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	<title>Kongress &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Kongress &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>IAC 2018: Stoßlüften &#8211; #InvolvingEveryone</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iac-2018-stosslueften-involvingeveryone/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Goth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Oct 2018 19:15:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vom 1. bis zum 5. Oktober 2018 fand der 69. International Astronautical Congress in Bremen statt. Der Zuspruch von Seiten der Teilnehmer und Besucher übertraf alle Erwartungen. Unter dem Slogan #InvolvingEveryone ging es um den Stand der globalen Raumfahrtbranche und die Trends und Ziele der kommenden Jahre. Dabei wurde die Zusammenarbeit auf allen Ebenen und zwischen allen Protagonisten groß geschrieben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Stefan Goth</a>. Quelle: IAC, IAF, RN, ZARM.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 69. International Astronautical Congress 2018 (IAC 2018) ist zu Ende. Zeit ein kurzes Resümee zu ziehen. Wie Gayle Tufts während der Eröffnungszeremonie am Montag den 1. Oktober 2018 ganz plastisch verdeutlichte, ist es manchmal notwendig, die Wohnung, das Büro, den Arbeitsplatz, aber auch den Kopf gründlich durchzulüften, sich zu öffnen und den Blick frei zu machen: Luftschnappen, Stoßlüften! Die globale Raumfahrt-Community hatte sich in Bremen versammelt, um genau das zu tun. 
<br>
Unter dem Motto #InvolvingEveryone galt es den Blick über den eigenen Tellerrand bis zum Horizont und darüber hinaus zu weiten; wortwörtlich „in Space“ aber auch im übertragenen Sinne. Neue Betätigungsfelder galt es zu finden für Agenturen und Firmen, ebenso neue Wege der Kommunikation mit Tiefraumsonden und der zu begeisternden Öffentlichkeit, mit dem Ziel, Raumfahrt zum Thema für Jeden und Jede zu machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den ganzen Kongress in wenige Worte zu fassen ist angesichts des Mammutprogramms und der überwältigenden Beteiligung an Vortragenden (über 2.000 Vorträge in sog. Technical Sessions, weitere rund 500 Veranstaltungen), Ausstellenden (mehr als 140 Firmen, Agenturen und Organisationen), Teilnehmenden (mehr als 6.500 aus 83 Ländern), 13.000 Besuchern am „Public Day“ am 3. Oktober und einer unüberschaubaren Zahl an professionellen und engagierten Helferinnen und Helfern, die dieses Großevent überhaupt erst möglich gemacht haben, kaum möglich. Veranstaltet wurde der IAC 2018 durch die International Astronautical Federation (IAF) in Zusammenarbeit mit der International Academy of Astronautics (IAA), dem International Institut of Space Law (IISL) und dem Space Generation Advisory Council (SGAC). Die lokale Organisation übernahm das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation an der Universität Bremen (ZARM). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_1.jpg" alt="Stefan Goth" width="260"/></a><figcaption>
IAC 2018 Ausstellungsimpressionen 
<br>
(Bild: Stefan Goth)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Motto #InvolvingEveryone war nicht nur als sichtbares Logo, sondern auch als Grundthema in den meisten Veranstaltungen und Reden zu spüren. So betonte Jean-Yve Le Gall als Präsident des IAF bei seiner Rede während der Eröffnungszeremonie, wie wichtig es sei, alle Menschen für die Raumfahrt zu begeistern, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft oder ihrem Alter. Dieser Grundtenor spiegelte sich auch in der schon erwähnten alle Rekorde brechenden Beteiligung, zu der weitere 200 Bremer Bürgerinnen und Bürger am Eröffnungstag, sowie Kinder als „Yuris Kids“ am Public Day und weitere Schülerinnen und Schüler hinzukamen. Das DLR School_Lab veranstaltete einen Schulkongress unter dem Motto „Teen Spirit for Space“ (sinngemäß: jugendlicher Geist für den Weltraum). Am 4. Oktober konnten die ausgewählten 33 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland ihre Beiträge am DLR-Stand präsentieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_2.jpg" alt="Stefan Goth" width="260"/></a><figcaption>
IAC 2018 Stand von Firefly Aerospace mit Triebwerk 
<br>
(Bild: Stefan Goth)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die internationale Berichterstattung hat zur Verbreitung der Losung #InvolvingEveryone beigetragen. Allerdings zielte das Motto nicht nur auf die Öffentlichkeit, sondern sollte auch die sich sehr dynamisch entwickelnde Raumfahrt-Community einbinden, die sich längst nicht mehr nur aus staatlichen Agenturen und klassischen Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtbranche („Old Space“) zusammensetzt. Zu „New Space“ gehören Größen wie SpaceX, Blue Origin aber auch Start-Ups, die sich in Folge des ohne Missionserfüllung beendeten Google Lunar XPRIZE gebildet haben. Hinzu kommen zahlreiche weitere Firmen, Organisationen und sich neu bildende Agenturen, wie die vor einem Jahr gegründete Australian Space Agency, sozusagen bereits die zweite Generation von „New Space“.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Faszinierend ist, dass diese neuen Unternehmungen mit einer großen Portion Optimismus gestartet werden. So betonte Kyle Acierno, Managing Director bei ispace Europe (der Luxembourger Niederlassung des ehemals unter „Team Hakuto“ am Google Lunar XPRIZE beteiligten japanischen Start-Ups), dass nach einer Untersuchung rund 97,3 % aller Start-Ups, die sich mit Hardware beschäftigen (leider fehlen hierzu konkrete Quellenangaben), scheitern. Trotz dieser düsteren Aussichten ein Unternehmen zu gründen, ist schon bemerkenswert. Noch bemerkenswerter ist, dass sie mit dem Ziel Transporte zur Mondoberfläche anzubieten Ende 2017 über 90 Millionen US-Dollar (vorwiegend von japanischen Geldgebern) einwerben konnten. Damit haben sie zwei Starts als Mitfluggelegenheit bei SpaceX gebucht, um möglichst 2020 zu einer Mondumrundung und ein Jahr später zu ihrer ersten Mondlandung mit ihrem Rover Hakuto-R zu starten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Ziel Mond sind sie nicht alleine und das ist die zweite große Gemeinsamkeit neben #InvolvingEveryone: Es geht zum Mond! NASA-Administrator Jim Bridenstine sagte „We´re going back to the moon!“, also „Wir fliegen zurück zum Mond“. Dem widersprach ESA Generaldirektor Jan Wörner nur in einem Punkt, nämlich dem Wörtchen „back“. Dem setzt er ein „forward“ (wörtlich übersetzt: vorwärts, voraus, voran) entgegen. Die großen Raumfahrtagenturen, allen voran die NASA, wollen dies mit der Einrichtung einer, etwas sperrig als „Lunar Orbital Plattform – Gateway (LOP-G)“ bezeichneten, kleinen Raumstation im Mondorbit erreichen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Darstellung geplanter Module für einen lunaren Außenposten 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Praktisch auf allen Ständen der großen Player (z.B. bei Lockheed Martin, Sierra Nevada Corporation (SNC), Airbus aber auch beim DLR) waren Modelle und Poster von Entwürfen für den lunaren Außenposten ausgestellt. Diese Station soll aus Komponenten unterschiedlicher Partner aufgebaut werden. Das erste Modul „Power und Propulsion Element (PPE)“ soll 2022 gestartet werden. Auch ein „European System Providing Refuelling, Infrastructure and Telecommunications (ESPRIT)“ genanntes europäisches Modul ist geplant, Kanada soll einen Roboterarm ähnlich dem auf der Internationalen Raumstation ISS beisteuern, Japan und andere Länder sollen gewonnen werde. Ob sich Russland letztlich mit einer Luftschleuse beteiligen wird, erscheint angesichts politischer Meinungsverschiedenheiten und Uneinigkeit bezüglich technischer Anforderungen momentan eher unsicher.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mond soll aber keinesfalls den staatlichen Agenturen vorbehalten bleiben, bereits das PPE soll auf einer „kommerziellen“ Rakete gestartet werden. Weitere Versorgungsflüge könnten ähnlich der Versorgung der ISS von Dienstleistern erbracht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gerade in Entwicklung befindlichen amerikanischen Schwerlastrakete SLS bleiben die besonders großen und schweren Habitat-Module und insbesondere die Orion-Kapsel vorbehalten. SLS und Orion sollen voraussichtlich 2020 zum ersten gemeinsamen, noch unbemenschten Testflug in einen Distand-Retrograd-Orbit (DRO) um den Mond starten. Bekanntlich steuert die europäische Raumfahrtagentur ESA für diesen Flug das erste flugfähige europäische Service Modul bei. Dieses wurde bei Airbus in Bremen gebaut und soll am 29. Oktober 2018 nzum Kennedy Space Center in Florida in den USA transportiert werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_4.jpg" alt="Thales Alenia Space, Stefan Goth" width="260"/></a><figcaption>
Folie aus einer Präsentation zur Lunar Exploration 
<br>
(Bild: Thales Alenia Space, Stefan Goth)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem lunaren Gateway „entdecken“ zahlreiche alte und neue Raumfahrt-Firmen und Agenturen (wieder) den Mond. Auch wenn der schon erwähnte Google Lunar XPRIZE nicht zum Erfolg führte, stehen zahlreiche Start-Ups in den Startlöchern, um doch noch den Mond zu erreichen. Darunter befinden sich beispielsweise Astrobotik aus den Vereinigten Staaten, indische und israelische Teams und die inzwischen als PTScientists bekannte Firma, die vorwiegend in Berlin beheimatet ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konzepte verschiedener Protagonisten schließen auch Ausflüge zur Mondoberfläche mit ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese „Wiederentdeckung“ des Mondes erfolgt jedoch nicht als abgeschottete Einzelaktionen sondern zielt auf die Schaffung eines „lunaren Ökosystems“ für institutionelle, wissenschaftliche und kommerzielle Kooperation. Das führt zur dritten großen Gemeinsamkeit des 69. IAC, der Kollaboration auf allen Ebenen und möglichst zwischen allen potentiellen Mitspielern. Bezogen auf den Mond wurde aus der Idee, die Jan Wörner bereits vor einigen Jahren als „Moon Village“ plakativ formulierte, eine Bewegung, die eine große Eigendynamik entwickelt. Unter dem Namen „Moon Village Association“ hat sich ein Zusammenschluss zahlreicher etablierter Unternehmen und Start-Ups, Einzelpersonen und Universitäten gebildet, dessen Ziel es ist, den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit aller am Mond Interessierter zu verbessern und zu koordinieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_5.jpg" alt="Lockheed Martin, Stefan Goth" width="260"/></a><figcaption>
Lockheed Martin präsentiert sein Lunar Exploration Konzept 
<br>
(Bild: Lockheed Martin, Stefan Goth)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Wille zur Zusammenarbeit zeigt sich beispielsweise darin, dass es sich der Luft- und Raumfahrt-Riese Lockheed Martin nicht nehmen lässt, bei der Präsentation seiner möglichen Beteiligung am Lunar Gateway und dessen potentieller Erweiterung um einen wiederverwendbaren, wiederbetankbaren Mondlander für bemenschte Missionen zur Mondoberfläche, auf der großen Bühne auch den kleinen Audi Lunar Quadro Rover der PTScientists zu platzieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die „ganz Großen“ demonstrierten ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit bereits bei der Diskussionsrunde der Chefs der Raumfahrtagenturen am ersten Tag. Der schon fast zwanghafte Drang von Jim Bridenstine, Administrator der NASA, Einigkeit mit seinem Gegenüber Zhang Kejian von der China National Space Administration (CNSA) durch wiederholtes Händeschütteln zu demonstrieren war, nicht zu übersehen. Auch in der späteren Pressekonferenz bestätigte Jim Bridenstine das Interesse der NASA an einer verbesserten Zusammenarbeit mit China. Momentan gibt es allerdings noch Gesetze in den USA, die beispielsweise eine Teilnahme Chinas an der Internationalen Raumstation ISS verhindern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_6.jpg" alt="CAST, CASC; Stefan Goth" width="260"/></a><figcaption>
Konzept der chinesischen Raumstation CSS 
<br>
(Bild: CAST, CASC; Stefan Goth)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch deshalb gewinnen die Bestrebungen Chinas, eine eigene Raumstation im Orbit um die Erde zu platzieren, eine wachsende Bedeutung. Diese soll ab 2020 aufgebaut werden. Die chinesischen Vertreter warben bei der internationalen Gemeinschaft um möglichst zahlreiche Teilnahme und Partizipation. ESA-Astronauten lernen längst auch Chinesisch und vor kurzem haben zwei in China an Notfallübungen teilgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit bleiben auch in Zukunft noch viele spannende Themen für den 70. IAC der passend zum 50. Mondlandejubiläum nächstes Jahr in Washington D.C. stattfinden wird. Hatte Jean-Yve Le Gall in seiner Eröffnungsrede noch der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass nach diesem Rekord-Kongress in Bremen bei künftigen Kongressen bald die 10.000er-Marke bei den Teilnehmern erreicht werden würde, wurde diese Herausforderung von Jim Bridenstine aufgenommen mit der Ankündigung, diese Marke bereits beim IAC in den USA in 2019 erreichen zu wollen. Als Zeichen für die wachsende Bedeutung aufstrebender Nationen wird der IAC 2020 in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten durch die dortige ambitionierte Raumfahrtorganisation veranstaltet. Zu guter Letzt wurde in Bremen die Entscheidung für den Veranstaltungsort und den Ausrichter für 2021 getroffen: Die Wahl für den 72. IAC fiel auf Paris und die französische Raumfahrtbehörde CNES. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15798.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">IAC 2018 in Bremen</a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iac-2018-stosslueften-involvingeveryone/" data-wpel-link="internal">IAC 2018: Stoßlüften &#8211; #InvolvingEveryone</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IAC 2018: 69. International Astronautical Congress</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iac-2018-69-international-astronautical-congress/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Goth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Aug 2018 19:42:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach 2003 findet dieses Jahr erstmals der International Astronautical Congress (IAC) wieder in Bremen statt. Vom 1. bis zum 5. Oktober trifft sich die globale Raumfahrt-Community zum jährlichen Erfahrungsaustausch. Das rekordverdächtige Kongressprogramm und die Ausstellung richten sich an ein professionelles Publikum. Am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober 2018) stehen Messehalle und ausgewählte Veranstaltungen, u.a. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iac-2018-69-international-astronautical-congress/" data-wpel-link="internal">IAC 2018: 69. International Astronautical Congress</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nach 2003 findet dieses Jahr erstmals der International Astronautical Congress (IAC) wieder in Bremen statt. Vom 1. bis zum 5. Oktober trifft sich die globale Raumfahrt-Community zum jährlichen Erfahrungsaustausch. Das rekordverdächtige Kongressprogramm und die Ausstellung richten sich an ein professionelles Publikum. Am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober 2018) stehen Messehalle und ausgewählte Veranstaltungen, u.a. mit einer Live-Schaltung zu Alexander Gerst auf der ISS, der interessierten Öffentlichkeit offen. <br><b><u>UPDATE: IAC 2018 bietet Livestreams zu ausgewählten Veranstaltungen</u></b></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Stefan Goth. Quelle: IAF, ZARM, IAA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082018214201_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082018214201_small_1.jpg" alt="IAF" width="589" height="100"/></a><figcaption>
