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	<title>Landekapsel &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Landekapsel &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Suborbitale Flüge in der Sowjetunion</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/suborbitale-fluege-in-der-sowjetunion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2019 01:13:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aprilscherz]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rückblende: Frühe bemannte suborbitale Flüge in der Sowjetunion. Neue Informationen und neue Fragen &#8230; (Achtung, Aprilscherz) Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Foto/Recherche. In wenigen Tagen jährt sich zum 58. Mal der historische Flug von Juri Gagarin. 1961 startete zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ein Raumschiff mit einem Menschen an Bord zu [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-f7079836">Rückblende: Frühe bemannte suborbitale Flüge in der Sowjetunion. Neue Informationen und neue Fragen &#8230; (Achtung, Aprilscherz)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Foto/Recherche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In wenigen Tagen jährt sich zum 58. Mal der historische Flug von Juri Gagarin. 1961 startete zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ein Raumschiff mit einem Menschen an Bord zu einem Flug in den Weltraum. Der Flug ging über einen kompletten Erdorbit. Diese Erstleistung wurde von der Sowjetunion vollbracht. 
<br>
Die USA brachten ihren Mann erst einen Monat später ins All. Dabei absolvierte der Astronaut Alan B. Shepard einen ballistischen Flug mit einer Redstone-Rakete. Technologisch gleich ziehen mit der Sowjetunion konnten die USA erst ein Jahr später mit dem historischen Flug von John Glenn. Alle diese Unternehmen waren höchst risikoreich und es gebührt den damaligen Raumfahrern höchste Anerkennung für ihren Mut. Nicht bekannt ist, wie viele Opfer es bei der Erringung dieser Ziele im Vorfeld gegeben hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Speziell für den Zeitraum der Endfünfzigerjahre gibt es in der Sowjetischen Raumfahrt- und Raketenentwicklung noch so manches Geheimnis, das den Nährboden verschiedenste Verschwörungstheorien bereitet. So fällt in diese Zeit die Entwicklung und Erprobung des Überschall-Marschflugkörpers W-350 Burja, der mit einer Geschwindigkeit von Mach 3,5 eine Wegstrecke von bis zu 8.500 Kilometer überbrücken können sollte. Die Starts dazu fanden auf dem streng geheimen Raketentestgelände in Kapustin Yar statt. Viele weitere Raketenwaffensysteme wurden hier erprobt und getestet. Darunter auch das Waffensystem Rakete R-5, dem man als Gegenstück zur amerikanischen Redstone-Rakete ein besonderes Augenmerk schenken sollte. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-8b586806"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01042019031336_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01042019031336_small_1.jpg" alt="Wikipedia / Stache" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Redstone (li.) und R-5 (re.) im Vergleich &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Wikipedia / Stache)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die R-5 könnte auch für die bemannte Raumfahrt eine Rolle gespielt haben. Wie bekannt, sind die Gerüchte nie ganz verstummt, dass es vor dem historischen Flug von Juri Gagarin bemannte Versuche mit ballistischen, suborbitalen Raumflügen gegeben haben soll. Diese sollen im Zeitraum zwischen 1958 und 1959 stattgefunden haben. Vermutlich kam hier eine bemannte Version der R-5 zum Einsatz. Alle Flüge, insgesamt vier, sollen von Kapustin Yar gestartet worden sein. Alle Flüge sollen gescheitert sein. Das bedeutet: Alle 4 mutmaßlichen suborbitale Kosmonauten sind dabei ums Leben gekommen. In mancher verschwörungstheoretischen Literatur sind sogar die Namen der Verunglückten genannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Quellen dieser Informations-Gerüchte sind unterschiedlich. Sie reichen von Geheimarchiven des sowjetischen Geheimdienstes KGB, über Statements ehemaliger hochrangiger Parteifunktionäre der Tschechoslowakischen Kommunistischen Partei bis zu Äußerungen des berühmten Raketenwissenschaftlers und Raumfahrtpioniers Hermann Oberth. Sogar die bekannte russische Tageszeitung Prawda beschäftigte sich 2001 in einem größeren Artikel mit dieser Problematik. Handfestes Material zu dem Thema war bis dato aber nirgends zu finden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur der Raumfahrtjournalist und Autor Peter Stache hatte in seinem Buch „Sowjetische Raketen“ Entwurfszeichnungen für mögliche ballistische bemannte Flüge, von keinem geringeren als S.P. Koroljow erdacht, beschrieben. Auch veröffentlichte er mögliche Kombinationen mit der Rakete R-5, hier W-5 bzw. W-5a. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der bemannte ballistische „Raumflug“ mit den vorhandenen Höhenraketen in der Sowjetunion wäre möglich gewesen. Die Sowjetunion hat mit Höhenraketen Experimente mit Hunden durchgeführt. Das war schon frühzeitig in verschiedenen DDR-Publikationen nachzulesen. Aber auch im Westen erschien Literatur, die das beschrieb. Zum Beispiel „Rote Raketen – Keiner kennt Baikonur“ von 1972. Vom Hund zum Mensch wäre es nur noch ein kleiner technologischer Schritt gewesen. Warum sollte die Sowjetunion diesen Schritt nicht durchgeführt haben? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist zu beachten: Allen diesen mutmaßlichen Informationen ist eines gemeinsam. Es gibt nicht einen einzigen Beweis, nicht eine einzige nachprüfbare Zeugenaussage, nicht ein belegtes Schriftstück dazu… . Scheinbar bis jetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist ein Foto aufgetaucht, das Bewegung in die Geschichtsforschung bringen könnte. Es zeigt auf einer stillgelegten Versuchsanlage die Reste eines Raketenkopfs einer R-5 für den bemannten Einsatz. Die Fallschirmsektion in der Spitze des Kegels fehlt, was auf einen erfolgten Einsatz hinweisen könnte. Sogar der mutmaßliche Aufnahmeort soll bekannt sein: 48°36&#8217;55.7&#8243;N, 46°17&#8217;57.9&#8243;O. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized advgb-dyn-eeb72ad1"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01042019031336_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01042019031336_small_2.jpg" alt="RN" width="934" height="254"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
altes Material in der Steppe &#8211; Raketenkopf im Hintergrund, rechts größer 
<br>
(Bild: RN)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild, im Original in sehr schlechtem Zustand, soll aus Kreisen ehemaliger Militärs des Warschauer Vertrages stammen, die in Kapustin Yar in den 70er Jahren mit dem Raketensystem Scud trainiert haben. Ähnlich wie in Baikonur liegt nicht benötigtes Material einfach in der Steppe herum, wobei schnell Sinn und Zweck in Vergessenheit geraten können. Trotz Fotoverbot rutschte hier dieses Bild offenbar durch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun gilt es zu analysieren, was wirklich zu sehen ist und in wie weit das Gezeigte mit den allgemeinen Gerüchten in Einklang zu bringen ist. Denn wenn an diesem Gerücht etwas dran wäre, dann würde das bedeuten, dass die Sowjetunion bereits dei Jahre vor den USA versucht hätte, bemannte suborbitale Flüge durchzuführen. Man darf gespannt sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fortsetzung folgt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update:</strong>
<br>
April! April! Alles nur geträumt! Wobei, eigentlich stimmt (fast) alles, was in dem Beitrag steht.  Bleibt nur anzumerken, dass Peter Stache in seinem Buch „Sowjetische Raketen“  im Kapitel „Stratonauten starten nicht“ genau das Gegenteil schreibt, als hier suggeriert. Nämlich, warum die Sowjetunion trotz der vorhandenen Technologie auf den bemannten suborbitalen Flug verzichtet hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das Bild? Es ist so Manches auf ehemaligen sowjetischen Flugplätzen abgestellt. Das hat aber fast immer nichts mit Raumfahrt zu tun, obwohl es so aussehen könnte.  Und der angegebene Aufnahmeort ist geraten. Er zeigt einen Startort auf dem Testgelände in Kapustin Yar, wo (vielleicht) die R-5 gestartet sein könnte.  </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sojus-MS 02 in Kasachstan gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-ms-02-in-kasachstan-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Apr 2017 11:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Orbitalmodul]]></category>
		<category><![CDATA[Poisk]]></category>
		<category><![CDATA[Servicemodul]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 10. April 2017 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-MS 02 mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NASA, Roskosmos. Mit der Landung mit den Russen Andrej Borissenko und Sergej Ryshikow sowie dem US-Amerikaner Shane Kimbrough an Bord gegen 13:20 Uhr MESZ (11:20 Uhr UTC) am 10. April 2017 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 10. April 2017 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-MS 02 mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NASA, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/33823128041NASABillIngalls1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/33823128041NASABillIngalls600.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sojus-MS-02-Landekapsel über der Steppe<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Landung mit den Russen Andrej Borissenko und Sergej Ryshikow sowie dem US-Amerikaner Shane Kimbrough an Bord gegen 13:20 Uhr MESZ (11:20 Uhr UTC) am 10. April 2017 im vorgesehenen Gebiet wurde die ISS-Expedition 50 endgültig erfolgreich abgeschlossen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/6371664081rosc1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/6371664081rosc300.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sojus-MS-02-Landekapsel am Hauptfallschirm<br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Raumfahrer waren am 19. Oktober 2016 mit Sojus-MS 02 zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) aufgebrochen, dockten am 21. Oktober 2016 um 10:52 Uhr MEZ (9:52 Uhr UTC) an und verbrachten zusammen 173 Tage im All. Der NASA-Astronaut übernahm am 30. Oktober 2016 das Kommando der Expedition 50, nachdem er zuvor als Bordingenieur im Rahmen der Expedition 49 tätig geworden war. Borissenko und Ryshikow arbeiteten als Bordingenieure.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammen mit einem früheren Raumflug hat Borissenko jetzt 337 All-Tage absolviert. Kimbrough konnte mit seinem zweiten Raumflug seinen Erfahrungsschatz auf 189 Tage im All erweitern. Ryshikow kommt mit dem Abschluss seines ersten Einsatzes im Weltraum auf 173 Tage. Sojus-MS 02 und die drei Raumfahrer legten zusammen insgesamt rund 118 Millionen Flugkilometer zurück und absolvierten 2.768 Erdumrundungen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/5487931706rosc1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/5487931706rosc300.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sojus-MS-02-Landekapsel setzt &#8222;weich&#8220; auf</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende des Fluges legten die drei Raumfahrer schließlich wieder ihre Sokol-Fluganzüge an und bereiteten sich in der Besatzungskabine von Sojus-MS 02 auf die Landung vor. Die Luken zur ISS wurden am 10. April 2017 gegen 6:45 Uhr MESZ geschlossen. Nach der Überprüfung des hermetischen Abschlusses koppelte das Sojus-Raumschiff mit Sojus-Kommandant Ryshikow an den Kontrollen um 9:57 Uhr und 30 Sekunden MESZ vom Kopplungsstutzen am Forschungs- und Kopplungsmodul mit dem Eigennamen Poisk (russisch für Suche) am russischen Segment ab. Anschließend entfernte sich Sojus-MS 02 langsam von der Station. Die ISS befand sich während dieses Manövers im freien Flug, um den Ablegevorgang nicht durch automatische Lagekorrekturen zu stören.