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	<title>Kontrollzentrum &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Kontrollzentrum &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Tag der offenen Tür im ESOC</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2025 08:19:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12. September 2025 öffnet das ESA-Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt seine Türen.Tickets für den ESA-Tag der offenen Tür im ESOC sind jetzt erhältlich.Eine Pressemitteilung der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Quelle: ESA/Space_in_Member_States/Germany, 18. August 2025 Elevating the future of Europe since 1975: Wo Missionen zum Leben erwachen. Der Ticketverkauf für den ESA-Tag der offenen Tür im ESOC [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/tag-der-offenen-tuer-im-esoc/" data-wpel-link="internal">Tag der offenen Tür im ESOC</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 12. September 2025 öffnet das ESA-Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt seine Türen.<br>Tickets für den ESA-Tag der offenen Tür im ESOC sind jetzt erhältlich.<br>Eine Pressemitteilung der europäischen Raumfahrtagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/Tickets_fuer_den_ESA-Tag_der_Offenen_Tuer_im_ESOC_sind_jetzt_erhaeltlich" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESA/Space_in_Member_States/Germany</a>, 18. August 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Elevating the future of Europe since 1975: Wo Missionen zum Leben erwachen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ticketverkauf für den ESA-Tag der offenen Tür im ESOC ist offiziell eröffnet. Seien Sie dabei, wenn das Europäische Raumflugkontrollzentrum in Darmstadt (Robert-Bosch-Straße 5, 64293 Darmstadt) am Freitag, den 12. September 2025, von 15:00 bis 23:00 Uhr MESZ seine Türen für eine besondere Feier öffnet. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Lange_Nacht_der_Sterne_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="„Lange Nacht der Sterne“: Bei der „Langen Nacht der Sterne“ am 8. September 2017 erhielten Besucher innerhalb des ESOC-Geländes Einblicke in unser Kontrollzentrum mit seinem Herzstück, dem großen Hauptkontrollraum. ESA-Experten hielten Kurzvorträge über unsere Raumfahrt-Missionen und beantworteten Fragen rund um Missionen zu fernen Planeten, Erdbeobachtung, Raumfahrtmüll und die Zukunft der Raumfahrt. Mehr dazu hier. Credit: ESA/ J. Mai; Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="„Lange Nacht der Sterne“: Bei der „Langen Nacht der Sterne“ am 8. September 2017 erhielten Besucher innerhalb des ESOC-Geländes Einblicke in unser Kontrollzentrum mit seinem Herzstück, dem großen Hauptkontrollraum. ESA-Experten hielten Kurzvorträge über unsere Raumfahrt-Missionen und beantworteten Fragen rund um Missionen zu fernen Planeten, Erdbeobachtung, Raumfahrtmüll und die Zukunft der Raumfahrt. Mehr dazu hier. Credit: ESA/ J. Mai; Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Lange_Nacht_der_Sterne_pillars_350x233.jpg" alt="" class="wp-image-147791" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Lange_Nacht_der_Sterne_pillars_350x233.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Lange_Nacht_der_Sterne_pillars_350x233-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Lange_Nacht_der_Sterne_pillars_350x233-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">&#8222;Lange Nacht der Sterne&#8220;:<br>Bei der &#8222;Langen Nacht der Sterne&#8220; am 8. September 2017&nbsp; erhielten Besucher&nbsp;innerhalb des ESOC-Geländes Einblicke in unser Kontrollzentrum mit seinem&nbsp;Herzstück, dem großen Hauptkontrollraum.&nbsp;ESA-Experten hielten Kurzvorträge über unsere Raumfahrt-Missionen und&nbsp;beantworteten Fragen&nbsp;rund um Missionen zu fernen Planeten, Erdbeobachtung, Raumfahrtmüll&nbsp;und die Zukunft der Raumfahrt. Mehr dazu <a href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/Lange_Nacht_der_Sterne_am_8._September_im_ESOC_in_Darmstadt" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a>.<br>Credit<strong>:</strong> ESA/ J. Mai; Licence: ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der diesjährige Tag der offenen Tür steht ganz im Zeichen des 50-jährigen Bestehens der ESA und bietet einen seltenen Einblick hinter die Kulissen der europäischen Satellitenkontrolle. Besucher:innen können sich auf einen 90-minütige Rundgang durch das Kontrollzentrum freuen, die Höhepunkte wie den Hauptkontrollraum, interaktive Stationen, VR-Erlebnisse und kurze Präsentationen zu den Themen Weltraumsicherheit, Planetenforschung, Astronomie-Missionen und Erdbeobachtung umfasst. Der Einlass auf das Hauptgelände des ESOC erfolgt gestaffelt alle 30 Minuten ab 15:00 Uhr, letzter Einlass ist um 21:00 Uhr.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der gegenüberliegenden Straßenseite können Besucher:innen ein abwechslungsreiches Outdoor-Programm mit Live-Bühne,&nbsp;einem Kinderbereich mit Mitmach-Stationen und Speisen- und Getränkewagen genießen – allesamt darauf ausgelegt, das Thema Weltraum für alle Altersgruppen zugänglich und spannend zu erzählen. Die Aktivitäten in diesem Bereich sind den ganzen Tag über ohne zeitliche Einschränkungen zugänglich, und Ticketinhaber:innen sind ab 14:00 Uhr MESZ willkommen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Programmdetails werden kurz vor dem Veranstaltungstermin bekannt gegeben. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ticket-Details</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Lang_Nacht_der_Sterne_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="„Lange Nacht der Sterne“: Credit: ESA/ J. Mai; Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="„Lange Nacht der Sterne“: Credit: ESA/ J. Mai; Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Lang_Nacht_der_Sterne_pillars_350x233.jpg" alt="" class="wp-image-147793" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Lang_Nacht_der_Sterne_pillars_350x233.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Lang_Nacht_der_Sterne_pillars_350x233-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Lang_Nacht_der_Sterne_pillars_350x233-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">&#8222;Lange Nacht der Sterne&#8220;: Credit<strong>:</strong> ESA/ J. Mai; Licence: ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der öffentliche Ticketverkauf beginnt am 18. August und die Tickets können über die Website von Darmstadt Marketing <a href="https://web.archive.org/web/20250819163925/https://www.darmstadt-tourismus.de/en/visit/guided-tours/esa-and-eumetsat/esa-darmstadt-open-day-2025.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a> erworben werden. Der Verkauf läuft, bis alle verfügbaren Tickets verkauft sind. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich, es werden keine Tickets vor Ort verkauft. Tickets können nur über Darmstadt Marketing erworben werden, entweder <a href="https://web.archive.org/web/20250819163925/https://www.darmstadt-tourismus.de/en/visit/guided-tours/esa-and-eumetsat/esa-darmstadt-open-day-2025.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">online</a> oder im Ladengeschäft in der Elisabethenstraße 20-22, 64283 Darmstadt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung findet überwiegend in deutscher Sprache statt, einzelne Programmpunkte können jedoch auch in englischer Sprache angeboten werden. Bitte lesen Sie vor der Buchung Ihrer Tickets alle Informationen auf der Seite von Darmstadt Marketing. Bei Fragen zur Ticketbuchung wenden Sie sich bitte an Darmstadt Marketing unter <a href="mailto:da-service@darmstadt.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">da-service@darmstadt.de</a>. Bei Fragen zum ESA-Tag der Offenen Tür im ESOC schreiben Sie bitte an <a href="mailto:esoc.communication@esa.int" target="_blank" rel="noreferrer noopener">esoc.communication@esa.int</a>.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Sie nun schon immer vom Weltraum fasziniert sind oder einfach nur neugierig darauf,&nbsp;was sich hinter den Toren der Europäischen Weltraumorganisation abspielt, diese Veranstaltung hat für jeden etwas zu bieten – von Science-Fiction-Cosplayern und Raketendemos bis hin zu spannenden Kurzvorträgen und Karriereberatung. Seien Sie Teil dieser außergewöhnlichen Feier der europäischen Weltraumleistungen! &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir freuen uns auf Sie!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20632.msg577741#msg577741" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">&#8222;ESA Open Day&#8220; im ESA-Kontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt am 12.09.2025</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DLR: Interview mit Ralf Faller zum EDRS-Betrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-interview-mit-ralf-faller-zum-edrs-betrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2019 13:38:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[EDRS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ich weiß, ich kann meinem Team vertrauen&#8220; &#8211; Interview mit Ralf Faller zum EDRS-Betrieb von Bernadette Jung und Daniela Höpfl. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. Der Satellit EDRS-C ist am 6. August 2019 um 21:30 Uhr erfolgreich gestartet. Nach Empfang der ersten Telemetriedaten hat das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (German [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">&#8222;Ich weiß, ich kann meinem Team vertrauen&#8220; &#8211; Interview mit Ralf Faller zum EDRS-Betrieb von Bernadette Jung und Daniela Höpfl. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-793f3765"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21082019153837_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21082019153837_small_1.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)." width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">EDRS-C Kontrollraum im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des DLR Oberpfaffenhofen. Am 6. August 2019 startete der EDRS-C Satellit vom Weltraumbahnhof Kourou, Französisch-Guyana.  <br> (Bild: DLR (CC-BY 3.0).) </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit EDRS-C ist am 6. August 2019 um 21:30 Uhr erfolgreich gestartet. Nach Empfang der ersten Telemetriedaten hat das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (German Space Operations Center, GSOC) den Betrieb übernommen. Die erste kritische Startphase mit mehreren Bahnmanövern wurde gemeistert, sodass EDRS-C nun in die Testphase übergehen kann. Zuständiger DLR-Projektleiter ist Mission Operations Director Ralf Faller. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Herr Faller, der Launch des EDRS-C war ein aufregendes Erlebnis für alle, die zugesehen haben. Wie haben Sie im Kontrollraum den Start erlebt?</i>
<br>
<strong>Ralf Faller:</strong> Ich kann mich noch an meinen ersten Start erinnern – es war der eines Nachrichtensatelliten für die Firma Eutelsat in den frühen 90er Jahren – und an den Moment, als die Rakete abhob. Das ist für mich immer noch spannend. Meine Verantwortung im Kontrollraum ist in den Jahren gewachsen, aber die Spannung ist immer noch die gleiche. Als Projektleiter seitens des DLR bin ich der Mission Operations Director während des Missionsbetriebs. So ein Satellitenstart stellt dann natürlich eine große Anspannung für mich dar. Man verspürt den Drang, immer alles selbst zu machen, jedoch ist das bei so einem großen Projekt selbstverständlich nicht möglich. Das ist der Grund, weshalb ich meinem Team vertrauen muss – und ich weiß, dass ich genau das tun kann. Wichtig ist, dass ich den Überblick habe und den Kollegen ermögliche, ihre Aufgaben zu erledigen. Damit können wir alle das bestmögliche Ergebnis erzielen und im Rahmen unserer Möglichkeiten sicher sein, dass nichts passiert. Als Berufseinsteiger hat man vielleicht nur eine kleine Aufgabe und bedient eine Software, die man erstellt hat. Ich war damals aber genauso stolz im Kontrollraum zu sitzen wie heute. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Wie viele Jahre sind seither vergangen und was fasziniert Sie heute noch bei Ihrer Arbeit?</i>
<br>
<strong>R. Faller:</strong> Ich arbeite seit mittlerweile fast 30 Jahren im GSOC. Ich habe damals in der Abteilung für Raumflugdynamik angefangen. Jedoch war ich immer schon an den gesamtbetrieblichen Abläufen interessiert und habe dann zum Missionsbetrieb gewechselt. Die Kontrolle der Satelliten ist einfach ein sehr interessanter technischer Bereich. Satelliten sind komplizierte Systeme, die nur &#8222;remote&#8220; betrieben werden können. Das heißt, dass man sie nur durch eine Funkverbindung erreichen kann, um Telemetriedaten zu empfangen und Kommandos an den Satelliten zu schicken. Man kommt eben nicht mehr direkt an die Satelliten ran, da sie sich in weiter Entfernung zur Erde befinden. Das finde ich auch heute noch sehr faszinierend. All das benötigt natürlich auch eine sehr gute Vorbereitung, da man im Nachhinein nichts mehr am Satelliten verändern kann. Wenn er oben ist, ist er oben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Wie sieht jetzt der weitere Ablauf mit EDRS-C aus?</i>
