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		<title>Inmarsat wählt den HummingSat von SWISSto12 als technologische Basis für sein I-8-Satelliten-Netzwerk im L-Band</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 May 2023 12:25:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Satellitenbetreiber kündigte jetzt an, im Jahr 2026 seine neuen Inmarsat-8-Kleinsatelliten zu starten, die wichtige Sicherheitsdienste bereitstellen und Fortschritte bei der Notfallortung unterstützen sollen. Eine Pressemitteilung von Inmarsat. Quelle: Inmarsat (19. Mai 2023) via Business Wire (20. Mai 2023). Lausanne, Schweiz –(BUSINESS WIRE)– Inmarsat, ein weltweit führender Anbieter von globalen, mobilen Satellitenkommunikationsdiensten, kündigte jetzt an, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Satellitenbetreiber kündigte jetzt an, im Jahr 2026 seine neuen Inmarsat-8-Kleinsatelliten zu starten, die wichtige Sicherheitsdienste bereitstellen und Fortschritte bei der Notfallortung unterstützen sollen. Eine Pressemitteilung von Inmarsat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Inmarsat (19. Mai 2023) via Business Wire (20. Mai 2023).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/I8announcementpressphotoSWISSto12.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="SWISSto12 HummingSat im GEO - künstlerische Darstellung. (Grafik: SWISSto12)" data-rl_caption="" title="SWISSto12 HummingSat im GEO - künstlerische Darstellung. (Grafik: SWISSto12)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/I8announcementpressphotoSWISSto1226.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">SWISSto12 HummingSat im GEO &#8211; künstlerische Darstellung. (Grafik: SWISSto12)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Lausanne, Schweiz –(BUSINESS WIRE)– Inmarsat, ein weltweit führender Anbieter von globalen, mobilen Satellitenkommunikationsdiensten, kündigte jetzt an, dass SWISSto12, einer der am schnellsten wachsenden Dienstleister in der europäischen Luft- und Raumfahrt, seine neue achte Satellitengeneration entwickeln wird. Die drei I-8-Satelliten erhöhen die Ausfallsicherheit des Netzes und sichern die Zukunft der weltweiten L-Band-Sicherheitsdienste von Inmarsat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SWISSto12 mit Sitz in der Schweiz wird seine Satellitenplattform HummingSat in Verbindung mit einzigartigen 3D-Drucktechnologien und spezialisierten Hochfrequenz- und Nutzlastprodukten für die Entwicklung und Herstellung der geostationären Satelliten nutzen, die bis 2026 starten sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Volumen von gerade einmal 1,5 Kubikmetern wird für die I-8-Satelliten die innovative neue Klasse der SWISSto12-Satelliten zum Einsatz kommen. Obwohl ihr Formfaktor nur einem Fünftel des Volumens herkömmlicher geostationärer Satelliten entspricht, lassen sich mit ihnen dennoch kritische Sicherheitsdienste zuverlässig bereitstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei L-8-Satelliten werden weiterhin die zusätzliche Resilienzebene für die bestehende Konstellation und die beiden Inmarsat-Satelliten der Generation I-6 bilden, die im Dezember 2021 und im Februar 2023 gestartet wurden. Im März 2023 teilte Inmarsat mit, dass der erste Satellit (I-6 F1) die Tests mit Bodenstationen in Westaustralien erfolgreich absolviert hat und inzwischen Ka-Band-Dienste für die schnell wachsende Region Asien-Pazifik anbietet. Das Unternehmen wird im Laufe des Jahres 2023 mit der Inbetriebnahme seiner Kapazitäten im L-Band und der Bereitstellung von Diensten für den Wechsel zum neuen Satelliten beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Satellit (I-6 F2), der im Februar 2023 gestartet wurde, wird voraussichtlich Anfang 2024 seinen Betrieb über Europa, Afrika und weiten Teilen von Gesamtamerika aufnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder I-8-Satellit wird zugleich die Geschichte von Inmarsat beim Start und Betrieb von Funknavigationstranspondern für Regierungen und internationale Raumfahrtbehörden fortschreiben. Mit diesen Transpondern können Dienste von satellitenbasierten Ergänzungssystemen (Satellite-Based Augmentation Systems, SBAS) auf der ganzen Welt bereitgestellt werden, die beispielsweise von Fluglotsen oder der Küstenwache genutzt werden können. Bei SBAS werden Satellitenverbindungen, landgestützte Infrastrukturen und Software eingesetzt, um die Standardgenauigkeit von GPS/Galileo von 5 bis 10 Metern auf bis zu 10 cm zu erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine so präzise Ortung könnte eine punktgenaue Sicherheitsnavigation bei Flugzeugen ermöglichen oder Rettungsdiensten dabei helfen, in Seenot geratene Schiffe schneller zu erreichen. Denkbar wären auch eine Fülle industrieller Innovationen wie die Geräteverfolgung in der Landwirtschaft oder der Aufbau fortschrittlicher, automatisierter Transportmanagementsysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die I-8-Satelliten werden die weltumspannenden Inmarsat-Sicherheitsdienste bis in die 2040er Jahre hinein gewährleisten. Das Unternehmen wurde 1979 unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen speziell für die Bereitstellung von hoch zuverlässigen Sicherheits-Kommunikationsdiensten gegründet. Heute verlassen sich rund 1,6 Millionen Seeleute und über 200 Fluggesellschaften auf das globale L-Band-Netzwerk von Inmarsat, das Tag für Tag eine Verfügbarkeit von 99,9 % bietet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Inmarsat-8-Programm ist Bestandteil der vollständig finanzierten Technologie-Roadmap von Inmarsat, nach der bis 2025 fünf neue Satellitennutzlasten zum Ausbau des Inmarsat-Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetzes Global Xpress (GX) vorgesehen sind. Der Start der softwaredefinierten Satelliten GX 7, 8 und 9 ist für 2025 geplant, während die Satelliten GX10a und b voraussichtlich ab dem ersten Halbjahr 2024 die Polargebiete abdecken werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peter Hadinger, Chief Technology Officer von Inmarsat, sagte: “Jeden Tag verlassen sich Menschen rund um den Globus auf die Dienste von Inmarsat. Unsere Kunden müssen anspruchsvolle und nicht selten sicherheitskritische Missionen bewältigen und setzen dabei auf unsere Satellitentechnologie für Verbindungen, die den entscheidenden Unterschied machen können. Die I-8-Satelliten werden nicht nur unsere bestehenden Fähigkeiten für die Zukunft stärken, sondern auch immer fortschrittlichere Sicherheitsinnovationen wie SBAS ermöglichen, was letztlich dazu beitragen kann, mehr Menschenleben zu retten. Wir haben uns für SWISSto12 entschieden, weil dieses Unternehmen über die bahnbrechende Technologie verfügt, mit der dieses Vorhaben realisiert werden kann.