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	<title>Kometenlander &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Kometenlander &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Rosetta: Bisher nur unregelmäßiger Kontakt zu Philae</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosetta-bisher-nur-unregelmaessiger-kontakt-zu-philae/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2015 12:09:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den vergangenen zwei Wochen konnte durch die Raumsonde Rosetta mehrfach ein Kontakt mit dem Kometenlander Philae hergestellt werden, der die vorherigen sieben Monate auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko in einem durch Energiemangel bedingten Winterschlaf verbrachte. Trotz einer neuer Flugbahn und einer dadurch erreichten Annäherung an die Kometenoberfläche bleiben diese Kontakte bisher jedoch unregelmäßig [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-bisher-nur-unregelmaessiger-kontakt-zu-philae/" data-wpel-link="internal">Rosetta: Bisher nur unregelmäßiger Kontakt zu Philae</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den vergangenen zwei Wochen konnte durch die Raumsonde Rosetta mehrfach ein Kontakt mit dem Kometenlander Philae hergestellt werden, der die vorherigen sieben Monate auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko in einem durch Energiemangel bedingten Winterschlaf verbrachte. Trotz einer neuer Flugbahn und einer dadurch erreichten Annäherung an die Kometenoberfläche bleiben diese Kontakte bisher jedoch unregelmäßig und sind nur von kurzer Dauer.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: DLR, ESA. Vertont von Peter Rittinger</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2015-07-01-48161.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015140913_small_1.jpg" alt="DLR" width="260"/><figcaption>
Der Kometenlander Philae ist aus seinem &#8218;Winterschlaf&#8216; auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko erwacht und sendet wieder &#8211; jedenfalls zeitweise&#8230;
<br>
(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 12. November 2014 erreichte der von der Kometensonde <i>Rosetta</i> mitgeführte Lander <i>Philae</i> nach einer unerwartet &#8218;holprig&#8216; verlaufenden Landung die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt), wo er in den folgenden Tagen mit acht von seinen <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">zehn wissenschaftlichen Instrumenten</a> erfolgreich eine Vielzahl an Messungen durchführte. Am 15. November 2015 waren jedoch die Energievorräte des Landers so weit aufgebraucht, dass dieser sich um 01:36 MEZ in einen &#8218;Schlafmodus&#8216; versetzte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den folgenden sieben Monaten war es den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren trotz mehrerer entsprechender Kampagnen (<a href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-sucht-nach-einem-signal-vom-lander-philae/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a> über die damit verbundene Vorgehensweise) nicht möglich, einen erneuten Kontakt mit <i>Philae</i> zu etablieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Juni 2015 konnte der für die Kommunikation mit <i>Philae</i> zwingend benötigte &#8218;Kometenorbiter&#8216; <i>Rosetta</i> jedoch zur Freude der an der Mission beteiligten Forscher erstmals wieder in Form einer zwar schwachen, aber stabilen Radiotransmission ein Lebenszeichen von seiner Tochtersonde registrieren. Bis zum 19. Juni erfolgten drei Kontakte, in deren Verlauf Telemetriedaten des Landers an das für die Steuerung von <i>Philae</i> zuständige Raumflugkontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)  in Köln übermittelt werden konnten. Die Auswertung dieser Daten zeigte, dass <i>Philae</i> seinen &#8218;Winterschlaf&#8216; offenbar gut überstanden hat, sich in einem guten Allgemeinzustand befindet und betriebsbereit ist (<a href="https://www.raumfahrer.net/kometensonde-rosetta-dritter-kontakt-mit-philae/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bisher nur unregelmäßige und zudem kurze und instabile Kontakte</strong> <br>Insgesamt konnte <i>Rosetta</i> bisher an sieben Tagen &#8211; am 13., 14., 19., 20., 21., 23. und zuletzt am 24. Juni 2015 &#8211; Signale von <i>Philae</i> empfangen. Die entsprechenden Verbindungen waren jedoch immer nur von kurzer Dauer und zudem relativ instabil. Im Rahmen der ersten, am 13. Juni erfolgten und lediglich 85 Sekunden andauernden Kommunikation war es dem Lander möglich, mehr als 300 Datenpakete mit einer Gesamtdatenmenge von 663 kBit via <i>Rosetta</i> an sein Kontrollzentrum auf der Erde zu übermitteln. Die zweite Verbindung am 14. Juni war relativ instabil und dauerte nur wenige Sekunden an, weshalb im Verlauf dieser zweiten Datentransmission auch deutlich weniger Datenpakete die Erde erreichten. Im Rahmen des dritten Kontakts am 19. Juni konnten innerhalb von 19 Minuten zwei jeweils rund zwei Minuten andauernde Funkverbindungen etabliert werden, in deren Verlauf insgesamt 185 weitere Datenpakete von dem Kometenlander empfangen wurden, welche auch aktuelle Telemetriewerte aus der vergangenen Woche enthielten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015140913_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015140913_small_2.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)" width="260"/></a><figcaption>
Der Kometenlander Philae sendet seine Daten zunächst an den Orbiter Rosetta, von wo aus diese an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESTRACK" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">ESTRACK-Kommunikationsnetzwerk</a>
 der ESA beziehungsweise an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a>
 der NASA weitergeleitet werden. Von den jeweiligen Empfangsstationen werden diese Daten zunächst an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESOC" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Raumflugkontrollzentum</a>
 der ESA übermittelt, bevor sie vom ESOC an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Raumfahrtnutzerzentrum#ROSETTA-Lander-Kontrollzentrum" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Lander Control Center</a>
 (LCC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln weitergeleitet werden. Das LCC ist für die Kommandierung und den Betrieb des Kometenlanders zuständig. 
