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	<title>Komet &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Komet &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Erster Blick auf den Kometen 3I/ATLAS von der Juice-Wissenschaftskamera</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erster-blick-auf-den-kometen-3i-atlas-von-der-juice-wissenschaftskamera/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 19:06:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein beeindruckendes Bild der Wissenschaftskamera des Jupiter Icy Moons Explorers der ESA zeigt den interstellaren Kometen 3I/ATLAS, der Staub und Gas ausstößt. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA/Science&#38;Exploration, 26. Februar 2026 Der winzige Kern des Kometen (nicht sichtbar) ist von einem hellen Gashalo umgeben, der als Koma bezeichnet wird. Ein langer Schweif erstreckt [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein beeindruckendes Bild der Wissenschaftskamera des <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Juice" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Jupiter Icy Moons Explorers</a> der ESA zeigt den <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/ESA_observations_of_interstellar_comet_3I_ATLAS" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">interstellaren Kometen 3I/ATLAS</a>, der Staub und Gas ausstößt. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESA/Science&amp;Exploration</a>, 26. Februar 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/First_glimpse_of_comet_3I_ATLAS_from_Juice_science_camera_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein weißes, leuchtendes, eiförmiges Objekt liegt in der Mitte des Schwarz-Weiß-Bildes vor einem dunklen, sternenübersäten Hintergrund. Leuchtende Streifen breiten sich vom Objekt nach oben aus. Oben links zeigt ein gelber Pfeil mit der Aufschrift „Sun“ (Sonne) senkrecht nach unten, während ein blauer Pfeil mit der Aufschrift „Velocity“ (Geschwindigkeit) in Richtung 7 Uhr zeigt. Unten links zeigt eine Einblendung dasselbe Objekt vor einem helleren grauen Sternenhintergrund, gefüllt mit konzentrischen, zerklüfteten Eiformen, die von Schwarz nach Weiß verlaufen. Bildnachweis: ESA/Juice/JANUS Lizenz: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Ein weißes, leuchtendes, eiförmiges Objekt liegt in der Mitte des Schwarz-Weiß-Bildes vor einem dunklen, sternenübersäten Hintergrund. Leuchtende Streifen breiten sich vom Objekt nach oben aus. Oben links zeigt ein gelber Pfeil mit der Aufschrift „Sun“ (Sonne) senkrecht nach unten, während ein blauer Pfeil mit der Aufschrift „Velocity“ (Geschwindigkeit) in Richtung 7 Uhr zeigt. Unten links zeigt eine Einblendung dasselbe Objekt vor einem helleren grauen Sternenhintergrund, gefüllt mit konzentrischen, zerklüfteten Eiformen, die von Schwarz nach Weiß verlaufen. Bildnachweis: ESA/Juice/JANUS Lizenz: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="373" height="500" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/First_glimpse_of_comet_3I_ATLAS_from_Juice_science_camera_pillars-373x500-1.jpg" alt="" class="wp-image-150904" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/First_glimpse_of_comet_3I_ATLAS_from_Juice_science_camera_pillars-373x500-1.jpg 373w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/First_glimpse_of_comet_3I_ATLAS_from_Juice_science_camera_pillars-373x500-1-224x300.jpg 224w" sizes="(max-width: 373px) 100vw, 373px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ein weißes, leuchtendes, eiförmiges Objekt liegt in der Mitte des Schwarz-Weiß-Bildes vor einem dunklen, sternenübersäten Hintergrund. Leuchtende Streifen breiten sich vom Objekt nach oben aus. Oben links zeigt ein gelber Pfeil mit der Aufschrift „Sun“ (Sonne) senkrecht nach unten, während ein blauer Pfeil mit der Aufschrift „Velocity“ (Geschwindigkeit) in Richtung 7 Uhr zeigt. Unten links zeigt eine Einblendung dasselbe Objekt vor einem helleren grauen Sternenhintergrund, gefüllt mit konzentrischen, zerklüfteten Eiformen, die von Schwarz nach Weiß verlaufen.<br><mark>Bildnachweis: ESA/Juice/JANUS Lizenz: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p>Der winzige Kern des Kometen (nicht sichtbar) ist von einem hellen Gashalo umgeben, der als Koma bezeichnet wird. Ein langer Schweif erstreckt sich vom Kometen weg, und wir sehen Anzeichen von Strahlen, Jets, Strömen und Filamenten. Die Einblendung im Bild zeigt dieselben Daten, jedoch so bearbeitet, dass die Koma-Struktur hervorgehoben wird. Die Pfeile oben links zeigen die Bewegungsrichtung des Kometen (blau) und die relative Richtung der Sonne (gelb) an. Obwohl 3I/ATLAS ein Besucher aus dem interstellaren Raum ist, der von außerhalb des Sonnensystems kommt, entspricht sein Verhalten vollständig dem, was man von einem „normalen” Kometen erwarten würde.</p>



<p>Die Kamera mit dem Namen JANUS nahm dieses Bild am 6. November 2025 auf, nur sieben Tage nachdem der Komet seine größte Annäherung an die Sonne erreicht hatte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Juice etwa 66 Millionen Kilometer vom Kometen entfernt. Im Laufe des Novembers beobachtete Juice den Kometen 3I/ATLAS mit <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2022/12/Juice_s_science_instruments" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">fünf seiner wissenschaftlichen Instrumente</a> – JANUS, MAJIS, SWI, PEP und UVS. Zusammen sammelten sie Informationen, die Aufschluss über das Verhalten und die Zusammensetzung des Kometen geben werden.</p>



<p>In den Monaten nach den <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2025/09/ESA_s_Mars_and_Jupiter_missions_observe_comet_3I_ATLAS" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Beobachtungen</a> befand sich Juice auf der der Erde gegenüberliegenden Seite der Sonne. Sie nutzte ihre Hauptantenne, die &#8222;high gain antenna&#8220; als Hitzeschild und ihre kleinere Antenne, die &#8222;medium gain antenna&#8220;, um Daten mit geringerer Geschwindigkeit zur Erde zurückzusenden. Das bedeutete, dass die Instrumententeams bis letzte Woche warten mussten, um die Daten zu erhalten; nun arbeiten sie intensiv an deren Analyse.</p>



<p>Insgesamt hat JANUS mehr als 120 Bilder von 3I/ATLAS über einen großen Wellenlängenbereich aufgenommen. Das Instrumententeam untersucht derzeit alle diese Bilder genauer, um zu verstehen, was sie über den Kometen verraten. Unterdessen sind die MAJIS- und UVS-Teams mit der Auswertung der Spektrometriedaten beschäftigt, die SWI-Teams untersuchen Daten zur Zusammensetzung des Kometen und das PEP-Team befasst sich mit den Partikeldaten. Zusammen mit dem ESA-Team, das mit der Navigationskamera von Juice arbeitet, die <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2025/12/Comet_3I_ATLAS_shows_activity_in_Juice_navigation_camera_teaser" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ebenfalls 3I/ATLAS fotografiert</a> hat, werden sie sich Ende März treffen, um ihre Ergebnisse zu diskutieren.</p>



<p>Wissenschaft ist langsam, aber wie die Instrumententeams nun nur zu gut wissen, werden diejenigen belohnt, die geduldig sind. <br>Die neuesten Updates und FAQs zum Kometen 3I/ATLAS finden Sie unter <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/ESA_observations_of_interstellar_comet_3I_ATLAS" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">esa.int/3IATLAS</a>.</p>



<p>JANUS ist eine mehrfarbige optische Kamera, die für die Aufnahme detaillierter, hochauflösender Fotos von Jupiter und seinen Eismonden entwickelt wurde. Sie wurde von einem Industriekonsortium unter der Leitung von Leonardo SpA unter der Aufsicht der italienischen Weltraumagentur (ASI) und in Zusammenarbeit mit dem italienischen Nationalinstitut für Astrophysik (INAF), das für die Instrumentenwissenschaft zuständig ist, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem CSIC-IAA in Granada (Spanien) und der CEI-Open University in Milton Keynes (Großbritannien) entwickelt.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15819.msg584390#msg584390" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Interstellare Objekte</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die SPHEREx-Mission verfolgte die Aufhellung von 3I/ATLAS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-spherex-mission-verfolgte-die-aufhellung-von-3i-atlas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 19:49:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die SPHEREx-Mission der NASA richtete im Dezember 2025 ihren Infrarotblick auf den interstellaren Kometen 3I/ATLAS und erweiterte damit den umfangreichen Informationspool, den die Behörde über das erst dritte Objekt dieser Art gesammelt hat, das durch unser Sonnensystem flog. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA Science Editorial Team, 4. Februar 2026 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die SPHEREx-Mission der NASA richtete im Dezember 2025 ihren Infrarotblick auf den interstellaren Kometen 3I/ATLAS und erweiterte damit den <a href="https://science.nasa.gov/solar-system/comets/3i-atlas/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">umfangreichen Informationspool</a>, den die Behörde über das erst dritte Objekt dieser Art gesammelt hat, das durch unser Sonnensystem flog. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://science.nasa.gov/blogs/spherex/2026/02/04/nasas-spherex-mission-tracks-brightening-of-interstellar-comet/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> NASA Science Editorial Team</a>, 4. Februar 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-PIA26720_SPHEREx_3I_4panel_colorized-16-white.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Beobachtungen des SPHEREx-Projekts der NASA zeigen das Infrarotlicht, das von Staub, Wasser, organischen Molekülen und Kohlendioxid in der Koma des Kometen 3I/ATLAS während der Mission im Dezember 2025 ausgestrahlt wurde. Bildquelle: NASA/JPL-Caltech" data-rl_caption="" title="Diese Beobachtungen des SPHEREx-Projekts der NASA zeigen das Infrarotlicht, das von Staub, Wasser, organischen Molekülen und Kohlendioxid in der Koma des Kometen 3I/ATLAS während der Mission im Dezember 2025 ausgestrahlt wurde. Bildquelle: NASA/JPL-Caltech" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-PIA26720_SPHEREx_3I_4panel_colorized-16-white-400x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-150529" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-PIA26720_SPHEREx_3I_4panel_colorized-16-white-400x400-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-PIA26720_SPHEREx_3I_4panel_colorized-16-white-400x400-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-PIA26720_SPHEREx_3I_4panel_colorized-16-white-400x400-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-PIA26720_SPHEREx_3I_4panel_colorized-16-white-400x400-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Diese Beobachtungen des SPHEREx-Projekts der NASA zeigen das Infrarotlicht, das von Staub, Wasser, organischen Molekülen und Kohlendioxid in der Koma des Kometen 3I/ATLAS während der Mission im Dezember 2025 ausgestrahlt wurde.<br><mark>Bildquelle: NASA/JPL-Caltech</mark></em></figcaption></figure>



<p>In einem <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.3847/2515-5172/ae3f95" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">neuen Forschungsbericht</a> beschreiben die Wissenschaftler der Mission den Nachweis organischer Moleküle wie Methanol, Cyanid und Methan. Auf der Erde sind organische Moleküle die Grundlage für biologische Prozesse, können aber auch durch nicht-biologische Prozesse entstehen. Die Forscher stellen außerdem einen dramatischen Anstieg der Helligkeit zwei Monate nach dem Erreichen der größten Annäherung des eisigen Körpers an die Sonne fest, ein Phänomen, das mit Kometen in Verbindung gebracht wird, wenn sie Wasser, Kohlendioxid und Kohlenmonoxid in den Weltraum abgeben.</p>



<p>Wenn sich ein Komet aus dem Weltraum der Sonne nähert, erwärmt sich seine gefrorene Oberfläche und sublimiert, d. h. das Eis geht ohne Umweg über den flüssigen Zustand direkt in den gasförmigen Zustand über. Diese Gase können in den Weltraum entweichen und eine Atmosphäre bilden, die den Kern des Kometen umgibt und als Koma bezeichnet wird.</p>



<p>„Der Komet 3I/ATLAS gaste im Dezember 2025, nachdem er der Sonne nahe gekommen war, kräftig in den Weltraum aus und wurde dadurch deutlich heller. Selbst Wassereis sublimierte im interplanetaren Raum schnell zu Gas“, sagte Studienleiter Carey Lisse vom Johns Hopkins Applied Physics Laboratory in Laurel, Maryland. „Und da Kometen zu etwa einem Drittel aus Wassereis bestehen, setzten sie eine Fülle neuer, kohlenstoffreicher Materialien frei, die tief unter der Oberfläche im Eis eingeschlossen waren. Wir sehen jetzt die üblichen Materialien des frühen Sonnensystems, darunter organische Moleküle, Ruß und Gesteinsstaub, die typischerweise von einem Kometen ausgestoßen werden.“</p>



<p><strong>Verzögerte Gasfreisetzung</strong><br>Wenn sich der Komet auf seiner Umlaufbahn am nächsten zur Sonne befindet, erreicht er seine höchste Temperatur, aber das ist nicht unbedingt der Zeitpunkt, an dem die Sublimationsaktivität ihren Höhepunkt erreicht. Da die Sonnenwärme Zeit braucht, um die äußeren Schichten des Kometen zu durchdringen, beginnt das Eis tief unter der Oberfläche möglicherweise erst lange nach dem sonnennächsten Punkt des Kometen zu sublimieren. Dies scheint beim Kometen 3I/ATLAS der Fall zu sein.</p>



<p>SPHEREx, kurz für „Spectro-Photometer for the History of the Universe, Epoch of Reionization and Ices Explorer”, beobachtete im August eine Koma, die große Mengen Kohlendioxid, etwas Kohlenmonoxid und etwas Wasser enthielt. Die Beobachtungen im Dezember zeigen eine weitaus aktivere und vielfältigere Koma, die durch austretendes unterirdisches Wassereis versorgt wird, das mit anderem Eis, organischen Stoffen und Gesteinsmaterial vermischt ist.</p>



<p>„Der Komet hat Jahrtausende damit verbracht, den interstellaren Raum zu durchqueren, wobei er von hochenergetischen kosmischen Strahlen bombardiert wurde, und hat wahrscheinlich eine Kruste gebildet, die durch diese Strahlung verändert wurde“, sagte Phil Korngut, Instrumentenwissenschaftler der Mission am Caltech in Pasadena, Kalifornien. „Aber jetzt, da die Energie der Sonne Zeit hatte, tief in den Kometen einzudringen, erwärmt sich das unberührte Eis unter der Oberfläche und beginnt zu brodeln, wobei es eine Mischung aus Chemikalien freisetzt, die seit Milliarden von Jahren nicht mehr dem Weltraum ausgesetzt waren.“</p>