IAC 2018 Banner mit den Organisatoren 
<br>
(Bild: IAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beim International Astronautical Congress 2018 (IAC 2018) diskutieren mehr als 4.500 Fachleute im Oktober in der Messe Bremen über das weite Feld der verschiedenen Raumfahrtdisziplinen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum 69sten mal richtet die <a class="a" href="https://www.iafastro.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">International Astronautical Federation (IAF)</a> den IAC aus. Nach 2003 ist dieser wieder in Bremen zu Gast. Letztes Jahr fand der IAC in Adelaide, Australien und 2016 in Guadalajara, Mexico statt. Lokaler Organisator ist das <a class="a" href="https://www.zarm.uni-bremen.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)</a> an der Universität Bremen. Weitere Mitorganisatoren sind <a class="a" href="https://iaaspace.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">The International Academy of Astronautics (IAA)</a>, <a class="a" href="https://iisl.space/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">The International Institute of Space Law (IISL)</a> und das <a class="a" href="https://spacegeneration.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Space Generation Advisory Council (SGAC)</a>.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom 1. bis zum 5. Oktober 2018 findet ein umfangreicher Kongress mit zahlreichen Symposien, Vorträgen, Plenarveranstaltungen, Präsentationen und vielem mehr statt. Alleine das „Technical Programme“ umfasst voraussichtlich 179 „Sessions“ mit mehr als 2.000 Vorträgen, 480 interaktiven Präsentationen, 31 „Special Sessions“, Keynotes und weiteren Veranstaltungen. Meist finden Veranstaltungen in 20 Räumen gleichzeitig statt!        </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Vorfeld findet vom 28. bis zum 30. September in den Kongresshallen ein Workshop des Büros der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (<a class="a" href="https://www.unoosa.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">United Nations Office for Outer Space Affairs &#8211; UNOOSA</a>) statt. Ergebnisse dieser Arbeitsrunde unter dem Motto „Space Technology for Socio-Economic Benefits Industry, Innovation and Infrastructure for Development (3Is4D)“ werden beim IAC vorgestellt.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich werden praktisch alle denkbaren Fachgebiete der Raumfahrt abgedeckt. Dies umfasst aktuelle technische und wissenschaftliche Entwicklungen, zukünftige Projekte, Raketenentwicklung, kleine und große Satelliten, Weltraumschrott, Forschungsmissionen aber auch marktwirtschaftliche Entwicklungen z.B. bedingt durch neue Marktteilnehmer und Wiederverwendbarkeit. Darüber hinaus wird rechtlichen Aspekten von Raumfahrt- und Satellitenanwendungen großer Raum eingeräumt, ebenso wie historischen Ereignissen. Studierenden, „young professionals“ und  Startup-Unternehmern aus der Luft- und Raumfahrt ist ein eigener größerer Bereich gewidmet. Ebenso möchte man neue Länder ins internationale Raumfahrtnetzwerk integrieren sowie die Raumfahrtwissenschaft neuen Nutzergruppen näher bringen.       </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>INVOLVING-EVERYONE und Public Day</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082018214201_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082018214201_small_2.jpg" alt="IAF" width="300" height="124"/></a><figcaption>
IAC-Motto 
<br>
(Bild: IAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Hashtag #INVOLVING-EVERYONE wirbt die IAF für eine Öffnung nach außen und versucht neben Studenten und Profis auch das allgemeine Publikum einzubinden. Neben zahlreichen begleitenden Veranstaltungen in Bremen und um den Kongress herum, besteht am „Public Day“ (<a class="a" href="https://www.iafastro.org/events/iac/iac-2018/space-is-big-space-is-public.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Programm</a>) dem 3. Oktober 2018 von 12:00 bis 18:00 Uhr für Jedermann kostenlos die Möglichkeit, die Ausstellungshalle und ausgewählte Veranstaltungen zu besuchen. Die Gäste erleben unter anderem hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Industrie sowie eine Live-Schaltung zur Internationalen Raumstation ISS.         </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Highlight Event „space is big – space is public“ beginnt um 13.30 Uhr mit einer Diskussionsrunde zu Sicherheit im Weltraum. Ein Thema laut Information der Veranstalter: Wie regelt man den Verkehr im Weltraum? Wie können Kollisionen vermieden werden? Neben immer mehr neuen Satelliten reichert sich Weltraumschrott an – 750.000 Objekte größer als 1 cm sollen zurzeit unsere Erde umkreisen. Technische Anlagen auf der Erde wie beispielsweise unsere Stromnetze sind dem Weltraumwetter ausgesetzt und damit anfällig für Störungen. „Planetare Schutzmaßnahmen“ stehen ebenso auf dem Diskussionsprogramm: die Früherkennung, Verhinderung oder Abmilderung von Asteroiden- oder Kometen-Einschlägen.        </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab ca. 14.30 Uhr steht das größte internationale Technologieprojekt in der Geschichte der Menschheit im Fokus: Es gibt eine Live-Schaltung zur Internationalen Raumstation ISS. Gesprächspartner ist Alexander Gerst, der zweite ESA- und erste deutsche Kommandant in der zwanzigjährigen Geschichte der Internationalen Raumstation ISS. Gerst startete am 6. Juni 2018 für seine Mission &#8222;horizons &#8211; Knowledge for Tomorrow&#8220;. Seine Aufgabe ist es unter anderem, 65 europäische Experimente durchzuführen – 41 davon werden vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt.        </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen 14.45 Uhr kommen Besucher leibhaftigen Astronauten noch näher: Frauen und Männer aus der ganzen Welt berichten über ihre Erlebnisse im All und nehmen sich Zeit, um Fragen zu beantworten.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus können sich Interessierte die Fachausstellung ansehen, die ab 12:00 Uhr geöffnet sein wird. In der „Exhibition Hall“ (Messehalle 5) präsentieren sich Raumfahrtforschung und -industrie sowie alle großen Raumfahrtagenturen von der amerikanischen NASA bis zur chinesischen CNSA. Die deutsche und insbesondere Bremer Raumfahrt-Szene ist entlang des Team-Germany-Boulevards anzutreffen. Hier stellen Organisationen aus, die von Anfang an in die Planung des IAC 2018 eingebunden waren, allen voran der örtliche Kongressveranstalter, das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen, sowie Firmen wie OHB, Airbus, ArianeGroup, MT Aerospace und der Raumfahrtstandort Bremen. Besonders für Schüler und Studierende interessant: Mit Ständen sind zum Beispiel die private International Space University und die Universität Bremen vertreten, die ihre neuen Masterstudiengänge zu Weltraumwissenschaften vorstellen.        </p>



<p class="wp-block-paragraph">An Jedermann wendet sich die Ausstellung INNOspaceEXPO „ALL.täglich!“ welche von DLR konzipiert wurde. Darin geht es um Ergebnisse aus der Forschung für die Raumfahrt und der Wissenschaft im Weltraum, die unmittelbaren Nutzen für das Leben auf der Erde hatten und haben.        </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Professioneller Weltraumkongress</strong> <br>Der größte Teil des Kongresses ist nur für registrierte Besucher zugänglich. Mit regulären Preisen zwischen 980 und 1.200 € wird eindeutig ein professionelles Publikum angesprochen. Studierende und Lehrkräfte können allerdings schon für maximal 130 € an den fünf Tagen teilnehmen. Für „young professionells“ und Rentner gibt es ebenfalls Vergünstigungen. Wer teilnehmen möchte sollte sich vorher ausgiebig mit dem Programm auseinandersetzen, um einigermaßen den Überblick zu behalten.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine auch nur annähernde Zusammenfassung an dieser Stelle ist nicht möglich, daher nur ein paar eher willkürliche Hinweise auf einige Programmpunkte:Eine <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20210510214825/https://www.iafastro.org/events/iac/iac-2018/plenary-programme/plenary-events/plenary-4-the-game-changers-%E2%80%93-for-a-joint-future-in-space.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Diskussionsrunde mit Frauen aus dem Raumfahrtsektor</a> findet am 2. Oktober 2018 von 13:30 – 14:30 Uhr statt.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im „Global Neworking Forum“ spricht Hans Koenigsmann von SpaceX am 3. Oktober 2018 um 11:20 Uhr über <a class="a" href="https://www.iafastro.org/events/iac/iac-2018/gnf/reusability-the-key-to-reliability-and-affordability.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">„Reusability: The Key to Reliability and Affordability“</a>.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Peter Beck von Rocketlabs berichtet in seiner Keynote am 3. Oktober 2018 um 14:45 Uhr über <a class="a" href="https://www.iafastro.org/events/iac/iac-2018/technical-programme/keynotes/wednesday-3-october-2018/b45-rocket-lab-liberating-the-small-satellite-market.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">„Rocket Lab: Liberating the Small Satellite Market“</a>.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese, wie alle anderen Vorträge und Veranstaltungen, finden in englischer Sprache statt.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt ist es das umfangreichste Programm bei einem IAC bisher. Dazu wurde ein entsprechender <a class="a" href="https://www.youtube.com/watch?v=xfJcFvY9f0M" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Trailer</a> bei Youtube eingestellt.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Raumfahrer Net wird auf dem Kongress präsent sein, um von dort zu berichten.        </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>UPDATE:</u></strong> <br>Für alle die nicht selbst nach Bremen kommen können, bietet der IAC 2018 auch einige Livestreams an.    Die sog. <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.iafastro.org/events/iac/iac-2018/technical-programme/global-technical-sessions.html" target="_blank" data-wpel-link="external">&#8222;Global Technical Sessions&#8220; </a> können als kostenloser    Livestream verfolgt werden. Allerdings muss man sich vorher unter folgendem Link registrieren: bit.ly/2LTz7OU</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Vorträge und Veranstaltungen werden online verfügbar gemacht, diese sind jedoch mit einer &#8222;kleinen&#8220; Gebühr verbunden. Unter folgendem Link werden insgesamt 20 Streams zu je 20 € angeboten. <a class="a" href="https://www.youtube.com/c/iafastro/search?query=iac+2018&amp;cbrd=1&amp;ucbcb=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">LIVE STREAMING</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt auch Paketangebote mit 5 bis 20 Sessions, mit Preisen zwischen 90 und 240 €!  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15798.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">IAC 2018 in Bremen</a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iac-2018-69-international-astronautical-congress/" data-wpel-link="internal">IAC 2018: 69. International Astronautical Congress</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>Tag der Luft- und Raumfahrt in Köln</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tag-der-luft-und-raumfahrt-in-koeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2013 19:57:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[3D-Drucker]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
		<category><![CDATA[ATV]]></category>
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		<category><![CDATA[EAC]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Luftfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Sonntag, dem 22. September 2013 hatte der DLR- und ESA-Standort Köln für alle geöffnet. Rund 30.000 Besucher konnten die zahlreichen Forschungslabore, das Europäische Astronautenzentrum und das neue :envihab erkunden, Vorträge anhören und eine Flugzeugausstellung bewundern. Ein Beitrag von Jan-Steffen Fischer. Quelle: Eigene Bilder. Gegen 10:00 Uhr begann das umfangreiche Programm. Erste Station war das [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am Sonntag, dem 22. September 2013 hatte der DLR- und ESA-Standort Köln für alle geöffnet. Rund 30.000 Besucher konnten die zahlreichen Forschungslabore, das Europäische Astronautenzentrum und das neue :envihab erkunden, Vorträge anhören und eine Flugzeugausstellung bewundern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Jan-Steffen Fischer. Quelle: Eigene Bilder.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102013215723_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102013215723_small_1.jpg" alt="Eigene Bilder" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Das EAC in Köln 