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/4008336363rosc1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/4008336363rosc300.jpg" alt=""/></a><figcaption>Fallschirm zieht an der Sojus-MS-02-Landekapsel<br>(Bilder: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 12:28 Uhr und 30 Sekunden MESZ begann eine vier Minuten und 38 Sekunden lange Brennphase des Antriebs am Heck bzw. am Servicemodul von Sojus-MS 02 zum Abbremsen. Das Raumschiff wurde dadurch soweit verlangsamt, dass der erdnächste Punkt seiner Umlaufbahn innerhalb der Erdatmosphäre lag. In rund 140 Kilometern Höhe wurden um 12:55 Uhr und 21 Sekunden anschließend Orbitalmodul, Landekapsel und Servicemodul voneinander getrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Orbital- und Servicemodul beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre weitgehend verglühten, passierte dies mit der Landekapsel nicht, da sie an ihrer Unterseite mit einem Hitzeschild versehen worden war. Die Kapsel wurde durch den Luftwiderstand und danach durch einen kleinen Bremsfallschirm auf eine Geschwindigkeit von etwa 350 Kilometer pro Stunde abgebremst. Anschließend öffnete sich um 13:04 Uhr und 29 Sekunden MESZ der große Hauptfallschirm, der eine weitere Reduzierung der Geschwindigkeit auf etwa 21 Stundenkilometer bewirkte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/3068865153rosc1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/3068865153rosc300.jpg" alt=""/></a><figcaption>Besatzung von Sojus-MS 02 und Helfer nach dem Aussteigen<br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In rund sieben Kilometern Höhe über dem Boden wurde schließlich der Hitzeschild abgeworfen, um unter anderem den Einsatz der Landetriebwerke zu ermöglichen. Diese zündeten unmittelbar vor dem Aufsetzen. Die sechs Bremstriebwerke dämpften den Aufprall der Kapsel auf den Steppenboden, die Landegeschwindigkeit liegt bei diesem Verfahren im Bereich von rund 10 Kilometern pro Stunde. Nach der Landung um 13:20 Uhr und 35 Sekunden MESZ blieb die Besatzungskabine von Sojus-MS 02 nur kurz in aufrechter Position stehen, um dann vom durch Bodenwinde bewegten Fallschirm umgeworfen zu werden. Das Bergungsteam war innerhalb von drei Minuten an der Kapsel, und brachte sie in eine für den Ausstieg gut geeignete Lage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Landung im vorgesehenen Gebiet rund 147 Kilometer südöstlich der Stadt Schesqasghan in Zentralkasachstan erfolgte, waren die Bergungsmannschaften mit Hubschraubern vom Typ Mi-8 und Fahrzeugen schnell vor Ort. Rund vierzehn Minuten nach dem Aufsetzen hatten alle drei Besatzungsmitglieder die Kapsel verlassen und konnten die Steppenluft genießen. Eine erste Überprüfung verschiedener medizinischer Werte ergab, dass sich die Besatzung in guter gesundheitlicher Verfassung befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sojus-MS 02 wurde katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.820 und als COSPAR-Objekt 2016-063A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14505.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus MS-02 &#8211; (Nr.732) &#8211; Sojus-FG</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sojus 29: Zwischenhalt am Boden &#8211; UPDATE</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-29-zwischenhalt-am-boden-update/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2016 21:53:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[MHM]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Nahbesichtigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=17885</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Kapsel konnte für kurze Zeit aus der Nähe besichtigt werden. Andreas Weise war für Raumfahrer.net am 19. Februar 2016 im Militärhistorischen Museum (MHM) Dresden.UPDATE: Deutlich später als erwartet, wurde die Kapsel wieder nahe der Decke, weit weg von den wissbegierigen Besuchern, aufgehängt. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Andreas Weise, MHM Dieses News-Update bezieht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sojus-29-zwischenhalt-am-boden-update/" data-wpel-link="internal">Sojus 29: Zwischenhalt am Boden &#8211; UPDATE</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Kapsel konnte für kurze Zeit aus der Nähe besichtigt werden. Andreas Weise war für Raumfahrer.net am 19. Februar 2016 im Militärhistorischen Museum (MHM) Dresden.<br>UPDATE: Deutlich später als erwartet, wurde die Kapsel wieder nahe der Decke, weit weg von den wissbegierigen Besuchern, aufgehängt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>. Quelle: Andreas Weise, MHM</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/sojus-29-zwischenhalt-am-boden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Dieses News-Update bezieht sich auf den ursprünglichen Artikel &#8222;Sojus 29: Zwischenhalt am Boden&#8220; vom Februar 2016.</a></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Anfang-November-Noch-am-Boden_-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Anfang-November-Noch-am-Boden_KLEIN.jpg" alt="Sojus 29 noch am Boden
(Bild: Andreas Weise)"/></a><figcaption>Sojus 29 noch am Boden<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar diesen Jahres wurde die Landekapsel des ersten deutschen Raumfahrers seit fast fünf Jahren zum ersten mal wieder auf den Boden des Militärhistorischen Museums in Dresden geholt. Besucher freute es. Für diese Zeit war die Präsentation einzigartig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Betrachter konnte ohne behindernde Glasschutzummantelung, wie etwa in Paris oder in Speyer, das Objekt direkt aus der Nähe betrachten. Nur so konnten dann überhaupt spezielle, interessante Fragen, wie zum Beispiel nach den Schraubenbolzen und den verrußten Gewindebohrungen an der Frontseite, aufkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a rel="noreferrer noopener" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10446.msg354189#msg354189" target="_blank" data-wpel-link="internal">(Diskussion hier im Forum zu den Sprengbolzen zwischen Landeapparat und Orbitalsektion).</a></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Ende-November-Sie-haengt-wieder_-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Ende-November-Sie-haengt-wieder_klein.jpg" alt="Ende November - Sie hängt wieder
(Bild: Andreas Weise)"/></a><figcaption>Ende November &#8211; Sie hängt wieder<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 24. Februar 2016 sollte ursprünglich die „29“ wieder an ihren, durch das aktuelle Ausstellungskonzept bestimmten, Platz unter die Decke im sogenannten Libeskind-Keil gehängt werden. Doch der Aufstieg verzögerte sich auf wundersame Weise um neun Monate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob es nun daran gelegen hat, dass die Museumsleitung den Besuchern über die geplanten drei Wochen hinaus die Möglichkeit zur Nahbesichtigung geben wollte? Oder spielten hier technisch-organisatorische Sachverhalte eine Rolle? Das ist alles egal! Die Kapsel war bis Ende November 2016 am Boden zu besichtigen. Nun hängt sie wieder in der „Wiedereintrittsfallposition“, vom Betrachter sehr weit entfernt in der Deckenecke. Letzteres löst bei mir keine Beifallsstürme aus. Es ist davon auszugehen, dass in spätestens vier Jahren die „29“ wieder den Boden berührt. Dann sollte die nächste technische Überprüfung der Aufhängung anstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings gab man mir im Militärhistorischen Museum auch zu verstehen, dass man sehr wohl das Jahr 2018 im Blick hat. Da wäre der 40ste Jahrestag des Fluges der Sojus-29. Man darf gespannt sein und auch ein wenig hoffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle vielen Dank für die Zeit und das Gespräch mit Pressesprecherin OLt. Cindy Geißler und Sachgebietsleiter Jens Wehner vom Militärhistorischen Museum am 06.12.2016 in Dresden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10446.0#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Landekapsel Sojus-29 in Dresden</a></li></ul>
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		<title>Sojus-MS 01 in Kasachstan gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-ms-01-in-kasachstan-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2016 13:07:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Bremstriebwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Fallschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Lageregelungssystem]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orbitalmodul]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Sokol-Fluganzug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Morgen des 30. Oktober 2016 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-MS 01 mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA, NASA, Roskosmos. Mit der Landung des Russen Anatoli Alexejewitsch Iwanischin, des Japaners Takuya Ōnishi sowie der US-Amerikanerin Kate Robins an Bord gegen 4:58 Uhr MEZ am 30. Oktober [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Morgen des 30. Oktober 2016 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-MS 01 mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: JAXA, NASA, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/exp49hatchclosing2nasatv900.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/exp49hatchclosing2nasatv260.jpg" alt="Sojus-MS 01 (Mitte) vor dem Ablegen am Stationsmodul Rasswet
(Bild: NASA TV)"/></a><figcaption>Sojus-MS 01 (Mitte) vor dem Ablegen am<br> Stationsmodul Rasswet<br>(Bild: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Landung des Russen Anatoli Alexejewitsch Iwanischin, des Japaners Takuya Ōnishi sowie der US-Amerikanerin Kate Robins an Bord gegen 4:58 Uhr MEZ am 30. Oktober 2016 im vorgesehenen Gebiet wurde die ISS-Expedition 49 endgültig erfolgreich abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Trio hatte die Internationale Raumstation (ISS) am 9. Juli 2016 mit dem Raumschiff Sojus-MS 01 erreicht und legte 1.840 Erdumrundungen zurück. Im Rahmen ihrer Mission arbeiteten Iwanischin, Ōnishi und Robins 113 Tage an Bord der Raumstation und verbrachten insgesamt 115 Tage im All. Der für die russische Raumfahrtorganisation (Roskosmos) tätige Iwanischin hat jetzt seinen zweiten Raumflug abgeschlossen und war damit insgesamt 280 Tage im All. Ōnishi, unterwegs im Auftrag der japanischen Weltraumforschungsagentur (JAXA) und Rubins, tätig für die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) beendeten jeweils ihren ersten Einsatz im Weltraum.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/exp49undocknasatv600.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/exp49undocknasatv260.jpg" alt="Sojus-MS 01 nach dem Ablegen
(Bild: NASA TV)"/></a><figcaption>Sojus-MS 01 nach dem Ablegen<br>(Bild: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Vortag, also am 29. Oktober 2016, legten die drei Raumfahrer ihre Sokol-Fluganzüge an und bereiteten sich in der Besatzungskabine von Sojus-MS 01 auf die Landung vor. Die Luken zur ISS wurden gegen 23:12 Uhr MESZ geschlossen. Nach der Überprüfung des hermetischen Abschlusses koppelte das Sojus-Raumschiff mit Sojus-Kommandant Iwanischin an den Kontrollen um 2:37 Uhr MESZ am 30. Oktober 2016 vom Kopplungsstutzen am Forschungs- und Kopplungsmodul mit dem Eigennamen Rasswet (Рассвет, russisch für Morgendämmerung) alias Mini Research Module 1 (MRM 1) an der der Erde zugewandten Seite des russischen Segments der Station ab. Anschließend entfernte sich Sojus-MS 01, das erste bemannte Schiff in der weiterentwickelten Sojus-Variante MS mit dem Erzeugniscode 11F732, langsam von der Station. MS steht hier für Modernisiertes System.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300010nasabillingalls.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300010nasabillingalls260.jpg" alt="Sojus-MS 01 am Fallschirm
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Sojus-MS 01 am Fallschirm<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die ISS befand sich während dieses Manövers im freien Flug, um den Ablegevorgang nicht durch automatische Lagekorrekturen zu stören. Die Lageregelungstriebwerke des Sojus-Raumschiffs, von denen es an der Sojus-MS-Variante jetzt 28 fehlertolerant paarweise montierte vom Typ DPO-B (ДПО, Triebwerke für Anlegen und Lageregelung) gibt, wurden rund drei Minuten nach dem Abkoppeln das erste Mal eingesetzt, um schneller aus der unmittelbaren Nähe der ISS zu kommen. Dabei erfolgte in einer Entfernung von circa 20 Metern zur Station eine kurze rund acht Sekunden dauernde Brennphase des unsymmetrisches Dimetyhlhydrazin (UDMH) als Brennstoff und Stickstofftetroxid (N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>) als Oxidator nutzenden Lageregelungssystems. Iwanischin erprobte die Neuauslegung mit Lageregelungstriebwerken anschließend für eine Weile unter manueller Steuerung, bevor er rund neun Minuten und 20 Sekunden nach dem Ablegen ein weiteres Manöver zur Abstandsgewinnung flog – ebenfalls unter Handsteuerung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300001nasabillingalls.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300001nasabillingalls260.jpg" alt="Fallschirmlandung mit Bremsraketenunterstützung
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Fallschirmlandung mit Bremsraketenunterstützung<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 4:06 Uhr MEZ und 34 Sekunden begann eine vier Minuten und 37 Sekunden lange Brennphase des SKD genannten (СКД, Triebwerke für Annäherung und Bahnkorrektur) ebenfalls UDMH und Stickstofftetroxid nutzenden Haupttriebwerksblocks am Heck des Servicemoduls zum Abbremsen von Sojus-MS 01. Das Raumschiff wurde dadurch um 128 Meter pro Sekunde soweit verlangsamt, dass der erdnächste Punkt seiner Umlaufbahn innerhalb der Erdatmosphäre lag. In rund 140 Kilometern Höhe wurden anschließend Orbitalmodul, Landekapsel und Servicemodul voneinander getrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Orbital- und Servicemodul beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre weitgehend verglühten, passierte dies mit der Landekapsel nicht, da sie an ihrer Unterseite mit einem Hitzeschild versehen worden war. Die Kapsel wurde durch den Luftwiderstand und danach durch einen kleinen Bremsfallschirm auf eine Geschwindigkeit von etwa 350 Kilometer pro Stunde abgebremst. Anschließend öffnete sich der große Hauptfallschirm, der eine weitere Reduzierung der Geschwindigkeit auf etwa 21 Stundenkilometer bewirkte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300003nasabillingalls.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300003nasabillingalls260.jpg" alt="Besatzung nach der Bergung vor der Kapsel
