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	<title>Kerosin &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Kerosin &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Nordkorea startet Kwangmyongsong 4 auf Unha-3</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/__trashed-6/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2016 20:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Kerosin]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[sonnensynchrone Bahn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 7. Februar 2016 brachte eine Trägerrakete des Typs Unha-3 den Satelliten Kwangmyongsong 4 („leuchtender Stern“) vom Weltraumbahnhof Sohae ins All. Sowohl zu Träger als auch Satellit ist bisher nur wenig bekannt. Erstellt von Viktoria Schöneich. Quelle: KCNA, 38north.org. Der Start fand um 9:00 Uhr Ortszeit statt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA dauerte der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 7. Februar 2016 brachte eine Trägerrakete des Typs Unha-3 den Satelliten Kwangmyongsong 4 („leuchtender Stern“) vom Weltraumbahnhof Sohae ins All. Sowohl zu Träger als auch Satellit ist bisher nur wenig bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Viktoria Schöneich.   Quelle: KCNA, 38north.org.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Unha3KCNA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Unha3LaunchKCNA260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Start von Kwangmyongsong 4 auf einer<br> Unha-3-Rakete<br>(Bild: KCNA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start fand um 9:00 Uhr Ortszeit statt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA dauerte der Aufstieg 9 Minuten und 46 Sekunden. Der Satellit befände sich in einem polaren Orbit mit 494,6 x 500 km und einer Inklination von 97,4°. Das Joint Space Operations Center (JSpOC) berichtet hingegen von einer Bahn von 466 x 501 km mit einer Inklination von 97,5°, welche von der angegeben Bahn abweicht. Da die Zielbahn nicht bekannt gegeben wurde, können zur Einschussgenauigkeit keine Angaben gemacht werde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es liegt bei den veröffentlichten Bahndaten jedoch die Vermutung nahe, dass eine sonnensynchrone Bahn zwar angepeilt, jedoch mit keinem der angegebenen Orbits erreicht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon einige Tage im Voraus war auf dem Startkomplex eine erhöhte Aktivität erkennbar gewesen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Unha3InFlightKCNA.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Unha3InFlightKCNA260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Unha-3 im Flug<br>(Bild: KCNA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich wurde ein Startfenster vom 8. bis 25. Februar 2016 bekannt gegeben, der Start jedoch überraschenderweise schon am 7. Februar durchgeführt. Die Tatsache, dass unangekündigt unter anderem japanisches Gebiet überflogen wurde und Nordkorea das Starten von Raketen untersagt ist, sorgte für diplomatische Verstimmungen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Kwangmyongsong32012KCNA.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Kwangmyongsong32012KCNA.jpg" alt=""/></a><figcaption>Kwangmyongsong 3, der Vorgänger des nun gestarteten Satelliten<br>(Bild: KCNA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Trägerrakete Unha-3 gibt es nur wenige Informationen. Aus dem veröffentlichten Bildmaterial lässt sich eine Höhe von etwa 30 m und ein Durchmesser von 2,5 m abschätzen. Sie wiegt schätzungsweise 90 Tonnen. Eine nennenswerte Weiterentwicklung der Rakete im Vergleich zu ihrem letzten Start ist nicht zu erkennen. Sollten die Träger beider Starts identisch sein, sind einige Daten der ersten Stufe bekannt, da Teile von ihr nach dem letzten Start 2012 geborgen werden konnten. Demnach wird die Stufe mit 4 Triebwerken der Nodong-Rakete mit jeweils knapp 265 kN angetrieben. Als Treibstoff fungiert Kerosin und als Oxidator wird Salpetersäure verwendet. Da sich beim diesjährigen Start kurz nach der Stufentrennung eine Explosion der ersten Stufe ereignete, konnte keine Bergung erfolgen. Ob es sich um eine absichtliche Sprengung handelt oder die Explosion auf einen Fehler zurückzuführen ist, ist nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Technische Daten der zweiten und dritten Stufe sind, im Gegensatz zur ersten Stufe, nicht durch einen Fund von Hardware untermauert. Die zweite Stufe soll mit dem gleichen Treibstoffgemisch wie die erste funktionieren, die dritte Stufe mit UDMH/NTO. Die Angaben hierzu widersprechen sich aber teilweise; einigen Quellen zufolge sind auch Kerosin/LOX sowie UDMH/Salpetersäure mögliche Treibstoffkombinationen der zweiten bzw. dritten Stufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch weniger als über den Träger ist über den Satelliten bekannt, da nicht einmal Bilder von ihm existieren. Nach offizieller Verlautbarung sind Instrumente zur Kommunikation und Erdbeobachtung eingebaut, genauere Details wurden aber nicht genannt. Die Masse des Satelliten wird auf etwa 100-200 kg geschätzt. Nach Angabe von CBS taumelt der Satellit wie sein Vorgänger Kwangmyongsong 3 jedoch um seine Achsen und wird deswegen möglicherweise nicht in der Lage sein, seine Aufgaben zu erfüllen, sollten Stabilisierungsversuche erfolglos sein. Die Tatsache, dass bisher noch immer kein Signal vom Satelliten empfangen wurde, scheint diese These zu unterstützen. Ob Nordkorea etwaige Daten eines funktionierenden Satelliten veröffentlichen würde, ist jedoch ohnehin nicht sicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14098.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Nordkorea: Unha 3 mit Kwangmyongsong 4 von Sohae</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>SpaceX entwickelt Schwerlastrakete Falcon Heavy</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacex-entwickelt-schwerlastrakete-falcon-heavy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 19:10:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kerosin]]></category>
		<category><![CDATA[Merlin-1-D]]></category>