<br>
(Bild: Jan-Steffen Fischer)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen 10:00 Uhr begann das umfangreiche Programm. Erste Station war das Institut für Werkstoff-Forschung. Hier wurden die aktuellen Forschungen an einer Beschichtung für Triebwerksschaufeln vorgestellt. Weiter ging es in den Werkstätten des Systemhaus Technik, in dem es um den Prozess &#8222;vom virtuellen Produkt zum fertigen Windkanalmodell&#8220; ging. Hier erklären Ingenieure CAD, die Fräs- und Drehmaschinen liefen und produzierten kleine Astronauten sowie ein großes Modell eines Spaceshuttles. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Highlight dort war der &#8222;3D-Drucker&#8220; für Metall. Bei dieser Technik wird &#8211; anders als beim Kunststoffdrucker &#8211; zunächst das Metallpulver (z.B. Aluminium, Titan) aufgetragen und anschließend mit einem Laser verschmolzen. Dies wird Schicht für Schicht gemacht, bis das Produkt fertig ist. Dabei können gleichzeitig viele verschiedene einzelne Bauteile produziert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter ging es im Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik mit Plasmawindkanälen sowie den Hyper- und Überschallwindkanälen. Hier wurden Messmethoden für den Staudruck, für Schlieren und Strömungen vorgestellt. Auch hier war die Testeinrichtung beeindruckend. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102013215723_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102013215723_small_2.jpg" alt="Eigene Bilder" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Eine Boeing von FedEx 
<br>
(Bild: Jan-Steffen Fischer)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischendurch fanden immer wieder interessante Vorträge im Casino statt, so z.B. einer über die Rosetta-Mission, welche nächstes Jahr ihr Ziel erreicht. Hier gab es auch Infostände zu Arbeitsplätzen beim DLR sowie zum Archiv und einen Tisch mit vielen interessanten Broschüren über das Raumfahrtmanagement. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es folgte ein weiteres Highlight des Tages, die Flugzeugausstellung. Hier gab es von der Luftwaffe u.a. je einen Tornado und einen Eurofighter, und außerdem Flugzeuge der Flugbereitschaft zu bestaunen. Neben der Luftwaffe stellte das DLR seine Forschungsflotte vor. Dann gab es noch eine Boeing von UPS und von FedEx. Das tolle daran war, dass letztere mit geöffneter Triebwerksverkleidung betrachtet werden konnte, was einen nicht alltäglichen Einblick ermöglichte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102013215723_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102013215723_small_3.jpg" alt="Eigene Bilder" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Das 1:1 ATV-Trainingsmodell 
<br>
(Bild: Jan-Steffen Fischer)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Gelände gab es zudem Infostände von ESA und DLR, von Zeitschriftenverlagen, Astronomie-, Modell- und Raketenbauvereinen, usw.. Zudem waren viele Essens- und Verkaufsstände vorhanden und als weiteres Highlight Zelte, in den man Autogramme von Astronauten bekommen konnte. Eine tolle Möglichkeit die Astronauten auch mal persönlich zu treffen, welche sonst am Tag sehr stark vertreten waren. So gab es viele Vorträge von ihnen und sie waren auch für Fragen offen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben diesen ganzen Möglichkeiten bildete die Radiobühne von WDR 2 mit Interviews und Musik auf dem ganzen Gelände einen tollen Hintergrund. So bekam man auch den erfolgreichen Weltrekordversuch mit, selbst man nicht unmittelbar vor Ort war. Ein Kran hob und hielt einen 15t-Lastwagen, der nur mit einer Scheckkarten-großen Klebstofffläche mit der Hebeeinrichtung verbunden war. Auch für Familien und Kinder gab es übrigens tolle Möglichkeiten und Programmpunkte.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102013215723_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102013215723_small_4.jpg" alt="Eigene Bilder" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Mitglieder des europäischen Astronautencorps 
<br>
(Bild: Jan-Steffen Fischer)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Krönender Abschluss des Tages war die Präsentation des Tauchbeckens, wo mit André Kuipers das Astronautentraining und die Sicherheitsvorkehrungen bei einer EVA, also einem Ausstieg ins All, erklärt wurden. Danach ging es noch kurz ins Astronautenzentrum. Auch wenn das Betreten der Module nicht mehr möglich war, war es doch ein lohnenswerter Blick in die Halle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach acht Stunden mit vielen neuen Eindrücken und tollen Informationen gingen alle etwas müde vom Gelände, und mit dem Schuttlebus konnte man zum Bahnhof fahren. Auf dem Gelände fand übrigens das SocialSpace-Treffen von ESA und DLR statt, bei dem andere Mitglieder von Raumfahrer.net dabei waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt muss ich sagen, dass der Tag der Luft- und Raumfahrt sich gelohnt hat. Einen solchen faszinierenden und interessanten Einblick in die Forschung, die Astronautenausbildung, Durchführung von Missionen und auch den ganzen Bereich der Luft- und Raumfahrt gibt es selten. Um es kurz zu sagen: Es war großartig! Vielen Dank DLR und ESA! Man sieht sich in zwei Jahren wieder! </p>
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		<title>Der EPSC-Kongress 2013 in London</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-epsc-kongress-2013-in-london/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2013 12:16:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[JUICE]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[EPSC]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 8. bis zum 13. September 2013 findet in London die mittlerweile achte European Planetary Science Conference statt. Es werden bis zu 800 Teilnehmer aus der weltweiten Wissenschaftsgemeinde der Planetenforscher erwartet, welche im Rahmen dieses internationalen Kongresses unter anderem den Vorträgen führender Projektwissenschaftler der ESA, der NASA und verschiedener in die planetare Forschung involvierter Institute [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vom 8. bis zum 13. September 2013 findet in London die mittlerweile achte European Planetary Science Conference statt. Es werden bis zu 800 Teilnehmer aus der weltweiten Wissenschaftsgemeinde der Planetenforscher erwartet, welche im Rahmen dieses internationalen Kongresses unter anderem den Vorträgen führender Projektwissenschaftler der ESA, der NASA und verschiedener in die planetare Forschung involvierter Institute und Universitäten folgen werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: Europlanet, EPSC 2013.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09092013141625_small_1.jpg" alt="Europlanet" width="550" height="69"/><figcaption>
Europlanet: Ein europäisches Forschungsnetzwerk zur Förderung und Weiterentwicklung der planetaren Forschung in Europa. 
<br>
(Bild: Europlanet)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diverse Raumsonden und Rover, welche mit hochauflösenden Kamerasystemen, hochmodernen Messinstrumenten, immer intelligenteren Sensoren und leistungsfähigeren Computersystemen und Softwareprogrammen ausgerüstet sind, dringen gegenwärtig immer tiefer in die Weiten unseres Sonnensystems vor. Sowohl verschiedene Weltraumteleskope wie zum Beispiel das <i>Hubble Space Telescope</i> oder das <i>Spitzer-Teleskop</i> als auch erdgestützte Groß-Teleskope liefern zudem ständig neue Fotoaufnahmen und Daten über die Planeten, Monde, Kometen und Asteroiden unseres heimatlichen Sonnensystems und erfassen mit ihren innovativen Aufnahmetechniken mittlerweile auch bereits die Exoplaneten, welche fremde und oftmals viele hunderte von Lichtjahren entfernt gelegene Sterne umkreisen. Mittlerweile vergeht dabei keine Woche mehr, in welcher nicht neue Forschungsdaten, atemberaubende Bilder und sensationelle Erkenntnisse aus dem weiten Forschungsfeld der Planetologie veröffentlicht werden, welche sowohl die in die Planetenforschung involvierten Experten als auch die interessierte Öffentlichkeit begeistern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09092013141625_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09092013141625_small_2.jpg" alt="EPSC" width="260"/></a><figcaption>
Das Poster zum diesjährigen EPSC-Kongress. 
<br>
(Bild: EPSC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesen neu gewonnenen Daten, aber auch aus teilweise bereits mehrere Jahrzehnte alten Messergebnissen, leiten die Wissenschaftler weitere Erkenntnisse über die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte unseres Planetensystems und des Universums sowie über die physikalischen, chemischen und geologischen Eigenschaften der einzelnen planetaren Objekte ab. Gleichzeitig ergeben sich dabei aber mit jeder erhaltenen Antwort fast automatisch auch immer wieder neue Fragestellungen, welche durch weitere Forschungen und durch zukünftige Raummissionen beantwortet werden sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom 8. bis zum 13. September 2013 wird sich die weltweite Wissenschaftsgemeinde der Planetenforscher im Rahmen des diesjährigen &#8222;European Planetary Science Congress&#8220; (EPSC) neben der Präsentation weiterer neuer Forschungsergebnisse genau solchen neu aufgetretenen Fragen widmen und dabei nach Wegen suchen, um diese im Rahmen zukünftiger Forschungsprojekte und Weltraummissionen zu beantworten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den mittlerweile seit dem Herbst 2006 regelmäßig stattfindenden EPSC-Kongress ergibt sich die Gelegenheit, Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen der Planetenforschung &#8211; Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure der einzelnen gegenwärtig aktiven und für die Zukunft geplanten interplanetaren Missionen, Fachleute für bodengebundene astronomische Beobachtungen und überwiegend in den verschiedensten theoretischen Arbeitsbereichen tätige Forscher &#8211; an einem Ort zu einem gegenseitigen Wissens- und Gedankenaustausch zusammenzuführen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der EPSC-Kongress ist der größte regelmäßig in Europa stattfindende Kongress der Planetenforscher. Für den EPSC-Kongress 2013, welcher in diesem Jahr auf dem Gelände des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/University_College_London" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">University College London</a> stattfindet, haben sich rund 800 Teilnehmer aus Europa und den USA, aber zum Beispiel auch aus Russland und Japan angekündigt. Die von Montag bis Freitag stattfindende Fachtagung setzt sich aus 75 verschiedenen Sessions und verschiedenen, auf spezielle Themen ausgerichtete Splinter-Meetings und Workshops zusammen, welche ein umfassendes Themenspektrum abdecken. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09092013141625_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09092013141625_small_3.jpg" alt="Raumfahrer.net" width="260"/></a><figcaption>
Willkommen beim European Planetary Science Congress, welcher in diesem Jahr in London stattfindet. 
<br>
(Bild: Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die darin enthaltenen fast 1.100 Beiträge, welche in Form kurzer mündlicher Vorträge oder im Rahmen einer Posterpräsentation dargebracht werden, reichen vom Themenbereich der Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun, deren Ringsystemen, Atmosphären und Monden über die sogenannten terrestrischen (erdähnlichen) Planeten Merkur, Venus und Mars und über unseren Erdmond bis hin zu den kleinsten Objekten unseres Sonnensystems, den Asteroiden, Kometen und Meteoren. Besondere Höhepunkte dürften dabei die Präsentationen der jüngsten Forschungsergebnisse der Raumsonde <i>DAWN</i>, welche sich bis Anfang September 2012 in einem Orbit um den Asteroiden Vesta befand, und des immer noch aktiven Merkurorbiters <i>Messenger</i> sein. Und auch von der neuesten Rovermission der NASA, von dem Marsrover <i>Curiosity</i>, sollen weitere Ergebnisse präsentiert werden.  <br>Aber auch neueste Erkenntnisse aus dem Themenbereich der Exoplanetenforschung, aktuelle Forschungsergebnisse aus der Astrobiologie und diverse Feldforschungsstudien sollen vorgestellt und dabei im Rahmen der jeweiligen Vorträge kurz diskutiert werden. Ebenso werden auch die technischen Aspekte zukünftiger Raum-Missionen bei dem Kongress nicht außer Acht gelassen. Neben den technischen Erfahrungen der aktuellen Missionen wird im Rahmen mehrerer Workshops auch ein Austausch über zukünftige Raummissionen stattfinden. So werden die Wissenschaftler und Ingenieure zum Beispiel über die Zielsetzungen künftiger Missionen oder die technischen Möglichkeiten von Orbitern, Landern und Rovern bei der Erforschung fremder Planeten und Monde und die mit der Planung und Durchführung solcher Missionen verbundenen Probleme diskutieren. Neben der <i>ExoMars</i>-Mission der ESA, welche aus einem 2016 zu startenden Marsorbiter und einem Rover &#8211; voraussichtlicher Starttermin ist das Jahr 2018 &#8211; besteht, wird hierbei auch die zukünftige Jupitermission <i>JUICE</i> im Detail erörtert, welche im Juni 2022 zum größten Planeten innerhalb unseres Sonnensystems aufbrechen soll. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09092013141625_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09092013141625_small_4.jpg" alt="Raumfahrer.net" width="260"/></a><figcaption>
Der diesjährige EPSC-Kongress wurde vor wenigen Stunden offiziell eröffnet. 