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Besatzung nach der Bergung vor der Kapsel<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In rund sieben Kilometern Höhe über dem Boden wurde schließlich der Hitzeschild abgeworfen, um unter anderem den Einsatz der Landetriebwerke zu ermöglichen. Diese zündeten unmittelbar vor dem Aufsetzen. Die sechs Bremstriebwerke dämpften den Aufprall der Kapsel auf den Steppenboden, die Landegeschwindigkeit liegt bei diesem Verfahren im Bereich von rund 10 Kilometern pro Stunde. Nach der Landung gegen 4:58 Uhr MEZ (9:58 Uhr Ortszeit Kasachstan) blieb die Besatzungskabine von Sojus-MS 01 in aufrechter Position stehen, was die Bergung der Besatzung vereinfachte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Landung im vorgesehenen Gebiet rund 150 Kilometer südöstlich der Stadt Schesqasghan in Zentralkasachstan erfolgte, waren die Bergungsmannschaften mit Hubschraubern vom Typ Mi-8 und Fahrzeugen schnell vor Ort. Die Mannschaften, die über 14 Hubschrauber, zwei Flugzeuge und 20 Geländefahrzeuge verfügten, waren bald in der Lage, die drei Besatzungsmitglieder aus der Landekapsel zu bergen. Sichtlich gut gelaunt konnten die Besatzungsmitglieder anschließend die kühle Morgenluft – vor Ort lag die Temperatur bei etwa + 1 Grad Celsius &#8211; genießen. Eine erste Überprüfung verschiedener medizinischer Werte ergab, dass sich die Besatzung in guter gesundheitlicher Verfassung befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13876.msg344056#msg344056" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus MS &#8211; (Nr.731) &#8211; Sojus-FG</a></li></ul>
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		<title>Sojus-TMA 18M in Kasachstan gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-18m-in-kasachstan-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2016 10:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ablegevorgang]]></category>
		<category><![CDATA[Bremstriebwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Fallschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Orbitalmodul]]></category>
		<category><![CDATA[Poisk]]></category>
		<category><![CDATA[Servicemodul]]></category>
		<category><![CDATA[Sokol-Fluganzug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Morgen des 2. März 2016 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-TMA 18M mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, Roskosmos. Mit der Landung der Russen Sergej Wolkow und Michail Kornienko sowie dem US-Amerikaner Scott Kelly an Bord gegen 5:26 Uhr MEZ am 2. März 2016 im vorgesehenen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Morgen des 2. März 2016 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-TMA 18M mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: NASA, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land1nasabillingalls1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land1nasabillingalls260.jpg" alt="Sojus-TMA 18M am Hauptfallschirm
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Sojus-TMA 18M am Hauptfallschirm<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Landung der Russen Sergej Wolkow und Michail Kornienko sowie dem US-Amerikaner Scott Kelly an Bord gegen 5:26 Uhr MEZ am 2. März 2016 im vorgesehenen Gebiet wurde die ISS-Expedition 46 endgültig erfolgreich abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sergej Wolkow war am 2. September 2015 zur Internationalen Raumstation (ISS) und seinem dritten Raumflug aufgebrochen und verbrachte rund sechs Monate im All. Der NASA-Astronaut und Commander der Expedition 46 hatte die ISS zusammen mit Michail Kornienko am 28. März 2015 erreicht und mit dem Kollegen 340 Tage an Bord der Raumstation verbracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen ihrer Mission legten Kelly und Kornienko mit der Raumstation eine Distanz von rund 143 Millionen Meilen, umgerechnet also über 230 Millionen Kilometer, zurück. Zusammen mit einem früheren Raumflug hat Kornienko jetzt 516 All-Tage absolviert. Kelly konnte mit seinem vierten Raumflug seinen Erfahrungsschatz auf 520 Tage im All erweitern. Wolkow kommt mit dem Abschluss seines dritten Einsatzes im Weltraum sogar auf 548 Tage.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land4nasabillingalls1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land4nasabillingalls260.jpg" alt="Landekapsel durch ein Hubschauberfenster gesehen - links im Bild
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Landekapsel durch ein Hubschauberfenster<br> gesehen &#8211; links im Bild<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am gestrigen 1. März 2016 legten die drei Raumfahrer ihre Sokol-Fluganzüge an und bereiteten sich in der Besatzungskabine von Sojus-TMA 18M auf die Landung vor. Die Luken zur ISS wurden gegen 22:43 Uhr MEZ geschlossen. Nach der Überprüfung des hermetischen Abschlusses koppelte das Sojus-Raumschiff mit Sojus-Kommandant Sergej Wolkow an den Kontrollen um 2:03 Uhr MEZ am 2. März 2016 vom Kopplungsstutzen am Forschungs- und Kopplungsmodul mit dem Eigennamen Poisk (russisch für Suche) am russischen Segment ab. Anschließend entfernte sich Sojus-TMA 18M langsam von der Station.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ISS befand sich während dieses Manövers im freien Flug, um den Ablegevorgang nicht durch automatische Lagekorrekturen zu stören. Gegen 4:34 Uhr MEZ begann eine Brennphase der Triebwerke am Servicemodul zum Abbremsen von Sojus-TMA 18M. Das Raumschiff wurde dadurch soweit verlangsamt, dass der erdnächste Punkt seiner Umlaufbahn innerhalb der Erdatmosphäre lag. In rund 140 Kilometern Höhe wurden anschließend Orbitalmodul, Landekapsel und Servicemodul voneinander getrennt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/soyuzlandingsequencenasatv1000.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/soyuzlandingsequencenasatv260.jpg" alt="grafische Darstellung der Landesequenz
(Bild: NASA-TV)"/></a><figcaption>grafische Darstellung der Landesequenz<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während Orbital- und Servicemodul beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre weitgehend verglühten, passierte dies mit der Landekapsel nicht, da sie an ihrer Unterseite mit einem Hitzeschild versehen worden war. Die Kapsel wurde durch den Luftwiderstand und danach durch einen kleinen Bremsfallschirm auf eine Geschwindigkeit von etwa 350 Kilometer pro Stunde abgebremst. Anschließend öffnete sich der große Hauptfallschirm, der eine weitere Reduzierung der Geschwindigkeit auf etwa 21 Stundenkilometer bewirkte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land3nasabillingalls1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land3nasabillingalls260.jpg" alt="Sojus-TMA 18M - drei Raumfahrer schnuppern irdische Morgenluft
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Sojus-TMA 18M &#8211; drei Raumfahrer schnuppern irdische Morgenluft<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In rund sieben Kilometern Höhe über dem Boden wurde schließlich der Hitzeschild abgeworfen, um unter anderem den Einsatz der Landetriebwerke zu ermöglichen. Diese zündeten unmittelbar vor dem Aufsetzen. Die sechs Bremstriebwerke dämpften den Aufprall der Kapsel auf den Steppenboden, die Landegeschwindigkeit liegt bei diesem Verfahren im Bereich von rund 10 Kilometern pro Stunde. Nach der Landung blieb die Besatzungskabine von Sojus-TMA 18M in aufrechter Position stehen, was die Bergung der Besatzung vereinfachte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Landung im vorgesehenen Gebiet rund 150 Kilometer südöstlich der Stadt Schesqasghan in Zentralkasachstan erfolgte, waren die Bergungsmannschaften mit Hubschraubern vom Typ Mi-8 und Fahrzeugen schnell vor Ort. Nicht viel später hatten alle drei Besatzungsmitglieder die Kapsel verlassen und konnten die Morgenluft genießen. Eine erste Überprüfung verschiedener medizinischer Werte ergab, dass sich die Besatzung in guter gesundheitlicher Verfassung befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12647.msg355279#msg355279" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 18M</a></li></ul>
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		<title>Sojus 29: Zwischenhalt am Boden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-29-zwischenhalt-am-boden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2016 20:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[MHM]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=10512</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Kapsel konnte für kurze Zeit aus der Nähe besichtigt werden. Andreas Weise war für Raumfahrer.net am 19. Februar 2016 im Militärhistorischen Museum (MHM) Dresden. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Museumsbesuch. „&#8230;Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass dieser Platz zwischen Himmel und Erde der Endlagerplatz für die Sojus sein soll! Nein, ich kann [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Kapsel konnte für kurze Zeit aus der Nähe besichtigt werden. Andreas Weise war für Raumfahrer.net am 19. Februar 2016 im Militärhistorischen Museum (MHM) Dresden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>. Quelle: Museumsbesuch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29012b800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29012b260.jpg" alt=""/></a><figcaption><br><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„&#8230;Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass dieser Platz zwischen Himmel und Erde der Endlagerplatz für die Sojus sein soll! Nein, ich kann es mir wirklich nicht vorstellen!&#8230;“ So hatte ich in der Zeitschrift „Raumfahrt Concret“ Ausgabe 4/5/2011 anlässlich der Neueröffnung des Militärhistorischen Museums Dresden, kurz MHM, Ende 2011 geschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wohl wissend um die komplizierten, rechtlichen und emotionalen Zusammenhänge war ich aber davon ausgegangen, dass es trotz aller Bemühungen noch lange Zeit dauern würde, bis die „29“ mal wieder aus der Nähe zu betrachten wäre. Seit dem Zeitpunkt der Aufhängung in der rückseitigen oberen Ecke des Libeskind-Keils im Militärhistorischen Museum in Dresden Ende 2011 hat die „29“ nun erstmalig wieder den Boden erreicht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29032b800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29032b260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sojus 29 Landekapsel<br>(Bilder: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Hintergrund<br></strong> Die Landekapsel Sojus 29 ist der Apparat, mit der der erste Deutsche im Weltraum, Sigmund Jähn, 1978 zur Erde zurück gekehrt ist. Sie befindet sich seit 1981 im Besitz des MHM, vormals Armeemuseum der DDR in Dresden. Ende 2011 wurde das MHM nach langjähriger Umbauzeit neu eröffnet. Laut dem damaligen und auch jetzigen Museumschef Oberst Prof. Dr. Matthias Rogg stellt die Landekapsel ein „Leitobjekt“ des MHM dar. Sie ist also etwas Besonderes. In Deutschland selber existieren nur zwei Sojus-Landekapseln. Die Sojus-TM 19 im Technikmuseum in Speyer und eben die Sojus 29 in Dresden. Zur „29“ kommt dann der entsprechend historisch beladene Background hinzu.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29aufhängung2b500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29aufhängung2b260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Adapterblech mit Aufhängepunkt<br>(Bild: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen eines speziell für das MHM umgesetzten Museumskonzeptes, was den Zusammenhang zwischen Techniknutzung und Militär darstellen will, wurde die „29“ an einer dafür eigens geschaffenen Stelle in der Rückseite des Libeskind-Keils positioniert. Diese Art der Präsentation rief Widerspruch hervor. Nicht nur bei Raumfahrtfans. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich selber habe mich mehrere Jahre mit diesem Problem beschäftigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztlich landet man aber immer wieder bei der Frage nach den Besitzverhältnissen. Und die sind eindeutig. Und wenn das MHM als Eigentümer des Objektes der Meinung ist, dass der „obere“ Standort für ihr Museumsobjekt der richtige ist, dann ist es so. Auch wenn es mir persönlich nicht gefällt. Schließlich ist das MHM das Museum der Bundeswehr und nicht ein Technik-, Verkehrs- oder Raumfahrtmuseum. Dort würde das Objekt natürlich in einem ganz anderen Kontext präsentiert werden. Nun hängt die „29“ seit 2011 in luftiger Höhe in etwa 20 Meter Entfernung vom Bodenbetrachter. Dabei sieht sie aus, als ob sie sich im Landeanflug befindet.<br>Sie fällt und fällt … und fällt … und fällt … .