<p>Die Beobachtungen von SPHEREx deuten auch darauf hin, dass mit zunehmender Aktivität von 3I/ATLAS Gesteinsmaterial ausgestoßen wird. Der Komet scheint nur einen kleinen birnenförmigen Staubschweif zu haben, der entsteht, wenn Staub von einem aktiven Kometen durch den Druck der Sonnenstrahlung zurückgeschleudert wird. Das bedeutet, dass der Komet große Körner und BB-große Materialbrocken ausstößt (typischerweise liegt das Material in Form von Staubkörnern vor, die feiner als menschliches Haar sind), die zu massiv sind, um durch den Strahlungsdruck der Sonne weit vom Kern des Kometen weggeschleudert zu werden.</p>



<p><strong>Der richtige Ort zur richtigen Zeit</strong><br>Die Kometenbeobachtungen von SPHEREx sind ein Nebeneffekt der Position des Weltraumteleskops in seiner beinahe polaren erdnahen Umlaufbahn und seiner Perspektive auf den gesamten Himmel. Die vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien geleitete Mission startete am 11. März 2025, um die Ursprünge des Universums und die Geschichte der Galaxien zu erforschen und nach den Bausteinen des Lebens in unserer Galaxie zu suchen.</p>



<p>Ende 2025 stellte SPHEREx die <a href="https://www.jpl.nasa.gov/news/nasas-spherex-observatory-completes-first-cosmic-map-like-no-other/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">erste von vier Infrarot-Karten</a> des gesamten Himmels fertig, die der Menschheit helfen werden, das Universum besser zu verstehen. Das Weltraumteleskop verfügt über die einzigartige Fähigkeit, den Himmel in 102 Farben zu sehen, wobei jede Farbe eine Wellenlänge des Infrarotlichts darstellt, die einzigartige Informationen über Galaxien, Sterne, Planetenentstehungsgebiete und andere kosmische Merkmale liefert, darunter auch die verschiedenen Gase, die in der Koma von 3I/ATLAS zu sehen sind.</p>



<p>„Unser einzigartiges Weltraumteleskop sammelt beispiellose Daten aus dem gesamten Universum“, sagte Yoonsoo Bach, stellvertretender Studienleiter vom Korea Astronomy and Space Science Institute. „In diesem Fall hat uns unsere Galaxie jedoch nur wenige Monate nach dem Start von SPHEREx ein Stück eines weit entfernten Sternensystems geliefert, und SPHEREx war bereit, es zu beobachten. In der Wissenschaft ist es manchmal so: Man ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“</p>



<p>Der Komet 3I/ATLAS wurde vom NASA-finanzierten ATLAS-Teleskop (Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System) in Rio Hurtado, Chile, entdeckt und am 1. Juli 2025 dem Minor Planet Center gemeldet. Wissenschaftler stellten aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit und seiner Flugbahn schnell fest, dass es sich bei dem Kometen 3I/ATLAS um einen interstellaren Kometen handelte. Seitdem haben <a href="https://science.nasa.gov/solar-system/comets/3i-atlas/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">viele Missionen der NASA</a> das Objekt verfolgt und untersucht, um seine Bahn durch das Sonnensystem genauer zu bestimmen und besser zu verstehen, woraus es besteht. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie die Weltraumteleskope der NASA die laufende Mission der Behörde unterstützen, Kometen und Asteroiden – einschließlich erdnaher Objekte –, die durch unser Sonnensystem wandern, zu finden, zu verfolgen und besser zu verstehen.</p>



<p><strong>Mehr über SPHEREx</strong><br>Die Mission wird vom NASA JPL für die Astrophysikabteilung der Behörde innerhalb der Wissenschaftsdirektion in Washington geleitet. Das Teleskop und der Raumfahrzeugbus wurden von BAE Systems gebaut. Die wissenschaftliche Analyse der SPHEREx-Daten wird von einem Team von Wissenschaftlern aus 13 Institutionen in den USA, Südkorea und Taiwan durchgeführt, das von Jamie Bock, Principal Investigator am Caltech mit einer gemeinsamen Anstellung am JPL, und Olivier Dore, Projektwissenschaftler am JPL, geleitet wird. Die Daten werden am IPAC am Caltech in Pasadena verarbeitet und archiviert, das das JPL für die NASA verwaltet. Der SPHEREx-Datensatz steht Wissenschaftlern und <a href="https://www.jpl.nasa.gov/news/how-nasas-spherex-mission-will-share-its-all-sky-map-with-the-world/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">der Öffentlichkeit frei zur Verfügung</a>.</p>



<p>Weitere Informationen über die SPHEREx-Mission finden Sie unter: <a href="https://science.nasa.gov/mission/spherex/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/mission/spherex/</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15819.msg583814#msg583814" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Interstellare Objekte</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20374.msg583815#msg583815" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SPHEREx-Weltraumteleskop auf Falcon 9</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Komet 3I/ATLAS zeigt Aktivität in Navigationskameraaufnahme von Juice</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/komet-3i-atlas-zeigt-aktivitaet-im-navigationskameraaufnahme-von-juice/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2025 09:02:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im November 2025 beobachtete die Raumsonde Jupiter Icy Moons Explorer (Juice) der ESA mit fünf ihrer wissenschaftlichen Instrumente den Kometen 3I/ATLAS. Die Instrumente sammelten Informationen darüber, wie sich der Komet verhält und woraus er besteht.Eine Pressemitteilung der europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Science &#38; Exploration, 4. Dezember 2025 Darüber hinaus hat Juice den Kometen [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Im November 2025 beobachtete die Raumsonde Jupiter Icy Moons Explorer (Juice) der ESA mit fünf ihrer wissenschaftlichen Instrumente den Kometen 3I/ATLAS. Die Instrumente sammelten Informationen darüber, wie sich der Komet verhält und woraus er besteht.<br>Eine Pressemitteilung der europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration</a>, 4. Dezember 2025</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Comet_3I_ATLAS_shows_activity_in_Juice_navigation_camera_teaser_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit: ESA/Juice/NavCam Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Credit: ESA/Juice/NavCam Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Comet_3I_ATLAS_shows_activity_in_Juice_navigation_camera_teaser_pillars-400x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-149505" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Comet_3I_ATLAS_shows_activity_in_Juice_navigation_camera_teaser_pillars-400x400-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Comet_3I_ATLAS_shows_activity_in_Juice_navigation_camera_teaser_pillars-400x400-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Comet_3I_ATLAS_shows_activity_in_Juice_navigation_camera_teaser_pillars-400x400-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Comet_3I_ATLAS_shows_activity_in_Juice_navigation_camera_teaser_pillars-400x400-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit: ESA/Juice/NavCam<br>Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p>Darüber hinaus hat Juice den Kometen mit seiner bordeigenen Navigationskamera (NavCam) aufgenommen, die nicht als hochauflösende Wissenschaftskamera konzipiert ist, sondern Juice dabei helfen soll, nach seiner Ankunft im Jahr 2031 um die eisigen Monde des Jupiter zu navigieren.</p>



<p>Obwohl die Daten der wissenschaftlichen Instrumente erst im Februar 2026 auf der Erde eintreffen werden, konnte unser Juice-Team nicht so lange warten. Sie beschlossen, nur ein Viertel eines einzigen NavCam-Bildes herunterzuladen, um zu sehen, was sie erwartete. Der sehr deutlich sichtbare Komet, umgeben von Anzeichen von Aktivität, überraschte sie.<br>Wir sehen nicht nur deutlich den leuchtenden Gasring, der den Kometen umgibt und als Koma bekannt ist, sondern auch einen Hinweis auf zwei Schweife. Der „Plasmaschweif” des Kometen – bestehend aus elektrisch geladenem Gas – erstreckt sich zum oberen Bildrand hin. Möglicherweise können wir auch einen schwächeren „Staubschweif” erkennen, der aus winzigen festen Partikeln besteht und sich zum unteren linken Bildrand hin erstreckt.<br>Das Bild wurde am 2. November 2025 während Juices erstem Beobachtungsfenster für 3I/ATLAS aufgenommen. Es war zwei Tage vor Juices nächster Annäherung an den Kometen, die am 4. November in einer Entfernung von etwa 66 Millionen Kilometern stattfand.</p>



<p>Wir erwarten, die Daten der fünf während der Beobachtungen eingeschalteten wissenschaftlichen Instrumente – JANUS, MAJIS, UVS, SWI und PEP – am 18. und 20. Februar 2026 zu erhalten. Die Verzögerung ist darauf zurückzuführen, dass Juice derzeit seine Hauptantenne mit hoher Verstärkung als Hitzeschild zum Schutz vor der Sonne nutzt, sodass nur die kleinere Antenne mit mittlerer Verstärkung Daten mit einer viel geringeren Rate zur Erde zurücksenden kann.</p>



<p>Obwohl Juice weiter von 3I/ATLAS entfernt war als unsere Mars-Orbiter im Oktober, beobachtete er 3I/ATLAS kurz nach der größten Annäherung des Kometen an die Sonne, was bedeutet, dass er sich in einem aktiveren Zustand befand. Wir erwarten, dass sich diese Aktivität in den Daten der wissenschaftlichen Instrumente deutlicher zeigen wird. Dazu gehören nicht nur Bilder von JANUS – der hochauflösenden optischen Kamera von Juice –, sondern auch Spektrometriedaten von MAJIS und UVS, Zusammensetzungsdaten von SWI und Partikeldaten von PEP.</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15819.msg581726#msg581726" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Interstellare Objekte</a></li>
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		<title>Die ESA-Sonden ExoMars und Mars Express beobachten den Kometen 3I/ATLAS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-esa-sonden-exomars-und-mars-express-beobachten-den-kometen-3i-atlas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 20:54:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ExoMars]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[JUICE]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[3I/ATLAS]]></category>
		<category><![CDATA[CaSSIS]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Koma]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[TGO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwischen dem 1. und 7. Oktober richteten der ExoMars Trace Gas Orbiter (TGO) und die Raumsonde Mars Express der ESA ihre Aufmerksamkeit auf den interstellaren Kometen 3I/ATLAS, als dieser in der Nähe des Mars vorbeiflog.Eine Pressemitteilung der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Quelle: ESA/Science&#38;Exploration/SpaceScience, 7. Oktober 2025 Die beiden Mars-Orbiter hatten von allen ESA-Raumsonden den besten Blick [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zwischen dem 1. und 7. Oktober richteten der <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Exploration/ExoMars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ExoMars</a> Trace Gas Orbiter (TGO) und die Raumsonde <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mars Express</a> der ESA ihre Aufmerksamkeit auf den <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/ESA_observations_of_interstellar_comet_3I_ATLAS" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">interstellaren Kometen 3I/ATLAS</a>, als dieser in der Nähe des Mars vorbeiflog.<br>Eine Pressemitteilung der europäischen Raumfahrtagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/ESA_s_ExoMars_and_Mars_Express_observe_comet_3I_ATLAS" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESA/Science&amp;Exploration/SpaceScience</a>, 7. Oktober 2025</p>



<p>Die beiden Mars-Orbiter hatten <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2025/09/ESA_s_Mars_and_Jupiter_missions_observe_comet_3I_ATLAS" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">von allen ESA-Raumsonden den besten Blick auf den Kometen</a>. Bei seiner größten Annäherung an den Roten Planeten am 3. Oktober war der interstellare Eindringling 30 Millionen Kilometer von ihnen entfernt.<br>Jedes Raumfahrzeug beobachtete den Kometen mit seiner speziellen Kamera. Beide Kameras sind dafür ausgelegt, die helle Oberfläche des Mars in einer Entfernung von nur wenigen hundert bis einigen tausend Kilometern zu fotografieren. Die Wissenschaftler waren sich nicht sicher, was sie von den Beobachtungen eines relativ schwachen Ziels in so großer Entfernung erwarten konnten.<br>ExoMars TGO hat mit seinem Colour and Stereo Surface Imaging System (CaSSIS) die im folgenden GIF gezeigte Bilderserie aufgenommen. Der Komet 3I/ATLAS ist der leicht unscharfe weiße Punkt, der sich in der Bildmitte nach unten bewegt. Dieser Punkt ist das Zentrum des Kometen, bestehend aus seinem eisigen, felsigen Kern und der ihn umgebenden Koma.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="512" height="280" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/ExoMars_Trace_Gas_Orbiter_observes_comet_3I_ATLAS_GIF_pillars.gif" alt="" class="wp-image-148539"/><figcaption class="wp-element-caption">Bild Copyright ESA: ExoMars TGO nimmt Komet 3I/ATLAS auf</figcaption></figure>



<p>CaSSIS konnte den Kern nicht von der Koma unterscheiden, da 3I/ATLAS zu weit entfernt war. Die Abbildung dieses kilometerbreiten Kerns wäre ebenso unmöglich gewesen wie das Betrachten eines Mobiltelefons auf dem Mond von der Erde aus.<br>Die Koma mit einem Durchmesser von einigen tausend Kilometern ist jedoch deutlich sichtbar. Die Koma entsteht, wenn sich 3I/ATLAS der Sonne nähert. Die Hitze und Strahlung der Sonne erweckt den Kometen zum Leben und bewirkt, dass er Gas und Staub freisetzt, die sich als Halo um den Kern sammeln.<br>Die volle Größe der Koma konnte von CaSSIS nicht gemessen werden, da die Helligkeit des Staubs mit zunehmender Entfernung vom Kern schnell abnimmt. Das bedeutet, dass die Koma im Bildrauschen verschwindet.<br>Typischerweise wird Material aus der Koma in einen langen Schweif geblasen, der bis zu Millionen von Kilometern lang werden kann, wenn sich der Komet der Sonne nähert. Der Schweif ist viel dunkler als die Koma. Auf den CaSSIS-Bildern ist der Schweif nicht zu sehen, aber er könnte bei zukünftigen Beobachtungen besser sichtbar werden, wenn sich der Komet weiter erwärmt und mehr Eis freisetzt.<br>Nick Thomas, leitender Forscher der CaSSIS-Kamera, erklärt: „Dies war eine sehr anspruchsvolle Beobachtung für das Instrument. Der Komet ist etwa 10 000 bis 100 000 Mal schwächer als unsere üblichen Beobachtungsobjekte.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/ExoMars_Trace_Gas_Orbiter_observes_comet_3I_ATLAS_static_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/ExoMars_Trace_Gas_Orbiter_observes_comet_3I_ATLAS_static_pillars_500x300.jpg" alt="" class="wp-image-148547" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/ExoMars_Trace_Gas_Orbiter_observes_comet_3I_ATLAS_static_pillars_500x300.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/ExoMars_Trace_Gas_Orbiter_observes_comet_3I_ATLAS_static_pillars_500x300-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild Copyright ESA: ExoMars TGO Bild von Komet 3I/ATLAS</figcaption></figure>



