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	<title>Kopplung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Kopplung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>ESA-Astronaut Matthias Maurer startet „Cosmic Kiss&#8220;-Mission</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-astronaut-matthias-maurer-startet-cosmic-kiss-mission/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Nov 2021 09:43:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Cosmic Kiss]]></category>
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		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplung]]></category>
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		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ESA-Astronaut Matthias Maurer sowie seine NASA-Kolleginnen und Kollegen Kayla Barron, Raja Chari und Thomas Marshburn haben heute um 00:32 Uhr MEZ an die Internationale Raumstation (ISS) angedockt. Dies markiert den offiziellen Start von Matthias Maurers erster Mission „Cosmic Kiss&#8220;. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA. 12. November 2021 &#8211; Die vier Astronautinnen und [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">ESA-Astronaut Matthias Maurer sowie seine NASA-Kolleginnen und Kollegen Kayla Barron, Raja Chari und Thomas Marshburn haben heute um 00:32 Uhr MEZ an die Internationale Raumstation (ISS) angedockt. Dies markiert den offiziellen Start von Matthias Maurers erster Mission „Cosmic Kiss&#8220;. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Crew3reachedISSnasaesa10.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Crew3reachedISSnasaesa60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Crew 3 wird auf der ISS begrüßt. (Bild: NASA/ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">12. November 2021 &#8211; Die vier Astronautinnen und Astronauten, auch bekannt als Crew-3, starteten am Donnerstag, 12. November, um 03:03 Uhr MEZ mit einer Falcon 9-Rakete vom Kennedy Space Center der NASA in Florida, USA, in einem neuen SpaceX Crew Dragon-Raumschiff mit dem Namen „Endurance&#8220;. Etwa 22 Stunden später erreichten sie die Station für einen sechsmonatigen Aufenthalt in der Umlaufbahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine aufregende Zeit für Europas Raumfahrt</strong><br>ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher freut sich über den erfolgreichen Start der Mission von Matthias Maurers in einer aufregenden Zeit:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„ESA hat eine ehrgeizige Agenda, um ihre Rolle als eine führende Raumfahrtagentur zu erhalten und auszubauen. Dies betrifft alle Bereiche der Raumfahrt – die Erforschung des Universums mithilfe von astronautischer und robotischer Missionen, Telekommunikation, Navigation, Erdbeobachtung, Sicherheit im Weltraum und vieles mehr, und wird in den kommenden Jahren eine enge Zusammenarbeit mit allen unseren Mitgliedstaaten, der Europäischen Union, der Raumfahrtindustrie und der europäischen Wissenschaftsgemeinschaft erfordern.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Neben dem Start von Matthias Maurer und der Rückkehr Thomas Pesquets von der Raumstation bereitet sich Samantha Cristoforetti auf ihre zweite Mission im nächsten Jahr vor, bei der sie als erste ESA-Astronautin die Rolle der Kommandantin der ISS übernehmen wird&#8220;, fügt David Parker, ESA-Direktor für astronautische und robotische Exploration, hinzu. „Und wir sind dabei, eine neue Klasse von ESA-Astronautinnen und -Astronauten zu rekrutieren, da wir die Zukunft der Erforschung jenseits der erdnahen Umlaufbahn, des Mondes und schließlich des Mars, im Auge haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich freue mich, dass Matthias Maurer sicher auf der Raumstation angekommen ist, und wünsche ihm und den Teams, die ihn unterstützen, alles Gute für die arbeitsreichen sechs Monate, in denen Maurer sich in der Schwerelosigkeit der Wissenschaft, der Forschung und dem Betrieb der Raumstation widmen wird.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine Liebeserklärung an den Weltraum</strong><br>Matthias Maurer wählte den Namen „Cosmic Kiss&#8220; für seine Zeit an Bord der Raumstation als Liebeserklärung an den Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Umlaufbahn wird er mehr als 35 europäische und zahlreiche internationale Experimente unterstützen. Die durch seine Mission gewonnenen Erkenntnisse werden sowohl dem Leben auf der Erde als auch der zukünftigen Erforschung des Weltraums zugutekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Cosmic Kiss kommuniziert die besondere Verbindung, die die Station zwischen den Bewohnern der Erde und dem Kosmos herstellt&#8220;, erklärt Matthias Maurer. „Partnerschaftliches Handeln ist enorm wichtig für die weitere Erforschung von Mond und Mars, ebenso wie der Respekt, der Schutz und der Erhalt der Natur auf unserem Heimatplaneten bei unserer Suche nach einer nachhaltigen Zukunft auf der Erde und darüber hinaus.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine arbeitsreiche Mission</strong><br>Neben den wissenschaftlichen Aufgaben wird Matthias Maurer sich auch operationellen Aufgaben widmen: Er ist sowohl für einen Weltraumausstieg im EMU-Raumanzug der NASA als auch im russischen Orlan-Raumanzug zertifiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er wird voraussichtlich einen russischen Weltraumausstieg durchführen, um die Installation und den Erstbetrieb des Europäischen Roboterarms (ERA) zu unterstützen, der am 29. Juli diesen Jahres mit dem russischen Mehrzweck-Labormodul (MLM) zur Station geflogen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Länge von über 11 Metern ist der in Europa gebaute Arm der erste Roboter, der im russischen Segment der Internationalen Raumstation „spazieren&#8220; kann, und der einzige, den die Astronautinnen und Astronauten sowohl von innerhalb als auch von außerhalb der Raumstation steuern können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Matthias Maurer wird auch beim Start des Webb-Weltraumteleskops im Orbit sein sowie beim Start von Artemis I &#8211; einer unbemannten Mission, bei der das Europäische Servicemodul (ESM-1) der ESA das Orion-Raumschiff der NASA auf seiner Reise um den Mond und zurück zur Erde antreiben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18155.msg522196#msg522196" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX Crew-3 / USCV-3 (C210.1/Endurance) auf Falcon 9 (B1067.2)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Finale für ATV &#8211; ATV-5 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/finale-fuer-atv-atv-5-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2014 16:24:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplung]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
		<category><![CDATA[Raumtransporter]]></category>
		<category><![CDATA[Servicemodul]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nacht zum 30. Juli 2014 ist das ATV-5 zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Es ist der letzte Flug eines ATV. Mit dem rund sechsmonatigen Flug endet ein erfolgreiches Kapitel europäischer Raumfahrt. Ein Beitrag von Roman van Genabith. Quelle: Arianespace, CNES, DLR, ESA. Der Start erfolgte am 29. Juli 2014 um 20:47 Uhr und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In der Nacht zum 30. Juli 2014 ist das ATV-5 zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Es ist der letzte Flug eines ATV. Mit dem rund sechsmonatigen Flug endet ein erfolgreiches Kapitel europäischer Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roman van Genabith. Quelle: Arianespace, CNES, DLR, ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30072014182408_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30072014182408_small_1.jpg" alt="ESA / S. Corvaja" width="260"/></a><figcaption>
Start des ATV-5 
<br>
