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	<title>Kontaktaufnahme &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Kontaktaufnahme &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Kometensonde Rosetta: Dritter Kontakt mit Philae</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kometensonde-rosetta-dritter-kontakt-mit-philae/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2015 11:09:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Am gestrigen Tag konnten bereits zum dritten Mal Daten von dem Kometenlander Philae empfangen werden, der die letzten sieben Monate auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko in einem durch Energiemangel bedingten Winterschlaf verbrachte. Die dabei übermittelten Telemetriewerte zeigen, dass sich Philae in einem guten Zustand befindet und seinen wissenschaftlichen Betrieb bereits in Kürze wieder aufnehmen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kometensonde-rosetta-dritter-kontakt-mit-philae/" data-wpel-link="internal">Kometensonde Rosetta: Dritter Kontakt mit Philae</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am gestrigen Tag konnten bereits zum dritten Mal Daten von dem Kometenlander Philae empfangen werden, der die letzten sieben Monate auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko in einem durch Energiemangel bedingten Winterschlaf verbrachte. Die dabei übermittelten Telemetriewerte zeigen, dass sich Philae in einem guten Zustand befindet und seinen wissenschaftlichen Betrieb bereits in Kürze wieder aufnehmen könnte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: DLR, ESA. Vertont von Peter Rittinger</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2015-06-24-38959.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062015130934_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062015130934_small_1.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)" width="260"/></a><figcaption>
Der Kometenlander Philae sendet seine Daten zunächst an den Orbiter Rosetta, von wo aus diese an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESTRACK" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">ESTRACK-Kommunikationsnetzwerk</a>
 der ESA beziehungsweise an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a>
 der NASA weitergeleitet werden. Von den jeweiligen Empfangsstationen werden diese Daten zunächst an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESOC" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Raumflugkontrollzentum</a>
 der ESA übermittelt, bevor sie vom ESOC an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Raumfahrtnutzerzentrum#ROSETTA-Lander-Kontrollzentrum" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Lander Control Center</a>
 (LCC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln weitergeleitet werden. Das LCC ist für die Kommandierung und den Betrieb des Kometenlanders zuständig. 
<br>
(Bild: DLR (CC-BY 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 12. November 2014 erreichte der von der Kometensonde <i>Rosetta</i> mitgeführte Lander <i>Philae</i> nach einer unerwartet &#8218;holprig&#8216; verlaufenden Landung die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt), wo er in den folgenden Tagen mit acht von seinen <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" data-wpel-link="external">zehn wissenschaftlichen Instrumenten</a> erfolgreich eine Vielzahl an Messungen durchführte. Am 15. November 2015 waren jedoch die Energievorräte des Landers so weit aufgebraucht, dass dieser sich um 01:36 MEZ in einen &#8218;Schlafmodus&#8216; versetzte. Seitdem war es den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren trotz mehrerer entsprechender Kampagnen (<a href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-sucht-nach-einem-signal-vom-lander-philae/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a> über die damit verbundene Vorgehensweise) nicht möglich, einen erneuten Kontakt mit <i>Philae</i> zu etablieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Juni 2015 konnte der für die Kommunikation mit <i>Philae</i> zwingend benötigte &#8218;Kometenorbiter&#8216; <i>Rosetta</i> jedoch zur Freude der an der Mission beteiligten Forscher nach einer Wartezeit von fast sieben Monaten erstmals wieder in Form einer zwar schwachen, aber stabilen Radiotransmission ein Lebenszeichen von seiner Tochtersonde registrieren. Eine Tag später erfolgte ein zweiter, diesmal allerdings kürzerer Kontakt, in dessen Verlauf ebenfalls Telemetriedaten des Landers übermittelt werden konnten. Die Auswertung dieser Daten zeigte, dass <i>Philae</i> seinen siebenmonatigen &#8218;Winterschlaf&#8216; offenbar gut überstanden hat, sich in einem guten Allgemeinzustand befindet und betriebsbereit ist (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-aendert-die-flugbahn-wegen-philae-kontakt/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen dieser beiden Datentransmissionen übermittelte der Lander auch Daten, welche bereits Anfang Mai 2015 aufgezeichnet wurden. &#8222;<i>Philae</i> war zu diesem Zeitpunkt bereits aufgewacht, konnte uns aber noch nicht erreichen&#8220;, so Dr. Stephan Ulamec vom DLR, der für die <i>Philae</i>-Mission verantwortliche Projektleiter vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062015130934_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062015130934_small_2.jpg" alt="ESA, Rosetta, NavCam - CC BY-SA IGO 3.0" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme fertigte die Navigationskamera der Raumsonde Rosetta am 14. Juni 2015 aus einer Entfernung von 203 Kilometern zum Zentrum des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko an. Die dabei erreichte Auflösung liegt bei 17,3 Metern pro Pixel. Der abgebildete Bereich umfasst ein Areal von 17,7 x 17,7 Kilometern. Deutlich sind auf diesem Foto eine Vielzahl an Gas- und Staubjets erkennbar, welche von der Kometenoberfläche entweichen. Mittlerweile befindet sich Rosetta auf einer neuen Flugbahn, welche in einem Abstand von jetzt nur noch 177 Kilometern zu der Kometenoberfläche verläuft. 
<br>
(Bild: ESA, Rosetta, NavCam &#8211; CC BY-SA IGO 3.0)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine dritte Datentransmission am 19. Juni 2015</strong>
<br>
Am gestrigen Tag konnten die für den Betrieb des Landers zuständigen Systemingenieure jetzt zum dritten Mal Daten von <i>Philae</i> empfangen. Im Rahmen von zwei jeweils rund zwei Minuten andauernden Funkverbindungen konnte <i>Rosetta</i> insgesamt 185 weitere Datenpakete von <i>Philae</i> empfangen, welche unter anderem auch aktuellere Telemetriewerte aus der vergangenen Woche enthielten. Die entsprechenden Daten erreichten die Erde am gestrigen Tag um 15:37 MESZ und um 15:54 MESZ. Deren Auswertung zeigte, dass sich die Beleuchtungsverhältnisse an dem gegenwärtigen Standort des Landers immer weiter verbessern. Die letzten Daten belegen, dass mittlerweile vier der Solarpaneele von <i>Philae</i> vom Sonnenlicht erreicht werden und Energie aufnehmen können, wodurch auch die Temperaturwerte im Inneren des Landers steigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Mittlerweile hat der Lander eine Betriebstemperatur von null Grad Celsius erreicht. Das bedeutet, dass die Batterie jetzt sogar ausreichend aufgeheizt ist, um Energie speichern zu können. Damit könnte man dann auch während der Kometennacht mit <i>Philae</i> arbeiten &#8211; unabhängig von der Beleuchtung durch die Sonne&#8220;, so Michael Maibaum, Systemingenieur am Raumflugkontrollzentrum des DLR in Köln und stellvertretender Operationsmanager. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die am gestrigen Tag erfolgte Verbindung wurde zwar einige Mal unterbrochen, war ansonsten aber relativ stabil und erstmals über einen längeren Zeitraum möglich. &#8222;Wir benötigen allerdings längere und stabile Kontaktzeiten, um mit <i>Philae</i> wie geplant wieder wissenschaftlich arbeiten zu können&#8220;, so Michael Maibaum weiter. Sobald diese Rahmenbedingungen erfüllt sind könnten auch die <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">zehn Instrumente</a> an Bord von <i>Philae</i> wieder eingesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwecks der Etablierung einer solchen stabilen Funkverbindung wurde jetzt die Flugbahn des Kometenorbiters <i>Rosetta</i> angepasst. Ein erstes Kurskorrekturmanöver, mit dem der Abstand der Raumsonde auf eine Entfernung von 180 Kilometern zur Kometenoberfläche reduziert wurde, konnte bereits am vergangenen Mittwoch Vormittag erfolgreich abgeschlossen werde. Ein zweites Manöver erfolgte heute am frühen Morgen. Hierbei sollte der Abstand auf 177 Kilometer verringert werden. Außerdem soll die Flugbahn von <i>Rosetta</i> in Zukunft direkter über dem Standort des Kometenlanders verlaufen, wodurch sich längere, jeweils etwa alle 12 Stunden öffnende Kommunikationszeitfenster ergeben sollten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=34.