<br>
(Bild: Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Gespräche und Diskussionen der Beteiligten in einer möglichst entspannten Atmosphäre zu ermöglichen, wurde für den diesjährigen Kongress &#8211; wie auch bereits in den Vorjahren &#8211; erneut ein vielfältiger Mix aus teilweise parallel stattfindenden Vorträgen, Workshops, Splinter-Meetings, Panels und Posterpräsentationen als Veranstaltungsform gewählt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sie sind gerade in London? Schauen Sie vorbei!</strong> <br>Ein spezieller Themenkomplex wird sich dabei erneut der Zusammenarbeit der professionellen Wissenschaftler mit der internationalen Gemeinde der Amateurastronomen und &#8222;Hobbyplanetologen&#8220; widmen. Diese Zusammenarbeit erwies sich in den vergangenen Jahren bereits als sehr erfolgreich und erstreckte sich dabei speziell auf die Beobachtung der Planeten Jupiter und Saturn, wo Amateurastronomen wertvolle Bilder über Kometen- und Asteroidenimpakte (Jupiter) oder das aktuelle Wettergeschehen (Saturn) liefern konnten, welche aufgrund der begrenzten Beobachtungszeiten in diesem Umfang nicht mit professionellen Instrumenten hätten angefertigt werden können. Aber auch bei der gezielten und regelmäßig erfolgenden Beobachtung des Mondes, der Venus, von Kometen oder von Meteoren und der Bestimmung von deren Fallraten sind Amateurastronomen gefragt und werden aktiv in aktuelle Beobachtungsprogramme der Wissenschaftler eingebunden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09092013141625_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09092013141625_small_5.jpg" alt="Raumfahrer.net" width="260"/></a><figcaption>
Zwischen den einzelnen Sessions ergeben sich für die Kongressteilnehmer immer wieder Gelegenheiten für angeregte Gespräche. 
<br>
(Bild: Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zusammenarbeit geht Hand in Hand mit einem weiteren erklärten Ziel des Kongresses. Durch die Arbeit der Wissenschaftler soll unter anderem auch das sogenannte &#8222;Public Outreach&#8220;, die Verbreitung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und die gleichzeitig erfolgende Einbindung der interessierten Öffentlichkeit in die damit verbundenen Arbeiten der beteiligten Wissenschaftler der verschiedenen europäischen Forschungsinstitute verbessert werden. Durch eine innovative Öffentlichkeitsarbeit, so das Ziel, sollen die Aktivitäten der Planetenforscher bei den Bürgern, bei der Industrie und nicht zuletzt auch bei den für die Vergabe der benötigten Finanzmitteln verantwortlichen politischen Entscheidungsträgern mehr Beachtung finden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das &#8222;Festival der Planeten&#8220; in London</strong> <br>Um deren Interesse an der Erforschung des Weltalls noch weiter voranzutreiben findet parallel zu dem EPSC ein von verschiedenen Partnerorganisationen des diesjährigen Kongresses (UCL, Bloomsbury Theatre, British Interplanetary Society, Baker Street Irregular Astronomers, Royal Observatory Greenwich, Natural History Museum, Royal Astronomical Society) organisiertes &#8222;Festival der Planeten&#8220; statt. Diese Veranstaltungen beinhalten unter anderem künstlerische Darbietungen, mehrere Filmvorführungen, eine &#8222;Star Party&#8220; und öffentliche Fachvorträge. Sollten Sie sich gegenwärtig gerade in London aufhalten, so schauen Sie doch einfach einmal vorbei und teilen Ihr Interesse an Astronomie und Raumfahrt mit anderen Menschen! Nähere Details zu den diversen Veranstaltungen finden Sie auf einer <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://web.archive.org/web/20130822074151/http://www.europlanet-eu.org/epsc2013/outreach-activities" target="_blank" data-wpel-link="external">entsprechenden Internetseite</a>. Aber auch ein direkter Besuch des Kongresses und eine Teilnahme an den diversen Vorträgen ist <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.epsc2013.eu/registration.html" target="_blank" data-wpel-link="external">für Interessierte</a> möglich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der European Planetary Science Congress 2014 findet im nächsten Jahr vom 7. bis zum 12. September am &#8222;Estoril Congress Center&#8220; in der Nähe von Lissabon/Portugal statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Website:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.epsc2013.eu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">EPSC-Kongress 2013</a> (engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/der-epsc-kongress-2013-in-london/" data-wpel-link="internal">Der EPSC-Kongress 2013 in London</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>NASA und Roskosmos planen Jahresmission zur ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-und-roskosmos-planen-jahresmission-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Oct 2012 20:04:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Langzeitaufenthalt]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ISS-Partner haben sich auf einem internationalen Raumfahrt-Kongress in Neapel darauf geeinigt, im Jahre 2015 eine zwölfmonatige Mission zweier Raumfahrer an Bord der ISS durchzuführen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NewSpaceWatch, ABC News, Wikipedia. Damit sollen die Potenzen der Station besser genutzt und vor allem wichtige Erkenntnisse über die Auswirkungen längerer Schwerelosigkeit und weiterer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ISS-Partner haben sich auf einem internationalen Raumfahrt-Kongress in Neapel darauf geeinigt, im Jahre 2015 eine zwölfmonatige Mission zweier Raumfahrer an Bord der ISS durchzuführen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NewSpaceWatch, ABC News, Wikipedia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sollen die Potenzen der Station besser genutzt und vor allem wichtige Erkenntnisse über die Auswirkungen längerer Schwerelosigkeit und weiterer Einflussfaktoren auf die Gesundheit erforscht werden. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Mittel und Methoden medizinischer Untersuchungen bedeutend erweitert. Dies betrifft sowohl physische Faktoren wie Knochen- oder Muskelschwund sowie Veränderungen im Herz-Kreislauf-System als auch Auswirkungen auf die Psyche. 
<br>
Vonseiten der NASA ist offenbar Peggy Whitson als erste Langzeitastronautin vorgesehen. Möglich wären danach aber auch weitere Jahresaufenthalte. Allerdings wird zugleich betont, dass die normale Missionsdauer bei 6 Monaten oder darunter bleibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die geplante Jahresmission werden zwei Kurzzeitplätze auf einer Sojus-Mission frei. Da die Raumschiffe des Sojus-Typs eine garantierte Funktionsdauer von etwa 200 Tagen haben, müsste bei einer Jahresmission ein neues Schiff für die Langzeitflieger zur Station fliegen. Dabei würde aber lediglich ein Besatzungsmitglied dauerhaft ausgetauscht werden. Zwei Raumfahrer könnten nach einem Kurzzeitaufenthalt auf der ISS mit dem alten Raumschiff zur Erde zurückkehren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun kursieren Spekulationen, dass zumindest einer der beiden Plätze an einen Weltraumtouristen verkauft wird. Im Gespräch ist hier die britische Sopranistin und Schauspielerin Sarah Brightman. Verschiedentlich wird sogar berichtet, sie hätte bereits einen Platz für 51 Millionen US-Dollar gebucht. Eine offizielle Erklärung in Moskau wird für den 10. Oktober erwartet. </p>
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		<title>ISS-Symposium: Dunkle Materie und neue Technologien</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-symposium-dunkle-materie-und-neue-technologien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 10:24:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[AMS-02]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkle Materie]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf die Frage, ob wir eine über 100 Milliarden Euro teure Raumstation brauchen und ob wir sie auch nach 2020 brauchen, bietet das ISS-Symposium viele Antworten. Eine davon ist zum Beispiel das Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS) welches nach 17 Jahren Entwicklungszeit letztes Jahr an der ISS angebaut wurde. Ein Beitrag von Ralf Mark Stockfisch. Quelle: ESA, NASA, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf die Frage, ob wir eine über 100 Milliarden Euro teure Raumstation brauchen und ob wir sie auch nach 2020 brauchen, bietet das ISS-Symposium viele Antworten. Eine davon ist zum Beispiel das Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS) welches nach 17 Jahren Entwicklungszeit letztes Jahr an der ISS angebaut wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von<a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal"> Ralf Mark Stockfisch</a>. Quelle: ESA, NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03052012122435_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03052012122435_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
ISS-Symposium 2012 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Tag der internationalen Veranstaltung, welche die vergangene und künftige Nutzung der Internationalen Raumstation ISS bewerten soll, brachte viele Rückblicke und Ausblicke von den höchsten Vertretern der fünf beteiligten Raumfahrtagenturen aus den USA, aus Russland, Europa (ESA), Japan und Kanada. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Dordain" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain</a> betonte die verschiedenen Nutzungen und deren Vorteile, welche sie der Menschheit bringt. Ein großer Vorteil sei insbesondere die internationale Zusammenarbeit zwischen den Raumfahrtagenturen und letztlich zwischen den Staaten. Die auf diese Weise geschmiedeten Partnerschaften würden selbst dann noch verbleiben, wenn es die ISS schon nicht mehr gäbe. Er betonte, dass Kooperation zwar langsamer ist als Konkurrenz, aber einen länger anhaltenden Nutzen für alle bedeute. Auf die Frage angesprochen, ob man die ISS 2020 im Meer versenken sollte, sagte er: „Wir wären dumm, dies zu tun. Es gibt keine Deadline, die einzige Frage ist, wie lange können wir die ISS im Orbit halten. Es gibt auch eine Zukunft in einem niedrigeren Erdorbit. Es fragt sich jedoch, wie lange die ISS die richtige Hardware hat, um sie entsprechend nutzen zu können. Dies wiederum ist eine Frage von Kosten und Nutzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johann-Dietrich_W%C3%B6rner" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Prof. Johann-Dietrich Wörner</a>, seines Zeichens Vorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), untermauerte indirekt warum die Menschheit die ISS auch nach 2020 noch braucht. Man betreibe diese Raumstation und die Raumfahrt nicht als Selbstzweck. Raumfahrt bedeute mehr als „nur zum Mond fliegen“, sondern bedeutet neue Technologien, neue medizinische Verfahren, internationale Zusammenarbeit, Inspiration junger Menschen und mehr. Die Globalen Herausforderungen wie die schwindenden Ressourcen, die steigende Anzahl an Erdbewohnern, die Umweltverschmutzung und Klimaveränderung und damit einher gegende Folgeprobleme (Naturkatastrophen, Kriege etc.) machten die ISS erforderlich. Neben den durch die Schwerelosigkeit möglichen speziellen Experimenten erfüllt sie breit gefächerte Aufgaben. Eine wichtige Aufgabe, die Prof. Wörner zwar nicht direkt ansprach aber meinte, sind die Fernbeobachtung durch die Besatzung der ISS mithilfe spezieller Kameras und Sensoren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03052012122435_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03052012122435_small_2.jpg" alt="NASA" width="400" height="300"/></a><figcaption>
Die besten HICO-Aufnahmen vom Dezember 2010 mit Detailangaben 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu zahlreichen herkömmlichen Erdbeobachtungsplattformen umkreist die ISS die Erde in einer geneigten, äquatorialen, nicht sonnensynchronen Umlaufbahn. Das heißt, die ISS passiert die Erde in einem Winkel zwischen 52 Grad nördlicher und 52 Grad südlicher Breite, und zwar zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten und bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Satelliten mit Fernerkundungssensoren zur Erdbeobachtung wie <a href="https://www.raumfahrer.net/landsat-5-uebersteht-kritische-situation/" data-wpel-link="internal">Landsat7</a> oder Terra dagegen befinden sich in der Regel auf einer polaren, sonnensynchronen Umlaufbahn. Sie passieren die gleiche Stelle auf der Erdoberfläche in Abständen von etwa zwei Wochen immer zu etwa der gleichen Tageszeit. Diese können im Gegensatz zur ISS keine Oberflächenprozesse untersuchen, die normalerweise früh am Morgen oder spät am Nachmittag auftreten, beispielsweise Gesetzmäßigkeiten in der Bildung küstennaher Nebelbänke. Ein weiterer besonderer Vorteil der ISS ist die Besatzung, denn diese kann unverzüglich auf neue Situationen reagieren und braucht kein neues Datenerfassungsprogramm, das erst noch von der Bodenstation hochgeladen werden muss. Das fällt insbesondere bei plötzlichen und unerwarteten Naturereignissen ins Gewicht, wie zum Beispiel Vulkanausbrüchen, Erdbeben und Tsunamis. Die Beobachtung erfolgt nicht nur mit Handkameras sondern auch mit mehreren externen Sensoren. Das <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230605005334/https://www.nasa.gov/mission_pages/station/research/benefits/HREP_HICO.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">HICO</a> beispielsweise ist ein abbildendes Spektrometer, installiert an der Außenplattform des japanischen Labormoduls Kibo. Von seinen Bilddaten erhofft man sich ein besseres Verständnis von Küsten- und anderen Regionen unseres Planeten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich ging Prof. Wörner noch auf die derzeit wichtigste Neuinbetriebnahme auf der ISS ein, das Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS). Dazu hielt im Anschluss Prof. Schael von der RWTH Aachen einen Vortrag. Raumfahrer.net hatte zudem die Möglichkeit direkt mit ihm zu sprechen. Das AMS ist ein Teilchendetektor zur Untersuchung der kosmischen Höhenstrahlung. Mit ihm können Eigenschaften von Elementarteilchen nachgewiesen werden. Ein Magnetspektrometer soll demnach die jeweilige Energie geladener Teilchen durch Einsatz eines Magnetfeldes messen. So kann damit insbesondere Antimaterie aufgespürt werden. In der Astrophysik gilt nach heutigem Stand die Hypothese, dass nach dem Urknall ebensoviel Materie wie Antimaterie entstand. Bisher wurde jedoch im Weltall noch keine Antimaterie entdeckt. Würde das AMS zum Beispiel einen Anti-Kohlenstoff-Atomkern messen, wäre das ein Hinweis darauf, dass das Universum in der Tat symmetrisch ist und nach dem Urknall eine räumliche Trennung zwischen Materie und Antimaterie stattgefunden hat. Auf der Erde konnte man solche Antimateriekerne bisher nicht messen, da sie wohl vorher mit der Erdatmosphäre wechselwirken. Am CERN in Genf <a class="a" href="https://www.researchgate.net/publication/227667061_Antimaterie_-_Spiegelbild_oder_Zerrbild_Antiwasserstoff_im_Labor" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">konnten zwar Anti-Wasserstoffkerne hergestellt werden</a>, deren Lebenszeit war aber extrem kurz. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03052012122435_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03052012122435_small_3.jpg" alt="NASA" width="320" height="260"/></a><figcaption>