<br>
<strong>R. Faller:</strong> Nach dem Start der Ariane-5-Rakete und dem Aussetzen des Satelliten war es wichtig, eine stabile Verbindung mit dem Satelliten zu bekommen. Das ist uns gelungen &#8211; am Anfang die größte Herausforderung, um einen sicheren Satellitenbetrieb zu etablieren. In den vergangenen Tagen haben wir dann insgesamt fünf Bahnmanöver durchgeführt. Jetzt ist der Satellit an einer vorübergehenden Position im geostationären Orbit, sodass wir umfassende Funktionstests durchführen können. Diese Phase dauert mehrere Wochen. Erst danach ist EDRS-C voll betriebsfähig und kann dorthin, wo er in Zukunft arbeiten soll. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-8f88593c"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21082019153837_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21082019153837_small_2.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)." width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ralf Faller, EDRS Mission Operations Director, im Kontrollraum des GSOC. Dort überblickt er den Betrieb des Bodensegments des Kommunikationssatelliten.  <br> (Bild: DLR (CC-BY 3.0).) </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Was sind Ihre Aufgaben als &#8222;MOD&#8220;, als Mission Operations Director?</i>
<br>
<strong>R. Faller:</strong> Ich bin unter anderem dafür verantwortlich, dass die ersten Betriebsphasen, LEOP (Launch and Early Orbit Phase) und IOT (In Orbit Tests), gut verlaufen. Genauso muss ich sicherstellen, dass hinterher der Routinebetrieb ohne Probleme anfängt. Es gibt je nach Projekt bestimmte Anforderungen, die erfüllt werden müssen. Die Kollegen in Weilheim mussten die beiden EDRS-Hauptantennen aufbauen. Wir in Oberpfaffenhofen mussten das übrige Bodensegment einrichten – dazu gehören die Kontrollräume, die IT-Infrastruktur und benötigten Softwaresysteme – und das Betriebsteam für die Mission aufstellen und trainieren. Das mache ich natürlich nicht alles alleine. Ich koordiniere die Arbeiten und stimme mich mit den Fachabteilungen ab, die am Projekt beteiligt sind. Ich versuche alles zusammen zu halten und bin im unmittelbaren Kontakt mit dem Kunden. Als MOD und Projektleiter muss ich auch Bericht erstatten und auf die anfallenden Kosten achten – ich versuche also alles im Überblick zu behalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Was sind für Sie die größten Herausforderungen?</i>
<br>
<strong>R. Faller:</strong> Wir hatten eine sehr intensive Vorbereitung. Grundsätzlich gilt es, die Systemanforderungen zu erfüllen. Gleichzeitig musste ich die schon angesprochenen Kosten im Blick behalten, den Zeitplan einhalten und den Wünschen des Kunden gerecht werden. Ich bin aber auch dafür verantwortlich, dass das Team zusammenhält. Im Kernprojektteam von EDRS-C arbeiten circa 40 Leute aus verschiedenen Abteilungen. Ich bin ja Ingenieur und komme aus dem technischen Bereich, aber ich habe auch gemerkt, dass erst die Menschen gute Arbeitsergebnisse ermöglichen. Am Projekt sind hochqualifizierte schlaue Köpfe beteiligt, die natürlich alle ihre individuellen Eigenheiten haben. Erfolgreiche Raumfahrt zeichnet sich in erster Linie durch gutes Teamwork aus. Dabei zu helfen, dass im Team alles rund läuft, ist ein sehr wichtiger und zugleich schöner Aspekt meiner Arbeit. Raumfahrt ist schließlich das Ergebnis von vielen Leuten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Welche Lebenszeit hat EDRS-C und werden Sie den Betrieb solange betreuen?</i>
<br>
<strong>R. Faller:</strong> Der Satellit ist auf rund 15 Jahre Betrieb ausgelegt. Das GSOC betreut den Kommunikationssatelliten und die Nutzlast während der ganzen Zeit. Üblicherweise ist bei den geostationären Satelliten immer der Treibstoff der begrenzende Faktor. Erst nach diesen 15 Jahren wird man den EDRS-C mit dem eingeplanten Resttreibstoff auf einen &#8222;Friedhofsorbit&#8220; in eine 300 Kilometer höhere Umlaufbahn schießen und deaktivieren. Das werde ich wohl nicht mehr im aktiven Dienst erleben. Es ist schade, aber ich sage auch immer, dass ich mich genau da am wohlsten fühle, wo ich mich gerade befinde. Man weiß ja nicht, was noch um die Ecke kommt – für eine interplanetare Mission, beispielsweise zum Mond, würde ich vieles stehen und liegen lassen. Aber jetzt sorgen wir erst mal dafür, dass EDRS-C seinen Routinebetrieb aufnehmen kann. Darauf haben wir uns lange vorbereitet, mit zahlreichen Simulationen im Kontrollraum trainiert und ich freue mich, dass wir jetzt mit dem echten Satelliten im Orbit arbeiten können. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über EDRS-C</strong> <br>Der Kommunikationssatellit ist Kernstück des Europäischen Daten Relais Systems (EDRS), das vor allem mithilfe von Satelliten-Laserterminals riesige Datenmengen innerhalb kürzester Zeit vom Weltraum zur Erde überträgt. EDRS ist eine öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der Firma Airbus Defence and Space. Der Satellit sowie die Nutzlasten und Empfangsstationen werden in Oberpfaffenhofen am GSOC des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16842.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Intelsat-39 &amp; EDRS-C (Hylas 3) mit Ariane 5 ECA (VA249) von Kourou ELA-3</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-interview-mit-ralf-faller-zum-edrs-betrieb/" data-wpel-link="internal">DLR: Interview mit Ralf Faller zum EDRS-Betrieb</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Opportunity: Speicherformatierung war erfolgreich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/opportunity-speicherformatierung-war-erfolgreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2014 22:51:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[HiRISE]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[MRO]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=39463</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im August 2014 vermehrt aufgetretene Computerprobleme waren der Grund dafür, dass Anfang September eine Neuformatierung des Flash-Speichers des Marsrovers Opportunity erfolgte. Die damit verbundenen Arbeiten konnten erfolgreich abgeschlossen werden und der Rover hat seine Fahrt mittlerweile fortgesetzt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, UMSF-Forum. Im August 2014 führte ein Problem mit dem Flash-Speicher des [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-speicherformatierung-war-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">Opportunity: Speicherformatierung war erfolgreich</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im August 2014 vermehrt aufgetretene Computerprobleme waren der Grund dafür, dass Anfang September eine Neuformatierung des Flash-Speichers des Marsrovers Opportunity erfolgte. Die damit verbundenen Arbeiten konnten erfolgreich abgeschlossen werden und der Rover hat seine Fahrt mittlerweile fortgesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, UMSF-Forum.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092014005151_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092014005151_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Die zwischen dem 5. August und dem 17. September 2014 &#8211; dies entspricht den Missionstagen Sol 3744 bis 3784 &#8211; von Opportunity zurückgelegte Strecke. Eine weitere Fahrt am 19. September brachte den Rover noch etwas näher an den Ulysses-Krater. Jedes Quadrat auf dieser Karte verfügt über eine Ausdehnung von 100 x 100 Metern. 
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(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im August 2014 führte ein Problem mit dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flash-Speicher" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Flash-Speicher</a> des Bordcomputers dazu, dass sich der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Opportunity</i> mehrfach in einen Sicherheitsmodus versetzte. Daten konnten nicht wie beabsichtigt im Flash-Speicher abgelegt und gespeichert werden, was dazu führte, dass der Bordcomputer dadurch bedingt einen &#8218;Reboot&#8216; ausführte. Als Reaktion auf den dadurch automatisch ausgelösten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reset" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Computer-Reset</a> stoppte der Rover alle weiteren für diesen Tag vorgesehenen Aktivitäten und versetzte sich stattdessen in einen als &#8222;Automode&#8220; bezeichneten Zustand, in dem der Rover lediglich passiv auf der Marsoberfläche verharrte und auf weiterführende Kommandos von der Erde wartete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Grund für dieses Problem, so die Mitarbeiter des für die Steuerung des Rovers verantwortlichen Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien, liegt in der langjährigen Einsatzdauer des Bordcomputers, welcher seine &#8218;Garantiezeit&#8216; bereits deutlich überschritten hat. Durch das permanente Überschreiben von Dateien werden einzelne Bereiche des Flash-Speichers im Laufe der Zeit unbrauchbar. Dies wurde von den Ingenieuren und Technikern des JPL zwar nicht als bedrohlich eingestuft, sorgte aber trotzdem für gewisse Probleme, da diese Resets eine Unterbrechung der täglichen Arbeiten zur Folge haben, welche dann erst nach der Wiederinbetriebnahme des Rovers, was frühestens am folgenden Tag möglich ist, fortgesetzt werden können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da unter diesen Bedingungen &#8211; alleine im August erfolgten 12 dieser Resets &#8211;  keine sinnvolle Weiterführung der Mission möglich war entschlossen sich die zuständigen Ingenieure des JPL in Absprache mit den Verantwortlichen der <i>Mars Exploration Rover</i>-Mission Ende August dazu, bei <i>Opportunity</i> eine Neuformatierung des Flash-Speichers durchzuführen. Bei diesem Vorgang werden sämtliche in diesem Speicher abgelegten Daten gelöscht. Zugleich werden die fehlerhaften Bereiche &#8218;identifiziert&#8216;, als unbrauchbar markiert und anschließend in Zukunft nicht mehr genutzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Übertragung aller noch im Flash-Speicher abgelegten wissenschaftlichen Daten zur Erde wurden am 3. September weitere wichtige Konfigurationsdateien und Skripte vom Flash-Speicher in den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/EEPROM" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">EEPROM-Speicher</a> &#8211; einen weiteren nichtflüchtigen Speicher des Computers &#8211; transferiert. Am nächsten Tag erfolgte dann die Neuformatierung des Flash-Speichers, wobei auch die fehlerhaften Bereiche erfolgreich identifiziert und &#8218;isoliert&#8216; werden konnten. Eine anschließende Analyse ergab, dass die Speicherkapazität des Flash-Speichers durch diesen Prozess um weniger als lediglich ein Prozent gesunken ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092014005151_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092014005151_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, M. Maimone" width="260"/></a><figcaption>
Ein Bestandteil der autonomen Navigation, mit der sich Opportunity selbstständig über die Marsoberfläche bewegen kann, ist die visuelle Odometrie. Hierbei identifizieren die Kameras in einem ersten Schritt zunächst markante Oberflächenmerkmale in der näheren Umgebung. Nach einer erfolgten Fahrt über maximal einen Meter werden diese Punkte erneut &#8218;gesucht&#8216;. Durch die zwischenzeitlich erfolgten relativen Veränderungen in den Entfernungen zueinander lässt sich der erfolgte Geländegewinn bis auf den Millimeter genau berechnen. 
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(Bild: NASA, JPL-Caltech, M. Maimone)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 6. September wurden die zuvor im EEPROM-Speicher abgelegten Dateien wieder in den Flashspeicher übertragen und weitere Dateien wurden am 7. September von dem Roverkontrollzentrum an <i>Opportunity</i> übermittelt. Eine anschließende Systemanalyse und die Auswertung der zwischenzeitlich gewonnenen Telemetriedaten zeigte, dass alle Vorgänge erfolgreich verlaufen waren und der Rover seine Arbeit somit fortsetzen konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterfahrt zum Ulysses-Krater</strong>
<br>
Nach der Anfertigung diverser Fotos, welche unter anderem der Dokumentation verschiedener in der unmittelbaren Umgebung gelegener <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rippel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Rippelmarken</a> dienten, wurde eine erste Fahrt dann auch gleich für den 9. September, den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a> 3778 der <i>Opportunity</i>-Mission, angesetzt. Hierbei sollte der Rover eine als potentielles Hindernis eingestufte Gruppierung von größeren Gesteinsbrocken im Autonavigationsmodus mittels einer als &#8218;visuelle Odometrie&#8216; bezeichneten Methode selbstständig umfahren. 