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Newsarchiv</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tag/kometen/" data-wpel-link="internal">Kometen-Newsarchiv</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Rosetta sucht nach einem Signal vom Lander Philae</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosetta-sucht-nach-einem-signal-vom-lander-philae/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2015 21:11:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 15. November 2014 befindet sich der drei Tage zuvor von der Raumsonde Rosetta auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko abgesetzte Lander Philae in einen energiebedingten Schlafmodus. Am kommenden Donnerstag soll Rosetta jetzt erstmals versuchen, einen erneuten Kontakt zu dem Lander herzustellen. Sollte dies gelingen, so könnte die direkte Erkundung der Kometenoberfläche durch den [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Seit dem 15. November 2014 befindet sich der drei Tage zuvor von der Raumsonde Rosetta auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko abgesetzte Lander Philae in einen energiebedingten Schlafmodus. Am kommenden Donnerstag soll Rosetta jetzt erstmals versuchen, einen erneuten Kontakt zu dem Lander herzustellen. Sollte dies gelingen, so könnte die direkte Erkundung der Kometenoberfläche durch den Kometenlander fortgesetzt werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>.   Quelle: DLR</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/phliae_abstieg_12_11_2014_big-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/phliae_abstieg_12_11_2014_a-1.jpg" alt="Die Landeprozedur von Philae wurde mit der an Bord des Orbiters Rosetta befindlichen OSIRIS-Kamera dokumentiert. Dabei konnte diese Kamera den Lander mehrfach abbilden. Das Landegestell von Philae - so die Auswertung der entsprechenden Telemetriedaten - konnte bei dem ersten Aufsetzen zwar einen Teil der kinetischen Energie aufnehmen. Dennoch 'prallte' Philae von der Kometenoberfläche ab und stieg zunächst wieder mit einer Geschwindigkeit von 38 Zentimetern pro Sekunde von der Oberfläche des Kometen auf. Im Rahmen dieses 'Steigfluges' erreichte der Lander eine Höhe von eventuell bis zu einem Kilometer über der Oberfläche und legte dabei einer horizontale Distanz von bis zu einem Kilometer zurück, bevor nach 110 Minuten eine zweite 'Landung' erfolgte. Auch dieser Aufprall hatte ein erneutes Abheben von der Oberfläche zur Folge. Dieser nächste 'Freiflug' erfolgte mit einer Geschwindigkeit von etwa drei Zentimetern pro Sekunde und dauerte diesmal nur noch etwa sieben Minuten. Das Einzelfoto ganz rechts in dieser Aufnahme zeigt den Lander zum Beginn des ersten 'Weiterfluges'. Der exakte Ort, wo Philae dann endgültig zum Stehen gelangte, konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Als sicher gilt jedoch, dass dieser sich ebenfalls auf dem 'Kopf' des Kometen befindet und in etwa in der Umgebung des ehemals ebenfalls als potentielle Landeregion ausgewählten Bereiches &quot;B&quot; liegen dürfte.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Die Landeprozedur von Philae wurde mit der<br> an Bord des Orbiters Rosetta befindlichen <br><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.mps.mpg.de/rosetta/osiris" target="_blank" data-wpel-link="external">OSIRIS-Kamera</a> dokumentiert. Dabei konnte diese<br> Kamera den Lander mehrfach abbilden. Das<br> Landegestell von Philae &#8211; so die Auswertung<br> der entsprechenden Telemetriedaten &#8211; konnte bei<br> dem ersten Aufsetzen zwar einen Teil der<br> kinetischen Energie aufnehmen. Dennoch &#8218;prallte&#8216;<br> Philae von der Kometenoberfläche ab und stieg<br> zunächst wieder mit einer Geschwindigkeit von<br> 38 Zentimetern pro Sekunde von der Oberfläche<br> des Kometen auf. Im Rahmen dieses &#8218;Steigfluges<br>&#8218; erreichte der Lander eine Höhe von eventuell bis<br> zu einem Kilometer über der Oberfläche und<br> legte dabei einer horizontale Distanz von bis<br> zu einem Kilometer zurück, bevor nach <br>110 Minuten eine zweite &#8218;Landung&#8216; erfolgte. <br>Auch dieser Aufprall hatte ein erneutes Abheben<br> von der Oberfläche zur Folge. Dieser nächste<br> &#8218;Freiflug&#8216; erfolgte mit einer Geschwindigkeit von etwa<br> drei Zentimetern pro Sekunde und dauerte diesmal<br> nur noch etwa sieben Minuten. Das Einzelfoto ganz<br> rechts in dieser Aufnahme zeigt den Lander zum<br> Beginn des ersten &#8218;Weiterfluges&#8216;. Der exakte Ort, wo<br> Philae dann endgültig zum Stehen gelangte, konnte<br> bisher noch nicht ermittelt werden. Als sicher gilt <br>jedoch, dass dieser sich ebenfalls auf dem &#8218;Kopf&#8216;<br> des Kometen befindet und in etwa in der Umgebung <br>des ehemals ebenfalls als potentielle <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-fuenf-landeplatzkandidaten-fuer-philae/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Landeregion ausgewählten Bereiches “B“</a> liegen dürfte.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS,<br> UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem mehr als zehn Jahre andauernden Flug durch unser Sonnensystem erreichte die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde <em>Rosetta</em> am 6. August 2014 das Ziel ihrer Reise &#8211; den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt). Seitdem &#8218;begleitet&#8216; <em>Rosetta</em> diesen Kometen auf seinem Weg in das innere Sonnensystem und untersucht dieses Relikt aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems intensiv mit <a href="https://web.archive.org/web/20230329214450/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3287/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">elf wissenschaftlichen Instrumenten</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 12. November 2014 wurde dabei ein weiterer Höhepunkt dieser überaus ambitionierten und erfolgreichen Mission zur Erforschung unseres Sonnensystems erreicht: Der von der Raumsonde <em>Rosetta</em> mitgeführte Kometenlander <em>Philae</em> wurde von <em>Rosetta</em> abgetrennt und erreichte um 16:35 MEZ die Oberfläche des Kometen 67P (Raumfahrer.net berichtete live aus den Raumsondenkontrollzentren in <a href="https://www.raumfahrer.net/philae-ist-gelandet-live-aus-dem-esoc/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Darmstadt</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/philae-landung-der-plan-und-updates-aus-dem-dlr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Köln</a>). Dort kam er schließlich nach einer <a href="https://www.raumfahrer.net/der-kometenhuepfer-philae-update/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">dreifachen Landung</a> an einem ungeplanten Standort zum Stehen, welcher aufgrund der dort gegebenen schlechten Beleuchtungsverhältnisse &#8211; die Sonne erreichte den Lander an diesem Standort pro &#8218;Kometentag&#8216; für lediglich etwa eine Stunde &#8211; keine Möglichkeit bot, seine Energiereserven in einem ausreichenden Umfang zu erneuern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem konnte der Lander &#8211; mit der Energie aus einer auf eine Einsatzdauer von etwa 60 Stunden ausgelegten Batterie versorgt &#8211; in den folgenden 56 Stunden eine Vielzahl an Messungen durchführen. Die dabei gesammelten Daten der <a href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">zehn Instrumente</a> des Landers wurden regelmäßig bei jedem sich öffnenden Kommunikationsfenster an die Erde übertragen, bevor die Energiereserven am 15. November so weit erschöpft waren, dass sich <em>Philae</em> um 01:36 MEZ in einen &#8218;Schlafmodus&#8216; versetzte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warten auf ein erneutes Lebenszeichen von <em>Philae</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist die Mission von <em>Philae</em> jedoch keineswegs zwingend beendet. Aufgrund der zunehmenden Annäherung des Kometen 67P an die Sonne verbessern sich im Bereich des jetzigen Standortes von <em>Philae</em> die dort gegebenen Beleuchtungs- und Temperaturbedingungen immer mehr. Hierdurch bedingt <em>könnte</em> in Zukunft wieder ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung stehen, damit der Lander <em>Philae</em> aus seinem Winterschlaf erwacht und sich reaktiviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;<em>Philae</em> erhält zurzeit ungefähr doppelt so viel Sonnenenergie wie im November vergangenen Jahres&#8220;, so der für den Betrieb des Kometenlanders zuständige Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Immerhin ist der Komet derzeit &#8217;nur&#8216; noch rund 300 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. &#8222;Wahrscheinlich wird es trotzdem noch zu kalt für den Lander sein, um aufzuwachen &#8211; aber ein Versuch ist es wert. Die Chancen steigen mit jedem Tag.