(Bild: ESA / S. Corvaja)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 29. Juli 2014 um 20:47 Uhr und 38 Sekunden Ortszeit vom Startplatz Kourou im französischen Übersee-Departement Französisch-Guayana auf einer <a class="a" href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Transportation/Launch_vehicles/Ariane_5" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ariane 5</a>, was den frühen Morgenstunden des 30. Juli MESZ entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Flugzeit von rund 64 Minuten wurde ATV-5, das nach dem belgischen Astrophysiker und Theologen Georges Lemaître, dem Vater der Urknalltheorie, benannt ist, von der Ariane in einer Höhe von rund 250 km ausgesetzt. Mit einem Gesamtgewicht von über 20 Tonnen ist ATV-5 die schwerste Nutzlast, die bislang von einer Ariane5 gestartet wurde. Laut Arianespace betrug die Startmasse des ATV-5 ohne Nutzlastadapter 19,926 Tonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa eine halbe Stunde nach dem Aussetzen wurden seine vier Solarzellenausleger annähernd x-förmig entfaltet. Mit voll entfalteten Solarzellenauslegern erreicht ATV eine Spannweite von 22,3 Metern bei einer Fläche von 33,6 Quadratmetern je Ausleger. Jedes der vier Segel richtet sich eigenständig auf die Sonne aus. Gemeinsam produzieren die Solarzellen eine Leistung von rund 4.800 Watt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ATV-5 hat eine Länge von 10,27 Metern bei einem maximalen Durchmesser von rund 4,48 Metern und ist in ein Nutzlast- und ein <a class="a" href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/ATV/ATV_Service_Module" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Servicemodul</a> aufgeteilt. Das Achtern gelegene Servicemodul beherbergt Antriebstechnik bestehend aus vier Haupttriebwerken und Korrekturdüsen nebst Treibstofftanks, sowie die Solarpanele und den Bordcomputer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Nutzlastmodul, der <a class="a" href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/ATV/ATV_Integrated_Cargo_Carrier" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Integrated Cargo Carrier (ICC)</a>, gliedert sich in eine größere unter Druck stehende, sowie eine kleinere nicht unter Druck stehende Sektion und verfügt über den Dockingmechanismus für das Ankoppeln an das in Russland gebaute ISS-Modul Swesda an seiner Spitze.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30072014182408_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30072014182408_small_2.jpg" alt="ESA/CNES/Arianespace/CSG" width="260"/></a><figcaption>
ATV-5-ICC in Kourou 
<br>
(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. August 2014 soll ATV-5 die ISS erreichen. Vor der Kopplung wird es die Station noch ein mal umkreisen, um ein neuartiges Lidar zu testen. Der experimentelle Laserinfrarotbildsensor „Liris“ soll Teil neuartiger Lenkungs-, Navigations- und Steuerungssysteme für den Anflug auf sogenannte „unkooperative Ziele“ wie etwa Weltraummüll werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausrüstung und Treibstoff</strong>
<br>
ATV-5 transportiert Lebensmittel, Kleidung, Geräte und  wissenschaftliche Ausrüstung zur ISS. Ein interessanter Bestandteil der wissenschaftlichen Nutzlast stellt der elektromagnetische Levitator dar, ein von Airbus Defence and Space im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der ESA entwickeltes Magnetfeldexperiment.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der tiegelfreie Schmelzofen basiert auf dem Prinzip der elektromagnetischen Schwebetechnik (Levitation und soll bei der Erforschung von Hightechlegierungen und Halbleiterkomponenten und deren Eigenschaften im geschmolzenen Zustand helfen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Optimierung industrieller Gießvorgänge auf der Erde beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Lebensmittelvorrat, der mit ATV-5 transportiert wird, gehören u.A. 50 kg Kaffee und das Lieblingsgericht des deutschen Besatzungsmitglieds Alexander Gerst, Käsespätzle. Die Versorgungsgüter für den täglichen Bedarf und die wissenschaftlichen Experimente sind im unter Druck stehenden vorderen Teil des Nutzlastmoduls von ATV-5 gelagert. Während des mehrmonatigen Aufenthalts der Transporter nutzen die Astronauten der Station diese Sektion gern als zusätzlichen Aufenthaltsraum, der ein Mehr an Privatsphäre bietet und das begrenzte Raumangebot an Bord der ISS ein wenig aufstockt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30072014182408_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30072014182408_small_3.jpg" alt="ESA / D. Ducros" width="260"/></a><figcaption>
ATV-5 an der ISS angekoppelt &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA / D. Ducros)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben wissenschaftlicher Ausrüstung und Lebensmittel für die Besatzung transportiert auch dieses ATV in insgesamt 22 Tanks im hinteren Teil des Nutzlastmoduls Nachschub an Wasser, Sauerstoff und Treibstoff für die russischen Triebwerke der ISS, der über die Tankstutzen direkt in die Station gepumpt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben werden die Triebwerke von ATV-5 während seines Aufenthalts an der Station für die in regelmäßigen Abständen erforderlichen Bahnanhebungsmanöver eingesetzt, die aufgrund der durch die Restatmosphäre in rund 400 km Höhe erzeugte Reibung und daraus resultierendem geringem Höhenverlust von Zeit zu Zeit notwendig werden. Außer dem ATV ist momentan nur der russische Progress-Frachter zu solchen Reboosts fähig, früher wurden hierfür auch die inzwischen ausgemusterten Space Shuttles eingesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">ATV-5 wird bis Anfang 2015 an die Station angedockt bleiben, bevor es schließlich mit Stationsabfällen beladen wird und beim Wiedereintritt in die Atmosphäre über dem Südpazifik verglüht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30072014182408_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30072014182408_small_4.jpg" alt="ESA / D. Ducros" width="260"/></a><figcaption>
Ariane-Raketen mit ATV an Bord &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA / D. Ducros)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Leistungsfähig und verlässlich</strong>
<br>
Ein ATV erreicht mit einer Nutzlast von gut 6,6 Tonnen eine höhere Zuladung als alle anderen derzeit genutzten Transporter. Nicht nur dieser Umstand macht das Fahrzeug zu einem außerordentlich erfolgreichen Stück europäischer Raumfahrttechnologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie der Name verrät, fliegt und koppelt ATV autonom an der ISS an und zwar höchst präzise: Mittels verschiedener Sensoren erfolgt der Anflug an die Station mit einer Abweichung von weniger als fünf cm bei einer Geschwindigkeit von 28.000 km/h. Der Roboterarm der Station, Canadarm, der etwa die Dragon-Transporter von SpaceX einfängt, wird für das Andocken nicht benötigt. Falls Probleme oder Ungenauigkeiten während des Anflugs auftauchen, ist ATV im Stande diese selbstständig zu korrigieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ein ferngesteuertes Andocken ist möglich, kam allerdings bei keinem der bisherigen Flüge vor. Dennoch trainieren ESA-Astronauten während ihrer Ausbildung zahllose Fehler- und Notfallszenarien in Zusammenhang mit einem ATV-Anflug, wie die italienische ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti in der <a class="a" href="https://raumzeit-podcast.de/2011/03/25/rz011-astronautenausbildung/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">elften Episode des Raumzeit-Podcasts</a> zur Ausbildung von Astronauten berichtet.  „Tatsächlich ist bislang noch nie etwas schief gegangen, aber in unseren Simulationen geht immer alles schief.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fähigkeiten von ATV seien derzeit einzigartig und machen es zum komplexesten, augenblicklich verwendeten ISS-Versorger, erklärt Volker Schmid, Leiter der Fachgruppe ISS beim DLR. Tatsächlich verlief der Anflug von ATV 4 sogar so präzise, dass der Dockingmechanismus nicht gegriffen habe und ATV noch mal Schub geben musste. Das Automated Transfer Vehicle (ATV) ist ein einzigartiges Raumfahrzeug: Es navigiert autonom und dockt auch selbstständig an der ISS an.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30072014182408_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30072014182408_small_5.jpg" alt="ESA / D. Ducros" width="260"/></a><figcaption>
NASAs MPCV mit europäischem Servicemodul &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA / D. Ducros)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner unter Druck stehenden Nutzlastsektion stellte ATV während der Planungsphase auch eine denkbare Alternative eines bemannten Raumschiffs dar. Technisch hätte sich ATV ohne Weiteres zum Transport von Astronauten zur ISS und wieder zurück geeignet, erzählt Schmid. Das Vorhaben scheiterte jedoch an fehlender Konsensfähigkeit der ESA-Mitgliedsstaaten bei der Finanzierung der Errichtung einer modifizierten Startanlage in Kourou, sowie der Verbesserung der Zuverlässigkeit der Ariane-5-Trägerrakete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls durch knappe Etats erklärt sich die geringe Anzahl von fünf Flügen, ursprünglich waren deutlich mehr ATVs geplant gewesen. Doch auch als unbemannter Frachter erregte ATV bei den Partnern der Europäer wohlwollende Aufmerksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein anderes Raumfahrzeug mit dieser Masse weist vergleichbare Fähigkeiten im autonomen Anflug auf. Aus diesem Grund hat die NASA die Europäer zur Mitarbeit an der Entwicklung des Servicemoduls für das Orion <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230404011637/https://www.nasa.gov/exploration/systems/mpcv/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Multi-Purpose Crew Vehicle</a> eingeladen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das MPCV ist das Raumfahrzeug, mit dem die NASA bemannte Missionen in den tiefen Raum, etwa zu Asteroiden durchführen möchte. Das Servicemodul des MPCV kann in Bremen gebaut werden, dem Herstellungsort der ATVs. Wie NASA-Direktor Charles Bolden unlängst während einer Podiumsdiskussion auf der Luft- und Raumfahrtmesse <a class="a" href="https://www.ila-berlin.de/de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ILA</a> in Berlin betonte, sei dies das erste Mal, dass die NASA andere Partner mit dem Bau entscheidender Komponenten eines Raumfahrtprogramms beauftragte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Hintergründe über das ATV-Programm können u.A. in der <a class="a" href="https://raumzeit-podcast.de/2011/06/17/rz017-automated-transfer-vehicle/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">17. Episode des Raumzeit-Podcast</a> über das ATV nachgehört werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12789.