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Emile de Rijk, CEO von SWISSto12, sagte: “Wir freuen uns sehr, dass sich Inmarsat für SWISSto12 als Partner für sein richtungsweisendes I-8-Programm entschieden hat. Dies zeigt, dass wir mit HummingSat eine hochmoderne neue Klasse von kleinen geostationären Satelliten mit Konnektivitätsfunktionen geschaffen haben, die in der Welt führend sind, aber nur einen Bruchteil der Kosten verursachen. Unsere proprietäre 3D-Drucktechnologie für Hochfrequenz-Nutzlasten versetzt uns in die Lage, die Grenzen bestehender Kapazitäten zu erweitern und sowohl neue als auch bestehende Geschäftsmodelle für die geostationäre Satellitenkommunikation zu bedienen. Dies ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, alle Winkel der Welt besser miteinander zu vernetzen und die Kommunikation zwischen ihnen besser zu schützen.”</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Inmarsat</strong><br>Inmarsat stellt weltweit führende, innovative, fortschrittliche und außerordentlich zuverlässige globale mobile Kommunikationsdienste zur Verfügung, die in der Luft, auf See und an Land genutzt werden können. Damit lässt sich eine neue Generation kommerzieller, staatlicher und unternehmenskritischer Dienste realisieren. Inmarsat treibt die Digitalisierung der Schifffahrtsindustrie voran und macht so die Betriebsabläufe effizienter und sicherer als je zuvor. Damit läutet das Unternehmen für die Luftfahrt eine neue Ära der Fluggast-Bordservices ein und sorgt dafür, dass Flugzeuge mit einem Maximum an Effizienz und Sicherheit fliegen können. Darüber hinaus ermöglicht Inmarsat ie zügige Ausbreitung des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT) und die nächste Welle weltverändernder Technologien, die die vernetzte Gesellschaft unterstützen und zum Aufbau einer nachhaltigen Zukunft beitragen werden. Gegenwärtig entwickelt Inmarsat das erste multidimensionale Kommunikationsnetz der Zukunft, ORCHESTRA.<br>Im November 2021 kündigten Inmarsat und Viasat den geplanten Zusammenschluss der beiden Unternehmen an, um einen neuen Marktführer auf dem Gebiet der globalen Kommunikation zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über SWISSto12</strong><br>SWISSto12 ist ein führender Hersteller von fortschrittlichen Satellitennutzlasten und -systemen, darunter der HummingSat, ein kleiner, aber leistungsstarker geostationärer Telekommunikationssatellit, der in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation (European Space Agency, ESA) im Rahmen ihres öffentlich-privaten Partnerschaftsprogramms entwickelt wurde. Der erste kommerzielle HummingSat-Kunde wurde im November 2022 gemeldet. Die Satelliten und Nutzlasten des Unternehmens profitieren von einzigartigen und patentierten 3D-Drucktechnologien und zugehörigen Designs von Hochfrequenzprodukten (HF-Produkten), die leichte, kompakte, hochleistungsfähige und wettbewerbsfähige HF-Funktionen bieten. Neben seinem Raumfahrtportfolio ist das Unternehmen auch in den Bereichen Telekommunikation, Überwachung und Radaranwendungen für die Luftfahrtindustrie tätig. SWISSto12 hat sich in Europa, den USA und Israel wirtschaftlich erfolgreich entwickelt und gehört heute zu den am schnellsten wachsenden Luft- und Raumfahrtunternehmen in Europa. SWISSto12 ging 2011 als Spin-off aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (École Polytechnique Fédérale de Lausanne, EPFL) hervor, befindet sich in Privatbesitz und wird von prominenten schweizerischen und europäischen Investoren unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19638.msg549554#msg549554" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Inmarsat</a></li>
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		<title>DLR: Radarmessungen für effiziente Agrarwirtschaft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-radarmessungen-fuer-effiziente-agrarwirtschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2022 11:06:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zusammen mit dem italienischen Forschungspartner IREA führt das DLR zwei Radar-Messkampagnen über dem Gebiet der Tavoliere-Ebene durch. Die Forschenden entwickeln neue Radartechnologien zur Messung von Bodenfeuchte, die dabei helfen sollen für eine effizientere Wasserwirtschaft zu sorgen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 7. Juni 2022. 7. Juni 2022 &#8211; [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Zusammen mit dem italienischen Forschungspartner IREA führt das DLR zwei Radar-Messkampagnen über dem Gebiet der Tavoliere-Ebene durch. Die Forschenden entwickeln neue Radartechnologien zur Messung von Bodenfeuchte, die dabei helfen sollen für eine effizientere Wasserwirtschaft zu sorgen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 7. Juni 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DO228mitFSARRadarDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DO228mitFSARRadarDLRCCBYNCND3060.jpg" alt=""/></a><figcaption>Forschungsflugzeug Dornier DO228 mit F-SAR Radarsensor an Bord. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">7. Juni 2022 &#8211; Dürre und Trockenperioden bedrohen zunehmend den Ackerbau. In Europa betrifft das insbesondere die Mittelmeer-Region mit ihren bedeutenden Obst-, Gemüse- und Getreideflächen. Um angesichts des globalen Klimawandels Ernten weiterhin zu sichern, muss die Wasserversorgung angepasst werden. Ein wichtiger Faktor ist die Bodenfeuchte. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) testet neue Radartechnologien, die es ermöglichen sollen, die Feuchtigkeitsverteilung in Pflanzen und den obersten Bodenschichten abzubilden, um gezielt Maßnahmen einleiten zu können. Gemeinsam mit dem italienischen Institut für Elektromagnetische Umweltsensorik IREA haben die Forschenden im April 2022 die erste von zwei mehrtägigen Testkampagnen in Italien durchgeführt. Die zweite Kampagne findet vom 14. bis 17. Juni 2022 statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erhobenen Daten dienen dazu, Verfahren zur Ableitung des Informationsprodukts &#8222;Bodenfeuchte&#8220; in Hinblick auf aktuelle wie zukünftige europäische Radarsatellitenmissionen anzuwenden und zu testen. Die Verteilung der Bodenfeuchte in der abgebildeten Region wird in Form einer Karte geografisch dargestellt. Die Ergebnisse der Messkampagnen sind insbesondere für die Radarsatellitenmission Tandem-L von Bedeutung, die zukünftig die Bodenfeuchte neben anderen Klimavariablen global in den Blick nehmen könnte.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TestgebietFoggiaDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TestgebietFoggiaDLRCCBYNCND3060.jpg" alt=""/></a><figcaption>Luftaufnahme des Testgebiets bei Foggia. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kritischer Wasserhaushalt: Testgebiet Tavoliere</strong><br>Als Testgebiet nutzt das Team landwirtschaftliche Flächen in der Tavoliere-Ebene: Das Gebiet ist für seinen kritischen Wasserhaushalt bekannt und erstreckt sich über etwa 4.000 Quadratkilometer. Die Tavoliere ist begrenzt durch den Gargano Nationalpark im Norden, den Daunia-Bergen im Westen, und der Adria. Während der Gargano und die Daunia-Berge klimatisch feuchtere Gebiete sind, herrscht im Bereich des Tavoliere das typische, halbtrockene Mittelmeerklima mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von 450 Millimeter. Der Boden wird hauptsächlich als Ackerland genutzt. Die wichtigsten saisonalen Anbauprodukte sind Hartweizen, Tomaten, Pferdebohnen, Spargel, Kichererbsen und Artischocken. Um die Wasserversorgung zu sichern, ist es für die Wasserwirtschaft unabdingbar, detaillierte Kenntnisse über vorhandene oberirdische Gewässer und die Feuchtigkeitsverteilung zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Flugzeug-Radarmessungen mit F-SAR</strong><br>Im April führte das deutsch-italienische Forschungsteam an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Messungen des Wassergehalts in der Vegetation und der oberen Bodenschicht durch. Zeitgleich überflog es die Flächen mit dem F-SAR-System des DLR. In vier langen Flügen erstellte das Radarsystem an Bord des DLR-Forschungsflugzeugs Dornier DO228 simultan Aufnahmen in den Frequenzbereichen C- und L-Band, was eine bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse ermöglicht. Aus den Radardaten wird die Verteilung der Feuchte in Vegetation und Boden abgeleitet sowie deren Veränderungen über einen bis zu 30-stündigen Zeitraum verfolgt. Eine Bewertung der Qualität der Radarmessergebnisse erfolgt durch Vergleich mit den &#8222;in-situ&#8220; Messungen am Boden, unter Verwendung einer aktuellen Landnutzungskarte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der ersten Messkampagne. Die Messungen konnten bei guten Bedingungen durchgeführt werden. Probeweise prozessierte SAR-Daten zeigen eine gute Qualität. Wir erhoffen uns für die zweite Messkampagne einen ebenso guten Verlauf&#8220;, sagt Projektleiter Ralf Horn vom DLR-Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/apulienhterralDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/apulienhterralDLRCCBYNCND3060.jpg" alt=""/></a><figcaption>L-Band-Radarbild des Testgebiets bei Foggia. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschenden wählten unterschiedliche Agrarflächen für die Bodenmessungen aus, darunter auch ein brachliegendes Feld. Künstliche Bewässerung wurde nach einem bestimmten Zeitplan gezielt eingesetzt, um eine Abtrocknung im Zeitverlauf beobachten zu können. Im Juni werden die Messungen wiederholt, um unter anderem dabei zu helfen jahreszeitlich bedingte Veränderungen der Bodenfeuchte festzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Simulation zukünftiger Satellitenradarkonzepte</strong><br>Radarsensoren auf einem Flugzeug liefern vergleichbare Daten wie Systeme an Bord von Satelliten. Das F-SAR-Instrument an Bord der Dornier DO228 wurde insbesondere dafür entwickelt, die Datenqualität zukünftiger Satellitenradare zu simulieren. So nahm das DLR-Team bei ihren Messflügen Bildserien in einem bestimmten zeitlichen Rhythmus auf. Diese multi-temporalen, über zwei Stunden langen Radarbildfolgen werden so verarbeitet, dass zum Schluss Radarbilder entstehen, wie sie ein Hydroterra-Satellit künftig aus dem All erzeugen würde. Im Rahmen einer laufenden ESA-finanzierten Studie soll nun untersucht werden, mit welcher Qualität sich Informationen über die sich ändernde Feuchte in Vegetation und Boden aus den simulierten Hydroterra-Bildern extrahieren lassen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/tandemlsatsinspaceartDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/tandemlsatsinspaceartDLRCCBYNCND3060.jpg" alt=""/></a><figcaption>Künstlerische Darstellung der Tandem-L-Satelliten im Orbit. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tandem-L: Globales Umweltbeobachtungssystem für morgen</strong><br>Die aktuelle Messkampagne steht in enger Verbindung mit Tandem-L, einem Vorschlag des DLR für eine hochinnovative satellitengestützte Radarmission zur Umweltbeobachtung. Eine Konstellation aus zwei L-Band Radarsatelliten soll Daten mit einer bisher nicht erreichten Qualität und Auflösung liefern. Eine Vielzahl dynamischer Prozesse in Bio-, Geo-, Kryo- und Hydrosphäre würden erfasst werden. Speziell im Bereich der Hydrosphäre wäre eine regelmäßige feinskalige Messung der oberflächennahen Bodenfeuchte zur Erforschung des weltweiten Wasserkreislaufs möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tandem-L könnte im Wochenrhythmus eine aktuelle Abbildung der gesamten Landmasse der Erde in 3D liefern und dabei gleichzeitig mehrere für die Klimamodellierung relevante Parameter messen. So würde die Radarmission maßgeblich zum besseren Verständnis von Prozessen dienen, die heute als