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb wird am kommenden Donnerstag, dem 12. März um 05:00 MEZ erstmals die Kommunikationseinheit des <em>Rosetta</em>-Orbiters aktiviert, um den Versuch einer Kontaktaufnahme mit dem Lander durchzuführen. Allerdings, so die Mitarbeiter der Mission, sollten die damit verknüpften Erwartungen nicht zu hoch angesetzt werden, denn es wäre schon sehr viel Glück im Spiel, wenn bereits direkt am 12. März wirklich ein Signal von dem Lander zu empfangen wäre. Eine deutlich realistischere Wahrscheinlichkeit ergibt sich dagegen erst in einigen Monaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sowohl Temperatur- als auch Energiewerte sind entscheidend</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit der Kometenlander <em>Philae</em> aus seinem Winterschlaf erwachen kann müssen nämlich zunächst zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst muss im Inneren des Landers ein Temperaturwert erreicht werden, welcher oberhalb von minus 45 Grad Celsius liegt. Neben einer mehrschichtigen Thermalisolierung (engl. &#8222;Multi Layer Insulation&#8220;) ist <em>Philae</em> zu diesem Zweck mit einem elektrischen Heizsystem ausgerüstet, welches seit dem Übertritt in den derzeitigen Schlafmodus den Großteil der zur Verfügung stehenden Energiereserven beanspruchte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/suche_nach_philae_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/suche_nach_philae_a.jpg" alt="Diese Aufnahme wurde von der OSIRIS-Kamera am 13. Dezember 2014 angefertigt. Die eingezeichnete Ellipse markiert das wahrscheinliche Landegebiet von Philae, dessen exakter Standort immer noch nicht ermittelt werden konnte. Der Orbiter befand sich dabei einer Entfernung von 20 Kilometern über dem finalen Landegebiet von Philae. Der Lander würde aus dieser Entfernung lediglich etwa drei Pixel breit erscheinen.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Diese Aufnahme wurde von der OSIRIS-Kamera<br> am 13. Dezember 2014 angefertigt. Die <br>eingezeichnete Ellipse markiert das wahrscheinliche<br> Landegebiet von Philae, dessen exakter Standort<br> immer noch nicht ermittelt werden konnte. <br>Der Orbiter befand sich dabei einer Entfernung <br>von 20 Kilometern über dem finalen Landegebiet<br> von Philae. Der Lander würde aus dieser <br>Entfernung lediglich etwa drei Pixel breit erscheinen.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS,<br> UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;<em>Philae</em> ist so konstruiert, dass er seit dem November 2014 jedes bisschen Sonnenenergie dafür nutzt, sich aufzuheizen&#8220;, so Dr. Koen Geurts vom DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu diesem zwingend erforderlichen Temperaturwert muss der Lander über seine für die Energiegewinnung zuständigen Solarzellen mit mindestens 5,5 Watt Energie versorgt werden, damit er aufwachen kann. Sobald der Lander feststellt, dass er mit mehr als diesen 5,5 Watt Energie versorgt wird und seine Innentemperatur über den besagten minus 45 Grad Celsius liegt, beendet <em>Philae</em> den derzeitigen Schlafmodus automatisch, heizt sich weiter auf und versucht zudem zusätzlich, seine Batterie zu laden. Bisher fiel die Sonneneinstrahlung an dem mit dem Namen &#8222;Abydos&#8220; belegten finalen Landeplatz zu gering aus, um diesen erforderlichen Mindestwerte zu überschreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal aufgewacht, schaltet <em>Philae</em> alle 30 Minuten den Empfänger seines Kommunikationssystems ein und versucht dabei ein Signal von dem Kometenorbiter <em>Rosetta</em> zu empfangen. Diese Aktivierung des Kommunikationssystems kann der Lander bereits bei einem noch sehr niedrigen Energiestand durchführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Zu diesem Zeitpunkt wissen wir aber noch nicht, dass er wach ist&#8220;, erläutert Koen Geurts diese zunächst nur passiv erfolgende Prozedur der Kontaktaufnahme. &#8222;Um uns eine Antwort zu schicken, muss <em>Philae</em> nämlich auch seinen Sender einschalten &#8211; und dafür benötigt er zusätzliche Energie.&#8220; Es könnte also durchaus der Fall eintreten, dass der Lander zwar in 500 Millionen Kilometern Entfernung zu Erde bereits aus seinem Winterschlaf aufgewacht ist, seine Energiereserven aber noch nicht ausreichen, um sein Kontrollteam auf der Erde darüber in Kenntnis zu setzen. Insgesamt benötigt der Lander 19 Watt, damit er in Betrieb gehen und zudem eine aktive Kommunikation aufnehmen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit ist geplant, dass <em>Rosetta</em> zunächst bis zum 20. März versuchen wird, einen Kontakt mit <em>Philae</em> herzustellen. Diese Versuche einer Kontaktaufnahme werden dabei zu Zeitpunkten erfolgen, an denen sich <em>Rosetta</em> mehr oder weniger direkt über dem vermuteten Standort des Landers befindet. Zum gleichen Zeitpunkt muss die Kometenoberfläche dabei zudem von der Sonne beleuchtet werden. Denn nur dann &#8217;steht&#8216; <em>Philae</em> direkt im Sonnenlicht und wird über seine Solarpaneele direkt mit Energie versorgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Sollten wir bis zum 20. März keinen Kontakt zu <em>Philae</em> aufbauen können, werden wir dies bei der nächsten Gelegenheit wiederholen&#8220;, so Dr. Stephan Ulamec. Die jetzt beginnenden Versuche einer Kontaktaufnahme gehen allerdings von einem optimistisch veranschlagten Szenario aus. Wahrscheinlicher ist dagegen, dass der Lander erst in den kommenden Monaten über genügend Energie verfügen wird, um auf eine &#8218;Anfrage&#8216; des Orbiters zu reagieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_civa_12_11_2014_big-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_civa_12_11_2014_a.jpg" alt="Diese Aufnahme fertigte die an Bord des Kometenlanders befindliche CIVA-Kamera am 12. November 2014 an. Im Bildvordergrund ist einer der drei Landefüße des Landers erkennbar.
(Bild: ESA, Rosetta, Philae, CIVA)"/></a><figcaption>Diese Aufnahme fertigte die an Bord des<br> Kometenlanders befindliche CIVA-Kamera am<br> 12. November 2014 an. Im Bildvordergrund ist<br> einer der drei Landefüße des Landers erkennbar.<br>(Bild: ESA, Rosetta, Philae, CIVA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blind Commanding</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher konnte der exakte Ort, an dem <em>Philae</em> letztendlich auf der Oberfläche von 67P zum stehen kam, trotz aller Bemühungen noch nicht identifiziert werden. Aus diesem Grund arbeitet das <em>Philae</em>-Operations-Team des DLR derzeit mit den Informationen, welche ihnen die Aufnahmen der CIVA- und der ROLIS-Kamera des Landers sowie die Erfahrungswerte bezüglich der Solarenergie aus dem November 2014 bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir gehen aber davon aus, dass die Solarpaneele von Philae durch etwas abgeschattet werden, was wir auf den bisherigen Bildern nicht sehen können&#8220;, so Dr. Koen Geurts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als erstes sollen deshalb immer wieder neue Kommandos an den Lander gesendet werden, welche das Heizen optimieren und den so eingesparten Energieaufwand für die Kommunikation zur Erde zur Verfügung stellen sollen. Selbst wenn <em>Philae</em> noch nicht genügend Energie zur Verfügung hat, um auf die Kontaktrufe des Orbiter zu antworten, könnte der Lander diese Kommandos empfangen und in die Praxis umsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Prozedur wird auch als &#8222;Blindes Kommandieren&#8220; bezeichnet und wurde zuvor an einem Bodenmodell des Landers, welches sich an dem für den Betrieb von <em>Philae</em> zuständigen <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.dlr.de/de/rb/forschung-betrieb/infrastruktur/lander-kontrollzentrum-lcc" target="_blank" data-wpel-link="external">Kontrollzentrum</a> &#8211; dem DLR-Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) in Köln &#8211; befindet, ausführlich getestet. Aber auch für den Fall, dass die aufladbare Batterie von <em>Philae</em> die jetzt bereits mehrere Monate andauernde Kältephase nicht unbeschadet überstanden hat, wappnen sich die an der Mission beteiligten Ingenieure und Wissenschaftler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir arbeiten gerade daran, dass wir mit dem Lander und den Instrumenten dann zumindest während der Kometentage und somit bei direkter Sonnenbestrahlung arbeiten können&#8220;, so Dr. Koen Geurts weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Telemetriedaten diktieren die weitere Vorgehensweise</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst wenn <em>Philae</em> nicht nur aufwacht, sondern auch aktiv senden kann, wird der Kometenlander aktuelle Telemetriedaten zur Erde übermitteln, welche den beteiligten Ingenieuren einen Überblick über den gegenwärtigen &#8218;Gesundheitszustand&#8216; des Landers bieten werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/instrumente_philae_big.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/instrumente_philae_a.jpg" alt="Insgesamt ist der Kometenlander Philae mit zehn wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet.