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ATV-5 *Georges Lemaitre* &#8211; Start und Mission</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Umkopplungstest mit Shenzhou 10</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/umkopplungstest-mit-shenzhou-10/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jun 2013 08:44:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou 10]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36635</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie chinesische Medien melden, hat das Raumschiff Shenzhou 10 heute früh erneut von der Raumstation abgekoppelt und diese anschließend umflogen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua, CCTV. Zunächst entfernte sich das Raumschiff nach der Abkopplung gegen 1.02 Uhr MESZ in Flugrichtung nach vorn, wurde dann auf eine höhere Bahn gebracht, wodurch es langsamer wurde [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/umkopplungstest-mit-shenzhou-10/" data-wpel-link="internal">Umkopplungstest mit Shenzhou 10</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie chinesische Medien melden, hat das Raumschiff Shenzhou 10 heute früh erneut von der Raumstation abgekoppelt und diese anschließend umflogen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: Xinhua, CCTV.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst entfernte sich das Raumschiff nach der Abkopplung gegen 1.02 Uhr MESZ in Flugrichtung nach vorn, wurde dann auf eine höhere Bahn gebracht, wodurch es langsamer wurde und hinter die Station zurück fiel. Anschließend wendete das Raumschiff und senkte die Bahn wieder ab. Etwa 300 Meter hinter Tiangong 1 begann nun ein erneuter Anflug. Auch Tiangong 1 drehte sich um 180 Grad und wandte dem Raumschiff nun wieder seinen Kopplungsstutzen zu. Hier erfolgte ein weiteres Rendezvous kurze Zeit später.  <br>Wie vom chinesischen Kontrollzentrum mitgeteilt wurde, stellt das Manöver einen Test für die spätere große Raumstation dar. Hier könnten wie früher bei Saljut-Stationen, der Mir oder mitunter auch heute bei der Internationalen Raumstation Umkopplungsoperationen erforderlich werden. Außerdem wird die zukünftige chinesische Station sowohl am Bug als auch am Heck über Kopplungsaggregate verfügen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Umfliegen der ISS war auch in den letzten Jahren am Ende von Shuttle-Missionen üblich, um Fortschritte beim Aufbau der Station zu dokumentieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückkehr der drei chinesischen Raumfahrer der Mission Shenzhou 10 ist für morgen etwa 8 Uhr Pekinger Zeit geplant, dies wäre 2 Uhr MESZ. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update:</strong> <br>Zunächst wurde auf CCTV gemeldet, das Raumschiff habe noch einmal an die Raumstation angekoppelt. Dafür gab es bisher aber noch keine unabhängige Bestätigung. Auf jeden Fall befindet sich Shenzhou 10 jetzt auf einem Alleinflug und die Besatzung bereitet sich auf die Rückkehr zur Erde vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11350.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 10</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Manuelle Kopplung von Shenzhou 10 und Tiangong 1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/manuelle-kopplung-von-shenzhou-10-und-tiangong-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2013 11:46:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
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		<category><![CDATA[Shenzhou 10]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nacht unserer Zeit koppelte das chinesische Raumschiff Shenzhou 10 von der Raumstation Tiangong 1 ab und führte anschließend ein manuelles Annäherungs- und Kopplungsmanöver aus. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: CCTV, Xinhua, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. Dies diente vor allem dem Training der Raumfahrer. In den kommenden Jahren will man den Aufbau [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">In der Nacht unserer Zeit koppelte das chinesische Raumschiff Shenzhou 10 von der Raumstation Tiangong 1 ab und führte anschließend ein manuelles Annäherungs- und Kopplungsmanöver aus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: CCTV, Xinhua, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-06-25-59103.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dies diente vor allem dem Training der Raumfahrer. In den kommenden Jahren will man den Aufbau einer größeren Raumstation in Angriff nehmen, wofür man zunächst eine Menge Erfahrungen sammeln möchte.  <br>Das Abkoppeln geschah gegen 2.26 Uhr MESZ, das erneute Ankoppeln, nachdem man sich zwischenzeitlich bis auf etwa 120 m von der Station entfernt hatte, gegen 4.07 Uhr. Die Steuerung wurde vom Kommandanten Nie Haisheng bedient, während Zhang Yiaoguang, und Wang Yaping assistierten. Nach der erneuten Kopplung bezog die Besatzung die Raumstation bereits wieder. Die Arbeiten an Bord werden wahrscheinlich bis zum Mittwoch andauern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Tagen hatten die drei Raumfahrer ihr geplantes Programm abgearbeitet. Dazu gehörten medizinische Untersuchungen, die sich vor allem mit Veränderungen befassten, die der menschliche Körper während des Aufenthalts in der Schwerelosigkeit erfährt. Dazu gehören Muskel- und Knochenschwund, eine Schwächung des Immunsystems sowie Veränderungen in der Wahrnehmung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Des Weiteren wurden technische Erprobungen durchgeführt und Sport getrieben. Außerdem wurde eine minutiös vorbereitete Unterrichtsstunde aus der Station übertragen, in deren Verlauf verschiedene Phänomene der Schwerelosigkeit vorgeführt und Fragen der Schüler auf der Erde beantwortet wurden. So brachte Wang Yaping einen ihrer Kollegen mit einem Finger in Bewegung, erzeugte mit Hilfe der Oberflächenspannung eine Wasserkugel, bewies die Stabilität der Kreiselbewegung im All sowie den Unterschied zwischen Masse und Gewicht und zeigte, dass ein Pendel in der Schwerelosigkeit nicht so funktioniert, wie wir es von der Erde gewöhnt sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterrichtsstunde aus dem All wurde von etwa 60 Millionen chinesischen Schülern in 80.000 Schulen gesehen und weckte nach Worten eines Lehrers Interesse an Weltraumwissenschaften. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11350.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 10</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
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		<title>Shenzhou 10 am Himmelspalast angekommen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shenzhou-10-am-himmelspalast-angekommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 10:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[APAS 89]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Shenzhou 10]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute Morgen unserer Zeit kam es zur Kopplung zwischen dem am Dienstag gestartetem chinesischem Raumschiff Shenzhou 10 und dem Raumlabor Tiangong 1. Die Besatzung wird sich nun die nächten zwei Wochen mit verschiedenen Experimenten beschäftigen. Erstellt von Daniel Maurat. Quelle: CCTV, Raumfahrer.net. Die Kopplung erfolgte mit dem ersten physischen Kontakt zwischen den beiden Raumschiffen um [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Heute Morgen unserer Zeit kam es zur Kopplung zwischen dem am Dienstag gestartetem chinesischem Raumschiff Shenzhou 10 und dem Raumlabor Tiangong 1. Die Besatzung wird sich nun die nächten zwei Wochen mit verschiedenen Experimenten beschäftigen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Daniel Maurat.   Quelle: CCTV, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/shenzhou10_docking.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/shenzhou10_docking400.jpg" alt="Shenzhou 10 nähert sich Tiangong 1 für die Kopplung an.
