861 – 14.10.1939) für eine Gewerbeausstellung konzipiert und gebaut. Eigentlich sollte das Fernrohr nach der Ausstellung abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Allerdings wurde die Linse mit 68 cm Durchmesser nicht rechtzeitig fertig, so dass nur ein kleineres Teleskop während der Ausstellung genutzt werden konnte. Dieser Umstand und das schlechte Wetter führten dazu, dass die notwendigen Einnahmen nicht erzielt wurden. Nur der grobe Antrieb wurde realisiert, der Einbau der Feinjustage und der Abbau unterblieben wegen Geldmangel. Aber auch der grobmotorische Antrieb funktioniert, dank wiederholter Restaurationen, heute noch und mit etwas Geschick sind weiterhin Himmelsbeobachtungen mit dem Gerät möglich.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/SpiegelteleskopSGb1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/SpiegelteleskopSGb260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Spiegelteleskop der Archenholdsternwarte<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Für eine praktische Demonstration wechselte dann die Gruppe zum Cassegrain-Spiegelteleskop, das in einem separaten 5 Meter durchmessenden Gebäude untergebracht ist. Trotz des strahlenden Sonnenscheins mit wenigen Wolken, konnten nach einer kurzen Einführung alle die Venus mit ihrer Halbphase durch das Okular beobachten.</p>



<p>Als Abschluss der Besichtigung der Archenhold-Sternwarte wurde durch ein Forumsmitglied ein Vortrag über Einsteins Relativitätstheorie im selben Raum gehalten, in dem Albert Einstein 1915 erstmals öffentlich über seine Allgemeine Relativitätstheorie referiert hatte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/pts3000-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/pts260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Audi Lunar Quattro Rover und ALINA<br>(Bild: Axel Nantes)</figcaption></figure></div>



<p>Der Nachmittag führte zur Firma <a href="https://web.archive.org/web/20240825121800/https://www.pts.space/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">PTScientists GmbH</a>, die aus den ursprünglich in ihrer Freizeit tätigen Googl-Lunar-X-Prize-Teilnehmern „Part Time Scientists“ hervorgegangen ist.</p>



<p>Michael Mußler führte durch die erst vor wenigen Wochen bezogenen Räume (passenderweise gleich neben der Allee der Kosmonauten!). In einem spannenden Vortrag stellte er Mission, Vision und Team vor, das mit einem selbst entwickelten Mondlander (ALINA) zwei fernsteuerbare Rover auf der Mondoberfläche absetzen will. Er erläuterte auch dass PTScientists nach dem Gewinn von zwei Milestone-Preisen (Mobilität und Kamerasystem) aktuell nicht mehr den Gewinn des Hauptpreises für die erste private Landung auf dem Mond anstreben. Geschäftsziel sei es dagegen Nutzlast, z.B. für wissenschaftliche Einrichtungen, auf dem Mond abzusetzen und die komplette Missionsdurchführung als Dienstleistung anzubieten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/IMG2729SG1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/IMG2729SG260.jpg" alt=""/></a><figcaption>3D-gedrucktes Aluminiumrad<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Auf dem anspruchsvollen Weg dorthin werden sie schon seit einiger Zeit durch die Fa. Audi unterstützt. So wurde nicht nur das Design der Rover „verschönert“ sondern mit Hilfe der Audi Ingenieure und deren Entwicklungslabors auch das Gewicht von ursprünglich 40 kg auf 25 kg fast halbiert. Viele Teile werden bei Audi im Laser-Sinterverfahren als additives 3D-Druckverfahren aus Aluminiumlegierungen gefertigt. Die erst vor kurzem eingetroffenen neuen Räder, die den Rovern noch mehr Traktion im Gelände verschaffen sollen, konnten von allen Seiten begutachtet werden. Hierzu wurden Vorteile, wie weitgehend freie Gestaltung des Bauteils und Nachteile, z.B. die nötige aufwändige Nacharbeit, fachkundig diskutiert.</p>



<p>Noch mit den alten Rädern wurde ein Rover im Mond-Testbed vorgeführt. Durch seine vier unabhängig angetriebenen und separat steuerbaren Räder kann der Rover bei Bedarf in alle Richtungen fahren; anders als sechsrädrige auch seitwärts! Bei ca. 10° Steigung war allerdings Schluss bzw. wühlte sich der Rover in das Kunst-Regolith, das aus Lava-Asche bzw. Lava-Gestein besteht.</p>



<p>Als weiteren Partner konnte PTScientists vor kurzem die Fa. Vodafone gewinnen. Mit deren Hilfe soll auf dem Mond ein Mini-Mobilfunknetz (LTE der fünften Generation) zwischen Lander und den beiden Rovern aufgebaut werden. Neben der reinen Funktionalität hat dies auch Vorteile für das Energiemanagement. Sollten nämlich die Rover nach einigen Kilometern aus dem Empfangsbereich des Landers, der zunächst die Fernkommunikation zur Erde übernehmen soll, herausfahren, müssen sie mit einer separaten Antenne direkt mit der Bodenstation Kontakt halten. Dafür wird dann allerdings die Hälfte des gesamten über Solarzellen bereitgestellten Leistung benötigt. Mit der LTE-Technik liegt der Leistungsbedarf bei nur einem Watt.</p>



<p>Während vom Audi Lunar Quattro Rover bereits funktionsfähige Prototypen getestet werden, zeigt das Mock-Up des Landers ALINA (Autonomous Landing and Navigation Module) zwar bezüglich der vier Landefüße ausgeklügelte Konstruktionsdetails, aber für die „inneren Werte“ (Triebwerke, Treibstoffversorgung, Batterien, Thermalmanagement, Bordcomputer etc.), die Landeprozedur und die notwendige autonome Navigation scheint noch erhebliche Entwicklungsarbeit notwendig. Angesichts eines anvisierten Starts in 2018 müssten die Prozeduren und Programme eigentlich schon weitgehend fertiggestellt sein und getestet werden.</p>



<p>Am Abend trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Abendessen in der Jugendherberge. Der Tag wurde mit einem Vortrag von Joachim Boensch zur Mars-Architektur von SpaceX abgerundet.</p>



<p><strong>Planetenforschung und ein Mikroskop für Raum und Zeit, Mittwoch 24. Mai 2017</strong><br>Nach dem obligatorischen Frühstück ging es zum <a href="https://www.dlr.de/de/wr" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)</a> in Berlin-Adlershof. Der Planetologe Ulrich Köhler gab eine informative Einführung in die Arbeit des DLR-Standorts und des Instituts für Planetenforschung. Dabei nahm insbesondere der Mars breiten Raum ein. In einem weiteren Vortrag ging es um das spannende Thema „Suche nach extrasolaren Planeten“. Anschließend konnten die Anwesenden in die dreidimensionale Welt der Marsoberfläche eintauchen, die aus Aufnahmen der HRSC-Kamera (High Resolution Stereo Camera) von Mars Express errechnet wurden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/IMG2788SG1500.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/IMG2788SG260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Speicherring BESSY II<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Der Nachmittag war dem Speicherring <a href="https://web.archive.org/web/20230325060227/https://www.helmholtz-berlin.de:443/forschung/quellen/bessy/wie-funktioniert-bessy_de.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">BESSY II</a>, der Photonenquelle des Helmholtz Zentrums in Berlin-Adlershof gewidmet. Frau Kolatzki führte die Gäste zunächst in Funktion und Aufgaben des Elektronenspeicherrings BESSY II ein. Danach gab es eine ausführliche Führung durch das Donut-förmige Gebäude, das den Speicherring und die zahlreichen Messplätze beherbergt.</p>



<p>Nach dem Abendessen in der Jugendherberge führte Peter Schramm in einem Vortrag zu „Meilensteinen der Astronomie“ von den ersten bekannten Himmelsbeobachtungen bis zum Ende des 19ten Jahrhunderts in die spannende Welt der Astronomiegeschichte ein.</p>



<p><strong>Astronomie und Raumfahrt sind auf Funktechnik angewiesen, Donnerstag 25. Mai 2017</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Funkerberg_KoenigsWusterhausen-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/FunkerbergKoenigsWusterhausenSG260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Funkerberg Königs Wusterhausen<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Wieder war das gemeinsame Frühstück der Start in einen ereignisreichen Tag. Nach einer längeren Fahrt mit der Berliner S-Bahn kamen die Astronomie- und Raumfahrtfans nach Königs Wusterhausen und machten sich an den „Aufstieg“ auf den Funkerberg (lt. Wikipedia eine „bis zu 67,5 Meter hohe, […] Erhebung“). Dort wurden sie von Herrn Suckow vom Förderverein „SenderKW e.V.“ und seinen Mitstreitern empfangen. Zunächst gab es im historischen Kultursaal eine Einführung in das Thema Satelliten-Amateurfunk und dann eine praktische Demonstration unter freiem Himmel. Mit einer einfachen sog. LogPer-Antenne (logarithmisch periodischen Antenne) auf einem Fotostativ, einem Funkgerät (Transceiver), zwei Laptops und ein bisschen frei verfügbarer Software gelang es sowohl die Antenne auf den Experimentalsatelliten EO-88 auszurichten, als auch dessen Telemetrie-Daten auszulesen.</p>



<p>Die Pause bis zum Überflug des nächsten Amateur-Satelliten nutzte die Gruppe, um sich von den Funkerberg-Enthusiasten den historischen Notstromdiesel der Fa. Deutz, Baujahr 1937 mit 1000 PS vorführen zu lassen.</p>



<p>Danach folgte eine Demonstration mit einem weiteren Experimentalsatelliten als Funkrelay. In der kurzen Überflugzeit gelang es Sprechkontakt mit holländischen und französischen Amateurfunkern aufzunehmen.</p>



<p>Eine hochinformative Führung durch ausgewählte Stationen des <a href="https://museum.funkerberg.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Sender- und Funktechnikmuseums</a> rundete die Besichtigung ab. Leider war nicht Zeit genug, um alle Exponate und Informationen ausreichend zu würdigen. Trotzdem bekamen die Raumconler einen Eindruck von den ersten erfolgreichen Schritten zum Aufbau und Entwicklung des Rundfunks in Deutschland.</p>



<p>Nach dem obligatorischen Abendessen folgte ein Vortrag von Dr. Karlheinz Steinmüller (Freie Universität Berlin, Zukunftsforscher, Sci-Fi-Autor, Wissenschaftlicher Direktor der Z_punkt GmbH) zum Thema „Zukunftsforschung“. Das Thema führte zu angeregten Diskussionen bis spät in die Nacht.</p>



<p><strong>Modernstes Planetarium und ganz nah am Nachrichten-Puls der Hauptstadt, Freitag 26. Mai 2017</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ZEISSPlanetariumSGb1500.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ZEISSPlanetariumSGb260.jpg" alt=""/></a><figcaption>ZEISS Großplanetarium Berlin/Prenzlauer Berg<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem Frühstück machte sich die Gruppe auf den Weg zum <a href="https://www.planetarium.berlin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Zeiss-Großplanetarium</a> Berlin-Prenzlauer Berg. Dort wurden sie von Tim Florian Horn, Leiter Zeiss-Großplanetarium Berlin Prenzlauer-Berg und kommissarischer Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin, empfangen. Er führte uns über kubanischen grauen Marmor durch die gerade neu sanierten Räume des ursprünglich 1987 noch zu DDR-Zeiten eröffneten Gebäudes. Neben einem auf moderne 3D-Technik aufgerüstetem Kino wird vor allem das modernste Planetarium Europas beherbergt. Herr Horn gab einen tiefen Einblick in die hochmoderne Projektionstechnik und löste mit immer neuen Highlights große Begeisterung bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus. Gerne wären diese noch stundenlang in den bequemen Liegesitzen geblieben und hätten noch mehr Wissenschaftstheater mit Lasershow, Nebelmaschine und Steinway-Flügel genossen. Aber ein enger Zeitplan zwang schnell wieder zum Aufbruch.</p>



<p>Auf dem Weg zur nächsten Station ließen es sich einige Raumfahrt-Fans nicht nehmen in der <a href="https://www.facebook.com/people/BAR-Gagarin/100057412249701/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Bar Gagarin</a> einzukehren, die auch den regelmäßigen Berliner Raumfahrer-Stammtisch beherbergt.</p>