</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Landung<br></strong> &#8230; und nun war sie kurz gelandet. Aber warum jetzt?<br>Seit Mittwoch, dem 3. Februar 2016 befand sich die „29“ wieder auf festem Boden. Was vom Pressesprecher des MHM, Oberstleutnant Bangert, als „Winterferien-Spezial“ bezeichnet wurde, hatte einen ganz praktischen Hintergrund. Die Aufhängung der Kapsel musste zum TÜV. Und da die Kapsel an zwei motorischen Seilaufzügen hängt, war es ein Leichtes, sie abzulassen. Und warum nicht das Notwendige mit dem Nützlichen bzw. Schönen verbinden? Also blieb die Kapsel für 3 Wochen unten und wurde so einer breiten Öffentlichkeit wieder näher gebracht. Eine Entscheidung, für die man das MHM nur beglückwünschen kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29-kommandant2b1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29-kommandant2b260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sitz des Kommandanten in Sojus 29<br>(Bild: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei war die Art der Präsentation spektakulär. Aus einer Entfernung von einem reichlichen Meter konnte man in das Innere hinein schauen. Im Deutschen Museum in München, wo die „29“ einige Zeit als Leihgabe ausgestellt war, wurde vor die Durchstiegsluke extra eine Plexiglasscheibe gesetzt. Hier in Dresden war der Einblick ungetrübt. Ein Zeichen von Vertrauen gegenüber dem Besucher. Ich selber konnte mich daran erfreuen, wie Großväter ihren Enkel versuchten zu erklären, wie dies und jenes so mit den Kosmonauten funktioniert. Betrachtet man andere Präsentationen von Sojus-Kapseln, so ist das Dresdner Display zwar sehr einfach, aber wirklich gelungen. In Speyer steht die Kapsel in einem schrägen Glaszylinder, in Le Bourget bei Paris ist sie im Halbdunklen hinter spiegelndem Glas. Nur in Moskau im Museum der Kosmonautik kam man direkt an verschiedene Exemplare heran. Und eine, die Sojus 37, wurde für mich extra „aufgeschraubt“. Aber das war eine große Ausnahme.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29Unterschrift2b1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29Unterschrift2b260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Unterschrift auf dem Kapselboden<br>(Bild: A. Weise)<br><br><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Zustand<br></strong> Die Deckeninstallation bot immer Anlass für Spekulationen und Gerüchte über den wahren Zustand der „29“. Durch den direkten Einblick und die Beantwortung meiner Fragen, die ich dem zuständigen Sachgebietsleiter im MHM, Herrn Wehner und dem Pressesprecher des MHM Oberstleutnant Bangert stellen durfte, können einige Gerüchte aus der Welt geschaffen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der optische Zustand ist gut, ich möchte sogar sagen sehr gut. Natürlich haben sich im Laufe der Zeit viele Bruchstücke der Außenverkleidung gelöst. Schließlich war die Kapsel in ihrem Museumsleben viel auf Reisen. Aber ich habe schon „schlimmere“ Exponate gesehen. Die Restauratoren haben versucht, hier den aktuellen Zustand zu erhalten. Die Unterschriften der Kosmonauten Bykowski und Jähn von der Übergabe an das Armeemuseum der DDR sind noch lesbar. Der Kreideschriftzug von Jähn, angebracht nach der Landung, ist noch zu erahnen. Ob und wann diese durch die Signatoren einmal erneuert werden, konnte man mir nicht sagen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29kreide2b1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29kreide2b260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Kreidebeschriftungen<br>(Bild: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Innere der Kapsel macht einen sehr guten Eindruck. Meine Frage, ob es zeitlich bedingte Zersetzungserscheinungen verbauter Materialien wie Textil, Kunststoff u.a. gibt wurde verneint. Die in einem Fachartikel aus dem April 1999 angesprochenen Schäden an Instrumenten-Panels und an einem Fenster waren so nicht bekannt. Ich selber habe keinerlei derartige oder andere Beschädigungen gesehen. Allerdings war der Blick auf das Haupt-Panel auf Grund der Kapsel-Lage verwehrt. Es ist davon auszugehen, dass für die Konservierung und Restauration durchaus kein kleiner Aufwand betrieben wurde. In der aktuellen „Bodenphase“ waren keine Restaurierungsarbeiten notwendig, da sich die Kapsel in besagtem guten Zustand befunden hat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29radioakt2b1500.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29radioakt2b260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Abdeckung des ehemaligen Einbauorts<br> einer Gammastrahlenquelle<br>(Bild: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Standort des Höhensensors im Kapselboden ist mit einer Platte abgedeckt und als radioaktiv gekennzeichnet. Ich habe nicht explizit danach gefragt, aber ich vermute, es handelt sich um eine Bleiplatte. Im <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10446.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Forum von Raumfahrer.net</a> wurde das Thema bereits ausführlich diskutiert. Die Reststrahlung wurde als vernachlässigbar gering bezeichnet und mit der einer alten Armbanduhr mit fluoreszierendem Zifferblatt verglichen. Also ist das Gerücht, die Kapsel hänge wegen der Abstrahlung so weit vom Besucher entfernt, ein Märchen. Auch andere Museumsobjekte, die ebenfalls Strahlungsquellen enthalten, wie z.B. Armaturen in Panzern, sind entsprechend gekennzeichnet. Also ist das nichts außergewöhnliches.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Landefallschirm ist auch vorhanden. Er zählt neben dem Sokol-Raumanzug von Sigmund Jähn sicher zu den wichtigsten Exponaten in der Sammlung rund um die „29“. Allerdings ist er im Magazin eingelagert. Man habe Angst, dass der Stoff bei einer längeren Präsentation durch den Faltenwurf brüchig werden könne, wurde mir erklärt. Als Beispiel wurde Sojus 28 in Prag genannt, wo es negative Erfahrungen mit der Fallschirmpräsentation gegeben haben soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Raumanzug von Sigmund Jähn befindet sich im Haus der Deutschen Geschichte in Bonn als Leihgabe. Dort konnte ich ihn im Jahr 2013 selbst in Augenschein nehmen. Es war aber gut, es noch einmal bestätigt zu bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über weitere Leihgaben an andere Museen konnte man auf die Schnelle keine Auskunft geben. Das wäre auch nicht zu erwarten gewesen. Für mich überraschend: Herr Wehner hatte den Katalog des Armeemuseums der DDR „Gemeinsam im Kosmos“ nach eigener Aussage griffbereit mitgebracht. Ich übrigens auch…! Schön, wenn man die selben Ideen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage, ob es bei der Übergabe der „29“ eine Dokumentation zur Kapsel gegeben hat, wurde verneint. Ich hatte dabei an eine Art „Bedienungsanleitung für Sojus“ oder eine technische Dokumentation gedacht. Schade. Im Katalog ist dergleichen allerdings auch nicht verzeichnet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29Format2titel2b800.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/S29Format2titel2b260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Blick auf die Besatzungsluke<br>(Bild: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie weiter?<br></strong> Die „29“ war offiziell noch bis zum 20. Februar am Boden. Es ist davon auszugehen, dass sie am Mittwoch, dem 24. Februar 2016 wieder an ihren vom MHM vorbestimmten Platz an die Decke gehievt wird. An diesem Tag hat das Museum geschlossen. Und die „29“ wird auch auf unbestimmte Zeit dort oben verbleiben. Auf meine etwas provokante Frage, ob man jetzt wieder vier Jahre warten müsse, bis die nächste TÜV-Überprüfung ansteht, antwortete mir Herr Wehner zurückhaltend: „Die Dauerausstellung hat 2011 eröffnet. Und auch wenn das Dauerausstellung heißt, ist es vielleicht nicht für die Ewigkeit…“<br>Manche Dinge brauchen eben Zeit und spezielle Dinge sogar viel Zeit. Technisch wäre es kein Problem. Ein Knopfdruck und die Kapsel würde auf den Boden schweben. Sicher wird das MHM die wenigen Tage Bodenaufenthalt und die Besucherresonanz auswerten. Schnelle Änderungen sind nicht zu erwarten.<br>Wie gesagt: Manches braucht viel, viel Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Danksagung<br></strong> Besonderer Dank gilt Herrn Oberstleutnant Sebastian Bangert, Pressesprecher des MHM, und Herrn Jens Wehner, Sachgebietsleiter im MHM. Beide nahmen sich trotz meiner kurzfristigen Anfrage über eine Stunde Zeit, das Exponat zu erläutern und waren bemüht und geduldig, alle meine Fragen zu beantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10446.msg352594#msg352594" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Landekapsel Sojus-29 in Dresden</a></li></ul>
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		<title>EM-1: Baubeginn der Flugversion von Orion</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/em-1-baubeginn-der-flugversion-von-orion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2015 17:45:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Constellation]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[EM-1]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Lockheed Martin]]></category>
		<category><![CDATA[MAF]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Michoud Assembly Facility nahe New Orleans hat die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur NASA damit begonnen, die Druckkabine ihres nächsten Orion-Raumschiffs zusammenzuschweißen. Diese Raumkapsel soll tatsächlich 2018 zum Mond fliegen. Unterdessen bestand das Orion-Programm mit einer Überprüfung namens KDP-C einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur bemannten Erforschung der Tiefen des Weltalls. Ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In der Michoud Assembly Facility nahe New Orleans hat die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur NASA damit begonnen, die Druckkabine ihres nächsten Orion-Raumschiffs zusammenzuschweißen. Diese Raumkapsel soll tatsächlich 2018 zum Mond fliegen. Unterdessen bestand das Orion-Programm mit einer Überprüfung namens KDP-C einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur bemannten Erforschung der Tiefen des Weltalls.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Martin Knipfer</a>. Quelle: NASA.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_nochnichtganzfertig_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_nochnichtganzfertig_klein.jpg" alt="" class="wp-image-14656" width="308" height="154" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_nochnichtganzfertig_klein.jpg 308w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_nochnichtganzfertig_klein-300x150.jpg 300w" sizes="(max-width: 308px) 100vw, 308px" /></a><figcaption>Noch ist das &#8222;Raumschiff&#8220; ziemlich mager&#8230; (Bild: NASA / Radislav Sinyak)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur NASA ist ihrem Fernziel, Menschen zum Mars zu schicken, erneut einen Schritt näher gekommen. Ihr neues Raumschiff Orion, mit dem Astronauten wieder zu Zielen jenseits des niedrigen Erdorbits aufbrechen sollen, soll nicht später als im November 2018 zunächst bei einem unbemannten Testflug zum Mond fliegen. Nach fast zehn Jahren, langwierigen Entwicklungsarbeiten, unzähligen Tests und Verbesserungen des Designs beginnt die NASA nun damit, die Raumkapsel zu bauen, die tatsächlich bei diesem Flug zum Einsatz kommen soll.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_schweissplan_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_schweissplan_klein.jpg" alt="" class="wp-image-14660" width="225" height="292"/></a><figcaption>Die geplante Vorgehensweise, um Orions Druckkabine zusammenzuschweißen &#8211; Illustration.
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeiten finden in der Michoud Assembly Facility (MAF) nahe New Orleans statt, einer großen Fertigungshalle, in der bereits die Apollo-Raumschiffe, die Saturn-V Mondrakete und der Außentank des Space Shuttle gebaut wurden. Zunächst wird die Druckkabine von Orion zusammengeschweißt, der „Innenraum“ der Kapsel, der als einzige Komponente des Raumschiffs mit Luft unter normalen Druck befüllt ist. Hier sollen sich bei späteren bemannten Flügen auch Astronauten aufhalten. Die Druckkabine besteht aus mehreren Metallpaneelen, die dann zu einer fertigen Druckkapsel zusammengeschweißt werden. Dazu setzt man auf Rührreibschweißen, einer speziellen Technologie, bei der das Metall durch einen schnell rotierenden Metallstift zunächst auf einen plastikähnlichen Zustand erhitzt wird, bevor das Metall dann durch Bewegung des Stiftes verteilt wird. So kann eine festere und qualitativ höherwertige Schweißnaht erreicht werden. Die Herstellerfirma Lockheed Martin verfügt für diese Arbeiten in der MAF über eine 4-Achsen CNC-Schweißmaschine mit der Bezeichnung Universal Weld System II.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_schweissvorgang1_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_schweissvorgang1_klein.jpg" alt="" class="wp-image-14662" width="268" height="202"/></a><figcaption>Der Tunnel wird an die obere Trennplatte geschweißt.