<p><strong>Die Arbeit geht weiter</strong></p>



<p>3I/ATLAS ist auf den Bildern von Mars Express noch nicht zu erkennen, was zum Teil daran liegt, dass diese mit einer Belichtungszeit von nur 0,5 Sekunden (der maximalen Grenze für Mars Express) aufgenommen wurden, während ExoMars TGO eine Belichtungszeit von fünf Sekunden verwendet.<br>Die Wissenschaftler werden die Daten beider Orbiter weiter analysieren und unter anderem mehrere Bilder von Mars Express zusammenfügen, um zu sehen, ob sie den schwachen Kometen entdecken können.<br>Sie versuchten auch, das Lichtspektrum des Kometen 3I/ATLAS mit den Spektrometern OMEGA und SPICAM von Mars Express sowie dem Spektrometer NOMAD von ExoMars TGO zu messen. Derzeit ist noch unklar, ob die Koma und der Schweif hell genug für eine spektrale Charakterisierung waren.<br>Wissenschaftler werden die Daten in den nächsten Wochen und Monaten weiter analysieren, um mehr darüber herauszufinden, woraus 3I/ATLAS besteht und wie es sich bei seiner Annäherung an die Sonne verhält.<br>Colin Wilson, Projektwissenschaftler für Mars Express und ExoMars bei der ESA, sagt: „Obwohl unsere Mars-Orbiter weiterhin beeindruckende Beiträge zur Marsforschung leisten, ist es immer besonders spannend zu sehen, wie sie auf unerwartete Situationen wie diese reagieren. Ich bin gespannt darauf, was die Daten nach weiterer Analyse offenbaren werden.“</p>



<p><strong>Ein seltener Besucher</strong></p>



<p>Der Komet 3I/ATLAS stammt von außerhalb unseres Sonnensystems und ist nach <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Interstellar_asteroid_is_really_a_comet%20" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">1I/Oumuamua</a> im Jahr 2017 und <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Interstellar_2.0%20" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">2I/Borisov</a> im Jahr 2019 erst der dritte interstellare Komet, der jemals beobachtet wurde.&#8220;<br>Diese Kometen sind absolut fremdartig. Alle Planeten, Monde, Asteroiden, Kometen und Lebensformen in unserem Sonnensystem haben einen gemeinsamen Ursprung. Interstellare Kometen hingegen sind echte Außenseiter, die Hinweise auf die Entstehung von Welten weit außerhalb unseres Sonnensystems liefern.<br>Der Komet 3I/ATLAS wurde <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/ESA_tracks_rare_interstellar_comet" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">erstmals am 1. Juli 2025</a> vom Teleskop des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) in Río Hurtado, Chile, entdeckt. Seitdem haben Astronomen mit Hilfe von bodengestützten und Weltraumteleskopen seine Entwicklung beobachtet und mehr über ihn herausgefunden.<br>Aufgrund seiner Flugbahn vermuten Astronomen, dass 3I/ATLAS der <a href="https://ras.ac.uk/news-and-press/research-highlights/newly-discovered-interstellar-object-may-be-oldest-comet-ever" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">älteste jemals beobachtete Komet</a> sein könnte. Er könnte drei Milliarden Jahre älter sein als das Sonnensystem, das selbst bereits 4,6 Milliarden Jahre alt ist.</p>



<p><strong>Was kommt als Nächstes?</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Die-Mars-und-Jupiter-Missionen-der-ESA-beobachten-den-Kometen-3I_ATLAS.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Die-Mars-und-Jupiter-Missionen-der-ESA-beobachten-den-Kometen-3I_ATLAS_500x300.jpg" alt="" class="wp-image-148548" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Die-Mars-und-Jupiter-Missionen-der-ESA-beobachten-den-Kometen-3I_ATLAS_500x300.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Die-Mars-und-Jupiter-Missionen-der-ESA-beobachten-den-Kometen-3I_ATLAS_500x300-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild Copyright ESA: Die Mars- und Jupiter-Missionen der ESA beobachten den Kometen 3I/ATLAS</figcaption></figure>



<p>Nächsten Monat werden wir den Kometen mit unserem Jupiter Icy Moons Explorer (<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Juice" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Juice</a>) beobachten. Juice wird zwar weiter von 3I/ATLAS entfernt sein als unsere Mars-Orbiter letzte Woche, aber er wird den Kometen kurz nach seiner größten Annäherung an die Sonne sehen, was bedeutet, dass er sich in einem aktiveren Zustand befinden wird. Wir rechnen nicht damit, vor Februar 2026 Daten von den Beobachtungen von Juice zu erhalten – warum das so ist, ist in diesem Auszug aus den <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Comet_3I_ATLAS_frequently_asked_questions" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">FAQs zu 3I/ATLAS</a> nachzulesen.<br>&#8222;<em>Da sich Juice derzeit in der Nähe der Sonne befindet, nutzt es seine Hauptantenne mit hoher Verstärkung als Hitzeschild. Es verwendet seine kleinere Antenne mit mittlerer Verstärkung, um Daten mit einer viel geringeren Geschwindigkeit zur Erde zurückzusenden. Außerdem befindet es sich weit von der Erde entfernt, auf der anderen Seite der Sonne. Daher erwarten wir erst im Februar 2026 Daten von Juices Beobachtungen von 3I/ATLAS.</em>&#8222;<br>Eisige Wanderer wie 3I/ATLAS bieten eine seltene, greifbare Verbindung zur weiteren Galaxie. Ein tatsächlicher Besuch würde die Menschheit in weitaus größerem Maße mit dem Universum verbinden. Zu diesem Zweck bereitet die ESA die <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Comet_Interceptor" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Comet Interceptor Mission</a> vor.<br>Comet Interceptor soll 2029 in eine Parkbahn gebracht werden, von wo aus er auf ein geeignetes Ziel warten wird – einen unberührten Kometen aus der fernen Oortschen Wolke, die unser Sonnensystem umgibt, oder, was zwar unwahrscheinlich, aber sehr reizvoll ist, ein interstellares Objekt wie 3I/ATLAS.<br>Michael Kueppers, Wissenschaftler des Comet Interceptor-Projekts, erläutert: „Als Comet Interceptor 2019 ausgewählt wurde, kannten wir nur ein einziges interstellares Objekt – 1I/Oumuamua, das 2017 entdeckt wurde. Seitdem wurden zwei weitere Objekte dieser Art entdeckt, die sich in ihrem Aussehen stark unterscheiden. Der Besuch eines solchen Objekts könnte einen Durchbruch im Verständnis ihrer Beschaffenheit bedeuten.“<br>Auch wenn es weiterhin unwahrscheinlich ist, dass wir ein interstellares Objekt entdecken werden, das für Comet Interceptor erreichbar ist, wird es als erste Demonstration einer Schnellreaktionsmission, die im Weltraum auf ihr Ziel wartet, ein Wegbereiter für mögliche zukünftige Missionen zur Abfangung dieser mysteriösen Besucher sein.</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15819.msg579495#msg579495" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Interstellare Objekte</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>AstroGeo Podcast: Späher von fernen Sternen &#8211; was verbirgt Oumuamua?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-spaeher-aus-der-ferne-was-verbirgt-oumuamua/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jul 2024 13:35:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
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		<category><![CDATA[Spitzer-Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Stickstoffeisberg]]></category>
		<category><![CDATA[Vera-Rubin-Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserstoffeisberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor sieben Jahren entdeckten Forschende das erste interstellare Objekt: 1I/Oumuamua. Obwohl er wie ein Komet beschleunigte, wiesen Teleskope weder Staub noch Gas nach - und bis heute wissen wir nicht, wie dieser Besucher aus dem All wirklich aussah und wo er her kam.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-spaeher-aus-der-ferne-was-verbirgt-oumuamua/" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast: Späher von fernen Sternen &#8211; was verbirgt Oumuamua?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vor sieben Jahren entdeckten Forschende das erste interstellare Objekt: 1I/Oumuamua. Obwohl er wie ein Komet beschleunigte, wiesen Teleskope weder Staub noch Gas nach &#8211; und bis heute wissen wir nicht, wie dieser Besucher aus dem All wirklich aussah und wo er her kam.</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/ag096_sl.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Computergrafik eines sehr langgestreckten grau-schwarzen Felsbrockens im All, von dem graue Schwaden ausgehen, dahinter die Sonne." data-rl_caption="" title="Computergrafik eines sehr langgestreckten grau-schwarzen Felsbrockens im All, von dem graue Schwaden ausgehen, dahinter die Sonne." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="1200" height="705" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/ag096_sl.jpg" alt="Computergrafik eines sehr langgestreckten grau-schwarzen Felsbrockens im All, von dem graue Schwaden ausgehen, dahinter die Sonne." class="wp-image-142887" style="width:312px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/ag096_sl.jpg 1200w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/ag096_sl-300x176.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/ag096_sl-1024x602.jpg 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/ag096_sl-768x451.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/ag096_sl-600x353.jpg 600w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Oumuamua hat die Form einer langgestreckten Zigarre, wie hier künstlerisch dargestellt. Als wahrscheinlicher gilt mittlerweile die eines oblaten Spheroids, also eines flachen Eierpfannkuchens. Anders als im Bild dargestellt, konnten weder Staub noch Gas eines Kometenschweifs nachgewiesen werden (Quelle: ESA/Hubble, NASA, ESO, M. Kornmesser).</figcaption></figure>



<p>Am 25. Oktober 2017 finden Forschende in den Daten von vier Teleskopen auf Hawaii ein merkwürdiges Objekt: Es ist ein Lichtpunkt, dessen Umlaufbahn um die Sonne irgendwie seltsam ist. Schnell ist klar: Man hatte den ersten interstellaren Besucher entdeckt. Ein Komet, so vermuten die Astronomen, der aus einem anderen Sternensystem stammt.</p>



<p>Karl erzählt in dieser Folge die Geschichte des Objekts 1I/Oumuamua. Obwohl er nach wenigen Wochen bereits aus dem Sichtfeld der meisten Teleskope verschwunden war, konnten einige Daten über ihn gesammelt werden. Diese Daten scheinen aber bis heute nicht gut zusammenzupassen: Zwar beschleunigte Oumuamua nach seinem Vorbeiflug an der Sonne wie ein Komet, der einen Schweif bildet. Aber Teleskope fanden keinen Hinweis auf empor geschleuderten Staub oder austretendes Gas. Auch seine eigenartige Form gibt Rätsel auf, denn die ähnelt entweder einem flachen Pfannkuchen oder einer Zigarre.</p>



<p>Die Studienlage ist vielfältig und die Zahl der Hypothesen über den Ursprung und die Entstehung von Oumuamua ist groß. Bekannt wurde der erste interstellare Besucher allerdings durch eine Hypothese des Harvard-Physikers Avi Loeb: Er hält es bis heute für möglich, dass Oumuamua von Außerirdischen gebaut worden ist. Doch seine Herangehensweise, mit der wir uns am Ende dieser Geschichte beschäftigen, schadet der Wissenschaft vielleicht mehr, als dass sie nutzt.</p>



<p>Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban regelmäßig eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">iTunes</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>


[podloveaudio chaptersVisible=&#8220;false&#8220; title=&#8220;AstroGeo Podcast: Späher von fernen Sternen &#8211; was verbirgt Oumuamua?&#8220; src=&#8220;https://astrogeo.de/podlove/file/955/s/feed/c/m4a-raumfahrernet/ag096-oumuamua.m4a&#8220; poster=&#8220;https://astrogeo.de/media/ag096-oumuamua.jpg&#8220; duration=&#8220;01:38:38.995&#8243;]



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		<title>AstroGeo Podcast: Das Ende der Dinosaurier &#8211; Massensterben im Frühling</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-ende-der-dinosaurier-massensterben-im-fruehling/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2024 12:48:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 66 Millionen Jahren kollidierte ein Meteorit mit der Erde und veränderte den Lauf der Erdgeschichte. Woher wissen wir, an welchem Tag die Dinosaurier verschwanden?</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vor 66 Millionen Jahren kollidierte ein Meteorit mit der Erde und veränderte den Lauf der Erdgeschichte. Woher wissen wir, an welchem Tag die Dinosaurier verschwanden?</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/02/dinosaurier-aussterben-massensterben-seiche-welle-fluss-tanis-fluss-blueten_rn.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Farbige Zeichnung: Ein gewundener Fluss, mit pinken Blumen, in dem ein vierbeiniger Dinosaurier steht, mit dem Kopf gen Himmel gerichtet. Im Hintergrund erhebt sich eine haushohe Flutwelle. Vom unnatürlich violetten Himmel fallen glühende Geschosse, die man nur als Linien erkennt." data-rl_caption="" title="Farbige Zeichnung: Ein gewundener Fluss, mit pinken Blumen, in dem ein vierbeiniger Dinosaurier steht, mit dem Kopf gen Himmel gerichtet. Im Hintergrund erhebt sich eine haushohe Flutwelle. Vom unnatürlich violetten Himmel fallen glühende Geschosse, die man nur als Linien erkennt." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="460" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/02/dinosaurier-aussterben-massensterben-seiche-welle-fluss-tanis-fluss-blueten_rn.jpg" alt="" class="wp-image-137048" style="aspect-ratio:1.4392265193370166;width:481px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/02/dinosaurier-aussterben-massensterben-seiche-welle-fluss-tanis-fluss-blueten_rn.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/02/dinosaurier-aussterben-massensterben-seiche-welle-fluss-tanis-fluss-blueten_rn-300x230.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung vom Tag im heutigen Tanis, North Dakota, als die Dinosaurier ausstarben. Die Rekonstruktion basiert auf der Arbeit von Melanie During. (Bild: <a href="https://e3.eurekalert.org/multimedia/955809" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CC-BY 4.0 Joschua Knüpper</a>).</figcaption></figure>