(Bild: CCTV)"/></a><figcaption>Shenzhou 10 nähert sich Tiangong 1 für die Kopplung an.<br>(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kopplung erfolgte mit dem ersten physischen Kontakt zwischen den beiden Raumschiffen um 13.11 Uhr Pekinger Zeit (9.11 Uhr MESZ). Das automatische Kopplungsmanöver, welches schon bei den beiden letzten Missionen, Shenzhou 8 und 9 erprobt wurde, verlief dabei ohne Probleme. Sieben Minuten danach rasteten die Bolzen der beiden Kopplungsringe der APAS-89-Adapter, welche ursprünglich in Russland beziehungsweise der ehemaligen UdSSR entwickelt wurden, ein und beide Raumschiffe waren fest miteinander verbunden. Danach wurden die Vorbereitungen für das Umsteigen der Besatzung in das Raumlabor getroffen, das für die nächsten zwölf Tage ihr neues Zuhause sein wird. Das Umsteigen erfolgte dann um 16.17 Uhr Pekinger Zeit (10.17 Uhr MESZ).</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzen zwei Tagen hat die Besatzung von Shenzhou 10, bestehend aus Kommandant Nie Haisheng, Bordingenieur Zhang Yiaoguang und Bordingenieurin Wang Yaping, verschiedene Bahnanpassungsmanöver durchgeführt, um sich so der Raumstation Tiangong 1 anzunähern. Diese Manöver werden in ähnlicher Weise auch beim zweitätigen Anflug der Sojus-Raumschiffe an die Internationale Raumstation ISS durchgeführt. Zudem feierte man das traditionelle Drachenbootfest, einem der wichtigsten Feste im chinesischen Kalender, an Bord von Shenzhou 10 medienwirksam mit Videoübertragung zum Kontrollzentrum vor den Toren Pekings.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ankopplung beginnt nun die eigentliche Arbeit für die Besatzung. Sie wird die Experimente durchführen, welche von der Vorgängerbesatzung von Shenzhou 9 begonnen wurden. Zudem erprobt man eine Reihe von Systemen, welche für den Betrieb einer großen, modularen Raumstation benötigt werden, etwa das Lebenserhaltungssystem. Nach zwölf Tagen wird die Besatzung die Raumstation wieder verlassen und zur Erde zurückkehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dieser Mission wird wohl kein Raumschiff mehr Tiangong 1 besuchen. Es soll aber noch für eine nicht näher bestimmte Zeit im Orbit verbleiben und dort einige Tests durchführen. Im Jahr 2015 soll der Nachfolger Tiangong 2 starten, welcher zwar auf Tiangong 1 basiert, aber doch von den Erfahrung mit Tiangong 1 profitieren soll. So sollen mehrere Systeme wie etwa die Lebenserhaltung verbessert und ein Nachtanken im All ermöglicht werden. Zudem wird Tiangong 2 über einen zweiten Kopplungsadapter am Heck verfügen, mit dem das Koppeln von Versorgungsraumschiffen möglich sein soll, aber auch das Koppeln eines neuen bemannten Raumschiffs für die Crewrotation. Darüber hinaus soll ein Roboterarm mit Tiangong 2 starten, der dann im Weltraum erprobt werden soll. Diese Raumstation wäre mit den sowjetischen Raumstationen Saljut 6 und 7 vergleichbar, die in den 1970ern und 1980ern betrieben wurden. Gestartet werden soll Tiangong 2 bereits mit der derzeit in Entwicklung befindlichen Chang Zheng 7, welche auch die CZ 2F als Startvehikel für die Shenzhou ersetzen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Schritt für Chinas Raumfahrt wäre dann eine modulare Raumstation, deren Aufbau bis oder um 2020 erwartet wird. Diese wäre dann mit der Raumstation Mir vergleichbar und soll Chinas technische Stärke demonstrieren, so wie das gesamte bemannte Weltraumprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11350.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 10</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
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		<item>
		<title>&#8230; und angekoppelt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/und-angekoppelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2013 12:54:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das gestern abend 22.31 Uhr MESZ gestartete Raumschiff Sojus-TMA 09M hat heute früh planmäßig an der Internationalen Raumstation festgemacht. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA. Vertont von Peter Rittinger. Nach zwei vorprogrammierten Bahnanhebungen im ersten Umlauf wurden genauere Positionsdaten von einer Bodenstation empfangen und die Daten für die folgenden Manöver präzisiert. Die automatische [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das gestern abend 22.31 Uhr MESZ gestartete Raumschiff Sojus-TMA 09M hat heute früh planmäßig an der Internationalen Raumstation festgemacht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: Roskosmos, NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-05-29-72354.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29052013145426_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="400" height="244"/><figcaption>
Kurzkonferenz zwischen ISS und Bodenstation 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach zwei vorprogrammierten Bahnanhebungen im ersten Umlauf wurden genauere Positionsdaten von einer Bodenstation empfangen und die Daten für die folgenden Manöver präzisiert. Die automatische Ankopplung am Mini-Forschungsmodul Rasswjet gelang gegen 4.10 Uhr MESZ, also nach einer Flugzeit von 5 Stunden und 39 Minuten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend konnten sich Karen Nyberg, Luca Parmitano und Fjodor Jurtschichin aus ihren Schutzanzügen befreien. Gegen 5.55 Uhr MESZ wurden die Luken zwischen Raumschiff und Station geöffnet und die Neuankömmlinge von ihren bereits seit Ende März auf der Station arbeitenden Kollegen Chris Cassidy, Alexander Misurkin und Kommandant Pawel Winogradow begrüßt. Anschließend gab es eine kurze Videokonferenz mit der Bodenstation in Moskau und die obligatorische Sicherheitseinweisung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der ISS-Expedition 36, die bis Mitte September läuft, stehen umfangreiche Forschungsaufgaben sowie Wartungs-, Reparatur- und Erweiterungsarbeiten. Insbesondere werden fünf Ausstiege unternommen, bei denen jeweils Vorbereitungen für die Ankunft des letzten Moduls der ursprünglich geplanten Ausbaustufe der Internationalen Raumstation getroffen werden. Naúka (deutsch: Wissenschaft) ähnelt äußerlich Sarja und entstammt noch der zweiten Generation russischer Stationsmodule. Es soll im Dezember zur ISS starten und andocken. Zuvor muss das derzeitige Ausstiegsmodul des russischen Segments, Pirs, abgekoppelt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Besatzung wird bis Mitte November an Bord der Raumstation arbeiten, ab September als Teil der ISS-Expedition 37. Geplantes Rückkehrdatum ist der 11.11. Dabei soll die olympische Flamme nach einer kurzen Stippvisite im All mit Sojus-TMA 09M wieder zurück auf die Erde gebracht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11527.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 09M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11527.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 36</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/und-angekoppelt/" data-wpel-link="internal">&#8230; und angekoppelt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kopplung erfolgreich, ISS-Besatzung komplett</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kopplung-erfolgreich-iss-besatzung-komplett/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Mar 2013 08:02:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Sojus-TMA 08M]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das gestern Abend gestartete Raumschiff Sojus-TMA 08M hat planmäßig gegen 3.28 Uhr MEZ an der Internationalen Raumstation angekoppelt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA. Damit ist die Besatzung der Internationalen Raumstation wieder komplett. In den kommenden Monaten werden Pawel Winogradow, Christopher Cassidy und Alexander Misurkin gemeinsam mit Chris Hadfield, Roman Romanjenko und Thomas [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kopplung-erfolgreich-iss-besatzung-komplett/" data-wpel-link="internal">Kopplung erfolgreich, ISS-Besatzung komplett</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das gestern Abend gestartete Raumschiff Sojus-TMA 08M hat planmäßig gegen 3.28 Uhr MEZ an der Internationalen Raumstation angekoppelt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: Roskosmos, NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29032013090206_small_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SojusTMA08MandISScrewNASATV260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die komplette Besatzung der Internationalen Raumstation.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist die Besatzung der Internationalen Raumstation wieder komplett. In den kommenden Monaten werden Pawel Winogradow, Christopher Cassidy und Alexander Misurkin gemeinsam mit Chris Hadfield, Roman Romanjenko und Thomas Marshburn Experimente betreuen bzw. durchführen und die Station in Betrieb halten. Auf dem Programm stehen 181 wissenschaftlich-technische Experimente auf den Gebieten Medizin, Biologie, Physik, Technologie und Erderkundung. Außerdem sollen mehrere Außenbordeinsätze absolviert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits Mitte April sollen Pawel Winogradow und Roman Romanjenko ein Plasmaexperiment an der Außenseite installieren und Proben eines Biologieexperiments sowie eines Materialexperiments bergen. Drei weitere Einsätze erfolgen während der Expedition 36, an denen Alexander Misurkin beteiligt sein wird. Ebenfalls im Rahmen der Expedition 36 wird Christopher Cassidy an zwei Ausstiegen beteiligt sein, in deren Verlauf u.a. Vorbereitungen für die Ankunft des Mehrzweckmoduls Naúka getroffen werden sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstmals hatte man den schnellen Anflug an die ISS mit einem bemannten Raumschiff ausgeführt. Dabei erfolgen die notwendigen Bahnmanöver in kürzeren Zeitabständen, was eine präzise und autonome Berechnung der Bahndaten und Korrekturen an Bord des Raumschiffes erfordert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Luken zwischen Raumschiff und Station wurden gegen 5.35 Uhr geöffnet und die Neuankömmlinge willkommen geheißen. Anschließend gab es eine kurze Videokonferenz mit dem Kontrollzentrum in Moskau mit offiziellen Glückwünschen und kurzen Gesprächen mit Verwandten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11367.