<br>
&#8218;Autonavigationsmodus&#8216; bedeutet, dass der Rover seine Fahrt selbstständig durchführt, ohne dass die für die Steuerung des Rovers verantwortlichen Roverdriver hierfür im Vorfeld einen exakten Kurs festgelegt haben. In diesem Autonavigationsmodus unterbricht der Rover seine Fahrt in regelmäßigen Abständen und fertigt mit seinen Gefahrenerkennungs- und Navigationskameras Fotoaufnahmen des umliegenden Geländes an. Jeweils zwei Kameras bilden dabei zeitgleich den gleichen Geländeabschnitt ab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aufnahmen werden von der &#8218;Drive-Software&#8216; des Rovers zu Stereoaufnahmen kombiniert &#8211; im Gegensatz zu konventionellen 2D-Aufnahmen ergibt sich bei stereoskopischen Aufnahmen auch ein räumlicher Eindruck der Landschaft &#8211; und anschließend autonom ausgewertet. Aus den so gewonnenen Informationen berechnet die Software des Rovers anschließend einen sicheren Weg für die Weiterfahrt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092014005151_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092014005151_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Cornell University" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme fertigte die Panoramakamera von Opportunity am 18. September 2014 (Sol 3786) um 14:09 lokaler Marszeit an. Im Bildhintergrund ist das Innere des etwa 22 Kilometer durchmessenden Endeavour-Kraters zu erkennen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der visuellen Odometrie identifizieren die Kameras in einem ersten Schritt zunächst markante Oberflächenmerkmale in der näheren Umgebung. Nach einer erfolgten Fortbewegung über maximal einen Meter werden diese Punkte erneut &#8218;gesucht&#8216;. Durch die zwischenzeitlich erfolgten relativen Veränderungen in den Entfernungen zueinander lässt sich der erfolgte Geländegewinn bis auf den Millimeter genau berechnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die für den 9. September vorgesehene Fahrt fand jedoch nicht statt, da die Kameras des Rovers zur Berechnung des einzuschlagenden Kurses keine ausreichende Anzahl an markanten Oberflächenpunkten identifizieren konnten. Mit neu gesetzten Sicherheitsparametern konnte sich <i>Opportunity</i> jedoch zwei Tage später um 10,7 Meter in die west-südwestliche Richtung bewegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen von zwei weiteren Fahrten, bei denen am 14. und am 16. September insgesamt weitere 50 Meter zurückgelegt wurden, bewegte sich <i>Opportunity</i> am südlichen Rand der &#8222;Wdowiak Ridge&#8220; auf einen mit dem Namen &#8222;Ulysses&#8220; versehenen Impaktkrater zu. Bei der nächsten Fahrt am 18. September erfolgte dann eine weitere Annäherung an diesen etwa 30 Meter durchmessenden Krater. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die aktuelle Situation</strong>
<br>
Gegenwärtig befindet sich <i>Opportunity</i> in einem guten Allgemeinzustand, der keinen Anlass für Sorgen bietet. Der Rover weist eine &#8218;gesunde&#8216; Energiebilanz auf, verfügt über einen stabilen Thermalhaushalt und kommuniziert sowohl &#8218;direkt&#8216; als auch über die als Relaisstationen eingesetzten NASA-Marsorbiter <i>MRO</i> und <i>Mars Odyssey</i> wie vorgesehen mit seinem Kontrollzentrum auf der Erde. Derzeit ist <i>Opportunity</i> damit beschäftigt, die Umgebung mit den verschiedenen Kamerasystemen eingehend abzubilden. Die nächste Fahrt ist für den heutigen Tag vorgesehen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092014005151_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092014005151_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Eine Aufnahme der Navigationskamera von Opportunity, angefertigt am 19. September 2014 (Sol 3787) um 14:16 lokaler Marszeit. Auch hier ist im Hintergrund das Innere des Endeavour-Kraters zu erkennen. 
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(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Verlassen des Randes des Ulysses-Kraters wird sich <i>Opportunity</i> auch weiterhin in die südliche Richtung bewegen. Bei dem dabei angepeilten &#8218;Fern-Ziel&#8216; handelt es sich um ein mit dem Namen &#8222;Marathon Valley&#8220; belegtes Tal, welches sich im Bereich des &#8222;Cape Tribulation&#8220; &#8211; einem Teilbereich des stark erodierten Kraterwalls, der den &#8222;Endeavour-Krater&#8220; teilweise umgibt &#8211; befindet. Hier wurden in den vergangenen Jahren durch das CRISM-Spektrometer des <i>MRO</i> erhöhte Konzentrationen von verschiedenen Tonmineralen festgestellt, welche sich dort auf engen Raum zu befinden scheinen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem sind auf den Aufnahmen der ebenfalls an Bord des <i>MRO</i> befindlichen HiRISE-Kamera an den Innenwänden dieses Tals verschiedene Gesteinsschichten erkennbar. Wie bei einer extrem verkleinerten Version der  Steilwände des <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geologie_des_Grand_Canyon" target="_blank" data-wpel-link="external">Grand Canyon</a> im US-Bundesstaat Arizona ergibt sich hier für die Marsforscher eventuell auf kleinstem Raum ein Einblick in die langfristige klimatologische und geologische Geschichte dieser Region der Marsoberfläche. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Energiesituation</strong> <br> Neben dem allgemeinen technischen Zustand des Rovers muss bei der <i>Opportunity</i>-Mission allerdings auch immer ein Blick auf die aktuelle Energiesituation geworfen werden. Im Gegensatz zu dem zweiten derzeit aktiven Marsrover der NASA, dem durch einen Radioisotopengenerator mit Strom versorgten Rover <i>Curiosity</i>, ist  der mit Solarpaneelen ausgestattete Rover <i>Opportunity</i> bezüglich seiner Energieversorgung ausschließlich auf die Sonne angewiesen. Hier ein Überblick über die Entwicklung der Energiewerte von <i>Opportunity</i> während der letzten Wochen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tau-Wert steht dabei für die Durchsetzung der Marsatmosphäre mit Staub und Wassereiskristallen. Je mehr Staub sich in der Atmosphäre des Planeten befindet, desto höher fällt dieser Wert aus. Der Wert für die Lichtdurchlässigkeit der Solarzellen gibt dagegen an, wie viel Sonnenlicht die Solarpaneele des Rovers trotz einer bedeckenden Staubschicht erreicht und letztendlich zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Bei komplett staubfreien Paneelen würde dieser Wert 100 Prozent betragen. Je niedriger der Tau-Wert und je höher der Faktor für die Lichtdurchlässigkeit ausfällt, desto besser ist dies für den Energiehaushalt des ausschließlich mittels Sonnenenergie betriebenen Rovers. </p>



<ul class="wp-block-list"><li>10.09.2014:  0,694 kWh/Tag , Tau-Wert 0,879 , Lichtdurchlässigkeit 75,40 Prozent</li><li>02.09.2014:  0,713 kWh/Tag , Tau-Wert 0,852 , Lichtdurchlässigkeit 77,10 Prozent</li><li>26.08.2014:  0,680 kWh/Tag , Tau-Wert 0,858 , Lichtdurchlässigkeit 75,30 Prozent</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092014005151_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21092014005151_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Eine Karte mit den wichtigsten Oberflächenformationen auf dem Mars. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der letzten Tage lag der Tau-Wert in einem Bereich zwischen 0,82 und 0,90. Für den gestrigen Sol 3788 wurde ein Wert von 0,83 ermittelt. Sollten auf dem Mars in näherer Zukunft keine signifikanten Staubstürme auftreten, so wird der derzeitige Staubbedeckungsgrad und der damit verbundene Energiewert eine Fortsetzung der Aktivitäten des Rovers während der kommenden Monate deutlich begünstigen. Hierfür spricht auch die gegenwärtige Wettersituation auf dem Mars. 
<br>
Die meisten der in den vergangenen Woche durch den <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> beobachteten Staubsturmgebiete waren über der nördlichen Hemisphäre über den Regionen Acidalia Planitia und Utopia Planitia aktiv. Lokal begrenzte Sturmgebiete traten zudem kurzfristig über den auf der Südhemisphäre gelegenen Gebieten Terra Sirenum, Noachis Terra und Hellas Planitia auf. Wolken aus Wassereiskristallen wurden speziell über den Vulkanen der Tharsis-Region registriert. Das Meridiani Planum &#8211; in diesem Gebiet ist <i>Opportunity</i> aktiv &#8211; war dagegen weitestgehend frei von Wolken oder Staubstürmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tag, dem Sol 3789 seiner Mission, hat der Rover <i>Opportunity</i> rund 40.750 Meter auf der Oberfläche des Mars zurückgelegt und dabei <a class="a" href="https://science.nasa.gov/mars/resources/?search=spirit+opportunity&amp;types=images&amp;content_list=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">196.664 Aufnahmen</a> von der Oberfläche und der Atmosphäre des &#8222;Roten Planeten&#8220; aufgenommen und an sein Kontrollzentrum am JPL übermittelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3843.5550" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Spirit und Opportunity</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/spirit/" data-wpel-link="internal">Mars Exploration Rover Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/opportunity/" data-wpel-link="internal">Mars Exploration Rover Newsarchiv</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-speicherformatierung-war-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">Opportunity: Speicherformatierung war erfolgreich</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Galileo-Verwaltungszentrum ab 1. August in Prag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galileo-verwaltungszentrum-ab-1-august-in-prag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2012 14:14:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Satellitennavigationssystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vermutlich zum 1. August 2012 erfolgt der Umzug des Galileo-Verwaltungszentrums GSA von Brüssel nach Prag, teilte Tschechiens Verkehrsminister Pavel Dobeš mit. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Aktuálně.cz, Český rozhlas, Europolitics, Space Daily. Ende Januar 2012 war die Verlegung des Verwaltungszentrums des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo in die Hauptstadt Tschechiens besiegelt worden. Der Direktor der Europäischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vermutlich zum 1. August 2012 erfolgt der Umzug des Galileo-Verwaltungszentrums GSA von Brüssel nach Prag, teilte Tschechiens Verkehrsminister Pavel Dobeš mit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Aktuálně.cz, Český rozhlas, Europolitics, Space Daily.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052012161410_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052012161410_small_1.jpg" alt="Aktron / Wikimedia Commons" width="300" height="199"/></a><figcaption>
Links im Bild das ČKA-Gebäude im Jahr 2007 
<br>
(Bild: Aktron / Wikimedia Commons)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ende Januar 2012 war die Verlegung des Verwaltungszentrums des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo in die Hauptstadt Tschechiens besiegelt worden. Der Direktor der Europäischen Aufsichtsbehörde für Satellitennavigation (GSA), Carlo des Dorides, und der Verkehrsminister der Tschechischen Republik, Pavel Dobeš, hatten in Prag eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Wettbewerb um einen neuen Verwaltungsstandort konnte sich Prag gegen Mitbewerber wie Athen, München, Noordwijk, Rom oder Straßburg durchsetzen. Das Unterhaus des tschechischen Parlaments hat dem Umzug der GSA jetzt zugestimmt. Am 3. Mai 2012 wurde in Prag bekannt gegeben, dass es grünes Licht gebe für die Installation der europäischen Behörde in Prag. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon bald also kann das Verwaltungszentrum im Prager Stadtteil Holešovice etabliert werden. Untergebracht werden sollen seine Mitarbeiter im Gebäude der ehemaligen Tschechischen Konsolidierungsagentur (ČKA, Česká konsolidační agentura), die Altkredite von tschechischen Banken und staatlichen Unternehmen aus der Transformationszeit verwaltet hatte. Dort will man unter anderem einen neuen abhörsicheren Konferenzraum einrichten. Man hofft, dass die Arbeit des Verwaltungszentrums in Prag spätestens im September 2012 beginnen kann. Das Gebäude teilt man sich dann mit der tschechischen Raumfahrtbehörde. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/galileo-verwaltungszentrum-ab-1-august-in-prag/" data-wpel-link="internal">Galileo-Verwaltungszentrum ab 1. August in Prag</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rosetta in Tiefschlafmodus versetzt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosetta-in-tiefschlafmodus-versetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 20:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane]]></category>
		<category><![CDATA[Darmstadt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESOC]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Lander]]></category>
		<category><![CDATA[Philae]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die europäische Sonde Rosetta, die auf dem Weg zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko ist, wurde gestern, am 8. Juni 2011, in einen 31 Monate andauernden Tiefschlafmodus versetzt. Erstellt von Oliver Karger &#38; Simon Plasger. Quelle: ESA. Vertont von Peter Rittinger. Während dieser langen Etappe der insgesamt etwa ein Jahrzehnt dauernden Mission zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko sollen vor allem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die europäische Sonde Rosetta, die auf dem Weg zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko ist, wurde gestern, am 8. Juni 2011, in einen 31 Monate andauernden Tiefschlafmodus versetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Oliver Karger</a> &amp; Simon Plasger.    Quelle: ESA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-06-10-79200.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während dieser langen Etappe der insgesamt etwa ein Jahrzehnt dauernden Mission zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko sollen vor allem Ressourcen gespart werden. „Rosetta entfernt sich immer weiter von der Sonne, so dass einfach nicht mehr genügend Energie vorhanden ist, um die Systeme zu betreiben“, so Paolo Ferri, Leiter der Abteilung für Solare und Planetare Missionsoperationen am Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt. Später, wenn Rosetta bei 67P/Tschurjumow-Gerasimenko ankommt, befindet sie sich wieder näher an der Sonne.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/RosettaSpacecraft-gross-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/RosettaSpacecraft.jpg" alt="Künstlerische Darstellung der Kometensonde Rosetta auf dem langem Flug zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko.