Treiber der globalen Klimaänderung gesehen werden. Die gewonnenen Informationen sollen Politik und Gesellschaft befähigen, auf lokaler, regionaler wie auch globaler Ebene die bestmöglichen Handlungsentscheidungen zu treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die Partner</strong><br>IREA, das italienische Institut für elektromagnetische Umweltsensorik, ist Teil des italienischen Nationalen Forschungsrats CNR, in dem es sich im Bereich „Earth System Science and Environmental Technology“ engagiert. IREA wurde bei den Bodenmessungen durch CREA, dem Rat für landwirtschaftliche Forschung und Wirtschaft, unterstützt. Der Forschungsrat unterhält in der Tavoliere-Ebene bei Foggia zwei Versuchsfarmen mit angegliederten landwirtschaftlichen Testflächen. So sind dort unter anderem Wetterstationen und Zusatzdaten zu Bodenbedeckung und Bodentextur verfügbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Messflüge ist das DLR-Forschungsflugzeug DO228 D-CFFU im Einsatz. Die Dornier wird überwiegend zur Fernerkundung eingesetzt und von der DLR-Einrichtung Flugexperimente in Oberpfaffenhofen betrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=916.msg533071#msg533071" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Erde</a></li></ul>
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		<title>Airbus: 1. Inmarsat-6-Satellit nach Japan verschifft und bereit zum Start</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/airbus-1-inmarsat-6-satellit-nach-japan-verschifft-und-bereit-zum-start/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Nov 2021 11:49:06 +0000</pubDate>
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		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=104083</guid>

					<description><![CDATA[<p>Inmarsat I-6 F1 ist ein Mobilfunksatellit der nächsten Generation mit dualer L- und Ka-Band-Nutzlast. Er wird Teil des schrittweisen Ausbaus der Fähigkeiten und Kapazitäten der L-Band-Dienste von Inmarsat. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space. Quelle: Airbus Defence and Space. Toulouse, 22. November 2021 &#8211; Der erste von Airbus gebaute Inmarsat-6-Satellit, I-6 F1, wurde von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Inmarsat I-6 F1 ist ein Mobilfunksatellit der nächsten Generation mit dualer L- und Ka-Band-Nutzlast. Er wird Teil des schrittweisen Ausbaus der Fähigkeiten und Kapazitäten der L-Band-Dienste von Inmarsat. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Airbus Defence and Space.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Airbus22112021bAirbusPIGEYRE.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Airbus22112021bAirbusPIGEYRE26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Inmarsat-6 F1 am Kran. (Bild: Airbus-PIGEYRE)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Toulouse, 22. November 2021 &#8211; Der erste von Airbus gebaute Inmarsat-6-Satellit, I-6 F1, wurde von Airbus in Toulouse nach Tanegashima in Japan transportiert, wo er für den Start bereitsteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Satellit der Inmarsat-6-Serie soll im Dezember mit einer von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) gebauten H-IIA-Trägerrakete gestartet werden. Inmarsat-6 F1 basiert auf dem äußerst zuverlässigen Satelliten Eurostar E3000 von Airbus und wird der 54. gestartete Eurostar E3000 sein. Es ist der fünfte Eurostar, der mit einem elektrischen Antrieb für den Aufstieg in die Erdumlaufbahn ausgestattet ist und damit die Position von Airbus als Weltmarktführer bei elektrischen Antrieben stärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geringere Masse durch den Einsatz elektrischer Antriebe ermöglicht eine Mission mit zwei Nutzlasten (Ka- und L-Band) und einer außergewöhnlich großen, digital verarbeiteten Nutzlast der nächsten Generation, die Inmarsat, dem führenden Anbieter globaler mobiler Satellitenkommunikationsdienste, mehr Flexibilität bietet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">François Gaullier, Leiter von Telecom Systems bei Airbus, sagte: &#8222;Inmarsat-6 F1 verfügt über eine der anspruchsvollsten digital verarbeiteten Nutzlasten, die wir je gebaut haben, und bietet bemerkenswerte Flexibilität, Leistungsfähigkeit und Kapazität. Als langjähriger Zulieferer von Inmarsat, der bereits die Satelliten Inmarsat-4 und Alphasat gebaut hat, ist Airbus stolz darauf, Inmarsat auch weiterhin dabei zu unterstützen, mit diesem Leistungssprung durch Inmarsat-6 an der Spitze zu bleiben.&#8220;</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Airbus22112021aAirbusPIGEYRE.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Airbus22112021aAirbusPIGEYRE26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Inmarsat-6 F1 wird in Transportcontainer verpackt. (Bild: Airbus-PIGEYRE)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Inmarsat-6 verfügt über eine große L-Band-Antenne mit 9 m Öffnungsweite und neun Multibeam-Antennen für das Ka-Band und zeichnet sich durch ein hohes Maß an Flexibilität und Konnektivität aus. Der modulare Digitalprozessor der neuen Generation bietet volle Routing-Flexibilität über bis zu 8000 Kanäle und eine dynamische Leistungszuweisung an mehr als 200 Spot-Beams im L-Band. Ka-Band-Spot-Beams werden über die gesamte Erdscheibe steuerbar sein, mit flexibler Zuordnung von Kanal zu Beam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die erhöhte Kapazität und Flexibilität wird der Satellit Inmarsat in die Lage versetzen, fortschrittlichere L-Band-Dienste anzubieten, einschließlich sehr kostengünstiger mobiler Dienste und IoT-Anwendungen für bestehende und zukünftige Kunden im Mobilitätssektor zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Inmarsat-6 wird die von ELERA (*) angebotenen L-Band-Dienste ergänzen und verbessern und eine Ka-Band-Mission in Angriff nehmen, um den weltweit verfügbaren Hochgeschwindigkeits-Breitbanddienst von Inmarsat &#8211; Global Xpress &#8211; zu erweitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die von Airbus getätigten Investitionen in Plattform- und Nutzlasttechnologien für Inmarsat-6 werden von der Europäischen Weltraumorganisation und nationalen Agenturen, insbesondere der britischen Weltraumorganisation und CNES, unterstützt. Inmarsat- 6 wird eine Startmasse von 5,5 Tonnen, eine Leistung von 21 kW und eine Lebensdauer von mehr als 15 Jahren haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19134.msg523108#msg523108" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Inmarsat-6 F1 mit HII-A von Tanegashima</a></li></ul>