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 08M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11651.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 35</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kopplung-erfolgreich-iss-besatzung-komplett/" data-wpel-link="internal">Kopplung erfolgreich, ISS-Besatzung komplett</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Shenzhou 8 an Tiangong 1 angedockt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shenzhou-8-an-tiangong-1-angedockt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 19:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[APAS 89]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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		<category><![CDATA[Shenzhou 8]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=10635</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 2. November 2011 um 18:29 Uhr MEZ führte China die erste Kopplung zwischen dem Raumschiff Shenzhou 8 und der Raumstation Tiangong 1 durch. Ein Beitrag von von Daniel Maurat. Quelle: CCTV, Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger. Seit dem Start von Shenzhou 8 am Montagabend unserer Zeit Raumfahrer.net berichtete jagte das Raumschiff seinem Ziel, der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 2. November 2011 um 18:29 Uhr MEZ führte China die erste Kopplung zwischen dem Raumschiff <em>Shenzhou 8</em> und der Raumstation <em>Tiangong 1</em> durch.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von von Daniel Maurat. Quelle: CCTV, Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-11-03-81269.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tiangong_shenzhou8_docking_800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tiangong_shenzhou8_docking_260.jpg" alt="Tiangong 1 und Shenzhou 8 koppeln zusammen
(Bild: CCTV)"/></a><figcaption><em>Tiangong 1</em> und <em>Shenzhou 8</em> koppeln zusammen<br>(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Start von <em>Shenzhou 8</em> am Montagabend unserer Zeit <a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-8-startet-mit-simbox-ins-all/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a> jagte das Raumschiff seinem Ziel, der Raumstation <em>Tiangong 1</em>, hinterher. Um die Bahn von <em>Shenzhou 8</em> an die der Raumstation anzupassen, musste das Raumschiff fünf Zündungen seiner Triebwerke durchführen. Heute führte <em>Shenzhou 8</em> eine Reihe von Annäherungsmanövern durch, wobei man die Entfernung zu <em>Tiangong 1</em> mittels eines Radars und eines Laserentfernungssystems ermittelte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Raumschiffe koppelten schließlich vollautomatisch um 18:29 Uhr MEZ über der nordchinesischen Provinz Shanxi, wo es gerade Nacht war, aneinander. Die Nachtkopplung war notwendig, um für das Lasersystem möglichst störungsfreie Bedingungen herzustellen. Beim ersten, <em>Soft Docking</em> genannten Vorgang, hätten noch keine Raumfahrer durch die Luke gehen können, da es noch einen Spalt zwischen beiden Raumschiffen gab. Dies liegt an der Konstruktionsweise des Kopplungsmechanismus. Der Spalt wurde durch das Kopplungssystem, welches auf dem russischen <em>APAS 89</em> basiert, anschließend geschlossen. Nach einer Viertelstunde war auch die luftdichte Verbindung, das <em>Hard Docking</em>, erfolgt. Daraufhin erklärte der Kommandant des chinesischen Weltraumprogramms, General Chang Wanquan, das Manöver für erfolgreich. Anschließend wurde ein Brief von Chinas Präsidenten Hu Jintao vorgelesen, welcher aufgrund des G-20-Gipfeln in Cannes nicht anwesend sein konnte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tiangong_shenzhou_400.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tiangong_shenzhou_260.jpg" alt=""/></a><figcaption><em>Tiangong 1</em> und ein <em>Shenzhou</em>-Raumschiff bei der Kopplung<br> &#8211; Illustration<br>(Bild: Chinese Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Manöver war die erste Kopplung Chinas und macht das Reich der Mitte zur vierten Nation, nach den USA, Russland und der ESA, die diese Technologie beherrscht. Es ist geplant, dass beide Raumschiffe in zwölf Tagen, also am 14. November, voneinander abkoppeln, um dann anschließend einen zweiten Kopplungsversuch zu unternehmen. Am 16. November sollen sich die beiden Raumschiffe erneut trennen und <em>Shenzhou 8</em> wieder zur Erde zurückkehren. Die zweite Kopplung soll auf der Tagseite der Erde erfolgen und stellt damit einen härteren Test für das Lasermesssystem dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heutige Kopplungsmanöver war ein wichtiger Test für die nächsten beiden Flüge des <em>Shenzhou</em>-Programms, nämlich <em>Shenzhou 9</em> und <em>Shenzhou 10</em>. Diese beiden Flüge werden bemannt sein und das Ziel haben, auf der Raumstation <em>Tiangong 1</em> zu forschen und den Betrieb einer Raumstation zu erlernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10317.msg204675#msg204675" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 8 (ab dem 2. November)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10410.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kooperation mit China im Raumfahrtbereich?</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Shenzhous Zukunft &#8211; Update</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shenzhous-zukunft-update/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 11:04:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den kommenden Jahren soll eine Mini-Station zum Einsatz kommen. Der Plan, eine experimentelle Station aus mehreren Orbitalmodulen der bisherigen Shenzhou-Schiffe aufzubauen, ist damit wohl vom Tisch. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: fpSpace, CCTV. Laut fpSpace entwickelt man Mini-Stationsmodule, die den Namen Tiangong tragen und etwa 8 t Masse besitzen sollen. Die drei geplanten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den kommenden Jahren soll eine Mini-Station zum Einsatz kommen. Der Plan, eine experimentelle Station aus mehreren Orbitalmodulen der bisherigen Shenzhou-Schiffe aufzubauen, ist damit wohl vom Tisch.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: fpSpace, CCTV.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut fpSpace entwickelt man Mini-Stationsmodule, die den Namen Tiangong tragen und etwa 8 t Masse besitzen sollen. Die drei geplanten Satelliten werden miteinander verkoppelt und anschließend von den zunächst unbemannten Shenzhou 8 und 9 angeflogen. Die erste Besatzung soll mit Shenzhou 10 gestartet werden. Vier weitere bemannte Raumschiffe sollen (möglicherweise in geringem zeitlichen Abstand) folgen.
<br>
Diese Pläne sollen in den Jahren 2010 bis 2015 umgesetzt werden. Für die neuen Shenzhou-Schiffe mit Kopplungstechnik soll auch eine modifizierte Trägerrakete zum Einsatz kommen. Man findet allerdings bei verschiedenen Quellen unterschiedliche Informationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Basis des heute eingesetzten Feitian-Raumanzuges wird außerdem eine Variante entwickelt, die über ein autonomes Energie- und Lebenserhaltungssystem verfügt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Professor Dong Yunfeng von der Behang-Universität dagegen sagte im CCTV, dass Shenzhou 8 eine unbemannte Mini-Station sein soll, die kurz nach ihrem Start vom unbemannten Raumschiff Shenzhou 9 angeflogen wird. Später folgt mit Shenzhou 10 die erste Besatzung, die dann aber mit Shenzhou 9 zur Erde zurückkehrt. Dadurch benötigt die Mini-Station zwar zwei Kopplungsaggregate aber keinen eigenen Antrieb für Bahnanhebungen und -korrekturen. Die anfliegenden Shenzhou-Raumschiffe bringen alles zur Steuerung notwendige mit, einschließlich des Treibstoffes. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.msg61291#msg61291" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt ab Shenzhou 8</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Progress-M 65 angekoppelt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-m-65-angekoppelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 14:22:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Frachtraumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einer Woche Parkorbit hat das russische Transportraumschiff im Automatikmodus am Servicemodul Swesda angekoppelt. Es bringt rund 2,4 t Fracht, darunter Treibstoff, Wasser und Nahrungsmittel. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RIA Novosti. Nachdem die ursprünglich für Freitag geplante Kopplung wegen eines Unwetters über dem amerikanischen ISS-Kontrollzentrum verschoben wurde, gelang diese nun gestern abend, 20:43 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach einer Woche Parkorbit hat das russische Transportraumschiff im Automatikmodus am Servicemodul Swesda angekoppelt. Es bringt rund 2,4 t Fracht, darunter Treibstoff, Wasser und Nahrungsmittel.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RIA Novosti.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18092008162211_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="364" height="287"/><figcaption>