<p>In Berlin Mitte gab es dann einen tiefen Einblick in die Arbeit im ARD-Hauptstadtstudio. Dort führte der Technische Leiter Herr Schäffer durch die Radio- und Fernsehstudios. Hier gewann die Gruppe einen Eindruck von den Aufgaben der unterschiedlichsten Berufsgruppen bei Radio und Fernsehen.</p>



<p>Den Tagesabschluss und auch das programmatische Ende des Raumcon-Treffens bildete das Grillen am Abend in der Jugendherberge. Neben den wie immer sehr angeregten Fachgesprächen bildete ein sehr gut sichtbarer ISS-Transit ab 23:22 Uhr mit ca. 3,8 mag und rund 70° Höhe den letzten Schluss- und Höhepunkt.</p>



<p><strong>Abschied, Samstag 27. Mai 2017</strong><br>Auch die spannendste Veranstaltung ist irgendwann zu Ende. Nach einem letzten Frühstück wurde der Tagungsraum aufgeräumt, man dankte den beiden Hauptorganisatoren, verabschiedete sich und nach und nach machten sich alle auf den Heimweg.</p>



<p>Den zahlreichen oben erwähnten Kontaktpersonen und weiteren unerwähnten Ansprechpartnern sei an dieser Stelle noch einmal im Namen der Organisatoren, der Teilnehmer und des Vereins Raumfahrer Net für ihr Entgegenkommen und Unterstützung ganz herzlich gedankt!</p>



<p>Eine offizielle Ankündigung für das nächste Treffen steht noch aus. Aber es laufen bereits Sondierungen und Abstimmungen im Hintergrund, so dass die begründete Hoffnung besteht, dass es auch 2018 ein Raumcon-Treffen geben könnte.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14338.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon Treff 2017 &#8211; Diskussion</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jahrestreffen-raumcon-forum-und-raumfahrer-net-2017/" data-wpel-link="internal">Jahrestreffen Raumcon-Forum und Raumfahrer Net 2017</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jahrestreffen 2017 in Potsdam und Berlin</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jahrestreffen-2017-in-potsdam-und-berlin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Feb 2017 12:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrestreffen]]></category>
		<category><![CDATA[Potsdam Babelsberg]]></category>
		<category><![CDATA[Raumcon-Treff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch 2017 findet wieder ein mehrtägiges Raumcon-Treffen für Raumfahrt- und Astronomieinteressierte statt. Organisiert wird es von Aktiven von Raumfahrer.net und Raumcon. Teilnehmen kann jede(r). Irgendwelche Mitgliedschaften sind keine Voraussetzung. Ein Beitrag der Raumfahrer.net Redaktion. Quelle: Raumfahrer.net. Vom 22. Mai bis 27. Mai 2017 findet das Raumcon-Jahrestreffen in Potsdam und Berlin statt. Geboten werden spannende Exkursionen, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auch 2017 findet wieder ein mehrtägiges Raumcon-Treffen für Raumfahrt- und Astronomieinteressierte statt. Organisiert wird es von Aktiven von Raumfahrer.net und Raumcon. Teilnehmen kann jede(r). Irgendwelche Mitgliedschaften sind keine Voraussetzung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag der Raumfahrer.net Redaktion. Quelle: Raumfahrer.net.</p>



<p>Vom 22. Mai bis 27. Mai 2017 findet das Raumcon-Jahrestreffen in Potsdam und Berlin statt.</p>



<p>Geboten werden spannende Exkursionen, interessante Vorträge und ein unnachahmliches Gemeinschaftserlebnis. Das konkrete Programm listet unter anderem Besuche der Archenholdsternwarte Berlin, des größten Linsenfernrohrs der Welt, einer Wirkungsstätte Albert Einsteins, des Zeiss-Großplanetarium Berlin-Prenzlauer Berg, des DLR-Standorts Berlin-Adlershof und des Speicherrings BESSY II beim Helmholtz-Zentrum Berlin.</p>



<p>Die Unterbringung erfolgt kostengünstig in der Jugendherberge Potsdam-Babelsberg, wo auch ein Tagungsraum angemietet wurde. Die Jugendherberge befindet sich in Sichtweite zur S-Bahnstation Potsdam-Babelsberg. In unmittelbarer Nähe befinden sich Einkaufsmöglichkeiten.</p>



<p>Im Raumcon-Forum sind weitere <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14806.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Informationen zu Programm, Kosten und Anmeldung</a> zusammengestellt. Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2017.</p>



<p><strong>Hinweis:</strong> Der Anmeldeschlus wurde verlängert bis zum <strong>20. Februar 2017, 12:00 Uhr</strong>!</p>



<p>Wer sich einen Eindruck von Inhalten und Verlauf vergangener Treffen verschaffen möchte: <a href="https://www.raumfahrer.net/category/verein/" data-wpel-link="internal">Hier</a> gibt es Berichte zu Treffen der vergangenen Jahre (rechte Seite, herunterscrollen).</p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14338.0" rel="noreferrer noopener" aria-label="(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumcon Treff 2017 &#8211; Diskussion</a></strong></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Raumcon-Treffen 2015 in Kassel und Göttingen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumcon-treffen-2015-in-kassel-und-goettingen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Goth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2015 08:05:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrestreffen]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumcon-Treff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 21. bis zum 25. Mai 2015 fand das Raumcon-Treffen 2015 in Kassel und Göttingen mit 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Auf dem Programm standen interessante Exkursionen sowie zahlreiche Vorträge und Diskussionen zu aktuellen Astronomie- und Raumfahrtthemen. Eine Nachlese von Rafael Frytz, Paula Goth und Stefan Goth. Ein Beitrag von Rafael Frytz, Paula Goth und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vom 21. bis zum 25. Mai 2015 fand das Raumcon-Treffen 2015 in Kassel und Göttingen mit 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Auf dem Programm standen interessante Exkursionen sowie zahlreiche Vorträge und Diskussionen zu aktuellen Astronomie- und Raumfahrtthemen. Eine Nachlese von Rafael Frytz, Paula Goth und Stefan Goth.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Rafael Frytz, Paula Goth und Stefan Goth. Quelle: Raumcon, Raumfahrer.net e.V..</p>



<p>Die Raumcon-Treffen haben sich zu einem regelmäßigen Event im Raumfahrtkalender eines jeden Jahres entwickelt. Bei dieser Gelegenheit treffen Vertreter der „Macher“ der Website „Raumfahrer.net“ mit Portal, Forum, Shop und Chat mit interessierten Nutzern zusammen, um über den aktuellen Stand von Raumfahrt- und Astronomie-Themen zu diskutieren und sich über neue Entwicklungen zu informieren. Sowohl unter den Betreibern des Forums als auch unter den Nutzern waren auch dieses Jahr wieder einige Mitglieder des gemeinnützigen Vereins „<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net e.V.</a>“, welcher als Veranstalter auftrat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_small_1.jpg" alt="Rafael Frytz" width="260"/></a><figcaption>
Die Jugendherberge in Kassel 
<br>
(Bild: Rafael Frytz)
</figcaption></figure></div>



<p>Neben dem reinen Informationsgewinn, der den Teilnehmern insbesondere bei ihrem Wirken als Multiplikatoren bei der Wissensvermittlung hilft, und der Freude an Raumfahrt und Astronomie an sich haben die Treffen angesichts intensiver Kommunikation über das Internet auch eine wichtige soziale Komponente und folgen dem vereinssatzungsgemäßen Bildungsauftrag. Durch persönliches Kennenlernen und gemeinsames Arbeiten wächst das gegenseitige Verständnis, für respektvollen Umgang miteinander im Forum ist es ebenfalls förderlich. </p>



<p>Die Schwerpunkte beim diesjährigen Treffen waren Besuche beim Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen, dem Planetarium und astronomisch-physikalischen Kabinett in der Orangerie Kassel, sowie eine Führung „Gauß in Göttingen“ mit Besichtigung der historischen Sternwarte. Dazu kamen zahlreiche spannende Vorträge zu unterschiedlichsten Themen.</p>



<p><strong>Tag 1 &#8211; Anreise und „get together“</strong>
<br>
Donnerstag der 21. Mai 2015 war Anreisetag, um die Mittagszeit trafen die ersten Teilnehmer in der Jugendherberge Kassel ein. Im Laufe des Nachmittags füllte sich der Tagungsraum, zahlreiche Laptops wurden aufgebaut und verkabelt. Für die stimmungsvolle Ausgestaltung des Veranstaltungsraums wurden hochwertige Bilder im Großformat (von –eumel- bereitgestellt) aufgehängt. Wie jedes Jahr gab es auch die Möglichkeit die Produkte aus dem Webshop in Augenschein zu nehmen und zu kaufen. Auch diese Jahr gibt es wieder einen neuen Hingucker mit Bezug auf aktuelle Forschung, die neue Tasse &#8211; diesmal mit zwei Motiven: New Horizons und Dawn!</p>



<p>Nach der offiziellen Eröffnung und Einführung in das Programm durch das Organisationsteam Ilka Meuer, Nico Feldmann und Thomas Weyrauch gab es bei einem abendlichen „get together“ im Hof der Jugendherberge die Gelegenheit, alte Freundschaften aufzufrischen und neue Bekanntschaften zu machen. Während einige angediente Aktive wegen Terminproblemen absagen mussten, konnten auch neue Gesichter begrüßt werden. Bis in die Nacht hinein wurde über zahlreiche Astronomie- und Raumfahrtthemen diskutiert.</p>



<p><strong>Tag 2 &#8211; Exkursion I: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen</strong>
<br>
Am Freitag den 22. Mai 2015 bildete der Besuch beim Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen (MPS https://www.mps.mpg.de/de) die Hauptattraktion des Tages und möglicherweise den Höhepunkt des gesamten Raumcon-Treffens. Das MPS Göttingen beschäftigt sich u.a. mit der Erforschung der Sonne und deren Atmosphäre, der Planeten in unserem Sonnensystem, und ist an zahlreichen wissenschaftlichen Missionen beteiligt, z.B. an Rosetta. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_small_2.jpg" alt="Andrej Meuer" width="260"/></a><figcaption>
Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen 
<br>
(Bild: Andrej Meuer)
</figcaption></figure></div>



<p>Das Institut ist erst 2014 in einen Neubau auf dem Campus der Universität Göttingen umgezogen. Als einer der Gründe für den Umzug wurde die größere Nähe zu den Wissenschaftlern am Lehrstuhl für Astrophysik und Geowissenschaften der Uni genannt. Außerdem waren die Gebäude am alten Standort Katlenburg-Lindau sanierungsbedürftig und entsprachen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. </p>



<p>Zunächst wurden wir durch Dr. Birgit Krummheuer begrüßt und von Dr. Achim Gandorfer mit den drei Abteilungen des MPS „Sonne und Heliosphäre“, „Planeten und Kometen“ sowie „Das Innere der Sonne und der Sterne“ vertraut gemacht. In seinem mitreißenden Vortrag „Sonnenforschung zwischen Himmel &amp; Erde“ hat Dr. Gandorfer den Teilnehmern dann von seinem eigenen wissenschaftlichen Weg, welcher immer um die Sonne „kreiste“, berichtet. </p>



<p>Dieser Weg ist auch eine kleine Geschichte der Sonnenforschung und startete zunächst am <a class="a" href="https://noirlab.edu/public/programs/kitt-peak-national-observatory/mcmath-pierce-solar-telescope/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">McMath-Pierce Solar Teleskop</a>. Über das Solar &amp; Heliospheric Observatory (<a class="a" href="https://science.nasa.gov/mission/soho/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SOHO</a>) führte er schließlich zu Sunrise, einem mittlerweile zweimal an einem Stratosphärenballon gestarteten Mission. Aktuell ist die Vorbereitung der Satellitenmission Solar Orbiter zur Erforschung der Sonne aus einem vergleichsweise engen Orbit um unser Zentralgestirn. </p>



<p>Anschließend führten Dr. Gandorfer und Dipl.-Ing. Dietmar Germrott uns durch das Haus und die Labore, so dass alle einen lebendigen Eindruck von den bisherigen und aktuellen Aktivitäten des MPS gewinnen konnten. </p>