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		<title>Inmarsat I-6 F1 und F2 bei Airbus bestellt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/inmarsat-i-6-f1-und-f2-bei-airbus-bestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Dec 2015 17:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus Defence and Space]]></category>
		<category><![CDATA[Global Xpress]]></category>
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		<category><![CDATA[I-6 F2]]></category>
		<category><![CDATA[Inmarsat]]></category>
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		<category><![CDATA[L-Band]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus Defence and Space teilte am 24. Dezember 2015 mit, dass er mit dem Bau der beiden Kommunikationssatelliten I-6 F1 und F2 für den Satellitenbetreiber Inmarsat beauftragt wurde. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. / 25. Dezember 2015, 18:35 Uhr. Quellen: Airbus Defence and Space, British Broadcasting Corporation, Inmarsat Die britische [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-f16fd997">Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus Defence and Space teilte am 24. Dezember 2015 mit, dass er mit dem Bau der beiden Kommunikationssatelliten I-6 F1 und F2 für den Satellitenbetreiber Inmarsat beauftragt wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.   / 25. Dezember 2015, 18:35 Uhr.  Quellen: Airbus Defence and Space, British Broadcasting Corporation, Inmarsat </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-569dd783"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Inmarsat6AirbusDefenceandSpaceSAS20151500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="169" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Inmarsat6AirbusDefenceandSpaceSAS2015300.jpg" alt="" class="wp-image-10065"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Inmarsat I-6 Satellit im All &#8211; Illustration
(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die britische Rundfunkanstalt British Broadcasting Corporation (BBC) meldete, der Auftragswert für die voraussichtlich in Portsmouth und Stevenage im Süden Englands herzustellenden Satelliten liege bei grob geschätzt insgesamt rund 550 Millionen Euro (bzw. ~405 Millionen Pfund Sterling oder ~600 Millionen US-Dollar).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zwei neuen Satelliten sind die ersten einer neuen Generation von Raumfahrzeugen für Inmarsat und sind insbesondere für Verbindungen mit mobilen Kommunikationsgeräten und Stationen gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der eigenen Angaben zufolge weltweit zweitgrößte Raumfahrtkonzern wird die bisher vielseitigsten Raumfahrzeuge für Inmarsat entwerfen, entwickeln und schließlich in seinen Werken entstehen lassen. Inmarsat I-6 F1 und F2 sollen auf der Plattform Eurostar 3000e von Airbus Defence and Space basieren. In der Bezeichnung des Satellitenbusses steht das &#8222;e&#8220; für &#8222;electric&#8220;. An Bord der neuen Satelliten werden sich ausschließlich elektrische Triebwerke befinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden neuen Raumfahrzeuge profitieren von der elektrischen Antriebstechnik insbesondere in der Art, dass durch die geringere Treibstoffmenge, die für die vorgesehene Missionsdauer mitgeführt werden muss, Massebudget anderweitig verplant werden kann und im konkreten Fall einer außerordentlich umfangreichen fortschrittlichen digitalen Kommunikationsnutzlast zu Gute kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inmarsat will die Satelliten als Erweiterung und Ergänzung seines im L-Band arbeitenden Satellitenkommunikationsnetzes einsetzen. Letzteres besteht aktuell aus den von Airbus Defence and Space bzw. Astrium gebauten Kommunikationssatelliten Alphasat alias Inmarsat-4A F4 sowie Inmarsat-4 F1 bis F3.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im K<sub>a</sub>-Band-Bereich sollen Inmarsat I-6 F1 und F2 als Verstärkung von Inmarsats Global-Xpress-Netzwerk der Inmarsat-5-Serie fungieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Satelliten erhalten jeweils einen großen Antennenreflektor für das L-Band und neun jeweils für mehrere Ausleuchtzonen gleichzeitig verwendbare K<sub>a</sub>-Band-Antennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neuartige digitale Multiplexer sollen es ermöglichen, bis zu 8.000 Kanäle gleichzeitig flexibel zur Verfügung zu stellen und über 200 gerichtete Ausleuchtzonen (spot beams) im L-Band dynamisch mit der jeweils gerade benötigten Leistung zu versorgen. Ausleuchtzonen im K<sub>a</sub>-Band sollen sich auf alle Regionen der sichtbaren Erdscheibe ausrichten und mit einer bedarfsangepassten Kanalanzahl betreiben lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start von Inmarsat I-6 F1 ist nach aktuellem Planungsstand für das Jahr 2020 vorgesehen und erfolgt möglicherweise auf einer Rakete von SpaceX. Das elektrische Antriebssystem des Satelliten wird anschließend zwischen vier und sechs Monate benötigen, um den Satelliten in den Geostationären Orbit (GEO) und dort auf die vorgesehene Position zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Auslegungsbetriebsdauer des Inmarsat I-6 F1, bei dem es sich um das 50. auf dem Bus E3000 basierende georderte Raumfahrzeug handelt, nennt Airbus Defence and Space über 15 Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4216.msg349068#msg349068" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">neue Verträge</a></li>