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Künstlerische Darstellung der Kometensonde Rosetta auf dem<br> langem Flug zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko.<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bis auf den Hauptcomputer und einige Heizelemente wurden für die Schlafperiode alle Systeme ausgeschaltet. Die Heizelemente werden im Verlauf des Flugs jedoch automatisch in periodischen Abständen eingeschaltet, damit alle weiteren Systeme nicht unterkühlen oder gar einfrieren. Hier wird besonderes Augenmerk auf die Antriebssysteme und die Treibstoffzuleitungen gelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Senden des Ruhezustandkommandos wurde Rosetta derart orientiert, dass die Solarzellen permanent zur Sonne ausgerichtet sind. Zudem wurde die Sonde leicht in Rotation versetzt, um eine stabile Lage im Raum zu gewährleisten. Bereits im März wurden sämtliche wissenschaftlichen Instrumente heruntergefahren. Im April und Mai sind die Solarpanelle eingehend getestet worden, um sicherzustellen, dass über die kommenden Monate auch genügend Energie zur Verfügung steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fenster für den Tiefschlafmodus öffnete sich am 8. Juni, konnte also gleich im ersten Versuch genutzt werden. Um eventuell auftretende Probleme bereits im Voraus zu erkennen und dann auch ausschließen zu können, sind an einem Prototyp der Rosetta-Sonde alle notwendigen Operationen sechs Stunden vor dem finalen Kommando im All simuliert worden. Wären hierbei Schwierigkeiten aufgetreten, hätte das Senden des Kommandos um eine Woche verschoben werden können, so Paolo Ferri. „Ist das Schlafkommando einmal gesendet, wird von der Bodenstation in Darmstadt bis 2014 kein Signal mehr zur Sonde geschickt“, so Paolo Ferri weiter. Allein ein einfacher Computertimer zählt die 136 Wochen dauernde Schlafperiode, um Rosetta am 20. Januar 2014 pünktlich um 10 Uhr UTC wieder zu wecken. Sieben Stunden später wird ein Testsignal zur Bodenstation gesendet, um den Missionsverantwortlichen zu signalisieren, dass die Sonde betriebsbereit ist. Von Kontrollzentrum in Darmstadt aus wird Rosetta dann wieder in einen betriebsbereiten Zustand versetzt und der Anflug auf den Zielkometen beginnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 22. Mai 2014 soll 67P/Tschurjumow-Gerasimenko erreicht werden, woraufhin nach dem Rendezvous und dem Einschwenken in einen Orbit um den Kometen die genauere wissenschaftliche Untersuchung beginnen wird. Am 10. Dezember desselben Jahres soll dann, nachdem die Oberfläche des Kometen ausführlich kartographiert wurde, die Landesonde Philae auf dem Himmelskörper aufsetzen. Der Lander soll unter anderem Bodenproben des Kometenkerns analysieren. Nach etwas mehr als anderthalb Jahren Forschung wird die Mission im Dezember 2015 nach bisherigen Planungen beendet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rosetta wurde am 2. März 2004 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französische-Guayana auf einer Ariana 5G+ gestartet und hat neben drei Erd- und einer Marspassage zum Schwungholen bereits Vorbeiflüge an den beiden Asteroiden Šteins im Jahr 2008 und Lutetia im Jahr 2010 hinter sich. Von diesen hat sie Fotos angefertigt und sie auch mit anderen Instrumenten untersucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=2978.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Rosetta</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Erstes Messenger-Foto vom Merkur</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erstes-messenger-foto-vom-merkur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 21:25:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Merkur]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA hat heute das erste Orbit-Foto der vor kurzem in einer Umlaufbahn um den Merkur angelangten Sonde Messenger veröffentlicht. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter und Klaus Donath. Quelle: NASA. Nachdem die erste Raumsonde überhaupt in den Merkurorbit einschwenkte, raumfahrer.net berichtete, veröffentlichte die NASA heute das erste Foto. Bei dem Strahlen-Krater in der oberen Bildhälfte [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die NASA hat heute das erste Orbit-Foto der vor kurzem in einer Umlaufbahn um den Merkur angelangten Sonde Messenger veröffentlicht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter und Klaus Donath. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29032011232529_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29032011232529_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ersten Foto aus dem Orbit des innersten Planeten unseres Sonnensystem: Merkur 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die erste Raumsonde überhaupt in den Merkurorbit einschwenkte, <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/merkur-bekommt-ersten-irdischen-satelliten-messenger/" data-wpel-link="internal">raumfahrer.net berichtete</a>, veröffentlichte die NASA heute das erste Foto. Bei dem Strahlen-Krater in der oberen Bildhälfte handelt es sich um den Debussy-Krater. Links davon ist ein kleiner Krater erkennbar, von dem mehrere Strahlen aus einem dunkleren Material ausgehen. Hierbei handelt es sich um den Matabei-Krater. Die abgebildete Region befindet sich in der Nähe des Südpols des Merkur und zeigt im unteren Bereich ein Gebiet, welches bisher noch nie von einer Raumsonde fotografiert wurde.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den folgenden sechs Stunden wurden von der Kamera weitere 363 Fotos angefertigt, welche auch teilweise bereits an das Kontrollzentrum übermittelt wurden. Die beteiligten Wissenschaftler sind gegenwärtig mit der Sichtung der Bilder beschäftigt. Weitere Fotos werden der Öffentlichkeit dann morgen Abend im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert. Der Audiostream der Telekonferenz kann hier verfolgt werden: <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230526095307/https://www.nasa.gov/news/media/newsaudio/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Klick</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" rel="noopener noreferrer" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4199" target="_blank" data-wpel-link="internal">Messenger-Mission</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/messenger-einem-grenzgaenger-auf-der-spur/" data-wpel-link="internal">MESSENGER: Einem Grenzgänger auf der Spur</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Verlegung von Tsukuba nach Houston</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/verlegung-von-tsukuba-nach-houston/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 20:39:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeben]]></category>
		<category><![CDATA[HTV]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aufgrund des starken Erdbebens (8,9 auf der Richterskala) in Japan, welches einen gewaltigen Tsunami ausgelöst hat, musste das japanische Kontrollzentrum in Tsukuba evakuiert werden. Ein Beitrag von Raumfahrer.net Gastautor. Quelle: NASA, JAXA. Vertont von Peter Rittinger. Von unserem Gastautor Ian Benecken Ein Notfall-Flugkontrollteam der japanischen Raumfahrtagentur JAXA wurde nach Houston geschickt und hat sich dort [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Aufgrund des starken Erdbebens (8,9 auf der Richterskala) in Japan, welches einen gewaltigen Tsunami ausgelöst hat, musste das japanische Kontrollzentrum in Tsukuba evakuiert werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Raumfahrer.net Gastautor. Quelle: NASA, JAXA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Von unserem Gastautor <strong>Ian Benecken</strong></i></p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-03-16-86838.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11032011213936_small_1.jpg" alt="JAXA" width="325" height="229"/><figcaption>
Das Kontrollzentrum in Japan 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Notfall-Flugkontrollteam der japanischen Raumfahrtagentur JAXA wurde nach Houston geschickt und hat sich dort in einem Hinterzimmer ein provisorisches Flugkontrollzentrum für das japanische Raumlabor Kibo eingerichtet. Geplante Arbeiten, wie das für heute angesetzte Öffnen der Luke des japanischen Raumfrachters HTV 2, welches erst gestern von Node-2-Zenit an dessen Nadirport umgedockt wurde, wurden bis auf Weiteres verschoben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Houston geht man derzeit nicht vor Montag von einer erneuten Öffnung des japanischen Kontrollzentrums aus. Alle Anfragen der Astronauten sowie Kosmonauten, die sich um den japanischen Teil der Station drehen, werden bis zur Wiederaufnahme des Regulärbetriebs von Houston entgegengenommen. Die Crew der ISS zeigt sich bestürzt über die Vorfälle in Japan und wird auch heute über den gesamten Tag via CNN mit Neuigkeiten bezüglich der Situation unterrichtet. </p>
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		<item>
		<title>Zwangspause für den Marsrover Opportunity</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zwangspause-fuer-den-marsrover-opportunity/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 23:10:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Datenübertragung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der von der NASA betriebene Marsrover Opportunity untersucht gegenwärtig immer noch den Krater Santa Maria. Aufgrund der momentanen Sonnenkonjunktion ist dabei allerdings in den nächsten Wochen kein zuverlässiger Kontakt zwischen dem Rover und seinem Kontrollzentrum möglich. Die dadurch bedingte Zwangspause soll deshalb für ausführliche Bodenuntersuchungen genutzt werden. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter Quelle: JPL, Planetary [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der von der NASA betriebene Marsrover Opportunity untersucht gegenwärtig immer noch den Krater Santa Maria. Aufgrund der momentanen Sonnenkonjunktion ist dabei allerdings in den nächsten Wochen kein zuverlässiger Kontakt zwischen dem Rover und seinem Kontrollzentrum möglich. Die dadurch bedingte Zwangspause soll deshalb für ausführliche Bodenuntersuchungen genutzt werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter </p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: JPL, Planetary Society, Malin Space Science Systems, Unmanned Spaceflight, Max-Planck-Institut für Chemie, Gutenberg Universität Mainz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_small_1.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="905" height="274"/></a><figcaption>
Dieses 360-Grad-Mosaik der Navigationskamera des Rovers Opportunity zeigt den Krater Santa Maria mit einem Blick von Westen nach Osten. Die Einzelbilder des Panoramas wurden am 19. Dezember 2010, dem Sol 2.454 der Mission, aufgenommen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Heute vor sieben Jahren, um 06:05 Uhr MEZ am 25. Januar 2004, landete der von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebenen Marsrovers <i>Opportunity</i> auf der Hochebene Meridiani Planum etwa zwei Grad südlich des Marsäquators. Nur wenige Tage danach begann der Robotergeologe seine Untersuchungen der Marsoberfläche. Im Dezember 2010 erreichte <i>Opportunity</i> dabei den etwa 90 Meter durchmessenden Krater Santa Maria, welcher von dem Rover in den folgenden Wochen teilweise umrundet und dabei ausführlich fotografisch dokumentiert wurde. Jetzt ist <i>Opportunity</i> jedoch erst einmal zu einer &#8222;Zwangspause&#8220; verurteilt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Eduardo Tesheiner (UMSF-Forum)" width="260"/><figcaption>
Opportunitys Route während der letzten Wochen seit der Ankunft am &#8222;Santa Maria&#8220;-Krater bis zum 11. Januar 2011. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Eduardo Tesheiner (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zeitraum um den 4. Februar 2011 befindet sich der Mars in einer Position am Himmel, welche von Astronomen als Sonnenkonjunktion bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um eine Konstellation, bei der sich der Mars von der Erde aus gesehen in einem Abstand von weniger als fünf Grad von der Sonne befindet. Aufgrund dessen wird die Datenübertragung zwischen der Erde und dem Mars für einen Zeitraum von etwa zwei Wochen stark eingeschränkt beziehungsweise für die Dauer von etwa vier Tagen sogar gänzlich unmöglich sein, da die von der Sonne ausgehende Strahlung die Funksignale, welche zwischen den beiden Planeten hin und her gesandt werden, zu sehr stört. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zeitraum zwischen dem 27. Januar und dem 11. Februar 2011 wird deshalb keine Transmission von Kommandos von der Erde aus in Richtung Mars erfolgen, um den Empfang von unvollständigen und damit eventuell fehlerhaften Kommandosequenzen durch <i>Opportunity</i> zu vermeiden. Stattdessen wurde dem Rover für die nächsten Wochen ein Arbeitsplan übermittelt, welcher von diesem automatisch abgearbeitet werden soll. In diesem Zeitraum gesammelte Daten mit einer hohen Priorität werden entweder im Speicher des Bordcomputers oder bei dem NASA-Orbiter <i>Mars Odyssey</i> &#8222;zwischengelagert&#8220; und nach dem Ende der Konjunktion zur Erde übermittelt. Weniger wichtige Daten können auch während der Konjunktion an das Kontrollzentrum gesandt werden, wobei allerdings deutlich geringere Datenübertragungsraten als sonst üblich erreicht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit seiner Ankunft am Krater Santa Maria am 16. Dezember 2010 (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-opportunity-erreicht-santa-maria/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer_net berichtete</a>) hat <i>Opportunity</i> diesen teilweise umrundet. Zwischen den einzelnen Fahrten legte der Rover immer wieder mehrtägige Unterbrechungen ein. Diese Zwischenstopps wurden genutzt, um den Krater und dessen Umgebung mit den zur Verfügung stehenden Kamerasystemen aus verschiedenen Perspektiven und bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen ausführlich fotografisch zu dokumentieren. Neben der Erstellung verschiedener Panoramen dienen diese Aufnahmen auch der Bestimmung der chemischen und mineralogischen Beschaffenheit des Bodens. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_small_3.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="1003" height="273"/></a><figcaption>