<p>Vor etwa 66 Millionen Jahren näherte sich ein zehn Kilometer großer Brocken aus dem All, durchquerte die Erdatmosphäre und schlug in einem Gebiet ein, das heute im östlichen Mexiko liegt. Das Ereignis markiert das berühmte Massensterben am Ende der Kreidezeit, bei dem 75 Prozent aller Arten und auch die meisten Dinosaurier verschwanden. Unter ihnen überlebten nur die Vorfahren der heutigen Vögel.</p>



<p>Die Debatte über die Ursachen von Massenaussterben war im 19. Jahrhundert von Unsicherheiten und christlichen Einflüssen geprägt. Erst 1980 erfolgte der wissenschaftliche Durchbruch, als weltweit eine dünne Schicht Iridium gefunden wurde &#8211; ein seltenes Metall, das vor allem auf manchen Asteroiden und Kometen vorkommt. Zehn Jahre später wurde auch der Krater gefunden, den der Brocken auf der Erde hinterlassen hat.&nbsp;</p>



<p>Karl erzählt in der Folge nicht vom größten oder gefährlichsten, wohl aber vom berühmtesten Massensterben der Erdgeschichte. Neue Erkenntnisse vermitteln uns heute ein äußerst detailliertes Bild: vom Ausbruch gigantischer Lavamengen in der Kreidezeit bis zur genauen Jahreszeit des Einschlags.</p>



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		<item>
		<title>Asteroid 2024 BX1 erleuchtet den Brandenburger Nachthimmel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-2024-bx1-erleuchtet-den-brandenburger-nachthimmel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jan 2024 16:20:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[2024BX1]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
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		<category><![CDATA[Meteoroid]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NEA Scout]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein kleiner etwa ein Meter großer Asteroid, verglühte am Sonntag den 21. Januar 2024 um 1:32 Uhr Ortszeit (MEZ) harmlos nahe Berlin und erhellte den Himmel über Brandenburg. Zu sehen war er noch bis nach Prag in Tschechien. Erst kurz vorher entdeckt, konnte die NASA seine Flugbahn verfolgen und den Ort des Eintritts in die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein kleiner etwa ein Meter großer Asteroid, verglühte am Sonntag den 21. Januar 2024 um 1:32 Uhr Ortszeit (MEZ) harmlos nahe Berlin und erhellte den Himmel über Brandenburg. Zu sehen war er noch bis nach Prag in Tschechien. Erst kurz vorher entdeckt, konnte die NASA seine Flugbahn verfolgen und den Ort des Eintritts in die Atmosphäre etwa 60 km westlich von Berlin vorhersagen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: Thomas Geuking, Quelle: NASA.</p>



<p>Der Eintritt des Asteroiden in die Atmosphäre erzeugte einen hellen Feuerball oder Boliden, der sogar aus der Tschechischen Republik gesehen wurde, und  kleine Meteoriten haben am Eintrittsort in die Atmosphäre etwa 60 Kilometer westlich von Berlin, die Erdoberfläche erreicht. In den vergangenen Tagen haben sich zahlreiche Hobby-Astronomen und Neugierige auf den Weg gemacht, um dort nach <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg558156#msg558156" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Stückchen</a> des Mini-Asteroiden zu suchen. Der Asteroid wurde als 2024 BX1 bezeichnet und hatte eine Größe von etwa einem Meter.</p>



<p>Kleine Asteroiden wie dieser treffen von Zeit zu Zeit unseren Planeten. Sie stellen keine Gefahr für das Leben auf der Erde dar, können aber eine wichtige Demonstration der Fähigkeit der NASA zur schnellen Berechnung der Flugbahnen und der Veröffentlichung von Einschlagwarnungen sein. Bereits 95 Minuten vor dem Eintritt in die Atmosphäre konnte das Scout-System der NASA den Ort und die Zeit des Eintritts vorhersagen. Dies ist erst das achte Mal in der Geschichte, dass ein kleiner erdgebundener Asteroid noch im Weltraum entdeckt wurde, bevor er in unsere Atmosphäre eindrang und dort verglühte.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="709" height="397" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1.jpg" alt="" class="wp-image-136157" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1.jpg 709w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1-300x168.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1-600x336.jpg 600w" sizes="(max-width: 709px) 100vw, 709px" /><figcaption class="wp-element-caption">Diese Karte zeigt die Stelle, an der der kleine Asteroid 2024 BX1 am 21. Januar 2024 über Deutschland, etwa 60 Kilometer westlich von Berlin, harmlos in der Erdatmosphäre verglühte. (Quelle: NASA)</figcaption></figure>



<p>Das Zentrum für <a href="https://cneos.jpl.nasa.gov/about/cneos.html" data-type="link" data-id="https://cneos.jpl.nasa.gov/about/cneos.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Near Earth Object Studies (CNEOS)</a> berechnet die Umlaufbahn jedes bekannten Near-Earth Objects, (NEO) um der NASA Bewertungen potenzieller Einschlaggefahren zu liefern. Dazu sammelt das Scout-Programm, das vom CNEOS am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien entwickelt wurde und betrieben wird, Informationen von Webseiten über potenzielle Asteroidenentdeckungen und berechnet die möglichen Flugbahnen, noch bevor diese Objekte als Entdeckungen bestätigt wurden.</p>



<p>Der Asteroid 2024 BX1 wurde erstmals weniger als drei Stunden vor seinem Einschlag von Krisztián Sárneczky an der Bergstation Piszkéstető des Konkoly-Observatoriums in der Nähe von Budapest in Ungarn beobachtet. Diese frühen Beobachtungen wurden dem <a href="https://minorplanetcenter.net/about" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Minor Planet Center </a>– einer Organisation für die Sammlung, Auswertung und Veröffentlichung von Daten über Kleinplaneten (Asteroiden, Zwergplaneten) und Kometen – gemeldet und automatisch auf der Webseite für erdnahe Objekte veröffentlicht, damit andere Astronomen zusätzliche Beobachtungen machen konnten. Diese Daten dienten dann dem Scout-System als Grundlage für die weiteren Berechnungen der Flugbahn und die Einschlagwarnung.</p>



<p>Nachdem innerhalb einer knappen halben Stunde drei Beobachtungen auf der Webseite des<a href="https://minorplanetcenter.net/about" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> Minor Planet Center </a>veröffentlicht wurden, erkannte Scout zunächst, dass ein Einschlag möglich war und dass zusätzliche Beobachtungen dringend erforderlich waren. Als Astronomen aus ganz Europa dem <a href="https://minorplanetcenter.net/about" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Minor Planet Center </a>neue Daten meldeten, wurde die Flugbahn des Asteroiden genauer berechnet und die ermittelte Wahrscheinlichkeit, dass er auf der Erde aufschlägt, stieg erheblich. Siebzig Minuten nachdem 2024 BX1 zum ersten Mal entdeckt wurde, meldete Scout dann eine 100-prozentige Wahrscheinlichkeit eines Erdeinschlags und begann, den Ort einzugrenzen auf Nennhausen im Landkreis Havelland in Brandenburg westlich von Berlin. Der Feuerball am Himmel wurde von vielen Menschen beobachtet und zahlreiche Fotos und Videos im Internet geteilt.</p>



<p><strong>Asteroid, Meteoroid, Meteorit oder Komet: Was ist der Unterschied?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Asteroiden</strong> werden auch als Kleinplaneten oder Planetoiden bezeichnet und haben eine Größe von einem Meter bis zu mehreren hundert Metern. Je größer, desto gefährlicher wäre ein Einschlag auf der Erde. Zurzeit geht aber von keinem der beobachteten Asteroiden eine unmittelbare Gefahr aus.</li>



<li>Ein <strong>Meteoroid</strong> ist keiner als ein Asteroid mit einem Durchmesser von einem Millimeter bis zu einem Meter. In den meisten Fällen verglühen sie beim Eintritt in die Atmosphäre vollständig. Treten <strong>Meteoroiden</strong> in die<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erdatmosph%C3%A4re" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> </a>Atmosphäre ein, so erzeugen sie eine Leuchterscheinung, die<em> </em>Meteor genannt wird. Kleine Meteore werden auch als Sternschnuppen bezeichnet, große als Feuerkugeln oder Boliden. Verglüht ein <strong>Meteoroid</strong> oder <strong>Asteroid</strong> nicht vollständig und erreicht die Erdoberfläche, wird er <strong>Meteroit</strong> genannt.</li>



<li>Ein <strong>Komet</strong> ist ein Himmelskörper, der häufig aus Eis, Staub und lockerem Gestein besteht von meist einigen Kilometern Durchmesser, der durch Ausgasen in der Nähe der Sonne einen leuchtenden Schweif entwickelt.</li>
</ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg557990#msg557990" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Überraschende chemische Komplexität des Kometen Chury enthüllt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ueberraschende-chemische-komplexitaet-des-kometen-chury-enthuellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 11:56:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Bern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forschende unter der Leitung der Universität Bern konnten erstmals einen unerwarteten Reichtum an komplexen organischen Molekülen bei einem Kometen identifizieren. Eine Medienmitteilung der Universität Bern. Quelle: Universität Bern 5. Juli 2022. 5. Juli 2022 &#8211; Die Entdeckung gelang dank der Analyse von Daten, die während der Rosetta-Mission der ESA vom Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, kurz Chury, gesammelt [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Forschende unter der Leitung der Universität Bern konnten erstmals einen unerwarteten Reichtum an komplexen organischen Molekülen bei einem Kometen identifizieren. Eine Medienmitteilung der Universität Bern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Universität Bern 5. Juli 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0220220705Chury25Feb2015ESARosettaNavCam.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0220220705Chury25Feb2015ESARosettaNavCam26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Gas und Staub steigen von «Churys» Oberfläche auf, während sich der Komet dem sonnennächsten Punkt auf seiner Umlaufbahn nähert. (Bild: ESA/Rosetta/NAVCA)</figcaption></figure>



<p>5. Juli 2022 &#8211; Die Entdeckung gelang dank der Analyse von Daten, die während der Rosetta-Mission der ESA vom Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, kurz Chury, gesammelt wurden. Solche organischen Stoffe, die durch Kometeneinschläge auch auf die frühe Erde gelangten, könnten dazu beigetragen haben, das kohlenstoffbasierte Leben, wie wir es kennen, in Gang zu setzen.</p>



<p>Kometen sind Fossilien aus der Urzeit und den Tiefen unseres Sonnensystems und sind Überbleibsel der Entstehung von Sonne, Planeten und Monde. Einem Team unter der Leitung der Chemikerin Dr. Nora Hänni vom Physikalischen Institut der Universität Bern, Abteilung Weltraumforschung und Planetologie, ist es nun gelungen, erstmals eine ganze Reihe komplexer organischer Moleküle bei einem Kometen zu identifizieren. Dies berichten die Forschenden in einer Studie, die Ende Juni in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0120220705ChuryIlluUniBE.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0120220705ChuryIlluUniBE26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Daten vom Kometen «Chury», gesammelt als dieser den sonnennächsten Punkt seiner Umlaufbahn passierte, zeigen eine Vielzahl unerwarteter Moleküle, die von den abgestoßenen Staubteilchen sublimieren. Im Durchschnitt gleicht dieses komplexe organische Material jenem in Meteoriten und in Saturns Ringregen, was auf einen gemeinsamen präsolaren Ursprung hindeutet. (Grafik: Universität Bern)</figcaption></figure>



<p><strong>Genauere Analyse dank Berner Massenspektrometer</strong><br>Mitte der 1980er Jahre schickten die grossen Raumfahrtagenturen eine Flotte von Raumfahrzeugen aus, um am Halleyschen Kometen vorbeizufliegen. An Bord befanden sich mehrere Massenspektrometer, die die chemische Zusammensetzung sowohl der Kometenkoma – der dünnen Atmosphäre, die durch die Sublimation von Kometeneis in der Nähe der Sonne entsteht –, als auch von Staubpartikeln untersuchten. Die von diesen Instrumenten gesammelten Daten verfügten jedoch nicht über die erforderliche Auflösung, um eine eindeutige Bestimmung der Zusammensetzung des Kometen zu ermöglichen. Mehr als 30 Jahre später hat das hochauflösende Massenspektrometer ROSINA, ein Instrument unter der Leitung der Universität Bern an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta, zwischen 2014 und 2016 Daten über den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko, auch bekannt als Chury, gesammelt. Diese Daten gestatten den Forschenden nun zum ersten Mal, Licht in den komplexen organischen Haushalt von Chury bringen.</p>



<p><strong>Das Geheimnis lag im Staub verborgen</strong><br>Als Chury sein Perihel erreichte, den sonnennächsten Punkt, wurde er sehr aktiv. Das sublimierende Kometeneis erzeugte einen «Ausfluss», der Staubpartikel mit sich zog. Die abgestoßenen Partikel wurden durch die Sonneneinstrahlung auf Temperaturen aufgeheizt, die über denen liegen, die typischerweise auf der Kometenoberfläche herrschen. Dadurch gelangten größere und schwerere Moleküle in die Gasphase und konnten vom hochauflösenden Massenspektrometer ROSINA-DFMS (Rosetta Orbiter Sensor for Ion and Neutral Analysis-Double Focusing Mass Spectrometer) gemessen werden. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0420220705PortraitKAltwegUniBEManuFriederich2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="390" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0420220705PortraitKAltwegUniBEManuFriederich26.jpg" alt="" class="wp-image-112137" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0420220705PortraitKAltwegUniBEManuFriederich26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0420220705PortraitKAltwegUniBEManuFriederich26-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>Kathrin Altwegg, Astrophysikerin, assoziierte Professorin an der Universität Bern, Projektleiterin des Massenspektrometers Rosina und ehemalige Direktorin des Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern. © Manu Friederich</figcaption></figure>



<p>Die Astrophysikerin Prof. em. Dr. Kathrin Altwegg, Hauptverantwortliche für das ROSINA-Instrument und Mitautorin der neuen Studie, sagt: «Aufgrund der extrem staubigen Bedingungen musste sich die Raumsonde auf eine sichere Distanz von etwas mehr als 200 km über der Kometenoberfläche zurückziehen, damit die Instrumente unter stabilen Bedingungen arbeiten konnten.» So war es möglich, Teilchen aufzuspüren, die aus mehr als einer Handvoll Atome bestehen und die zuvor im Kometenstaub verborgen geblieben waren.</p>