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		<title>ILS soll Mexsat 1 auf einer Proton ins All bringen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ils-soll-mexsat-1-auf-einer-proton-ins-all-bringen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 08:26:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 9. März 2012 wurde bekannt, dass das mexikanische Ministerium für Kommunikation und Transport (Secretara de Comunicaciones y Transportes, SCT) den Startprovider International Launch Services (ILS) beauftragt hat, den Kommunikationssatelliten Mexsat 1 auf einer Proton-Rakete in den Weltraum zu transportieren. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boeing, ILS. Mexsat 1 wird eine Startmasse von rund [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 9. März 2012 wurde bekannt, dass das mexikanische Ministerium für Kommunikation und Transport (Secretara de Comunicaciones y Transportes, SCT) den Startprovider International Launch Services (ILS) beauftragt hat, den Kommunikationssatelliten Mexsat 1 auf einer Proton-Rakete in den Weltraum zu transportieren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boeing, ILS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032012092612_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032012092612_small_1.jpg" alt="Boeing" width="260"/></a><figcaption>
Mexsat 1 über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Boeing)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mexsat 1 wird eine Startmasse von rund 5.800 Kilogramm haben, hat er seine vorgesehene Position im Geostationären Orbit erreicht und den Betrieb aufgenommen, wird seine Masse noch rund 3.200 Kilogramm betragen. Das Raumfahrzeug ist eine Konstruktion des US-amerikanischen, in El Segundo im Bundesstaat Kalifornien ansässigen Satellitenherstellers Boeing Space and Intelligence Systems (BSS) und basiert auf der Plattform 702 HP. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommunikationsnutzlast von Mexsat 1 soll mit Transpondern für das K<sub>u</sub>&#8211; und das L-Band ausgerüstet werden. Für Verbindungen im K<sub>u</sub>-Band erhält Mexsat 1 eine Antenne mit einem Reflektordurchmesser von rund 2 Metern, für im L-Band-Bereich abzuwickelnde Mobilfunkkommunikation eine Antenne mit einem Reflektordurchmesser von ca. 22 Metern. 
<br>
Die beiden mit je 5 Segmenten ausgestatteten Solarzellenausleger des Satelliten mit UTJ-Galliumarsenid-Zellen werden nach Angaben von Boeing in der Lage sein, die Satellitensysteme und die Kommunikationsnutzlast mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 14 Kilowatt zu versorgen, am Ende der Auslegungsbetriebsdauer sollen immer noch 13 Kilowatt zur Verfügung stehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützen sollen das Stromversorgungssystem an Bord von Mexsat 1 Lithium-Ionen-Akkumulatoren des Herstellers Saft, die aus Zellen vom Typ VES140S aufgebaut sind. Die Akkumulatoren haben insbesondere in zwei jeweils rund 45 Tage dauernden Betriebsphasen pro Jahr, während derer die Solarzellenausleger nicht oder nicht ausreichend von der Sonne beschienen werden, die Aufgabe, den Strom für einen ununterbrochenen Betrieb aller Bordsysteme zu liefern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mexikos Regierung will Mexsat 1 einsetzten, um Mexiko und die umliegenden Regionen mit einer großen Bandbreite von Telekommunikationsdiensten zu versorgen. Stationieren möchte man Mexsat 1 bei 113 Grad West im Geostationären Orbit. 15 Jahre lang soll sich der Satellit dann dort betreiben lassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start von Mexsat 1 von Baikonur in Kasachstan aus ist derzeit für 2013 oder 2014 geplant. Gelingen Start und Inbetriebnahme des Satelliten wie gewünscht, wird er Teil einer von Boeing entwickelten Satellitenkonstellation namens Mexican Satellite System (MEXSAT), die einmal neben den von BSS konstruierten Satelliten Mexsat 1 und Mexsat 2 auch den von der Orbital Sciences Corporation (OSC) gebauten Mexsat 3 umfassen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/arianespace-soll-mexsat-3-ins-all-bringen/" data-wpel-link="internal">Arianespace soll Mexsat 3 ins All bringen (03. Oktober 2011)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ils-soll-mexsat-1-auf-einer-proton-ins-all-bringen/" data-wpel-link="internal">ILS soll Mexsat 1 auf einer Proton ins All bringen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>SkyTerra 1 an Betreiber LightSquared übergeben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/skyterra-1-an-betreiber-lightsquared-uebergeben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 07:55:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Antenne]]></category>
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		<category><![CDATA[SkyTerra 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 14. Februar 2011 gab der Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing bekannt, dass er den Kommunikationssatelliten SkyTerra 1 nach Abschluss aller Tests an seinen Betreiber LightSquared aus Reston, Virgina übergeben hat. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boieng Space &#38; Intelligence Systems, LightSquared, SkyTerra Communications. Für LightSquared ist es nun möglich, mit seinem neuen weltraumbasierten Netzwerk [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/skyterra-1-an-betreiber-lightsquared-uebergeben/" data-wpel-link="internal">SkyTerra 1 an Betreiber LightSquared übergeben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 14. Februar 2011 gab der Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing bekannt, dass er den Kommunikationssatelliten SkyTerra 1 nach Abschluss aller Tests an seinen Betreiber LightSquared aus Reston, Virgina übergeben hat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boieng Space &amp; Intelligence Systems, LightSquared, SkyTerra Communications.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für LightSquared ist es nun möglich, mit seinem neuen weltraumbasierten Netzwerk (SBN, space-based network), das auf SkyTerra 1 und einer großen Anzahl von Mobilfunkzellen am Boden aufbaut, Kunden in den meisten Regionen der Vereinigten Staaten und Kanadas mit mobilen Breitbandinternetdiensten zu versorgen. Datendienstfähige Mobiltelefone, PDAs und andere mobile Kommunikationsgeräte sollen unterstützt werden. Geplant ist, im zweiten Halbjahr 2011 kommerziellen Einsatz des Netzwerks mit dem darin integrierten SkyTerra 1 aufzunehmen. 