<br>
(Bild: DLR (CC-BY 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits einen Tag später wurden ebenfalls gleich zwei Mal Signale von <i>Philae</i> empfangen. Beide Verbindungen dauerten diesmal allerdings jeweils nur etwa eine Minute an. Auch am 23. Juni meldete sich <i>Philae</i> kurz, konnte aber während des lediglich 20-sekündigen Kontakts keine weiteren Daten transferieren. Bei dem bisher letzten Kontakt am 24. Juni dauerte der Kontakt diesmal zwar 20 Minuten &#8211; die Verbindung war aber ebenfalls nicht stabil, und so sendete <i>Philae</i> insgesamt nur 80 weitere Datenpakete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen diesen Kontakten gab es allerdings auch mehrfach berechnete Kommunikationsfenster, in deren Verlauf keine Verbindung zwischen <i>Philae</i> und <i>Rosetta</i> aufgebaut werden konnte. Auch bei den Überflügen von <i>Rosetta</i> während der letzten Tage, welche in einer Überflughöhe von rund 180 Kilometern über dem <a href="https://www.raumfahrer.net/mission-rosetta-die-suche-nach-philae-dauert-an/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">vermuteten Standort</a> von <i>Philae</i> verliefen, kam trotz der erst am 20. Juni 2015 extra für diese Horchkampagnen veränderten Flugbahn des Kometenorbiters kein erneuter Kontakt zustande. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir benötigen allerdings längere und stabile Kontaktzeiten, um mit <i>Philae</i> &#8211; wie geplant &#8211; wieder wissenschaftlich arbeiten zu können&#8220;, so Michael Maibaum, Systemingenieur am Landerkontrollzentrum des DLR in Köln und stellvertretender Operationsmanager der <i>Philae</i>-Mission.  <br> <strong>Voraussetzungen für Kontakte</strong> <br>Der Komet 67P benötigt für eine vollständige Rotation um seine Achse einen Zeitraum von ziemlich genau 12,4053 Stunden. Somit ergibt sich aufgrund der aktuellen Flugbahn von <i>Rosetta</i> pro Erdtag etwa zwei Mal die theoretische Gelegenheit einer Kontaktaufnahme zwischen dem Orbiter und dem Lander. Allerdings müssen hierzu gleich mehrere Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Zum einen muss der Lander zu den Zeitpunkten, an denen sich mögliche Kommunikationsfenster öffnen, auch tatsächlich in Betrieb sein. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn der für seine Energieversorgung ausschließlich auf das Sonnenlicht angewiesene Lander auch ausreichend von der Sonne beleuchtet wird. Nur dann kann <i>Philae</i> mit seinen Solarpaneelen genügend Energie generieren, um auch eine aktive Kommunikation zu betreiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem müssen die Kommunikationsantennen des Landers und des Orbiters dabei mehr oder weniger direkt aufeinander ausgerichtet sein, wobei zudem eine direkte &#8218;Sichtverbindung&#8216; bestehen muss. <i>Rosettas</i> Antenne kann ohne größeren Aufwand auf den vermuteten Standort des Landers gerichtet werden. Die Antenne von <i>Philae</i> ist jedoch beim Senden und Empfangen von Daten offenbar beeinträchtigt. Sehr wahrscheinlich behindern hier Felsvorsprünge oder Felsgrate auf der Kometenoberfläche, welche sich in der unmittelbaren Umgebung des Landers befinden, die Kommunikation. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berechnungen der an der Mission beteiligten Mitarbeiter haben ergeben, dass sich die Kommunikationsfenster in den vergangenen Tagen pro &#8218;Kometentag&#8216; &#8211; abhängig von der Konstellation zwischen dem Lander und dem Orbiter &#8211; theoretisch für einen Zeitraum von wenigen zehn Minuten bis hin zu maximal drei Stunden öffneten. Optimalerweise müsste <i>Rosetta</i> den Standort des Landers dabei zu einem Zeitpunkt überfliegen, an dem <i>Philae</i> bereits seit längeren dem Licht der Sonne ausgesetzt war und somit über genügend Energie zum Empfangen eines Signals von dem Orbiter verfügt. Des weiteren müsste die zur Verfügung stehende Energie ausreichen, um anschließend selbst Daten an <i>Rosetta</i> zu transferieren. Für einen optimalen und stabilen Datentransfer müsste der Kontakt zwischen <i>Rosetta</i> und <i>Philae</i> über einen Zeitraum von etwa 50 Minuten aufrecht erhalten bleiben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015140913_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015140913_small_3.jpg" alt="ESA, Rosetta, NavCam - CC BY-SA IGO 3.0" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme fertigte die Navigationskamera der Raumsonde Rosetta am 15. Juni 2015 aus einer Entfernung von 207 Kilometern zum Zentrum des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko an. Die dabei erreichte Auflösung liegt bei 17,7 Metern pro Pixel. Der abgebildete Bereich umfasst ein Areal von 18,1 x 18,1 Kilometern. Deutlich sind auf diesem Foto erneut eine Vielzahl an Gas- und Staubjets erkennbar, welche von der Kometenoberfläche entweichen und die eine ernsthafte Gefahr für den Betrieb von Rosetta darstellen könnten. Mittlerweile befindet sich Rosetta auf einer 
<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kometensonde-rosetta-dritter-kontakt-mit-philae/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">neuen Flugbahn</a>
, welche in einem Abstand von jetzt nur noch etwa 180 Kilometern zu der Kometenoberfläche verläuft. Am heutigen Tag begann eine weitere Serie von Flugmanövern, in deren Verlauf sich die Raumsonde der Kometenoberfläche bis zum 30. Juni 2015 auf bis zu 160 Kilometern nähern soll. 