<p>Die Interpretation der komplexen ROSINA-Daten ist eine Herausforderung. Dem Berner Forschungsteam ist es jedoch gelungen, eine Reihe komplexer organischer Moleküle zu identifizieren, die bisher noch nie in einem Kometen nachgewiesen wurden. «Wir haben zum Beispiel Naphthalin gefunden, das für den charakteristischen Geruch von Mottenkugeln verantwortlich ist. Auch fanden wir Benzoesäure, ein natürlicher Bestandteil von Weihrauch. Und wir identifizierten Benzaldehyd, das weithin verwendet wird, um Lebensmitteln ein Mandelaroma zu verleihen und viele weitere Moleküle», erklärt die Chemikerin des ROSINA-Teams Nora Hänni. Diese komplexen organischen Stoffe würden den Geruch von Chury offenbar noch vielfältiger als bisher angenommen machen, aber auch angenehmer, so Hänni.</p>



<p>Abgesehen von wohlriechenden Molekülen wurden im organischen Haushalt von Chury auch viele mit sogenannter präbiotischer Funktionalität identifiziert (zum Beispiel Formamid). Solche Verbindungen sind wichtige Zwischenstufen bei der Synthese von Biomolekülen (zum Beispiel Zucker oder Aminosäuren). «Es scheint deshalb wahrscheinlich, dass einschlagende Kometen – als wesentliche Lieferanten von organischem Material – auch zur Entstehung von kohlenstoffbasiertem Leben auf der Erde beigetragen haben», erklärt Hänni.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0320220705PortraitNHaenniUniBE2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0320220705PortraitNHaenniUniBE26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dr. Nora Hänni Physikalisches Institut, Weltraumforschung und Planetologie (WP) (Bild: Universität Bern / zvg)</figcaption></figure>



<p><strong>Ähnliche organische Stoffe in Saturn und Meteoriten</strong><br>Neben der Identifizierung einzelner Moleküle führten die Forschenden auch eine detaillierte Charakterisierung des gesamten Ensembles komplexer organischer Moleküle im Kometen Chury durch, um ihn in den größeren Kontext des Sonnensystems einordnen zu können. Parameter wie die durchschnittliche Summenformel dieses organischen Materials oder die durchschnittliche Bindungsgeometrie der darin enthaltenen Kohlenstoffatome sind für diverse wissenschaftliche Bereiche von Bedeutung, von der Astronomie bis zur Sonnensystemforschung.</p>



<p>«Es hat sich herausgestellt, dass der komplexe organische Haushalt von Chury im Durchschnitt identisch ist mit dem löslichen Teil der organischen Materie von Meteoriten», erklärt Hänni und ergänzt: «Starke Ähnlichkeiten gibt es – abgesehen von der relativen Menge der Wasserstoffatome – auch zum organischen Material, das auf Saturn von seinem innersten Ring herabregnet, wie es mit dem INMS-Massenspektrometer an Bord der NASA-Raumsonde Cassini nachgewiesen wurde», erklärt Hänni.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0520220705PortraitSWampflerUniBE15.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0520220705PortraitSWampflerUniBE26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Prof. Dr. Susanne Wampfler, Center for Space and Habitability (CSH) (Bild: Vera Knöpfel)</figcaption></figure>



<p>«Wir finden nicht nur Ähnlichkeiten zu den organischen Reservoirs im Sonnensystem, sondern viele der organischen Moleküle von Chury sind auch in Molekülwolken, den Geburtsstätten neuer Sterne, vorhanden», so Prof. Dr. Susanne Wampfler, Astrophysikerin am Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern und Mitautorin der Publikation. «Unsere Ergebnisse sind konsistent mit dem Szenario eines gemeinsamen präsolaren Ursprungs der verschiedenen organischen Reservoirs des Sonnensystems und bestätigen, dass Kometen tatsächlich Material aus der Zeit lange vor der Entstehung unseres Sonnensystems enthalten,» so Wampfler abschließend.</p>



<p><strong>Publikation</strong><br>N. Hänni, K. Altwegg, M. Combi, S. A. Fuselier, J. De Keyser, M. Rubin, and S. F. Wampfler: Identification and characterization of a new ensemble of cometary organic molecules, Nature Communications,13, 3639 (2022). DOI : 10.1038/s41467-022-31346-9.<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41467-022-31346-9" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41467-022-31346-9</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12228.msg534393#msg534393" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Rosetta &#8211; wissenschaftliche Instrumente und Ergebnisse</a></li></ul>
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		<title>ESA: Bürgerforschungsprojekt zu Rosetta-Bildern</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-buergerforschungsprojekt-zu-rosetta-bildern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2022 10:18:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ESA und Zooniverse haben Anfang Mai den „Rosetta Zoo“ präsentiert, ein Bürgerforschungsprojekt, das Freiwillige zu einer kosmischen Variante des Spiels „Finde den Unterschied“ einlädt. Sie können mithilfe der von der ESA-Mission Rosetta gesammelten Bilder den Wissenschaftler*innen bei der Untersuchung helfen, wie sich die Oberfläche eines Kometen entwickelt, während er um die Sonne kreist. Eine Information [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">ESA und Zooniverse haben Anfang Mai den „Rosetta Zoo“ präsentiert, ein Bürgerforschungsprojekt, das Freiwillige zu einer kosmischen Variante des Spiels „Finde den Unterschied“ einlädt. Sie können mithilfe der von der ESA-Mission Rosetta gesammelten Bilder den Wissenschaftler*innen bei der Untersuchung helfen, wie sich die Oberfläche eines Kometen entwickelt, während er um die Sonne kreist. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA 11. Mai 2022.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ApproachingperihelionESARosettaMPSforOSIRISTeam2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ApproachingperihelionESARosettaMPSforOSIRISTeam600.jpg" alt=""/></a><figcaption>Rosetta-Bilder von Komet 67P kurz vor dem Perihel. (Bild:<br>ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Rosetta umkreiste zwischen 2014 und 2016 über zwei Jahre lang den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Die Raumsonde untersuchte den Kometen aus nächster Nähe und sammelte dabei einzigartige Daten, um einige der faszinierendsten Geheimnisse über die Entstehung und Entwicklung unseres Sonnensystems zu lüften. Auf halbem Weg der Forschungsreise von Rosetta näherte sich der Komet der Sonne – ein Moment, der als „Perihel“ bekannt ist. Der Komet 67P hat sich nach diesem geringsten Abstand von unserem Stern von etwa 186 Millionen km wieder entfernt. Dies hatte zur Folge, dass seine Oberfläche im Laufe der Rosetta-Mission auf unterschiedliche Weise beleuchtet wurde.</p>



<p>Rosetta konnte auf dem Kometen 67P viele Oberflächenveränderungen beobachten: vom beeindruckenden Einsturz von Klippen und der Bildung von Gruben bis hin zu sich entwickelnden Staubmustern und rollenden Felsbrocken. Die Wissenschaftler*innen wollen diese Veränderungen nutzen, um den detaillierten Mechanismus zu untersuchen, durch den ein Komet seine äußeren Schichten abwirft, wenn das Sonnenlicht das Eis und den Staub um den Kern herum erhitzt.</p>



<p>Aufgrund der enormen Anzahl von Oberflächenveränderungen ist es jedoch eine äußerst komplexe Aufgabe, diese zu erfassen. Die Wissenschaftler*innen brauchen also Hilfe.</p>



<p><strong>Gigantische Datenmengen brauchen eine gigantische Anzahl von Augen</strong><br>„Das für Wissenschaftler*innen und die Öffentlichkeit frei zugängliche Rosetta-Archiv enthält eine gewaltige Menge an Daten, die von dieser außergewöhnlichen Mission gesammelt wurden und nur teilweise erforscht sind“, sagt Bruno Merín, Leiter des ESAC Science Data Centre der ESA in der Nähe von Madrid, Spanien.</p>



<p>„Astrofotograf*innen und Raumfahrtenthusiast*innen haben in den letzten Jahren spontan Veränderungen und Anzeichen von Aktivität in den Bildern von Rosetta entdeckt. Bis auf wenige Ausnahmen war es jedoch nicht möglich, diese Ereignisse mit Veränderungen an der Oberfläche in Verbindung zu setzen. Das liegt vor allem daran, dass es an menschlichen Augen fehlt, die den gesamten Datensatz durchsuchen können. Wir brauchen unbedingt mehr Augen!“</p>



<p>Die ESA hat sich deshalb mit Zooniverse zusammengetan, der weltweit größten und beliebtesten Plattform für Forschung, die von Bürgern betrieben wird. Das neue Projekt „Rosetta Zoo“ präsentiert einen besonderen Datensatz: von Rosettas OSIRIS-Kamera aufgenommene Bildpaare, die die Oberfläche des Kometen 67P vor und nach dem Perihel zeigen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RosettaZoocomparisonElMaarryetal2017.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RosettaZoocomparisonElMaarryetal201726.jpg" alt=""/></a><figcaption>Bewegung eines 30 m großen Felsblocks über eine Strecke von rund 140 m. (Bild: El-Maarry et al. (2017))</figcaption></figure></div>



<p>Freiwillige sind eingeladen, sich Bilder von ungefähr derselben Region nebeneinander anzuschauen und eine Vielzahl von Veränderungen zu erkennen, vom großflächigen Staubtransport bis hin zu Kometenbrocken, die sich bewegt haben oder sogar verschwunden sind. Hierzu muss man manchmal ein paar Mal heran- oder wegzoomen oder die Bilder drehen, um Veränderungen in verschiedenen Maßstäben festzustellen und den ikonischen Kometen hautnah zu erleben.</p>



<p>„Bei der Komplexität der Bilder ist das menschliche Auge viel besser in der Lage, kleine Veränderungen zwischen den Bildern zu erkennen als automatisierte Algorithmen“, erklärt Sandor Kruk, Postdoktorand am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in der Nähe von München, der das Projekt während seines Forschungsstipendiums bei der ESA vor ein paar Jahren geplant und begonnen hat.</p>



<p>„Die OSIRIS-Bilder sind bereits seit einiger Zeit in den Archiven öffentlich zugänglich, aber viele Bilder wurden noch nicht auf Veränderungen der Kometenoberfläche hin ausgewertet. Deshalb haben wir uns entschieden, dieses Bürgerforschungsprojekt ins Leben zu rufen und Freiwillige zu bitten, Rosetta-Bilder von 67P zu untersuchen. Wir hoffen, dass angesichts der Begeisterung, die Rosetta während der Mission ausgelöst hat, viele Menschen an diesem Projekt teilnehmen werden, um die Wissenschaftler*innen bei der Analyse der von Rosetta erzeugten Daten zu unterstützen.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RosettaZoocomparisonESAZooniverse2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RosettaZoocomparisonESAZooniverse26.jpg" alt=""/></a><figcaption>2014 und 2016. (Bild: ESA/Zooniverse)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Mithilfe der Bürger*innen wird unser Verständnis des Sonnensystems besser </strong><br>Dank der visuellen Untersuchung vieler Freiwilliger wird das Projekt Karten von Veränderungen und aktiven Bereichen auf der Oberfläche des Kometen mit Etiketten für jede Art von Veränderung erstellen. Die Wissenschaftler*innen können dann die Aktivität des Kometen mit den Veränderungen auf seiner Oberfläche abgleichen und neue Modelle ausarbeiten, um die Physik der Kometenaktivität mit den beobachteten Veränderungen wie verschobenen Felsbrocken oder eingestürzten Klippen zu verbinden.</p>



<p>Wer sich durch die Bilder von Rosetta durcharbeitet und „Finde den Unterschied“ spielt, kann dabei helfen, unser Verständnis von Kometen und dem Sonnensystem als Ganzes zu erweitern. Das Projekt bietet jedoch beiden Seiten Vorteile: Wir hoffen, dass wir durch die Öffnung dieser Daten für die Öffentlichkeit die Transparenz unserer Arbeit verbessern, das Engagement der Bevölkerung in der wissenschaftlichen Forschung erhöhen können und stärkere Verbindungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft schaffen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RosettaatCometlandscapeESAATGmedialabRosettaNavcam2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RosettaatCometlandscapeESAATGmedialabRosettaNavcam26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Rosetta und die Philae-Landeeinheit mit Komet 67P. (Bild:<br>ESA/ATG medialab; Comet image: ESA/Rosetta/Navcam)</figcaption></figure></div>



<p>Alle können Rosetta Zoo kostenlos online nutzen, ohne sich anzumelden, eine App oder ein Programm zu installieren oder über wissenschaftliche Vorkenntnisse zu verfügen. Finden Sie die Unterschiede zwischen so vielen oder so wenigen Bildpaaren, wie Sie gerade Zeit haben – egal, ob es fünf Minuten beim Warten auf den Bus sind oder regelmäßige Kometen-Erkundungs-Abende.</p>



<p>Wie sieht ein primitiver Komet aus? Das weiß niemand, aber dank der Hilfe von Freiwilligen können wir herausfinden, wie sich Kometen heute entwickeln, und die physikalischen Faktoren verstehen, die diese Veränderungen bewirken. Dann können wir den Film der Kometenentwicklung bis zum Ursprung des Sonnensystems zurückspulen“, fügt Planetenforscher Jean-Baptiste Vincent vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin hinzu.</p>



<p><strong>Links:</strong><br>Rosetta Zoo (Englisch/Italienisch): <a href="https://www.zooniverse.org/projects/ellenjj/rosetta-zoo" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.zooniverse.org/projects/ellenjj/rosetta-zoo</a><br>Zooniverse: <a href="https://www.zooniverse.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.zooniverse.org/</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13942.msg532500#msg532500" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">OSIRIS Foto</a></li></ul>
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		<title>Komet Leonard: Himmelsschauspiel fürs Fernglas</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Dec 2021 16:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
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		<category><![CDATA[C/2021 A1]]></category>
		<category><![CDATA[Haus der Astronomie Heidelberg]]></category>
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		<category><![CDATA[Schweifstern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sternfreund*innen freuen sich schon das ganze Jahr darauf: In den nächsten Tagen ist der Komet C/2021 A1 Leonard am Morgenhimmel zu beobachten. Um ihn zu sehen, benötigt man ein Fernglas und muss über dem Osthorizont an die richtige Stelle schauen. Die beste Beobachtungszeit ist zwischen 6 und 7 Uhr. Eine gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Sternfreund*innen freuen sich schon das ganze Jahr darauf: In den nächsten Tagen ist der Komet C/2021 A1 Leonard am Morgenhimmel zu beobachten. Um ihn zu sehen, benötigt man ein Fernglas und muss über dem Osthorizont an die richtige Stelle schauen. Die beste Beobachtungszeit ist zwischen 6 und 7 Uhr. Eine gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Vereinigung der Sternfreunde (VdS), Haus der Astronomie Heidelberg.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeonardVdS2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeonardVdS26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Aufsuchkarte für Komet Leonard am Morgenhimmel. (Grafik: Vereinigung der Sternfreunde/www.sternfreunde.de)</figcaption></figure></div>