(Bild: NASA / Radislav Sinyak)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die einzelnen Platten aus einer Aluminium-Lithium Legierung wurden vor dem Schweißvorgang zunächst bei verschiedenen Zulieferern gefräst und dann zur MAF geliefert. Ihre Anzahl konnte inzwischen auf sieben gesenkt werden, da durch Orions ersten Testflug in eine Erdumlaufbahn im Dezember 2014 neue Erkenntnisse gewonnen wurden. So soll sowohl die Arbeitszeit zum Bau der Druckkabine als auch ihr Gewicht gesenkt werden. Nach der Ankunft wurden die Platten sorgfältig inspiziert, zu Schutzzwecken mit der charakteristischen grünen Farbe lackiert und grundiert. Danach wurden sie mit Dehnungsmessstreifen und mit Kabeln versehen, um das Metall während des Schweißprozesses beobachten zu können. Bevor die Arbeiten an den Elementen begannen, die für den Weltraum bestimmt sind, wurden die Prozesse an einem sogenannten Pathfinder geübt. Am 5. September wurden die ersten beiden Platten miteinander verschweißt, die obere Trennplatte und der Tunnel. Beide Einzelteile werden sich bei der fertigen Kapsel oben befinden. An der Trennplatte werden unter anderem die Fallschirme angebracht sein, der Tunnel soll es bei bemannten Flügen Astronauten ermöglichen, von Orion in ein anderes Raumfahrzeug umzusteigen. Der nächste Schweißvorgang steht mittlerweile kurz bevor.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_flyby_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_flyby_klein.jpg" alt="" class="wp-image-14650" width="300" height="169"/></a><figcaption>Orion während der Mission zum Mond &#8211; Illustration.
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Jedes einzelne System von Orion wird an dieser tragenden Struktur angebracht, deshalb ist es ein wichtiger erster Schritt, die darunterliegenden Platten zusammenzuschweißen“, so Mark Geyer, Manager des Orion-Programms. Weitere Einzelteile der Druckkabine werden in den nächsten Wochen und Monaten in Michoud ankommen und miteinander verschweißt werden. Für weitere Arbeiten soll die fertige Druckkapsel dann zum Kennedy Space Center in Florida transportiert werden. Es ist wichtig festzuhalten, dass sowohl Orion als auch seine Trägerrakete, das Space Launch System, beachtliche Fortschritte auf EM-1 hin machen. Man ist inzwischen weit über das berühmte Powerpoint-Stadium hinaus, Hardware für den Flug wird an verschiedenen Ecken und Enden der Vereinigten Staaten tatsächlich gebaut und aufwendige Qualifikationstests werden durchgeführt. Diese Arbeiten im Rahmen des Orion-Programms wurden vor Kurzem im Rahmen eines wichtigen Meilensteins namens KDP-C (Key Decision Point C) überprüft. Charles Bolden, Administrator der NASA, meinte dazu: „Orion ist ein Schlüsselelement unserer flexiblen Architektur, die es der Menschheit ermöglicht, den roten Planeten zu betreten. Wir sind dazu verpflichtet, dieses Raumschiff und weitere Elemente zu bauen, um das real werden zu lassen.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_astronauten_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_astronauten_klein.jpg" alt="" class="wp-image-14646" width="318" height="207" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_astronauten_klein.jpg 318w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_astronauten_klein-300x195.jpg 300w" sizes="(max-width: 318px) 100vw, 318px" /></a><figcaption>Astronauten in einem Mockup der Orion-Kapsel.
(Bild: NASA/Robert Markowitz)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um eine wichtige Überprüfung der Technik und des Programms des Orion-Raumschiffs, bei der die Pläne der NASA in Bezug auf Technik, Kosten und den Zeitplan bestätigt wurden. Das Augenmerk lag dabei besonders auf EM-2 (Exploration Mission 2), dem ersten bemannten Flug von Orion. Dieser Flug soll auf den Erkenntnissen von EM-1 aufbauen und zusätzliche Systeme von Orion beinhalten wie Lebenserhaltung, Kommunikation für menschliche Interaktion oder Raumanzügen für Start und Landung. EM-2 soll nun nicht später als im April 2023 starten, das Orion-Programm bis zu diesem Flug 6,77 Milliarden Dollar kosten. Dabei handelt es sich um eine konservative Schätzung, die darauf beruht, dass die NASA in der Vergangenheit vor dem Start immer wieder auf technische oder finanzielle Probleme gestoßen ist, was den Flug verzögert. Dennoch wird weiterhin auf August 2021 als Starttermin von EM-2 hingearbeitet, der nach heutigem Stand auch erreicht werden kann. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass das so bleibt. Obwohl es nicht Teil der Untersuchung im Rahmen von KDP-C war, arbeitet man als Startdatum für EM-1 weiterhin auf den Herbst 2018 hin. Der genaue Termin wird nach den Designprüfungen von Orion und den Bodenanlagen festgelegt, die bereits begonnen haben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_mond_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="360" height="203" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_mond_klein.jpg" alt="" class="wp-image-14653" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_mond_klein.jpg 360w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_mond_klein-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /></a><figcaption>Orion während EM-1 &#8211; Illustration.
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dahin bleibt der offizielle Jargon der NASA für den Termin von Exploration Mission 1 (EM-1) „nicht später als im Dezember 2018“. Zunächst soll bei dieser Mission Orion auf seiner Trägerrakete, dem Space Launch System, in einen niedrigen Erdorbit starten. Dann zündet das Triebwerk der Oberstufe erneut, sodass das unbemannte Raumschiff nun in Richtung Mond fliegt. Das Raumschiff bremst daraufhin mithilfe seines Servicemoduls in eine Umlaufbahn 70.000 km über der Mondoberfläche ein. Durch eine weitere Zündung des Triebwerks des Servicemoduls verlässt das Raumschiff nach etwa einer Woche diese Umlaufbahn und fliegt wieder zurück zur Erde. Das Servicemodul wird abgetrennt und das kapselförmige Crewmodul tritt mit über 39.000 km/h in die Erdatmosphäre ein, bevor die Kapsel im Pazifik an Fallschirmen landet. Diese Mission wird den ersten Flug eines zumindest theoretisch bemannbaren Raumschiffs zum Mond seit 45 Jahren und den weitesten Flug eines solchen Raumschiffs aller Zeiten darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/category/exploration/" data-wpel-link="internal"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></a></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11841.15" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EM-1 Mission Orion auf SLS</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.390" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Orions Fallschirme bestehen bei Fehlerszenario</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/orions-fallschirme-bestehen-bei-fehlerszenario/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2015 10:04:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Constellation]]></category>
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		<category><![CDATA[Testflug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei einem Abwurf zu Testzwecken hat das Fallschirmsystem von Orion, dem neuen Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, bewiesen, dass es selbst dann eine sichere Landung ermöglicht, wenn zwei Fallschirme sich nicht richtig entfalten. Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA, NSF. Wenn Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft-und Raumfahrtbehörde NASA, nach der Mission [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei einem Abwurf zu Testzwecken hat das Fallschirmsystem von Orion, dem neuen Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, bewiesen, dass es selbst dann eine sichere Landung ermöglicht, wenn zwei Fallschirme sich nicht richtig entfalten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Martin Knipfer</a>. Quelle: NASA, NSF.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_atmosphaere_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_atmosphaere_klein.jpg" alt="" class="wp-image-17755" width="288" height="162"/></a><figcaption>Die Orion-Kapsel vor der Entfaltung der Fallschirme- Illustration.
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Orion, das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft-und Raumfahrtbehörde NASA, nach der Mission wieder auf der Erde landen soll, muss die Raumkapsel abgebremst werden. Dies geschieht zum Einen durch den Hitzeschild an der Unterseite des Raumschiffs, mit dem Orion wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Durch Luftreibung wird so die Geschwindigkeit verringert. Ferner verfügt Orion über ein Fallschirmsystem, mit dem die Kapsel weiter abgebremst wird. So kann Orion sanft mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h im pazifischen Ozean landen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_bremsfallschirme_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_bremsfallschirme_klein.jpg" alt="" class="wp-image-17757" width="288" height="162"/></a><figcaption>Orion nach Entfaltung der Bremsfallschirme- Illustration.
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Fallschirme bilden ein komplexes System, das in einer aufwendigen Choreographie schrittweise entfaltet wird. Zunächst wird die Verkleidung der Fallschirmbucht an der Oberseite der Raumkapsel mithilfe von Sprengbolzen abgesprengt. Um eine sichere Abtrennung zu gewährleisten, verfügt die Verkleidung über drei eher kleine Fallschirme aus Kevlar. Zwei größere Bremsfallschirme bremsen daraufhin die Raumkapsel -auch Crewmodul genannt- ab und stabilisieren den Flug. Nach ein paar Sekunden werden die Bremsfallschirme abgetrennt und drei kleine Pilotfallschirme entfaltet. Diese „ziehen“ dann die großen Hauptfallschirme heraus. Diese im Retrolook rot-weiß gefärbten Fallschirme messen über 35 m im Durchmesser und hängen an etwa 80 Meter langen Leinen. Dank einem Nylon-Kevlar Hybridmaterial wiegen sie trotz einer Fläche von fast 1.000 Quadratmetern gerade mal 150 kg. Die Hauptfallschirme übernehmen so den letzten Teil der Abbremsung. Das Fallschirmsystem ist dazu in der Lage, Orion trotz des Ausfalls eines Bremsfallschirms oder eines Hauptfallschirms sicher zu landen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/eft1_fallschirme_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="315" height="237" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/eft1_fallschirme_klein.jpg" alt="" class="wp-image-17751" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/eft1_fallschirme_klein.jpg 315w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/eft1_fallschirme_klein-300x226.jpg 300w" sizes="(max-width: 315px) 100vw, 315px" /></a><figcaption>Fallschirmlandung bei EFT-1.
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Fallschirmsystem wird bereits seit mehreren Jahren ausführlich getestet, im Windkanal und bei zahllosen Testabwürfen. Bei zwei Gelegenheiten konnte es sich sogar schon im realitätsnahen Einsatz beweisen: Beim Test des Startabbruchsystems 2010 und bei Orions erstem Testflug in den Weltraum, EFT-1 (Exploration Flight Test 1) im Dezember 2014. Das System wurde schrittweise weiterentwickelt, erprobt wurde es bei Testabwürfen über dem Yuma Proving Ground, einem Testgelände der US-Armee in Arizona. Ein solcher Testabwurf wurde vor Kurzem am 26. August durchgeführt. Es sollte ein besonders schwieriges und riskantes Szenario getestet werden: Nur ein Bremsfallschirm und nur zwei Hauptfallschirme sollten sich entfalten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/mockup_c17_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/mockup_c17_klein.jpg" alt="" class="wp-image-17753" width="288" height="216"/></a><figcaption>Das Mockup vor der C-17.
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fallschirmsystem wurde auf einem Mockup der Orion-Kapsel installiert, einem maßstabsgetreuen Modell des Crewmoduls. Die Seitenwände sind mit Schaumstoff beplankt und etwas stärker angeschrägt, damit es keine Probleme mit der Höhe der Kapsel gibt. Das Gewicht des Mockups ist jedoch das gleiche, wie man es bei der Flugversion erwartet. Am 24. August wurde das Mockup in einer C-17 verstaut, einer Transportmaschine der US-Air Force. Zwei Tage später hob dieses Flugzeug dann ab und warf aus einer Flughöhe von etwa 10,5 km das Mockup ab. Danach wurden die Fallschirme wie geplant entfaltet, die Kapsel landete mehr oder weniger sanft auf dem Wüstenboden. Neben dem Fehlerszenario, dass ein Bremsfallschirm und ein Hauptfallschirm ausfallen, wurden auch Designänderungen an den Leinen und den Gurtbändern getestet, mit denen die Fallschirmleinen an der Kapsel befestigt sind. So konnte die Masse des Systems gesenkt werden. Vorläufigen Daten zufolge verlief der Test erfolgreich.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/abwurftest_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/abwurftest_klein.jpg" alt="" class="wp-image-17749" width="270" height="153"/></a><figcaption>Orion während des Abwurftests.