Das AMS-02 wird zusammengesetzt 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem könnte man mit dem AMS beweisen, dass es die von der Wissenschaft seit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkle_Materie" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">langem vermutete, dunkle Materie</a> gibt. Darunter versteht man eine Materieform, die zu wenig sichtbares Licht oder andere elektromagnetische Strahlung aussendet, reflektiert oder absorbiert, um direkt beobachtbar zu sein. Dabei handelt es sich bisher nur um eine Theorie. Grund dafür ist Folgender: Nach dem Dritten Keplerschen Gesetz und dem Newtonschen Gravitationsgesetz müsste die Rotationsgeschwindigkeit in den äußeren Bereichen von Galaxien abnehmen. Entgegen dieser Annahme verlaufen die beobachteten Rotationskurven jedoch konstant oder steigen sogar leicht an. Diese Diskrepanz legt die Vermutung nahe, dass im Universum eine Materieform existiert, welche nicht in Form von Sternen, Staub oder Gas sichtbar ist. Nur so lässt sich der Effekt mit unser bisherigen physikalischen Vorstellung erklären. Die Hoffnung liegen nun darauf, mit Hilfe des AMS eben jene dunkle Materie nachweisen zu können. Die Realisierung des multinationalen Projekts hat mehr als 16 Jahre gedauert und umfasste einen Vorgänger (das AMS-01), unzählige Testläufe und einen unerwarteten Umbau. Dabei wurde der mit flüssigem Helium gekühlte supraleitende Magnet des Spektrometers gegen einen normalen Neodym-Permanentmagneten ausgetauscht, um einen Betrieb des AMS-2 für bis zu 18 Jahre zu ermöglichen. Der supraleitende Magnet hätte nur etwa drei Jahre überstanden und hätte dann instandgesetzt werden müssen. Zwar bedeutet der Verzicht auf den gekühlten Magneten auch eine Einbuße an Messpräzision (Prof. Schael nannte es „energy resolution“), da der Magnet die geladenen kosmischen Partikel durch fünf verschiedene Detektoren leiten muss. Dafür wurde jedoch mehrere Magnetringe übereinander gestapelt, so dass das AMS-02 wesentlich schwerer und länger wurde. Zudem wurden empfindlichere Detektoren verwendet. Somit konnten die Einbußen kompensiert werden, sagt Prof. Schael. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03052012122435_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03052012122435_small_4.jpg" alt="ESA" width="320" height="213"/></a><figcaption>
Prof. Schael erläutert das AMS-02 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Prof. Schael als Projektleiter für die Deutschen Beiträge zum AMS betonte, wie froh er ist, dass dieses Präzisions-Messinstrument überhaupt den Flug mit dem Space Shuttle und die anschließende Montage an die ISS überstanden hat. Immerhin fallen bei so einem Flug Kräfte über der 6-fachen Erdbeschleunigung an. Prof. Schael fuhr selbst zur Installation des AMS in das Kontrollzentrum nach Houston, um die notwendigen Arbeiten zu koordinieren. Mittlerweile nimmt das AMS-02 über 16 Milliarden Ereignisse („Events“) pro Jahr auf, welche in einem eigens dafür eingerichteten Kontrollzentrum verarbeitet werden, um sodann ausgewertet werden können. Schon jetzt hatte man einige interessante Ereignisse, wie z.B. ein Elektron mit einer Energie von über einem Terra-Elektronenvolt (1 TeV). Auf die Frage, ob er für den Fall, dass sich die Theorie der schwarzen Materie nicht verifizieren lässt, schon eine andere Theorie in petto habe, antworte Prof. Schael, dass es Aufgabe künftiger Generationen sei, mit den nun gesammelten und noch zu sammelnden Daten Theorien über unser Universum zu bilden. In jedem Fall sei das AMS-02 ein historisches Wissenschaftsprojekt das die Physik verändern könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=607.150" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dunkle Materie</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-symposium-dunkle-materie-und-neue-technologien/" data-wpel-link="internal">ISS-Symposium: Dunkle Materie und neue Technologien</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ASE-Kongress in Edinburgh</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ase-kongress-in-edinburgh/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[50 Years in Space – Launching into the Future]]></category>
		<category><![CDATA[ASE]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
		<category><![CDATA[Edinburgh]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmonaut]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=54112</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vom 17. bis zum 21. September 2007 fand im schottischen Edinburgh der 20. Kongress der Association of Space Explorers (ASE) statt. Raumfahrer.net war dabei. Ein Beitrag von&#160;Kirsten Müller. Der ASE wurde 1985 als Non-profit-Vereinigung all jener, die jemals im Weltraum waren, gegründet, und trifft sich seither fast jedes Jahr an einem anderen Ort. Insgesamt sind [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ase-kongress-in-edinburgh/" data-wpel-link="internal">ASE-Kongress in Edinburgh</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vom 17. bis zum 21. September 2007 fand im schottischen Edinburgh der 20. Kongress der Association of Space Explorers (ASE) statt. Raumfahrer.net war dabei.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Müller</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/ase_edinburgh-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="(Bild: ASE)" data-rl_caption="" title="(Bild: ASE)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/ase_edinburgh.jpg" alt=""/></a><figcaption>(Bild: ASE)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der ASE wurde 1985 als Non-profit-Vereinigung all jener, die jemals im Weltraum waren, gegründet, und trifft sich seither fast jedes Jahr an einem anderen Ort. Insgesamt sind etwa 300 Astro- und Kosmonauten aus 30 Ländern Mitglied. 75 davon aus 15 Ländern nahmen am diesjährigen Kongress in Edinburgh teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flugerfahrung der anwesenden Astronauten und Kosmonauten umspannte Apollo (Walter Cunningham, Rusty Schweickart, Vance Brand), Woschod (Alexei Leonov) bis zur ISS (Yuri Usachyov, James Voss, Pavel Vinogradov) und zu aktuellen Shuttle-Flügen (Nicholas Patrick, STS-116). Vorwiegend waren von amerikanischer Seite ehemalige Astronauten aus der frühen Shuttle-Ära anwesend, während die russischen und internationalen Kosmonauten grösstenteils an Salyut- und MIR-Flügen teilgenommen hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>17. September</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seinem Motto „50 Years in Space – Launching into the Future” umfasste der Kongress sowohl die bisherigen Ereignisse in der Raumfahrt als auch die zukünftig geplanten Aktivitäten. Am ersten Tag wurden zwei technische Vorträge gehalten: eine Präsentation von Georgi Grechko (Soyuz 17, Soyuz 26, Soyuz T-14) über die verschiedenen Typen russischer Raketen, die schliesslich zu Sputnik führten, und ein Vortrag von US-Astronaut Carl Walz (STS-51, STS-65, STS-79, STS-108, ISS-4) über das Human Research Program der NASA. Dieses Programm hat sich zum Ziel gesetzt, die Risiken für Astronauten während Raumflügen zu erforschen und zu reduzieren. Teilnehmer sind die NASA-Zentren Ames Research Center in Moffett Field, Kalifornien, Johnson Space Center in Houston, Texas, Glenn Research Center in Cleveland, Ohio, Langley Research Center in Hampton, Virginia, Kennedy Space Center in Florida sowie das NASA-Hauptquartier in Washington, bei Langzeitmissionen unterstützt durch Zvedzny Gorodok („Sternenstädtchen“) in Russland und Baikonur in Kasachstan. Es werden unter anderem die Einflüsse kosmischer Strahlung auf die Astronauten und die physische und psychische Gesundheit während längeren Weltruamaufenthalten erforscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>18. September</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aktivitäten des Kongresses beschränkten sich nicht nur auf Edinburgh. Am 18. September wurden bei einer Veranstaltung in der Strathclyde-Universität in Glasgow die internationalen Raumfahrtprogramme präsentiert. Der kanadische CSA-Astronaut Chris Hadfield (STS-74, STS-100) beschrieb den momentanen Status der Internationalen Raumstation. Innerhalb der kommenden neun Monate werden bei der ISS verschiedene neue Laboratorien angebaut. Die NASA plant, 2010 das Shuttle-Programm zu beenden. Der geplante Nachfolger ist das Constellation-Programm (Raumfahrer.net&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/constellation-missionen/" data-wpel-link="internal">berichtete</a>), mit dem man sowohl die ISS anfliegen als auch längerfristig Mond- und Marsmissionen durchführen kann. Die Russen sind unterdessen dabei, die Soyuz-Kapsel weiter zu modifizieren. Das erste neue Modell, 701, soll 2008 zum ersten Mal gestartet werden. Im Frühjahr 2009 wird die ISS wahrscheinlich so viel Elektrizität produzieren, dass ihre Besetzung von drei auf sechs Personen erhöht werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die japanische JAXA-Astronautin Chiaki Mukai (STS-65, STS-95) hielt anschliessend einen Vortrag über die japanischen Beiträge zur ISS. Japan möchte die ISS nutzen für wissenschaftliche Experimente und als Mittel, die Jugend für Wissenschaft zu interessieren. Es steuert zur Raumstation das Japanese Experiment Module (JEM) / KIBO und das HTV (H II Transfer Vehicle) bei. Ausserdem trainiert es momentan acht JAXA-Astronauten sowie Bodenpersonal. Das Training dieser Astronauten findet in Houston, Star City sowie im japanischen Trainingszentrum Tsukuba statt. Als nächste japanische Astronauten werden Takao Doi an STS-123 und Akihiko Hoshide an STS-124 teilnehmen. Der erste Japaner, der an einer ISS-Langzeitmission teilnehmen wird, ist Koichi Wakata, geplantes Mitglied der Besatzung von Expedition 18.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird drei Shuttle-Flüge kosten, das KIBO-Module bei der ISS anzubauen. Das H II Transfer Vehicle ist ein unbemannter Frachttransporter, der voraussichtlich mit einer japanischen Trägerrakete von einem Startplatz in Japan gestartet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reinhold Ewald (ESA) (Soyuz TM-25) beschrieb die europäischen Aktivitäten auf der ISS. Während Thomas Reiters Astrolab-Mission hat der Austausch der Expedition 13-Besatzung gegen die Expedition 14-Besatzung stattgefunden. Für Expedition 14 war, wie Ewald erzählte, Reiter der Erfahrenere, den sie immer fragen konnten, wie alles funktioniert. Der nächste Raumflug mit europäischer Beteiligung wird Ende Oktober 2007 die Mission STS-120 mit Paolo Nespoli sein, bei der das in Italien gebaute Modul Node 2 zur ISS gebracht und dort angebaut wird. Danach wird bei STS-122 im Dezember das Columbus-Modul an die ISS installiert werden. An Bord werden der deutsche ESA-Astronaut Hans Schlegel sowie der Franzose Leopold Eyharts sein, der den Amerikaner Daniel Tani als Langzeitastronauten ersetzen wird. Eyharts’ Mission, der zweite Langzeitaufenthalt eines Europäers auf der ISS, wird den Namen E1 haben, als erste Mission nach der Installation von Columbus. Betreut wird Columbus vom Columbus Control Center in Oberpfaffenhofen, Deutschland. Als weiteren europäischen ISS-Beitrag erwähnte Ewald das ATV (Automatic Transfer Vehicle). Ausserdem zeigte er am Ende der Veranstaltung eine 3D-Führung von Thomas Reiter durch die ISS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chris Hadfield aus Kanada hielt danach eine Präsentation über die kanadische Weltraumagentur CSA, welche 635 Mitarbeiter beschäftigt und ihren Hauptsitz in Montreal hat. Alle kanadischen Astronauten bisher haben an Space Shuttle-Flügen teilgenommen. Im kommenden Jahr wird es eine neue Selektionsrunde für kanadische Astronauten geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abgeschlossen wurde der Tag durch eine Podiumsdiskussion mit Jeffrey Hoffman (STS-51D, STS-35, STS-46, STS-61, STS-75), Oleg Atkov (Soyuz T-10), Jan Davis (STS-47, STS-60, STS-85), Chris Hadfield und