<p>8. Dezember 2021 &#8211; Er war die erste Kometenentdeckung des Jahres: Bereits am 3. Januar 2021 konnte Gregory J. Leonard am Mount Lemmon-Observatorium in den USA ein schwaches, sich langsam bewegendes Objekt aufspüren. Einige Zeit später wurde allerdings klar, dass sich dieser Komet noch weit von der Sonne entfernt befindet und erst Ende des Jahres seine größte Helligkeit erreichen wird. Dann nähert er sich der Sonne weiter an und verschwindet anschließend wieder in den Tiefen des Weltraums.</p>



<p>Amateurastronom*innen beobachten „Leonard“ aufmerksam, denn er versprach ein nettes Schauspiel in der ersten Dezemberhälfte zu werden. Bislang wurden sie nicht enttäuscht, denn der Komet entwickelt sich wie vorgesehen und konnte bereits mit seinem Schweif fotografiert und mit dem Fernglas gesehen werden.</p>



<p>Für ein helles Spektakel wird dieser Schweifstern allerdings nicht sorgen. Bis zum 12. Dezember steigert sich seine Helligkeit so weit, dass man ihn unter dunklem Himmel gerade so mit bloßem Auge als lichtschwaches Pünktchen sehen können wird. Mit einem Fernglas oder Fernrohr ist Leonard aber ein leichtes Ziel und besonders für Astrofotograf*innen ein lohnendes Motiv.</p>



<p>Der Komet steigt am Morgenhimmel über dem östlichen Horizont auf, kommt mit zunehmender Helligkeit der Sonne jedoch Tag für Tag näher. Bis zum 12. Dezember wird es ein Ringen mit dem Wetter und der Morgendämmerung – mit jedem Tag nimmt Leonard etwas an Helligkeit zu, steht aber immer tiefer und verschwindet bald im Morgengrauen. Am 12. Dezember erreicht er auch seine geringste Entfernung zur Erde – mit etwa 34 Millionen Kilometern (etwa 100 Monddistanzen) bleibt er dabei aber in respektablem Abstand.</p>



<p>Anschließend zieht der Komet schnell in Richtung Südhimmel, allenfalls in der hellen Abenddämmerung können Beobachter von Mitteleuropa aus über dem Südwesthorizont noch einmal ihr Glück versuchen. Seinen geringsten Abstand zur Sonne wird Leonard exakt ein Jahr nach seiner Entdeckung erreichen: am 3. Januar 2022.</p>



<p>Dieser Besuch des Kometen Leonard ist kein auffälliges Himmelsereignis, aber er wird für uns der einzige sein. Nachdem er die Sonne in weitem Bogen umrundet hat, zieht der eisige Schutthaufen seine Bahn in die Weiten des Weltalls und wird den Prognosen nach nie wieder in unser Sonnensystem zurückkehren.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=911.msg523939#msg523939" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Himmelsschauspiel</a></li></ul>
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		<title>Solar Orbiter und der Komet ATLAS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/solar-orbiter-und-der-komet-atlas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2020 09:56:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Solar Orbiter der ESA wird in den nächsten Tagen durch die Schweife des Kometen ATLAS fliegen. Obwohl die kürzlich gestartete Raumsonde zu diesem Zeitpunkt noch keine wissenschaftlichen Daten sammeln sollte, haben die Experten der Mission sichergestellt, dass die vier wichtigsten Instrumente während dieser einzigartigen Begegnung eingeschaltet sind. Eine Pressemitteilung der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Solar Orbiter der ESA wird in den nächsten Tagen durch die Schweife des Kometen ATLAS fliegen. Obwohl die kürzlich gestartete Raumsonde zu diesem Zeitpunkt noch keine wissenschaftlichen Daten sammeln sollte, haben die Experten der Mission sichergestellt, dass die vier wichtigsten Instrumente während dieser einzigartigen Begegnung eingeschaltet sind. Eine Pressemitteilung der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA.</p>



<p>Der Solar Orbiter wurde am 10. Februar 2020 gestartet. Abgesehen von einer kurzen Unterbrechung aufgrund der Coronavirus-Pandemie, haben Wissenschaftler und Ingenieure seither eine Reihe von Tests durchgeführt und nach und nach alle Instrumente in Betrieb genommen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/SolarOrbiterArtesatg15.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/SolarOrbiterArtesatg26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Solar Orbiter der Sonne zugewandt &#8211; künstlerische Darstellung<br>(Bild: ESA / ATG medialab)</figcaption></figure></div>



<p>Das Fertigstellungsdatum für diese Phase wurde auf den 15. Juni festgelegt, so dass die Raumsonde zwei Tage später für ihren ersten Nahvorbeiflug an der Sonne – dem Perihel – voll funktionsfähig sein könnte. Aufgrund der Entdeckung der zufälligen Begegnung mit dem Kometen hat die Dringlichkeit aber zugenommen.</p>



<p>Ein zufälliger Flug durch den Schweif eines Kometen ist ein seltenes Ereignis auf einer Weltraummission und hat nach Kenntnis der Wissenschaft bislang erst sechs Mal bei Missionen stattgefunden, die sich nicht speziell auf Kometenjagd befanden. All diese Begegnungen wurden erst nach dem Ereignis anhand der Daten der Raumsonde entdeckt. Der bevorstehende Durchflug des Solar Orbiter ist der erste, der bereits im Vorfeld erwartet wird.</p>



<p>Erkannt wurde das bevorstehende Ereignis von Geraint Jones vom UCL Mullard Space Science Laboratory in Großbritannien, der solche Begegnungen bereits seit 20 Jahren erforscht. Er entdeckte die erste zufällige Durchquerung eines Kometenschweifs im Jahr 2000, als er eine seltsame Anomalie in den Daten untersuchte, die 1996 von Ulysses, der Raumsonde der ESA und der NASA zur Erforschung der Sonne, aufgezeichnet worden waren. Diese Untersuchung ergab, dass die Raumsonde den Schweif des Kometen Hyakutake, auch bekannt als ‘der Große Komet von 1996’, durchquert hatte. Kurz nachdem dies bekannt geworden war, flog Ulysses auch durch den Schweif eines zweiten und schließlich 2007 eines dritten Kometen.</p>



<p>Als Jones Anfang des Monats erkannte, dass der Solar Orbiter in nur wenigen Wochen 44 Millionen Kilometer vom Kometen C/2019 Y4 (ATLAS) entfernt sein würde, informierte er unverzüglich das ESA-Team.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/SolOInstrumESASPoletti15.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/SolOInstrumESASPoletti26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Solar Orbiter Instrumente<br>(Bild: ESA &#8211; S. Poletti)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Bonusmaterial für die Wissenschaft</strong><br>Der Solar Orbiter ist mit einem Satz von 10 In-situ- und Fernerkundungs-Instrumenten ausgestattet, um den Sonnenwind, den stetigen Strom geladener Teilchen, den die Sonne in den Weltraum freisetzt, zu untersuchen. Die vier In-situ-Instrumente eignen sich zufällig auch perfekt für die Erkennung der Kometenschweife, da sie die Bedingungen rund um die Raumsonde messen und so Daten über die Staubpartikel und die elektrisch geladenen Teilchen, die der Komet ausstößt, liefern könnten. Diese Emissionen bilden die zwei Schweife des Kometen: den Staubschweif, der in der Kometenbahn zurückbleibt, und den Ionenschweif, der immer von der Sonne weggerichtet ist.</p>



<p>Der Solar Orbiter wird vom 31. Mai bis 01. Juni den Ionenschweif und am 6. Juni den Staubschweif des Kometen ATLAS durchqueren. Wenn der Ionenschweif dicht genug ist, könnte das Magnetometer (MAG) des Solar Orbiter die Variation des interplanetaren Magnetfelds aufgrund seiner Wechselwirkung mit den Ionen im Kometenschweif erkennen, während der Sonnenwind-Plasma-Analysator (Solar Wind Plasma Analyser &#8211; SWA) einige der Schweifpartikel direkt erfassen könnte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/AnatomyofcometInfographESA15.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/AnatomyofcometInfographESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Anatomie eines Kometen &#8211; Infografik<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Wenn der Solar Orbiter den Staubschweif kreuzt, ist es je nach seiner Dichte – die äußerst schwer vorherzusagen ist – möglich, dass ein oder mehrere winzige Staubpartikel mit einer Geschwindigkeit von mehreren Dutzend Kilometern pro Sekunde auf die Raumsonde treffen. Zwar besteht hierdurch kein signifikantes Risiko für das Raumfahrzeug, die Staubteilchen selbst werden jedoch beim Aufprall verdampfen und winzige Wölkchen aus elektrisch geladenem Gas oder Plasma bilden, die vom Radio- und Plasmawellen-Instrument (Radio and Plasma Waves &#8211; RPW) erfasst werden könnten.</p>



<p>„Eine unerwartete Begegnung wie diese bietet einer Mission einzigartige Chancen und Herausforderungen – und das ist auch gut so! Chancen wie diese sind Teil des Abenteuers der Wissenschaft“, meint Günther Hasinger, ESA-Direktor für Wissenschaft.</p>



<p>Eine dieser Herausforderungen bestand darin, dass die Instrumente wegen der Inbetriebnahme wahrscheinlich nicht alle rechtzeitig bereit sein würden. Dank des besonderen Einsatzes der Instrumenten-Teams und des Mission Operations Teams der ESA werden nun alle vier In-situ-Instrumente eingeschaltet sein und Daten sammeln, auch wenn die Instrumente zu bestimmten Zeiten wieder in den Inbetriebnahmemodus geschaltet werden müssen, um sicherzustellen, dass der Termin am 15. Juni eingehalten wird.</p>



<p>„Mit diesen Einschränkungen sind wir für alles gerüstet, was uns der Komet ATLAS mitzuteilen hat“, erklärt Daniel Müller, ESA-Projektwissenschaftler für Solar Orbiter.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/HubblebreakupcometATLASNASAESADJewittUCLAQYeUofMCCBY4015.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/HubblebreakupcometATLASNASAESADJewittUCLAQYeUofMCCBY4026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hubble fängt das Auseinanderbrechen des Kometen ATLAS ein.<br>(Bild: NASA, ESA, D. Jewitt (UCLA), Q. Ye (University of Maryland); CC BY 4.0)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Erwarte das Unerwartete</strong><br>Eine weitere Herausforderung stellt das Verhalten des Kometen dar. Der Komet ATLAS wurde am 28. Dezember 2019 entdeckt. Während der darauffolgenden Monate wurde er immer heller und Astronomen hatten gehofft, dass er im Mai mit bloßem Auge sichtbar sein würde.</p>



<p>Doch leider zerbrach der Komet Anfang April in mehrere Teile, was dazu führte, dass er deutlich an Helligkeit verlor und die Hoffnungen der Himmelsbeobachter schwanden. Eine weitere Fragmentierung Mitte Mai verkleinerte den Kometen noch weiter, so dass sich die Wahrscheinlichkeit, dass er vom Solar Orbiter erkannt wird, verringert hat.</p>



<p>Geraint Jones ist der Ansicht, dass sich der Aufwand dennoch lohnt, obwohl die Chancen auf Entdeckung gesunken sind. „Bei jeder Begegnung mit einem Kometen erfahren wir mehr über diese faszinierenden Objekte. Wenn der Solar Orbiter die Anwesenheit des Kometen ATLAS entdeckt, erfahren wir mehr darüber, wie Kometen mit dem Sonnenwind interagieren, und können zum Beispiel prüfen, ob unsere Erwartungen an das Verhalten des Staubschweifes mit unseren Modellen übereinstimmen“, erklärt er. „Alle Missionen, bei denen Begegnungen mit Kometen stattfinden, liefern Teile des Puzzles.“</p>



<p>Geraint Jones ist leitender Wissenschaftler der künftigen ESA-Mission Comet Interceptor, einer dreiteiligen Raumsonde, deren Start für 2028 geplant ist. Sie wird sehr nahe an einem Kometen vorbeifliegen, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unbekannt ist. Ein geeigneter Komet wird zu einem späteren Zeitpunkt, der näher am Starttermin (oder sogar danach) liegt, erst noch von den Wissenschaftlern ausgewählt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/SolOjourneyaroundSunESASPoletti15.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/SolOjourneyaroundSunESASPoletti26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Solar Orbiter: Reise um die Sonne<br>(Bild: ESA &#8211; S. Poletti)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Erforschung der Sonne</strong><br>Der Solar Orbiter umkreist derzeit unseren Mutterstern zwischen den Orbits von Venus und Merkur, wobei das erste Perihel für den 17. Juni geplant ist, mit einem Abstand von ca. 77 Millionen Kilometern von der Sonne. In den kommenden Jahren wird der Solar Orbiter in etwa 42 Millionen Kilometern Entfernung von der Sonne – im Orbit des Merkurs – seine Umlaufbahn erreicht haben. Der Komet ATLAS ist bereits dort und nähert sich seinem Perihel mit einem Abstand von etwa 37 Millionen Kilometern von der Sonne, das für den 31. Mai erwartet wird.</p>



<p>„Diese Durchquerung eines Kometenschweifs ist auch deshalb so aufregend, weil sie zum ersten Mal in einer derart geringen Entfernung von der Sonne stattfinden wird, wobei sich der Kometenkern innerhalb der Umlaufbahn des Merkurs befindet“, sagt Yannis Zouganelis, stellvertretender ESA-Projektwissenschaftler für Solar Orbiter.</p>



<p>Das Verständnis der Staubumgebung in der innersten Region des Sonnensystems ist eines der wissenschaftlichen Ziele des Solar Orbiter.</p>



<p>„Sonnennahe Kometen wie der Komet ATLAS sind Quellen von Staub in der inneren Heliosphäre, deshalb wird diese Studie nicht nur dazu beitragen, den Kometen, sondern auch die Staubumgebung unseres Zentralgestirns besser zu verstehen“, ergänzt Yannis Zouganelis.</p>