(Bild: ESA, ATG medialab)"/></a><figcaption>Insgesamt ist der Kometenlander Philae mit<br> <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" data-wpel-link="external">zehn wissenschaftlichen Instrumenten</a> ausgestattet.<br>(Bild: ESA, ATG medialab)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Daten werden wir dann auswerten: Wie geht es der aufladbaren Batterie? Funktioniert noch alles am Lander? Welche Temperatur herrscht? Wieviel Energie erhält er?&#8220;, so Koen Geurts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abhängig von diesen Ergebnissen sind auch die weiteren wissenschaftliche Arbeiten, welche dann von <em>Philae</em> noch ausgeführt werden können. Kann die Batterie keine oder nur wenig Energie speichern, so bestimmt die während eines Kometentages zu gewinnende Sonnenenergie, ob man eventuell eine &#8218;abgespeckte&#8216; Version an Messungen durchführen kann. Zurzeit gehen die Wissenschaftler davon aus, dass <em>Philae</em> gegenwärtig während eines Kometentages etwa 1,3 Stunden lang direkt von der Sonne beleuchtet und somit auch mit Energie versorgt wird. Lädt die Batterie hingegen über einen längeren Zeitraum pro Kometentag &#8211; insgesamt dauert ein kompletter Tag-/Nachtzyklus auf 67P 12,4 Stunden &#8211; auf, dann könnte auch während der &#8218;Kometennacht&#8216; gearbeitet werden. In einem solchen Fall könnten beispielsweise auch Langzeitmessungen durchgeführt werden.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=34.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Newsarchiv</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/tag/kometen/" data-wpel-link="internal">Kometen-Newsarchiv</a></li></ul>
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		<title>MRO: Neue Raumsonde im Mars-Orbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mro-neue-raumsonde-im-mars-orbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Mar 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
		<category><![CDATA[Bremsmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Kontaktaufnahme]]></category>
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		<category><![CDATA[MRO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist es fix: die Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter ist erfolgreich in den Orbit um Mars eingeschwenkt. Nun befinden sich vier Raumsonden und zwei Rover um beziehungsweise auf unserem Nachbarplaneten. Lesen Sie hier die Chronologie dieses kritischen Manövers. Autor: Raumfahrer.net Redaktion. Am 12. August 2005 startete die mit Abstand leistungsfähigste Marssonde als Nutzlast einer Atlas [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nun ist es fix: die Raumsonde <em>Mars Reconnaissance Orbiter</em> ist erfolgreich in den Orbit um Mars eingeschwenkt. Nun befinden sich vier Raumsonden und zwei Rover um beziehungsweise auf unserem Nachbarplaneten. Lesen Sie hier die Chronologie dieses kritischen Manövers.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/redaktion/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net Redaktion</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/n060310_01.jpg" alt="" width="439" height="307"/><figcaption><em>MRO</em> beim Einschwenken in eine Umlaufbahn um den Mars.<br>(Grafik: NASA/JPL)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. August 2005 startete die mit Abstand leistungsfähigste Marssonde als Nutzlast einer <a href="https://www.raumfahrer.net/atlas-v/" data-wpel-link="internal"><em>Atlas 5</em>-Trägerrakete</a> ihre Reise zu unserem äußeren Nachbarplaneten. Nachdem der Flug beinahe auffallend problemlos verlaufen war und sowohl der nicht ungefährliche <a href="https://www.raumfahrer.net/mars-reconnaissance-orbiter-erfolgreich-gestartet/" data-wpel-link="internal">Start</a> wie auch einige Kurskorrekturmanöver planmäßig absolviert werden konnten, stand am Abend des 10.&nbsp;März 2006 einer der letzten großen Meilensteine vor dem Beginn der wissenschaftlichen Beobachtungsmission an: das Einschwenken in eine Mars-Umlaufbahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Start flog die Raumsonde antriebslos im luftleeren Raum auf einer genau vorherberechneten Flugbahn auf den anvisierten Treffpunkt mit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/der-mars/" data-wpel-link="internal">Planeten Mars</a> zu. Um wie vorgesehen in einen Orbit um den Roten Planeten einschwenken zu können musste die Geschwindigkeit der Raumsonde deutlich reduziert werden &#8211; andernfalls wäre die Schwerkraft des Planeten nicht in der Lage gewesen, die Raumsonde bei ihrem Vorbeiflug &#8222;einzufangen&#8220; und in eine Umlaufbahn zu zwingen. Daher wurde um 22:24&nbsp;Uhr (MEZ) ein knapp 27-minütiges Bremsmanöver der Raumsonde begonnen, wodurch die Geschwindigkeit soweit reduziert wurde, dass der Orbiter nicht an dem Planeten vorbeifliegen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausführliche Informationen über den neuesten Mars-Orbiter der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA können Sie in unserem Artikel <a href="https://www.raumfahrer.net/mro-ein-orbiter-mit-den-augen-eines-landers/" data-wpel-link="internal">MRO: Ein Orbiter mit den Augen eines Landers</a> nachlesen. Nachfolgend finden Sie die archivierte Live-Berichterstattung vom 10.&nbsp;März 2006 auf <em>Raumfahrer.net</em>. Alle dort genannten Zeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) angegeben, sofern es nicht ausdrücklich anders vermerkt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Freitag, 10. März 2006</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>23:48 Uhr:</strong><br>Die Techniker des JPL berichten eben, dass der Bremsvorgang länger gedauert hat als geplant. Der Antrieb befindet sich wieder in Stand-By-Phase und hat durch dieses Manöver keinerlei Schaden genommen. Sämtliche anderen Systeme funktionieren erwartungsgemäß gut, oder haben lediglich Abweichungen in Toleranzgrenzen.<br>Hier endet nun unsere Live-Berichterstattung von der Orbiteinschwenkung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>23:33 Uhr:</strong><br>Die Techniker beginnen nun die Daten auszuwerten, die sie innerhalb des Basis-Reports erhalten haben. In etwa 15&nbsp;Minuten wissen wir, in welchem Zustand die Raumsonde ist und in welchem Orbit sie sich befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>23:25 Uhr:</strong><br><strong><em>MARS RECONNAISSANCE ORBITER</em> IST IM ORBIT UM DEN MARS!!!</strong> Nun ist es Gewissheit. Die Raumsonde hat das Manöver überlebt, und es ist auch bestätigt, dass sich die Raumsonde nun wirklich im Orbit um den Planeten Mars befindet. Damit haben <em>Mars Global Surveyor</em>, <em>2001 Mars Odyssey</em> und <em>Mars Express</em> einen hochleistungsfähigen Kameraden erhalten. Freudenschreie und Jubelrufe gehen durch das JPL-Center in Pasadena. Die Erleichterung ist natürlich entsprechend groß &#8211; zu gewaltig war der Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>23:21 Uhr:</strong><br>Nun haben auch die Deep-Space-Antennen in Madrid und Goldstone (Kalifornien) das Signal bestätigt. Jetzt dauert es einige Minuten bis der Basis-Bericht übertragen wird und der Zustand der Raumsonde bekannt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>23:16 Uhr:</strong><br><strong>KONTAKT WIEDERHERGESTELLT!!!</strong> Die Techniker des JPL haben um 23:16&nbsp;Uhr wieder Kontakt aufgenommen. Nun wird der Basis-Bericht übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>23:12 Uhr:</strong><br>Wenn alles nach Plan gelaufen ist, sollte der <em>MRO</em> jetzt in einen elliptischen Orbit um Mars eingeschwenkt sein. Dieser Kurs bringt ihm höchstens 402&nbsp;Kilometer an die Mars-Oberfläche heran und führt ihm maximal 44.000&nbsp;Kilometer von der Mars-Oberfläche weg. Zurzeit sollte er sich 2.116&nbsp;Kilometer von der Marsoberfläche entfernt befinden und mit einer Geschwindigkeit von 12.311&nbsp;km/h fliegen &#8211; somit benötigt er für eine Umrundung etwa 35&nbsp;Stunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>23:08 Uhr:</strong><br>Die Raumsonde sollte sich nun wieder zur Erde drehen. Dieser Vorgang wird während der gesamten Phase durchgeführt, in der sich die Sonde im Mars-Schatten befindet und sollte die Instrumente gegen schädliche Sonneneinstrahlung schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>23:06 Uhr:</strong><br>Die Techniker des JPL haben um 23:02&nbsp;Uhr ein so genanntes &#8222;Ping-Signal&#8220; ausgesendet, das die Raumsonde genau um 23:16&nbsp;Uhr erreichen soll. Es sollte eine zusätzliche Aufforderung sein, mit der Erde Kontakt aufzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>23:00 Uhr:</strong><br>Wenn die Kommunikation mit der Raumsonde wieder steht, wird zunächst ein Basis-Report geschickt. Dieser beinhaltet die Dauer des Bremsvorganges und die aktuelle Geschwindigkeit, aus der man errechnen kann, wie sehr sich die Raumsonde verlangsamt hat. Das Deep-Space-Netzwerk der NASA wird ab etwa 23:16&nbsp;Uhr nach einem Signal der Raumsonde lauschen. &#8222;Uns wird allen ein Stein von Herzen fallen, wenn wir die Raumsonde wieder hören&#8220;, meint Rob Lock, <em>MRO</em>-Missionsplaner. &#8222;Das bedeutet, dass die Raumsonde alles überlebt hat. Aber leider nicht mehr als diese Tatsache. Nach fünf Minuten wissen wir mehr &#8211; auch über ihren aktuellen Zustand.