<br>
(Bild: ESA, Rosetta, NavCam &#8211; CC BY-SA IGO 3.0)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gefahren für <i>Rosetta</i></strong> <br>Doch bei diesen Kommunikationsversuchen müssen auch noch andere Umstände berücksichtigt werden, welche eine ernsthafte Gefahr für die Raumsonde <i>Rosetta</i> darstellen könnten. Der zunehmend aktiver werdende Komet 67P schleudert zusammen mit seinen Gas-Fontänen auch große Mengen an Staubpartikel ins All. Diese Partikel sorgten bereits Ende März 2015 dafür, dass die <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternsensor" target="_blank" data-wpel-link="external">Sternsensoren</a> des Orbiters irritiert wurden und die Orientierung von <i>Rosetta</i> im Raum nicht mehr mit der notwendigen Genauigkeit bestimmt werden konnte. Dadurch bedingt versetzte sich die Raumsonde automatisch in einen Sicherheitsmodus, entfernte sich um mehrere hundert Kilometer von dem Kometen und konnte erst in den folgenden Tagen wieder durch neue Kommandos aus seinem Kontrollzentrum in den normalen Betriebsmodus versetzt werden (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-rosetta-sicherheitsmodus/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die weiteren Annäherungen an 67P erfolgten daher nur schrittweise und unter der ständigen Beobachtung, ob der Orbiter dabei unbeeinträchtigt blieb. Auch die derzeitige Flugbahn von <i>Rosetta</i> berücksichtigt diese nicht ungefährliche Umgebung des ausgasenden Kometen. So bewegt sich <i>Rosetta</i> zurzeit auf einem sogenannten &#8222;Terminator-Orbit&#8220;, welcher entlang der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tag-Nacht-Grenze" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Tag-Nacht-Grenze</a> des Kometen verläuft. Der Standort von <i>Philae</i> wird dabei während der &#8218;Morgenstunden&#8216; des anbrechenden &#8218;Kometentages&#8216; überflogen. Zu diesem Zeitpunkt &#8211; so die Annahmen der an der Mission beteiligten Ingenieure &#8211; schaltet sich der Lander allerdings gerade erst ein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Lander wird dann noch nicht optimal von der Sonne beleuchtet&#8220;, so Stephan Ulamec vom DLR, der für den Betrieb des Kometenlanders zuständige Projektleiter. Überflüge zu anderen Kometen-Tageszeiten wurden seit dem Aufwachen von <i>Philae</i> noch nicht durchgeführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine neue Flugbahn für <i>Rosetta</i></strong> <br>Bereits in der vergangenen Woche führte <i>Rosetta</i> zwei Kurskorrekturmanöver durch, in deren Verlauf die Raumsonde auf eine neue Flugbahn dirigiert wurde, welche statt in etwas mehr als 200 Kilometern in einer Höhe von aktuell nur noch 180 Kilometern Höhe über der Kometenoberfläche verläuft. Die nur bedingt erfolgreich verlaufenen Versuche einer Kontaktaufnahme mit <i>Philae</i> haben jedoch gezeigt, dass diese  Annäherung um 20 Kilometer noch nicht den erwünschten Erfolg erbracht hat. Aus diesem Grund begann die Raumsonde in den Morgenstunden des heutigen Tages mit einer Serie von Manövern, in deren Verlauf sich <i>Rosetta</i> bis zum 30. Juni 2015 um nochmals weitere 20 Kilometer näher an die Kometenoberfläche &#8218;heranpirschen&#8216; soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team des DLR-Kontrollzentrums hofft, dass die Kontakte zu dem Lander bei einer Distanz von dann 160 Kilometern regelmäßiger und stabiler werden. Es wird sich jedoch erst im Laufe der nächsten Tage zeigen, ob die dabei zu erzielenden Veränderungen in der Geometrie zwischen dem Lander und dem Orbiter die Kommunikation mit <i>Philae</i> tatsächlich verbessern können. Außerdem könnten erneute Probleme mt den Startrackern jederzeit dazu führen, dass <i>Rosetta</i> dieses Annäherungsmanöver abbrechen und wieder einen höheren Orbit einnehmen muss. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015140913_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015140913_small_4.jpg" alt="ESA, ATG medialab" width="260"/></a><figcaption>
Der Kometenlander Philae ist mit 
<a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">zehn wissenschaftlichen Instrumenten</a>
 ausgestattet, welche eventuell in den kommenden Wochen und Monaten neue Messungen durchführen könnten. Hierfür ist jedoch zunächst ein stabiler Kontakt mit dem Lander notwendig. 