<p>Der Blick auf ein eisiges Objekt statt auf die sengende Sonne ist sicherlich eine aufregende – und unerwartete – Möglichkeit für den Solar Orbiter zu Beginn seiner wissenschaftlichen Mission. Aber so funktioniert nun einmal die Wissenschaft.</p>



<p>„Wissenschaftliche Entdeckungen beruhen auf guter Planung und glücklichem Zufall. In den drei Monaten seit dem Start der Mission hat das Solar Orbiter-Team bereits bewiesen, dass es auf beides vorbereitet ist“, so Daniel Müller.</p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
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</ul>



<p></p>
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		<title>Himmel-Aktuell: Die Perseiden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/himmel-aktuell-die-perseiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jul 2017 21:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Perseiden]]></category>
		<category><![CDATA[Perseus]]></category>
		<category><![CDATA[Schiaparelli]]></category>
		<category><![CDATA[Sternschnuppen]]></category>
		<category><![CDATA[Swift-Tuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jedes Jahr in der Zeit von Mitte Juli bis etwa zum 24. August sind sie am Himmel zu beobachten, die Perseiden. Ein Sternschnuppenregen der ohne technische Hilfsmittel in sternklaren Nächten beobachtet werden kann. Ein Beitrag von Thomas Geuking. Quelle: Thomas Geuking / NAA Nürnberg Ursache für das himmlische Schauspiel ist der Komet Swift-Tuttle, der rund [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Jedes Jahr in der Zeit von Mitte Juli bis etwa zum 24. August sind sie am Himmel zu beobachten, die Perseiden. Ein Sternschnuppenregen der ohne technische Hilfsmittel in sternklaren Nächten beobachtet werden kann.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Geuking</a>.   Quelle: Thomas Geuking / NAA Nürnberg</p>



<p>Ursache für das himmlische Schauspiel ist der Komet Swift-Tuttle, der rund 133 Jahre für einen Umlauf auf einer elliptischen Bahn um die Sonne benötigt. Ihn werden wir erst im Jahre 2126 wieder am Nachthimmel beobachten können, seine Staubspur kreuzen wir Jahr für Jahr. Bei jedem Umlauf um die Sonne verliert der Komet Materie. Er besteht aus Staub, Gasen und gefrorenem Wasser und jedes Mal wenn er sich der Sonne nähert taut er ein wenig auf. Das Eis verdampft in der Sonne und setzt den Staub frei.</p>



<p>Kreuzt die Erde die Staubspur des Kometen kommt es zu einem Sternschnuppenregen. Die Staubteilchen treffen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre und verglühen. Dabei sind sie viel zu klein um die Erdoberfläche zu erreichen, weshalb sie ein schönes aber ungefährliches Himmelsschauspiel sind.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/19915345743_be6ef38904_z1.jpg" alt=""/><figcaption>Leuchtspur am Nachthimmel<br>(Bild: Wolfgang Fürstenhöfer (Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft NAA)</figcaption></figure></div>



<p>Ihren Namen verdanken die Perseiden ihrer scheinbaren Herkunft, dem Sternbild Perseus am nördlichen Nachthimmel.</p>



<p>Der italienische Astronom Giovanni Schiaparelli entdeckte den Zusammenhang zwischen der Umlaufbahn des Kometen und dem Auftreten des Sternschnuppenregens im August.</p>



<p>Dabei erzeugen die Perseiden einen kräftigen Schauer mit durchaus 100 Sternschnnuppen pro Stunde. Ihren Höhepunkt erreicht dieser meistens um den 12. August eines jeden Jahres. Im Jahr 2017 haben wir leider am 7. August Vollmond, so dass der Mond mit seinem hellen Licht die Beobachtung der Perseiden erschweren wird.</p>



<p>Zu beobachten sind die Perseiden ohne technische Hilfsmittel mit freiem Auge, wenn das Wetter mitspielt. Astrofotografen benötigen eine Kamera mit Stativ und der Möglichkeit für Langzeitbelichtungen. Als Objektiv ist ein Weitwinkel empfehlenswert, um einen größeren Himmelsausschnitt zu erfassen. Die Sternschnuppen erscheinen dann als hell leuchtende Spur am Himmel wie unser Beispielfoto zeigt.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=911.msg399659#msg399659" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Himmelsschauspiel</a></li></ul>
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		<title>Veränderungen auf Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/veraenderungen-auf-komet-67p-tschurjumow-gerasimenko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2017 21:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Komet 67P]]></category>
		<category><![CDATA[Osiris-Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=7924</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach der Landung der Sonde Rosetta auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko ging für die Wissenschaftler die Arbeit mit der Untersuchung und Auswertung der Aufnahmen der OSIRIS-Kamera weiter. Jetzt wurde ein Teil der Ergebnisse dieser Forschung veröffentlicht. Ein Beitrag von Gertrud Felber &#38; Axel Orth. Quelle: ESA/Rosetta/MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA und NASA/JPL. Am 30. September 2016 beendete die Kometensonde Rosetta [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach der Landung der Sonde Rosetta auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko ging für die Wissenschaftler die Arbeit mit der Untersuchung und Auswertung der Aufnahmen der OSIRIS-Kamera weiter. Jetzt wurde ein Teil der Ergebnisse dieser Forschung veröffentlicht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Gertrud Felber &amp; Axel Orth. Quelle: ESA/Rosetta/MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA und NASA/JPL.</p>



<p>Am 30. September 2016 beendete die Kometensonde Rosetta die Erforschung des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko mit der <a href="https://www.raumfahrer.net/das-grosse-finale-rosetta-beendet-ihre-mission/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Landung auf dem Kometen</a>, über die Raumfahrer.net berichtete.</p>



<p>Für die Wissenschaftler ging die Arbeit mit der Untersuchung und Auswertung der Aufnahmen der OSIRIS-Kamera von dem Kometen 67P weiter. Jetzt wurde ein Teil der Ergebnisse dieser Forschung veröffentlicht. Die Veränderungen auf dem Komet 67P wurden durch Vorher- und Nachher-Aufnahmen dokumentiert.</p>



<p><strong>Wandernde Steine</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/PIA21565.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/preview_PIA21565.jpg" alt=""/></a><figcaption>Beweglicher Felsbrocken auf dem Kometen<br>(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA</figcaption></figure></div>



<p>Ein 30 Meter breiter Felsbrocken mit einer Masse von ca. 12.700 Tonnen hat sich bis zum Perihelion im August 2015 um 140 Meter auf Komet 67P bewegt, als die Aktivität des Kometen am höchsten war. In beiden Bildern zeigt ein Pfeil auf den Felsbrocken. Im rechten Bild skizziert der gepunktete Kreis die ursprüngliche Lage des Felsens als Referenz.</p>



<p>Die Bewegung könnte auf zwei Arten ausgelöst worden sein. Entweder entkernte sich das Material, auf dem er lag, so dass er rollte, oder ein genügend kraftvoller Ausbruch konnte ihn direkt an den neuen Standort befördern. Es wurden mehrere Ausbruchsereignisse in der Nähe der ursprünglichen Position des Felsbrockens während des Perihels registriert.</p>



<p>Die Bilder wurden von Rosettas OSIRIS-Kamera am 2. Mai 2015 (links) und am 7. Februar 2016 (rechts) mit Auflösungen von 2,3 Meter pro Pixel und 0,8 Meter pro Pixel aufgenommen.</p>



<p><strong>Kollabierende Klippen</strong></p>



<p>Es wurden während Rosettas Mission an mehreren Orten auf dem Kometen 67P kollabierte Klippen identifiziert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Comet_cliff_collapse_in_3D8.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/preview_Comet_cliff_collapse_in_3D8.jpg" alt=""/></a><figcaption>Anaglyphen Bilder der kollabierten Aswan Klippe<br>(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team</figcaption></figure></div>



<p>Die Anaglyphen-Bilder (Rot-Grün-Brille verwenden) zeigen die ca. 134 Meter hohe Aswan-Klippe und das Plateau in der Seth-Region des Kometen 67P nachdem ein Teil der Klippe am 10. Juli 2015 abrutschte. Das zweite Bild wurde am 6. August 2016 aufgenommen und zeigt rechts das helle Wassereis der Klippe nach dem Zusammenbruch.</p>



<p>Das folgende Anaglyphen-Bild zeigt einen Blick auf die Seth Region des Kometen 67P / Tschurjumow-Gerasimenko. Rechts im Vordergrund befindet sich die ca. 134 m hohe Aswan-Klippe mit einem Bruchstück an der Kante, das anschließend am 10.07.2015 abfiel. Der Bruch, der hier zu sehen ist, war 70 m lang und 1 m breit und trennt einen 12 m gegenüber dem Hauptplateau überhängenden Block ab.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Comet_cliff_in_3D3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/preview_Comet_cliff_in_3D3.jpg" alt=""/></a><figcaption>Seth Region mit Aswan-Klippe<br>(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA; M. Pajola)</figcaption></figure></div>



<p>In der Nähe der Mitte des Bildes ist auch eine 220 m breite, 185 m tiefe Grube zu sehen. Das Bild fängt auch die terrassierte Topographie der Seth-Region im Hintergrund und einen kleinen Teil des glatten Halsbereichs des Kometen im Vordergrund ein.</p>



<p>Das Bild wurde ca. 26 km von der Oberfläche des Kometen 67P von der OSIRIS-Kamera von Rosetta am 21.09.2014 aufgenommen. Die Bildskala beträgt 0,5 m / Pixel.</p>



<p>Diese Anaglyphen-Ansicht geht von dem schroffen Vordergrund in Richtung der Aswan-Klippe und dem Plateau in der Seth-Region des Kometen 67P, nachdem einem Teil der Klippe am 10.07.2015 abfiel. Das Bild wurde am 6.08.2016 aufgenommen und zeigt das Wassereis an der hellen Klippe nach dem Zusammenbruch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Comet_cliff_in_3D7-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/preview_Comet_cliff_in_3D7.jpg" alt=""/></a><figcaption>Aswan-Klippe und das Plateau in der Seth-Region<br>(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA; M. Pajola)</figcaption></figure></div>



<p>Das Bild wurde 6,4 km über der Oberfläche des Kometen mit der OSIRIS-Kamera von Rosetta aufgenommen. Die Bildskala beträgt 0,12 m / Pixel.</p>



<p>Das letzte Übersichtsbild zeigt die vorgenannten und weitere Veränderungen, die in hochauflösenden Bildern vom Kometen 67P während der mehr als zwei Jahren andauernden Überwachung durch Rosetta identifiziert wurden. Die ungefähre Lage jedes Merkmals ist auf den zentralen Kontextbildern markiert. Die Daten, wann die Vorher- und Nachher-Aufnahmen aufgenommen wurden, sind ebenfalls angegeben. Die Ausrichtung und Auflösung zwischen den Bildpaaren kann variieren, die Pfeile wurden in jedem Bild zur Orientierung auf den Ort der Änderungen gesetzt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/PIA21566-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/preview_PIA21566.jpg" alt=""/></a><figcaption>Veränderungen auf 67P/Tschurjumow-Gerasimenko<br>(Bild: ESA/Rosetta/NAVCAM, CC BY-SA 3.0 IGO; all others: ESA/Rosetta/MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Riss im Nacken</strong></p>



<p>Eine weitere Veränderung, die beobachtet werden konnte, betrifft sichtbare Frakturen der Kometenoberfläche und hängt eventuell mit einer leichten Erhöhung der Rotationsrate des Kometen zusammen. Diese Erhöhung könnte ihrerseits auf die Aufwärmung durch die Sonne zurückzuführen sein, wobei der genaue Mechanismus noch nicht ganz klar ist. Schon im August 2014, bei der Annäherung an den Kometen, wurde erstmals ein etwa 500 Meter langer Riss im &#8222;Nacken&#8220; des Kometen gesichtet, der schmalen Region, die den &#8222;Kopf&#8220; und &#8222;Körper&#8220; von Tschuri zusammenhält. Bis Dezember 2014 konnte beobachtet werden, dass sich dieser Riss um etwa 30 Meter verlängert hatte. Im Juni 2016, also schon gegen Ende der Beobachtungszeit durch Rosetta, wurde ein neuer Riss gesichtet, von dem man noch nicht sagen kann, wie lang er tatsächlich ist. Schätzungen gehen von 150 bis 300 Meter aus. Diese Risse werden als Indiz gewertet, dass der Komet eines Tages auseinanderbrechen könnte.</p>



<p>Wir lassen uns gerne von weitere Ergebnisse der Forschungen begeistern, sie werden uns den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko noch näher bringen.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12230.msg389005#msg389005" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Rosetta soll auf ihrem Kometen landen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosetta-soll-auf-ihrem-kometen-landen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2016 16:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Datenrate]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
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		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits im Juni letzten Jahres wurde bei der Missionsverlängerung ein Landungsszenario vorgeschlagen und nimmt seit September immer weiter Form an. Erstellt von Viktoria Schöneich. Quelle: ESA Rosetta und Philae: Ein neuer Blick auf KometenDie Rosetta-Mission, die sicher als eine der ambitioniertesten Missionen der ESA bezeichnet werden darf, hat unser Wissen über Kometen erheblich erweitert. Seit [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Bereits im Juni letzten Jahres wurde bei der Missionsverlängerung ein Landungsszenario vorgeschlagen und nimmt seit September immer weiter Form an.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von Viktoria Schöneich.   Quelle: ESA</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Comet_on_26_July_2015_B_node_full_image_ESA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Comet_on_26_July_2015_B_node_full_image_ESA_260.jpg" alt="Der Komet 67P/Tschurjumov-Gerassimenko am 26. Juli 2015.
(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA )"/></a><figcaption>Der Komet 67P/Tschurjumov-Gerassimenko<br> am 26. Juli 2015.<br>(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/<br>UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA )</figcaption></figure></div>