Eine Falschfarbenaufnahme von Santa Maria. Durch die bewusste Erzeugung der Falschfarben können Unterschiede in der chemischen und mineralogischen Zusammensetzung der Gesteine und des Bodens hervorgehoben werden. Mittels solcher Aufnahmen werden die Ziele bestimmt, welche von den Instrumenten des Rovers ausführlicher untersucht werden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei bewegte sich <i>Opportunity</i> vom nordwestlichen Kraterrand entgegen dem Uhrzeigersinn in mehreren Etappen zum südöstlichen Rand von Santa Maria. Aus dem Marsorbit heraus gewonnene Spektraldaten deuten darauf hin, dass sich speziell in diesem Gebiet des Kraterrandes hydratisierte Sulfatminerale befinden. Diese Mineralvorkommen gelten als ein sicheres Indiz dafür, dass in diesem Bereich der Marsoberfläche einstmals flüssiges Wasser mit dem dort befindlichen Gestein interagiert haben muss. Im Rahmen einer Fahrt am 8. Januar 2011, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a> 2474 der <i>Opportunity</i>-Mission, näherte sich der Rover diesem mit dem Namen &#8222;Yuma&#8220; belegten Gebiet. Eine weitere Fahrt über 15 Meter, welche drei Tage später erfolgte, brachte <i>Opportunity</i> an den Ort, wo in den kommenden Wochen ausführliche Untersuchungen des Bodens durchgeführt werden sollen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_small_4.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="378" height="189"/></a><figcaption>
Luis de Torres, so der Name dieser Gesteinsformation, wird in den kommenden Wochen durch die Instrumente von Opportunity ausführlich untersucht werden. Diese Aufnahme wurde am 12. Januar 2011 durch die Panoramakamera des Rovers erstellt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als Ziel dieser Untersuchungen wurde eine mit dem Namen &#8222;Luis de Torres&#8220; belegte Gesteinsformation ausgewählt. Hierbei handelt es sich um eine offen zutage tretende Formation aus Grundgestein. Die an der Mission beteiligten Wissenschaftler hoffen, in diesem Grundgestein die zuvor ausgemachten hydratisierten Sulfatminerale näher untersuchen zu können. Um den Instrumentenarm des Rovers in eine entsprechende Ausgangsposition zu manövrieren, führte <i>Opportunity</i> am 12. Januar eine minimale Drehung um 4,6 Grad aus. Am 15. Januar wurde ein an dem Instrumentenarm befestigtes Mikroskop auf der Gesteinsformation abgesetzt, welches anschließend diverse Aufnahmen der Oberfläche anfertigte. Danach wurde eines der Spektrometer des Rovers, das APXS-Spektrometer, auf &#8222;Luis de Torres&#8220; aufgesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das APXS verfügt an seinem Kopfende über ein Ringstück, welches eine Isotopenquelle, es handelt sich hierbei um das radioaktiv strahlende Isotop Curium-244, beherbergt. Bei den Messungen wird dieses Kopfstück direkt auf dem zu untersuchenden Objekt aufgesetzt. Die Isotopenquelle sendet bei der anschließenden Messung eine Alphastrahlung in Form von Heliumkernen aus, welche aus zwei Protonen und zwei Neutronen bestehen. Sobald die Heliumkerne in dem zu untersuchenden Objekt auf andere Atomkerne treffen, werden diese dabei abhängig von der Atommasse der getroffenen Atome auf eine charakteristische Art und Weise gestreut und abgelenkt. Misst man dabei den Winkel der erfolgten Ablenkung, so erhält man genaue Daten zur Masse der für die Ablenkung verantwortlichen Atomkerne und kann so auch die dafür verantwortlichen Elemente bestimmen. Aus der sich so ergebenden Zusammensetzung der verschiedenen Elemente kann wiederum auf das zugrundeliegende Mineral und daraus auf die Zusammensetzung der untersuchten Bodenformation geschlossen werden. Die APXS-Spektrometer der <i>Mars Exploration Rover</i>-Mission wurden am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz entwickelt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Cornell University, Max Planck Institut für Chemie" width="317" height="323"/></a><figcaption>
Neben einem Mikroskop und einem Gesteinsbohrer sind an den Instrumentenarmen der beiden Rover Spirit und Opportunity jeweils zwei Spektrometer montiert, welche die Zusammensetzung der zu untersuchenden Bodenproben bestimmen können. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Cornell University, Max-Planck-Institut für Chemie)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abschluss der APXS-Messungen wurde ein weiteres Instrument, das Rock Abrasion Tool (RAT), auf die Oberfläche aufgesetzt. Hierbei handelt es sich um einen Gesteinsbohrer, welcher die Oberfläche der zu untersuchenden Gesteinsprobe von Verunreinigungen und Staubablagerungen befreit. Nach dem RAT-Einsatz wurde <i>Opportunitys</i> Mößbauer-Spektrometer auf &#8222;Luis de Torres&#8220; platziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Instrument macht sich den sogenannten Mößbauer-Effekt zunutze, um bei der Analyse von Gesteins- und Bodenproben eisenhaltige Mineralien nachzuweisen. Dabei werden zum Beispiel auch Aussagen über eine zu einem früheren Zeitpunkt erfolgte Interaktion der Oberfläche mit Wasser ermöglicht. Das Gerät sendet während seiner Messungen mittels einer radioaktiven Quelle, in diesem Fall handelt es sich um Kobalt-57, Gammastrahlen aus, welche auf das zu untersuchende Material treffen und von diesem reflektiert werden. Die Differenz zwischen dem ursprünglich ausgesandten und dem anschließend wieder empfangenen Spektrum gibt Auskunft über die genaue Zusammensetzung der eisenhaltigen Mineralien auf dem Mars, welche übrigens auch für die rötliche Färbung seiner Oberfläche verantwortlich sind. Das &#8222;MIMOS II&#8220; genannte Mößbauer-Spektrometer der Rover-Mission wurde unter der Leitung von Dr. Göstar Klingelhöfer am Institut für Anorganische und Analytische Chemie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz entwickelt und gebaut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund des natürlichen Zerfalls des Kobalt-57 hat diese Strahlungsquelle jedoch im Verlauf der Mission stark nachgelassen. Um ein Messresultat zu erringen, welches am Anfang der Mission im Jahr 2004 innerhalb von 15 Minuten erzielt werden konnte, muss das Moessbauer-Spektrometer mittlerweile etwa 100 Stunden aktiv sein. Ein wirklich effektiver Einsatz dieses Instruments ist somit eigentlich nur noch bei langfristigen Ruhephasen wie bei der jetzt anstehenden Konjunktion möglich. Das Moessbauer-Spektrometer wurde am 22. Januar auf der Marsoberfläche aufgesetzt und wird seine Messungen bis zum Ende der Sonnenkonjunktion fortsetzen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_small_6.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="850" height="231"/></a><figcaption>
Für die Betrachtung dieses Anaglyphenbildes des Kraters Santa Maria wird eine Rot-Grün oder eine Rot-Blau-Brille benötigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Ziel dieser Messungen besteht darin, in diesem speziellen Gebiet Materialien zu charakterisieren, welche deutliche mineralogische Unterschiede zu allem anderen aufweisen, was bisher von <i>Opportunity</i> untersucht wurde&#8220;, so Bruce Banerdt, JPL-Projektwissenschaftler der <i>Mars Exploration Rover</i>-Mission. Nach dem Ende der Sonnenkonjunktion wird <i>Opportunity</i> nach dem gegenwärtigen Planungsstand noch mehrere Tage am Rand von Santa Maria verbringen und dabei die momentanen Untersuchungen fortsetzen. Zum einen sollen während dieser Zeit die zwischenzeitlich gesammelten Daten zur Erde übermittelt und gesichtet werden. Zudem dürfte in diesem Zeitraum ein ausführlicher &#8222;Gesundheitscheck&#8220; des Rovers anstehen. Dabei werden die an der Mission beteiligten Techniker und Ingenieure anhand der gesammelten Telemetriedaten überprüfen, ob der Rover die vergangenen Wochen ohne Schaden überstanden hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann jedoch, so die übereinstimmenden Aussagen der für die Mission verantwortlichen Wissenschaftler, wird sich der Rover erneut in die östliche Richtung bewegen und dabei seinem &#8222;großen Ziel&#8220;, dem noch etwa sechs Kilometer entfernten Endeavour-Krater, nähern. Als Ankunftspunkt an diesem etwa 22 Kilometer durchmessenden Krater ist nach wie vor das diesem vorgelagerte &#8222;Cape York&#8220; vorgesehen. Hierbei handelt es sich um eine etwa 650 Meter lange und rund 150 Meter breite Geländeerhebung am Westrand dieses Kraters. Diese Geländeformation ist von geschichteten Gesteinsablagerungen umgeben, welche aufgrund der durch Spektrometermessungen aus der Umlaufbahn erzielten Messergebnisse ebenfalls unter dem Einfluss von Wasser entstanden sind. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_small_7.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="937" height="255"/></a><figcaption>
Der Krater Santa Maria in Farbe. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Cape York befindet sich etwa 300 Meter vom eigentlichen Kraterrand von Endeavour entfernt. Dieser wiederum, so die bisherigen Analysen aus den Daten der Orbiter, scheint <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Phyllosilikate" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schichtsilikate</a> und <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tonmineral" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Tonminerale</a> zu enthalten, was auf eine in der Vergangenheit erfolgte Interaktion der dortigen Marsoberfläche mit Wasser hindeutet. Ray Arvidson von der Washington University in St. Louis/USA äußert sich dazu folgendermaßen: &#8222;Wir wollen <i>unbedingt</i> den Rand von Endeavour erreichen und dort diese Tonminerale untersuchen.&#8220; Um dieses Ziel auch zu erreichen gibt es für die kommenden Monaten auch weiterhin nur eine Vorgabe für den Rover: &#8222;Fahren, fahren, fahren&#8230;&#8220;, so Steve Squyres. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bleibt zu hoffen, dass <i>Opportunity</i> die jetzt noch ausstehenden rund sechs Kilometer bis zum Rand des Endeavour-Kraters trotz seines Alters, welches die Garantie der Herstellerfirmen bereits weit überschritten hat, in den auf die Untersuchung von Santa Maria folgenden Monaten erfolgreich überbrücken kann. Bis zum jetzigen Zeitpunkt deuten die Telemetriedaten über den &#8222;Gesundheitszustand&#8220; des Rovers auf keine nennenswerten technischen Anomalien hin. Neben dem allgemeinen technischen Zustand des Rovers muss dabei allerdings auch immer ein Auge auf die aktuelle Wettersituation auf dem Mars geworfen werden. Da der Rover ausschließlich mittels seiner Solarpaneele durch Sonnenenergie betrieben wird, ist für dessen Energiesituation allein das Wetter auf dem Mars verantwortlich. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011001027_small_8.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="338" height="169"/></a><figcaption>
Eine Karte mit den wichtigsten Oberflächenformationen auf dem Mars. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die momentane Entwicklung deutet darauf hin, dass sich im Verlauf der letzten Wochen wieder mehr Staub und Eiskristalle in der Marsatmosphäre angesammelt haben. So konnten im Zeitraum zwischen dem 10. und 16. Januar 2011 mehrere lokal begrenzte Staubstürme am Rand der saisonalen südlichen Polarkappe registriert werden. Besonders erwähnenswert war dabei am 13. Januar ein Sturmgebiet südlich des Hellas-Impaktbeckens. In der nördlichen Planetenhemisphäre bedeckten im selben Zeitraum Staub und Wolken aus Wassereiskristallen weite Gebiete zwischen den mittleren nördlichen Breiten bis hin zur nördlichen Polarkappe. Ein regionaler Staubsturm erstreckte sich dabei am 12. Januar über dem Elysium Planitia. Ausgedehntere Sturmgebiete wurden zusätzlich am 14. Januar über dem Utopia Planitia und am 16. Januar über dem Arcadia Planitia und dem direkt angrenzenden nördlichen Bereich des Amazonis Planitia registriert. Wolken aus Wassereiskristallen verharrten zudem über den Vulkanen der Tharsis-Region und wurden auch sporadisch über der gesamten Äquatorregion beobachtet. Die Atmosphäre über den Landegebieten der beiden Rover war zeitweise ebenfalls mit einer dünnen Schicht aus Wassereiskristallen bedeckt. Dies machte sich durch eine Verschlechterung des Tau-Wertes bemerkbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Überblick über die Entwicklung der Energiewerte von <i>Opportunity</i> während der letzten Wochen gibt die folgende Auflistung. Der Tau-Wert steht dabei für die Durchsetzung der Marsatmosphäre mit Staub und Eiskristallen. Je mehr Staub sich in der Atmosphäre des Planeten befindet, desto höher fällt dieser Wert aus. Der Wert für die Lichtdurchlässigkeit der Solarzellen gibt dagegen an, wie viel Sonnenlicht die Solarpaneele trotz einer bedeckenden Staubschicht erreicht und letztendlich zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Je niedriger der Tau-Wert und je höher der Faktor für die Lichtdurchlässigkeit ausfällt, desto besser ist dies für den Energiehaushalt des Rovers. </p>