<br>
(Bild: ESA, ATG medialab)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der technische Zustand von <i>Philae</i></strong> <br>Die bisher von <i>Philae</i> übermittelten Telemetriewerte haben gezeigt, dass sich der Lander offenbar in einem guten Allgemeinzustand befindet. Trotzdem kann aufgrund der immer noch unvollständigen Datenlage nicht mit absoluter Gewissheit gesagt werden, ob wirklich alle Subsysteme des Landers diesen von den Missionsplanern nicht vorgesehenen siebenmonatigen &#8218;Winterschlaf&#8216; und die dabei gegebenen tiefen Temperaturen unbeschadet überstanden haben. So könnte zum Beispiel auch ein Ausfall der Kommunikationssysteme von <i>Philae</i> ein möglicher Grund für das derzeitige &#8218;Schweigen&#8216; des Landers sein. Die Auswertungen der bisher empfangenen Telemtriedaten haben zu dem Schluss geführt, dass zwar offenbar eine der beiden Kommunikationseinheiten beeinträchtigt ist &#8211; die zweite Einheit hat jedoch bisher ohne erkennbare Funktionsstörungen gearbeitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Um mit <i>Philae</i> wieder wissenschaftlich zu arbeiten, sind wir auf längere und vorhersagbare Kontaktzeiten angewiesen&#8220;, betont Stephan Ulamec die Notwendigkeit einer stabilen Kommunikation, denn nur wenn der Lander umfangreiche Kommandos sicher empfangen und ausführen sowie die gesammelten Daten speichern und anschließend zu seinem Bodenteam transferieren kann, können seine zehn wissenschaftlichen Instrumente wieder zu einem sinnvollen Einsatz kommen. Derzeit analysieren und diskutieren die verschiedenen Missionsteams intensiv, ob und mit welchen weiteren Maßnahmen in Zukunft eine bessere Kontaktaufnahme mit dem Kometenlander <i>Philae</i> möglich sein wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=34.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Newsarchiv</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tag/kometen/" data-wpel-link="internal">Kometen-Newsarchiv</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Kometensonde Rosetta: Dritter Kontakt mit Philae</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kometensonde-rosetta-dritter-kontakt-mit-philae/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2015 11:09:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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		<category><![CDATA[Kontaktaufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Philae]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am gestrigen Tag konnten bereits zum dritten Mal Daten von dem Kometenlander Philae empfangen werden, der die letzten sieben Monate auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko in einem durch Energiemangel bedingten Winterschlaf verbrachte. Die dabei übermittelten Telemetriewerte zeigen, dass sich Philae in einem guten Zustand befindet und seinen wissenschaftlichen Betrieb bereits in Kürze wieder aufnehmen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kometensonde-rosetta-dritter-kontakt-mit-philae/" data-wpel-link="internal">Kometensonde Rosetta: Dritter Kontakt mit Philae</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am gestrigen Tag konnten bereits zum dritten Mal Daten von dem Kometenlander Philae empfangen werden, der die letzten sieben Monate auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko in einem durch Energiemangel bedingten Winterschlaf verbrachte. Die dabei übermittelten Telemetriewerte zeigen, dass sich Philae in einem guten Zustand befindet und seinen wissenschaftlichen Betrieb bereits in Kürze wieder aufnehmen könnte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: DLR, ESA. Vertont von Peter Rittinger</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2015-06-24-38959.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062015130934_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062015130934_small_1.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)" width="260"/></a><figcaption>
Der Kometenlander Philae sendet seine Daten zunächst an den Orbiter Rosetta, von wo aus diese an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESTRACK" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">ESTRACK-Kommunikationsnetzwerk</a>
 der ESA beziehungsweise an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a>
 der NASA weitergeleitet werden. Von den jeweiligen Empfangsstationen werden diese Daten zunächst an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESOC" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Raumflugkontrollzentum</a>
 der ESA übermittelt, bevor sie vom ESOC an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Raumfahrtnutzerzentrum#ROSETTA-Lander-Kontrollzentrum" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Lander Control Center</a>
 (LCC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln weitergeleitet werden. Das LCC ist für die Kommandierung und den Betrieb des Kometenlanders zuständig. 