<p>Zu sehen waren beispielsweise große Montagehallen für Arbeiten unter Reinraumbedingungen unterschiedlicher Klassen. In einer befanden sich Teile des Stratosphärenteleskops Sunrise. Zu bestaunen waren auch einige Vakuumkammern, sowie ein Modell von OSIRIS, einer Kamera von Rosetta. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_small_3.jpg" alt="Thomas Weyrauch" width="260"/></a><figcaption>
Vakuumanlage mit kleinerer Kammer beim MPS 
<br>
(Bild: Thomas Weyrauch)
</figcaption></figure></div>



<p>Interessant war, dass von wichtigen Instrumenten, welche sich derzeit auf Sonden bei oder auf dem Weg zu Planeten, Asteroiden oder Kometen befinden, baugleiche funktionsfähige Exemplare in diesen Vakuumkammern vorgehalten werden, um alle Kommandos am Boden testen zu können und bei Problemen mit den Flugexemplaren Lösungsmöglichkeiten an den Testmodellen zu finden. In der kleinen aber feinen Kantine wurde bei einem hervorragenden Essen das gesehene und gehörte anschließend intensiv diskutiert.</p>



<p>Am Nachmittag gab Dr. Johannes Wicht einen Einblick in seine Arbeit bei der Erforschung und rechnergestützten Simulation des Magnetfelds der Erde und des Jupiters. Die meisten Zuhörer waren von Komplexität des Erdmagnetfeldes beeindruckt. Es ist längst nicht mit magnetischem Nord- und Südpol alleine zu beschreiben. Bedingt durch den „Dynamo“ aus flüssigem leitfähigem Material zwischen Erdkern und Erdkruste lässt sich die Dynamik nur mit Großrechnern simulieren. Das noch komplexere Magnetfeld des Gasriesen Jupiter soll mit der Sonde Juno, welche im Juli 2016 den Planeten erreichen wird, genauer vermessen werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_small_4.jpg" alt="Jörg Knaak" width="260"/></a><figcaption>
Das Kennedy Space Center, das Vertical Assembly Building (VAB) und die Startplätze 39 A und 39 B 
<br>
(Bild: Jörg Knaak)
</figcaption></figure></div>



<p>Wieder zurück in der Jugendherberge gab es am Abend nach dem Essen zwei Vorträge. In „Satellitenbetrieb am Beispiel polarer Wettersatelliten“ von Nico Feldmann erklärte unser damit beruflich befasster Mitstreiter Details von Satellitenmissionen vom Start bis zur Außerbetriebnahme. Zu seinem „Besuch am Kennedy Space Center“ im Frühjahr 2015 zeigte Jörg Knaak zahlreiche stimmungsvolle Bilder vom US-amerikanischen Weltraumbahnhof in Florida und seinen verschiedenen Einrichtungen und fesselte uns bis spät in die Nacht mit seinem Bericht. </p>



<p><strong>Tag 3 &#8211; Exkursion II: Planetarium und astronomisch-physikalisches Kabinett, Orangerie Kassel und Planetenwanderweg im Park Karlsaue</strong>
<br>
Der folgende Samstag, der 23. Mai 2015 führte uns zunächst in das Planetarium Kassel, das in der Orangerie im Park Karlsaue untergebracht ist. Hier erhielten wir von Frau Bolz eine Einführung in den nächtlichen Himmel, einen Einblick in die wichtigsten Entdeckungen von Galileo Galilei und die Bedeutung der Entwicklung des Teleskops für die moderne Astronomie. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_small_5.jpg" alt="Thomas Weyrauch" width="260"/></a><figcaption>
Foucaultsches Pendel in der Orangerie 
<br>
(Bild: Thomas Weyrauch)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei einer Führung durch das astronomisch-physikalische Kabinett im gleichen Gebäude gab es einen Überblick über historische Himmelsbeobachtungsinstrumente, Zeitmesser und andere technische Entwicklungen der letzten Jahrhunderte, bis hin zu historischen Rechenmaschinen und Computern. Im Eingangsbereich befindet sich ein Foucaultsches Pendel, welches dem Nachweis der Erdrotation dient. </p>



<p>Am Nachmittag konnten sich junge wie ältere Teilnehmer ausgiebig am sog. Geo-Caching im Park Karlsaue beteiligen. Dies ist eine moderne Form der Schnitzeljagd, welche ohne satellitengestützter Ortsbestimmung (z.B. unter Nutzung des Global Positioning System, GPS) nicht denkbar wäre. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_small_6.jpg" alt="Rafael Frytz" width="260"/></a><figcaption>
Orangerie im Park Karlsaue in Kassel 
<br>
(Bild: Rafael Frytz)
</figcaption></figure></div>



<p>Darüber hinaus bot sich in der Karlsaue der dortige Planetenwanderweg im Maßstab von 1 zu 495 Millionen für eine fußläufige Erschließung der Größenverhältnisse unseres Sonnensystems an. Ein gelaufener Kilometer im Park entspricht dabei 495 Millionen Kilometern im All. Die Sonne, die sich als Bild über dem Eingang zur Orangerie befindet, bildet den Anfang des Planetenwegs. Aufgrund der Entfernungen unter den Planeten befindet sich Saturn bereits außerhalb des Parks und Uranus in einem anderen Stadtteil von Kassel.</p>



<p>Nach dem Abendessen in der Jugendherberge ging es wieder mit einem abendlichen Vortragsprogramm weiter. Tobi führte durch die Firmengeschichte von SpaceX, berichtete über die drei Fehlstarts der Falcon 1, den Stand der Technik von Falcon 9 und Dragon sowie die zukünftigen Entwicklungen beim Commercial Crew Transport zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) und das Fernziel Mars. Dann folgte ein interessanter Vortrag eines anderen Teilnehmers, der den Aufbau und die bisherige Entwicklung des Vinci Triebwerks erläuterte. Die nötigen Änderungen für eine mögliche Ariane-6-Rakete wurden ebenfalls diskutiert.</p>



<p><strong>Tag 4 &#8211; Exkursion III: Stadtführung auf Gauß’ Spuren in Göttingen und Besichtigung der historischen Sternwarte</strong>
<br>
Sonntag, der 24. Mai 2014 führte die „Raumfahrer“ wieder nach Göttingen. Dort nahm uns er Stadtführer Jörg Scharmach mit auf die zahlreichen und vielgestaltigen Spuren des in Braunschweig geborenen Carl Friedrich Gauß, der die meiste Zeit seines Lebens in Göttingen verbracht hat. Unter anderem war er Direktor der Sternwarte und Universitätsprofessor. Er erforschte das Erdmagnetfeld, beschäftigte sich mit der Landvermessung, schuf die erste magnetische Telegrafenverbindung, begründete die nichteuklidische Geometrie und vieles mehr. </p>



<p>Darüber hinaus gab es auch einen Einblick in das Leben von Gauß, seiner Familie und seiner Zeitgenossen. Göttingens Altstadt besitzt viele erhaltene historische Bauten, da sich die Kriegsschäden im Gegensatz zu vielen anderen alten Städten in Grenzen hielten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_small_7.jpg" alt="Rafael Frytz" width="260"/></a><figcaption>
Die historische Sternwarte in Göttingen 
<br>
(Bild: Rafael Frytz)
</figcaption></figure></div>



<p>Unser Weg durch Göttingen führte uns schließlich zur historischen Sternwarte, welche im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Die Besichtigung zeigte viele interessante Einblicke. In der Kuppel befindet sich ein großes Teleskop und, eher untypisch, ein Stuhl für den Beobachter, platziert vor dem Okular. Die Führung endete an der Grabstätte Gauß’, letzterer starb am 23. Februar 1855.</p>



<p>Nach der Rückkehr zur Jugendherberge führte ein Vortrag von Joachim Boensch in die Welt der „Raketen-Triebwerkstypen mit flüssigem Treibstoff“. Die Grundprinzipien der Raketentriebwerke, Methoden der Treibstoffförderung und die Steuerung der Rakete wurden erklärt. </p>



<p>Ein Vortrag von Thomas Brucksch, „SEP-Einsatz von Ionentriebwerken“, ging auf die Grundlagen und den Einsatz von solar-elektrischen Antrieben ein. Dabei steht SEP für solar electric propulsion. Gezeigt wurden verschiedenen Typen von Ionentriebwerken und wichtige Missionen, bei denen solche Treibwerke eingesetzt wurden, laufen, oder vorgesehen sind. Vorgestellt wurde auch das ambitionierte NASA-Vorhaben einer Asteroid Redirect Mission mit SEP. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31052015100546_small_8.jpg" alt="Andrej Meuer" width="257" height="398"/></a><figcaption>
Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor der historischen Sternwarte in Göttingen 
<br>
(Bild: Andrej Meuer)
</figcaption></figure></div>



<p>Den Abschluss an diesem Tag bildete ein Vortrag über den Meteor von Tscheljabinsk (Russland) von Tobi. Der Meteor hatte vor gut zwei Jahren hohen Sachschaden und zahlreiche Verletzte verursacht. Zum Glück kam, trotz der zahlreichen geborstenen Fensterscheiben, soweit bekannt niemand ums Leben. </p>



<p>Im Vortrag wurde u.a. erläutert, wie man aus den zahlreichen Videoaufnahmen unterschiedlichster Überwachungskameras und mobiler Kommunikationsgeräte auf Größe und Flugbahn des Meteoren schließen kann.</p>



<p>Parallel zum Programm hatten interessierte Teilnehmer des Treffens bis Sonntag ein Raumfahrt- und Astronomie-Kreuzworträtsel zu lösen. Die drei Gewinner mit den meisten beantworteten Fragen (Nitro, fl67 und Raffi) wurden mit Buch- und Sachpreisen belohnt. Einen langen Applaus bekam Andrej Meuer für die Zusammenstellung der Rätsel-Nüsse, die auch für echte Spezialisten schwer zu knacken waren.</p>



<p><strong>Tag 5 &#8211; Abbauen, Abschied und Abreise</strong>
<br>
Nach einem äußerst ereignisreichen, spannenden und äußerst informativen Wochenende mit sehr interessanten Exkursionen, Vorträgen und Gesprächen wurde am Montag den 25. Mai 2015 ein positives Resümee gezogen. Das Organisationsteam aus Ilka Meuer, Nico Feldmann und Thomas Weyrauch erhielt einen ausgiebigen Extra-Applaus für ihre Mühen. Anschließend wurde gemeinsam der Tagungsraum geräumt, und die Teilnehmer verabschiedeten sich und begaben sich auf den Heimweg.</p>



<p>Im Verlauf des Treffens wurde bereits über das nächste Raumcon-Treffen im Jahr 2016 gesprochen. Bei der Terminfindung hat sich die Woche mit dem Feiertag Christi Himmelfahrt, ersatzweise eine Woche ganz ohne Feiertag, herauskristallisiert, da an Feier- und Brückentagen erfahrungsgemäß nur sehr schwer qualitativ hochwertige Führungen bei Forschungseinrichtungen oder Unternehmen organisiert werden können. Wahrscheinlich wird das Treffen in Darmstadt stattfinden, mit möglichen Besuchen bei EUMETSAT (Betreiber europäischer Wettersatelliten), ESOC (Europäisches Raumfahrtkontrollzentrum) und GSI (Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung).</p>



<p>Für die Teilnahme an Raumcon-Treffen gibt es keine zwingenden Voraussetzungen, man muss weder eine Vereinsmitgliedschaft besitzen noch im Forum mit Benutzernamen angemeldet sein. Eine gewisse Aufgeschlossenheit gegenüber Wissenschaft und Technik erleichtert aber die Kommunikation mit den mit Herzblut diskutierenden und argumentierenden Raumfahrt- und Astronomie-Enthusiasten. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12890.msg302766#msg302766" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon Treff 2015 &#8211; Göttingen/ JH Kassel vom 21.5. bis 25.5.2015</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/raumcon-treffen-2015-in-kassel-und-goettingen/" data-wpel-link="internal">Raumcon-Treffen 2015 in Kassel und Göttingen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Raumcon-Treffen 2013 &#8211; Nachlese und Zusammenfassung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumcon-treffen-2013-nachlese-und-zusammenfassung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2013 18:06:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Biolab]]></category>
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		<category><![CDATA[Effelsberg]]></category>
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		<category><![CDATA[MPIfR]]></category>
		<category><![CDATA[MUSC]]></category>
		<category><![CDATA[Raumcon-Treff]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36558</guid>