Progress-Transportraumschiff koppelt am Heck der Internationalen Raumstation an. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die ursprünglich für Freitag geplante Kopplung wegen eines Unwetters über dem amerikanischen ISS-Kontrollzentrum verschoben wurde, gelang diese nun gestern abend, 20:43 Uhr MESZ problemlos. Da Progress-M 65 auch die Bahn der Station anheben soll, koppelte das Raumschiff am Heck der Station an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie RIAN berichtet, geschah das Andocken im automatischen Modus. Das Andocken eines unbemannten Transporters nach siebentägigem Freiflug kommt in der Flugdokumentation eigentlich gar nicht vor. Das führende Operationssteuerungsteam (LOCT) und die Misssionskontrolle hätten aber sehr flexibel reagiert. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mission Orbital Express abgeschlossen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mission-orbital-express-abgeschlossen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2007 17:26:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[DARPA]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplung]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsende]]></category>
		<category><![CDATA[Orbital Express]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Orbital Express Mission wird in dieser Woche beendet. Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: SpaceflightNow. Die DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) hat die Meilensteine des Programms abgeschlossen. Ein möglicher Weiterbetrieb durch NASA oder USAF wird nicht durchgeführt, da beide Organisationen keine konkreten Pläne bzgl. der Mission haben. Die Lebenszeit der beiden Satelliten würde [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Orbital Express Mission wird in dieser Woche beendet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: SpaceflightNow.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die DARPA (<i>Defense Advanced Research Projects Agency</i>) hat die Meilensteine des Programms abgeschlossen. Ein möglicher Weiterbetrieb durch NASA oder USAF wird nicht durchgeführt, da beide Organisationen keine konkreten Pläne bzgl. der Mission haben. Die Lebenszeit der beiden Satelliten würde einen Betrieb von etwa einem Jahr möglich machen.  <br>Zum Abschalten entfernen sich beide Satelliten um etwa 1.000 Kilometer voneinander. Danach wird der restliche Treibstoff abgelassen. Der Kleinere der beiden, <i>NextSat</i>, wird in drei bis vier Jahren in die Atmosphäre eintreten und verglühen. Für den Großen, ASTRO, erwartet man bis zu 15 Jahre.  <br><strong>Höhepunkte der Mission</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>automatische Rendezvousmanöver</li><li>Docken mittels eines Roboterarms</li><li>Transfer von Treibstoff und Batterien zwischen beiden Satelliten</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr zur Mission <i>Orbital Express</i> finden Sie auch in unserem Forum <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3880.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon</a> sowie in dieser <a href="https://www.raumfahrer.net/orbital-express-computerfehler-fuehrt-zur-trennung/" data-wpel-link="internal">Meldung</a> über kurzfristig aufgetretene Probleme während eines der Trennmanöver. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Orbital Express: Computerfehler führt zur Trennung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/orbital-express-computerfehler-fuehrt-zur-trennung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2007 18:28:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[DARPA]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplung]]></category>
		<category><![CDATA[MSFC]]></category>
		<category><![CDATA[NextSat]]></category>
		<category><![CDATA[Orbital Express]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während der militärischen Forschungsmission kam es zu einem Programmfehler, woraufhin sich beide Partnersatelliten mehrere Kilometer voneinander entfernten. Das Ziel ist es, autonome Dockingmanöver im All zu erproben. Update: Die Probleme sind behoben, beide Satelliten sind wieder gekoppelt. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: DARPA, Spaceflightnow. Die Mission Orbital Express ist ein Projekt der US Defense [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Während der militärischen Forschungsmission kam es zu einem Programmfehler, woraufhin sich beide Partnersatelliten mehrere Kilometer voneinander entfernten. Das Ziel ist es, autonome Dockingmanöver im All zu erproben. <b>Update:</b> Die Probleme sind behoben, beide Satelliten sind wieder gekoppelt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehrenmitglieder/" data-wpel-link="internal">Karl Urban</a>. Quelle: DARPA, Spaceflightnow.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission <i>Orbital Express</i> ist ein Projekt der <i>US Defense Advanced Research Projects Agency</i> (DARPA) sowie des NASA <i>Marshall Space Flight Center</i> (MSFC). Sie besteht aus zwei Satelliten, welche die Durchführung von autonomen Docking- und Betankungsmanövern im All erproben sollen. Beide <a href="https://www.raumfahrer.net/atlas-v-startet-sechs-militaersatelliten/" data-wpel-link="internal">starteten</a> am 8. März 2007 an Bord einer <i><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Atlas_V" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Atlas V</a></i>-Rakete gemeinsam mit mehreren anderen militärischen Forschungssatelliten. Die Kosten der 300 Millionen US-Dollar teuren Mission trägt die DARPA. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21052007202855_small_1.jpg" alt="DARPA" width="260"/><figcaption>
Die beiden Satelliten ASTRO (mit Greifarm) und NextSat 
<br>
(Bild: DARPA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Orbital Express</i> besteht aus dem <i>Autonomous Space Transport Robotic Operations vehicle</i> (ASTRO) sowie dem <i>modular NEXT-generation serviceable SATellite</i> (NextSat). ASTRO dient dabei als Mutterschiff, während NextSat sowohl als Treibstoffdepot als auch als Dockingpartner fungiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Schwierigkeiten</strong>
<br>
Am vergangenen Freitag kam es im Rahmen eines Dockingversuchs zu einem Softwarefehler. Er führte dazu, dass sich beide Satelliten nicht wie geplant 30 Meter voneinander entfernten. Bereits bei neun Metern kam es zu einem Problem und der Flugsensorencomputer AC-2 meldete eine Anomalie. AC-2 sammelt und verarbeitet Daten der Rendezvous-Instrumente, darunter im sichtbaren und im infraroten Bereich arbeitende sowie ein Laser-Abstandsmesser. Daraufhin veranlasste ein automatisches Sicherheitssystem, dass sich ASTRO 120 Meter von NextSat entfernen sollte. Dies ist eine Sicherheitsroutine des Muttersatelliten, der eine Kollision während eines Dockingmanövers in jedem Falle verhindern soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Suche nach der Fehlerursache konnte das Bodenteam daraufhin nur noch beobachten, wie sich die Kontrollsoftware von ASTRO in den &#8222;freien Driftmodus&#8220; versetzte und damit die weitere Entfernung beider Satelliten auf über fünf Kilometer veranlasste. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von offizieller Seite wurde mittlerweile bekanntgegeben, dass es innerhalb des Computers AC-2 einen schweren Fehler gegeben habe. Versuche, ihn neu zu starten seien bisher fehlgeschlagen. Eine Vermutung des Teams ist, dass hochenergetische Strahlung für die Fehlfunktion verantwortlich sein könnte. Der Beweis dafür steht aber noch aus. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21052007202855_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21052007202855_small_2.jpg" alt="DARPA" width="260"/></a><figcaption>
NextSat nähert sich ASTRO, dem Fotografen 
<br>
(Bild: DARPA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Backup an Bord</strong>
<br>
Da auf dieser Mission auch der Austausch wichtiger Systemkomponenten getestet werden soll, befindet sich an Bord auch der Reservercomputer AC-3, der im Notfall für den ausgefallenen AC-2 einspringen könnte. Der Rechner AC-1 ist hingegen für die primären Navigationsaufgaben zuständig und funktioniert nach offiziellen Angaben einwandfrei. Das Team ist zuversichtlich, dass sich beide Satelliten schon in Kürze wieder vereinen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich hatte das Missionsteam vorgehabt, frei nach dem Motto <i>krabbeln &#8211; laufen &#8211; rennen</i> alle Elemente des Satellitenduos mit zunehmender Komplexität der Aufgaben zu testen. Durch die unfreiwillige Entfernung auf über fünf Kilometer ist man nun gezwungen, diese Pläne über den Haufen zu werfen, um den Fortgang der Mission zu gewährleisten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher hat <i>Orbital Express</i> bereits einen Betankungsversuch erfolgreich absolviert. Hierfür wurden Pump- und Drucktank-Techniken zwischen den beiden Raumfahrzeugen verwendet. Zudem wurde der Roboterarm von ASTRO dazu verwendet, eine Batterie am Partnersatelliten zu montieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission hat das Ziel, Techniken für autonome Manöver im All zu erproben, für die aktuell noch Menschen notwendig sind. Damit sollen unter anderen die Ambitionen der US-Amerikaner bei der ausgedehnten <i><a href="https://www.raumfahrer.net/eine-neue-mission-fuer-die-nasa/" data-wpel-link="internal">NASA Exploration Initiative</a></i> vorbereitet werden, um ein besseres Zusammenspiel menschlicher und robotischer Aufgaben im All zu ermöglichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update, 21. Mai 2007, 23.00 Uhr</strong>
<br>
Wie Spaceflightnow berichtet, sind die Computerprobleme an Bord von ASTRO mittlerweile behoben. Beide Satelliten hätten sich wieder angenähert und erfolgreich aneinander angedockt. 