<br>
(Bild: DLR (CC-BY 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 12. November 2014 erreichte der von der Kometensonde <i>Rosetta</i> mitgeführte Lander <i>Philae</i> nach einer unerwartet &#8218;holprig&#8216; verlaufenden Landung die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt), wo er in den folgenden Tagen mit acht von seinen <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" data-wpel-link="external">zehn wissenschaftlichen Instrumenten</a> erfolgreich eine Vielzahl an Messungen durchführte. Am 15. November 2015 waren jedoch die Energievorräte des Landers so weit aufgebraucht, dass dieser sich um 01:36 MEZ in einen &#8218;Schlafmodus&#8216; versetzte. Seitdem war es den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren trotz mehrerer entsprechender Kampagnen (<a href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-sucht-nach-einem-signal-vom-lander-philae/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a> über die damit verbundene Vorgehensweise) nicht möglich, einen erneuten Kontakt mit <i>Philae</i> zu etablieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Juni 2015 konnte der für die Kommunikation mit <i>Philae</i> zwingend benötigte &#8218;Kometenorbiter&#8216; <i>Rosetta</i> jedoch zur Freude der an der Mission beteiligten Forscher nach einer Wartezeit von fast sieben Monaten erstmals wieder in Form einer zwar schwachen, aber stabilen Radiotransmission ein Lebenszeichen von seiner Tochtersonde registrieren. Eine Tag später erfolgte ein zweiter, diesmal allerdings kürzerer Kontakt, in dessen Verlauf ebenfalls Telemetriedaten des Landers übermittelt werden konnten. Die Auswertung dieser Daten zeigte, dass <i>Philae</i> seinen siebenmonatigen &#8218;Winterschlaf&#8216; offenbar gut überstanden hat, sich in einem guten Allgemeinzustand befindet und betriebsbereit ist (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-aendert-die-flugbahn-wegen-philae-kontakt/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen dieser beiden Datentransmissionen übermittelte der Lander auch Daten, welche bereits Anfang Mai 2015 aufgezeichnet wurden. &#8222;<i>Philae</i> war zu diesem Zeitpunkt bereits aufgewacht, konnte uns aber noch nicht erreichen&#8220;, so Dr. Stephan Ulamec vom DLR, der für die <i>Philae</i>-Mission verantwortliche Projektleiter vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062015130934_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062015130934_small_2.jpg" alt="ESA, Rosetta, NavCam - CC BY-SA IGO 3.0" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme fertigte die Navigationskamera der Raumsonde Rosetta am 14. Juni 2015 aus einer Entfernung von 203 Kilometern zum Zentrum des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko an. Die dabei erreichte Auflösung liegt bei 17,3 Metern pro Pixel. Der abgebildete Bereich umfasst ein Areal von 17,7 x 17,7 Kilometern. Deutlich sind auf diesem Foto eine Vielzahl an Gas- und Staubjets erkennbar, welche von der Kometenoberfläche entweichen. Mittlerweile befindet sich Rosetta auf einer neuen Flugbahn, welche in einem Abstand von jetzt nur noch 177 Kilometern zu der Kometenoberfläche verläuft. 
<br>
(Bild: ESA, Rosetta, NavCam &#8211; CC BY-SA IGO 3.0)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine dritte Datentransmission am 19. Juni 2015</strong>
<br>
Am gestrigen Tag konnten die für den Betrieb des Landers zuständigen Systemingenieure jetzt zum dritten Mal Daten von <i>Philae</i> empfangen. Im Rahmen von zwei jeweils rund zwei Minuten andauernden Funkverbindungen konnte <i>Rosetta</i> insgesamt 185 weitere Datenpakete von <i>Philae</i> empfangen, welche unter anderem auch aktuellere Telemetriewerte aus der vergangenen Woche enthielten. Die entsprechenden Daten erreichten die Erde am gestrigen Tag um 15:37 MESZ und um 15:54 MESZ. Deren Auswertung zeigte, dass sich die Beleuchtungsverhältnisse an dem gegenwärtigen Standort des Landers immer weiter verbessern. Die letzten Daten belegen, dass mittlerweile vier der Solarpaneele von <i>Philae</i> vom Sonnenlicht erreicht werden und Energie aufnehmen können, wodurch auch die Temperaturwerte im Inneren des Landers steigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Mittlerweile hat der Lander eine Betriebstemperatur von null Grad Celsius erreicht. Das bedeutet, dass die Batterie jetzt sogar ausreichend aufgeheizt ist, um Energie speichern zu können. Damit könnte man dann auch während der Kometennacht mit <i>Philae</i> arbeiten &#8211; unabhängig von der Beleuchtung durch die Sonne&#8220;, so Michael Maibaum, Systemingenieur am Raumflugkontrollzentrum des DLR in Köln und stellvertretender Operationsmanager. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die am gestrigen Tag erfolgte Verbindung wurde zwar einige Mal unterbrochen, war ansonsten aber relativ stabil und erstmals über einen längeren Zeitraum möglich. &#8222;Wir benötigen allerdings längere und stabile Kontaktzeiten, um mit <i>Philae</i> wie geplant wieder wissenschaftlich arbeiten zu können&#8220;, so Michael Maibaum weiter. Sobald diese Rahmenbedingungen erfüllt sind könnten auch die <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">zehn Instrumente</a> an Bord von <i>Philae</i> wieder eingesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwecks der Etablierung einer solchen stabilen Funkverbindung wurde jetzt die Flugbahn des Kometenorbiters <i>Rosetta</i> angepasst. Ein erstes Kurskorrekturmanöver, mit dem der Abstand der Raumsonde auf eine Entfernung von 180 Kilometern zur Kometenoberfläche reduziert wurde, konnte bereits am vergangenen Mittwoch Vormittag erfolgreich abgeschlossen werde. Ein zweites Manöver erfolgte heute am frühen Morgen. Hierbei sollte der Abstand auf 177 Kilometer verringert werden. Außerdem soll die Flugbahn von <i>Rosetta</i> in Zukunft direkter über dem Standort des Kometenlanders verlaufen, wodurch sich längere, jeweils etwa alle 12 Stunden öffnende Kommunikationszeitfenster ergeben sollten. </p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=34.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Newsarchiv</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tag/kometen/" data-wpel-link="internal">Kometen-Newsarchiv</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Kometenlander Philae: Landeort und Zeitplan bestätigt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kometenlander-philae-landeort-und-zeitplan-bestaetigt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2014 18:37:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