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Testabwurf stellt den letzten einer Testreihe dar, deren Ziel die Weiterentwicklung des Designs der Fallschirme war. „Es ist schwierig, das Verhalten von Orions Fallschirmen mithilfe von Computern zu berechnen. Deshalb hilft es uns, sie für Tests in die Luft zu bringen, damit wir sie besser untersuchen und vorhersagen können, wie sich das System verhalten wird“, beschreibt CJ Johnson das Vorgehen, der Projekt-Manager für Orions Fallschirmsystem. Die nächste Testreihe wird nächstes Jahr beginnen und acht Testabwürfe über drei Jahre beinhalten. Hier soll das Fallschirmsystem dann unter extremen Testbedingungen für den bemannten Einsatz qualifiziert werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_mond_gross-1.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_mond_klein-1.jpg" alt="" class="wp-image-17759" width="360" height="203" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_mond_klein-1.jpg 360w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/orion_mond_klein-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /></a><figcaption>Orion während EM-1- Illustration.
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Tests erfolgen auch im Rahmen von Orions erstem Flug zum Mond nicht später als im November 2018, einer Mission mit der Bezeichnung Exploration Mission 1 (EM-1). Nachdem Orion auf seiner Trägerrakete, dem Space Launch System, in einen niedrigen Erdorbit gestartet ist, zündet das Triebwerk der Oberstufe erneut, sodass das unbemannte Raumschiff nun in Richtung Mond fliegt. Das Raumschiff bremst daraufhin mithilfe seines Servicemoduls in eine Umlaufbahn 70.000 km über der Mondoberfläche ein. Durch eine weitere Zündung des Triebwerks des Servicemoduls verlässt das Raumschiff nach etwa einer Woche diese Umlaufbahn und fliegt wieder zurück zur Erde. Das Servicemodul wird abgetrennt und das kapselförmige Crewmodul tritt mit über 39.000 km/h in die Erdatmosphäre ein, bevor die Kapsel im Pazifik an Fallschirmen landet. Diese Mission wird den ersten Flug eines zumindest theoretisch bemannbaren Raumschiffs zum Mond seit 45 Jahren und den weitesten Flug eines solchen Raumschiffs aller Zeiten darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/category/exploration/" data-wpel-link="internal"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></a></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.360" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11841.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EM-1 Mission Orion auf SLS</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Besatzung von Sojus-TMA 11M gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/besatzung-von-sojus-tma-11m-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2014 15:45:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fallschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Morgen des 14. Mai 2014 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-TMA 11M mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, Roskosmos. Mit der Landung von Rick Mastracchio (NASA), Michail Tjurin (Roskosmos) und Koichi Wakata (JAXA) gegen 3:58 Uhr MESZ im vorhergesehenen Gebiet wurde die ISS-Expedition 39 erfolgreich beendet. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Morgen des 14. Mai 2014 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-TMA 11M mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052014174515_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052014174515_small_1.jpg" alt="NASA/Bill Ingalls" width="260"/></a><figcaption>
Rückkehrkapsel von Sojus-TMA 11M beim Eintreffen des Bergungsteams 
<br>
(Bild: NASA/Bill Ingalls)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Landung von Rick Mastracchio (NASA), Michail Tjurin (Roskosmos) und Koichi Wakata (JAXA) gegen 3:58 Uhr MESZ im vorhergesehenen Gebiet wurde die ISS-Expedition 39 erfolgreich beendet. Die Raumfahrer waren am Morgen des 7. November 2013 zur Internationalen Raumstation (ISS) aufgebrochen und verbrachten rund sechs Monate im All. In den 188 Tagen im Weltraum erlebten sie über 3.000 Erdumrundungen und legten dabei eine Strecke von rund 130 Millionen Kilometern zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am gestrigen 13. Mai 2014 legten die drei Raumfahrer ihre Sokol-Fluganzügen an und bereiteten sich in der Besatzungskabine von Sojus-TMA 11M auf die Landung vor. Die Luken zur ISS wurden gegen 21:26 Uhr MESZ geschlossen. Nach der Überprüfung des hermetischen Abschlusses koppelte das Sojus-Raumschiff mit Kommandant Michail Tjurin an den Kontrollen um 0:36 Uhr MESZ am 14. Mai 2014 vom Kopplungsstutzen am Modul Rassvet/Рассве́т bzw. Dawn alias Mini Research Module 1 (MRM1)/Малый исследовательский модуль (МИМ 1) am russischen Segment ab, als die Station gerade die Monoglei überflog. Anschließend entfernte sich Sojus-TMA 11M langsam von der der Erde zugewandten Seite der Station.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ISS befand sich während dieses Manövers im freien Flug, um den Ablegevorgang nicht durch automatische Lagekorrekturen zu stören. Gegen 3:04 Uhr MESZ begann eine vier Minuten und 41 Sekunden dauernde Brennphase der Triebwerke am Servicemodul zum Abbremsen von Sojus-TMA 11M. Das Raumschiff wurde dadurch soweit verlangsamt, dass der erdnächste Punkt seiner Umlaufbahn innerhalb der Erdatmosphäre lag. In rund 140 Kilometern Höhe wurden dann Orbitalmodul, Landekapsel und Servicemodul voneinander getrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Orbital- und Servicemodul beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre weitgehend verglühten, passierte dies mit der Landekapsel nicht, da sie an ihrer Unterseite mit einem Hitzeschild versehen ist. Die Kapsel wurde durch den Luftwiderstand und danach durch einen kleinen Bremsfallschirm auf eine Geschwindigkeit von etwa 350 Kilometer pro Stunde abgebremst. Anschließend öffnete sich der große Hauptfallschirm, der eine weitere Reduzierung der Geschwindigkeit auf etwa 21 Stundenkilometer bewirkte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052014174515_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052014174515_small_2.jpg" alt="NASA TV" width="260"/></a><figcaption>
Besatzung von Sojus-TMA 11M mit Bergungsteam nach dem Aussteigen 
<br>
(Bild: NASA TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In rund sieben Kilometern Höhe über dem Boden wurde schließlich der Hitzeschild abgeworfen, um unter anderem den Einsatz der Landetriebwerke zu ermöglichen. Diese zündeten unmittelbar vor dem Aufsetzen. Die sechs Bremstriebwerke dämpften den Aufprall der Kapsel auf den Steppenboden, die Landegeschwindigkeit liegt bei diesem Verfahren im Bereich von rund 10 Kilometern pro Stunde. Nach der Landung blieb die Besatzungskabine von Sojus-TMA 11M in aufrechter Position stehen, was die Bergung der Besatzung vereinfachte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Landung im vorgesehenen Gebiet rund 150 Kilometer südöstlich der Stadt Schesqasghan in Zentralkasachstan erfolgte, waren die Bergungsmannschaften mit Hubschraubern vom Typ Mi-8 und Fahrzeugen schnell vor Ort. Nicht viel später hatten alle drei Besatzungsmitglieder die Kapsel verlassen und konnten die Morgenluft genießen. Eine erste Überprüfung verschiedener medizinischer Werte ergab, dass sich die Besatzung in guter gesundheitlicher Verfassung befindet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11861.msg289179#msg289179" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus TMA-11M</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Ergebnisse der Genesis-Mission</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-ergebnisse-der-genesis-mission/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 15:04:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Sauerstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenwind]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34142</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem Proben, die mit der NASA-Sonde Genesis 2004 zur Erde zurückgekehrt waren, analysiert worden sind, sind Wissenschaftler zu dem Ergebnis gekommen, dass die Sonne und die inneren Planeten des Sonnensystems unterschiedlicher aufgebaut sind als gedacht. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger. Daten, die nun veröffentlicht wurden, zeigen, dass es Unterschiede [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nachdem Proben, die mit der NASA-Sonde Genesis 2004 zur Erde zurückgekehrt waren, analysiert worden sind, sind Wissenschaftler zu dem Ergebnis gekommen, dass die Sonne und die inneren Planeten des Sonnensystems unterschiedlicher aufgebaut sind als gedacht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-06-26-51680.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25062011170427_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25062011170427_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Sonde Genesis &#8211; künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Daten, die nun veröffentlicht wurden, zeigen, dass es Unterschiede zwischen der Sonne und den Planeten bei den beiden Elementen Sauerstoff und Stickstoff gibt. Diese beiden Elemente sind im Sonnensystem in sehr großen Mengen vorhanden. Obwohl die Unterschiede sehr gering sind, können die Schlussfolgerungen aus diesen dabei helfen, zu verstehen, wie unser Sonnensystem entstanden ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben herausgefunden, dass die Erde, der Mond, sowie der Mars und Meteoriten, die Teile von Asteroiden sind, eine niedrigere <sup>16</sup>O-Konzentration haben als die Sonne“, sagte Kevin McKeegan, Forscher an der Universität of California, Los Angeles. „Daraus schließen wir, dass wir nicht aus den gleichen Bestandteilen des Sonnennebels entstanden sind, aus denen die Sonne hervorging – wie und warum, bleibt zu erforschen“ 
<br>
Die Luft auf unserem Planeten besteht aus drei verschiedenen Sauerstoffatomen, welche sich in der Anzahl der Neutronen im Kern unterscheiden. Fast 100% bestehen aus <sup>16</sup>O-Atomen (acht Neutronen), jedoch sind auch kleine Mengen von <sup>17</sup>O- und <sup>18</sup>O-Atomen vorhanden. Diese enthalten neun bzw. zehn Neutronen im Kern. Forscher, die die Proben der Genesis-Mission untersucht haben, fanden nun heraus, dass der <sup>16</sup>O-Anteil in der Sonne leicht höher ist als der der Erde und dem von anderen erdähnlichen Planeten. Die Anteile der anderen beiden Sauerstoffisotope waren entsprechend geringer. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25062011170427_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25062011170427_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Landekapsel nach dem Einschlag 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich sieht es beim Stickstoff aus. Genau wie beim Sauerstoff gibt es ein Isotop, <sup>14</sup>N mit sieben Neutronen, welches nahezu 100% ausmacht. Jedoch gibt es einen kleinen Anteil von <sup>15</sup>N mit acht Neutronen. Die untersuchten Proben zeigten im Vergleich zur Erdatmosphäre, dass es in der Sonne und im Jupiter mehr <sup>14</sup>N gibt, jedoch 40% weniger <sup>15</sup>N. Diese beiden Himmelskörper scheinen die gleichen Stickstoffkonzentrationen zu haben.  