		<category><![CDATA[Sauerstoff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das US-Unternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) entwickelt gegenwärtig eine neue Trägerrakete, die 53 Tonnen Nutzlast in einen niedrigen Erdorbit befördern kann. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceX, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. Für den nötigen Schub von etwa 17 MN (Meganewton) sollen drei parallel angeordnete Stufen mit je 9 Merlin-1D-Triebwerken sorgen. Diese sind eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das US-Unternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) entwickelt gegenwärtig eine neue Trägerrakete, die 53 Tonnen Nutzlast in einen niedrigen Erdorbit befördern kann.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceX, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-04-11-36227.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06042011211013_small_1.jpg" alt="SpaceX" width="285" height="380"/><figcaption>
Falcon Heavy beim Start &#8211; Impression 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für den nötigen Schub von etwa 17 MN (Meganewton) sollen drei parallel angeordnete Stufen mit je 9 Merlin-1D-Triebwerken sorgen. Diese sind eine weitere Entwicklungsstufe dieses Triebwerkstyps und werden pro Stück etwa 630 kN (Kilonewton) Schub liefern. Bereits 2012 soll die Falcon Heavy auf einer Startrampe in Vandenberg stehen und nach umfangreichen Tests und den dadurch erreichten Genehmigungen nach Vorstellungen des Firmen-CEOs Elon Musk ab 2013 zum Einsatz kommen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert sind auch die Preisvorstellungen. Die Falcon Heavy soll die doppelte Nutzlast der US-Konkurrenz zu einem Drittel der Kosten ins All tragen. Das wären nur etwa 2.500 US-Dollar pro Kilogramm. Voraussetzung wäre eine hohe Startrate von bis zu 20 pro Jahr, gerechnet für die Falcon 9 und ihre große Schwester Falcon Heavy. Dabei spekuliert man offenbar bei sinkenden Preisen auf ein höheres Interesse und Engagement vonseiten der NASA, des US-Militärs und privater Unternehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Falcon Heavy soll eine Gesamtmasse von 1.400 Tonnen haben, knapp 70 Meter hoch sein und die drei parallelen Erststufen einen Durchmesser von je 5,20 Metern besitzen. Als Treibstoffkombination werden preiswertes Kerosin und flüssiger Sauerstoff zum Einsatz kommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beflügelt werden die Pläne durch die Erfolge aus dem letzten Jahr. Zunächst gelang der Jungfernflug der Falcon 9 mit einer Nutzlastattrappe und kurz vor Weihnachten wurde eine Dragon-Raumkapsel auf eine Umlaufbahn und nach zwei Erdumrundungen sicher wieder zur Erdoberfläche zurückgebracht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob sich Zeitpläne und Kosten, aber auch auf die Höhe der Nutzlast so realisieren lassen, wird die Zukunft zeigen, Diskussionsstoff liefern sie allemal. Die Falcon Heavy wäre dann das viertstärkste Trägersystem für Nutzlasten ins All nach Saturn 5 (1969-1973), Space Transportation System (1981-heute) und Energija (1987-1988). </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3424.msg181742#msg181742" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX-Thread ab Beginn der Pressekonferenz am 5. April 2011</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Falcon 1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/falcon-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SpaceX stellt mit der Falcon 1 die erste vollständig unter privater Regie entwickelte Trägerrakete, die den Orbit erreichen kann. Autor: Johannes Amann Entwicklung Mit der Gründung von SpaceX im Jahre 2002 begann die Entwicklung der Falcon 1 mit 30 Mitarbeitern. Da die meisten Teile von SpaceX selbst entwickelt wurden, vor allem die beiden Triebwerke der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">SpaceX stellt mit der Falcon 1 die erste vollständig unter privater Regie entwickelte Trägerrakete, die den Orbit erreichen kann.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Johannes Amann</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entwicklung</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Falcon1newsimage.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Falcon1newsimage_klein2.jpg" alt="" width="242" height="364"/></a><figcaption>Falcon 1 beim Start<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Gründung von SpaceX im Jahre 2002 begann die Entwicklung der Falcon 1 mit 30 Mitarbeitern. Da die meisten Teile von SpaceX selbst entwickelt wurden, vor allem die beiden Triebwerke der ersten und zweiten Stufe, wuchs die Anzahl der Mitarbeiter für diese Aufgaben bis ins Jahr 2005 schnell auf 130 an. Hauptmotivation für die Entwicklung dieses recht kleinen Trägers war weniger der Einsatz desselben, als vielmehr die Technologieerprobung für die größere Falcon 9, welche im Revier etablierter Trägerraketen wie Atlas 5 oder Delta IV wildern könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Falcon 1 setzt sich aus 2 Stufen zusammen, welche beide Raketenkerosin (RP-1) als Treibstoff und flüssigen Sauerstoff (LOX) als Oxidator verwenden. Durch diese Treibstoffkombination verspricht man sich sowohl eine hohe Effizienz, welche in hoher Nutzlast resultiert, als auch eine relativ gute Handhabbarkeit, da man Kerosin im Gegensatz zu anderen Treibstoffen bei Raumtemperatur lagern kann. So erhofft man sich, den Preis für die Rakete niedrig zu halten. Außerdem plant man, die erste Stufe wiederzuverwenden. Dafür ist sie mit Fallschirmen ausgestattet, die eine sanfte Landung im Meer ermöglichen. Nach einer sanften Wasserung könnte man die Stufe mit Hilfe eines GPS-Senders orten, bergen, wiederaufbereiten und anschließend wieder starten. Bei den ersten fünf Flügen konnte allerdings noch keine Stufe erfolgreich geborgen werden. Dennoch will man dieses Konzept seitens SpaceX noch nicht aufgeben. Die zweite Stufe wird wie gewöhnlich nicht wiederverwendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Start wiegt die Falcon 1 27,2 Tonnen. Ähnlich wie bei der Sojus wird die Rakete nach Zündung des Triebwerks noch am Boden gehalten. Erst wenn das sogenannte Merlin-1-Triebwerk seinen vollen Schub (345 kN) erreicht hat und ohne Anomalien arbeitet, wird die Rakete freigegeben und hebt ab. Nach ca. 169 s ist die erste Stufe ausgebrannt, ungefähr 5 Sekunden später sind die Stufen getrennt, und die zweite Stufe, welche von einem Kestrel-Triebwerk (31 kN Schub) angetrieben wird, zündet. Ungefähr 30 s nach der Zündung wird die Nutzlastverkleidung abgesprengt. Die zweite Stufe kann bis zu 552 s lang brennen, ist jedoch wiederzündbar, sodass sich diese Brenndauer aufteilen lässt, um eine kreisförmige Erdumlaufbahn zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den ersten beiden erfolgreichen Starts 2008 und 2009 verkündete SpaceX, zukünftig nur noch eine stärkere Version, genannt Falcon 1e, anzubieten. Diese Version verwendet in der ersten Stufe das schubstärkere Merlin-1C-Triebwerk, sowie eine verlängerte erste Stufe, um dem höheren Treibstoffverbrauch dieses Triebwerks Rechnung zu tragen. Außerdem wird in der neueren Version eine leichtere und dennoch größere Nutzlastverkleidung (1,7 m statt 1,5 m) aus Verbundwerkstoffen eingesetzt. Mit diesen Maßnahmen will man die Nutzlast von 420 kg auf 1.100 kg in eine nahe Erdumlaufbahn steigern. Kritiker von SpaceX halten diese Nutzlastangaben allerdings für zu hoch. Der Startpreis einer Falcon 1e beträgt laut SpaceX derzeit (März 2011) ca. 10 Mio. Dollar.