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:55 Uhr:</strong><br>Die Raumsonde sollte sich nun wieder selbständig zur Erde ausrichten, um sofort Telemetriedaten zur Erde zu senden. Es gab eine leichte Abweichung vom geplanten Ablauf: die Raumsonde dürfte früher in den Mars-Schatten eingetreten sein als geplant (etwa ein Prozent Abweichung). Die Techniker machen sich aber keine Sorgen &#8211; dies dürfte eine Folge einer zu kalten Raumsondentemperatur sein. Die Techniker meinen, dass dies in einem Toleranzbereich liegt. &#8222;Wir haben noch einen weiten Weg vor uns&#8220;, meint Jim Graf, Projektmanager.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:51 Uhr:</strong><br>Nun sollte der Antrieb der Sonde deaktiviert sein. Man kann diesen Vorgang aber nicht bestätigen, da die Daten erst nach 23:16&nbsp;Uhr eintreffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:50 Uhr:</strong><br>Mittlerweile hat <em>MRO</em> 2.500&nbsp;km/h an Geschwindigkeit verloren &#8211; das sind 69&nbsp;Prozent des Gesamtvorgangs. Wir nähern uns dem Ende &#8211; und dann bliebt die Frage: erfolgreich oder nicht erfolgreich?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:48 Uhr:</strong><br>Um 22:47 Uhr haben die Techniker des JPL planmäßig den Kontakt zur Raumsonde verloren. Um 23:16&nbsp;Uhr sollte die Raumsonde wieder aus dem Mars-Schatten heraustreten und sich bei der Erde melden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:46 Uhr:</strong><br>Der <em>MRO</em> verschwindet langsam im Mars-Schatten. Dabei wechselt er auch von der Solarbatterie zur Nickel-Wasserstoff-Batterie. Mittlerweile sind bereits 63&nbsp;Prozent des Abbremsvorgangs beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:42 Uhr:</strong><br>Jetzt ist der <em>MRO</em> 450&nbsp;Kilometer über der Mars-Oberfläche. Alle Triebwerke laufen derzeit innerhalb normaler Parameter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:38 Uhr:</strong><br>Der Bremsvorgang für das Einschwenken in den Marsorbit verläuft nach Informationen des JPL absolut nach Plan. Die Techniker sind schon etwas entspannter als vorhin, jedoch liegt noch eine gewisse Spannung in der Luft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:33 Uhr:</strong><br>Der Orbiter bremst sich immer mehr ein. Nun ist er wieder um 475&nbsp;km/h langsamer geworden als vorhin. Dies sind bereits 13&nbsp;Prozent der Gesamtverringerung. Der Bremsvorgang der Haupttriebwerke wirkt auf die Raumsonde mit der Kraft von einem Zwölftel der Erdgravitation.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:30 Uhr:</strong><br>Der Bremsvorgang zeigt bereits Wirkung. Der Orbiter verlangsamte sich um 128&nbsp;km/h und hat damit die ersten 3,7&nbsp;Prozent seines gesamten Bremsvorganges hinter sich gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:27 Uhr:</strong><br>Der MRO ist nur noch 2.116&nbsp;Kilometer vom Mars entfernt und fliegt mit einer Geschwindigkeit von 17.284&nbsp;km/h.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:24 Uhr:</strong><br><strong>ZÜNDUNG!!!!</strong> Die Haupttriebwerke des <em>Mars Reconnaissance Orbiters</em> wurden erfolgreich gestartet. Dieser Vorgang dauert 27&nbsp;Minuten. Der Bremsvorgang verlangsamt die Sonde um rund 3.500&nbsp;km/h.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:22 Uhr:</strong><br>Alle Systeme wurden auf <strong>&#8222;GO&#8220;</strong> gesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:20 Uhr:</strong><br>Die Neuorientierung und Drehung der Sonde wurde abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:19 Uhr:</strong><br><strong>Nur noch fünf Minuten bis zum Start der Hauptantriebe.</strong> Das Einschwenken erfolgt durch sechs Hauptantriebe. Die Spannung ist den Technikern ins Gesicht geschrieben. Die Ventile werden elektronisch geöffnet um Treibstoff in die Antriebe zu leiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:17 Uhr:</strong><br>Der <em>MRO</em> ist nur noch 3.700&nbsp;Kilometer vom Mars entfernt und nähert sich ihm mit einer Geschwindigkeit von 16.000&nbsp;km/h. Dies bedeutet abermals einen Anstieg der Geschwindigkeit &#8211; eine Auswirkung des Mars-Gravitationsfeldes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:14 Uhr:</strong><br><strong>10 Minuten</strong> bis zum Start der Hauptantriebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:12 Uhr:</strong><br>Nun hat die Raumsonde begonnen sich automatisch neu zu orientieren und zu drehen. Dieser Vorgang sollte nach etwa neun Minuten beendet sein. Die Ausrichtung der Haupttriebwerke gegen die Flugrichtung ist notwendig, um den gewünschten Bremseffekt zu erzielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:09 Uhr:</strong><br>Der <em>MRO</em> befindet sich nur noch 6.000 Kilometer vom Mars entfernt. Die Geschwindigkeit ist auf&nbsp;15.000&nbsp;km/h angestiegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:05 Uhr:</strong><br>Nun wurde die Übergabe der Kommunikation auf das langsamere Kommunikationssystem beendet. Der <em>MRO</em> sendet jetzt langsamer, dafür stabil und konstant.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>22:03 Uhr:</strong><br>Der <em>MRO</em> hat gerade das primäre Kommunikationssystem deaktiviert und das extra für die Orbiteinschwenkung mitgeführte Kommunikationssystem (die Niedriggewinnantenne) aktiviert. Vorteil: Diese Antenne muss nicht direkt zur Erde ausgerichtet werden, was während der Eintrittsphase nicht möglich ist. Nachteil: Die Übertragungsrate reduziert sich rapide.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21:50 Uhr:</strong><br>Der Antrieb steht nun unter Druck und wartet darauf, gestartet zu werden. Die erste kritische Hürde wurde also mit Leichtigkeit genommen. Das Kontrollteam hat bekannt gegeben, dass es keinerlei Probleme gab. Der Antrieb funktioniert innerhalb normaler Parameter. Sofort brandete enthusiastischer Applaus im JPL-Zentrum in Pasadena aus. Die Spannung liegt im Raum &#8211; und leider kann noch nicht aufgeatmet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21:47 Uhr:</strong><br>Die nächste kritische Phase beginnt &#8211; in drei Minuten wird der Antrieb unter Druck gesetzt. Dabei ist beinahe eine Verdopplung des Drucks nötig. Im August 1993 war in dieser Phase der Kontakt zur Raumsonde <em>Mars Observer</em> abgebrochen, da es dabei wahrscheinlich eine Treibstoffexplosion gegeben hatte &#8211; die genaue Ursache für den Verlust dieses leistungsstarken Orbiters konnte nie ermittelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21:42 Uhr:</strong><br>Nun beträgt der Abstand nur noch 11.200&nbsp;Kilometer zum Mars. Die heiße Phase beginnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21:37 Uhr:</strong><br>Derzeit ist der <em>MRO</em> etwa 12.000&nbsp;Kilometer vom Mars entfernt und fliegt mit einer Geschwindigkeit 13.212&nbsp;km/h auf den Mars zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21:30 Uhr:</strong><br>Nun ist der <em>MRO</em> etwa eine Stunde vom finalen Starten der Antriebe entfernt. In diesen Minuten wird der Raumsonde befohlen, ihre Antriebe für den Start zu erwärmen. Sie wurden längere Zeit nicht verwendet und müssen deswegen vorgewärmt werden. Derzeit besitzt der Antrieb eine Temperatur von 1&nbsp;Grad Celsius und er muss auf 60&nbsp;Grad Celsius aufgewärmt werden. Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21:15 Uhr:</strong><br>In etwa einer halben Stunde wird das Triebwerk gezündet und in etwa einer bis zwei Stunden sollte der <em>MRO</em> im Orbit um den Mars sein. &#8222;Wir können es kaum erwarten, diese Phase der Mission abzuschließen um endlich in die wissenschaftliche Phase überzugehen. Viele Forscher und Wissenschaftler warten schon förmlich darauf, was uns der <em>MRO</em> vom Mars erzählen wird&#8220;, sagt Doug McCuistion. &#8222;Wir sind wie Kinder, die zum ersten Mal ein Teleskop sehen. Wir werden Dinge entdecken, die noch niemand zuvor entdeckt hat. Ich warte schon förmlich auf die &#8218;WOW&#8216;-Rufe aus den Forscherkreisen. Aber zuerst müssen wir in den Orbit kommen &#8211; eine nicht ganz einfache Aufgabe. Es ist ein großartiges Team und sie werden es schaffen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:10 Uhr:</strong><br>&#8222;Ich bin sehr aufgeregt. Heute ist ein großer Tag&#8220;, meint Howard Eisen, <em>MRO</em>-Flugsystem-Manager. &#8222;Ich bin sehr glücklich, sagen zu können, dass der <em>Mars Reconnaissance Orbiter</em> in hervorragendem Zustand ist und alle Systeme sehr sicher und stabil laufen. Auch seine Batterien sind voll geladen, um eine sichere Kommunikation während des Einschwenkvorgangs mit uns zu gewährleisten. Auch die Antennen sind bereits auf die Erde ausgerichtet. Unser Star-Tracker [<em>Anm.:</em> System zum Auffinden von Orientierungspunkten im Weltraum, meist Sterne oder dergleichen] funktioniert einwandfrei und die Gyroskope laufen auch einwandfrei.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>19:30 Uhr:</strong><br>&#8222;Eine fantastische Woche für die NASA. Gestern der <a href="https://www.raumfahrer.net/fluessiges-wasser-auf-enceladus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Enceladus-Fund</a>, und heute bringen wir die stärkste Mars-Sonde in Position&#8220;, freut sich Doug McCuistion über das bevorstehende Ereignis. Er selbst ist Mars Exploration Program Director. &#8222;Wir sind alle ein wenig aufgeregt und die Nerven liegen bei manchen blank. Es ist ein außergewöhnlicher Vorgang, den wir nicht alle Tage machen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>18:20 Uhr:</strong><br>In der letzten Pressekonferenz vor dem Bremsmanöver am Roten Planeten hat die NASA den guten Zustand der Sonde bekundet. Es sei alles bereit, in die nächste Missionsphase einzutreten. Zwei ursprünglich für gestern und heute geplante Kurskorrekturmanöver konnten aufgrund der hervorragenden Bahndaten der Sonde ausgelassen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonde ist derzeit noch etwa 53.000&nbsp;Kilometer vom Mars entfernt und bewegt sich mit 11.200&nbsp;km/h. Die Zündung der Bremstriebwerke beginnt erst, wenn sich <em>MRO</em> in den Einfluss des marsianischen Schwerefeldes begibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell wird die Sonde von der <em>Deep Space Network</em>-Station der NASA in Spanien beobachtet. Sie wird später durch jene in Goldstone, Kalifornien abgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:15 Uhr:</strong><br>Das Einschwenken in eine Mars-Umlaufbahn wird in mehreren Schritten erfolgen, deren Abfolge genau festgelegt ist. Für den heutigen Abend sieht die Choreografie der Ereignisse wie folgt aus:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong><em>21:49 Uhr: Unter Druck setzen des Treibstofftanks</em></strong><br>Durch das Öffnen zweier Ventile strömt Helium von einem kleinen Gastank in den Treibstofftank des Orbiters, um den für das Brennen der sechs Triebwerke notwendigen Treibstoffdruck zu erzeugen.</li><li><strong><em>22:03 Uhr: Umschalten auf die Niedriggewinnantenne</em></strong><br>Bei der Hauptantenne des Orbiters handelt es sich um eine rund drei Meter durchmessende Parabolantenne, die genau Richtung Erde zeigen muss, damit die Bodenstation in Kontakt mit <em>MRO</em> bleiben kann. Beim Einschwenken in den Marsorbit sind aber mehrere Lageveränderungen der Raumsonde notwendig, so dass der Funkverkehr über eine zwar leistungsschwächere, dafür aber in alle Richtungen abstrahlende Niedriggewinnantenne abgewickelt werden muss. Tatsächlich findet während der &#8222;heißen Phase&#8220; keine Zwei-Weg-Kommunikation statt, vielmehr wird über diese Antenne permanent ein Trägersignal abgestrahlt.</li><li><strong><em>22:07 Uhr: Drehen der Raumsonde</em></strong><br>Der Orbiter wird so gedreht, dass die Haupttriebwerke in Flugrichtung zeigen, um nachfolgend die gewünschte Abbremsung zu erzeugen.</li><li><strong><em>22:24 Uhr: Zündung der Haupttriebwerke!</em></strong><br>Für knapp 27 Minuten werden die sechs Haupttriebwerke der Raumsonde gezündet. Durch diesen Vorgang reduziert sich die Geschwindigkeit des Orbiters um 3.541&nbsp;km/h &#8211; gerade genug, um von der marsianischen Gravitation in eine Umlaufbahn um den Planeten gezwungen zu werden.</li><li><strong><em>22:46 Uhr: MRO verschwindet im Marsschatten</em></strong><br>Das Funksignal zur Sonde bricht ab, da sie &#8211; von der Erde aus gesehen &#8211; hinter dem Mars verschwindet.</li><li><strong><em>22:51 Uhr: Haupttriebwerke werden abgeschaltet</em></strong><br>Mit der Abschaltung der Haupttriebwerke ist der Bremsvorgang abgeschlossen. Immer noch befindet sich die Raumsonde &#8222;hinter dem Mars&#8220;, so dass das Missionsteam noch etwas warten muss, um den Erfolg des Einschwenkmanövers abschließend beurteilen zu können.<br></li><li><strong><em>23:16 Uhr: MRO taucht wieder auf</em></strong><br>Der Orbiter ist von der Erde aus wieder sichtbar, und sofort wird das <em>Deep Space Network</em> der NASA versuchen, das Funksignal der Raumsonde wieder aufzufangen. Immer noch ist das Trägersignal des Orbiters aktiv und sendet Daten mit 160 Bit/Sekunde in das Weltall. Die erste <em>MRO</em>-Umlaufbahn wird noch sehr elliptisch geformt sein und die Sonde in 35 Stunden einmal um den Planeten bringen.</li><li><strong><em>23:30 Uhr: Erste Statusmeldungen</em></strong><br>Bis zu dieser Zeit sollten erste Statusmeldungen des Orbiters die Bodenstationen auf der Erde erreicht haben. Im besten Falle ist damit das Einschwenken in eine Mars-Umlaufbahn erfolgreich abgeschlossen.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>12:45 Uhr:</strong><br>Bisher scheinen alle Vorbereitungen auf die Zündung des <em>MRO</em>-Haupttriebwerks planmäßig zu verlaufen. Ob das Triebwerk um 22:24 Uhr tatsächlich gezündet hat, werden die Missionsspezialisten auf der Erde erst mit einigen Minuten Verspätung erfahren, da das während des &#8222;Mars Orbit Insertion (MOI)&#8220; genannten Manövers permanent über die ungerichtete Niedriggewinn-Antenne abgestrahlte Funksignal selbst mit Lichtgeschwindigkeit ein paar Minuten bis zur Erde benötigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Veränderung der Frequenz dieses Funksignals wird das Missionsteam übrigens von der erfolgten Zündung des Triebwerks erfahren (sofern alles wie erhofft funktioniert): Die daraufhin erfolgende Abbremsung der Raumsonde führt aufgrund des so genannten &#8222;Doppler-Effekts&#8220; zur &#8222;Stauchung&#8220; der Funkwellen, was einer Veränderung der Funkfrequenz gleichkommt. Vom Ausmaß dieser Frequenzänderung lässt sich auf das Ausmaß der Abbremsung zurückrechnen, so dass damit ein ziemlich genaues Verfolgen des Bremsvorgangs möglich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/mro-ein-orbiter-mit-den-augen-eines-landers/" data-wpel-link="internal">Mars Reconnaissance Orbiter</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/mars-reconnaissance-orbiter-erfolgreich-gestartet/" data-wpel-link="internal">Der Start</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/die-ankunft-des-mro-rueckt-naeher/" data-wpel-link="internal">Die Flugphase</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mars Reconnaissance Orbiter erfolgreich gestartet!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-reconnaissance-orbiter-erfolgreich-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2005 10:06:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
		<category><![CDATA[Centaur-Oberstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Gyroskop]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptantenne]]></category>
		<category><![CDATA[Kontaktaufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[MRO]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=29910</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach zwei Fehlversuchen ist die neueste und leistungsstärkste Mars-Sonde der NASA am heutigen Freitag um 13:43&#160;Uhr zum Mars gestartet. Hier können Sie noch einmal den Verlauf des Starts nachlesen. Ein Beitrag von Michael Stein und Gero Schmidt. Quelle: NASA. Ab Ende nächsten Jahres soll der neueste Mars-Orbiter der NASA unser Wissen über den Roten Planeten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach zwei Fehlversuchen ist die neueste und leistungsstärkste Mars-Sonde der NASA am heutigen Freitag um 13:43&nbsp;Uhr zum Mars gestartet. Hier können Sie noch einmal den Verlauf des Starts nachlesen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein und Gero Schmidt. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082005120615_small_1.jpg" alt="None" width="329" height="484"/><figcaption>
Die 
<i>Atlas 5</i>
-Trägerrakete beim Start von 
<i>MRO</i>
.