Nicholas Patrick (STS-116) und einer Abordnung der Universität Strathclyde, in der sie Fragen von Studenten aus dem Publikum und von Live-Internetübertragungen stellten. Es wurden unter anderem künstliche Intelligenz, Nuklearantrieb für Raketen, kosmische Strahlung sowie Leben ausserhalb der Erde angesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>19. September</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Tagsüber besuchten die 75 Raumfahrer Schulen in ganz Schottland, um den Schülern ihre Weltraumergebnisse näherzubringen. Abends fand in Edinburgh eine Reihe öffentlicher Vorträge über die Veränderungen des Planeten Erde, wie man sie innerhalb der letzten Jahrzehnte vom Weltraum aus beobachten konnte, statt. Kosmonaut Viktor Savinykh ((Soyuz T-4, Soyuz T-13, Soyuz TM-5) betonte zuallererst, wie viele Raumfahrtereignisse sich 2007 jähren: vor 150 Jahren wurde Konstantin Tsiolkovski geboren, der vielen als Vater der Raketenwissenschaft gilt, vor 100 Jahren war die Geburt des sowjetischen Chefkonstrukteurs Sergej Korolev und vor 50 Jahren hatte der Start des ersten Erdsatelliten Sputnik 1 stattgefunden. Hauptthema von Savinykhs Vortrag war jedoch die Zunahme natürlicher und anthropogener Naturkatastrophen in den letzten 30 Jahren. So sind zum Beispiel innerhalb der letzten 20 Jahre 20% aller Korallenriffe verschwunden. Aus dem Weltraum lassen sich über die Jahre hinaus Veränderungen an den Landschaften beobachten. So wurden Satellitenbilder von einigen Hurricans und von der Tsunami-Katastrophe 2004 gezeigt. Auch die Austrocknung des Aralsees zwischen 1975 und 2007 wurde anhand einer Fotoreihe eindrucksvoll illustriert, ebenso wie die Ausbrüche des Ätna 2002 und des Karymsky-Vulkans in Kamtschatka, Sibirien. Fortgesetzt wurde dieses Thema von US-Astronaut Jay Apt (STS-37, STS-47, STS-59, STS-79). Unter anderem zeigte er Weltraumbilder von der Verringerung des Waldes in Madagaskar, vom Smog in Norditalien, der – nach Los Angeles – der zweitstärkste Smog der Welt ist, von den Waldbränden im Amazonasgebiet und von zwei Asteroideneinschlägen in Kanada. Anschliessend zeigte Kosmonaut Sergey Avdeev (Soyuz TM-15, Soyuz TM-22, Soyuz TM-29) einen Film von der MIR-Raumstation, wo die Veränderungen an Meeresküsten beobachtet wurden. Abgeschlossen wurde der Abend mit einer Frage- und Antwortrunde mit den drei Raumfahrern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20. September</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm am 20. September fand in der Universität in Edinburgh statt, war öffentlich zugänglich und beschäftigte sich mit der Zukunft der verschiedenen Weltraumprogramme. Pavel Vinogradov (Soyuz TM-26, Soyuz TMA-8, ISS-13) stellte die vorläufigen Ausbaupläne für die ISS vor. Zwischen Mai 2008 und Januar 2009 ist geplant, mit 3 Leuten an Bord zu arbeiten. Vom April bis zum November 2009 wird die Raumstation genug „Wohnraum“ bekommen, um ab dann eine Bewohnung durch 6 Personen zu ermöglichen. Die Anzahl der möglichen Andockstellen wird dann von 3 auf 4 erhöht sein. Auch findet heutzutage 1 Stunde am Tag lang Kommunikation zwischen der Raumstation und der Erde statt. Es ist geplant, dies in Zukunft 24 h täglich zu ermöglichen. Auch soll ein neues Training stattfinden, so dass Mannschaftsmitglieder für unterschiedliche Aufgaben trainiert werden können. Jim Voss (STS-44, STS-53, STS-69, STS-101, STS-102, ISS-2) beschäftigte sich anschliessend mit Sinn und Zweck von Kommerzialisierung der Raumfahrt. Dies wurde erstmalig 2004 im „Vision for Space Exploration“- Programm und später 2005 im NASA Authorization Act festgelegt, ausserdem haben die folgenden Märkte hierfür Bedarf angemeldet: NASA- Crew- und Frachttransporte, die amerikanische nationale Sicherheit, Weltraumtourismus und industrielle Anwendungen. Vor allem die Frachttransporte sind ein wichtiger Punkt, wird doch dort nach einem Ersatz für den Shuttle gesucht, der über das ATV, das HTV und das russische Progress-Fahrzeug hinausgeht. Es ist bereits ein Budget von 500 Millionen US-Dollar bereitgestellt worden für das Programm COTS zur Demonstration kommerzieller Weltraumtransportmöglichkeiten. Zwanzig Betriebe haben 21 Vorschläge für dieses Programm eingereicht. Die beiden, die durch COTS bezuschusst werden, sind Rocketplane Kistler / X-Prize Foundation in Oklahoma City und Space Exploration Technologies (SpaceX) in Kalifornien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">US-Astronaut Dave Leestma (STS-41G, STS-28, STS-45) stellte danach das Constellation-Programm dem Publikum vor, das neben den anderen Raumfahrern vorwiegend aus Studierenden und Professoren der Universität sowie allgemein Interessierten bestand. Anders als Apollo kann Constellation überall auf dem Mond landen. Als möglicher Standort für eine bemannte Mondstation wird der Südpol des Mondes ins Auge gefasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschliessend hielt Reinhold Ewald einen Vortrag über die Zukunftspläne der ESA, wobei er sich diesmal auf die unbemannten Aktivitäten konzentrierte. Unter anderem passierten Cassini-Huygens, Gaia, Bepi Colombo und das James Webb Space Telescope die Revue, Auch wurde kurz auf die zukünftig geplanten Programme LISA Pathfinder, Herschel und Planck eingegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die darauf folgende Diskussions- und Frage-Antwortrunde schnitt unter anderem das Thema der wiederverwendbaren Raumtransporter an. Pavel Vinogradov wusste zu berichten, dass die Russen zwar keine Erfahrung mit der Wiederverwendung der Soyuz-Kapsel haben, jedoch manchmal Teile der Steuerungseinrichtungen und der Geräte, mit denen die Gesundheit der Kosmonauten überwacht wird, mehrmals benutzen. Eine Wiederverwendung der gesamten Soyuz-Kapsel ist nie in Erwägung gezogen worden, wegen der hohen Instandhaltungskosten. Bei 10-15 Starts im Jahr wäre das rentabel, jedoch nicht bei 3-4 Starts jährlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Teil der Vortragsreihe beinhaltete Vorträge zu den Themen Crewsicherheit, Pflanzen züchten im Weltraum sowie Erde und Umwelt aus der Weltraumperspektive. Professor Jose Torero vom Institut für Brandsicherheit der Universität Edinburgh zeigte die Unterschiede zwischen Brandsicherheit in einem Gebäude auf der Erde und in der Internationalen Raumstation auf. Auf der Erde lässt sich Brandsicherheit durch Alarmanlagen, Notausgänge, Termoprotektion, Sprinkleranlagen und schliesslich durch die Feuerwehr gewährleisten, während man im Falle eines Feuers auf einer Raumstation keine Hilfe bekommt und nicht weiss, wohin man fliehen kann. Probleme sind hier, dass sich der Rauch nicht schnell bemerken lässt, weil es ja im Weltraum keine Gewichtsunterschiede zwischen den verschiedenen Luftschichten gibt. Auch wirken Feuerlöschmittel, die das Feuer ersticken, wie Wasser oder Kohlendioxid, im Weltraum nicht. Reinhold Ewald berichtete kurz über die Erfahrungen, die er bei dem Feuer während seines MIR-Aufenthaltes machte. Im Training werden den Astronauten folgende Massnahmen im Falle eines Feuers beigebracht: bei kleinen Feuern ist alle Elektrizität auszuschalten, bei grösseren sind die Feuerlöscher zu betätigen. Atmen ist genauso wichtig wie das Feuer in den Griff zu kriegen, deshalb sollen erst die Feuerschutzmasken angelegt. Mittlerweile hätte Ewald es eigentlich lieber, nach seinen wissenschaftlichen Experimenten gefragt zu werden, statt immer nur nach dem Feuer. Auch Talgat Musabaev (Soyuz TM-19, Soyuz TM-27, Soyuz TM-32) und Georgi Grechko haben Erfahrungen mit Feuern im Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für zukünftige längere Weltraummissionen ist auch das Züchten von Pflanzen von Bedeutung: als Nahrungsquelle, zur Aufnahme von Kohlendioxid, zur Produktion von Sauerstoff und zum Recycling von Wasser. Wie Professor Mike Dixon von der Universität Guelph erwähnte, werden alle Pflanzen an Bord zukünftiger Raummissionen genetisch modifiziert sein, dies wegen der Zusammensetzung der Atmosphäre in den zukünftigen Raumschiffen. In Experimenten auf der Erde wurde auf jeden Fall nachgewiesen, dass Paprikapflanzen für vernünftiges Wachstum Atmosphärendruck brauchen. Die Biofiltration von Innenluft durch Pflanzen wird auch schon in grossen Bürogebäuden auf der Erde angewandt. Yuri Gidzenko (Soyuz TM-22, Soyuz TM-31, ISS-1, Soyuz TM-34) als Respondent des ASE, berichtete daraufhin von Experimenten, die im Weltraum mit Weizenkeimlingen durchgeführt worden sind, wobei die Schwerkraft der variable Parameter war. Es wurde festgestellt, dass der Weizen sich unter Weltraumbedingungen ganz normal entwickelt und die Schwerelosigkeit nicht sein Wachstum beeinträchtigt. Auf der ISS werden Wachstumsexperimente im Gewächshaus LADA durchgeführt. Der polnische Kosmonaut Miroslaw Hermaszewski (Soyuz-30) erwähnte in der anschliessenden Fragestunde, dass er während seiner Salyut-Mission Pilze in Richtung Licht hat wachsen sehen, und fragte Gidzenko nach dem Verhalten von dessen Weizen – dieser wuchs auch in Richtung Licht und seine Wurzeln in Richtung der Nahrungsquelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Klimaveränderungen warten wieder Thema von zwei Vorträgen. Dr. Andrew Shepherd von der Universität Edinburgh erzählte, dass die Eiskappe der Antarktis sich innerhalb der letzten zwei Monate verkleinert hat. US-Astronaut Mario Runco (STS-44, STS-54, STS-77) zeigte anhand des berühmten vollständigen Bildes der Erde, das im Dezember 1968 von der Apollo 8-Besatzung gemacht wurde, einige klimatische Besonderheiten auf: So sind dort beispielsweise über der Antarktis keine Wolken abgebildet, weil es dort so kalt ist. Auch wird auf dem afrikanischen Kontinent eine wolkenlose Sahara und Kalahari-Wüste gezeigt. Dazwischen befindet sich ein grüner Gürtel. Der Tschadsee, in der südlichen Sahara, lag früher mal in diesem Grüngürtel. Auch erwähnte Runco wieder die Verringerung der Oberfläche des Aralsees; war diese 1992 48.500 km², so betrug sie 1998 27 187 km².</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21. September</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorträge am letzten Kongresstag waren den Risiken eventueller Asteroiden gewidmet. US-Astronaut Rusty Schweickart (Apollo 9) berichtete erst über die zwei Möglichkeiten, einen Asteroiden von seiner Bahn abzulenken: durch einen kinetischen Anprall, der den Asteroiden aus seiner Bahn wegschubst, oder durch einen Körper, der den Asteroiden durch seine Schwerkraft aus der Bahn herausholt. Szenarien von Explosionen der Asteroiden, wie sie der amerikanische Spielfilm „Armageddon“ zeigt, werden bei diesen Forschungen allerdings nicht in Betracht gezogen, vielmehr veschäftigt man sich lieber mit real machbaren Lösungen. Dorin Prunariu (Soyuz-40) aus Rumänien und Tom Jones (STS-59, STS-68, STS-80, STS-98) stellten dazu das ASE-NEO (Near Earth Object)-Komitee vor, dem sechs ASE-Mitglieder angehörten. Elf ASE-Mitglieder haben an Veranstaltungen teilgenommen, um finanzielle Hilfe für bisher vier Workshops zu bekommen, die sich mit dem Thema Asteroiden auseinandersetzen. Das ASE-NEO-Komitee agiert unabhängig von irgendwelchen staatlichen Agenturen. Sein Motto ist, „aus einer Gefahr eine Möglichkeit zu machen“. Die geschätzte Wahrscheinlichkeit eines ernstzunehmenden Asteroideneinschlags auf der Erde ist allerdings einmal alle 600 bis 800 Jahre, daher lässt sich von einer grossen „Gefahr“ eigentlich gar nicht reden. Auf die Frage eines russischen ASE-Teilnehmers, wieso man hierüber nicht mehr PR mache und mehr mit den Medien zusammenarbeite, um Forschungsgelder reinzubekommen, antwortete das Komitee, dies sei ein Thema für ernsthaftes Nachdenken und Mitdenken und nicht für allzu grosse Panikmache in der Öffentlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt war der ASE-Kongress eine einzigartige Gelegenheit, viele Raumfahrer aus verschiedenen Nationen und Raumfahrtprogrammen hautnah auf einmal zu erleben. Auch das behandelte Thememspektrum war sehr breit. Bei den öffentlichen Veranstaltungen zeigten sie sich dem Publikum sehr zugänglich und waren auch mal für kleine Gespräche zwischendurch zu haben. Wann ein solcher Kongress wieder hier in Europa veranstaltet wird, ist noch nicht bekannt, im nächsten Jahr findet er jedenfalls in Seattle, Washington, USA statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong>Verwandte Webseiten:</strong>&nbsp;<a rel="noreferrer noopener follow" target="_blank" href="https://www.space-explorers.org/" data-wpel-link="external">Homepage der ASE</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Symposium: Kleinsatelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/symposium-kleinsatelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2007 08:02:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[IAA]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinsatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Internationale Astronautische Akademie (IAA) veranstaltet vom 23. bis 26. April 2007 in Berlin das sechste Symposium zum Thema &#8222;Kleinsatelliten für Erderkundungsaufgaben&#8220;. Quelle: DLR. Der Kongress wird organisiert und unterstützt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das auch Gastgeber der Veranstaltung ist. Rund 150 Wissenschaftler und Ingenieure aus 24 Ländern präsentieren und diskutieren [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Internationale Astronautische Akademie (IAA) veranstaltet vom 23. bis 26. April 2007 in Berlin das sechste Symposium zum Thema &#8222;Kleinsatelliten für Erderkundungsaufgaben&#8220;.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kongress wird organisiert und unterstützt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das auch Gastgeber der Veranstaltung ist. 