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/kwajalein.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/kwajalein_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Falcon 1 auf ihrer Startrampe in Kwajalein, mitten im Pazifik<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Infrastruktur</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle bisherigen Starts der Falcon 1 erfolgten vom Kwajalein-Atoll mitten im Pazifik, auf der Insel Omelek. Diese Insel wurde bereits früher vom amerikanischen Militär als Testbasis für ballistische Raketen und Abfangraketen verwendet, durch ihre abgelegene Lage besteht im Falle von Fehlstarts keine Gefahr auf Sach- oder Personenschaden. Die vorhandene Infrastruktur sowie die bereits in der Nähe gelegene Radarstation des US-Militärs bot sich natürlich ebenso zur Weiterverwendung durch SpaceX an. Dies und die Nähe zum Äquator, welche den Raketen eine höhere Nutzlast ermöglicht, bewogen SpaceX dazu, seine ersten Raketen von hier aus zu starten. Da in keiner Richtung bewohnte Gebiete nahe der Insel liegen, können Orbits mit jeder Inklination angeflogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technischen Daten Falcon 1</strong></p>



<table class="wp-block-advgb-table advgb-table-frontend"><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>21,3 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>1,7 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>347 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>27.670 kg</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>450 kg (LEO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>24. März 2006</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>Raketenkerosin/flüssiger Sauerstoff</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>1. Stufe: 1 x Merlin 1; 2 Stufe: 1 x Kestrel</em></td></tr></tbody></table>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technischen Daten Falcon 1e</strong></p>



<table class="wp-block-advgb-table advgb-table-frontend"><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>24,7 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>1,7 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>512 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>35.180 kg</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>1.050 kg (LEO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>vorraussichtlich 2011</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>Raketenkerosin/flüssiger Sauerstoff</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>1. Stufe: 1 x Merlin 1C; 2 Stufe: 1 x Kestrel</em></td></tr></tbody></table>
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		<item>
		<title>Sojus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 07:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Booster]]></category>
		<category><![CDATA[Kerosin]]></category>
		<category><![CDATA[Plesezk]]></category>
		<category><![CDATA[Sauerstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie war lange Zeit das Arbeitspferd der sowjetischen und später russischen Raumfahrt: Die Sojus ist eine der erfolgreichsten und am meisten gestarteten Raketen der Welt. Autor: Daniel Maurat Entwicklung Die Sojus basiert auf der R-7, die auch Grundlage der Sputnik, der Wostok, der Molnija und der Woss-chod war. Sie wurde nötig, da man für das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sie war lange Zeit das Arbeitspferd der sowjetischen und später russischen Raumfahrt: Die Sojus ist eine der erfolgreichsten und am meisten gestarteten Raketen der Welt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Daniel Maurat</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entwicklung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sojus basiert auf der R-7, die auch Grundlage der Sputnik, der Wostok, der Molnija und der Woss-chod war. Sie wurde nötig, da man für das sowjetische Mondprogramm ein neues Raumschiff plante, dass man Sojus (russ. Союс <em>ausgesprochen Sajúz</em> für Union) nannte. Das Sojus-Raumschiff sollte zunächst im Erdorbit getestet werden, doch war der geplante Träger, die N-1, noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium, weswegen man sich entschloss, die Woss-chod zu modifizieren, um die schwerere Sojus-Kapsel zu transportieren. Da in der Sowjetunion die Raketen nach ihrer ersten oder bekanntesten Nutzlast benannt wurden (z.B. Sputnik nach dem Satelliten Sputnik 1 oder Proton nach dem Proton-Satelliten), bekam somit die neue Rakete, die bis dahin nur 11A511 hieß, den Namen Sojus. Im Laufe der Jahre wurden dann mehrere Versionen entwickelt, einige für den Test von Equipment für das russische Mondprogramm, andere für Militärkapseln und wieder andere für die Versorgung der Saljut-Raumstationen. Die Sojus ist in der Lage, sowohl von Baikonur in Kasachstan als auch von Plessezk aus zu starten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technik</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sojus_u_astp.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sojus_u_astp.jpg" alt="" width="256" height="376"/></a><figcaption>Eine Sojus U mit Sojus 19 an der Spitze auf der Rampe in Baikonur.<br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sojus basiert auf der R-7 und teilt damit auch den besonderen Aufbau mit den vier Boostern. In der Basisversion ist sie 47,68 m hoch, wiegt voll betankt 308,0 t und kann eine Nutzlast von 3,45 t in einen niedrigen Erdorbit bringen. Hier alle Stufen im Detail:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <strong>Booster</strong>, auch Stufe 0 oder Block B, W, G und D genannt, sorgen in den ersten Minuten des Starts für genügend Schub für das Abheben der Rakete. Sie sind 19,6 m lang, haben einen maximalen Durchmesser von 2,68 m und wiegen voll betankt 43 t. Sie verjüngen sich nach oben. Als Triebwerke nutzt jeder Booster ein RD-107 von NPO Energomasch, welches vier Brennkammern hat. Dieses liefert 994,3 kN Schub und brennt 118 Sekunden lang. Als Treibstoff nutzt man die altbewährte Kombination Kerosin und LOX (flüssiger Sauerstoff), die schon auf der R-7 benutzt wurde. Zudem hat jeder Booster zwei Verniertriebwerke, die den Kurs der Rakete steuern.