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/orbital-express-computerfehler-fuehrt-zur-trennung/" data-wpel-link="internal">Orbital Express: Computerfehler führt zur Trennung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Gemini-Programm</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-gemini-programm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kopplung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumkapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Titan]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedereintritt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das US-amerikanische Gemini-Programm war weitaus mehr als die Fortführung der Mercury-Flüge auf höherem Niveau. Gemini stellte ein eigenständiges, qualitativ hochwertiges und ehrgeizig geplantes Raumfahrtprogramm dar. Dabei konnte man sich einerseits auf die mit Mercury gewonnenen Erfahrungen auf diesem Gebiet stützen, bekam aber gleichzeitig die Chance, neue Technologien &#8211; auch im Hinblick auf die bereits angekündigte [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/das-gemini-programm/" data-wpel-link="internal">Das Gemini-Programm</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das US-amerikanische Gemini-Programm war weitaus mehr als die Fortführung der Mercury-Flüge auf höherem Niveau. Gemini stellte ein eigenständiges, qualitativ hochwertiges und ehrgeizig geplantes Raumfahrtprogramm dar. Dabei konnte man sich einerseits auf die mit Mercury gewonnenen Erfahrungen auf diesem Gebiet stützen, bekam aber gleichzeitig die Chance, neue Technologien &#8211; auch im Hinblick auf die bereits angekündigte Mondlandung &#8211; zu erproben und das für ein solches Unternehmen nötige Know-How zu sammeln.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Felix Korsch</a>. Vertont von Dominik Mayer.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2005-08-01-94266.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/proj_drawing.jpg" alt="" width="416" height="291"/><figcaption>Gemini Projektkonzeption<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entwicklung</strong><br>Gemini wurde aus der Not geboren, wobei es der NASA möglich war, hieraus eine Tugend zu machen. Nach Einstellung der Mercury-Flüge würde, das war relativ früh klar, eine zeitliche Lücke von drei oder gar vier Jahren bis zum Beginn der Apollo-Missionen klaffen &#8211; wertvolle Jahre, die man dringend benötigte, um die erforderlichen Technologien, z. B. Kopplungsmechanismen, Lebenserhaltungssystem, EVA-Anzühe etc., zu erproben. Aus diesem Grund wurde ursprünglich angedacht, das bestehende Mercury-System zu einer zwei Mann fassenden Kapsel, genannt Mercury Mark II, zu erweitern. Der Vorteil: Durch den Rückgriff auf vorhandene Technik ließen sich Entwicklungskosten sparen und die Zeit bis zum Beginn des bemannten Apollo-Flugprogramms ließe sich nutzvoll überbrücken. Die wesentlichen Veränderungen hätten im Einbau eines zweiten Sitzes, der Montage einer leistungsfähigen Manövriereinheit und dem Einsatz einer bereits existierenden Oberstufe als Docking-Attrappe bestanden. Zum Vereinfachen des Handlings plante man außerdem an einer modularisierten Inneneinrichtung, die einen Austausch oder das Hinzufügen von Komponenten vereinfacht und Mercury Mark II zu einer leistungsfähigen Plattform für bemannte Raumflüge gemacht hätte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings führte die Entwicklung die &#8222;neue&#8220; Kapsel immer weiter weg vom Original. Zudem hätten sich Platzprobleme innerhalb der Kapsel ergeben, was die Forschungsarbeiten behindert hätte. Den Ausschlag gab auch der Mangel einer passenden Trägerrakete: die Masse der Mercury Mark II wäre ungleich höher ausgefallen als die der Mercury-Kapsel &#8211; kaum machbar für Mercury-Atlas. Auch wäre das neue System &#8222;inkompatibel&#8220; gewesen: durch den Einbau von leistungsfähigen Manövriertriebwerken hätte sich der Basisdurchmesser der Kapsel vergrößert, so dass Mercury Mark II nicht mehr auf das bisherige Trägersystem gepasst hätte. Die Folge war die Trennung von Mercury Mark II von Mercury und es entstand &#8222;Gemini&#8220; als separates Projekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Immerhin konnte man nun von Beginn an die Abmessungen und Masse der Kapsel auf das zu verwendende Trägersystem, die Titan II, anpassen und genau planen. Die Verwandtschaft mit Mercury beschränkte sich schließlich auf das Optische; Gemini war vielmehr ein wirklicher Schritt hin zu Apollo. Die Innenausstattung bot genügend Platz für zwei Konturenliegen sowie die Möglichkeit zur Durchführung kleinerer Experimente durch genügend Bewegungsfreiheit im Inneren. Viele Aspekte des Designs erinnerten unfreiwillig an militärische Systeme: Schleudersitze zum Ersetzen des Startturms als Rettungsmöglichkeit in den ersten Flugsekunden, Displays ähnlich denen in Kampfjets und ein Radar machten Gemini zu einer steuerbaren Konservenbüchse. Überhaupt stand bei der Entwicklung auch die Steuerbarkeit des gesamten Systems im Orbit wie beim Wiedereintritt weit oben, wobei die Air Force versuchte, maßgeblich Einfluss zu nehmen und für das eigene Raumfahrtprogramm, welches mit Dyna-Soar bereits auf der Streichliste stand, zu retten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da eine wirkliche Steuerung durch das kegelartige Design nicht ohne Weiteres möglich war, dachte man an die Einführung kleiner Deltaflügel. Daraus wurde der Einfachheit halber ein riesiger Paraglider. Durch ein solches Landeszenario wäre eine Landung auf dem Gebiet der USA möglich und man wäre nicht mehr an aufwendigen Such- und Bergungsaktionen auf hoher See angewiesen. Doch die Entwicklung dieses Subsystems verzögerte sich.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/gempatch.jpg" alt="" width="151" height="151"/><figcaption>Gemini Logo<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gestaltung als Ganzes war eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Nur 50% schwerer als Mercury konnte Gemini zwei Besatzungsmitglieder aufnehmen, besaß die Möglichkeit einer weitreichenden manuellen Steuerung und EVA-Luken. Allerdings: Diese Einsparungen machten das Handling schwierig. So bekam Gemini den Spitznamen &#8222;Gusmobile&#8220;, da in der Testphase der Astronaut Virgil &#8222;Gus&#8220; Grissom der Einzige war, der sich in die Kapsel zwängen konnte. An sich bot die Kapsel zwar genug Platz, doch die Anordnung der Instrumente und der Konturenliegen machten es beispielsweise unmöglich, sich innerhalb der Kapsel auszustrecken. Ein Umstand, der sich besonders bei den längeren Gemini-Missionen (u.a. 5 und 7) nachteilig auswirkte. Konnte man die Astronauten auf der Erde noch in die Sitze pressen, so war es eine extrem langwierige (und wohl auch schmerzhafte) Prozedur, bei Schwerelosigkeit nach einer EVA zurückzukehren, sich wieder in seinen Sitz zu zwängen und die Luke zu schließen. Aus diesem Grund war das Training der Gemini-Astronauten sehr hart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zwölf angesetzten, davon zehn bemannten Flüge wurden zu einem Erfolg für die NASA, auch wenn Gemini nicht ganz von Schwierigkeiten und brenzligen Situationen verschont wurde. Folgende Aufgaben erfüllte das Programm:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Durchführung erster Langzeitmissionen mit einer Länge von bis zu zwei Wochen</li><li>aktive Eingriffe in die Bahn des Raumschiffs, Erprobung der manuellen Steuerungssysteme</li><li>Durchführung und Simulation von Kopplungsszenarien</li><li>maßgebliche Erweiterung des Experimentalprogramms gegenüber Mercury</li><li>Ermöglichung von Weltraumausstiegen (EVAs)</li><li>teilweise gesteuerter Wiedereintritt der Kapsel</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technische Daten</strong><br>Das Raumschiff besteht aus drei Hauptkomponenten: einem sich nach vorn verjüngendem Kopplungszylinder, der konischen Wiedereintrittssektion und der weniger zylinderförmigen Gerätesektion. Zur Erde zurück kehrten jeweils nur die beiden erstgenannten Sektionen, wobei der Kopplungszylinder auch die Bergungseinrichtung beinhaltet. Beide Sektionen sind zusammen 3,4 Meter hoch/lang und besitzen einen Basisdurchmesser von 2,3 Metern. Die 2,3 Meter hohe Antriebs- und Gerätesektion mit einem maximalen Durchmesser von 3,05 Metern beinhaltet 16 Einzeltriebwerke. Mit Schüben zwischen 12 und 46 kg wurden sie hauptsächlich zur Bahnkorrektur und der Einleitung des Wiedereintritts benötigt. Zwecks Lagestabilisierung wurden 16 weitere kleine Düsen mit jeweils ca. 12 kg Schub rund um das Raumschiff angeordnet. Für die Energieproduktion sorgten schon damals sehr fortschrittliche Brennstoffzellen. Zwecks Masseeinsparung wurde fast das gesamte Raumschiff mit Titan- und Magnesiumlegierungen ummantelt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva_g5.jpg" alt="" width="377" height="378"/><figcaption>Außenbordeinsatz während Gemini 5<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Flugverlauf</strong><br>Es fanden insgesamt zwölf orbitale Einsätze von Gemini statt. Zehn davon waren mit jeweils zwei Astronauten bemannt.