<br>
(Foto: NASA/KSC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Ende nächsten Jahres soll der neueste Mars-Orbiter der NASA unser Wissen über den Roten Planeten deutlich erweitern und gleichzeitig wichtige Erkenntnisse gewinnen, die für zukünftige Mars-Missionen bedeutsam sein werden. Neben einer extrem leistungsfähigen Kamera, die die Planetenobergfläche in ultrahoher Auflösung kartieren und dabei auch potentielle Landestellen für nachfolgende Mars-Missionen erkunden soll, ist der <i>Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)</i> auch mit neuen Technologien ausgestattet, die auf dieser Mission für nachfolgende Lander und Orbiter getestet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start von <i>MRO</i> war eigentlich bereits für Mittwoch geplant, wurde aber zunächst um einen Tag verschoben, da es technische Probleme mit einem Gyroskop gab, von dem zwei baugleiche Exemplare auch in der <i>MRO</i>-Trägerrakete vorhanden sind (die beiden Gyroskope dienen der Lageregelung der <i>Atlas 5</i>-Rakete beim Flug). Nachdem sichergestellt war, dass die beiden in der <i>MRO</i>-Trägerrakete verbauten Gyroskope den an einem baugleichen Gerät entdeckten Fehler nicht aufwiesen, konnte der Countdown wieder aufgenommen werden.
<br>
Doch auch der Startversuch 24&nbsp;Stunden später musste kurz vor Erreichen des nach zwei kleineren Verschiebungen auf 15:00&nbsp;Uhr festgelegten Starttermins abgesagt werden, da ein Treibstoffsensor der <i>Centaur</i>-Oberstufe irreguläre Daten meldete.
<br>
Beim dritten Anlauf am heutigen Freitag jedoch lief alles reibungslos, und auch der Himmel präsentierte sich strahlend blau, als die Trägerrakete um 13:43&nbsp;Uhr von der Startplattform 41 der <i>Cape Canaveral Air Force Station</i>abhob. Vier Minuten nach der Trennung der Raumsonde von der <i>Centaur</i>-Oberstufe der <i>Atlas&nbsp;5</i>-Trägerrakete um 14:44&nbsp;Uhr (und damit 61&nbsp;Minuten nach dem Start) konnte zum ersten Mal Funkkontakt mit dem <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> hergestellt werden. Der erste Kontakt zu <i>MRO</i> lief übrigens über eine Antenne des <i>Uchinoura Space Center</i> der japanischen Raumfahrtagentur <a href="https://www.raumfahrer.net/die-neue-japanische-raumfahrtagentur-jaxa/" data-wpel-link="internal">JAXA</a> auf der südlichsten Hauptinsel Japans, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kyushu" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Kyushu</a>. Eine Viertelstunde nach der Abtrennung von der Oberstufe waren dann auch die beiden großen Solarpaneele des Orbiters entfaltet und begannen damit, elektrische Energie zu erzeugen. Auch die rund drei Meter durchmessende <i>MRO</i>-Hauptantenne konnte mittlerweile erfolgreich ausgefahren werden. Damit ist der neueste Mars-Orbiter auf dem Weg, um sich im März nächsten Jahres zu den drei bereits um den Roten Planeten kreisenden Raumsonden von NASA und ESA zu gesellen.    
<br>
Nachfolgend finden Sie die Live-Berichterstattung vom heutigen Starttag. Alle Angaben auf dieser Seite sind in Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Die Ereignisse sind in chronologisch angeordnet, so dass Sie die neusten Meldungen immer oben sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Freitag, 12.08.2005</u></strong>
<br>
<strong>14:44 Uhr</strong>
<br>
Ein erster Kontakt zur Raumsonde ist hergestellt worden! In den nächsten Minuten werden nun die beiden großen Solarpaneele des Orbiters ausgefahren und die rund drei Meter durchmessende Hauptantenne in Position gebracht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit beenden wir unsere Live-Übertragung von dem erfolgreichen Start des <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i>. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
<br>
<strong>14:42 Uhr</strong>
<br>
<strong>Abtrennung der Raumsonde!</strong> Damit ist der Startvorgang erfolgreich abgeschlossen worden, und der <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> befindet sich nun auf dem Weg zum Roten Planeten! Die nächsten Minuten werden mit angespanntem Warten der Bodenmannschaft auf die ersten Signale der Raumsonde angefüllt sein &#8211; das wäre ein erstes wichtiges Indiz dafür, das <i>MRO</i> die enormen Belastungen des Starts gut überstanden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14:38 Uhr</strong>
<br>
<strong>Zweiter Brennschluß der <i>Centaur</i>-Oberstufe!</strong> In wenigen Momenten wird sie ihre Rotation in Vorbereitung der <i>MRO</i>-Abtrennung erhöhen.
<br>
<strong>14:32 Uhr</strong>
<br>
<strong>Zweite Zündung der <i>Centaur</i>-Oberstufe!</strong> Damit hat die letzte Phase des <i>MRO</i>-Starts begonnen.
<br>
<strong>14:05 Uhr</strong>
<br>
T+22 Minuten, unverändert sind alle Daten der <i>Centaur</i>-Oberstufe innerhalb der Toleranzwerte &#8211; bisher sieht alles nach einem gelungenen Start aus. Die zweite Zündung der Oberstufe wird rund fünf Minuten dauern, anschließend erfolgt die Abtrennung der Raumsonde. Danach wird noch ein kleines Ausweichmanöver durch die <i>Centaur</i> ausgeführt, damit die ausgebrannte Raketenstufe nicht ebenfalls im nächsten Frühjahr den Mars erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:56 Uhr</strong>
<br>
<strong>Erster Brennschluß der <i>Centaur</i>-Oberstufe!</strong> Bis zu diesem Zeitpunkt sind keine Probleme aufgetreten. Nun schließt sich eine rund 35-minütige Phase an, in der die Oberstufe gemeinsam mit <i>MRO</i> um die Erde treibt, bis die zweite Zündung des <i>Centaur</i>-Triebwerks erfolgt, um den <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> endgültig auf seine Reise zum Roten Planeten zu schicken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:54 Uhr</strong>
<br>
Weiterhin arbeiten alle Systeme normal. In wenigen Minuten ist die erste Brennphase der <i>Centaur</i>-Oberstufe beendet.
<br>
<strong>13:50 Uhr</strong>
<br>
Das Triebwerk der <i>Centaur</i>-Oberstufe arbeitet planmäßig, bisher verläuft der Flug problemlos.
<br>
<strong>13:48 Uhr</strong>
<br>
<strong>Erste Zündung der <i>Centaur</i>-Oberstufe!</strong> bei T+252&nbsp;Sekunden! Insgesamt zwei Mal wird die Oberstufe während des Fluges gezündet, wobei zwischen den beiden Zündungen etwa 35&nbsp;Minuten liegen, in denen die <i>Centaur</i>-Stufe und der mit ihr verbundene <i>MRO</i> antriebslos in 185&nbsp;Kilometer Höhe um die Erde treiben. Bisher verläuft der Flug planmäßig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:47 Uhr</strong>
<br>
<strong>Brennschluß</strong> der ersten <i>Atlas&nbsp;5</i>-Raketenstufe und anschließende Abtrennung bei T+245&nbsp;Sekunden! Bisher verläuft der Flug planmäßig.