					<description><![CDATA[<p>Von lauten Radioquellen, ungleichen Schwerkräften und chinesischen Himmelspalästen – das Raumcon-Treffen 2013 Ein Beitrag von Oliver Karger und Thomas Weyrauch. Quelle: Oliver Karger / Thomas Weyrauch / Raumfahrer.net. Kreuz und quer aus der Republik kamen sie angefahren, die Raumfahrt- und Astronomiebegeisterten aus dem Raumcon-Forum. Einmal im Jahr gibt es das Forenerlebnis live, von Angesicht zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Von lauten Radioquellen, ungleichen Schwerkräften und chinesischen Himmelspalästen – das Raumcon-Treffen 2013</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Oliver Karger und Thomas Weyrauch. Quelle: Oliver Karger / Thomas Weyrauch / Raumfahrer.net.</p>



<p>Kreuz und quer aus der Republik kamen sie angefahren, die Raumfahrt- und Astronomiebegeisterten aus dem <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon-Forum</a>. Einmal im Jahr gibt es das Forenerlebnis live, von Angesicht zu Angesicht. 2008 und 2009 beispielsweise gab es Raumcon-Treffen in Hannover. Nach weiteren Treffen 2010 und 2011 in Darmstadt und 2012 in Bremen ging es dieses Jahr nach Bad Honnef. Die kleine Stadt am Rhein zwischen Bonn und Neuwied und Standort des wissenschaftlichen Tagungszentrums Physikzentrum Bad Honnef (PBH) ist bekannt als das „rheinisches Nizza“ und für den Stadtteil Rhöndorf, wo Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, bis zu seinem Tod im Jahr 1967 wohnte. Wir trafen uns in der Jugendherberge Bad Honnef, wo für uns neben Unterkünften ein gut geeigneter Tagungsraum reserviert war. Die Herberge am Rand der Stadt am Rhein war für uns Ausgangspunkt für Exkursionen in die Eifel zum Astropeiler Stockert, zum zweitgrößten frei beweglichen Radioteleskop der Welt in Effelsberg sowie zum Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_1.jpg" alt="Thomas Weyrauch" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Radioteleskop und Eifel-Landschaft 
<br>
(Bild: Thomas Weyrauch)
</figcaption></figure></div>



<p>Am Mittwoch, dem 1. Mai 2013 ging es los. Die ersten Teilnehmer waren bereits vor der Mittagszeit angereist und richteten unseren Tagungsraum her. Tische und Stühle wurden gerückt, großformatige Fotos mit Raumfahrt– und Astronomiemotiven zur Verschönerung des Tagungsraums an die Wände gebracht, ein Funknetzwerk aufgesetzt und die nacheinander eintreffenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer willkommen geheißen. Gegen 16.30 Uhr begann das Treffen dann offiziell. Pikarl und Olli begrüßten alle Anwesenden und stellten den Programmablauf vor. Neben Vorträgen einzelner Raumconler standen zwei Exkursionen an, die erste gleich am nächsten Morgen in die Eifel zu zwei Radioteleskopen. </p>



<p>Als Einstimmung hielt websquid nach dem Abendessen einen Vortrag über die Prinzipien der VLBI, Very Large Baseline Interferometry – einer Methode, um mit Radioteleskopen eine möglichste große Winkelauflösung und eine hohe räumliche Auflösung zu erzielen. Die Auflösung eines einzelnen Teleskops, das in einem Frequenzbereich von einigen hundert MHz bis in den Bereich um einhundert GHz misst, ist begrenzt durch die Größe der nutzbaren Fläche seines Primärspiegels. Durch das Zusammenschalten von Teleskopen, die räumlich möglichst weit auseinander liegen, kann die räumliche Auflösung massiv verbessert werden. Am besten gelingt dies im Zusammenwirken mit einem Radioteleskop im All – beispielsweise mit dem russischen <a href="https://www.raumfahrer.net/radioastron-auf-rekordkurs/" data-wpel-link="internal">Radioastron</a>, wobei die größte Entfernung zum zweiten Teleskop bei rund 350.000 km liegt.</p>



<p>Astronomisch ging es weiter – GG, der leider nicht teilnehmen konnte, hatte einen Vortrag zum Thema „Methoden zur Entdeckung von Exoplaneten“ vorbereitet und an Olli weiter gegeben. Während des Vortrags diskutierten wir über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden und die mit ihrer Hilfe gelungenen Entdeckungen. Auf das Vorgehen zur Bestätigung von Exoplanetenkandidaten wurde ausführlich eingegangen. Ebenso wurde die aktuelle Situation des angeschlagenen Weltraumteleskops <a href="https://www.raumfahrer.net/teleskop-kepler-mit-technischen-problemen/" data-wpel-link="internal">Kepler</a> erörtert, dem Teleskop, das per Transitmethode erdähnliche Exoplaneten in der habitablen Zone nachweisen soll. </p>



<p><strong>&#8230; laute Radioquellen &#8230;</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_2.jpg" alt="Thomas Weyrauch" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Die Antennen auf dem Stockert 
<br>
(Bild: Thomas Weyrauch)
</figcaption></figure></div>



<p>Am nächsten Morgen ging es dann mit einem gecharterten Bus in Richtung Eifel, zunächst zum Astropeiler Stockert, wo uns Elke Fischer, Heinz-Joachim Woelky und Thomas Buchsteiner begrüßten. Das 25-Meter-Teleskop auf dem 435 Meter hohen Stockert, offiziell eingeweiht am 17. September 1956, ist der direkte Vorgänger vom 100-Meter-Spiegel in Effelsberg und besitzt eine Antennenschüssel aus einem Stahl- und Leichtmetallgerippe, welches das Metallwerk Friedrichshafen am Bodensee, der Nachfolgebetrieb der Zeppelinwerft Friedrichshafen, konzipiert und hergestellt hatte. Zu Zeiten des aufziehenden Kalten Krieges wurde das Teleskop zunächst als militärisches Forschungsobjekt betrieben und hatte parallel dazu wissenschaftliche Aufgaben. Ende der neunziger Jahre nutzte das Digital-Audio-Unternehmen Creamware den Standort. Der nachfolgende Umbau zur ausschließlichen Verwendung als betriebsfähiges astronomisches Teleskop unter Denkmalschutz geriet zunächst ins Stocken. Erst mit dem Kauf des Geländes durch die NRW-Stiftung und die Gründung des gemeinnützigen Vereins <a class="a" href="https://www.astropeiler.de/mitwirken-und-unterstuetzen/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Förderverein Astropeiler Stockert e. V.</a> gelang der Umbau. Einige Komponenten wurden runderneuert und durch moderne Technik ersetzt, teilweise jedoch die ursprüngliche in Stand gesetzt. Die Restaurierung hat sich gelohnt, das Zusammenspiel aller Komponenten funktioniert ausgesprochen zufriedenstellend. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_3.jpg" alt="Thomas Weyrauch" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Der denkmalgeschützte Astropeiler 
<br>
(Bild: Thomas Weyrauch)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Führung über das Gelände bot neben einem Blick in die Antriebstechnik des Astropeilers und einer Klettertour auf eine Wartungsplattform unmittelbar unter dem Spiegel natürlich auch eine Live-Vorführung mit einer Messung an der stärksten galaktischen Radioquelle, Kassiopeia A, welche zum Nachweis der Spiralstruktur unserer eigenen Heimatgalaxie dient. Hier konnten wir alle erleben, was es bedeutet, astronomische Messungen selber durchzuführen. Das Radiosignal wurde nämlich nicht dort gefunden, wo es hätte sein sollen. Nach einigem Tüfteln, Überlegen, Neuausrichten des Teleskops, erneuter Kalibrierung der Position am Himmelskoordinatensystem war die Ursache schließlich gefunden und wir konnten ein wunderbares Absorptionsspektrum einer Wasserstoffwolke vor Kassiopeia A bewundern. Aus der Dopplerverschiebung der Spektrallinien lässt sich ermitteln, dass die Wasserstoffwolke mit einer anderen Geschwindigkeit als unsere Sonne, und damit eben auch mit einer anderen Geschwindigkeit als wir, um das galaktische Zentrum rotiert. Mit Hilfe von Messungen dieser Art, die der US-amerikanische Physiker und Radioingenieur Karl Guthe Jansky schon 1931 vorgenommen hatte, und vom US-amerikanischen Nachrichtentechniker und Funkamateur Grote Reber 1937 mit einem im eigenen Garten aufgebauten 9-Meter-Spiegel präzisiert wurden, konnte früh postuliert werden, dass wir in einer Spiralgalaxie leben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_4.jpg" alt="Thomas Weyrauch" width="300" height="200"/><figcaption>
10-Meter-Spiegel auf dem Stockert 
<br>
(Bild: Thomas Weyrauch)
</figcaption></figure></div>



<p>Auf dem Stockert wird der kleinere der beiden Spiegel mit 10 Metern Durchmesser hauptsächlich für Amateurfunk genutzt – entweder um z.B. direkt das Signal von Amateurfunkbaken aufzunehmen und zu dekodieren oder um mittels rain scattering (Regenstreuung) bzw. atmospheric scattering (Atomsphärenstreuung) größere Distanzen zu überwinden, als es per direkter, durch die Erdkrümmung begrenzter Verbindung möglich wäre. Auch der Mond kann als Reflektor verwendet werden, um ein Signal über weite Strecken zu übertragen, was die ambitionierten Funkamateure vor Ort bereits vielfach erfolgreich praktizieren konnten. Es handelt sich dabei um sogenannte EME-Aktivitäten (EME steht für Erde-Mond-Erde). Die 10-Meter-Antenne mit einem Gewinn von ca. 57 dBd und einem Öffnungswinkel von nur 0,22° ist dafür ein geradezu luxuriöses Instrument. </p>



<p>Die nach einem Mittagsimbiss geplante Weiterfahrt zum Radioteleskop Effelsberg des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (<a class="a" href="https://www.mpifr-bonn.mpg.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MPIfR</a>) verzögerte sich leider, da unser Bus eine Panne hatte. Ein Ersatzbus traf erst nach etwa anderthalb Stunden ein. Unser herzlicher Dank gebührt an dieser Stelle dem Team vom Astropeiler für die bedarfsweise unbürokratische Versorgung mit Kaffee und Tee, die enthusiastische Beantwortung unserer vielen Fragen und die aufmerksame Betreuung. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_5.jpg" alt="Thomas Weyrauch" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Radioteleskop Effelsberg 
<br>
(Bild: Thomas Weyrauch)
</figcaption></figure></div>



<p>Effelsberg bot einen imposanten Anblick. Ein strahlend weißer, 100 Meter durchmessender Spiegel, gelegen in einem nach Süden geöffneten Tal saß dort wie ein geduckter Angreifer, bereit zum Sprung. Umso eigenartiger die Empfindung, den 3.200 Tonnen wiegenden Giganten, lautlos, langsam, aber mit Präzision sich auf sein nächstes Ziel ausrichten zu sehen. Im Einführungsvortag erfuhren wir, dass die nicht unerhebliche Verformung des Spiegels beim Kippen des Teleskops durch die trickreiche Konstruktion der Spiegelhalterung und Neufokussierung ausgeglichen wird. Außerdem berichtete Dr. Norbert Junkes uns, dass das galaktische Zentrum nach Himbeere schmeckt (das sogenannte Himbeerketon wurde in einer Molekülwolke nachgewiesen), und dass mehr Wasser im All vorhanden ist, als lange vermutet wurde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_6.jpg" alt="Oliver Karger" width="300" height="225"/></a><figcaption>
Radiointerferometer LOFAR 
<br>
(Bild: Oliver Karger)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei der an den Vortrag anschließenden Führung konnten wir das Radiointerferometer LOFAR (Low Frequency Array), ein nach dem Zufallsprinzip angeordnetes Dipolantennenfeld, das Teleskop selber von Nahem sowie den Kontrollraum besichtigen. Die momentanen Messungen des Teleskops erfolgten mit anderen VLBI-Radioteleskopen im Verbund und liefen vollautomatisch ab. Der anwesende Teleskopfahrer hatte deshalb stets ein wachsames Auge auf die Überwachungs- und Steuereinrichtungen der Teleskopsysteme, während er unsere zahlreichen Fragen beantwortete. </p>