<br>
Die Daten stammen aus den Proben, die die Sonde Genesis im Sonnenwind und in ausgeworfenem Sonnenmaterial eingesammelt hat. Sie war im August 2000 gestartet worden und befand sich in den Jahren 2001-2004 für insgesamt 886 Tage am L1-Punkt des Sonne-Erde Systems, etwa 1,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Am 8. September 2004 kehrte die Sonde zur Erde zurück und setzte eine Landekapsel mit den Proben ab. Diese trat in die Erdatmosphäre ein und sollte, am Fallschirm hängend, von einem Hubschrauber aufgefangen werden. Da sich dieser jedoch aufgrund eines falsch herum eingebauten Sensor, welcher die Erdbeschleunigung messen sollte, nicht öffnete, schlug die Kapsel ungebremst in den Wüstenboden ein. Trotzdem gelang es Forschern, die Proben zu analysieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3840.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wie ging es mit Genesis aus?</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-06-26-51680.mp3" length="4888221" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Besatzung von Sojus-TMA 19 sicher gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/besatzung-von-sojus-tma-19-sicher-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 15:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bremstriebwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Landeplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Rasswjet Modul]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33655</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute morgen kehrte die Landekapsel von Sojus-TMA 19 mit seiner Besatzung zur Erde zurück und ging planmäßig, nur 1,5 Kilometer von der berechneten Landestelle entfernt, in der kasachischen Steppe nieder. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roscosmos. Mit der erfolgreichen Landung von Fjodor Jurtschichin, Doug Wheelock und Shannon Walker um 5:46 Uhr MEZ [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute morgen kehrte die Landekapsel von Sojus-TMA 19 mit seiner Besatzung zur Erde zurück und ging planmäßig, nur 1,5 Kilometer von der berechneten Landestelle entfernt, in der kasachischen Steppe nieder.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roscosmos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der erfolgreichen Landung von Fjodor Jurtschichin, Doug Wheelock und Shannon Walker um 5:46 Uhr MEZ im vorhergesehenen Landegebiet, 80 Kilometer nördlich der Stadt Arqalyq in Kasachstan, wurde die ISS-Expedition 25 beendet. Die Raumfahrer waren am späten Abend des 15. Juni 2010 zur Internationalen Raumstation aufgebrochen und verbrachten zusammen 163 Tage im All. Die Rückkehr zur Erde wurde um einige Tage vorverlegt, da in der kasachischen Hauptstadt Astana am 1. und 2. Dezember ein OSZE-Gipfel stattfindet und damit der Luftverkehr, auch im Landegebiet mit den Bergungsmannschaften, aus Sicherheitsgründen eingeschränkt wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26112010165400_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26112010165400_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Sojus-TMA 19 verlässt die ISS 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gesten Abend verabschiedeten sich die drei Rückkehrer von ihren auf der ISS verbleibenden Kollegen und schlossen gegen 22:50 Uhr MEZ die Luken des Raumfahrzeuges. Die Abkopplung erfolgte heute um 2:23 Uhr MEZ und Sojus-TMA 19 mit Kommandant Fjodor Jurtschichin an den Kontrollen entfernte sich vom Kopplungs- und Forschungsmodul Rasswjet. Die ISS befindet sich während dieses Manövers im freien Flug, um den Ablegevorgang nicht durch automatische Lagekorrekturen zu beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach knapp zweieinhalb Stunden Flug und einigen Bahnmanövern wurden die Bremstriebwerke für einige Minuten aktiviert, um die endgültige Rückkehr zur Erde einzuleiten. Kurz vor dem Eintritt in die ersten Schichten der Erdatmosphäre wurden Orbitalmodul, Landekapsel und Servicemodul per Sprengbolzen voneinander getrennt. Alle drei Teile traten in die obersten Luftschichten ein, aber nur die Landeeinheit ist mit einem ablative Hitzeschutzschild ausgestattet und übersteht den Wiedereintritt. Die Kapsel wurde nun durch den Luftwiderstand und danach durch einen kleinen Bremsfallschirm auf eine Geschwindigkeit von etwa 350 km/h verzögert. Anschließend öffnete sich der große Hauptfallschirm, der für eine weitere Verlangsamung auf ungefähr 21 km/h sorgte. In sieben Kilometer Höhe wurde der Hitzeschutzschild abgeworfen und unmittelbar vor dem Aufsetzen zündeten die sechs Bremstriebwerke, um die Landung weiter zu dämpfen. Die Geschwindigkeit der Landekapsel betrugt im Moment des Aufsetzen noch ca. 10 km/h. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle drei Besatzungsmitglieder überstanden Rückkehr und Landung in gesundheitlich gutem Zustand. Die Bergungsmannschaften waren mit 14 Hubschraubern, 4 Flugzeugen sowie 7 Such- und Rettungsfahrzeugen im Landegebiet und erreichten die Landestelle wenig später nach dem Aufsetzen. Von Ärzten und Betreuungspersonal umgeben, auf speziellen Sitzen und in Decken eingehüllt, wurden erste medizinische Werte geprüft. Das russische Personal entlud währenddessen die wissenschaftliche Fracht, welche mit dem Landemodul zur Erde gelangte. Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker wurden nach der Bergung zuerst nach Qostanai/Kasachstan gebracht, um dann entweder in das russische Kosmonauten-Ausbildungszentrum nahe Moskau oder in die USA weiterzureisen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26112010165400_small_2.jpg" alt="NASA" width="567" height="205"/><figcaption> Erschöpft aber wohlauf, Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker  <br> (Bild: NASA)<br><br> </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Den längsten Aufenthalt der drei im All kann jetzt Fjodor Jurtschichin mit 371 Tagen und drei Missionen für sich verbuchen, gefolgt von Doug Wheelock mit 178 Tagen in zwei Missionen und Shannon Walker mit 163 Tagen, da sie ihre erste Mission bestritt. Als nächstes werden die Raumfahrer Dmitri Kondratjew, Paolo Nespoli und Catherine Coleman mit Sojus-TMA 20 am 15. Dezember zur ISS aufbrechen und die heute begonnene Expedition 26 verstärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8302.msg166442#msg166442" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 19</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Rückkehrvorbereitungen der Besatzung von Sojus-TMA 19</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rueckkehrvorbereitungen-der-besatzung-von-sojus-tma-19/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Nov 2010 16:55:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnanhebung]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33671</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diese Woche begann mit einem erfolgreichen russischen Außeneinsatz an der ISS. Dadurch bedingte Nacharbeiten fanden statt, die Besatzung arbeitete mit kleineren Schwierigkeiten an einer Kohlendioxid-Filteranlage, die sechs Raumfahrer mussten auf die „Waage“ und die Mannschaft von Sojus-TMA 19 bereitet sich auf die Rückkehr zur Erde vor. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. Während [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Diese Woche begann mit einem erfolgreichen russischen Außeneinsatz an der ISS. Dadurch bedingte Nacharbeiten fanden statt, die Besatzung arbeitete mit kleineren Schwierigkeiten an einer Kohlendioxid-Filteranlage, die sechs Raumfahrer mussten auf die „Waage“ und die Mannschaft von Sojus-TMA 19 bereitet sich auf die Rückkehr zur Erde vor.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112010175538_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112010175538_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orlan-MK-Raumanzug im Pirs-Schleusenmodul 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während die beiden russischen Besatzungsmitglieder im All arbeiteten, nutzten Scott Kelly und Alexander Kaleri die Zeit in Sojus-TMA 01M bzw. im angrenzenden Modul Poisk, um weiterzuarbeiten. So wurde zum Beispiel das russische Experiment TEKh-15/Dakon-M Izgib eingesetzt, um Strukturdynamik-Daten während des Ausstieges zu ermitteln. In dieser Zeitspanne konnten sie keine CO<sub>2</sub>-Werte von der gestörten Neptun-Konsole der Rückkehrkapsel ablesen, sondern nutzten einen amerikanischen Kohlenstoffdioxid-Monitor (CDM=Carbon Dioxide Monitor). 
<br>
Am Montag Abend nach dem russischen Außeneinsatz gab es einige Arbeiten, die noch weiterführend zu erledigen waren. Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka öffneten die Luken des Transfertunnels vom Swesda-Modul, stellten die Systemkonfigurationen im Swesda-Modul wie vor dem Ausstieg her, installierten eine Luftleitung an der Pirs-Luke, präparierten ihre Orlan-MK-Raumanzüge zum Trocknen und absolvierten ihren zweiten biochemischen Urintest MO-9 &#8222;Urolux&#8220; an diesem Tag. Shannon Walker sendete Bilder der Außenmission zur Erde. Durch den Ausstieg der beiden Kosmonauten wurde an diesem Tag die Umlaufbahn mit einem Höhenverlust von 171 Metern stärker abgesenkt als normal. Es wird vermutet, dass Lageregelmanöver zur Ausrichtung der Station dafür verantwortlich waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch am Tag darauf fanden dazu etliche Aktivitäten statt. Zum einen wurde Progress-M 08M wieder in die Stationsstruktur eingebunden und zum anderen nahmen Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka die Nachbereitung ihres Außeneinsatzes vor. Bei Progress-M 08M wurden die Luken geöffnet, Lüftungsschläuche gelegt und die Systeme deaktiviert. Die beiden Kosmonauten verstauten ihre Orlan-MK-Raumanzüge, bauten deren Akku-Packs zum Laden aus, sichteten Werkzeuge und führten Nachbesprechungen mit dem Bodenpersonal durch. Medi-Packs, welche zeitweilig im Schleusenmodul Pirs befestigt waren, wurden ins Swesda-Modul transportiert. Doug Wheelock verbrachte 1,5 Stunden damit, beim Ausstieg genutzte amerikanische Außenbordwerkzeuge und Equipment zur reinigen und im US-Segment für den nächsten Einsatz während der Discovery-Mission zu verstauen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112010175538_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112010175538_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Scott Kelly arbeitet an der Rückseite des ARS-Racks  
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte dieser Woche arbeiteten Kommandant Doug Wheelock und Scott Kelly an der Kohlenstoffdioxid-Filteranlage (CDRA) im Tranquility-Modul. Als ein Teil der Umweltkontroll- und Lebenserhaltungsanlage, wird durch CDRA Kohlendioxid und andere schädliche Gase aus der Stationsatmosphäre gefiltert. Für den Ausbau eines Filters musste allerdings erst die Verkleidung des Hygieneabteils in dem Modul demontiert werden, um das ARS-Rack (ARS = Atmosphere Revitalisation System) herausschwenken zu können. Die Raumfahrer entfernten einen Filter von der Rückseite des ARS-Racks, um ihn für den Rücktransport zur Erde mit der Discovery zu verstauen. Ein Ersatzfilter soll mit STS 133 zur Station gelangen. Ein zweiter Filter konnte erst einen Tag später, nach einigen Zugangsschwierigkeiten, entfernt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Shannon Walker bereitete eine weitere Messreihe mit einem Gerät zur Masseermittlung von Menschen im All vor. Dieses SLAMMD (Space Linear Acceleration Mass Measurement Device) genannte Gerät arbeitet nach dem zweiten Newtonschen Gesetz, wobei hier mit dieser Apparatur die Masse durch lineare Beschleunigung ermittelt wird. Zwei Federn wirken dabei mit einer definierten Kraft per Hebel auf einen Menschen, die daraus resultierende Beschleunigung wird ermittelt und damit die Masse der Person bestimmt. Dadurch können Rückschlüsse auf das Gewicht von Personen während eines Langzeitaufenthaltes im All gezogen werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112010175538_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112010175538_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker arbeiten gemeinsam im Swesda-Modul 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Arbeit der Langzeitbesatzung 25 neigt sich ihrem Ende entgegen. Am 26. November sollen Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker zur Erde zurückkehren. Die Vorbereitungen dafür beinhalteten eine Übung der Rückkehrprozeduren in Sojus-TMA 19, das Verladen der Rückkehrfracht in die Landekapsel, das Verstauen von nicht mehr benötigten Gegenständen im Orbitalmodul und die Einlagerung von Themalschutzkleidung im Rückkehrmodul. Diese wird für eine Notfalllandung unter winterlichen Bedingungen mitgeführt. Zum Einsatz kam erneut die russische Tschibis-Anzughose, bei der ein Unterdruck auf den unteren Teil des Körpers einwirkt. Dadurch werden die Muskeln in den Beinen auf die Rückkehr in die Schwerkraft vorbereitet. Ab Mitte November haben alle drei Rückkehrer verstärkt Vitamine und Salz zu sich genommen sowie ihr Trainingsprogramm intensiviert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern stand eine Sitzprobe in Sojus-TMA 19 auf dem Aufgabenzettel. Diese ist nötig, um die Spezialsitze, welche den Stoß bei der Landung abfedern, richtig einzustellen. Raumfahrer können bei einem Langzeitaufenthalt im All an Masse verlieren und werden in der Regel durch die fehlende Schwerkraft einige Zentimeter größer. Die Kazbek-UM-Schalensitze haben zwei Einstellmöglichkeiten, aufgerichtet und liegend. Sie werden individuell für jeden Raumfahrer eingestellt, damit die Stoß-Absorber im aufgerichteten Schalensitz bei der Landung ordnungsgemäß funktionieren. Bevor Sojus-TMA 19 in der Nacht zum 26. November ablegt, wird es am 24. November gegen 22 Uhr MEZ die offizielle Kommandoübergabe von Doug Wheelock an den neuen Kommandanten der ISS Scott Kelly geben. Am Tag darauf erfolgt eine Bahnanhebung durch Progress-M 07M, um die Flughöhe der ISS für die nächsten ankommenden Raumfahrzeuge im Dezember zu optimieren. An diesem Wochenende kann die Besatzung ein letztes Mal gemeinsam, neben dem Fitnessprogramm und Wartungsaufgaben, etwas Freizeit genießen und mit ihren Familien sprechen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 19.11.2010:</p>