</li><li>Die <strong>erste Stufe</strong>, auch Block A ist 27,8 m lang, hat einen Durchmesser von 2,95 m, wobei sie wie eine Keule aussieht, da sie sich zunächst nach ober verbreitert, dann aber ab dem Ende der Booster sich verjüngt, und wiegt voll betankt 100,5 t. Als Triebwerk verwendet man das RD-108-Triebwerk von NPO Energomasch. Es unterschiedet sich vom RD-107 nur in der Anzahl der Verniertriebwerke und dem etwas geringerten Schub. Das Triebwerk besitzt vier Verniertriebwerke und hat einen Schub von 981 kN Schub, den das Triebwerk aber für 292 Sekunden liefert. Wie in den Boostern verwendet man als Triebstoff Kerosin und LOX.</li><li>Die <strong>zweite Stufe</strong> basiert auf der der Woss-chod. Die Block I genannte Oberstufe ist 6,74 m lang, hat einen Durchmesser von 2,66 m und wiegt voll betankt 25,4 t. Als Triebwerk verwendet man das RD-0110 von KB Chim Awtomatiki, das vier Brennkammern hat. Es liefert einen Schub von 297,9 kN für eine Dauer von 250 Sekunden. Wie auch in den Boostern und der ersten Stufe verwendet man als Treibstoff Kerosin und LOX. Die Block I ist mit einer Gitterstruktur am Block A befestigt und zündet noch in der Brennphase von Block A, wobei die Abgase durch das Gitter entweichen. Diese Stufentrennung wird auch &#8222;heiße Stufentrennung&#8220; genannt und von vielen russischen und sowjetischen Trägern praktiziert, wie der Proton oder der N-1.</li><li>Die Sojus U/Ikar setzte noch als <strong>Oberstufe</strong> die Ikar ein, die auf dem Yantar-Aufklärungssatelliten basierte. Sie ist 2,56 m hoch, hat einen Durchmesser von 2,72 m und wiegt voll betankt 3,16 t. Sie benutzt als Treibstoff UDMH und N2O4 unnd erzeugt mit seinem KB Melinkow 17D61-Triebwerk einen Schub von 2,9 kN für 600 Sekunden Brenndauer.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sojus_u_ikar.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sojus_u_ikar.jpg" alt="" width="254" height="597"/></a><figcaption>Eine Sojus-U/Ikar mit vier Globalstar-Satelliten an Bord beim Start von Baikonur<br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Versionen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sojus hat insgesamt acht Versionen (wobei die Sojus FG, 2.1 a und b in einem eigenen Artikel behandelt werden):</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <strong>Sojus</strong> als Basisversion (11A511) flog von 1966 bis 1975. Mit ihr wurden die ersten Sojus-Raumschiffe gestartet sowie einige Testversionen des Raumschiffs. Ihre Technik ist oben beschrieben.</li><li>Die <strong>Sojus-L</strong> (11A511L) war eine Spezialversion, mit der der LK-Mondlander des russischen Mondprogramms im Erdorbit getestet wurde. Sie hatte im Gegensatz zur Basisversion eine verstärkte zweite Stufe und eine 12 m lange Nutzlastverkleidung, damit der LK-Lander mit der Sojus gestartet werden konnte. Sie flog nur dreimal zwischen 1970 und 1971.</li><li>Die <strong>Sojus-M</strong> (11A511M) wurde speziell für die militärische Sojus 7K-VI entwickelt. Diese war 300 kg schwerer als die Sojus, somit musste man die Rakete verstärken. Die genauen Verbesserungen sind nicht bekannt, doch soll sie bessere Triebwerke benutzt und als Treibstoff das synthetische Sintin verwendet haben. Die Sojus 7K-VI wurde später gestrichen, man verwendete zuvor sie aber, um Spionagesatelliten vom Typ Zenit-4MT zu starten. Zwischen 1971 und 1976 startete sie insgesamt acht Mal.</li><li>Die <strong>Sojus-U</strong> (11A511U) ist die Sojus schlechthin. Sie ist schon seit 1973 in Betrieb und wird auch heute noch für den Start von Progress-Frachtern benutzt. Sie hat einen tiefer gekühlten Treibstoff, der erlaubt, mehr davon mitzuführen, aber es wurde auch die Leistung der Triebwerke verbessert und so die Nutzlast auf 6,7 t für einen niedrigen Erdorbit vergrößert. Bis heute (Stand: Februar 2011) wurden insgesamt 732 Sojus-U gestartet. Kein anderer Träger hat so eine hohe Startquote.</li><li>Die <strong>Sojus-U2</strong> (11A511U2) ist eine Unterversion der Sojus-U und kann 300 kg mehr Gewicht in den Erdorbit bringen. Sie hat sehr leistungsstarke Triebwerke und verwendet den syntetischen Treibstoff Sintin anstelle von Kerosin. Zwischen 1982 und 1995 wurde die Sojus-U2 insgesamt 92 Mal verwendet, doch wurde sie aufgegeben, da man in Russlang die Produktion von Sintin einstellte und die Einspritzköpfe der Triebwerke verändert werden mussten, was die Rakete zu teuer machte.</li><li>Die <strong>Sojus-U/Ikar</strong> (11A511U/Ikar) ist eine Standard-Sojus-U mit einer Ikar-Oberstufe, die vom Antriebsmodul russischer Aufklärungssatelliten des Typs Yantar abgeleitet ist. Sie wurde eingesetzt, um insgesamt 24 Satelliten der Globalstar-Konstellation zu starten, je vier pro Start. Zwischen Februar und November 1999 startete sie also insgesamt sechs Mal.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Starts</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sojus ist einer der verlässlichsten Träger der Welt und startete bisher um die 1.000 Mal, wobei es vor allem in der Frühphase etliche Fehlstarts gab, die z.T. auch sehr spektakulär waren. Zum Beispiel explodierte am 26. September 1983 die Rakete von Sojus-T 10A auf der Rampe. Die Kosmonauten haben nur überlebt, da das Rettungssystem sie von der Rakete wegbrachte. Alles in allem ist die Sojus jedoch einer der zuverlässigsten Träger der Welt, was man daran sehen kann, dass sie (bis 2003) die Sojus-Kapseln und bis heute noch die Progress-Frachter startete und startet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sojus-startliste/" data-wpel-link="internal">Startliste der Sojus</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sojus-technische-daten/" data-wpel-link="internal">Technischen Daten der Sojus</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sojus-2/" data-wpel-link="internal">Sojus-FG und 2</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/die-zukunft-der-sojus/" data-wpel-link="internal">Die Zukunft der Sojus</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/wosschod-3kd-3kv-das-comeback-der-sowjets/" data-wpel-link="internal">Wo</a>ß<a href="https://www.raumfahrer.net/wosschod-3kd-3kv-das-comeback-der-sowjets/" data-wpel-link="internal">chod</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/r-7/" data-wpel-link="internal">R-7</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Atlas (Teil 1)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlas-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 08:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ATLAS]]></category>