		<category><![CDATA[Batterie]]></category>
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		<category><![CDATA[Magnetfeld]]></category>
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		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der von der Raumsonde Rosetta mitgeführte Kometenlander Philae soll am 12. November 2014 die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko erreichen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: ESA, DLR. Nach einem mehr als zehn Jahre andauernden Flug durch unser Sonnensystem erreichte die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde Rosetta am 6. August 2014 das Ziel ihrer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der von der Raumsonde Rosetta mitgeführte Kometenlander Philae soll am 12. November 2014 die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko erreichen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: ESA, DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_philae_finaler_landeplatz_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_philae_finaler_landeplatz_a.jpg" alt="Der für die Landung von Philae ausgewählte Landeplatz &quot;J&quot;. Diese Mosaikaufnahme setzt sich aus zwei Aufnahmen zusammen, welche am 14. September 2014 von der Telekamera des OSIRIS-Kameraexperiments aus einer Entfernung von rund 30 Kilometern angefertigt wurden. Die Bildauflösung beträgt 50 Zentimeter pro Pixel. Der rote Kreis markiert einen etwa 500 Meter durchmessenden Abschnitt der Kometenoberfläche, welcher das Zentrum der Landeellipse darstellt.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Der für die Landung von Philae ausgewählte<br> Landeplatz &#8222;J&#8220;. Diese Mosaikaufnahme setzt sich<br> aus zwei Aufnahmen zusammen, welche am<br> 14. September 2014 von der Telekamera des<br> <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.mps.mpg.de/rosetta/osiris" target="_blank" data-wpel-link="external">OSIRIS-Kameraexperiments</a> aus einer Entfernung<br> von rund 30 Kilometern angefertigt wurden.<br>Die Bildauflösung beträgt 50 Zentimeter pro Pixel.<br>Der rote Kreis markiert einen etwa 500 Meter <br>durchmessenden Abschnitt der Kometenoberfläche,<br> welcher das Zentrum der Landeellipse darstellt.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS,<br> UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem mehr als zehn Jahre andauernden Flug durch unser Sonnensystem erreichte die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde <em>Rosetta</em> am 6. August 2014 das Ziel ihrer Reise &#8211; den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt). Seitdem &#8218;begleitet&#8216; <em>Rosetta</em> diesen Kometen auf seinem Weg in das innere Sonnensystem und untersucht dieses Relikt aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems intensiv mit <a href="https://web.archive.org/web/20230329214450/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3287/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">elf wissenschaftlichen Instrumenten</a>. Die bisherigen Untersuchungen dienten unter anderem auch dazu, um einen geeigneten Landeplatz für den von <em>Rosetta</em> mitgeführten Kometenlander <em>Philae</em> auszuwählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kometenlander <em>Philae</em>: Landung am 12. November 2014 bei dem Landeplatz &#8222;J&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 15. September 2014 gab die ESA bekannt, dass hierfür eine Stelle auf dem etwa 2,6 x 2,4 x 1,6 Kilometer abmessenden &#8218;Kopf&#8216; des Kometen vorgesehen ist (<a href="https://www.raumfahrer.net/kometenlander-philae-landeplatz-festgelegt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Seitdem wurde diese auch als Landeplatzkandidat &#8222;J&#8220; bezeichnete Stelle von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren weiter ausführlich bezüglich ihrer Tauglichkeit für die Landung von <em>Philae</em> analysiert. Diese Arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen und am heutigen Tag teilte die ESA mit, dass der Landeplatz &#8222;J&#8220; endgültig als das Landegebiet für den Kometenlander <em>Philae</em> ausgewählt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem Landeplatz befindet sich eine abwechslungsreiche, aber nicht zu stark zerklüfteten Landschaft, welche über nur wenige steile Hänge verfügt und wo zudem eine gute Beleuchtung durch die Sonne gegeben ist. &#8222;Der Landeplatz hat ausreichend Sonne und relativ flaches Gelände&#8220;, so Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Projektleiter für den Kometenlander <em>Philae</em>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landealauf_philae_aktivitaeten_big-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landealauf_philae_aktivitaeten_a.jpg" alt="Diese Infografik zeigt den Zeitplan für die Landung von Philae und die dabei vorgesehenen wissenschaftlichen Aktivitäten.