<p>Nach der verspäteten Rückkehr in die Jugendherberge und der Stärkung beim für uns extra warmgehaltenen Abendessen ging es zum gemütlichen Teil des Abends weiter, der langsam, für den einen etwas früher, für andere etwas später, ausklang. </p>



<p>Nachdem der erste Teil des diesjährigen Treffens ganz im Zeichen der Astronomie stand, lag der Schwerpunkt der zweiten Hälfte im Bereich der Raumfahrt. Gleich zu Beginn unserer Exkursion zum Standort des DLR in Köln am 3. Mai 2013 verließen wir dieses wieder. Im gleichen Augenblick auch die Bundesrepublik Deutschland verlassend betraten wir Territorium der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA). In einem durch die ESA angemieteten Gebäudekomplex auf dem DLR-Gelände befindet sich das Ausbildungszentrum für alle europäischen Astronauten (European Astronauts Corps, EAC). Dort erfolgt die Grundausbildung der europäischen Astronauten, sowohl in der Theorie (u.a. Erwerben von Russischkenntnissen, Grundlagen des Raumflugs) und in der Praxis (Erlernen der Grundlagen eines Außenbordeinsatzes an der Internationalen Raumstation (ISS), Orientierung in den europäischen und russischen Stationsmodulen inklusive ATV-Mockup, Grundlagenübungen in einem Sojus-Simulator). Außerdem werden im EAC auch alle anderen Astronauten aus den teilnehmenden Nation am ISS-Programm in ihren Fertigkeiten zur Arbeit in ESA-Modulen und mit den darin enthaltenen Experimenten geschult. Leider war es uns nicht vergönnt, einen der ESA-Astronauten direkt zu erleben, da zum Zeitpunkt unseres Besuchs keiner im Gebäude tätig war. </p>



<p><strong>&#8230; ungleiche Schwerkräfte &#8230;</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_7.jpg" alt="DLR / FabianWalker (CC-BY 3.0)" width="300" height="225"/></a><figcaption>
Neue Kurzarmzentrifuge im :envihab 
<br>
(Bild: DLR / Fabian Walker (CC-BY 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p>Neben der Ausbildung und Missionsvorbereitung von Astronauten werden am DLR-Standort in Köln auch die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Organismus untersucht. Dazu wird im neu eingerichteten :envihab des Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin zukünftig eine Kurzarmzentrifuge betrieben. Gegenüber einer Langarmzentrifuge kann diese im gleichen Augenblick unterschiedliche Beschleunigungskräfte auf den Körper einwirken lassen, so dass beispielsweise der Kopf eine geringere Schwerkraft spürt als die eine Körperlänge entfernten Füße. Die Effekte eines solchen Schwerkraftgradienten sollen unter verschiedenen Situationen untersucht werden, beim einfachen Liegen, beim Training auf einem Ergometer oder bei Kniebeugen bzw. dem Hüpfen eines Probanden innerhalb des Gradientenfelds. Hiervon erhofft man sich neue Erkenntnisse zur Verkürzung der Trainingszeit bei Langzeitaufenthalten im All, erläuterte uns Guido Petrat vom Biomedizinischen Wissenschafts-Unterstützungszentrum des Instituts. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_8.jpg" alt="Thomas Weyrauch" width="300" height="200"/></a><figcaption>
BioLab-Rack (Bildmitte) im ISS-Modul Columbus (Modell im EAC) 
<br>
(Bild: Thomas Weyrauch)
</figcaption></figure></div>



<p>Den Abschluss bildete ein Besuch beim Nutzerzentrum für Weltraumexperimente. Von hier aus werden vom sogenannten lebenswissenschaftlichen Teil des Deutschen Nutzerzentrums (Microgravity User Support Center, MUSC) alle im europäischen ISS-Modul Columbus befindlichen Experimente meist automatisch gesteuert. Zum Wechsel von Untersuchungsproben müssen zwar noch die Astronauten an Bord der ISS eingreifen, im Idealfall laufen die Experimente jedoch im durch das MUSC überwachten 24/7-Betrieb. Konkret am Beispiel des <a href="https://www.raumfahrer.net/iss-forschung-in-columbus-beginnt/" data-wpel-link="internal">BioLab</a>, einem Experimentierschrank zur Untersuchung von biologischen Proben, erfuhren wir, welcher Aufwand in der Planungs- und Umsetzungsphase eines einzelnen Experiments nötig ist, um von der Idee einer Messung zur tatsächlichen Durchführung zu gelangen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_9.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_9.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)" width="300" height="169"/></a><figcaption>
Kontrollraum für den Lander Philae der Kometensonde Rosetta 
<br>
(Bild: DLR (CC-BY 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p>Ebenfalls im Nutzerzentrum für Weltraumexperimente beheimatet ist das Team des Kometenlanders <a href="https://www.raumfahrer.net/philae-der-erste-kometenlander/" data-wpel-link="internal">Philae</a>, welcher zur Rosetta-Mission gehört und voraussichtlich im November 2014 auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko landen soll. An einem 1:1 Modell des Landers erklärte Dr. Koen Geurts  uns ausführlich die einzelnen Instrumente an Bord von Philae, mit der während der Annäherung des Kometen an die Sonne das Ausgasverhalten direkt an der Oberfläche untersucht werden soll. Die aktuelle Aufgabe des Landerteams besteht in der Erprobung verschiedener autonom durchgeführter Landesequenzen, welche am voll integrierten Testmodell des Landers durchgespielt werden. Daran anschließend entwickelte sich eine spannende Diskussion um die Vor- und Nachteile der Anordnung der Landerbeine und der Konstruktion eines Ankersystems, mit denen Philae sich an der Kometenoberfläche festkrallen soll. Leider wurde die lebhafte Diskussion durch unsere DLR-Begleitperson etwas abrupt beendet. Ein kurzer Besuch im DLR-SpaceShop, der unter anderem zum Erwerb kulinarischer Spezialitäten – Raumfahrerverpflegung – genutzt wurde, bildete den Abschluss unserer DLR-Visite. </p>



<p><strong>&#8230; chinesische Himmelspaläste &#8230;</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_10.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_10.jpg" alt="Oliver Karger" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Himmelspalast Tiangong 1 als Modell 
<br>
(Bild: Oliver Karger)
</figcaption></figure></div>



<p>Zurück in unserem Tagungsraum in Bad Honnef entführte uns HausD in den chinesischen Himmelpalast – <a href="https://www.raumfahrer.net/missionserweiterung-fuer-tiangong-1-moeglich/" data-wpel-link="internal">Tiangong 1</a>. Die recht spärlich verfügbaren Informationen zur ersten chinesischen Raumstation hat HausD in einem ansehnlichen computeranimierten 3D-Modell zusammengeführt und bei der Umsetzung mit seiner Bemaßung Dimensionen getroffen, die gut mit dem Original zusammenpassen. Dies ermöglichte uns einen virtuellen Rundgang durch Tiangong 1 und die Diskussion der verschiedenen Details der Station, welche an einem Modell aus China im Maßstab 1:48 nachher in Einzelgesprächen fortgesetzt wurde. Das Modell zeichnete sich durch eine hervorragende Lackierung und eine insgesamt hohe Detailtreue aus. Im Bereich der Solarzellenausleger gab es allerdings erhebliche Abweichungen, möglicherweise griffen die Modellbauer einfach auf Ausleger eines anderen Raumfahrzeugs zurück. </p>



<p>Nach dem Abendessen erläuterten STS-125 und pikarl anhand der Nutzerstatistik die Entwicklung des Raumcon-Forums und des Raumfahrer.Net-Portals innerhalb des letzten Jahres. Die Zeichen der Zeit scheinen gut für das Projekt zu stehen. Die Besucherzahlen steigen, die Anzahl der Leser bei besonderen Ereignissen wie der Landung des Rovers Curiosity auf dem Mars zeugen davon, dass ein beachtlicher Anteil der Raumfahrt- und Astronomiebegeisterten Raumfahrer.Net als Informationsquelle nutzt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_11.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_11.jpg" alt="NASA / Dana Berry" width="300" height="203"/></a><figcaption>
Sterbender Stern verursacht Gammastrahlenausbruch &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA / Dana Berry)
</figcaption></figure></div>



<p>Nun folgte die mit Spannung erwartete Auflösung des Bilderrätsels, das diesmal von STS-125 vorbereitet worden war. Auch in diesem Jahr waren die Bildausschnitte so gewählt, dass es schwierig war, diese einem Gesamtbild zuzuordnen. Glückliche Gewinner gab es dennoch. Platz 1 teilten sich fl67, Olli und trallala mit jeweils 7 Punkten, für Platz 2 reichten 4 Punkte, für Platz 3 3 Punkte, und der letzte mit einem Preis dotierte Platz 4 wurde mit zwei Punkten erreicht. Maximal zu erreichen waren 16 Punkte. Die Preisträger freuten sich über Gewinne, die von einzelnen Raumcon-Mitgliedern und dem Verein für Raumfahrt (<a class="a" href="https://vfr.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VfR</a>) gestiftet worden waren. </p>



<p>Im Anschluss an die Preisvergabe gab pikarl eine Einführung in die Untersuchung von Massensterbeereignissen auf der Erde und dem möglichen Zusammenhang mit Gammastrahlenausbrüchen (<a href="https://www.raumfahrer.net/loeste-sternexplosion-massensterben-aus/" data-wpel-link="internal">GRB</a>s). Geologisch sind die ältesten Spuren eines globalen Ereignisses, das zum Aussterben von mehr als 60 % aller lebenden Spezies führt, maximal 180 Millionen Jahre nachweisbar. Bereits davor gab es jedoch Massensterben. Eine mögliche Ursache hierfür könnten kurze, nahe und sehr intensive Gammastrahlenausbrüche sein, welche eine tödliche Strahlendosis auf die Erde wirken ließen. Rein statistisch steht uns das nächste Artensterben übrigens unmittelbar bevor. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_12.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_12.jpg" alt="technichian" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Die Sonne mit Flecken am 4. Mai 2013 von Bad Honnef aus &#8230; 
<br>
(Bild: technician)
</figcaption></figure></div>



<p>Zu inzwischen vorgerückter Stunde war die Gruppe jedoch noch nicht müde und weiterhin wissenshungrig, so dass Olli spontan einen Vortrag zu Strahlungstests in der Raumfahrt unter Verwendung sogenannter Laser-Plasma-Beschleuniger gab. Diese noch im experimentellen Stadium befindliche Bestrahlungsmethode soll es ermöglichen, unter realitätsnäheren Bedingungen die vor jeder Mission notwendigen Tests durchführen zu können. Erste Experimente im vergangenen Jahr verliefen erfolgreich, momentan wird an der Weiterentwicklung und Optimierung gearbeitet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_13.jpg" data-rel="lightbox-image-11" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_13.jpg" alt="NASA SDO" width="300" height="302"/></a><figcaption>
&#8230; und von NASAs im All stationierten Sonnenobservatorium SDO aus gesehen
<br>
(Bild: NASA SDO)
</figcaption></figure></div>



<p>Am folgenden Morgen baute technician sein Teleskop zur Sonnenbeobachtung auf. Das Wetter war hervorragend geeignet und die Blickrichtung zur Sonne nicht von Wolken behindert. Selbstverständlich war die Öffnung des Teleskops mit einer speziellen Filterfolie abgedeckt, und auch bei der Benutzung des Sucherfernrohrs kam geeignete Filtertechnik zum Einsatz. Durch ein Teleskop, ein Fernglas oder eine Kameraoptik darf man niemals direkt in die Sonne schauen, da dies zur Erblindung führen kann. Filterfolie oder Schraubfilter sind immer in Richtung Beobachtungsobjekt, das heißt vor der Optik, anzubringen. Durch das Sonnenlicht plötzlich ansteigende Temperaturen könnten andernfalls Teile des Beobachtungsgerätes beschädigen, so dass Augenverletzungen beispielsweise durch splitterndes Glas nicht ausgeschlossen werden können. Unter Verwendung digitaler Spiegelreflexkameras (DSLRs) gelang eine Reihe ansehnlicher Photos unseres Zentralgestirns, auf denen auch einige der zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Sonnenflecken zu sehen sind. Um die Schnappschüsse der Sonne zu verwirklichen, wurden die Kameras jeweils über einen T2-Anschluss mit dem Teleskop, einem f/5 Parabol Newton Reflektor vom Typ Skywatcher Explorer-150PDS, das auf parallaktischer Montierung EQ5 SkyScan Pro mit einer Nachführung und automatischer Objektpositionierung ausgestattet war, verbunden. Da die Automatikfunktionen der Kameras durch die Anschlusstechnik bedingt zum großen Teil nicht eingesetzt werden konnten, war es nun Aufgabe der Bediener, Schärfe und Aufnahmezeit auf geeignete Werte einzustellen. Die hier geziegte Aufnahme von technician wurde mit einer Sony Alpha DSLR angefertigt, die Belichtungszeit betrug 1/250s bei ISO 200. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_big_14.jpg" data-rel="lightbox-image-12" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013200630_small_14.jpg" alt="Thomas Weyrauch" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Büste Juri Gagarins im EAC 
<br>
(Bild: Thomas Weyrauch)
</figcaption></figure></div>