		<category><![CDATA[Kerosin]]></category>
		<category><![CDATA[Lockheed Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Marschstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Sauerstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie war die erste amerikanische Interkontinentalakete, doch wurde sie zu einer Stütze der US-Raumfahrt: Die Atlas war und ist einer der wichtigsten Träger der USA. Hier der erste Teil der Geschichte: die Anfänge bis zur Agena. Autor: Daniel Maurat Die Atlas (militärische Bezeichnung: SM-65) war die erste Interkontinentalrakete der USA. Zwar war ihr nur ein [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sie war die erste amerikanische Interkontinentalakete, doch wurde sie zu einer Stütze der US-Raumfahrt: Die Atlas war und ist einer der wichtigsten Träger der USA. Hier der erste Teil der Geschichte: die Anfänge bis zur Agena.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Daniel Maurat</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Atlas (militärische Bezeichnung: SM-65) war die erste Interkontinentalrakete der USA. Zwar war ihr nur ein kurzes Einsatzleben als Interkontinentalrakete vergönnt, doch wurde sie schnell zu einer Stütze der US-Raumfahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entwicklung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon in den 1940er Jahren, kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges, gab es Konzepte einer Interkontinentalrakete für den Fall, dass die Sowjetunion mit einem weiteren Krieg beginnen würde und die Territorien der europäischen Verbündeten besetzt worden wären. Doch als sich herausstellte, dass mit dem Stand der Technik zu dieser Zeit dieses Projekt nicht durchführbar wäre, wurde es wieder in die Schublade verbannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juli 1955 aber, unter dem Eindruck des Koreakrieges und der sowjetischen Aufrüstung, begann die Entwicklung der SM-65, die kurze Zeit später den Namen Atlas erhielt, bei Convair (heute Lockheed Martin). Im Gegensatz zu den zuvor entwickelten Raketen war diese ein großer Entwicklungssprung. Sie sollte nämlich eine 1,5 t schwere Wasserstoffbombe 13.000 km weit transportieren können, wozu man eine Geschwindigkeit aufbauen musste, die nur noch 800 m/s unter der Orbitalgeschwindigkeit lag. Als Treibstoffe wählte man die bisher am meisten benutzte Mischung RP-1 (Rocket Propellant 1), Kerosin als Treibstoff und flüssigen Sauerstoff als Oxidator. Darüber hinaus hatten die amerikanischen Konstrukteure noch keine Erfahrungen mit Zündungen von Flüssigtriebwerken im Vakuum. Um dieses Problem zu umgehen, entwickelte man ein System, das charakteristisch für die Atlas werden sollte: zwei Marschtriebwerke und ein Zentraltriebwerk, auch Substainer genannt. Alle Triebwerke wurden aus einem gemeinsamen Tank gespeist. Diese Trägerraketenkonzept wurde auch Eineinhalb-Sufen-Trägerrakete genannt. Dabei waren die Besonderheiten der Komponenten:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Marschtriebwerke erbrachten den meisten Startschub. Nach 130 Sekunden wurden die Triebwerke abgeworfen.</li><li>Das Substainertriebwerk wurde zwar mit den beiden Marschtriebwerken gestartet, arbeitete aber weiter, bis die Tanks leer waren. Es wurde für den Vakuumbetrieb opimiert.</li><li>Der Tank ist eine der großen Besonderheiten der Atlas: um das Leergewicht gering zu halten, wurde die Außenhaut der Rakete gleichzeitig zum Tank. Diese ist so dünn, dass man sie unter Druck setzen muss, damit die Rakete nicht kollabiert.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Doch dieses neue Konzept hatte einen hohen Preis: Die Größe der Rakete und die Triebwerke waren technologisches Neuland und viele Testflüge endeten in Fehlschlägen. Die Testversionen der Atlas waren die <em>Atlas A</em>, <em>Atlas B</em> und <em>Atlas C</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Atlas A</em> war eine Testversion für die beiden Marschtriebwerke. Es war ein Entwicklungsmodul mit den beiden Marschtriebwerken, geringerer Treibstoffzuladung und einem sehr einfachen Steuersystem. Die Raketenspitze war eine Attrappe, die einem Atomsprengkopf nachempfunden ist. Erststart war am 11. Juni 1957.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technischen Daten</strong></p>



<figure class="wp-block-table alignright"><table><tbody><tr><td><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/atlas_a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_a.jpg" alt="US Air force, NASA" style="width: 300px;"></a><br><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/nav/spacer.gif" width="4" height="4"><br><a rel="noreferrer noopener" href="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_a.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"></a>Ein Testflug der Atlas A<br>(Bild: US Air Force, NASA)</td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>1</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>25 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>3,05 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>1.517 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>110,7 t</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse</strong></td><td><em>103,6 t</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>&#8211;</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>11. Juni 1957</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>3. Juni 1958</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>RP-1/LOX</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>2x XLR-89-5</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Atlas B</em> war die erste Atlas, die voll einsatzfähig war. Sie war ein Testmodell der Serienkonfiguration. Erstmals war die Spitze abtrennbar. Der Erststart fand am 19. Juli 1958 statt. Nach dem Sputnikschock rüstete man eine Atlas B um, um damit das Kommunikationsexperiment Score in den Weltraum zu bringen. Der Start war am 18. Dezember 1958.</p>