<br>
Rund 150 Wissenschaftler und Ingenieure aus 24 Ländern präsentieren und diskutieren dabei bewährte und neue Nutzungsmöglichkeiten von Kleinsatelliten. In den einzelnen Arbeitsgruppen geht es auch um die Entwicklung von integrierten Anwendungen für Raum- und Luftfahrtsysteme. Dabei sollen die aus der Erdumlaufbahn erfassten Daten mit denen vom Flugzeug und den am Erdboden erhobenen verbunden werden, um Synergieeffekte in der umfassenden Bewertung der Daten zu erreichen. Zum dritten Mal gibt es auch eine Studentenkonferenz, auf der heftig präsentiert und diskutiert wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das IAA-Symposium bietet seit Jahren ein erfolgreiches Forum zum Informationsaustausch für Wissenschaftler, Ingenieure und Manager. Dabei werden nicht nur neue Ideen und Aufgabenstellungen für Kleinsatellitenmissionen diskutiert, sondern auch Technologie- und Management-Aspekte erörtert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technologie im Erdorbit – Kleinsatellit BIRD spürt Waldbrände auf</strong> <br>Ein konkretes Beispiel für den Nutzen von Kleinsatelliten ist der im Oktober 2001 gestartete BIRD (Bispectral Infra-Red Detection), der vom DLR entwickelt und gebaut wurde. Mit diesem Kleinsatelliten wurde erstmalig demonstriert, dass man Waldbrände in ihrer Ausdehnung und die dabei auftretenden Flammentemperaturen vom Weltall aus bestimmen kann. Darüber hinaus gehören die genauen Beobachtungen von Vulkan-Aktivitäten sowie Wolken- und Vegetationsanalysen zur wissenschaftlichen Zielstellung des Projektes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Jahr 2007 ist zudem der Start des ersten Satelliten der RapidEye-Flotte geplant. Dieses Projekt in Public-Private-Partnership wird Aufgaben zur Erdbeobachtung wahrnehmen. Gegenwärtig geplant ist der Einsatz von Technologieerprobungsträgern (TET) in der Erdumlaufbahn. Vergleichbar mit einem Kleinsatelliten wird diese Plattform dem Test von Hardware im Weltraumeinsatz dienen. Realisiert wird dieses Vorhaben in Kooperation zwischen dem DLR und der Firma Astro- und Feinwerktechnik Adlershof in Berlin. 
</p>
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		<title>ESA-Seminar in Zürich: Biotechnologie im Weltraum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-seminar-in-zuerich-biotechnologie-im-weltraum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2006 19:47:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Nicollier]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ESA und das Schweizer Biotechnologiezentrum Biotesc laden zu einem Seminar über die Möglichkeiten der Forschung an Bord der Internationalen Raumstation am 6. November 2006 in den Technopark Zürich ein. Im Focus der Betrachtungen: die Biotechnologie. Der erste Schweizer im Weltraum, der ESA-Astronaut Claude Nicollier, wird dabei seinen reichen Erfahrungsschatz von vier Raumflügen einbringen. Ein [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ESA und das Schweizer Biotechnologiezentrum Biotesc laden zu einem Seminar über die Möglichkeiten der Forschung an Bord der Internationalen Raumstation am 6. November 2006 in den Technopark Zürich ein. Im Focus der Betrachtungen: die Biotechnologie. Der erste Schweizer im Weltraum, der ESA-Astronaut Claude Nicollier, wird dabei seinen reichen Erfahrungsschatz von vier Raumflügen einbringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ingo Froeschmann</a>. Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschung im Weltraum unter den Bedingungen der Mikrogravitation hat den Wissenschaftlern einzigartige Möglichkeiten eröffnet. Sie können damit Fragen auf den Grund gehen, auf die sie auf der Erde unter den Bedingungen der Schwerkraft niemals eine Antwort finden würden. Die Ergebnisse dienen nicht nur der Grundlagenforschung, sie führen zu innovativen Applikationen und neuartigen Produkten in der Medizin, der Biotechnologie, der Pharmaindustrie oder der Lebensmittelindustrie.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31102006204746_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/><figcaption>
 Der wichtigste Beitrag der ESA zur ISS wird das Forschungslabor Columbus sein  
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einladung an interessierte Unternehmen</strong> <br>Eine ideale Plattform für Langzeituntersuchungen in der Schwerelosigkeit ist die Internationale Raumstation ISS. Viele Forschungseinrichtungen und Unternehmen unterschätzen noch die ungeahnten Möglichkeiten auf der ISS, die nahezu Jedermann nutzen kann. Forschung auf der ISS ist keineswegs abgehoben: Das ist bodenständige irdische Forschung &#8211; in 350 Kilometern Höhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frank M. Salzgeber, Leiter des Bereichs Commercial Development der Human Exploration Promotion Division der ESA, ist deshalb überzeugt, dass durch zielgruppengerechte Informationsveranstaltungen und Unterstützung bei der Vorbereitung von Experimenten der Kreis der interessierten Firmen rasch wachsen wird: &#8222;Wir bieten allen Firmen, die die außergewöhnlichen Umgebungsbedingungen im Weltraum für ihre Arbeit nutzen möchten, Unterstützung bei der Realisierung ihrer Aktivitäten an.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seminar zur biotechnologischen Forschung im Weltraum</strong> <br>Auf einem Seminar am 6. November 2006 im Technopark Zürich offeriert die ESA gemeinsam mit dem Schweizer Biotechnologiezentrum Biotesc die einmaligen Chancen biologischer Forschung im Weltraum und zeigt die Beteiligungsmöglichkeiten auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Biotesc (Biotechnology Space Support Center) ist das Schweizer &#8222;User Support Center&#8220; für Experimente auf der ISS. Es fungiert gleichzeitig als &#8222;Facility Support Center&#8220; für das Biolab an Bord der ISS. Ausgestattet mit Laboren unterstützt das Zentrum Wissenschaftler bei der Vorbereitung und Durchführung von ESA-Experimenten auf dem Gebiet der Biologie und Biotechnologie. Das Biolab, untergebracht in einem Geräteschrank, soll an Bord des europäischen Moduls Columbus 2007 zur Internationalen Raumstation befördert werden. Es enthält Einrichtungen für eine weitgehend automatisierte biologische Forschung in der Erdumlaufbahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ESA-Astronaut Claude Nicollier: Bericht über die Arbeit im Weltraum Experten der ESA, der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich), des Schweizer Büros für Weltraumangelegenheiten (Swiss Space Office) sowie weiterer Unternehmen und Forschungseinrichtungen stellen in speziellen Vorträgen das Thema &#8222;Biotechnologie im Weltraum&#8220; umfassend vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über seine reichen Erfahrungen, die er bei der Arbeit unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit gesammelt hat, berichtet der Schweizer ESA-Astronaut Claude Nicollier. Der erste und bislang einzige Schweizer Astronaut war bereits vier Mal im Weltraum. Die Teilnehmer des Seminars werden daher garantiert nicht nur ein realistisches Bild vom Leben an Bord einer Raumstation gewinnen können. Sie werden aus erster Hand wertvolle Hinweise zur Realisierung ihrer eigenen Experimente auf der ISS erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anmeldung</strong> <br>Interessierte Unternehmen oder Personen können sich bei Biotesc online anmelden: <s>hier</s>.  [Edit 2021: Seminar vorbei, Link gelöscht.]
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		<title>Erster Europäischer Kongress der Planetenforscher</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erster-europaeischer-kongress-der-planetenforscher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Sep 2006 17:27:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Huygens]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Express]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[SMART-1]]></category>
		<category><![CDATA[Venus Express]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30445</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vom 18. bis 22. September 2006 wird Deutschlands Hauptstadt zum Mekka der Planetenforscher. Europas großes Forschungsnetzwerk Europlanet lädt die weltweite Wissenschaftsgemeinde zum ersten Planetologie-Kongress in das Estrel Convention Center nach Berlin ein. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: ESA. Raumsonden mit intelligenten Sensoren, scharfen Augen und leistungsfähigen Computergehirnen dringen immer tiefer in das Universum vor. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vom 18. bis 22. September 2006 wird Deutschlands Hauptstadt zum Mekka der Planetenforscher. Europas großes Forschungsnetzwerk Europlanet lädt die weltweite Wissenschaftsgemeinde zum ersten Planetologie-Kongress in das Estrel Convention Center nach Berlin ein.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ingo Froeschmann</a>. Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Raumsonden mit intelligenten Sensoren, scharfen Augen und leistungsfähigen Computergehirnen dringen immer tiefer in das Universum vor. Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht neue Daten, atemberaubende Bilder und sensationelle Forschungsergebnisse aus der Planetenforschung veröffentlicht werden, die Fachwelt und Öffentlichkeit gleichermaßen bewundern.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092006192710_small_1.jpg" alt="ESA" width="400" height="295"/><figcaption>
Mars Express in der Umlaufbahn des Mars 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Europa: Ein führender Partner der Planetenforschung</strong> <br>Europa ist in der Raumfahrt längst nicht mehr Juniorpartner der Supermächte. Mit der gelungenen Landung der Huygens-Sonde auf dem Saturnmond Titan am 14. Januar 2005 verbucht es seinen bislang größten Erfolg in der Planetenforschung: Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt ist ein Körper des äußeren Sonnensystems vor Ort erforscht worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Dezember 2003 umrundet Europas erste Planetensonde, Mars Express, den kühlen Roten Planeten und liefert atemberaubende Bilder sowie Messergebnisse von einem im Umbruch befindlichen Mars. Und seit April 2006 erkundet die Schwestersonde Venus Express aus ihrer Umlaufbahn heraus unseren heißen Nachbarplaneten Venus. Erst vor wenigen Tagen beendete SMART 1 seine überaus erfolgreiche, dreijährige Mission. Die mit einem Ionentriebwerk ausgerüstete ESA-Hightechsonde lieferte wertvolle Erkenntnisse über das Erde-Mond-System. Damit ist aber die Aufzählung der Missionen und Aktivitäten rund um die Erkundung unseres Sonnensystems mit seinen Planeten, Monden, Kometen und Asteroiden noch lange nicht vollständig. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Europlanet: Das neue Netzwerk</strong> <br>Aus den gewonnenen Daten leitet die Forschergemeinde neue Erkenntnisse über die Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen sowie über die Entstehung, Entwicklungsgeschichte und Eigenschaften der einzelnen planetaren Objekte ab. Gleichzeitig ergeben sich neue Fragestellungen, die von zukünftigen Missionen beantwortet werden sollen. &#8222;Wir verlassen ein goldenes Zeitalter, jetzt gilt es, Gold in Platin zu verwandeln&#8220;, resümiert Michel Blanc, Co-Chairman des wissenschaftlichen Programmkomitees des Ersten Europäischen Kongresses der Planetenforscher. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Veranstalter des Kongresses ist Europlanet. Dahinter verbirgt sich ein am 1. Januar 2005 gegründetes Forschungsnetzwerk, das die Aktivitäten irdischer Beobachter und der extraterrestrischen Arbeit der Raumsonden koordinieren soll. Europlanet wird über das 6. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission finanziert. Neben der Koordinierung geht es um Studien, Laborexperimente, Simulationen sowie Synergien zwischen beiden Forschungsansätzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Europlanet gehören derzeit 40 Forschungsgesellschaften und -institutionen aus 17 europäischen Nationen an, die fast 100 Institute repräsentieren. Aus Deutschland sind die Max-Planck-Gesellschaft, die Universitäten Münster, Potsdam und Würzburg sowie die TU München vertreten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Kongress: Diskussionsforum und Ideenschmiede</strong> <br>Der erste Europäische Planetologie-Kongress dient nicht nur der Vorstellung einer Fülle von Forschungsergebnissen. Er soll vor allem zu Gesprächen und Diskussionen der Teilnehmer in einer entspannten Atmosphäre führen. Deshalb wurde ein Mix aus Vorträgen, Workshops, Panels und Poster-Sessions als Veranstaltungsform gewählt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich steht eine breite Themenpalette an. Sie reicht von Beiträgen zu erdähnlichen Planeten &#8211; wie Mars und Venus &#8211; über planetare Monde bis hin zu den kleinen Körpern des Sonnensystems, den Asteroiden, Kometen und Meteoriten. Auch die technische Seite künftiger Missionen kommt nicht zu kurz. So werden die Forscher über die Zielstellungen künftiger Missionen und die Möglichkeiten von Robotern bei ihrem Einsatz auf anderen Planeten und Monden diskutieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jean-Pierre Lebreton, Huygens-Projektwissenschaftler der ESA und einer der Koordinatoren von Europlanet, freut sich auf den ersten europäischen Kongress in Berlin, gibt er uns doch &#8222;die einmalige Möglichkeit, alle wissenschaftlichen Kräfte der Planetenforschung &#8211; Experten interplanetarer Missionen, Fachleute bodengebundener astronomischer Beobachtungen, Forscher aus Laboratorien sowie Theoretiker &#8211; an einem Ort zum Gedankenaustausch zusammenzuführen&#8220;.  