<br>
SkyTerra 1 steht im Geostationären Orbit bei 101,3 West Grad über Nordamerika. Das von Boeing im kalifornischen El Segundo gebaute Raumfahrzeug mit einer Startmasse von 5.360 Kilogramm war am 14. November 2010 auf einer vom International Launch Service (ILS) vermarkteten Proton-Rakete vom kasachischen Baikonur aus in den Weltraum gebracht worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Aussetzen des Satelliten gab es zunächst Schwierigkeiten beim Entfalten der von der Harris Corporation aus Melbourne in Florida (USA) entwickelten und gebauten L-Band-Antenne. Ein Funktionieren der im entfalteten Zustand 22 Meter durchmessenden Antenne ist unabdingbar für einen erfolgreichen Einsatz von SkyTerra 1. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Dezember 2010 war bekannt geworden, dass es zwischenzeitlich gelungen war, die Antenne soweit zu entfalten, dass ihr Reflektor 98 Prozent der geplanten Größe erreichte. Am 14. Dezember 2010 konnte Boeing schließlich über eine erfolgreiche Entfaltung informieren. Die Antenne ist die derzeit größte auf einem kommerziellen Satelliten eingesetzte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit vier Bodenstationen kann SkyTerra 1 nun Daten aus LightSquareds Netzwerk empfangen, die zum Beispiel über mobile Endgeräte an LightSquareds Mobilfunktürme gesendet wurden, um sie anschließend aus dem Weltraum direkt an Endgeräte weiter zu senden. Der umgekehrte Weg ist genauso möglich: Von einem Endgerät können Daten direkt an den Satelliten gesendet werden, der sie dann an das Bodensegment des Netzwerks weitergibt. Die vier Bodenstationen befinden sich in Dallas und Napa in den Vereinigten Staaten sowie in Ottawa und Saskatoon in Kanada. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Satellit, SkyTerra 2 alias MSV 2, soll LightSquareds Netzwerk noch in diesem Jahr auf einer Position bei 107,3 Grad im Geostationären Orbit verstärken. Der Start des wie der Schwestersatellit auf Boeings Satellitenbus BBS-702GEM basierenden Raumfahrzeugs wird ebenfalls auf einer Proton-Rakete erfolgen. Ursprünglich war die Verwendung einer von Sealaunch vermarkteten Zenit-Rakete geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SkyTerra 1 alias MSV 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.218 bzw. als COSPAR-Objekt 2010-061A. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>SkyTerra 1 gerettet?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/skyterra-1-gerettet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 11:10:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Antenne]]></category>
		<category><![CDATA[Harris]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
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		<category><![CDATA[SkyTerra]]></category>
		<category><![CDATA[SkyTerra 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwischen Wohl und Wehe liegt eine erfolgreiche Antennenentfaltung. Der Hauptreflektor von SkyTerra 1 zeigt sich zickig. Erst wenn dieser entfaltet ist, wird der neue Mobilfunksatellit seinen Aufgaben nachkommen können. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Bloomberg, Space News. Skyterra 1 soll nach den Plänen seines Betreibers LightSquared aus Reston im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia Nordamerika mit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/skyterra-1-gerettet/" data-wpel-link="internal">SkyTerra 1 gerettet?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zwischen Wohl und Wehe liegt eine erfolgreiche Antennenentfaltung. Der Hauptreflektor von SkyTerra 1 zeigt sich zickig. Erst wenn dieser entfaltet ist, wird der neue Mobilfunksatellit seinen Aufgaben nachkommen können.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Bloomberg, Space News.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122010121003_small_1.jpg" alt="Boeing" width="350" height="279"/><figcaption>
SkyTerra 1 über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Boeing)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Skyterra 1 soll nach den Plänen seines Betreibers LightSquared aus Reston im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia Nordamerika mit Telefonie- und Internetdiensten für Funktelefone und andere mobile Endgeräte versorgen. Nachdem der Satellit am 14. November 2010 auf einer Proton-M-Rakete gestartet und am Folgetag von der Raketenoberstufe im Weltraum ausgesetzt worden war, traten Probleme bei der Inbetriebnahme des Satelliten auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gelang zunächst nicht, den Reflektor einer von Harris hergestellten Antenne für das L-Band vollständig zu entfalten. Der Reflektor mit einem Durchmesser von 22 Metern im ausgefalteten Zustand ist für die Aufgabenerfüllung von Skyterra 1 unverzichtbar. Er wird für die Kommunikation mit den mobilen Endgeräten der anvisierten Kundschaft benötigt. Da der von Boeing gebaute Satellit nicht mit einer weiteren gleichartigen Antenne ausgestattet ist, bedeutet ein Versagen des Reflektors den Verlust der gesamten Mission. </p>