<figure class="wp-block-table alignright"><table><tbody><tr><td><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/atlas_b.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_b.jpg" alt="NASA" style="width: 300px;"></a><br><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/nav/spacer.gif" width="4" height="4"><br><a rel="noreferrer noopener" href="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_b.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"></a>Eine Atlas B mit dem Kommunikations-<br>experiment SCORE auf der Startrampe<br>(Bild: NASA)</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technische Daten</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>25 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>3,05 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>1.587 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>110,7 t</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse</strong></td><td><em>107,6 t</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>70 kg (LEO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>9. Juli 1958</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>4. Februar 1959</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>RP-1/LOX</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>Marschtriebwerke: 2x XLR-89-5<br><br>Substainer: 1x XLR-105-5</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Atlas C</em> war schon sehr nahe an der Serienkonfiguration. Mit ihr wurden die nuklearen Sprengköpfe für den Einsatz qualifiziert. Erststart war am 24. Dezember 1958.</p>



<figure class="wp-block-table alignright"><table><tbody><tr><td><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/atlas_c.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_c.jpg" alt="US Air Force" style="width: 200px;"></a><br><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/nav/spacer.gif" width="4" height="4"><br><a rel="noreferrer noopener" href="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_c.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"></a>Eine Atlas C auf der <br>Startrampe.<br>(Bild: US Air Force)</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technischen Daten</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>1</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>25 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>3,05 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>1587 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>110,7 t</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse</strong></td><td><em>107,6 t</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>&#8211;</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>24. Dezember 1958</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>24. August 1959</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>RP-1/LOX</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>Marschtriebwerke: 2x XLR-89-5<br><br>Substainer: 1x XLR-105-5</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den Testversionen war die Atlas bereit, auf verschiedenen Basen stationiert zu werden. Diese Version war die <em>Atlas D</em>, die einer der wichtigsten Träger der NASA wurde. Die Atlas D war die erste Interkontinentalrakete, die die US-Armee stationierte. Zwar wurden nur 33 stationiert, doch waren sie das Erstschlagspotential der USA. In der Testphase wurden 78 Atlas D gestartet, von denen nicht weniger als 27, zumeist am Anfang der Teststarts, versagten. Die Stationierung begann im September 1959, doch schon 1965 wurden die Raketen von ihren Basen zurückgezogen. Der Grund dafür war, dass die Treibstoffkombination Kerosin und flüssiger Sauerstoff nur begrenzt lagerfähig ist (Sauerstoff verdampft schon bei -180°C) und so die Bereithaltung sehr kompliziert war. Deswegen wurde sie durch die Titan II und die Minuteman ersetzt. Bereits vor der Ausmusterung begann das zweite Leben der Atlas: zunächst wählte die NASA die Atlas D aus, die bemannten Mercury-Kapseln in einen Orbit zu bringen. Zwei unbemannte Einsätze der Atlas D waren zwar Fehlschläge, doch alle vier bemannten Einsätze Erfolge. Für die NASA hatte die Atlas die Bezeichnung LV-3B, doch die Öffendlichkeit kannte sie nur als Mercury Atlas.</p>



<figure class="wp-block-table alignright"><table><tbody><tr><td><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/atlas_d.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_d.jpg" alt="NASA" style="width: 300px;"></a><br><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/nav/spacer.gif" width="4" height="4"><br><a rel="noreferrer noopener" href="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_d.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"></a>Eine Atlas D startet die Kapsel Mercury<br> Atlas 6 (Friendship 7) auf der Spitze. <br>An Bord war der Astronaut John Glenn.<br>(Bild: NASA)</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technischen Daten</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>1</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>25 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>3,05 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>1.587 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>116,1 t</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse</strong></td><td><em>110,7 t</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>1,36 t (LEO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>14. April 1959</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>27. Juli 1967</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>RP-1/LOX</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>Marschtriebwerke: 2x XLR-89-5 Substainer: 1x XLR-105-5</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Indienststellung der Atlas D begann die US Air Force, eine verbesserte Version der Atlas zu bauen, die auch in einem Silo gelagert werden kann. Daraus resultierten die Versionen Atlas E und F. Beide Versionen gleichen sich, die Atlas F aber hat ein anderes Betankungssystem, welches die Betankung in einem Silo erlaubt. Sie wurden jeweils 1961 stationiert und 1965 ausgemustert. Anschließend wurden sie als Satellitenträger mit verschiedenen Oberstufen benutzt. Da sie sich so sehr ähneln, ist eine Unterscheidung nicht einfach.</p>