<p>Noch einmal im Tagungsraum der Herberge versammelt, erfuhren die Anwesenden in einem Vortrag von F-D-R etwas über die Folgen vorauseilenden Gehorsams. Eine auch in Moskau zu bekommende, englischsprachige Tageszeitung hatte am Morgen des 12. April 1961 den ersten bemannten Raumflug schon bekannt gegeben, als Gagarin noch gar nicht gestartet war. Auch über den Mann an Bord und die Zahl der Erdumkreisungen erhielten die Lesers des Londoner Daily Worker falsche Informationen. Dass Testpilot Wladimir Iljuschin die Erde drei Mal umkreiste, die Landung nicht unversehrt überstand, und sich daher anschließend in einem chinesischen Sanatorium aufhielt, konnte nicht bestätigt werden, und der Autor der Meldung im Daily Worker musste schließlich einräumen, dass seine gewöhnlich gut informierten Kreise ihn diesmal im Stich gelassen hatten. </p>



<p>Schließlich hieß es Abschied nehmen &#8211; ein Erlebnis der besonderen Art ging zu Ende. Auch wenn nicht alles glatt ging, es wie für Raumfahrtmissionen typisch zu Verzögerungen kam und Zeitpläne nicht ganz eingehalten wurden, man ging zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken auseinander. Wie in den Jahren zuvor fanden sich Enthusiasten, bekannte und neue Gesichter, die gemeinsam einige Tage lang das Raumcon-Forum live erlebbar machten. Auch 2014 wird das wieder geschehen, da war sich die versammelte Gruppe einig. Wo das sein wird? Daran wird momentan gearbeitet – als mögliche Ziele stehen Berlin, Lampoldshausen und Noordwijk in Niederlanden zur Diskussion. Die Auswahl des Ziels dürfte spannend werden. Die Bekanntgabe der Entscheidung wird <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11736.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">dort</a> zu finden sein. </p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Raumcon-Treff Darmstadt 2010</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumcon-treff-darmstadt-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 20:25:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Darmstadt]]></category>
		<category><![CDATA[EUMETSAT]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrestreffen]]></category>
		<category><![CDATA[RaumCon]]></category>
		<category><![CDATA[Raumcon-Treff]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer Net]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Himmelfahrtswochenende, vom 13. bis zum 16 Mai 2010, fand unser drittes Community-Treffen statt, diesmal in Darmstadt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Offizieller Beginn war am 13. Mai, 16 Uhr. Nach der Vorstellung des Zeitplanes begannen interessante Gespräche über Astronomie- und Raumfahrtthemen sowie Gott und die Welt zwischen den anwesenden Teilnehmern. Außerdem wurde die Technik [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Himmelfahrtswochenende, vom 13. bis zum 16 Mai 2010, fand unser drittes Community-Treffen statt, diesmal in Darmstadt. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel.</p>



<p>Offizieller Beginn war am 13. Mai, 16 Uhr. Nach der Vorstellung des Zeitplanes begannen interessante Gespräche über Astronomie- und Raumfahrtthemen sowie Gott und die Welt zwischen den anwesenden Teilnehmern. Außerdem wurde die Technik installiert und getestet, so dass die Nutzung des Internets und das Präsentieren von Inhalten via Datenprojektor möglich war. </p>



<p>Wir waren zu Gast in der <a href="https://www.jugendherberge.de/jugendherbergen/darmstadt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Jugendherberge Darmstadt</a>, die uns Sonderkonditionen zugestand. So war beispielsweise die Nutzung des Internets für alle Teilnehmer via LAN oder WLAN möglich. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2010-vortrag01-260.jpg" alt="Chewies Vortrag über die Titan II
(Bild: Raumfahrer.net)"/><figcaption>Chewies Vortrag über die Titan II<br> (Bild: Raumfahrer.net)</figcaption></figure></div>



<p>Das eigentliche Programm begann am Freitag mit einem Vortrag unseres  Forenmitgliedes Chewie zum Thema &#8222;Titan II als ICBM und Rakete in der  Raumfahrt&#8220;. Dabei wurden über Fotos und Grafiken viele Details zu diesem  Träger genannt, darunter Treibstoffe, Startprozeduren, Abmessungen oder  Nutzlast, aber auch die Vorgehensweise im Ernstfall. In der Raumfahrt wurde die Titan II von 1964 bis 2003 eingesetzt, in den 1960er Jahren vor allem für die bemannten Gemini-Flüge. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2010-eumetsat-aussen03-260.jpg" alt="Gruppenbild mit Satellit auf dem Außengelände von EUMETSAT. (Bild: Raumfahrer.net)"/><figcaption>Gruppenbild mit Satellit auf dem Außengelände von EUMETSAT. (Bild: Raumfahrer.net)</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem Mittagessen erwartete uns eine sehr interessante Führung bei <a href="https://www.eumetsat.int/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">EUMETSAT</a>. Im Anschluss an einen Rundgang durch das Außengelände und das Haus wurden wir zunächst per Promo-Video mit allgemeinen Informationen  gefüttert. Dabei konnten wir einen Blick in die Kontrollräume für die  unterschiedlichen Missionsbereiche werfen. Danach durften wir uns die  wichtigsten Aufgaben und Prozeduren erläutern lassen und Fragen stellen. Diese wurden zu unserer größten Zufriedenheit ausführlich beantwortet, da während unserer Anwesenheit nur Routineaufgaben anfielen und keine Notfälle bewältigt werden mussten. Im vergangenen Jahr hatte uns Nitro ja schon eine recht ausführliche Einführung über seine Arbeit bei EUMETSAT gegeben, jetzt konnten wir die Praxis beobachten und bestaunen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2010-mcc-darmstadt01-260.jpg" alt="Hauptbildschirm des Mission Control Center Darmstadt. (Bild: Raumfahrer.net)"/><figcaption>Hauptbildschirm des Mission Control Center Darmstadt. (Bild: Raumfahrer.net)</figcaption></figure></div>



<p>Nach unserer Rückkehr in die Jugendherberge und dem Abendessen wurden  letzte Vorbereitungen zum Verfolgen des Starts der Raumfähre Atlantis im  &#8222;Mission Control Center Darmstadt&#8220; zur <a href="https://www.raumfahrer.net/countdown-zu-sts-132-laeuft/" data-wpel-link="internal">Mission STS 132</a> getroffen. klausd hatte dafür eine spezielle Java-Applikation programmiert, die uns einen Überblick über die wesentlichsten Fakten und den Fortgang der Vorbereitungen gab. Über einen zweiten Beamer konnten wir außerdem NASA-TV (beinahe) live verfolgen. So steigerte sich die Spannung bis zum Start in Euphorie. Die Replays wurden begutachtet und fachmännische Kommentare erlaubten auch den weniger erfahrenen Raumcon-Nutzern, spezielle Vorgänge und Probleme zu erkennen.  Insbesondere wurde die komplexe Treibstoffförderung aus dem Spezialtank  ET-200, der mit G<sup>2</sup> gefüllt war, erläutert. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>



<p>Olli belebte unseren Geist mit einem abwechslungsreichen und recht schwierigen 20-teiligen Bilderrätsel. Mit mehr oder weniger Recherche beteiligten sich 6 Raumconler. Bestwert waren am Ende 75%, wobei die Auflösung ebenso spannend und überaus amüsant war. Immerhin waren  mitunter Details gefragt, die nur tief Eingeweihten bekannt sein dürften. </p>



<p>Am Samstag vormittag erfuhren wir mehr zu Neuigkeiten in der Raumcon. So  hat Speedator ein Script programmiert, mit dem die Sicherung externer Bilder auf den Server von Raumfahrer.net möglich wird. Um die Sicherung kümmert sich gegenwärtig klausd. Das Bilderarchiv geht in den nächsten Tagen online. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2010-vortrag02-260.jpg" alt="Im Gruppengespräch Raumfahrt ging es auch um eine Neugestaltung der Themenbereiche, um zukünftig Überschneidungen besser vermeiden zu können. (Bild: Raumfahrer.net)"/><figcaption>Im Gruppengespräch Raumfahrt ging es auch um eine Neugestaltung der Themenbereiche, um zukünftig Überschneidungen besser vermeiden zu können. (Bild: Raumfahrer.net)</figcaption></figure></div>



<p>In den anschließenden Gruppengesprächen Astronomie bzw. Raumfahrt ging es ebenfalls um Details, die das Raumcon-Forum betreffen. Insbesondere steht wohl in nächster Zeit eine Umstellung der Rubriken in der Raumfahrt an. Grund dafür sind eine ganze Reihe von Doppelthreads wegen der Überschneidung der Themenbereiche. Überlegt wurde, die Rubrik &#8222;Aktuelles&#8220; durch &#8222;Organisationen, Firmen, Personen&#8220; zu ersetzen. Die Kategorie &#8222;Medien&#8220; könnte dagegen in der Kategorie &#8222;Allgemeines&#8220; aufgehen. Weitergehende Vorschläge betrafen die Substitution der Bereiche &#8222;Bemannte Raumfahrt&#8220; und &#8222;Unbemannte Raumfahrt&#8220; durch &#8222;Missionen&#8220; und &#8222;Technik&#8220;. </p>



<p>Am Nachmittag wurden die allseits bekannten TOPs abgearbeitet, die in diesem Jahr aber nicht so zahlreich waren. Im TOP 1 wurde beschlossen, den nächsten Raumcon-Treff am Himmelfahrtswochenende 2011 in Darmstadt durchzuführen. Interessante Exkursionsziele sind das <a href="https://www.esa.int/About_Us/ESOC" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Europäische Kontrollzentrum ESOC</a> und die <a href="https://www.gsi.de/start/aktuelles" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Gesellschaft für Schwerionenforschung GSI</a>, beide in Darmstadt beheimatet. Im TOP 2 erläuterte pikarl statistische Daten über Forum und Portal. Dabei wurden erstaunliche Nutzungsgewohnheiten verschiedener anwesender Raumcon-Mitglieder vor- und die Entwicklung der redaktionellen Arbeit im Portal dargestellt. Fazit: In beiden Bereichen ging es in den letzten Jahren ordentlich  aufwärts, wobei sich Forum und Portal gegenseitig befruchteten. Im letzten Jahr wurden im Portal 640 Meldungen und Artikel veröffentlicht und weitere Seiten aktuell gehalten. Zusätzliche Angebote sind u. a. das InSpace-Magazin, der TV-Guide, der Raumfahrt- und Astronomiekalender, der InSound-Podcast, eine historische Abteilung im Forum sowie die Starttabellen und eine Datenbank zur bemannten Raumfahrt. </p>



<p>TOP 3 war eine Nachlese der TOPs vom vergangenen Jahr durch Jerry. Wie sich zeigte sind mittlerweile fast alle Ideen und Vorhaben umgesetzt worden. Auch dies hat sicherlich dazu beigetragen, dass sich Forum und Portal größerer Beliebtheit denn je erfreuen. </p>



<p>Danach hielt zunächst Olli einen Vortrag über Entstehung, Entwicklung und das Ende von Sternen. Da gab es reichlich Fakten und sicherlich für jeden etwas Neues. Wir lernten beispielsweise, dass im Inneren sogar eines sehr schweren Sterns durch Fusion nur Elemente bis zum Eisen entstehen. Hier ist die Bindungsenergie pro Nukleon maximal. Für mich interessant war, dass bei der Heliumfusion in Sternen mit mindestens anderthalbfacher Sonnenmasse zwischen Fusionsrate und Temperatur eine Proportionalität zur 30-sten Potenz besteht. </p>