(Bild: ESA, ATG Medialab)"/></a><figcaption>Diese Infografik zeigt den Zeitplan für die Landung<br> von Philae und die dabei vorgesehenen <br>wissenschaftlichen Aktivitäten.<br>(Bild: ESA, ATG Medialab)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der genaue Zeitplan</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls bestätigt wurde der bereits Ende September bekannt gegebene vorläufige Zeitplan für den Ablauf des Landemanövers (<a href="https://www.raumfahrer.net/kometenlander-philae-zeitplan-fuer-die-landung-steht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Wie die ESA heute bestätigte soll <em>Philae</em> am Vormittag des 12. November 2014 um 09:35 MEZ von <em>Rosetta</em> abgetrennt werden. Die Raumsonde wird sich dabei in einer Entfernung von etwa 22,5 Kilometern zum Zentrum des Kometen befinden. Nach der Separation wird sich der Kometenlander dann im Rahmen einer vorprogrammierten Kommando-Sequenz autonom zur Kometenoberfläche bewegen, welche etwa sieben Stunden später erreicht werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits während dieser &#8218;Abstiegsphase&#8216; werden die wissenschaftlichen Instrumente des Landers wissenschaftliche Daten aus der unmittelbaren Umgebung des Kometen gewinnen. Neben der Anfertigung verschiedener Fotoaufnahmen der Kometenoberfläche ist dabei die Sammlung von Daten über die von dem Kometen ausgehenden Staub- und Gaspartikel sowie über das dort befindliche Plasma und über das Magnetfeld von 67P geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Landemanövers werden sich der Komet 67P und die ihn umkreisende Raumsonde <em>Rosetta</em>, welche zugleich als Kommunikationsrelais für den Lander fungiert, in einer Entfernung von rund 509,5 Millionen Kilometern zur Erde befinden. Aufgrund der sich daraus ergebenden Signallaufzeit von 28 Minuten und 20 Sekunden werden die Telemetriedaten von <em>Philae</em>, welche die erfolgreiche Landung bestätigen sollen, gegen 17:00 MEZ auf der Erde eintreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa eine Stunde nach der Landung wird <em>Philae</em> mit der ersten wissenschaftlichen Kampagne beginnen, bei der dann auch alle Instrumente auf dem Lander in Betrieb genommen werden sollen. Unter anderem soll dabei ein &#8218;Rundum&#8216;-Panorama des Landeplatzes angefertigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese erste Phase der &#8218;InSitu&#8216;-Untersuchung des Kometen wird &#8211; abhängig vom Ladezustand der Batterien des Landers &#8211; etwa 64 Stunden andauern. Die weitere Untersuchung des Kometen 67P könnten dagegen unter optimalen Bedingungen bis zum März 2015 fortgesetzt werden. Spätestens ab diesem Zeitpunkt &#8211; so die Erwartungen der beteiligten Wissenschaftler &#8211; wird die Temperatur im Inneren des Landers so weit ansteigen, dass wichtige Systeme beschädigt werden und dauerhaft ausfallen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/selfie_civa_philae_07_10_2014_big.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/selfie_civa_philae_07_10_2014_a.jpg" alt="Am 7. Oktober fertigte die an Bord von Philae befindliche CIVA-Kamera dieses aus zwei Einzelaufnahmen zusammengesetzte 'Selfie' der Raumsonde und des Kometen an. Neben der Raumsonde und einem der 14 Meter langen Solarzellenausleger ist im Hintergrund der Komet 67P erkennbar. Aus einer Entfernung von rund 16 Kilometern zur Kometenoberfläche sind dort sehr gut die von dem Kometen ausgehenden Jets aus Gas und Staubpartikeln erkennbar. Ihre nächste Aufnahme wird die CIVA-Kamera erst am 12. November 2014 anfertigen. Dabei soll die Abtrennung des Landers von der Raumsonde dokumentiert werden.
(Bild: ESA, Rosetta, Philae, CIVA)"/></a><figcaption>Am 7. Oktober fertigte die an Bord von Philae <br>befindliche CIVA-Kamera dieses aus zwei <br>Einzelaufnahmen zusammengesetzte &#8218;Selfie&#8216; der <br>Raumsonde und des Kometen an. Neben der<br> Raumsonde und einem der 14 Meter langen<br> Solarzellenausleger ist im Hintergrund der <br>Komet 67P erkennbar. Aus einer Entfernung von<br> rund 16 Kilometern zur Kometenoberfläche sind<br> dort sehr gut die von dem Kometen ausgehenden<br> Jets aus Gas und Staubpartikeln erkennbar. <br>Ihre nächste Aufnahme wird die CIVA-Kamera erst<br> am 12. November 2014 anfertigen. Dabei soll <br>die Abtrennung des Landers von der Raumsonde<br> dokumentiert werden.<br>(Bild: ESA, Rosetta, Philae, CIVA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die endgültige Entscheidung erfolgt erst wenige Stunden vor der Abtrennung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch zunächst muss am 12. November 2014 erst einmal die überaus anspruchsvolle Landung gelingen. Noch am Tag zuvor sowie in der Nacht zum 12. November 2014 werden dabei mehrfach &#8218;Go/No-Go&#8216;-Entscheidungen getroffen, bei denen entschieden wird, ob der Landevorgang tatsächlich ausgelöst werden soll. Sofern die Entscheidung dabei auf ein &#8218;Go&#8216; fällt werden dem Lander wenige Stunden vor der Abtrennung die entsprechenden Kommandos übermittelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst rund zwei Stunden vor der Separation des Landers wird die <em>Rosetta</em>-Raumsonde zudem durch ein kurzes Korrekturmanöver auf die entsprechende Flugbahn gesteuert. Erst nachdem bestätigt ist, dass dieses Manöver wie geplant ausgeführt wurde und dass sich die Raumsonde auf dem korrekten Kurs befindet erhält <em>Philae</em> das finale &#8218;Go&#8216; für die Einleitung der Landesequenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten im Rahmen dieses finalen Entscheidungsprozesses allerdings unerwartete Probleme auftreten, so müsste die Landung von <em>Philae</em> verschoben werden. &#8222;Sollte jedoch eine dieser Entscheidungen zu einem &#8218;No-Go&#8216; führen, dann müssen wir abbrechen und den Zeitplan für einen zweiten Versuch überarbeiten&#8220;, so Fred Jansen, der <em>Rosetta</em>-Missionsmanager der ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur die eigentliche Landung von <em>Philae</em> sondern bereits auch die Stunden unmittelbar vor diesem nächsten Höhepunkt der <em>Rosetta</em>-Mission dürften also überaus spannend werden&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=34.