<figure class="wp-block-table alignright"><table><tbody><tr><td><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/atlas_ef.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_ef.jpg" alt="US Air Force" style="width: 300px;"></a><br><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/nav/spacer.gif" width="4" height="4"><br><a rel="noreferrer noopener" href="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_ef.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"></a>Eine Atlas E/F beim Start<br>(Bild: US Air Force)</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technischen Daten</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>1</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>29,2 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>3,05 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>1.731 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>122 t / 125 t</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse</strong></td><td><em>116,9 t</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>2,25 t (LEO); 1,5 t (SSO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>11. Oktober 1960; 9. August 1961</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>24. März 1995; 23. Juni 1981</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>RP-1/LOX</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>Marschtriebwerke: 2x LR-89-5 Substainer: 1x LR-105-5</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Oberstufen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Atlas Able</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon früh war den Entwicklern der Atlas klar, dass sie ohne Oberstufe ihr Potential nicht ausschöpfen konnten. Darüber hinaus suchte die NASA einen Träger, um eine 175 kg schwere Mondsonde zu starten. Dafür rüstete man die Atlas D mit der Able-Oberstufe der unglücklichen Vanguard und der Thor-Able aus. Diese war zwar für die Atlas unterdimensioniert, doch erstmals war es der Atlas möglich, Fluchtbahnen anzusteuern. Diese Kombinationen war aber noch nicht ausgereift, als man mit den Starts begann. Alle drei waren Fehlschläge. Ein Start schlug wegen der Atlas fehl, einer wegen der Able und beim dritten kollabierte die Nutzlastverkleidung, weswegen der gesamte Träger explodierte. Zwar war ein vierter Start geplant, doch explodierte die Rakete bei einem Test auf der Rampe.</p>



<figure class="wp-block-table alignright"><table><tbody><tr><td><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/atlas_able.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_able.jpg" alt="NASA" style="width: 250px;"></a><br><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/nav/spacer.gif" width="4" height="4"><br><a rel="noreferrer noopener" href="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_able.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-11" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"></a>Der Start einer Atlas Able.<br>(Bild: NASA)</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technischen Daten</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>3</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>35 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>3,05 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>1.587 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>120,1 t</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse</strong></td><td><em>112 t</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>250 kg (GTO); 175 kg (Fluchtbahn)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>15. November 1959</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>15. Dezember 1960</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>RP-1/LOX (1. Stufe); UDMH/Salpetersäure (2. Stufe); Kaliumchlorat</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>1. Stufe: Marschtriebwerke: 2x XLR-89-5 Substainer: 1x XLR-105-5 2. Stufe: Aerojet AJ-10-101 3. Stufe: X-248</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Atlas Agena A</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem totalen Fehlschlag der Atlas Able wollte man eine verlässlichere Oberstufe. Deswegen entschied man sich für die Atlas mit der Agena A, die schon von der Thor benutzt wurde. Zwar war sie nicht optimal für den Vakuumbetrieb &#8211; die Agena entstand aus einer Abstandswaffe für die B-58 &#8211; doch war sie ein Quantensprung im Vergleich zur Able. Die Leistung der Agena waren eher mittelmäßig: bei vier Starts versagte sie zweimal.</p>



<figure class="wp-block-table alignright"><table><tbody><tr><td><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/atlas_agena_a.jpg" data-rel="lightbox-image-12" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_agena_a.jpg" alt="US Air Force" style="width: 300px;"></a><br><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/nav/spacer.gif" width="4" height="4"><br><a rel="noreferrer noopener" href="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_agena_a.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-13" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"></a>Start einer Atlas Agena A mit <br>einem Midas-Satelliten<br>(Bild: US Air Force)</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technischen Daten</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>30,1 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>3,05 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>1.587 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>124 t</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse</strong></td><td><em>117,7</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>2.300 kg (LEO); 800 kg (GTO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>26. Februar 1960</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>31. Januar 1961</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>RP-1/LOX (1. Stufe); UDMH/Salpetersäure</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>1. Stufe: Marschtriebwerke: 2x LR-89-5 Substainer: 1x LR-105-5 2. Stufe: XLR81-BA-5</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Atlas Agena B</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem mittelmäßigen Erfolg der Agena A entschloss sich die US Air Force, die Oberstufe zu verbessern. Sie war nun ganz für Raumfahrtzwecke optimiert und verfügte über ein neues Triebwerk sowie ein größeres Tankvolumen, weswegen sie nun viel flexibler im Orbit wurde. Die Atlas Agena B startete einige der ersten planetaren Sonden der NASA, unter anderem die Venussonde Mariner 2, verschiedene Ranger-Raumsonden, aber auch Fotoaufklärer der Samos- und Midas-Reihe.</p>