<br>
<strong>13:47 Uhr</strong>
<br>
Die Nutzlastverkleidung wurde erfolgreich abgesprengt. Sie wird nun, da die dichten Schichten der Atmosphäre durchflogen sind, nicht mehr benötigt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082005120615_small_2.jpg" alt="None" width="377" height="251"/><figcaption>
Die 
<i>Atlas 5</i>
-Trägerrakete unmittelbar vor dem Start auf der Plattform 41.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:43 Uhr</strong>
<br>
<strong>T-0 &#8211; START!</strong> Die <i>Atlas&nbsp;5</i>-Trägerrakete erhebt sich donnernd von der Startplattform&nbsp;41 der <i>Cape Canaveral Air Force Station</i> und fliegt in einen strahlend blauen Morgenhimmel: Der <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> ist auf dem Weg zu unserem äußeren Nachbarplaneten!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13: 33Uhr</strong>
<br>
Der für den Start verantwortliche NASA-Manager Chuck Dovale hat sein Okay für den Start um 13:43&nbsp;Uhr gegeben!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:25 Uhr</strong>
<br>
Alle Startvorbereitungen und Sicherheitsprüfungen sind abgeschlossen worden, in wenigen Minuten beginnt bei T-4&nbsp;Minuten noch einmal eine zehnminütige, planmäßige Unterbrechung des Countdowns, bevor er dann ab 13:39&nbsp;Uhr weiterläuft. Der Wetteroffizier hat endgültig grünes Licht für den Start gegeben, und auch für das gesamte, bis 15:39&nbsp;Uhr andauernde Startfenster besteht nur eine zehnprozentige Wahrscheinlichkeit, dass ungünstige Wetterbedingungen den Start verzögern könnten &#8211; es sieht gut aus!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:13 Uhr</strong>
<br>
Noch eine halbe Stunde bis zum Start. Die Betankung der <i>Centaur</i>-Oberstufe mit flüssigem Wasserstoff ist mittlerweile erfolgreich abgeschlossen worden, und auch die Betankung der ersten Stufe der <i>Atlas&nbsp;5</i>-Trägerrakete nähert sich dem Ende. Alle Systeme stehen unverändert auf &#8222;Go!&#8220;, bis jetzt verläuft der Countdown reibungslos. Vor zwanzig Minuten ist die Sonne am Horizont über dem Atlantik aufgegangen, der Himmel über dem <i>Kennedy Space Center</i> ist strahlend blau &#8211; am Wetter wird der Start des <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> am heutigen Nachmittag also nicht scheitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>12:43 Uhr</strong>
<br>
Eine Stunde vor dem geplanten <i>MRO</i>-Start laufen die Vorbereitungen weiterhin nach Plan. Die Betankung der <i>Centaur</i>-Oberstufe mit flüssigem Sauerstoff ist mittlerweile abgeschlossen, die Betankung der ersten Raketenstufe zu gut 50&nbsp;Prozent. Mittlerweile hat auch die Betankung der <i>Centaur</i>-Oberstufe mit flüssigem Wasserstoff begonnen. Langsam überzieht sich die <i>Atlas&nbsp;5</i> mit einem dünnen Eisfilm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>12:25 Uhr</strong>
<br>
Wie die NASA gerade bekanntgegeben hat sind die gestrigen Probleme mit dem Treibstoffsensor der <i>Centaur</i>-Oberstufe, die wenige Minuten vor dem geplanten Start aufgetreten waren und letztendlich zum Startabbruch führten, auf einen weniger als eineinhalb Kilometer von der Startplattform eingeschlagenen Blitz verursacht worden. Dadurch wurde der Software, die für die Auswertung der Daten des Treibstoffsensor verantwortlich ist, ein falscher Wert vorgegaukelt.
<br>
<strong>12:20 Uhr</strong>
<br>
Derzeit läuft die Betankung der ersten Stufe der <i>Atlas&nbsp;5</i>-Trägerrakete sowie der <i>Centaur</i>-Oberstufe mit flüssigem Sauerstoff. Die Betankung dürfte in wenigen Minuten abgeschlossen sein. Unverändert sehen die Wetterbedingungen gut für einen Start um 13:45&nbsp;Uhr aus, und auch technische Probleme sind bisher nicht aufgetreten.
<br>
<strong>11:03 Uhr</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082005120615_small_3.jpg" alt="None" width="324" height="496"/><figcaption>
Die 
<i>Atlas 5</i>
-Trägerrakete in der Nacht vor dem Start.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Countdown ist bei T-120 Minuten angekommen und planmäßig für 30&nbsp;Minuten unterbrochen worden, bevor er weiterlaufen wird. Der NASA zufolge sind bisher keine Probleme aufgetreten.
<br>
Eine zweite, zehnminütige Unterbrechung wird es unmittelbar vor dem Start bei T-4&nbsp;Minuten geben. Diese Unterbrechungen sollen der Startmannschaft die Gelegenheit geben, letzte Tests durchzuführen und bei Bedarf unvorhergesehene Arbeiten zu erledigen.
<br>
<strong>10:13 Uhr</strong>
<br>
Vom anvisierten Startzeitpunkt sind wir jetzt genau vier Stunden entfernt. Derzeit werden verschiedene Systeme und Batterien der Trägerrakete überprüft, des weiteren laufen Vorbereitungen für die später beginnende Betankung der beiden Raketenstufen. Unverändert sprechen alle Anzeichen für einen Start des <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> am heutigen Nachmittag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>08:45 Uhr</strong>
<br>
Guten Morgen bei der Live-Berichterstattung von <i>Raumfahrer.net</i>! Die technischen Probleme vom Donnerstag sollen behoben sein, auch das Wetter soll den Starttermin um 07:43&nbsp;Uhr Ortszeit (13:43&nbsp;Uhr MESZ) nicht verhindern &#8211; die Zeichen für den ersten Start einer <i>Atlas&nbsp;5</i>-Trägerrakete mit einer NASA-Raumsonde als Nutzlast stehen wieder auf &#8222;Go!&#8220;.
<br>
Das hohe Startgewicht des <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> hat es erforderlich gemacht, dass dieses Mal nicht die bewährte <i>Delta&nbsp;II</i>-Trägerrakete zum Einsatz kommt, sondern erstmals bei einer solchen Mission die erst seit August 2002 im Einsatz befindliche <i>Atlas&nbsp;5</i>. Mehr über die runderneuerte Ausführung dieser amerikanischen Trägerrakete können Sie in unserem Artikel <a href="https://www.raumfahrer.net/atlas-v/" data-wpel-link="internal">Atlas&nbsp;5 &#8211; Facelifting für einen Veteranen</a> erfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Donnerstag, 11.08.2005</u></strong>
<br>
<strong>15:40 Uhr</strong>
<br>
Das Startfenster für einen erneuten Startversuch am morgigen Freitag erstreckt sich von 13:43 bis 15:43&nbsp;Uhr. Techniker der NASA prüfen derzeit, ob die fehlerhaften Werte des Treibstoffsensors der <i>Centaur</i>-Oberstufe tatsächlich auf eine Fehlfunktion des Sensors zurückzuführen sind oder ob es sich um ein Softwareproblem handelt.
<br>
Schon wieder macht also ein Treibstoffsensor der NASA zu schaffen, nachdem bereits der Start der Raumfähre <i>Discovery</i> wegen massiver Probleme mit zwei Treibstoffsensoren im externen Tank des Orbiters mehrfach verschoben werden musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14:57 Uhr</strong>
<br>
<i>Raumfahrer.net</i> wird Sie beim nächsten Startversuch (in frühestens 24 Stunden) wieder live auf dem Laufenden halten.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14:53 Uhr</strong>
<br>
<strong>Der Startversuch wurde wegen des Problems abgebrochen!</strong> Es gab ein Betankungsproblem mit der <i>Centaur</i>-Oberstufe, das anscheinend mit einer Sensorfehlfunktion in Zusammenhang stand.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082005120615_small_4.jpg" alt="None" width="337" height="266"/><figcaption>
<i>MRO</i>
 im Marsorbit.
<br>
(Grafik: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14:50 Uhr</strong>
<br>
Der Countdown hat planmäßig bei T-minus 4 Minuten angehalten. Die Pause soll zehn Minuten dauern, doch könnte sie verlängert werden, da es scheinbar ein Sensorproblem gibt.              </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:05 Uhr</strong>
<br>
Die Betankung der Traägerrakete hat begonnen. Sowohl die erste Stufe der <i>Atlas 5</i> wie auch die <i>Centaur</i>-Oberstufe werden mit ihren extrem gekühlten Treib- und Oxidationsstoffen beladen. Die erste Stufe der <i>Atlas 5</i> arbeitet mit flüssigem Sauerstoff und einem kerosinähnlichen Treibstoff namens &#8222;RP-1&#8220;, die <i>Centaur</i>-Oberstufe mit flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff. Es sieht unverändert gut für einen <i>MRO</i>-Start am heutigen Nachmittag aus.  
<br>
<strong>12:45 Uhr</strong>
<br>
Die Startzeit des <i>Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)</i> wurde noch einmal <strong>auf 15:00 Uhr verschoben</strong>. Die NASA betont, dass auch diese Verschiebung nicht durch technische Probleme verursacht ist, sondern nur mehr Zeit für die erforderlichen Startvorbereitungen geben soll. Unverändert stehen alle Zeichen für den Start auf &#8222;Go!&#8220;.
<br>
<strong>12:00 Uhr</strong>
<br>
Die <a href="https://www.raumfahrer.net/atlas-v/" data-wpel-link="internal"><i>Atlas 5</i>-Trägerrakete</a> steht auf der Startplattform 41 der <i>Cape Canaveral Air Force Station</i> zum Start bereit. Das Wetter spielt bei diesem Start offensichtlich mit, die Meteorologen der NASA melden nur eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass Wolken den Start verhindern könnten. Die planmäßig 30-minütige Unterbrechung des Countdowns drei Stunden vor dem Starttermin wurde um weitere 30 Minuten auf insgesamt eine Stunde verlängert, um der Startmannschaft mehr Zeit für letzte Startvorbereitungen zu geben. Der Starttermin wurde deswegen von 13:50 Uhr auf den nun genannten neuen Termin 14:20 Uhr verlegt.  </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mars-reconnaissance-orbiter-erfolgreich-gestartet/" data-wpel-link="internal">Mars Reconnaissance Orbiter erfolgreich gestartet!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