</p>
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		<title>NASA schmiedet Zukunftspläne – trotz Geldsorgen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-schmiedet-zukunftsplaene-trotz-geldsorgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jul 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Mondflug]]></category>
		<category><![CDATA[NASA-Budget]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während der NASA-Budgetvorschlag für 2005 im US-Kongress bis auf Weiteres festgefahren ist, arbeitet die Raumfahrtbehörde bereits an Plänen zur bemannten Erforschung des Sonnensystems. Autor: Gero Schmidt. Am 22. Juli hatte ein Komitee des Repräsentantenhauses des Kongresses, das für die Zuweisung von Haushaltsmitteln zuständig ist, einen Gesetzesentwurf gebilligt, der dramatische Kürzungen im NASA-Budget für das kommende [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Während der NASA-Budgetvorschlag für 2005 im US-Kongress bis auf Weiteres festgefahren ist, arbeitet die Raumfahrtbehörde bereits an Plänen zur bemannten Erforschung des Sonnensystems.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Gero Schmidt</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/erdmond_01.jpg" alt="" width="324" height="324"/><figcaption>Nach den Plänen des US-Präsidenten soll der Mensch auf den Mond zurückkehren.<br>(Foto: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 22. Juli hatte ein Komitee des Repräsentantenhauses des Kongresses, das für die Zuweisung von Haushaltsmitteln zuständig ist, einen Gesetzesentwurf gebilligt, der dramatische Kürzungen im NASA-Budget für das kommende Jahr vorsieht. Der Entwurf war zwei Tage zuvor von einem Unterausschuss, der neben der NASA unter anderem auch noch für Veteranenangelegenheiten und die Umweltschutzbehörde zuständig ist, ausgearbeitet und einstimmig angenommen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA würde nach dieser Gesetzesvorlage statt der beantragten Erhöhung sogar noch weniger Geld als im laufenden Jahr erhalten. Das eigentlich geforderte Budget wurde um sieben Prozent gekürzt. Betroffen sind vor allem Projekte, die direkt oder indirekt mit der neuen Raumfahrt-Initiative zusammenhängen. Sowohl die Gelder für das <em>Crew Exploration Vehicle</em> (CEV) wurden zusammengestrichen, als auch für <em>Project Prometheus/Jupiter Icy Moons Orbiter</em> (JIMO), außerdem Mittel zur Entwicklung von Technologien für bemannte Missionen zum Mond und zum Mars. Auch die verbliebenen Mittel aus dem auslaufenden <em>Space Launch Initative</em>-Programm, mit denen bisher vor allem die Arbeit des <em>Exploration Systems Directorate</em>, also gerade der NASA-Abteilung, die mit der Umsetzung der neuen Pläne befasst ist, finanziert wurde, wurden gekürzt. Kurz gesagt: Es wurde alles unternommen, um die neue Initiative bereits im ersten Jahr zu Fall zu bringen. Da mutet es fast schon zynisch an, wenn in dem Entwurf die Rede davon ist, dass man die neuen Ziele der NASA grundsätzlich unterstütze.<br><br>Mit dem Beschluss des Haushaltskommittes des Repräsentantenhauses ist das letzte Wort aber noch lange nicht gesprochen. Der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Tom DeLay, nannte den Entwurf &#8222;inakzeptabel&#8220; und hat bereits angekündigt, die Vorlage des Ausschusses nicht für eine Abstimmung durch das gesamte Repräsentantenhaus zuzulassen, sollten keine Änderungen daran vorgenommen werden. DeLay ist Republikaner und einer der wenigen Politiker, die bisher offen ihre Unterstützung für die Raumfahrtpläne von Präsident Bush gezeigt haben. Das mag auch damit zusammenhängen, dass das <em>Johnson Space Center</em> der NASA in seinem Heimatstaat Texas ein wichtiger Arbeitgeber ist. Außerdem hat der Senat noch keinen Entschluss über das NASA-Budget gefasst; es gibt aber Anzeichen, dass die Entscheidung hier positiver ausfallen könnte. Wenn das der Fall wäre, müssten sich das Repräsentantenhaus (sollten hier wider Erwarten doch keine Änderungen mehr erfolgen) und der Senat erst auf eine gemeinsame finale Version einigen. Sollten alle Stricke reißen, hat Präsident Bush schon jetzt verlauten lassen, er könnte gegen eine Gesetzesvorlage von Senat und Repräsentantenhaus, die keine ausreichenden Mittel für die NASA vorsieht, sein Veto einlegen. Sollte es tatsächlich dazu kommen, wäre es das erste Mal in der Geschichte, dass ein US-Präsident sich auf diese Weise für die NASA einsetzt. Es ist also noch ein langer Weg, bis klar ist, womit die NASA im nächsten Jahr rechnen kann und womit nicht.<br><br><strong>NASA lässt sich nicht beirren</strong><br>Ungeachtet aller politischen Schwierigkeiten hat die Raumfahrtbehörde damit begonnen, ihre Pläne für eine bemannte Rückkehr zum Mond und für Expeditionen zu anderen Zielen im Sonnensystem in die Tat umzusetzen. Gestern wurde ein so genanntes <em>Broad Agency Announcement</em> (BAA) veröffentlicht. Darin fordert die NASA die Industrie, Universitäten, Forschungseinrichtungen und sonstige Raumfahrt-Organisationen auf, bis Ende September ihre Vorschläge für Technologien, die solche Missionen möglich machen, einzureichen.<br><br>Die NASA interessiert sich dabei vor allem für Systeme, mit denen man künstliche Schwerkraft durch Rotation erzeugen könnte, für &#8222;aufblasbare&#8220; Habitate und für Technologien, welche die Nutzbarmachung lokaler Ressourcen beispielsweise auf dem Mars, ermöglichen sollen. Insbesondere der Ansatz, durch Rotation des Raumschiffs künstliche Schwerkraft zu erzeugen, ist interessant. Bisher hatte die NASA stets betont, es sei einfacher, die Astronauten in einer null-g Umgebung ans Ziel zu bringen und die negativen Nebeneffekte der Schwerelosigkeit durch Medikamente und Fitnesstraining zu bekämpfen. Damit wurde auch die Existenz der Internationalen Raumstation (ISS) immer wieder gerechtfertigt: Man brauche die Raumstation, um sich auf bemannte Langzeitmissionen vorzubereiten. Dass man nun auf künstliche Schwerkraft setzt, beraubt die ISS eines weiteren Teils ihrer (ohnehin fragwürdigen) Daseinsberechtigung und könnte ein Indikator dafür sein, dass sie auf der Prioritätenliste der NASA noch weiter abgerutscht ist.<br><br><strong>Erste Details zu Mondmissionen</strong><br>Frank Sietzen von UPI hat derweil Einzelheiten zu den für das nächste Jahrzehnt geplanten Mondmissionen in Erfahrung gebracht. Demnach geht man bei der NASA intern von einer ersten bemannten Landung im Jahr 2017 aus. Die ersten Missionen würden etwa eine Woche dauern und sich hauptsächlich auf einfach zu erreichende Landezonen entlang des Mondäquators beschränken. Sie wären vergleichbar mit den späten Apollo-Missionen (<em>Apollo 15-17</em>). In einer zweiten Phase könnten die Expeditionen auch die schwerer zugänglichen Gebiete, etwa die Pole, erfoschen, und im dritten Schritt könnte die Missionsdauer zusätzlich auf bis zu drei Monate verlängert werden. Zu diesem Zeitpunkt würde man mit dem Aufbau einer Mondbasis beginnen.<br><br>Ob all diese Pläne diesmal in die Tat umgesetzt werden oder wieder auf unbestimmte Zeit in der Schublade verschwinden, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen.</p>



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		<title>Erste Debatten zum NASA Budget 2005</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erste-debatten-zum-nasa-budget-2005/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2004 10:14:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[US-Haushalt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das für die Prüfung von Ausgaben der NASA zuständige Komitee des amerikanischen Kongresshaues hat in einer ersten Lesung den Haushaltsplan für die Raumfahrt erheblich gekürzt. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: UniverseToday. Noch ist das letzte Wort in der Haushaltsdebatte nicht gesprochen und der Plan könnte doch noch in seiner ursprünglichen Fassung überleben, zur Zeit [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das für die Prüfung von Ausgaben der NASA zuständige Komitee des amerikanischen Kongresshaues hat in einer ersten Lesung den Haushaltsplan für die Raumfahrt erheblich gekürzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: UniverseToday.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch ist das letzte Wort in der Haushaltsdebatte nicht gesprochen und der Plan könnte doch noch in seiner ursprünglichen Fassung überleben, zur Zeit jedoch liegt der Plan auf der Krankenstation.  
<br>
US Präsident Bush hatte für die NASA ein Budget von 16,2 Milliarden Dollar beantragt, 866 Millionen mehr als für das Jahr 2004. Das entspräche einer Steigerung von etwas über 5 Prozent. Ein großer Teil des zusätzlichen Geldes war für die Wiederaufnahme der Shuttle Flüge nach dem Columbia Unglück eingeplant. Ein weiterer Teil sollte die ersten Elemente der neuen Weltraumpolitik „Moon, Mars and Beyond“ (etwa: „Mond, Mars und dann weiter“) der Bush Administration unterstützen.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23072004121452_small_1.jpg" alt="None" width="348" height="230"/><figcaption>
Wird Bush das NASA Budget durchbringen?
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl dieser Tage die erste bemannte Mondlandung vor 35 Jahren mit einem Treffen zwischen Präsident Bush und den drei Astronauten Armstrong, Aldwin und Collins ins Gedächtnis gerufen wurde, bewegte sich das Komitee des Kongresses jedoch in die entgegengesetzte Richtung und setzte für das Budget einen Betrag von 15,149 Milliarden Dollar fest. Das sind sogar noch 229 Millionen Dollar weniger als im laufenden Jahr.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Detail sind die Entscheidungen des Komitees recht unterschiedlich. Zum Beispiel wurden die beantragten 4,3 Milliarden Dollar die für den Betrieb der Shuttle Flotte beantragt wurden, voll bewilligt. Aber die Gelder die für die neue Initiative der Bush Administration benötigt werden, wurden stark gekürzt oder sogar ganz gestrichen. Beispielsweise wurden die Forschungsgelder für das neue <i>Crew Exploration Vehicle</i> (ein sperriger Begriff, etwa „Enteckerbesatzungsgefährt“) um 436 Millionen Dollar gekürzt. Sollte das gekürzte Budget wirklich verabschiedet werden, könnte im kommenden Jahr an dem Projekt gar nicht gearbeitet werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Punkte die von der Liste der förderungswürdigen Projekte gestrichen wurden beinhalten Technologieentwicklungsprogramme für Mond- und Marsflüge. Hier wurden 30 Millionen Dollar gestrichen. Weitere 230 Millionen Dollar waren für die Entwicklung eines neuen Antriebssystems eingeplant. Auch das wurde gestrichen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch andere kleine Haushaltspunkte wie ein Topf für Preisgelder um private Technologieprojekte ähnlich dem sehr erfolgreichen Ansari X-Preis anzustoßen, wurden ersatzlos gestrichen. Gelder die die NASA aus anderen Bereichen transferiert hatte, sind nun ebenfalls in Gefahr, weil auch diese Bereiche gekürzt wurden. Das Gesamtbild ergibt eine Niederlage für Projekte die mit der Weltrauminitiative der Bush Administration zu tun haben.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leiter der NASA, Sean O’Keefe, will sich mit dieser Vorentscheidung nicht zufrieden geben und hat einen Brief an den Republikaner Bill Young, den Vorsitzenden des Kongresskomitees geschickt. In diesem verteidigt er sein Budget. „Im Laufe des vergangenen Jahres hat der Kongress den Präsidenten gebeten, seine Vision und Strategie für die weitere Erkundung des Weltraums darzulegen. Der NASA Haushaltsplan beinhaltet nun die Mittel um diese Vision zu verwirklichen, während die Position des Komitees dies nicht tut.“  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das letzte Wort ist jedoch noch nicht gesprochen, da der Haushalt noch vom Kongress verabschiedet werden muss und die Hoffnung stirbt zuletzt.    </p>
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