<p>Anschließend berichtete AlexanderM mit zwei Kollegen über die Arbeit der <a href="https://alternative-raumfahrt.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Forschungsgemeinschaft Alternative Raumfahrt (FAR)</a>, die sich mit der Entwicklung eines Fest-Flüssig-Hybridantriebes  beschäftigt. Bisher wurden mehrere Feststoffraketen erprobt, in denen bestimmte Wirkprinzipien und viele technische Instrumente bereits getestet werden konnten. Die ARGUNA-Raketen arbeiten mit einem Treibstoffgemisch aus Zucker, Soda und Aluminium. Gekennzeichnet sind sie durch einen einfachen Aufbau, eine hohe Zuverlässigkeit und günstige Herstellung. In den nächsten Jahren soll dann der Hybridantrieb des PHOENIX entwickelt und erprobt werden, der im Unterschied zum reinen  Feststoff regelbar wird. PHOENIX ist (zunächst) als Höhenrakete ausgelegt. </p>



<p>Nach internen Gesprächen verschiedener Gruppen (Administratoren, Moderatoren, Redakteure) und dem Abendessen besuchten wir die <a href="https://vsda.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Volkssternwarte Darmstadt</a>. Aufgrund des schlechten Wetters waren astronomische Beobachtungen leider unmöglich. Wir verfolgten stattdessen den Kampf mehrerer Hobbyastronomen mit den Tücken der Computertechnik, der dank unserer Hilfe für den Menschen entschieden werden konnte sowie die Ausführungen von Herrn Wagner zu einigen Aspekten der Planetenbeobachtung mit erschwinglichen Teleskopen. </p>



<p>In gemütlichen Runden klang der Samstagabend aus. Am nächsten Tag blieb  uns nur, Nitro, dem Organisator des Treffens, herzlich zu danken, ein wenig aufzuräumen und uns in die nähere bzw. weitere Umgebung zu zerstreuen. Wie in den vergangenen beiden Jahren war das Treffen nicht nur ein großartiges Erlebnis sondern auch eine Motivation für die Zukunft und eine Begegnungsstätte für Freunde. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2010-gruppenbild01-600.jpg" alt="Die (meisten) Teilnehmer des Raumcon-Treffs 2010. (Bild: Jörg Knaack)"/><figcaption>Die (meisten) Teilnehmer des Raumcon-Treffs 2010. (Bild: Jörg Knaack)</figcaption></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Raumcon-Treff Hannover 2009</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumcon-treff-hannover-2009/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2009 18:23:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Eilenriede]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
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		<category><![CDATA[RaumCon]]></category>
		<category><![CDATA[Raumcon-Treff]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer Net]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=5505</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Himmelfahrtstag war es endlich so weit, Aktivisten der Raumcon trafen sich offiziell zum zweiten Mal in der Eilenriede in Hannover, um sich zu den Themen Raumfahrt und Astronomie auszutauschen. Auf dem umfangreicheren Programm standen 4 Fach- und 3 Sachvorträge, die TOPs, zwei Fachgruppengespräche und viele individuelle Gespräche in wechselnden Gruppen. Ein Beitrag von Günther [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Himmelfahrtstag war es endlich so weit, Aktivisten der Raumcon trafen sich offiziell zum zweiten Mal in der Eilenriede in Hannover, um sich zu den Themen Raumfahrt und Astronomie auszutauschen. Auf dem umfangreicheren Programm standen 4 Fach- und 3 Sachvorträge, die TOPs, zwei Fachgruppengespräche und viele individuelle Gespräche in wechselnden Gruppen. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel.</p>



<p>Die ersten Enthusiasten trafen gegen 16 Uhr im Naturfreundehaus ein. Diesmal hatten wir den großen Raum für uns und deshalb viel mehr Platz. Viele kannten sich noch vom vorigen Jahr, die Neuen wurden aber sofort herzlich in der Gemeinschaft willkommen geheißen. Das offizielle Programm begann aber erst am Freitag morgen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-1a.jpg" alt="Jerry eröffnet die Tagung. Neben ihm Holi und -eumel-.
(Bild: RN)"/><figcaption>Jerry eröffnet die Tagung. Neben ihm Holi und -eumel-.<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p>Nach der Begrüßung und der Vorstellung des Programms durch die Organisatoren Jerry (H.J.Kemm), Holger (Holi) und Jörg (-eumel-) wurden zunächst die Betreiber von Raumfahrer.net, Administratoren, Moderatoren, Berater und Redakteure vorgestellt, die diesmal recht zahlreich anwesend waren. Danach sprach Karl (pikarl) über die redaktionelle Arbeit und die Entwicklung von Raumfahrer.net in den letzten Jahren. </p>



<p>Anschließend hielt unser Mitglied roger50 einen Vortrag über den  gegenwärtigen Stand der Arbeiten bzw. Startvorbereitungen für das dritte  Verbindungsmodul der ISS, Tranquility, das in Turin fertiggestellt worden war sowie zum ATV 2 „Johannes Kepler“, das im nächsten Jahr Fracht zur Internationalen Raumstation bringen soll. Technische Leckerbissen gab es genauso zu sehen wie Zeitplanungen. Ein paar Anekdötchen am Rande sorgten für weiteren Diskussionsstoff für den  Abend. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-2a.jpg" alt="Karl spricht über die Entwicklung von Portal und Forum.
(Bild: RN)"/><figcaption>Karl spricht über die Entwicklung von Portal und Forum.<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem gemeinsamen Mittagessen waren die TOPs an der Reihe. Es wurde  beschlossen, dass der Haupttitel „Astronomie“ im Forum nach „Allgemeines“ und vor „Raumfahrt“ eingeordnet werden soll, um ihm mehr Beachtung zu schenken. Außerdem sollen alle bisherigen Kalender zu einem zusammengefasst werden, in den auch historische Ereignisse aufgenommen werden sollen. Das Chat wird auf eine einfachere Software umgestellt und an prominenterer Stelle platziert. Die Werbebanner müssen als eine der wenigen Einnahmequellen auf der Portalseite und einigen Unterseiten erhalten bleiben. Eine Aufteilung des Titels Raumcon-Berater wurde ebenso abgelehnt wie eine Fachbuchbibliothek, ein Raumcon-Bambi sowie Änderungen an den Mitgliedertiteln. Zitate sollen in Zukunft nur den Teil beinhalten, auf den sich ein Teilnehmer dann wirklich bezieht. Dies soll in den Forenregeln formuliert werden. Umfragen können mit dem jeweiligen Moderator eines Titels vereinbart werden. Sie sollten aber weiterhin sparsam angewendet werden. Bilder können in Zukunft direkt auf den Raumcon-Server hochgeladen werden. Es ist aber unbedingt auf  urheberrechtliche Bestimmungen zu achten. Außerdem werden große Bilder auf ein geeignetes Format runtergerechnet. Der nächste Raumcon-Treff soll im Frühjahr 2010 in Darmstadt über die Bühne gehen. Organisator wird Nico (Nitro), der eine Besichtigung von ESOC (European Space  Operations Centre) und EuMetSat ins Auge fasst.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-4a.jpg" alt="Archimedes hat den Mars als Ziel.
(Bild: RN)"/><figcaption>Archimedes hat den Mars als Ziel.<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p>Anschließend setzte Herr Herholz von der Mars Society Deutschland mit einem Referat zum Projekt Archimedes fort. Dabei soll eine Ballonsonde zum Mars transportiert werden und dort Messungen vornehmen. Das überaus ambitionierte Projekt hat bereits erste Vorbereitungsphasen mehr oder weniger erfolgreich hinter sich gebracht. So wurde ein Ballon mit einer  Höhenforschungsrakete vom schwedischen Kiruna aus gestartet und in etwa 175 Kilometern Höhe entfaltet. Durch mehrere Probleme konnten nicht alle Ziele der Mission erreicht werden, man hat aber viel für die weitere Arbeit gelernt. Insgesamt 7 Kameras (Stückpreis 20 Euro) haben den Verlauf der Mission weitgehend dokumentiert. Herr Herholz hat vor seiner jetzigen Tätigkeit 30 Jahre lang u. a. in der bemannten Raumfahrt Deutschlands und Europas gearbeitet und konnte bei den abendlichen Gesprächen fachkundig Auskunft geben und faszinieren.</p>



<p>Karl (pikarl) schloss den Vortragsreigen am Freitag mit einigen Bemerkungen zum Urheberrecht ab. Die Problematik ist bei weitem nicht jedem wirklich bewusst. Welche Probleme sich dabei ergeben können, wurde an einem Beispiel eines mehrere Jahre zurückliegenden Forenbeitrages in dem (möglicherweise) unzulässig aus einer AFP-Meldung zitiert wurde, deutlich. </p>



<p>Nach dem Abendessen wurde bis tief in die Nacht hinein diskutiert, im Internet gestöbert und der eine oder andere Raumfahrtfilmschnipsel angeschaut </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-7a.jpg" alt="Manes Begeisterung steckte alle Zuhörer an.
(Bild: RN)"/><figcaption>Manes Begeisterung steckte alle Zuhörer an.<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p>Am Sonnabend ging es mit gleichem Elan und Interesse weiter. Zunächst  präsentierte Manuel (m.hecht) Bilder und Eindrücke von seiner Reise nach Florida im November letzten Jahres. Er besuchte an zwei Tagen das Kennedy Space Center und konnte darüber vieles berichten. Außerdem erlebte er aus etwa 15 Kilometern Entfernung den Start der Raumfähre Endeavour. Seine Erzählung über Visitor Center, Rocket Garden, Imax  Theatre, Space Shop, Apollo Saturn V Center, Space Station Processing Facility, Crawler und vieles mehr war so ansteckend, dass die eingeplante Zeit weit überschritten wurde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-6a.jpg" alt="... aus dem Leben eines Satelliten-Controllers.
(Bild: RN)"/><figcaption> &#8230; aus dem Leben eines Satelliten-Controllers. <br>(Bild: RN) </figcaption></figure></div>



<p>Deshalb ging es erst nach dem Mittagessen mit einem ebenfalls sehr  interessanten Vortrag von Nico (Nitro) über das Kontrollzentrum für Europäische Wettersatelliten in Darmstadt weiter. Hier erfuhren wir einiges über die Aufgaben eines Controllers sowie über die Satelliten und deren Steuerung. Mittlerweile hat man auch hier mit dem Problem Weltraummüll zu tun, was die Arbeit nicht einfacher macht. </p>



<p>Das offizielle Programm fand mit Fachgruppengesprächen zu den Themen  Astronomie bzw. Raumfahrt seinen Abschluss. Auch in diesem Jahr hat uns das Treffen ein Stück voran gebracht. Praktisch alle Anwesenden waren begeistert und wollen ihre Teilnahme im nächsten Jahr wieder ermöglichen. Zwischendurch könnte es noch zur Bildung einiger weiterer Raumcon-Stammtische kommen. Bisher wurden derartige Treffen mehrfach in Berlin durchgeführt. </p>



<p>Anwesende Raumcon-Nutzer in diesem Jahr waren: H.J.Kemm, Gertrud, Laika,  Antares, Chewie, -eumel-, GG, Holi, Ingo, Jok, klausd, Kreuzberga, m.hecht, Nitro, Nostromo, Olli, Phobos, pikarl, Pirx, Pluto, Raffi, Redmoon, roger50, Tassadar, technician, tobi453 und Yevgenij sowie als Gast und Referent Herr Herholz.  </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/raumcon-treff-2009-8a.jpg" alt="Unser Gruppenbild. (Bild: Jörg Knaack)"/><figcaption>Unser Gruppenbild. (Bild: Jörg Knaack)</figcaption></figure>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Raumcon-Treffen 2008</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumcon-treffen-2008/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 19:21:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[Eilenriede]]></category>
		<category><![CDATA[Hannover]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrestreffen]]></category>
		<category><![CDATA[RaumCon]]></category>
		<category><![CDATA[Raumcon-Treff]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer Net]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am verlängerten Wochenende vom 3. bis 5. Oktober 2008 fand in Hannover der erste reine Raumcon-Treff statt. Anwesend waren 25 Mitglieder der Raumcon, die zum Teil auch Redakteure von Raumfahrer.net sind. Ein Beitrag von Günther Glatzel und Axel Orth. Anstelle eines Artikels über ein Raumfahrt- oder Astronomie-Thema können Sie hier einmal einen Bericht &#8222;in eigener [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am verlängerten Wochenende vom 3. bis 5. Oktober 2008 fand in Hannover der erste reine Raumcon-Treff statt. Anwesend waren 25 Mitglieder der Raumcon, die zum Teil auch Redakteure von Raumfahrer.net sind. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel und Axel Orth.</p>