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Neues Ziel für Rosetta</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neues-ziel-fuer-rosetta-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2003 18:29:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Kometenlander]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
		<category><![CDATA[Umlaufbahn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ESA-Raumsonde Rosetta hat ein neues Ziel. Sie wird im Februar 2004 zu dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko aufbrechen und ihn im November 2014 erreichen. Ursprünglich sollte Rosetta im Januar 2003 zum Kometen Wirtanen fliegen. Nach dem Fehlstart der neuen Ariane-5-Trägerrakete im Dezember 2002 wurde aus Sicherheitsgründen der geplante Start von Rosetta verschoben. Ein Beitrag von andreaskopp. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ESA-Raumsonde Rosetta hat ein neues Ziel. Sie wird im Februar 2004 zu dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko aufbrechen und ihn im November 2014 erreichen. Ursprünglich sollte Rosetta im Januar 2003 zum Kometen Wirtanen fliegen. Nach dem Fehlstart der neuen Ariane-5-Trägerrakete im Dezember 2002 wurde aus Sicherheitsgründen der geplante Start von Rosetta verschoben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von andreaskopp. Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA-Raumsonde Rosetta hat ein neues Ziel. Sie wird im Februar 2004 zu dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko aufbrechen und ihn im November 2014 erreichen. Ursprünglich sollte Rosetta im Januar 2003 zum Kometen Wirtanen fliegen. Nach dem Fehlstart der neuen Ariane-5-Trägerrakete im Dezember 2002 wurde aus Sicherheitsgründen der geplante Start von Rosetta verschoben.   
<br>
 Die Rosetta-Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist so einzigartig und bedeutsam wie die erste bemannte Mondlandung. Zum ersten Mal soll eine Raumsonde auf eine Umlaufbahn um einen Kometen gebracht und ein Lander auf ihm abgesetzt werden. Es geht um die Urmaterie des Sonnensystems und die Frage, ob Kometen das Leben einst auf die Erde gebracht haben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16062003202924_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Rosetta nähert sich einem glühenden Kometenschweif
</figcaption></figure></div>



<p>Die Entscheidung für Rosetta als eines von vier Hauptprojekten im ESA-Langzeitprogramm „Horizont 2000“ fiel bereits 1985. Seitdem durchlief die anspruchsvolle Mission mehrere Modifikationen, die letzte davon vor 5 Monaten. Im Januar 2003 hätte Rosetta ihre über achtjährige Reise zum Kometen Wirtanen antreten sollen. Doch der Fehlstart der leistungsstärkeren Ariane 5 ECA am 12. Dezember 2002 stoppte – vorerst – den visionären Flug von Rosetta. Die Verantwortlichen der ESA wollten kein Risiko eingehen und erst mehr über die Ursachen des Ariane-5-Fehlschlags wissen, bevor sie dem europäischen Träger neue wertvolle Nutzlasten anvertrauen. Aufgrund des nur bis zum 31. Januar 2003 gehenden Startfensters musste das ursprüngliche Ziel, Wirtanen, schließlich aufgegeben werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16062003202924_small_2.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Rosetta auf Kometenjagd
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Rettung der aufwendigen Mission bekamen die Wissenschaftler die Aufgabe, alternative Kometen-Ziele zu finden. Nach intensiver Suche wurde auf der letzten Sitzung des ESA-Wissenschaftskomitees im Mai nun die Entscheidung gefällt: Tschurjumow-Gerassimenko heißt das neue Ziel für Rosetta. Im Februar 2004 soll der Start vom Europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana erfolgen. Träger wird eine Ariane 5 G+ sein, eine Variante der vielfach erfolgreich geflogenen Basisversion der Ariane 5. Nach einer interplanetaren Raumreise von 10 Jahren und 10 Monaten wird Rosetta dann im November 2014 sein neues Ziel erreichen. Die ESA-Wissenschaftler untersuchen derzeit auch noch einen Reservestarttermin im Februar 2005 zu dem neuen Zielkometen.
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 Für das Landemanöver auf Tschurjumow-Gerassimenko muss der Lander jedoch noch angepasst werden, denn der neue Zielkomet ist etwas größer als Wirtanen und hat damit ein anderes Schwerefeld. Um ein Höchstmaß an Informationen über den Himmelskörper zu erhalten, werden sowohl irdische als auch kosmische Späher zur Aufklärung der genauen Flugbahn und zur Gewinnung weiterer Daten eingesetzt. Dazu gehört das Hubble Space Telescope sowie das Very Large Telescope VLT der Europäischen Südsternwarte in den Bergen Chiles.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zusätzlichen Kosten der Startverschiebung in Höhe von etwa 70 Mill. Euro sollen im Rahmen des ESA-Etats aufgebracht werden. Auf der Ministerratstagung in Paris am 27. Mai ist die Entscheidung zur Finanzierung der Mehrkosten bestätigt worden.   </p>
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