<p class="wp-block-paragraph">15 Jahre lang will LightSquared den Satelliten einsetzten. Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Betrieb des Satelliten haben sich einer Meldung des Branchendienstes Space News zufolge zwischenzeitlich verbessert. Am 10. Dezember 2010 wurde bekannt, dass es gelungen ist, den Antennenreflektor so weit zu entfalten, dass 98 Prozent der geplanten Größe erreicht werden. Bloomberg, ein Anbieter von Nachrichten aus Wirtschaft und Finanzwesen, hatte am 8. Dezember 2010 berichtet, dass kleinere Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Satelliten laut Boeing nicht unerwartet kamen, weil sie bei jedem neuen Raumfahrzeug auftreten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SkyTerra 1 alias MSV 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.218 bzw. als COSPAR-Objekt 2010-061A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8670.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SkyTerra 1 auf Proton-M/Breeze-M</a></li></ul>
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			</item>
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		<title>SkyTerra 1 auf Proton-M gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/skyterra-1-auf-proton-m-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 16:41:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 14. November 2010 hob pünktlich um 18:29 Uhr MEZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 200/39 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten SkyTerra1 für LightSquared aus Reston im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia in den Weltraum zu befördern. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boeing, Chrunitschew, ILS, Roskosmos. Der Start der von International Launch Services vermarkteten Rakete [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 14. November 2010 hob pünktlich um 18:29 Uhr MEZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 200/39 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten SkyTerra1 für LightSquared aus Reston im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia in den Weltraum zu befördern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Boeing, Chrunitschew, ILS, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112010174158_small_1.jpg" alt="Chrunitschew" width="260"/><figcaption>
Die Proton-M mit SkyTerra 1 an Bord beim Start 
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(Bild: Chrunitschew)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start der von International Launch Services vermarkteten Rakete erfolgte um 21:29 Uhr Ortszeit. Der von Chrunitschew in Russland gebaute Proton-Träger verwendete drei Raketenstufen, um die Orbitaleinheit, bestehend aus der Oberstufe Breeze-M und der Nutzlast, auf den Weg zu bringen. Nach etwas über neun Minuten und einundvierzig Sekunden Flugzeit wurde die Orbitaleinheit von der dritten Stufe der Proton abgetrennt. Eine erste Zündung der ebenfalls von Chrunitschew konstruierten Breeze-M-Oberstufe brachte die Orbitaleinheit in einen Parkorbit. Nach weiteren vier Brennphasen wurde SkyTerra1 schließlich am 15. November 2010 nach rund neun Stunden und vierzehn Minuten Flugdauer um 3:43 Uhr MEZ in einem Geotransferorbit mit einem Perigäum von etwa 6042,53 Kilometern, einem Apogäum von rund 35.803,53 Kilometern und einer Inklination von etwas über 18,57 Grad ausgesetzt (Bahndaten nach Abschätzungen von Chrunitschew). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112010174158_small_2.jpg" alt="Boeing" width="260"/><figcaption>
SkyTerra 1 beim Hersteller 
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(Bild: Boeing)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Start von SkyTerra1 gelangte der nun größte Satellit für LightSquareds Flotte ins All. Der Transport des Satelliten erfolgte beim 361. Flug einer Proton-Rakete, und der zehnten Proton-Mission im Jahr 2010. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 152 mit L- und K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgerüstete Satellit mit einer Leermasse von 3.352 und einer Startmasse von 5.360 Kilogramm soll eine Position bei 101,3 Grad West im Geostationären Orbit einnehmen, die er unter Nutzung eigener Triebwerke, maßgeblich seines Apogäumsmotors R-4D, erreichen wird. Von dort kann SkyTerra1 Nordamerika mit Telefonie- und Internetdiensten für Funktelefone und andere mobile Endgeräte versorgen. Dazu ist der Satellit mit einer von Harris hergestellten Antenne für das L-Band ausgestattet, deren Reflektor mit einem Durchmesser von 22 Metern im Weltraum noch entfaltet werden muss. Gelingt dies wie vorgesehen, wird SkyTerra 1 dann mit der größten von einem kommerziellen Kommunikationssatelliten benutzen Antenne arbeiten können. Außerdem besitzt er eine ausklappbare K<sub>u</sub>-Band-Antenne mit einem Durchmesser von 1,5 Metern. Zusammen mit SkyTerra 2, der in naher Zukunft in den Weltraum gebracht werden soll, wird SkyTerra 1 auch als Ersatz für die älteren seinerzeit von Hughes gebauten, 1995 und 1996 ins All transportierten MSAT 1 und 2 dienen. Die erwartete Lebensdauer des von Boeing gebauten und auf der BSS-702GEM-Plattform basierenden SkyTerra 1 beträgt 15 Jahre. Die beiden Solarzellenausleger des Trabanten sind so ausgelegt, dass sie am Ende von dessen Einsatzzeit zusammen noch 13 kW elektrische Leistung bereitstellen können. Sie geben dem Raumfahrzeug eine Spannweite von 41 Metern und setzen sich aus je fünf Segmenten mit Galliumarsenid-Solarzellen zusammen.
<br>
<strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8670.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SkyTerra 1 auf Proton-M/Breeze-M</a></li></ul>
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