<p><em>Anstelle eines Artikels über ein Raumfahrt- oder Astronomie-Thema können Sie hier einmal einen Bericht &#8222;in eigener Sache&#8220; lesen: Die <a href="https://forum.raumfahrer.net/" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon</a> ist die seit Jahren sehr erfolgreiche Community von Raumfahrer.net und dem <a rel="noreferrer noopener follow" target="_blank" href="http://vfr.de/" data-wpel-link="external">Verein zur Förderung der Raumfahrt</a>. Schon nach dem RN-Redaktionstreffen im September 2007, wo auch  Raumcon-Mitglieder eingeladen waren, kam die Idee zu einem reinen Raumcon-Treffen auf&#8230; und jetzt war es endlich soweit. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-07.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-07-260.jpg" alt="Naturfreundehaus in der Eilenriede
(Bild: RN)"/></a><figcaption>Naturfreundehaus in der Eilenriede<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p>Die Anfahrt war individuell geregelt und so trafen die Teilnehmer nach und nach am Ziel ein: Dem Naturfreundehaus „Zur Eilenriede“ in der Nähe des Telemax in Hannover. Die Leitung des Hauses war mit der Vergabe der Räume stark gefordert, letztlich bekam aber jeder einen Platz zum Schlafen und ausreichend Verpflegung. </p>



<p>Nach der allgemeinen Vorstellung wurde noch einmal der bereits im Forum  veröffentlichte, gut durchdachte Plan für das Wochenende präsentiert. Danach zogen sich die anwesenden Redakteure des Portals von Raumfahrer.net zu einer internen Diskussionsrunde zurück. Hier wurden Zukunftspläne geschmiedet, um die Arbeit der Redakteure kooperativer, effektiver und im Forum besser bekannt zu machen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-09c.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-09c-260.jpg" alt="Lasset die Beratungen beginnen...
(Bild: -eumel-)"/></a><figcaption>Lasset die Beratungen beginnen…<br> (Bild: -eumel-)</figcaption></figure></div>



<p>Nach einem gemeinsamen Abendessen fanden die Teilnehmer bis in die Nacht  hinein ausreichend Gelegenheit, über Raumfahrtfragen, aber auch andere  Themen in wechselnden Runden zu diskutieren. So stellte sich heraus, dass einige Mitglieder derzeit in der Raumfahrtbranche tätig sind, andere dagegen schon Praktika in ähnlichen Bereichen erfolgreich abgeschlossen hatten. Themen waren beispielsweise die Arbeit in einem Satellitenkontrollzentrum oder Fragen zu Entwurf, Bau, Test und Betrieb von Satelliten. Dabei hat einerseits jeder etwas beitragen können, andererseits aber auch einiges dazu gelernt. Bis tief in die Nacht hinein wurden von einigen „Unentwegten“ anschließend noch verschiedene Beiträge zum Thema Raumfahrt am Rechner angeschaut und darüber gefachsimpelt. </p>



<p>Am Samstag begann die eigentliche „Arbeit“ der Teilnehmer, die aber für die meisten weitgehend Vergnügen bedeutete. Zunächst wurden einige Botschaften verschiedener Personen an unser Treffen verlesen. Anschließend wurden mehrere Moderatoren und Berater mit Dank für ihre zuverlässige Arbeit aus ihren Positionen verabschiedet. Ihre Aufgaben werden in Zukunft von anderen Forenaktiven übernommen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-03-260.jpg" alt="Bild vom Vortrag von technician über Bahndaten
(Bild: RN)"/><figcaption>Bild vom Vortrag von technician über Bahndaten<br> (Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p>Danach begeisterte Thomas (technician) die Zuschauer mit einem Vortrag über das Thema „Bahndaten von Satelliten“. Dabei ging er auf die weltweite Bahnüberwachung durch Einrichtungen der USA ein, stellte seine Methode vor, mit dem Programm XPlanet, den Two Line Elements aller durch Radar erfassten Objekte im Erdorbit und einigen selbst entworfenen bzw. verfeinerten Skripten seine aus dem Forum gut bekannten Visualisierungen berechnen zu lassen und gab umfassend Auskunft über die Problematik des Weltraumschrotts und der dadurch entstehenden Gefahren für Erdsatelliten. Ende September waren demnach 33.391 Objekte mit Radarquerschnitten ab etwa 10 cm² im seit Jahrzehnten geführten Katalog erfasst, davon befinden sich noch 13.046 in Erdumlaufbahnen. Der größte Teil, nämlich 7.935 Teile, sind Schrott, 1.807 sind Raketenteile und 3.304 Satelliten. Spezielle Objekte von Interesse waren USA 193, Kosmos  2421 und die ISS. Hier wurde auch auf einige Treffer eingegangen, die  durch Weltraumschrott oder Mikrometeoriten verursacht wurden.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-05-260.jpg" alt=""/><figcaption> Bild vom Vortrag von technician über Bahndaten <br>(Bild: RN) </figcaption></figure></div>



<p>Um die Mittagszeit beschäftigten sich die Teilnehmer des Raumcon-Treffs 2008 mit den offiziellen Tagesordnungspunkten, die bereits in den zurückliegenden Wochen erfasst und diskutiert worden waren. Die Zusammenarbeit zwischen Portal und Forum soll verbessert werden. Einige konkrete Vorschläge an die Administratoren wurden bereits am Freitag Abend erfasst. Die gegenseitige Verlinkung gleicher Themen dagegen war bereits im Vorfeld in Angriff genommen worden. Die Trägerliste ist vorbereitet. Einige Einträge sind bereits vorhanden, andere werden  demnächst entstehen. Träger, die nicht mehr eingesetzt werden, sollen nicht aus der Liste entfernt sondern nur als „historisch“ gekennzeichnet  werden. Auch Glossar und Raumcon-Lexikon sind vorbereitet und werden demnächst freigeschaltet. Weiterhin wird darauf geachtet, dass Texte  oder zumindest eine Zusammenfassung in deutscher Sprache verfasst, Quellen angegeben und Fakten deutlich von Spekulationen getrennt werden. Das Gremium sprach sich dafür aus, dass die Mitgliederränge demnächst abgeschafft werden. Hervorgehoben werden nur Administratoren, Moderatoren, Berater und demnächst neu auch die Portal-Redakteure. Die Anzahl der geschriebenen Beiträge wird aber weiterhin angezeigt. Ob ein Mitglied seinen richtigen Namen oder einen Nickname verwendet, bleibt weiterhin seine eigene Entscheidung. Gleiches gilt für Einträge der Mitglieder in der Landkarte, obwohl diese im Interesse von lokalen Raumcon-Stammtischen sind. Mit wachsender Monitorgröße schrumpfen auch die Darstellungsprobleme bei Seitenleisten sowohl im Portal als auch im Forum. Deshalb bleibt auch hier alles beim Alten. Die Themen im Forum werden etwas umgeordnet. Die Teilnehmer wurden sich einig, dass auch ein Bereich für „Visionen &amp; Konzepte“ eingerichtet wird, in dem man Themen wie Weltraumlift, Terraforming oder interstellare Raumfahrt  diskutieren kann. Eine Rubrik &#8222;Science Fiction&#8220; wird es aber nicht geben. Dies könnte zu Missverständnissen führen. Die Raumcon ist und bleibt ein wissenschaftliches Forum zu den Themen Astronomie und Raumfahrt. Für 2009 wird erneut ein Treffen angestrebt. Der Besuch des Technik-Museums Speyer kann unter den Teilnehmern persönlich abgesprochen werden. Wahrscheinlich bekommt eine Raumcon-Delegation etwas mehr zu sehen als die normalen Besucher. Begrüßt wird auch eine Mitarbeit von Raumcon-Teilnehmern in der Wikipedia. </p>



<p>Ausführlicher werden die Ergebnisse der Beratungen im Forum dargestellt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/rt2008-08a-260.jpg" alt="Teilnehmer am Raumcon-Treff 2008
(Bild: -eumel-)"/><figcaption>Teilnehmer am Raumcon-Treff 2008<br> (Bild: -eumel-)</figcaption></figure></div>



<p>Zum Abschluss der gemeinsamen Beratungen hielt unser Mitglied Roger50  einen ausführlichen und informativen Vortrag zu 25 Jahren Entwicklung, Bau und Betrieb des Automated Transfer Vehicle ATV. Von der Idee 1983 bis zum ersten erfolgreichen Einsatz in diesem Jahr verging ein viertel Jahrhundert. Während dieser Zeit gab es fünf Entwürfe, die mit den Veränderungen der Aufgaben des ATV immer anspruchsvoller und komplizierter wurden. Nach den Vorstudien in den Jahren 1983 bis 1987 beschloss die ESA die Realisierung des Projektes ATV. Weitere, immer konkretere Studien wurden in den Jahren 1987 bis 1997 vorgenommen. Die Entwicklungsarbeit und Realisierung schlossen sich an, genauso wie umfangreiche Tests (Vibration, thermische Isolation, Akustische  Belastungen beim Start, elektromagnetische Verträglichkeit). Die Krönung war schließlich der vor wenigen Tagen abgeschlossene anspruchsvolle und sehr erfolgreiche Jungfernflug. </p>



<p>Roger50 würzte seine Ausführungen mit Anekdoten und interessanten Details. Dabei ging er insbesondere auf das Antriebssystem ein. Heliumgefüllte Druckgastanks mit 290 Bar sorgen für die Förderung des Treibstoffs. Dieser wird über eine ausgeklügelte Druckkontrolle in den eigentlichen Treibstofftanks auf 28 Bar gehalten. Ein Verteilersystem verbindet die Tanks untereinander und ermöglicht es, dass praktisch jedes Triebwerk aus jedem Tank versorgt werden kann. Außerdem können sowohl Brennstoff als auch Oxydator so auf verschieden angeordnete Tanks verteilt werden, dass die Massen weitgehend symmetrisch sind und Antriebsprozesse kaum Drehmomente erzeugen. Gelobt wurde auch die  präzise ausgearbeitete Steuerungssoftware, der es zu verdanken ist, dass für Annäherung, Demonstration und Kopplung deutlich weniger Treibstoff als geplant benötigt wurde. Dies führte zur Verlängerung der Missionsdauer. Die Kopplung fand bei 7 cm/s mit nur 4 cm Abweichung statt und war „butterweich“. Am Problem mit den abgelösten Isolationsmatten wird bereits gearbeitet. Diese werden in Zukunft kleiner sein. Außerdem soll die Herstellung so geändert werden, dass sie weniger Luft enthalten und diese nach dem Start mit abnehmendem Luftdruck schneller entweichen kann. </p>



<p>Der Abend gehörte wieder vielfältigen Gesprächen über Astronomie, Raumfahrt, Gott und die Welt. Bei einem kleinen Quiz konnten die erfolgreichsten Teilnehmer einige Preise gewinnen. Darunter befand sich auch ein Teil eines Satelliten, der nach elfmonatigem Einsatz im All zur Erde zurückgebracht worden war. </p>



<p>Alles in allem war das 2008er Treffen eine sehr gelungene Veranstaltung mit einem ausgewogenen Verhältnis von Information, Unterhaltung und Spaß. Nur der Schlaf kam für die meisten ein wenig zu kurz. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>



<p><strong>Anwesende:</strong></p>



<p>Schillrich, H.J.Kemm, Mary, Zuschauer, berni, -eumel-, GG, Holi, Ian,   Janosch750, jok, klausd, m.hecht, MPF, MSSpace, Nitro, Olli, Pirx, roger50,  Sebastian K., Speedator, technician, tobi453 sowie kurzzeitig Bluestar und Super_sonne. </p>



<p></p>



<p></p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=32.0" rel="noreferrer noopener" aria-label="(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumcon Treff 2008 &#8211; Diskussion</a></strong></li>
</ul>
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