<ul class="wp-block-list"><li>14.12.2010:  0,592 kWh/Tag , Tau-Wert 0,727 , Lichtdurchlässigkeit 63,55 Prozent</li><li>21.12.2010:  0,595 kWh/Tag , Tau-Wert 0,727 , Lichtdurchlässigkeit 64,07 Prozent</li><li>29.12.2010:  0,578 kWh/Tag , Tau-Wert 0,692 , Lichtdurchlässigkeit 62,00 Prozent</li><li>04.01.2011:  0,584 kWh/Tag , Tau-Wert 0,692 , Lichtdurchlässigkeit 62,05 Prozent</li><li>11.01.2011:  0,582 kWh/Tag , Tau-Wert 0,800 , Lichtdurchlässigkeit 62,80 Prozent</li><li>19.01.2011:  0,555 kWh/Tag , Tau-Wert 0,789 , Lichtdurchlässigkeit 60,03 Prozent</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum Ende seiner bisher letzten Fahrt am 11. Januar 2011, dem Sol 2.477 der <i>Opportunity</i>-Mission, konnte der Rover 26.658,64 Meter auf der Oberfläche des Mars zurücklegen. Dabei hat <i>Opportunity</i> bis zum jetzigen Zeitpunkt über 158.000 Bilder an die Erde übermittelt. Die der Missionsplanung entsprechende Erwartung bezüglich der Missionsdauer belief sich auf einen Zeitraum von 90 Tagen, in denen der Rover einsatzfähig sein sollte. In dieser Zeit erhofften sich die Verantwortlichen der NASA, dass <i>Opportunity</i> etwa 600 bis 900 Meter auf der Marsoberfläche zurücklegen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3843.2640  " target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Spirit und Opportunity</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/5-jahre-opportunity-1/" data-wpel-link="internal">5 Jahre Opportunity</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seite:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/opportunity/" data-wpel-link="internal">Mars Exploration Rover Newsarchiv</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MMOD-Treffer beschädigte ISS-Solarzellensystem</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mmod-treffer-beschaedigte-iss-solarzellensystem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 22:54:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrometeroit]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim Umsetzen des P6-Solarzellenmoduls der ISS riss dieses beim Ausfahren ein. Erst jetzt konnten die wahren Umstände völlig geklärt werden. Das sich mit Mikrometeoriten und Weltraummüll beschäftigende NASA-Projekt, das &#8222;NASA Orbital Debris Program Office&#8220;, berichtet in der aktuellen Ausgabe über die wahre Ursache der Beschädigung des P6-Solarpaneels im Oktober 2007. Ein Beitrag von Thomas Wehr. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim Umsetzen des P6-Solarzellenmoduls der ISS riss dieses beim Ausfahren ein. Erst jetzt konnten die wahren Umstände völlig geklärt werden. Das sich mit Mikrometeoriten und Weltraummüll beschäftigende NASA-Projekt, das &#8222;NASA Orbital Debris Program Office&#8220;, berichtet in der aktuellen Ausgabe über die wahre Ursache der Beschädigung des P6-Solarpaneels im Oktober 2007.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Wehr. Quelle: NASA: Orbital Debris Program Office. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-01-25-53169.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012011235458_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012011235458_small_1.jpg" alt="NASA" width="322" height="247"/></a><figcaption>
Bild 1: STS-120: Eingerissenes P6-Solarpaneel der ISS 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der STS-120-Mission im Oktober 2007 verlagerten die Astronauten das Solarzellenmodul P6 vom Z1-Truss-Element, wo es gut sieben Jahre lang die ISS mit Strom versorgte, zur endgültigen Position zum Ende des Portside Truss, dem backbord- oder linksseitigen Trägerelement. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu musste die Solarzellenstruktur an der Z1-Position ein- und an der P6-Position wieder ausgefahren werden. Die Solarzellenstruktur besteht aus zwei sogenannten Flügeln, die mit SAW 2B und SAW 4B bezeichnet werden. Während des Ausfahrens des SAW-4B-Elementes entstanden an zwei Positionen Risse und das Manöver wurde bei ca. 90% des Ausfahrlänge gestoppt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">STS-120-Besatzung und Bodenkontrolle ermittelten, dass offensichtlich zwei ausgefranste Führungsdrähte die Führungsringe stoppten und dadurch die 90cm breiten und 30cm langen Risse entstanden (Bild1). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Außeneinsatz Nummer 4 (EVA#4) trennte Astronaut Scott Parzynski die verhakten Drähte von SAW 4B. Weiterhin wurden die Paneele mit Bändern verstärkt und auf ihre volle Länge ausgefahren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012011235458_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012011235458_small_2.jpg" alt="NASA" width="330" height="123"/></a><figcaption>
Bild 2: Geschmolzene Litzen vom rostfreien Führungsdraht der Solarpaneele 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die schadhaften Drähte wurden zunächst an Bord der ISS und schließlich zur Untersuchung der Ursache zurück zur Erde gebracht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ausgefranste Ende der Führungsdrähte wurde unter dem Elektronenmikroskop vom &#8222;Hypervelocity Impact Team&#8220; der NASA untersucht, welches sich mit Höchstgeschwindigkeits-Material-Einschlägen beschäftigt. Dabei fand man sieben einzelne Litzen, welche am ausgefransten Ende gebrochen waren &#8211; alle wiesen laut elektronenmikroskopischer Untersuchung Schmelzstellen auf. Dies ist ein sicheres Zeichen, dass die Beschädigung der Drähte durch MMOD-Partikel (Mikrometeroiten und Weltraummüll) geschah. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012011235458_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012011235458_small_3.jpg" alt="NASA" width="282" height="200"/></a><figcaption>
Bild 3: Die Detailaufnahme einer Litze &#8211; die Rundungen in der Vergrößerung unten rechts entstehen beim Schmelzen 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Partikel treffen typischerweise mit hoher Geschwindigkeit auf. Die freiwerdende Energie war dabei so groß, dass ca. die 10- bis 100-fache Projektilmasse verformt oder geschmolzen wurde (Bild 2-3). Weitere Litzen des Drahtbündels wurden schließlich durch mechanische Einwirkung zerstört. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012011235458_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012011235458_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Bild 4: Spektrum von Goldeinschlüssen im geschmolzenen Führungsdraht 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Alles deutet darauf hin, dass ein MMOD-Treffer einen Teil der Litzen des Führungsdrahtes zerstörten. Ein Teil dieser Litzen verhedderte sich im Führungsring der Solarpaneele, was zu einem Abscheren weiterer Litzen führte, als sie gegen den Führungsring gedrückt wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut NASA Program Office wurden nun weitere Aufwände betrieben, um die Herkunft des Einschlagpartikels zu bestimmen. So wurde die Einschlagstelle mit einem Röntgenspektrometer untersucht, um die Materialbestandteile aufzulisten. Die Führungsdrähte bestehen aus einem hohen Eisen-Chrom-Nickel-Anteil, welcher sich im Spektrum wiederfinden ließ. Auch Partikel von hohem Kohlenstoffgehalt konnten identifiziert werden und stammen wahrscheinlich von einer Kontaminierung durch die Transporttasche. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012011235458_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012011235458_small_5.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Bild 5: Spektrum von Bismutheinschlüssen im geschmolzenen Führungsdraht 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings fand man auch Fremdmaterialien, welche nicht im rostfreien Führungsdraht vorkommen.Bismut, Gold-Kupfer-Schwefel-, Gold-Silber-Kupfer-, Lanthan-Cer-, Antimon-Schwefel- und Wolfram-Schwefel-Verbindungen konnte so identifiziert werden (Bild 4-5).
<br>
Die Beschaffenheit der Partikel sei ein klarer Hinweis darauf, <strong>dass Weltraummüll wohl die Ursache für die Zerstörung der Litzen im Führungsdraht verantwortlich sei</strong> &#8211; für den Einschlag eines Mikrometeoriten gäbe es, so das Program Office weiter keinerlei Anhaltspunkt. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Galileo-Knoten in Fucino in Betrieb genommen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galileo-knoten-in-fucino-in-betrieb-genommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 18:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Fucino]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
		<category><![CDATA[GNSS]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Navigationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Oberpfaffenhofen]]></category>
		<category><![CDATA[Telespazio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das terrestrische Nervenzentrum des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo im italienischen Fucino nahm am 20. Dezember 2010 offiziell seinen Betrieb auf. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA, Telespazio. Das Kontrollzentrum im 130 Kilometer östlich von Rom gelegenen Fucino wurde von Vertretern der Europäischen Kommission und der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) sowie Repräsentanten der Mitgliedstaaten feierlich dem Betrieb [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das terrestrische Nervenzentrum des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo im italienischen Fucino nahm am 20. Dezember 2010 offiziell seinen Betrieb auf.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: ESA, Telespazio.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/foto003HTelespazio.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/foto003HTelespazio260.jpg" alt="" class="wp-image-10553" width="260" height="175"/></a><figcaption>Antennenanlagen in Fucino
(Bild: Telespazio)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kontrollzentrum im 130 Kilometer östlich von Rom gelegenen Fucino wurde von Vertretern der Europäischen Kommission und der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) sowie Repräsentanten der Mitgliedstaaten feierlich dem Betrieb übergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Fucino arbeitet jetzt das zweite Galileo-Kontrollzentrum. Das zuerst aktivierte befindet sich in Oberpfaffenhofen bei München. Zusammen werden die beiden Zentren auf Erdumlaufbahnen befindliche Galileo-Navigationssatelliten und rund um den Erdball verteilte Bodenanlagen überwachen und steuern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontrollzentren in Fucino und Oberpfaffenhofen sind völlig redundant ausgelegt. Im Regelbetrieb sind die Aufgaben auf die beiden Zentren verteilt, einzelne Aufgaben werden von jeweils einem der Zentren wahrgenommen. Im Bedarfsfall kann ein Zentrum allein alle zur Aufrechterhaltung des Betriebs notwendige Arbeiten erledigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Aufbaus des Weltraumsegments wird man sich in Oberpfaffenhofen konzentriert der Überwachung und Steuerung der Satelliten widmen, während Fucino die Verantwortung für die Nutzbarkeit des Gesamtsystems übernimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenstellung und Verarbeitung der von Navigationssatelliten auszustrahlenden Daten wird in Fucino erfolgen, von wo aus man auch die verschiedenen Sendeanlagen steuert, über die die Daten an die Satelliten im All geschickt werden. Außerdem will man diese von Fucino aus mit einem innerhalb des Gesamtsystems synchronen Zeitsignal versorgen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/galileoflotteesa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/galileoflotteesa260.jpg" alt="" class="wp-image-10554" width="260" height="187"/></a><figcaption>Galileo-Navigationssatelliten im All &#8211; Illustration
(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Galileo-Kontrollzentrum Fucino befindet sich auf dem Gelände einer der größten Satelliten-Bodenstationen der Welt. Mittlerweile über 90 Antennen gibt es auf der 1963 eröffneten, rund 370.000 Quadratmeter großen Anlage. Satellitenbetreiber wie Inmarsat nutzen die Infrastruktur in Fucino. Auch die Europäische Raumfahrtagentur unterstütze bereits zahlreichen Weltraummissionen von Fucino aus. Der Galileo-Testsatellit GIOVE-B wird von Fucino aus gesteuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund des weitläufigen, ebenen Geländes, das von Bergen umgeben ist, die elektromagnetische Signale abschirmen, ist der Standort ideal zur Kommunikation mit Satelliten. Die besondere Geographie geht auf ein herausragendes Bauvorhaben der Römer zurück: Sie gruben einen Tunnel, um einen großen Teil des Sees abzulassen, der einst das Becken von Fucino füllte. 1875 wurde durch den von den Römern gebauten Tunnel schließlich auch der Rest des Sees abgelassen. Der nährstoffreiche Boden begünstigte in der Folge die landwirtschaftliche Nutzung des Areals.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2007 begannen in Fucino die Bauarbeiten für das Galileo-Kontrollzentrum. Bauherr war Telespazio, Betreiber der Bodenstation. Als Betreiber des Galileo-Kontrollzentrums tritt die in München ansässige Spaceopal auf, ein Gemeinschaftsunternehmen von Telespazio und der Gesellschaft für Raumfahrtanwendungen (GfR) mbH, einer Tochter des DLR mit Sitz in Weßling.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Finale Transferarbeiten auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/finale-transferarbeiten-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 18:31:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Leonardo]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33058</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Besatzung des Space Shuttle Discovery transferierte, zusammen mit der Crew der Internationalen Raumstation, letzte Ausrüstung zwischen dem Mehrzweckmodul Leonardo und der Station. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Die Astronauten wurden um 05:21 Uhr MESZ mit dem Lied „Miracle of Flight“ von Mike Hyden geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Clayton Anderson gewidmet. Nach [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Besatzung des Space Shuttle Discovery transferierte, zusammen mit der Crew der Internationalen Raumstation, letzte Ausrüstung zwischen dem Mehrzweckmodul Leonardo und der Station.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042010203103_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042010203103_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Die Crew bei der Pressekonferenz 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten wurden um 05:21 Uhr MESZ mit dem Lied „Miracle of Flight“ von Mike Hyden geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Clayton Anderson gewidmet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Weckruf begann die Crew mit den finalen Transferarbeiten zwischen dem MPLM und der Station sowie mit Vorbereitungen, um das Logistikmodul wieder in der Ladebucht des Space Shuttle zu verstauen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend versammelten sich alle Astronauten für die traditionelle Pressekonferenz, in der die Besatzungen Fragen von Reportern in den verschiedensten Kontrollzentren beantworteten. Nach der Pressekonferenz erhielt die Crew ein wenig Freizeit und konnte die Aussicht aus den Fenstern der Raumstation genießen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042010203103_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042010203103_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Unterrichtsstunde auf der ISS 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Shuttlekommandant Pointdexter sowie die Missionsspezialisten Dorothy Metcalf-Lindenburger, Stephanie Wilson und Clayton Anderson nahmen sich außerdem noch Zeit, um mit Schülern der Eastern Gilford Highschool zu reden und ihnen den All-Tag an Bord der Station erklären. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Planungsteams in Houston arbeiten derweil an einem möglichen vierten Außenbordeinsatz für diese Mission. Aufgrund eines defekten Ventils am Stickstofftank (NTA) des Kühlsystems der Station wird dieser außerplanmäßige Einsatz wahrscheinlich notwendig. Der Stickstoff wird dazu genutzt, um das Ammoniak im Ammoniaktank (ATA), der bei dieser Mission ausgetauscht wurde, in die Kühlleitungen zu pumpen. Derzeit steht noch nicht fest, ob dieser eventuelle Einsatz von der STS-131-Besatzung durchgeführt wird oder an die Besatzung der Raumstation in einer sogenannten Stage-EVA fällt, d. h. in der Zeit nach Beendigung der STS-131-Mission. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042010203103_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042010203103_small_3.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Das defekte Ventil in der Nitrogen Tank Assembly 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um sich alle Optionen offen zu halten, wurden Rick Mastracchio und Clayton Anderson gebeten, die Batterien für ihre Raumanzüge aufzuladen. Sollte die Entscheidung, die bis spätestens morgen getroffen sein muss, für einen vierten Außenbordeinsatz erfolgen, so würde die Mission um einen weiteren Tag verlängert. Während des Einsatzes würden die Astronauten den Stickstofftank gegen einen neuen Tank, der sich schon an Bord befindet, austauschen. Der defekte Tank würde an der Station verbleiben, da nicht genug Platz in der Ladebucht des Space Shuttle ist, um den Tank zur Erde zurückzubringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zu einer Entscheidung wird die Besatzung weiter in ihrem derzeitigen Zeitplan fortfahren, morgen das Logistikmodul Leonardo von der Raumstation lösen und es in der Ladebucht der Discovery verstauen. Die Crew soll um 06:21 Uhr MESZ geweckt werden und beginnt damit Flugtag 11. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8192.0#top" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">STS 131 Discovery &#8211; Mission &amp; Landung</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Engere Zusammenarbeit USA &#8211; China?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/engere-zusammenarbeit-usa-china/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 20:06:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Jiuquan Satellite Launch Centre]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Verlaufe der letzten Monate kam es mehrfach zu Kontakten zwischen Vertretern der NASA und chinesischen Raumfahrtverantwortlichen. Ebenso lassen verschiedentlich getroffene Aussagen von US-Verantwortlichen den Schluss zu, dass China in Zukunft auch für die USA ein Partner in der Raumfahrt werden könnte. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Aviation Week &#38; Space Technology. So besuchten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Verlaufe der letzten Monate kam es mehrfach zu Kontakten zwischen Vertretern der NASA und chinesischen Raumfahrtverantwortlichen. Ebenso lassen verschiedentlich getroffene Aussagen von US-Verantwortlichen den Schluss zu, dass China in Zukunft auch für die USA ein Partner in der Raumfahrt werden könnte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Aviation Week &amp; Space Technology.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12102009220646_small_1.jpg" alt="Wikipedia/RN" width="392" height="310"/><figcaption>
Chinesisches Shenzhou-Raumschiff im All 
<br>
(Illustration: Wikipedia/RN)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">So besuchten die NASA-Astronauten Frederick Gregory und Tom Henricks chinesische Raumfahrtzentren, äußerte sich John Holden, Präsidentenberater in Wissenschaftsfragen im April dahingehend, dass US-Astronauten auch mit chinesischen Raumschiffen ins All gelangen könnten und befinden sich Gerüchte im Umlauf, der NASA-Administrator Charles Bolden könnte im nächsten Jahr offiziell nach China reisen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aviation Week and Space Technology hat ebenfalls dieses Thema aufgegriffen und einen kleinen Überblick über das Drumherum veröffentlicht. Anlass war die Bekanntgabe von sieben neuen chinesischen Raumfahrtanwärtern, die in diesen Tagen mit ihrer Ausbildung beginnen. Darunter befinden sich erstmals auch zwei Frauen. Damit erhöht sich die Anzahl der Taikonauten auf 21. Sechs von ihnen waren bei drei bemannten Raumflügen dabei. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Starts bemannter Raumschiffe finden vom in der Wüste gelegenen Raumfahrtzentrum Jiuquan in Chinas Norden aus statt. Raketenteile, Nutzlasten und sonstiges Zubehör wird per Bahn angeliefert. Die Raketen werden danach vormontiert und in eine 93,50 m hohe Montagehalle gefahren. Hier werden sie aufgerichtet und mit ihrer Nutzlast versehen. Zwei Starts können parallel vorbereitet werden. Die fertige Rakete wird auf einer von zwei 750 Tonnen schweren mobilen Startplattformen von acht Motoren getrieben auf einem breiten Schienenstrang 1,5 km zum eigentlichen Startplatz gefahren. Hier wird sie von einem 105 Meter hohen Zugangs- und Serviceturm mit Blitzschutz überragt. An dessen Struktur befindet sich auch eine Metallröhre, die im Notfall als Rutsche für die Taikonauten dient, um sich &#8211; gehüllt in einen feuerhemmenden Schutz &#8211; in einen explosionssicheren Bunker zu retten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlast wird durch eine Schleuse, in der per Hochdruckluftdusche der Wüstenstaub vom Transportcontainer geblasen wird, in einen Reinraum gefahren. Hier existieren mehrere bis zu 12 Meter hohe Gerüste, in denen unterschiedliche Nutzlasten auf ihren Einsatz vorbereitet werden. Danach nehmen auch die den Weg in die große Montagehalle, wo sie auf die Rakete aufgesetzt werden. Die Halle findet man bei 40° 58&#8242; 03&#8220; nördlicher Breite und 100° 10&#8242; 44&#8220; östlicher Länge. Der Startplatz befindet sich etwa 1.500 Meter südöstlich davon. &#8222;Aus der Luft&#8220; sind deutlich die beiden aus verstärktem Beton gefertigten Abgasablenkschächte zu sehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gesamte Komplex wurde seit etwa 1992 errichtet. Das Kontrollzentrum befindet sich 7 Kilometer vom Startplatz entfernt und umfasst auch einen 400 Quadratmeter großen Raum mit vier Arbeitsreihen mit modernen Computern und Kontrollgeräten, die mittels Glasfaser mit Einrichtungen auf dem Startplatz vernetzt sind. Über vier große Bildschirme hat man das komplette Geschehen ebenfalls im Blick. Bei einem Shenzhou-Start werden sowohl die Haupttriebwerke der ersten Stufe als auch seitlich angebrachte Booster gezündet. Nach 120 Sekunden wird das an der Spitze montierte Rettungssystem abgeworfen, 20 Sekunden später die Booster. Nach 200 Sekunden gibt die Nutzlastverkleidung das Raumschiff frei. Dieses ist nach Brennschluss der Oberstufe in einem 200 x 350-Kilometer-Orbit und wird nach 580 Sekunden Flugzeit von dieser abgetrennt. Kurz darauf übernimmt das Kontrollzentrum in Peking. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den als privat deklarierten Besuchen von NASA-Vertretern wurde auch über die chinesischen Pläne gesprochen, bis 2020 eine eigene Raumstation zu errichten. Im nächsten Jahr wird zunächst Tiangong 1 gestartet, ein 8,5 Tonnen schweres Raumschiff, an welches das unbemannte Shenzhou 8 ankoppeln soll. Später sollen die Ministation und mögliche Nachfolger als Kopplungsziele für bemannte Flüge dienen. Nachdem etwa 2020 eine eigene Raumstation der Chinesen in Betrieb geht, sollen Schiffe der Tiangong-Klasse als unbemannte Frachter weiter Verwendung finden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings könnten die Pläne auch an eine veränderte Situation angepasst werden. Wang Wenbao, Generaldirektor des chinesischen Büros für bemannte Raumfahrtentwicklung, schloss beim Treffen mit Frederick Gregory am 22. September jedenfalls ausdrücklich eine Beteiligung an der Internationalen Raumstation nicht aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Rubrik:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tag/china/" data-wpel-link="internal">Chinesische Raumfahrt</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Discovery dockt erfolgreich an die ISS an</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/discovery-dockt-erfolgreich-an-die-iss-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 08:04:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Harmony]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um 2:54 Uhr MESZ dockte das Space Shuttle Discovery unter der Kontrolle von Kommandant Rick Sturckow an die Internationale Raumstation an. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Die Besatzung des Space Shuttle Discovery wurde für ihren dritten Flugtag mit dem Lied „Made to Love“ von Toby Mac geweckt. Das Lied wurde Nicole Scott gewidmet. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Um 2:54 Uhr MESZ dockte das Space Shuttle Discovery unter der Kontrolle von Kommandant Rick Sturckow an die Internationale Raumstation an.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31082009100455_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="368" height="290"/><figcaption>
Rolle rückwärts unter der ISS. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung des Space Shuttle Discovery wurde für ihren dritten Flugtag mit dem Lied „Made to Love“ von Toby Mac geweckt. Das Lied wurde Nicole Scott gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tag begann für die Crew der Discovery mit einer Reihe von Kurskorrekturen, um die Umlaufbahn des Orbiters an die der Internationalen Raumstation anzupassen und das Space Shuttle direkt unterhalb der Raumstation zu positionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort angekommen initiierte Shuttlekommandant Rick Sturckow das sogenannte Rendezvous Pitch Manöver (RPM), welches eine 360-Grad-Drehung um die Querachse des Orbiters darstellt. Dieses Manöver gab Stationskommandant Gennadi Padalka und Flugingenieur Mike Barratt die Möglichkeit, über 400 Fotos von der Unterseite des Space Shuttles zu machen. Die Bilder wurden anschließend an die Bodenkontrolle gesandt, wo sie von Experten ausgewertet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abschluss des <i>RPM</i> brachte Sturckow den Orbiter in einem Halbkreis direkt vor die Raumstation auf die sogenannte V-Bar. Von dort aus steuerte er das Shuttle sanft zum Pressurized Mating Adapter Nummer 2 am Harmony Modul der Internationalen Raumstation. Aufgrund der defekten VERN-Steuerdüsen, die normalerweise einen Schub von ca. 111 Newton erzeugen, und den daraus resultierenden Verlust der VERN-Fähigkeit des Orbiters, musste Sturckow das gesamte Rendezvous mit den größeren Steuerdüsen, die über 3.500 Newton Schub erzeugen, fliegen. Es war das erste Mal, dass ein Space Shuttle in diesen Modus an der Raumstation angedockt ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31082009100455_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="338" height="265"/><figcaption>
Die Shuttle-Besatzung wird an Bord der ISS willkommen geheißen. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem das Space Shuttle an die Raumstation festgemacht hatte, begannen die Besatzungen auf beiden Seiten damit, das Andocksystem auf seine Dichtheit zu überprüfen. Um 4:33 Uhr MESZ wurden dann die Luken geöffnet und die beiden Besatzungen konnten sich begrüßen. Nach dem üblichen Sicherheitsbriefing durch Stationskommandant Padalka und einem &#8222;Rundgang&#8220; durch die Station, begannen die Astronauten an Bord der Raumstation mit den Transferoperationen. Im Verlauf der Mission sollen knapp 7 Tonnen an Versorgungsgütern und Experimenten in die Raumstation gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Arbeitstages installierte Nicole Scott ihre persönliche Sitzschale in eine der beiden angedockten Sojus-Kapseln und wurde dadurch offiziell zu einem Mitglied der ISS-Expedition 20. Tim Kopra wurde zum selben Zeitpunkt ein Missionsspezialist der STS-128-Besatzung. Die Raumfahrer nutzten beide Roboterarme, um das Orbiter Boom Sensor System aus der Ladebucht zu nehmen und es an den Shuttlearm zu übergeben in Vorbereitung auf die Installation des Multi Purpose Logistics Modul.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Boden ist derzeit das Damage Assessment Team (DAT) weiterhin mit der Analyse des Hitzeschildes beschäftigt und etwas seinem üblichen Zeitplan voraus. Nach derzeitigem Stand befindet sich das Hitzeschild in einem sehr guten Zustand. Während des vierten Flugtages wird mit einer Entscheidung gerechnet, ob man eine detaillierte Inspektion des Hitzeschildes benötigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6387.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thread zu Mission und Landung</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Astra 5a wieder unter Kontrolle</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astra-5a-wieder-unter-kontrolle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 17:49:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Astra 5a]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[SES]]></category>
		<category><![CDATA[Sirius 2]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<category><![CDATA[SSC]]></category>
		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32252</guid>

					<description><![CDATA[<p>Den wegen technischen Problemen nicht mehr kommerziell eingesetzten Kommunikationssatelliten Astra 5a sollen Spezialisten wieder unter Kontrolle bekommen haben, wurde am 3. April 2009 bekannt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Thales Alenia Space, space.com, sat-nd.com. Am 16. Januar 2009 hatte das Luxemburger Unternehmen SES Astra bekannt gegeben, dass der Kommunikationssatellit Astra 5a nach einem nicht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Den wegen technischen Problemen nicht mehr kommerziell eingesetzten Kommunikationssatelliten Astra 5a sollen Spezialisten wieder unter Kontrolle bekommen haben, wurde am 3. April 2009 bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Thales Alenia Space, space.com, sat-nd.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. Januar 2009 hatte das Luxemburger Unternehmen SES Astra bekannt gegeben, dass der Kommunikationssatellit Astra 5a nach einem nicht näher spezifizierten technischen Defekt seine Mission beendet hat. 