<p><strong>Rosetta und Philae: Ein neuer Blick auf Kometen</strong><br>Die Rosetta-Mission, die sicher als eine der ambitioniertesten Missionen der ESA bezeichnet werden darf, hat unser Wissen über Kometen erheblich erweitert. Seit sie im August 2014 in den Orbit um 67P/Tschurjumov-Gerassimenko einschwenkte, versorgt sie die Öffentlichkeit mit spektakulären Bildern und die Wissenschaftsgemeinde mit wertvollen Daten. Unter anderem konnten bereits organische Verbindungen auf dem Kometen nachgewiesen werden, sein Magnet- und Gravitationsfeld wurde untersucht und der Periheldurchgang eines Kometen konnte erstmals aus nächster Nähe beobachtet werden. Die vollständige Auswertung der Daten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen und so ist zu erwarten, dass wir auch nach Missionsende neue Erkenntnisse von Rosetta erhalten werden.</p>



<p>Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich die weltweit beachtete Landung von Philae auf dem Kometen. Zwar lief bei diesem Novum der Raumfahrt nicht alles nach Plan, trotzdem konnte auch Philae wertvolle Daten sammeln, bevor ihm der Strom ausging. Es wurde unter anderem gezeigt, dass das Wasser wahrscheinlich nicht von Kometen auf die Erde gebracht wurde.</p>



<p><strong>Wann endet die Mission und warum?</strong><br>Eine Besonderheit von Rosetta ist, dass sie ihre Energie vollständig von ihren Solarzellen bezieht und deshalb eine genügend hohe Sonneneinstrahlung zum Betrieb benötigt. Entfernt sich Rosetta zu weit von der Sonne, muss sie in einen Hibernations-Modus heruntergefahren werden. In diesem Modus befand sie sich bereits von 2011-2014. Jetzt, da der Komet seinen Periheldurchgang hinter sich gebracht hat, entfernt auch er sich weiter von der Sonne. Im September/Oktober 2016 wird die Entfernung schließlich so groß sein, dass Rosetta nicht mehr genügend elektrischen Strom produzieren kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/67P30092016_ESA_full.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/67P30092016_ESA_260.jpg" alt="Die Bahn von Rosetta und 67P (links im Bild)
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Die Bahn von Rosetta und 67P (links im Bild)<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Ein weiteres Problem in diesem Fall ist die Kommunikation mit Rosetta. Ab diesem Herbst wird 67P von der Erde aus gesehen in die Nähe der Sonne rücken und kurzzeitig auch hinter ihr verschwinden. Die große Entfernung zur Erde wird weiterhin zu einer stark reduzierten Datenrate von 22-57 kbit/s führen. Beides zusammen bedeutet, dass der Kontakt mit Rosetta stark eingeschränkt oder unmöglich wird.</p>



<p>Bei diesen Bedingungen stellt sich natürlich die Frage, warum Rosetta nicht einfach wieder in den Winterschlaf versetzt und bei günstigeren Bedingungen geweckt wird. Das Hauptproblem ist hierbei, dass 67P sich weiter von der Sonne entfernen wird, als es auf der Hinreise der Fall war. Die Raumsonde ist also für diesen Kältefall nicht ausgelegt, eine Reaktivierung ist nicht garantiert. Ein weiterer Punkt ist, dass durch die geringe Anziehungskraft von 67P und durch seine unregelmäßige Form zahlreiche Manöver notwendig waren, die viel Treibstoff verbraucht haben. Es ist gut möglich, dass der verbleibende Treibstoff nicht mehr für eine vollwertige Nachfolgemission ausreichen wird. Und schließlich arbeiten die Instrumente nach der Missionsverlängerung im Juni 2015 schon jetzt länger, als es vorgesehen war. Die Gefahr, dass die Instrumente nach einer erfolgreichen Reaktivierung nicht mehr arbeiten können, ist also groß.<br>Aus diesen Gründen hat man sich entschlossen, Rosetta auf ihrem Kometen landen zu lassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landing_near_NASA_full.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landing_near_NASA_260.jpg" alt="Das letzt Bild von NEAR Shoemaker aus ca. 120 m Höhe
(Bild: NASA)"/></a><figcaption>Das letzt Bild von NEAR Shoemaker aus<br> ca. 120 m Höhe<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Rosetta ist nicht der erste Orbiter, der seine Mission auf einem kosmischen Kleinkörper beenden soll. 2001 gelang es der NASA, die Raumsonde NEAR Shoemaker weitgehend unbeschadet auf dem Asteroiden Eros zu landen. Allerdings ist die Landung auf 67P durch sein unregelmäßiges Gravitationsfeld schwieriger, nach Angaben des Science Working Teams sogar komplexer als die Landung von Philae.<br>Innerhalb der nächsten Monate wird Rosetta auf eine immer niedrigere Umlaufbahn um ihren Kometen gebracht, was erst durch die verringerte Aktivität möglich ist. Hierbei wird – neben der Sammlung wissenschaftlicher Daten – auch das Gravitationsfeld in geringer Höhe vermessen, wovon die weitere Planung der Landungstrajektorie abhängt. Man erwartet durch die Unregelmäßigkeiten starke Schwankungen in der Apogäumshöhe und viele aufwändige Bahnmanöver. Zum Ende der Mission wird ein Orbit von lediglich einem Kilometer Höhe angestrebt, von dem aus man sich besonders hochwertige wissenschaftliche Daten verspricht. Nach Abschluss dieser Phase wird Rosetta auf Kollisionskurs gebracht, um am 30.09.2016 auf dem Kometen zu landen.</p>



<p>Während des Abstiegs soll es weiterhin Funkkontakt geben, um Bilder und Messungen, die während des Abstiegs vorgenommen werden, zur Erde zu senden. Beim Aufsetzen von Rosetta wird jedoch damit gerechnet, dass die langen Solarpaneele brechen und die Stromversorgung nur noch für kurze Zeit durch die Akkus erfolgen kann. Weiterhin ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Rosetta, ähnlich wie Philae, schräg zum liegen kommt und ihre High-Gain Antenne nicht mehr auf die Erde richten kann. Bereits eine Abweichung von einem halben Grad an der Erde vorbei würde nach Angaben der ESA zu einem Verlust der Kommunikation führen. Vermutlich werden wir also nach dem Aufsetzen nichts mehr von Rosetta hören.</p>



<p>Unabhängig vom Ausgang dieses Vorhabens wird die Absenkung des Orbits zum Missionsende sicherlich neue Details von 67P offenbaren. Auch ein Foto von Philae auf dem Kometen aus nächster Nähe ist bereits im Gespräch.</p>



<p><strong>Ebenfalls bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13327.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Landung der Orbitersonde Rosetta auf Tschurjumow-Gerassimenko</a></li></ul>
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		<title>Japan: Kleinere Schüssel, bessere Verstärkung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japan-kleinere-schuessel-bessere-verstaerkung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2016 11:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Hayabusa]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Radioteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrtmission]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefraummission]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Japan wird die größte Einzelantenne zur Unterstützung von Tiefraummissionen ersetzt. Die alte Anlage war für die Missionen von Akatsuki und Hayabusa von besonderem Wert. Ein Neubau soll an diese Erfolge anknüpfen. Erstellt von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA, The Yomiuri Shimbun &#8222;The Yomiuri Shimbun&#8220; aus Japan berichtete mit Datum vom 17. Februar 2016, dass die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">In Japan wird die größte Einzelantenne zur Unterstützung von Tiefraummissionen ersetzt. Die alte Anlage war für die Missionen von Akatsuki und Hayabusa von besonderem Wert. Ein Neubau soll an diese Erfolge anknüpfen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.   Quelle: JAXA, The Yomiuri Shimbun</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/centersusuta64mjaxa500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/centersusuta64mjaxa260.jpg" alt="64-Meter-Antenne des UDSC der JAXA, Japan
(Bild: JAXA)"/></a><figcaption>64-Meter-Antenne des UDSC der JAXA, Japan<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;The Yomiuri Shimbun&#8220; aus Japan berichtete mit Datum vom 17. Februar 2016, dass die Antennenanlage der japanischen Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) in Bälde außer Betrieb gehen wird.</p>



<p>Die Anlage des Tiefraum-Zentrums Usuda (Usuda Deep Space Center, <a href="https://global.jaxa.jp/about/centers/udsc/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">UDSC</a>) in Saku in der Präfektur Nagano war für mehr als 30 Jahre im Einsatz, um die Erforschung des Weltraums mit der Abwicklung der Kommunikation mit teilweise weit von der Erde entfernt operierenden japanischen Satelliten und Sonden zu unterstützen.</p>



<p>Mit rund 64 Meter Durchmesser ist der Antennenreflektor der Anlage aktuell der größte in Japan. Seiner Existenz verdankt die JAXA unter anderem das Auffinden der Sonde Hayabusa, nachdem der Kontakt mit ihr abgebrochen war. Der Großreflektor war auch im Einsatz, als <a href="https://www.raumfahrer.net/hayabusa-im-endanflug/" data-wpel-link="internal">Hayabusa im Jahre 2010</a> zur Erde zurückkehrte.</p>



<p>Das Konzept für die Anlage stammt aus dem Jahre 1979. Damals wurde in Japan eine Beteiligung am internationalen Programm zur Erforschung des Kometen <a href="https://www.raumfahrer.net/vor-25-jahren-die-halley-armada-im-anflug/" data-wpel-link="internal">Halley</a> diskutiert. Die Annäherung des Kometen mit einer geringsten Distanz zur Erde 1986 nahm man als Gelegenheit, eine Antennenanlage einzurichten, die zukünftige japanische Missionen zur Erkundung des Alls hervorragend unterstützen würde.</p>



<p>Die für den Bau verantwortliche Arbeitsgruppe unter Leitung des jetzt 88-jährigen Tomonao Hayashi wählte den Standort Usuda (heute Saku) aus einer Liste von zehn untersuchten Plätzen aus, weil die Kombination von Höhenlage, geringer durchschnittlicher Niederschlagsmenge und großer Entfernung zu größeren menschlichen Ansiedlungen die besten Empfangsmöglichkeiten versprach.</p>



<p>Schließlich begannen die Bauarbeiten. Ausreichend dimensionierte Straßen wurden in das ausgewählte Gelände gezogen,und auf rund 1.456 Metern über dem Meer war zunächst Wald zu roden. 1984 war die Anlage fertiggestellt. Investiert hatte man bis zu diesem Zeitpunkt rund 10 Milliarden (10.000.000.000) Yen.</p>



<p>Laut Hayashi war der Bau nur mit Unterstützung durch die lokale Bevölkerung möglich. Immer wieder besuchte Hayashi die Baustelle, wenn es Fragen zu beantworten gab. Unter anderem wurde diskutiert, ob die Antenne zur Kommunikation mit Außerirdischen benötigt würde und ob die Anlage nicht ein bevorzugtes Ziel für Angriffe Fremder darstelle.</p>



<p>Bei der technischen Auslegung der Anlage griffen die Japaner auf Erfahrungen der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (National Aeronautics and Space Administration, NASA) zurück. Der Entwurf ermöglichte eine bis dato in Japan unerreichte Präzision beim Empfang von Signalen aus dem All. Ihre Leistungsfähigkeit konnte die Anlage dann auch im Rahmen der internationalen Halley-Kampagne unmittelbar demonstrieren.</p>



<p>Die Möglichkeiten, die die Anlage bietet, waren es auch, die bei einigen Gelegenheiten Voraussetzung für die Rettung von in Schwierigkeiten geratenen Raumfahrtmissionen darstellte. Als 2005 der <a href="https://www.raumfahrer.net/neues-von-hayabusa/" data-wpel-link="internal">Kontakt mit Hayabusa</a> abgerissen war, gelang es mit Hilfe der Antenne in Saku, rund sechs Wochen nach dem Verbindungsabbruch ein ausgesprochen schwaches Signal der Sonde zu erfassen.</p>



<p>2010 war man dank der Antenne in der Lage, Signale von <a href="https://www.raumfahrer.net/japan-akatsuki-wieder-auf-dem-weg-zur-venus/" data-wpel-link="internal">Akatsuki</a> zu empfangen, die nach einem &#8211; wegen eins technischen Fehlers im Antriebssystem der Sonde &#8211; fehlgeschlagenen Einbremsen in einen Venus-Orbit auf eine nicht geplante Bahn geraten war. Als Akatsuki bei einem zweiten Versuch im Dezember 2015 schließlich einen Orbit um die Venus erreichte, war die Antenne in Saku routinemäßig beteiligt.</p>



<p>Der 57-järige Leiter des UDSC, Zenichi Yamamoto, erklärte, dass er seinen Vorgängern ausgesprochen dankbar ist für deren Weitsicht, den Bau einer leistungsfähigen Antennenanlage zu initiieren, noch bevor eine Erkundung des Weltraums durch Japan ernsthaft begonnen worden war.</p>



<p>Die Auslegungsbetriebsdauer der Anlage von 15 Jahren ist zwischenzeitlich deutlich überschritten, im Falle des Ausfalls von Komponenten ist eine Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit nicht mehr ohne weiteres garantiert. Deshalb beabsichtigt die JAXA, im japanischen Finanzjahr 2019 eine neue, kleinere, aber leistungsfähigere Anlage in Betrieb zu nehmen, mit der auch die Kommunikation auf solchen Frequenzen möglich ist, die erheblich höhere Datenraten erlauben.</p>



<p>Über das Schicksal der aktuellen Anlage ist noch nicht entschieden. Die JAXA würde sie gerne als Reserve behalten. Auch eine Nutzung als Radioteleskop wurde vorgeschlagen. Anwohner sollen dazu aufgerufen haben, von einem Abbau der alten Antennenanlage abzusehen.</p>



<p>Wenn es nach Tomonao Hayashi geht, hat die alte Anlage eine Zukunft. Er freut sich, dass die Anwohner die Anlage zwischenzeitlich liebgewonnen hätten und formuliert: &#8222;Nutzt die Anlage, solange sie nutzbar ist&#8220;.</p>



<p>Der Neubau mit einem Reflektordurchmesser von rund 54 Metern soll nach Angaben der JAXA in einem Waldgebiet auf rund 1.580 Metern über dem Meer in etwa 1,5 Kilometern Abstand im Nordwesten der alten Antenne entstehen.</p>



<p>Man hofft, dass die Raumsonde Hayabusa 2, die sich aktuell auf dem Weg zum Asteroiden Ryugu befindet, bei ihrer Rückkehr zur Erde Ende 2020 die neue Antenne zur Abwicklung der erforderlichen Kommunikation nutzen können wird. Nicht nur ein Einsatz für japanische Missionen ist vorgesehen. Die JAXA will auch Anwendern aus anderen Ländern eine Nutzung ermöglichen.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3437.msg354045#msg354045" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">JAXA</a></li></ul>



<p></p>
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