<p class="wp-block-paragraph">350,5 km bei einem Höhenverlust von 101 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>24. November, Kommandoübergabe Doug Wheelock an Scott Kelly</li><li>25. November, Bahnanhebung durch Progress-M 07M</li><li>26. November, Rückkehr von Sojus-TMA 19 zur Erde</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg165151#msg165151" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ISS Hauptthema ab dem 17. November</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Landeradar des Marsrovers Curiosity getestet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/landeradar-des-marsrovers-curiosity-getestet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 17:53:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Funktionstest]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Radar]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33256</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das JPL-Team (Jet Propulsion Laboratory) der NASA hat am 11.6.2010 das Landeradar-System für den Mars Rover Curiosity in Edwards getestet. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: JPL, NASA. Vertont von Peter Rittinger. Der Test fand mit einem teilweise konstruierten 1:1 Modell an Bord eines Hubschraubers statt. Dabei wurde ein Flugprofil geflogen welches die Landeeinheit simuliert [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das JPL-Team (Jet Propulsion Laboratory) der NASA hat am 11.6.2010  das Landeradar-System für den Mars Rover Curiosity in Edwards getestet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: JPL, NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-06-18-43149.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15062010195327_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="376" height="282"/><figcaption>
Das Radar für die nächste Marsmission wird getestet. Die kleinen gelben Plättchen am Hubschrauber sind die Radarantennen (im Video zu sehen) 
<br>
(Video und Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Test fand mit einem teilweise konstruierten 1:1 Modell an Bord eines Hubschraubers statt. Dabei wurde ein Flugprofil geflogen welches die Landeeinheit simuliert hat. Die Ingenieure haben dabei verifiziert, ob das Radar akkurate Höheninformationen und Geschwindigkeiten liefert, die für eine erfolgreiche und sichere Landung auf dem Mars erforderlich sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Dryden Flight Research Center in Edwards bietet laut Carrie Rhoades mit seinem getrockneten Salzsee sowie dem reservierten Luftraum ideale Bedingungen. Auch eine Art der verschiedenen Marsumgebungen kann aufgrund der Bodenbeschaffenheit simuliert werden. Zudem ist Edwards nicht weit weg vom Hauptquartier des JPL, so dass Probleme relativ zeitnah gelöst werden können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hubschrauber, welcher das Landeradar von MSL auf einer Spezialanfertigung an der Nase befestigt hat, simulierte die Landestufe an welcher das Radar bei der Marsmission befestigt sein wird. Die einzigartige, raketengetriebene Landeeinheit wird den Rover Curiosity mit einem Kabel abseilen, dann wegfliegen und in sicherer Entfernung auf dem Marsboden aufschlagen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Radar wie erwartet gearbeitet hat und man nun mit weiteren Tests an anderen marsähnlichen Oberflächenstrukturen fortfahren kann, wie zum Beispiel dem Amboy Krater, Sanddünen oder dem Death Valley. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das &#8222;Skycrane&#8220; genannte Landeverfahren wurde extra für Curiosity erfunden, da es sich bei Ihm um das schwerste bisher zum Mars gesendete Objekt handeln wird und es damit zu groß für eine Airbag-Variante ist, wie sie bei den 3 vorherigen Rovern der NASA eingesetzt wurde (Pathfinder sowie die beiden MER&#8217;s Spirit und Opportunity). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2008 hat die NASA mehrere Flüge in bis zu 47.000 Fuss Höhe (ca. 14. km) und hoher Geschwindigkeit an Bord des Hochleistungs-Abfangjägers F/A-18 gemacht, um den Flugzustand nach dem Wiedereintritt für das Radar zu simulieren. Weitere Flüge sind geplant um das Landeradar zu verbessern.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Komponenten für die nächste Marsmission zusammen mit dem eigentlichen Rover Curiosity befinden sich zur Zeit am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena (Kalifornien) im Bau, wo sie auf den geplanten Start zwischen dem 25. November und dem 18. Dezember 2011 vorbereitet werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MSL (Curiosity)</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-06-18-43149.mp3" length="6514604" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Hayabusa 7 Jahre im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hayabusa-7-jahre-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 May 2010 18:26:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroidensonde]]></category>
		<category><![CDATA[Fallschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Kurskorrekturmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33181</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die japanische Asteroidensonde Hayabusa, die den Kleinkörper Itokawa angeflogen hatte, war am 9. Mai 2010 genau 7 Jahre im All und steht kurz vor ihrer Rückkehr zur Erde. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: JAXA. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre wird die Sonde allerdings zerstört. Zuvor wird eine kleine Landekapsel abgetrennt, die den Absturz überstehen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die japanische Asteroidensonde Hayabusa, die den Kleinkörper Itokawa angeflogen hatte, war am 9. Mai 2010 genau 7 Jahre im All und steht kurz vor ihrer Rückkehr zur Erde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: JAXA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Eintritt in die Erdatmosphäre wird die Sonde allerdings zerstört. Zuvor wird eine kleine Landekapsel abgetrennt, die den Absturz überstehen und durch einen Fallschirm gebremst den Erdboden halbwegs unversehrt in Australien erreichen soll. In ihrem Inneren befinden sich eventuell Staubkörnchen von der Oberfläche des Asteroiden. 
<br>
Vom 1. bis 4. Mai dauerte das erste von vier Bahnkorrekturmanövern mittels eines Ionentriebwerks an. Nach drei weiteren sogenannten TCM (Trajectory Correction Manoeuvres) soll der geplante Eintrittspunkt möglichst genau getroffen werden. Nach dem letzten Manöver wird die Landekapsel von der Sonde abgetrennt. Sie ist mit einem Hitzeschutz und Fallschirmen versehen, so dass sie den Absturz überstehen kann. Die Hauptsonde Hayabusa wird allerdings in den dichten Schichten der Erdatmosphäre verglühen. Der Wiedereintritt findet am 13. Juni mit etwa 12 Kilometern pro Sekunde statt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10052010202616_small_1.jpg" alt="JAXA/ISAS" width="516" height="246"/><figcaption>
Die &#8222;Zielbahn&#8220; der Asteroidensonde Hayabusa. 
<br>
(Bild: JAXA/ISAS)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich sollte die Landekapsel in einer früheren Flugphase von der Muttersonde getrennt werden. Da sich die ursprünglich für 2005 geplante Einleitung der Rückkehr von Hayabusa aufgrund einer Kommunikationsunterbrechung und Problemen mit Triebwerken und Lageregelung um 2 Jahre verzögerte, geht man von einem schlechten Zustand der Batterie in der Landekapsel aus. Kurz vor dem Eintritt wird die Sonde so gedreht, dass die Sonne die Kapsel aufwärmt. Dies trifft dann auch auf die Batterie zu, was deren Zuverlässigkeit erhöhen sollte. Allerdings muss dabei die Sonde zuvor auf einen Kurs gebracht werden, der sie direkt in die Erdatmosphäre stürzen lässt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben seit dem Start der Sonde 2003 ausführlich über deren Mission berichtet.  </p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/japan-startet-zu-asteroiden/" data-wpel-link="internal">Japan startet zu Asteroiden (09.05.2003)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/jaxa-auf-nasa-spuren/" data-wpel-link="internal">JAXA auf NASA Spuren (17.09.2005)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hayabusa-mission-hat-probleme/" data-wpel-link="internal">Hayabusa-Mission hat Probleme (06.10.2005)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hayabusas-generalprobe-glueckt-im-zweiten-anlauf/" data-wpel-link="internal">Hayabusas Generalprobe glückt im zweiten Anlauf (13.11.2005)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-falke-ist-gelandet/" data-wpel-link="internal">Der Falke ist gelandet (28.11.2005)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hayabusa-schwer-angeschlagen/" data-wpel-link="internal">Hayabusa schwer angeschlagen (11.12.2005)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kontakt-zu-hayabusa-abgerissen-vorlaeufig/" data-wpel-link="internal">Kontakt zu Hayabusa abgerissen &#8211; vorläufig (26.12.2005)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/neues-von-hayabusa/" data-wpel-link="internal">Neues von Hayabusa (12.03.2006)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hayabusa-japaner-sind-zaeh/" data-wpel-link="internal">Japaner sind zäh (01.05.2007)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hayabusa-gibt-erneut-gas/" data-wpel-link="internal">Hayabusa gibt erneut Gas (06.02.2009)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/jaxa-meldet-hayabusa-triebwerksausfall/" data-wpel-link="internal">JAXA meldet weiteren Triebwerksausfall (12.11.2009)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/feintuning-fuer-hayabusas-rueckkehrbahn/" data-wpel-link="internal">Feintuning für Hayabusas Rückkehrbahn (14.03.2010)</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hayabusa-im-endanflug/" data-wpel-link="internal">Hayabusa im Endanflug (02.04.2010)</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4190.msg145166#msg145166" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Hayabusa-Thread seit 22. April</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Test des Orion-Rettungssystems</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/test-des-orion-rettungssystems/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 21:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Constellation]]></category>
		<category><![CDATA[Fallschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Feststoffmotor]]></category>
		<category><![CDATA[Landekapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Pad Abort]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein sogenannter Pad Abort an einem für das Constellation-Programm entwickelten Orion-Modell wurde am 6. Mai 2010 gegen 15 Uhr MESZ erfolgreich durchgeführt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, SpaceflightNow. Vertont von Peter Rittinger. Die Kapsel wurde von einem mit Feststoff arbeitenden Raketenmotor während der 6 Sekunden dauernden Antriebsphase in 1,2 Kilometer Höhe gebracht. Dabei [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein sogenannter Pad Abort an einem für das Constellation-Programm entwickelten Orion-Modell wurde am 6. Mai 2010 gegen 15 Uhr MESZ erfolgreich durchgeführt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, SpaceflightNow. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-05-12-10111.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06052010230046_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Das System erreicht während des Fluges seinen höchsten Punkt &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kapsel wurde von einem mit Feststoff arbeitenden Raketenmotor während der 6 Sekunden dauernden Antriebsphase in 1,2 Kilometer Höhe gebracht. Dabei wirkte eine durchschnittliche Beschleunigung, die dem 16-fachen der Fallbeschleunigung auf der Erde entspricht. Innerhalb der ersten 3 Flugsekunden erreichte das Vehikel eine Geschwindigkeit von etwa 716 Stundenkilometern, und schließlich eine Maximalgeschwindigkeit von rund 867 Stundenkilometern. Aufgrund der Trägheit flog die Kombination aus Antriebssystem und Kapselattrappe nach dem Ausbrennen des zum Start verwendeten Motors auf einer ballistischen Bahn bis in etwa 2 Kilometer Höhe. Dabei wurde ihre Lage weiter durch ein computergesteuertes Antriebssystem unter Nutzung des beim Start ebenfalls gezündeten Attitude Control Motor (ACM) geregelt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06052010230046_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06052010230046_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
PA-1: Die Kapsel schwebt nach Start und Trennung vom Rettungsraketensystem an Fallschirmen zu Erde 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während eines Loopings in der Nähe des höchsten Punktes der Flugbahn wurde das Rettungssystem unter Einsatz des Jettison Motors (JM) abgetrennt. Danach entfalteten sich 3 große Bremsfallschirme, die den Fall der Kapselattrappe verlangsamten. Diese ging schließlich nach etwa 2 Minuten und 14 Sekunden ca. 2.000 Meter vom Startort entfernt mit einer Geschwindigkeit von rund 26 Kilometern pro Stunde nieder. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der als Abort Motor (AM) bezeichnete Feststoffmotor des Startabbruchsystems besitzt einige Besonderheiten. So feuert er eigentlich nach oben. Der Abgaststrahl wird allerdings von speziellen Umlenkeinrichtungen reflektiert, so dass die Antriebswirkung nach unten gerichtet ist. Durch diesen Kniff treten die Gase aber in ausreichender Entfernung von der Kapsel aus, ohne diese in Gefahr zu bringen. Dadurch kann das Launch Abort System an der Oberseite der Kapsel montiert und bei einem normalen Start in fast 100 Kilometern Höhe vor Erreichen des Orbits abgetrennt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06052010230046_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06052010230046_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
PA-1: Die Kapsel nach dem Aufsetzen 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der PA-1 genannte Test kostete etwa 220 Millionen US-Dollar und fand auf der White Sands Missile Range in New Mexico (USA) statt. Er wurde noch gemäß der Verträge für das Constellation-Programm durchgeführt. Ein ähnliches Rettungssystem soll aber auch bei zukünftigen Kapselsystemen in der bemannten Raumfahrt der USA Verwendung finden, möglicherweise sogar auf einer modifizierten Orion-Kapsel. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg145884#msg145884" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff Orion ab Ankündigung des Tests (30. April)</a></li></ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-05-12-10111.mp3" length="4137462" type="audio/mpeg" />

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