</p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Gemini 3</strong>: 23. März 1965. Virgil &#8222;Gus&#8220; Grissom, John Young.<br>Während nur drei Orbits (~4,9 Stunden) wurden erfolgreiche Bahnänderungen der Kapsel durchgeführt. Young schmuggelte übrigens unerlaubt ein Corned Beef-Sandwich an Bord, wofür beide später Schwierigkeiten bekamen.</li><li><strong>Gemini 4</strong>: 3. Juni 1965. James McDivitt, Edward White.<br>Während dieser 62 Erdumläufe umfassenden Mission führte Edward White nach dem Russen Alexej Leonow, der ihm zuvor kam, den ersten Ausstieg einer Amerikaners in den freien Raum (EVA: extra-vehicular activity) durch. Diese rund 21 Minuten währende Aktion litt unter großen Pannen und man entging einmal mehr nur knapp einer Katastrophe. Die sichere Landung erfolgte am 7. Juni.</li><li><strong>Gemini 5</strong>: 21. August 1965. Gordon Cooper, Charles Conrad.<br>Erstmals wurde hier ein länger währender Gemini-Flug durchgeführt, auf dem auch die für ein Rendezvous nötige Navigationssysteme erprobt wurden. An Bord kam es innerhalb der achttägigen Mission zu mehreren kritischen Situationen, die aber allesamt mit Bravour gemeistert werden konnten. Erstmals wurden Brennstoffzellen zur Energieerzeugung genutzt. Die beiden Raumfahrer brachten ihr Gefährt am 29. August wieder zu Boden.</li><li><strong>Gemini 7</strong>: 4. Dezember 1965. Frank Borman, James Lovell.<br>Diese Mission wurde zu einem vorläufigen Dauerflug-Rekord, der auch gegenüber den Russen bis 1970 verteidigt werden konnte. Interessant war dies im Hinblick auf die Mondmissionen: so konnte das Zusammenspiel der Crew über mehrere Tage hinweg und auf engstem Raum erprobt und die Möglichkeit eines Mondfluges bewiesen werden. Gemini 7 diente außerdem als Kopplungsziel für Gemini 6, welche aus technischen Gründen erst nach Gemini 7 startete. Nach 206 Erdumkreisungen oder 330,6 Stunden landete man sicher am 18. Dezember 1965.</li><li><strong>Gemini 6</strong>: 15. Dezember 1965. Walter Schirra, Thomas Stafford.<br>Die mit 16 Orbits nur knapp mehr als einen Tag dauernde Mission war äußerst erfolgreich: so näherte man sich Gemini 7 bis auf 30 cm und legte damit den Grundstein für spätere Kopplungsmanöver, wie sie für sämtliche Mondlande- und Raumstationsplanungen von Bedeutung waren.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/gt8.jpg" alt="" width="353" height="438"/><figcaption>Start von Gemini-Titan 8<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Gemini 8</strong>: 16. März 1966. Neil A. Armstrong, David Scott.<br>Zwar gelang die geplante Kopplung mit dem unbemannten Agena-Zielflugkörper, doch rund 20 Minuten später wurde durch einen Kurzschluss eine Lagestabilisierungsdüse in Funktion gesetzt, welche die Kapsel schnell und unkontrolliert rotieren ließ. Nur knapp entging man dabei einer Katastrophe. Die beiden Astronauten wirkten der Drehbewegung zuerst durch die Zündung einer gegenläufig gerichteten Düse per manueller Steuerung entgegen und koppelten dann von der Agena ab. Nach nur 6,5 Orbits bzw. 10,7 Stunden Flugzeit wurde eine Notlandung initiiert, um weiteren Problemen vorzubeugen.</li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Gemini 9</strong>: Thomas Stafford, Eugene Cernan.<br>Die Gemini 9-Mission wurde von der Backup-Crew durchgeführt, da die Stammcrew, Elliot See und Charles Bassett, bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam. Da die Agena-Oberstufe diesmal ihre Verkleidung nicht löste (es entstand das oft zitierte &#8222;Krokodil&#8220; im Weltall) kam es nicht zur Kopplung, sondern nur zu insgesamt drei Rendezvous. Während der 72-stündigen Mission wurde das Rendezvous-Manöver dreimal vollführt und &#8222;nebenbei&#8220; zwei EVAs ausgeführt.</li><li><strong>Gemini 10</strong>: 18. Juli 1966. John Young, Michael Collins.<br>Bei dieser Mission wurden gleich zwei Kopplungsziele angeflogen: zunächst kam es zu einer Kopplung mit Agena 10 und anschließend zu einem Rendezvous mit Agena 8. Dabei konnte das Triebwerk der Agena 10-Oberrstufe verwendet werden, um die Flughöhe des Gesamtkomplexes zu erhöhen. Die Rückkehr erfolge nach 70,8 Stunden respektive 43 Erdorbits</li><li><strong>Gemini 11</strong>: 12. September 1966. Charles Conrad, Richard Gordon.<br>Bei Gemini 11 wurde erneut ein Zielflugkörper angeflogen, diesmal aber durch ein Kabel mit der Gemini-Kapsel verbunden und er Gesamtkomplex in Rotation versetzt, um Erfahrungen mit der Schwerkraftstabilisierung zu sammeln. Außerdem wurde durch Einsatz der Agena-Triebwerke ein neuer Höhenrekord aufgestellt: 1372 km hoch lag kurzzeitig das Apogäum. Nebenbei vollführte Gordon einen &#8222;kompletten&#8220; Außenbordeinsatz und öffnete zweimal kurz die Luke ins All. Die Landung erfolgte sicher nach 44 Erdumkreisungen.</li><li><strong>Gemini 12</strong>: 11. November 1966. James Lovell, Edwin &#8222;Buzz&#8220; Aldrin.<br>Die letzte Mission im Rahmen des Gemini-Projekts sollte die gesammelten Erfahrungen praktisch umsetzen. Auf dem Flugplan standen deshalb Annäherungsmanöver, Kopplung, Bahnmanöver und Außenbordeinsätze. Doch daraus wurde nichts: nach der Kopplung stellte sich heraus, dass es in der Agena einen Defekt (Kurzschluss) geben musste, welchen weder Astronauten noch Bodenkontrolle zu jenem Zeitpunkt genauer spezifizieren konnten. Um jedes Risiko zu vermeiden brach man an dieser Stelle ab und verzichtete auf ein Anheben der Bahn. Dafür konnten die Astronauten während der knapp 95-stündigen Mission erstmals eine totale Sonnenfinsternis aus dem All fotografieren.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit Gemini zum Mond?</strong><br>Offenbar gab es innerhalb der NASA sogar Planungen, Gemini über das veranschlagte Flugpensum hinaus weiter einzusetzen und zu entwickeln. Mit der vorhandenen Gemini-Hardware und den zu jenem Zeitpunkt bereits gut erprobten Titan 3E- (um erneut militärischen Interessen gerecht zu werden) bzw. Saturn IVB-Trägern wäre es nämlich bereits 1966 möglich gewesen, den Mond bemannt zu umrunden. Laut NASA wäre es durch entsprechende Erweiterungen von Gemini zudem denkbar gewesen, bereits 1968 zum Mond zu fliegen und zulanden. Freilich mit gegenüber Apollo reduzierter Leistungsfähigkeit &#8211; aber zur Erinnerung: Gemini verschlang nur rund 5% der Kosten von Apollo und erforderte nicht die Entwicklung eines gigantischen Trägers wie der Saturn V.<br><br>Allerdings war es nicht nur die NASA als zivile Behörde, welche die Grundidee von Gemini hochhielt. Im Rahmen des MOL-Projekts (Manned Oribiting Laboratory), einer geplanten militärischen Raumstation zu Beginn der Siebziger Jahre, sollte Gemini als Zubringer eingesetzt werden. Überhaupt wurde Gemini durch seine großartige Konzeption und praktische Umsetzung zur Basis vieler Projekte. Nach den Apollo-Flügen fehlte leider das Geld, und mit der Entwicklung des Shuttles entsagte man dem bewährten &#8222;Blechbüchsen&#8220;-Prinzip. Gemini kam nach dem Absolvieren des 12teiligen Flugprogramms nicht mehr zum Einsatz. Auch zu einem Revival im Rahmen des militärischen MOL-Projekts kam es nicht mehr. Dennoch: Gemini war das fortschrittlichste und beeindruckendste Raumfahrtgerät seiner Zeit, ebnete den Weg zum Mond und ermöglichte den Amerikanern die Führungsübernahme im Wettlauf zum Mond.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen</strong><br></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="http://www.astronautix.com/g/gemini.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">http://www.astronautix.com/g/gemini.html</a></li><li><a href="http://www.astronautix.com/g/gemini.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">http://www.astronautix.com/g/gemini.html</a></li><li>Das NASA-Protokoll; S. 107ff.; Harro Zimmer</li><li>Stanek Raumfahrtlexikon 2001 auf CD-Rom; Bruno Stanek</li></ul>
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