<br>
 
 
Der Hersteller des am 12. November 1997 als Sirius 2 gestarteten Kommunikationssatelliten, die heutige Thales Alenia Space, informierte am 21. Januar 2009 darüber, dass die Entscheidung, die Mission des Satelliten zu beenden, notwendig wurde, weil es zu einer Störung der Lageregelung gekommen war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da Astra 5a nicht mehr dauerhaft stabil auszurichten war, konnten die Solarpanele des Satelliten dessen Akkumulatoren nicht mehr in dem notwendigen Maß laden. Die Unterversorgung mit Energie hat dann wahrscheinlich zum Kontrollverlust geführt. Der Satellit begann, im Geostationären Orbit zu driften. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach über zwei Monaten intensiver Arbeit soll es Thales Alenia Space und der Swedish Space Corporation, die das für Astra 5a zuständige Kontrollzentrum betreibt, gelungen sein, den treibenden Satelliten zu stabilisieren und die Solarpanele so zur Sonne auszurichten, dass die Akkumulatoren wieder langsam geladen werden konnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Astra 5a war von seiner ursprünglichen Position bei 31,5 Grad Ost bis in den Bereich von 39 Grad Ost gedriftet. Anchließend bewegte sich der Satellit im Geostationären Orbit wieder westwärts. </p>



<p>Mit dem Wiedererlangen der Kontrolle über den Satelliten scheint es nun auch wieder wahrscheinlicher, den Satelliten gegebenenfalls gezielt in einen Friedhofsorbit steuern zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Astra 5a alias Sirius 2 und GE-1E ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 25049 bzw. als Objekt 1997-071A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4165.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">   Astra 5a</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astra-5a-wieder-unter-kontrolle/" data-wpel-link="internal">Astra 5a wieder unter Kontrolle</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Russisches Frühwarnsatellitensystem weiter unfertig</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russisches-fruehwarnsatellitensystem-weiter-unfertig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 09:35:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Frühwarnsatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Umlaufbahn]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32013</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Januar 2009 wurde bekannt, dass zu Beginn des Jahres nur insgesamt fünf Satelliten des russischen Frühwarnsatellitensystems in Betrieb sind, und nicht zu jeder Zeit alle gewünschten Gebiete beobachtet werden können. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: russianforces.org, nti.org, armscontrol.org, space.com, princeton.edu. Hochelliptische Umlaufbahnen ermöglichen es russischen Frühwarnsatelliten, lange Zeit ein bestimmtes Territorium im Blickfeld [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/russisches-fruehwarnsatellitensystem-weiter-unfertig/" data-wpel-link="internal">Russisches Frühwarnsatellitensystem weiter unfertig</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Januar 2009 wurde bekannt, dass zu Beginn des Jahres nur insgesamt fünf Satelliten des russischen Frühwarnsatellitensystems in Betrieb sind, und nicht zu jeder Zeit alle gewünschten Gebiete beobachtet werden können.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: russianforces.org, nti.org, armscontrol.org, space.com, princeton.edu.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012009103552_small_1.jpg" alt="Boeing image" width="444" height="350"/><figcaption>
Hochelliptischer Orbit (HEO) am Beispiel des 
<i>Chandra</i>
-Weltraumteleskops: Für den erdfernen Teil der Bahn benötigt ein Satellit wesentlich mehr Zeit als für den erdnahen Teil und hält sich lange über einem bestimmten Gebiet der Erde auf. Dadurch hat ein HEO ähnliche Vorteile wie ein geostationärer Orbit (GEO), ist aber mit weniger Aufwand zu erreichen. 
<br>
(Bild: Boeing image)
</figcaption></figure></div>



<p>Hochelliptische Umlaufbahnen ermöglichen es russischen Frühwarnsatelliten, lange Zeit ein bestimmtes Territorium im Blickfeld zu haben. In einem System aus vier betriebsfähigen Satelliten in Orbits mit einer Periode von 12 Stunden könnte jeder der Satelliten das Terretorium 6 Stunden lang kontrollieren, was insgesamt eine Beobachtung eines jeden Punktes rund um die Uhr ermöglicht. Zusätzlich Satelliten würden eine hohe Zuverlässigkeit erlauben, im Idealfall sollte jedem im Einsatz befindlichen Satelliten ein weiterer Satellit zur Seite stehen, und ein neunter Satellit im geostationären Orbit wäre eine funktionale Ergänzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein entsprechendes System begann die damalige Sowjetunion unter der Bezeichnung Oko (übersetzt Auge) mit Satelliten unter der Bezeichnung US-K einzurichten, um US-amerikanisches Territorium hinsichtlich startender Raketen zu überwachen. Gestartete Raketen konnten insbesondere mit Infrarotteleskopen aufgefasst werden, wenn sie eine bestimmte Höhe erreicht hatten und vor dem dunklen und kalten Hintergrund des Weltraums sichtbar wurden, weshalb die fraglichen Gebiete schräg von der Seite abgetastet wurden. Der erdfernste Punkt der Bahnen der US-K-Satelliten liegt im Bereich von etwa 39.000 Kilometern über der Erdoberfläche, der der Erde nächste Bahnpunkt im Bereich zwischen 500 und über 1.500 Kilometern. Die Satelliten vom Typ US-K sollen derzeit in der Lage sein, US-amerikanisches Territorium an 18 Stunden eines Tages zu beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Bedarf nach erweiterter Zuverlässigkeit und der Wunsch nach Überwachung weiterer Gebiete, in welchen Raketenstarts stattfinden könnten, soll die Entwicklung von US-KS-Satelliten als einer Variante des bei US-K verwendeten Satelliten für den Einsatz im geostationären Orbit angestoßen haben. Nach vier US-KS-Satelliten kam es schließlich zum Bau von Satelliten des Typs US-KMO   
druch Lawotschkin für das Oko-1-System. Die entsprechenden Satelliten sollen startende Raketen schneller als zuvor auch vor dem Hintergrund der Erdoberfläche auffassen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Oko-1-System wird vermutet, dass es voll ausgebaut den gesamten Globus abdecken soll. Dafür wären vier Satelliten im geostationären Orbit notwendig. Für entsprechende Satelliten waren sogar sieben Positionen festgelegt worden: 159 Grad West, 24 Grad West, 12 Grad Ost, 35 Grad Ost, 80 Grad Ost, 130 Grad Ost und 166 Grad Ost (alternative Positionsbezeichnungen auch Prognoz 1 bis 7). Im Augenblick wird das System jedoch noch nicht voll betriebsfähig sein, zumal aktuell nur zwei entsprechende betriebsfähige Satelliten im All sein sollen. Im September 2007 soll der zu diesem Zeitpunkt einzige geostationäre Frühwarnsatellit Cosmos 2379 von seiner ursprünglichen Position bei 24 Grad West auf 12 Grad Ost gebracht worden sein, um gegebenenfalls Raketenstarts von U-Booten im Nordatlantik auffassen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russischen Frühwarnsatelliten sollen ihre Daten an ein Kontrollzentrum bei Kurilovo mit der Tarnbezeichnung Serpuchow 15, etwa 50 Kilometer südlichwestlich von Moskau, senden. Am 10. Mai 2001 soll ein schwerer Brand, möglicherweise durch einen Kurzschluss in einem Kabelschacht ausgelöst, das Kontrollzentrum zerstört haben. Der Brand soll erst zum Verlöschen gekommen sein, als das das Kontrollzentrum beherbergende Gebäude vollständig zerstört war. Die anschließend unkontrollierten Satelliten haben sich möglicherweise zunächst in einen Sicherheitsmdous versetzt, wird vermutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob es in der Folge möglich war, von einer Ausweichstelle Kontakt zu den Satelliten aufzunehmen, wurde zwar verschiedentlich behauptet, ist aber nicht sicher. Ende September 2001 soll es wieder möglich gewesen sein, Frühwarnsatelliten von Serpuchow 15 aus zu steuern, aber in der Zwischenzeit waren zwei Satelliten unkontrollierbar geworden, heißt es. Ein dritter Satellit soll wenig später endgültig ausgefallen sein. Bei den verlorenen Satelliten könnte es sich um Cosmos 2340 alias NORAD 24761 bzw. 1997-015A, Cosmos 2342 alias NORAD 24800 bzw. 1997-022A und Cosmos 2351 alias NORAD 25327 bzw. 1998-027A handeln, die soweit von ihren ursprünglich kontrollierten Umlaufbahnen abdrifteten, dass sie nutzlos wurden. Die Kontrolle über einen vierten zum Zeitpunkt des Feuers von Serpuchow 15 aus betriebenen Satelliten soll man später erfolgreich wiedererlangt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kontrollzentrum hat offensichtlich eine entscheidende und einzigartige Funktion beim Betrieb der russischen Frühwarnsatelliten. Dort soll der Betrieb der Satelliten überwacht, notwendige Manöver der Satelliten gesteuert, die Daten der Satelliten empfangen und verarbeitet werden. Gewonnene Information soll das Kontrollzentrum anschließend an eine Kommandostelle der Dritten Armee in Solnechnogorsk weiterleiten. In Solnechnogorsk befindet sich das Hauptquartier der Dritten Armee unter dem derzeitigen Kommandeur Generalleutnant Sergey Kuruschkin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine anhaltend unzureichende finanzielle Ausstattung führte dazu, dass das russische Satellitenfrühwarnsystem seinen Vollausbau mit acht Satelliten in   
hochelliptischen Orbits sowie sieben Satelliten an Positionen im geostationären Orbit zu keinem Zeitpunkt erreichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 2009 sollen sich lt. russianforces.org folgende Satelliten in Betrieb befinden:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cosmos 2422                 
</p>



<ul class="wp-block-list"><li>NORAD Nr. 29260</li><li>Start am 21. Juli 2006</li><li>hochelliptischer Orbit</li><li>Typ 73D6</li><li>83zigster US-K, Oko</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Cosmos 2430                 
</p>



<ul class="wp-block-list"><li>NORAD Nr. 32268</li><li>Start am 23. Oktober 2007</li><li>hochelliptischer Orbit</li><li>Typ 73D6</li><li>84zigster US-K, Oko</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Cosmos 2446                 
</p>



<ul class="wp-block-list"><li>NORAD Nr. 33447</li><li>Start am 2. Dezember 2008</li><li>hochelliptischer Orbit</li><li>Typ 73D6</li><li>85zigster US-K, Oko</li><li>als Ergänzung, nicht als Ersatz</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Cosmos 2379                 
</p>



<ul class="wp-block-list"><li>NORAD Nr. 26892</li><li>Start am 24. August 2001</li><li>geostationär 12 Grad Ost</li><li>Typ 71kh6</li><li>neunter US-KMO, Oko-1-System</li><li>erwartete Lebensdauer überschritten</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Cosmos 2440                 
</p>



<ul class="wp-block-list"><li>NORAD Nr. 33108</li><li>Start am 27. Juni 2008</li><li>geostationär 80 Grad Ost</li><li>Typ 71kh6</li><li>11ter US-KMO, Oko-1-System</li><li>ggf. als Ersatz für Cosmos 2379</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Entwurfsarbeiten für ein neues russisches Frühwarnsystem sollen bereits im Jahre 1999 oder 2000 erfolgt sein. Das System names EKS, &#8222;Jedinaja Kosmitscheskaja Systema&#8220;, ist bis dato nicht verwirklicht worden. Im Rahmen dieses Systems sollen ebenfalls Satelliten auf hochelliptischen Bahnen und solche im geostationären Orbit verwendet werden. Im Jahre 2007 hatte das russische Forschungsinstitut Kometa (TsNII), das an der Entwicklung der EKS-Satelliten arbeiten soll, die Erwartung vermittelt, im Jahre 2009 könnte der erste EKS-Satellit erprobt werden. Möglicherweise wird ein entsprechender Satellit Ende 2009 ins All gebracht.
<br>
<strong>Google Maps:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Serpukhov.kmz&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=20.23087,35.727539&amp;ie=UTF8&amp;ll=55.069326,37.039976&amp;spn=0.034795,0.06978&amp;t=h&amp;z=14" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Satellitenkontrollzentrum Kurilowo, ca. 20 Kilometer nordwestlich von Serpuchow</a></li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Serpukhov.kmz&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=20.23087,35.727539&amp;ie=UTF8&amp;ll=55.42122,37.416687&amp;spn=1.103644,2.232971&amp;t=h&amp;z=9" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Moskau, Serpuchow und Kurilowo</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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