<figure class="wp-block-table alignright"><table><tbody><tr><td><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/atlas_agena_b.png" data-rel="lightbox-image-14" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_agena_b.jpg" alt="US Air Force" style="width: 300px;"></a><br><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/nav/spacer.gif" width="4" height="4"><br><a rel="noreferrer noopener" href="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_agena_b.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-15" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"></a>Start einer Atlas Agena B. An Bord der <br>Fernaufklärungssatellit Samos 7.<br>(Bild: US Air Force)</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technischen Daten</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>32,86 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>3,05 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>1721 kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>127,4 t</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse</strong></td><td><em>121 t</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>2.300 kg (LEO); 850 kg (GTO)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>12. Juli 1961</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>21. März 1965</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>RP-1/LOX (1. Stufe); UDMH/Salpetersäure (2. Stufe)</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>1. Stufe: Marschtriebwerke: 2x LR-89-5 Substainer: 1x LR-105-5 2. Stufe: LR81-BA-5</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Atlas Agena D</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Agena D war die Serienkonfiguration der Agena B. Sie war eine der beiden wichtigsten Oberstufen in den ersten 50 Jahren der US-Raumfahrt und wurde auf verschiedenen Raketen eingesetzt. Sie wurde so oft eingesetzt, dass die Agena auch für das Gemini-Programm als Dockingvehikel benutzt wurde. Auch wurden verschiedene Sonden des Typs Lunar Orbiter und Mariner sowie viele Aufklärungssatelliten für das US-Militär gestartet.</p>



<figure class="wp-block-table alignright"><table><tbody><tr><td><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/atlas_agena.jpg" data-rel="lightbox-image-16" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_agena.jpg" alt="US Air Force / NASA" style="width: 300px;"></a><br><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/nav/spacer.gif" width="4" height="4"><br><a rel="noreferrer noopener" href="https://images.raumfahrer.net/raketen/atlas_agena.jpg" target="_blank" data-rel="lightbox-image-17" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"></a>Der Start einer Atlas Agena D<br>(Bild: US Air Force / NASA)</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technischen Daten</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Stufen</strong></td><td><em>2</em></td></tr><tr><td><strong>Höhe</strong></td><td><em>40,48 m</em></td></tr><tr><td><strong>Durchmesser</strong></td><td><em>3,05 m</em></td></tr><tr><td><strong>Startschub</strong></td><td><em>1.700kN</em></td></tr><tr><td><strong>Startmasse</strong></td><td><em>155 t</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse</strong></td><td><em>147 t</em></td></tr><tr><td><strong>Max. Nutzlast</strong></td><td><em>3.900 kg (LEO); 1.000 kg (GTO); 500 kg (Fluchtbahn)</em></td></tr><tr><td><strong>Erster Start</strong></td><td><em>12. Juli 1963</em></td></tr><tr><td><strong>Letzter Start</strong></td><td><em>7. April 1978</em></td></tr><tr><td><strong>Treibstoff</strong></td><td><em>RP-1/LOX (1. Stufe); UDMH/Salpetersäure (2. Stufe)</em></td></tr><tr><td><strong>Triebwerke</strong></td><td><em>1. Stufe: Marschtriebwerke: 2x LR-89-7 Substainer: 1x LR-105-5 2. Stufe: LR81-BA-5</em></td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



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		<title>Falcon-9-Tanktest erfolgreich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/falcon-9-tanktest-erfolgreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 21:33:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nacht vom 25. zum 26. Februar wurde am Startkomplex 40 der Cape Canaveral Air Force Station ein Tanktest an einer Falcon-9-Trägerrakete von SpaceX durchgeführt. Ein Beitrag von Günther Glatzel, Tobias Willerding und Thomas Weyrauch. Quelle: SpaceflightNow, SpaceX. Vertont von Peter Rittinger. Nachdem Anfang Februar die Montage der Einzelteile der Rakete erfolgt war und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In der Nacht vom 25. zum 26. Februar wurde am Startkomplex 40 der Cape Canaveral Air Force Station ein Tanktest an einer Falcon-9-Trägerrakete von SpaceX durchgeführt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel, Tobias Willerding und Thomas Weyrauch. Quelle: SpaceflightNow, SpaceX. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-03-01-87664.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27022010223357_small_1.jpg" alt="SpaceX" width="260"/><figcaption>
Falcon 9 mit Dragon-Qualifikationseinheit auf Startrampe 40 in Cape Canaveral 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Anfang Februar die Montage der Einzelteile der Rakete erfolgt war und die Rakete Mitte des Monats auf der Startplattform aufgerichtet wurde, erfolgte nun ein nach Aussagen eines SpaceX-Sprechers erfolgreicher Tankvorgang im Rahmen einer Vorstartsimulation. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei wurden insgesamt 280.000 Liter flüssiger Sauerstoff und Kerosin in die beiden Stufen des Trägers gepumpt und anschließend wieder abgelassen. Der Sauerstoff ist in einem kugelförmigen Tank an der Südostseite der Plattform gelagert, das Kerosin in zwei zylindischen Tanks westlich des Pads. Die Zuleitungen sind an einem Startturm befestigt, der während des Transports zur Plattform als Auflieger für die gesamte Rakete fungiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Problem hat man im Nachhinein allerdings festgestellt. Offenbar hat sich durch den Tanktest der Hochtemperaturkork für die Wiederverwendung und Bergung der ersten Stufe teilweise gelöst. Laut Firmengründer Elon Musk wird man entsprechende Anpassungen vornehmen und den Kork in 1-2 Wochen wieder hinzufügen. Man hat wohl keine ausreichend großen Dehnungsfugen in der Korkisolierung vorgesehen, und als der Tank für flüssigen Sauerstoff gefüllt wurde, sorgte die Abkühlung der Tankwand für eine Verringerung der Auflagefläche für den Kork. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Schritt wird eine 3,5 Sekunden dauernde Brennphase der 9 Erststufentriebwerke vom Typ Merlin 1C sein. Dieser Test soll im Verlaufe des März vorgenommen werden. Der Start könnte Ende März erfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich hatte man die Falcon 9 wegen schlechten Wetters vorübergehend wieder in eine horizontale Position gebracht, um das Risiko einer Beschädigung zu verringern. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4185.msg135726#msg135726" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Falcon 9 mit Dragon-Qualifikationseinheit (ab 11. Februar)</a></li></ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-03-01-87664.mp3" length="28339911" type="audio/mpeg" />

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